SOZIALES SCHAUFENSTER

Beiträge mit Tag ‘Nachhaltigkeit’

Im Rahmen der deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit soll im kommenden Jahr auch in Regensburg eine stadtweite „Nachhaltigkeitswoche“ stattfinden. Aktuell ruft die Stadt verschiuedene Initiativen und Vereine auf, sich daran zu beteiligen. Dr. Harald Klimenta, der unter anderem bei attac aktiv ist, vermutet hinter dieser Aktion ein Ablenkungsmanöver der Stadtregierung. Diese sei keine ökologische, sondern setze auf ein „Weiter so“. Klimenta hat deshalb einen Offenen Brief an Michael Grein, den städtischen „Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik“ geschrieben, den wir hier vollständig veröffentlichen.

Harald Klimenta gehört zum wissenschaftlichen Beirat von Attac Deutschland und ist unter anderem Autor des Buchs „Die Freihandelsfalle“. Foto: privat


Sehr geehrter Herr Grein,

ich schreibe Ihnen als Privatperson, auch wenn ich in mehreren ökologisch orientierten Organisationen hier in Regensburg aktiv bin.

Seit 1985 engagiere ich mich für ökologische Themen, seit dieser Zeit werden Eigeninitiative und Vorreitertum von Bürgern in Deutschland gutgeheißen. Seit dieser Zeit beobachte ich die Politik und vor allem den Einfluss ökologischer Parteien auf den Supertanker „Wirtschaft“, von der regionalen bis zur internationalen Ebene. Dabei offenbart sich eine schreckliche Diskrepanz: Sobald ökologische Regulierungen ökonomische Interessen tangieren, werden sie bekämpft – auf allen Ebenen. Das war bei der Einführung primitiver technischer Dreckreduzierer wie dem Katalysator so, das ist bei der Forderung nach weniger Autos in den Innenstädten genauso. Sobald irgendwo Umsätze oder Wachstumspotentiale gefährdet sein könnten, beginnt ein Krieg gegen ökologisch bewusstes Handeln.

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