Nach Brückenbrand – RVV feilt am Konzept

Donnerstag: Eine brennende Gasleitung, die von einem Schiff beschädigt worden war, brachte den Stahl zum Schmelzen.	Foto:  SegererBuslinien werden umgeleitet/ Gibt es noch Möglichkeiten zur Verbesserung? Die Protzenweiherbrücke wird nach der Gasexplosion am Donnerstag abgerissen und neu gebaut. Das steht fest. Spätestens nach Ostern soll es ein Holzprovisorium aus Holz für Radler und Fußgänger geben. Auch das ist sicher. Ebenso stehen die neuen Routen der Buslinien, mit denen der RVV kurzfristig auf die Sperrung der Protzenweiherbrücke reagierte (siehe [cref 736]). „Wir haben ein Konzept. Jetzt schauen wir, wie es läuft”, sagt RVV-Geschäftsführer Dr. Christoph Häusler. Die Osterferien werde man nutzen, um die Strecken – falls möglich – zu optimieren. Beispielsweise könne man sich die Ampelphasen für Linksabbieger an der Frankenstraße genauer anschauen. Allerdings können man nur Anforderungen stellen. Für die Umsetzung sei dann die Stadt verantwortlich. „Wir sind im Gespräch”, betont Häusler. Unter Umständen muss am Wochenende eine zusätzliche Buslinie eingesetzt werden. Allerdings werde noch geprüft. Die Diskussion um eine Ersatztrasse, die nach dem Brückenbrand von verschiedenen Seiten wieder angefacht wurde, spielt dabei übrigens keine Rolle. „Das ist im Moment nicht unser Hauptthema”, erklärt Häusler. Zwar fordere der RVV bereits seit längerem einen „kurzwegigen Zugang zur Altstadt vom Norden her”. Der sei aber derzeit mit der Steinernen Brücke gegeben. Welche Art von Ersatz dafür geschaffen wird, sollte eine Sperrung der Steinernen notwendig werden, liege nicht im Ermessen der Regensburger Verkehrsbetriebe. Häusler: „Wie das in der Umsetzung gemacht wird, ist Sache der Stadt. Wir sind nur die Nutzer und keine Experten für Straßen- oder Brückenplanung.” Ungeachtet dessen wird die Art des „kurzwegigen Zugangs zur Altstadt” ein wichtiges Thema für den neuen Stadtrat werden.

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