„Warum ich mein Kind nicht taufen lassen soll“

Pressemitteilung: Vortrag von Dr. Gerhard Engelmayer beim humanistischen Freidenkerverband „Bund für Geistesfreiheit“ (bfg) in Regensburg

Regensburg, den 18. Juli 2015 • Am Mittwoch, dem 15. Juli 2015 besuchte Dr. Gerhard Engelmayer, Vorsitzender des Freidenkerbunds Österreich aus Wien, seine Kollegen vom humanistisch-säkularen, religionskritischen „Bund für Geistesfreiheit“ (bfg) K.d.ö.R. (Körperschaft des öffentlichen Rechts) in Regensburg. Engelmayer ist Naturwissenschaftler und Philosoph, Marketing- und Kommunikationsberater. Er hat bereits mehrere kirchen- und religionskritische Bücher veröffentlicht. Schwerpunkt seines Besuchs war neben dem Austausch unter Gleichgesinnten die Aufzeichnung eines Radiobeitrags für den bfg „Warum ich mein Kind nicht taufen lassen soll“, der am Sonntag, den 26. Juli auf Bayern2 von 06:45 Uhr bis 07:00 Uhr ausgestrahlt wird. Zu diesem Zeitpunkt erreicht der Sender im Schnitt 40.000 bis 60.000 Zuhörer. Dieses Thema vertiefte Dr. Gerhard Engelmayer dann am 15. Juli 2015 ab 19:30 Uhr bei einem Vortrag unter dem gleichen Titel in der Regensburger Gaststätte „Brandl-Bräu“.

IMG_0951_komprimiert
Engelmayer erklärt dazu: „Es ist sehr fragwürdig, dass bis heute das mittelalterliche Ritual der Zwangstaufe bei Kindern praktiziert wird. Nach römisch-katholischer Auffassung wird damit dem ‚Teufel‘ abgeschworen, also quasi ein Exorzismus praktiziert! Schon das allein sollte Grund sein, auf diesen religiösen Unsinn zu verzichten. Und warum lassen wir die Kinder nicht selbst wählen, wenn sie jene mündigen Erwachsenen geworden sind, zu denen wir den Auftrag haben sie zu erziehen? In der Urkirche war die Kindstaufe unbekannt. Sie entstand viel später, um die Zahl der ‚Gläubigen‘ mit aller Gewalt zu erhöhen. Denn nach Auffassung der Kirche kann man – einmal getauft – gar nicht mehr aus der ‚Gemeinschaft der Gläubigen‘ austreten.“ Darüber hinaus ging Engelmayer auf die Fragen ein: „Wie muss eine Erziehung aussehen, die den Erkenntnissen der Aufklärung Genüge leistet? Welches Potenzial verschenken wir, indem wir fraglos beim ‚Club‘ der Kirche als ‚Feiertags-Christen‘ dabei sind?“


Erwin Schmid, Vorsitzender des bfg Regensburg, war von dem Besuch Engelmayers sehr angetan: „Ich kann jedem mündigen Menschen nur herzlich empfehlen, sich mit dem Buch ‚Warum ich mein Kind nicht taufen lassen soll‘ auseinanderzusetzen. Kurz und knapp nimmt Engelmayer die Mythen, die von der Kirche über die Taufe verbreitet werden, auseinander. Das Buch ist so nicht nur für Atheisten, sondern auch für Agnostiker und kritische Gläubige interessant. Zudem enthält es ein kurzweiliges Vorwort des bekannten österreichischen Kabarettisten Günther Paal alias Gunkl.“ Den Austausch mit dem Freidenkerbund Österreich möchte Erwin Schmid auch als Vorsitzender des bfg Bayern intensivieren: „Als Humanisten sind wir überzeugt, dass die Gesellschaft nur miteinander konstruktiv und vernünftig gestaltet werden kann. Dieses Anliegen wollen wir gemeinsam mit den österreichischen Kollegen vorantreiben.“
Mehr Informationen:
www.bfg-regensburg.de
Kontakt:

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (19)

  • Mathilde Vietze

    |

    Als gläubige Katholikin verbitte ich es mir, wenn Atheisten diffamiert werden. Schließlich
    hat Jesus gesagt „nenne Deinen Bruder nicht gottlos!“ Leider üben aber gerade diejeni-
    gen, die für sich alle Toleranz dieser Welt einfordern, diese selbst nicht.
    Ich wage zu bezweifeln, ob es einem Kind schadet, wenn es „zwangsgetauft“ wird,
    viel wichtiger ist es, daß ihm Glaube und Religion nicht als eine Ge-und Verbotsethik
    eingetrichtert werden.

  • menschenskind

    |

    „Als gläubige Katholikin…“

    Gewiss ist Toleranz ein hohes Gut und sollte allgemein verpflichtend für den modernen Menschen von heute sein.

    Nur, bedenkt so eine „gläubige Katholikin“ auch ausreichend , an was sie da glaubt?

    Ist sich die gK zum Beispiel darüber im Klaren, dass der Hitlersche Judenhass (und somit der Holocaust an 6 Millionen europäischen Juden) den Deutschen nur deshalb vermittelbar war, weil die (kath.) Kirche bereits 23 Jahrhunderte Vorarbeiten (und die ev. K. etwa 4 Jhdte. Vorarbeiten) geleistet hatte? („D‘ Juden ham unsan Heiland auf’m Gwissn!“; „Da Satan kimt von di Jud’n“; „Da Jud is gottlos!“; „D‘ Jud’n versündigten sich gegen Gott“…)

    Bedenkt gK gleichfalls, dass die kath. Kirche verantwortlich war, und ist, für die extreme Gleichgültigkeit, Passivität, Ungebildetheit, Unfähigkeit zu Kritik ihrer Gläubigen? (Götz Aly weist in seinem Buch „Warum die Deutschen? Warum die Juden?“ überzeugend nach, dass von den drei Gruppen Katholiken, Evangelische und Juden, die Katholiken die Ungebildetsten, die beruflich am schlechtesten Dastehenden, die vom Neid am meisten Angefressenen und die am leichtesten Beeinflussbaren waren. Kein Wunder also, dass das mehrheitlich katholische Bayern solchen Wahnsinn wie die Gegenreformation oder den NS hervorbringen musste.

    Kapiert gK auch, dass die geistige Trägheit, die der Katholizismus den Menschen auferlegt, indem er ständig an „Gottvertrauen“ und das „Paradies“ (im Jenseits) gemahnt, Katholiken weltweit (besonders aber in Bayern) davon abgehalten hat, Despoten, Tyrannen, Unterdrücker, Ausbeuter, Diktatoren und „Könige“ zu erschlagen, zu erwürgen, zu erstechen, kurzum, höchstselbst zu beseitigen? (Wer z.B. die Biografie des bayerischen Kardinals Michael von Faulhaber kennt, weiß wie sehr obrigkeitshörig Katholiken sind, wie sehr sie weltliche Macht als „gottgegeben“, und somit unumstößlich, ansehen, weiß wie wenig bereit Katholiken sind sich des „Bösen“, etwa Hitlers, eigenmächtig zu entledigen).

    Nein, gK kann dies alles nicht bewusst sein, kann sich darüber noch keine Gedanken gemacht haben, hat wohl von all dem noch nie was gehört (passiv, ungebildet, gedankenlos, gleichgültig, katholisch).
    Sonst wäre gK nämlich nicht mehr gK, sondern Ex-gK!

  • toxicity

    |

    @Mathilde Vietze
    Natürlich schadet es einen Kind wenn es getauft wird, wenn es austreten möchte muss es dafür Geld bezahlen, es entsteht also ein finanzieller Schaden (Und natürlich der bürokratische Aufwand), der Eintritt in die Kirche ist dagegen kostenlos.

  • toxicity

    |

    Das habe ich auf der Seite der Evangelen entdeckt: „Mitglied der Kirche wird man durch die Taufe. Wer getauft ist, gehört unwiderruflich zur Gemeinschaft mit Jesus Christus und zur Gemeinschaft derer, die an Jesus Christus glauben. Eigentlich gibt es also keine „Kündigung“, keinen Austritt aus der Gemeinschaft der Gläubigen.“
    Das alleine schon ist die größte Dreistigkeit des christlichen Glaubens, man wird nicht nur getauft wenn man unmündig ist, nein man kann garnicht richtig austreten, formal beim Standesamt, aber in irgendwelchen Registern der Kirche wird man dennoch geführt.

    Also wirklich nein zur Kindstaufe.

  • Jan

    |

    Falsch. Wichtig wäre, dass Kindern bis zum jugendlichen Alter von mindestens vierzehn überhaupt gar kein Glaube und keine Religion eingetrichtert wird! Und ja – es schadet definitiv! Wie soll man sich sonst später als Erwachsener UNBEFANGEN entscheiden ob man eine Religion haben möchte? Und wenn man eine haben möchte dann noch unbefangen zu entscheiden welcher Glaube der beste für einen ist (Spaghetti Monster, Buddhismus, Scientology oder doch eher so was krankes wie die großen „Weltreligionen“)?

  • Der Kreuzknappe

    |

    Wenn hier betont wird, was für ein finanzieller Schaden einem
    entsteht (so Leser „toxicity“), so sollte man mal die realen
    Summen beachten, wie sie auf der Seite „Kirchenaustritt.de“
    genannt werden.
    Ein einziges mal aus essen gehen ist teurer…
    Als mal nicht übertreiben.

  • Mathilde Vietze

    |

    Es gibt ja auch Eltern, die ihren Kindern Glauben und
    Religion nicht „eintrichtern“, sondern als Lebensqualität
    vorleben. Und die Kinder, die ich da kenne, sind keines-
    falls verklemmt, gehemmt oder irgendwie sozial auf-
    fällig, sondern natürlich und fröhlich.
    Schädlich für Kinder (und auch Erwachsene) sind die
    Bigotten, die glauben, jedem belehren zu dürfen und
    alle die nicht nach ihrer Facon selig werden wollen,
    verteufeln. Aber, und das muß auch mal öffentlich
    gesagt werden: Solche „Figuren“ sind gerade bei den
    meisten Pfarrern höchst unbeliebt. Und das ist auch
    gut so!

  • Täufling

    |

    Eigenartiges Bild das der bgf und manche poster verbreiten. Ich frage mich wem geht es überhaupt was an, ob jemand getauft ist oder nach anderen Regeln in einer (anerkannten) religiösen Gemeinschaft auf genommen wurde.
    Toleranz schaut anders aus.

  • menschenskind

    |

    Was bedeutet eigentlich Taufe?

    Hier nimmt ein Spezialist, der Weihbischof von Köln, Dr. Dominikus Schwaderlapp, salbungsvoll Stellung. Ja, für diesen braven, wackeren Gottesmann scheint die gute, alte, hergebrachte Welt noch in Ordnung („Du wirst mit göttlicher Würde beschenkt“):
    https://www.youtube.com/watch?v=5Lxy_budZ7M

    Und hier die moderne (Comic-) Fassung von katholisch.de zum gleichen Thema, inhaltlich wie oben:
    https://www.youtube.com/watch?v=Xjokuz1iRjI

    Und was hat Taufe mit Exorzismus (Teufelsaustreibung) zu tun?
    (Da Deifi is imma im Spui):
    https://www.youtube.com/watch?v=sgSMPQNYtyQ

    Der Exorzismus im Bayern von heute:
    https://www.youtube.com/watch?v=pDXdmGby5x8

    Hier der Fall der Anneliese Michel (angeblich der letzte Exorzismus in Deutschland!); man staune, eine Tote sollte wieder auferstehen, im 20. Jahrhundert:
    https://www.youtube.com/watch?v=iyC6zYV6Dos
    https://www.youtube.com/watch?v=vUN3Rm4s5ZY
    https://www.youtube.com/watch?v=E7nJyoUgSAk

    Was macht denn da der Papst Franziskus? Hamma eam bal beim Exorzismus dawischt? Na, des deaf doch ned wahr sei:
    https://www.youtube.com/watch?v=Fh9jPzK3Vco

    Da Deifi (wenn man an ihn glaubt!) lauert überoi, sogar im Kinderwogn:
    https://www.youtube.com/watch?v=grwEO4vV8_U

    Es fällt einfach wahnsinnig schwer, Katholiken ernst zu nehmen.

  • DER KREUZKNAPPE

    |

    Wenn ich mir nur mal das letzte verlinkte Video
    von „menschenskind“ so betrachte, dann fällt es mir
    wahnsinnig schwer, ihn oder sie ernstzunehmen.

  • toxicity

    |

    @Der Kreuzknappe:
    Ein finanzieller Schaden ist ein finanzieller Schaden, egal ob es 5,€ 10€, 30€ oder 5000€ sind.
    @Täufling Toleranz sieht vor jeden Menschen die eigene Entscheidung über einen Religionsbeitritt zu überlassen. Ein unmündiges Kind zu taufen hat nichts mit Toleranz zu tun sondern zeigt nur das man sein Kind um jeden Willen seine Religion aufdrängen möchte.

    Das Fehlen der Taufe schließt ein Kind doch nicht pauschal aus der Religionsgemeinschaft aus. Das Kind kann in die Kirche gehen, Religionsunterricht bekommen und an Christlichen Zeremonien teilnehmen, all das geht auch ohne Taufe.

  • Mr. T

    |

    Das Problem ist doch, dass in unserer Gesellschaft (und auch fast allen anderen) kleinen Kindern irgendwelche Märchen erzählt werden und die sie dann auch glauben. Man verdummt sie quasi neben der Vermittlung von hilfreichem Wissen gleich wieder. Ohne besonders fromme Eltern gehabt zu haben, hab ich auch den ganzen Mist vom Christkind über den Religionsunterricht bis zu den christlichen Initiationsriten mitgemacht und das Geschwurbel erst mal geglaubt. Es war dann ein sehr mühsamer Erkenntnissprozess, um mich davon wieder zu befreien. Viele schaffen das überhaupt nicht. Ich kenne genug durchaus intelligente und mir sehr wertvolle Menschen, die immer noch einen Bypass im Kopf haben, der immer dann, wenn es um Religionen und sonstigen Aberglauben geht, den gesunden Menschenverstand umgeht. Und genau dieser Verdummungsprozess beginnt mit der Taufe.

  • menschenskind

    |

    Ja, warum man sein Kind nicht mehr taufen lassen sollte…

    >>Rom bestätigte erneut die Existenz des Teufels und richtet neue Exorzistenkurse ein. Der erste deutsche Papst seit dem Mittelalter begrüßt ausdrücklich die Teufelsaustreibung: „Ich begrüße die Teilnehmer des nationalen Kongresses der italienischen Exorzisten und ermutige sie ihre wichtige Aufgabe im Dienste der Kirche fortzuführen.“ (Papst Benedikt XVI.)<>… Dieses spricht vom Satan als einer Gegenkraft, d.h. wer die Existenz des Teufels leugnen würde, würde den Boden der biblischen und der kirchlichen Lehre verlassen…<< (Leiter der theologischen Fakultät der Priesterhochschule Lugano Manfred Hauke)
    ab 38:20 auf:
    https://www.youtube.com/watch?v=R7zmG20VpIg

    Klar, dass angesichts derart mittelalterlicher Ansichten auch der Papst, der bayerische Ex-Papst und Pädophilenskandalvertuscher Benedikt XVI., zum Thema fürs Kabarett wurde:
    Hagen Rethel über Benedikt und Teufelsaustreibung:
    https://www.youtube.com/watch?v=1SLKkDTGbmg

    Ergänzend zu Rethel:
    Ratzinger übers Fegefeuer
    „Es [das Fegefeuer] ist nicht eine Art von jenseitigem Konzentrationslager (wie bei Tertullian), in dem der Mensch Strafen verbüßen muss, die ihm in einer mehr oder weniger positivistischen Weise zudiktiert sind. Es ist vielmehr der von innen her notwendige Prozess der Umwandlung des Menschen, in dem er christus-fähig, gott-fähig und so fähig zur Einheit mit der ganzen Communio sanctorum wird.“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Fegefeuer
    Google Vatikan + Mafia:
    Ungefähr 256.000 Ergebnisse (am 31.7.2015) !

    Als Bayer schäme ich mich für so einen Papst.
    Igitt!

  • menschenskind

    |

    Die Angabe der Quelle gilt es nachzutragen:
    >>Rom bestätigte erneut die Existenz des Teufels und richtet neue Exorzistenkurse ein. Der erste deutsche Papst seit dem Mittelalter begrüßt ausdrücklich die Teufelsaustreibung: „Ich begrüße die Teilnehmer des nationalen Kongresses der italienischen Exorzisten und ermutige sie ihre wichtige Aufgabe im Dienste der Kirche fortzuführen.“ (Papst Benedikt XVI.)<<
    stammt von: https://www.youtube.com/watch?v=E7nJyoUgSAk
    (ab 11:14)

  • menschenskind

    |

    Noch mehr Hagen Rether über Ratzinger:
    https://www.youtube.com/watch?v=5NtOFeKh4Sw

    Ergänzung zu Karfreitagsfürbitten (ab 1:30; Missionierungsgebete für Juden):
    http://www.zentralratdjuden.de/de/article/1601.html?sstr=knobl
    http://www.hagalil.com/01/de/Juden.php?itemid=2050
    https://de.wikipedia.org/wiki/Karfreitagsf%C3%BCrbitte_f%C3%BCr_die_Juden
    Einerseits spricht sich Ratzinger gegen Antisemitismus aus, andererseits will er Juden zu Jesusgläubigen machen. Einfach irre, wenn man die katholischen Verbrechen an Juden der letzten 2000 Jahre kennt.

    Rether will den Papst in den Arm nehmen (sagt er bei 2:13) und ganz fest zudrücken…
    Ein Lied für den Papst:

  • menschenskind

    |

    Wenn ein Brite einen Fernsehfilm über ein deutsches Thema dreht, dann wird daraus entweder ein vorbildlich objektives, alle Seiten berücksichtigendes, neutral-ausgewogenes Werk, oder ein Stück, das von Hass und Rachsucht nur so trieft (man denke an die Auswüchse in der brit. Boulevard-Presse).

    Hier hat ein Brite, Katholik und bekennender Homosexueller, einen Film gedreht, den ich der Fairness halber anbieten möchte. Der Brite erklärt sich am Ende für Benedikt, jedoch wägt er, eher er urteilt, lange ab, er nennt auch einen Teil der so zahlreichen Fehler und Verbrechen des Bayernpapstes.

    Bayern, Regensburg und die dortige/hiesige Spielart des Katholizismus
    spielen naturgemäß eine große Rolle in diesem Film.

    Wer Englisch gut genug beherrscht, sollte sich den Film ansehen, egal ob er Fan oder Gegner von Ratzinger ist.

    https://www.youtube.com/watch?v=XFBBWnZ9eUc

    (Besteht aus vier Teilen, die sich an meinem PC ungehindert und automatisch aneinanderreihen. Falls dies bei anderen RD-Lesern nicht der Fall sein sollte, Suchmaske benützen!)

    Von Interesse am Rande, das Insistieren auf den leidigen Titeln bei Georg Ratzinger und dessen dienstbeflissenem „Wauwau“ Margarete (wenigstens kann sie etwas Englisch).
    Wesentlich bedeutender – die Aussagen von Küng (Ratzinger – „a man of tradition“) sowie weiterer Zeitgenossen von Bedeutung.

    Immer wieder fällt der Nick „god’s own Rottweiler“. Ratzingers Spitznamen nicht nur in der englischsprachigen (kritischen) Welt. Der Filmemacher Mark Dowd versteht den Begriff (siehe Schlusssequenz) positiv.
    Hier ein Beispiel für den allgemeinen Gebrauch des Spitznames in der brit. Presse:
    http://www.mirror.co.uk/news/world-news/pope-benedict-xvi-profile-from-gods-1703502

    menschenskind distanziert sich von Benedikt in allen Aspekten seines Lebens und seines Papstseins. Allein sein Versagen in Sachen Verhütens der Verhütung, somit seine direkte Schuld am Tod von Hunderttausenden HIV-Infizierten, wiegt in meinen Augen sämtliche von dem Briten aufgezählten positiven Eigenschaften, Vorzüge oder Errungenschaften des Bayern auf dem Papstthron auf. Der Fairness halber, jedoch…

    Nevertheless, thank you very much, Mark Dowd!

  • menschenskind

    |

    Noch mehr Hagen Rether über Papst Ratzinger (ab 2:03), über NSU, Judenhass, Schwulenhass und über die Vorhaut Christi…
    https://www.youtube.com/watch?v=IH-geplwpC4

    In Ergänzung zu Rethers Ausführungen über Benedikt und dessen Probleme mit Juden:
    >>Papst Benedikt XVI versagte bei seinem Besuch in Auschwitz historisch, menschlich und moralisch. Er kam in einem gepanzerten, schwarzen, deutschen Auto, hielt eine Rede voller glatter Worte wie „Versöhnung“ und „Verständnis“, betete zu Jesus, bat nicht um Verzeihung für die Verbrechen seines Volkes , und stieg dann wieder in sein gepanzertes, schwarzes, deutsches Auto und machte sich auf den Weg zurück nach Rom.<>Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, hat sich tief enttäuscht über den Besuch von Papst Benedikt XVI. in Israel gezeigt. Der Papst habe sich weder von den antisemitischen Pius-Brüdern und dem Holocaust-Leugner Richard Williamson noch von der Judenmissionierung distanziert,…<<
    http://www.zentralratdjuden.de/de/article/2412.papst-besuch-in-israel-zentralrat-der-juden-ist-entt%C3%A4uscht-%C3%BCber-die-fehlende-klarstellung-benedikts-xvi.html

    Für Englischsprachige:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Pope_Benedict_XVI_and_Judaism
    https://en.wikipedia.org/wiki/Pope_Benedict_XVI#Judaism
    http://www.yadvashem.org/yv/en/about/events/pope/speech.asp

    Slowenische und italienische Journalisten (in beiden Ländern hielt sich die Benediktbegeisterung von Anfang an in Grenzen) stellten übrigens bei Befragungen von Devotionalienhändlern und Souvenirbudenbesitzern fest, dass sich Benediktkrimskrams wesentlich schlechter verkauft als entsprechende Ware zu Jan Pawel Drugi (lernt gefälligst Polnisch, wenn Ihr das nicht übersetzen könnt) oder Franziskus. Noch als Ratzinger im Amt war, so die Auskünfte der Händler, 'verkaufte' sich sein Vorgänger besser als er selber.

    D'Leit san halt ned bläd!

  • menschenskind

    |

    Die Quelle für dieses Zitat wurde unterschlagen:
    >>Papst Benedikt XVI versagte bei seinem Besuch in Auschwitz historisch, menschlich und moralisch. Er kam in einem gepanzerten, schwarzen, deutschen Auto, hielt eine Rede voller glatter Worte wie „Versöhnung“ und „Verständnis“, betete zu Jesus, bat nicht um Verzeihung für die Verbrechen seines Volkes , und stieg dann wieder in sein gepanzertes, schwarzes, deutsches Auto und machte sich auf den Weg zurück nach Rom.<<
    http://www.hagalil.com/archiv/2006/06/papst.htm

Kommentare sind deaktiviert