SOZIALES SCHAUFENSTER

Mit dem Stottern fertig werden

„Stotterer outet Euch”, rät Albert Hendlmeier.Stotterer zu sein ist kein leichtes Los. Etwa 800.000 Betroffene gibt es in Deutschland Doch es gibt Hilfe. Ich treffe Albert Hendlmeier, Gruppenleiter der Stotterer-Selbsthilfegruppe Regensburg. Welche Hilfe bietet Ihre Gruppe an? Wir bieten Seminare an und geben Therapiemöglichkeiten weiter. Am wichtigsten sind die Gruppentreffen, bei denen wir Sprechübungen machen und miteinander reden. Ist stottern organisch bedingt oder psychisch? Da ist sich die Wissenschaft nicht ganz einig. Es hat irgendetwas mit dem Gehirn zu tun. Aber in Stresssituationen wird es stärker sichtbar. Meistens tritt es im Kindesalter auf. Wie schwer ist der Alltag für die Betroffenen? Wird man verspottet? Klar. Bei Jugendlichen ist es am schlimmsten, da ist die Scham noch groß und sie werden oft ausgelacht. Als Konsequenz vermeiden sie solche Situationen und halten sich zurück. Dabei ist das das Schlechteste, was man tun kann. Man muss sich dem Problem stellen. In der Gruppe fällt das leichter. Kann stottern therapiert werden? Nein, nicht vollständig. Aber man kann es verbessern und so auch die Lebensqualität erhöhen.
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