Unterkünfte für Asylbewerber dringend gesucht

Der Landkreis muss sich auf steigende Asylbewerberzahlen vorbereiten Regensburg. (RL) Durch den starken Anstieg der Asylbewerberzahlen in Deutschland in den letzten Monaten ist die Situation zur Unterbringung nicht nur in der gesamten Oberpfalz, sondern insbesondere auch im Landkreis Regensburg inzwischen äußerst angespannt. Das Ausländeramt im Landratsamt sucht deshalb dringend geeigneten Wohnraum für die betroffenen Personen. Bis Ende des Jahres werden dem Landkreis Regensburg rund 130 zusätzliche Asylbewerber von der Regierung der Oberpfalz zugeteilt. Da die staatlichen Unterkünfte für Asylbewerber voll belegt sind, nimmt der Freistaat Bayern jetzt die Landkreise und kreisfreien Städte, darunter auch den Landkreis Regensburg, in die Pflicht. Dem Landkreis werden von der Regierung der Oberpfalz regelmäßig Asylbewerber zugewiesen. Die Aufgabe des staatlichen Landratsamts ist es, die Personen unterzubringen. Bisher sind 72 Personen im Landkreis (Wörth a. d. Donau) untergebracht, vorwiegend aus Weißrussland, Aserbaidschan, Iran, Irak, Pakistan, Georgien, Serbien und Mazedonien. Seit einigen Monaten sucht das Ausländeramt intensiv nach weiteren Unterkünften, allerdings ohne durchschlagenden Erfolg. „Ich bitte die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Landkreises, uns bei dieser staatlichen Pflichtaufgabe zu unterstützen“, betont Landrat Herbert Mirbeth. Gesucht werden, neben erschlossenen Grundstücken, größere und kleinere Immobilien zur längerfristigen Anmietung durch das Landratsamt, insbesondere Mehrfamilienhäuser, einzelne Wohnungen, Immobilien mit abgegrenzten Schlaf- und Gemeinschaftsräumen oder Beherbergungsbetriebe. „Die Objekte sollten zeitnah zur Verfügung stehen, solide gebaut sein und den Brandschutz gewährleisten. Es sollte kein Sanierungsbedarf bestehen und kein baurechtliches Genehmigungsverfahren mehr erforderlich sein“, informiert Dr. Jasmin Sonntag, Abteilungsleiterin für Öffentliche Sicherheit im Landratsamt. Die Miete zahlt der Freistaat Bayern. Anfragen nimmt das Ausländeramt, Tel. (0941) 4009-266, entgegen.

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Kommentare (1)

  • Knoll

    |

    Werden andere Nebenkosten auch noch übernommen

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