SOZIALES SCHAUFENSTER

Beiträge mit Tag ‘Jusos’

Ein Auftrag der Koalition an die Verwaltung, nach geeigneten Freiflächen für Jugendliche zu suchen, hat zwar den Stadtrat noch nicht erreicht, sorgt aber bereits jetzt für Kritik. Vorab von der MZ ins Gespräch gebrachte Pläne zur Nutzung des Geländes am Pürkelgut stoßen auf Ablehnung und Skepsis.

Das Areal ums Pürkelgut als “Partywiese”? Die Begeisterung über diesen Vorstoß hält sich in Grenzen. Foto: Wikipedia/ Johanning

Der Antrag ist (ohne Begründung) gerade mal einen Satz lang:

„Die Stadtverwaltung Regensburg wird gebeten, zu prüfen, welche Flächen im Stadtgebiet von Regensburg sich als Partywiese bzw. Festivalgelände eignen und angeboten werden können. Die Ergebnisse der Prüfung sollen zeitnah vorliegen, so dass eine Nutzung ab dem Frühjahr 2021 möglich ist.“

Am Montag hat ihn die Koalition aus SPD, CSU, Freien Wählern, FDP und CSB der Oberbürgermeisterin zukommen lassen. Mit dem Betretungsverbot für Jahninsel und Grieser Spitz, dass dieselbe Koalition Ende August beschlossen hat, hat dieser Antrag nicht unbedingt etwas zu tun.

Besserer Tarif für alle

Zwei-Klassen-System für Busfahrer ist Geschichte

Nach den monatelangen Verzögerungen scheint es nun ein Machtwort im Aufsichtsrat gegeben zu haben: Ab Juli werden sämtliche Busfahrer in der Stadt Regensburg in einen besseren Tarif eingestuft und erhalten die lange geforderte Ballungsraumzulage. Damit wird eine über 20 Jahre währendes Zwei-Klassen-System abgeschafft.

Folgen von Schaidingers Zweiklassensystem

“Tarifgerechtigkeit” bizarr: Busfahrer sollen halbe Lohnerhöhung “auffangen”

1999 führte Hans Schaidinger mit seiner CSU-Mehrheit ein Zweiklassensystem bei den Regensburger Busfahrern ein: unterschiedlicher Lohn für gleiche Arbeit. Abgeschafft wurde dieses System trotz gegenteiliger Behauptungen auch unter Joachim Wolbergs nicht. Dann gab es auf Druck der Parteibasis ein entsprechendes Versprechen von Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und der SPD-Fraktion. Es folgte ein Beschluss im Stadtrat. Jetzt stocken die Verhandlungen, weil die dafür notwendigen Mehrkosten, die dem Stadtrat vorgestellt wurden, viel zu niedrig angesetzt wurden.

Nach Becker-Rauswurf - die Debatte ist eröffnet

Für eine neue Wohnungspolitik reicht kein Sündenbock

In einem aktuell veröffentlichten Leitantrag haben die Regensburger Jusos die Debatte über eine radikale Kehrtwende in der Wohnungspolitik eröffnet. Vieles deckt sich mit der Kritik des geschassten Stadtbau-Geschäftsführers Joachim Becker, einiges mit dem, was der Mieterbund schon lange angemahnt hat. Klar ist: Dieses Mal kann es nicht reichen, den Chef der städtischen Wohnbaugesellschaft zum Sündenbock zu stempeln und anschließend so weiter zu machen wie gehabt.

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