„SYRIEN – Geschichte, Land und Leute. Ein Abend mit der Nahostexpertin Jasna Zajcek und dem syrischen Frauenrechtler Yahya Alaous“

Der Verein „Bürger für Regensburg e.V.“ ist bekannt für seine bürgernahen und sachorientierten Veranstaltungen. Bereits seit geraumer Zeit veranstalten wir z.B. zusammen mit der Katholischen Erwachsenenbildung die Veranstaltungsreihe „Regensburg für Regensburger“, die von den Bürgerinnen und Bürger unserer schönen Stadt sehr gut besucht wird.

Nunmehr war es unserem Verein ein Anliegen, die aktuelle und allseits bewegende Flüchtlingsthematik näher – aber auch anders – zu beleuchten. Wer sind eigentlich „unsere neuen Nachbarn“? Welche geschichtlichen und kulturellen Hintergründe verbergen sich hinter diesen Flüchtlingsgruppierungen aus unterschiedlichen Nationalitäten? Wie kam es dort zur Fluchtbewegung? – In diesem Sinne wollen wir eine weitere Veranstaltungsreihe beginnen, die der Herausforderung Europas, Deutschlands oder jeder einzelnen Kommune gerecht wird: „Unsere neuen Nachbarn“.  Wir  möchten die Thematik der Flüchtlingsströme und Migration vertiefen und in Geschichte, Land und Kultur dieser uns oft fremden Länder blicken. Wir beginnen mit „Syrien“. Das Land, in dem seit Jahren nun ein hässlicher Bürgerkrieg wütet.

Hierzu konnten wir zwei ganz besondere Journalisten gewinnen, die uns durch einen kurzweiligen Abend begleiten werden. Es handelt sich hierbei um die renommierte Nahostexpertin Jasna Zajcek und dem syrischen Frauenrechtler Yahya Alaous.

Zu einer ganz besonderen Veranstaltung dürfen wir Sie daher am Freitag 03.06.2016, 19 Uhr ins Kolpinghaus (Kolpingzimmer) einladen:

„SYRIEN – Geschichte, Land und Leute. Ein Abend mit der Nahostexpertin Jasna Zajcek und dem syrischen Frauenrechtler Yahya Alaous“

An diesem Abend wird es eine kleine Lesung aus dem Buch „Ramadan Blues“ von Frau Zajcek geben, welche einen guten Einblick über die syrische Zivilgesellschaft im Jahr 2006 und die Anfänge der Diskrepanzen zwischen „Soll“ und „Ist“ im arabischen Sozialismus geben wird. Herr Alaous ist zugleich SZ-Kolumnist und beide Referenten werden mit ausgewählten Kolumnen die syrische Herkunftsgesellschaft (und auch die Unterschiede zur deutschen Gesellschaft) darstellen. Gewünscht ist dann eine offene Fragerunde und ein offener Austausch mit den Zuhörern der Veranstaltung.

Jasna Zajček arbeitete als Autorin für Zeitungen in Syrien und im Libanon sowie als TV-Produzentin und Autorin im arabischsprachigen Raum. 2005 wurde ihr der CNN Journalist Award im Bereich Print für eine Undercover-Reportage aus der US-Armee im Training für Afghanistan verliehen. In ihrem ersten Buch „Ramadan Blues“, erschienen 2007 im Herder Verlag, behandelt sie das Zusammenleben der Kulturen (Okzident – Orient) und die Konfrontation eines jungen Ostdeutschen mit dem Leben außerhalb seines Dorfes bei Leipzig, besonders in Syrien. Für ihr zweites Buch „Unter Soldatinnen“ reiste sie mit der Bundeswehr in Einsatzgebiete. Von 2008 bis 2010 war sie Reiseleiterin für DIE ZEIT-Leserreisen durch Syrien; nach Ausbruch des Krieges gründete sie die Hilfsorganisation „R&R Syria“, die syrischen Flüchtlingskindern im Libanon Beschulung Freizeitaktivitäten anbietet. Von Januar bis Mai 2016 war sie als Deutschlehrerin in einem Asylbewerberheim in Sachsen tätig; ihr Buch über die Erlebnisse erscheint im März 2017 im Droemer Verlag.

Yahya Alaous ist syrischer Journalist. Er kam im April 2015 zusammen mit seiner Familie und durch Hilfe von Reporter ohne Grenzen nach Berlin. Er ist 42 Jahre alt und Vater von zwei Töchtern im Alter von fünf und neun Jahren. In Syrien arbeitete er als politischer Korrespondent bei einer großen Tageszeitung, die in den Golfstaaten veröffentlicht wurde. Er äußerte sich immer kritisch gegenüber dem Assad-Regime und kämpfte lange Zeit gegen Korruption und für Demokratie und Frauenrechte. Er gründete das Webmagazin „At-Thara“, das sich um die Belange von Frauen und Mädchen in der patriarchalisch geprägten syrischen Gesellschaft kümmerte und spezifisch informierte sowie Hilfestellungen gab. 

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