SOZIALES SCHAUFENSTER

Polizisten beleidigt und Widerstand geleistet

Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen

 

Polizisten beleidigt und Widerstand geleistet

 

Regensburg – Am späten Dienstagabend (7. Juli) hat ein 21-jähriger Deutscher mehrfach die Feststellung seiner Personalien verweigert, den kontrollierenden Bundespolizisten beleidigt und Widerstand geleistet. Da die Person einen verwirrten Eindruck machte, wurde ein Arzt hinzugezogen, der schließlich die Einlieferung in das Bezirksklinikum Regensburg veranlasste.

Etwa um halb zehn Uhr abends erhielt die Wache am Bundespolizeirevier Regensburg Hauptbahnhof die Mitteilung, dass sich eine torkelnde Person auf dem Bahnsteig 3 aufhält und droht in die Gleise zu stürzen.

Eine Streife der Bundespolizei in Begleitung zweier Mitarbeiter der DB Sicherheit traf dort auf eine Person mit unsicherem Gang, die zudem einen verwirrten Eindruck machte. Die Aufforderung, sich auszuweisen ignorierte der junge Mann mehrfach. Stattdessen ging er einfach weiter und schlug mit dem Ellenbogen nach dem Beamten, als dieser versuchte ihn anzuhalten. Schließlich brachte der Beamte den renitenten Mann zu Boden. Dabei beleidigte und bedrohte dieser den Beamten, schlug und trat um sich, so dass er schließlich gefesselt werden musste. Zur Durchsetzung der Personalienfeststellung brachten der Bundespolizist und die Mitarbeiter der DB Sicherheit den aggressiven jungen Mann zur Dienststelle. Dabei versuchte er noch den Polizisten anzuspucken. Bei der Überprüfung auf der Wache stellte sich heraus, dass es sich bei dem Mann um einen 21-Jährigen aus dem Landkreis Kelheim handelt, der derzeit ohne festen Wohnsitz ist und bei dem wegen eines anderen Verfahrens der aktuelle Aufenthalt ermittelt wird. Ein wegen des verwirrten Zustandes hinzugezogener Arzt veranlasste wegen Eigengefährdung die Einlieferung in das Bezirksklinikum Regensburg.

Den renitenten Mann erwartet jetzt eine Strafanzeige wegen Beleidigung, Bedrohung, versuchter Körperverletzung sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Weil gegen ihn bereits ein aktuelles Hausverbot der DG AG bestand, wird zudem wegen Hausfriedensbruch ermittelt.

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Kommentare (6)

  • erich

    |

    kann so gewesen sein, kann aber auch ganz anders gewesen sein, zumindest für mich ist jede Mitteilung einer Behörde erstmal erstunken und erlogen, meistens gibt es mehrere Versionen und verbreitet wird in den meisten Fällen die dem Zeitgeist der Politik gefällige.
    Übrigens was gibt es Neues bei diesen Ereignissen?
    Köln: Andreas M.: Er bleibt für immer ein Pflegefall
    Bad Kötzting: „Knochensplitter und Idylle“

  • erich

    |

    kürzlich war zu lesen:
    Sozialverbände beklagen, dass gerade viele junge Menschen wegen Sanktionen gar nicht mehr im Jobcenter vorstellig werden und sich stattdessen auf eigene Faust durchschlagen – notfalls kriminell. Rund 20 000 junge Menschen sollen nach Schätzungen aus der Betreuung von Jobcenter oder Jugendamt herausgefallen sein.

    lesen sie auch:
    Straßenobdachlosigkeit nimmt zu
    Auch die Zahl der Menschen, die ohne jede Unterkunft auf der Straße leben, stieg von ca. 22.000 in 2010 auf ca. 24.000 in 2012 – eine erneute Steigerung um ca. 10 %!
    http://www.bagw.de/de/themen/zahl_der_wohnungslosen/

  • Franz Mahler

    |

    Da bin ich jetzt wirklich froh, dass es ein “Deutscher” war und kein Ausländer, obwohl einige Damen und Herren vermutlich genau aus diesem Grund enttäuscht sein werden. Aber ein richtiger Deutscher macht doch so was nicht. Ein richtiger deutscher Untertan kuscht und bückt sich, wenn die Staatsgewalt in Uniform erscheint und Anweisungen erteilt, was er zu tun und zu lassen hat.

    MfG
    Franz

  • erik

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    “Den renitenten Mann erwartet jetzt eine Strafanzeige wegen Beleidigung, Bedrohung, versuchter Körperverletzung sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.”

    Was sich der Wasserkopf alles ausgedacht hat, um den Bürger einzuschüchtern und ihn in seine Schranken als der Obrigkeit ausgelieferten Untertanen zu verweisen. Da zeigt sich wiedermal:

    “Das Gesetz ist das Eigenthum einer unbedeutenden Klasse von Vornehmen und Gelehrten, die sich durch ihr eignes Machwerk die Herrschaft zuspricht. Diese Gerechtigkeit ist nur ein Mittel, euch in Ordnung zu halten, damit man euch bequemer schinde; sie spricht nach Gesetzen, die ihr nicht versteht, nach Grundsätzen, von denen ihr nichts wißt, Urtheile, von denen ihr nichts begreift.”
    zitat Georg Büchner

  • menschenskind

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    Ordnung, Disziplin, Pünktlichkeit, Konformität im Verhalten wie im Dafürhalten, hundertprozentige Berechenbarkeit, gehöriger Respekt vor Obrigkeit und Exekutivorganen, eine streng gegliederte Hierarchie in nahezu allen Lebensbereichen und natürlich Fleiß, sind die “Erfolgsrezepte” unserer Gesellschaft.
    Wehe dem, der sich diesem System nicht unterwerfen mag.

    Es lohnt sich, sich öfters mit Unangepassten, wie etwa Nichtsesshaften, zu unterhalten. Sie bringen eine(n) zur Einsicht, dass es durchaus auch anders geht.
    Ein Beispiel aus Ndb.: Job weg, Schulden, Alkohol, Frau weg, Wohnung weg, Leben auf der Straße, einziger Besitz: ein altes Fahrrad, Übernachten in den weitläufigen Räumlichkeiten eines teilweise nicht mehr genutzten Klosters, Gelegenheitsjobs wie Gartenarbeiten in den wärmeren Jahreszeiten, daneben Flaschensammeln (man bekommt an einem Tag soviel Pfand zusammen, dass es für ein Mittagessen reicht), ab Spätherbst in den Knast, weil man sich absichtlich für ein kleines Vergehen hat schnappen lassen, dort bis Frühjahr, dann weiter wie oben. Ob man mit so einem Leben zufrieden ist oder Änderung will? – Ja und nein. – “Das Leben auf der Straße hat seine Vorteile – man muss sich nicht mehr unterordnen, anpassen, seine Seele verkaufen…”

  • menschenskind

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    Mit bayerischen Polizisten war für Unangepasste noch nie gut Kirschen essen.

    Gut erinnere ich mich an Feldstudien, die wir mit betagten Sinti in den 1980er und 1990er Jahren durchführten. Immer wieder berichteten diese, dass damals, als man noch unterwegs war, sechzig Jahre davor, man immer froh war, die Grenzen Bayerns bald hinter sich zu lassen. Nirgendwo sonst im Reich, so mehrfache Aussagen, wurde man von Exekutivorganen, gleichsam wie von Bluthunden, gehetzt, wie in Bayern.
    Woanders, in Berlin oder in der Pfalz etwa, wurde man, falls überhaupt, bis an die Stadtgrenzen verfolgt, dann gaben die staatlichen Häscher auf und machten erst mal Brotzeit.
    Nicht so die bayerischen Ordnungshüter.
    Die gaben sogar ihre Freizeit drauf, bzw. suchten sogar nächtens jedes Abflussrohr ab, um einen Kleinstkriminellen “zur Strecke zu bringen”. Nicht selten wurde der Gesuchte auch noch erschlagen und an Ort und Stelle verschart. Keiner zog jene Beamte je zur Verantwortung. So mancher “Zigeunerjunge” verschwand in Bayern auf diese wenig romantische Weise und hinterließ eine um ihn weinende Großfamilie, die rasch weiter zog.

    Unser schönes Bayern.

    Zigeunerjunge:

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