Polizei zu Opfer von sexuellem Übergriff: „Jetzt blasen Sie erst einmal!“

Polizeiwache am Minoritenweg: Statt Hilfe nach einem sexuellen Übergriff gab es hier ein entwürdigendes Verhör.
„Ich hab ausnahmsweise echt einen Schock gehabt.“ Susanne Auer (Name von der Redaktion geändert) ist eine Frau mit Humor. Eine, die so leicht nichts umhauen kann. Aber bei dem, was der alleinerziehenden Mutter vergangene Woche passiert ist, ist ihr erst einmal das Lachen vergangen. Und zwar gründlich. Außerdem muss sich die Disziplinarabteilung des Oberpfälzer Polizeipräsidiums mit der Sache beschäftigen. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, gegen 5.30 Uhr, war Susanne Auer nach der Arbeit auf dem Weg nachhause. In der Nähe des Regensburger Stadtparks an der Prüfeninger Straße wartete sie auf den Bus, als plötzlich ein (abgesehen von weißen Tennissocken) nackter Mann aus dem Gebüsch sprang und unter Stöhnen zu onanieren begann.

„Bitte bewahren Sie Ruhe!“

„Ich hab schnell die Straßenseite gewechselt und bin zur nächsten Bushaltestelle gerannt“, erzählt sie. „Es war noch stockfinster und ich hab ja nicht gewusst, ob der versucht, mich ins Gebüsch zu zerren.“ Zwei Versuche, übers Handy die Polizei zu erreichen endeten in der Warteschleife („Bitte bewahren Sie Ruhe!“). Dem Fahrer des wenig später eintreffenden Busses gelang es schließlich, die Polizei über Funk zu verständigen. Als Susanne Auer bei ihrer Wohnung im Stadtwesten ankam, wartete dort schon eine Streife vor der Haustür und begrüßte sie mit den Worten: „Jetzt blasen Sie erst einmal.“ „Das war in dem Zusammenhang schon ein wenig unpassend“, meint die Arzthelferin heute. Und es ging ganz in diesem Stil weiter.

Kein Alkoholtest? Dann auf zum Verhör!

In der Dienstaufsichtsbeschwerde, die Susanne Auer über ihren Rechtsanwalt Nils Pütz mittlerweile gegen einen der beiden Beamten gestellt hat, heißt es: „Nachdem unsere Mandantin nicht ‚blasen‘ wollte, wurde sie trotz der Uhrzeit und der Mitteilung, dass diese bereits seit fast 24 Stunden auf den Beinen war und ins Bett möchte, ins Polizeifahrzeug verbracht und musste gemeinsam mit den Polizeibeamten den Stadtpark abfahren und mit auf das Polizeipräsidium.“ Von dem Nackten im Stadtpark fehlte – wenig überraschend – jede Spur. Vermutlich war es zu kalt, um dort ein halbe Stunde lang auf die Polizei zu warten…

„Der Nackte spielte keine Rolle mehr“

Dafür nahmen sich die Beamten anschließend jede Menge Zeit, um Susanne Auer auf der Wache zu verhören. „Um den Nackten ging es irgendwann gar nicht mehr, sondern darum, wann ich zu arbeiten angefangen habe, wann ich aufgehört oder ob ich etwas getrunken habe.“ Der Ton sei durchweg unfreundlich gewesen. Als sie – es war mittlerweile hell geworden – ihre beiden Kinder anrufen wollte – „war diese Bitte fast schon ein Drama“. Unter Murren der Beamten durfte Auer schließlich telefonieren. Nach einer guten Stunde war das Verhör beendet. Auf die Frage, wie sie denn nun nachhause kommen sollte – von der Altstadt zu ihrer mehrere Kilometer entfernten Wohnung im Stadtwesten – erhielt Susanne Auer zur Antwort: „Das ist doch mir egal.“ Die Namen der beiden Beamten erfuhr sie erst, nachdem sie anschließend noch eine Viertelstunde gewartet und das schließlich lautstark gefordert hatte. Ein Bekannter brachte sie letztendlich nachhause.

Was muss ein Polizist können?

Wenig später brach sie weinend zusammen. Ein paar Tage habe es schon gedauert, bis sie wieder sie selbst gewesen sei, sagt Susanne Auer heute. „Es wäre ja schon schön gewesen, wenn die Herren wenigstens einmal gefragt hätte, wie es mir geht. Vielleicht mal: ‚Jetzt setzen Sie sich erst einmal hin.‘ ‚Jetzt beruhigen Sie sich erst einmal.‘ So etwas muss ein Polizist doch können, oder?“ Offenbar nicht. Einer Frau, die massiv sexuell belästigt wurde, wird zunächst unterstellt, betrunken zu sein. Weil sie nicht „blasen“ will, wird sie wird zum Verhör mitgenommen. Eine knappe Stunde wird sie von zwei Männern – eine Beamtin war offensichtlich nicht verfügbar – befragt und anschließend einfach nachhause geschickt. Kontakte zu Beratungsstellen bekam Auer ebenfalls nicht.

„Kann jede verstehen, die nicht zur Polizei geht“

Fehlt es am Einfühlungsvermögen, an der (persönlichen) Kompetenz der Beamten oder an der Ausbildung? Von der zuständigen Polizieiinspektion Regensburg Süd war „aufgrund des laufenden Verfahrens“ zunächst keine Stellungnahme zu dem Vorfall und der Dienstaufsichtsbeschwerde zu erhalten. Susanne Auer sagt: „Ich kann jede Frau verstehen, die nicht zur Polizei geht, wenn ihr so etwas passiert ist. Ich stell mir immer vor, was wäre, wenn das meine Tochter gewesen wäre. Die hält das nicht so gut aus wie ich.“ P.S.: Laut Auskunft eines Pressesprechers glaubt die Polizei, den Täter ermittelt zu haben. Im Polizeibericht vom 25. November wurde der Vorfall nicht erwähnt.

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Kommentare (55)

  • Matthias

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    Ist ja echt kein Wunder mehr, wenn man keinerlei Vertrauen mehr in die (Un)fähigkeit unserer ach so tollen Polizei hat. Wie immer wird auch sowas aber leider keinerlei Konsequenzen haben.

  • Neuromancerr

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    Eine Unverschämtheit!
    Gut, dass dieser Artikel geschrieben wurde.
    Wo glauben die Herrn Polizisten denn, das wir leben in den 50.ern oder was?
    Genau solche Vorfälle müssen ans Licht der Öffentlichkeit!

  • Prosument

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    Gib einem Menschen Macht und du erkennst seinen wahren Charakter!

  • Immanuel K. Anti

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    Ein ähnliches Erlebnis könnte ich auch beisteuern, es tut aber nichts zur Sache, denn eine Diebstahlsmeldung ist in keinster Weise mit einem sexuellen Übergriff vergleichbar.

    Amüsant ist aber ein Fall, von dem mir ein Freund berichtet hat, dem es bei einer Diebstahlssache ähnlich erging. Der zuständige Kriminaler entschuldigte sich für die trampelige Streife mit: „Was glauben’s denn, warum die in dem Alter Streife fahrn? Weil’s bled san, sonst warten’s wia I bei der Kripo oder woandershin befördert. Vergessen’s es einfach. Aufregen bringt bei dene nix.“

  • Dubh

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    Zuallererst einmal kann sie ja froh sein, den Kontakt mit der hiesigen Polizei überlebt zu haben!
    Das kann man nicht von jedem hier behaupten.

    Dann kann es um Einfühlungsvermögen, Ausbildungsstand etc. der Herren Polizisten nicht gegangen sein, oder wäre sexuelle Belästigung kein Straftatbestand, wenn Frau Auer Alkohol getrunken hätte?

    Offensichtlich wurde ja eine Verdächtige verhört, keine Zeugin.
    Die vermuteten Vergehen können nur darin bestanden haben, sich als Frau um diese Uhrzeit alleine auf der Straße befunden zu haben, und möglicherweise gar Alkohol getrunken zu haben – geraucht hat sie hoffentlich doch nicht?!

    Eine teutsche Frau raucht nicht, trinkt nicht, und nachts unbegleitet auf der Straße ist sie schon gar nicht!

    Zieht euch warm an Frauen, hier herrscht Zucht und Ordnung in der Stadt, die die meint sich wie ne Schlampe aufführen zu können, der zeigt’s die Ordnungsmacht dann schon!

    Wär ja noch schöner sowas, und Männern jetzt auch noch nachts die Arbeitsplätze wegzunehmen, das werden wir schon wieder abschaffen!

  • grace

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    Da kann man nur inständig hoffen,
    dass nicht am Schluss die Frau als Angeklagte vor Gericht steht.

  • thoams

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    @Immanuel K. Anti
    meinen sie tatsächlich bei der kripo schaut das anders aus? aus meinen leidlichen erfahrungen (allerdings nicht in so einem zusammenhang) sind diese leute noch schlimmer als streifenpolizisten. die nahmen damals eine beschuldigtenvernehmung auf band auf (ich hatte keine ahnung was zu tun ist, da bei uns selbst ein unschuldiger in was reingeraten kann, wofür er nichts kann).
    als ich dann was ausgesagt haben soll, was ich niemals gesagt habe (ich wurde genötigt einen blankoscheck zu unterschreiben beim herrn XXX, komplette erkennungsdienstliche behandlung, beschuldigtenvernehmung, alles hätte ich nicht machen müssen und bin nicht aufgeklärt worden) ist das band nicht mehr auffindbar gewesen. auf dem rückweg zur pforte fragte mich der mann noch ob mein kennzeichen gewollt war und ich das rausgesucht habe (R-AF…). der hat so nichts gefunden, also wollte er mir da noch was draus stricken um mir eins rein zu würgen.
    und da ging es nur um kleinigkeiten. ich schreibe jetzt nicht was ich hier denke, sonst würde es sehr teuer enden für mich und mit einer Anzeige.—– den gesamten apparat der polizei hier sollte man mal überdenken und nicht leute ranlassen die auf gedeih und verderb aufsteigen wollen.
    FINDET IHR DAS IN ORDNUNG? ICH KANN DIESE FRAU VÖLLIG VERSTEHEN UND DIE DIENSTAUFSICHTBESCHWERDE IST VÖLLIG GERECHTFERTIGT.
    zu den streifenpolizisten: ich habe 15 jahre in der nacht mit ihnen zu tun gehabt als tourenfahrer. es sind nicht viele, aber ein paar vernünftige sind dabei. die chance ist allerdings groß an die anderen zu kommen…. vor allem bei dienstschluss um ca 5 in der früh oder eben dienstbeginn…..

    XXX: Von der Redaktion gelöscht.

  • thoams

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    @Prosument
    das ist hier der kern der sache

  • 70jährige Frau

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    Ich wurde vor 31 Jahren – genau am 22.4.1980 – auf dem Nachhauseweg sexuell belästigt und an-
    schließend hat mir der Täter (aus Zorn über den „Mißerfolg“) die Handtasche entrissen.
    Bei Aufgabe der Anzeige traf ich auf sehr höfliche und freundliche Kripo-Beamte.

  • thoams

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    damals war auch ein polizist noch ein polizist wie man es sich vorstellt, genauso wie kripo beamte.
    jetzt dürfen sie anscheinend morden und die leute, die ihren gehalt durch steuern zahlen noch hinterrücks eins reinwürden. ich bin der meinung, dass das mittlerweile so ist, als ob ich wen bezahlen würde, der mich wöchentlich aufsucht und mich krankenhausreif schlägt.
    früher hatte die polizei noch einen charakter wie eine warnende instanz, die dir einmal auf die finger klopft, beim zweiten mal erst eine anzeige schreibt, wenn du es nicht lässt.
    am bespiel des programms für straffreie abgabe von nicht registrierten waffen (war vor ein paar jahren mal), die vielleicht noch vom opa im keller liegen: das abgeben war natürlich straffrei, aber der transport von einer schussbereiten waffe ist illegal, daher haben die leute, die es gut meinten und wie ein gutbürger handelten, weil sie nicht in die teufels küche kommen wollten auch so noch eine reingewürgt bekommen. das wirft doch ein gutes licht auf diese leute, oder? wie gesagt es sind nicht alle, aber sehr viele.
    habt ihr eine ahnung was über euch in der tagebuchdatei der polizei steht? ihr werdet euch wirklich wundern.
    fragt einfach mal nach.
    beim lka zb. kann man nicht mal anwaltlich über seine daten eine auskunft bekommen, da die daten geheimhaltungsstufe sind, das was man machen kann ist den datenschutzbeauftragten fragt über einen bestimmt sachverhalt, der schaut dann nach und sagt ja, da steht was oder nein, da steht nichts drin.
    mich errinnern solche methoden an die stasi, aber vielleicht bin ich ja auch komplett falsch……..

  • Prosument

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    Like! ;-)

  • thoams

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    noch ein letzter kommentar hoffe ich:
    zur polizei im minoritenweg: ich hatte hier auch mal eine anzeige auf zu geben wegen rufmord und unterstellung falscher tatsachen von seiten des lka´s. der junge polizeibeamte wollte mir tatsächlich weis machen, dass das eine laufende ermittlung ist und ich keine anzeige aufgeben kann. er wollte partou diese anzeige nicht aufnehmen und hat auch noch versucht laut zu werden. das wäre verschleierung einer straftat.
    als dann ein älterer vernünftiger sich der sache annahm kam es zum erwünschten ergebnis. bei dem jungen hätte ich keine chance gehabt, dass der seinen job erledigt.
    und jetzt soll mich noch jemand erzählen wie toll diese leute sind.
    um das auch nochmal zu verdeutlichen: bis auf ein paar strafzettel bin ich noch niemals auffällig gewesen und bei so jemandem versucht man grundsäztlich einen ansatz zu finden ihm eins rein zu würgen.
    an die frau mit der anzeige: jetzt sind sie schon polizeibekannt, viel spaß noch.

  • thoams

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    ach, entschuldigung nochmal, ich kann nicht anders:
    mir ist mal von einer rothaarigen polizistin bei einer strassenkontrolle um 2 in der früh gesagt worden:
    solche fahrzeuge fahren nur studenten oder asoziale. student war ich nicht.
    es zeigt aber schon das wertesystem was manche jungen bei der polizei haben…..

  • Prosument

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    Ich wurde auch ein mal am Minoritenweg vernommen und im Verhörzimmer ging eine Polizistin durch die uns ansah und laut sagte: „Da sind sie ja, die Schweine!“
    Ich denke, dass es sicher viel mehr negative Beispiele von dieser Polizeidienststelle und ihren selbstherrlichen Bewohnern gibt.

    Da kann man nur hoffen nichts mit dem Minoritenweg in Zukunft zu tun haben zu müssen.

  • ExRA

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    Regensburg ist in Bayern bestimmt kein Einzelfall. Man erinnere sich an die skandalösen Vorfälle im Polizeipräsidium Rosenheim (Jugendlicher krankenhaus reif geprügelt etc.) und jetzt diese fast unglaubliche Geschichte in Aschaffenburg (SZ von heute):

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/polizeigewalt-in-aschaffenburg-ausser-kontrolle-geraten-1.1225334

    Was müssen diese Vertreter der Gattung „Dein Freund und Helfer“ bloss für einen Frust schieben, um so gegen Bürger vorzugehen? Skandalös ist aber nicht nur die signifikante Steigerung der gemeldeten Polizei-Übergriffe, sondern vielmehr die Praxis der Vorgesetzten bis hinauf zu unserem unsäglichen bayerischen Innenminister Herrmann, sich schützend und ständig verharmlosend vor diese Rambos zu stellen. Widerlich, dieser Kadergehorsam.

  • Dubh

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    Schön auch, wie hier das eigentliche Thema ignoriert wird.

    Es geht hier nämlich NICHT um sich verarscht fühlende Polizisten, Verwechslungen oder vollkommen falsche Einschätzungen der Situation etc. die aus Polizisten oft genug Rambos macht.
    Davon abgesehen, dass hier nicht körperverletzt wurde sondern zusätzlich zum ohnehin erlittenen Schock absichtlich gedemütigt wurde, was aber nicht einmal nachzuweisen ist.

    Es geht darum, dass wir sehr wohl wieder in den 50ern sind, in denen die Opfer von sexualisierter Gewalt von Haus aus wieder zuerst als TäterInnen gesehen werden.
    Sogar dann, wenn es sich eindeutig um keine Beziehungstat handeln kann, worüber die Polizei ja informiert war.

    Aber – Weiß doch fast jeder heute wieder, spätestens seit Kachelmann und Levi-Strauss, dass die Weiber lügen wie gedruckt, aus Rache, um zu erpressen, aus Langeweile, warum auch immer, schlicht weil sie eben Weiber sind.

    Was sonst veranlasst diese Polizisten Frau Auer vor ihrer Wohnung zu erwarten, und sie zuallererst einem Alkoholtest unterziehen zu wollen, was für ihre Anzeige ja vollkommen irrelevant gewesen wäre, es sei denn sie wäre volltrunken gewesen, was vermutlich bereits dem Busfahrer aufgefallen wäre, und was üblicherweise auch ohne Test feststellbar ist.

    Das hier war kein Fehlverhalten der Polizisten aus welchen Gründen auch immer, das hier war von vornherein Absicht, zumal die Polizisten der Situation nicht unvermittelt gegenüber standen.

    Frauenverachtendes Verhalten nennt man das, Sexismus.

    Das allerdings ist kein spezielles Problem von Polizisten.

  • grace

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    Das ganze scheint ja -worauf auch der Vorfall in Ascheburg hinweist- auch ein Problem der Führung zu sein.
    Und der Politik, die gerne den strammen Maxe gibt.
    Daraus ergibt sich eine allgemein die Bevölkerung einschüchternde Wirkung.
    Bloss nicht auffallen,immer schön brav sein und zu allem ja und amen sagen.

  • thoams

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    natürlich ist das grundsätzlich verachtenswert. denen ist es aber scheißegal wer vor ihnen steht, ob mann oder frau, wenn denen etwas nicht passt, dann wird es demjenigem reingedrückt. egal ob mann oder frau.
    im gegenteil, frauen sind oft besser dran als die männer, z.b. bei polizeikontrollen (ich will das jetzt auch nicht näher erläutern sonst heißt es noch ich wäre ein chauvinist). ich finde jetzt nicht, dass man das instrumentalisieren sollte und wieder auf schwaches geschlecht machen. wir sind mittlerweile in zeiten in denen die gleichberechtigung schon in greifbarer nähe ist, ohne wenn und aber.
    hier die problematik auf ein geschlecht zu beziehen finde ich fadenscheinig. das problem liegt wo anders egal ob mann oder frau.
    hier geht es respekt und menschenwürde, nicht um die frage was die bösen männer schon wieder den schwachen frauen antuen. der eisenberg war ja auch keine frau oder täusch ich mich da….und das liegt wohl dann doch etwas schwerer, auch wenn man einzelfälle nicht als beispiele anführen sollte.

  • Veronika

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    Bitte nicht gleich wieder auf „alle PolizistInnen“ schimpfen! Es ist klar, dass in diesem Fall jede Menge schief gelaufen sein dürfte. Selten genug sind Polizistinnen vor Ort, die noch dazu entsprechend ausgebildet, Hilfe leisten können. Die „Herren der Schöpfung“ sind zumeist – so ich von einigen Bekannten weiss – schnell mit der Lage überfordert, haben regelmässig Nachtschichten, die an sich genommen wirklich nicht die Freude sind. Dann kommen in Regensburg ja noch die vielzähligen StudentInnen, die von anderswo her, sich auch nicht immer derjenigen Autorität unterordnen (wollen), welche die Polizei im schönen Freistaat geniessen will. Aber an der Auskunfts/ Aufklärungsbereitschaft der Polizei sollte sich meiner Ansicht nach schon Einiges ändern.

  • Veronika

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    Es könnte auch nicht schaden, auf jeder Polizeidienststelle eine vollkommen unabhängige Person zu installieren, bzw. mit Hilfsdiensten zu kooperieren, um schnell eine unabhängige Person (oder zwei davon) für solche Fälle parat zu haben.

  • grace

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    Der Fisch stinkt immer vom Kopf.
    Das kennt man ja auch von anderen „Institutionen“.

  • Peter Petry

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    Sehr gut dass dieser Artikel veröffentlich wurde,solche Dinge gehören in die Öffentlichkeit !!!
    In unserem Käsblatt liest man sowas nicht !!

    Solche Polizisten gehören strafversetzt( München braucht „gute“ Polizisten) – Altstadtrevier

  • thoams

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    was erwartet ihr von einer zeitung, die ein neues druckwerk hinstellt und im gleichen atemzug die löhne der zeitungsträger um 20% kürzt? kritikern das gericht auf den hals hetzt und auch noch recht kriegt? alles nicht im grünen bereich, ihr könnt euch denken was da abläuft. schreiben darf ich es nicht sonst gibts gleich wieder eine anzeige vom tollen herrn esser und seinem tollen verlag

  • Dubh

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    Alle Polizisten sind so, und zwar weil sie Polizisten sind?
    Haben die von Geburt an ein Polizistengen, oder wie ist das?

    Da Sie ja selber das beste Beispiel für Vorurteile/Klischees jeglicher Art im Kopfe sind, sollten Sie doch Verständnis haben………………

    Und ja Eisenberg war keine Frau, er hat sich aber sowenig wie das Paar in Aschaffenburg selber an die Polizei gewandt um Anzeige zu erstatten, und in beiden Fällen waren übrigens Polizistinnen dabei – von wegen „böse Männer“.

    Aber solche Kleinigkeiten scheren Sie ja wohl nicht, alles in einen Topf geschmissen und kräftig umgerührt, ordentlich ins Blaue schwadroniert, und schon haben Sie Ihre Wahrheiten.

    So stellt sich ganz gewiss allseitig Respekt und Menschenwürde ein!

  • Dubh

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    @ Veronika

    Sie werden es nicht für möglich halten, im Gegensatz zu den 1950er Jahren gibt es eine Kooperation mit Hilfsdiensten längst – auch in Bayern!

    Und ebenfalls im Gegensatz zu den 50ern dürfte der Ausbildungsstand bezüglich sexualisierter Gewalt heute bei ALLEN PolizistInnen ein durchaus anderer sein als ehedem.

    Dass Männer per se überfordert sein sollen schlicht menschliche Reaktionen zu zeigen, wenn jemand so etwas passiert ist, ist übrigens ebenfalls Sexismus.

    Männer als gefühllose „Un“menschen zu sehen, die gar nicht anders können, zumal wenn sie Nachtschicht haben, meine Güte, wie hilfreich!

  • Thomas R.

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    Welch schöne, einseitige Berichterstattung. Das ist schon immer ein Grundsatz des gepflegten Journalismus gewesen: „Hör dir immer nur eine Seite an, das wird dann schon stimmen“…

  • Hans

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    Wär ja schön, wenn die andere Seite etwas dazu gesagt hätte…
    Gefragt wurde die Polizei offenbar, aber:

    „Von der zuständigen Polizieiinspektion Regensburg Süd war ‚aufgrund des laufenden Verfahrens‘ zunächst keine Stellungnahme zu dem Vorfall und der Dienstaufsichtsbeschwerde zu erhalten.“

  • Randa

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    Ich habe durch andere Frauen bisher des öfteren erfahren dürfen, wie die männlichen Polizeikräfte mit weiblichen Hilfesuchenden umgeht. Da wird, statt der Aufklärung eines Unfalles und der Klärung des Wohlergehens nach eben diesem, auf typisch weibliche Stereotypisierungen angesprochen, bis hin zur Beleidigung.
    Es muss etwas für das Vertrauen in die operativen Organe der Staatsgewalt durch den Bürger getan werden. Dieser Vorfall trägt leider nicht dazu bei.

  • Thomas R.

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    Was ja wohl auch verständlich ist oder nicht?

  • Thomas R.

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    Ich sag nichts, wenn es sich als richtig herausstellt. Das bestreite ich an sich auch gar nicht. Aber etwas als Tatsache hinzustellen, ohne die andere Seite zu kennen, das ist hald schon fragwürdig. Die Vergangenheit zeigte ja auch, dass man nicht immer jedem Bürger alles glauben darf.

  • Hans

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    Keine Ahnung, ob das verständlich ist. Auf jeden Fall wurde die Polizei gefragt.

  • Hans

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    Man darf nicht immer jedem Bürger alles glauben. Ja, und?
    Ich glaube kaum, dass jmd. Dienstaufsichtsbeschwerde stellt, weil das so lustig ist und man dann ein wenig Polizistenhass ausleben kann. Es ist ja wohl klar, dass das Ganze nur aus einer Sicht wiedergegeben wurde, weil eben von der Polizei dazu keine Aussage gemacht wurde/ werden konnte. Was wäre die Alternative? Darüber gar nicht berichten? Bitte nein! Es tut auch der Polizei gut, wenn Fehlverhalten in den eigenen Reihen öffentlich wird.

  • Thomas R.

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    Ja sicher, warum nicht? Wenn es Fehlverhalten gegeben hat, dann soll auch darüber berichtet werden. Aber man sollte schon auch zuerst hinterfragen, bevor man etwas als wahr hinstellt. Mehr will ich gar nicht sagen.
    Zum Spaß ne Dienstaufsichtsbeschwerde? Nunja, warum nicht. Vielleicht nicht zum Spaß, aber eventuell aus anderen Gründen. In der heutigen Zeit hätte es mich nicht gewundert, wenn sich nachher rausgestellt hätte, dass dieser Täter niemals existiert hat. Das wäre hier noch eine harmlose Variante, mit der (dann unbegründeten) Beschuldigung einer Vergewaltigung hört der Spaß dann endgültig auf (liegt hier natürlich nicht vor, gab es aber schon oft genug).
    Das schweift jetz natürlich vom Thema ab. Is mir auch klar. Ich will damit nur sagen, dass es mich nicht wundern würde, wenn das nachher gar nicht stimmt. Und wenn doch, dann siehe Satz 1+2.

  • Student

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    Kein Einzelfall, habe auch schon von Bekannten ähnliche Erlebnisse mit den Regensburger Polizeibeamten geschildert bekommen. Bitter.

  • Pragmatiker

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    „aufgrund des laufenden Verfahrens’ zunächst keine Stellungnahme zu dem Vorfall“ …

    … ist eine pure Worthülse. Was kaum jemand weiß: Es existiert keinerlei gesetzliche oder sonstige Verpflichtung, zu einem „laufenden Verfahren“ zu schweigen. Man darf sich als Beteiligter jederzeit äußern (mag sein, dass man als „kleiner Polizist“ vom Vorgesetzten einen Maulkorb verpasst bekommt, aber das ist eine andere Geschichte).

    Der Grund zu schweigen bzw. keine Stellungnahme abzugeben ist allerdings üblicherweise, dass man etwas aussitzen möchte. Sprich: Dass man ein schlechtes Gewissen hat.

    So ist das nunmal, lieber Thomas R.

  • mkveits

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    Wilhelm Schlötterer („Macht und Missbrauch“) schreibt in seinem Nachwort (Seite 411):
    „Vorerst besteht … keine Aussicht, dass das „christliche Sittengesetz“ künftig anders praktiziert wird als bisher.“

    Wie es scheint, kommt Hoffnung ausgerechnet aus Niederbayern. Immer mehr Städte wenden sich dort ab von einer Partei, die viel zu lange den Freistaat für sich OKKUPIERTE.

    „Heimat“ – wie sie die Fraktions-Grünen am Wochenende in Regensburg definierte – gefällt mir gut: Heimat ist dort, wo der Bürger mitbestimmen, mitgestalten und mitentscheiden darf, will und kann. Heimat ist auch dort, wo ich vertrauensvoll dem Polizisten von nebenan begegnen kann.

  • Veronika

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    Ich entschuldige mich ja schon!

    Von einer Kooperation mit Hilfsdiensten ist mir bekannt, dass diese bei Unfällen o. Ä. gerufen werden. Regelmässig macht dies die Polizei. Ich würde dies gesetzlich verankern, dass bei Vergewaltigungsfällen etc. immer Hilfsdienste und mindestens eine unabhängige Person zugegen sein müssen. Dies dient auch dem Schutz der Polizistinnen und Polizisten. Von Polizisten (Männern) würde ich mich in einem solchen Fall sowieso gar nicht vernehmen lassen.

  • H. Müller

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    Das beschriebene Verhalten ist auf keinen Fall zu rechtfertigen.
    Nicht durch Übermüdung, nicht durch zu wenig Ausbildung, durch die vielen StudentInnen(?), oder ähnliches.
    Es ist einfach schäbig und menschenverachtend.
    Und leider kein Einzelfall.

    Ich weiß jetzt schon, wie die Dienstaufsichtsbeschwerde ausgehen wird: „…machte verwirrten Eindruck…zeigte sich nicht einsichtig…erfahrene Beamte…Zweifel an der Darstellung…Missverständnisse…“

    Wir brauchen eine Polizei mit Anstand, Respekt und Augenmaß.
    Das scheint leider momentan in Bayern utopisch.

  • frage

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    hier passen paar dinge nicht zusammen. zum einen: warum wurde sich nachdem die polizei informiert wurde der ort des geschehens verlassen? die geschädigte ist hier eine wichtige zeugin die den täter identifizieren kann. anscheinend hat die polizei das ganze sehr ernst genommen, sonst wäre die zeugin nicht abgeholt worden. gleichzeitig ist ja die fahnung gelaufen, darum wurde auch zum park gefahren. damit man später vor gericht verfahrensfehler ausschliessen kann, wird in solchen fällen sehr häufig ein alkoholtest gemacht. diesen nennt man in der umgangssprachen blasen. wer jetzt sofort in sexistischer weise denkt ist selber schuld. hätten es die beamten nicht gemacht und es wäre jemand gefasst worden und es kommt zur verhandlung, wird der richter die frage stellen ob die zeugin/geschädigte zum angegebenen zeitpunkt zurechnungsfähig war. auch der schlafentzug spielt eine wichtige rolle. wie lange soll man den kerl den laufen lassen? die fahnung muss sofort eingeleitet werden und es ist nicht zu belegen, dass er keine kleidung zum warmhalten dabei gehabt hat (oder eine decke). somit kann der täter also schon ein bisschen länger aushalten.

    hier wird über persönliche sachen diskutiert, wer hat wann was gesagt und ob es passend war oder nicht. das hat alles zeit gekostet und der täter hat schön zeit sich zu verziehen.

    im artikel wird auch nicht erwähnt (oder hab ich was überlesen) wie denn der alkoholtest ausgefallen ist? hat der schlafmangel die wahrnehmung beeinflusst? war die geschädigte durch den vorfall oder etwas anderem glaubwürdig?

    wir waren nicht dabei. aber gerade so ein einseitiger bericht mit vielen offenen fragen und der schürung von angst durch die polizei verhindert, dass viele zur polizei gehen. und man verlangt in dieser situation auch viel von den beamten: sie sollen den täter schnappen, müssen sich mit (verständlicherweise) aufgelösten geschädigten abgeben, müssen die aussagen doppelt und dreifach aufnehmen zur beweissicherung und müssen gleichzeitig eine fahnung einleiten.

    ich verteidige hier KEINEN beamten der mist baut!!! ich nehme das auch nicht in schutz. aber in diesem fall fehlen mir zu viele kleinigkeiten als das man dem artikel zu hundert prozent zustimmen könnte.

  • Stefan Aigner

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    Zwei Fragen kann ich beantworten:

    Es wurde kein Alkoholtest durchgeführt. Den hat die Frau verweigert. Das geht auch aus dem Schreiben ihres Rechtsanwalts hervor. Das war offenbar mit ein Grund dafür, dass sie mit auf die Wache musste.

    Die Frau konnte die Polizei nicht per Telefon, sondern erst per Funk durch den Busfahrer erreichen als der Bus schon unterwegs war. Deshalb war sie auch nicht mehr am Tatort.

  • frage

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    ok – dann darf man aber den beamten beim ersten punkt keinen vorwurf machen. die beweissicherung inkl. der zurechnungsfähigkeit zur bestimmung des wahrheitsgehalts muss gegeben sein. sonst kommt der täter später davon.

    das zweite klärt sich dann auch. würde wahrscheinlich auch eher den ort des geschehens verlassen und sicher mit dem busfahrer weiter fahren, als alleine am ort des geschehens zu bleiben (wobei ich nicht verstehe, warum der bus nicht stehen geblieben ist bis die streife vor ort ist, aber das ist eine andere sache).

    dennoch fehlt mir das ergebnis später auf der wache. wurde da der alkoholtest durchgeführt?

  • Stefan Aigner

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    Nein. Es gab (laut Auskunft der Betroffenen und ihres Rechtsanwalts) keinen Alkoholtest.

  • frage

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    dann verstehe ich das ganze aber noch weniger und es bleiben zweifel. das opfer müsste doch an der aufklärung interessiert sein und kann durch glaubwürdigkeit an der aufklärung aktiv mithelfen. eine verweigerungshaltung ist da nicht förderlich. es müsste doch in ihrem interesse sein, dass man den täter ermittelt oder etwa nicht? da gehts ja auch um viel geld. die therapiekosten müssten vom täter übernommen werden, schmerzensgeld etc. . da kommst schnell was zusammen. es bleibt den beamten also nur übrig, sich die sache immer und immer wieder erzählen zu lassen um festzustellen was tatsächlich passiert ist. das ist nicht unüblich bei einer verweigerungshaltung. auch ist sie in diesem falle zeuge und nicht beschuldigte. darum braucht man auch keinen anwalt. ausser es stimmt was nicht.

    leider gab es viele fälle bei denen die polizei getäuscht wurde oder versucht wurde, die polizei zu täuschen. in einem solchen fall wird eine grossfahnung eingeleitet, noch dazu wenn kurz vor schulbeginn um 8 uhr sowas passiert. evtl wird sogar ein hubschrauber mit wärmebildkamera angefordert. daher müssen sich die leute die das entscheiden, schon sicher sein. wie gesagt, es müsste eigentlich im interesse des opfers sein den täter zu fassen. daher verstehe ich eine verweigerungshaltung nicht.

    zum anwalt: dieser wird dafür bezahlt die rechte seiner mandanten durchzusetzen. er ist kein richter und will mit sicherheit nicht die wahrheit hören, sondern geht von den angaben des mandanten aus. darauf baut seine strategie, danach richtet sich das honorar. der anwalt glaubt seinem mandanten. daher ist das, was ein anwalt sagt nicht zwingend auch das, was später am gericht als urteil gesprochen wird. auch hat ein anwalt ein verschwiegenheitsrecht. nur der mandant kann ihn davon befreien und dann infos an die presse rausgeben. daher ist das die nächste sache die mich ein bisschen stört. irgendwas passt hier nicht zusammen.

  • frage

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    es kommt darauf an wie man beraten wird. bei einer dienstaufsichtsbeschwerde verdient ein anwalt wenn er denn eingeschaltet wird (es gibt dafür übrigends keine prozesskostenhilfe, d.h. man muss die kosten bei einer niederlage selbst tragen). grundsätzlich braucht man bei einer dab aber keinen anwalt. das kann man ohne weiteres selbst machen bei der staatsanwaltschaft.

  • Dubh

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    Richtig, da passt einiges nicht zusammen.
    Zuallererst dass Sie dann mal unser Rechtssystem schon mal grundsätzlich nicht verstanden haben.

    Einem Beschuldigten oder Angeklagten muss allerdings seine Schuld nachgewiesen werden.

    Das bedeutet aber nicht, dass ein Tatopfer von vornherein als unglaubwürdig zu gelten hat, und zuallererst – sogar vor jeglicher Befragung, also ohne jeden Anlass – seine Glaubwürdigkeit nachzuweisen hat, also selber zum Beschuldigten gemacht wird: Falsche Verdächtigung oder was auch immer.

    Auch das wäre im Falle eines Prozesses Gerichtssache und nicht die allererste Handlung der Polizei.

    Großfahndung samt Hubschrauber etc.bei einem Exhibitionisten, Sie haben Vorstellungen!

    Und selbstverständlich wurde kein Alkoholtest über Blutprobe durch einen Arzt vorgenommen.
    Dazu nämlich gab es KEINEN rechtlichen Anlass!
    siehe StPO §81 a und §81 c

    Die sind ja nicht blöd und sammeln Beweise gegen sich selbst, um dann doch ein wenig sehr unglaubwürdig zu wirken, wenn hinterher „verwirrte Frau, Missverständnisse etc.“ behauptet wird, und 0,0 Promille wie hier zu erwarten war, wäre dem ebenfalls nicht sonderlich dienlich.

    Wie nun ein Alkoholtest nach §81 c bei Frau Auer zur Beweissicherung von Täterspuren und somit zur Täterermittlung hätte führen sollen, das müssten Sie mir dann mal erklären, und Beschuldigte einer Tat §81 a war sie ja eigentlich schon gar nicht.

    Außer eben dass zwei Polizisten sie – welcher Tat eigentlich genau? Alkohol trinken ohne ein Fahrzeug zu führen, wäre meines Wissens nämlich immer noch KEIN Vergehen – verdächtigten ohne sie gesehen oder gesprochen zu haben.
    Wie also sollten sie mit ernsthaftem Anlass annehmen können die Frau wäre unzurechnungsfähig?

    Und was mir auch sehr gefällt an Ihrer Sicht der Dinge, die Frau muss auf jeden Fall am Tatort bleiben?!
    Da stünde sie dann heute noch möglicherweise, denn über Telefon erreichte sie die Polizei ja gar nicht.

    Alleine am Tatort bleiben ist sowieso ne prima Idee, vielleicht überlegt es sich der Täter ja noch und greift doch zu.
    Dann würde einer wie Sie sagen, ja was haut die nicht ab, wenn sie kann – die wollte das dann doch!

    Über die Zurechnungsfähigkeit mancher Leute kann man sich allerdings ernsthaft Gedanken machen, die allerdings lässt die Polizei nie mal eben so blasen!

  • Dubh

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    Gesetzlich verankern schützt dann vor „Missverständnissen etc“ wie H. Müller schreibt?

    Seit 1987 gibt es Beauftragte für Frauen und Kinder bei der bayerischen Polizei, und somit ausdrücklich eine Sensibilisierung aller BeamtInnen für das Thema – theoretisch.
    Frau kann auch auf weiblichen Beamten bestehen – vorausgesetzt, sie wird nicht vorsätzlich so behandelt wie Frau Auer.
    Die Verweigerung des Atemtests – womit zu rechnen war – welches Opfer ist nicht empört, wenn es zuallererst als Lügnerin hingestellt wird – wird zum Anlass genommen sie mit auf die Wache zu nehmen, hätte sie das verweigert, hätten wir mal locker einen Widerstand gegen die Staatsgewalt konstruiert – und schon ist sie auch rechtlich Beschuldigte – erstmal jedenfalls.
    Vielleicht hätte man den Widerstand auch mit körperlicher Gewalt brechen müssen…………….da hätte sie allerdings flugs selber vor Gericht stehen können.

    Die eigentliche Tat hat die Polizisten ja offensichtlich überhaupt nicht interessiert
    Warum also ließen sie das Ganze nicht völlig bis eine entsprechende Beamtin den Dienst antrat?
    Schnell gehen musste da schließlich gar nichts mehr.

  • corazondemelon

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    Sehr richtig Dubh,
    die „frage“ argumentiert so verquer, dass die Vermutung nahe liegt, dass „frage“ ein Kollege der Beamten im Einsatz ist. Mich erinnet die Art der Argumentation an das Auftreten einiger Forumsteilnehmer im Fall Eisenberg. Auch hier wurden endlose Argumentationsketten konstruiert, um das Verhalten der Regensburger Polizei zu verteidigen und das Opfer der Schießerei zu diffamieren. Schön wenn man dafür bezahlt wird, den ganzen Tag im Netz zu surfen. Errinnert mich übrigens auch an die sog. V- Männer in der aktuellen Naziterror Diskussion. Hauptsache tarnen und täuschen.

  • Dubh

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    Um dann mal Nägel mit Köpfen zu machen:

    Eine Anzeige wegen sexualisierter Gewalt muss NICHT unverzüglich erfolgen.

    Es empfiehlt sich somit sich eine Anzeige gut zu überlegen, und sich nicht ohne vorherige Beratung und Beistand an die Polizei zu wenden, zumal in Regensburg, wo offensichtlich solche Behandlung nicht auszuschließen ist.

    Beratung und Beistand leistet anonym und kostenfrei z. B. der

    Frauennotruf
    Alte Manggasse 1
    93047 Regensburg

    Telefon 0941 / 24171

    http://www.frauennotruf-regensburg.de/Thematisches/vergewaltigung.html

  • frage

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    na na na dubh und corazondemelon, ist es nicht mehr erlaubt etwas zu hinterfragen? und nein, ich bin kein kollege, beamte oder habe sonst was mit staatsanwalt, polizei oder einer anderen behörde zu tun. ich glaube nur nicht alles blind was irgendwo im netz geschrieben wird. noch dazu, wenn keinerlei kommentar von der gegenseite zu lesen ist. ich habe oben auch geschrieben, dass ich wahrscheinlich auch so handeln würde und im bus bleiben würde. allerdings würde ich auch hoffen, das man den täter erwischt (was im letzten absatz geschrieben wurde). es bleibt aber wiederum offen, ob der täter anhand des opfers oder aus einem anderen grund gefasst wurde.

    sie dubh, müssen auch genau lesen: ich habe geschrieben, wie die fahndung abläuft hängt vom einsatzbefehl ab. es muss entschieden werden welche massnahmen zu treffen sind. da kann (muss aber nicht) auch ein hubschrauber oder z.b. auch eine hundestaffel eingesetzt werden. je nachdem wie der beamte entscheidet bzw. was das opfer angibt oder eben nicht angibt.

    sie können versuchen mich hundertmal zu beleidigen und seitenlange romane schreiben mit null diskutierbarem inhalt. ich werde meine fragen, soweit sie nicht beantwortet sind, nicht zurück ziehen. gegenfrage: gehören sie zum team des anwalts (der ja an der sache schön verdient – EGAL wie es ausgeht) oder gehören sie zum näheren umfeld des opfers und wissen sie mehr als wir alle? dann lassen sie uns teilhaben am wissen. auf hörensagen gebe ich allerdings nichts.

  • frage

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    @dubh – ich hab mir grad mal die mühe gemacht und die StPO §81 a und §81 c nachgelesen. sie verstehen schon was da drin steht oder?

  • Edeumseck

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    @frage

    Sie mögen kein Beamter, Kollege oder Staatsanwalt sein, vielleicht sind Sie nicht mal ein Troll, jedenfalls fangen Sie langsam an tierisch zu langweilen mit Ihrer penetranten Art. Wieso sollte man mit jemandem diskutieren, der sowieso immer das letzte Wort haben muss?
    Und diese Art der rechthaberischen Bedürfnisbefriedigung halten Sie dann wohl für objektiv. Sie sind ja schlimmer als Datko, Veits & co.

  • frage

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    @edeumseck

    man kann es auf zwei arten angehen: grundsätzlich alles glauben was einem vorgesetzt wird, oder sich tatsächlich für ein thema interessieren, informationen sammeln und sich dann ein urteil bilden. bis jetzt habe ich mich noch nicht entschieden, da mir die ausführungen zu viele lücken enthalten. nicht mehr, aber auch nicht weniger.

  • Hubert R.

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    Dass die Herren Polizeibeamten in ihrer Ausführenden Tätigkeit dieses Unrechtssystem schützen und Verteidigen, das steht ausser Frage. Leider sind diese sog. Autoritäten, bei denen der Bildungsstand wohl zu nichts besserem gereicht hat, oftmals nicht in der Lage Situationen richtig einzuschätzen und daraus folgend richtig zu handeln. Ob es wie in diesem Fall um eine Frau geht, die aus der Opferrolle in die Täterrolle gepresst werden sollte, und zwar auf eine Weise wie es in solchen sexistischen Vereinen üblich zu sein scheint, oder ob man einen Studenten mit 12 Schüssen kaltblütig und ohne jegliche Reue ERMORDET, oder ob auf einer Demonstration gegen Neonazis völlig Willkürlich Antifaschisten verprügelt und verhaftet werden.
    Auch wenn ganz Deutschland nach Fukushima den Atomausstig fordert…das Volk wird niedergeprügelt von der Polizei…nächstes Stichwort Stuttgart 21…was haben wir da alles darüber gelesen. Kindern werden von Beamten die Zähne eingeschlagen, Frauen werden auf eine übelst sexistische Art und Weise behandelt…Seit neustem wird bekannt dass der Verfassungsschutz Neonazis unterstützt hervorbringt bewaffnet was weiss ich noch alles…
    Also wo leben wir hier? Wer will hier bitte irgendetwas rechtfertigen…?Wer nimmt diese ganze Scheisse auf seine Kappe? Nicht dem Volke wird hier gedient, sondern den Reichen und den Faschisten, wobei der Unterschied ja wohl sehr unwesentlich ist. Die Demokratie muss im Flug gefangen werden…
    Wo bleibt der nötige Respekt gegenüber anderen Menschen…?Den muss man wohl ablegen bevor man in die Uniform schlüpft….
    LG Hubert

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