Kampagne in Regensburg

JuLis: „Pille danach“ ohne Rezept

Die „katholische Grundhaltung“ reicht bis zum Uniklinikum: Fast alle Regensburger Krankenhäuser verweigern Frauen ein Rezept für die „Pille danach“. Als Reaktion auf die Berichterstattung bei regensburg-digital haben die Regensburger JuLis einen Antrag beim Bundeskongress eingereicht, der vergangene Woche mit breiter Mehrheit verabschiedet wurde: Die „Pille danach“ soll es rezeptfrei geben. In Regensburg starten die JuLis eine Informationskampagne.

Einzige Verhütung, die auch mit „katholischer Grundhaltung“ erlaubt ist: Knaus-Ogino, auch Vatikanisches Roulette genannt (Buchtitel aus dem Jahr 1930, aufgenommen im Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch, Wien).

In mittlerweile 28 europäischen Ländern ist sie rezeptfrei erhältlich: die „Pille danach“. Doch was von Frankreich bis Griechenland und von Weißrussland bis Zypern gängige Praxis ist, stößt in Deutschland bislang noch auf Widerstand. Hier braucht es ein Rezept – das kann zwar theoretisch auch jeder Zahnarzt ausstellen (sofern dieser nicht allzu katholisch ist), aber im Notfall, spätnachts, an Wochenenden kann das schwierig werden. Das gilt insbesondere für Regensburg.

Das Uniklinikum hält sich raus

Vergangenes Jahr berichtete regensburg-digital über die Odyssee einer 26jährigen durch Regensburger Krankenhäuser: Barmherzige Brüder, Hedwigsklinik und St. Josef, samt und sonders in katholischer Hand, verweigern Rezept und Medikament mit Verweis auf die „katholische Grundhaltung“ (und werfen nebenbei Verhütung und Abtreibung in einen Topf). Auch beim durch und durch weltlichen Regensburger Universitätsklinikum beißt frau auf Granit, was an der engen Kooperation mit den katholischen Häusern in Regensburg liegen mag. Es bleibt lediglich das Evangelische Krankenhaus – und dort gibt es das Rezept nur in Verbindung mit einer (medizinisch eigentlich nicht notwendigen) gynäkologischen Untersuchung. Vertreterinnen von pro familia sprechen mit Blick auf Regensburg seit Jahren von einer „unzumutbaren Situation“.

JuLis reagieren auf miserable Situation

Als Reaktion auf diese „miserable Erhältlichkeit“ haben die Regensburger Jungen Liberalen (JuLis) einen Antrag zur rezeptfreien „Pille danach“ gestellt, der kürzlich beim Bundeskongress mit breiter Mehrheit verabschiedet wurde. Nun sollen Bayern- und Bundes-FDP folgen. „Wir suchen jetzt auch den direkten Kontakt zu Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, um das Thema voranzutreiben“, sagt der Regensburger JuLi-Vorsitzende Loi Vo. Damit befinden sich die JuLis nicht nur auf einer Linie mit Verbänden wie pro familia, sondern auch mit der „Abteilung Arzneimittelsicherheit der Deutschen Zulassungsbehörde für Arzneimittel“ (BfArM) und der Weltgesundheitsorganisation WHO.

„Pille danach“ ist kein Schwangerschaftsabbruch

Der gängige Wirkstoff Levonorgestrel wirkt sich – so die einhellige medizinische Meinung – nicht negativ auf eventuell bestehende Schwangerschaften aus. Er wirkt nur vor der Verschmelzung von Ei und Samenzelle. Damit allerdings auch nur dann, wenn das Medikament möglichst bald nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen wird. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt ausdrücklich eine rezeptfreie Abgabe. Eine ärztliche Betreuung sei nicht erforderlich, so die WHO in einem Positionspapier aus dem Jahr 2010. Nebenwirkungen seien selten und verliefen in der der Regel mild. Das Medikament wirke „nicht abortiv oder schädigend auf eine bereits bestehende Schwangerschaft“, so die WHO weiter. „Mädchen und junge Frauen, die mehrere Packungen auf einmal erhielten, benutzten sie nicht wiederholt anstelle von regulärer Verhütung.“ In der Vergangenheit hat das Bundesgesundheitsministerium entsprechende Vorstöße allerdings ignoriert. Und von dort müsste eine entsprechende Gesetzesvorlage kommen. Mit dem „direkte Draht“ der FDP ins Ministerium scheint es zumindest wahrscheinlicher, dass nun Bewegung in die Sache kommt.

Kampagne in Regensburg ab April

In Regensburg wollen die JuLis ab April eine Informationskampagne starten und abends Flyer an junge Frauen verteilen, die darüber aufklären wo im Notfall die „Pille danach“ am besten zu bekommen ist. „Wir hoffen dadurch die Problematik vor Ort bekämpfen zu können. Aber wir wünschen uns natürlich, dass dies bald nicht mehr notwendig sein wird“, so Loi Vo. An Feiertagen und an Wochenende können sich betroffene Frauen in Regensburg wenigstens bis 21 Uhr an die Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung wenden (UPDATE der Redaktion: Diese Praxis befindet sich bei den Barmherzigen Brüdern, ist aber von diesen unabhängig.) . Tatsächlich gibt es das zeigen mehrere Rückmeldungen bei unserer Redaktion auch bei den katholischen Krankenhäusern Ärztinnen und Ärzte, die unter der Hand Rezepte für die „Pille danach“ ausstellen. Ansonsten empfiehlt es sich, die „Pille danach“ für den Notfall zuhause zu haben, um nicht wegen einer „katholischer Grundhaltung“ zu einer ungewollten Schwangerschaft oder Abtreibung genötigt zu werden. „Pille danach“ Infotelefon der pro familia: 01805/ 776326 (14 ct/min aus dem Festnetz)

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Kommentare (60)

  • peter sturm

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    schönes titelbild!
    das „römische roulette“ ist aber von der kirche nicht erlaubt sondern lediglich geduldet. „bevor schwerer psychischer schaden droht“ hieß es 1951.

  • AJ

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    Ich kann aus eigener Erfahrung mit meiner damaligen Freundin berichten, dass die Aussage über die Barmherzigen Brüder falsch ist (Herbst 2011). Waren in der Ärztlichen Bereitschaftspraxis, ging sehr schnell und unproblematisch von statten.

  • Bert

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    @AJ

    Die Bereitschaftspraxis gehört nicht zu den Barmherzigen. Die befindet sich nur dort.

  • Gondrino

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    Ich finde die Aktion der JuLis sehr begrüßenswert, werden damit doch die „mittelalterlichen“ Zustände in Regensburg hoffentlich bald der Vergangenheit angehören.

    Warum das Bundesgesundheitsministerium (FDP) die Empfehlung der WHO ignoriert, kann ich mir nur so erklären, dass hier die Pfründe der Wählerklientel geschützt werden sollen.

    Die „katholische“ Grundhaltung der Regensburger Krankenhäuser ist ein Skandal, erfüllen die Krankenhäuser doch einen öffentlichen Auftrag und werden dafür vom Staat auch bezahlt. Wieder ein Grund dafür einzutreten, dass staatliche Aufgaben auch von staatlichen und nicht von kirchlichen Einrichtungen wahrgenommen werden.

  • Helmut Matias

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    Na endlich greift man dieses Thema auf. Denkt dabei an die „werdenden“ Mütter. Meine Einstellung hierzu: Jede Frau soll selbst bestimmen, ob sie das Kind will oder nicht.

  • Loi Vo

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    @Gondrino:
    Ich denke nicht, dass das Gesundheitsministerium bisher überhaupt dran gedacht hat. Schade eigentlich. Aber der Vorwurf der Klientelpolitik in diesem Bereich ist doch etwas weit hergeholt. Wer sollte überhaupt einen (finanziellen) Vorteil davon haben, dass man dafür zum Arzt muss? Zudem hätten alle Amtsvorgänger von Daniel Bahr in den letzten Jahr(zehnt)en auch auf diese Idee kommen können. (1998-2001 Grüne, 2001-2009 SPD) Ich hoffe das Thema kommt dort bald auf die Agenda. Jedoch befürchte ich dann eher (massiven) Widerstand aus den Reihen der Union (noch eher aus der CSU), die sich als dann als Sittenwächter und Hüter des Abendlandes profilieren wollen. Obwohl dies bei diesem Thema völlig unangebracht ist.

  • Corinna

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    Ich versteh den ganzen Aufriss nicht. Wirklich. Eine Frau ist im Monat an ca 5 Tagen fruchtbar, man kann sich das ausrechnen oder durch verschiedene “ Hilfsmittel“ nachkontrollieren. Wer als Frau dazu zu blöd ist oder nicht weiß, wann der Eisprung stattfindet sollte das mit dem Sex dann besser eh lassen.

    Ich würde mir von den Julis eher wünschen, dass sie, anstatt Teenies zu unterstützen, die die Pille danach wie Verhütungsmittel “ konsumieren“ und in die Arztpraxen rennen (meist auch an Tagen far far away vom Eisprung und damit ohnehin hinfällig), ihr Engagement vielleicht eher auf ungewollt kinderlose setzen und die unterstützen, die auf tausenden von Euros sitzen bleiben um zum Wunschkind zu kommen…

  • StuhloderSessel

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    Na, wenn sogar die zwei Lokal-PATRIOTEN der angeblich existenten JuLis in Regensburg richtige Dinge fordern, wird das Selbstbestimmungsrecht der Menschen zumindest nicht weiter eingeschränkt.

    @Loi Vo
    Ihnen ist aber schon bewusst in welcher Partei Sie sind? Die FDP steht für eine Privatisierung des Gesundheitssektors. D.h. wer sich die „Pille danach“ leisten kann, soll sie sich kaufen können, oder?

  • Matthias

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    Ich bin selber sicherlich kein Kind von Traurigkeit, aber ein Minimum an Selbstverantwortung sollte man schon an den Tag legen. Erstens ist die „Pille danach“ kein Tic Tac, sondern kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben und zweitens sollte ein Minimum an Eigenverantwortung schon sein. Wehr ohne Gummi poppt, hat eventuell schon bald größere Probleme als eine ungewollte Schwangerschaft. Eine generelle Freigabe führt garantiert zu einem noch sorgloseren Umgang. Wenn mal ein Gummi platzt – war mir noch nie passiert ist – dann einfach drei mal tief durchatmen, nicht jeder Schuss ist ein Treffer.

  • Karolina

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    @ Corinna: Sie sind ja auch eine Frau und wissen dass die weibliche Lust genau an den fruchtbaren Tagen am größten ist!
    Ihre Aussage empfinde ich als Frechheit gegenüber unseren Schwestern – jung wie alt.
    Wenn zum Beispiel die Kondome mal (sehr selten) nicht zuverlässig ist, kommt die „Pille danach“ als eine viel bessere Alternative zur eventuellen Abtreibung (psychologisch und physiologisch gesehen).
    Ungewollt Kinderlose sind es aus einem medizinischem Grund, ein ganz anderes und auch wichtiges Thema, hat mit dieser Sache nichts zu tun.

  • Corinna

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    @ Karolina

    Finde ich hat schon etwas damit zutun. Ich denke, würden die Kassen nicht jährlich Milliarden in Abtreibungen und Pille danach für Teenies und unfähige Frauen stecken, wäre auch mehr geld für Kinderwunschbehandlungen da. Aber das nur am Rande.

    Wieso ist mein Kommentar eine Frechheit? Muss ich, nur weil ich eine Frau bin, die Doofheit der anderen Frauen gut finden? Wie gesagt, wenn ich als Frau schon so dämlich bin und aus welchen Gründen auch immer nicht verhüte ( oder aus religiösen Gründen nur natürlich verhüte), dann muss ich mich halt mal an 2, 3 Tagen von 30 im Monat zurückhaten.. SO SCHWER? Ist es denn besser dann unbedingt, wenn man weiß man hat gerade einen Eisprung, Sex zu haben unn dann sich schnell die Pille danach besorgen? Das kanns doch auch nicht sein.

    Darüberhinaus sollte man dann halt einfach verhüten, mit der Pille oder Kondom. Was ist so schwer daran? Va wird doch ( auch in diesem Forum) immer gerne gegen die Kirche geschossen weils heißt Kirche verbietet Kondome blabla und am Ende scheiterts daran, dass man einfach selber gar nicht mit Kondomen verhüten will?

  • TioraNat

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    „Römisches Roulett“ ist längst Vergangenheit.

    Nun ganz so rückständig wie hier dargestellt ist die Kirche in Deutschland gar nicht mal.

    Die Deutsche Bischofskonferenz unterstützt seit den 1980-er Jahren sehr aktiv die hochsichere natürliche Familien Planungs methode Sensiplan – Pearl Index 0,4 – mit der Paare sehr genau wissen wann Sie fruchtbar sind.

    Als Zeitwahl Methode ist Sensiplan wie auch Zykluscomputer z.B. Lady-Comp Pearl-Index 0,7 – im Sinne der Humanae Vitae in der die Forschung aufgerufen wurde:

    „… daß aufbauend auf dem Wissen um die natürlichen Zyklen die Medizin für eine sittlich geordnete Geburtenregelung sichere Grundlagen zu schaffen vermag.“
    Quelle: http://stjosef.at/dokumente/humanae_vitae.htm#III. Abschnitt 24 „An die Wissenschaftler“

    Es geht also sicher, frei von Nebenwirkungen, gesund und im Sinne der Kirche.

  • Corinna

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    P.S: Auch wenn ein Kondom mal reißt ( was so oft vorkommt wie die ganzen Vergewaltigungen, die Abtreibungen rechtfertigen(sollen), nämlich äußerst selten und prozentual nicht relevant). Dann geh ich als Frau erst mal in mich und schau, an welchen Zyklustag ich mich befinde. Es gibt einfache biologische Gesetze. Es ist nunmal nicht immer ein Ei zum befruchten da. Und da kann man sich dann in 90% der Fälle die Pille danach sparen.

    Und selbst wenn, was hindert eine Frau eigentlich daran, selber zu verhüten? Die Ausrede “ Ich vertrage die Pille nicht“ kanns nicht sein, weil eine Pillen-Monatspackung im gegensatz zu einer “ Pille danach“ ein Eiland der sanften Hormontherapie ist:)

  • Bert

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    @Corinna

    Was Sie als Frau tun, können Sie ja tun. Aber schreiben Sie Ihre Philosophie nicht anderen vor.

    Manche planen Sex eben nicht mit dem Rechenschieber und Thermometer (soll manchmal recht spontan passieren, das mit dem Sex).

    Wenn Sie mal das Papier der WHO lesen würden, dann wüssten Sie, dass die „Pille danach“ auch in Ländern, wo sie rezeptfrei zu haben ist, nicht massenhaft als Kondom-Ersatz verwendet wird. Das Szenario, das Sie an die Wand malen, ist durch Studien widerlegt.

    Es stimmt auch nicht, dass Krankenkassen Milliarden für Abtreibungen oder die „Pille danach“ ausgeben. Beides zahlt man/frau selbst.

    Tatsächlich finden entgegen ihren verharmlosenden Ausführungen Vergewaltigungen statt; danach kann es vielleicht schon mal sein, dass eine Frau sich nicht erst ausrechnen möchte, ob sie vielleicht nicht schwanger werden könnte. Diese Methode ist erwiesenermaßen unsicher. Gerade bei jungen Frauen/ Mädchen.

    Ich verstehe die Aufregung darüber nicht, dass in Deutschland etwas erlaubt werden soll, was europaweit mittlerweile völlig normal ist.

    Was jemand aus Glaubensgründen selber macht: seine Sache, aber kein allgemeingültiges Gesetz.

  • Corinna

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    Achso ja, die ganzen tausenden Teenies, die verheult zum Frauenarzt rennen weil sie zu blöd zum verhüten waren zahlen die Abtreibungen natürlich von ihrem Taschengeld, genau. Selbiges gilt auch für Arbeitslose uswusf.
    Ahja und ihr Argument mit den Vergewaltigungen können Sie auch getrost beiseite schieben, diese machen gerade mal 2% der ungewollten Schwangerschaften aus. Und darüberhinaus brauchen wir darüber gar nicht reden, hier ist die Pille danach natürlich gerechtfertigt, auch eine Abtreibung kann ich da nachvollziehen, aber die restlichen 98Prozent sind einfach zu blöd für Sex, sorry!

    Und ihr Argument mit also Frau möchte man nicht rechnen hinkt ein wenig. Erstens ist es ein Null-Aufwand sich mal kurz daran zu erinnern, wann man als Frau das letzte mal seine Periode hatte, und zweitens dürfte man dann anscheinend auch die Pille nicht verwenden, weil man diese jeden Tag einnimmt und somit jeden Tag mit dem Thema “ Verhütung“ konfrontiert wird…

  • Bert

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    @Corinna

    Ich habe Vergewaltigungen nicht als Argument gebraucht, sondern bin auf Ihre verharmlosenden oder sagen wir mal flapsigen Aussagen dazu eingegangen.

    Sie haben von „Milliarden“ gesprochen, die Krankenkassen für Abtreibung und „Pille danach“ ausgeben würden. Auch das war eben schlicht falsch. Darauf bin ich eingegangen. Pille danach und Abtreibung gibt es nur in Ausnahmefällen auf Kasse.

    Bei jungen Frauen/ „verheulten Teeenies“ ist erwiesenermaßen die Rechnerei unsicher und nicht so einfach und bombensicher wie Sie hier tun. Das hat auch nichts mit „Blödheit“ zu tun und ich finde Ihren Sprachgebrauch schon etwas daneben.

    Und noch einmal: Wenn Sie aus welchen Gründen auch immer die „Pille danach“ ablehnen, ist das Ihre Sache. Niemand wird dazu gezwungen, sie zu nehmen. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Staatlich finanzierte Krankenhäuser verweigern Rezepte; in Deutschland gilt eine Rezeptpflicht, die laut WHO und Erfahrungen in weltweit ca. 80 Ländern unnötig ist. Warum also die Aufregung, wenn eine Abschaffung der Rezeptpflicht gefordert wird?

    Die „Pille danach“ wird, wie von der WHO belegt, in anderen Ländern nicht als Verhütungsersatz verwendet, sondern eben dann, wenn es notwendig ist. Genausowenig wie es mehr Abtreibungen in Ländern gibt, wo diese legal ist.

  • Student

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    Unabhängig vom Thema – darüber sollen Frauen entscheiden, und zu denen zähle ich nicht – finde ich es nicht ganz seriös, in dem Artikel zu behaupten:

    „Der gängige Wirkstoff Levonorgestrel wirkt sich – so die einhellige medizinische Meinung – nicht negativ auf eventuell bestehende Schwangerschaften aus. Er wirkt nur vor der Verschmelzung von Ei und Samenzelle.“

    während sogar in der wikipedia hierzu zu finden ist:

    „Der genaue Wirkungsmechanismus der Wirkstoffe ist nicht vollständig geklärt. […] Ob Levonorgestrel die Einnistung (Nidation) befruchteter Eizellen in die Gebärmutterschleimhaut hemmt, ist wissenschaftlich umstritten.“

    Zwischen „wissenschaftlich umstritten“ und „einhelliger medizinischer Meinung“ ist für mich doch ein ziemlicher Unterschied und die Berichterstattung zumindest in diesem Punkt hier für meine Empfinden doch unzulässig tendentiös.

  • Student

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    @StuhloderSessel:

    Natürlich!! Kondom und die „Pille davor“ zahlt man schließlich auch aus der eigenen Tasche! Oder würden sie das anders handhaben wollen???

  • Bert

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    @Student

    Da verlasse ich mich eher auf die WHO als auf wikipedia.

    Und im Artikel wird aus deren Papier so zitiert:

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt ausdrücklich eine rezeptfreie Abgabe. Eine ärztliche Betreuung sei nicht erforderlich, so die WHO in einem Positionspapier aus dem Jahr 2010. Nebenwirkungen seien selten und verliefen in der der Regel mild. Das Medikament wirke „nicht abortiv oder schädigend auf eine bereits bestehende Schwangerschaft“, so die WHO weiter. „Mädchen und junge Frauen, die mehrere Packungen auf einmal erhielten, benutzten sie nicht wiederholt anstelle von regulärer Verhütung.“

  • Bert

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    @Student

    Noch ein Nachtrag: Als bestehende Schwangerschaft gilt erst die „Nidation“. Insofern widerspricht nicht einmal die Aussage auf Wikipedia der These „Die Pille danach wirkt sich nicht negativ auf bestehende Schwangerschaften aus.“

  • Corinna

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    Sehr geehrter Bert, Sie wissen schon, dass mehr als 90 Prozent der Abtreibungen mit einem Kostenaufwand von jährlich über 40 Millionen Euro aus den Haushalten der Länder noch immer staatlich subventioniert werden?! Und aber Paare, die ein Kind WOLLEN teilweise auf tausenden von Euros sitzen bleiben? Wo ist da die Logik, der Staat will doch Kinder?!?!?!

    Und die jungen Mädels, die anscheinend ihren Körper noch nicht so kennen, wie Sie schreiben bzw die Funktionen des Körpers einer Frau anscheinend noch nicht so wahrgenommen haben, die sollten das mit dem Sex dann meiner Meinung nach eh bleiben lassen. Und selbst wenn, auch von einer 15 jährigen kann man erwarten, dass sie es schafft, über 21 Tage lang im monat täglich eine Tablette zu nehmen, oder?!

    @ Student: Seh ich ganz genau so. Wer meint, die Pille danach haben zu müssen, soll sie dann aber auch schön aus eigener Tasche bezahlen, eben wie auch viele Paare ihre Kinderwunschtherapie selbst zahlen oder einen großen Anteil selbst zahlen müssen. Seh ich ja überhaupt nicht ein, dass ich Verhütungsfaule mit meinen Kassenbeiträgen auch noch unterstütze!

  • Franz

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    Uh da hat die Jugendabteilung der Spaßpartei etwas gefunden wofür sie sich ein bisschen engagieren können bevor sie ganz verschwinden…. zurück zum Thema irgendwie vermehren sich in unserem schönen Staat nur die Personengruppen die sich kaum um sich selber kümmern können tztztz ich finde es viel katholischer die Pille danach großzügiger zu verteilen oder ist es vielleicht katholisch Babys in Mülltonnen , Säcken, im Wald, auf dem Balkon oder im Kühlschrank zwischenzulagern wie es so manche unserer geschätzten Mitbürger praktizieren ?? Ich glaube nein ich weiß das Jesus solche Kleinkinder- Freizeit Gestaltung nicht cool findet…. er muss da immer Weinen…. also ständig
    mit freundlichen Grüßen der viel zu gottesfürchtig ist um an Gott zu glauben aber trotzdem ein guter Papst wäre Franz

  • Karolina

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    Eine leicht diktatorische („der Staat will doch Kinder!!!“) oder eine individualistische Weltanschauung wo die Realität jedes einzelnen Individiums zählt und respektiert wird.

    Selbst habe ich in meinem Leben die „Pille danach“ zweimal genommen nach Kondomriss in der „lustigsten“ Periode des Zyklus und ich bin schon seit 20 Jahre sexuell aktiv (sowie Mutter). Ich lehne die „reguläre Pille“ ab, die hat mir leider erhebliche Nebenwirkungen gegeben, aber die „Pille danach“ nicht. Das ist meine Wirklichkeit.

  • Matthias

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    @Bert

    „Da verlasse ich mich eher auf die WHO als auf wikipedia.“

    Es ist leider ein Untugend der Deutschen internationale organisationen per se als gut anzusehen. Seit ich einen kleinen Einblick in die Arbeitsweise der OECD hatte (wie wird es erst bei den UN-Orgas zugehen), traue ich denen nicht das sprichwörtliche Schwarze unterm Fingernagel.

    Hat wieder ein Pillendreher was springen lassen? Oder bezieht sich die hier oft zitierte Aussage auf nicht ganz so entwickelte Gebiete?

    Abgesehen davon sollten wir schon noch ein Minimum an Ethik und Eigenverantwortung wahren in unseren Land. Wenn ich keine Pille nehme und ohne Gummi poppen will, dann muss ich eben mit Folgen rechnen.

  • peter sturm

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    regensburg-digital hat für seine berichterstattung eindeutig eine weitere auszeichnung verdient.

    dass die JuLis jetzt dieses thema aufgreifen kann sehr förderlich sein.
    denn, obwohl bisher alle seiten eine rezeptfreie abgabe empfehlen scheiterte dies in den letzten jahren durch die einflussnahme niedergelassener frauenärzte.
    da der FDP hier beste kontakte attestiert werden könnte es diesmal klappen.

  • Franz

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    Falsch Regensburg Digital sollte keine Auszeichnung bekommen und die FDP ist keine ernstzunehmende politische Partei das wahr sie nie und wird sie in Zukunft mit Sicherheit auch nicht werden….

  • Thomas R.

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    @Franz
    Ich mag sie auch nicht, die FDP. Den WAHRheitsgehalt deines Kommentars lasse ich dennoch mal dahingestellt. Denn das Thema hier WAR doch eigentlich ein anderes?

  • Hans

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    Statt auf die FDP zu schimpfen sollte man sich lieber mal fragen, wo die anderen Parteien bei dem Thema bleiben…

  • Dubh

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    Matthias:“Wenn ich keine Pille nehme und ohne Gummi poppen will, dann muss ich eben mit Folgen rechnen.“

    Sie ja eben nicht!
    Oder sind Sie sofort bereit in jedem Fall, auch vollkommen alleine in jeder Beziehung, für ihr Kind zu sorgen?

    Da nichtmal ein Viertel der Neuväter auch nur die 2 Monate zusätzlich für Männer Elternzeit nehmen, und es sich dabei um eheliche und vermutlich eher gewollte Schwangerschaften handelt , würde mich das doch schwer wundern…………….

    Da hoffen wir sehr doch SIE nehmen wenigstens IMMER einen Überzieher, wenn sie poppen wollen ohne ein Kind zu zeugen, oder wenn die Frau keines zu zeugen wünscht.
    DAS nämlich ist IHRE Verantwortung mein Herr!

    Selbst ist der Mann – nicht wahr, wer wird sich denn auf andere verlassen, zumal bei der Pille, bei der auch bei regelmäßiger Einnahme gar vieles geschehen kann deren Wirkung auszuschalten – wovon Ihnen offenbar wie manch anderem hier – nichts bekannt ist.

    Sie aber würden die „Pille“ nehmen? Tatsächlich?!

    Gutverträgliche hormonelle Verhütung für Männer wäre nämlich schon mehrmals marktreif gewesen, nur sahen die Firmen nach entsprechenden Tests keinen Markt darin ob der labilen Psyche der Männchen, die die Vorstellung nun vorübergehend nicht zeugen zu können – auch wenn sie es gar nicht wollen – nicht ertragen konnten, 10% fühlten sich depressiv………….

    Man rechnet also letztlich mit so wenigen Männern, die bereit sind überhaupt höchstselbst nachhaltige Verantwortung für Verhütung zu übernehmen, dass 10% die sich unwohl fühlen schon reichen um die Markteinführung ganz sein zu lassen……………kein Geschäft………..

  • Corinna

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    @ Dubh

    Hää??? Was sind sie denn für eine Emanze? Ich gehe mal davon aus, dass Matthias sein Zitat als pars pro toto meine, will heißen “ Wenn WIR nicht mit Gummi oder Pille poppen wollen, dann müssen WIR auch mit den Konsequenzen rechnen.“ Und das finde ich auch richtig so! Wenn eine Frau die Pille nicht nehmen will und auch nicht will, dass ihr Mann verhütet DANN SOLLTE SIE DAS MIT DEM SEX ZUR EISPRUNGZEIT EINFACH BLEIBEN LASSEN. So einfach ist das! Ein bisschen Verantwortung gehört dann schon dazu. Und nochmal: Die Pille danach ist hormonell belastender als eine ganze Monatspackung der normalen Pille. Also hinkt dieses “ Ich vertrage die Pille nicht“-Argument. Darüberhinaus gibt es ja auch noch andere Verhütungsmethoden….

    @ Karolina
    Wo sehen Sie denn bitte schon wieder eine diktatorische Weltanschauung? Hallo? Natürlich will der Staat Kinder, Deutschland jammert STÄNDIG über den demographischen Wandel, die Rentensituation usw. Alle regen sich auf, dass in D zu wenig Kinder auf die Welt kommen aber gleichzeitig werden Abtreibungen subventioniert, für Kinderwunschbehandlungen muss man aber privat tief in die Tasche greifen. Wo ist denn da bittschön die Logik?

  • Matthias

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    @Dubh … ich bleibe dabei: Wer nicht verhütet, muss eben mit entsprechenden Konsequenzen rechnen. Wenn Sie schon so emanzipiert sind, dann dürfte auch ein Hinweis auf einen Gummi Ihren Geschlechtspartner gegenüber kein Problem sein. Was meine Partnerin angeht, da seien Sie versichert, wäre auch ein ungeplantes Kind kein Problem.

  • Vroni

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    Irgendwie pervers das Ergebnis eines hemmungslosen, dummen oder unfähigen Handelns beim F…, auf dem Buckel der ungewollten Kinder abzuladen.

    Wie die Erziehung derer dann ausschaut, kann man täglich beim Blick in die Zeitung nachlesen. Die Gesellschaft soll es dann richten.

    Dann ists mir lieber wir sterben aus.

  • Pragmatiker

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    Die Diskussion hier geht am Thema vorbei. Im Artikel steht:

    „Barmherzige Brüder, Hedwigsklinik und St. Josef, samt und sonders in katholischer Hand, verweigern Rezept und Medikament mit Verweis auf die „katholische Grundhaltung“.

    Darum geht’s: Dass nicht medizinische Gründe ausschlaggebend sind, sondern religiöse. DAS ist der Skandal, liebe Mitdiskutanten.

    Zumal jedes der genannten Krankenhäuser, ob direkt oder indirekt, ja auch mit Steuer- also öffentlichen Geldern (in Millionenhöhe), bezuschusst wird.

  • sportfan

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    @Annette
    Wieso? Tut sich doch nichts, weil katholisch-faschistoide Frauenärzte wie „Corinna“ (haha, du Troll) was dagegen haben.

  • Corinna

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    Lieber Sportfan, ich bin weder Frauenärztin, noch faschistoid, und für letzteres könnte ich Sie anzeigen, also rate ich Ihnen ihre seltsamen Aggressionen anders abzubauen. Darüberhinaus scheinen Sie nicht ganz der oder die Hellste zu sein, wenn Sie meine Posts gelesen haben wissen SIe, dass ich mich hier für VORHERIGE Verhütung ausspreche, dies ist aber nicht wirklich die Haltung der Katholischen Kirche nur mal das am Rande.
    Sie vö…anscheinend auch gerne ungeschützt durch die Gegend, Glückwunsch! Und man muss als Frau kein Frauenarzt sein um zu wissen, wann man fruchtbar ist und wer das nicht weiß und dann VORHER nicht entsprechende Maßnahmen ergreift oder einfach die Pille nimmt, der ist halt dann einfach zu dämlich für Sex und sollte sich ein anderes Hobby suchen

  • Dubh

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    @ sportfan

    Katholisch, faschistoid, nix weiblich, das seh ich auch so bei „Corinna“.

    Aber Frauenarzt der Knaus Ogino (PI 9 – 40) als „natürliche Verhütung“ anpreist – da ist allerdings tatsächlich sogar die RKK weiter –

    Corinna: „Dann geh ich als Frau erst mal in mich und schau, an welchen Zyklustag ich mich befinde. Es gibt einfache biologische Gesetze. Es ist nunmal nicht immer ein Ei zum befruchten da. “
    (Ja, aber wann genau nicht, das ist der Knackpunkt, der durch Rechenarbeit dummerweise seltenst zu ermitteln ist – pruuust)

    und zudem nicht mal mitgekriegt hat, dass es sei 20 Jahren die Indikationsregelung nicht mehr gibt, ein Frauenarzt somit nur eine Schwangerschaft festzustellen hat, aber nichts zu erlauben oder entscheiden – warum sollten die „dummen“ jungen Dinger da heulen und sich rechtfertigen…….

    C.: „die ganzen tausenden Teenies, die verheult zum Frauenarzt rennen weil sie zu blöd zum verhüten“

    wäre entschieden noch besser. :-)

    Die Zahlen zu den Schwangerschaftssbbrüchen stehen übrigens jährlich bei Destatis und die blöden Teenies, die zu allem zu blöde sind – außer zum Kinderaustragen für Corinnas Wunschkinderkandidaten bei denen die „ach wie gesunde“ 8. Behandlung halt leider immer noch nicht gefruchtet hat zur Adoption ! – sind mit Abstand die Altergruppe mit den wenigsten Abbrüchen: 15-18 Jahre 3,6%.

    Deutlich über der absoluten Mehrheit aller Abbrüche wird hingegen von Frauen zwischen 25 und 40 mit bereits einem oder mehreren Kindern vorgenommen.

    So ist das mit den „blöden“ weiblichenTeenies!
    Im Gegensatz zu „Corinna“ scheinen die sich mit Verhütung – und Notfallnachverhütung – ganz gut auszukennen, und sich nicht ausschließlich mit der gehässigen Diffamierung „anderer“ Frauen zu beschäftigen.

  • sportfan

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    Lieber Herr Dr. Corinna,

    Sie sind mit Ihren Ansichten über das, was Menschen eben so miteinander zu machen pflegen, wenn sie sich gern haben oder einfach nur scharf auf einander sind, so sehr auf dem falschen Dampfer, wie es nur jemand sein kann, der in dieser Hinsicht wohl etwas zu kurz gekommen ist.

    Also lassen Sie’s doch einfach, und gehen Sie mal wieder raus unter Leute. Sie werden sehen, irgendeine Dumme werden Sie schon finden.
    Und wer weiß? Vielleicht sind Sie dann ganz froh, dass es die Pille danach gibt.

  • Corinna

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    LOL Dubh, die Emanze meldet sich wieder zu Wort! Dafür dass Sie anscheinend aber im Panflötengewand täglich ihren Hirsebrei essen und Alice Schwarzer anhimmeln, kennen Sie nicht wirklich aus. Vielleicht dann doch zuviele männliche Hormone….

    Wer zum „rechnen“ zu blöd ist, der kann sich gerne für 100 Euro einen Persoacomputer kaufen oder, Eisprungstäbchen. Da stehts dann schwarz auf weiß. Aber Ihnen trau ich schon zu, zwei Striche auf dem Display natürlich nicht zu erkennen. UND-JETZT KOMMTS : An allen anderen Tagen findet dann KEIN Eisprung statt. Kapieren Sie aber weiterhin nicht, oder?

    Und ganz ehrlich, keiner kann mir hier wirklich eine plausible Erklärung dafür liefern, WAS SO SCHWER DARAN IST ZU VERHÜTEN???? SIe nicht und Sportfan nicht. Also bitte, ich warte tatsächlich nach wie vor auf eine Antwort. Sie preisen hier beide die Möglichkeit des Nicht-Verhütens an
    ( ekelhaft, ich will auch gar nicht wissen mit welchen Geschlechtskrankheiten Sie eigentlich gesegnet sind)

    Wer zu blöd ist die Pille zu nehmen und zu wenig verantwortungsbewusst für ein kondom , der sollte sich wirklich überlegen ob er nicht ein bisschen zu dümmlich für diese Welt ist. Ahja und die Abbrüche 25 und 40 jährigen mit mehreren Kindern: Ist ja noch schöner, dass die ganzen Selbstverwirklichungsweiber dann kein Kind brauchen. Was ich aber auch hier nicht verstehe, gerade wer schon ein Kind erzieht und Verantwortung übernimmt, warum schafft man es auch da nicht, sich die Pille verschreiben zu lassen?Wo ist das Problem?

    Ah und Sie lieber Sportfan, ist mir schon klar, dass Sie nicht glauben können, dass ich eine Frau bin, die ganzen dümmlichen Weiber mit denen Sie wohl verkehren sind dann eben diese, die sich von Ihnen gerne durchv..lassen aber ansonsten ihr Maul halten. Tut mir eigentlich sogar leid für Sie. Und schon allein diese Aussage “ Sie sind mit Ihren Ansichten über das, was Menschen eben so miteinander zu machen pflegen, wenn sie sich gern haben oder einfach nur scharf auf einander sind, „ja ganz reizend, gehen Sie doch mal zu den ganzen HIV-Infizierten und erkären Sie denen, dass man nunmal sein Hirn ausschaltet, wenn man scharf ist und dann nicht verhütet, sorry! Auch Ihnen viel Erfolg bei der Behandlung diverser Geschlechtskrankheiten!

  • Britt

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    @Corinna

    Hören Sie endlich auf, hier permanent Leute zu beleidigen und Schwangerschaftsabbruch mit der Pille danach gleichzusetzen. Sie argumentieren nicht, Sie geifern.

    Was ist Ihr Problem?

    Die oben erwähnte „Pille danach“ ist ein gut verträgliches Medikament, dass in 80 Ländern weltweit ohne Rezeptpflicht zu haben ist.

    Laut WHO und deutscher Zulassungsbehörde. Ganz abgesehen von Verbänden wie profamilia.

    Es gibt nicht die Erfahrung, dass sich dadurch das Verhütungsverhalten in irgendeiner Form dahin verändert, dass die „Pille danach“ statt Kondom oder Pille verwendet wird. Die Pille danach stärkt das Selbstbestimmungsrecht von Frauen.

    Jetzt gibt es die Forderung, die Rezeptpflicht auch in Deutschland abzuschaffen. In Regensburg hört dann auch endlich die ideologische Gängelei von Frauen durch staatlich finanzierte katholische Krankenhäuser auf.

    Sie können es weiter so machen, wie Sie wollen. Ihre Beschimpfungen und permanenten Falschbehauptung hier sind aber nur noch peinlich. Von nix eine ahnung, aber andere als blöd bezeichnen…

  • Mona Lisa

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    @ Britt:

    die Wortwahl von Corinna ist sicherlich nicht immer ganz richtig, was aber nun mal so ist, wenn man im Netz diskutiert, sind die Kommentare in Ihrer Wortwahl sehr oft entgleist, aber inhaltlich hat Corinna absolut recht.

    Dieser Artikel zielt aber auf etwas völlig anderes ab, wie bereits von pragmatiker erwähnt wurde. Ich möchte hierzu noch hinzufügen, dass mit dieser Berichterstattung Herr Aigner natürlich auch versucht, sein RKK-Traumata zu therapieren, was ich persönlich völlig in Ordnung finde…

  • Gondrino

    |

    Wenn man die Kommentare hier liest, kann es einen schon die Sprache verschlagen…

    Als wenn es hier darum ginge, ob jemand fähig wäre verantwotungsvollen Sex zu haben…

    Es wird für ein Angebot geworben, dass Frauen mehr Selbstbestimmung und damit auch mehr Freiheit ermöglicht. Ein Angebot, dass es in vielen Teilen der entwickelten Welt bereits gibt und nur bei uns aus mir unerfindlichen Gründen restriktiv (Rezeptpflicht) oder gar nicht (katholische Krankenhäuser) gibt.

    Niemand wird dadurch gezwungen diese Mittel anzuwenden. Niemand wird mit Kosten belastet, da diese Frauen das Mittel ja selbst bezahlen müssen, wenn es rezeptfrei abgegeben wird.

    Also niemand wird geschädigt oder belastet und trotzdem regen sich hier selbsternannte Sittenwächter oder Verhütungsexperten auf.

    Das verstehe ich nicht!

  • Pragmatiker

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    Was mich persönlich am Auftritt der guten „Corinna“ hier stört: Der Schaum vor dem Mund, die permanenten Tritte unter der Gürtellinie, und die Unfähigkeit, anderen eine andere Lebenseinstellung zuzugestehen.

    Ich reg mich ja auch gern auf. Schon. Aber irgendwann wird’s dann lächerlich, nicht wahr? – liebe/r Frau/Herr „Arzt“ was-auch-immer „Corinna“.

    PS: Ich stelle mir gerade vor, meine fiktive 16jährige Tochter oder die 18jährige Freundin meines Sohns wäre in einer ähnlichen Notlage wie im Artikel geschildert. Kondom geplatzt, was auch immer, oder schlicht Dummheit der Jugend. Und der diensthabende Arzt/Ärztin knallt dem verzweifelten Mädel ein „Hättest halt nicht hirnlos rumgepoppt, Du Schlam*e!“ ins Antlitz.

    Sehr nächstenlieb, wirklich.

  • Dubh

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    Mona Lisa: „aber inhaltlich hat Corinna absolut recht. “

    Ah ja?
    Welche Inhalte hat Corinna denn zu bieten?

    Dass alle die die Pille danach brauchen überhaupt nicht verhüten weil sie zu blöde und zu verantwortungslos sind?

    Wäre es so, dann sollten die allerdings nicht öfter als
    zwei-, dreimal im Jahr „poppen“ – sonst ist es schon aus rein finanziellen Gründen schwachsinnig.
    Davon abgesehen, dass die Wirkung schnell abnimmt, wenn die „Pille danach“ öfter in einem kurzen Zeitraum genommen würde.

    Der Rest Ihres Kommentars – meine Güte, wie ärmlich!
    Wer sich hier dringend therapieren müsste, das steht vollkommen außer Frage.

    Verhütung nämlich brauchen Leute wie Corinna gar nicht, selbst wenn sie Sex hätten.
    Bei soviel Gift und Galle stirbt sowieso alles Lebendige in deren Nähe auf der Stelle ab.

    Kaum jemand wird solchen diese „natürliche speziell geifer – katholische“ Verhütungsmethode neiden – billig ist die freilich nicht – die kostet das Leben vor dem Tode auch vollkommen unabhängig von Sex!

    Wer sich selbst so liebt, wie Corinna andere – Herzliches Beileid!

  • Mona Lisa

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    @Dubh: mag sein, dass ich für Sie ärmlich bin, ist mir aber egal, weil ich, Gott sei Dank, Sie nicht kenne, und mir es völlig egal ist, welche Meinung Sie von mir haben, deshalb ruhig Blut, Schaum abwischen, Dubh!

    Wie man im Artikel lesen kann, wird die „Pille danach“ bereits in 28 europ. Ländern problemlos verschrieben, selbst in Ländern, wie Zypern, Griechenland, die mindestens genauso rkk/orthodoxisch geprägt sind wie Deutschland…

    Warum jetzt gerade in Deutschland für das nicht verschreiben der „Pille danach“ die RKK schuld sein soll, erschließt sich mir nicht, ich kann es mir nur so erklären:

    Aigners persönlicher „heiliger Krieg“ gegen die RKK.

    Zu meiner Person: ich habe nichts mit der RKK zu tun, bin nicht Mitglied weder in einer Sekte/ Kirche, Verein etc.

    Das ist mir zuwider, selbst der Förderverein dieser Plattform ist mir schon zuwider, so wie jeder andere Verein auch…

    Also Dubh, viel Spass weiterhin beim poppen, wie ich es übrigens alle in diesem Forum wünsche, egal ob so oder so oder so…

  • Dubh

    |

    ML: „Warum jetzt gerade in Deutschland für das nicht verschreiben der “Pille danach” die RKK schuld sein soll, erschließt sich mir nicht,“

    Wenn Sie schon zwischen Regensburg und Deutschland nicht unterscheiden können, wird sich Ihnen sicherlich vieles mehr nicht erschließen……………………

  • jens

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    Zitat aus Wikipedia-Kapitel „Wirkungsweise“: „Wissenschaftlich gesichert ist … Levonorgestrel wirkt sich nicht negativ auf bereits bestehende Schwangerschaften aus.“
    Das widerlegt den Vorwurf von Student 28. März 2012 um 10:35 Uhr. „…finde ich es nicht ganz seriös, in dem Artikel zu behaupten: ,Der gängige Wirkstoff Levonorgestrel wirkt sich – so die einhellige medizinische Meinung – nicht negativ auf eventuell bestehende Schwangerschaften aus….´ während sogar in der wikipedia hierzu zu finden ist …“
    Stefan Aigners Behauptung ist demnach seriös!

    Für noch vermeidbare ungewollte Schwangerschaften doch ein Roulette zu erzwingen, vergisst die statistisch geringere AUSSICHT auf gute Entwicklung ungewollter Babies. Die hier diskutierte Strafabsicht für Fehler „heulender Teenies“ trifft die falschen, nämlich faktisch unschuldige Babys. Nehmen Kliniken, Frauenärzte, nimmt die Regierung solche Bestrafung von Babys hin, bewerte ich das als religionsübergreifend unethisch (oder „pervers“, Vroni)

    b) „Kirchliche Einrichtungen“, die nur teilweise kirchlich finanziert sind, dürfen m.E. dezent werben für ihre Kirchenmeinungen, aber nicht diese Meinungen den Angestellten oder Nutzern der Einrichtungen aufdrängen, schon gar nicht in Notlagen!
    Dies erst recht nicht, wo solche Einrichtungen spezielle Arbeits- oder Servicemärkte beherrschen und wo potentielle Angestellte oder Nutzer oder deren Angehörige Nachteile einstecken, wenn sie gleichgerichtete Einrichtungen meiden.
    Ohne staatlichen Schutz vor Ausnutzung von Übermacht gibt es keine Soziale Marktwirtschaft!

    Hier liegt ein Abgrund von Skandalen, lieber Pragmatiker.

    c) Politisch ist Babymangel beeinflussbar u.a. durch vielfältiges Angebot kostenfreier Krippen- und Kitaplätze überall (dringend VOR kostenfreien Studienplätzen! Wo bleibt nachhaltig kluge Solidarität von Studenten mit solchen Nicht-Studenten, die trotz knapper Kasse „teuren“ Nachwuchs erwägen?)

    Unethische Verweigerung von Hilfeleistung AUCH AN VERSCHULDET in Not geratene Liebespaare und zu Lasten ungewollter Babys mit der Ausrede, der Volkskörper brauche diese (wenigen) Babys demografisch oder zur billigen Bedienung von Wünschen kinderloser Paare, erinnert auch mich an schlimmen Kollektivismus.

  • Luna Schneck

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    Gibt´s eigentlich ne Pille für „Corinna“ weg aus Forum? Corinna muß man wirklich nicht haben. Liebe Corinna dein halbgares Wissen in allen Ehren, behalt es für dich, stell dich vor den Spiegel und beleidige weiter. Wünsch dir tollen Sex auch zum Eisprung und ein wunderbares Wochenende.

  • Mona Lisa

    |

    @ Dubh:

    Dass sich Ihnen nichts erschließt ist klar!
    Im Artikel wird von Ländern gesprochen wo die „Pille danach“ bereits in 28 europäischen Ländern rezeptfrei erhältlich ist…, für mich bedeutet dies, dass sie demach in Deutschland (nicht nur in Regensburg) nicht erhältlich ist…

    Also Dubh, wenn hier nur auf Regensburg bezogen sein soll, umso richtiger ist meine Vermutung, dass Aigner sein RKK/Müller-Traumata verarbeiten will…

    … nochmals hier angemerkt: Kann ich nachvollziehen und finde dies sehr unterhaltend… … und darum geht es doch auch bei Berichterstattung…

  • Dubh

    |

    @ ML

    „Im Artikel wird von Ländern gesprochen wo die “Pille danach” bereits in 28 europäischen Ländern rezeptfrei erhältlich ist…, für mich bedeutet dies, dass sie demach in Deutschland (nicht nur in Regensburg) nicht erhältlich ist…“

    Sie werden Bauklötze staunen: Die Pille danach ist in Deutschland, wie auch in Regensburg durchaus erhältlich………….

    Übrigens – normalerweise hat der ein Trauma, der eins auf die Birne gekriegt hat – das war aber nicht Aigner.

    Weiterhin gute Unterhaltung bei Ihrem ganz persönlichen Textbedeutungsratespiel.

  • Mona Lisa

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    @ Dubh:

    hat er ja auch…

  • ZBZS

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    @Jens

    Dem ist nichts hinzuzufügen.

  • Pragmatiker

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    Liebe Meine Lisa,
    der Macher dieses Regensburgs-Blogs hat definitiv nichts „auf die Birne“ bekommen, jedenfalls nicht von der hiesigen Diözese…

    Es war vielmehr Herr Müller, der sich ein tiefblaues Auge geholt hat; schauen Sie doch mal hier nach, bei einer diesbezüglich garantiert nicht befangenen Quelle … :

    http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=4853

    (in Juristendeutsch und ohne Schaum vor dem Mund: „Das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg hat der Berufung [von Regensburg Digital/Stefan Aigner] in vollem Umfang stattgegeben (Az 7U 38/11).

    Tja, so ist das. Mag Ihnen nicht gefallen, aber in der Realität sollten Sie schon bleiben, liebe Frau Lisa.

  • Mona Lisa

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    @pragmatiker:

    ich kenne die ganze Geschichte, habe diese auch mehr oder weniger ab Anfang verfolgt, und sicherlich hat der Müller ordentlich eine mitbekommen, was mich auch vollends gefreut hat, da Herr Aigner nach meiner Meinung absolut recht hatte.

    Aber ich bin auch der Meinung, dass Herrn Aigner das Thema RKK (im speziellen Bistum Regensburg), nach wie vor psychisch jeden Tag bewegt und belastet, was auch solche Artikel wie „Pille danach“ aus meiner Sicht bestätigen!

    Nochmals zur Klarstellung: Ich vertrete hier nicht eine Position für jemanden oder gegen jemanden, sondern ich amüsiere mich über die Artikel und Kommentare, das ist alles! Vielleicht schwierig für ein männliches „pragmatisches“ Hirn nachzuvollziehen, is aber so!

    Also lieber Pragmatiker und sonstige Vereinsmitglieder, versucht in eurem Sinne die Welt zu verbessern, ich gebe mich mit dem zufrieden was mich zufällig jeden Tag erwartet…

  • Pragmatiker

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    Wie kommen Sie darauf, dass ich ein Mann sei?
    Ich behaupte doch auch nicht, Sie seien eine Frau.
    Schön, wenn man sich auf überholtes Rollendenken und naive Klischees stützen kann, nicht?

  • Mona Lisa

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    Ich komme nicht darauf. Weiß auch gar nicht, wie Sie darauf kommen, dass ich glauben, Sie sind ein Mann…

    In meinen Augen, wenn ich eine Entscheidung treffen müsste, ob Sie ein Mann sind oder nicht, würde ich definitiv Sie nicht als Mann sehen…

    Unter Männern stelle ich mir ganz was anderes…

  • Pragmatiker

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    Naja, liebe Meine Lisa,
    Sie bringen eine Menge difffuses Gender-Gesülze und schreiben eben u.a.:

    „Vielleicht schwierig für ein männliches “pragmatisches” Hirn nachzuvollziehen, is aber so!“

    Ihre interessanten Ausführungen erinnern mich an meine Schul- und Ausbildungszeit, als gewisse Gleichaltrige mit düster-bedeutungsschwangerem Blick über Gott und die Welt filosofierten, in Wahrheit jedoch schlicht keinen Plan hatten – und vor allem insgeheim panische Angst davor, sich auf eine konkrete Aussage festnageln zu lassen.

  • Anka

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    …bewerbe mich an dieser Stelle als Blog- und Benimmwart zur Pflege der hiesigen Webhygiene…

  • Anonymous

    |

    […] […]

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