Killermann-Streit: Drohte SPD mit Medien-Kampagne?

In der Debatte um den richtigen Namenspatron für die Grundschule Prüfening hat uns ein Kommentar der Elternbeiratsvorsitzenden Angelika Solleder erreicht, den wir an dieser Stelle auch als Gastbeitrag veröffentlichen. Folgt man der Darstellung von Frau Solleder, hat die SPD der Schule mit einer Medien-Kampagne gedroht, sollte die Schule nicht nach Hans Weber benannt werden. Der Elternbeirat wurde demnach massiv unter Druck gesetzt. Ein Bärendienst für den Antifaschismus, sollten die Vorwürfe zutreffen. Im Folgenden das Schreiben von Angelika Solleder. Sehr geehrte Leser und Leserinnen! Jeder, der im Stadtwesten wohnt, kennt unsere Schule mit dem Namen Grundschule Prüfening oder Killermannschule, weil sie auch in derselben Straße liegt. Es ist möglich, daß eine Schule nach einer ehrenwerten Person benannt wird. Das Amt für Schulen hat das Lehrerkollegium, die Rektorin und den Elternbeirat schriftlich aufgefordert einen eigenen Vorschlag für den Schulnamen zu bringen. Nachdem sich Matthias Sebastian Killermann verdient gemacht hat in Wissenschaft und Kunst, an der Regensburger Universität als Hochschulprofessor, Lehrer und Theologe tätig war, junge Menschen gefördert und unterstützt hat, haben die Rektorin und das Lehrerkollegium beschlossen, der Name Killermann wäre für ihre Schule ideal, auch deshalb, weil sie von den meisten Eltern bereits so genannt wird. Die Mehrheit des Elternbeirats hat sich in einer Abstimmung am 01.02.11 für Killermann entschieden und dies schriftlich dem Amt für Schulen mitgeteilt. Die SPD-Stadtratsfraktion jedoch hatte schon lange andere Pläne, nämlich, daß diese Schule, wenn sie neu gebaut wird , Hans Weber Schule heißen solle. Das hat sie im Vorfeld mit den Angehörigen von Hans Weber so abgesprochen. Als bekannt wurde, daß ohne die Zustimmung der Schulfamilie keine Namensänderung möglich sei, wurde man nervös, und die Vorsitzende des Elternbeirats wurde telefonisch unter Druck gesetzt, daß es einen Skandal in der Presse geben würde, wenn sie nicht ihre Meinung ändere. Desweiteren wurden in einer Schulsitzung die Befürworter Killermanns von einigen Mitgliedern der SPD degradiert und beleidigt. Die Lehrerinnen, die Rektorin und die Mehrheit des Elternbeirats haben immer wieder betont, daß sie Hans Weber keinesfalls ablehnen, sehr wohl um seine Verdienste wissen, nur, daß sie in der Diskussion um ihre Schule, die seit 30 Jahren nun schon besteht, den Namen Killermannschule vorziehen. Auch das Thema Naturkunde passe ihrer Ansicht nach besser zum Lehrplan einer Primarstufe als der Nationalsozialismus. Weil Weber ein sehr häufiger Name ist, könnte man außerdem Hans Weber auch leicht verwechseln mit dem anderen Hans Weber, der Mitglied in der NSDAP war. Der Name Killermann aber ist einmalig. Es ist eine Hetzkampagne gegen die Schulfamilie von seiten der Presse. Die Presse hat nun nicht nur den Namen Hans Weber, sondern auch unsere Schulfamilie beschmutzt. Was ich sehr bedauerlich finde, daß Frau Zangl, die zum Schuljahresende in Pension geht, ungerechterweise beleidigt wird. Das hat sie nicht verdient. Warum muß die Presse derartige Hetzkampagnen gegen die Schulfamilie der GS Prüfening führen? Die Entscheidung ist doch längst gefallen. Unsere Schule wird weiterhin Grundschule Prüfening heißen. Angelika Solleder 1. Vorsitzende des Elternbeirats der GS Prüfening

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Kommentare (25)

  • Joachim Datko

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    Grundschule Prüfening, ein sehr vernünftiger Namen!

    Man sollte in der Regel Namen nehmen, die einen sachlichen Bezug haben! Der Name Grundschule Prüfening ist goldrichtig!

  • Rudolf Schmitzer

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    Grundschule Prüfening ist der passenden Namen, der einen Bezug zum Stadtteil hat!
    Warum sollte diese Schule unbenannt werden?
    Nur weil es einige Herren und Damen der SPD Stadtratsfraktion wollen?

  • notwendig

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    ich frage mich hier schon, wo der eigentliche Skandal sein soll? Nicht jedes „wenn du das machst, dann mache ich das“ ist gleich ne Erpressung oder verwerfliche Drohung. Wenn sie sich unerlaubt unter Druck gesetzt fühlen, dann stellen sie doch Anzeige wegen Nötigung und nennen sie Ross und Reiter. Alles andere muss dann wohl erlaubt sein.

    Kampagne? Oh, welches böses Wort. Aber verfügen wir nicht über eine Freie Presse, die selbst entscheidet, was sie druckt und was nicht? Zumal die SPD ja auch kein gut zahlender Werbekunde der MZ ist, der dann verärgert seine Annoncen zurückzieht, wenn die MZ nicht schreibt, was sie sagt.

    Hier versucht man eher mit negativ konnotierten Worten und in der Hoffnung auf das schlechte Image von Parteien die eigene fragwürdige Entscheidung aus der Schusslinie zu ziehen, die man wohl hoffte, in aller Stille treffen zu können. Zumal die genannten Begründungen immer abstruser werden:

    – über den pädagogischen Offenbarungseid wurde schon viel gesagt. Bei der Ganztageshauptschule in Burgweinting war es offensichtlich auch kein Problem, obwohl dort auch nur die höheren Klassen mit der NS-Zeit in Berührung kommen. Und bei Hans Weber geht es ebenso wie bei Otto Schwerdt nicht um Geschichte allein, sondern um zeitlose Werte, für die sogar ein gesetzlicher Erzeihungsauftrag besteht, liebe Lehrkräfte!

    – Verwechlungsgefahr: Was kann der eine dafür, dass ein anderer genauso heißt? Eine Eva Braun könnte also leisten was sie wollte, vielleicht sogar Mutter Theresa übertreffen und würde von uns nie Anerkennung erfahren können. Aber wie sollte sie denn auch Anerkennung erfahren können, wenn sie nicht öffentlich ehrt, weil man Angst und sage eindeutig vorgeschobene Angst vor einer Verwechlung hat.

    – „keine Entscheidung dagegen“: wenn ich mich zwischen mehreren Alternativen entscheiden muss, ist es immer eine Entscheidung für das eine und gegen (!!!) das andere.

    – „weil sie schon so genannt wird“: dann brauche ich auch keine Diskussionen um Straßennamen führen, die man im Lichte der Zeit nicht mehr für passend hält oder anders widmen will. Dann kommen auch meist so Argumente, + Kosten, weil der eine sein Briefpapier ändern muss, der andere seinen Stempel.

    Und es ist ja nicht nur Sache der Schulfamilie. Es sagt auch immer viel über die Zeit aus, wer geehrt wird, z.B. mit Straßen, wem gedacht wird, z.B. mit Denkmälern, wer Vorbild sein soll, z.B. durch Benennung von wichtigen Einrichtungen (Schulen, Universitäten, Kasernen). Es ist eine öffentliche Sache von allgemeiner Bedeutung. Die Sache mit der Seidl-Straße ging auch nicht nur die Anwohner was an. Sowas kann und muss öffentlich diskutiert werden. Das ist dann aber weder eine Hetz- noch eine Schmutzkampagne.
    Es geht uns alle an, nicht nur weil wir alle die Schule finanzieren. Niemand kann seine Entscheidungen, wenn sie öffentliche Belange berühren, von Kritik ausnehmen: kein Papst, kein Bischof, kein Bürgermeister, aber auch keine Rektorin und kein Elternbeirat. Gerade die letzten Sätze von Frau Solleder sprechen meiner Meinung nach Bände, dass man für die Entscheidung pro Killermann kaum mehr rationale Argumente finden kann.

  • altregensburger

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    Der Zangl´sche Offenbarungseid.

    Frau Rektorin kann also Grundschülern den möglichen Namenspatron Hans Weber nicht vermitteln.

    Sie kann nicht vermitteln, das die Schule nach jemandem benannt wäre, der sich für Gerechtigkeit, für Menschlichkeit, für Freiheit und für Gerechtigkeit eingesetz hat.

    Sie kann nicht vermitteln, dass das jemand geehrt wird, der für seine Mitmenschen in Notsituationen da war.

    Sie kann nicht vermitteln, dass jemand geehrt wird, der für die Gelichheit aller, unabhängig von Rasse, Religion und Herkunft eingetreten ist.

    Frau Rektorin, Sie brauchen es gar nicht mehr zu vermitteln, weil sie zur gegbenen Zeit bereits in Pension sein werden. Aber bedenken Sie mal, welches Armtuszeugnis Sie mit dieser Aussage Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (d.h. den Lehrkräften) Ihrer Schule ausstellen.

    Also benennen wir die Schule nicht nach einem ehrlichen, aufrechten, geradlinigen Menschen mit hoher sozialer Kompetenz sondern nach einem mittelmäßigen Mitläufer und Karrieristen der dunklen Jahre deutscher Geschichte.

    Sonst müßte man Erstklässlern ja erklären, wieso man niemanden aus der Klasse wegen seiner Hautfarbe, Herkunft, Religion oder sozialen Abstammung ausgrenzen oder hänseln darf, d.h. sein Leben im Verhalten zu anderen so ausrichten soll wie es Hans Weber getan hat.

  • NannyOgg07

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    “ Das hat sie im Vorfeld mit den Angehörigen von Hans Weber so abgesprochen.“

    Nun, das zumindest war sicher nicht allzu klug, etwas abzusprechen ehe man weiß ob es denn durchsetzbar ist.

    Und Killer-mann finde ich nun – ohne die betreffende Person kompromittieren zu wollen- eher unpassend. Grundschule Prüfening– klingt pragmatisch, so wie VS Pfatter oder GS Gochsheim etc.

    Gruß Nanny

  • Würg

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    Ich glaub ich spinn.

    In Fukushima fliegen uns in Bälde einige Atomkraftwerke um die Ohren, mit Millionen Opfern (Obdachlose, Atomgeschädigten usw.). Vor der Haustüre im Nahen Osten und Afrika gibt’s Krieg.

    Und bei uns, bekriegen sich ein paar spätpubertäre Alt68 bzw. deren Nachzöglinge um 2 alte Männer, deren Wirken bereits an anderer Stelle mehrfach gewürdigt wurde.

    Armes Deutschland.

  • Immanuel K. Anti

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    Schon das mit dem Unvermögen bzw. Unwillen, Kindern Widerstand gegen Krieg/Diktatur usw. zu vermitteln ist nicht schlecht – aber jetzt gleich von „Hetzkampagne“ zu sprechen, weil sich kritische Stimmen gegen die unglücklich gewählten Worte der Direktorin erheben, das hat – ach, ich ringe um Worte.

    Frau Solleder legt nahe, man habe telephonisch massiv Druck ausgeübt, indem „ein Skandal in der Presse“ angekündigt wurde. Genau diesen hätte ich auch vorausgesagt, mündlich wie schriftlich, weil man ja wissen kann, dass es noch Leute gibt, die im Geschichtsunterricht aufgepasst haben. Ist das schon Druck ausüben?

    Wie wäre es denn mit den folgenden Namensvorschlägen:
    – Kasperl und Seppl-Grundschule (weil sie so mutig gegen Petrosilius Zwackelmann gekämpft haben)
    – Benjamin Blümchen-Grundschule (weil er gegen böse Hausmeister gekämpft hat und – wenigstens kurzzeitig – den klassischen Frontalunterricht abgeschafft hat)
    – Kultusministerium-Bayern-Grundschule Prüfening oder gleich
    – Kleine-Kinder-Grundschule Prüfening (weil man da nicht Gefahr läuft, peinliche Dinge zu äussern, die man eigentlich gleich wieder zurücknehmen müsste)

    „Tom Cruise Grundschule“ oder „Sarah Connor Grundschule“ wären auch gute Kompromisse, scheitern aber leider an der Altersfreigabe.
    Vielleicht aber „Nibelungen Grundschule“?

    Zu guter letzt fände ich noch gut: „Beate Uhse Grundschule“, denn die war Deutschlands erste und einzige Stunt-Pilotin, dazu später Bundesverdienstkreuzträgerin und es wäre gut, den Fliegern mit zweifelhaftem Ruch in diesem Viertel (ich meine die Straßennamen) etwas lebensbejahendes, freundliches entgegenzusetzen. „Die war Sportlerin, Kunstfliegerin und einfach eine lebenslustige Frau.“ Das wäre kindgerecht, oder?

  • Staufenschenk Henning

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    Beate Uhse Grundschule ist top!

  • grace

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    Lasst halt den Sozis diese kulturelle Profilschärfung . . .sie haben ja sonst kaum Gelegenheit, zu zeigen, dass es sie noch gibt.
    Vielleicht ists ja wurscht, ob Schule oder Abfüllanlage; der Pressetermin (Foto, Foto, Foto….) und dessen mediale Wirkung zählen doch im derzeitigen Medienzeitalter.
    Vielleicht könnte man es so machen:
    Öffentlichkeitswirksame Schein-Umbenennung, evtl. in Scheinriesen-Schule, und sonst bleibt alles beim Alten.
    Konservativ sagt man doch dazu.

  • Jochen Schweizer

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    Die Nato führt einen Luftkrieg gegen Libyen, mit deutscher Beteiligung, denn Deutschland ist Mitglied der NATO und muß anteilig die Kosten tragen, in Syrien werden Panzeer gegen das Volk auf die Straße eingesetzt, Deutschland ist am Krieg in Afganistan beteiligt, in Japan ist der angeblich statistisch nicht eintretbare Atomunfall passiert und die älteren Herren der SPD in Regensburg haben nichts anderes zu tun , als sich gegen Widerstände für die Umbennenung eine Grundschule einzusetzen.

    Sehr geehrte Damen und Herren der SPD-Fraktion, wie wärs mit Hans Schaidinger Grundschule oder Norbert Hartl Grundschule?

  • grace

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    Norbert Schaidinger Grundschule

  • Dubh

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    Was läge da näher als über den Rassekundler und Priester Killer-Mann zu diskutieren, der das Ideal für eine Regensburger „Schulfamilie“ darstellt………………

    Urgeschichte und Rassenkunde des Menschen. Das Buch der Natur 303 S. Verlagsanstalt Regensburg, 1931
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sebastian_Killermann

  • Britt

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    Der Begriff „Rassenkunde“, 1931 vewendet, besagt zunächst einmal gar nichts.

  • Immanuel K. Anti

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    Danke für den Link! Man stößt da auf das Bekenntnis deutscher Wissenschaftler zu Adolf Hitler, unterzeichnet auch von Sebastian Killermann, Theologische Fakultät Regensburg, im November 1933:

    http://www.archive.org/stream/bekenntnisderpro00natiuoft#page/n1/mode/1up

    Ich habe gerade ein paar Seiten überflogen und stelle mir durchaus dabei die Frage, wie sich der Elternbeirat zusammensetzt, ob die Mitglieder zu den 75% der Bevölkerung gehören, die einen Internetzugang haben, ob sie zu jung sind, einen Originaltext in Fraktur zu lesen und einzuordnen und ob niemand in dem Lehrerkollegium ihnen dabei zur Seite stehen konnte.

    Zu Sebastian Killermann frage ich mich, ob er aus Gruppenzwang aus dem Kollegium heraus unterschrieben hat oder was sonst die Ursache gewesen sein könnte. Stutzig macht mich einfach die Kürze der Liste, ich glaube kaum, dass das eine Liste aller damaligen Hochschulen und Professoren sein kann, die dann vielleicht in allgemeiner nationaler Euphorie kollektiv mitunterschrieben hätten. An direkten oder indirekten Zwang glaube ich nicht, mir ist nicht bekannt, dass die Nazis 1933 Theologieprofessoren bedroht hätten.

  • Dubh

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    Inwiefern sagt der nichts?
    Naturwissenschaftlich bitte sehr.

    Er dürfte den Begriff kaum außerhalb seiner Zeit benutzt haben, also mit heute bzw. seit den 1970er Jahren möglichen empirischen Befunden.

    Sie kennen eine damalige Rassentheorie die bis heute anthropologisch biologisch haltbar ist?
    Die teilen Sie mir doch bitte mit.

  • Britt

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    Ich kenne keine haltbar Rassentheorie. Das einzige, was ich angemerkt habe und dabei bleibe ich, ist, dass die Verwendung dieses Wortes allein noch nichts aussagt, im Jahr 1931. Oder sehen Sie das anders? Dass Killernann ein Mitläufer war, halte ich für hinreichend belegt. Für alles andere wäre ein Blick in das Buch notwendig.

  • Britt

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    Oder anders ausgdrückt: Gab es 1931 tatsächlich eine wissenschaftliche Diskussion darüber, dass der Begriff Rasse auf den Menschen nicht anzuwenden sei? War die Verwendung dieses Begriffs automatisch rassistisch bzw. wertend?

  • Dubh

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    Selbstverständlich sehe ich das anders, sonst hätte ich das ja nicht geschrieben.

    Wenn ALLE Rassentheorien und -konzepte angefangen mit Aristoteles, auch wenn der das Wort Rasse noch nicht benutzt, nur das Prinzip des Rassismus, und auch schon Sexismus auf Frauen bezogen übrigens, sich heute als naturwissenschaftlich biologisch anthropologisch unhaltbar erwiesen haben, dann ist was einer zur „Rassenkunde“ 1931 schreibt zwangsläufig naturwissenschaftlicher Nonsens, da muss ich das Buch speziell keineswegs gelesen haben.

    Der Begriff Rasse als anthropologische Klassifikation war nämlich von den Anfängen an niemals naturwissenschaftlich fundiert, sondern ideologisch bzw. sozialpsychologisch: Wir – die Anderen – und meist: Wir sind die Besseren, wertvolleren, höherentwickelten……………..siehe Kolonialzeit:
    Die Spitze der Vernunftbegabung der weiße europäische Mann, der weißen europäischen Frau hingegen bleibt im 19 Jh dann allenfalls Schönheit und Tugend, die Vernunftbegabung ist ihr da ganz „wissenschaftlich“ rein des Geschlechts wegen, trotz „Rassenzugehörigkeit“ gänzlich abhanden gekommen.

    Um die Nichtbenutzung von Bähwörtern wegen der Nazis geht es nicht, die haben Rassekonzepte oder die Rassentheorien auch keineswegs erfunden, deren Entwicklung Ende des 19. Jh bereits abgeschlossen waren, ab dann wurde die Eugenik populär, also die Idee einer künstlichen Steuerung der „Rassen“, und keineswegs nur oder vorwiegend in Deutschland, die dann allerdings die Nazis extrem und radikal angewendet haben.

    Hätte Killermann völlig entgegengesetzte Ansichten vertreten, und nur das „Wort“ benutzt, was eben nie ein ideologiefreies oder auch nur wissenschaftlich fundiert definiertes „Wort“ war, dann hätte er auch kein „Mitläufer“ sein können, was immer man dann unter diesem „Wort“ verstehen mag, denn ein unwissender, rein propagandistisch verhetzter „Mitläufer“ war er als Anthropologe ja offensichtlich nicht.

  • Nordmann

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    Hallo,

    die bedeutungslose SPD profiliert sich am Nutzlosen, einen Namen für eine Schule.

    Hallo Jungs, alle Politiker, aufwachen, die Realität zeigt euch der Pisatest, da fehlt es gewaltig, in der Bildung, Bildungspolitik, da ist es egal welchen Namen eine Schule trägt.

    Um eines werden wir Deutsche sicher nicht beneidet, unsere Politproleten mit einem IQ unter der Kühlschranktemperatur, die liegt so bei 5 (°C).

    Diese Diskussion ist so traurig, das es eigentlich schon wieder lustig ist.
    Die Schule hat einen Namen, eine Änderung ist nicht notwendig, für die Bildung der Schüler vollkommen unwichtig.
    Für die politische Großwetterlage in Regensburg und deren SPD anscheinend existenziell.
    Das Interesse der Bürger an Politik ist seit Jahren rückläufig, da ändert ein Name an einer Schule nichts.

  • n.Luther

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    Inhaltslose CSU-Sülze

  • Dieter Baldauf, Stadtdirektor a. D.

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    Zum Namensstreit für die Grundschule Prüfening
    Wir haben in Regensburg bekanntlich eine „Hans-Herrmann- Schule“. Hans Herrmann war seit 1918 Mitglied der Bayerischen Volkspartei, in der Weimarer Zeit einer Partei des politischen Katholizismus. 1935 trat er der NSDAP bei und wurde förderndes Mitglied der SS. Nach dem Krieg trat er der von ihm mitgegründeten CSU bei. 1959 wurde er zum Ehrenbürger von Regensburg ernannt. Solche Charaktere hält man in Regensburg also bis heute für würdig, der lernenden Jugend als Vorbild zu dienen.
    Hans Weber dagegen trat im Alter von 14 Jahren der SPD und den „Freien Gewerkschaften“ bei. Nach der Machtübernahme Hitlers und dem Verbot der SPD setzte er den Kampf gegen den Nationalsozialismus, welchen er schon früher bekämpft hatte, fort. 1934 wurde Hans Weber von der Gestapo verhaftet und zu 4 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Die Zuchthausstrafe verbrachte er teilweise in einem Konzentrationslager. Nach dem Krieg war Weber viele Jahre lang ein häufig und auch überregional eingeladener Zeitzeuge des sozialdemokratischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Hans Weber verband seine Berichte aber auch immer mit einer Mahnung für die Gegenwart, die aktuelle Gefahr von Rechts nicht zu unterschätzen.
    2006, drei Jahre nach Webers Tod, stiftete die Regensburger SPD einen nach Hans Weber benannten Preis für mehr Toleranz und Demokratie. In seiner aus diesem Anlass gehaltenen Festrede sagte der ehemalige Münchner Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel: „Sprecht und bringt euch ein, wer das nicht tut, lässt die Demokratie und Menschenwürde im Stich“.
    Diese Worte treffen m. E. auf die Rektorin und den Elternbeirat der Prüfeninger Grundschule zu, die es ablehnten, die Schule nach Hans Weber zu benennen. Es ist eine Schande für ganz Regensburg, dass sie der Schule stattdessen einen Namen nach Sebastian Killermann geben wollen. Dieser Mann unterschrieb 1933 zusammen mit anderen ein „Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Staat“. Wenn die Elternbeiratsvorsitzende dieser Schule nun behauptet, sie sei von der Regensburger SPD unter Druck gesetzt worden (Regensburg Digital vom 30. 04. 2011), so lachen über diese Erfindung die Suppenhühner. Die Frau sollte sich wegen ihrer Haltung in dieser Frage schämen.
    Dieter Baldauf

  • Name

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    Baldauf schieb:


    In seiner aus diesem Anlass gehaltenen Festrede sagte der ehemalige Münchner Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel: „Sprecht und bringt euch ein, wer das nicht tut, lässt die Demokratie und Menschenwürde im Stich“.
    Diese Worte treffen m. E. auf die Rektorin und den Elternbeirat der Prüfeninger Grundschule zu, die es ablehnten, die Schule nach Hans Weber zu benennen.

    Sehr richtig, Herr Baldauf. Bei der Namensentscheidung wurden von der SPD Methoden der Nationalsozialisten angewandt, um ihren Willen durchzusetzen. Erst wurden Elternbeirat und Lehrer, die Demokratisch entschieden hatten, unter Druck gesetzt. Anschliessend wurde duch die SPD-freundliche Presse (Frau Böcken) gegen diese Personengruppe gehetzt.

    „Sprecht und bringt euch ein“ ist genau das, was der Elternbeirat getan hat.

    Demokratie, lieber Herr Baldauf und SPD, sollte man auch dann unterstützen, wenn es gegen die eigene Meinung geht.

  • Immanuel K. Anti

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    Typische Methoden der Nationalsozialisten waren z.B. Inhaftierung politischer Gegner, Haft in Konzentrationslagern, Entsenden von Schlägertrupps, Brandstiftung, Zerstören und Beschlagnahmen von Eigentum.
    Die Presse, die das damals bejubelt und gerechtfertigt hat, hieß „Stürmer“ und „Völkischer Beobachter“, die darf man ohne weiteres als Hetzpresse bezeichnen.

    Und jetzt darf man lesen, dass die Regensburger SPD sich der Methoden der NSDAP bediente und die MZ ein SPD-nahes Blatt wäre, das ähnlich agiert wie der Stürmer, garniert mit der (hier vollkommen sinnentleerten) Vokabel „Demokratie“.

    Ganz großes Kino.

  • mabus r.

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    Ich frage mich,
    wer hat den vor etlichen Jahren die Killermann-Straße erfunden und
    welche Partei hat im Stadtrat dagegen gestimmt?
    Es wird bestimmt einige Forscher geben, die die Lösung finden.

  • Dubh

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    Unbedingt!
    V.a. wenn es darum geht Leute als „ideale“ Namensgeber für Schulen zu bezeichnen, die mit Demokratie offensichtlich nichts am Hut hatten gelle?!
    So wie Sie offenbar, denn Kritik an geäußerter Meinung ist EBENFALLS freie demokratische Meinungsäußerung!

    Es ist schon interessant, wie Antidemokraten immer so tun, ob sie nun Müller oder Name heißen, als sei Meinungsfreiheit eine Einbahnstraße – von „maßgeblicher“ Stelle einmal Geäußertes hat unwidersprochen zu bleiben, alle anderer Ansicht haben das Maul zu halten.
    DAS mein Guter nennt man gemeinhin DIKTATUR.

    Zudem hat NIEMAND dieser im besten Falle komplett gedankenlosen „Schulfamilie“ die Mitsprache bei der Namensgebung abgesprochen.
    Die hätte ja schlicht auch gleich vorschlagen können, dass der jetzige Name bleibt – wenn es darum gegangen wäre, dass man keine Umbenennung will – DAS hat sie aber nicht.

    Nee, die finden den „Rassekundler“, katholischen Priester und Unterzeichner eines bedingungslosen Bekenntnisses deutscher Wissenschaftler zu Hitler und dem nationalsozialistischen Staat, Sebastian Killermann einfach super!
    „Nomen est Omen“, frei übersetzt „der Name ist Programm“ wie schon der alte Römer Plautus meinte.

    Was soll man noch sagen: Bitte keinesfalls nachmachen liebe Kinder, nehmt euch KEIN Beispiel an solchen Erwachsenen, die es nicht einmal für nötig halten sich mit dem Programm das sie der Schule verpassen wollten, in die sie euch täglich schicken, auseinanderzusetzen!

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