Meierhofer: Standortschließungen verträglich gestalten

Bereits seit Herbst 2011 steht fest, dass im Zuge der Bundeswehrreform deutschlandweit 31 Standorte geschlossen werden müssen. Gestern veröffentlichte Bundesverteidigungsminister de Maiziere nun den Realisierungsplan, der die konkreten Daten für die Schließungen der Kasernen und Truppenteile beinhaltet. Die in der Oberpfalz betroffenen Truppenteile an den Standorten Weiden und Amberg werden demnach im ersten Quartal 2014 (Weiden) und im dritten Quartal 2017 (Amberg) abgezogen. Weiden wird aber trotz der Schließung des Kreiswehrersatzamtes als Standort insgesamt vergrößert und um ein Artilleriebataillon ergänzt. Die Anzahl der Dienstposten steigt von 470 auf 1.290 an. Die zusätzlichen 820 Soldaten kommen aus dem Artilleriebataillon in Mühlhausen/Thüringen, das zum ersten Quartal 2015 geschlossen wird. Amberg hingegen wird mit der Schließung der Leopold-Kaserne signifikant von 460 auf 90 Dienstposten reduziert. Der Realisierungsplan mit dem konkreten zeitlichen Fahrplan für die Schließungen soll in erster Linie den betroffenen Mitarbeitern Planungssicherheit geben. Gemeinsame Aufgabe von Bund, Land und Kommunen ist es jetzt, alle Anstrengungen zu unternehmen die Folgen der Strukturreform für die betroffenen Standorte und die Bundeswehrangehörigen und ihre Familien so glimpflich wie möglich zu gestalten.

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