Historische Niederlage für CSU

18 Stimmen an der Demütigung vorbei

Eine miese Wahlbeteiligung. Ein historisches Tief für die CSU. Ein Erdrutschsieg für die SPD. Und ein bestens gelaunter Oberbürgermeister. Der Wahlabend in Regensburg.

Nahm es mit Fassung: Christian Schlegl.

Nahm es mit Fassung: Christian Schlegl.

„Ich habe immer gute Laune. Da können sie jeden fragen.“ Sicher. Landauf, landab ist Oberbürgermeister Hans Schaidinger als ein richtiges Gaudifünferl bekannt. Und wenn sein Ziehsohn es mit knapper Not noch in die Stichwahl schafft – ja dann scheint die Laune gleich nochmal so gut. 18 Stimmen sind es, die Christian Schlegl eine totale Demütigung ersparen. 18 Stimmen, die Joachim Wolbergs zu einer absoluten Mehrheit fehlen.

Wegen 18 Stimmen treten sie in 14 Tagen erneut gegeneinander an: Christian Schlegl und Joachim Wolbergs. Foto: Staudinger

Wegen 18 Stimmen treten sie in 14 Tagen erneut gegeneinander an: Christian Schlegl und Joachim Wolbergs. Foto: Staudinger

Als Schaidinger – sehr wohlgestimmt – um kurz vor Mitternacht die städtische Wahlparty verlässt ist auch klar, dass die CSU eine historische Niederlage erlebt hat und entgegen aller Erwartungen nicht mehr die stärkste Fraktion im Stadtrat stellen wird. Das war in Regensburg das letzte Mal vor 42 Jahren der Fall. Das vorläufige CSU-Ergebnis von knapp unter 33 Prozent (16 Stadträte) ist das zweitschlechteste der Nachkriegsgeschichte. Nur 1960 lag die Partei noch knapp darunter. Und betrachtet man, wie die CSU-Liste von den Wählerinnen und Wählern durcheinandergewirbelt wurde, bleibt festzuhalten, dass insbesondere das Rieger-Lager und die JU abgestraft wurden. Hermann Vanino verliert fünf Plätze, ähnlich ergeht es Armin Gugau, Michael Lehner, auf Platz 4 gestartet, schafft es noch mit knapper Not als 15. in den Stadtrat. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Tobias Fritz wird am weitesten nach hinten durchgereicht – vom Startplatz 14 landet er auf 33.

Gaben am Wahlaben den Stadler und Walldorf: Norbert Hartl und Hans Schaidinger. Foto: Staudinger

Gaben am Wahlabend das Waldort&Statler-Duo: Norbert Hartl und Hans Schaidinger. Foto: Staudinger

Im Gegenzug machen alte Schaidingergetreue wie Josef Troidl (von Platz 30 auf 5), Erich Tahedl (24 auf 9) und Brigitte Schlee (von 18 auf 12) zum Teil gewaltige Sprünge nach vorne. Franz Rieger hält zwar Platz zwei, hat aber – was die absoluten Zahlen anbelangt – weniger Stimmen bekommen als die ersten vier Stadträte auf der SPD-Liste.

Erste Hochrechnungen trudeln ein: Jubel unter den SPD-Anhängern. Foto: Staudinger

Erste Hochrechnungen trudeln ein: Jubel unter den SPD-Anhängern. Foto: Staudinger

Durchalteparolen sind es, mit denen Christian Schlegl aufwartet, als er um kurz nach 19 Uhr im Leeren Beutel eintrifft. Kurz zuvor ist bereits Joachim Wolbergs unter Beifallsstürmen angekommen. Und nun versuchen es die CSU-Anhänger den SPDlern gleich zu tun und klatschen unter „Christian, Christian“-Rufen rhythmisch in die Hände, während der ein Interview nach dem anderen gibt. Als die hämischen „Loser“-Rufe aus dem Hintergrund etwas zu laut werden, muss ein knapp gescheiterter CSU-Kandidat zurückgehalten werden, damit er nicht auf einen der Spötter losgeht.

Applaus der Verzweifelten: Die CSU-Anhängerschaft begrüßt Christian Schlegl. Foto: Staudinger

Applaus der Verzweifelten: Die CSU-Anhängerschaft begrüßt Christian Schlegl. Foto: Staudinger

Und während Christian Schlegl vergleichsweise gefasst davon spricht, dass er mit „voller Kraft“, und „vollem Akku“ „gemeinsam“ kämpfen wolle, beginnen im Hintergrund erste Zersetzungserscheinungen. Schlegl habe auf die falschen Berater gesetzt, hört man häufiger aus dem Lager der „Bürger für Regensburg“. Immer wieder fallen die Namen von Rieger, Vanino und Veranstalter Peter Kittel, wenn es um die vermeintlich Schuldigen geht. Von „falschen Leuten auf der Liste“ ist häufiger die Rede. Doch auch die fehlende Unterstützung Schaidingers für Schlegl wird von verschiedenen Seiten moniert.

Übernahm vor allem in den letzten Wochen das Ruder im Wahlkampfteam von Schlegl: der Veranstalter Peter Kittel (li. neben Stadtrat Josef Zimmermann). Foto: Herbert Baumgärtner

Übernahm vor allem in den letzten Wochen das Ruder im Wahlkampfteam von Schlegl: der Veranstalter Peter Kittel (li. neben Stadtrat Josef Zimmermann). Foto: Herbert Baumgärtner

Im Gegensatz zur letzten Kommunalwahl können die kleinen Parteien nicht von den Verlusten der CSU profitieren. Alle verlieren selbst ebenfalls Stimmen. Für Erheiterung sorgt CSB-Kandidat Christian Janele mit der Bemerkung, dass die CSU auf den falschen Kandidaten gesetzt habe. Er wäre der bessere gewesen. Zu diesem Zeitpunkt weiß Janele noch nicht, dass er den Sprung in den Stadtrat nicht schaffen wird. Ex-ÖDPler Dr. Eberhard Dünninger rollt von Platz 4 das Feld von hinten auf und wird einziger CSB-Stadtrat. Bereits vor Schließung der Wahllokale ist der CSB-Vorsitzende André Schreiber „mit sofortiger Wirkung“ aus dem Verein ausgetreten. Ebenso Martina Dräxlmaier. Tags darauf verlässt mit dem Kassier Rudolf Schmitzer ein weiteres Vorstandsmitglied die CSB. „Ich bin äußerst glücklich, dass man sich allein mit Geld und vielen Plakaten nicht das Vertrauen der Regensburger erschleichen kann“, sagt ein zufrieden lächelnder Schreiber am Wahlabend. Er scheint dabei sowohl die CSB wie auch die CSU zu meinen.

Herr und Frau Janele. Kein Platz im Stadtrat. Foto: Staudinger

Herr und Frau Janele. Kein Platz im Stadtrat. Foto: Staudinger

Bei den Piraten findet OB-Kandidatin Tina Lorenz ihr Ergebnis „geil“. Sie hat die auf Listenplatz 1 gesetzte Ewa Tuora-Schwierskott überholt und wird einzige Piratin im neugewählten Stadtrat sein.

"Geil!" Tina Lorenz wird einzige Stadträtin der Piraten. Foto: Staudinger

„Geil!“ Tina Lorenz wird einzige Stadträtin der Piraten. Foto: Staudinger

Enttäuschung dagegen bei den Linken. Mit betretener Miene studiert OB-Kandidat Richard Spieß die Wahlergebnisse. Zwar sind er und Irmgard Freihoffer auch im neuen Stadtrat vertreten, doch das Ziel, Fraktionsstärke zu erreichen, ist gescheitert. Man hat sogar noch gut ein Prozent verloren. „Da frage ich mich, wofür ich all die Jahre gearbeitet habe. Mehr geht einfach nicht“, so Spieß.

Herbe Enttäuschung: Richard Spieß. Foto: Staudinger

Herbe Enttäuschung: Richard Spieß. Foto: Staudinger

Der FDP ergeht es noch schlimmer. Den ganzen Abend muss Horst Meierhofer bangen, ob er nun allein oder zusammen mit Gabriele Opitz im Stadtrat sitzen wird (am Ende sieht es ganz danach aus), aber unglücklich wirkt er nicht.

Die Freien Wähler fallen von fünf auf drei Stadträte zurück. Ludwig Artinger, Kerstin Radler und Urgestein Günther Riepl sind die Glücklichen. „Respekt“, sagt Artinger in Richtung Wolbergs. Unglücklich wirkt er nicht. Seine Fraktion ist eine derjenigen, die als potentielle Partner für die SPD in Frage kämen, sofern diese nicht erneut auf eine große Koalition setzen, sondern es mit zwei Kleinen versuchen wollen würde.

Drittstärkste Fraktion im Stadtrat, aber trotzdem verloren: die Grünen (Im Bild: Kandidatin Judith Werner, Stadtrat Jürgen Huber und Jürgen Mistol). Foto: Staudinger

Drittstärkste Fraktion im Stadtrat, aber trotzdem verloren: die Grünen (Im Bild: Kandidatin Judith Werner, Stadtrat Jürgen Huber und Jürgen Mistol). Foto: Staudinger

In einer ähnlichen Position befinden sich die Grünen – trotz Verlusten die drittstärkste Fraktion im Stadtrat und – überraschenderweise – die ÖDP. Trotz leichter Verluste hat man unter Führung von Benedikt Suttner die drei Stadtratsmandate gehalten. „Noch ist nix fix“, sagt er am Wahlabend nur.

SPD-Fraktionschef Norbert Hartl ist am Wahlabend kein Kommentar zu einem möglichen Partner zu entlocken. Darüber könne man erst nach der Stichwahl reden. Dass eine Zusammenarbeit mit den Kleinen aber insbesondere an seiner Person scheitern könnte, ist kein Geheimnis.

IMG_0059Mehr als der Hälfte der Regensburger scheint es übrigens gleichgültig zu sein, wer in ihrer Stadt das Sagen hat. Trotz der Gigantomanie der großen Parteien, die mit sechsstelligen Wahlkampfetats in den letzten Wochen und Monaten ein Plakat- und Anzeigenfeuerwerk entfachten, ist die Wahlbeteiligung erneut unter 50 Prozent geblieben.

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Kommentare (44)

  • Barnim Wolff

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    daß es der hälfte nun wirklich egal war glaub ich gar nicht. vielleicht hatten sie nur einfach keine lust mit bauchschmerzen zu wählen. auch ich konnte mich eigentlich nur entscheiden, weil ich den einen nun wirklich gar nicht wollte.

  • Kerstin Lange

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    Jetzt mal ganz ohne Häme:

    Der CSU- Kandidat hatte von Anfang an die falschen Wahlkampfberater:

    Ein Slogan „Der kann´s“ kommt denkbar unbescheiden und überheblich an, kostet nur Sympathiepunkte. Nicht einmal ein Barack Obama hat das gebracht. „Yes, we can“ ist eine ganz andere Aussage.

    Die dauernde Betonung der beruflichen Qualifikation als Dipl. Ing (Univ.). Akademikerdünkel kommt auch nicht gut an, kostet Sympathien. Vor allem: seit wann qualifiziert ein Maschinenbaustudium zum OB?

    Die zum Teil dümmlichen Werbefilmchen. Ganz schlimm war der MRT- Spot. Jeder oder jede, die schon einmal als Patientin das zeifelhafte „Vergnügen“ dieser Untersuchung hatte, fühlte sich veralbert, vor allem bei diesen „Visionen“ während der Untersuchung. Schlimm. Ois in Ordnung? Fehlanzeige!

    Dem Fass den Boden ausgeschlagen hatte dann diese Idee der Untertunnelung der Altstadt. Das ist ja dann auch dem Mentor, Herrn Schaidinger, zu viel geworden. Dass das dann noch als Einmischung eines Solotänzers abqualifiziert wurde, hat sicher keine zusätzlichen Wählerstimmen gebracht.

    Der Wahlkampf des CSU- Kandidaten ist ein Paradebeispiel, wie man es nicht machen sollte. Herr Schlegl hatte ja -wenn man alteingesessenen Regensburgern glauben mag- ohnehin ein gewaltiges Image- und Sympathieproblem („rechtslastig, Alkoholexzesse“ etc.). Die Inititative der Regensburger Kneipen- Elite hat dann noch gepasst wie die Faust aufs Auge!

    Da hat dann auch die optische Rundumerneuerung nicht mehr geholfen.

    Jetzt bleibt ihm nur noch, die Stichwahl mit Anstand zu verlieren. Und dann hat er ja Zeit, sich um seine junge Frau und sein Kind zu kümmern. Und das sei ihm von Herzen gegönnt.

  • Anton H.

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    Das Wahlergebnis von gestern freut mich sehr, obwohl ich nicht gerade ein FAN der SPD bin. Die Regensburger Bürgerinnen und Bürger können sehr wohl unterscheiden zwischen leeren Versprechungen und ernstgemeinten, seriösen Aussagen. Was da z.T. auf den CSU-Plakaten versprochen wurde, hat manchem Wähler wohl die Augen geöffnet. Wer soll das bezahlen? Die CSU hat wohl noch immer nicht begriffen, dass die Wähler nicht so dumm sind, wie es auf manchem Plakat wohl suggeriert wird. Apropos Wahlkampf. Wenn sich ein Herr Kittel an die Spitze des Wahlkampfteams vordrängelt, darf man nicht zu viel erwarten. Wer als Herausgeber und Redakteur der fragwürdigen Regensburger Stadtzeitung dieselbe für Wahlkampfzwecke aufs übelste missbraucht, kennt nicht die Regeln guten Journalismus, und auch nicht die Regeln von Anstand und Fairness. Dass Herr Kittel weder vom einen noch vom andren was besitzt, beweist er Monat für Monat immer wieder aufs Neue. Man braucht nur seine In- und Out-Listen durchsehen, und seine mehr als einseitigen Darstellungen bestimmter Personen, an denen er seit Jahrzehnten kein gutes Haar lässt, um zu erkennen, dass hier kein Journalmus, sondern billigste Stimmungsmache zugunsten seiner bekannten Spezln betrieben wird. Gottseidank nimmt es in Regensburg niemand ernst, wenn Herr Kittel zum wiederholten Male auf seine Feindbilder verbal einprügelt und seine Spezl in den Himmel lobt, egal was Sie gerade auch ausgeheckt haben. Hut ab vor den Regensburgern. Sie haben sich von dermassen billigen Wahlkampftricks nicht hinters Licht führen lassen.

  • Schülerunion-Veteran

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    Kommentar gelöscht. Keine unwahren Tatsachenbehauptungen.

  • mexiclicka

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    Rieger ist der Totengräber der Regensburger CSU.
    Er und seine jungen Arschhüpfer haben einen Denkzettel
    bekommen. Denn die Regensburger haben das linke Spiel von
    Rieger durchschaut. Einmal Hi, wenns nimmer weiter geht
    Hot. So hat Herr R. das Spiel mit dem Gugau-Lager gemacht,
    natürlich mit Druck von Herrn Drehhofer.
    Jetzt bei der Stichwahl nochmal einen großen Denkzettel,
    damit diese Totengräber beerdigt werden können.

  • Johannes Mühlbauer

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    Ein schönes Ergebnis. Wichtig ist aber, dass auch bei der Stichwahl alle zur Wahl gehen. Ich sehe die Gefahr, dass die Wollbergswähler die Sache als gelaufen ansehen, die CSU aber ihre Leute nochmals mobilisiert und wir dann doch den Schlegel als OB bekommen. Also: auch Ende März wählen gehen!

    Nochmals ein Tipp zur Enscheidungsfindung: Wer die Wahl zwischen Pest und Cholera hat sollte sich für die Krankheit entscheiden, die eher durchgestanden ist. Also Wolli wählen, da Schlegl uns im Fall seines Sieges sicherlich 18 Jahre erhalten bleibt.

    Und letztlich: Beten wir alle dafür, dass Dr. Dünninger mindestens 86 Jahre als wird und diese bei bester Gesundheit verbringt. Denn sollte dieser sein Stadtratsamt nicht mehr ausüben können, rückt ein gewisser Immobilienheini, der Paria der Regensburger Politik, nach.

  • schandtaeter

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    Ein Stadtrat, den nicht einmal die Hälfte der Wähler gewählt hat! Ein Problem, dass wohl insbesondere die Großen kurz mit aufgesetzten Sorgenfalten bejammern werden, um dann zur Tagesordnung überzugehen. Es müssen ja schließlich die eroberten Pfründe verteilt werden. Nichtwähler (zu denen ich übrigens nicht gehöre) zu ignorieren oder gar zu diffamieren ist ja auch zu leicht. Werden wohl alle bloß zu faul gewesen sein. Oder das Wetter war zu schlecht. Oder es gab da offenbar ein Kommunikationsproblem. Oder… Oder… Wie unangenehm wäre es sich einzugestehen, dass es in einer Demokratie mit zum Schlimmsten gehört, dass passieren kann: Dass sich die Mehrzahl (!) der Menschen von ihr abwenden. Und noch schlimmer: Dass die Verantwortlichen darauf oft nicht einmal mit einem glaubhaften Schulterzucken reagieren.

  • Blablablubb

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    Herr Schlegl kann sich bedanken bei:

    -Herrn Fritz, für die positive Berichterstattung vor der Wahl auf TVA, im BR, bei der MZ und natürlich hier bzw für dessen Parteischädigendes persönliches Verhalten

    – bei weiteren Kandidaten, die mit Schlägereien und Ausrastern regelmäßig in der Zeitung waren

    usw…

  • mfg

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    @ Anton H:

    Herr Kittel hat sich schon dadurch dezent monatelang hervorgedrängelt, indem er seine ehemalige Kellnerin, die aufgrund ihrer Schönheit regelmäßig in dessen Stadtzeitung erscheint, ins Schleglbüro geschleust hat.

    Herr Schlegl, was hat sie geritten, eine 23-jährige Studentin zur BÜROLEITERIN zu ernnennen? Unprofessioneller gehts gar nicht mehr!!!!

  • Andrea Jäger

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    In einem gebe ich den anderen Kommentaren Recht: der Wahlkampf der CSU war unterirdisch und hat somit tatkräftige Unterstützung für den SPD-Kandidaten geleistet. Dazu kommt das Auftreten Schlegls als pseudo-professioneller Politiker mit künstlichem Lächeln, Politikerphrasen, usw.

    Das ist schade!

    Denn wer Schlegl privat kennt, der kennt den freundlichen, intelligenten und humorvollen Menschen, der für (echte) Freunde immer da ist und unterstützt, wo er kann.

    Anstatt seine Ideen von vorneherein zu kritisieren, sollte man ihm die Chance geben, diese umzusetzen. Selbst wenn nicht alle Ideen realisiert werden sollten, wird ein Bürgermeister Schlegl am Ende seiner Amtszeit eine positive Bilanz aufweisen.

    Ich werde ihm bei der Stichwahl diese Chance geben und hoffe, dass er das Ruder noch herumreisst. Was wäre an Wolbergs so toll ? Nichts! Das zeigen auch alle Kommentare. Dort wird Schlegl kritisiert aber nie hervorgehoben, warum Wolbergs der Mann für Regensburg sein sollte!

  • Lothgaßler

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    Wofür habe ich eigentlich gewählt?
    Nun kommt sie wieder: Die GROKO!
    Nur die Besetzung von OB- und Bürgermeister-Posten wird sich ändern: Rot-schwarz statt Schwarz-rot. Es ändert sich nix!
    Ich bin so ehrlich: Mir ist es wurscht, ob „Der kniet sich rein“ oder „Der kanns“ die Stichwahl gewinnt. Auf dieses (Q)Wahlrecht verzichte ich.

  • genau

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    @schandtaeter: Kein Grund zum jammern, selbst schuld! – auch wenn man nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hat, muss man wählen gehen, sonst kann man sich über das Ergebnis anschließend nicht beschweren!

    Ergebnis für Linke, Grüne, FDP überrascht mich gar nicht, bei den „Inhalten“….

    Dafür umso mehr das für die Piraten, bei den „Inhalten“… :-D

  • genau

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    P.S.: „Denn wer Schlegl privat kennt, der kennt den freundlichen, intelligenten und humorvollen Menschen, der für (echte) Freunde immer da ist und unterstützt, wo er kann.“

    Ja, glaub‘ ich gern, hat man ja auch z.B. bei diesem EgoFM-Interview mit dem Phuc vom Mono/Nam gehört, dass der „Christian“ seine Freunde gerne unterstützt.

    z.B. den Sascha von der Suite, der „dank Christian“ ohne größere Probleme nach ein paar Wochen seinen neuen Laden aufmachen konnte – während andere. enen er großartig Versprechungungen gemacht hat, die er auch für seine Wahlwerbung benutzt, seit Monaten darauf warten, dass _irgendwas_ passiert, und ganz genau nix passiert.

    Für mich zeichnet einen OB-(Kandidaten) v.a. aus, dass er nach Sachlage entscheidet, nicht nach persönlichen Freundschaften.

    Da kann man über den Hr, Schaidinger sagen was man will, der hat zumindest sein Wort gehalten – was bei der nachfolgenden Generation (egal welcher Couleur) leider nicht so der Fall ist.

  • Ludwig Bruckbeck

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    Achso! Privat ist der Schlegl gar nicht so! Dieses abstoßende penetrante Dauergrinsen hat ihm nur der Kittel für den Wahlkampf antrainiert? Aber das macht die Sache nicht besser. Denn wer mit dem Kittel in die Schlacht geht, der kommt darin um, und das zurecht. In dem Fall hat sich hier jemand sozusagen zu Tode gegrinst.
    Die Regensburger sind ja schon ziemliche Vollidioten. Dreimal hintereinander den Schaidinger wählen! Aber zu ihrer Ehrenrettung muß man sagen: Dieses monatelange superdemokratische Zähneblecken eines Ex-JUlers, der mit „Deutschland, Deutschland über alles“-Gegröle und Hakenkreuzfahnen großgeworden ist – das war ihnen dann doch zuwider.
    Dagegen weiß man von Wolbergs zwei Dinge sicher: Er ist kein sehr guter Schauspieler, speziell der PRmäßige Heuchelwettbewerb à la Kittel: Lächeln, lächeln, lächeln! – das hat er nicht so richtig drauf. Wofür ihn die Regensburger beinah im ersten Wahlgang gewählt hätten.
    Das zweite, was bei Wolbergs keine Frage ist: Naziparties hätte Wolbergs, im Gegensatz zu Schlegl, auch in jungen Jahren nicht lustig und aufregend gefunden. Sondern bloß gruselig und beschissen. Und das ist schon mal eine ganz gute Grundvoraussetzung für einen OB.
    Im übrigen kann man an Wolbergs viel aussetzen. Sechs Lehrjahre unter Schaidinger sind natürlich eine stattliche Hypothek. Doch der größte Fehler von Wolbergs heißt Hartl. „Wolle wählen!“ – das gemahnt bekanntlich an „Willy wählen!“ und ist dementsprechend eine ziemliche Anmaßung. Aber wenn man schon Wolbergs und Brandt in einem Atemzug nennt, dann wird nur so ein Schuh daraus: Norbert Hartl ist für Joachim Wolbergs das, was Herbert Wehner für Willy Brandt war: sein Untergang. Wenn die Regensburger SPD jetzt nicht ihren ganzen Mut zusammennimmt und Norbert Hartl, ihren ewigen Einpeitscher und Strippenzieher, zum Teufel jagt, dann hat sie umsonst gesiegt. Von dieser Schießbudenfigur ist noch nie irgendeine positive politische Idee gekommen, stattdessen immer nur Ränke und Intrigen und strategische Schachzüge. Ein Sozialdemokrat, der seinen Daseinszweck im Anwanzen an die CSU sieht.
    Die Regensburger SPD hat soeben eine Wahl gewonnen. Aber wie die SPD nun mal ist, sie kann es noch nicht recht glauben, sie weiß noch nicht so recht, ob sie die Wahl annehmen soll. Norbert Hartl flüstert ihr ein: „Sichere Mehrheiten! Fortsetzung der Großen Koalition!“ Das hieße: doch nicht gewonnen. Fortsetzung der Schaidinger-Ära mit anderen Vorzeichen. Norbert Hartl ist der Tod der SPD.
    Herr Hartl, geben Sie Ihr Stadtratsmandat zurück! Machen Sie den Weg frei! Gehen Sie endlich in Pension! Sie sind längst überfällig! Sie haben genug Unheil angerichtet! Nehmen Sie sich ein Beispiel an Schaidinger! Der hat sich am Wahlabend auch einfach getrollt!

  • Willi Meier

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    Das desaströse Wahlergebnis der CSU ist hauptsächlich der Person Schaidinger zu zurechnen.
    Bereits vor einem viertel Jahrhundert hatte Streibl diese Erkenntnisse:
    Die CSU ‚brauche „wieder mehr junge, dynamische Kandidaten in den Kommunen“, meint Ministerpräsident Streibl’…’Bewerber, die „die Sprache der Bürger sprechen und ihre Sorgen und Probleme“ verstünden.‘
    DER SPIEGEL 15/1990

  • Veronika

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    @Ludwig Bruckbeck:
    Daumen hoch!

    „Übernahm vor allem in den letzten Wochen das Ruder im Wahlkampfteam von Schlegl: der Veranstalter Peter Kittel“

    Katholikentag-Kittel?
    Papst-Kittel?
    TuT-Kittel?

    Da scheint es den RegensburgerInnen die zur Wahl gegangen sind, gereicht zu haben.

  • SPD-Mitglied

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    Christian Schlegl wurde in der Öffentlichkeit leider als Marionette von Herrn Rieger wahrgenommen.

  • Roland Hornung

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    Glückwunsch!

    Wir beglückwünschen Herrn Dr. Dünninger, unser Ehrenmitglied, zu seiner Wiederwahl als Stadtrat.

    Wir sind froh, dass er wieder im Stadtrat vertreten ist und wünschen ihm viel Erfolg und alles Gute!

    „Freundeskreis Israel in Regensburg und Oberbayern e.V.“

    Dr. Roland Hornung

  • franz reigen

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    @Ludwig Bruckbeck
    ich gebe Ihnen recht, was sie in Bezug auf norbert hartl sagen.
    „Norbert Hartl ist der Tod der SPD“. Ohne den, wäre Wolbergs schon 6 Jahre lang OB. Wenn der zurücktritt, wählen 5.000 Bürger mehr den Wolbergs, und ich auch.

  • Sir Sonderling

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    „Denn wer Schlegl privat kennt, der kennt den freundlichen, intelligenten und humorvollen Menschen, der für (echte) Freunde immer da ist und unterstützt, wo er kann.“

    Ja genau. Klientelpolitik (bayer. „Freinterl-Wirtschaft“) – was anderes wäre von diesem Papp-Aufsteller nicht zu erwarten gewesen. Daneben allenfalls noch ein paar, bestenfalls unterhaltsame, Bodenlosigkeiten (Strichwort: Tunnel).

    Servus,
    Sir

  • weggezogener

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    Die wichtigste Aussage in dieser ganzen Diskussion stammt meiner Meinung nach von Ludwig Bruckbeck:

    Norbert Hartl hat in einer verantwortungsvollen Position in der Regensburger SPD aus meiner Sicht nichts verloren und schadet seit Jahren mehr als er nützt.

    Hoffentlich erkennt das die SPD rechtzeitig und schafft es, den abzusägen um sofort inhaltsorientiert handeln zu können. Der Herr Hartl kann ja dann möglicherweise mal bei der CSU anklopfen. Einen wie ihn können sie da meiner Meinung nach gut brauchen. Der würde da gar nicht weiter unangenehm auffallen.

  • Andrea Jäger

    |

    Es ist, wie ich bereits gesagt habe und wie der Wahlkampf gelaufen ist: über Wolbergs lässt sich nichts Positives sagen. Also begnügen sich die Wolbergs-Anhänger damit, auf den Gegenkandidaten einzudreschen in der Hoffnung, dass dieser noch schlechter aussieht als Wolbergs. Neidlos muss man anerkennen, dass dies für den ersten Wahlgang auch bestens funktioniert hat.

    An alle diejenigen, die Schlegl in die rechte Ecke drängen wollen und angeblich so gut wissen, welche Schandtaten er dort verbrochen hat (Hakenkreuzfahne, erste Strophe des Deutschlandliedes, usw.) habe ich nur eine Frage: wieso stellen Sie nicht Strafanzeige gegen Schlegl ? Diese Taten wären ja fast alle gesetzeswidrig. Und da es ja soviele Beweise und Zeugen gibt, kann man Schlegl wahrscheinlich bis zum ende seines Lebens hinter Gittern bringen.

    Das Ergebnis des ersten Wahlgangs hat nun die CSU Anhänger aktiviert, die zuhause geblieben sind, weil es vermeintlich eine sichere Sache war.

    Schlegl wird die Stichwahl souverän gewinnen. Der nächste OB von Regensburg heisst Christian Schlegl!

  • Joachim Datko

    |

    Die Stunde von Herrn Schlegel kommt wahrscheinlich noch. Wer so lange im Schatten des Leitwolfs (OB Schaidinger) lebt, braucht in der Regel einige Zeit, bis er sich profiliert. Er kann sich da ein gutes Beispiel an Bürgermeister Wolbergs nehmen, der hat seine Position im Laufe der Jahre gut ausgebaut und erntet jetzt.

  • Dubh

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    genau: „Für mich zeichnet einen OB-(Kandidaten) v.a. aus, dass er nach Sachlage entscheidet, nicht nach persönlichen Freundschaften.“

    Tatsächlich?!
    Was hat Wolbergs denn entschieden außer in einer dicken Schleimspur Hartl und Schaidinger hinterherzukriechen?
    Und das schon „urplötzlich“ bei der Stadthalle am Donaumarkt.
    Immer alles gegen die eigene Überzeugung?!
    Welch aufrechter Charakter aber auch!

    „auch wenn man nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hat, muss man wählen gehen, sonst kann man sich über das Ergebnis anschließend nicht beschweren!“

    Man muss gar nichts außer sterben!

    Und schon gar nicht muss man sich mit Pest und Cholera und deren Freinderln gemein machen und sich auf deren Niveau einlassen – das Leute wie Sie hier in jeder Beziehung anschaulich vorgeführt haben!

    73.410 WählerInnen haben sich NICHT eingelassen – das sind 67% der Wahlberechtigten, eine 2 Drittel Mehrheit!

    Über die 33% der Wahlberechtigten, die SPD UND CSU gewählt haben, freuen sich NUR Anhänger von Parteidiktaturen, denen Demokratie und der angebliche Souverän hier, das Volk, voll am Arsch vorbei gehen!

    Man muss Abstimmungen in Deutschland nicht fälschen, die gelten auch noch wenn nur noch die wählen die kandidieren.

    2/3 der Regensburger Wahlberechtigten ist das so oder so klar!

  • Lisa Müller

    |

    Die Verantwortung für dieses Wahlergebnis trägt der Kreisvorstand und damit der Kreisvorsitzende der CSU MdL Dr. Rieger. Mit seinem Zisck-Zack-Kurs hat er die Partei heruntergewirschaftet. Zunächst 2007 lässt er sich in einer Kampfanstimmung zum CSU-Kreisvorsitzenden wählen, ohne Unterstützugn von Dr. Thomas Fürst wäre dies nicht gelungen. Sein Mitbewerber damals Hr. Christian Schlegl. Dieser mutierte dann zu einem Hau Drauf Schlegel, der mit Presserklärungen, Diffamierungen und Emails an die CSU Parteizentrale 2 Jahre gegen den gewählten Kreisvorstand agierte. Hr. Rieger meinte dann offensichtlich, warum soll ich mich mit dieses Hau Drauf Schlegl auseinandersetzen und machte seinen damaligen Mitstreiter Hr. Gugau zum Kreisvorsitzenden. Dieser mußte dann über 4 Jahre sich mit den Aktionen, Anschuldigungen etc aus dem Schlegl/Schaidingerlager auseinandersetzen. Im Frühjahr 2013 kam Hr. Rieger die Idee sich als Arminius der CSU zu präsentieren, der die verlorenen Stämme einigt. Da war natürlich Hr. Gugau im Weg. Dieser wurde dann in einer gut vorbereiteten Kampfabstimmung den Kreisvorsitz wider an Hr. MdL Riege los. Hr. Rieger überzeugte, vermutet aber kaufte sich die Zustimmung der Delegierten des OV Regensburg Altstadt, Orstvorsitzender damals und jetzt noch Hr. Tobias Fritz. Dann war auf einmal der Hau-Drauf Schlegl der OB Kandidat von Hr. Rieger. Und dies sollen die Wähler alles vergessen haben? Wie vergesslich halten Sie, Hr. MdL Rieger eigentlich die Wähler?

  • Ludwig Bruckbeck

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    @ Andrea Jäger: Schlegl wird nicht „in die rechte Ecke gedrängt“ (übrigens die larmoyante Standardformulierung derer, die rechts draußen stehen und das für die Mitte halten), Schlegl kommt aus der rechten Ecke. Er hat es ja selber schon x-mal öffentlich zugegeben, daß er bei den Naziparties der JU seinerzeit mittenmang dabei war, „Deutschland, Deutschland über alles“ mitgegrölt hat usw.usf. Strafbar war das schon damals nicht, weil es sich in einem privaten Partykeller abgespielt hat, und da darf man seinen verbotenen Nazileidenschaften nach Herzenslust nachgehen. Wenn es öffentlich gewesen wäre, hätte es die Penner von der Regensburger Staatsanwaltschaft damals wohl kaum interessiert, und heute wäre es längst verjährt. Die Frage ist nur, ob einer, der es als junger Mann wahnsinnig kitzlig gefunden hat, auf Naziparties herumzuhängen, anschließend unbedingt Politik machen muß. Kann ja sein, daß er seine Gesinnung geändert hat. So genau wird er das selber nicht wissen. Er mußte sie ja nach außen hin ändern, wenn er irgendwie nach oben kommen wollte. Kein Mensch hat was gegen den netten, geläuterten Ingenieur Christian Schlegl. Er sollte halt nur die Finger von der Politik lassen.
    Die Naziparties der JU von damals zeichnen sich ja auf den CSU-Plakaten von heute ab. Wieso läßt ein OB-Kandidat Plakate kleben, auf denen er schwangere Dunkelhäutige großzügigerweise „leben läßt“? Naja, weil er befürchtet, daß ein Teil des Wahlvolks sich noch daran erinnert, daß dunkelhäutige Frauen vor gerade mal zehn Jahren von seinen JU-Spezln als „Negerfotze“ tituliert wurden. Dafür gibt es bekanntlich eidesstattliche Zeugenaussagen.

  • @roland hornung

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    sie wählen csb?
    wieso gratuliert ein israelischer freundesverein einer person, die unbedingt will, dass eine schule/ein park nach einem nazibürgermeister benannt bleibt?
    ich verstehe es wirklich nicht, können sie mir das erklären?
    bzw. dass er trotzdem ehrenvorsitzender ist?

  • Roland Hornung

    |

    Wen oder was oder warum ich wähle, ist meine Sache. Einzig meine alleinige Etscheidung :-)

    Ich wählte auch keine csb oder sonst eine Partei, sondern Personen quer über die Lsiten. Man nennt das „panaschieren“.

    Eines meiner Kriterien ist, war und wird sein, wie sich diese zu wählende Person zu Israel und/oder zur Jüdischen Gemeinde verhält.

    Somit schieden sehr viele Personen als „unwählbar“ aus!

    Von allen Kandidaten war und ist Herr Dr. Dünninger derjenige, der sich am meisten für Israel engagiert und einsetzt. Mit Abstand am meisten!

    Mich interessieren keine Worte, mich interessieren Taten.

    War das jetzt eindeutig und klar ?

  • Gondrino

    |

    Nichtwähler geben der Politik einen Blankoscheck. Mit ihrer Wahlenthaltung erreichen sie rein gar nichts, eher das Gegenteil, die „Etablierten“ bleiben an der Macht und können vor allem dank der Nichtwähler getrost weitermachen wie bisher. Abwählen und Denkzettel verpassen ginge anders. Und wenn man bei 9(!) zur Wahl angetretenen Parteien keine Alternative findet, dann kann man immer noch einen eigenen Verein/Bürgerbewegung/Partei aufmachen. Aber nichtwählen und dann rummeckern, dass sich nichts ändert, ist halt so viel einfacher.

  • genau

    |

    @dubh: „Tatsächlich?!
    Was hat Wolbergs denn entschieden außer in einer dicken Schleimspur Hartl und Schaidinger hinterherzukriechen?“

    Häh? – was soll die Frage? – ich habe nirgends geschrieben, dass ich Wolbergs für irgendwie besser in dieser Hinsicht halten würde.

    Für Sie noch mal gaaaanz laaaaaangsaaaaaam: Ich habe geschrieben:

    „Für mich zeichnet einen OB-(Kandidaten) v.a. aus, dass er nach Sachlage entscheidet, nicht nach persönlichen Freundschaften.“

    Und ja, das zeichnet für mich immer noch einen guten OB-(Kandidaten) aus.

    Völlig überflüssig, _noch_ einmal dazu zu schreiben, dass ich hier keinen solchen (weder Schlegl noch Wolbergs) erkennen kann, ich schrieb oft genug von der Wahl zwischen Pest und Cholera, dabei jedoch nirgends, dass Pest für mich besser sei als Cholera oder anders rum.

    Jeder, der zuerst gelesen und dann gedacht hat, hat das auch verstanden.

    Und ja, ich bleibe auch dabei: Wer nicht wählen geht, braucht über das Ergebnis anschließend auch nicht rumzujammern!

  • Martin Grasser

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    Ich persönlich war vom Wahlkampf der CSU mehr wie enttäuscht, aber war skeptisch, ob das die Masse auch so wahrnimmt – schließlich bin ich auch vom Fernsehprogramm enttäuscht.
    Aber viele Kritiken an Christian Schlegl, die ich hier las, sind mehr als Niveaulos. Er vertritt eine Christliche Partei, und auch in der Bibel gibt es „Saulus zum Paulus“.
    Und die Art und Weise, wie Schlegl zu seinen Jugendsünden steht, gefällt mir.
    Viele hatten nur das Glück, nicht in eine entsprechende Situation zu gelangen.
    Auf jeden Falle wünsche ich Regensburg nach 18 Jahren Schaidinger einen OB, der dieses Amt als Full-Time-Job betrachtet, und nicht jede Menge Nebenjobs annehmen muss.

  • Joachim Datko

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    Humanismus: Gegen das Vergessen: — Zu 18.03.14 – 22:03 „Von allen Kandidaten war und ist Herr Dr. Dünninger derjenige, der sich am meisten für Israel engagiert und einsetzt. Mit Abstand am meisten!“

    Zur Erinnerung: — Siehe: 19. März 2009 : http://www.n-tv.de/politik/Israel-schockiert-article62152.html

    “Israelische Soldaten haben die Öffentlichkeit mit Aussagen über wahlloses Töten von Zivilisten und mutwillige Zerstörung während des jüngsten Gaza-Kriegs schockiert.

    Ein anderer Kommandeur erzählte, wie ein Scharfschütze eine Mutter und ihre zwei Kinder erschoss, weil sie versehentlich eine falsche Straßenabbiegung nahmen. “Ich glaube nicht, dass er sich besonders schlecht fühlte, weil er aus seiner Sicht nur nach seinen Vorschriften handelte.”

  • blauäugig

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    @Hornung:
    Mir erscheint zwar Ihre Wahlentscheidung und Ihr Glückwunsch an Dünninger ebenfalls nicht logisch, Sie müssen sich aber ebenso wenig wie andere dafür rechtfertigen.

    @Gondrino: Es mögen zwar diesmal mehr Listen angetreten sein, die im Wahlkampf geäußerten Ziele waren aber leider nicht vielfältiger als bei den letzten Wahlen. Mehr noch, leider war der Wahlkampf der nunmehr stärksten Partei – weit weg von konkreten Inhalten – erfolgreich. Die SPD hat sich als der stabile Teil der großen Koalition positioniert, für das „weiter so“ der subjektiv erfolgreichen Politik, während die CSU andere Akzente gesetzt hat – und von mir ohnehin nicht als stabilisierend wahrgenommen werden konnte. Wer bei der Stichwahl Wolbergs wählt, wählt also noch mehr eine Fortsetzung der Politik von Herrn Schaidinger als bei einer Stimmabgabe für Schlegl.

  • Dubh

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    genau: „Und ja, ich bleibe auch dabei: Wer nicht wählen geht, braucht über das Ergebnis anschließend auch nicht rumzujammern!“

    Och ja, ein besonders intelligentes Argument, das auch der Politik das Allerliebste ist.

    Aber berechtigt rumjammern versetzt Berge?

    Da müssen die Regensburger CSU WählerInnen ja jetzt vor Freude im Quadrat springen, dass man ihnen 2 Tage nach der Wahl deutlich macht, was den gewählten Kandidaten der Wählerwille wert ist – absolut nichts!
    Aber immerhin dürfen die entsprechenden WählerInnen jetzt berechtigt jammern…………..

    Die SPD Wählerinnen müssen noch ein bisserl warten bis sie auch berechtigt jammern dürfen, dass – mit Hartl ganz gewiss – alles weiter geht wie bisher.

    Wie man sieht: Wahlen versetzen Berge, um nicht zu sagen Gebirge……….

    Und selbstverständlich sind die Ursachen dieser massiven Systemkrise ausschließlich beim Volk zu suchen – niemals bei der Politik, und schon gar nicht systemimmanent in der repräsentativen Demokratie selbst.

    „Für die weitgehend austauschbaren Volksparteien haben die ursprünglichen Ziele von Wahlkämpfen – nämlich politische Alternativen aufzuzeigen – völlig an Bedeutung verloren. Die Parteien üben sich stattdessen in einfältiger Polemik gegenüber den politischen Gegnern. Sachfragen spielen in diesen Schlammschlachten keine Rolle mehr. Und das wiederum steigert die Politikverdrossenheit der Wähler.

    Wahlkämpfe dienen nicht mehr dazu, die Wähler zwischen Alternativen entscheiden zu lassen. Sie sind nichts als professionell inszenierte Spiele, für die Parteiführungen ausgesuchte politische Themen aufbereitet haben, die sie für die Bevölkerung von PR-Experten auf theatralische Weise in Szene setzen lassen. Wahlen dienen nur noch dazu, den demokratischen Schein zu wahren. Entscheidungen fallen andernorts. Die Demokratie schafft sich ab oder hat sich längst abgeschafft.
    ……….
    Der Wandel von der am Gemeinwohl orientierten zur vorwiegend an Herrschaftsinteressen orientierten Politik ist ein schleichender Prozess, der für alle demokratischen Systeme charakteristisch ist und seinen Höhepunkt noch längst nicht erreicht hat. Er wird sich in künftigen Jahren noch weiter verschärfen. Das ist der Grund, weshalb große Teile der Bevölkerung aus allen Schichten sich zunehmend von der Politik abwenden: Sie empfinden deutlich, dass die herrschenden Politiker und die herrschende Politik nicht länger Diener des Gemeinwohls sind.“
    http://www.heise.de/tp/artikel/40/40546/2.html

  • @roland hornung

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    ja, auch wenn ich worte ebeson für taten halte.
    aber ich wollte dies wirklich nur wissen und nichts provozieren, wie dies sonst oft in onlinekommentaren der fall ist.
    danke für die antwort.

  • Beulenspiegel

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    Frieden beginnt zu Hause!

    Weniger Hartl, mehr Zartl: Dann klappt´s auch mit den Kleinen…..

    Tina („Geil“) Lorenz vor Ewa („Tuora“) Schwierskott:
    Einschlafen im Stadtrat mit sinkendem Kopf zum falschen
    Zeitpunkt gilt als: „Abnicken“ bzw. Zustimmung!

    Spass muss sein……
    …….findet auch der Schaidinger Hans*!

    *lacht immer nach Sachlage

  • Gondrino

    |

    @Dubh: Es würde sich was ändern, wenn sich die Nichtwähler zum Abwählen entschließen würden. Man braucht nur in andere Länder schauen, wie da die „Etablierten“ vom Wähler gehörig durcheinandergewirbelt werden. Auch wenns die Neuen dann nicht besser oder sogar schlechter machen. Es reicht, um die allzu große Selbstgefälligkeit der „Etablierten“ zu stutzen. Vielleicht besinnen sie sich dann wieder drauf Politik für den Bürger und beispielsweise nicht für Großkonzerne zu machen.

  • q.e.d.

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    Die ÖDP verlor. Und damit auch der lautstarke Kampf gegen Investitionen in Verkehrsinfrastruktur und Stadtbildpflege.
    Dabei beanspruchten „Donauanlieger“ und Verbündete FÜR die Regensburger Bürger und GEGEN die Verwaltung zu sprechen. Dieser ÖDP-Wahlverlust stadtweit beweist, dass im ÖDP-Wahlkampf propagierte lokale Anliegerprivilegien NICHT stadtweit populär sind. Drastischer musste CSB-Janele bei der Osttangente das schon einmal erkennen.
    Wann ordnet ÖDP-Suttner lokale Anliegerprivilegien ein?

  • Der politische Schnee von gestern | Regensburg Digital

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    […] es jemandem zu verdanken ist, dass sich die CSU nach ihrem desaströsen Wahlergebnis bislang (noch) nicht selbst zerfleischt, dann ist es Schlegl. Sehenden Auges scheint er dafür […]

  • Grafikbüro verklagt CSB-Stadtrat Janele » Regensburg Digital

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    […] Klotzen statt kleckern – so schien das Motto der CSB im zurückliegenden Kommunalwahlkampf zu lauten. Flyer und Broschüren, teils skurrile Plakate, eine Homepage und großflächigen Transparente mit dem Konterfei des Oberbürgermeisterkandidaten Christian Janele. Genützt hat es bekanntlich wenig: Lediglich Eberhard Dünninger, der als früherer Stadtrat der ÖDP schon einen größeren Bekannthei… […]

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