Verhütung verhüten: Auf Odyssee durch Regensburger Krankenhäuser

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In 28 Ländern in Europa rezeptfrei erhältlich: Die „Pille danach“. In Deutschland spielen die entsprechenden Empfehlungen der WHO keine Rolle.

„Wir sind ein christliches Krankenhaus, wir machen so etwas nicht.“ Das war die trockene Antwort, die die 26jährige Susanne T. (Name der Redaktion bekannt) bekam, als sie an einem Samstag, zwei Uhr morgens, in die Ambulanz der Barmherzigen Brüder kam und ein Rezept für die „Pille danach“ haben wollte. Keine Frage nach dem warum, keine Frage, ob sie sonst Hilfe braucht, keine Information darüber, welche anderen Anlaufstellen es stattdessen geben könnte. Die Schwester gab lediglich den Hinweis, dass Susanne T. es woanders versuchen solle, nur nicht in der Hedwigsklinik. „Die gehören nämlich auch zu uns.“

Ingrid Pfreimer, seit sieben Jahren Beraterin bei pro familia Regensburg für Schwangerschaft, Verhütung und Prävention, kennt diese Situation aus vielen Gesprächen mit betroffenen Frauen. Pfreimer spricht mit Blick auf Regensburg von einer „unzumutbaren Situation“. „Hier gibt es kein staatliches Krankenhaus mit eigener Gynäkologie. Und die katholischen Häuser haben in Regensburg das ausdrückliche Verbot, die ‚Pille danach‘ zu verschreiben.“

Im Zweifel für die Eizelle

„Wir entscheiden uns klar für das Leben“, sagt Svenja Uihlein, Pressesprecherin der „Barmherzigen“, als wir sie mit dem Fall von Susanne T. konfrontieren. Dieses Leben beginne nun mal „schon mit der Verschmelzung von Ei und Samenzelle“. Und ob so eine befruchtete Eizelle durch die Pille von der Einnistung in die Gebärmutter abgehalten werde, wisse man nicht so genau. Deshalb vertrete man im bundesweit größten katholischen Krankenhaus klar die oben zitierte „katholische Grundhaltung“.

Diese Haltung mag katholisch sein, jedoch steht sie im Widerspruch zur Gesetzeslage in Deutschland: zwei verschmolzene Zellen gelten nicht als Mensch.

Darüber hinaus ist es medizinisch höchst umstritten, ob die „Pille danach“ nach Verschmelzung von Ei und Samen überhaupt noch wirkt. „Die neusten Erkenntnisse sind eindeutig“, sagt uns die Münchner Ärztin Eva Schwarz. „Die ‚Pille danach‘ unterdrückt oder verschiebt den Eisprung. Wenn Samen und Eizelle verschmolzen sind, wirkt sie nicht mehr.“

Auch, dass die Interessen einer erwachsenen oder minderjährigen Frau unter Umständen höher einzustufen sind, als die einer befruchteten Eizelle scheint in katholischen Krankenhäusern (zumindest in Regensburg) keine Rolle zu spielen.

Im Caritas-Krankenhaus St. Josef und in der Hedwigsklinik lautet die mantraartige Antwort bei mehreren Anrufen: „Wir sind ein christliches Haus. Wir machen so etwas nicht.“ Einen Arzt, der uns diese Haltung näher begründen könnte, bekommen wir trotz mehrfacher Nachfrage nicht an den Apparat.

Staatliche Förderung, katholische Lehre

„Wir haben das Jahr 2011, leben in einer Demokratie und haben einen säkularen Staat“, sagt Eva Zattler vom Landesverband der pro familia. „Da kann man als Krankenhaus, das staatliche Fördermittel in Anspruch nimmt, den Bürgerinnen nicht die reine katholische Lehre verordnen.“

Tatsächlich finanzieren sich die Barmherzigen Brüder, wie jedes andere Krankenhaus übrigens auch, zu nahezu 100 Prozent aus staatlichen Geldern. Investitionsmaßnahmen übernimmt fast vollständig der Freistaat – von zwei Millionen, die dort etwa für den Umbau und die Erweiterung der Notaufnahme anfallen, zahlt das Land 1,9 Millionen. Die Behandlung der Patienten finanzieren die Krankenkassen.

Katholisch ist nicht gleich katholisch

Übrigens ist es nicht so, dass alle katholischen Krankenhäuser in Deutschland oder Bayern eine derart dogmatische Haltung hätten. Im Klinikum der Schwestern des 3. Ordens in München erfahren wir, dass die „Pille danach“ dort „selbstverständlich“ verschrieben werde.

Zurück zu Regensburg. Im eigentlich weltlichen Uniklinikum beißen betroffene Frauen auch auf Granit, wenn sie dort wegen eines Rezepts vorstellig werden. Man zieht sich elegant aus der Affäre: „Wir haben keine eigene gynäkologische Abteilung, sondern kooperieren dazu mit St. Josef und der Hedwigsklinik“, teilt die Pressereferentin mit. Deshalb: Keine „Pille danach“ am Uniklinikum; die Haltung der Kooperationspartner ist bekannt.

Auch an der Uniklinik: Keine Pille danach

Verschreiben könnte das Uniklinikum die „Pille danach“ übrigens problemlos, auch ohne eigene Gynäkologie und ohne Gynäkologen. Jeder Arzt kann das Rezept ausstellen. „Eine Untersuchung ist eigentlich unnötig“, sagt Ärztin Eva Schwarz. Der gängige Wirkstoff Levonorgestrel wirkt sich – so die einhellige medizinische Meinung – nicht negativ auf eventuell bestehende Schwangerschaften aus.

Offenbar will man sich aber an der Universitätsklinik die gute Kooperation mit den katholischen Partnern nicht verderben. Ganz nebenbei hält man sich so aus einer Debatte heraus, die in Deutschland seit Jahren ein Politikum ist.

In 17 28 Ländern in Europa – dazu gehören etwa Großbritannien, Spanien, Frankreich und Österreich – ist die „Pille danach“ in Apotheken rezeptfrei erhältlich – entsprechend den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation. In Deutschland stoßen solche Forderungen seit Jahren auf taube Ohren. Betroffene Frauen sind damit dem Gusto von Ärzten und Kliniken ausgesetzt, die eine Verschreibung entweder aus ideologischen Gründen verweigern oder an eine verpflichtende Untersuchung knüpfen können.

Zwangsuntersuchung und Kosmetik-Tipps

In Regensburg ist Letzteres im Evangelischen Krankenhaus der Fall. Immerhin: Dort wird die „Pille danach“ verschrieben, allerdings nur mit flankierender Untersuchung. „Wir dürfen die Pille nicht verschreiben, wenn eine Schwangerschaft besteht“, heißt es zur Begründung, als wir dort nachfragen. Susanne T. beschreibt die Bedingungen dieser Untersuchung als „entwürdigend“.

Nach der Abfuhr bei den Barmherzigen wandte sie sich an das Evangelische Krankenhaus und wurde zunächst auf den folgenden Morgen vertröstet. Was sollen schon ein paar Stunden hin oder her.

Tatsächlich wirkt die „Pille danach“ mit dem gut verträglichen Wirkstoff Levonorgestrel bis zu 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr. Doch je später man sie einnimmt, desto mehr erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft.

Bei Susanne T. waren etwa zehn Stunden vergangen, ehe sie beim Evangelischen Krankenhaus vorstellig werden durfte.

„Als erstes wurde ich dann darüber informiert, dass ich 40 Euro zahlen muss, zusätzlich zur Pille.“ Sie wurde weg geschickt – Geld holen. „Danach wurde ich ins Untersuchungszimmer gebeten.“ Dort wurde Susanne T. erklärt, wie unsicher Kondome seien und gefragt, ob sie sich denn nicht eine Hormonspirale zulegen wolle. Danach folgte die Untersuchung.

„Die Ärztin tastete mich ab und monierte dabei ein unsymetrisches Stück Gewebe.’Das sieht aber komisch aus. Das würde ich weg machen lassen‘, meinte sie.“ Auf die erschrockene Frage, ob es einen medizinischen Grund dafür gebe, ob es sich gar um Krebs handle, habe die Ärztin geantwortet, das sei ein rein kosmetischer Eingriff, „weil es doch so komisch aussieht“.

„… als ob man etwas verbrochen hätte.“

Anschließend folgte eine Ultraschalluntersuchung. Die Fotos wurden mit dem Vermerk „postkoitale Verhütung“ an die Patientendatei geheftet – von Anonymität keine Spur. „Nach der Untersuchung musste ich einen Zettel unterschreiben, auf dem stand, dass diese auf meinen eigenen Wunsch stattgefunden habe“, so Susanne T.. „Dabei wollte ich eigentlich nur das Rezept.“

Ingrid Pfreimer kennt diese Praxis. In der Vergangenheit haben sie und ihre Kolleginnen häufiger mit den Gynäkologen des evangelischen Krankenhauses über diese „eigentlich unnötige Untersuchung“ diskutiert. „Dabei wurde unter anderem gesagt, dass das auch pädagogische Zwecke habe.“

Susanne T. beschreibt ihr Gefühl nach der katholisch-evangelischen Odyssee knapp und deutlich: „Man wird das Gefühl nicht los, als ob man etwas verbrochen hätte.“

„Pille danach“ Infotelefon der pro familia: 01805/ 776326 (14 ct/min aus dem Festnetz)

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Kommentare (162)

  • Ex Katholikin

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    Diese Geschichte finde ich ungeheuerlich!
    Ein großes Dankeschön, dass Regensburg Digital darüber berichtet!

  • Hardy Prothmann

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    Guten Tag!

    Lieber Kollege Stefan – mal wieder ein Stück klasse Journalismus. Haben wir hier in Nordbaden sofort zum Anlass genommen, um ebenfalls zum Thema zu recherchieren.

    Beste Grüße

    Hardy Prothmann

    http://rheinneckarblog.de

  • Nordmann

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    Dieses falsche scheinheilige Pack von Kinder……….. .
    Dieser Bericht paßt zu unserem Bauerndorf mit seinen selbstherrlichen Regenten, Sch…., M… .
    Da muss man froh sein, das diese Frau nicht als Hexe verbrannt wurde.
    Weltkulturerbe wollt Ihr sein, schämen solltet Ihr euch.
    So ist das mit Monopolisten, nicht nur beim Benzinpreis.
    Danke für die Berichterstattung, die Frauen wissen nun was läuft oder besser was nicht läuft, da fährt man gleich nach Nürnberg oder München.

    Regensburg Digital, bitte eine Liste von Kliniken veröffentlichen, bei denen Frauen nicht abgewiesen oder entwürdigt behandelt werden.

  • Anonymbleibenwollender

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    selbiges haben meine freundin und ich fast genau 1zu1 so erlebt. natürlich in regensburg.

  • Immanuel K. Anti

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    Auch ich kann das bestätigen.

    Schweren Herzens berichte ich nicht darüber, wie wir das Präparat dennoch erhalten haben, denn ich vermute, dass das für andere Betroffene die Odyssee nur verlängern würde (wenn die „christlichen Einrichtungen“ dann nämlich die Schlupflöcher schließen würden).

    Gerne aber berichte ich: die Verweigerung an der Aufnahme kam derartig routiniert, knapp und spröde, dass mir augenblicklich klar wurde, wir sind hier nicht die Ersten, mit denen man hier so verfährt.

    Danke, Herr Aigner, für diesen Beitrag.

    Und: Die juristische Seite würde mich wirklich interessieren. Wie ist es rechtlich zu bewerten, wenn einer erwachsenen Frau, die sich verantwortungsbewusst an eine fachlich kompetente Stelle wendet, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern, diese Hilfe verweigert wird? Und das aus ideologischen Gründen, nicht aus medizinischen, obendrein nicht von einem Arzt, sondern von der Angestellten an der Aufnahme?

  • U. Lechte

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    Habe 1997 oder 98 mal eine Freundin wg. der Pille danach an einem Feiertag (Himelfahrt oder Fronleichnmam) zum Frauenarzt begleitet. Dort gab es die Pille danach ohne großes Trara. Also die Krankenhäuser links liegen lassen und den diensthabenden Frauenarzt aufsuchen, Rezept ausstellen lassen, Apotheke aufsuchen und fertig. :-)

    Oder geht das so nicht mehr??? Und wenn, warum?

  • Student

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    @Immanuel K.Anti

    Vom juristischen Standpunkt ist einem Arzt, der eine solche Verschreibung verweigert, zunächst einmal wohl nichts vorzuwerfen, denn zum einen ist es dem Arzt gestattet, nach seinem Gewissen zu handeln – und es mag durchaus Ärzte geben, die aus welchen Gründen auch immer, eine solche Verschreibung nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können; dazu kann man stehen wie man will, aber jeder hat ein Recht auf eigene Überzeugungen. Ein Arzt kann nicht gezwungen werden, hier gegen sein Gewissen zu handeln.
    Zum anderen handelt es sich hier ja auch nicht um eine unmittelbare Gesundheitsbedrohung, unterlassene Hilfeleistung kann also wohl nicht gelten.

    Das Problem dürfte hier aber ohnehin weniger der einzelne Arzt sein, sondern eher – wie im Artikel z.T. auch dargelegt – der Träger bzw. die Klinik. Die in den genannten Kliniken arbeitenden Ärzte sind meinen Informationen nach zu einem großen Teil da durchaus liberaler eingestellt – allerdings sind sie an die Vorgaben ihres Arbeitgebers gebunden. Und dieser – kirchliche – Arbeitgeber macht hier eben klare Vorgaben. Ärztinnen und Ärzte, die sich darüber hinwegsetzen würden, würden zweifelsohne ihren Arbeitsplatz riskieren.
    Mitunter leidet auch das ärztliche Personal selbst unter den „Konditionen“ der Träger – ein Kirchenaustritt oder eine Scheidung im Lebenslauf etwa sind nach meinen Kenntnissen ein ziemlich sicheres Ausschlusskriterium für Bewerber bei diesen Kliniken.

  • Wilfried Bury

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    Typisch Kirchliche Träger. Geld vom Staat kassieren aber eigene Ideologien verbreiten…. Schade das die kriche einen was das angeht so meis behandelt. Ich fühle mich als ehrenamtlicher in eienr katholischen Einrichtung von soetwas zutiefst beleiidigt. Wann wird die kirche endlich vernnftig? Eine verschmolzene Eizelle hat noch kein bewusstsein und ist som it nichts als ein haufen Zellen.

  • Johannes Mühlbauer

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    Sehr geehrter Immanuel K. Anti,

    die juristische Seite ist ganz simpel: Da es sich bei der sich infolge des Geschlechtsverkehrs Richtung Eizelle bewegenden Spermien nicht um eine Krankheit handelt, ist kein Arzt der Welt zu einem Handeln verpflichtet. Vielmehr ist die „Pille danach“ mit einer Schönheits-OP vergleichbar und es sollte klar sein dass auch kein Arzt verpflichtet werden kann, einer Frau die Brüste aufzublasen.

    Im Übrigen frage ich mich schon wie unvernünftig unsere Jungend mit dem Thema Verhütung umgeht. Bei vernünftigem Umgang wird die „Pille danach“ jedenfalls nicht benötigt. Offenbar ist es – auch zur Verhingderung von Erkrankungen – mal wieder nötig, die Folgen der Nichtverwendung von Präservativen in den Blick der Öffentlichkeit zu stellten.

  • KaterKarlo

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    Es gibt immer wieder Momente, in denen ich froh bin, dass diese Stadt nicht mehr meine Heimatstadt ist (auch wqenn ich es mehrheitlich bedauere). Und es war nun das letzte Mal, dass ich meine jährliche Spende an die Caritas gemacht habe.

  • Magistrix

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    Habe die Schlagzeile gelesen und gedacht, das lieste dir mal durch, da ich vor ein paar Monaten in fast der selben Situation mit meiner Freundin war… Allerdings unterscheiden sich die Geschehnisse hier absolut…

    Nach Silvester ist uns (meiner Freundin und mir) aufgefallen, dass sie am Vorabend vergessen hatte, die Pille zu nehmen. Was also an Neujahr tun, wenn man nicht unbedingt das Abitur bzw. die derzeitige Arbeit gefährden will?

    Wir natürlich ins Barmherzige Brüder gefahren… Beide hatten wir ein leicht mulmiges Gefühl, was denn nun auf uns zukommen mag. Als dann endlich der Name viel, stand vor uns eine Ärztin, die zugleich auch Wrestlerin hätte sein können, zumindest was die Statur angeht. Wir also ins Behandlungszimmer gegangen und der Ärztin die Geschichte erzählt…

    Silvester… Etwas Alkohol… Spaß gehabt… Pille vergessen…

    Ab dann wurden wir von der Ärztin unterbrochen. Sie holte ihr Blöckchen raus, schrieb ratzfatz ein Rezept für die Pille danach aus und weg waren wir. Das ganze hat keine 10 Minuten gedauert, ab zur Apotheke und dann Pille bekommen…

  • Immanuel K. Anti

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    Vielen Dank für den eindeutigen und abwertenden Unterton, den Sie an den Tag legen. Damit ist einiges beantwortet.

    Klarzustellen ist dennoch, dass erstens Verhütung nicht allein Frauensache ist, nicht alle hormonellen und mechanischen Mittel verträglich sind und deshalb – so sind Kondome halt – ab und zu nach dem GV eine Schwangerschaft verhütet werden sollte/muss, weil ein Blick in den Kalender es einfach nahelegt.

    Verhüten ist einfach besser als Abtreiben, oder?

    Und wo sind wir denn, dass Sie hier beginnen, über die Sexualität von Jugendlichen zu spekulieren?

  • Immanuel K. Anti

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    Es gäbe nichts zum Aufregen, wenn es um eine begründete ärztliche Entscheidung ginge – dafür sind ausgebildete Mediziner ja da.
    Es war aber eine Absage direkt am Anmeldeschalter, also eine Abfuhr aus ideologischen Gründen – das ist ein riesiger Unterschied.

  • Andrea

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    Ich würde die sowas von mit Medienanfragen bombardieren, RTL-2 Fernsehteam vorbeischicken, einfach mal mit 50 Frauen dort gemeinsam einlaufen und solange Aufstand schieben bis das Rezept da ist, Flash-Mobs, usw.
    So eine Haltung ist No-Go, genauso wie die Moral-Keule und Zwangsuntersuchung der Evangelen.

    Regensburg war mal Provinz, aber jetzt ist 2011, und das halten die keine Woche durch wenn da massive Medienpräsenz aus ganz Deutschland einläuft.

  • Ex Katholikin

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    Genau K. Anti.

    Noch dazu reden wir bisher über erwachsene Frauen.

  • Mhn

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    Kann ich nicht bestätigen, mir wurde die Pille danach im KKH Barmherzige Brüder verschrieben..
    Allerdings ist das auch schon ein knappes Jahr her, vielleicht haben die ja was an der Thematik geändert.

  • borgdrone

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    läuft sowas nicht unter unterlassene Hilfeleistung?

    schließlich besteht die Zulassung eines Arztes oder Apothekers nicht aus einem Glaubensbekenntnis.
    Ein Arzt oder Apotheker der persönlich im Club der Zeugen Jehovas ist, kann doch auch nicht in verbindung mit seinem Glauben Hilfeleistungen ablehnen. Arzt sein ist doch keine Privatbaustelle

    gibt es da nichts rechtliches?

  • xx

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    Wenn deine Freundin Abiturientin war, war sie zu dem Zeitpunkt vermutlich noch unter 20: da ist das mit der Pille danach eine *komplett* andere Baustelle. Es geht in dem Artikel um Erwachsene.

  • H. Müller

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    „und es mag durchaus Ärzte geben, die aus welchen Gründen auch immer, eine solche Verschreibung nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können.“

    Kann aber auch andersrum sein: dass ein Arzt es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, es NICHT zu verschreiben. Dann kriegt er ein Problem mit seinem Arbeitgeber Kirche, der – wie so oft – glaubt, Gewissen von oben herab, sozusagen mit Monopol, diktieren zu können.

  • Student

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    @H. Müller: Dem muss ich insofern widersprechen, dass jedem Arzt, der in den genannten Häusern eine Stelle annimmt, BEKANNT IST, WIE DIE REGELUNGEN DORT SIND. Wer das mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann, wird wohl kaum einen Arbeitsvertrag unterschreiben, der mit seinem Gewissen nicht vereinbar ist. Auch dazu wird schließlich niemand gezwungen.

  • Student

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    Nein, das läuft nicht unter „unterlassene Hilfeleistung“.

  • jojojo

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    und erwachsen = volljährig ist man erst mit 20. 100 punkte! glückwunsch!

  • Immanuel K. Anti

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    Der Zusammenhang zwischen der Reportage von Herrn Aigner und der Meldung der Tagesschau mag auf den allerersten flüchtigen Blick nicht ersichtlich sein oder weit hergeholt erscheinen:

    http://www.tagesschau.de/ausland/jungfrauentests100.html

    Gemeinsam haben aber beide, dass unnötige gynäkologische Untersuchungen als Mittel gewählt werden, Frauen zu maßregeln, die etwas einfordern, was ihnen einfach zusteht: Grundrechte. (hier: über den eigenen Körper zu entscheiden, Schwangerschaft zu planen)

  • Kurzer Einspruch

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    Manche hier schreiben wirklich nur um auch was mitteilen zu können, egal ob es sinn macht oder nicht (xx: volljährig ab 20??? borgdrone: unterlassene hilfeleistung???). Hier ist das Grundübel des Internets: jeder egal ob Ahnung oder nicht glaubt für sich seine eigene Bescheidene Meinung jedermann mitteilen zu müssen. Auch wenn Sie noch so belanglos oder falsch ist. Hauptsache man macht mit (Flashmop im Krankenhaus… ja genau… wenn man dann schon mal dort ist könnte man nach bisschen Hirn fragen…). Man kann die Geschichte glauben oder auch nicht. Wer hat denn wen abgewiesen? Der Hausmeister, die Tante an der Rezeption oder tatsächlich ein Dr. Med. den Patienten? Welche Uhrzeit und was war los in der NA? Viel oder wenig? War die Beratung im Ev nicht auch evtl. eine Empfehlung von Pro Familia (die gibts nämlich…). War der ganze Bericht ein Einzelfall oder waren es tatsächliche mehrere Vorfälle über einen bestimmten Zeitraum? Für mich liest sich das ganze wie eine Erzählung oder Erfahrung von jemandem. Ich möchte nichts unterstellen, aber jedes Thema das sich mit Kirche beschäftigt wird hier sehr konfus abgearbeitet und immer mit einer persönlichen negativen Note versehen. Als aufmerksamer Leser kenne ich die Problematik von RD mit der Kirche. Daher wirken in letzter Zeit die Artikel immer mehr als Stimmungsmacher, aber nicht als sauber recherchiert. Es sind zu viele offene Fragen. Bei mir im Bekanntenkreis haben etliche komplett andere Erfahrungen gemacht und die Pille danach ohne Probleme sofort bekommen. Wem soll ich jetzt glauben? Geschichten die ich selbst erlebt habe oder Geschichten die man erzählt bekommt und niederschreibt?

  • Kurzer Einspruch

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    Hier einen Vergleich zu ziehen ist schon sehr abenteuerlich. Nur mal als Hinweis: ein Arzt der ein Medikament verschreibt hat sehr wohl die Pflicht den Patienten auf Verträglichkeit zu testen. Im Artikel von Herrn Aigner steht leider nicht, ob bei der Dame Vorerkrankungen bestanden haben oder nicht. Das könne u.a. auch eine Möglichkeit gewesen sein warum andere Kliniken sie weggeschickt haben. Wie oben geschrieben: hier sind zu viele Lücken im Artikel. Irgendwas stimmt hier nicht.

    Der Vergleich von Frauen die ungewollt einem Test unterzogen werden (Ägypten) mit jemandem der ein Medikament verschrieben bekommen möchte und sich deshalb in ärztliche Obhut begibt (Regensburg) ist mehr als weit her geholt und man muss für einen Zusammenhang ziemlich viel Fantasie mitbringen. Aber so ist das nunmal heute: jeder darf was sagen und auch kombinieren. Ist ein freies Land…

  • Krankes'Schwesterl

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    In diesem bestimmten Krankenhaus zu dem die Klinik St. Hedwig gehört, gibt es SEHR WOHL Verhütung und die Pille danach. Dies kann ich persönlich bestätigen, da ich sie mir dort schon 2 Mal geholt habe.

    In der Hedwigsklinik natürlich gibt es KEINE Pille danach, dies ist eine KINDERklinik und hat eine reine Notaufnahme für Kinder.

    Tipp für die Zukunft: Bereitschaftsklinik der Barmherzigen Brüder Regensburg – jederzeit !

  • Elisabeth K.

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    Die ‚Pille danach‘ ist kein Verhütungsmittel!
    Sondern ein Mittel der Verhinderung der Einnistung der befruchteten Eizelle – und deshalb ein Abtreibungsmittel im frühen Stadium. Es handelt sich also nicht um eine „Nachverhütung“, sondern um ein hochdosiertes Hormonprodukt, mit dem in vielen Fällen ein bereits entstandener Embryo durch Frühabtreibung getötet wird. Jede Abtreibung ist und bleibt für das ungeborene Kind, -unabhängig von den jeweiligen Umständen – ein Todesurteil! Das Ärzte aus Gewissensgründe dies ablehnen, ist verständlich und auch ihr gutes Recht!

    Ein europaweit eingeführtes Recht auf Abtreibung, auf aktive Sterbehilfe oder irgendeinen anderen
    Tötungsakt, der dem Arzt zugemutet werden darf, kann oder von ihm gar erzwungen werden soll, existiert
    nicht.
    Das gereifte Gewissen fordert vom tätigen Arzt Handlungsfreiheit in Verantwortung für sich und andere. Gewissen ist weder persönlicher noch beruflicher Luxus, sondern die Mitte menschlicher Entscheidung überhaupt, somit auch und gerade der ärztlichen Berufsausübung, wo es um das salus aegroti geht. Die individuelle Autonomie des Arztes in der Wahrnehmung dieser seiner Berufspflicht zu schützen, ist vorrangige Verpflichtung jeglicher Demokratie somit auch des politischen Europa als überstaatlichem politischem Raum. Wer die Tötung von Menschen, sei es bei Abtreibung, reproduktiven Technologien, assistiertem Suizid oder der Tötung auf Verlangen in die Hände des Arztes (oder eines Krankenhauses) zu zwingen versucht, degradiert den Heilberuf zur Dienstleistung. Viel schlimmer noch: er missachtet die Berufsautonomie, stört die zwischenmenschliche Vertrauensbasis, macht das Töten Hilfloser zur medizinischen Berufsaufgabe und öffnet den Weg in die Gesinnungsdiktatur.

    Auch in Frankreich macht sich derzeit ein neuer Trend bemerkbar: Immer mehr Ärzte weigern sich unter Berufung auf ihr Recht auf Gewissensfreiheit, eine Abtreibung durchzuführen.

  • Stefan Aigner

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    Nur als Anmerkung:

    Die Zitate der Pressesprecher/innen sollten für sich sprechen. Die offizielle Grundhaltung geht daraus klar hervor.

    Ob einzelne Ärzte bei den Barmherzigen in Eigenverantwortung mal ein Rezept ausstellen, weiß ich nicht. Es ist vorstellbar, allerdings kenne ich zumindest einen Arbeitsvertrag, der das untersagt. Ob diese Verträge so noch aktuell sind, weiß ich nicht. Deswegen wurde das im Artikel auch nicht erwähnt. Außer dem oben beschrieben Fall, in dem ein Rezept verweigert wurde, kenne ich allein aus den Anrufen heute bereits fünf weitere Fälle.

    Dass die junge Frau um zwei Uhr morgens von einer Schwester abgewiesen wurde, steht im Artikel. Es war die Nachtschwester, nicht namentlich bekannt. Weil ich nicht wusste, ob das Pech war oder offizielle Linie gab es mehrfache Nachfragen mit er oben zitierten Antwort.

    Das evangelische Krankenhaus war keine Empfehlung von pro familia sondern ein weiterer Anlauf der Frau in Eigenregie. Eine Untersuchung dort findet laut Aussage einer Sprecherin immer verpflichtend statt. Auch das geht eigentlich aus der Stellungnahme des Krankenhauses hervor.

    Ansonsten kann ich mich nur auf die Aussagen einer Ärztin („Untersuchung nicht notwendig“) und die Praxis in 17 anderen EU-Ländern stützen, wo es die Pille danach mit dem oben erwähnten Wirkstoff angesichts der guten Verträglichkeit rezeptfrei gibt. Eine Untersuchung ist schlicht der Willkür des jeweiligen Arztes überlassen. Theoretischkönnte ein Zahnarzt das Rezept für die Pille danach ausstellen.

    Und weil ich eben noch die Frage nach „Vorerkrankung“ sehe. Die Frau wollte, wie sie selbst sagt, ein Rezept für die Pille danach. Sie wollte keine Untersuchung, die auch nicht verpflichtend vorgeschrieben ist. Sie wurde zu einer Untersuchung genötigt.

  • Bert

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    Meinen Sie nicht eher die Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung, die bei den Barmherzigen Brüdern ist, aber nicht zu ihnen gehört?

  • Immanuel K. Anti

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    Gerne, ich habe es also selbst erlebt als Beteiligter: Josefskrankenhaus, vielleicht schon zwei Jahre her, normaler Samstagnachmittag. Kurzer Dialog mit meiner Frau am Aufnahmeschalter:
    – „Guten Tag, ich bräuchte ein Rezept für die Pille danach, wo muß ich denn hin?“
    – „Das gibt’s hier nicht.“
    – „Bitte? Warum?“
    – „Wir sind eine christliche Einrichtung.“

    Das wurde genau so (!!!) knapp, klar und eindeutig formuliert. Da wurde nicht rumgedruckst und nach einer Formulierung gesucht. Die diensthabende Frau hat das ganz eindeutig nicht das erste mal über den Schalter gesagt. Sie hat das gesagt, was ihr als Antwort aufgetragen wurde.

    Das „christlich“ statt „kirchlich“ oder „katholisch“ zur Begründung konnte ich mir merken, weil es argumentativ so hundsgemein ist: Da kommt jemend daher und verlangt nach etwas, das christlichen Werten so sehr widerspricht, dass man es verweigern muss. Danke.

  • Bert

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    Sind Sie Ärztin? Oder woher nehmen Sie Ihre Weisheiten?

    Ein Zellhaufen ist jkein Kind und auch kein Mensch. Die Pille danach ist keine Abtreibung. Es ist auch nicht Aufgabe eines klerikalen Männerbundes und fundamentalistischer „Lebensschützer“ ist, den Frauen vorzuschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben. Es geht neben dem „Leben“ einer befruchteten Eizelle wohl eher um das Leben und die Interessen der Frau. In keinem Land, in dem Abtreibung legal ist, geht die Geburterate zurück.Aber in diesem Land dürfen Frauen mittlerweile ungestraft als Massenmörderinnen beschimpft werden, weil ein paar alte Männer und religiöse Fundamentalisten einem Zellhaufen mehr Rechte einräumen als eine Menschen.

  • Immanuel K. Anti

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    Das Präparat gibt es unproblematisch auf Rezept. Nur am Wochenende ist das ein Problem.
    Von einer notwendigen Untersuchung höre ich das erste mal.

    Dass ich am selben Tag beide Artikel gelesen habe, hat mich den Zusammenhang sehen lassen: Da will eine Institution ihre Werte an die Bürgerinnen vermitteln und es wird eine gynäkologische Untersuchung vorgenommen, die aus der Sicht der Institution eindeutig legimiert ist.

    Nur die Bürgerinnen sehen das anders.

  • Student

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    @KurzerEinspruch: Vielen Dank für Ihren Kommentar! Diese Kritik an der Berichterstattung als auch einigen Kommentatoren unterstütze ich vollkommen!

    Ich finde es auch etwas merkwürdig, wie hier ganz unterschiedliche Aspekte, die zunächst mal nichts miteinander zu tun haben – z.B. das ungeschickte und wenig professionelle Verhalten einer einzelnen und möglicherweise unerfahrenen Ärztin einerseits, die ablehnende Haltung ihres Arbeitgebers zur „Pille danach“ andererseits – miteinander vermengt werden, um schließlich das doch sehr verzerrte Bild einer „systematisierten Schikane“ herauszudestillieren. Es ist zwar nicht neu und auch nicht verwerflich, dass regensburg-digital kritisch und teils auch polarisierend berichtet, aber wenn es offensichtlich immer weniger um objektive Berichterstattung geht sondern immer mehr nur um bloße Stimmungsmache, dann wird r-b einem gewissen journalistischen Anspruch glaube ich allmählich nicht mehr besonders gerecht.

    @Borgdrone: Sie werden über die rechtliche Lage erstaunt sein. Informieren Sie sich mal drüber.

    Und zu guter Letzt: auch wenn man sicherlich nicht „wie ein Verbrecher“ behandelt werden muss, wenn man sich die „Pille danach“ verschreiben lassen möchte, so möchte ich doch etwas in Frage stellen, ob die Selbstverständlichkeit, die manche diesem Vorgang zuzuschreiben scheinen, nicht doch auch zumindest bei einigen von einem gewissen Mangel an Verantwortungsbewusstsein zeugt. Wenn die „Pille danach“ als eine „Lifestyle-Droge“ angesehen wird – wie beispielsweise Präparate, die verhindern sollen, dass man fett wird, auch wenn man frisst, was das Zeug hält (ja, auch sowas entwickelt die Pharma-Industrie) – dann halte ich das für eine fragwürdige Entwicklung und ich denke es mag im Einzelfall durchaus angebracht sein, den Betreffenden (bzw. die Betreffende) auch an die eigene Verantwortung zu erinnern. Als Verbrecher soll sich sich sicher niemand fühlen. Aber das andere Extrem – ein völliges Fehlen eines persönlichen Verantwortungsbewusstseins – würde mich auch sehr nachdenklich stimmen (wobei ich hier selbstverständlich nur Fälle einvernehmlichen Verkehrs anspreche).

  • Student

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    äh… also die Hedwigsklinik hat neben den Kinderstationen auch gynäkologische Stationen.

  • Student

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    Nein, sie dürfen es deshalb, weil wir hier ein verfassungsmäßig garantiertes Recht auf freie Meinungsäußerung haben. Und das ist auch gut so.

  • Kurzer Einspruch

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    @Bert. Auch sie waren so ein Zellhaufen. Von daher ist eigentlich schon alles gesagt. Ob ein Zellhaufen schützenswert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Rein vom wissenschaftlichen Standpunkt wird aus diesem Zellhaufen ein Mensch. Das gibt die Natur vor und daran können auch Sie nicht rütteln. Aus einer befruchteten menschlichen Eizelle wird ein Mensch. Es wird keine Blume, keine Ziege, kein Hund, es wird ein kompletter Mensch. Unglaublich was sich die Natur da ausgedacht hat… Mit christlich hat das wenig zu tun. Das ist einfach so.

    Wie jemand damit umgeht ist die Frage in dem Artikel. Das muss jeder für sich entscheiden. Ich würde es keinem vorschreiben. Aber ihre Definition ist falsch. Ein Zellhaufen waren Sie selber mal. Damals hat jemand entschieden sie zu behalten. So einfach ist das manchmal…

  • Kurzer Einspruch

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    Hallo Herr Aigner, vielen Dank für Ihre Antwort. Ist es aber das gerade die Arbeit eines Journalisten sich in ein Thema zu verbeissen und nicht nur mit Pressesprechern oder Pförtnern am Telefon zu sprechen, sondern mehrere Fälle (positiv wie negativ) zu vergleichen um ein neutrales Bild eines Themas vermitteln zu können? Ist nicht gerade das investigativer Journalismus den Sie immer fordern? Viele Fakten zusammen zu tragen und so lange an einem Thema dran zu bleiben bis man auch mal direkt mit einem Arzt gesprochen hat? Es gab Zeiten da haben Sie das gemacht. Viele ältere Artikel waren wirklich lesenswert und es war viel zum nachdenken dabei. Heute weiss man schon wenn in der Überschrift „katholisch“, „rechts“, „OB“ oder „Polizei“ steht was kommt. Ich will Ihnen nicht zu Nahe treten oder irgendwas schlecht machen. Es fällt mir halt leider auf. Und wie immer wenn einem was auf die Nerven meidet man es irgendwann. Das wäre schade. Darum hätte ich die Bitte: bevor Sie einen solchen Artikel rauslassen, hören Sie verschiedene Meinungen an und tragen Fakten zusammen. Wenn dann immer noch das gleiche rauskommt wirds ein tolles Thema. Wenn nicht, dann sucht man halt ein Neues. Aber Abschreibe- oder Hörensagenjournalismus braucht Regensburg nicht. So spielen Sie Ihren Kritikern nämlich nur in die Karten.

  • Student

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    Im weitesten Sinn WAR er nicht nur ein Zellhaufen, er IST es heute noch. Es sind jetzt halt nur mehr und komplexere Zellen. Und die Feststellung, ob dieser Zellhaufen HEUTE mehr Rechte haben soll als der DAMALS oder eben auch nicht ist kein Naturgesetz sondern einzig und allein menschlichen Überlegungen, Überzeugungen, Ansichten geschuldet.

  • Stefan Aigner

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    Ich gebe Ihnen recht: mehr recherchieren geht immer.
    Nur: Dieser Fall ist klar belegt und unterfüttert durch zwei, hier nicht im Detail auserzählte Fälle.
    Medizinische Aussagen stammen von Ärzten und Beraterinnen.
    Die offizielle Linie in den Kliniken haben die jeweiligen Sprecher/innen klar dargelegt. Wenn einzelne Ärzte anders handeln, ist das sicher interessant, aber es spricht Bände, dass sich kein Arzt dazu äußern/ durfte/ wollte/ konnte (?). Es mag positive Beispiele geben, aber die bisherige Rückmeldung bestätigt eher den Stand in diesem Artikel. Die Kritik nehm ich dankend zur Kenntnis.

  • Dubh

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    Zu den unterschiedlichen Erfahrungen bei den Unbarmherzigen Brüdern:

    Es befindet sich in deren Hause auch die Bereitschaftspraxis Regensburg, deren Träger aber die Kassenärztliche Vereinigung ist, also der ärzliche Notdienst, den die niedergelassenen Ärzte selber betreiben.

    Das sind KEINE Angestellten der Unbarmherzigen und die unterliegen somit auch nicht erzreaktionärem (eigentlich verfassungswidrigem) katholischem Sonderarbeitsrecht.
    http://www.kvb.de/de/patienten/bereitschaftsdienst/bereitschaftspraxen/oberpfalz/regensburg.html

    Die hat aber nur dann geöffnet, wenn die meisten Praxen zu sind ( s. Link) aber da nur bis 21 Uhr.

    Die das Rezept bekommen haben sind wohl dort gewesen.

    Da die Katholen, in Regensburg jedenfalls, ja auch fachlich nicht auf dem aktuellen Stand sind, und die Pille danach immer noch als Abtreibungsmittel behandeln, was sie definitiv nicht ist, weil sie eben NICHT die Einnistung einer befruchteten Eizelle verhindert, sondern die Befruchtung mangels befruchtungsfähiger Eizelle (Verhinderung des Eisprungs im Zeitfenster) müssten sich dort Angestellte tatsächlich über die Sonderbedingungen ihrer Arbeitsverträge hinweggesetzt haben, was natürlich sein kann, allerdings kaum ohne Konsequenzen, wenn es rauskommt.

    Freilich ist nicht auszuschließen, dass Ärzte auch neuere Studien kennen, und so einem Arbeitsrechtsprozess gelassen entgegen blicken würden, da die Begründung, warum sie nicht dürfen, ja nun mal wissenschaftlich nicht haltbar ist.

    Verhütung mittels „Mitteln“ ist zwar katholischerseits auch nicht erlaubt, aber das dürfte doch der individuellen Entscheidung von Patientin UND Ärzten überlassen bleiben müssen, das scheint man in München bei den Schwestern des 3. Orden dann offenbar exakt so zu sehen, die wenn ich deren Selbstverständnis richtig verstanden habe aber auch ein Laienorden sind, und somit keiner kirchlichen Hierarchie unterstehen dürften.

    Meine Damen und Herren Ärzte, mittlerweile herrscht doch wieder Ärztemangel – muss man da wirklich alles mitmachen?……………

    Zum Evangelischen Krankenhaus:
    Aus pädagogischen Gründen wird also unnötig untersucht?

    Tja, auch bei den Evangelen sind Frauen halt keine vollwertigen eigenständigen Menschen, die Konsequenzen ihrer Handlungen bzw. der eines Partners einfach so selbst zu tragen haben.

    Nein, die müssen durch eine entwürdigende und unnötige Untersuchung „belehrt“ werden – und abkassiert gleich auch noch, das Rezept kriegt keine Apotheke – und dazu die Untersuchung, das bringt doch auch deutlich mehr als einfach nur das Ausstellen eines Rezepts!

    Es geht einfach nichts über den protestantischen Geschäftssinn!

    Hinweis:

    ALLE Ärzte die Rezepte ausstellen dürfen können „die Pille danach“ verschreiben, auch Allgemeinmediziner, Orthopäden………… oder eben auch der Zahnarzt.

    Die Grundsauerei an sich aber ist es dass die in Deutschland immer noch rezeptpflichtig ist , obwohl das in den meisten europäischen Ländern seit ewigen Zeiten nicht so ist.

    Wie auch medikamentöse Schwangerschaftabbrüche in ganz Deutschland im Verhältnis zu anderen europäischen Ländern und den USA etc. im Verhältnis kaum vorgenommen werden – obwohl man heute Schwangerschaften ja meist sehr früh erkennt, auch in Deutschland, und somit ein Abbruch mit Mifegyne häufig angezeigt wäre.

    Für deutsche Frauen wohl viel zu schonend, körperlich UND psychisch, und zu kostengünstig aus Ärztesicht offenbar auch …………

    Die teutsche Frau soll halt immer noch werfen, oder tugendhaft enthaltsam sein – und wenn nicht, dann aber soll sie wissen, was sie davon hat!
    Da sind sich Kirche und Staat hierzulande offensichtlich immer noch ganz einig – woher das nur kommen mag?!

    Hartz- und Sozialhilfeempfängerinnen über 20 müssen Verhütungsmittel nämlich vollkommen selbst bezahlen – vom Regelsatz……………….

  • Dubh

    |

    Die Verträglichkeit von Medikamenten testet man also mit einer gynäkologischen Untersuchung?
    Sie sind lustig!

    Übrigens, kein Arzt hat je bei mir ein Medikament vor Verschreiben auf Verträglichkeit getestet, in keiner Weise!

  • Dubh

    |

    Och, tun die das in Frankreich?

    Quelle mit ausnahmsweise mal richtigen, nicht katholisch erfundenen Zahlen bitte sehr!

    Davon abgesehen – die Pille danach kauft Frau einfach in der Apotheke in Frankreich – rezeptfrei, dazu braucht sie überhaupt keinen Arzt, erst recht keinen, der eine Abtreibung vornimmt.

    Und sollte ein Abbruch notwendig sein, dann gibt es in Frankreich in frühen Stadien meist die Abtreibungspille, wenn medizinisch nichts dagegen spricht, da müssen die selbst nicht Hand anlegen, und im Pillen verschreiben sind die französischen Ärzte echt gut,

    Und Sonderarbeitsrechtrecht für Tendenzbetriebe – ach so christlich unbarmherzige gar – gibt es da ohnehin nicht – auch nicht in den USA, auch wenn es da schwer christliche Mörder von Ärzten die Abbrüche vornahmen gibt.

    Mord zum „Lebensschutz“ an Ungeborenen, die Geborenen interessieren nicht und verdienen es offensichtlich auch nicht zu leben, wenn sie keine „radikalen“ Christen sind, Krieg stört ja auch keinen aufrechten Christen, im Gegenteil, dazu aber braucht es erst mal reichlich geborenen Nachwuchs, und für den Niedriglohnsektor ebenfalls – echt christlich alles eben……….

    Ach und liebe Frau K. – „die Pille danach“ ist KEIN Abbruchmittel sondern ein Nachverhütungsmittel – aber Sie behaupten ja immer viel hier, was sie sich lediglich aus den Fingern saugen.

    Sind sie eigentlich eine Pius Schwester oder sowas?
    Das gefällt mir ja immer besonders gut, wenn Frauen ihre eigene Unterwerfung so brav verteidigen – Dienerinnen halt!

    Oui, au-dessous de pavé est la plage, nicht Ihr Ding, was?
    Da rutscht manche Frau doch lieber auf den Knien auf dem Pflaster vorm HERRGott und seinen Vertretern – nun ja, die es mögen……………..

  • Britt

    |

    Ist ja toll, dass Männer wie Du ganz genau wissen, was man Frauen zugestehen darf und was nicht. Neunmalkluges Gewäsch ohne Ahnung von den Fakten. In anderen europäischen Ländern wird nicht schlechter und nicht anders verhütet, obwohl es dort die Pille danach ohne Rezept gibt. Eine Untersuchung aus pädagogischen Gründen ist Nötigung. Man könnte dann ja auch Übergewichtigen aus pädagogischen Gründen einen Einlauf verpassen etc. Es ist unglaublich, dass fast ganz Europa und die WHO kein Problem sieht und in Deutschland eine paternalistisch-religiös geprägte Haltung herrscht, die an die 50er erinnert. Dass hier der Zusammenhang zwischen dem Verhalten von Ärzten oder Schwestern, der Haltung ihrer Arbeitgeber und der politischen Situatiion in Deutschland aufgezeigt wird, ist wichtig und notwendig.

  • Student

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    ??
    Kannst Du bitte darlegen, wo ich geschrieben hätte, was man zugestehen darf und was nicht? Bitte keine Unterstellungen und keine Beleidigungen, sondern schön sachlich bleiben, ja!? Wir sind hier ja nicht im Kindergarten.

    Zu den Übergewichtigen: Nein, man sollte ihnen – im übrigen nicht nur aus pädagogischen Gründen, sondern weil das ärztlich korrektes Handeln ist – eine gesündere Ernährungs- und Lebensweise nahelegen und sie diesbezüglich beraten. Sie scheinen da ein etwas merkwürdiges Verständnis von den Aufgaben der Medizin zu haben.

    Im übrigen scheinen Sie mir hier auch sehr zu verallgemeinern und unzulässig zu vermischen (etwa die „politische Situation in Deutschland“ mit dem „Verhalten von Schwestern und Ärzten“; das ist ja schon geradezu verschwörungstheoretisch). Auch da wäre etwas weniger Aufgeregtheit wohltuend.

  • Student

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    Unter gar nichts. Das ist legal. Punkt.

  • borgdrone

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    @Hier ist das Grundübel des Internets: jeder egal ob Ahnung oder nicht glaubt für sich seine eigene Bescheidene Meinung jedermann mitteilen zu müssen

    Wahrscheinlich haben sie den Sinn und die Zweckmäßigkeit des Internets noch nicht verstanden. Ob es Ihnen vorkommt als „rotze“ nur jemand einen Kommentar rein oder ob er sich ernsthaft darüber Gedanken macht und diese Sichtweise für sich so erschließt, obliegt nicht Ihrem Intellekt, geschweige Ihrer Zensur. Nehmen Sie doch ihr Gegenüber ernst, egal wie blöd ihnen etwas vorkommen mag. Wer weiß wie blöd Sie für Andere sich lesen. So haben sie entweder eine Welt voller Blöder die sich gegenübersteht oder eine Gruppe die sich sachlich und inhaltlich austauscht.

  • borgdrone

    |

    @Sie werden über die rechtliche Lage erstaunt sein

    können Sie mir einen Link geben?

  • borgdrone

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    Es ist Legal einem Patienten das zu verweigern was ihm zusteht?
    Es gibt ja kein Verbot dieses Medikaments.

  • Student

    |

    z.B. hier: http://bundesrecht.juris.de/stgb/__323c.html

    Aber ich gehe doch davon aus, dass Sie ein erwachsener Mensch sind, der der Benutzung des Internets mächtig ist und derartige Informationen selbst einholen kann, sofern er an weiteren Details bzw. Fakten ernsthaft interessiert ist

  • borgdrone

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    ob ich ein erwachsener Mensch bin, der der Benutzung des Internets mächtig ist, hat nichts damit zu tun ob ich deshalb auch in der Lage bin Ihre Argumente dort herauszufinden. Wenn Sie sich so äußern, nehme ich mir heraus sie auch nach Quellen zu fragen. Das ist auch eine Form der Nutzung des Internets.

    In § 323c erkenne ich eher das Unterstreichen Meiner Sichtweise. Es sei denn sie sehen das nicht bekommen wollen eines Kindes nicht als Not an. Ich mit den dazugehörigen Verantwortungen schon. Und soweit ich weiß verbietet der Gesetzgeber keinen Schwangerschaftsabbruch. Ist das nicht die Grundlage des Arztes unter der er handeln muss. Im obliegt bestimmt die Wahl der Behandlung, aber nicht die Wahl ob er Behandeln möchte.

  • Student

    |

    @“Es sei denn sie sehen das nicht bekommen wollen eines Kindes nicht als Not an“

    Dass sie das offenbar tun, tut überhaupt nichts zur Sache.
    Entscheidend ist, wie das die deutschen Gerichte sehen, und meinen Kenntnissen nach verstehen die unter „NOT“ im Sinne dieses Paragraphen ganz entschieden etwas anderes. Aber sie können gerne MIR einen Beleg bzw. Link liefern, der das widerlegt. Sie werden nur keinen finden … Aber durchforsten sie ruhig die Kommentare bzw. Urteile zu diesem Paragraphen des StGB.

  • Student

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    @“I[h]m obliegt bestimmt die Wahl der Behandlung, aber nicht die Wahl ob er Behandeln möchte.“

    Auch hier liegen Sie doppelt falsch. Die Art der Behandlung wird in der Regel und auch in Abhängigkeit von ihren Auswirkungen GEMEINSAM von Arzt und Patient festgelegt, wobei der Arzt primär berät, der Patient primär entscheidet.

    Darüber hinaus ist ein Arzt nicht per se zur Behandlung verpflichtet (außer natürlich, es handelt sich um eine Notlage im Sinne des o.g. Paragraphen) sondern kann – sofern er selbständig/niedergelassen und nicht z.B. für eine Klinik arbeitet – ohne weiteres Patienten abweisen.

    Die entsprechenden Vorschriften/Gesetze und Regelungen darf ich Sie eigenständig nachzuschlagen bitten, wenn Sie mir nicht glauben.

  • Immanuel K. Anti

    |

    Danke für den Link.

    Und damit zurück zum Ausgangspunkt: Ist es eine Notsituation, wenn man nach einem Verhütungsunfall rechtzeitig eine ungewollte Schwangerschaft verhindern will und auch kann?

    Schafft das Verweigern eines Arztbesuchs (wie ich es am Aufnahmeschalter erlebt habe) nicht etwa das Risiko einer echten Notsituation?

  • Student

    |

    Zum ersten: Nein, ich glaube nicht, dass der Paragraph so dehnbar ist, dass man daraus eine Notsitutation im Sinne des StGB konstruieren kann, so dass auch Gerichte das als solche anerkennen würden. Auch ein Mensch mit großen finanziellen Nöten mag in einer Notsituation sein und Sie machen sich nicht schuldig, wenn Sie ihm nicht Bares rüberschieben.

    Zum anderen: Inwiefern eine Aufnahmeschwester es verweigern darf, einen Arzt zu sehen, ist schon eine interessantere Frage. Ich denke, das ist schon heikler. Ich könnte mir schon vorstellen, dass man auf einem Arztgespräch bestehen kann – geschickter wäre es vielleicht sowieso von vorneherein zu sagen, dass man nur gegenüber dem Arzt Auskunft über Art der Erkrankung/Beschwerden etc. machen möchte. Dieses Recht haben Patienten meines Erachtens sehr wohl. Und wenn die Schwester nicht weiß, warum man kommt, kann sie einen ja auch schlecht wegschicken.

  • Dubh

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    Student
    @”Es sei denn sie sehen das nicht bekommen wollen eines Kindes nicht als Not an”

    „Dass sie das offenbar tun, tut überhaupt nichts zur Sache.
    Entscheidend ist, wie das die deutschen Gerichte sehen,……….. “

    Allerdings, und da kennt der Schlauberger offenbar höchstrichterliche Rechtssprechung nicht, und vom Zivilrecht hat er ohnehin anscheinend nie gehört:

    „Die Richter stellten klar, dass der Schaden nicht in der Existenz des Kindes liege, somit auch die Menschenwürde nicht berührt sei, sondern in den Unterhaltspflichten, denen die Eltern durch die ungeplante Geburt ausgesetzt sind.“
    http://www.anwalt.de/rechtstipps/besonderheiten-bei-aerztlichen-kunstfehlern_003310.html

    http://www.finanztip.de/recht/medizin/arzt-kunstfehler-verhuetungsmassnahme-schwangerschaft.htm

    Das wäre dann die Frage, ob ein ungewolltes Kind wegen Verweigerung einer Nachverhütung nicht auch ein ärztlicher Fehler ist, und Arzt oder Arbeitgeber, weswegen er das möglicherweise macht, dann eben unterhaltspflichtig sind.

    Darauf jedenfalls, die Frau hätte ja später noch einen Abbruch vornehmen lassen können kann sich keiner berufen, denn die Frau kann nicht zum Abbruch verpflichtet sein.

    Das ist zudem mittlerweile durchaus häufig, dass Frauen oder auch Paare zwar verhüten und auch nachverhüten, aber niemals einen Abbruch durchführen lassen würden, schließlich wird propagandamäßig seit gut 10 Jahren alles dafür getan, dass sich Frauen in dem Fall als Mörderinnen fühlen würden.

    Dann könnte auch noch der Fall eintreten, dass ein Abbruch erforderlich wird, weil die Nachverhütung nicht im Zeitfenster stattfinden konnte, und es gibt Komplikationen mit bleibenden Folgen, ohne Fehler des abbrechenden Arztes , also Folgen der Verweigerung der Nachverhütung z.B Unfruchtbarkeit – Schmerzensgeld, Kosten für erforderliche künstliche Befruchtung…………….

    Strafrechtlich sehe ich das auch nicht eindeutig, zumindest bei kriminologischer Indikation (Vergewaltigung) und/oder Suizigefährdung der Frau.

    So simpel wie Sie das sehen ist das nicht, und nur weil Anzeigen oder Zivilklagen dazu bisher nicht stattgefunden haben, auch natürlich weil nicht überall Regensburg und bayerische Provinz ist, und weil die meisten in einer solchen Situation anderes im Kopf haben, und an klagen und anzeigen gar nicht denken, sondern daran ganz schnell anderswo Hilfe zu kriegen heißt das nicht, dass rechtlich alles aussichtslos wäre, und zivilrechtlich schon gar nicht.

  • borgdrone

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    @Student
    es gibt keine „antwortfunktion“ mehr unter ihrem Kommentar. Ich mache hier weiter.

    Laut §218a hat der Patient sehr wohl das recht auf Schwangerschaftsabbruch.
    Hier ist der Schwangerschaftsabbruch nur innerhalb der ersten zwölf Wochen nach der Befruchtung zulässig.
    Damit ist der Patient – gerade in Verbindung mit $219 Abs. 2 Satz 2 – schon mal in Zeitnot.
    Soviel zur rechtlichen Lage.

    Was ich allerdings ebenso gefunden habe und was wohl ihre Sichtweise unterstützen wird ist $12 http://bundesrecht.juris.de/beratungsg/__12.html
    Soviel dann zur Pflicht des Arztes.

    Aber bis zu Ihm ist die Patientin ja gar nicht gekommen.

  • Ex Katholikin

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    in wie weit wird eine junge Assistenzärztin, die in Rgbg studiert hat, „gezwungen“ oder eben nicht in einem der katholischen Krankenhäuser anzufangen. . . ?

    es wird auch niemand gezwungen in ein katholisches krankenhaus zu gehen… aber es gibt eben so viele hier.

  • Student

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    Äh… ? Aha.

    Zum ersten möchte ich Sie freundlich bitten, unangemessene und einer sachlichen Diskussion unwürdige Titulierungen wie „Schlauberger“ o.ä. aus dieser Kommentarspalte fernzuhalten. Danke.

    So, jetzt zu dem was sie schreiben: ich kann ihnen nicht folgen, wenn Sie der Ansicht sind, dass die von Ihnen zitierten Worte/Links in irgendeiner Weise geeignet sein sollen, meine Ausführungen zu widerlegen.

    Denn das, was Sie da schreiben, hat doch überhaupt nichts mit dem Thema – der Frage, ob es sich um eine Notsituation im Sinne des Paragraphen zur Unterlassenen Hilfeleistung handelt – zu tun. Ja sie schreiben sogar selbst „und nur weil Anzeigen oder Zivilklagen dazu bisher nicht stattgefunden haben […] heißt das nicht, dass rechtlich alles aussichtslos wäre“. Das alleine belegt doch, dass sie eben KEIN Gerichtsurteil vorlegen können, das meine Behauptung – dass Deutsche Gerichte die Verweigerung der „Pille danach“ nicht als Unterlassene Hilfeleistung einstufen – widerlegt. Also mäßigen Sie sich bitte.

  • Student

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    Sie müssen differenzieren: nur weil etwas ZULÄSSIG ist bzw. jemand das RECHT zu etwas hat, hat jemand ANDERES noch lange nicht automatisch die PFLICHT dabei behilflich zu sein.

  • borgdrone

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    das ist mir durch diesen Dialog in dieser Sache auch klar geworden, jedoch spitzt es sich hierbei doch schon zu, wenn der Patient nicht bis zum Arzt kommt.

  • Student

    |

    Sicher, das ist ein Problem, das ich aber schon weiter unten bei Immanuel K. Anti behandelt habe.

  • H. Müller

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    @ Kurzer Einspruch

    Ihre Ansichten über das vermeintliche „Grundübel des Internet“ erscheinen mir etwas überheblich.

    Gewiss, es mag hier (wie überall) so manche krude Theorie oder gewagte These gepostet werden; jedoch soll jeder seine eigene Meinung haben und diese auch äussern dürfen – das ist demokratisch.

    Wer sagt denn, dass gerade Ihre Statements würdig sind, hier veröffentlicht zu werden?

  • Dubh

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    NOCHMAL:

    Die Pille danach bewirkt KEINEN Schwangerschaftsabbruch, also geht es darum hier NICHT.

    Die Frau muss keinen machen, wem immer das gelegen käme, und Ärzte müssen aktuell auch keinen machen, aber DAS IST KEINER!!!

    Checkt ihr endlich mal das was bereits im Artikel steht, und was ich nun grade unten wieder (keine Antwortfunktion mehr am Ort), schon x-mal geschrieben habe.

  • H. Müller

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    Der Arzt kauft ja mit seiner Unterschrift erstmal die Katze im Sack, weil ja nicht jede Regelung einzeln einheitlich festgeschrieben ist, sondern immer auch einer temporären und lokalen Interpretation folgt.

    Konkret wird da nichts im Arbeitsvertrag stehen, die Knebelung findet pauschal statt.

    Die Kirchen nutzen eine Quasi-Monopolstellung im Markt, um der Bevölkerung und den Ärzten ihre Moral aufzuzwingen, eine von Ihnen unterstellte Wahlmöglichkeit für Ärzte (und Pflegekräfte) ist weltfremd und arrogant – naja, Kirche eben.

    Nebenbei bemerkt:
    Vielleich sollte die Kirche, v.a. die katholische, sich mit gleicher Hingabe und Rigorosität um die etwas älteren Zellhaufen bemühen, besonders um die von ihren „Gottesdienern“ selbst misshandelten und missbrauchten?

  • Immanuel K. Anti

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    Also, dann dürfte ein Apotheker es auch mit Hinweis auf seine persönliche Einstellung verweigern, ein Rezept einzulösen?

    „Hormonelle Verhütung gibt es hier nicht, weil wir ein christliches Geschäft sind.“

    Oder irgendein anderes Präparat nicht verkaufen: „Das verkaufe ich nicht, weil es zu starke Nebenwirkungen hat.“

    Wäre das jetzt unterlassene Hilfeleistung?

  • Immanuel K. Anti

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    Dazu wieder die persönliche Erfahrung: Als ich das am Aufnahmeschalter so gehört habe, habe ich schon tief Luft geholt, um mir zumindest den Vorgesetzten holen zu lassen und so weiter und so fort. Ich kam nicht dazu, wir saßen sofort wieder im Auto. (Weiblicher Pragmatismus siegt zum Glück oft über männliches Testosteron/Adrenalinverhalten).

    Und ich bin doch kein Trottel und renn deshalb zum Anwalt. Ich hab weder das Geld noch den Nerv, einen Prozeß gegen die katholische Kirche (die über dem Trägerverein steht) zu beginnen, zu verlieren und womöglich zu bezahlen. Weil das ist Bayern hier. Darum gibt es noch kein Grundsatzurteil.

  • Student

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    Ich bin zwar kein Jurist, aber unterlassene Hilfeleistung wäre es ganz gewiss nicht – davon bin ich zumindest überzeugt, bis jemand hier das Gegenteil belegt.
    Das heißt natürlich aber noch lange nicht zwangsläufig, dass es zulässig ist. Es gibt ja auch andere Regelungen und Gesetze, an die man sich halten muss, als nur das Gebot der Hilfeleistung in Notlagen. Möglicherweise greift hier eine andere Vorschrift. Wie das bei den Apothekern im Einzelnen geregelt ist, das müssten sie allerdings dann bitte einen Apotheker fragen, nicht mich.

  • peter sturm

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    man weiß nicht genau, aus welchem grund man zuerst die fassung verlieren soll.
    ist es wegen der pathologischen ignoranz des uniklinikums, welches die hilfesuchenden frauen einfach unversorgt lässt. als einzig nichtkirchliches krankenhaus der stadt müsste man sich seiner verantwortung bewusst sein.
    oder wegen den katholischen krankenhäusern, die in regensburg anscheinend einen gottesstaat ausgerufen haben.
    das “evangelische” gibt das verhütungsmittel “pille danach” zwar ab. aber erst nach einer vollkommen unnötigen und dadurch entwürdigenden untersuchung.
    wer lebt eigentlich freiwillig in so einer stadt?

  • Student

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    Das kann man nicht ganz so stehen lassen. Wer in besagten Kliniken als Assistenzarzt beginnt (und dazu, liebe Ex-Katholikin, wird weiß Gott wirklich niemand gezwungen), der weiß bzw. erfährt sehr wohl im Vorhinein, welche Spielregeln dort gelten. Nicht zuletzt den Arbeitgebern selbst ist verständlicherweise daran gelegen. Die machen kein Geheimnis aus ihren moralischen Anschauungen.

    Im übrigen hat es weder mit Arroganz noch Weltfremdheit zu tun, wenn man von Wahlfreiheit in der Arbeitgeberwahl für Ärzte spricht. Ich empfinde es vielmehr arrogant und weltfremd von Ihnen, mir eben diese beiden Eigenschaften zu unterstellen. Ich habe noch ein paar Monate bis zum Abschluss meines Medizinstudiums und habe bereits JETZT einen Arbeitsvertrag angeboten bekommen (übrigens von einem nicht-kirchlichen Haus) und eine weitere Klinik hat Interesse an mir bekundet. Ohne dass ich bislang auch nur angefangen hätte, Bewerbungen zu schreiben o.ä. Tja, so ist das, wenn die Ärzte knapp werden.

    Die Wahlfreiheit existiert, das ist schlichtweg ein Faktum. Und wenn es einem das eigene Gewissen nicht wert wäre, von 10 potentiellen Arbeitgebern meinetwegen die Hälfte gar nicht aufzusuchen, weil deren „Methoden“ nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen, und sich stattdessen einfach mal an die anderen fünf zu halten, dann kann es mit dem Gewissen nicht weit her sein. Ich fände das jedenfalls recht armselig.

  • Thomas Bauernfeind

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    Ja ja,die Kirche wieder, sie führen sich immer noch auf, wie wenn sie noch die Fürsten werden.
    Sie behauten das die Krankenhäuser selbst finanzieren. In Wirklichkeit zahlt wir Steuerzahler ca 80 % an ihre Krankenhäuser. Sie haben sogar eigene Arbeitsgesetze. Die Gewerkschaften haben nichts zu sagen. Wer dort arbeitet,sollte nicht ein Mitglied beim DGB sein. Auch nicht geschieden sein, Oder keiner Religion angehören. Auch darf man nicht austreten. Die Menschen die dort arbeiten stehen unten zwang, wenn aus Menschlicher Sicht entscheiden würden, Das erlaubt ihr Arbeitgeber schon nicht. Und was die Unbarmherzigen Brüdern und Schwestern an geht, ist einfach unmenschlich. Alle nur Heuchelei Es geht ihnen nur um ihr „religiöses recht“.Sie sind ja gegen Abtreibung und Kondome. Deshalb wollen sie ja auch nicht die Pille danach, herausgeben. Aber um die Kinder kümmern sie sich ja auch nicht, Die Kindergärten werden auch von uns bezahlt.Wir leben halt noch in ein konservative Stadt.
    Nieder mit der macht der Religionen.

  • Stefan W.

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    Kann man dann vielleicht argumentieren, die Untersuchung sei Nötigung gewesen, und die Erstattung der Kosten nachträglich einklagen?

    Wenn man unter Ausnutzung einer Notlage jmd. zwingt zu behaupten, er habe sich freiwillig zu irgendwas entschlossen, wird daraus ja kein freiwilliger Entschluss. Solche Rechtsgeschäfte sollten doch nichtig sein, und sittenwidrig.

    Die Mitarbeiter des Krankenhauses mit ihrer verkommenen Moral gehören angezeigt!

  • Franz Schuhwerk

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    In dem dankenswerten Artikel werden zwei Probleme aufgezeigt, die hier in der Diskussion leider keinerlei Erwähnung finden:
    1. und allgemein das Problem der “Geschäftsverteilung” zwischen Kirche und Staat bzw. Gesellschaft, ganz speziell bei den sozial-caritativen Einrichtungen (Kindergärten, Schulen, Horte, Krankenhäusewr etc.) in kirchlicher Trägerschaft. Als sog. “Gesinnungsbetriebe” sind sie von normalerweise geltenden arbeitsrechtlichen und anderen Vorschriften ausgenommen, was teilweise zu klaren Gesetzesbrüchen durch diese Einrichtungen führt, zum Beispiel die unmögliche Beschäftigung von in anerkannten gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft lebenden Menschen in solchen Einrichtungen. Im Grunde alles geschenkt: für jeden rechtlich einigermaßen klar denkenden Demokraten/in ist klar, dass es nicht angeht, dass eine weltanschauliche Gesinnungsgruppe Gesetze unseres Gemeinwesens nicht befolgt oder sogar bricht. Notwendige Konsequenz meines Erachtens:
    – völlige und durchgehend konsequente Trennung von Kirche und Staat in allen Bereichen und Ebenen und/oder
    – Überführung aller sozial-caritativen Einrichtungen aus kirchlicher in allgemein öffentliche Trägerschaft.
    2. und im besonderen die eiskalte und fast unmenschliche Konsequenz, Kälte, Gefühllosigkeit (mir fehlt das rechte Wort) des betreffenden Personals. Auch bei den sog. “Barmherzigen” werden nicht alle Beschäftigten “hardcore-Katholiken” sein (ich kenne zumindest “normale” dort arbeitende Menschen), aber dass da keinerlei ermutingendes, helfendes Wort fällt, kein “ich kann Ihnen leider nicht helfen, aber gehen Sie doch zu ..”, nichts in derlei Richtung an einer Einrichtung, die für sich in Anspruch nehmen sollte, nicht den “ersten Stein zu werfen”, also das macht mich doch etwas fassungslos.

  • Stefan W.

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    so möchte ich doch etwas in Frage stellen, ob die Selbstverständlichkeit, die manche diesem Vorgang zuzuschreiben scheinen, nicht doch […] von einem […] Mangel an Verantwortungsbewusstsein zeugt. Wenn die “Pille danach” als eine “Lifestyle-Droge” angesehen wird – wie beispielsweise Präparate, die verhindern sollen, dass man fett wird, auch wenn man frisst, was das Zeug hält

    Was für eine verquarste Demagogie! Was für eine Verantwortung denn bitte? Wem gegenüber? Dem Schöpfergott, der nunmal will, dass es ein neues Kindchen gibt, das man taufen kann?

    Was hat die Pille danach mit Drogen zu tun – ach, wir erfahren es zugleich: fressen was das Zeuch hält => ficken, was das Zeuch hält, beide Male also unbeherrschte Völlerei und Hurerei!

    Es ist uns eben völlig egal welche private Verantwortungsphantasie Du oder die Nonne vom Krankenhaus in spiritueller Übung entwickelst – wir entscheiden lieber selbst für uns, als das Leuten zu überlassen, die ihre Moral von einer außerirdischen Instanz diktiert bekommen, und damit jeder rationalen Rechtfertigung entziehen, diese Ignoranz dann aber als überlegene Moral verkaufen wollen.

  • Stefan W.

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    Im Artikel von Herrn Aigner steht leider nicht, ob bei der Dame Vorerkrankungen bestanden haben oder nicht. Das könne u.a. auch eine Möglichkeit gewesen sein warum andere Kliniken sie weggeschickt haben.

    Oh, wie hier die Strohhalme herbeiphantasiert werden, nur um die Realität weiter verleugnen zu können – deutlicher sieht man das Wunschdenken sich selten Bahn brechen.

    Ist es nicht bedrückend so zwanghaft sich die Welt zurechtbiegen zu müssen? Ich stelle mir das ganz schön anstrengend vor, auf Dauer.

    Eine Zeit lang mag das ja den sportlichen Ehrgeiz wecken, ob man nicht doch ein abwegiges Argument findet, den Glauben zu verteidigen, aber in der Masse macht doch diese Ausbessern und Restaurieren unwiderlegbar deutlich, dass man nicht von der Wahrheit erleuchtet ist, sondern ein totes Pferd reitet.

    Gib ihm die Peitsche!

  • Stefan W.

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    dass jedem Arzt, der in den genannten Häusern eine Stelle annimmt, BEKANNT IST, WIE DIE REGELUNGEN DORT SIND.

    Bitte nicht brüllen – es wird dadurch nicht besser.

    Ebensogut kann man sagen, dass die Kirche, wenn sie ein Krankenhaus in einer Republik betreibt, und nicht in einem Gottesstaat, wissen muss, dass die Ärzte nicht der Einbildung eines Wächterrats Gehorsam schulden. Wenn die Kirche das nicht will, dann soll sie kein Krankenhaus betreiben.

    Würden die Christen das Krankenhaus alleine unterhalten, und hätten sie nicht quasi ein Monopol, dann sollten sie dort Behandlungen verweigern können – es wäre dann zumutbar.

    Wenn der Steuerzahler aber den Kuchen bezahlt, dann sollen die Ärzte tun, was Ärzte tun, und sich nicht als Pfaffen aufschwingen, die die Leute zu einer religiösen Praxis zwingen, die diese nicht wollen. Dieser autoritäre, totalitäre Anspruch ist es, der die Katholiken immer wieder so sympathisch macht.

    Dann sollen sie nicht Arzt werden, sondern Bischof.

  • Alte Frau

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    Ohne jeden moralisch erhobenen Zeigefinger: Wer hat denn die möglichen Komplikationen
    einer m e h r m a l i g e n Einnahme der „Pille danach“ zu tragen? Natürlich die Frauen!

  • Student

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    @Stefan W.

    Ich habe mich nicht dazu geäußert, ob diese gängige Praxis gut sei oder ob das „so sein sollte“ – oder nicht. Sie scheinen mir hier einen Standpunkt zu unterstellen, den ich nie bezogen habe.

    Ich habe lediglich der Behauptung widersprochen, dass das ärztliche Personal keinerlei Entscheidungsmöglichkeit habe, ob es sich an dieser gängigen Praxis beteiligen will oder nicht. Diese Entscheidungsmöglichkeit besteht – einfach, indem man solchen Arbeitgebern aus dem Weg geht. Und diese Möglichkeit besteht entgegen anderslautender Behauptungen ganz eindeutig.

    Es ist ihr Recht, ihre Meinung zu der Sache zu äußern und ihre Meinung nehme ich zur Kenntnis. Auf mein Argument sind sie inhaltlich allerdings nicht eingegangen.

  • Student

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    Wenn jemand der Ansicht ist, dass das EIGENE Verhalten (nicht Verhüten trotz fehlender Bereitschaft zur Elternschaft, fressen was das Zeug hält, ohne die gesundheitlichen Risiken tragen zu wollen) wie selbstverständlich von ANDEREN, hier speziell Ärzten, ausgebadet zu werden hat – nach dem Motto „dann lass ich mir da ne Tablette dagegen geben“ – dem mangelt es meines Erachtens tatsächlich sehr klar an einem mangelnden Gefühl von Verantwortung für das eigene Verhalten. Verantwortung bedeutet bereit zu sein, die Konsequenzen für das eigene Handeln zu tragen. Verantwortungslosigkeit bedeutet, das an andere abzugeben, in der Erwartung, dass „andere das schon richten werden“. Dieses Anspruchsdenken ist ziemlich unreif.
    Wenn „ihr“ wirklich für Euch entscheiden würdet – so wie Du das behauptest – wie kannst Du dann überhaupt in die Verlegenheit kommen, von den Entscheidungen anderer abhängig zu sein? Vielleicht aufgrund mangelnder Eigenverantwortlichkeit, oder…?

  • borgdrone

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    nun die Konsequenzen ändern sich ja mit den Optionen die einem zur Verfügung stehen. Und da die Pille danach nun einmal eine ist, mag es in unserer Zeit noch kritisch betrachtet werden, aber in Zukunft werden Generationen damit aufwachsen.

    Extremsport hat auch Konsequenzen. Mit zunehmenderen Möglichkeiten von Operationen und Prothesen dann eben nicht mehr so ausgiebige.

    Desweiteren ist in dieser Sache nicht aufgezeigt warum sie schwanger ist. Vielleicht ist sie ja auch vergewaltigt worden, was dann? Sollte sie dann gezwungen werden etwas auf sich zu nehmen, was sie nicht verursacht hat oder dem sie sich nicht gewachsen fühlt?

    Es ist auch Verantwortlich nicht Auto zu fahren, wenn man sich dazu nicht in der Lage sieht.

  • peter sturm

    |

    jetzt vermisse ich den „gefällt mir“-button, wie es ihn auf facebook gibt.
    (natürlich für den beitrag von franz schuhwerk, nicht für die dort beschriebenen tatsachen.)

  • Student

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    Das trifft aber nicht mein Argument. Ich habe von der Verantwortung für eigenes Handeln gesprochen. Bei einer Vergewaltigung handelt es sich – da geben sie mir hoffentlich Recht – natürlich nicht um eine eigene Entscheidung sondern gerade um die Missachtung einer solchen. So ein Fall ist natürlich völlig anders gelagert, wie ich aber auch schon an anderer Stelle hier deutlich gemacht habe.
    Es stimmt zwar schon, dass die „Optionen die Konsequenzen“ modifizieren, wie sie schreiben, das macht aber nach wie vor keinen Unterschied für die EIGENVERANTWORTLICHKEIT, wenn ich mich – um diese Optionen auszuschöpfen – in Abhängigkeit von anderen Menschen begeben muss. Damit wird wiederum Verantwortung ABGEGEBEN (nach dem Motto „ich hab da ein Problem verursacht, kümmern Sie sich drum“).

  • Immanuel K. Anti

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    Na danke, und plötzlich sind wir wieder bei der katholischen Sicht der Dinge, nach der Enthaltsamkeit das beste Verhütungsmittel ist.

    Sie tun hier so, als würde man Kopfschmerzmittel wegen Kater verlangen.

    Ich werde jedenfalls dankbar den hier gelesenen Hinweis auf Österreichische Apotheken befolgen und dort eine Einheit für den Notfall kaufen.

  • Student

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    @“Sie tun hier so, als würde man Kopfschmerzmittel wegen Kater verlangen.“

    Gerade das tue ich eben nicht. Ich glaube, dass es sich hier um eine etwas andere „Kategorie“ handelt, die vielleicht sogar noch mehr Verantwortungsbewusstsein fordert als „nur“ ein Besäufnis (wobei natürlich auch dort gilt, dass man sich den Konsequenzen, die man ggf. zu tragen hat – dem Kater nämlich – bewusst sein sollte).

    @“Ich werde jedenfalls dankbar den hier gelesenen Hinweis auf Österreichische Apotheken befolgen und dort eine Einheit für den Notfall kaufen.“

    Damit setzen SIE die potentielle Schwangerschaft auf das gleiche Niveau wie den Kater nach dem Besäufnis. Das können Sie durchaus tun, ihre Sache. Wenn sie eine österreichische Apotheke aufsuchen, wo das problemlos geht, dann können Sie zumindest keinem Arzt hier eine Entscheidung aufdrängen, die dieser u.U. nicht treffen möchte und auch keinen Krankenhausträger hier in die Verlegenheit bringen, in seinem Hause Dinge zu tolerieren, die seinem Werteverständnis widersprechen. Was doch ganz schön ist und für alle Beteiligten vielleicht das Akzeptabelste.

  • borgdrone

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    es nervt ein bisschen, dass man nur ein paar mal antworten kann. ich mache hier weiter

    @student

    Wir bewegen uns in einer Gesellschaft immer im Zusammenhang mit den Optionen die uns zur Verfügung stehen. Hierbei spielt auch das Abgeben von Verantwortung eine Rolle.
    Bei einigen Punkten stellen wir das auch nicht mehr so häufig in Frage, wie der Rente oder der Krankenversicherung. Jede Versicherung lebt nach der Grundlage, das Viele etwas tragen was wenigen zur Verfügung gestellt werden soll. Diese sozialen Strukturen erlauben es uns eben viele Schritte als Menschen weiter zu gehen, als wenn wir alles selber tragen müssten.
    Dies hat sicherlich auch seine Grenzen, jedoch werden die durch Zunahme von Technologie nun mal erweitert.

    Ich kann daran nichts schlechtes Feststellen.

    Ob diese Frau unverantwortlich gehandelt hat oder ob ein Extremsportler dies tut, liegt im Auge der Gesellschaft, wie sie sich ihre Konsequenzen strickt. Der Weg geht aber nun einmal dahin, dass Abtreiben, bis zu einem gewissen Maß, dem Menschen zu entscheiden obliegt, der es in sich trägt.
    Und auch dieser Mensch wird, wie aus §219 ersichtlich ist, zum Nachdenken gebracht, was ebenso gut ist und einer Handlung im Affekt vorbeugt.

    Ich habe wohl ein anderes Verständnis von dem Beruf Arzt, der m.E. mit diesem speziellen Beruf eben nicht seinen persönlichen Standpunkt einfließen lassen sollte. Einem Täter die Kugel zu entfernen oder einer Frau das Kind, sollte nicht seine Entscheidung sein, sondern die der Gesellschaft in der er tätig ist. Wie wir sehen ist es ja laut §12 bei Schwangerschaftsabbruch nicht so. Bei anderen Dingen haben wir jedoch schon diese Moral.

  • Student

    |

    Wie Sie richtig sagen: die Gesellschaft hat hier ein Wörtchen mitzureden und sie tut dies beispielsweise über entsprechende gesetztliche Regelungen durch ihre Vertreter im Parlament.

    Versicherungen wie die Unfallversicherung, wo Risiken (d.h. im übrigen insbesondere UNVERSCHULDETES Eintreten von Notsituationen) durch die Solidargemeinschaft getragen werden, sind gesellschaftlich akzeptiert und gesetzlich verankert.

    Im Falle von Abtreibung ist bei weitem nicht in vergleichbarem Maße ein gesellschaftlicher Konsens vorhanden. Und wenn, dann eher dergestalt, dass ihr Standpunkt sich darin NICHT widerspiegelt. Denn die gesetzlichen Regelungen derzeit sind eben NICHT so, dass ein Arzt gezwungen werden kann, gegen sein Gewissen zu handeln und Abtreibungen durchzuführen (im Hippokratischen Eid wurde sich sogar explizit dazu verpflichtet, solche Handlungen zu verweigern – soviel auch zum Selbstverständnis der Ärzte!).

    Und ich bin offen gesagt froh, dass das der derzeit bestehende gesellschaftliche Konsens ist. Ich möchte nämlich als Arzt nicht einmal in die Situation kommen müssen, Dinge zu tun, die ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann – nur weil sie gesetzlich erlaubt sind. In den USA ist es auch erlaubt, Menschen durch die Giftspritze hinzurichten. Wenn man da als Arzt nicht mit Verweis auf sein Gewissen seine Mitwirkung verweigern dürfte, weil das ja „gesetzeskonformes Handeln“ ist, dann fände ich das tragisch und erschreckend.

    Die Gewissensfreiheit im ärztlichen Beruf ist ein hohes Gut und ich bin froh, dass es das (noch) gibt. Wenn jemand von mir etwas möchte, was ich mit meinem beruflichen Ethos nicht vereinbaren kann (etwa auch das unten von irgendjemandem genannte „Busen aufblasen“ bei sonst gesunden Teenagern), dann will ich mir durchaus die Freiheit behalten dürfen, sie einem gewissenloseren Kollegen zu überlassen.

    Auch in anderen Berufen spielt die Gewissensfreiheit eine große Rolle (Stichwort Befehlsverweigerung bei der Bundeswehr) und ist dort gesetzlich geregelt. Gerade aufgrund unserer historischen Erfahrungen in Deutschland spielt die Gewissensfreiheit eine große Rolle und ich bin der Ansicht, dass sie das auch in Zukunft sollte.

  • Bert

    |

    „Busen aufblasen“ hat in dieser Diskussion niemand erwähnt. Nur Sie haben Schlankheitspillen mit der Pille danach gleichgesetzt. Ohnehin finde ich es gan schön verquer, wie hier Schwangerschaftsabbruch und „Pille danach“ von einigen Kommentatoren munter durcheinander geworfen werden – ganz im Sinne fundamentalistischer „Lebensschützer“ (eine lächerliche und wahrheitsverzerrende Bezeichnung).

    Die permanente Behauptung, dass sich durch einen leichteren Zugang zur Pille danach das Verhütungsverhalten, mithin also das persönliche Verantwortungsbewusstsein verändern würde, lässt sich durch die Erfahrungen in 17 anderen europäischen Ländern nicht belegen.

    Die Pille danach wird dort nach wie vor als nur als Notfall-Präparat verwendet und nicht, wie Sie andeuten, als „lifestyledroge“. Da reicht es, als Einstieg (!) mal bei Wikipedia nachzulesen und den Verweisen zu folgen. Insofern ist der Vergleich mit einer Schlankheitspille und Ihrer Unterstellung, Frauen, die die Pille danach benötigen, würde es an Vernatwortungsbewusstsein fehlen, einfach überheblich und wohl mangelndder Kenntnis der Fakten geschuldet.

    Die Pille danach mit dem oben erwähnten Wirkstoff ist, was Nebenwirkungen betrifft, in etwa so „gefährlich“ wie eine Kopfschmerztablette. Insofern ist das Verweigern dieser Pille nicht medizinischen, sondern ausschließlich religiös-ideologischen Gründen geschuldet: Betroffenen Frauen und dort angestellten Ärzten, die eventuell anderer Auffassung sind, wird die katholische Sexualmoral aufgezwungen.

    Religionsfreiheit hin, Religionsfreiheit her: Man muss sich schon fragen wie weit das gehen darf. Hier bewegen sich katholische Krankenhäuser außerhalb des gesellschaftlichen Grundkonsens. Das ist weniger juristisch, weil wohl nicht strafbar, sondern nur politisch zu lösen, indem man solchen katholischen Krankenhäusern entweder die Fördermittel streicht, wenn sie dort weiter entsprechend ihrer Ideologie praktizieren wollen, bitteschön, aber dann auf eigene Rechnung, oder aber, indem man solche Krankenhäuser verstaatlicht oder aber, indem man, so wie es die WHO empfiehlt und so wie es das Gros der europäischen Nachbarn praktiziert, die Rezeptpflicht aufhebt.

    Es steht weder einer Religionsgemeinschaft, noch einem Arzt, noch der Geschäftsführung eines Krankenhauses zu, Frauen ihr Sexualverhalten vorzuschreiben. Das Verweigern esines Rezepts hat auch nichts mit „Gewissensfreiheit“ zu tun, es ist einfach Arroganz, Willkür oder religiöser Fundamentalismus. Wer die Pille danach braucht, wird seine Gründe haben. Da muss frau sich weder rechtfertigen noch (völlig unnötig), noch über ihr angeblich fehlendes Verantwortungsbewusstsein belehren lassen.

  • Immanuel K. Anti

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    Ihre Ausführungen zur ärztlichen Ethik teile ich hundertprozentig.
    Aber als vollkommen bizarr empfinde ich, dass ihnen nicht auffällt, dass hier im Evangelischen Krankenhaus eine vollkommen unnötige Schönheitsoperation angeraten wurde (Labioplastik).

    Die katholische Sicht der Dinge kennen wir Bayern alle, zur evangelischen ein schnelles Copy&Paste:

    Martin Luther (1483-1464):
    „Ob sie (die Frau) sich aber auch müde und zuletzt zu Tode tragen, dass schadet nichts, lass sie nur zu Tode tragen, sie sind darum da.

    Merkwürdig ist auch, dass Sie sagen, es wäre für „alle Beteiligten“ am besten, wenn ich die Pille danach bei einer Österreichreise besorge. Das ist NUR für die Kirchen und ihre Kliniken am besten, nicht für meine Frau und mich.

  • Student

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    @Bert

    Johannes Mühlbauer schrieb am 01.06.2011:

    „Vielmehr ist die “Pille danach” mit einer Schönheits-OP vergleichbar und es sollte klar sein dass auch kein Arzt verpflichtet werden kann, einer Frau die Brüste aufzublasen.“

    Bitte lesen Sie also vorher gründlicher, bevor Sie hier wilde Behauptungen aufstellen, dass dieses Thema in der Diskussion niemand angeschnitten hätte!

    Ferner würde ich Sie bitten, mir die Stelle zu zitieren, wo ich betroffenen Frauen explizit verantwortungsloses Handeln unterstellt hätte. Das war meines Wissens nirgendwo der Fall, also unterstellen Sie mir so etwas nicht.

  • Dubh

    |

    @ Student
    Ja, das merkt man, dass Sie kein Jurist sind.
    Aus tiefster Überzeugung ohne jeden Hintergrund konsequent Stuss verzapfen, und nicht einmal Schwangerschaftsabbruch von Verhütung unterscheiden können.

    Auch die dümmliche Meinung, wer eine ungewollte Schwangerschaft befürchtet, würde schlicht überhaupt nicht verhüten zeigt deutlich, dass Sie nicht die geringste Ahnung von der ganzen Thematik haben, es gibt nämlich diverse Möglichkeiten, dass man trotz Verhütung eine Schwangerschaft nicht ausschließen kann.

    Man muss die Pille z.B. insbesondere die Minipille nicht mal vergessen haben, dass bei plötzlich auftretendem Erbrechen, aus welchen Gründen auch immer, das ja auch nach einem vermeintlich geschützten Koitus auftreten kann, die Wirkung der Pille nicht mehr sichergestellt ist, davon abgesehen dass einige, auch frei verkäufliche Medikamente, die Wirkung beeinträchtigen können.

    Da der Mensch und auch die Frau kein Roboter ist, kann man was nicht wissen, was vergessen oder auch Fehler machen und einfach blöd laufen kann es auch.

    SIE jedenfalls haben IHRE Eigenverantwortlichkeit in diesem Bereich wirklich hinreichend dargelegt, sofern Sie heterosexuell sind und nicht jeglichem Sex außer zum Zwecke der Kinderzeugung abgeschworen haben: NIX wissen, aber über andere herziehen!

    Zitat Student:
    „das macht aber nach wie vor keinen Unterschied für die EIGENVERANTWORTLICHKEIT, wenn ich mich – um diese Optionen auszuschöpfen – in Abhängigkeit von anderen Menschen begeben muss. Damit wird wiederum Verantwortung ABGEGEBEN (nach dem Motto “ich hab da ein Problem verursacht, kümmern Sie sich drum”).“

    Der Unterschied zwischen Ihnen und einem Arzt wäre dann noch der, dass SIE IMMER ganz eigenständig ein Kondom sachgerecht (?!) benutzen können, und sich NICHT darauf verlassen, dass eine Frau dann schon alles wissen und (unfehlbar richtig) machen wird, während es die Pflicht und Aufgabe des Arztes ist, Rezepte für Verhütungmittel auszustellen, die man ohne Rezept nicht erhält.

    Diese Art Abhängigkeit von anderen ergibt sich nämlich auch aus der Rechtslage, der entkommt man nicht sofern man nicht selber Arzt ist.
    Das soll es zudem in diversen anderen Bereichen auch geben, dass man auf andere angewiesen ist, oder steigen Sie in keinen Zug etc. weil Sie da abhängig vom Lokführer und vielen anderen sind?

    Einen eventuellen Abbruch verhindern wollen IST EIGENVERANTWORTLICHES Handeln!
    Unverantwortlich und entgegen der ärztlichen Berufsordnung ist es hingegen, Leute, die eigenverantwortlich Handeln wollen in eine Situation zu treiben, die gesundheitlich und psychisch riskant – UND ethisch ja nicht gewollt ist.

    Sie aber sollten dringend eine Verhütungsberatung aufsuchen, nicht dass Sie sich ein Kondom über den Kopf ziehen und das als sachgerechte Verwendung betrachten.
    Wenn nämlich Kondome „versagen“ liegt das praktisch immer an falscher Handhabung – auch ein Grund für die Pille danach………………….

    Ein Leser sind Sie offenbar auch nicht.
    Ich habe längst belegt, dass auch Ihre „juristische Einschätzung“ nicht nur knapp daneben liegt und ärztliche Fehler die zu ungewollten Kindern führen, jedenfalls Unterhaltspflichten für den Arzt nach sich ziehen.

    Die ärztliche Berufsordnung lässt es auch nicht zu, dass Ärzte eine Behandlung im Notfall ablehnen.
    Für die Frau oder das Paar ist das eindeutig ein Notfall, sonst würden sie ja nicht Sonn- und Feiertags und in der Nacht losrennen.
    Die juristische Bewertung wäre zu klären.

    Jedenfalls steht es definitiv nicht im völligen Belieben des Arztes, ob er – zumal im Notfall – einen Finger rührt oder nicht.

    Ärzte dürfen sich ihrer ihrer Berufsordnung nach auch keine Weisungen von Nichtärzten geben lassen – sodass es reichlich fraglich ist, ob ein Arbeitsvertrag, oder gar nur mündliche Anweisungen katholischer Häuser in irgendeiner Form rechtlich bindend sind.

    Die Ärztekammer wäre dann eine weitere Stelle vor der solches zu klären wäre.

    Und Ärzte selber an katholischen Häusern könnten das auch klären lassen sofern sie ihr Berufsethos ernst nehmen würden, aber von der Sorte gibt es offenbar keine/n in Regenburg.

    P.S.

    SIE studieren doch hoffentlich nicht etwa Medizin?! Bei dem Unwissen in punkto Verhütung?!
    Und bei der Beharrlichkeit andauernd von Abtreibung zu palavern wenn es um Verhütung bzw. Nachverhütung geht?
    So blöd den Unterschied nicht zu kapieren kann man ja eigentlich gar nicht sein, und als Medizinstudent dürfte man nicht so blöde sein.

    Vielleicht auch noch mit dem Ziel Gynäkologie?!
    Meine Güte, da kann man ja die Hoffnung aufgeben, dass eine junge Generation von insbesondere männlichen Medizinern es aufgibt, Frauen als Objekte anzusehen, über die mann Macht ausüben kann.

    Dieser permanente Vergleich von Busenaufblasen, mit dem Verhüten einer ungewollten Schwangerschaft lässt zudem auf ein extraorbitantes menschliches Einfühlungsvermögen schließen.

    Von oben herab dummschwätzen und unfehlbar über andere urteilen, solche Ärzte braucht das Land.

  • Student

    |

    @Dubh: Ihre Äußerungen scheinen mir inhaltlich dermaßen unsachlich, im Tonfall dermaßen unreif und in Bezug auf meine Argumente so weitab von dem, was ich tatsächlich geäußert habe und obendrein derart undifferenziert, dass ich zweifeln muss, dass Sie meine Kommentare überhaupt gelesen (bzw. verstanden) haben. Ich denke Sie werden Verständnis dafür haben, dass es sich daher für mich wenig zielführend scheint, weiter auf Sie einzugehen.

  • borgdrone

    |

    Sie sprechen von einem Stand ich von einer Tendenz. Und diese geht nun mal dahin, dass der Mensch über sich und seinen Körper selbst entscheidet.

    Versicherungen kommen sehr wohl auch für Eigenverschulden auf. Ob man nun ein leben lang geraucht hat und meine Lunge operiert werden muss oder ob ich von der Polizei angeschossen wurde, weil diese sich verteidigt hat, ob man mit einer Kasko oder einer privaten Haftpflicht versichert ist, in vielen weiteren Fällen ist auch Eigenverschulden versichert und wird damit vom Versicherungsclub oder der Gesellschaft getragen.

    Wenn der Beruf des Arztes nicht einem Gesellschaftlichen Konsens unterworfen ist, dann würde es sehr schwierig werden eine einheitliche Qualität der Medizin der Gesellschaft zukommen zu lassen.
    Ein Arzt der zB im Club der Zeugen Jehovas wäre, könnte Bluttransfusionen ablehnen, da es seiner persönlichen Ethik nicht entspräche.
    Dieses Problem ergibt sich zB in Bereichen von konfessionellen Einrichtungen. Der gesellschaftliche Konsens schreibt eine Gleichstellung vor und sichert dies auch vielfach rechtlich ab. Parallel dazu nehmen sich Einrichtungen heraus aufgrund von Religionszugehörigkeit oder den damit verbundenen Regeln, Menschen zu entlassen oder einzustellen.

  • Student

    |

    Dass es besser für Sie wäre war dahingehend gemeint, dass Sie sich eine Odyssee wie die hier beschriebene sparen würden. Und da sind wir uns denke ich einig, dass die nicht das „Bessere“ ist.

    Die Geschichte mit der Labioplastik ist mir entgegen Ihrer Vermutung auch nicht entgangen, ich sehe Sie nur nicht in Zusammenhang mit dem Rest der Problematik. Ich würde davon ausgehen, dass es sich hier um eine – insbesondere im Patientenumgang – wenig kompetente und möglicherweise obendrein unerfahrene Ärztin handelte. Dass das bedauerlich ist (aber überall auf der Welt und in allen Berufen leider immer wieder vorkommt) und eine solche Behandlung nicht dem Verhalten, wie man es sich von einem Arzt wünscht (und auch nicht das Verhalten, das Mediziner an der Universität lernen), entspricht, darüber sind wir uns wahrscheinlich ebenso einig.
    Ich sehe das nur in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit dem eigentlichen Thema dieses Artikels, nämlich der Verweigerung der „Pille danach“. Das eine ist ein vom Krankenhausträger verordnetes Vorgehen, über das man sicher unterschiedlicher Meinung sein darf. Das andere ist die fehlende Kompetenz einer einzelnen Ärztin, die bedauert werden kann. Das will ich auch gar nicht verteidigen. Die meinem Eindruck nach hier mitschwingende Vermutung aber, dass die Ärztin vom Träger aufgrund seiner moralischen Überzeugungen zu bewusst schikanierendem Vorgehen angehalten worden sein soll, steht in derart eklatantem Widerspruch zum ärztlichen Selbstverständnis, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass solches hier stattgefunden hat. Das gehört für mich in den Bereich der Verschwörungstheorie; zumindest solange, bis hier etwas handfestere Argumente in dieser Sache geliefert werden, als bislang.

    Und inwiefern es zielführend ist, über 500 Jahre alte Zeilen von Luther als „Beleg“ für irgendetwas anzuführen, das scheint mir auch fraglich. In der Bibel (Luther oder Altes oder Neues Testament) finden sie doch zu fast allem eine Stelle, die sie FÜR oder GEGEN irgendeine Sache interpretieren können. Das passiert doch seit Jahrhunderten und interessiert doch keinen ernsthaft. Also gut, keinen vielleicht nicht, aber mich nicht. Ich denke Sie selbst sind sich ja doch auch darüber im Klaren, dass sich viele Menschen nicht mit dem von Ihnen genannten Zitat identifizieren können, auch wenn sie sich als evangelisch bezeichnen. Man muss ja nicht päpstlicher als der Papst sein und kann das etwas liberaler sehen.

  • Immanuel K. Anti

    |

    Nanana…

    „(…) so möchte ich doch etwas in Frage stellen, ob die Selbstverständlichkeit, die manche diesem Vorgang zuzuschreiben scheinen, nicht doch auch zumindest bei einigen von einem gewissen Mangel an Verantwortungsbewusstsein zeugt. Wenn die “Pille danach” als eine “Lifestyle-Droge” angesehen wird – (…)“

    Ganz klar Ihre Worte, oder? Ist es so merkwürdig, darauf eine genauso saftige Antwort zu kassieren?

  • Immanuel K. Anti

    |

    Also können wir festhalten, dass die hier beschriebene Praxis der Regensburger Kliniken nicht im Interesse der PatientInnen ist?

    Verschwörungstheorethisch habe ich das Lutherzitat selbstverständlich nicht gemeint, aber geistesgeschichtlich ist es doch in diesem Zusammenhang eindeutig relevant. Sie greifen doch auch – im Zusammenhang mit ärztlicher Ethik – geschichtliche Zusammenhänge auf.

  • Student

    |

    Völlig richtig: Ich möchte IN FRAGE STELLEN, ob die Selbstverständlichkeit, die MANCHE diesem Vorgang zuzuschreiben scheinen, nicht doch auch ZUMINDEST BEI EINIGEN von einem gewissen Mangel an Verantwortungsbewusstsein zeugt. Wenn die “Pille danach” als eine “Lifestyle-Droge” angesehen würde, dann fände ich das bedenklich.

    Womit haben Sie nun ein Problem?? Ich stehe zu dieser Aussage nach wie vor, aber ich kann weder in Ihrem – noch weniger in Dubhs wenig qualifiziertem – Kommentar etwas entdecken, was sich wirklich mit dieser differenzierten Aussage auseinandersetzen würde.

    Wenn Sie oder Dubh oder sonst jemand hier freilich Dinge hineinlesen möchte wie (sinngemäß) „jeder, der die „Pille danach“ nimmt, ist ein verantwortungsloses Monster und ein Mörder“ oder ähnliche Aussagen, die meilenweit entfernt sind von dem, was ich geäußert habe und vertrete, dann können Sie das gerne tun. Sie brauchen aber bitte nicht zu erwarten, dass ich mich dann ernsthaft damit weiter auseinandersetze. Ihre Worte biege ich mir ja schließlich auch nicht so hin, wie ich möchte, nur um irgendwas daran aussetzen zu können. Mit „saftigen Antworten“ habe ich kein Problem. Sofern sie sachlich bleiben, was ich hier teilweise nicht erkennen kann. Und an einer unsachlichen Diskussion habe ich offen gesagt kein Interesse.

  • Student

    |

    @“Also können wir festhalten, dass die hier beschriebene Praxis der Regensburger Kliniken nicht im Interesse der PatientInnen ist?“

    Wir können gerne festhalten, dass die Interessen einiger Patientinnen wohl nicht deckungsgleich sind mit den Interessen der Träger einiger Regensburger Kliniken. Das ist ein für mich jetzt per se nicht unbedingt allzu skandalöser Interessenskonflikt, der – insbesondere vor dem Hintergrund, dass hier auch grundsätzliche, ethische Überzeugungen berührt werden – doch auch verständlich ist und in einer liberalen Gesellschaft ausgehalten und toleriert werden können sollte.

    Wenn ich etwas haben möchte, was mir jemand nicht geben will, während jemand anderes es mir bereitwillig gibt, dann halte ich es für das Sinnvollste, es von diesem zweiten jemand zu verlangen. Diese Möglichkeit besteht ja, wie im Laufe der Diskussion klar wurde, und sie scheint mir weitaus vertretbarer, als gegen den Willen und gar unter Mißachtung der Grundüberzeugungen der erstgenannten Person, erzwingen zu wollen, es von dieser zu erhalten.

  • Immanuel K. Anti

    |

    Gut, für mich persönlich ist es nicht tragbar, dass eine Direktive einer religiösen Gemeinschaft ein Gespräch zwischen Arzt und Patientin im Vorfeld verhindert.

    Das widerspricht meiner Ansicht nach allem, was in einem Arzt/Patientengespräch maßgeblich ist: Vertraulichkeit, Urteilskraft des Behandelnden usw.

    Die alternativen Möglichkeiten sind äusserst beschränkt, notfalls nachts mal schnell nach München oder Nürnberg zu brettern kann es nicht sein.

    Und irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, als würden Sie das Ausschreiben eines Verhütungsmittelrezepts gleichsetzen mit „Abtreibung to go“, sorry.

  • Immanuel K. Anti

    |

    Man kann Ihre Aussagen durchaus so lesen, wie Sie es jetzt dargestellt haben.

    Unqualifiziert mögen Dubhs Aussagen vielleicht im Detail aus medizinisch fachlicher Sicht sein. Das könnten Sie ja gerne widerlegen.

    Aus der Sicht von Verhütung praktizierenden erwachsenen Menschen, die sich – natürlich unter Beachtung gängiger Regeln wie Verhandlungsmoral – kann ich nichts verkehrtes finden.

  • Student

    |

    @Immanuel K.Anti

    „Gut, für mich persönlich ist es nicht tragbar, dass eine Direktive einer religiösen Gemeinschaft ein Gespräch zwischen Arzt und Patientin im Vorfeld verhindert.“

    Ich habe nirgends behauptet, dass ich das gut fände. Im Gegenteil, ich habe in einem meiner Kommentare sogar festgehalten, dass ich mir vorstellen könnte, dass eine Schwester, die so etwas im Vorfeld unterbindet, möglicherweise ihre Kompetenzen überschreitet.
    Andererseits stellt sich aber eben die Frage, ob es so viel bringt, auf dem Arztgespräch zu bestehen, wenn in den genannten Häusern dann damit zu rechnen ist, dass der Arzt sagt „tut mir leid, aber mein Arbeitsvertrag untersagt mir, Ihnen dieses Medikament zu verschreiben, bitte versuchen Sie ihr Glück bei einem anderen Frauenarzt“. Dann, denke ich, spart man sich viel Mühe, wenn man doch gleich zu diesem anderen Arzt gehen würde. Oder – wie es hier vorgeschlagen wurde – sich aus Österreich so eine Pille „auf Vorrat“ zu beziehen.

    „Und irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, als würden Sie das Ausschreiben eines Verhütungsmittelrezepts gleichsetzen mit “Abtreibung to go”, sorry“

    Tja, das ist bedauerlich.

  • Dodi

    |

    absolut auf den Punkt gebrachte Antwort, ich schließe mich hier energisch an.
    Dieses two faced Einstellung zwischen Kirche und Selbstentscheidung kann ich nicht nachvollziehen.
    Ich bin keine Islam Frau und wir sollten uns alle gegen solche Kirchenentscheidungen wehren.
    Als ich den Artikel gelesen habe, konnte ich es nicht glauben, Frauen im Jahr 2011 in Deutschland
    und dann solche Bevormundung. Es macht mir Angst und Bange, daß unsere Frauen das heute noch
    durchmachen müssen.
    Diese zurück gebliebenen Meinungen müssen abgeschafft werden, im Keim erstickt, sonst gibt es nie
    die Freiheit die jeder Frau zusteht, ohne daß sich Kuttenträger hier einmischen während sie Kinder ficken.
    Die Uniklinik soll sich entscheiden für die Frauen und gegen die Kirche bzw. ohne Spenden leben.
    Wenn ein bestimmter Doktor das nicht verkraften kann, dann sollen die eben einen anderen holen, der im Jetzt und Hier lebt.

  • Student

    |

    @Dodi

    „Ich bin keine Islam Frau“

    Was wollen Sie uns mit dieser seltsamen Mitteilung sagen?

    „Diese zurück gebliebenen Meinungen müssen abgeschafft werden, im Keim erstickt,“

    Ich weise sie auf das in unserer Verfassung verankerte Grundrecht auf freie Meinungsäußerung hin. Ich hoffe doch, sie haben kein Problem mit unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung?

  • Britt

    |

    Student ist ein ziemlich ausdauernder Troll. Am Besten ignorieren.

  • Student

    |

    Das musste aber wirklich mal gesagt werden! Danke für den wertvollen Diskussionsbeitrag.

  • Bert

    |

    Ach, Student!

    Und zu guter Letzt: auch wenn man sicherlich nicht “wie ein Verbrecher” behandelt werden muss, wenn man sich die “Pille danach” verschreiben lassen möchte, so möchte ich doch etwas in Frage stellen, ob die Selbstverständlichkeit, die manche diesem Vorgang zuzuschreiben scheinen, nicht doch auch zumindest bei einigen von einem gewissen Mangel an Verantwortungsbewusstsein zeugt. Wenn die “Pille danach” als eine “Lifestyle-Droge” angesehen wird – wie beispielsweise Präparate, die verhindern sollen, dass man fett wird, auch wenn man frisst, was das Zeug hält (ja, auch sowas entwickelt die Pharma-Industrie) – dann halte ich das für eine fragwürdige Entwicklung und ich denke es mag im Einzelfall durchaus angebracht sein, den Betreffenden (bzw. die Betreffende) auch an die eigene Verantwortung zu erinnern

    Natürlich ist das keine durchweg explizite, aber eine permanent implizite Unterstellung, die, ich hab’s schon geschrieben, einfach von Ahnungslosigkeit und Arroganz zeugt. Im Übrigen kennzeichnet das implizite Unterstellen (“Ich frag ja nur…”) Ihren gesamten Argumentationsstil.

    Noch einmal: Ein leichterer Zugang führt, das zeigen die Erfahrungen, nicht dazu, dass die “Pille danach” eine „Lifestykle-Droge“ wird, ebenso führt es nicht zu einem weniger verantwortlichen Umgang mit Verhütungsmitteln, (wie Sie an anderer Stelle unterstellen). Das belegen die Erfahrungen aus 17 EU-Ländern.

    Insofern sind Ihre “Fragen”, oder eben Unterstellungen, Blödsinn, aber ich halte Ihnen zugute, dass Sie sich einfach nicht informiert haben, sondern hier nur irgendwas absondern, was sich für Sie logisch anhört.

    Dieser “Vorgang”, d.h. der Zugang zur Pille danach, sollte selbstvberständlich sein. Bisher wurde hier kein faktengestützes, geschweige denn medizinisches Argument gebracht, dass diese Forderung delegitimiert. Ganz besonders nicht von Ihnen.

  • Dubh

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    …………….der ANDEREN offenbar weder Sex noch ein Sozialticket gönnt, das aber aus tiefstem Herzen, und bei Widerspruch die EINIGEN WENIGEN bemühen muss, die nicht arbeiten wollen, oder verantwortungslos Sex haben, und sich ansonsten windet wie ein Aal im Behaupten, das habe er nicht gesagt, und jenes nicht gemeint, nur sachlich fachlich hat er leider gar nichts zu sagen………………………

  • grace

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    Leider gibt es noch viel zu viele Männer, die Frauen als KochPutze, Genital auf zwei Beinen, unfertiger Untermensch und Gebärmaschine ohne jegliches Selbstbestimmungsrecht ansehen.
    Und welche, die „Frailty, thy name is women!“ vor sich hin hassen und von einer Frauenprügelmaschine träumen.
    Und welche, die glauben, ungezügelter Nachwuchs ist bombig, weil den Überschuss, den kann mann dann im nächsten krieg verheizen.
    Oder welche, die glauben, ungezügelter Nachwuchs ist supi, weil ….(das sag ich jetzt lieber nicht, sonst komm ich noch in die Hölle).

    Mit welchem Recht glauben eigentlich so viele Männer, dass sie Herr über das Schicksal der Frau seien?

    Abgesehen davon: Das UKR untersteht so weit ich weiss, immer noch dem Rektor der UR.
    Was sagt der dazu?

  • Student

    |

    Sie haben völlig recht: Mein Diskussionsstil besteht mitunter darin, Überlegungen und mögliche Standpunkte (mit denen ich mich im übrigen nicht einmal völlig identifizieren muss) in den Raum zu stellen. Find ich manchmal ganz spannend.

    Und ich finde das auch etwas angemessener, als das dogmatische Vertreten irgendwelcher absoluter (obgleich völlig subjektiver) Standpunkte und zugleich dem Abkanzeln jeglicher anderer Blickwinkel als arrogant, ahnungslos, uninformiert, blödsinnig, im Keime zu erstickende Meinungen – oder ähnliche langweilige und intolerante Äußerungen (damit beziehe ich mich auch auf die Wortwahl anderer Kommentatoren). Am besten noch garniert mit bewusst sinnverzerrter Wiedergabe von irgendwelchen Äußerungen. Bitte, wenn sie einen solchen Diskussionsstil bevorzugen (wovon ihre Kommentare ja zeugen), ich will ihnen da nicht dreinreden. Sehr fruchtbar finde ich das aber nicht.
    Und ich wehre mich gerade deshalb entschieden dagegen, mir irgendwelche Standpunkte unterstellen zu lassen, die nicht die meinen sind – wie das hier wiederholt geschieht.

    @“Dieser “Vorgang”, d.h. der Zugang zur Pille danach, sollte selbstvberständlich sein. Bisher wurde hier kein faktengestützes, geschweige denn medizinisches Argument gebracht, dass diese Forderung delegitimiert. Ganz besonders nicht von Ihnen.“

    Natürlich nicht. Wieso sollte ich auch ein Argument dagegen bringen? Haben sie etwa gedacht, ich wäre da so völlig anderer Ansicht? Bitte projizieren sie da nicht schon wieder irgendetwas auf mich.
    Ich bin ganz bei Ihnen, wenn sie feststellen, dass ein verantwortungsvoll handelnder Mensch, der sich für die „Pille danach“ entscheidet, selbstverständlich Zugang zu ihr haben darf (das geht übrigens auch bereits aus anderen Kommentaren von mir hervor). Ich habe – was damit aber nicht im Widerspruch steht – lediglich die Meinung vertreten (und tue das weiterhin), dass ein „selbstverständlicher Zugang“ nicht gleichbedeutend damit sein kann, dass jeder Arzt – auch entgegen seinem Gewissen – automatisch zu einer Verschreibung verpflichtet wird (was ja offenbar Standpunkt von einigen hier zu sein scheint).

    Wo kämen wir denn auch hin, wenn jeder Arzt jedem Patienten das verschreiben würde, was der Patient gerne hätte? Ich habe vom Arztberuf ein etwas anderes Verständnis als etwa vom Beruf eines Supermarktkassierers. Sicher mag es auch „kundenorientierte“ Ärzte geben, die selbst Anorektikerinnen noch ein Abführmittel verschreiben, wenn sie über angebliche Verstopfungen klagen. Damit Sie mich nicht schon wieder falsch verstehen: auf der anderen Seite gibt es sicher auch sehr mündige Patienten, die (das ist ja der Idealfall) für sich entscheiden, nachdem der Arzt sie beraten hat. Und natürlich dürfen die sich ggf. auch für die „Pille danach“ entscheiden. Und wenn der Arzt damit einverstanden ist: fein. Und wenn er damit ein Gewissensproblem hat, dann sollte man das ebenso respektieren. Ist jedenfalls meine Meinung.

  • Dodi

    |

    solche Menschen wie sie wünsche ich zum Teufel, soll er euch holen und alle zusammen glühen lassen im
    heißen Feuer

  • Dodi

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    @student

    tut mir leid, mein post ist leider unter ihren gerutscht, war nicht auf ihren thread gemeint.
    Ich bin absolut für Meinungsfreiheit, auch wenn sie mir nicht gefällt.
    Deshalb sollte auch jede Frau selber entscheiden können ob sie die Pille nehmen kann oder nicht.
    Ihre threads sind übrigens bemerkenswert.

  • Kurzer Einspruch

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    @Britt

    „Student ist ein ziemlich ausdauernder Troll. Am Besten ignorieren.“

    Ein Troll beleidigt und bringt nichts zur Sache ausser Müll. Daher kann man Student nicht als Troll bezeichnen. Sie dagegen schon. Ist das ein faktischer Beitrag? Ein Troll ist genau das was Sie machen: nichts liefern aber mitreden.

  • Kurzer Einspruch

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    @Grace – Ja was denn nun? Sie stehen doch immer ganz weit vorne wenn es z.B. um Muslime geht. Wäre das dann Kritik auch an diesen Männern?

    Überflüsssiger Beitrag. Kein Mensch hat mit den von Ihnen angeführten Ausführungen argumentiert. Aber hauptsache mal was sagen auch wenn es nichts zur Sache tut. Weiter unten schreibt Britt von Trollen… Sie und Britt sollten sich zusammen tun… TROLLALARM!!!

  • H. Müller

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    So weit, so gut.

    Nur: Was verteidigen Sie eigentlich so wortreich?

    Das Problem ist doch, dass die Kirchen mit ihren Vorgaben eben genau die freie Gewissensentscheidung des Arztes verhindern und stattdessen Ärzte und Patienten nur mit ihrem Dogma gängeln.

    Und wenn die nur vereinzelt mal ein KKH betreiben würden, könnte man darüber hinweg gehen, aber die haben ja fast Monopolstellung hier.

  • Katholik

    |

    @ExKatholikin
    Ja gell, des ist wirklich ungeheuerlich, ja ich möchte sogar Skandal dazu sagen.
    Ein Skandal ist es tatsächlich, das es noch Krankenhäuser gibt die sich katholisch nennen und dennoch die „Pille danach“ verschreiben.

    Man kann wirklich froh sein das es Einrichtungen gibt die nicht alle im Konzert mitpfeifen, sondern sich noch ihre eigene Position haben und sich nicht bei jedem Trend verhalten wie das sprichwörtliche Fähnchen im Wind.

    @StefanAigner
    „Auch, dass die Interessen einer erwachsenen oder minderjährigen Frau unter Umständen höher einzustufen sind, als die einer befruchteten Eizelle scheint in katholischen Krankenhäusern (zumindest in Regensburg) keine Rolle zu spielen.“

    Selbstverständlich stuft die Kirche die Interessen einer erwachsenen oder minderjährigen Frau hoch ein, aber sie setzt halt eine verantwortlich gelebte Sexualität sowohl von dem Mann als auch von der Frau voraus. Dann wäre eine „Pille danach“ nicht nötig.

    Übrigens Herr Aigner: wenn sie wirklich einen ausgewogenen Artikel schreiben wollten, hätten sie etwas tiefer nachhaken sollen und sich nicht mit dem kurzem Statement der Ärzte oder Pressesprecher zufriedenzugeben sollen, die anscheinend nicht wissen warum sie die „Pille danach“ nicht verschreiben können, oder zu Faul sind sich dazu zu äußern – was beides ein Armutszeugnis darstellt.
    Ich bin sicher das sie im Bistum Regensburg Theologen gefunden hätten, die ihnen die Position der Kirche tatsächlich begründen können und wollen, unabhängig von dem vorliegenden Fall. Aber mit kirchlichen Einrichtungen zu sprechen ist schwieriger als über sie zu sprechen.

    Aber auf der anderen Seite haben sie bereits in der Adressleiste die Wörter „katholische fundis“ verwendet was ihre grundsätzliche Voreingenommenheit ggü. der Kirche spiegelt.
    Tatsächlich ist das Krankenhaus in diesem Fall fundamentalistisch – im absolut positiven Sinn des Wortes. Es steht nämlich auf einem wirklich – wohlbegründetem – Fundament und vertritt dieses, auch wenn es in der Kommunikation hakt.

    Wer als Arzt in einem katholischen Krankenhaus anfängt der sollte sich vorher wohl soweit mit seinem künftigen Arbeitgeber auseinandergesezt haben, dass man weiß ob man tatsächlich für diesen arbeiten möchte oder nicht und ob man dessen Positionen vertreten kann oder nicht. Wie bereits von anderen hier geschrieben: Keiner wird gezwungen. Das gilt übrigens auch für diejenigen, die die Pille für danach haben wollen.

    @H. Müller ihren hinweiß auf den sexuellen Missbrauch können sie sich sparen, der tut bei diesem Thema nichts zur Sache.

    @Johannes Mühlbauer
    „Im Übrigen frage ich mich schon wie unvernünftig unsere Jungend mit dem Thema Verhütung umgeht. Bei vernünftigem Umgang wird die “Pille danach” jedenfalls nicht benötigt. Offenbar ist es – auch zur Verhingderung von Erkrankungen – mal wieder nötig, die Folgen der Nichtverwendung von Präservativen in den Blick der Öffentlichkeit zu stellten.“
    Gilt übrigens nicht nur für Jugendliche.

  • Britt

    |

    Ihre katholischen Krankenhäuser können gern Ihre fundamentalistischen Auffassungen vertreten, wenn sie sich auch eigenständig finanzieren. Ende der Durchsage. Wir leben in keinem Gottesdtaat, wi jeder Fundi abzocken darf. Der Theologe interessiert bei einem staatlich finanziertem Krankenhaus nicht.

  • LorenorZoro

    |

    Selten so einen Mist gelesen wie den Text von Ihnen. Dass es in unserer heutigen Zeit immer noch Menschen gibt, die meinen, sie hätten als einzige die Wahrheit mir Löffeln, ach was, eher mit Baggerschaufeln gefressen und davon ableiten, man müsse allen anderen vorschreiben wie sie zu leben hätten … unaushaltbare Zustände. Wenn es Ihnen Spaß macht nach Regeln aus irgendwelchen Büchern zu leben, schön, machen Sie das. Wenn ich aber entscheide, dass ich nach den Hogwarts-Schulregeln leben möchte, hat das keinen zu intressieren, solange ich niemanden in seinen Rechten einschränke. Aber soweit reicht bei vielen der Verstand offenbar nicht.

  • H. Müller

    |

    Ich bin schon der Meinung, dass ein Zusammenhang besteht, schließlich reden wir ja über den selben Verein, der auf der einen Seite moralisches Handeln vorgibt, auf der anderen Seite ziemlichen Dreck am Stecken hat.

    Oder, in Ihrer Metaphorik: Leichen im Fundament.

  • Dubh

    |

    @ Katholik

    „@H. Müller ihren hinweiß auf den sexuellen Missbrauch können sie sich sparen, der tut bei diesem Thema nichts zur Sache.“

    Warum genau tut jetzt das Thema potentiell ungewollte Schwangerschaft bei sexuellem Missbrauch nichts zur Sache?

    Da bitte ich aber dringendst um sachgerechte Aufklärung!

  • Student

    |

    @H.Müller

    „Nur: Was verteidigen Sie eigentlich so wortreich?“

    Wer sagt denn jetzt schon wieder, dass ich irgendwas verteidige?? Ich äußere lediglich meine Meinung, nicht mehr und nicht weniger.

    Und Teil meiner Meinung ist eben, dass Ärzte mehr sind als nur unbeteiligte Automaten, die auf Patientenwunsch mal ein paar Tabletten rüberwachsen lassen. Während ich den Eindruck habe, dass andere hier der Meinung sind, dass der Arzt eigentlich nur die Aufgabe hat, das zu tun, was der Patient möchte, egal, wie der Arzt selbst dazu steht. Natürlich kann man auch eine solche Einstellung haben. Ich persönlich find‘ die nur ziemlich … ungut.

    „Das Problem ist doch, dass die Kirchen mit ihren Vorgaben eben genau die freie Gewissensentscheidung des Arztes verhindern und stattdessen Ärzte und Patienten nur mit ihrem Dogma gängeln.“

    Das kann man durchaus als Problem sehen und ich bin hier der Ansicht, dass sich das letztlich über das Prinzip von „Angebot und Nachfrage“ regeln lässt – auch wenn das ein paar Jährchen dauern wird. Wenn die in den betreffenden Kliniken keinen ärztlichen Nachwuchs mehr bekommen oder auch Patienten nach Ausweichmöglichkeiten suchen, dann wird sich da irgendwann vielleicht auch mal was an der Geschäftspolitik ändern. Aber auch hier gilt genauso wie bei anderen Themen, über die alle lästern (Atomstrom, Gammelfleisch, Klimaproblematik, Müllberge u.v.m.), dass es meist das bequemere ist, sich zwar über die furchtbaren Missstände aufzuregen, am eigenen Verhalten aber nichts zu ändern (vielleicht auch noch mit der Begründung „ich allein kann da ja eh nix bewirken“). Mit dieser Doppelmoral ändert man natürlich nichts.

  • Dubh

    |

    1) Gibt es Homöopathie auch bei FRAUEN?
    Ja, Homöopathie wirkt bei allen Menschen, auch bei Tieren und Pflanzen.

    http://www.bkae.org/index.php?id=946

    Auch schön:

    Der streng katholische Arzt weiß zwar nicht genau, zu welcher Lebensform Frauen zu rechnen sind, aber das macht ja nichts wenn er Homöopathie anwendet…………….

  • Politblogger » Scheinheilige Brüder und Schwestern

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    […] Sexualmoral der Kirche passen. Wer zum Beispiel die Pille danach verschrieben haben will, beißt hier mit der Begründung auf Granit, dass man sich schließlich dem Leben verschrieben habe. Und […]

  • Student

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    @LorenorZoro

    Ich finde es immer wieder amüsant, wie einige hier zu glauben scheinen, anderen unterstellen zu müssen, sie würden für sich mit dem Anspruch auftreten, als einzige die Wahrheit zu vertreten, um unmittelbar darauf selbst mit (nun allerdings der eigenen) „Wahrheit“ aufzuwarten. Wirklich sehr amüsant.

    Eine etwas differenziertere Herangehensweise wäre wünschenswert: denn wie sie selbst schreiben „hat das keinen zu intressieren [was ich tue], solange ich niemanden in seinen Rechten einschränke.“
    Stimmt. Aber die Diskussion geht ja deshalb auch darum, wo diese Rechte anderer beginnen und wo sie aufhören. Da kann man auch anderer Ansicht sein als Sie, da haben auch Sie die „Wahrheit“ nicht gepachtet. Sondern da handelt es sich um etwas, worüber unterschiedliche Ansichten existieren und (gottseidank haben wir die Meinungsfreiheit) auch existieren dürfen. Und wenn ihr Vorredner sich mit der in den genannten Krankenhäusern üblichen Praxis wohlfühlt, eine andere Praxis (die z.B. die Freiheit der Krankenhausträger einschränken würde) dagegen als nachteilig empfände, dann dürfen Sie das selbstverständlich als blödsinnig ansehen. Aber das alleine bedeutet noch lange nicht, dass sie automatisch mehr Recht hätten als er. Mit dem gleichen Recht (bzw. Unrecht) könnte er ihren Standpunkt verurteilen und Sie fragen, wie Sie dazu kommen, die Freiheit anderer einschränken zu wollen.

  • Bert

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    Fragt sich, mit welchem Recht sich Krankenhausträger auf eine angenommene Freiheit zur Nichtbehandlung aus religiösen Gründen berufen, wenn sie sich zu 100 Prozent von einem Staat finanzieren lassen, der diese religiöse Auffassung nicht teilt und gesetzlich auch anders geregelt hat.

    Darüber hinaus stellt sich ein solches Krankenhaus auch gegen die Allgemeinen Menschenrechte.

    Im Artikel 16 der Abschlussdeklaration der UN-Menschenrechtskonferenz 1968 in Teheran heißt es: „Eltern verfügen über das grundlegende Menschenrecht, frei und eigenverantwortlich über Anzahl und Geburtenabstand ihrer Kinder zu entscheiden.“ Aus diesem Recht leitet sich das Recht auf ungehinderten Zugang zu Informatio­nen, Methoden und Diensten der Familienplanung ab.

    Wenn die katholischen Träger ein Menschenrecht als Einschränkung ihrer Rechte empfinden, gerne, aber: bitte auf eigene Rechnung. Es wird niemand gezwungen, ein Krankenhaus zu betreiben.

  • grace

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    @ user „student“

    nicht „gottseidank“ existiert in der BRD Meinungsfreiheit.

    Sondern aufgrund vieler Menschen, die als Staatsbürger oder Politiker dafür sorgen,
    dass dem Grundgesetz immer noch genüge getan wird.

    Insofern klingt Ihr „gottseidank“ zynisch und anmassend,
    gerade auch wegen der zahlreichen unappetitlichen Vorfälle der jüngeren Vergangenheit.
    Im gesellschaftlichen Konsens wird unter Meinungsfreiheit nicht mehr wie früher das Verbreiten und Durchsetzen einer von einer Kanzel heruntergepredigten Doktrin verstanden

  • Student

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    @“Fragt sich, mit welchem Recht sich Krankenhausträger auf eine angenommene Freiheit zur Nichtbehandlung aus religiösen Gründen berufen […]“.

    Offenbar mit dem geltenden Recht bzw. mit dem Einverständnis des „finanzierenden Staates“ bzw. seiner Vertreter. Sonst bestünde diese Praxis ja wohl nicht.

    @“Im Artikel 16 der Abschlussdeklaration der UN-Menschenrechtskonferenz 1968 in Teheran heißt es: „Eltern verfügen über das grundlegende Menschenrecht, frei und eigenverantwortlich über Anzahl und Geburtenabstand ihrer Kinder zu entscheiden.“ Aus diesem Recht leitet sich das Recht auf ungehinderten Zugang zu Informatio­nen, Methoden und Diensten der Familienplanung ab.“

    Dieser Artikel bedarf – wie die meisten derartigen Texte – einer Interpretation, und ihre Interpretation (und nichts anderes ist es, wenn sie aus diesem Artikel ein bestimmtes Recht ableiten) ist subjektiv und geht nicht zwingend aus dem Artikel hervor. Denn dort steht nämlich eben NICHT auch nur das geringste über die METHODEN, die bei dieser freien und eigenverantwortlichen Entscheidung zum Tragen kommen sollen/dürfen. Ebenso könnte man dann auch ein Recht auf Abtreibung im 8. Monat aus diesem Artikel „ableiten“. Das würde aber manchen (vielleicht auch Ihnen?) dann aber doch wieder zu weit gehen und auch kaum Intention der Verfasser gewesen sein, oder? Sie sehen: so einfach ist es nicht. Der Artikel scheint eher z.B. auf die 1-Kind-Politik Chinas anwendbar.

    @“Es wird niemand gezwungen, ein Krankenhaus zu betreiben“

    Nein, die machen das glaub‘ ich gerne.
    Aber es wird umgekehrt auch niemand gezwungen, eins zu betreten. Zwangseinweisungen ausgenommen, aber eine möglicherweise nahende Schwangerschaft ist kein Zwangseinweisungsgrund.

  • Student

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    Gottseidank muss ich darauf nicht eingehen.

  • Bert

    |

    Dann zitieren wir mal aus ein paar Erklärungen, die sich mit Familienplanung beschäftigen:

    1968: Abschlussdeklaration der UN-Menschenrechtskonferenz in Teheran: „Eltern verfügen über das grundlegende Menschemrecht, frei und eigenverantwortlich über Anzahl und
    Geburtenabstand ihrer Kinder zu entscheiden.“

    1974; Erklärung der internationale Weltbevölkerungskonferenz in Bukarest: „Alle Paare und jeder Einzelne hat das Grundrecht, frei und in eigener Verantwortung über Zahl und Zeitpunkt von Kindern zu entscheiden; außerdem haben sie ein Recht auf Information und die Mittel, die es ihnen ermöglichen, Geburtenplanung durchzuführen.“

    1994; Standards aus dem Aktionsprogramm der Internationalen Konferenz der Vereinten Nationen über Bevölkerung und Entwicklung „Diese letzte Voraussetzung impliziert das Recht von Männern und Frauen, informiert zu werden und Zugang zu haben zu sicheren, effektiven, erschwinglichen und akzeptablen Methoden der Familienplanung ihrer Wahl, ebenso wie zu anderen Methoden der Fruchtbarkeitsregelung ihrer Wahl, die nicht gegen das Gesetz verstoßen.“

    2004; Erklärung der WHO: Reproductive Health implies that people are able to have a responsible, satisfying and safe sex life (…) Implicit in this are the right of men and women to be informed of and to have
    access to safe, effective, affordable and acceptable methods of fertility regulation of their choice.”

    2008; Parlamentarische Versammlung des Europarates: “Frauen und Männer ist der Zugang zu Verhütungsberatung und zu Verhütung zuverlässig zu ermöglichen. Verhütung sollte im Preis zumutbar, für die Betreffenden geeignet und von ihnen selbst gewählt worden sein”

    Festzuhalten bleibt, dass die Betreiber katholischer Krankenhäuser (zumindest in Regensburg) entgegen all dessen handeln.

    Wenn jemand aus religiösen Gründen, all das nicht teilt und kritisiert, dann ist das sein gutes Recht. Religionsfreiheit.

    Wenn ein einzelner Arzt dies nicht tut und über keine Monopolstellung verfügt, wird man ihm auch das nicht untersagen können. Religionsfreiheit.

    Wenn die Betreiber von Krankenhäusern, die auch die Pflicht haben, medizinische Versorgungssicherheit zu garantieren, Verhütungsmittel verweigern und sogar ihren Ärzten verbieten, diese Verhütungsmittel zu verschreiben, dann hat das nichts mehr mit Religionsfreiheit zu tun, sondern mit Gängelei, Willkür und Machtmissbrauch.

    Solche Betreiber zwingen den bei ihnen angestellten Ärzten und – angesichts der weitegehenden Monopolstellung in Regensburg – auch den Patientinnen ihre Sexualmoral auf. Die Entscheidung fällt eben nicht in die Gewissensfreiheit des einzelnen Arztes, sie wird von oben aufoktruiert. Und das von einer Institution, die sich eben nicht kirchlich, sondern staatlich finanziert.

  • Bert

    |

    Mal ein paar Erklärungen, die den katholischen Krankenhäusern schnuppe und dem Verfasser des Artikels leider entgangen sind:

    1968: Abschlussdeklaration der UN-Menschenrechtskonferenz in Teheran: „Eltern verfügen über das grundlegende Menschemrecht, frei und eigenverantwortlich über Anzahl und
    Geburtenabstand ihrer Kinder zu entscheiden.“

    1974; Erklärung der internationale Weltbevölkerungskonferenz in Bukarest: „Alle Paare und jeder Einzelne hat das Grundrecht, frei und in eigener Verantwortung über Zahl und Zeitpunkt von Kindern zu entscheiden; außerdem haben sie ein Recht auf Information und die Mittel, die es ihnen ermöglichen, Geburtenplanung durchzuführen.“

    1994; Standards aus dem Aktionsprogramm der Internationalen Konferenz der Vereinten Nationen über Bevölkerung und Entwicklung „Diese letzte Voraussetzung impliziert das Recht von Männern und Frauen, informiert zu werden und Zugang zu haben zu sicheren, effektiven, erschwinglichen und akzeptablen Methoden der Familienplanung ihrer Wahl, ebenso wie zu anderen Methoden der Fruchtbarkeitsregelung ihrer Wahl, die nicht gegen das Gesetz verstoßen.“

    2004; Erklärung der WHO: Reproductive Health implies that people are able to have a responsible, satisfying and safe sex life (…) Implicit in this are the right of men and women to be informed of and to have
    access to safe, effective, affordable and acceptable methods of fertility regulation of their choice.”

    2008; Parlamentarische Versammlung des Europarates: “Frauen und Männer ist der Zugang zu Verhütungsberatung und zu Verhütung zuverlässig zu ermöglichen. Verhütung sollte im Preis zumutbar, für die Betreffenden geeignet und von ihnen selbst gewählt worden sein”

  • Student

    |

    @Bert

    Deshalb sag‘ ich ja auch: boykottieren – ärztlicherseits als auch von Patientenseite.

  • Dubh

    |

    Na ja, wenn Frauen und Männer die das betrifft, das so hinnehmen, weil ja heutzutage Emanzipation doch gar kein Thema mehr ist, alles längst gelaufen, und so, und sich im Bedarfsfalle individuell die Haken abrennen, dabei Glück haben oder auch nicht

    statt sowas zu initiieren:

    Andrea
    1. Juni 2011 um 12:46 Uhr

    „Ich würde die sowas von mit Medienanfragen bombardieren, RTL-2 Fernsehteam vorbeischicken, einfach mal mit 50 Frauen dort gemeinsam einlaufen und solange Aufstand schieben bis das Rezept da ist, Flash-Mobs, usw.
    So eine Haltung ist No-Go, genauso wie die Moral-Keule und Zwangsuntersuchung der Evangelen. “

    Dann bleibt Regensburg halt dunkelste Provinz, wieder ganz in den 1950ern……………..

  • Student

    |

    Wie putzig!

    Sie ärgern sich darüber, dass niemand einen Flash-Mob organisiert? Bekommen Sie denn sowas nicht selbst gebacken?

    Aber unter uns, Dubh – ich habe bei Ihnen eigentlich schon erwartet, dass Sie nicht mehr hinbekommen, als sich darüber aufzuregen, dass andere Leute genau das nicht tun, wozu Sie selbst auch viel zu bequem wären.

  • Dodi

    |

    @Dubh,

    gute Idee mit Fernsehteams etc. aber ich glaube, da kann man hier lange warten bis sich zu diesem Thema
    jemand vor die Kamera wagt, wie du schon sagst, Regensburg ist mindestens in allem 50 Jahre zurück.
    Welche Frau würde sich vor dieser kirchlich niedergedrückten Stadt vor dem Micro äußern ohne an den Pranger gestellt zu werden.
    Von Emanzipation kann überhaupt nicht die Rede sein,die wird immer noch von den Patriachen verweigert, siehe Doktor. Wenn eine Medizin am Markt zu kaufen ist, und ich will die anwenden,
    dann interessiert mich reichlich wenig auf welcher Einstellung irgend ein Doktor fährt. Ich habe dann das Recht diese Medizin zu bekommen. Die Doktoren verweigern anderen auch nicht die Medizin die fatale Nebeneffekte auf die Gesundheit der Patienten hat. Und die Ärzte die religiöse Aspekte in Betracht ziehen, die sollen sich gefälligst in der Kirche bewerben, dort gibt es jede Menge Aufarbeitungsmöglichkeiten.
    Die Regensburger geben sich ja auch gerne als so offen und grün und sind aber eigentlich eines von
    den intolerantesten Städtern die ich kenne.

  • Dubh

    |

    Ja, die Alterchen sind doch immer putzig, gell!
    Im Gegensatz zu manchen, die sich „Student“ nennen………………

    Du musst nicht immer nochmal beweisen, wie entfernt die ganze Thematik von deinem Erfahrungshorizont ist – dabei gibt es doch seit geraumer Zeit Aufklärungsunterricht für alle, in jeder Schulform, man sollte insofern also zumindest allerlei wissen können………………

    Beispielsweise auch dass Schwangerschaft und Verhütung trotz Sex – mit anderen – nicht zu jeder Lebenszeit eine persönliche Sorge sein muss, sofern man unter in etwa gleichaltrigen Erwachsenen bleibt – schon je gehört?!

    Ich habe nicht vor auch noch im 5. bzw. 6. Jahrzehnt bezüglich dieser Thematik selbst initiativ zu werden, so eine reine Rentner Demo an Krückstöcken für die „Pille danach“, das wirkt doch irgendwie leicht lächerlich, man könnte ja auch meinen, die hätten von nix ne Ahnung , wie du, und es langweilt doch auch ziemlich, endlos das gleiche Thema in Deutschland, gar in Regensburg, wo es doch tatsächlich immer noch um den freien und unkomplizierten Zugang zu ALLEN Verhütungsmitteln geht.

    Lies mal ein paar Aufklärungsbücher, wenn du groß bist, samt der juristischen Hintergründe, und halt den Rand, wenn Erwachsene reden – DAS nämlich war zu meiner Zeit der Brauch!
    Nicht der schlechteste in manchen Fällen, muss ich dann schon sagen, wenn man dein permanent unglaublich weit daneben liegendes, endloses, unqualifiziertes Geseiere gelesen hat.

    EOD mit dir!

  • Immanuel K. Anti

    |

    Na, wenn das so einfach wäre – wie Sie ja selbst schreiben.

    Ein Flashmob im Krankenhaus ist ruckzuck ein Hausfriedensbruch und schon ist Schluss mit lustig. Und wie seinerzeit der Stern mit „Ich habe abgetrieben“ eine Liberalisierung der Vergabepraxis anzuleiern? 50 RegensburgerInnen, die ihr Gesicht zeigen mit „Ich hab mir die Pille danach auf Vorrat in Österreich auf Vorrat gekauft“?

    Inhaltlich angemessener wäre allemal „Ich fress jetzt doch lieber Hormone, die mir ein böses Thromboserisiko bescheren, weil ich mich von der katholischen Kirche irgendwie dazu gezwungen sehe“, aber irgendwie ist das doch auch nix.

    In ein paar Jahrzehnten wird es schon anders sein – Bikini darf ja jetzt auch getragen werden. Und Kaiserschnitt/PDA kann man in den „christlichen“ Krankenhäusern ja mittlerweile auch einfach so bestellen, obwohl ja eigentlich unter Schmerzen geboren werden soll.

  • Dubh

    |

    Das Problem, dass jemand vor ner Kamera was sagen würde, sofern mehr als 3 Leute zusammen kämen ihren Protest zu äußern, und Kameras vorhanden wären, das ließe sich denn doch auch in Regensburg lösen, denke ich.

    RTL II na ja, ich weiß ich nicht recht, TVA andrerseits, die müssten wohl 5 Stunden Litaneien mit BGM senden, als Ablass wenn sie über sowas 1 Minute berichten würden. :-)

    Wobei ich Kameras nicht das wichtigste fände, sondern eben den öffentlichen Protest gegen die Situation an sich hier in der Stadt, und übrigens auch in Bayern, da gibt es ja ohnehin reichlich Sonderregelungen auch in Bezug auf Schwangerschaftsabbrüche.

    Das wird nahezu jährlich verschärft und komplizierter gemacht, da lässt man nichts aus, und erlässt ab 2006 z.B. sogar eine Bestattungspflicht für Embryonen bei Schwangerschaftsabbrüchen, über die der Arzt verpflichtet ist, die Frau oder die Eltern direkt vor einem Abbruch zu unterrichten.

    In eindeutiger Absicht, weil die verantwortungslosen Leute, insbesondere die Frauen, doch sonst massenhaft mal eben nur so zum Spaß Schwangerschaften abbrechen:

    „Die Neuregelung des Art. 6 Abs. 1 Satz 3 BestG bestimmt als Verpflichtete in erster Linie ebenfalls die Eltern als „Verfügungsberechtigte“. Damit wird an ihre grundsätzliche Verantwortung für das Leben der Embryonen und Feten erinnert.“
    http://www.csu-landtag.de/antrag/antrag_0339.htm

    Jeglichen Schwangerschaftsabbruch wieder strafbar zu machen, das ist ja das erklärte Ziel nicht nur dieser katholischen Ärzte, das betreiben ja viele wieder, europaweit.

    Auch liberalere Gesetze als früher kann man wieder ändern, das sollte man nicht vergessen, und versucht wird das massiv.

    Gestern war übrigens der 40. Jahrestag der Stern Aktion „Ich habe abgetrieben“
    http://www.zeit.de/2009/18/D-Abtreibung/komplettansicht

    Der 1. Juni war der 50. Jahrestag der Zulassung der Antibabypille in Deutschland
    http://www.dw-world.de/dw/article/0,,15118939,00.html

    Auch das Verhütungsmittel Pille nämlich, wurde erst nach der Stern-Aktion in Deutschland und der daraus auch in Deutschland spät, aber dann doch breit erwachsenden Frauenbewegung allmählich allgemein zugänglich, auch für nichtverheiratete Frauen.

    Wirklich geändert hat sich also erst etwas, als Frauen und auch Männer selbst kollektiv aktiv wurden, und in unzähligen Demos und Aktionen bundesweit lautstark kundtaten, dass sie sich ihre Sexualmoral nicht mehr von Kirche und Staat, von alten Männern vorschreiben und regelemtieren lassen würden.

    Protest diesbezüglich gab es seinerzeit übrigens auch in Regensburg.

    Müsste wohl wieder mal sein, es geht halt still und leise in Regensburg immer mehr wieder nicht mehr, wenn niemand es einfordert, und es nur mal hier dank Stefan Aigner Thema ist.

    Aber ich organisiere allenfalls den grauen Block!

  • Student

    |

    @Dubh

    Amüsant, dass Sie aus meinem Nick „Student“ auf mein Alter schließen zu dürfen glauben. Außerdem möchte ich Sie doch freundlichst bitten, mich nicht zu duzen, ich glaube nicht, dass wir uns so gut kennen, dass das angemessen wäre. Sie deuten in ihrem Beitrag an, auf Manieren und Anstand Wert zu legen, da wär‘ es doch ganz schön, wenn Sie mal anfangen würden, wenigstens ein Mindestmaß davon an den Tag zu legen.
    Davon abgesehen finde ich es auch drollig, dass Sie – obgleich Sie weder mich, noch meinen Werdegang bzw. meine berufliche Laufbahn kennen – anzunehmen scheinen, sich ein Urteil über meine Kompetenz bzgl. der Thematik erlauben zu können. Aber das dürfen Sie mit sich ausmachen, ich habe damit kein Problem. Dass Sie glauben, mir den Mund verbieten zu können – oder zu dürfen – stört mich im übrigen auch sehr wenig. Aber es zeigt, wes Geistes Kind Sie letztendlich sind: ein Bruder im Geiste unseres lieben Bischofs, der – wie Sie – irrigerweise annimmt, die Weisheit und Wahrheit für sich alleine beanspruchen zu dürfen und anderen Rederecht absprechen zu dürfen. Mögen auch Sie selig damit werden …

  • Student

    |

    @“Inhaltlich angemessener wäre allemal “Ich fress jetzt doch lieber Hormone, die mir ein böses Thromboserisiko bescheren, weil ich mich von der katholischen Kirche irgendwie dazu gezwungen sehe”, aber irgendwie ist das doch auch nix.“

    Da möchte ich jetzt auch nochmal etwas einwerfen, weil hier (v.a. auch von anderen) z.T. auf etwas dünner Grundlage argumentiert wird:
    Die „Pille danach“ ist – trotz vermutet ähnlicher Wirkungsweise – keinesfalls als „nebenwirkungsärmere Alternative zur Pille“ anzusehen!
    Und zwar aus zwei Gründen nicht:
    1. Es handelt sich dabei ebenso um ein synthetisches Hormon wie in der gewöhnlichen Pille – allerdings in deutlich höherer (ca. 10-facher) Dosierung, weshalb auch Nebenwirkungen sehr wohl und sehr deutlich eintreten (sehr häufig sind Übelkeit, Kopfschmerzen, Störung des Menstruationszyklus und Unterbauchschmerzen).
    2. Die Verhütung mit der „Pille danach“ ist deutlich weniger sicher (je nach Statistik verschieden, aber grob zehn mal unsicherer), also ein größeres „Spiel mit dem Feuer“ als die „normale“ Pille.

    Und zu guter Letzt will ich auch noch anmerken, dass wissenschaftlich auch noch nicht abschließend geklärt ist, ob nicht auch ein nidationshemmender Effekt für die Wirkung mitverantwortlich sein könnte, was von manchen hier als „erwiesen, dass dem nicht so sei“ darstellen. Es spricht zwar tatsächlich mehr dagegen als dafür, aber es wäre unlauter, das als bereits gesichert anzugeben.

  • Immanuel K. Anti

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    Und Sie können sich offensichtlich beim besten Willen nicht vorstellen, dass es erwachsene Menschen gibt, die mit all diesen Fakten vertraut sind?

    Glauben Sie ernsthaft, dass irgendjemand so blöde wäre, jedesmal nach dem GV die Pille danach einzunehmen?

    Geht’s noch?

  • Student

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    Natürlich kann ich mir vorstellen, dass es erwachsene Menschen gibt, die mit diesen Fakten vertraut sind. Aber die Kommentare hier zeigen doch ebenso, dass es auch Menschen gibt, die das eben nicht sind. Und da kann eine Klarstellung nicht schaden. Wieso also ihr völlig unangemessen aggressiver Kommentar??

  • Silvia Gross

    |

    Leben wir nicht in einem Staat, in dem Patienten von ihrem Arzt nach geltendem Recht und unter medizinischen und nicht religiösen Gesichtspunkten behandelt werden sollten? Schließlich ist die Pille danach kein illegales Präparat, sondern verhindert die Reifung der Einzelle, beziehungsweise einen noch nicht stattgefundenen Eisprung. Sie ist keine Abtreigungspille. Hier geht es um ganz fundamentalistische Fragen der Verhütung, die anderen aufgezwungen werden sollen. Und es kann nun mal nicht sein, dass in einem staatlich mit unseren Steuergeldern finanzierten bzw. bezuschussten Krankenhaus welcher Couleur auch immer, den Patienten (oft deckungsgleich mit jenen Steurzahlern) die Behandlung mit einem zugelassenen Medikament verweigert wird, weil das persönliche Sexualleben einer Patientin dem Einrichtungsbetreiber moraltheologisch nicht zur Nase steht….. Klingt doch sehr talibanhaft…. Und warum führen die meisten hier ihren Glaubenskrieg eigentlich unter Pseudonym?

  • Immanuel K. Anti

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    „Sie ist keine Abtreigungspille. Hier geht es um ganz fundamentalistische Fragen der Verhütung, die anderen aufgezwungen werden sollen.“

    Hehehehe, das ist der schönste Freudsche Versprecher seit Langem, wenn Sie statt „fundamentale Fragen“ gleich von „fundamentalistisch“ sprechen/schreiben. Perfekt :-)

  • Silvia Gross

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    @Immanuel K. Anti: Das war kein Freudscher Versprecher. Das war bewusst so gewählt.

  • roe v. wade

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    Schade nur, dass dieser Skandal von einem Journalisten aufgedeckt wurde und nicht von pro familia Regensburg. Man hat es sich wohl gemütlich eingerichtet, draußen in der staatlich finanzierten Beratungsstelle.

  • Dubh

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    Und wie praktisch, dass wir heutzutage – im Gegensatz zu den 1970er Jahren – für all „sowas“ professionalisierte „Stellen“ haben – deren alleinige Zuständigkeit für „all sowas“ uns dann aber sowas von selbstverständlich ist, so dass wir selber bestimmt keinen Finger mehr rühren müssen…………..

  • Student

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    Vor allem wenn man im 5. oder 6. Lebensjahrzehnt oder Rentner ist. Nur keinen Finger rühren. Höchstens lamentieren. Gell, Dubh? :)

  • Veronika

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    Wenn mich nicht alles täuscht, dann bekommen auch die „katholischen Krankenhäuser“ in Regensburg von diversen Seiten (EU etc.) Fördergelder. Die sollte man diesen dann einfach streichen, wie sich auch dem Uniklinikum eine „vor den Latz gekn…..“ gehört. Noch nicht einmal fragen, warum jemand diese Pille will, ist einfach …

  • Annonymous

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    Ich finds erschreckend, welche Schiene die Krankenhäusern da fahren.
    Schwachsinn³ kann ich da nur sagen.
    Diese Möglichkeit der Verhütung sollte auf jeden Fall verfügbar sein aus welchen Gründen auch immer.
    Die moralische Entscheidung sollte jeder selbst treffen und nicht vorgeschrieben werden – außerdem ist die Pille rezeptpflichtig, wodurch gezwungenerweise ein Arztgespräch geführt wird, was bei vll zu unreifen ‚Frauen‘ dann doch noch zu einer reflexion ihrer Tat führen kann.
    Allg. finde ich sollte man nicht ausschließlich auf diese Weise verhüten.

    Gut, dass das Thema hier mal behandelt, bzw der Misstand aufgedeckt wird.
    Ich hoffe, dass das nicht versumpft sondern aufgearbeitet wird…

    Werd den Link mal ’n bisschen verbreiten bei Gelegenheit.

    P.S. ‚Student‘ hat mich beim Lesen der Kommis aufgeregt.

  • JuLis: „Pille danach“ ohne Rezept | Regensburg Digital

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    […] Vergangenes Jahr berichtete regensburg-digital über die Odyssee einer 26jährigen durch Regensburger Krankenhäuser: Barmherzige Brüder, Hedwigsklinik und St. Josef, samt und sonders in katholischer Hand, verweigern Rezept und Medikament mit Verweis auf die „katholische Grundhaltung“ (und werfen nebenbei Verhütung und Abtreibung in einen Topf). Auch beim durch und durch weltlichem Regensburger Universitätsklinikum beißt frau auf Granit, was an der engen Kooperation mit den katholischen Häusern in Regensburg liegen mag.Werbung […]

  • „Pille danach“: JuLis starten Flyer-Kampagne | Regensburg Digital

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    […] Wie berichtet und von zahlreichen Leserinnen im Nachhinein weiter bestätigt, weisen die katholisch getragenen Häuser Hedwigsklinik, St. Joseph und Barmherzige Brüder Frauen die Tür, wenn diese ein Rezept für die „Pille danach“ brauchen. Man verweist durchweg auf die „katholische Grundhaltung“. […]

  • Regensburger Uniklinik: Keine „Pille danach“ für Vergewaltigungsopfer | Regensburg Digital

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    […] Bereits vor eineinhalb Jahren berichtete Regensburg Digital über den Fall einer 26jährigen, die um zwei Uhr morgens schon an der Pforte der Regensburger Hedwigsklinik mit Verweis auf die „katholische Grundhaltung“ abgewiesen wurde. Weshalb sie das Verhütungsmittel benötigte, fragte damals niemand. Zum Schluss half allein das Evangelische Krankenhaus. […]

  • Weitere Vergewaltigungsopfer abgewiesen | Nics Bloghaus

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    […] Regensburg-digital mel­det einen ähn­li­chen Fall aus der “Ambulanz der Barmherzigen Brüder” in Regensburg. In Regensburg gibt es kein staat­li­ches Krankenhaus mit gynä­ko­lo­gi­scher Abteilung. “Und die katho­li­schen Häuser haben in Regensburg das aus­drück­li­che Verbot, die ‘Pille danach’ zu ver­schrei­ben.” […]

  • Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

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    Ich wünsche dem Erzbistum Köln viel Erfolg im Kampf gegen die Menschenrechte….

    Ein unter der Führung von Kardinal Meisner erlassener Ukas, wegen dessen auch schon MitarbeiterInnen gekündigt wurde, verwehrt vergewaltigten Frauen das Recht auf Behandlung in katholisch geführten……

  • user unknown

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    Man muss den Kirchen die Trägerschaften von Krankenhäusern, Kindergärten, Schulen usw. mit politischen Mitteln entreißen.

    Sie haben sich moralisch als unwürdig erwiesen.

    Sie zahlen Hungerlöhne, schikanieren die diskriminierten Angestellten und spielen sich den Klienten gegenüber als Gott auf, der schon mal Gericht im Diesseits hält.

  • Teil 2 – Stadt der Superlative | Regensburg Digital

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    […] auf die inoffiziellen Bestleistungen zurückgreifen, als da wären u. a. die hässlichste Uni, die katholischsten Krankenhäuser oder die g’spinnertste Fürstin. Ich bin mir sicher, wir finden […]

  • „Pille danach“: FDP fordert 24-Stunden-Anlaufstelle | Regensburg Digital

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    […] Bereits im Mai 2011 berichtete Regensburg Digital über den Umgang, den katholische Krankenhäuser in Regensburg mit Frauen pflegen, die ein Rezept für die „Pille danach“ brauchen. Eine 26jährige wurde um zwei Uhr morgens an der Pforte der Barmherzigen Brüder abgewiesen. Begründung: „Wir sind ein christliches Krankenhaus. Wir machen so etwas nicht.“ […]

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