Freifunk am Arnulfsplatz

Ab sofort wird auch der Arnulfsplatz in Regensburg deckend mit einem freien WLAN, das heißt Freifunk, versorgt. Damit geht der Ausbau von freiem WLAN in Regensburg schnell voran. Mit dem Freifunk-Hotspot am Arnulfsplatz steht Bürgern und Touristen damit ab sofort, neben dem Neupfarr-, Dom- und Gutenbergplatz, eine
weitere offene Internetverbindung auf einem der großen Regensburger Plätze zur Verfügung. Innerhalb der ersten 24 Stunden wurde der Hotspot zeitweise von über 30 Personen gleichzeitig genutzt. Die Freifunk-Community zeigt damit einmal mehr, dass sie in der Lage ist, auch große Außenareale zu versorgen. Insgesamt gibt es damit ungefähr 170 aktive Freifunk Hotspots in Regensburg und Umland.

Und die Zahlen scheinen Freifunk Recht zu geben: Mittlerweile nutzen täglich mehr als 3000 verschiedene Nutzer die ungefähr 170 Zugangspunkte des Freifunk-WLANs – zeitweise sind gleichzeitig bis zu 500 Nutzer online. Innerhalb des letzten Monats haben mehr als 16 500 verschiedene Personen die Dienste des Freifunk-Netzes in Anspruch genommen. Das entspricht mehr als 10% der Regensburger Bevölkerung.

„Mit der Versorgung eines weiteren, großen Regensburger Platzes zeigt die Freifunk-Community ihre Leistungsfähigkeit.“ sagt dazu Bastian Mäuser, Vorsitzender des Freifunk Regensburg e.V. Gründungsmitglied Sven Seeberg ergänzt: „Mit dem neuen Hotspot kommen wir der Vision eines flächendeckenden, freien WLANs in Bürgerhand wieder ein Stück näher.“ Ziel der Regensburger Freifunk Community ist es, ein dezentrales, offenes Funknetzwerk zu etablieren, welches von Bürgern und Gästen gleichermaßen- unkompliziert und barrierefrei – genutzt werden kann. Am Freifunk-Netz selbst können sich Regensburger durch das Aufstellen eines
sogenannten Freifunk-Knoten beteiligen. Freifunk-Knoten sind handelsübliche Router, die eine spezielle, frei verfügbare Software aufgespielt bekommen. Die Freifunk-Community trägt mit dem Aufbau eines freien WLAN-Netzes auch zur Schließung der digitalen Kluft bei, indem sie beispielsweise sozial Benachteiligten und Flüchtlingen einen Zugang zum Internet ermöglicht. Nicht zuletzt sind kostenlose Internetzugänge inzwischen auch ein relevanter Tourismusfaktor.

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Kommentare (1)

  • Tobias

    |

    Ich habe selbst hier in meinem Wohnzimmer ein Freifunk-Signal von ca. 60% Signalstärke und habe es auch kurzzeitig mal genutzt. Ist eigentlich eine tolle Sache, aber als Computer“freak“ (ein blöder Begriff) vertraue ich fremden Netzwerken nie. Dass man Internet als Tourist braucht ist schon merkwürdig, da ich als Handy-Verweigerer (bin 24 Jährchen, also eine Sensation :-)) nichts vermisse, wenn ich im Urlaub bin. Karten findet man genug, Tourist-Infos gibt es auch, Karten kann man vorher kaufen/drucken. Ob jetzt WLAN überall toll ist, würden die – so scheint es mir – abhängigen Immer-On-Handynutzer von heute natürlich mit einem lautstarkem „Ja!“ beantworten, ich enthalte mich dem Ganzen mal.

    Angenehm allerdings ist, dass zumindest mein Freifunk-Netz hier im Wohngebiet recht flott angebunden war. Wer schon einmal in dem absolut lächerlichem Hotspot am Arnulfsplatzer McDonald’s versucht hat, lediglich eine Webseite anzupingen wird nur Time-Outs erhalten. Vom pseudo-Hotspot der Regensburg Arcaden, bei dem es uns nicht gelungen ist, die Cinemax-Seite auch nur aufzurufen ganz zu schweigen.

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