Wem gehört das Donauufer?

„Ohne uns wär‘ das ein Ratzenloch“

Der Bootshafen des Motorbootvereins am Oberen Wöhrd muss weg. Das fordern mehrere Bürgerinitiativen. Der Vereinsvorsitzende fühlt sich zu Unrecht angegriffen. Etwas einseitig ist die Kritik tatsächlich. 

"Ein Biotop? Ein Ratzenloch wäre das..." R.M.W.V-Vorsitzender Josef Antes.

Scharfe Kritik von Bürgerinitiativen: Doch R.M.W.V-Vorsitzender Josef Antes ist sich keiner Schuld bewusst.

„Wir sind nicht die Bösen, sondern die Guten! Und die Dummen!“ Josef Antes redet sich ein wenig in Rage. Der Vorsitzende des „Regensburger Motorboot- und Wassersportvereins“ (R.M.W.V.) sitzt gerade, es ist Dienstagnachmittag, auf der Terrasse des Vereinsheims am Oberen Wöhrd. Ein Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamts ist am Telefon und klingt ebenfalls etwas aufgebracht. Zumindest hört man seine Stimme auch dann noch, wenn man einen Meter weiter weg sitzt. „Ein Biotop soll das sein?“, lacht Antes in den Hörer. „Ein Ratzenloch wäre es, wenn wir es nicht 57 Jahre kostenlos gepflegt hätten.“

Das Gespräch geht noch eine Weile weiter. Aber so richtig einig scheint man sich nicht zu werden. Ein Pressetermin am Vormittag und die darauffolgenden Anfragen haben für etwas Aufregung beim Wasserwirtschaftsamt gesorgt und dafür, dass auch bei Antes das Telefon heute etwas öfter klingelt als sonst.

„Wir haben uns nichts zuschulden kommen lassen“, sagt der 81jährige zu unserer Redaktion. „Aber was dieser Cerull da betreibt, das ist Mobbing hoch zehn. Der spinnt doch.“

Das Vereinsgelände des Motorboot- und Wasserskivereins: Einfach alles erlaubt? Foto: as

Das Vereinsgelände des Motorboot- und Wasserskivereins: Einfach alles erlaubt? Foto: as

„Dieser Cerull“, Walter Cerull, war heute Vormittag schon hier draußen am Oberen Wöhrd. Er ist einer derjenigen, die in der Vergangenheit schon einigen Unsinn in Regensburg verhindert haben: Eine Stadtautobahn, eine Brücke durchs Naherholungsgebiet am Grieser Spitz. Und mittlerweile wird auch klar, dass man sich wohl erfolgreich gegen eine Westtrasse über die Donau gestemmt hat.

Kann der Verein sich erlauben, was er will?

Doch heute geht es um etwas anderes. Begleitet von Vertretern mehrerer Bürgerinitiativen – darunter der Bund Naturschutz, das Forum Regensburg, die ARGE Fest im Fluss und die Altstadtfreunde – und mit einigen Medienleuten im Schlepptau steht Cerull auf Höhe des R.M.W.V.-Vereinsgeländes. Etwa 30 Menschen sind gekommen. „Grün-Kaputt“ lautet der Titel der Dokumentation, die heute präsentiert wird und die, etwas flapsig ausgedrückt, belegen soll: Der R.M.W.V. kann sich auf seinem Vereinsgelände und dessen Umfeld erlauben, was er will.

„Unbemerkt von der Bevölkerung“ sei da in den 60ern ein kleiner Motorboothafen entstanden, erzählt Cerull. Zu dem Verein gehörten insbesondere Mitarbeiter der Stadtverwaltung, des Wasserwirtschaftsamtes und des Wasser- und Schifffahrtsamtes. Und, so Cerull: „Da Mitglied zu werden, ist sehr schwierig.“

Walter Cerull: "Nachfragen werden nicht beantwortet." Foto: as

Walter Cerull: „Nachfragen werden nicht beantwortet.“ Foto: as

Immer wieder seien auf der Fläche, die als Biotop ausgewiesen ist, einfach Bäume umgeschnitten worden, zuletzt im Juli allein 20. Der Verein dehne seinen Einzugsbereich zunehmend aus und beanspruche öffentliche Flächen als Privatbesitz. Das sehe man schon an den zahlreichen Schildern, die rundherum aufgestellt wurden.

„Enteignung der Öffentlichkeit“

Und ob es da für alles – das Vereinsheim, den geteerten Parkplatz in unmittelbarer Nähe eines Trinkwasserspeichers oder mehrere große Masten zu Befestigung der Bootsstege – überhaupt Genehmigungen gebe, sei zumindest nicht ganz klar. Er bekomme dazu nirgendwo eine Auskunft, so Cerull. Sämtliche Behörden beriefen sich auf Datenschutz. Und auch wenn es nicht direkt gesagt wird klingt immer wieder durch: Ein Verein, bei dem auch der frühere Oberbürgermeister Hans Schaidinger und Ordnungsamtschef Alfred Santfort Mitglied sind, scheint sie einfach als erlauben zu können, ohne dass es Konsequenzen gibt.

Die Forderungen, die die Bürgerinitiativen am Dienstag der Presse übergeben sind recht klar: Langfristig soll der Bootshafen des R.M.W.V. weg vom Oberen Wöhrd. „Das ist eines der schönsten Donauufer Regensburgs und das gehört der ganzen Bevölkerung“, sagt Aki Schindler von der ARGE Fest im Fluss. Klaus Caspers (Arbeitskreis Kultur) spricht gar von einer „Enteignung der Öffentlichkeit“.

„Die meisten Bäume hier hab ich selbst gepflanzt.“

Ja, die Öffentlichkeit. Die habe sich, sagt Antes, für das jetzt so schöne Donauufer überhaupt nicht interessiert, als er und ein paar Freunde „kurz nach der Währung“, also irgendwann 1948 oder 49, sich hier zum ersten Mal herumgetrieben haben. „Da war das alles Dreck, Urwald und Bombentrichter.“ Die großen Bäume in der Alle, um die heute „einige plötzlich so besorgt sind“, habe er als Jugendlicher zum größten Teil noch selbst gepflanzt.

Gelb eingezeichnet: Die an den Motorbootverein verpachteten Flächen.

Gelb eingezeichnet: Die an den Motorbootverein verpachteten Flächen.

Von US-Soldaten habe man ein paar alte Motoren geschenkt bekommen und sich dann selbst Boote und eine Wasserski-Schanze gebaut. Irgendwann in den 50ern habe man dann auf ausdrückliche Anregung der Behörden das Donauufer auf einer Länge vom Schopperplatz bis kurz vor der Schleuse gepachtet. „Für 169 Mark im Jahr.“ Später, in den 70ern, habe man dann einen neuen Pachtvertrag mit den Wasserwirtschaftsamt geschlossen – für das heute eingezäunte Vereinsgelände, den Parkplatz und den Zufahrtsweg inklusive Uferstreifen. 8.700 Euro zahle der rund 300 Mitglieder starke Verein dafür momentan im Jahr. „Außerdem tragen wir die Unterhaltspflicht für den Weg und das Donauufer.“ Nach einem Hochwasser müsse der Verein für die Reinigung und Wiederherstellung des Ufers sorgen. „Dafür zahlt uns keiner was. Wir haben sogar schon mal einen Kredit aufnehmen müssen.“

Streit schon seit Jahrzehnten

Antes zieht ein Schreiben aus dem Leitz-Ordner, der vor ihm auf dem Camping-Tisch liegt. Es stammt aus dem Jahr 1979 und ist unterzeichnet vom damaligen CSU-Oberbürgermeister Friedrich Viehbacher. Gerichtet ist es an Walter Cerull. Dessen Bedenken waren schon damals dieselben: Sind die Bauten alle genehmigt? Wie steht es mit einer Gefährdung des Grundwassers? Warum ist dieser Abschnitt des Donauufers nicht für die Öffentlichkeit zugänglich? Auf eineinhalb Seiten handelt Viehbacher Cerulls Bedenken ab. „Durch die Neuanlage des Geländes durch den Verein haben sich die dortigen Verhältnisse im Vergleich zu früheren Jahren wesentlich verbessert“, schreibt der damalige Oberbürgermeister. Eine Gefährdung des Grundwassers liege nicht vor. Und im übrigen seien sämtliche Bauten genehmigt. Letzteres ist – erheblich später – im Jahr 2002 auch einem Schreiben des Umweltministeriums zu entnehmen, das damals auf eine Anfrage von Cerull reagiert hat: Vereinsheim, Masten, Zaun und geteerter Parkplatz sind genehmigt.

Schilderwald am Donauufer. "Die Behörden wollten, dass wir das aufstellen", sagt Antes.

Schilderwald am Donauufer. „Die Behörden wollten, dass wir das aufstellen“, sagt Antes.

Mit den Vorwürfen zu aktuellen Baumfällungen ist das allerdings etwas anders. Laut Auskunft des Wasserwirtschaftsamtes und des Umweltamtes der Stadt Regensburg geht es um insgesamt elf und nicht 20 Bäume, die der Verein dieses Jahr ohne Genehmigung gefällt haben soll. Man habe sofort auf einen entsprechenden Hinweis von Cerull reagiert und das Ganze überprüft, heißt es aus dem Umweltamt. Allerdings seien noch Gespräche nötig, um abzuklären, was nun zu tun sei. Offenbar steht aber Bußgeld von „mindestens 5.000 Euro“ im Raum.

„Das waren keine Bäume, sondern Wildkirschen.“

Um diese Bäume geht es anscheinend auch in dem Telefonat mit besagtem Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes. „Das waren keine Bäume, sondern Wildkirschen. Die haben wir selber gepflanzt. Außerdem wolltet ihr doch, dass das weggeschnitten wird“, wiederholt Antes im Verlauf dieses Gesprächs mehrfach. „Dann beschreiten Sie eben den Rechtsweg“, meint er schließlich. „Ich mach mir da keine Sorgen.“ Dann wird das Gespräch beendet, ohne dass man sich einig geworden ist.

Baumfrevel? Walter Cerull hat einige Abholzungen samt Durchmesser dokumentiert.

Baumfrevel? Walter Cerull hat einige Abholzungen samt Durchmesser dokumentiert.

Diese Einigkeit wird es wohl auch nicht mit den Bürgerinitiativen im Allgemeinen und Walter Cerull im Speziellen geben. Deren Interesse, den Bootshafen zu verlegen, um das Gelände für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und – langfristig – ähnlich wie an der Schillerwiese Strände anzulegen, ist durchaus nachvollziehbar. Das stünde auch in Einklang mit der Bayerischen Verfassung, die „Staat und Gemeinde“ ausdrücklich verpflichtet, „der Allgemeinheit die Zugänge zu Bergen, Seen, Flüssen und sonstigen landschaftlichen Schönheiten freizuhalten“.

So lange man sich aber ausschließlich auf den R.M.W.V. einschießt und dabei mit zum Teil schon vor Jahren widerlegten Vorwürfen arbeitet, während andere Vereine entlang des Donauufers, die ebenfalls über eingezäunte Privatflächen verfügen, unbehelligt bleiben, hat das Ganze das Gschmäckle einer persönlich motivierten Fehde. Schade. 

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Kommentare (21)

  • Lothgaßler

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    Walter Cerull erinnert sich eben an seinen Ärger mit den vorm Haus abgestellten Pflanzentrögen. Die Stadtverwaltung zeigte reges Engagement, diese marginale Besetzung öffentlichen Raumes zu maßregeln.
    In der Tat zäunen sich mehrere Vereine schöne Flächen entlang des Donauufers ab. Deren exklusive Nutzungspraxis darf auch hinterfragt werden. Das Gschmäckle einer „persönlichen Fehde“ sehe ich erst mal nicht, denn an einem Ort muss begonnen werden, und andere wurden nicht ausdrücklich ausgeklammert. Cerull ist zudem ein Sprecher, der das auch gerne tut. Andere haben sich auch der Sache verschrieben, und all denen eine „persönliche Fehde“ andichten zu wollen wirkt an den Haaren herbeigezogen.
    Auch ich sehe den Motorsportverein fehl am Platze. Wenn das Ufer im Sinne und Stile der Fest im Fluss Macher aufgewertet werden könnte, wäre das wunderbar. Jetzt ist dort das Ufer und das ufernahe Wasser wegen der Bootsstege u.a. nicht nutzbar. Wehe dem, der sich dort aufhält und nicht zum Verein gehört. Einen wüsten Wutausbruch eines Vereinsmitglieds (ich bin mir nicht sicher, obs der Herr oben im Bilde war) durfte ich beobachten, als Wasserwacht/ Feuerwehr in der Nähe der Bootsstege eine Übung abhielt.
    Leider versagt mir der oben genutzte Kartendienst seinen Dienst, so dass ich nicht prüfen konnte, ob der Uferstreifen (oben rot, 4) nun zur gepachteten Fläche (gelb, 3) mitgehört, oder nicht (gibt es eine oben nicht erkennbare Überschneidung?). Falls nein, dann zäunt der Verein unverpachtetes Gelände ein und zahlt nicht für alle Flächen die er nutzt. Dann freilich ist fraglich, ob in diesen Flächen liegende Bauten (z.B. Kran) tatsächlich genehmigt wurden, oder ob diese nicht der Einfachheit halber geduldet werden.
    Letztlich scheint es auch nötig zu klären, welche „kurzen Wege“ der Verein nutzt. Die Baumfällungen zu beschließen und umzusetzen, ohne dass jene Vereinsmitglieder welche beruflich in den Behörden tätig sind davon wussten, das kann als nicht zutreffend angenommen werden. Das hat schon eher ein Geschmäckle!

  • Stefan Aigner

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    @Lothgassler

    Der Uferstreifen ist immer entlang der gelben Fläche mit in der Pacht bzw. der Nutzung. Aber da ist der Eigentümer das Wasserschifffahrtsamt (für den Rest das Wasserwirtschaftsamt). Für alle Entscheidungen des Vereins ist Herr Antes als Vorsitzender alleinvertretungsberechtigt.

  • Heinrich Weinzierl

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    Lieber ein Ratzenloch als den Boots-, Laubbläser- und Rasenmäher-Lärm, der permanent – selbst an Heiligabend um 16.30 Uhr 2013 – ans südliche Ufer der Donau und in ein Wohngebiet dringt! Ich finde das Postulat, das Vereinsgelände aus der Innenstadt heraus zu verlegen richtig und eine Maßnahme, die ganz im Sinner der Allgemeinheit wäre!

  • Holy Pit

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    Warum gleich den Verein verlegen ? – der hat doch Platz da ! Einfach die Zäune entfernen und für alle Bürger einen Weg entlang der Donau anlegen. Wenn jemand einbrechen will, der macht das auch mit dem Zaun – oder erst recht weil er denkt da gibt es was zu verbergen! Das offene Vereinsgelände funktioniert sehr gut. Das wird am Guggenberger See vom Segelclub Ratisbona e.V. Regensburg schon immer so praktiziert.

  • Heinrich

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    Das erinnert mich an die Typen vor 40 Jahren, die wollten den Park der Familie T&T für die Öffentlichkeit ‚beschlagnahmen‘.
    Jetzt werden wieder mal ähnliche Gründe vorgeschoben. Dürfen wir bald durchs Wohn-/Schlafzimmer der Familien Cerull, Caspers laufen, natürlich nur im Interesse der Öffenlichkeit?
    Und was Schaidinger betrifft, wenn er seine Mitgliedsbeiträge zahlt kanns dem R.M.W.V. ja nur recht sein, wie ich meine.

  • Heinrich Weinzierl

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    @ Heinrich
    Im Gegensatz zu den Wassersportvereinsmitgliedern verursachen die Familien Thurn und Taxis, Cerull, Caspar etc. keinen Lärm, auch verschmutzen sie die Umwelt (Donau) nicht durch sportliche Aktivitäten inmitten des Welterbes. Denken hilft!

  • Peter Petry

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    Ja wo der Herr Schaidinger und seine Mannen Mitglied sind
    da fluscht es siehe Baseball Verein
    und Motorboot Verein .

  • Aha

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    Zunächst bin ich der Meinung, wer den Herrn Cerull wirklich noch ernst nimmt, ist definitiv selbst schuld. Er hat sich in der Vergangenheit durch Kleinkriege gegen die Stadt ebenso unseriös ins Aus geschossen, wie der Herr Adler.
    Als Arbeitnehmer, der sich über zu wenig Arbeit nicht beschweren kann, wundert es mich, wieviel Zeit Herr Cerull doch offensichtlich hat. Denn er markiert die abgeschnittenen Bäume nicht nur, er vermisst sie auch noch! In Bayern würde man sagen: Der hod einfach zvui Zeit! Warum stören wir uns daran, dass ein Verein einen Grund pflegt und in Schuss hält, den die meisten von uns in ihrem ganzen Leben noch nicht auf dem Schirm hatten?

  • Lothgaßler

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    @Stefan Aigner
    Antes mag zwar alleinvertretungsberechtigt sein, dass aber sämtliche Mitglieder – insbesondere mit Arbeitsplatz in Behörden der Stadt, des Landes und des Bundes – nichts von Maßnahmen auf und um das Vereinsgelände mitbekommen haben sollen, würde ich nur bei Blinden und Tauben als wahrscheinlich akzeptieren.

  • Therese Laubner

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    In welch lärmarmen idyllischen Gegend die Wutbürger leben, die sich selbst im Winter über ‚Boots-, Laubbläser- und Rasenmäher-Lärm‘ permanent ärgern, kann sich jeder Welterbebewohner täglich selber anschauen.

    Alle freuen sich über die Schifferl auf der Donau. Es gehört aber auch dazu das die Einrichtungen bestimmungsgemäß erhalten werden. Ein ‚Ratzenloch‘ ist es auf jedenfalls nicht.

  • Dubh

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    Aha: „Denn er markiert die abgeschnittenen Bäume nicht nur, er vermisst sie auch noch!“

    Könnte sein, er weiß um die Bedeutung von Bäumen insbesondere für urbane menschliche Habitate und für die Menschheit insgesamt.
    Könnte auch sein, er kennt den Unterschied zwischen einm Biotop, das da laut Plan sein sollte, und einer grün kaput „gepflegten“ Anlage, die da ist – die übrigens Ratten nicht im geringsten stört, oder gar vermindert, Ratten lieben schließlich Menschen bzw. deren gekochte Abfälle.

    Aber Sie haben recht, was sollte uns die Qualität unseres Lebensraumes interessieren, die geht uns rein gar nichts an!

    Wir sollten im Gegenteil alles tun, geschehen lassen, auch im Kleinen, dass der Planet schnellstens von der Krankheit Homo „sapiens“ geheilt wird – komplett rundrum lückenlos zubetonieren wäre super – das würde die Genesung ziemlich beschleunigen.

    Wer weiß, vielleicht entsteht dann ja mal tatsächlich intelligentes Leben.

  • In der Nähe Wohnender

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    Tatsächlich liegt dort einiges im Argen.

    Der ältere Herr ist mir schon mehrfach aufgefallen, dass er Fussgänger, Radfahrer oder Kinder anschreit. Wohlgemerkt befinden sich diese dann nicht im umzäunten Bereich, sondern gehen oder fahren daran vorbei. Auch ein Teil der Bäume und Grasfläche vor der Umzäunung wird als Privatbesitz des Clubs angesehen und Sonnenbadende dort gerne „vertrieben“.

    Was der Club innerhalb seiner Pachtfläche macht, ist aus meiner Sicht seine Sache. Aber den Bereich außerhalb der Umzäunung auch zum Hoheitsgebiet zu erklären ist nicht in Ordnung. Und wenn der Club tatsächlich Schilder mit Behördenangabe aufgestellt hat, die nicht von Behörden genehmigt wurden, wäre das schon ein starkes Stück.

    Da sich die Stadt in den letzten 50 Jahren weiterentwickelt hat, wäre es sicher wünschenswert, wenn der Club umzieht und dort eine Flussbadestelle eingerichtet wird. Das gilt aber auch für die anderen Mieter dort am Fluss. Letztlich könnten sie wirklich auch an andere Stellen ausweichen und das „Welterbe“ würde dann auch nicht durch die lauten Motorboote gestört, die jeden Sonntag auf- und abfahren.

  • Sozialdemokratin

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    Zu Walter Cerull: Manche finden nur deshalb in jeder Suppe
    ein Haar, weil sie vorher den Kopf so lange schütteln, bis
    eines hineinfällt.

  • erik

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    Kann der Verein sich erlauben, was er will? Ja, mit Geld und dem richtigen Parteibuch geht in diesem Land alles und was für den Normalbürger schlimme Folgen hätte, bleibt beim Wasserkopf folgenlos!

  • Mathilde Vietze

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    Lieber Walter Cerull, als Du noch in der SPD warst, hast Du
    gute Arbeit geleistet. Du hast Dich mit Engagement und Kri-tik für die gute Sache verwendet.
    Seit langem hast Du Dich allerdings verändert, was mich
    schon zu d e r Frage veranlaßt, ob es in Deinem Leben überhaupt etwas gibt, was Dir Freude macht.
    Wenn man Dir begegnet, bekommt man nämlich gleich,
    anstatt einer Begrüßung nur zu hören „stell‘ Dir vor, wie
    „die“mir wieder mitgespielt haben.“
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß es die Partei, in
    der Du Dich wohlfühlst, bereits gibt, aber – ich täte da
    in meinem Umfeld ein paar Kunstmaler kennen………..

  • H. Müller

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    Mathilde Vietze,

    könnten Sie bitte einmal auf der Sachebene argumentieren, anstatt diese Kommentarfunktion ständig für Ihre persönlichen Angriffe und albernen Weisheiten zu missbrauchen.
    Solche unreflektierten Äußerungen bereichern keine Diskussion, und sind für die normalen Leser komplett uninteressant und schlichtweg nervtötend.

    Und Ihrer SPD tun Sie damit auch keinen Gefallen.

    Danke.

    PS: Ich finde die von Herrn Cerull und seinen Mitstreitern angeregte Diskussion durchaus berechtigt, und bin solchen Menschen sehr dankbar.

  • Horst Hofer

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    @H. Müller
    Ich habe großen Respekt von der Arbeit von W. Cerull.

    Aber auch M. Vietze nötigt mir, wegen ihrer Gradlinigkeit und offenen Worte, meinen Respekt ab.
    Die ‚Grandma‘ der Regensburger SPD und ‚Kultur- und Wanderoma‘ versucht halt auf ihre persönliche Art die Welt zu bessern.
    http://www.regensburg-digital.de/ich-bin-doch-kein-mimoeschen/27032014/

    Vielleicht würde ein Vietze-Verslein die Schärfe relativieren:
    ‚Antes macht schon wieder mal ein Getöse,
    weil die Medien so böse.
    Gottlob ist die Presse unbequem,
    durchschaut die Mißstände im R.M.W.V-System.
    Dadurch wird so manchem Skipper verwehrt,
    daß er diese in die Donau kehrt‘

    In den Mund gelegt, analog:
    http://www.regensburg-digital.de/bischof-mullers-anmerkungen-zum-achten-gebot/25042010/
    Mathilde Vietze sagte am 26. April 2010 um 09:11 Uhr .

  • Mathilde Vietze

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    Zu H. Müller: Sie kritisieren meine vermeintliche Unsach-
    lichkeit. Ihr Kommentar zu meiner Person war natürlich
    „ausgesprochen sachlich.“ Könnten Sie mir bitte erklären,
    was sie unter „albernen Weisheiten“ verstehen?
    Ich begrüße es, wenn Bürger sich gegen Ungereimtheiten
    und Ungerechtigkeiten zur Wehr setzen. Um aber mit
    Pfarrer Friedrich Schorlemmer zu sprechen „der Kritiker
    muß sich in acht nehmen, damit er nicht zum Berufs-
    querulanten wird, den keiner mehr ernst nimmt.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Horst Hofer: Vielen Dank für Ihren Beitrag. Sie haben
    mir einen ganz großen Gefallen erwiesen, indem Sie den
    Vers, der ursprünglich dem Ober-Streithansl Gerhard
    Ludwig Müller zugedacht war, „umgedeutet“ haben.
    Paßt ausgezeichnet, gefällt mir, weiter so!
    Natürlich wäre es wünschenswert, wenn ich meinen be-
    scheidenen Beitrag dazu leisten könnte, unsere Welt ein
    klein wenig zu verbessern, aber das kann ich selbst nicht
    beurteilen.

  • machtlos

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    Es gibt immer dumme Gesichter wenn Privilegien sozialisiert werden sollen.

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