Reaktionen unserer Leser

Aktion für ein paar Wählerstimmen Die Plakataktion des Stadtratskandidaten Christian Janele gegen eine Sallerner Regenbrücke sorgt für Widerspruch von Christoph Gailer. Er engagiert sich im Bürgerforum Sallern für eine Regenbrücke. Auf dem Plakat skandiert Herr Janele in großen Lettern, dass er gegen eine Brücke in Sallern sei. Komisch nur, dass er seine Plakate dann in Wohngebiete gestellt hat, die durch die geplante Brücke vom unerträglichen Durchgangsverkehr entlastet würden. Ein anderes steht gar in der Konradsiedlung, wo die Anwohner auf den ersehnten Lärmschutz zur Bahnlinie warten, wohl wissend, dass mit einer Einhausung der geplanten Osttangente die Lärmbelastung durch die Schienestrecke weiter bestehen wird. Wahrscheinlich hat sich Herr Janele in Aussicht auf die paar zusätzlichen Wählerstimmen der Bürgerinitiativen zu solch einer Aktion hinreißen lassen. Von langer Hand geplant können die Plakate ja nicht sein, verweisen sie doch auf die sogenannte „Alternative“, nämlich einen besseren ÖPNV im Stadtnorden. Hätten sich die Grünen hier genauer informiert, wüssten sie, dass der RVV wohl auf den Baubeginn wartet und schon in den Startlöchern steht, Lappersdorf über die Sallerner Regenbrücke mit neuen Buslinien an die Innenstadt anzubinden. Dies würde dann auch die bisherigen Linien (z.B. Linie 13) entlasten und somit auch zu einer geringeren Belastung der Steinernen Brücke führen, was man ja aus Sichte der Grünen auch wieder erreichen möchte. Also erleben wir hier wieder einmal weiteres Beispiel für unbedachtes Feilschen um Wählerstimmen, ohne die wirtschaftlichen und sozialen Aspekte der Stadt Regensburg, besonders in ihrem Norden, zu bedenken. Christoph Gailer, Regensburg

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Kommentare (2)

  • Werner Mayer, BI LOS

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    Herr Gailer ist für den Bau einer Sallerner Regenbrücke, das ist sein gutes Recht. Bei seinem Leserbrief hat er aber leider die Information vergessen, dass er ein Vertreter der Interessen von Immobilienbesitzern in und um die Amberger Straße namens Bürgerforum Sallern ist und damit die Verkörperung des St. Floriansprinzips. Es geht ihm ausschließlich um die maximale Entlastung der Amberger Straße, die massiven negativen Auswirkungen und Belastungen woanders sind egal. Dass eine Umfahrung des Stadtnordens statt einer Durchquerung eine beträchtliche Entlastung vom Durchgangsverkehr bedeutet, wird einfach ignoriert.
    Hätte sich Herr Gailer besser informiert, wüsste er auch, dass die Bahnstrecke entlang der Konradssiedlung bereits in den Lärmkataster der Bundesbahn aufgenommen ist, da ein Lärmschutz Sache der Bundesbahn und nicht der Stadt Regensburg ist.
    Auch wir erleben hier also wieder einmal ein unbedachtes Argumentieren, ohne die negativen Folgen für Tausende von Anwohnern zu bedenken.

  • reinhold breuer

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    +++WAHLMÄRCHEN+++
    Bitte nicht stecken bleiben „in den Startlöchern“, lieber RVV! Zumal nicht vor der Kommunalwahl!
    Sondern veröffentlichen Sie jetzt die von Herrn Christoph Gailer verkündeten Pläne neuer Buslinien zur Anbindung Lappersdorfs an die Innenstadt über die Sallerner Brücke. Herr Gailer kritisierte ja, Politiker müssten die Pläne schon kennen.

    Im Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau der Nordgaustraße stand noch das Gegenteil. Da sollten nur 2 bestehende Buslinien von der Reinhausener Brücke auf die Sallerner Regenbrücke verlegt werden: Keinerlei zusätzliche Linie, ja nicht einmal häufigere Fahrt als die bisherigen 70 Busse pro Tag von geplanten 25 000 Fahrzeugen auf der neuen Brücke (300 fahren über die Steinerne).

    Durch diese RVV-Veröffentlichung sollte Herr OB Schaidinger doch noch bestätigt werden, der dem bayrischen Landtag bei der öffentlichen Sitzung seines Verkehrsausschusses in Sallern zugesichert hatte, die Brücke werde vor allem für den öffentlichen Nahverkehr gebaut.

    Attraktiver würden Busse u.a. durch eine echte Busspur oder, wenn Busse sich vor den Kreuzungen nicht hinter abbiegendem Individualverkehr anstellen müssten – gerade bei dichtem Verkehr – und wenn Busse auf der Nibelungenbrücke nicht hinter Spurwechslern sogar unfallträchtig abrupt bremsen müssten.

    Unattraktiver werden Busse, die nur bis zu einer Tram fahren („St. Floriansprinzip“ seitens BI LOS), werden Trams, die mit mehr Plätzen seltener fahren als Busse mit weniger Plätzen, und Busse, die seltener fahren als bisher (Christoph Gailer „z.B. Linie 13“).

    Im Rathaus Lappersdorf weiß man nichts von neuen Linien nach Lapperdorf. Fair wäre es, wenn Sie, sehr geehrter Herr Christoph Gailer, nach Ihrer öffentlichen Kritik wegen angeblich verfügbarer Information den Anschein des Wahlmärchens über neue Buslinien ausräumten und Ihr Wissen jetzt klar darstellten.

    Die verkündeten Ziele der Herren Schaidinger und Gailer unterstütze ich entschieden. Um sie erreichen zu können, müssen die ursprünglichen Pläne aber wohl noch verbessert werden. Also bitte RVV: Wo ist der Effekt der Busspur und der kürzeren Busstrecke über die Sallerner Regenbrücke – mehr Fahrgäste/häufigere Fahrten???

    Warum fordert der RVV keine effektivere Busspur? Eine Tram würde wohl in die Straßenmitte gelegt. Die entsprechende TÜV-Anregung für Busse hat niemand geprüft, wie der Planfeststellungsbeschluss beweist. In der Straßenmitte wäre – laut TÜV – sogar höheres Bustempo denkbar.

    Lieber RVV: Helfen Sie den Bürgermeistern, bleiben Sie nicht stecken „in den Startlöchern“!

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