Unterwegs mit Streetworkern am Hauptbahnhof

„Junken ist ein Fulltime-Job“

Ein Alkoholverbot. Verschärfte Kontrollen. Der Einsatz von Bereitschaftspolizei. Der Hauptbahnhof soll als sogenannter „Kriminalitäts-Brennpunkt“ entschärft werden. Die dort tätigen Streetworker sehen das kritisch. Unser Reporter David Liese war mit ihnen unterwegs.

Der Stadt ein Dorn im Auge: Süchtige im Bahnhofsbereich.

Der Stadt ein Dorn im Auge: Süchtige im Bahnhofsbereich.

In einem Bushäuschen an der Albertstraße sitzt sie, eine Frau im mittleren Alter, etwas zusammengekauert, ihre Hand auf die Tasche in ihrem Schoß gepresst. Als sie Andreas Will sieht, beginnt sie zu lächeln. „Grüß dich, Andi“, sagt sie. „Wie geht es dir?“, entgegnet der stämmige Streetworker mit der Lederweste, den kurzgeschorenen Haaren und dem langen roten Schopf am Hinterkopf. Er setzt sich zu der Frau. Eine Alkoholikerin. Man unterhält sich. Er berührt sie an der Schulter, während er ihr zuhört. Ein kleines Zeichen menschlicher Nähe, das sagt: Ich nehme dich wahr.

Will ist ein „pazifistischer Punk“, wie er selbst sagt. „Ich hab eine Trillerpfeife dabei, aber kein Messer“, entgegnet er wenig später einem anderen Klienten vor dem Bahnhof, der gerade ein Werkzeug braucht. Der Streetworker arbeitet für die Regensburger StraßenOffensive für Außenstehende, „SOfA“. Regelmäßig unternimmt er Rundgänge, um Kontakt zu Menschen herzustellen, die vielleicht Hilfe brauchen, vielleicht nur jemanden, der ihnen zuhört, und der sie ein Stück weit in die Gesellschaft zurückholt.

Die Polytoxis hinterm Bushäuschen

An diesem Tag begleitet Will Werner Lehner von „DrugStop Akut“, einer weiteren Regensburger Anlaufstelle für Menschen mit Drogenproblemen. Ihn verbindet eine besondere Lebensgeschichte mit seiner Arbeit als Streetworker: Er war selbst über dreißig Jahre heroinabhängig. Er kennt die Regensburger Drogenszene seit 1973. „Seitdem hat sich viel verändert“, sagt er. „Drogensüchtige hat es in Regensburg schon immer gegeben – aber das war nicht immer offensichtlich.“ Man hatte Szenekneipen, in denen man sich traf, dealte und konsumierte. Die Treffen verschoben sich immer wieder. Der Polizei und auch der Stadt war das damals durchaus bekannt. „Nicht selten war das Haus direkt gegenüber eines Szenetreffpunktes von der Polizei angemietet“, erinnert er sich. Früher, als er selbst noch abhängig war, war er überzeugt: „Ex-User sind die Schlimmsten.“

Heute ist er froh darüber, dass er dadurch Kontakt zu vielen Suchtkranken herstellen kann. „Ich spreche noch immer die Szene-Sprache.“ Sein Leben hat er der Aufgabe verschrieben, Menschen zu helfen, denen es genauso oder noch schlimmer ergeht wie ihm früher. „Ich habe so viel Glück gehabt, dass ich überhaupt noch lebe. Davon will ich etwas abgeben.“ Seit 2004 ist Lehner clean. Die Suchtkranken, die Will und Lehner an diesem Sommertag im Juli am Regensburger Hauptbahnhof besuchen, sind nicht immer auffällig. An so manchem von ihnen würde man als Passant einfach vorbeilaufen. Hinter einem anderen Bushäuschen, direkt gegenüber der Bahnhofs-Haupthalle, sitzt eine Gruppe von „Polytoxis“. Diese Abhängigen schmeißen sich, vereinfacht gesagt, alles ein, was sie finden können – von Alkohol bis zu harten illegalen Drogen.

Hartz IV produziert Obdachlose und Suchtkranke

„Die Flucht in die Sucht ist immer auch eine Suche nach Geborgenheit“, so Andreas Will. Es sei auffällig, dass das Polytox-Verhalten immer stärker zunehme und vor allem auch junge Menschen unter 25 Jahren davon betroffen seien. Leistungsdruck, schwache familiäre Bindungen, aber auch ein defizitärer Begriff von Solidarität in der Gesellschaft. Das alles produziert Sucht.

Streetworkerin Birgitta Klinkradt beobachtet seit der Eibnführung von Hartz IV vor allem eine Zunahme jüngerer Obdachloser. Fotos: Liese

Streetworkerin Birgitta Klinkradt beobachtet seit der Eibnführung von Hartz IV vor allem eine Zunahme jüngerer Obdachloser. Fotos: Liese

Birgitta Klinkradt, ebenfalls Streetworkerin bei DrugStop, sieht das ähnlich. Was ihr besonders auffällt: Seit der Einführung von Hartz IV sei sowohl die Zahl der Obdachlosen wie auch der Suchtkranken gestiegen. „Seit diesen Gesetzen haben wir eine Produktion von Obdachlosen, die unter 25 sind.“ Und in Regensburg gibt es noch ganz spezielle Gründe. Die Wohnraumsituation ist eine der angespanntesten in Bayern. Die „Studentenschwemme“ der vergangenen Jahre habe dazu ebenso beigetragen wie die fortschreitende Gentrifizierung. „Heute leben fast keine Junkies mehr in der Altstadt. Früher gab es regelrechte Junkie-WGs, wo massenhaft gedealt und konsumiert wurde“, pflichtet ihr Ben Peter. Er ist Sozialarbeiter der Caritas in Regensburg und war der erste offizielle Streetworker, den Regensburg überhaupt hatte.

Zahl der Suchtkranken wurde massiv unterschätzt

Die Anzahl an Suchtkranken sei jahrelang massiv unterschätzt – oder unter den Tisch gekehrt worden. Man sei von etwa 100 akut Betroffenen ausgegangen – ein Großteil davon alkoholabhängig. „Nach einem Jahr hat man dann festgestellt, dass wir nicht nur ein Sucht-, sondern auch ein Obdachlosenproblem haben.“ Stand heute: Regensburg hat mittlerweile vier offiziell beschäftigte Streetworker von verschiedenen Trägern. Etwa 300 Klienten hatten und haben mit ihnen regelmäßigen Kontakt – dreimal so viel, wie ursprünglich von offizieller Seite angenommen. Und Ben Peter schätzt, dass es in Regensburg etwa 3.000 akut Suchtkranke gibt, die regelmäßig harte oder weiche illegale Drogen konsumieren. Alkoholiker sind da noch gar nicht mit eingerechnet.

Der politische Umgang mit dem Thema habe sich zwar über die Jahre hinweg geändert. Das kann auch Werner Lehner bestätigen. Doch wenn man die Situation der Suchtkranken und Obdachlosen um den Bahnhof und an anderen „Brennpunkten“, wie Stadt und Polizei sie gern nennen, sieht, wird deutlich: Die Lage ist nach wie vor kritisch. Statt zu entspannen, setzt man vonseiten der Polizei vor allem auf repressive Maßnahmen.Erst kürzlich machten Bundespolizei, die Regensburger Polizei und die Stadt mit dem „Projekt Sichere Altstadt“ auf sich aufmerksam, bei dem die „Verfestigung einer Rauschgiftszene im öffentlichen Bereich“ wirksam unterbunden werden soll (Zitat Polizeisprecher Michael Rebele). „Die Polizei will säubern. Unser Ziel ist Reintegration“, sagt Will.

Im Strohhalm sind Suchtkranke unerwünscht

Für die Streetworker ist die Versprengung ihrer Klienten eine Katastrophe. Denn nur, wenn sie die Aufenthaltsorte der User kennen, können sie mit ihnen in Kontakt bleiben. DrugStop, SOfA und Caritas schlagen eine eigene Lösung vor: Man wolle ein betreutes Wohnprojekt, wo alle Initiativen und Vereine ihre Beratungs- und Beschäftigungsangebote unterbreiten und den Klienten einen Treffpunkt anbieten könnten. Für Stadt, Suchtkranke und Streetworker wäre das eine Win-Win-Win Situation. „Die Leute wären von der Straße weg, und wir könnten ihnen helfen.“

Obwohl die Stadt schon viel getan habe, sei der Einsatz im Vergleich zu anderen Investitionen doch eher nachrangig. Gerade in der Obdachlosenhilfe herrsche großer Verbesserungsbedarf. Die Begegnungsstätte Strohhalm am Donauufer etwa sei mittlerweile vielmehr eine „Begegnungsstätte für Senioren“. Obdachlose mit Suchthintergrund könnten da gar nicht richtig betreut werden und seien eher unerwünscht. Begründer Josef Troidl habe in der Vergangenheit die Notwendigkeit nicht gesehen, bezahlte Stellen für Sozialpädagogen über ehrenamtliches Engagement hinaus im Strohhalm zu schaffen.

Ordnungsamt: „Die Stadt ist nicht verpflichtet, eine optimale Lösung zu schaffen.“

Das Ordnungsamt, das in Regensburg formell für die Obdachlosen zuständig ist, habe eher die öffentliche Sicherheit als die soziale Dramatik der betroffenen Menschen im Blick. Von den Streetworkern wird Amtsleiter Alfred Santfort so zitiert: „Die Stadt ist nicht verpflichtet, eine optimale Lösung zu schaffen, sondern das minimal Notwendige zu tun.“ Das „minimal Notwendige“ ist beispielsweise die Notunterkunft in der Taunusstraße, in der ein Aufenthalt über Nacht „bei Intoxikation“ verboten ist, da es in der Einrichtung gerade einmal einen Hausmeister, aber kein medizinisches oder sozialpädagogisch geschultes Personal gibt.

Unterdessen setzen die Streetworker große Hoffnungen auf Joachim Wolbergs, der als Sozialbürgermeister eine hinreichende Sensibilität für die Klienten der Streetworker zu besitzen scheint. „Wir erwarten, dass sich in der Haltung der Stadt etwas ändert“, sagt Ben Peter – auch und gerade im Falle einer Wahl von Wolbergs zum Oberbürgermeister. Kernforderung ist neben eigenen Räumen beispielsweise auch ein Sozialticket für den RVV. „Die Verfahrensweise, wenn Klienten beim Schwarzfahren erwischt werden, verursacht einen gewaltigen volkswirtschaftlichen Schaden“, so Andreas Will. Ein einziger Tag im Gefängnis kostet die Staatskasse einen Betrag, der in keinem Verhältnis zu den wenigen Euros steht, die den RVV ein Schwarzfahrer kostet.

Beschaffungskriminalität: Süchtige werden meistens erwischt

Zurück beim Rundgang mit Andreas Will und Werner Lehner: Inzwischen haben die beiden ein junges Pärchen besucht, zwei obdachlose Polytoxis, die in Tschechien „auf Substitution sind“, das heißt, die Ersatzmedikamente bekommen. Irgendjemand hat ihnen dort erzählt, dass sie es in Regensburg besser hätten – daraufhin sind die beiden mit dem Zug angereist und hatten sich einige Wochen in der Stadt aufgehalten. „Wir können ihnen hier aber nicht weiterhelfen“, so Lehner. Ursprünglich hatte das Paar ein Hundewelpe begleitet, der sei ihnen von der Polizei aber abgenommen worden. Die Streetworking-Organisationen haben den beiden jetzt ein Zugticket gekauft, damit sie zurück nach Tschechien fahren können, wo ihnen weitergeholfen werden kann.

"Willkommen" ist im Bahnhofsbereich längst nicht jeder.

„Willkommen“ ist im Bahnhofsbereich längst nicht jeder.

Gegen Ende des gemeinsamen Rundgangs kommt auch das Thema Beschaffungskriminalität noch einmal zur Sprache – laut „Projekt Sichere Altstadt“ ein großes Problem im Bahnhofsbereich. Die Streetworker bezweifeln das. Natürlich gäbe es Junkies, die etwas klauen, aber das eher dann, wenn sich ihnen die Gelegenheit biete. In den meisten Fällen werde ein Süchtiger dabei ohnehin erwischt. Ben Peter: „Die sind langsam, die stellen sich nicht gewandt an.“ Außerdem, so erklärt Will, habe ein Junkie gar keine Zeit, um einen Diebstahl zu planen und geschickt durchzuführen. „Junken ist ein Fulltime-Job.“

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Kommentare (18)

  • Claudia Bernhard

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    Hallo Stefan, ein sehr lebensnaher Artikel. Er beschönt nichts und lässt das eine- und andere Mal Gänsehaut über meinen Rücken rieseln. Auch ich würde mir eine Unterstützung von Seiten der Stadt sehr wünschen, denn was Andy, Ben und Gitta mit ein paar weiteren Ehrenamtlichen Helfern schaffen, ist leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Mir liegt das Projekt SOfA am Herzen, deshalb werden wir – die Organisatoren von Bunte Liga – Regensburg e.V. und RAM – die Teilnehmergebühr von 50 € / Team am 20. Juli an SOfA geben. Das werden ca. 700 €. Leider ist das bei weitem nicht genug, aber vielleicht gibts ja Leser, die auch spenden möchten. Aber trotzdem: Die Stadt muss etwas tun!

  • erik

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    „Hartz IV produziert Obdachlose und Suchtkranke“,“ Streetworkerin Birgitta Klinkradt beobachtet seit der Einführung von Hartz IV vor allem eine Zunahme jüngerer Obdachloser“ was hätte diese Personengruppe von über 6 Millionen Menschen für ein Potential wenn sie ihr Duckmäuser-, Arschkriecher- und Bittstellertum ablegen würden und ihr von der Verfassung bzw. Grundgesetz verbrieftes Recht auf ein menschenwürdiges Auskommen einfordern würden, die Republik würde erzittern, Politiker würden zu Kobolden die sich trollen und ihre Prügeltruppen würden zu kreischend wegrennden Plastiktunten!

  • Joachim Datko

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    Ich befürchte, dass durch die Streetworker die Szene nur erweitert wird.

    Meiner Ansicht nach haben Streetworker wohl auch das Interesse ihre Jobs zu erhalten, eine Reduzierung des Problems ginge gegen ihr persönliches Interesse.

    Zitat aus dem Artikel: „“Hartz IV produziert Obdachlose und Suchtkranke”“

    Es kommen viele Menschen nach Deutschland, weil sie eine bessere Versorgung erwarten.

    Siehe dazu das Beispiel aus dem Artikel:
    „Irgendjemand hat ihnen dort erzählt, dass sie es in Regensburg besser hätten – daraufhin sind die beiden mit dem Zug angereist und hatten sich einige Wochen in der Stadt aufgehalten.“

  • Franz

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    @Joachim Datko

    „Meiner Ansicht nach haben Streetworker wohl auch das Interesse ihre Jobs zu erhalten, eine Reduzierung des Problems ginge gegen ihr persönliches Interesse.“

    Ja ne ist klar und Polizisten verüben in ihrer Freizeit Verbrechen, Rettungssanitäter betreiben nebenbei Komasaufen usw…. nur damit ihre Jobs erhalten bleiben.
    Ähm Hallo ? Ich glaube, nein halt ich weiß, dass Streetworker auch so genügend zu tun haben. Ihnen so einen Unsinn zu unterstellen ist eigentlich ziemlich …… ich sag mal naiv. Aber was ja noch nicht ist kann ja noch werden. Wie wäre es einfach mal selber mit einem Streetworker mitgehen und Erfahrungen sammeln.

  • Fraglich

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    Es gehören bessere Programme für Drogensüchtige und Alkoholkranke nach Regensburg. Die Wohnungssituation muss deutlich verbessert werden. Wohngruppen mit Sozialarbeitern müssen her bzw. ausgebaut werden. Die finanzielle Hilfe vom Staat für Betroffene muss steigen und auch sonst muss viel mehr getan werden.

    Warum?
    Weil wir alle in einer „cleanen“ Stadt leben wollen und bei der jetzigen Mietpreissteigerung und dem schier unendlichen Unternehmergeist von Heuschrecken „Immobilien“-Kapitalisten wir uns bald in Zuständen wiederfinden, wie man sie aus Hamburg oder Frankfurt kennt!

    ABER!
    Szenebildung und „Hotspots“ müssen unterbunden werden. Gerade in Großstädten hat man festgestellt, dass solche zentralen Anlaufpunkte Probleme erweitern/verschärfen. Besonders Jugendliche bleiben gerne da hängen und ja, ich stelle das Wohl von jungen Menschen oder „braven Bürgern“ immer und jeder Zeit über das Wohl von Menschen, die sich verrannt haben!

  • Dubh

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    Fraglich: „Besonders Jugendliche bleiben gerne da hängen und ja, ich stelle das Wohl von jungen Menschen oder “braven Bürgern” immer und jeder Zeit über das Wohl von Menschen, die sich verrannt haben!“

    Bei Jugendlichen, die das von zu Hause kennen, wo brave BürgerInnen für die Öffentlichkeit unsichtbar saufen, die Kinder schlagen und was noch alles, mag das dann schon sein………

    „Nur“ ca. 10 Millionen Deutsche betreiben schweren Alkoholmißbrauch – durch ALLE Schichten!

    Ganz zu schweigen von Medikamentensüchtigen, deren Dealer – auch ganz legal selbstverständlich – Ärzte sind – übrigens selber eine besonders gefährdete Berufsgruppe in punkto Suff und so allerhand.
    Die gehobene Mittelklasse NurHausfraumutti nimmt heutzutage gern auch mal Ritalin.

    Aber es versteht sich, solange man nicht sieht, v.a. auch nicht sieht was Kindern und Jugendlichen zuhause angetan wird, auch psychisch, ist das doch nicht das geringste Problem…………da gibt es einfach gar kein Problem!

    Immer alles schön heimlich betreiben, und nach außen Fassade bewahren, dann ist heile, heile Welt beim braven Bürger………………

  • Twix Raider

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    Als erfahrener Stadtwanderer würde ich die Szene am Regensburger HBF als reativ hart bezeichnen, aber das tut eher wenig zur Sache. Denn mit den eisernen Besen ist das immer so eine Sache, irgendwo sammelt sich der soziale Staub wieder. Wenn man den Menschen keine Perspektiven bietet, staubt’s irgendwann richtig in der Welt der glänzenden Konsumtempel und Wohnpaläste. Ja, vor ein paar Jahrzehnten gab es eine Lösung, nur hat die erst recht Schutt und Asche hinterlassen. Bereitschaftspolizei gegen „unbequeme Bürger“ ist der erste Schritt in diese Richtung.

  • Mit Herzblut beim Verdrängen | Regensburg Digital

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    […] Mehrfach schon beklagten die Regensburger Streetworker die Säuberungstaktik der Polizei, erschwert … Polizeidirektor Mache findet auch hier deutliche Worte: „Wir verkennen nicht, dass Streetwork durch unsere Maßnahmen eventuell erschwert wird. Aber in der Güterabwägung ist dem Aufbrechen dieser Strukturen Vorrang zu geben.“ Mit dem Aufbrechen der Strukturen meint er das Zersprengen der Drogenszene am Bahnhof, die die öffentliche Sicherheit in erheblichen Maße beeinträchtigen soll. Für den sozialen Rahmen dieser Leute seien andere Behörden zuständig, dies sei keine originär polizeiliche Aufgabe. „Die Streetworker müssen sich in ihrer Arbeitsweise gegebenenfalls anpassen“, fügt Mache auf Nachfrage hinzu. […]

  • freizeitradler

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    Sagt mal – ist die Überschrift „Junken ist ein Fulltime-Job“ Satire?

  • Bert

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    @freizeitradler

    Einfach mal nen Artikel bis zum Ende lesen. Erspart Ihnen und anderen solche Nachfragen.

  • Planer

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    Also ich frag mich, ob man die Junkies jetzt noch dafür bedauern soll, das sie wegen ihres „Full-Time-Job“ nicht in der Lage sind Diebstähle so zu planen und so geschickt auszuführen, dass sie nicht erwischt werden.

    Oder dafür, dass diese Ganoven bei ihrer Beschaffungskriminaität erwischt werden.

    Langsam reichts aber mit dem Verständnisgesäusel.

    Wer abstürzt soll, ja muss Hilfsangebote bekommen, aber wenn er die nicht annimmt, dann ist manchmal Hopfen und Malz verloren.

  • luna

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    Lieber “ planer“ sei mal selber abhängig dann kannst mitreden!

  • Planer

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    @ luna

    bitte verzeih mir, aber den Ehrgeiz hab ich nicht.

    Aber vielleicht denkst du auch anders, wenn du mal Opfer eines Beschaffungskriminellen geworden bist.

  • Dubh

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    Tja lieber Planer, ich bezweifle sehr, dass du keinerlei Süchte/Abhängigkeiten hast, in einer auf grundsätzlichen Dauerdrogenkonsum jeglicher Art ausgelegten Gesellschaft.

    Du musst für deine Süchte halt nicht kriminell werden, weil die meisten legal und ERST EINMAL für dich jedenfalls nicht mal sonderlich teuer sein müssen, oder gar von der Krankenkasse bezahlt werden.

    Diese Situation ließe sich mit einem Federstrich auch für Junkies herstellen, wenn nicht die absurden und teils vollkommen willkürlichen Regelungen bezüglich legaler und illegaler Drogen bestünden – übrigens auch was gesundheitliche und soziale Folgeschäden anbetrifft.

    TV Sucht ab Kleinstkindalter, wenn der Fernseher den Eltern zum Kind Ruhigstellen dient, etwas später der PC, hat zweifellos alles Folgen, macht aber nix, gell?

    Man braucht halt immer sichtbare Böse, Sozialschmarotzer, sozial sichtbar Unangepasste etc. damit man selber zu den Guten, Normalen gehört – nicht wahr?

    Heimlich, unsichtbar saufen hatte ich ja schon erwähnt…….das macht jeder 8. in diesem Land, genaugenommen mehr, denn für Säuglinge und Kleinkinder braucht es heutzutage ja keinen Bierdutzel mehr, da gibt es anderes, die muss man somit abrechnen – etwa jeder 6. dann?

  • frollein_a

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    luna hat Recht-man kann immer gscheit daherreden, solange man selbst nie betroffen war/ist.
    Und Dubh bringt’s auf den Punkt. Punkt.

  • jochen

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    Diese probleme gibt es doch in jeder stadt oder sogar im jeden dorf. ICh bin aus Aut und hier läuft es gleich. ES gibt ein ersatzprogramm dann ist man nur noch junky auf krankenschein und ist teilentmůndigt (nicht im wörtlichen sinn) zb. ES gibt auch anfangs schmerz patienten die substidol bekommen anderer name andere vepackung doch gleicher wirkstoff sind doch auch giftler oder?zumindest früher oder spâter.doch das ist legal und aktzeptiert die andere seite ist der abschaum der gesellschaft den man am liebsten totschweigen mõchte. Jeder hat ein leben und hilfe verdient und wenn er wieder fällt hilft man wieder!!!

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