Chrsitian Schlegl ist CSU-Kandidat

Mit dem „Bluthund“ in die Schlacht

Es ist keine Überraschung: Christian Schlegl ist OB-Kandidat der Regensburger CSU. Und trotz Gegenfeuer mutet der plötzliche Wandel der ehemals hasserfüllten Chaostruppe fast bizarr an.
Eitel Sonnenschein: Die CSU darf endlich ihre Schlegl-Plakate auspacken. Fotos: Günther Staudinger

Eitel Sonnenschein: Die CSU darf endlich ihre Schlegl-Plakate auspacken. Fotos: Günther Staudinger

Nein! Das macht er doch nicht, oder? Doch, er tut’s. Bei einer zünftigen Vorstellungsrede darf er offenbar nicht fehlen. Der Franz Josef Strauß. Und deshalb gibt auch Christian Schlegl am Donnerstagabend bekannt, dass er die CSU „mit der Muttermlich“ eingesogen habe und es eine Wahlveranstaltung mit ihm – dem Strauß – gewesen sei, wo ihn „die Begeisterung für diese Partei“ gepackt und seitdem nicht mehr losgelassen habe. Im zarten Alter von fünf Jahren sei das gewesen, erzählt er den Delegierten, vor denen er nun – 35 Jahre später steht – und sich als Oberbürgermeister-Kandidat bewirbt.

Das Ziel: Wolbergs auf die Landebahn

Es ist nicht unbedingt eine Sternstunde Schleglscher Rhetorik, die da schlägt, aber um seinen Gegenkandidaten Christian Janele auszustechen reicht es allemal. Von „Ehre“ und „Freude“ ist immer wieder die Rede und von der „gewaltigen Kraft“, die er – Schlegl – im Rücken hat, seit ihm bei der Mitgliederbefragung 89 Prozent der CSU-Basis bescheinigt haben, der Wunschkandidat zu sein.
Gefiel sich in großer Geste: Christian Schlegl. Foto: Günther Staudinger

Gefiel sich in großer Geste: Christian Schlegl. Foto: Günther Staudinger

„Die CSU ist mein Weltbild und mein Weltbild ist die CSU“, ruft dieser Kandidat in den Raum, ballt etwas verhalten die Faust und erklärt sich zum leidenschaftlichen Kommunalpolitiker. Und als solcher wolle er seiner Partei Mut machen. Ob der Vorsprung der SPD tatsächlich so groß sei? Das wolle man doch erst mal sehen. Peer Steinbrück und Christian Ude – beide seien furios gestartet und nun – „gelandet“, erklärt Schlegl in großer Geste. „Und Joachim Wolbergs? Gestartet, schau mer mal“, sagt er und die Hand geht erneut nach unten, zum Boden, auf den man auch Wolbergs zurückbringen will. Es ist erstaunlich, was in der Regensburger CSU in den letzten Wochen passiert ist. Von der zerstrittenen Chaostruppe, die sich in gegenseitigem Hass, oft auf unterstem Niveau jahrelang bekriegt hat, ist hier kaum noch etwas zu spüren. Wer Schlegl da alles die Hand schüttelt, ihm zur Begrüßung fast um den Hals fällt – es wirkt schon ein wenig surreal.

„Der kann es.“

Selbst Oberbürgermeister Hans Schaidinger, den man in diesen Jahren bei Parteiveranstaltungen kaum noch am Rednerpult gesehen hat, ergreift am Donnerstag seit langem mal wieder das Wort und hält ein kämpferisches – mit Formel 1-Metaphern gespicktes – Plädoyer für Schlegl. Andere Parteien hätten ihre Kandidaten schon. „Welche die lächeln, welche, die sich zurückhalten, mit viel, wenn nicht mit allem. Welche, die einen Aufbruch vorspiegeln, ohne zu sagen, was das ist. Aber es gibt nur einen Kandidaten, von dem ich sage: Der kann es.“ Applaus. Bravo-Rufe.
"Heute nominieren wir den Fahrer und bestimmen wie stark der Motos ist." Hans Schaidinger hielt ein leidenschaftliches Schlegl-Plädoyer.

„Heute nominieren wir den Fahrer und bestimmen wie stark der Motor ist.“ Hans Schaidinger hielt ein leidenschaftliches Schlegl-Plädoyer.

Dass zuvor Franz Rieger eine ähnlich wohlwollende Empfehlung für Schlegl abgegeben hat, macht das ganze umso bizarrer. Nicht nur Rieger und Schlegl, nein: auch Rieger und Schaidinger, früher noch „Kasper“ und „Autokrat“ (der eine über den jeweils anderen) Hand in Hand. Schwerter zu Pflugscharen, Kampfjets zu Friedenstauben, Schierlingsbecher zu Maßkrügen.

Die Stunde der Spielverderber

Natürlich gibt es noch ein paar Spielverderber. Rudolf Schmitzer, CSU-Delegierter, stellvertretender Vorsitzender im Ortsverein Burgweinting und kürzlich in den Vorstand der CSU-Abspaltung CSB gewählt, schlägt den Immobilienunternehmer Christian Janele vor. Wahl, so Schmitzer, stamme nämlich von Auswählen. Und Janele werde außerhalb der Partei einfach als glaubwürdig wahrgenommen.
"Wahl kommt von Auswählen." Rudolf Schmitzer.

„Wahl kommt von Auswählen.“ Rudolf Schmitzer.

Der, Janele, hält anschließend eine sehr bemühte Rede. Bei der Mitgliederbefragung hat er etwas mehr als zehn Prozent der Stimmen bekommen. Er habe sich halt nicht vorstellen dürfen. Doch das werde sich heute ändern. „Für unsere CSU“ wolle er Oberbürgermeister werden, erklärt er, der erst vor wenigen Wochen der Partei beigetreten ist. Zuvor war er bei den Grünen und hat sich auch schon mal bei der FDP engagiert. Gerüchten zufolge soll er auch schon mal bei den Freien Wählern angeklopft haben.

„Schlegl soll Ingenieur bleiben“

„Roooot steht für Stillstand. Schwaaarz für Wachstum“, ruft Janele in den Raum, benennt sein Schwerpunkte – „Wirtschaftspolitik („Ich setze auf weiteres Wachstum“), Umweltpolitik, Wohnraumpolitik und Familienpolitik“. Janele erklärt, dass Regensburg die besten Fachkräfte, vor allem gute Ingenieure brauche. Und da sei es doch gleich am Besten, wenn ein Ingenieur, der Christian Schlegl, seinen Job behalte, und er, Christian Janele, Oberbürgermeister werde.
"Unsere CSU." Neumitglied Christian Janele konnte nur 15 Mitglieder überzeugen.

„Unsere CSU.“ Neumitglied Christian Janele konnte nur 15 Mitglieder überzeugen.

Dieser Griff in die rhetorische Trickkiste sorgt für Raunen, Gemurmel und ungläubiges Gelächter im Saal. Und so geht es munter weiter. Als Janele zum Schluss seiner Rede kommt und berichtet, dass er vor zehn Jahren seiner Frau das Ja-Wort gegeben habe und nun auch um das Ja-Wort der CSU bitte, entfährt einer Delegierten etwas zu laut „Mei. Wie romantisch“. Den anschließenden Applaus als verhalten zu bezeichnen, wäre übertrieben.

„Mitgliederbefragung war undemokratisch“

Bei der anschließenden Aussprache schlägt dann die Stunde von André Schreiber. Er war mal Justitiar der CSU und hat im Auftrag von Franz Rieger versucht, drei Mitglieder der anderen – Schlegl und Schaidinger treuen CSU-Abspaltung „Bürger für Regensburg“ aus der Partei ausschließen zu lassen. Heute ist Schreiber Vorsitzender der CSB und erzählt den Delegierten, dass das Mitgliedervotum für Schlegl nicht demokratisch zustande gekommen sei. Ja, „mit Füßen getreten worden“ sei sie, die Demokratie. Janele habe sich nicht einmal vorstellen dürfen. Pfiffe. Buh-Rufe.
Das letzte Aufbäumen der Schlegl-Gegner? André Schreiber war der einzige, der sich zu Wort meldete. Er ist Vorsitzender der CSB.

Das letzte Aufbäumen der Schlegl-Gegner? André Schreiber war der einzige, der sich zu Wort meldete. Er ist Vorsitzender der CSB.

Doch Schreiber lässt sich nicht beirren. Er will seine Rüge gegen die Mitgliederbefragung im Protokoll vermerkt wissen. Dann zitiert Schreiber das „Politbarometer“ der Mittelbayerischen Zeitung, wo Schlegl stets schlecht abgeschnitten habe und kolportiert ein Gerücht, demzufolge Schlegl den nun ausgerufenen Frieden nach der Wahl wieder aufzukündigen gedenke.

Neue Verteidiger melden sich zu Wort

Das kann selbstverständlich nicht unwidersprochen bleiben. Und dass es just Tobias Fritz, Vorsitzender der Altstadt-CSU, und Tobias Grosse-Brockhoff von der JU sind, die sich nun für Schlegl und gegen Schreiber in die Bresche werfen, kann einen nur verwundern. Früher wandten sich beide teils brüllend gegen Schlegl, Schaidinger und seine Anhänger, heute mahnt man Schreiber, doch bitte „die Veranstaltung nicht zu stören“ und sich „so ungehörig“ zu verhalten. Man müsse schließlich Mehrheiten akzeptieren. Und ihm, Schreiber, fehle es ebenso an „politischer Legitimation wie Integrität“. Beifall. Dann schweigen die Janele-Befürworter.

„Jagdhund, Bluthund, kampferprobt“

Es tritt noch Alexandra Glufke-Böhm, Vorsitzende im Ortsverein Harting und designierte Pressesprecherin des Wahlkampfteams, ans Rednerpult, die – bekannt für eigenwillige Metaphern – Schlegl zum „guten Jagdhund“, zum „Bluthund“ gar erklärt, der so „kampferprobt“ sei, dass man mit ihm und nur mit ihm „in die Schlacht“ gegen Joachim Wolbergs ziehen könne. Bloß a Hund sei glangt eben nicht.
Der erste Gratulant: Schaidinger drängt sich zu Christian Schlegl und dessen Frau Stephanie.

Der erste Gratulant: Schaidinger drängt sich zu Christian Schlegl und dessen Frau Stephanie.

Nochmal Applaus. Lang und laut. Dann wird gewählt. Und während die Delegierten sich aufs Büffet stürzen, bleiben Christian Janele und seine Frau einsam an ihrem Tisch sitzen. Manche schütteln im Foyer über Schreiber den Kopf. Einige wenige philosophieren im Gegenzug darüber, dass man den meisten in der CSU „anscheinend das Rückgrat gezogen“ habe. Und wieder andere bereiten schon die Schlegl-Unterstützer-Plakate vor, während noch ausgezählt wird.
Vom Kampfjet zur Friedenstaube: Franz Rieger.

Vom Kampfjet zur Friedenstaube: Franz Rieger.

Von den 104 Stimmen entfallen schließlich 85 auf Schlegl, 15 auf Janele, zwei Stimmen sind ungültig, zwei weitere Delegierte haben schlicht mit „Nein“ gestimmt. Und während tosender Beifall ausbricht, Rieger und Schaidinger Schlegl um den Hals fallen und sich gegenseitig fast erdrücken, läuft auf der Leinwand vorne schon der erste Wahlwerbespot für den neuen OB-Kandidaten. „Der kann’s“ lächelt da ein Ministerpräsident Horst Seehofer für Schlegl in die Kamera, während im Saal mehrere Delegierte gleichlautende Transparente schwenken. Der Wahlkampf hat endlich begonnen – auch wenn die Stadtratsliste noch auf sich warten lässt.

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Kommentare (55)

  • sehr klug

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    Schmitzer und Schreiber waren schon witzig! Einer lächerlicher als der andere

  • Ele

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    Also ich finde vor allem die Fotos richtig herzig !! Das letzte mit dem strahlenden Schildhochhalter ist so süß! Und das vorletzte, wo Frau Schlegl ihren Mann in die Finger beißt, während sie nochmal überprüft, ob sein Herz nicht doch halblinks schlägt und Herr Schaidinger ihm (zumindest mit der Hand) im Nacken sitzt, ist auch sehr lieblich___Habe mich köstlich amüsiert!_____

  • erik

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    auf den Bildern zu dem Artikel ist für mich klar zu erkennen, Gesichter machen eine Partei und das ist nicht immer vorteilhaft!

  • Gustl

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    Mit dieser Personalentscheidung sind die Weichen gestellt: Lasst uns heute schon Wolli zur gewonnenen Wahl gratulieren… und die CSU wird sich mit 15 Räten im Stadtrat wiederfinden.

  • Captain_Chaos

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    @Gustl

    15 Stadträte? Ist das nicht ein bisschen zu hoch gegriffen?

    Wir werden sehen, ob der Wähler sich für die neu aufgelegte Brandy-Family entscheiden wird.

    Anderseits … könnte schon lustig werden, der Wahlkampf. Wer Herrn Schreiber kennt, dürfte wissen, dass es von nun an Rund gehen wird.

    Captain_Chaos

  • der Intimo

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    Ich bin mal gespannt ob der Frieden auch nach der Erstellung der Stadtratsliste hält – wenn der eine für die Versprechungen 150 Stadtratsplätze und der andere 300 Stadtratsplätze bräuchte. Wieviel Stadtratsplätze bekommt die Liste Bürger für Regensburg bei der CSU ? Da lass ich mich mal überraschen.

  • Volleyballer

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    Also so einen Haufen wie die Regensburger CSU gibt es nicht leicht noch einmal. Ich befürchte nur, dass du Wähler denen dieses Possentheater auch noch abnehmen. Ich finde diesen Machtmenschen täte es echt mal gut in der Opposition zu sein.

  • StuhloderSessel

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    Im Alter von 5 Jahren Straußgeschrei und Franz-Josef-Grunzen genossen? Das erklärt einiges…

  • sehr klug

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    Witzige Kommentare!

  • Anwesender

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    Naja, das Verhalten von André Schreiber ist wirklich nimmer nachvollziehbar.

    Die CSB will ja nach eigener Angabe zur Wahl antreten. Und zwar mit einem eigenen OB- Kandidaten. Und der Vorsitzende der CSB stellt sich dann auf der CSU- Nominierungsveranstaltung hin und will dort der Partei erzählen, wer für diese der bessere Kandidat sei…

    Und dabei handelt es sich bei Herrn Schreiber auch noch just um die Figur, die vor noch nicht allzulanger Zeit vor dem Landesparteischiedgericht mit Pauken und Trompeten bei dem Versuch gescheitert ist, alle Mitglieder der Bürger für Regensburg aus der Partei auszuschließen. Jetzt treibt er das selbe Spiel, nur dass er es noch dadurch steigert, auf Versammlungen gr0ß Krawall zu schlagen.

    In diesem Zusammenhang behaupete er auch noch, die Demokratie sei durch das Verfahren der Kandidatenfindung in der CSU mit Füßen getreten worden, da sich unter anderem Herr Janele nicht im Vorfeld jedem Mitglied habe vorstellen können und daher gegen den wesentlich bekannteren Fraktionsvorsitz unterlegen sei. Dabei ist doch der wesentlich höhere Bekanntheitsgrad von Schlegl ja gerade ein Grund dafür, dass dieser der geeignetere Kandidat ist. Chancengleichheit bedeutet bei Wahlen nicht, dass alle Mängel und Unzulänglichkeiten eines Kandidaten im Vorfeld abgestellt werden…

    Aber wenn gewisse Personen unterliegen, dann ist es eben kein demokratischer Entscheid mehr, sondern in diesem Fall muss das Verfahren undemokratisch gewesen sein… Es geht ja gar nicht anders!

    Und dann auch noch zu behaupten, die basisdemokratische Mitgliederbefragung sei rechtswidrig und undemokratisch, weil dadurch die Delegierten in ihrer Gewissensfreiheit beeinträchtigt werden würden, ist einfach nur noch wirr!

    Also, lieber Captain_Chaos, wenn diese Person es „rund gehen“ lassen will, brauchen sich weder die CSU noch Christian Schlegel Sorgen machen. Dieser Herr enttarnt sich ja regelmäßig selbstständig als reinen Querulanten…

  • Aha

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    Dem „Anwesenden“ kann ich nicht zustimmen.

    Schreiber hat doch Recht, dass eine Umfrage unfair ist, wenn sich die Leute über die demokratisch abgestimmt wird, nicht vorstellen dürfen. Steht das nicht sogar im Gesetz, dass die Kandidaten sich vorstellen dürfen? Schon seltsam, was da in der CSU abgeht.

    Auch lustig, wie wiedersprüchlich sich die Schwarzen verhalten:
    – gestern wünschten alle Schlegl die Pest an den Hals, heute lieben sie ihn. Was kommt morgen? Wann gehen sie wieder auf ihn los, wie einst auf Schaudinger?
    – Schreiber wird abgegriffen weil er CSB-Chef ist, aber die Bürger für Rgbg-Chefs sitzen im Kreisvorstand; und beide Altrernativen wollen neben der CSU zur Wahl antreten. Hibt es bald eine weitere Abspaltung?

    Auf jeden Fall werden wir mit dieser seltsamen CSU auch weiterhin noch viel Skurieles erleben. Hoffe nur, dass Regensburg noch steht wenn diese Partei ihre Probleme geklärt hat. Gerade weil der große Streit nach der Listenaufstellung denen noch bevorsteht.

  • Adalbert Steinhuber

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    Wenigstens einer hatte die Courage, die eigene Meinung standhaft zu vertreten. Hut ab, Herr Schreiber!

    Was ist mit den anderen geschehen? Hat man ihnen, wie Herr Aigner schreib, „das Rückgrat gezogen“? Wer hat sich was versprechen lassen, das sollte man recherchieren. Denn alleine mit Stadtratsplätzen konnte man die teilweise erbitterten Gegner kaum umdrehen.

    Völlig unglaubwürdig erscheint mir der angebliche Turnaround von Fritz und Grosse-Brockhoff. Wie glaubwürdig kann ein Fürsprecher sein, der in der letzten Woche noch gegen Schlegl gehetzt hat? Man muss die Karriere dieser Herren beobachten, wenn sie von der CSU oder der Stadt beruflich profitieren sollten, wissen wir warum. Allerdings sollte ein mögliche Gönner aufpassen, denn wer sich einmal durch Versprechen umpolen lässt, mit dem kann ein Gegner das auch ein weiteres Mal machen.

  • habemusmamam

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    @Rudolf Schmitzer: Auswählen ist von Wahl abgeleitet, nicht umgekehrt.
    Janele mag glaubwürdiger sein als Sie, aber nicht glaubwürdiger als seine derzeitige Partei.

  • Geronimo

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    Hihi, der reinste Theaterklamauk!
    Die glauben doch nicht ernsthaft, dass der Wähler ihnen diese Komödie abkauft. Goutieren wird der Wähler diesen Irrsinn sicherlich nicht. Denn entweder spielen die Herrschaften (und Damen) allen nur etwas vor, oder sie zeigen, dass auf ihre Aussagen und Standpunkte kein Verlass ist, da diese nach belieben (oder besser: eigener Nützlichkeit) verändert werden. Der Wähler mag aber weder so offenkundig belogen werden, noch will er Politiker, die ihr Fähnchen in den Wind hängen. Naja, wenn solche Leute nach der Wahl in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, mag das zumindest gut für Regensburg sein.

  • parteiloser

    |

    @ Aha und andere hier:

    Herr Janele hat sich doch vorstellen dürfen, dies hat er genutzt in Form der Digitalen Medien! Er hat eigens für den Wahlkampf die Internetseite gruene-janele.de online stellen lassen, also, da braucht nun wirklich keiner sagen, er hätte keine Plattform gehabt!

    Nicht mal Herr Schlegl hatte eine eigene Homepage!

  • Hellseher

    |

    Meine Prognose für die Kommunalwahl:

    Oberbürgermeister: Joachim Wollbergs

    Stadtrat:
    CSU 15
    SPD 12
    Grüne 5
    FW 5
    FDP 2
    ÖDP 3
    CSB 3
    Linke 2
    BfR 3

  • Captain_Chaos

    |

    @Habemusmamam

    Herr Janele ist definitiv nicht glaubwürdig. Da würde ich wirklich eher Herrn Schlegl wählen.

    Warum? Nun Herr Janele ist ein Parteispringer. Er zieht von einer Partei zu der nächsten, in er Hoffnung, sie hebe ihn auf einen angenehmen Posten. Herr Schlegl war der CSU immer treu, auch wenn diese in mehrere Lager gespalten ist und ich einem anderem als Herrn Schlegl angehör(t)e. Aber einen Opportunisten kann und werde ich nie unterstützen. Besonders nicht bei so schlechten Wortspielen.

    Captain Chaos

  • CSU-Mitglied

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    Nachdem Frau Alexandra Glufke-Böhm, Vorsitzende im Ortsverein Harting und Pressesprecherin des CSU-Kreisvrbandes Herrn Schlegl, den Oberbürgermeisterkandidaten, Eigenschaften als „guten Jagdhund“ und sogar „Bluthund“ attestierte, kann man ja gespannt sein, wie die Bürger Regensburgs darauf reagieren. Jedenfalls ist es nun möglich Herr Christian Schelgl als Bluthund zu bezeichnen, mit Bezug auf diese offizielle Äußerung der Pressesprecherin des CSU-Kreisvorstandes!

    Nach Wikepedia ist Bluthund die Bezeichnung:
    Für auf Menschen dressierte Hunde, meist Doggen; insbesondere von Sklavenhaltern gegen Ihre Sklaven eingesetzt.
    Oder
    Für Menschen, die sich als grausame Tyrannen zeigen.

  • Capital-Soziale-Union

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    @ CSU-Mitglied 14.07.2013, 09:21h

    Danke für den Zitationstipp; jedoch ein „Bluthund“ (Zitat Glufke-Böhm, was für ein bündnisgrüner Doppelname!) mit dem parteiinternen Spitznamen Fettislaus, das geht irgendwie nicht zusammen: bei den diesjährigen Schlesischen Kulturtagen im Regensburger Antoniushaus gab dieser „Bluthund“ (Zitat Glufke-Böhm) eher ein wortkarges abgespecktes bayerisches Zamperl im zu weit gewordenen Trachtenverschnitt.

    Wenn ich da an den demokratieverdienten „Bluthund“ Gustav Noske (SPD) denke …

  • SPD-Mitglied

    |

    Die Bezeichnung Bluthund als Eigenschft für einen OB Kandidaten un dies von der Pressesprecherin des CSU-Kreisvorstandes das hat was und zeigt wie niedrig das sprachliche Niveu inzwischen gesunken ist in diesem CSU Kreisverband! Die Plakate sollten nicht lauten Frieden fängt zu hause an.. sondern „Last los die Bluthunde der CSU Regensburgs“.

  • Jetzt reichts

    |

    Auf dem populistischen Niveau der SPD ist man aber wohl noch nicht angelangt!

  • Capital-Soziale-Union

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    @ Redaktion c/o Günther Staudinger

    Ist das eingesetzte Objektiv ein sogenanntes Eierkopf-Porträtobjektiv, oder wurde aus redaktionellen Sparsachzwängen lediglich ein für Porträts ungeeignetes verwendet?
    Zu analogen Zeiten lichtbildete man für solche Zwecke mit 75 – 105mm Objektiven.
    Die „Kampfjet-Friedenstaube“ z. B. wirkt wie ihr eigener Pappkamerad; es sei denn, es wurde an eine hintersinnige Hommage an George Grosz, John Heartfield und Klaus Staeck gedacht: auch Eier können, wenn aus parteiraisonellen Gründen ausgeblasen, hohl sein …

  • Matthias Beth

    |

    Nun ist klar, dass 85 CSU Delegierte auf den 50 Plätzen für die Stadtratsliste untergebracht werden müssen, den Ihnen wurden vermutlich dies versprochen im Rahmen der Einigung. Bin gespannt wie dieses Problem gelöst wird vom Kreisvorsitzenden und seinem Bluthund!

  • Ratisbonicus

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    @Beth:
    Im Prinzip haben Sie recht, aber genau genommen müssen bei der Rechnung: 30 CSUler auf den ersten 10 Plätzen, 10 auf den nächsten 5 und ca. 45 auf den restlichen 35 Plätzen untergebracht werden.
    Und die Posten in München, wenn der Friedensfürst dort als Minister einzieht (hahaha), sind auch schon so oft belegt, dass die Inhaber im jährlichen Turnus wechseln müssen.
    Sollten sich diese Gerüchte bewahrheiten, werden bei der CSU-Listenaufstellung für den Stadtrat aus Friedenstauben Aasgeier. Das nennt man dann „politische Evolution“. :-)

  • Castra Regina

    |

    „Bluthund“ ist kein Armutszeugnis für den OB-Kandidaten, sondern für die Pressesprecherin. Vielleicht sollte man über diese Postenbesetzung der Pressefrau nochmal nachdenken.

  • Planer

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    Darf man nach der Feststellung von Frau Glufke-Böhm Herr Schlegl sei ein Bluthund diesen jetzt gemäß der Definition in wikipedia als (grausamen) Tyrannen bezeichnen?

    Der Ausdruck Bluthund zeigt wieder mal welchen Hass CSUler auf alles haben was nicht schwarz ist.

  • Geronimo

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    die CSU Regensburg ist besser als jedes interaktive Fernsehprogram der Privatsender! Die 60 EUR Mitgliedsbeitrag sind jedenfalls gut angelegt!

  • Parteiloser

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    Warum besucht der CSU-Kreisvorstand nicht das Tierheim und sucht sich hier einen Bluthund aus als OB-Kandidat?

  • Absicht

    |

    Sind die miesen Bilder Absicht, weil man sich jetzt vor der geeinten CSU fürchtet?

  • parteiloser

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    Zu der Ämtervergabe des CSU Kreisvorstands:
    Die Pressesprecherin hat ihre Daseinsberechtigung, da ansonsten wirklich engagiert, aber die CSU Regensburg gönnt sich eine “ Kulturbeauftragte“ die weder in den Vorstand gewählt wurde noch sonstwie bekannt ist. Keiner kennt die. Da wurde einer wohl wieder irgendwas versprochen…

  • habemusmamam

    |

    Jetzt regt sich Hr. Wolbergs auf! Ihm gefällt die Bezeichnung Bluthund nicht für den OB Kandidaten der CSU Regensburgs! Warum eigentlich?

  • Capital-Soziale-Union

    |

    @ habemusmamam 18.07.2013, 21.43h Ihrer Verständnisfrage
    kann abgeholfen werden: 1.) „Woli“ mag die „Bluthund“-Benamung
    seines Koalitions- und angeblichen Duzfreundes(!) Schlegl nicht,
    weil dieser kein „Bluthund“ ist, eher ein Zamperl, das parteiintern
    hinterrücks in mutmaßliche rechtsumtriebige Konkurrenzwaden
    zwickt/e und auch gerne die blödsinnige, aber derzeit noch
    wirkungsvolle „Haut-den-Nazi-Keule“ im Zamperlmäulchen
    herumschleppt (und das als vorgeblicher FJS-Verehrer – ein Witz an
    sich). 2.) „Woli“ mag die Schleglsche „Bluthund“-Benamung nicht,
    weil er vielleicht selbst gerne so einen Ruf haben möchte. 3.)
    „Woli“ mag die Schleglsche „Bluthund“-Benamung nicht, weil diese
    eine zutiefst sozialdemokratische war, als sich die SPD noch um den
    Bestand von Volk und Reich (Stichwort Weimar) angelegentlich
    kümmerte: siehe Bluthund Gustav Noske. Für solche altlastigen
    Bluthund-Genossen schämen sich die heutigen Genossen vom Schlage
    eines „Woli“ (et consortes) tiefparteirot; selbst die
    Friedrich-Ebert-Stiftung vertritt in manchen innen- und
    außenpolitischen Belangen eine geradezu diametral entgegengesetzte
    Richtung zu der ihres Patrons, eingedenk der öffentlichen
    Äußerungen F. Eberts z. B. zu Versailles oder den „farbigen“
    Besatzungskindern des französisch besetzten Rheinlandes

  • Jochen Schweizer

    |

    Die CSU ist jeden EUR Jahresbeitrag wert! An
    Unterhaltungsert nicht durch die privaten Fernsehklamouksendungen
    zu überbeiten! Jagdhund – Bluthund – Sauhund- der kann es!

  • CSU-Mitglied

    |

    Die CSU in Regensburg ist jedenfalls jeden
    EUR-Jahresbeitrag wert! Einen größeren Unterhaltungswert bekommt
    man auch bei den Thurn & taxis festspielen nicht geboten.
    Da ist der von der Pressesprecherrin ernannte Bluthund auf dem Weg
    in den OB-Wahlkampf und der noch amtierende OB, der Milliarden EUR,
    in den Sand setzte als Verwaltungsratsmitglied der LB Bayern, sagt
    seine professionelle Unterstützung für den Wahlkampf zu, für den
    Bluhund! Eine größere Realsatire gwird derzeit in Regensburg nicht
    aufgeführt!

  • SPD Mitglied

    |

    Die SPD hat vor dem zahnlosen Bluthund sicher keine Angst!

  • CSU-Mitglied

    |

    “Bluthund” sollte in der Politik kein Kennzeichen einer Eigenschaft für einen Menschen sein! Leider ist es ein Armutszeugnis für für die Pressesprecherin des CSU-Kreisverbandes Regensburg!
    Über diese Besetzugn würde ich, wenn ich im Kreisvorsand dieser Partei wäre nachdenken! Aber dies schient nciht zu den Stärken der derzeitigen Mitglieder zu gehören!

  • Adalbert Steinhuber

    |

    Der Frieden wird nach der Erstellung der Stadtratsliste vorbei sein!

    Wieviel Plätze bekommen eignetlich die Bürger für Regensburg bei der CSU ?

    Da lass ich mich mal überraschen.

  • habemusmamam

    |

    @Steinhuber: Eine verschwindend kleine Gruppe um den Exvorsitzenden Gugau hat natürlich kein Interesse an Frieden in der Partei, warum sollte sie aber jetzt aktiver werden, als sie war? Man konnte die letzten Jahre ja mitverfolgen, dass die einzige inhaltliche Arbeit jener Gruppe es war, gegen die Fraktion Stellung zu beziehen. Was die BfR betrifft, brauchen Sie sich wohl keine Sorgen zu machen, die werden nach meiner Vermutung auf der Liste ausreichend bedacht, sodass sich eine eigene Liste erübrigen könnte.

    Ich seh gerade, dass ich einen Namensvetter habe, der am 18. Juli hier gepostet hat. Is ja ulkig.

  • SPD-Mitglied

    |

    Auf den CSU-Plakaten steht
    „Wir Könnens“
    es sollte heißen
    „Der Bluthund kans!“
    Ist doch viel treffender und diese Eigenschaft wurde von der Pressesprecherin vor laufender Kamera auch so getätigt! für den OB-Kandidaten der CSU!

  • Romulus

    |

    Lieber einen Bluthund als ein Schoßhündchen à la Wolbergs, der keift, wenn er sich angegriffen fühlt, und sich ansonsten während der letzten Jahre hat in die Tasche stecken lassen.

  • Anwesender

    |

    Das „Schloßhündchen“ Wollbergs hat sich in den vergangenen Jahren imme den Knochen vom OB abnehmen lassen, das ist richtig! Nur ob die Eigenschaft „Bluthund“ für den CSU-Kandidaten ausreichend ist, entscheidet der Wähler 2014.

  • Kampfhund

    |

    Na was jetzt?
    ‚Schoßhündchen à la Wolbergs‘ oder ‚Schloßhündchen Wollbergs‘.

    Es gab auch mal eine Person die sich lt. Stadtzeitung Regensburg 03.2010 als ‚Wadlbeißer‘ versuchte,
    aber zum ‚zahnlosen Schoßmops vom OB mutierte‘,
    aber das ist eine andere Geschichte.

    http://www.regensburger-stadtzeitung.de/ausgaben/kapitel_pdfs/08_09_0310_InuOut.pdf

    Ob Bluthund oder sonstige Viechereien, wichtig erscheint mir, diese Bezeichnungen haben bei einer sachlichen Diskussion nichts verloren.

  • Anwesender

    |

    An Kampfhund,

    Sie haben recht, diese Bezeichnungen sollten in einer politischen Dikussion nichts verloren haben. Aber dies scheint offizielle CSU Kreisverbandssprache zu sein, leider! Oder haben Sie eine Klarstellung des Vorstandes des CSU in dne vergangenen Tagen vernommen? Daher gilt bis heute die getätigte Aussage, dass der OB Kandidat der CSU ein Bluthund sein muß, so die Pressesprecherin ernannt von hr. Rieger, denn gewählt wurde Sie nicht auf der Versammlung für diese Position.

  • sehr klug

    |

    Mit dem „Bluthund“ in die Schlacht, ein treffender Titel für diesen Artikel Hr. Aigner.

  • Matthias Beth

    |

    An den CSU Kreisverband,

    diese Vergleiche zum Tierreich sollten in einer politischen Dikussion nichts verloren haben. Aber dies scheint offizielle CSU Kreisverbandssprache nun zu sein!
    Gab es hierfür schon eine Richtigstellung der Pressesprecherin von Hr. Dr. Rieger? Oder ist ein Bluthund nun das Beste für Regensburg?

  • SPD-Mitglied

    |

    Mit dem „Bluthund“ in die Schlacht, ein treffender Titel für diesen Artikel Hr. Aigner.

  • mündiger Wähler

    |

    Der Bluthund grinst jetzt mit zwie weiteren Männern von Plakaten mit der Aussage „Wir könnens“! Will der Wägler eigentlich wissen was diese Männer können?

  • Sozialdemokratin

    |

    Bei aller Toleranz: Ich finde die Bezeichnung „Bluthund“
    für den politischen Gegner unfair!

  • Geronimo

    |

    An Sozialdemokratin,

    auch Sie müssen sich an die neue Umgangssprache der CSU-Regensburg aus dem artenreichen Tierreich gewöhnen.
    Bin schon jetzt gespannt was nach dem Bluthund folgt, vielleich der weiße Hai der es Kann?

  • nicht genossen

    |

    Die Wortwahl ist unter einigen GenossenInnen auch nicht immer druckreif. Bluthund dürfte hierbei noch das harmloseste sein.

  • ehemaliges CSU Mitglied

    |

    Die CSU in Regensburg muß sich nun schon anleiehne aus dem Tiereich nehmen um zu glänzen! War der Bluthund auch am Donnerstag im Bierzelt? Wenn hat er gebissen?

  • wahon

    |

    „Die Sprache ist das Haus des Denkens“ – Danach zu urteilen, ist die CSU Regensburg eine Ansammlung von geistig Gehandicapten, die frei nach dem Motto handeln „Man muss nicht nur keinen Gedanken haben, sondern auch unfähig sein, das auszudrücken“. Soll man solchen Leuten wirklich politische Verantwortung geben?

  • Hugo Habicht

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    Kommentar gelöscht. Keine Beleidigungen.

  • Säumiger Zahler: Bora Ataman fliegt aus der CSU » Regensburg Digital

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    […] Von Gegnern des letztlich gekürten OB-Kandidaten Christian Schlegl wurde er ins Spiel gebracht. Erinnerlich sind eine tragisch verlaufene Bewerbungsrede Janeles, ein desaströses Wahlergebnis bei … und schließlich ein recht rascher Abschied von der […]

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