Der öffentliche Raum ist nicht für jeden da

Kaufhof-Chef fordert: Neupfarrplatz soll punker-frei werden

In der Regensburger Altstadt ist viel Platz: für Auto-Ausstellungen, jedweden Werbestand, für Segways und Touristen-Rudel. Manche aber passen da nicht rein. Sie stören das Stadtbild und die Geschäfte. Der Galeria Kaufhof-Chef Ralf Kammermeier hat nun im Sicherheitsbeirat der Stadt gefordert, Punker vom Neupfarrplatz zu verbannen. Bürgermeister Gerhard Weber scheint bereits Vergrämungs-Methoden in petto zu haben.
So schön könnte Einkaufen auf dem Neupfarrplatz sein...

So schön könnte Einkaufen auf dem Neupfarrplatz sein…

Mit einem hat Ralf Kammermeier sicherlich recht: „Ich frage mich, ob ich an der richtigen Stelle bin.“ Der Geschäftsführer der Galeria Kaufhof ist langjähriges Mitglied im Sicherheitsbeirat der Stadt Regensburg. Und er scheint ein recht eigenwilliges Verständnis von seinen Aufgaben dort zu haben. Der Sicherheitsbeirat ist eigentlich eine feine Sache. Bürgerinnen und Bürger aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen sollen dort zusammen mit Vertretern von Stadt und Polizei Fragen der öffentlichen Sicherheit diskutieren und Stadtrat und Stadtverwaltung beratend zur Seite stehen. Auf den Internetseiten der Stadt Regensburg heißt es dazu unter anderem:
„Er (der Sicherheitsbeirat, d. Red.) soll insbesondere kriminalitätsbegünstigende Umstände im örtlichen Bereich erkennen und Möglichkeiten zu deren Beseitigung vorschlagen. Ferner soll der Sicherheitsbeirat Aktionen anregen, um die Stadtbewohner für Angelegenheiten der Kriminalprävention zu sensibilisieren, deren Sicherheitsgefühl zu stärken und die Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung bei der präventiven Verbrechensbekämpfung zu fördern.“
Bei der konstituierenden Sitzung des Beirats am Mittwoch regte Kammermeier nun auch eine „Aktion“ an. Die hat aber wohl weniger mit öffentlicher Sicherheit denn mit ganz profanen Geschäftsinteressen zu tun und sie offenbart ein fragwürdiges Verständnis von Stadtgesellschaft.

Ein Geschäftsmann wird Detektiv

Vor der Galeria Kaufhof befänden sich immer wieder Punker, beklagte sich Kammermeier. Diese seien laut, manche tränken Bier und außerdem würden sich auch Kunden an diesen Leuten stören. Deshalb seine Forderung an die Stadt Regensburg: Die müssen da weg. „Da“ ist das Umfeld der Haltestelle des Altstadtbusses auf dem Neupfarrplatz. Seit geraumer Zeit ein Treffpunkt für junge Leute – Skateboarder oder Punker und laut Auskunft der Regensburger Polizei weder besonders gefährlich, noch besonders auffällig. Öffentlicher Grund zudem, aber eben so nah beim Geschäft des Herrn Kammermeier. Der hat zwar mit den vermeintlichen Störenfrieden offenbar noch nie gesprochen, sie aber dafür scharf beobachtet und abfotografiert. Den Mitgliedern des Sicherheitsbeirats legte der Hobby-Detektiv am Mittwoch eine Bilderserie vor. Auf den meisten Fotos sieht man ein paar junge Leute, zum Teil auf Decken oder den Treppen rund um die Haltestelle sitzend und klar zu identifizieren. Schwerer zu identifizieren sind indes die ebenfalls abgelichteten Flecken auf dem Boden, die Kammermeier Flüssigkeiten zuordnen zu können glaubt, die den Körperöffnungen der bösen Punker entstammen.

Polizeichef: Punker sind Teil der Stadtgesellschaft

Es war an Polizeidirektor Wolfgang Mache und Ordnungsamtschef Alfred Santfort – beide nicht eben dafür bekannt, die öffentliche Sicherheit zu vernachlässigen – Herrn Kammermeier zu erklären, dass da rechtlich nichts zu machen oder zu beanstanden sei. Er solle die Punker als Teil der Stadtgesellschaft akzeptieren, riet etwa Mache dem Kaufhof-Chef, der daraufhin erbost die Frage stellte, was er denn dann im Sicherheitsbeirat überhaupt solle, ob er dort an der richtigen Stelle sei. Dass Kammermeier das Gremium nun verlässt, steht indes nicht zu befürchten, auch nicht zu hoffen. Bürgermeister Gerhard Weber (CSU) kündigte an, „da was im Kopf“ zu haben, um rechtlich gegen die Punks vorgehen zu können. Das Ganze werde aber nichtöffentlich besprochen. Schließlich geht es ja dann nicht um ein paar Punks, die man folgenlos abfotografieren und diffamieren kann, sondern um Herrn Kammermeier, einen honorigen Geschäftsmann, für den man das Stadtbild schon irgendwie bereinigen können wird.

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (61)

  • peter sturm

    |

    dass herr bürgermeister weber diesem seltsamen menschen gleich wieder beispringt halte ich für besonders unschön.
    wegen mir kann herr weber jetzt schon abdanken.

  • Kain Saubermann

    |

    Danke für diese Information.
    Dann weiß ich jetzt, wessen Geschäft ich in Zukunft nicht mehr betreten werde.

  • Thoralf Will, Landtagskandidat der Piratenpartei

    |

    Mit diesen „störenden“ Punks habe ich gerade vor ein paar Wochen geredet. Es endete damit, dass mir zwei der drei anwesenden Männer am Ende eine Unterstützerunterschrift für die Zulassung zur Landtagswahl gaben.

    Die Gentrifizierung in Regensburg schreitet in atemberaubendem Tempo voran und dies ist nur ein weiteres Beispiel.

    Toleranz – Dieses Wort sollten manche Menschen mal im Lexikon nachschlagen!

  • Claudia Bernhard

    |

    Ich bin nicht der mutigsten Menschen einer und habe Platzangst. Aber mit den Punkern habe ich noch nie Probleme gehabt. Im Gegenteil: Manche Begegnungen mit ihnen habe ich in sehr guter Erinnerung. Und vor Allem: Punker haben – meistens – ein klares Welt- und Menschenbild. Diesem kann man sich anschließen oder auch nicht. Ich würde gerne einfach mal fragen:

    Wie viel Punker steckt in dir?????

    Beste Grüße, Claudia Bernhard

  • Immanuel K. Anti

    |

    BM Weber hat „was im Kopf“.
    Und schon wieder eine unbewiesene Behauptung auf RD, also, wie war das nochmal mit der journalistischen Sorgfaltspflicht?

  • norbert e. wirner

    |

    „vergrämungsmethoden“ …. wer hat denn diesen begriff in dem zusammenhang eingebracht..?!

  • Stefan Aigner

    |

    @norbert wirner

    Der stammt von der Redaktion.

  • Stefan Spiess

    |

    Also das einzige, was den eigentlich schönen Neupfarrplatz „verschandelt“ sind eigentlich die potthässlichen Beton-Platten auf dem scheiss Kaufhof. :-) Da geh ich auch glaub ich nich mehr einkaufen. Vielleicht noch zu Edeka im Keller…

  • Veronika

    |

    Genau, diese Idee hatte ich bereits vor über 30 Jahren in Erwägung gezogen: Weg mit den Punkern vom Neupfarrplatz/ vom Kaufhof-Vorplatz! Dann: Weg mit dem wirklich grottig hässlichen „Kaufhof-Gebäude“, und auch „Weg mit der Neupfarrkirche!“ Stattdessen nur noch die WebCam auf einen menschenleeren Platz mit einem nach Art des Europabrunnens auf der Piazza Navona (Rom) gestalteten Springbrunnen gerichtet! Das wär’s! Regensburgs Mitte endlich mal: Auto-, Punker-, Menschen frei!

  • Veronika

    |

    @Claudia Bernhard:

    „Und vor Allem: Punker haben – meistens – ein klares Welt- und Menschenbild.“

    Das ist ja das Problem einiger Leute, wenn ich es richtig sehe!

  • rausgeschmissener regensburger

    |

    sehe ich mich da richtig in meinem verständnis? werden die leute, die meinen was zu sagen zu haben, immer gehirnasozialer? bitte mich zu berichtigen, wenn dem nicht so ist aber das zieht sich doch vom lokalbereich bis rauf in sämtliche regierungen, oder?

  • Eleonore

    |

    Gehts noch ?? Demnächst wünscht sich der Pfarrer der Kirche dort, daß keine Türken mehr dort sein sollen und die Eisdiele vor Ort hätte gerne, daß keine Menschen über 50 am Neupfarrplatz flanieren___K&L wünscht sich diese Ecke kinderfrei und Sarik vom Kassiansplatz möchte gerne die Bayern in Lederhosen dort weg haben___Unsere Stadt und deren Bevölkerung ist doch kein Wunschkonzert der hier ansässigen Kaufleute. __Ich werde ab heute Kaffhof auch boykottieren___Arividerci Mr. Kammermeier !

  • wahon

    |

    BM Weber soll „was im Kopf haben“? Würde mich doch sehr wundern…

  • Karstadt

    |

    Galeria Kaufhof! Der ach so gescheite Herr K. soll erst Mal seinen Laden in Ordnung bringen. Dauernd reisst er sein Maul auf, wenn es um Stadthallen, Ersatzbrücken und Verkehrsberuhigung geht! Wenn eine Mutter mit Kinderwagen, eine ältere Person mit Taschen beladen oder ein Rollstuhlfahrer in oder aus dem Kaufhof will, hat er/ sie/es ein Problem. Türen müssen hierzu händisch geöffnet werden, wenn es sich dann auch noch um eine Doppeltür handelt oder Treppen, die dieses zusätzlich erschweren, dann zeugt das nicht gerade von Kundenfreundlichkeit. An Kassenpersonal wird zudem gespart, da muss man schon mal ans andere Ende des Komplexes gehen, wenn man Berarung wünscht. Kammermeier! Lieber ’s Maul halten!

  • Patrick

    |

    Omg, ganz ehrlich…. sonnst haben die alle keine Probleme?
    Da find ich die Personen vorm Netto am Arnulfsplatz wesentlich schlimmer.

    Ich hasse es, wenn jemand Menschen für Ihre Einstellung, Lebensweise oder Herkunft verurteilt (sofern sie dabei natürlich anderen nicht schaden). Lasst die doch einfach, die pöbeln niemanden an und stören keine Menschenseele.

  • Dietmar Kuschke

    |

    Ja genau, warum ist Herr Kammermeier im Sicherheitsbeirat? Was hat der da zu suchen? Und was macht der da überhaupt, hat denn der gute Mann keine Arbeit?
    Ich für meinen Teil weiß jetzt auf jeden Fall wo ich demnächst ganz besonders oft hin schauen werde – mal sehen, was es dort alles so zu beanstanden gibt ;-)
    Das gleiche empfehle ich auch den Punkern: einfach mal öfter „in“ den Kaufhof hinein gehen. Damit es „davor“ nicht so wild aussieht. Müßte doch eigentlich ganz im Sinne des Herrn Kammermeier sein. Und vor allem, den Foddapprat nich vergessen – auf sowas steht er total.

  • Wintermute

    |

    Wenn ich eines am sonst so schönen Neupfarrplatz als ungemein störend empfinde, sind dies werder Punker noch Skater. Nein, mein Sinn für Ästhetik wird arg vom Betonbunker gestört, der sich Kaufhof schimpft. Furchtbar wie hier historische Gebäude abgerissen wurden, um diesen Klotz hinzustellen.

    Fazit: Herrn Kammermeier rauswerfen, Gebäude einreissen, historischen Bau hochziehen & vernünftigen und toleranteren Mieter finden.

  • Bavarian Tiger

    |

    Der Sicherheitsbeirat soll „kriminalitätsbegünstigende Umstände erkennen und Möglichkeiten zu deren Beseitigung vorschlagen. “ ? Hmmm, ja, dieser Herr K. ist sehr kriminalitätsbegünstigend, weil er mich gerade verleitet, ihm so wüst zu beleidigen, dass ich mich strafbar machen würde. Beseitiung hört sich in dem Kontext auch nicht schlecht an. der soll sein scheiß-hässliches Kaufhofgebäude einpacken und in die Nachbarschaft vom Weber ziehen, da treiben sich sicher keine Punker rum.

  • Oscar Wilde

    |

    Skins oder NPD´ler mit ihren Demonstrationsversuchen stören in Regensburg wesentlich mehr als Punks. Und ein in Spitzelmanier Passanten fotografierender Kaufhauschef Kammermeier ist allenfalls boykottwürdig, aber sicher nicht sicherheitsbeiratstauglich.

  • Anonoym

    |

    Also ich fahre fast täglich an der besagten Stelle vorbei und ich bin mir nicht sicher, ob das immer die selben leute sind. Aber ich habe hier unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Es gibt „Punker“ die wirklich friedlich einfach nur rum sitzen. Aber eine Zeit lang haben die dort sitzenden „Punker“ den kompletten Neupfarrplatz mit Musik beschallt und das in einer Lautstärke, die meiner Ansicht nach bewusst provokant war. Ich habe auch schon erlebt, dass einer dieser Punker einen Rentner agressiv beschimpft hat. Auch hab ich einzelne dieser „Punker“ an dieser Stelle am frühen Nachmittag sturzbetrunken rumgrölen und rumtorkeln gesehen…

    Ich denke wenn jeder Rücksicht auf den anderen nimmt, ist es egal wie man sich anzieht und welche Einstellung man hat… Solange die „Punker“ – und natürlich auch alle anderen – sich friedlich verhalten, wird auch keiner etwas gegen sie unternehmen können. Die Medallie hat immer zwei Seiten.

  • Mr. T

    |

    Der eine oder andere angesoffene Punk mag schon mal nervig oder unangenehm sein, aber er ist mir vom Arsch noch lieber als viele andere vom Gesicht.
    Leben und leben lassen so lange es nicht unerträglich ist. Fast jeder hat irgendwie seine Daseinsberechtigung.

  • sind wir wieder so weit,

    |

    dass anders aussehende Menschen die vielleicht ein nicht Mainstream taugliches Weltbildhaben von einer Obrigkeit verfolgt und Denunziert werden dürfen? Vom Recht am eigenen Bildnis ganz zu schweigen. Wie wäre es den für den Herrn Kammermeier wenn die Punker Ihn mal Fotografieren und in einer breiten Öffentlichkeit zur Schau stellen. Sicherlich hat er die Punker nicht gefragt ob er Ihre Fotos im „Sicherheitsbeirat“ veröffentlichen darf.

    Möchte nicht wissen, in wie vielen Streifenwagen die Fotos bald hängen werden damit der „Atombunker“-Karstadt „Kakerlaken-frei“ bleibt.

    Grüße

  • martin p.

    |

    Ist es noch Meinungsfreiheit, wenn ein Herr Kammermeier protegiert durch Herrn Weber schrille, schräge und irgendwie andere Mitbürger der schon deshalb schönen Stadt in einem Sicherheitsrat anschwärzen und ausgrenzen will – und wenn ja, wie denn dann?
    Wenn der Herr Weber diesbezüglich „schon was im Kopf hat sollten wir es mit dem Kaufhof-Galeria Werbeslogan (Ich freu mich drauf.) halten, denn so angsteinflössend kann das ja nicht werden, was ihm ja Herr Santfort und Herr Mache versucht haben sachlich verständlich zu machen. Aber gegen Tradition ist man scheinbar oftmals machtlos…

  • StuhloderSessel

    |

    Schon spannend, dass die Arisierungsgewinner auch heute noch „gesellschaftsästhetisch“ eingreifen (wollen).
    Horten/Kaufhof/Metro etc.

    Gut, dass die KollegInnen im Kaufhof (Neupfarrplatz) organisiert sind und z.B. bei der aktuellen Tarifrunde den „Laden“ wirksam bestreikt haben.

  • Joachim Datko

    |

    Versiffen des öffentlichen Raums

    Zu Thoralf Will 13.06.13 14:45 „Toleranz – Dieses Wort sollten manche Menschen mal im Lexikon nachschlagen!“

    Es hat sich einiges gewandelt, im „Benehmen“. Besonders deutlich fällt mir das in den Stadtbussen auf, ein paar Zwiebelringe da, eine klebrige Flüssigkeitsspur dort.

    Gestern haben fünf „Panker“ in einem Stadtbus die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Laute Unterhaltung, öffnen von Bierflaschen im Bus und Bierflecken auf dem Boden. Die Fahrgäste waren tolerant, keine Frage. Ich bin es auch schon leid, etwas zu sagen und dann hätte ich noch die Toleranzprediger am Hals, die mich belehren würden, man sollte doch tolerant sein.

    Unlängst das folgende Erlebnis, ein Flaschensammler im Busstopp der Albertstrasse, sammelt einen Berg Bierflaschen, die Reste aus den Flaschen hat er gleich auf den Gehweg gekippt. Eine gute Vorbereitung für diejenigen, die nachher ihre verdreckten Schuhe auf die Sitze im Bus legen. Gut, dass wir tolerant sind!

  • Max Musterman

    |

    Das einzig schlimme an diesem Artikel und an dem Vorgehen der Stadt ist das, das die vermeintliche „Endlösung in der Punkerfrage“ nichtöffentlich gesucht wird.

    Ich erachte es für eine bodenlose Frechheit von unseren ach-so-tollen Vertretern im Hinterzimmer ohne unsere Beteiligung und Meinung, Lösungen gegen eine bestimmte Menschengruppe zu treffen. (So was hatten wir doch schon mal …. hmmm)

    Zweifelsohne können Punks nervig sein und ja auch die Hauptbeschäftigung von ihnen, so erscheint es mir zumindest, ist Pöbeln, Saufen und klauen aber dann muss man sich um die „Schwarzen Schafe“ kümmern und nicht alle über einen Kam scheren.

    für mich gäbe es durchaus Lösungen die akzeptabel wären, wie z.B. Hr. K. zahlt den „Punkern“ jeden Monat 200€, dafür das sie dann wo anders „rumhängen“ (bei der Konkurrenz z.B. :D ).
    Er stellt sie als Kassenkräfte zu übertraiflichen Lohn ein, oder er zahlt Ihnen einen Knigge Kurs ^^

    Das obige Vorgehen jedoch lässt nur einen Schluss zu, nämlich den, das die Lösung nur halb Legal ist, oder Gesetze mal wieder anders ausgelegt werden.

  • Eleonore

    |

    Der öffentliche Raum wird eigentlich von so ziemlich allen versifft. Die Stadtbusse werden von Punkern wenig genutzt__Wer in den Bussen insbesondere so rumsaut, sind sehr oft männliche Jugendliche in Horden-da scheint es inzwischen eine Art Mannbarkeitsritual zu sein, sich voll danebenzubenehmen__Die Bushaltestellen sind allerdings oft in einem ekelerregenden Zustand – ich habe ja an anderer Stelle schon mal angeregt, daß die RVV einen ihrer Kontrolleurtrupps mal abordnen könnte für ein halbes Jahr, um solchen Siffkids Busverbot zu erteilen__

  • Walther Ungenau

    |

    Okay, der Herr Kammermeier hat sich dumm benommen. Er sollte halt mit den Leuten reden. Eine Entschuldigung wäre vielleicht auch nicht schlecht.

    Aber die Kommentare die zum Boykott des Kaufhofs aufrufen sind hirnlos. Das Ergebnis wäre schlimmstenfalls dass der Ladens dicht macht, mit dem Ergebnis viele Arbeitslose und eine Versorgungslücke in der Innenstadt. Toll?

    Bereits Abraham Lincoln wußte schon ..if you want to test a man’s character, give him power…

    Aber als Regensburger kennen wir ja unsere Pappenheimer.

  • wollwirker

    |

    Herr Kammermeier hat halt nur ein Interesse: Mehr Umsatz!
    Als regelmäßiger Kunde sehe ich aber, dass die lifestyle-störende Punkerszene das geringste Problem ist, dass Kaufhof hat.
    Herr Kammermeier was mich stört beim unbeschwerten Einkauf in Ihrem Laden sind die Schlangen vor den Kassen und dass während der Hauptgeschäftszeiten Waren eingeräumt werden!
    Die Punker stören mich nicht, im Gegenteil. Ihr Anblick gibt mir das Gefühl, dass es mir besser geht und ich mich daher dem Konsum voll hingeben kann……

  • MacPaul

    |

    @ Joachim Datko:

    Die Beispiele im Bus haben absolut nichts damit zu tun, wer das getan hat. Das wäre mir persönlich auch egal, ob es jetzt „Punker“, frustrierte Jugendliche, Alkoholiker oder sonst wer sind, die Busse und Züge versauen. Das macht man nicht, und diejenigen sollten auch zur Verantwortung gezogen werden.
    Im Artikel geht es aber explizit um Punker und nicht um deren oder jemand anderen Benehmens. Das sieht man ja auch daran, dass schon seit Jahren Punker am Haidplatz von der Polizei entfernt werden während andere Leute, die dort z.B. am Brunnen sitzen unbehelligt bleiben.
    Es geht also um eine bestimmte Personengruppe, die den Herren nicht gefällt. Sollte diese besonders oft durch Verschmutzungen etc. auffallen, was ich gar nicht bestreiten würde, kann man schon was dagegen machen, aber nicht nur mit dem Argument, dass sie ja Punker sind. Got it? Ist doch nicht schwer zu verstehen.
    Außerdem wäre es jedem law an order Mensch dringend zu raten, sich über die Gründe Gedanken zu machen, also warum es diese und jene Missstände etc. In diesem Punkt hapert’s leider bei den meisten ganz gewaltig. Oder wollen Sie auf Roland Koch Niveau durch’s Leben spazieren?

  • Stadtbeobachter

    |

    Interessant sind nicht die Punker, sondern wie die Regensburger Geschäftswelt versucht, sich den Zugriff auf die Innenstadt zur Förderung ihrer wirtschaftlichen Interessen zu sichern. Eine sehr verengte Sicht der Stadtgesellschaft.

    Ein schönes Beispiel dazu hat ja auch das Immobilienzentrum geliefert. Kaum hat man beim Karmeliten-Palais Grundsteinlegung gefeiert, fordert man die Umgestaltung der Maxstraße, die ja in der jetzigen Form ganz unmöglich sei (worüber man streiten kann). Und man hat ja auch schon einige Objekte gekauft, die man einbringen will (Maxstraße 20-22), aber nur wenn im größeren Umgriff auch das Schäffnerareal saniert würde. Skandalös dabei, wie das Immobilienzentrum versucht, die Verwertung der vermutlich günstig erworbenen Maxstraßenimmobilien durch Druck auf die Stadt voranzubringen, um dann auch da den Gentrifizierungsdruck zu erhöhen.

    Wäre ja schön, wenn nach der Kommunalwahl 2014 jemand dem IZ die „gmahden Wiesn“ etwas „versäuert“.

  • victor lustig

    |

    oh nein, die punker bedrohen unsere stadt! alarrrm!!

    wie lächerlich und wie kleinkariert. wer wirklich nervt sind die wochenendlichen altstadtfreizeitpark-biesler-kotzer-flaschenzerhauer. dazu kommen dann die frühjahrsautotage und sonstige vereinnamungen des öffentlichen raumes durch den kommerz.

    die altstadt wirkt doch inzwischen eh wie die arkaden ohne dach – die immergleichen allerweltsketten.

    da ist die aussage krämer kammermeier nur konsequent: dach drüber und fertig sind die galleria-dom-arkaden.

  • Gypsy

    |

    wir tun niemanden was und wenn man was von uns will kann man mit uns reden und wir sin auch freundlich niemand muss vor uns angst haben ! und wir sind genau so regensburger mitbürger wie irgendwelche geschäftsmänner oder alte menschen oder kinder !!!
    nur weil wir bunt sin und ein anderes sozialverhalten haben geschweige überhaupt eins haben ja leider viele regensburger nicht sin wir nicht böse und giftig oder sonst was wir sind nur bunt ! deswegen sin wir auch nciht schlimmer wie die skater die dort sind oder die vielen menschen die sonst noch dort sitzen wir stören niemand und wenn die musik zu laut is oder sich jemand gestört fühlt dann kann er uns freundlich drauf ansprechen !

  • Regensburgerin

    |

    Mir als Bürgerin von Regensburg hat noch niemals ein Punker irgendetwas getan. Weder die Punker vom Haidplatz in den 80-er/90-er Jahren, noch die Punker vor dem Kaufhof. Weder fürchte ich mich vor ihnen, noch halten sie mich davon ab, in den Kaufhof zu gehen. Nicht mehr in den Kaufhof zu gehen, da könnte eher Herr Kammermeier zukünftig ein Grund dafür sein. Regensburg: bunt statt braun, in jedem Fall!

  • Ralf Kammermeier

    |

    Da die Diskussion über die letzte Sitzung des Sicherheitsbeirats der Stadt hier so intensiv geführt wird, möchte ich meine Position an dieser Stelle noch einmal verdeutlich. Die Galeria Kaufhof ist ein demokratisches Warenhaus, das jedermann willkommen heißt, Menschen jeden Alters, Geschlechts, Herkunft, Religion oder Lebensgestaltung. Wir schließen niemanden aus. Wir wissen um unsere gesellschaftliche Verantwortung und engagieren uns seit vielen Jahren in sozialen Projekten in der Stadt. Das ist unsere Tradition und bleibt es auch. Einige Bürger dieser Stadt sind den Umgang mit Punkern vielleicht nicht gewöhnt. Sie sind möglicher Weise verunsichert und befremdet. Bürger sind auch unsere Kunden. Die Galeria Kaufhof kann die damit verbundene gesellschaftliche Frage nicht lösen. Als ein Einzelhändler in der Mitte der Stadt dürfen wir sie aber aufwerfen, wenn Menschen uns ansprechen. Natürlich habe ich persönlich mehrfach mit den Punkern gute Gespräche geführt. Ich persönlich habe keinerlei Berührungsängste. Aber klar ist auch, dass sich jeder von uns im Gemeinwesen an bestimmte Spielregeln halten muss. Der von der Stadt eingerichtete Sicherheitsbeirat bietet ein Forum für den Austausch über solche Themen. Sinnvoll wäre es, miteinander ins Gespräch zu kommen, um gegenseitiges Verständnis zu entwickeln. Gerne auch bei uns in der Galeria Kaufhof. Denn wir sind ein offenes Haus.

  • Eleonore

    |

    @Hr. Kammermeier___Sie gestatten, daß ich zynisch werde: Ein Kaufhaus, daß jeden einlädt, weil es eine demokratische Grundgesinnung hat ….. Herzlichen Dank auch schön für Ihre Freundlichkeit___Punker gehören seit mindestens zwanzig Jahren zum Stadtbild dazu; daher ist es a bisserl arg an den Haaren herbeigezogen, wenn Sie schreiben, daß es Bürger gibt, die den Kontakt mit ihnen nicht gewohnt sind

  • kaufhoffanclub

    |

    Ich find den Kaufhof auch Scheisse aber die Jahn is voller Wasser…und ausserdem werden da hässlichste Sachen gebaut…aber von mir aus kann sich der Kaufhof auch verpisssen wenns ihm nicht passt.nur weil wieder irgendein ordnungsheini den ganzen tag was zum meckern sucht sollen alle punker 85km ausserhalb von regensburg party machen?ne, kannste knicken

  • Gypsy

    |

    demokratisch alles klar …. werd jetz nicht näher auf den satz eingehn aber wir wissens ja alle ne ! also ich selbst sitze nicht mehr oft dort weil ich zu tun habe aber so wie ich das sehe is das problem im moment eigentlich nicht sehr schlimm denn wenn ich vorbei geh sitzen meine leute entweder gar nicht da oder nur ruhig auf der treppe und viele sin auch nicht da !
    genau so wie sie sich eigentlich freun können weil dadurch das wir dort immer sitzen holn wir dort auch unsere lebensmittel, den alkohol und sonstiges und ich wüsste nicht was wir so schlimm sind denn wenn sie uns auffordern sauber zu machen tun wir dies auch ! oder hatten sie da schon mal probleme? genau so wir wir immer zu den wc`s gehn.

  • Hoppelhase

    |

    @Hr. Kammermeier:

    „Aber klar ist auch, dass sich jeder von uns im Gemeinwesen an bestimmte Spielregeln halten muss.“ Das heißt bei ihnen anscheinend, dass mensch sich als Punker nicht mehr auf öffentlichen Grund aufhalten darf, oder, dass Sie mächtig Nachholbedarf in Sachen Grundrechte und Toleranz brauchen.
    Aber korrigieren sie mich wenn ich mich irre.

    Freundlichst,
    Ihr Hoppelhase

  • Regensburgerin

    |

    @ Herr Kammermeier: Sie schreiben von Punkern und Sie schreiben von Bürgern. Sind Punker keine Bürger, nur weil sie bunt und unangepasst sind? Wenigstens vertreten Punker kein mörderisches Menschen- und Weltbild, wie es die Skins und Nazis tun… Die finde ich wesentlich beunruhigender. Vor allem Nazis in Nadelstreifen, die man nicht auf den ersten Blick einordnen kann, die aber mit Sicherheit auch in Ihrem Haus einkaufen.

  • Dubh

    |

    Ralf Kammermeier: „Einige Bürger dieser Stadt sind den Umgang mit Punkern vielleicht nicht gewöhnt. Sie sind möglicher Weise verunsichert und befremdet. Bürger sind auch unsere Kunden.“

    „Vielleicht, möglicherweise………………verunsichert, befremdet….“, och, die Armen!
    Nur hat sich hier eigentlich keiner gemeldet.
    Ich habe auch noch niemand ängstlich geduckt über den Neupfarrplatz laufen sehen, um den Punks nicht aufzufallen

    Befremdet fühle ICH mich aber außerordentlich durch SIE!

    Wer außer Bürgern sind denn sonst so Ihre Kunden?
    Bürgerinnen ja offenbar schon mal nicht – und Punks zählen für Sie sowieso nicht zu BürgerInnen?

    Dann sollten Sie vielleicht mal ins Grundgesetz gucken, wie das hierzulande so ist mit den GLEICHEN Rechten ALLER – Sie werden es nicht für möglich halten – Punks, und wer Ihnen möglicherweise sonst noch nicht behagt – demnächst und zukünftig – haben die gleichen Rechte wie alle anderen hier – was auch dafür gilt wo sie sich aufhalten – solange es öffentlicher Raum ist.

    „Die Galeria Kaufhof kann die damit verbundene gesellschaftliche Frage nicht lösen.“

    Ach was – welche gesellschaftliche Frage sollte denn „damit“ verbunden sein?

    Da gibt es nur eine einzige Frage, die „damit“ verbunden sein könnte:
    Nämlich die Abschaffung der freien, pluralistischen, demokratischen BürgerInnengesellschaft!!!

    Erklären wir doch diese und jene Personengruppen einfach mal wieder zu Untermenschen, dann können wir die auch WIEDER jedes Orts verweisen, an dem sie einem Herrenmenschen MÖGLICHERWEISE irgendwie unangenehm sein könnten……………

    Diese Geisteshaltung IST allerdings sehr befremdend!

    Die Geschichte eines von den Nazis arisierten Konzerns muss man ja offenbar weder kennen, geschweige denn in mahnendem Gedenken haben, geschweige denn über eine demokratische politische Bildung, wie Gesinnung verfügen, um in diesem Unternehmen Führungskraft zu werden!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kaufhaus_Schocken

    Judenfrei, punkerfrei, lesben- und schwulenfrei, behindertenfrei, ausländerfrei, fahrendesvolkfrei, altenfrei………

    Och ja, da gibt es viele, die Bürgern wie Ihnen MÖGLICHERWEISE unangenehm aufstoßen könnten, jedenfalls wenn die eher kohlefrei sind, nicht wahr?!

    Für MICH ist Regensburg dann ab sofort kaufhoffrei, denn das Recht als freier Bürger habe ich doch gerade in der Wirtschaftsform des Kapitalismus, meine Kohle dahin zu tragen, wo’s mir genehm ist.

    Auch das ist weder Straftatbestand noch Ordnungswidrigkeit, und der Herr Weber wird es nicht verhindern können – auch wenn er offenbar nach wie vor nicht weiß, dass er keine Sondergesetze für EINIGE erlassen kann…………………..wie etwa deutsche atheistische Staatsbürger, die kein Kreuz im Schulraum wollen, ausweisen aus Deutschland…………………NEIN, tut mir wirklich leid für Sie, aktuell jedenfalls, geht so etwas nicht!

  • Romulus

    |

    Das alles ist wirklich sehr befremdlich, Herr Kammermeier, wenn sogar schon Polizei und Ordnungsamt, die beide nicht gerade für Liberalismus bekannt sind, Ihnen im Sicherheitsbeirat erklären müssen, dass die Punker in Regensburg keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen, und man diese nicht einfach, weil vielleicht für so manchen optisch missliebig, des Platzes verweisen oder eine punkerfreie Bannmeile um Ihren Kaufhof ziehen kann. Früher gab es Menschen, die fühlten sich durch Juden befremdet. Dann gab es judenfreie Geschäfte und Städte, auch in Regensburg wurde Kaufhof, ehemals Schocken judenfrei und arisiert. Mit dieser Vorgeschichte wären Sie besser vorsichtiger und sensibler damit, auf einer bestimmten Personengruppe, nur weil sie einigen Kunden nicht zur Nase steht, herumzuhacken.

  • RatedR

    |

    @Ralf Kammermeier

    vieles, vorallem viel richtiges, wurde zu ihren seltsamen Ausführungen ja schon gesagt.
    Auf einiges sei hier aber trotzdem noch einmal eingegangen.

    „Die Galeria Kaufhof ist ein demokratisches Warenhaus, das jedermann willkommen heißt, Menschen jeden Alters, Geschlechts, Herkunft, Religion oder Lebensgestaltung. Wir schließen niemanden aus. Wir wissen um unsere gesellschaftliche Verantwortung und engagieren uns seit vielen Jahren in sozialen Projekten in der Stadt. Das ist unsere Tradition und bleibt es auch. “

    Das sie grundsätzlich niemand ausschließen der Geld dabei hat und das Zeug das sie verkaufen bezahlen kann ist ziemlich logisch. Warum sie das noch besonders betonen müssen weiß ich nicht. Ist ja selbstverständlich. Auch nicht was das mit demokratisch zu tun hat. Sie wollen ihren Kram verkaufen und weisen niemanden ab der dafür Geld bezahlt. das ist nicht demokratisch sondern wirtschaftlich.
    Ganz anders sieht die Sache aus wenn ich investieren müsste um es allen möglich zu machen in ihrem tollen Einkaufspardies sein Geld los zu werden. Das kostet nämlich erstmal Geld. Und genau da siehts im Kaufhof schlecht aus. Als Rollstuhlfahrer ist der Einkauf in ihrem Kaufhaus eine einzige Katastrophe. Die Gänge sind nicht dafür ausgelegt, die Ware schlecht zu ereichen, die Ein-Ausgänge unzureichend etc.

    Sie bringen selbst ihre Tradition ins Spiel und das auch noch zwei Sätze nach dem sie von demokratisch sprechen.
    Die Tradition ihres Kaufhauses steht nun mal nicht nur für Demokratie und die Unterstützung sozialer Projekte.
    Sondern sie steht für die Durchsetzung von Profitinteressen mit Hilfe des NS-Regimes und für Arisierung.
    Davon kann man sich auch durch die Unterstützung sozialer Projekte nicht frei kaufen.

    „Einige Bürger dieser Stadt sind den Umgang mit Punkern vielleicht nicht gewöhnt. Sie sind möglicher Weise verunsichert und befremdet. Bürger sind auch unsere Kunden“

    Was heisst denn den Umgang mit Punkern nicht gewöhnt. Ist das eine ansteckende Krankheit von der man sich schützen muss oder ein Virus mit dem man richtig umgehen muss. Sind das vielleicht Ausserirdische aller „Krieg der Welten“. So einen Scheiß habe ich echt seit den Punkverboten in den 90ern nicht mehr gelesen.

    Bürger sind diese im übrigen auch(auch wenn die meisten es vielleicht nicht sein wollen).Sie haben
    ebenfalls das Wahlrecht, das Recht dort einzukaufen wo sie wollen und auch das Recht auf öffentlichen Grund herumzusitzen solange sie wollen.

    „Aber klar ist auch, dass sich jeder von uns im Gemeinwesen an bestimmte Spielregeln halten muss“

    Zu diesen Spielregeln gehört zum Beispiel keine Photos von Menschen zu machen die ihr Recht wahrnehmen öffentlichen Grund zu nutzen und diese dann auf öffentlichen Veranstaltungen zu zeigen.
    Zu diesen Spielregeln gehört das der öffentliche Grund Neupfarrplatz allen gehört und es Kaufhof und dessen Geschäftsleitung nicht zu interessieren hat was freie Bürgerinnen und Bürger auf diesen Platz tun.
    Zu diesen Spielregeln gehört es auch das man akzeptieren muss das Menschen andere Vorstellungen davon haben wie man sich kleidet und damit Leben muss wenn diese Menschen auch vor der eigenen Türe stehen oder sitzen.

    Soviel zu ihren Ausführungen die meiner Meinung nach ein wesentlich schrägeres Weltbild offenbaren als es jeder Punker noch nach ner Kiste Bier hat. Im übrigen auch ein sehr seltsames Verständins von Demokratie das in ihren Aussagen mitschwingt.

    Wenn ihnen die Menschen die den öffentlichen Grund Neupfarrplatz nutzen nicht gefallen steht es ihnen im übrigen frei ihren hässlichen Betonklotz woanders hinzustellen. Wir leben ja angeblich in einer Demokratie.

    Für das Gebäude finden wir bestimmt eine andere schöne Verwendung. Eignet sich bestimmt gut als Konzerthalle für punkkonzerte. Noch dazu mit Sonmenterasse.

    Und bitte behaupten sie jetzt nicht wieder wie wichtig ihr Laden für die öffentlich Nahversorgung der Innenstadt ist.
    Ist ja nich so als gäbe es dort nicht noch zig andere Geschäfte.
    Auf den Kaufhof können wir denke ich verzichten. Merkt gar keiner. Auf eine alternative Jugendkultur und auf Leute die nicht dauern nur mit dem Strom schwimmen nicht.

    PS: Wünsche allen Beschäftigten bei Kaufhof viel Erfolg in der Tarifrunde. Macht den Laden mal ein, zwei Tage zu veilleicht hat euer Chef dann wichtigers zu tun als über Punker herzuziehen.

  • Mr. T

    |

    Lieber Herr Kammermeier,
    ich bin den Umgang mit Katholiken nicht gewohnt. Können Sie die bitte auch entfernen lassen? Ich bin nämlich auch Ihr Kunde und fühle mich von deren Geisteshaltung verunsichert. Danke!

  • StuhloderSessel

    |

    Hallo Herr Kammermeier,
    danke für die köstliche „ein demokratisches Kaufhaus“-Pointe! Ich habe echt selten so gelacht, eine solch bizarre Antwort hätte ich nicht erwartet. Kompliment!

    Nun weiß ich aber, dass Sie es besser wissen.
    Ich weiß natürlich auch, dass Sie als Vertreter des Metrokonzerns da schlecht aus Ihrer Rolle können. Verhalten Sie sich nicht markt- und profitgemäß, sind Sie Ihren Job los.
    Deshalb tut mir der Fokus der Kritik auf Ihre Person auch ein wenig Leid.
    Zu Teilen wird hier personifiziert kritisiert, wer könnte es den Leuten verdenken, und damit natürlich ungewollt verharmlost.
    Sie als „Charaktermaske“, ich meine das politisch und nicht persönlich, stehen jetzt im Fokus. Das ist ziemlich traurig, denn es ist verharmlosend.

    Die eigentliche Sauerei ist der Konzern für den Sie an prominenter Stelle arbeiten und hetzen.
    Historisch und aktuell. Also in seiner Gesamtheit.
    Eng verbunden natürlich mit der Gesellschaftsordnung in der eine solches Unternehmen überhaupt Kapital (auch variabel) akkumulieren darf (kann).

    Aber Ihre zynische Mitteilung in dieser Kommentarspalte, sollten Sie diese wirklich verfasst haben (wenn ja: PR-Verantwortliche sofort entlassen, Herr Kammermeier!), ist dann doch eine besondere Frechheit: Wie um alles in der Welt kommen Sie auf die Idee hier Ihre eigene Marktideologie in den Dreck zu ziehen? Fühlen Sie sich so sicher?

    Wäre meine „Charaktermaske“ die Ihres Chefs, würde ich Sie sofort fristlos…. (Sie kennen das). ;-)

  • Lothgaßler

    |

    @Herr Kammermeier:
    Teilen Sie Bürgermeister Weber mit, dass Sie nochmals über die Sache nachgedacht haben und nun zur Überzeugung gekommen sind, dass Punker die Sicherheit Ihrer Kunden nicht gefährden. Er muss sich also keine Vertreibungsmaßnahmen hinter verschlossenen Türen mehr einfallen lassen.

    Nur mal so nebenbei: Diese schrecklichen Punker betreten ja auch Ihren Konsumtempel, um bei Edeka das eine oder andere Bierchen zu kaufen. Das habe ich schon mit eigenen Augen sehen müssen. Womöglich wurde da auch ein von mir spendierter Euro umgesetzt. Wussten Sie das schon, oder fürchten Sie sich noch?

  • Immanuel K. Anti

    |

    Schön, dass Georg Kreisler eingebracht wurde, der ist mir in diesem Zusammenhang auch in den Sinn gekommen:

  • Großgrundbesitzer

    |

    Offensichtlich haben einige Kommentatoren noch nicht begriffen, dass Demokratie dort aufhört, wo der Markt anfängt. Wenn das in der Verfassung garantierte Recht auf freie Wahl des Aufenthaltsortes mit den wirtschaftlichen Interessen eines Einzelnen kolidiert, wird heutzutage einfach das Grundgesetz außer Kraft gesetzt.
    Wenn das Recht auf informationelle Selbstbestimmung mit der paranoiden Fotografierwut eines im Standesdünkel des vorvorletzten Jahrhunderts verhafteten Mitglieds des Geldadels aneinandergerät, werden, diese Grundrechte flugs den Abort hinuntergespült.
    Gegen jede zahlenmäßige Minderheit wird von den unmoralischen Egoisten der Gesellschaft vorgegangen. Ob das Punker auf öff. Plätzen sind oder gegen einen geplanten Kindergarten in einem „besseren“ Wohnviertel in Hamburg oder gegen Asylsuchende in kleinen verlausten Kaffs in der Nähe von Regensburg. Zuerst probieren die, die sich im Recht glauben, mit privatrechtlichen Mitteln, die oft genug die Grenzen der Legalität überschreiten, die Störenfriede zu vescheuchen. Hilft das nichts, wird nach der Politik gerufen.

    Cool, aber historisch gesehen nat. völlig daneben fände ich es, wenn die Punks sich Schilder um den Hals hingen, auf denen geschrieben steht: „Deutsche! Wehrt Euch! Kauft nicht beim Kaufhof.“
    Wie gesagt, cool, aber leider politisch inakzeptabel. Leider.

  • Gypsy

    |

    wo die Mitmenschen einkaufen sollen sie selbst entscheiden was schlechtes unterstützt man immer da kommt man heut zu Tage nicht mehr drum rum! und das wir so kindisch wären solche besagten Schilder um den Hals zu hängen denk ich nun auch nicht, aber vertreiben lassen wir uns nicht wegen solcher Kleinigkeiten den wir sitzen weder vor der Tür noch im Weg ! und wie schon gesagt ich seh hier auch niemand der geäußert hätte das derjenige panische angst vor uns hat! oder sie etwa?

  • Luchs

    |

    Auch ich hatte gelegentlich schon mulmige Gefühle bei Begegnungen im Kaufhof mit schräg angezogenen, komisch riechenden und schrill geschminkten Menschen. Dazu noch die megahartgesprühten Frisuren.
    Aber ich bin doch immer unbelästigt an ihnen vorbei gekommen –
    an den Verkäuferinnen der Kosmetikabteilung im Erdgeschoss.

    Es ist aus allen Perspektiven gleich: Wenn man genauer hinschaut, sind doch eigentlich alle ganz nett und haben einen Platz in unserer Mitte verdient.

  • glänzend

    |

    alles ganz einfach – es gibt doch den „getto-netto“ oder die bahnhofs-norma. und bald den REWE im Karmeliten… was brauch ich da den Kaufhof. Außer ich würde dort ein paar wirklich interessante kreative Menschen (Panker) treffen.

  • Eleonore

    |

    So ein Zufall!! Gerade letzte Woche war die Bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer in Regensburg, um hier den Integrationspreis der Bayerischen Saatsregierung zu verleihen. Zugleich würdigte letzten Montag der Bezirk Oberpfalz Projekte der Integrationsförderung. Auch OB Hans Schaidinger erkannte schon frühzeitig die Bedeutung des Themas:__Regensburg sei es immer gut gegangen wenn die Stadt weltoffen gewesen ist__Es wurden im Rahmen der o.g. Veranstaltung u.a. Preise an Grundschulen vergeben__Die Stadtspitze scheint also Vielfalt zu begrüßen; vllt. ist beim nächsten Projekt an einer Grundschule ja noch ein Platz frei, damit Herr Kammermeier seine Hausaufgaben machen kann?__Herr Weber hat sicher die Möglichkeit da noch einen – schon etwas älteren – Schüler unterzubringen.

  • Manix24

    |

    Na also,

    Jede Nacht fallen 100e von Besoffenen in die Regensburger Altstadt ein um die „lebendige Feierkultur“,
    , die ja alle so Prima finden, aufrecht zu erhalten, da können doch ein paar Skater ,Punker und süße Hündchen
    nicht stören.
    Vor allem kotzen und urinieren die nicht alles voll, und grölen Ihren Pubertätsfrust in den nächtlichen Äther der Altstadt.
    Oder wird da wieder mal mit zweierlei Maas gemessen.
    Denn die Wirte , die Hohepriester der „lebendigen Feierkultur“ und der Kaufhof „Tempel der lebendigen Kaufkultur“ zahlen ja die guten Gewerbesteuern.
    Show me the way to the next little $$$$$$$$$$$$$$$$

  • Großgrundbesitzer

    |

    Herr oder Frau Gypsy sagte am 17. Juni 2013 um 07:54 Uhr in furchtbar schlechtem Deutsch: [einiges, das ich hier nicht wiedergebe].

    Nicht jeder, dem man Solidarität schenkt, weiß diese auch zu schätzen, das habe ich jetzt aus dem Posting von Hrn./Fr. Gypsy gelernt.
    Zumindest ein Posting in einer Sprache, in der „den“ und „denn“, „das“ und „dass“ jeweils zwei verschiedene Dinge sind und die minimalen Regeln der Groß-/Kleinschreibung verstanden wurden, hätte ich allerdings schon erwartet. Postings dieser Kajüte legen einen Mangel an Respekt einer anderen Person an den Tag, der mich am Besitz einer anderen Fähigkeit als der, etwas in ein schmardfoun einzutippen, zweifeln lässt. Sei’s drum. Sehr schade. Aber auf dem Niveau eines in der 2. Klasse zum 5ten Mal gestolperten Analphabeten mag ich nicht weiterdiskutieren.

  • dugout

    |

    @ Grosgrundbesitzer

    Super Herr Deutschlehrer! Und jetzt? Was machen wir jetzt ?
    Ich hab den Herrn Gypsy schon verstanden. Bei ihrem Geschreibsel das ein Schild :“ Deutsche wehrtEuch“
    politisch „LEIDER“ unkorrekt sei bin ich mir nicht so sicher wie das gemeint sein soll.
    Ich finds völlig daneben.

  • Silvia Gross

    |

    @ Großgrundbesitzer: Haben nur Leute das Recht mitzudiskutieren, die fehlerfrei schreiben? Es geht doch hier um etwas ganz anderes, nämlich um die Frage, wie es um das Recht bestellt ist, sich auf öffentlichen Plätzen aufzuhalten. Dieses Recht haben bunte Punker und, auch wenn´s Ihnen vielleicht nicht gefällt, Analphabeten oder Menschen, die Legastheniker sind oder einfach nur so schlecht in Deutsch. Sie eröffnen einen Nebenkriegsschauplatz, der mit dem Thema nichts zu tun hat. Um in Ihrem Schulterminus zu bleiben: Themaverfehlung! Setzen! 6!

  • Großgrundbesitzer

    |

    Na, Herr/Frau dugout, bei Ihnen scheint die Rechtschreibung in der Schule ja auch nicht Halt gemacht zu haben, oder?
    Für mich sind Postings, die – einfach so dahingetippt – nicht die minimalsten Regeln der Sprache einhalten, ein Hinweis auf fehlenden Respekt dem Adressaten gegenüber. Das dürfen Sie ruhig anders sehen, wir leben in einem freien Land. Offenbar machen Sie ja selbst reichlich Gebrauch von der Freiheit, die das Nichtbeherrschen der Sprache dem locker vor sich Hinschreibenden gewährt.

    Jetzt aber wieder zum Thema: als langjähriger Leser der Titanic kommen mir solche Aktionen wie die mit dem Plakat schnell in den Sinn. Es steckt keine (wie von Ihnen offenkundig vermutete) rechte Gesinnung dahinter, sondern Lust an der Provokation. Das „leider“ bezog sich einzig und allein auf die Vermutung, dass es viel zu wenige Menschen gibt, die diese Art von Provokation verstehen würden, Sie eingeschlossen. Vielen Dank, dass Sie mich dahingehend bestärkt haben.

    Um dem geistig lahmen deutschen Michel eine empathischen Reaktion zu entlocken, müssen wohl entweder die Bayern gewinnen oder zu Ostern die Benzinpreise steigen.
    Dies sind wiederum zwei Dinge, die mich dermaßen kalt lassen, dass selbst in der Sahara das Wasser gefrieren würde. Aber mal eine provokante Aktion vor einem Konsumtempel aufzuziehen, da müsste der Deutsche ja den Arsch für jemanden anders hochkriegen.

    Hier nochmal in Zeitlupe zum Mitschreiben:
    – Deutschland gewinnt bei einem Fussballturnier im Viertelfinale: stundenlange Autokorsos mit 10.000en Teilnehmern die ganze Nacht durch.
    – Der DGB ruft zur Maikundgebung auf, um für Arbeitnehmerrechte zu kämpfen: 800 Teilnehmer, die nach 2 Stunden wieder heimgehen.

    Also ich hab da keine Fragen mehr.

  • Immanuel K. Anti

    |

    @ Großgrundbesitzer
    In ihrem Posting vom 16. Juni 2013 um 15:42 Uhr finde ich bei oberflächlicher Zählung ganze sechs Fehler (ich zähle die zwei Abkürzungen als Fehler, da ich es auch als Respektlosigkeit empfinde, wenn jemand zu faul ist, ein paar Anschläge mehr zu tippen, um mir das Lesen leicht und flüssig zu gestalten).
    Das „zum 5ten“ will ich auch nicht wirklich durchgehen lassen, mir wurde in der Grundschule eingetrichtert, dass man erst größere Zahlen in Ziffern schreiben darf, aber was Sie da tun, ist offenbar eher das berühmte Denglisch (analog zu 5th).
    Egal, zählen sie wie Sie wollen, aber spenden Sie bitte für jeden einen Euro in die Getränkekasse der die öffentlichen Plätze aktiv kolorierenden Jugend. Respekt wird Ihnen das kaum einbringen, aber vermutlich ein ehrliches „Danke“.

  • wollwirker

    |

    Herr K. sollte sich vordringlicher im Verkehrsausschuß einbringen.
    Sein Laden ist mit dem Fahrrad nahezu unerreichbar!
    Von Norden muß man über das lebensbedrohliche und felgenfressende Domplatzpflaster, von Westen durch die chronisch verstopfte Gesandtenstrasse, von Süden über das Holperpflaster mit nervigem Autoverkehr der Obermünsterstrasse und von Osten schiebend durch die Fußgängerzone……

  • Twix Raider

    |

    Hat der Mensch keine anderen Sorgen? Unsere Galeria Kaufhof hat just verkündet, bis spätestens 2015 zu schliessen. Dieses „NO FUTURE“ liegt aber nicht an den Punks, die hängen ganz woanders ab. Das Controlling sagt, das Geschäftsmodell „Kaufhaus“ ist in Zeiten der Malls nicht mehr profitabel, das wird in Regensburg wohl nicht viel anders sein. Mit Law & Order zu werben reisst die Wurst nicht vom Tisch, die Arcaden sind ja schon eine subkulturell befreite Zone.

  • Ele

    |

    Oh – dann wird der Neupfarrplatz also nicht punkerfrei, sondern bunkerfrei !

Kommentare sind deaktiviert