Kreuzbraves Haberfeldtreiben

Ein wahrer Christ. Das ist Schulbürgermeister Gerhard Weber. Und ein Mann klarer Worte, der diesen seinen Glauben auch zu verteidigen weiß. Gegen Ungläubige. Gegen Ausländer. Und gegen das Grundgesetz. Wenn da ein Professor meint, er könne einfach geltendes Recht einfordern, hat er sich geschnitten und zwar gewaltig. Wie die Mittelbayerische Zeitung in mittlerweile drei aufeinanderfolgenden Ausgaben berichtet, hat dieser Professor das Kreuz in der Schulklasse seines Sohnes abhängen lassen. Eine Forderung, die mit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1995 in Einklang steht, das die bayerische (!) Praxis, Kreuze in Schulen aufzuhängen für grundgesetzwidrig erklärt hat. Dass dieser Professor dieses Recht nun in die Praxis umgesetzt hat und noch dazu mit seiner Familie, wie ebenfalls aus der Mittelbayerischen Zeitung zu erfahren ist, „aus dem englischssprachigen Ausland eingereist“ ist, nimmt der Bürgermeister als Steilvorlage, um (man kennt das irgendwoher) mal was zu sagen, was schon erlaubt sein muss. „Die Frage muss erlaubt sein, ob damit nicht das Gastrecht, das wir Ausländerinnen und Ausländern gerne gewähren, überstrapaziert wird, wenn nämlich jahrhundertealte deutsche Traditionen wie das Kreuz in Schulzimmern angegriffen werden“, lässt er am Montag in einer Pressemitteilung verlauten. Und Weber fordert den Vater auf – nein, nicht das Land zu verlassen, wie man angesichts dessen meinen könnte – sondern „sich in der Öffentlichkeit zu seinem Vorstoß zu bekennen“. Dabei ist die Familie anhand der Informationen in der MZ sowieso ohne weiteres zu identifizieren. Aber ein noch etwas öffentlicherer Pranger scheint besser zu sein, um diesen Mann mal Mores zu lehren. Weber darf sich dabei in guter Gesellschaft fühlen. „Hat hier eine extreme Minorität die Schul-Autorität unter Druck gesetzt?“, wird ganz unprätentiös in der Mittelbayerischen Zeitung gefragt, die ziemlich unverhohlen zum Halali auf den Gottlosen bläst. Dabei wird das Thema am Albertus-Magnus-Gymnasium, wo sich das vermeintliche Drama abspielt, weit weniger hoch gehängt, als die Berichterstattung einen glauben machen könnte. Im Kollegium herrscht recht wenig Aufregung über den Fall an sich, wenn man den Aussagen einiger Lehrer glauben kann. Auch in der Klasse hatte man mit dem Andachtskreis ohne katholischen Bezug eigentlich eine Einigung gefunden. Es ist eher der Medienrummel, der für Unruhe sorgt und der wurde Wochen später, nach einem Elternabend, losgetreten. Gerade mal sechs von 32 Elternpaaren der betroffenen Schulklasse haben sich tatsächlich über das abgehängte Kruzifix beklagt, vier von ihnen haben schließlich einen Brief geschrieben. Diese Eltern werden nun von der Mittelbayerischen Zeitung zur vermeintlichen Mehrheit erhoben. Die „AMG-Familie“, also das ganze Gymnasium, 1.000 Schüler nebst Angehörigen, sei „geschockt“ wird am Montag gar geschlagzeilt, ohne dass dafür konkrete Belege genannt würden. Stattdessen kommen drei Stadträte und ein anonymer Lateinlehrer (nicht des Albertus Magnus-, sondern des Pindl-Gymnasiums) zu Wort, die von einem „unerhörten Skandal“ (Eberhard Dünninger, ödp) und „Intoleranz“ (Margit Wild, SPD) sprechen oder „schlechte Zeiten“ angesichts abgehängter Kreuze heraufziehen sehen (Bernadette Dechant, CSU). Zudem berichten „Quellen“ der Mittelbayerischen Zeitung davon, dass der Sohn dieser gottlosen Familie als Teufel verkleidet zur Schule gekommen sei. Da scheint Satan nicht weit zu sein – entsprechende Reaktionen im Internet gibt es bereits. Die Familienmitglieder werden auf einschlägigen Seiten als Satanisten beschimpft. Einem Bericht von Radio Ramasuri zufolge sollen sie bereits Drohbriefe erhalten haben. Bürgermeister Weber wird dagegen in rechtsradikalen Internetforen gefeiert. Der ansonsten nicht eben dafür bekannte Regensburger Bischof bleibt dagegen fast moderat. Der sähe es zwar auch lieber, wenn das Kreuz in der Schule hängen bliebe und definierte Toleranz anlässlich eines Pontifikalamts am Montagabend als etwas, dass die atheistische (oder andersgläubige) Minderheit gegenüber dem Christentum zu üben habe. Im Gegensatz zu Weber und der Mittelbayerischen Zeitung drischt er aber nicht auf die Familie ein, lässt den konkreten Fall sogar unerwähnt und von seinem Sprecher Clemens Neck verlautet gar gegenüber dem Regensburger Wochenblatt, es sei zunächst nicht zu kritisieren, wenn der Vater sich auf „in Deutschland geltendes Recht“ berufe. Über das Recht müsse man diskutieren. Nun kann es einem gleichgültig sein, ob in einem Klassenzimmer ein Kreuz hängt oder nicht. Man kann es andererseits auch bedauern, schade finden und kritisieren, wenn da kein Kreuz mehr hängt, weil man es doch mit seiner persönlichen Weltanschauung verbindet. Was aber mehr als nur zu bedauern ist, als ein fehlendes Kreuz im Klassenzimmer ist das Haberfeldtreiben das hier eine Tageszeitung und ein Bürgermeister gegen eine einzelne Familie veranstalten, die schlicht ihr grundgesetzlich garantiertes Recht wahrnimmt, das übrigens auch für Menschen gilt, die „aus dem englischsprachigen Ausland eingereist“ sind. Da mag sich Weber als guter Christ fühlen, doch er ist nichts anderes als ein Hetzer.

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Kommentare (61)

  • Bernd Henneberg

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    Das eigentlich Beschämende an dieser Meldung ist doch nicht das Kreuz, sondern die Tatsache, daß an dem sogenannten „Elite“-Gymnasium 32 Jugendliche in einer Klasse unterrrichtet werden! Wie da ordentlicher Unterricht gehalten werden kann ist mir schleierhaft.

  • ehemaliger Schüler

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    @Bernd Henneberg

    Sie haben völlig recht! Wir waren 42 Schüler in einer Klasse. Ich finde es unfair, wenn nur 32 Schüler in einer Klasse sind. Da wird man ständig ausgefragt und muss auch ständig aufmerksam sein, auch wenn man mal nicht so fit ist.

    Von den 42 haben übrigens fast alle das Abi gemacht und das bestimmt nicht schlecht. Aber wir waren auch weitgehend Schüler aus Familien, die materiell nicht sonderlich gut dastanden und unsere Eltern haben die Lehrer einfach unterrichten lassen ohne sich ständig einzumischen.

  • Neuromancerr

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    Bravo! Ein guter Artikel, der die tatsächliche Rezeption der Ereignisse widerspiegelt.
    Bloß weil hier der MMC-Wanner ein Forum hat seine orthodox-katholischen Wahnvorstellungen zu publizieren, darf das noch lange nicht kritiklos in der Öffentlichkeit dargestellt werden.
    Herr Wanner:
    Im Gegensatz zu diesem Artikel hier könnte es ihren Hetzartikeln nicht schaden wenn darin zum Ausdruck käme, dass es emotionaler Buchstabensalat eines konservativen Katholiken ist und nicht der Artikel eines seriösen Journalisten!
    Habe die Ehre!

  • Zugroaster

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    Leben wir nicht im Zeitalter der Säkularisation?
    Wenn dem doch so sein sollte, dann gehört das Kreuz als Glaubensbekenntnis in die Kirche und den privaten Bereich aber sicher nicht in die Schule, die durch die Trennung von Staat und Kirche auf ‚Staatseite‘ steht. Diese Recht einzufordern ist also recht und billig.

    Was ich faszinierend finde, ist die Betonung des Bürgermeister auf dem Wort ‚Gastrecht‘. Damit zeigt sich erneut, dass die Menschen und vor allem die Volksvertreter ein beschämendes Ab- und Vorbild für die Boomtown Regensburg sind. Ausnahmslos alle Regensburg Industriebetriebe à la Alstom, Infineon, Conti oder BMW beschäftigen schon heute eine Vielzahl an internationalen Mitarbeitern, also Menschen mit Migrationshintergrund.

    Ich kann nur sagen: weiter so Herr Bürgermeister. Hoffen wir alle, dass der Professor sich als Gast fühlt und möglichst bald wieder geht. Regensburg einmal mehr wes Geist es ist! Gäste sind schließlich wie Fisch …

  • gifthaferl

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    „unsere Eltern haben die Lehrer einfach unterrichten lassen ohne sich ständig einzumischen.“
    ehemaliger Schüler

    Kreuz abnehmen lassen ist sich ständig in den Unterrricht einmischen?
    Dann hatten Sie wohl Dauerreligionsunterricht?

    Auch ne schreckliche Vorstellung, 9 Jahre lang nur Religion!
    Und ich wusste gar nicht, dass man nur damit Abitur kriegen kann.

    Na ja, die Taliban lernen ja auch nur den Koran auswendig, ich sag es ja immer Gotteskrieger, ob es nun katholische oder muslimische sind, die Verwandtschaft ist so eng wie bei eineiigen Zwillingen, man kommt halt aus dem gleichen Nest, das lässt sich nun mal nicht leugnen.

  • ExRA

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    Das entscheidende ist doch, und das wird aus meiner Sicht viel zu wenig thematisiert, dass bei uns als Symbol für den katholischen Glauben auch schon in Kindergärten und Erstklässler-Klassenzimmern furchteinflössende Kreuze mit einem zu Tode gequälten, blutüberströmten Menschen hängen. Es gäbe unzählige andere Motive, die Christus in Situationen zeigen, die den wahren Kern seiner Botschaft widerspiegeln, aber stattdessen hängt man sich mit grösster Freude eine Folterszene in den Herrgottswinkel. Das nennt man Gehirnwäsche auf katholisch und jeder, der sich über das Abhängen dieser abgrundhässlichen Motive in öffentlichen Räumen echauffiert, mag sich fragen, ob ihm der Herr Pfarrer oder der Herr Religionslehrer in seiner Kindheit nicht ein paar Ganglien in seinem Kleinhirn verschmort hat.

  • Weber

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    Dass Eberhard Dünninger und Margit Wild sich vor diesen CSU-Karren spannen lassen, desavouiert sie.

    „Gerade mal sechs von 32 Elternpaaren der betroffenen Schulklasse haben sich tatsächlich über das abgehängte Kruzifix beklagt“ Dann habe ich im Posting vor Aigners Artikel einigen Eltern Unrecht getan – verführt durch die MZ.

    Die standhaften Eltern – Christen wie Nicht-Christen – sind dagegen zu loben: BRAVO!

  • Jörg Marienhagen

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    Vielen Dank für diese sachlichen Informationen nach all der inszenierten Empörung.

    Man muss es in der Tat mit Sorge sehen, mit welchem Hass gewisse stadtbekannte Fundamentalisten hier auf jemanden einschlagen, der etwas eingefordert hat, was für eine staatliche Schule des Jahres 2010 eigentlich selbstverständlich sein sollte: weltanschauliche Neutralität.

    Die in der MZ inszenierte Empörung könnte man getrost als amüsante Posse aus der schwarzen Provinz abtun. Wenn allerdings nun von offizieller Seite (und auch ein ansonsten glückloser Kommunalpolitiker ist als Schulbürgermeister eben keine Privatperson) ausländerfeindliche Emotionen geschürt werden, hört der Spaß auf, und der „unerhörte“ Skandal beginnt.

    Spätestens jetzt sollten die in der MZ mit ihrer Betroffenheit zu Wort gekommenen Christenmenschen Farbe bekennen!

    Und hoffen wir alle, dass dem mutigen „Atheisten, Dokor, Unigelehrtem „(O- Ton Wanner) nichts Schlimmeres zu stößt. Bei aufgehetzten religiösen Fanatikern weiß man es nie…

  • Johann Baptist Müller

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    Müller hat im Pontifikalamt die demokratisch-säkulare Gesellschaft als Problem behandelt und an diese appelliert Kreuz und Christlichen Glauben in der Öffentlichkeit zu tolerieren.
    Dies bedeutet eine kleine Veränderung in seiner verzerrten Wahrnehmung: bislang wähnte er die katholische Kirche in einer Situation, „wie 1941“. Die Müllersche Christenverfolgung dauert aber an!

    Weiter bemühte sich Bf. Müller gestern den Kirchenbesuchern, darunter viele Schüler des AMG, Albert Magnus als Vorbild der Gelehrsamkeit und Toleranz anzupreisen – Albert sei so offen mit andern Kulturen und Religionen umgegangen (oder so). Dies ist reinste Geschichtsklitterung nach Müller-Art.

    Albert hat z.B. in der Geschichte der christlichen Judenfeindschaft eine wichtige Rolle gespielt. Im Jahr 1242 wurde in Paris der Talmud in riesigen Stückzahlen verbrannt (angeblich 240 Wagenladungen) und nach Klagen von Juden beim Papst setzte dieser eine Untersuchungskommission ein. Diese bestätigte die Rechtmäßigkeit der Vorgänge, was wiederum zur weiteren Talmud-Verbrennungen und zur Vernichtung von jüdischer Gelehrsamkeit führte. Albert der Große, der spätere Bf. Von Regensburg, war einer der maßgebenden Köpfe der Kommission.

    Wohin führt der Toleranzbegriff eines Bf. Gerhard Ludwig und die unkritische Huldigung eines großen Judenfeindes, wie Albert einer war?

  • J. Mühlbauer

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    Manche Kommentatoren stände es gut an, Gott um mehr Hirn bzw. Wissen zu bitten.

    Da wird beispielsweise behauptet, dass es sich bei den Kurzifixen um „furchteinflössende Kreuze mit einem zu Tode gequälten, blutüberströmten Menschen“ handeln würde und es wird von „Folterszenen“ gesprochen.

    Was hängt denn da in der Ecke? Ein Kreuz, in der Regel aus Holz gefertigt. Ob mit oder ohne Christusfigur ist erstmal irrelevant, denn selbst im zweiten Fall sind auf dem Leib keine Blutspritzer oder ähnliches zu sehen.

    Was soll uns das Kreuz sagen? Ein Symbol für die Herrschaft der Kirche, wie manche hier andeuten? Wohl kaum. Das Kruzifix symbolisiert die Liebe, die Gott für die Menschen empfindet. Heutzutage, in einer aufgeklärten Welt, sollte das Kruzifix Ansporn für uns sein, den Mitmenschen mit Nächstenliebe und einer gewissen Selbstlosigkeit entgegenzutreten. Und was ist daran falsch?

    Falsch sind sicherlich Webers Aussagen zu diesem Thema. Wen wundert das wirklich, bei so einem überrragenden Schulbürgermeister? Aber das Kruzifix halte ich für wichtig, da es (zumindest Teile der Gesellschaft) an soziale Werte erinnert, die auch in unserer aufgeklärten Welt noch richtig sind. Werte wie, Engagement für Schwächere, Selbstlosigkeit, Dienst an den Armen und Schwachen. Ein „Superman“, „Tele Tubbie“ oder „Power Ranger“ kann diese Werte jedenfalls nicht vermitteln.

  • Veits M.

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    Reagieren Sie mit Peter Esser „sensibel“!

    Am 22. Oktober 2005 war in der MZ – zum 60-jährigem Jubileum – folgende Überschrift mit dem Bild des Firmengründers Karl Friedrich Esser zu lesen:

    „EIN WACHHUND DER DEMOKRATISCHEN PRESSE …“

    Im Artikel heißt es u.a.:
    „In den Augen der amerikanischen Informationskontrolle galt die MZ schon Ende 1945 als intelligente Zeitung mit stärkerer lokaler Orientierung. 1947 lautete das Urteil der Information Control Division (ICD): „Eine der besten in der amerikanischen Zone – ein Wachhund der demokratischen Presse!“

    Weiters war zu lesen:
    „Konnte Karl Heinz Esser als Repräsentant der zweiten Generation schon vor Jahren voller Stolz davon berichten, wie sehr die Leser die unabhängige Haltung der MZ honoriert hatten (….), so sind sich Peter Esser und Thomas Esser wiederum als die heute Verantwortlichen mehr denn je der Tatsache bewusst, die Thomas Mann einst so formuliert hatte: „Es gibt keinen Besitz, der Nachlässigkeit vertrüge.“

    Auf der gleichen Seite schreibt der Herausgeber Peter Esser:
    „Zur täglichen Arbeit gehört das Verständnis, dass man für ein Markenprodukt tätig ist, dessen Konsumenten sehr sensibel auf Qualitätsschwankungen reagieren.“

  • True Athesit

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    In Deutschland sollte eigentlich die Trennung von Staat und Releigion gelten – drum weg damit und die Kirchensteuer hinterher.

    Die MZ ist für mich eh schön länbger als seriöses Blatt gestorben – hier wird nur noch parteisch berichtet – in Regensburg PRO CSU/MÜLLER und die Restfaschisten und in Burglengenfeld PRO SPD/KARG…. Weg mit diesem Mist.. Glaube sollte Privatsache sein und hat an einer Schule, Behörde…. nichts verloren.

  • ExRA

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    @J.Mühlbauer:

    Genau auf das habe ich gewartet – dass einer sich darauf beruft, dass es sich ja nur um ein einfaches Holzkreuz ohne blutige Figur handelt! Und was geben Sie noch zum Besten? Ich darf Sie wörtlich zitieren:

    „Das Kruzifix symbolisiert die Liebe, die Gott für die Menschen empfindet.“

    Aha.

    Ich bin mir sicher, dass Gott, falls er selber entscheiden dürfte, mit welchem Symbol er seine Liebe für uns Menschen zum Ausdruck bringen dürfte, uns seinen Sohn inmitten Tausender Menschen während der Bergpredigt zeigen würde, anstatt sich und uns mittels einer bestialischen Tötungs-Szene ständig daran zu erinnern, dass wir Menschen ihn getötet haben.

    Plappern Sie doch nicht immer nach, was Ihnen die Kuttenträger vorsagen – Sie haben doch selber von Ihrem Gott ein Gehirn spendiert bekommen!
    Verzeihen Sie meine offenen Worte, vielleicht bewirken sie ja was.

  • Roadrunner

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    Und genau DAS ist der Grund, warum das BVerfG damals wohl der Meinung war, man könne die Dinger nicht aufhängen.

    Man sieht ja, was gewisse Eiferer mit solchen Leute machen…

  • J. Mühlbauer

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    @ ExRA:

    Das sehe ich leider anders. Jesus inmitten tausender Menschen wäre ein Symbol, welches sich Gott in keinem Fall für die Darstellung seiner Liebe aussuchen würde. „Jesus Superstar“ würde nämlich nur den menschlichen Trieb fördern, sich selbst zum Star zu machen, was letztlich in der Regel auf dem Rücken der Mitmenschen geschieht. Es geht doch in dem Bild vom Kruzifix auch darum, dass gerade der Schwache zum Helden, zum Retter werden kann.

    Und bitte überdenken Sie die ständige Beschreibung des Kruzifixes als „Tötungsszene“. Denn erstens ist nicht auf jedem Kreuz ein Korpus angebracht und zweitens geht es nicht um die Tötung, sondern um das Leiden welches Gottes Sohn für uns Menschen erduldet hat.

    Im Übrigen kann ich Sie insoweit beruhigen, dass ich den „Kuttenträgern“ nichts nachplappere, sondern mir seit Jahrzehnten selbst Gedanken zu dieser Thematik mache. Und auch wenn Ergebnis meiner Gedanken – soviel sei verraten – nicht immer im Sinne der Kirche ist, so bringe ich der Institution und deren Mitarbeitern den Respekt dar, den diese verdienen. Denn den wahren „Kuttenträgern“ (und ich rede nicht von den bedauernswerten Entgleisten, über die in letzter Zeit in den Medien berichtet wurde) geht es durchaus noch um das wohl der Menschen.

    So erlaube ich mir abschließend auch Ihnen einen Rat zu erteilen: Reden Sie mit denjenigen, deren Meinung Sie nicht teilen. Denn das führt letztlich zusammen und womöglich auch zu einer Veränderung bei dem anderen. Dem anderen aber keinen Respekt beizubringen oder gegen ihn zu hetzten führt zu keinem Ergebnis und läd letztlich andere dazu ein, mit Ihnen genauso zu verfahren.

    Gerade zum Thema Respekt: Ich respektiere wenn jemand nicht an Gott glaubt, auch wenn ich es als bedauerlich empfinde. Warum wird so selten respektiert, dass ich an Gott glaube?

  • Rainer

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    Ich war schockiert als ich diese Kampagne der Mittelbayerischen Zeitung entdeckt habe. Gut, dass es diese Website als kleines Gegengewicht gibt.

    Diese Zeitung kann ich nicht mehr ernst nehmen. Die Jugend sei verdorben, Internetsperren seien heilsbringend und die Anwendung des Grundgesetzes um Staat und Kirche auch tatsächlich zu trennen, führt quasi zur Einführung eines Prangers. ich finde dafür keinen anderen Ausdruck als erbärmlich.

    Witzig finde ich ja, dass trotz all dem die Empörten Christen als tolerant darstellen…..

    Ich bin auch Christ, aber man muss seinen Glauben nicht jedem aufzwingen – man darf das auch nicht, denn wir haben zum Glück Religionsfreiheit. Dazu gehört auch die Trennung von Staat und Kirche, und genau so sollte es in einer aufgeklärten Gesellschaft sein.

  • gifthaferl

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    @ ExRa
    Also sorry, das Folteropfer am Kreuz IST der wahre Kern der christlichen Botschaft.
    Das ist der Gott, den Christen anbeten.
    Der es sich aussuchen, wie er dargestellt werden möchte – ja entweder kann er nicht, oder will er nicht, nicht wahr?

    Wieso ist denn dieses Blutopfer am Sohn nötig?
    Um die Menschheit von der durch die Frau mit dem Sündenfall in die Welt gebrachten, sexuell pränatal übertragbaren Krankheit namens ERBSÜNDE zu erlösen, zu erretten!

    Einzig dieses Sohnesopfer gibt dem Christenmenschen die Hoffnung im Jenseits gottnah sein zu können, ohne das würde er eh in der Hölle schmoren, egal wie brav und edel er im Leben gewesen wäre. Deswegen muss man ja auch die Säuglinge taufen, sogar nottaufen, damit sie zu Gott kommen können falls sie sterben.
    Ohne je die Gelegenheit zum Sündigen gehabt zu haben, haben die ein pechschwarzes Seelchen ohne Taufe.

    Das AT gehört zum Christentum, das kann man nicht einfach weglassen, und ohne das ergibt dieser „Opfertod“ ja noch weniger Sinn bzw. es wäre das Opfern an die GöttInnen, wie in anderen viel älteren Religionen auch.

    Kain und Abel, der Bauer und der Hirte, das Tieropfer mag er der Gott, das pflanzliche Fruchtopfer interessiert ihn nicht, deswegen kommt es zum ersten Mord – ein Brudermord, Abraham soll auch gehorchen, und seinen Sohn opfern, macht er auch, kommt dann aber ausnahmsweise noch mal davon.

    Er hat es schon mit den Blutopfern, den männlichen, Söhne, Brüder, dieser VaterGott.
    Wobei Opfertiere natürlich immer männlich sind, da nun mal weniger ertragreich als weibliche.
    Ein Stier reicht für ein Dorf…………………

    Dieser Gott bringt die Menschheit zum Sündenfall, durch ein Verbot, das er erlässt, damit sie es übertreten (allwissend), verdammt sie daraufhin mit allen je Nachgeborenen, und muss sich selbst seinen Sohn opfern lassen, damit er die von ihm geschaffenen, soo geschaffenen Menschen wieder in seiner Nähe aushalten kann – nach deren Tod.
    Tja.

    Aber halten sie Kinder nicht für blöde, einen „lieben Gott“ hab ich mir schon als Kind ein wenig sehr anders vorgestellt.
    Ich hatte allerdings auch keinen Vater, der mich aus Liebe und um mir Gutes zu tun für das weitere Leben, prügelte und sonst wie bestrafte.
    Ich kenne aber genug, die solche Väter und auch Mütter hatten.

    Das hilft vielleicht um solche Gottesvorstellungen mit Liebe zu assoziieren.

    Davon abgesehen, wenn der unabdingbar zur „Erlösung“ notwendige Opfertod des Gottessohnes nicht die wesentliche Aussage des Christentums wäre, was ergäbe deren Hauptritual um Wandlung und Abendmahl für einen Sinn.
    Da wird er ja nun symbolisch immer wieder geopfert – und aufgegessen.

    Die Bergpredigt, die steht auch in der Bibel, aber nur auch.
    Es geht ja nicht um beliebige Gottesvorstellungen beim Christentum, auch bei den Protestanten nicht, sondern um genau, die, die dieses Kreuz mit Corpus repräsentiert.

  • Jakob Spitzauer

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    Ein wie ich finde sehr guter Artikel. Man ist immer wieder erstaunt, welche Hintergründe andere Medien (wissentlich?!) verschweigen…

    Nur noch peinlich finde ich allerdings, wie schnell so eine Diskussion mal wieder völlig abdriftet und quasi nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun hat.

  • Alexander Gruber

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    Angesichts der verbalen Absonderungen von Herrn Weber habe ich große Zweifel ob dieser noch ganz dicht ist.
    Wenn Frau Wild hier mitmacht ist das bedauerlich, aber von heilpädagogischen Förderlehrerin war nichts anderes zu erwarten.

  • Eduard Buchinger

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    an @all ;-)

    Jetzt aber schlägst 13, der Schulbürgermeister hat Stellung bezogen und mahnt ein womöglich
    überstrapaziertes Gastrecht, wohl verursacht durch den besorgten Vater, der laut Weber Gerhard aus dem
    „englisc hsprachigen Ausland“ mit seiner Familie zugezogen sei!!!
    Ja! Herr BM Weber, da habens wieder einmal kräftig daneben gehauen, mit Ihrer spitzfindigen Frage (wörtlich) „die Frage muß
    erlaubt sein, ob damit nicht das Gastrecht das wir Ausländerinnen und Ausländern gerne gewähren. (durch
    das Ansinnen des besorgten Vaters); ÜBERSTRAPAZIERT wird“ (…)
    Ihre „Deutsche Leitkultur“ können Sie sich, ich weiß nicht wohnin stecken, aber bitte lassens gefälligst unsere
    „Ausländischen“ Gäste und Familien auch zukünftig in Ruhe!

    Sie dienen sich nur den Rechtspopulisten Ihrer eigenen Partei an, damit machen Sie sich (selbstredend) keine Freunde in der selbstbewusten und demokratischen Bürgerschaft dieser alten – von je her Gastfreundlichen und zugleich modernen Stadt!
    Ewig Gestrige Herr BM Weber haben nun endgültig ausgedient, Frasen und Stimmungsmache ziehen nicht mehr hier in Regensburg, dass war einmal (lieber) Gerhard Weber!

    Mit besten Grüssen! Eddi Buchinger :-)

  • Dolittle

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    Je mehr (vermeintliche) christliche Werte wie das lebenslange Hausfrauendasein, das Recht auf Vergewaltigung in der Ehe, Intoleranz, Homophobie, Antisemitismus, Scheinheiligkeit und Bigotterie erodieren, je kürzer die alljährlichen Fronleichnamsprozessionen werden, weil die Gläubigen lieber ausschlafen, je größer die Orientierungslosigkeit in (vermeintlich) konservativen Kreisen und je niedriger die Umfragewerte der CSU, desto größer ist die Bereitschaft der letzten Wahrer bajuwarischen „Mir san mir“-Gefühls, mal wieder zu einem großen Kreuzzug zu blasen.

    Dass die SPD in Gestalt von Frau Wild und Herrn Wolbergs diesmal ganz vorne mit dabei ist, zeigt den traurigen Opportunismus dieser Partei in Regensburg. Ein Jammertal, die nächsten Wahlen werden es wieder zeigen.

    1995 riefen Priester und Bay. Staatsregierung offen zum Verfassungsbruch auf, weil das Bundesverfassungsgericht verlangt hatte, die negative Religionsfreiheit zu achten. Der Staat des Grundgesetzes sei religiös und weltanschaulich neutral, Wesensgehalt eines demokratischen Gemeinwesens und seiner Grundrechte sei der Minderheitenschutz. Ein Priester damals: „Sollen sie nur kommen, die Herren Richter, und uns das Kruzifix wegnehmen. Wir haben nicht vergessen, wo wir unsere Sensen und Dreschflegel haben.“

    Dann wurde darauf verwiesen, wie heroisch die Regensburger in der NS-Zeit waren. Es gab sogar 1942 Demonstrationen gegen einen Erlass, durch den Kruzifixe mit Hitlerbildern ersetzt werden sollten. Gegen die gleichzeitige Deportation der jüdischen Mitbürger aus Regensburg regte sich dagegen kein Finger. Konsequent christlich halt, siehe oben.

    Wesentlich sachlicher berichtet die „Süddeutsche Zeitung“: http://goo.gl/FGBfh

  • Dolittle

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    P.S.: In meinem Wohnzimmer hängt ein Kreuz an der Wand.

  • Matthias Beth

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    Die SPD Kommunalpolitiker sind tief gesunken, anstatt transparente, nachvollziehbare Politik für den Bürger zu gestaltne, springen Sie auf die von H. Bürgermeister Weber, CSU, geäußerten Aussagen, die nicht mit dem geltenden Recht vereinbar sind, auf.

    In Deutschland ist nunmal die Trennung von Staat und Kriche ein Fakt. Leider haben davon offentsichtlich einige CSU-Poliker in Regensburg keine Kenntnis!

    Was will ist von einem CSU-Bürgermeister zu erwarten, der jahrelang seiner Partei die in der CSU-Satzung festgelegten Mandatsbeiträge vorenthalten hat.

  • Barbara Junghans

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    Es ist nicht eindeutig, wer sorgfältiger recherchiert hat – Herr Aigner oder die MZ.

    Ich bin allerdings auch über die Aussage gestolpert, dass die Familie von auswärts zugezogen ist und dass der Vater seine Anonymität gewahrt haben wollte. Wieso zieht jemand in das bekanntermaßen konservativ-katholische Bayern und versucht dann, mit Hinweis auf das Grundgesetz zu missionieren bezw. anderen seine Einstellung aufzudrücken? Wenn ich mir meiner Sache so sicher bin, dann stehe ich auch mit meinem Namen dafür ein.

    Wieso schickt er seinen Sohn auf eine bekanntermaßen konservativ-katholische Schule? Es gibt in Regensburg doch auch andere Schulen. Wenn der Junge so sensibel ist, dass ihn der Anblick eines schlichten Bronzekreuzes (!!!) in seinen Leistungen beeinträchtigt, dann frage ich mich, ob er dem Lernstreß eines Gymnasiums überhaupt gewachsen ist oder ob das Ganze nur ein Vorwand ist.

    Im Übrigen bezweifle ich, dass der Vater seinem Sohn einen Gefallen getan hat, indem er ihn so deutlich sichtbar aus dem Klassenverband „herausgelöst“ hat. Wenn der Sohn später auch Atheist werden will, dann kann er das zu gegebener Zeit selbst entscheiden.

  • Lang

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    Zum „Grundgesetz zu missionieren“ ist eine Tugend!
    Rechtfertigt Frau Junghans mit ihrem Beitrag immer noch ihren MZ-Arbeitgeber und die Populisten, die gegen das Grundgesetz, ohne Not und gnadenlos das Schulkind „so deutlich sichtbar aus dem Klassenverband herausgelöst“ haben?

  • David Stein

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    Der Mann hat sein im Grundgesetz verankertes Recht in Anspruch genommen, und dabei ist es egal, ob er alteingesessen oder gerade erst eingereist ist. Punk aus.

    Alles andere ist eine Wiederholung der altbekannten Diskussion für und wider Kruzifix im Klassenzimmer in einem säkularen Staat.

    Was da am AMG abläuft, geht uns alle übrigens absolut nichts an. Das ist eine Sache zwischen den Eltern der Schule, und da sollte es bleiben. Was uns natürlich alle etwas angeht, ist das Verhalten unseres Bürgermeisters.

    Was der Weber hier macht, ist schlicht und ergreifend rechtspopulistische Hetze. Schön übrigens die sich selbst entlarvende Heuchelei, wenn er von den Gastrechten spricht, die wir den Ausländern „gerne“ gewähren. Wenn jemand dann sein Recht in Anspruch nimmt wie jeder andere Deutsche, ist das plötzlich „überstrapaziert“. Hat sich also was damit, wie „gern“ wir dieses Recht, wohlgemerkt, „gewähren“, so ganz nach Gutsherrenart. Da wirkt es fast schon bizarr, dass die sonst so liberal gesinnte Margit Wild dem Hetzer zur Seite springt und ausgerechnet unser erzkonservativer Bischof für mehr Verständnis wirbt.

  • Helmut Matias

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    Rechtslage hin- oder her. Die Mehrheit der Eltern, diese bestimmen ja schließlich auch, ob und wo ihr Kind getauft wird, sollen entscheiden.
    Der „Außenseiter“ braucht ja nicht in Bayern wohnen, er kann ja sein Kind privat unterrichten lassen. Habt ihr sonst keine Sorgen? MfG

  • Johann Baptist Müller

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    Es stimmt nicht, dass Bischof Müller in diesem Zusammenhang für mehr Verständnis werbe. Er hat im Pontifikalamt den demokratisch-säkularen Staat aufgefordert, das öffentliche Ausleben des Christentums zu tolerieren! und die AMG-Schüler sollen aufrichtig stoltz auf ihre judenfeindlichen Namenspatron A.d.G. sein.

    Bf. Müller hat es diemal vorgezogen nicht von einer Situation „wie 1941“ zu schwätzen – die Hetze hat er diesmal den Wanners, Webers, Wilds , Dechants überlassen.
    Arbeitsteilung an der Donau.

  • Wolfgang

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    Erbarmen!
    Nehmt ihn endlich ab, deckt ihn zu, beerdigt ihn!
    Der Todeskampf eine Menschen – wann darf er zu Ende gehen?
    Wann öffnen die, die so gern von Liebe reden einmal ihre Augen und Herzen?

  • Bernhard Segerer

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    Auch „quer“ hat über den Fall berichtet – und wenn ich das richtig verstanden habe ist die Rechtslage diese:
    Die Kreuze dürfen hängenbleiben, bis sich jemand dran stört. Dann muss es im Einzelfall runter.
    Wenn jetzt ein einzelner dieses Recht tatsächlich in Anspruch nimmt ist das also völlig in Ordnung – die Person dann dafür anzuprangern würde bedeuten, man setzt Brauch vor Gesetz. Ein Recht, welches man nur nominell hat aber sich nicht traut einzufordern, weil man sonst von der Öffentlichkeit unter Druck gesetzt wird ist keines.

    Wer sich allerdings mal die Wiki-Seite zu dem Thema (Kruzifix-Beschluss) ansieht, stellt fest, daß Bayern hier anscheinend noch immer einen Sonderkurs fährt, der dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes zuwiederlauft.

    Ob man die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes jetzt für falsch oder richtig hält, bleibt jedem selbst überlassen. Ich finde sie richtig und gerade in Zeiter wieder-erstarkender religiös-autoritärer Strömungen angebracht, ihre Umsetzung zu fordern.

    Ich würde eigentlich noch weiter gehen und einen Ethik-Unterricht zum Pflichtfach machen. ReligionEN sollten Wahlfach werden – und auch einen eher religionswissenschaftlichen Charakter bekommen.

    Wer seinen Glauben ausüben möchte oder darin unterrichtet werden will findet bestimmt ausserhalb der Schule genügend Gelegenheit dazu. An Kirchen und christlichen Vereinen gibt hier z.B. bestimmt keinen Mangel und auch andere Religionen unterhalten ihre eigenen Dependancen.

    Religionsfreiheit ist auch die Freiheit von Religion.

    Und (Achtung, sehr persönliche Meinung) ein wahrer Christ transzendiert seinen Glauben ohnehin dahingehend, daß er den Kern der christlichen Lehre (allen voran die Nächstenliebe) unabhängig von der historischen Religion erfasst und lebt.

    „No hell below us, above us only sky“ (John Lennon)

  • Barbara Junghans

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    @ Lang

    Lesen bildet – und bevor man meint, seinen Senf dazugeben zu müssen, sollte man den kritisierten Text auch verstanden haben.

    1) Der Anonymus hat versucht, der ganzen Klasse seine Weltanschauung aufzudrängen. Da er dabei den Schutz des Grundgesetzes genießt, müssen alle Betroffenen einverstanden sein – ob sie wollen oder nicht. Sind Sie sonst auch so ein glühender Verfechter des Grundgesetzes, dass Sie meinen, Andersdenkende in die Pfanne hauen zu müssen?

    2) Die MZ ist nicht mein Arbeitgeber und war es auch nie. Ich habe Glossen geschrieben, tue dies aber schon seit mehr als zwei Jahren auf eigenen Wunsch nicht mehr. Es ist also vollkommener Blödsinn, mir zu unterstellen, daß ich meinen „Arbeitgeber und die Populisten (welche bitte?)“ verteidige.

    3) Der Vater hat sehr wohl durch sein Verhalten seinen Sohn in die Lage gebracht, dass er außerhalb der Klassengemeinschaft steht. Wenn seine Meinung, die der Mehrheit wäre, dann würde das Kreuz ja vermutlich schon lange nicht mehr hängen.

  • grace

    |

    Gnädige Frau Junghans,
    Das meinen Sie jetzt doch alles ironisch, nicht wahr?

  • Waidla

    |

    @Barbara Junghans:

    Sie schreiben: „Im Übrigen bezweifle ich, dass der Vater seinem Sohn einen Gefallen getan hat, indem er ihn so deutlich sichtbar aus dem Klassenverband “herausgelöst” hat. Wenn der Sohn später auch Atheist werden will, dann kann er das zu gegebener Zeit selbst entscheiden.“

    Das ist reine Spekulation von Ihnen. Fakt ist, dass ein Siebtklässler mit 14 Jahren zwar selbst über sein Glaubensbekenntnis entscheiden darf, aber erst mit 16 Jahre ohne Zustimmung der Eltern aus der Kirche austreten darf. Folglich ist in dem Alter immer noch ein Erziehungsberechtigter von Nöten.

    Im übrigen halte ich die ganze Diskussion um Kreuze in den Klassenzimmern für viel zu banal und für viel zu wenig Ziel führend. Ich habe das in meiner Jugend vor über drei Jahrzehnten damals ganz anders eingefädelt gehabt:

    Auch ich war auf einem Humanistischen Gymnasium, in dem morgens das Vaterunser im Stehen auf Lateinisch gebetet wurde, Kreuze allenthalben die Wände zierten, Pater Florian M. uns zweifelnde Knaben im katholischen Religionsunterricht mit seinem Schlüsselbund bewarf und Pfarrer Ludwig T. sich eine kleine asiatische Haushälterin aus dem Urlaub in Nepal mitbrachte.

    Mein Schlüssel zum zivilen Ungehorsam gegen die konfessionelle Prägung war die bayerische Verfassung. Da steht ja immerhin und immer noch drin „Für Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, ist ein Unterricht über die allgemein anerkannten Grundsätze der Sittlichkeit einzurichten.“

    Das war für mich mit meinen 14 Jahren der pragmatische Ausweg: Ich habe zu Beginn der Religionsstunde das Klassenzimmer verlassen, mich in den Flur gesetzt und mir einen Zettel geschrieben, dass ich nicht am Religionsunterricht teilnehme.

    Damit war der Schwarze Peter bei der „Anstaltsleitung“ gelandet. Ich wollte ja nur meine verfassungsgemäßen Rechte wahrnehmen. Das Problem war, dass es in den Siebziger Jahren praktisch noch keine Ethik-Lehrer gab. Und natürlich wollte sich auch kein Lehrer von mir nachsagen lassen, dass er verfassungswidrig handeln würde in Zeiten des Radikalenerlasses.

    Ich kleiner Siebt- oder Achtklässler habe auf diese Weise meine eigene Weltanschauung pflegen können, zwei Freistunden pro Woche gehabt und die Note „Sehr gut“ in katholischer Religion bekommen, bis dann in der neunten Jahrgangsstufe endlich ein Ethiklehrer für mich gefunden war. Interessanter Weise waren wir dann sofort zehn Schüler im Ethikunterricht.

    Das Kreuz an der Wand war mir ebenso wurscht wie das Paternoster: Sollte doch jeder glauben, was er für richtig hält. Aber so eine permanente, unterschwellige Zwangsmissionierung gefällt mir mit zunehmendem Lebensalter genau so gut bzw. schlecht wie Schleichwerbung in Fernseh-Reportagen, wo immer bestimmte Produkte im Bild gezeigt werden, Menschen Arbeitskleidung mit riesengroßer Webadresse drauf tragen oder im Hintergrund Reklameschilder überdeutlich wahrnehmbar sind.

  • Rainer

    |

    Sehe geehrte Frau Junghans,

    der betreffende Vater hat keineswegs versucht, „der ganzen Klasse seine Weltanschauung aufzudrängen“. In dem Punkt irren sie.

    Er hat eben *nicht* die Klasse jeden Morgen aufsagen lassen, dass es keinen Gott gebe. Er verlangt lediglich, dass seinem Sohn nicht das Gegenteil aufgedrängt wird, indem er jeden Morgen das Gegenteil beten soll. Und auch das Kreuz ist Ausdruck eines Glaubens, den der betreffende Vater nicht teilt und von dem er nicht möchte, dass er seinem Jungen aufgedrängt wird. Es ist also genau anders herum als sie das bis eben empfunden haben.

    Und dies ist eben keine Frage der Mehrheit. Es darf niemals eine Mehrheit darüber entscheiden, was die Minderheit zu glauben hat. Im Gegenteil – jeder muss selbst entscheiden dürfen, was er glaubt und was nicht. Jedem muss erlaubt sein, seinen Glauben zu leben, gleichzeitig darf aber auch niemand gezwungen werden, einen Glauben zu leben, den er/sie nicht leben möchte. Genau das ist Religionsfreiheit!

    Und zur Frage des an-die-Öffentlichkeit-Zerrens: Sogar die MZ schreibt, dass der Vater sich nicht in die Öffentlichkeit gedrängt hat, sondern auf Anraten der Klassleiterin nichts weiter zu seinem rechtmäßigen (!) Wunsch geäußert hat. Meines Wissens war es die MZ, die den Vater „geoutet“ hat, was mich sehr an mittelalterliche Pranger erinnert hat.

    Und wenn man sich mal in einem sachlichen Moment beide Punkte (Weltanschauungen aufdrängen und Vertretern anderer Meinungen anprangern) durch den Kopf gehen lässt, dann ist es bemerkenswert, dass sich Christen häufig wesentlich unchristlicher verhalten als Atheisten. Ganz zu schweigen davon, dass sich manche Christen anscheinend nicht an das Grundgesetz gebunden fühlen.

  • Blauer Tintenklecks

    |

    Sind wir also in dieser Diskussion schon so weit, dass ein in der Ecke hängendes Kreuz als „Aufdrängen eines Glaubens“ angesehen wird? Wo ist denn die Toleranz geblieben?

    Die meisten Religionen und Atheisten gehen davon aus, dass es einen historischen Jesus gab. Die Historiker ebenso. Wieso soll also nicht das Symbol eines Mannes, der eine wesentliche Rolle in der Geschichte der Menschheit und insbesondere der Entwicklung Europas gespielt hat, in einer Schule zu sehen sein? Ein Bildniss Leonardo DaVincis stört auch niemanden.

    Der „Anonymus“ mag sich (moralisch) zu Recht dagegen wehren, wenn seinem Kind ein anderer Glaube aufgedrängt werden soll, wenn das Kind beispielsweise gezwungen wird, einen bestimmten Religionsunterricht zu besuchen oder mit der Schule an einem Gottesdienst teilzunehmen. Doch die Darstellung einer Figur drängt wohl kaum einem anderen einen Glauben auf.

    Toleranz bedeutet die Achtung und die Freiheit des Andersdenkenden. Wo ist diese geblieben? Ich störe mich weder an Buddas, noch an Darstellungen von Mekka oder anderen Glaubensdarstellungen, z.B. den hinduistischen Göttern. Tolerant ist doch, dass man akzeptiert, dass die Darstellugen manchen Mitmenschen etwas bedeuten. Toleranz bedeutet sicher nicht zu verlangen, dass Budda-Statuen abzugehängt werden, da diese unsere Kinder zur Fettleibigkeit verleiten würden. Toleranz fodert nicht, Ganesha-Statuen wegzusprerren, da diese an die blutrünstige Geschichte erinnern, dass Göttin Sheva ihm den Kopf abgeschlagen hat und ihm daraufhin ein Elefantenkopf gegeben wurde. Und Toleranz fordert ein Kreuz in der Ecke hängen zu lassen.

  • insideUR

    |

    Unabhängig von der Privatangelegenheit einiger Familien, der Schulleitung und der Schulaufsichtsbehörden bezüglich der Gestaltung von Schultagesabläufen und Dekorationen des Klassenzimmers liegt m.E. das Erschreckende im Pseudo-Enthüllungsstil des Autors der MZ und der im Amt zur Schau getragenen Fremdenfeindlichkeit des 2. OB.

    Diese beiden Herren haben erreicht, dass ein deutscher Staatsbürger, der wie fast jeder Naturwissenschaftler einige, wenige Jahre beruflich im Ausland verbracht hat und bereits mehrere Jahre in Regensburg lebt, deutschlandweit als „Ausländer“ oder „Migrant“ tituliert wird und eine Integrationsdebatte losgetreten wird, die hier völlig fehl am Platze ist. Die Rechtslage ist klar, alles Weitere ist ein für die Öffentlichkeit kaum relevanter privater Konflikt zwischen Eltern. Dass sich dieser Mensch mittlerweile in rechtsradikalen Foren ergoogeln kann ist schon der erste Skandal. Auch, wenn er das Seine dazu beigetragen hat.

    Viel schlimmer ist, dass seit 2 Tagen an der Physik der Universität Regensburg in einer regelrechten Hexenjagd unbeteiligte ausländische Mitarbeiter und Mitarbeiter mit ausländischen Namen von „echten Bayern“ massiv bedroht und von diversen „Medien“ unter Druck gesetzt werden. Bis dass der Name des Satans gefunden sei. Allein, sie werden ihn so nicht finden. Denn Satan ist ja ein strammer Deutscher. Und der 2.OB ist der in der MZ verwendeten deutschen Sprache nicht mächtig… Noch ist er in der Lage sich vor dem Verfassen einer Pressemeldung aus anderen Quellen als einem Käseblättchen zu informieren…

    Ob sich der 2.OB und die Stadt mit dieser Pogromstimmung einen Gefallen tun? Besagte Mitarbeiter fallen schließlich aus allen Wolken und fragen sich ob sie in so einer Stadt wirklich willkommen sind… Ganz abgesehen von Konsequenzen auf zukünftige Professorenberufungen, wenn sich dies in Universitätskreisen in Deutschland und dem Ausland herumspricht. Aber vielleicht wünscht sich der 2.OB gerade keine Universität mit internationaler Strahlkraft, die Erfolge in Exzellenzinitiativen erreichen, Regensburg weltweit bekannter machen und das Stadtleben bereichern kann?
    Nachdem er einem deutschem Staatsbürger das „Gastrecht“ in seiner Gemeinde abspricht, wünscht er sich womöglich eine städtische Hochschule, die Professorenposten nur mit Regensburger Bürgern besetzt??? Womöglich würde er es auch schaffen einem Regensburger Bürger das Gastrecht in einem anderen Stadtviertel abzusprechen, wenn es denn der Stammtischmeinung nutzen würde?

    Eine Provinzposse. Mit erschreckendem Beigeschmack. Ein sich im Recht befindender deutscher Staatsbürger wird Ultrarechten zum Fraß vorgeworfen. Und völlig unbeteiligte Mitmenschen massiven Bedrohungen ausgesetzt. Wozu?
    In der deutschen Politik hat es schon für weitaus weniger gravierende „Entgleisungen“ Rücktritte gegeben. Sie sind am Zug, Herr 2.OB… Wie gehen eigentlich die Stadtsparkasse und die REWAG damit um, solch ein unzurechenbares Individuum in ihrem Aufsichtsrat zu wissen? Und wenn die Manneskraft zum Abtreten nicht ausreicht, dann seien Sie wenigstens besonnen genug und entschuldigen sich öffentlich, per Pressemeldung bei der Hochschulleitung und den Mitarbeitern der Universität für die durch Sie verursachten Bedrohungen.

  • Tommy

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    Ich habe Hammer und Sichel im ehemaligen Herrgottseck hängen. Selbstverständlich erwarte ich von niemandem mir dies gleich zu tun (bei den meisten Leuten, ganz ehrlich, würde ich mir dies sogar verbitten…).
    Natürlich hat der I.N.R.I. oder auch Jesus in keinem Klassenzimmer der Welt etwas zu suchen. Ausser es geht den Bestimmenden darum, die zu Erziehenden per Fakt zu unterdrücken.
    Der Ruf nach Toleranz von den Bestimmenden, ist immer der Ruf nach Repression gegen die Minderheit.

    Dass die Skandalisierung der rassistischen Aussagen Webers dazu führt, dass diverse Kommentatoren meinen, die Existenz von Kreuzen in Schulklassen rechtfertigen zu müssen, zeigt doch die repressive Rolle der katholischen Kirche hier.
    Selbstverständlich, ganz objektiv und bürgerlich-demokratisch, ist es absolut klar, dass in Klassenzimmern in diesem Land, kein religiöses Artefakt etwas zu suchen hat.
    So wie in der Naturwissenschaft (hoffentlich seit der Aufklärung) Gott auch nicht vorkommt. So wie 1 und 1 eventuell 2 ist.
    Natürlich sollte der katholischen Minderheit (weltweit gesehen) das Recht eingeräumt werden, ihre Überlegungen zu verbreiten. Freiwilliger Religionsunterricht halt. Fertig.

    Ich war als „Bekenntnisloser“ in den 80er Jahren in einer Grundschule in Niederbayern. Noch vor dem „Kruzifixbeschluß“ war es allen Beteiligten glasklar, dass ich und meine Eltern selbstverständlich das Recht auf nicht-religiöse Bildung haben.
    Als dann Ethik als Plicht (per Bundesverfassungsgericht) eingeführt wurde, haben sich die dörflichen Schulverantwortlichen zumindest Mühe gegeben.

    Typisch Weber, typisch Regensburger CSU und leider auch typisch AMG ist es, so auf die Intervention eines mitdenkenden und damit mutigen Vaters zu reagieren.
    Die MZ ist derweilen dort angekommen, wo sie scheinbar seit 15 Jahren hin will: ein reaktionäres, kleingeistiges und damit gefährliches Scheißblatt.

    „Alles ist gesagt – nur noch nicht von allen!“

    Richard Dawkins „der Gotteswahn“ sollte dem Einen oder der Anderen ja schon die Augen geöffnet haben.

    http://www.youtube.com/watch?v=2cnmC7hf5Fg

    Oder halt einfach mit Marx:

    „Das Fundament der irreligiösen Kritik ist: Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen. Und zwar ist die Religion das Selbstbewusstsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder noch nicht erworben oder schon wieder verloren hat. Aber der Mensch, das ist kein abstraktes, außer der Welt hockendes Wesen. Der Mensch, das ist die Welt des Menschen, Staat, Sozietät. Dieser Staat, diese Sozietät produzieren die Religion, ein verkehrtes Weltbewusstsein, weil sie eine verkehrte Welt sind. Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr enzyklopädisches Kompendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d’honneur ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist.

    Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen, das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.
    Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks: Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist.“

    Religion raus aus allen gesellschaftlichen Strukturen!

  • grace

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    Apropos „intolerant“: Beim Rauchverbot wars ähnlich, ja wie hat man gegen die „intoleranten“ Nichtraucher gehetzt.
    Und noch früher die „Friedenshetzer“ (ders gsagt hätt, isch jetzt Schlichter) diffamiert.

    Befürchtet der ein oder andere, soviele junge Leute würden -ohne dieses Symbol permanent vor Augen zu haben- vom „rechten Glauben“ abfallen, als „Ungläubige“ sich humanistischen Idealen zuwenden und gar später als Kirchensteuerzahler ausfallen?

    Ich kann mich entsinnen, das AMG als humanistisch-neusprachliches Gymnasium besucht zu haben,
    und kein konservativ-katholisches Glaubens-Institut.

  • Jörg Marienhagen

    |

    @insideUR,

    Danke für Ihren Beitrag!

    Ich warte schon länger auf eine klare Stellungnahme auch der offiziellen Stellen der Universität Regensburg.

    Auch der erste Oberbürgermeister ist gefragt, in welcher Ecke er Regensburg sehen will. Von Herrn Wolbergs wissen wir ja bereits, wo er steht…

  • VonFernSeher

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    @J. Mühlbauer

    Das sehe ich leider anders. Jesus inmitten tausender Menschen wäre ein Symbol, welches sich Gott in keinem Fall für die Darstellung seiner Liebe aussuchen würde. “Jesus Superstar” würde nämlich nur den menschlichen Trieb fördern, sich selbst zum Star zu machen, [..]

    Dann doch lieber das Kreuz, denn damit kann man fördern den Menschen zu was zu machen? Zum Märtyrer, der für seinen Glauben in den Tod geht? Ein Hinrichtungsinstrument scheint ein gutes Symbol, welches sich Gott in jedem Fall für die Darstellung seiner Liebe aussuchen würde. Jetzt wissen wir endlich, wen Gott anruft, wenn es mal nicht so läuft (that’s why J. Mühlbauer may be in Regensburg). Dass das mit den 42 Jungfrauen den anderen zuerst eingefallen ist, ärgert Sie heute noch, oder?

    @Barbara Junghans

    Wieso zieht jemand in das bekanntermaßen konservativ-katholische Bayern und versucht dann, mit Hinweis auf das Grundgesetz zu missionieren bezw. anderen seine Einstellung aufzudrücken?

    Das klingt gerade so, als ob der böse Antichrist statt dem Kreuz einen Bundesadler aufgehängt und eine Kerze drunter gestellt hätte.

    Wenn ich mir meiner Sache so sicher bin, dann stehe ich auch mit meinem Namen dafür ein. [..] Im Übrigen bezweifle ich, dass der Vater seinem Sohn einen Gefallen getan hat, indem er ihn so deutlich sichtbar aus dem Klassenverband “herausgelöst” hat.

    Ja, genau, dann wüssten jetzt wenigstens alle direkt, wen Sie mit Ihren Tiraden angreifen:

    Wenn der Junge so sensibel ist, dass ihn der Anblick eines schlichten Bronzekreuzes (!!!) in seinen Leistungen beeinträchtigt, dann frage ich mich, ob er dem Lernstreß eines Gymnasiums überhaupt gewachsen ist oder ob das Ganze nur ein Vorwand ist.

    Grüßen Sie Ihre blauäugigen Kruppstahlkinder von mir.

    @Helmut Matias

    Rechtslage hin- oder her. Die Mehrheit der Eltern, diese bestimmen ja schließlich auch, ob und wo ihr Kind getauft wird, sollen entscheiden.

    Sie haben verstanden, wofür das christliche Kreuz steht. Die Mehrheit hat immer Recht, Lage hin oder her. Und dann kommt da so ein Fremder dahergezogen und reißt die Tische im Tempel um – ähm, äh – das Kreuz von der Wand. Hinrichten sollte man den Aufrührler.

    Der “Außenseiter” braucht ja nicht in Bayern wohnen, er kann ja sein Kind privat unterrichten lassen.

    Warum so kleinlich? Auch die anderen Außenseiter brauchen ja nicht in Bayern zu wohnen, vielleicht kann da ja jemand was organisieren. Aber nicht zu komfortabel, Sitzbänke bräuchte der Zug nicht zu haben.

    Habt ihr sonst keine Sorgen? MfG

    Nein, danke. Wer seine verfassungsgemäßen Rechte wahrnehmen will, braucht ja nicht in Bayern wohnen. Wir haben verstanden.

  • Blah

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    Tatsachen sind:

    1) Die MZ und andere haben den Vater namentlich(?) geoutet und damit eine Hetzjagd ausgelöst

    2) Das Kreuz darf in den Klassenzimmern gar nicht hängen

    3) Deshalb hat Bayern eine wischi-waschi-Sonderregel, um diesen Bruch des Grundgesetzes zu verschleiern

    4) Niemand weiß, warum das Kreuz überhaupt in den Klassenzimmern hängen soll. Bundesadler hängt ja auch keiner da, eine symbolische Weißwurst auch nicht – das hat mit Toleranz überhaupt nichts zu tun

    5) Es gibt keine christlichen Kinder (genausowenig wie es moslemische Kinder gibt). Es gibt nur Kinder von mehr oder weniger verwirrten Erwachsenen mit unterschiedlich ausgeprägten Wahnvorstellungen.

    6) Der ganze Religionsunterricht, das Schulgebet, die (von vielen Schulen unterstützte) Firmung und Erstkommunion und das Kreuz im Klassenzimmer sind Teil eines wohlgeölten Indoktrinationsapparats einer Sekte. Diese Sekte finden leider auch viele Erwachsene ganz gut, weshalb sie im Namen der Toleranz gerne auf einen säkularen Staat verzichten würden.

    7a) Das Kreuz erinnert (hoffentlich) nicht an christliche Werte – diese sind ja ganz schrecklich. Unsere Werte sind die Werte der Aufklärung, die sich in einem hundertejahre langen Kampf gegen den Erbitterten Widerstand der Kirchen durchsetzten mussten.

    7) Das alles ist kompletter Irrsinn.

    Aber was soll man mit Leuten diskutieren, die glauben, dass Anne Frank in der Hölle schmort – für eine Ewigkeit. Sinnlos.

  • gifthaferl

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    @ Barbara Junghans

    „Der Anonymus hat versucht, der ganzen Klasse seine Weltanschauung aufzudrängen.“

    Nein hat er nicht, oder wollte er irgendein anderes Symbol aufgehängt haben?
    Wenn keinerlei Symbol für irgendetwas rumhängt, dann ist das eine Weltanschauung?
    Lustige Logik.

    Aber 6 von 32 Eltern – weit entfernt von der Mehrheit, sofern Sie einfache Rechenoperationen nachvollziehen können – wollten das umgekehrt.
    Nämlich der Mehrheit ihre Weltanschauung mit einem Symbol, das Leid, Folter und Tod verherrlicht aufdrängen.

    Es ist doch zu eigenartig, wie einerseits Killerspiele etc. für alles mögliche verantwortlich sein sollen, alleine und ursächlich, aber andererseits ein Symbol für Leid, Folter und Tod dann ausgerechnet Liebe repräsentieren soll.
    Nun ja, BDSM Anhänger sehen das durchaus ebenso.

    „Da er dabei den Schutz des Grundgesetzes genießt, müssen alle Betroffenen einverstanden sein – ob sie wollen oder nicht.“

    Na so eine Sauerei aber auch, dieses Grundgesetz!
    Das waren noch Zeiten, als man mit jedem, der einem/dem Staat nicht passte umgehen konnte, wie es einem beliebte, gell?

    „Sind Sie sonst auch so ein glühender Verfechter des Grundgesetzes, dass Sie meinen, Andersdenkende in die Pfanne hauen zu müsse“

    Sie jedenfalls sind keine glühende Anhängerin des GG, man hat es vernommen.

    Verstanden haben Sie es zudem nicht.
    Denn Andersdenkende, -seiende im GG bezieht sich auf Minderheiten, denen im GG Schutz und Gleichberechtigung – – TOLERANZ – – gewährt wird .

    Oder im Falle der Frauen auf eine Mehrheit, die so unbedeutend im öffentlichen Bereich ist – seit sich das Christentum durchgesetzt hat – dass man es ausdrücklich betonen muss, dass auch sie neuerdings wieder zur Menschheit gehören und auch ihnen individuell persönlich die gleichen Rechte zustehen, wie nicht weiblichen Menschen – na ja noch.

    Toleranz jedenfalls geht von oben – Machtbesitzende – noch unten, nicht umgekehrt, wie LateinerInnen wissen sollten.

    Wer also nach Toleranz plärrt, der Mehrheit oder richtiger der Macht gegenüber, muss ziemlich schwer verwirrt sein.
    Die Ohnmächtigen und wenn sie auch die Mehrheit sind, müssen die Arroganz der Mächtigen ohnehin erdulden – tolerare – die gewähren sie nicht – sofern sie sich nicht zusammenschließen und denen mal wieder zeigen, wo die nichtkatholischen bayerischen Bartels den Most holen.

    „Wenn seine Meinung, die der Mehrheit wäre, dann würde das Kreuz ja vermutlich schon lange nicht mehr hängen.““

    Nee, denn den meisten heutzutage ist das schlicht wurscht, oder sie reflektieren das nicht, Folklore eben, oder auch weil einige den Radikalen nicht unangenehm auffallen wollen.
    Wie man nun mit Staunen erfahren darf, eine durchaus berechtigte Angst.

    Es haben 6 von 32 widersprochen.
    Ist das die Mehrheit?
    Rechnen können „besonders gute“ Christen offenbar auch nur wenn es um ihren eigenen Vorteil geht.

    Übrigens hängt das Kreuz in anderen Klassenzimmern der gleichen Schule schon lange nicht mehr wie die SZ berichtete, dort regelten das die Schüler vollkommen im Einvernehmen untereinander.

    Da gab es keiner an die Presse weiter, und im aktuellen Fall war es sicher auch kein Schüler, oder Lehrer der das tat.

    Aber ein Erwachsener, der Ausländerfeindlichkeit immer weiter schüren wollte, is ja grade auch oberschick……………

    Jetzt isses gar keiner, ist das nun peinlich, oder egal, weil alles an den Pranger muss, was sich der aktuellen teutschen ( nur noch aus abgrundtiefster Religiosität bestehenden) Leitkultur nicht wort- und klaglos unterordnen will?

    Und vorneweg Politiker, die sich offenbar einbilden, rechtsextrem und fundireligiös sei volksnah, und ließe sie Massen an Wählern dazu gewinnen.
    Welch ein Irrtum!

    Wer nicht lauthals mitplärrt und mitrandaliert kann auch schlicht angewiedert von solchen Politikern und Leuten mit solchen Haltungen.
    Das dürfte derzeit die wirkliche große Mehrheit in Deutschland und auch Regensburg sein.

  • Barbara Junghans

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    Es ist schon überraschend, mit welchen Schein-Argumenten hier operiert wird. Die Verteidiger des Vaters legen doch dieselbe Intoleranz an den Tag, die sie den „Christen“ vorwerfen. Sie polemisieren (und schwafeln !!!) munter und fühlen sich dabei offenbar auch noch im Recht. Aber man sieht eben den Splitter im Auge des anderen besser, als den Balken im eigenen Auge.

  • VonFernSeher

    |

    @Barbara Junghans

    Es ist schon überraschend, mit welchen Schein-Argumenten hier operiert wird. Die Verteidiger des Vaters legen doch dieselbe Intoleranz an den Tag, die sie den “Christen” vorwerfen.

    Warum glauben Sie eigentlich, man könne kein Christ sein ohne Kruzifixe in Klassenzimmern zu befürworten? Sind deshalb die Karlsruher Richter für Sie keine Christen mehr? (Es ist aber nett, dass Sie Anführungszeichen verwenden, denn vom christlichen Geist im Handeln scheinen Sie ja dann auch nicht besonders überzeugt zu sein.)

    Und warum genau noch mal ist ein höchstrichterliches Urteil ein Scheinargument? Welche Alternative hätten Sie denn gerne? Den großchristlichen Wächterrat?

  • Barbara Junghans

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    @ VonFernSeher

    Ihre sog. Argumente sind genau das, was ich mit „Schein-Argumenten“ gemeint habe.

    Unter dem Mäntelchen der Toleranz treten Sie mir ans Schienbein, nur weil sie nicht verstehen können, dass es Leute gibt, die sich Ihrer Meinung nicht anschließen wollen.

    Ich habe deutlich gesagt, dass das Recht auf Seiten des Vaters ist. Wie ich das bewerte ist ja wohl meine Sache. Daß ich mir dann (nicht von Ihnen allerdings) den Vorwurf machen lassen muß, ich „verteidige meinen ehemaligen Arbeitgeber MZ“, ist eine Unterstellung, die mit der Wahrheit nicht das Geringste zu tun hat.

    So lange die Diskussion in diesem Forum und zu diesem Thema sich auf solchem Niveau bewegt, ist es fruchtlos sich weiter daran zu beteiligen.

  • Lang

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    Dass Sie Herrn Esser und seine MZ nicht verteidigen wollen, respektiere und begrüße ich, Frau Junghans.

  • gifthaferl

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    „Ihre sog. Argumente sind genau das, was ich mit “Schein-Argumenten” gemeint habe.“
    Barbara Junghans

    Aber sicher doch, das GG und ein BVG Urteil sind Scheinargumente, gar überrraschend:

    „1. Die Anbringung eines Kreuzes oder Kruzifixes in den Unterrichtsräumen einer staatlichen Pflichtschute,die keine Bekenntnisschule ist, verstößt gegen Art.4 1 GG.
    2. § 13 1 3 BayVSO ist mit Art.4 1 GG unvereinbar und nichtig.“
    http://www.dreigliederung.de/religionsfreiheit/kruzifixurteil.html

    Offenbar immer wieder ganz besonders überraschend für bayerische Politiker mit amtlicher Funktion, die auf das GG geschworen haben.
    Was sich in Bayern nicht „integriert“ wird ausgemerzt!?

    „Unter dem Mäntelchen der Toleranz treten Sie mir ans Schienbein, nur weil sie nicht verstehen können, dass es Leute gibt, die sich Ihrer Meinung nicht anschließen wollen. “

    Sie haben das mit der Toleranz offenbar immer noch nicht kapiert.
    Die Juden im 3. Reich hätten nur Toleranz gegenüber dem Nazi Regime üben müssen, dann wäre alles gut gewesen, oder was?!
    Selbst schuld, das intolerante Pack?!
    Die hätten ja auch gehen können………………?!

    „Ich bin allerdings auch über die Aussage gestolpert, dass die Familie von auswärts zugezogen ist und dass der Vater seine Anonymität gewahrt haben wollte. Wieso zieht jemand in das bekanntermaßen konservativ-katholische Bayern “
    B. Junghans

    Der Arbeit wegen vielleicht?
    Hat man heutzutage nicht beruflich mobil und flexibel zu sein?

    Von der immer schon deutschen Staatsbürgerschaft, und der Freizügikeit innerhalb der Bundesrepublik Deutschland – sogar in der EU dann mal abgesehen – oder ist beides nun schon wieder abgeschafft?

    Und überhaupt, man muss sich rechtfertigen, wenn man nach Bayern kommt und kein Fan der papsttreuen Piusbruderschaft ist, wie mancher NPDler oder der Marianischen Männer- oder Frauenkongregation ist?

    Na, Bayern immerhin werden sich andere hochqualifizierte Wissenschaftler und Fachkräfte ja nun ganz sicher überlegen, egal woher die kommen oder stammen.

    Passt ja nicht wirklich zur Schiene des Hochtechnologie – und Wissenschaftsstandortes Bayern von dem ansonsten immer geschwafelt wird, aber was soll’s.

    „und versucht dann, mit Hinweis auf das Grundgesetz zu missionieren bezw. anderen seine Einstellung aufzudrücken? “

    SIE, offenbar, die Sie ja nun eindeutig NICHT einmal in diese Schule gehen, SIE fühlen sich missioniert und unterdrückt?

    Das GG aber regelt die Beziehung STAAT – INDIVIDUUM, nicht die Ihrer Bauchgefühle zu Atheisten, Andersgläubigen oder Andersdenkenden!
    Auch nicht die zu andersdenkenden bayerischen Christen, die dieses BVG Urteil erwirkt haben!

    „Die Anbringung des Kreuzes rechtfertigt sich auch nicht aus der positiven Glaubensfreiheit der Eltern und Schüler christlichen Glaubens. Die positive Glaubensfreiheit kommt allen Eltern und Schülern gleichermaßen zu, nicht nur den christlichen. Der daraus entstehende Konflikt läßtsich nicht nach dem Mehrheitsprinzip lösen, denn gerade das Grundrecht der Glaubensfreiheit bezweckt in besonderem Maße den Schutz von Minderheiten. Überdies verleiht Art. 4 1 GG den Grundrechtsträgern nicht uneingeschränkt einen Anspruch darauf, ihre Glaubensüberzeugung im Rahmen staatlicher Institutionenzu betätigen. Soweit die Schule im Einklang mit der Verfassung dafür Raum läßt wie beim Religionsunterricht, beim Schulgebet und anderen religiösen Veranstaltungen, müssen diese vom Prinzip der Freiwilligkeit geprägt sein und Andersdenkenden zumutbare, nicht diskriminierende Ausweichmöglichkeiten lassen. Das ist bei der Anbringung von Kreuzen in Klassenzimmern, deren Präsenz und Anforderung sich der Andersdenkende nicht entziehen kann, nicht der Fall.“
    http://www.dreigliederung.de/religionsfreiheit/kruzifixurteil.html

    „Wieso schickt er seinen Sohn auf eine bekanntermaßen konservativ-katholische Schule? “
    Was eine Bekenntnisschule ist sollten Sie auch mal nachschlagen.

    Das AMG jedenfalls ist KEINE!

  • VonFernSeher

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    @Barbara Junghans

    Sie haben mir noch nicht erklären können, warum es ein Scheinargument ist, dass man sehr wohl im Einklang mit dem Grundgesetz und trotzdem als gläubiger Christ leben kann.

  • Rainer

    |

    „War schon immer so“ (weil das Kreuz ein Symbol unserer Kultur wäre) ist keine vernünftige Einstellung. Es gab auch schon „immer“ FCKW in Kühlschränken, und die Südstaaten hatten schon „immer“ Menschen als Sklaven missbraucht. Man hat eben schon immer Fehler gemacht – aber die Menschheit könnte ja dazulernen.

    Wenn man von „war schon immer so“ losgelöst überlegt, ob ein Staat Symbole einer bestimmten Glaubensrichtung in staatlichen Gebäuden anbringen darf, sprechen gewichtige Gründe dagegen. Neben der durch das Grundgesetz vorgeschriebenen Trennung von Staat und Kirche etwa auch die Religionsfreiheit. Die besagt nun einmal, dass jeder die Möglichkeit hat, seinen Glauben auszuleben, solange er diesen niemand anderem aufnötigt.

    Wer trotzdem glaubt, dass Kreuze etwas so tolles sind, dass sie ihre Berechtigung in staatlichen Gebäuden hätten, der lebt außerhalb unseres Grundgesetzes und missachtet den Willen und die Rechte anderer Menschen.

  • Barbara Junghans

    |

    @ Gifthafer u.a.

    Verbindlichen Dank für Ihren langen Kommentar vom 19.11.

    Sie illustrieren in wunderbarer Weise meinen Kommentar.

    Abgesehen davon sollten Sie sich aber entscheiden, ob Sie mich den Nazis, den Fans der Piusbrüder oder denen der MMC bezw. MFC zurechnen wollen.

    Dass Sie die Nazis mit meinem Namen in V erbindung bringen, gehört zu den Perfiditäten, für die manche Leute in diesem Forum ja schon sattsam bekannt sind.

    Auch zui den Piusbrüdern, dem MMC und MFC zieht es mich als Protestantin nun gar nicht. Aber ich bin in einem Sportverein und im Verein Deutsche Sprache – vielleicht läßt sich da was Häßliches draus machen! Sie haben ja genug Übung!

    Wischen Sie sich doch mal den Schaum vom Mund, bervor Sie Ihre unsachlichen und nicht zum Thema gehörenden Bosheiten loslassen.

    Ein Kompliment muß ich Ihnen allerdings machen: Ihr Spitzname paßt, was Ihre Art des Kommentierens angeht, wie der A… auf den Eimer.

  • sven

    |

    @ frau junghans
    ich kann aus gifthaferls kommentar nur herauslesen, das aussagen anhand von beispielen illustriert wurden.
    -und ich krieg immer die krise, wenn jemand sich aufs schemelchen stellt und schreit:
    „der da hat mich nazi genannt“

    das manchmal seltsame schnittmengen von menschen die gleiche meinung zu einem sehr speziellen thema haben, ist halt nunmal so.
    man kann meiner meinung nach schlichtweg falsche aussagen, wie z.B. der vater hätte irgendwen MISSONIEREN wollen, so einfach nicht unwiedersprochen stehen lassen.

    der vater wandte sich gegen den inhalt der morgenandacht, und das kreuz wurde abgehängt.
    auf anraten hatte er weiter nichts dazu gesagt.

    4 von 64 elternteilen leisteten wiederstand in form eines briefes.

    -jetzt ist eine aussprache von nöten.

    mir war es nicht möglich herauszufinden, ob nach dem brief, aber vor dem MZ-artikel noch etwas passierte, da ich keinen beteiligten persöhnlich kenne.

    nun gibt es aber leute, die mit viel elan dinge vermuten, und die absurdesten halbwahrheiten verbreiten.
    als beispiel hierzu empfehle ich die diskussion hier-

    http://www.islam-europe.info/forum/viewtopic.php?t=9546&postdays=0&postorder=asc&start=0

    ein herr wanner steht mit seinen artikeln zu diesem thema auch mehr in der ecke der agitation denn auf seiten seriöser berichterstattung-

    die frage warum überhaupt ein artikel erschien, ist mir eigentlich die wichtigere

    wenn ein mitglied des MMC hört, das irgendwo in seiner stadt ein kreuz in einem klassenzimmer abgehängt wird, und er ist zufälligerweise zeitungsschreiberling, dann ist es wohl seine missionarische pflicht, einen kreuzzug anzuzetteln?
    unter behauptung allerlei un- und halbwahrheiten?

    der vater hat ein GG-recht das vom EU-recht überall gestützt wird, und das auch das recht welches in bayrischen schulen gilt wargenommen.

    freilich steht da eher sowas wie:
    „hängts ans hie, wenn nochaz ahner mammst, no meists es hoid oba do“

  • Eduard Buchinger

    |

    an @all ;-)

    Der noch amtierende Schulbürgermeister der CSU Herr Gerhard Weber war bereits am Anfang seiner
    so ruhmreichen Politkarriere dafür bekannt, dass er schon auch mal den einen oder anderen Seitenhieb
    gegen Andersdenkende, sogen. Ausländer – Asylbewerber und Menschen mit Migrationshintergrund, austeilte.

    Was er jetzt von sich gibt gipfelt ins Undemokratische – Fremdenfeindliche und furchtbarerweise in seine
    jetzt allen bekannten Ignoranz nebst Aroganz gegenüber der Höchstrichterlichen Rechtsprechung „sogen.
    Kruzifix-Urteil“ und die durch das Grundgesetz verbriefte: Freie Ausübung des Glaubens „Religionsfreiheit“!

    Herr Noch BM Gerhard Weber, packen Sie endlich Ihres Sieben Sachen und verlassen Sie Ihr Amt wenigstens
    noch mit der vorgesehenen Würde eines (noch) gewählten Bürgermeisters!

    Mit besten Grüssen! Eduard Buchinger :-(

  • hanbav

    |

    Das Kreuz der Kinder mit dem Kreuz in der Schule

    Fiktiver Brief an: (um mal was Konstruktives zu schreiben)

    Sehr geehrte Elternvertreter in bayerischen Schulen!

    Die Bitte eines atheistischen deutschen Staatsbürgers, auf das Schulgebet sowie das Kreuz im Klassenzimmer zu verzichten, hat in Regensburg zu einem für den Schüler und die betreffende Familie höchst unangenehmen Echo geführt. Von der Schule war der Fall vorbildlich gehandhabt worden, jedoch ist leider durch Presse und einen Politiker rechtswidrig die Anonymität der Familie aufgehoben worden. Weiterhin ist durch die Presse und Politiker eine sehr fragwürdige fremdenfeindliche Note hinzugekommen und insgesamt der Fall bis zu einer Frage der „Leitkultur“ hochstilisiert worden. Nun werden derartige Fälle möglicherweise in der Mehrzahl der Fälle „geräuschlos“ abgewickelt und die Entgleisungen einiger weniger Funktionsträger sind hoffentlich singulär.

    Dennoch möchte ich aus diesem Anlass an alle Elternvertretungen in Bayern mit folgender Überlegung und Bitte herantreten:

    Derartige unnötige Verletzungen, insbesondere von Schülern, könnten vermieden werden, wenn „die Schulfamilie“ möglichst geschlossen für die verfassungsmäßig garantierte und geforderte Trennung von Kirche und Staat eintreten würde. Damit wäre es nicht mehr nötig, dass sich einzelne Bürger oder auch Gäste unseres freiheitsliebenden Landes möglicherweise auf unflätigste Weise beschimpfen oder – wie im Nachgang in Regensburg geschehen – bedrohen lassen müssen, nur weil sie ein verfassungsmäßig garantiertes Recht für ihre Kinder in Anspruch nehmen.

    Liebe Elternvertreter, Sie würden damit eine Situation zum Wohle Ihrer Kinder entschärfen, die angesichts der im Grundgesetz verankerten Trennung von Kirche und Staat, sowie der „positiven und negativen“ Religionsfreiheit (gelegentlich auch als aktiv und passiv bezeichnet) grundsätzlich nicht existieren sollte.

    Vielen Eltern ist nicht bewusst, mit welchen juristischen „Feinheiten“ Bayern in dieser Frage die Konsequenzen aus dem Grundgesetz und aus Beschlüssen des Bundesverfassungsgerichtes und des Europäischen Gerichtshofes umgeht.

    Naturgemäß neigt man je nach Zugehörigkeit zu einer der beiden Gruppen dazu, nur das einem genehme End-Ergebnis als Recht zu beanspruchen. Aber ich möchte hier dringend die Frage aufwerfen: Wenn schon juristisch um Haaresbreite argumentiert werden muss, sollte man dann nicht wenigstens versuchen, die Kinder aus diesem unproduktiven Streit herauszuhalten? Unproduktiv ist er allemal, weil letztlich auf Antrag einer einzigen (!) Person das Kreuz aus dem Klassenzimmer entfernt werden muss. Unter weltoffenen Personen ist dies nicht strittig. Varianten entstehen nur in der Menge des entstehenden Ärgers, Zeitaufwandes und beiläufiger Verletzungen und Übertreibungen.

    Abseits von juristischen Finessen möchte ich den christlich orientierten Eltern dazu folgenden Gedankengang ans Herz legen: (Positive) Religionsfreiheit funktioniert auf Dauer nur, wenn alle Religionen vom Staat gleich behandelt werden. Dies führt u.a. zwingend zur Neutralität des öffentlichen Raumes bezüglich religiösen Ritualen und Symbolen. Letztlich kann nur durch diese Neutralität garantiert werden, dass jede Religion ohne Bedrängnis (im privaten Raum) gelebt werden kann. Zugegebenermaßen geht diese Konstruktion davon aus, dass es nicht doch eine „Staatsreligion“ gibt und einige geduldete Minderheitsreligionen, wozu dann auch die Nicht-Religion zählt.

    Diese Zeilen schreibt ein ehemaliger Elternbeiratsvorsitzender eines bayerischen Gymnasiums in der Hoffnung, dass das Wohl aller (!) Schüler auf der Basis vom Grundgesetz (GG) an erster Stelle der Bemühungen jeder Schulfamilie steht. Wäre der Wille erst mal vorhanden, ließen sich wohl Wege finden, gemeinsam diesen Dissens pro Schule friedlich zu entschärfen.

    Ein letzter Gedanke zur oft aufgeworfenen Frage der Mehrheit, also der Legitimation (manchmal zusammengefasst durch: „ja, wo samma denn?“): Formal geht es hier nicht um eine demokratische Entscheidung in jeder Klasse oder eben auch Schulfamilie, sondern um die Umsetzung eines vom höchsten deutschen Gericht explizit bestätigten Schutzes einer beliebig kleinen Minderheit vor unausweichlicher Bedrängnis mit unerwünschtem Gedankengut.

    Dennoch ist ein Blick auf die Zahlen im Regensburger Fall so erhellend wie vermutlich repräsentativ: 2 von 64 Elternteilen stellen die Minderheit dar, die Schutz in Anspruch nehmen will. Ungefähr 6 von 64 Eltern haben dagegen aufbegehrt und durch Einschaltung der Presse eine Lawine von höchst beschämenden und so unwürdigen wie unzutreffenden Äußerungen ins Rollen gebracht. Wie es bei Lawinen so ist: Sie werden selbsttätig größer und geraten üblicherweise außer Kontrolle. Liebe Elternvertreter: 6 von 64 ist fast so weit von einer Mehrheit entfernt wie das Kreuz von Liebe (im volkstümlichen Sinn). Was für mich auch bedeutet: Über die „Leitkultur“ dieser Klasse ist dadurch wohl nicht abgestimmt worden. Ehe Sie sich also von Scharfmachern vor ihren Karren spannen lassen: Vergewissern Sie sich bitte innerhalb Ihres Gremiums oder der betroffenen Klassen, wie die Verteilung der Überzeugungen wirklich ist.

  • Amethyst

    |

    @ hanbav:

    Ja, das hätten Sie wohl gerne!

    Bei so unnötigen, sinnfreien Verletzungen christlicher Gefühle von religiösen, friedlichen Christen in Deutschland, einem christlich-geprägtem Land, auch noch zu schweigen und die diabolischen Ausraster des atheistischen, wertelosen Elternpaares einfach klaglos, gegen den Willen der Majorität, hinnehmen?
    Träumen Sie weiter!

    @ ALLE:

    Liebe Leser und Schreiber!

    Ist es nicht etwas asozial anzusehen, wenn man in einem christlichen Deutschland, die christlichen Symbole der Liebe GOTTES zu uns, auszulöschen versucht, aber gleichzeitig alle Annehmlichkeiten des christlichen Staates gierig “einfahren” will?

    An Weihnachten, Ostern , Pfingsten, usw… dürfen auch die Atheisten, Moslems und andere Fremdgläubige, diese bezahlten “Urlaubstage extra” genießen, ohne gerechten Grund!!!

    1. Atheisten, Moslems und andere Fremdgläubige glauben nicht an Christus!

    2. Atheisten, Moslems und andere Fremdgläubige zahlen keine Kirchensteuer,

    von der auch Altenheime oder die Kindergärten mitfinanziert werden, wo auch heute überwiegend Atheisten-Patch-Work-Family-Kinder und Moslem-Nachwuchs betreut wird!
    Von den gläubigen, friedlichen, oft auch (ungewollt) kinderlosen Kirchenmitgliedern finanziert!
    Das ist gelebte, christliche Nächstenliebe!
    Auch dafür steht das Kreuz, meine Lieben.

    Wenn ich jetzt nach der kalten Logik der hier versammelten atheistischen Kreuz-Gegner argumentieren müsste, wäre die Erkenntnis jene, dass die besagten Ungläubigen diese Tage nacharbeiten müssten oder vom Lohn/Gehalt abgezogen werden sollten.
    Auch Weihnachtsgeld dürften die Arbeitgeber nur an kirchensteuerzahlende Beschäftigte zahlen, die wirklich gläubig sind und Weihnachten ernsthaft feiern, mit Kirchgang und allem!

    Na, wie schmeckt Euch das?

    Merken Sie etwas?

  • VonFernSeher

    |

    @Amethyst

    Bei Ihnen weiß man ja vor lauter Unsinn gar nicht, wo man anfangen soll. Also fange ich hinten an:

    Merken Sie etwas?

    Ja, schon, dass Sie wenig verstanden haben. Merken Sie denn noch etwas?

    Na, wie schmeckt Euch das?

    Da Sie fragen: Ihr Kommentar hat einen faden Geschmack und einen schwachen Abgang. Aber Ihnen scheint es ja so richtig die Suppe versalzen zu haben. Vorsicht, Versalzenes stößt gerne bitter auf!

    Ist es nicht etwas asozial anzusehen, wenn man in einem christlichen Deutschland, die christlichen Symbole der Liebe GOTTES zu uns, auszulöschen versucht, aber gleichzeitig alle Annehmlichkeiten des christlichen Staates gierig “einfahren” will?

    Aoszial anzusehen? Unterschichtenfernsehen gehört nicht zu meinen Hobbys, auch nicht in Kommentaren. Deshalb überlege ich noch gerade beim Schreiben, ob Ihr Kommentar wirklich eine Antwort verdient. Aber es macht mir gerade Laune…

    Schulen mit staatlichen Bildungsauftrag liegen nicht in Ihrem christlichen Deutschland, auch nicht im muslimischen, hinduistischen, babistischen oder animistischen Deutschland. Die Schulen liegen in der BRD. Und in der BRD gilt das Grundgesetz. Es gibt hier auch keinen christlichen Staat. Es gibt hier überhaupt keinen Kirchenstaat. Wenn Sie den suchen, bauen Sie sich doch eine Zeitmaschine oder verlassen einfach Nord-, West- Mittel- und Osteuropa. Nehmen Sie bitte Herrn Bosbach und Konsorten gleich mit. Ach, und ohne christlichen Staat gibt es auch keine Annehmlichkeiten des christlichen Staates.

    Das Kreuz war ein römisches Symbol der Abschreckung von inneren und äußeren Feinden und wurde dann von der römisch-katholischen Kirche übernommen. Werbetechnisch unerreicht. Für christliche Symbole der Liebe Gottes gibt es nun wahrlich bessere Beispiele. Wie wäre es denn mit dem Fisch, dem Pelikan oder dem PAX Christi?

    An Weihnachten, Ostern , Pfingsten, usw… dürfen auch die Atheisten, Moslems und andere Fremdgläubige, diese bezahlten “Urlaubstage extra” genießen, ohne gerechten Grund!!!

    1. Atheisten, Moslems und andere Fremdgläubige glauben nicht an Christus!

    2. Atheisten, Moslems und andere Fremdgläubige zahlen keine Kirchensteuer,

    von der auch Altenheime oder die Kindergärten mitfinanziert werden, wo auch heute überwiegend Atheisten-Patch-Work-Family-Kinder und Moslem-Nachwuchs betreut wird!
    Von den gläubigen, friedlichen, oft auch (ungewollt) kinderlosen Kirchenmitgliedern finanziert!
    Das ist gelebte, christliche Nächstenliebe!
    Auch dafür steht das Kreuz, meine Lieben.

    Absolut ungerecht. Wo die guten Christen doch so viel härter arbeiten!!! Diese faulen Fremdgläubigen!!!

    ad 1. Oh, mein Gott! Werft die Purschen zu Poden!

    ad 2. Atheisten, Moslems und andere Fremdgläubige zahlen aber Lohn- und Einkommenssteuer,

    von der auch die katholischen Würdenträger mitfinanziert werden, von denen auch heute überwiegend besucherlose und goldgeschmückte Kirchen betreut werden!
    Von den gläubigen, friedlichen, oft auch (ungewollt) kinderlosen Pfarrhaushälterinnen bekocht!
    Das ist gelebte, christliche Steuerverschwendung!

    Wenn ich jetzt nach der kalten Logik der hier versammelten atheistischen Kreuz-Gegner argumentieren müsste, wäre die Erkenntnis jene, dass die besagten Ungläubigen diese Tage nacharbeiten müssten oder vom Lohn/Gehalt abgezogen werden sollten.
    Auch Weihnachtsgeld dürften die Arbeitgeber nur an kirchensteuerzahlende Beschäftigte zahlen, die wirklich gläubig sind und Weihnachten ernsthaft feiern, mit Kirchgang und allem!

    Vorsicht, sonst gibt es demnächst Jom-Kippur-Geld und für manche den ganzen Ramadan frei! Und am 1. Mai müssen alle faulen Säcke ins Büro!

    Bei so unnötigen, sinnfreien Verletzungen christlicher Gefühle von religiösen, friedlichen Christen in Deutschland, einem christlich-geprägtem Land, auch noch zu schweigen und die diabolischen Ausraster des atheistischen, wertelosen Elternpaares einfach klaglos, gegen den Willen der Majorität, hinnehmen?

    Sie sehen Ihre christlichen Gefühle (sind die alle einzeln getauft?) verletzt, wenn nicht überall öffentlich ein Kreuz hängt? Wie ertragen Sie die tagtägliche Pein? Da muss ja der Teufel dahinterstecken.

    Träumen Sie weiter!

    Sie hätte man besser nicht geweckt. Wo Sie doch schon die ganze Aufklärung verschlafen haben. RRRRRRRRRRRRRRIIIIIIIIIINNNNNG!!!! Mensch, jetzt sind Sie im realexistierenden Säkularismus aufgewacht.

    Und wenn Sie da heute noch vor die Türe gehen, denken Sie daran: Jeder nur ein Kreuz!

  • hanbav

    |

    @Amethyst

    Ja, ich träume von einem Land, in dem alle Bürger sich dem Grundgesetz verpflichtet fühlen (welches von vielen als eines der Besten der Welt betrachtet wird).

    Ja, ich träume von einem Land, in dem die Trennung von Kirche und Staat wirklich vollzogen und von allen akzeptiert ist. Nicht zuletzt, um Bürger, die einen Gott zum Glück brauchen, vor Bedrohung oder Beschimpfung durch Anbeter anderer Götter zu schützen. Das ist Glaubensfreiheit in alle Richtungen und nur die Trennung garantiert sie.

    Ja, ich träume von einem Land, in dem nicht Menschen anderen Glaubens oder eben Atheisten unterstellt wird, sie hätten keine Werte. Diese Annahme Ihrerseits ist unnötig und sinnfrei verletzend (Ich habe Ihren Spruch recycled, der war nämlich gut, aber an der falschen Stelle). VonFernSeher würde das vielleicht drastischer formulieren. Ich belasse es mal bei der vergleichsweise harmlosen Einstufung: niederträchtig.

    Obwohl mich diese Annahme, nur ein Gott könne ethisches und soziales Wollen und Handeln in ansonsten widerborstige Menschengehirne bringen, wirklich in Rage bringt. Wobei ich nicht weiss: Deutet Ihre diesbezügliche „Erkenntnis“ nun auf hemmungslose Arroganz / Ignoranz oder aber im Gegenteil auf grenzenlose Verlorenheit hin?

    Ja, und ich hätte gerne, daß höchste Gesetze unseres insgesamt für alle sehr komfortablen Bundesstaates eingehalten werden und nicht pro Gesetz wieder von einer lokalen „Mehrheit“ entschieden wird, es doch lieber zu ignorieren. Und dabei gleich noch diejenigen, die entsprechend diesem Gesetz leben, verunglimpfen bis bedrohen. Wobei hier nochmal anzumerken ist, daß die „Mehrheit“ im vorliegenden Fall in homöopatischer Verdünnung in Erscheinung getreten ist.

    Ja, und ich würde extrem ungern in einem Gottesstaat leben, wie Sie ihn offenbar lieber hätten. Aber dieser Kelch ist wohl schon an uns vorübergegangen: Die einfache Mehrheit (pro Gott) sind mittlerweile diejenigen, die Sie gerne los hätten. Jedenfalls solange die „Gläubigen“ untereinander sich so einig sind, wie man das hier deutlich mitbekommt. Wo Sie nicht mal Luther mitspielen lassen, weil nicht die „wahre“ Kirche. Irgendwie amüsant, diese stolze Abgrenzung.

    @VonFernSeher:
    Danke für die Mühe und Geduld, mit der Sie sich mit dieser „Argumentation“ auseinandersetzen. Und natürlich danke für die Zitate aus diesem genialen Film, den allerdings dieser „Edelstein“ besser nicht ansehen sollte – wäre nicht gut für sein Seelenheil.

    @gifthaferl & sven & weitere:
    Danke aus ähnlichen Gründen für Ihre Mühe.

    Man fühlt sich dann doch besser in dieser Welt, wo erschreckenderweise immer wieder mal sowas anklingt wie: „Dürfen wir sie ein bisschen anzünden“ (Aus einem anderen genialen Film dieser genialen Truppe :-) . Ich denke, die Stelle mit dem Hexentest ist bekannt)

    Ich hätte nicht gedacht, dass es immer noch (oder schon wieder?) so schlimm ist.

  • VonFernSeher

    |

    @hanbav

    Ich hatte schon @Amethyst in der Kommentarspalte des Folgeartikels geschrieben:

    Ihr Auftreten hier – so sehr es im Einzelnen belustigen mag – ist traurig. Ich bin getauft, kommuniziert und gefirmt und könnte doch nicht weiter davon entfernt sein Ihr Bruder im Geiste zu sein.

    Ich bin eigentlich alles in allem ein umgänglicher und höflicher Mensch und habe versucht an mir zu halten. Bei den hanebüschenen Zusammenstellungen, die der angeblich so christliche Amethyst hier abgeliefert hat, konnte (ok, wollte) ich meine schwarze Seite allerdings nicht ganz verdrängen. Genau diese herrliche schwarze Seite ist auch der Grund, warum viele der Militanten von allen Seiten für die Botschaften der angesprochenen Filme wohl betriebsblind sind.

    Ich kann sehr gut Christ und Individualist sein, Sie verstehen.

  • StuhloderSessel

    |

    @ amethyst
    Welch schlechte Verlierer ihr Reaktionäre doch seid. Muss ich ausführen in welchen anderen Foren du dein rassistisches Geschwafel sonst noch los wirst? (Antwort: Wir lassen das besser.)

    Hör mal Dubmatix http://www.youtube.com/watch?v=Z_OYpYPE–I

    Vielleicht kannst du mit deinen Freunden da mal abschalten. Männlich und Weiß (die Hautfarbe betreffend) wie ihr seid, dürfte ein rhytmisches Kopfnicken deinerseits ja schon Sünde sein…

    This is the Champion Sound! ;-)

    @ hanbav, vonfernseher, gifthaferl und alle anderen (bei allen Unterschieden): Toll wie diese Zeitung von unterschiedlichen, aber wohl humanistischen und demokratischen, Menschen kommentiert und damit mitgetragen wird.
    Selbstredend ist schön langsam nicht einmal mehr der unterdrückteste Mensch bereit, die Lügen und die Repression bayerisch-staats-katholischen Staatswahnsinns zu fressen. Das dies nicht unbedingt zu emanzipatorischen Verhältnissen führt, heißt nicht, dass das Abstreifen katholischer Reaktion schlecht wäre.
    Es ist ein kleiner, vielleicht nur zwergenhafter, Schritt.

    Zur Wiederholung: Es lebe der Zentralfriedhof! (die Szene wird makaber..)

    „Das Leben gemäß des Prinzips des Seins ist mit Lebendigkeit und Aktivitäten verbunden. Das Sein ist zu verstehen als ein Aktiv-Sein im Sinne der produktiven, schöpferischen, kreativen und selbstbestimmten Anwendung der menschlichen Kräfte und bezieht sich auf Erlebnisse. Damit verbunden ist eine aktive Form der Freude. Das gute Leben erweist sich als die selbstzweckhafte Entwicklung der menschlichen Fähigkeiten samt deren aktiver Anwendung. Es ist ein Leben, in dem konsumorientierte Aktivitäten zurückgedrängt werden, und statt dessen ein subjektives Wohlbefinden durch die aktive Betätigung menschlicher Fähigkeiten erreicht wird. Entscheidend für die menschliche Zufriedenheit sind weniger die Aspekte des materiellen Konsums und der Freizeit – verstanden als Gegensatz zur Arbeitszeit -, sondern vielmehr die Qualität und Inhalte der individuellen Tätigkeiten.“
    Frei nach Thieß Petersen

  • hanbav

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    http://www.welt.de/politik/deutschland/article11199195/Die-Regensburger-liegen-ueber-Kreuz.html

    Leseproben:

    „Die Regensburger liegen über Kreuz

    Weil der Vater eines Schülers das Kreuz in dessen Klassenzimmer abhängen ließ, hagelt es Drohungen. Dabei ist der Mann im Recht.

    … Ausländer? Minderheit? Der Betroffene ist Deutscher. Dass er in Großbritannien habilitierte, befremdet offenbar.

    Telefon- und E-Mail-Terror gegen Arbeitgeber

    Das Gymnasium stellt sich jedenfalls der Diskussion und wird, so die Ankündigung der Leitung, mit den Schülern der Klassen sieben und acht sprechen. Das kann letztlich auch Konsequenz haben, dass sich die eine oder andere Klasse gemeinsam entscheidet, das Kruzifix in ihrem Raum abzuhängen.“

    Mal eine andere Stimme. :-)

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