SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 30. April 2011

In der Debatte um den richtigen Namenspatron für die Grundschule Prüfening hat uns ein Kommentar der Elternbeiratsvorsitzenden Angelika Solleder erreicht, den wir an dieser Stelle auch als Gastbeitrag veröffentlichen. Folgt man der Darstellung von Frau Solleder, hat die SPD der Schule mit einer Medien-Kampagne gedroht, sollte die Schule nicht nach Hans Weber benannt werden. Der Elternbeirat wurde demnach massiv unter Druck gesetzt. Ein Bärendienst für den Antifaschismus, sollten die Vorwürfe zutreffen. Im Folgenden das Schreiben von Angelika Solleder. Sehr geehrte Leser und Leserinnen! Jeder, der im Stadtwesten wohnt, kennt unsere Schule mit dem Namen Grundschule Prüfening oder Killermannschule, weil sie auch in derselben Straße liegt. Es ist möglich, daß eine Schule nach einer ehrenwerten Person benannt wird. Das Amt für Schulen hat das Lehrerkollegium, die Rektorin und den Elternbeirat schriftlich aufgefordert einen eigenen Vorschlag für den Schulnamen zu bringen. Nachdem sich Matthias Sebastian Killermann verdient gemacht hat in Wissenschaft und Kunst, an der Regensburger Universität als Hochschulprofessor, Lehrer und Theologe tätig war, junge Menschen gefördert und unterstützt hat, haben die Rektorin und das Lehrerkollegium beschlossen, der Name Killermann wäre für ihre Schule ideal, auch deshalb, weil sie von den meisten Eltern bereits so genannt wird. Die Mehrheit des Elternbeirats hat sich in einer Abstimmung am 01.02.11 für Killermann entschieden und dies schriftlich dem Amt für Schulen mitgeteilt. Die SPD-Stadtratsfraktion jedoch hatte schon lange andere Pläne, nämlich, daß diese Schule, wenn sie neu gebaut wird , Hans Weber Schule heißen solle. Das hat sie im Vorfeld mit den Angehörigen von Hans Weber so abgesprochen. Als bekannt wurde, daß ohne die Zustimmung der Schulfamilie keine Namensänderung möglich sei, wurde man nervös, und die Vorsitzende des Elternbeirats wurde telefonisch unter Druck gesetzt, daß es einen Skandal in der Presse geben würde, wenn sie nicht ihre Meinung ändere. Desweiteren wurden in einer Schulsitzung die Befürworter Killermanns von einigen Mitgliedern der SPD degradiert und beleidigt. Die Lehrerinnen, die Rektorin und die Mehrheit des Elternbeirats haben immer wieder betont, daß sie Hans Weber keinesfalls ablehnen, sehr wohl um seine Verdienste wissen, nur, daß sie in der Diskussion um ihre Schule, die seit 30 Jahren nun schon besteht, den Namen Killermannschule vorziehen. Auch das Thema Naturkunde passe ihrer Ansicht nach besser zum Lehrplan einer Primarstufe als der Nationalsozialismus. Weil Weber ein sehr häufiger Name ist, könnte man außerdem Hans Weber auch leicht verwechseln mit dem anderen Hans Weber, der Mitglied in der NSDAP war. Der Name Killermann aber ist einmalig. Es ist eine Hetzkampagne gegen die Schulfamilie von seiten der Presse. Die Presse hat nun nicht nur den Namen Hans Weber, sondern auch unsere Schulfamilie beschmutzt. Was ich sehr bedauerlich finde, daß Frau Zangl, die zum Schuljahresende in Pension geht, ungerechterweise beleidigt wird. Das hat sie nicht verdient. Warum muß die Presse derartige Hetzkampagnen gegen die Schulfamilie der GS Prüfening führen? Die Entscheidung ist doch längst gefallen. Unsere Schule wird weiterhin Grundschule Prüfening heißen. Angelika Solleder 1. Vorsitzende des Elternbeirats der GS Prüfening

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