Sechs Jahre Stabilität! Der Loser-Connection sei Dank

Begeistert waren die Regensburgerinnen und Regensburger über die Betonmehrheit der CSU in den letzten zwölf Jahren. Das hat das Wahlergebnis gezeigt. Die Hälfte der Wähler war gleich so zufrieden, dass sie das Wählen sein ließ. Und überhaupt: Nicht Beton. „Stabilität“ war es, was diese absolute CSU-Mehrheit sicherstellte. Das sagt jedenfalls Christian Schlegl. Neuer CSU-Fraktionschef und auch für die kommenden sechs Jahre mit einer Mehrheit gesegnet. Dank dafür sei der SPD, die vergangene Woche – gemeinsam mit der CSU – eine Koalitionsvereinbarung vorgestellt hat und dieses nichtssagende Papier als „großen Wurf“ lobpreist. Ein großer Wurf ist es sicher für die Regensburger Sozis, dass sie mit dem schlechtesten Wahlergebnis seit dem II. Weltkrieg Regierungsverantwortung übernehmen dürfen. Und für ihren ewigen Hoffnungsträger, der dieses Ergebnis zu einem erheblichen Teil zu verantworten hat, ist – so denn heute alles glatt geht – endlich der heiß ersehnte Bürgermeisterposten herausgesprungen. Ebenso gibt es ein paar Extra-Pöstchen in den Aufsichtsräten als Brautgeschenk von der CSU. Ein wahrhaft großer Wurf. Dafür hat man einer Benachteiligung der kleinen Fraktionen in diesen Auf- sichtsräten zugestimmt, ein paar Wahlversprechen gebrochen und sich verpflichtet, im neuen Stadtrat als christsozial-demokratischer Beton-Block abzustimmen. Dass die beiden Wahlverlierer damit weitere sechs Jahre „Stabilität“ garantieren, löst sicher erneut Begeisterung aus. Wenigstens bei den Mandatsträgern. (Ent)spannende Lektüre! 080505_morgen_regensburg_03

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