Gut fürs Klima, gut für Schüler

Ein grüner „Schwarzer”: Stadtrat Hans Melzl.Laut Klimabündnis haben sich viele Städte, darunter Regensburg, verpflichtet bis 2010 den CO2-Ausstoß um 50 Prozent zu verringern. Eine unmögliche Herausforderung? CSU-Stadtrat Hans Melzl spricht mit mir über die „grüne Meile”. Was versteht man unter der grünen Meile? Wir wollen, dass sich Schüler nicht mit dem Auto zur Schule fahren lassen, sondern öffentliche Verkehrsmittel und Fahrrad nutzen oder zu Fuß gehen. Dafür können sie in der Schule eine „grüne Meile“ geltend machen. Die Klassensprecher müssten verzeichnen, wer wie zur Schule kommt und dann gutschreiben, wie viele Kilometer „gespart“ wurden. Wieso sollten die Schüler sich beteiligen? Sie leisten einen Beitrag für eine bessere Umwelt, werden selbständiger und erleben Verkehrsprobleme am eigenen Leib mit. Das sensibilisiert. Sie können künftig kompetent mitreden bei der Verkehrsplanung. Das kommt in anderen Städten gut bei den Schülern an. Woran scheitert’s in Regensburg? Es ist noch kein richtiger Antrag gestellt worden. Das werde ich ändern. Schüler sind schließlich unsere zukünftigen Entscheidungsträger.

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Kommentare (1)

  • Daniela Camin - Heckl

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    Prinzipiell eine gute Idee, insbesondere deshalb, weil sie Schüler bei Bemühungen zum Umweltschutz aktiv einbezieht, Schüler werden anhand des Schulweges für Fragen zum Umweltschutz sensibilisiert. Es gibt auch hier wieder ein ABER von mir. Zur Begründung: Es gibt Schüler, die besuchen aus diversen Gründen „gastweise“ eine Schule in einem anderen Schulsprengel. Gründe hierfür sind neben angebotener Nachmittagsschule auch teiweise ganz eigene familiäre Gründe. Z. Bsp. Berufstätigkeit der Eltern, nach der Schule werden Kinder bei der Oma betreut. Nur um hier einige zu nennen. Zum anderen fürchten Eltern auch den „überfüllten“ Schulbus. Ich würde hierzu den Vorschlag unterbreiten, nicht nur in Bezug auf die Verkehrsplanung und deren Probleme einzugehen, sondern vielmehr, was sicherlich auch für Schüler wichtig ist, zu ergründen, warum der Schulweg eben nicht mit Fahrrad, zu Fuß oder mit dem Bus bewältigt wird. So könnten sich Ansatzpunkte ergeben, was auch innerhalb der angebotenen Schulstrukturen/ – angebote verbesserungswürdig wäre.

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