Jürgen Mistol: „Von einem bezahlbaren Semesterticket profitiert die ganze Stadt“

Grüne Stadtratsfraktion schlägt sich auf Mirbeths Seite „Wo er recht hat, hat er recht“, kommentiert Grünen-Fraktionsvorsitzender Jürgen Mistol die Aussagen von Landrat Herbert Mirbeth, beim Semesterticket am Solidarmodell festhalten zu wollen. Dem Ansinnen von Oberbürgermeister Hans Schaidinger, das Semesterticket in einen Nah- und Fernbereich aufzuspalten, erteilte der Grünen-Politiker hingegen eine klare Absage. „Wer es ernst meint mit dem Ziel, den zu hohen Anteil des motorisierten Individualverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen der Stadt zu Gunsten der umweltfreundlichen Verkehrsarten verändern zu wollen, muss im Grundsatz bei der bisherigen Regelung bleiben.“ Nach Überzeugung von Jürgen Mistol profitieren von einem bezahlbaren Semesterticket nicht nur die Studierenden. „Es profitiert die gesamte Stadt, weil dadurch die Fahrgastzahlen beim öffentlichen Nahverkehr gestiegen sind und sich damit das innerstädtische Pkw-Aufkommen verringert hat. Das von Oberbürgermeister Hans Schaidinger favorisierte Modell aber würde nicht nur für viele Studierende eine drastische Verteuerung bedeuten. Es würde zudem den Wohnungsmarkt in der Stadt weiter belasten, weil dann viele derjenigen, die bisher aus Neumarkt, Amberg oder Kelheim mit dem günstigen Semesterticket an die Regensburger Hochschulen gependelt sind, in die Stadt ziehen würden. Es kann doch nicht im Ernst das Ziel oder auch nur der Nebeneffekt sein, die ohnehin schon angespannte Wohnungssituation in Regensburg noch weiter zu strapazieren.“ Mit ihrem Angebot, auf den bisherigen Preis noch einmal 10 Euro draufzulegen, hätten das Studentenwerk sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Studierenden nach Ansicht von Jürgen Mistol ohnehin eine große Portion guten Willens gezeigt. Verständnis zeigt der grüne Stadtrat aber auch für die Belange der Schienenverkehrsunternehmen. „Agilis und Co. müssen auch ihren fairen Anteil am Kuchen erhalten. Hier muss sich der RVV bewegen und für eine gerechtere Aufteilung der Einnahmen sorgen, was offenbar schon viel zu lange hintangestellt worden war.“ Für den Hochschulstandort Regensburg sei ein bezahlbares Semesterticket ein zentrales Anliegen, das nicht einem falsch verstandenen Wirtschaftlichkeitsdenken geopfert werden dürfe.

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