Von der Wolga über Kasachstan nach Regensburg

Evang. Bildungswerk: Internationales, Gesellschaft, Politik, Soziales

Im Rahmen der Reihe „Zuwanderung in Regensburg: vom Ankommen und heimisch werden“

Erzählcafé: Von der Wolga über Kasachstan nach Regensburg

Berta Scheck, Jahrgang 1940, kam zusammen mit ihrem Mann, Kindern und Enkelkindern im Oktober 1994 aus Kasachstan als Spätaussiedlerin nach Deutschland. Ihr Lebensweg ist gekennzeichnet von mehreren Brüchen und geprägt von Abschied und Neubeginn. Die Tochter Lidia Jegel, geboren in Sibirien, hat mit Ausdauer, Ehrgeiz und Willen die Ausbildung zur Kosmetikerin in Deutschland geschafft. Seit Jahren betreibt sie erfolgreich einen kleinen, aber feinen Kosmetiksalon in der Regensburger Altstadt.

Im Gespräch mit Carsten Lenk und Susanne Mai berichten Mutter und Tochter von ihrem Leben und ihren Erfahrungen beim Ankommen in der neuen Heimat.

Termin: Donnerstag: 02.06.16, 18.00 Uhr

Ort: Gustav-Adolf-Wiener-Haus, Schottenstraße 6, 93047 Regensburg; bei gutem Wetter im Garten

Kooperationspartner: Diakonisches Werk Regensburg, KASA

Kosten: frei, Getränke und eine kleine Stärkung werden gegen eine kleine Spende angeboten

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
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Kommentare (1)

  • menschenskind

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    Veranstaltungen wie diese lobe ich mir.

    Sie tragen zum zwischenmenschlichen Verständnis bei und helfen Barrieren abbauen. Sie haben allerdings einen entscheidenden Nachteil, sie werden von zu wenigen (der meist katholischen) Einheimischen angenommen, bzw. besucht. Es ist die arrogante Ignoranz von uns Bayern und das Bedürfnis an kleinlichen Vorurteilen weiter festhalten zu wollen, die uns davon abhält solche Veranstaltungen in größeren Zahlen zu besuchen; lieber gemma auf ein (weiteres) Oldtimer-Bulldog-Treffen, oder drück’ma unsere Nasen platt am Schaufenster vom Ferrari-Händler von Osterhofen…

    Wie oft habe ich mir in meinen Jahren in Niederbayern böswillige Intoleranz, primitive Menschenfeindlichkeit, ja blanken Hass von katholischen Einheimischen in Bezug auf die pauschal als „Russen“ bezeichneten Russlanddeutschen anhören müssen. Wie oft habe ich gleichzeitig niederbayerische Bummsköpf‘ drüber aufgeklärt, dass Russlanddeutsche keine Russen sind, dass es sich vielmehr um die Nachkommen unserer Vorfahren, zum Teil auch um Vorfahren von uns Bayern handelt, die da in den letzten 25 Jahren zu uns (heim)gekommen sind.
    In „Die reden koa gscheits Deitsch ned!“ kulminierte meist der Lieblingsvorwurf derer, die selbst, auch unter größter Anstrengung, kein Schriftdeutsch zuwege bringen — sich selbst aber für die Krone der Schöpfung halten.

    Nirgends sonst als in Niederbayern habe ich so saudumme Gesichter gesehen, wenn ich Leut‘ mit ihrer wahren Geschichte konfrontiert habe. Sie wollten’s einfach nicht wahrhaben: „Was wir Bayern, hauptverantwortlich für das Dritte Reich, Hitler und der Holocaust kamen aus Bayern, die schlimmsten Nazis waren Bayern, intolerantestes Bundesland, die meisten Antisemiten heut‘ noch…! Na, des kann doch ned sei!“

    Danke an die Veranstalter obiger Reihe, Ihr tut ein gutes Werk in unserem ungebildeten, primitiven, satten und bequemen Bayern!

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