Journalistentag in Regensburg

Pressefreiheit zwischen Bayern und dem Bosporus

Welche Verantwortung haben Journalisten? Wie ist es um die Zukunft dieses Berufsstandes bestellt? Welchen Wert hat die Pressefreiheit und welchen Gefahren ist sie ausgesetzt? Eindrücke vom Journalistentag des BJV am Wochenende in Regensburg.

Geknebelt durch die Regensburger Altstadt: Schweigemarsch für Pressefreiheit am Samstag. Fotos: as

Geknebelt durch die Regensburger Altstadt: Schweigemarsch für Pressefreiheit am Samstag. Fotos: as

„Politiker brauchen Macht, aber Macht braucht Kontrolle. Sonst korrumpiert sie. Deshalb bin ich ein großer Verfechter der Machtkontrolle. Sie führt zu einer besseren Qualität der Politik. Man strengt sich mehr an, wenn man die Öffentlichkeit immer mitdenken muss.“

Es ist Horst Seehofer, der sich da am Freitagabend so vor Lob überschlägt. Wenn nämlich ein, so Seehofer, „altehrwürdiger Verband“ wie der BJV 70 wird, dann darf man als Ministerpräsident, der sich in der Vergangenheit selbst in die Nähe des „Lügenpresse“-Gebrülls begeben hat, schon mal milde werden. Da darf ein Ministerpräsident zu seiner Verteidigung auch mal anbringen, dass die Pressefreiheit nicht gefährdet sei durch Politiker, die mal etwas kritisieren. Da darf er darauf hinweisen, dass es vor allem zwei wahre Gefahren dieser Pressefreiheit gibt: „die radikalen Gegner der Demokratie und die Gleichgültigkeit“.

Kritisch-herzliches Beäugen: die beiden Festredner Horst Seehofer und Heribert Prantl.

Kritisch-herzliches Beäugen: die beiden Festredner Horst Seehofer und Heribert Prantl.

Ja, die Pressefreiheit. Was ist sie denn eigentlich wert? Wer sind denn nun ihre Feinde und wodurch ist sie gefährdet? Darüber wird viel geredet beim Journalistentag, der an zwei Tagen in Regensburg abgehalten wird.

„Pressefreiheit praktizieren statt darüber reden“

Ist nicht vor allem die eigene Larmoyanz und das Untergangsgejammer der Medien die größte Gefahr, wie es Festredner Heribert Prantl formuliert? Ist es die „Hektik der Live-Tickerei“ bei konkurrierenden Online-Medien, Geschwindigkeitswahn und der davon produzierte „Erregungsstrudel, der immer heftiger saugt“? Journalist sei nicht umsonst „der einzige Beruf, für den es ein eigenes Grundrecht gibt“, so Prantl. Doch der Artikel 5 Grundgesetz sei „nicht ein Grundrecht zur bequemen Berufsausübung“. 

„Es verpflichtet zur Sachkunde, die sich mit Souveränität. Ausdauer, Neugierde, Sorgfalt und Aufklärungsinteresse paart.“

Prantl erinnert daran, dass der Wert der Pressefreiheit nicht so sehr davon abhängt, „ob Politiker diesen Wert immerzu schätzen“, sondern davon, ob Journalisten ein Bewusstsein von ihrer Aufgabe als „Demokratiearbeiter“ haben. Entsprechend sollten „Journalisten, Verleger und sonstige Printmedienleute nicht so viel von Pressefreiheit reden, sondern sie einfach praktizieren“, denn:

„Das beste Rezept für eine gute Zukunft des Journalismus ist Leidenschaft“.

Journalismus: Nur noch äußere Form statt gesellschaftspolitische Funktion? 

Doch wie ist es bestellt um diese Zukunft des Journalismus? Um diese Leidenschaft? Dieser Frage geht am Samstag, dem Tag nach den Feierlichkeiten und wohlklingenden Worten, der Würzburger Medienwissenschaftler Professor Lutz Frühbrodt in seinem Impulsreferat nach. Der Journalismus werde überleben, so Frühbrodt. Aber auch der Journalist in seiner ursprünglichen Rolle? Frühbrodt hat selbst einen klaren Standpunkt, der angesichts der zunehmenden Durchökonomisierung der Medienbranche nicht jedem schmeckt oder gar als weltfremd erscheinen mag:

„Ich bin ein Anhänger des bewährten Modells der öffentlichen Meinungsbildung – des Modells, bei dem unabhängige Journalisten mit Fairness über das öffentliche Geschehen berichten und bei dem sie Missstände aufdecken und kritisieren. Ich rede auch von dem Modell, in dem den Medienhäusern ihre gesellschaftliche Rolle als so genannte vierte Gewalt mindestens genauso wichtig ist wie die Rendite, die sie erzielen.“

Doch dieses Modell, das sich für das Gemeinwohl bewährt habe, werde zunehmend brüchig, so Frühbrodt. Durch wirtschaftliche Zwänge, die Journalisten in andere Bereiche abwandern lassen, durch eine „Invasion des Unternehmensjournalismus“, durch eigene Redaktionsabteilungen für Content Marketing und „Native Advertising“, wie etwa bei Springer, und durch die Entwicklung von klassischen Medienhäusern hin zu „normalen“ Unternehmen mit Vermarktungsabsichten völlig abseits des Journalismus drohe eine Umdeutung des Berufsbildes.

Befürchtet eine Umdeutung des Berufsbilds Journalist: Lutz Frühbrodt. Foto: Silvio Wyszengrad/ BJV

Befürchtet eine Umdeutung des Berufsbilds Journalist: Lutz Frühbrodt. Foto: Silvio Wyszengrad/ BJV

„Die neue Lesart der Unternehmen und ihrer Ex-Journalisten-Content-Marketer lautet: Das Handwerk des Journalismus, seine äußere Form bestimmen seine Definition – und nicht wie bisher seine gesellschaftspolitische Funktion und sein konstituierender Status, nämlich die Unabhängigkeit.“

Mitgliederschwund, Sponsoring, Content Marketing…

Schade, dass sich keinerlei Diskussion an die durchaus bemerkenswerten und provokanten Thesen von Professor Frühbrodt anschließt. Bei der anschließenden Mitgliederversammlung des BJV werden nämlich durchaus Probleme offenbar, die mit dieser Umdeutung des Journalisten-Berufs in Zusammenhang stehen: 

Mitgliederschwund, insbesondere auch, weil immer mehr Journalisten den Beruf wechseln. Kontroverse Diskussionen darüber, ob das Sponsoring von Profi-Fußball durch Medienhäuser mit dem Selbstverständnis eines unabhängigen Journalismus vereinbar ist.

Ebenso entspinnt sich eine aufschlussreiche Diskussion darüber, dass der Deutsche Journalistenverband verstärkt über das Phänomen des „Content Marketing“ – versteckte Werbung durch professionelle (Ex-)Journalisten – informieren solle. Hatte der DJV doch in der Vergangenheit noch entsprechende Kurse angeboten, in denen man seine Professionalität in Sachen Content Marketing verbessern konnte.

Ohnehin scheut man, sicher auch angesichts sinkender Mitgliederzahlen, die Diskussion darüber, ob PR-Leute, Presssprecher und „Marketing-Fuzzies“ (Frühbrodt) in einem Journalistenverband denn wirklich etwas verloren haben. Darüber kann auch die Verabschiedung der beiden Anträge mit großer Mehrheit nicht hinwegtäuschen.

„Die Pressefreiheit muss am Balaton und am Bosporus verteidigt werden.“

Sehr konkrete Bedrohungen für die Pressefreiheit, die obige Diskussionen in den Bereich von Luxusproblemen verbannen und Prantls Forderung nach verantwortungsvollen Journalismus mit Leidenschaft umso mehr unterstreichen, kommen schließlich am Samstagnachmittag mit einem Schweigemarsch für jene Pressefreiheit aufs Tapet. Diese müsse „am Balaton und am Bosporus verteidigt werden“, so der stellvertretende DJV-Vorsitzende Wolfgang Grebenhof. „Orban und Erdogan liefern die Blaupausen für eine Gesellschaft ohne Machtkontrolle.“

Auch OB Wolbergs (li. neben BJV-Vorsitzendem Busch) beteiligte sich am Schweigemarsch.

Auch OB Wolbergs (li. neben BJV-Vorsitzendem Busch) beteiligte sich am Schweigemarsch.

Eine zentrale Forderung der rund 80 Teilnehmer, die teils mit Knebeln durch die Altstadt ziehen, ist denn auch ein Freispruch für die Journalisten Can Dündar und Erdem Gül. Die beiden stehen in der Türkei wegen des angeblichen Verrats von Staatsgeheimnissen vor Gericht, weil sie Waffenlieferungen des türkischen Geheimdienstes an islamistische Rebellen öffentlich gemacht haben. Ihnen drohen bis zu 30 Jahre Gefängnis.

Vor dem Domplatz verlesen der BJV-Vorsitzende Michael Busch und seine Stellvertreterinnen Daniela Albrecht und Hilde Stadler die Namen von 64 Kolleginnen und Kollegen, die in den letzten zwölf Monaten bei ihrer journalistischen Arbeit ihr Leben verloren haben. Auch Oberbürgermeister Joachim Wolbergs beteiligt sich an der Demonstration. Ohne Pressefreiheit sei alles nichts, so der OB. „Es ist beängstigend, dass kein Ruck durch das Land geht, wenn seit Monaten von Lügenpresse die Rede ist.“

Einstimmige Resolution: Haustarif bei der Mittelbayerischen

Bleibt noch zu erwähnen, dass einstimmig eine Resolution gegen die Verlagsleitung der Mittelbayerischen Zeitung verabschiedet wurde. Diese solle wieder an den Verhandlungstisch mit den Gewerkschaften – BJV und ver.di – zurückkehren, um einen Haustarif zu vereinbaren. Bereits seit mehreren Jahren ist die MZ ohne Tarifbindung. Einstellungen laufen fast ausschließlich über eine neue Tochtergesellschaft. Im Dezember 2015 hatte der Verhandlungsführer, Rechtsanwalt Johannes Weberling, der derzeit auch in Zusammenhang mit den Entlassungen im Druckzentrum eher unrühmliche Schlagzeilen macht, das Scheitern der Haustarifverhandlungen erklärt.

Einstimmig verabschiedet: Resolution pro Haustarif im Verlagshaus der Mittelbayerischen Zeitung.

Einstimmig verabschiedet: Resolution pro Haustarif im Verlagshaus der Mittelbayerischen Zeitung.

Verleger Peter Esser betreibe eine „Lohnpolitik nach Gutsherrenart“, so der stellvertretende DJV-Vorsitzende Grebenhof, als er für die Resolution wirbt. Der DJV wolle Belegschaft und Betriebsrat den Rücken stärken. Dieser Betriebsrat, das sei angemerkt, steht allerdings etwas hilflos da, so lange sich die beiden zuständigen Gewerkschaften BJV und ver.di nicht auf eine gemeinsame Verhandlungslinie einigen können.

Dass über solche Tarifauseinandersetzungen – nicht nur bei der Mittelbayerischen Zeitung, sondern auch in anderen Medienhäusern – so gut wie gar nicht berichtet wird, mag auch Beleg dafür sein, welchen Einschränkungen die Pressefreiheit unterworfen ist.

Tweets vom Journalistentag

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (8)

  • frage

    |

    was ist pressefreiheit? was ist meinungsfreiheit? was ist lügenpresse?

    ich beziehe mich jetzt nur auf das internet, nicht auf printmedien. da würden meine gedanken nicht passen.

    ich bin der meinung, dass es in deutschland nach wie vor jede menge gute journalisten gibt. es gibt natürlich auch eine menge schlechter. wird sich in der masse nie verhindern lassen. jeder bedient sein klientel.

    und hier geht es dann los: meiner meinung nach ist der heutige leser ist das problem! nicht der journalist! wenn einer nur im internet sucht um seine eigene meinung zu rechtfertigen, findet er in der heutigen zeit unmengen an informationen. liest er nicht quer, informiert er sich nicht auch an anderer stelle, dann wird er unmündig. und dann kommt sowas raus wie der begriff lügenpresse. die meisten lesen doch heute nur noch die (reisserischen) überschriften. einen text zu lesen ist eine zu grosse anstrengung (mal davon abgesehen, dass viele die texte gar nicht mehr verstehen).

    der mündige bürger schreibt nicht im internet, er liest. und er handelt. der unmündige bürger kotzt sich aus, fordert, dass andere etwas machen sollen (handelt also nicht) und springt zum nächsten thema. es ist ein phänomen der heutigen zeit. muss man also die „lügenpresse-schreiern“ zu hören? muss man diese ernst nehmen? ist es die masse? sind 70 demonstranten weniger hörenswert wie 20000 pegida besucher?

    ist daran der journalist, der blogger oder der politiker schuld?

    das problem ist der leser. er möchte nicht mehr denken… er will geleitet und in seiner meinung bestätigt werden.

    und hier wird es dann interessant: die pressefreiheit steht er meinungsfreiheit gegenüber. das gleichgewicht der diskussion ist aus den fugen geraten. es radikalisiert sich die konversation. jeder verharrt auf seinem standpunkt. das geht los in der kleinen facebook diskussion und endet in der grossen politik.

    früher hies es: der ton macht die musik! die töne sind heute lauter – aber es kommt keine musik mehr raus. auf beiden seiten.

    ich habe aber keine ahnung, wie sich das problem lösen lässt ohne entweder das eine (pressefreiheit) oder das andere (meinungsfreiheit) zu massregeln.

  • Stefan Aigner

    |

    @frage

    Das mit dem Leser wird ein Stück weit im Impulsreferat von Lutz Frühbrodt angerissen:

    “ In zwei Jahren wird „1968“, der Ausgangspunkt der „Fundamentalliberalisierung“ (Jürgen Habermas) der bundesdeutschen Gesellschaft, 50 Jahre alt. Und man reibt sich schon die Augen: Das wache, kritische Bewusstsein, das die 68er gepredigt haben (auch an den Schulen und
    Hochschulen), ist bei vielen Bürgern mutiert – entweder zu einer hedonistischen Anpassung an die Verhältnisse oder zu einer dumpfpopulistischen Ablehnung all dessen, was vom vermeintlichen Establishment kommt.

    Mitverursacht wurde diese Mutation durch den medialen Wandel: durch entpolitisierte Dauerunterhaltung, durch auf Polit-Parolen reduzierte Talkshows, durch den gezielten Missbrauch sozialer Medien, Stichwort Pegida & Co.

    Gerade in der Bildungspolitik muss meines Erachtens nach viel, viel stärker gegengehalten werden. Die Förderung der MINT-Fächer in allen Ehren, zumal ja auch Journalisten technisch immer versierter werden müssen. Doch darüber gilt es, die Entwicklung des kritischen und wohl reflektierten Bewusstseins zu fördern. Dazu gehört auch, die Relevanz der vierten Gewalt und eines unabhängigen Journalismus noch viel deutlicher zu betonen.“

    Das wäre aber generell mal einen abendfüllenderen Beitrag wert.

  • frage

    |

    hallo herr aigner,

    danke für das lesefutter!

  • erich

    |

    solange die Bevölkerung mit manipulierten und schön gerechneten Statistiken oder Nichtberichterstattung, wie zur Eurorettung, Bankenrettung, Vernichtung von Staatsvermögen bzw. Volksvermögen siehe z.B. BayernLB und andere, Vermögensverteilung, Arbeitslosenzahlen, Verarmung und Verelendung ganzer Landstriche und Bevölkerungsgruppen usw., nach Strich und Faden im Sinne der Politiker verarscht und belogen wird, kann man in diesem Land wohl kaum Pressefreiheit sprechen.

  • Regensburger

    |

    Man spricht über die Pressefreiheit und eine objektive Berichterstattung. Sehr oft werden aber subjektive Kommentare mancher Journalisten die durch „ihre“ politische Zugehörigkeit beeinflusst sind, als objektive Berichterstattung an die Leser weitergegeben. Auch in der „Regensburger Presse“ werden sehr oft manipuliert, was aber gegen die „Pressefreiheit “ spricht. Die Presse macht auch die „Politik“ und stark beeinflusst die politische Meinung der Bürger. So hält sich jede Regierung „seine“ Pressefreiheit.

  • Tobias

    |

    @Frage:

    Allerdings kann der Begriff „Lügen-“ oder „Pinocchio-Presse“ gerade beim Querlesen entstehen, wenn man dahintersteigt, dass gewisse Dinge nicht der Wahrheit entsprechen*. Das, was sie meinen, heißt übrigens „Filterblase“. Und die sozialen Medien helfen dabei sogar unbewusst, da die immer feinere Sortierung der Big-Data-Maschinerie mehr oder weniger jedem ein Profil zuweisen kann. Google ich etwa gewisse Begriffe, kriege ich direkt Straßennamen in Regensburg – obwohl mein ISP in Kempten ist und Ortungsdienste aus. Grund steht ganz unten: „Ort: Regensburg. Aus Ihrem Suchverlauf“.

    *Etwa mit den Zeitungsberichten über PEGIDA und Dresden. Dort soll PEGIDA dafür verantwortlich sein, dass weniger Übernachtungen gebucht werden und es wurde so hingestellt, dass es Touristen sind. In Wahrheit nahmen die Auslandsbuchungen trotz der Ausländerfeinde sogar um ein paar Prozent zu! Es waren lediglich innerdeutsche Buchungen. Das habe ich durch querlesen herausgefunden und es als typische Lügenpr.. Nein, ich werde das Wort nicht nutzen :-)

  • frage

    |

    hallo tobias, ist auch richtig was sie schreiben. das ist ja genau das, was ich meinte: je nachdem wie man sucht (und auch teilweise was man glauben möchte) bekommt man auf sich zugeschnittene ergebnisse. ihren vergleich mit pegida und dresden habe ich zum test mal gegoogelt. das dritte ergebnis (schlagwörter dresden, übernachtungszahlen) lieferte mir genau ihr ergebnis ( http://www.dnn.de/Mitteldeutschland/News/Dresden-Virus-macht-saechsischen-Tourismus-krank ). das neunte ergebnis stellte die sache allerdings ein wenig anders dar. im kern zwar gleich, aber es verneinte den bezug zu pegida ( http://afd-fraktion-sachsen.de/presse/pressemitteilungen/rueckgang-der-uebernachtungszahlen-in-dresden-fuer-2015-durch-agitation-gegen-demonstranten.html ).

    je nachdem was für eine weltanschauung man hat (und was man lieber glauben möchte) gibt es also für den benutzer eine auslegung der zahlen.

    jetzt liegt es am benutzer was er glauben möchte. geht man den einfachen weg oder den etwas beschwerlichen und sieht sich beispielsweise nur die reinen zahlen an und schlussfolgert man dann selbst. sie haben ebenfalls vollkommen recht: google analysiert nicht ganz wertfrei. google will dem user das für ihn beste ergebnis anzeigen. das ist der algorithmus und die idee hinter der datensammelwut. nach anaylse meines surfverhalten bekomme ich die ergebnisse möglicherweise in einer anderen reihenfolge, da google denkt (im übertragenen sinne), dass die auflistung eher meinen bedürfnissen entspricht.

    man könnte jetzt also darüber diskutieren, ob es nicht mittlerweile eine fünfte gewalt gibt: die suchmaschine!

    interessanter ansatz!

  • Roland Hornung

    |

    Die fünfte Gewalt – die Suchmaschine – macht mir auch etwas Sorgen!

    Generell gibt es ja kaum noch wirklich seriöse Recherche-Journalisten…. denn den riesigen Zeitaufwand dafür bekommt man kaum honoriert. Vor allem im Bereich „Nahost“ ist ja grausam falsch und extremst oberflächlich, was man lesen muss. Jeder schreibt von jedem den gleichen Quatsch ab, und man ärgert sich sehr, wenn man Bescheid weiß (ich lebte ja lange in Jerusalem) und dumben Unsinn lesen muss :-(

Kommentare sind deaktiviert