Stadt Regensburg ist Kooperationspartner von „Regensburg inklusiv“

Die Stadt Regensburg beteiligt sich am Projekt „Regensburg inklusiv“ der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V.. In seiner gestrigen Sitzung hat der Verwaltungs- und Finanzausschuss einen Zuschuss von 120.000 € für das Projekt „Regensburg inklusiv“ beschlossen. Der Beirat für Menschen mit Behinderung unter dem Vorsitz von Bürgermeister Joachim Wolbergs hatte sich in den vergangenen Jahren mehrfach mit der UN-Behindertenkonvention beschäftigt und stellte fest, dass gerade auf örtlicher Ebene Handlungsbedarf in Sachen Inklusion bestehe. „Es ist Zeit, dass wir uns diesem Thema nicht nur stellen, sondern Inklusion aktiv angehen“, betont Bürgermeister Joachim Wolbergs. „Der finanzielle Zuschuss ist ein erster Schritt in diese Richtung. In unserer Stadtgesellschaft wird Inklusion zwar schon an vielen Orten gelebt. Aber jeder von uns muss es noch wirklich verinnerlichen!“ Die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V., kurz KJF, beabsichtigt die Durchführung eines Kooperationsprojektes „Regensburg inklusiv“. So soll das Thema  Inklusion in den verschiedensten Lebensbereichen beleuchtet und ein Ist-Zustand erarbeitet werden. Fachleute, Menschen mit Behinderung als Experten und Interessierte werden vorhandene Maßnahmen kritisch hinterfragen und Lösungsvorschläge und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen. Innerhalb einer dreijährigen Laufzeit soll unter anderem eine Vernetzungsstruktur unterschiedlicher Akteure aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens im Regensburger Sozialraum geschaffen werden. Projektbeteiligte sind grundsätzlich alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt und des Landkreises Regensburg. Der Arbeitsausschuss im Beirat für Menschen mit Behinderung verspricht sich von dem Projekt einen Bewusstseinswandel innerhalb der Bevölkerung. Neben der Stadt Regensburg hat sich die Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule Regensburg sowie weitere freie Träger wie die Lebenshilfe Regensburg, der Caritasverband der Diözese Regensburg e.V. und das Diakonische Werk Regensburg als Kooperationspartner bereit erklärt. Am 26. März 2009 ist in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft getreten. Sie steht für das Ziel, dass behinderte Menschen die fundamentalen Rechte des Menschen gleichberechtigt mit anderen nutzen können. Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf ein selbst bestimmtes Leben, wie alle anderen auch. Sie sollen Teil dieser Gesellschaft sein. Mehr Informationen zum Thema „Regensburg inklusiv“ finden Sie unter www.regensburg-inklusiv.de!

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Kommentare (2)

  • Joachim Datko

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    Zitat: „Projekt „Regensburg inklusiv“ der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V.. […] Projektbeteiligte sind grundsätzlich alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt und des Landkreises Regensburg.“

    Ich möchte aber mit der katholischen Kirche nichts zu tun haben!

  • Bürger

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    Lange schon hat die Türkei die Trennung von Staat und Kirchen weitgehend erreicht. Quälend langsam dagegen überwindet Deutschland die Verquickungen des Konkordats.

    Warum zahlt neben dem staatlichen Einzug des Kirchenbeitrags (irreführend „Kirchensteuer“ genannt) und weiterem die Stadt freiwillig weitere Gelder an diese immer noch enorm privilegierten Traditionsvereine?
    Wieviele für das Projekt geworbenen Nicht-Vereinsmitglieder waren schon nachgewiesen im Projektantrag auf städtische Gelder?

    Wohl kein einziger und deshalb „grundsätzlich alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt und des Landkreises“.

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