Menschenrechte auf der Bühne

Geschichten von Leid, politischen Missständen und Menschenrechtsverletzungen, aber auch von zivilgesellschaftlicher Arbeit und politischem Widerstand – davon erzählt die „Bühne für Menschenrechte“. Mit dokumentarischen Theaterstücken will der Berliner Verein mehr öffentliche Aufmerksamkeit für Menschenrechtsfragen schaffen. Am Samstag, 19 Uhr, wird im Großen Dollingersaal in Regensburg (Altes Rathaus) mit den „Asyl-Monologen“ die erste Produktion aufgeführt. Asyl-Suchende erzählen dabei von ihrem Leben, von den in Deutschland fast alltäglichen Menschenrechtsverletzungen in Zusammenhang mit Asylpolitik, aber auch davon, wie sie nie aufgegeben und sich erfolgreich gewehrt haben. Kritiken nach den ersten Aufführungen in Berlin und Hildesheim bescheinigen dem Stück einerseits spannend und mitreißend zu sein, anderseits ein realistisches „Panorama über Hintergründe, Gegenwart und Aussichten von Asyl in Deutschland“ (taz) zu zeigen, „oft traurig und bedrückend, aber auch kämpferisch“. Vorbild der Bühne für Menschenrechte ist die 2006 gegründete britische Organisation „Actors for Human Rights (AFHR)“. Innerhalb von fünf Jahren wurde dort ein Netzwerk aus 600 professionellen Schauspielerinnen und Musikern aufgebaut, das mit mittlerweile neun Produktionen – über Asylsuchende, alte Menschen, politische Gefangene oder Obdachlose – auch in Belgien, Australien, Norwegen oder Irland aufgetreten ist. Auch die noch junge Bühne für Menschenrechte will ein solches Netzwerk aufbauen. Bei der Aufführung in Regensburg kooperieren die Berliner mit dem hiesigen ueTheater. Beginn: 19 Uhr. Eintrittspreise ab 5,60 Euro.

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Kommentare (1)

  • marcel ster

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    Die zunehmende Zahl an Menschenrechtsverletzungen wird durch eine erhabene Menschenrechtsrethorik perfekt verschleiert. Der Staat hat den Bürger zum Feindbild erklärt und versucht ihn zu bekämpfen. Ob Asyl, Hartz IV, Rente. Überall wehrt sich der Staat gegen den Bürger, der ein Recht aus dem Gesetz das der Staat auferlegt hat geltend macht. Das schlimme daran ist, das der Typ, der da vor dem Antragsteller hinter dem Schreibtisch sitzt, auch ein Mensch ist. Aber offensichtlich ein Soziopath sein muss, denn er stellt die ihm auferlegten Weisungen über das Menschliche. Wir haben keine Chance. Das System ist dermaßen ausgefeilt, dass die Ausbeutung und Unterdrücken durch den Staat BRD immer ausgeprägter wird.

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