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CSU gegen Sperrung

Wegen 120 Metern Straße: Verkehrspolitische „Ideologiekeule“ im Regensburger Kommunalwahlkampf

Die Sperrung eines kurzen Straßenabschnitts in Margaretenau für den Pkw-Verkehr gerät zum Wahlkampfthema. Für das Planungsreferat und die Mehrheit des Stadtrats ist es eine Lösung für mehr Verkehrssicherheit. Für CSU-Chef Michael Lehner ist es eine Bestätigung dafür, „dass der Autofahrer zum Bösen erklärt“ werde. 

Diese Engstelle der Georg-Herbnsat-Straße sorgte im Planungsausschuss für eine verkehrsideologische Debatte. Foto: as

Michael Lehner schwankt zwischen vordergründigem Ärger und heimlicher Genugtuung. „Macht’s nur so weiter“, sagt der Chef der Regensburger CSU. „So viel Feindlichkeit wie hier gegenüber dem Autofahrer an den Tag gelegt wird, ist nur Wasser auf unsere Mühlen. “ „Unbeschreiblich“ sei das alles. Der Autofahrer werde „zum Bösen“ erklärt. Wer in der Margaretenau wohne, müsse künftig „kilometerlange“ Umwege in Kauf nehmen.

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Letzte Woche. Sitzung des Planungsausschusses im Regensburger Stadtrat – eine Debatte, die zeigt, wo bei der künftigen Regensburger Verkehrspolitik die Fronten verlaufen. Der Anlass: 120 Meter Straße.

Schleichweg zur Margarentenau: schmal, unattraktiv und unsicher

Der kurze, einspurige Abschnitt der Georg-Herbst-Straße, vier Meter breit, dient manchen Autofahrern als legaler Schleichweg zwischen Margaretenau und Dechbettener Brücke. Gegenverkehr ist nicht möglich. Deshalb regeln Ampeln an beiden Enden die Passage.

Radler und Autofahrer warten – ebenso Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollator oder Kinderwagen. Der abmarkierte Streifen misst nur einen Meter. Bei Gegenverkehr ist die Passage für sie nicht sicher.

„Allein schon deswegen gibt es Handlungsbedarf“, heißt es in der Beschlussvorlage. Doch nicht nur deshalb. Die Georg-Herbst-Straße gehört zum Regensburger Radroutennetz, dessen Umsetzung der Stadtrat mit dem Radentscheid 2019 und der konkreten Planung 2022 beschlossen hat. Einstimmig.

Engstelle bei der Hauptradroute

Die Hauptradroute 5 (rr05) führt von der neugebauten Radbrücke von Sinzing nach Großprüfening, vorbei am Bahnhof Prüfening, durch das Neubaugebiet Dörnberg zum Hauptbahnhof und von dort weiter zum Candis-Viertel, zum Hohen Kreuz und zur Siemensstraße.

Möglichst kreuzungs- und ampelfrei, abseits der Hauptstrecken des motorisierten Verkehrs – an anderen Stellen wurden bereits entsprechende Umbaumaßnahmen umsetzt. Dieses Ziel gilt auch für die übrigen 18 geplanten Hauptradrouten – 172 Kilometer.

Laut der Vorlage des Planungsreferats ist die Lage in Prüfening derzeit problematisch. Das Teilstück der Georg-Herbst-Straße schreckt Radler ab: Ampeln, teils lange Wartezeiten, wenig Attraktivität.

Der Radweg entlang der Prüfeninger Straße – ein Unfallschwerpunkt

Um das Problem zu lösen, prüfte die Verwaltung mehrere Optionen. Erstens eine Verlegung der Hauptradroute auf den Radweg an der Prüfeninger Straße.

Die Radwege dort „weisen zumeist nicht einmal die Mindestanforderungen hinsichtlich der Breite auf“, so die Vorlage. Überholen? Nicht möglich. „Kritisch im Längsverkehr sind die Gefahren, die von sich öffnenden Kfz-Türen ausgehen (Parken am Fahrbahnrand, Dooring-Unfälle). Ebenso zu schmal sind die Gehwege.“

Dazu kommen zahlreiche Einmündungen, Grundstückszufahrten, Verkehrskonflikte mit Elterntaxis zur Kreuzschule im alten Stadion. 2023 gab es acht Unfälle mit leicht verletzten Radfahrern – eine auffällige Häufung. Umbauten wären aufwendig und erst langfristig umsetzbar.

Ausbau der Georg-Herbst-Straße – kaum umsetzbar

Zweiten Variante: eine Verbreiterung der 120 Meter Georg-Herbst-Straße. Angesichts der Eigentumsverhältnisse und des engen Raums kaum machbar – und mit erheblichem Aufwand und Kosten verbunden.

Deshalb der Vorschlag der Verwaltung: Der in Rede stehende Abschnitt der Georg-Herbst-Straße wird für Pkw gesperrt (für Lkw ist er ohnehin schon jetzt gesperrt).

Michael Lehner:„Bald muss man sich schämen, wenn man mit dem Auto durch die Stadt fährt“ Foto: Archiv/Staudinger

Während die übrigen Fraktionen zustimmen, löst das bei Michael Lehner eine Tirade aus. „Ich weiß gar nicht, wo ich mich bedanken muss, dass immer mehr Autofahrer so verärgert werden, dass sie – glaube ich – etwas ändern wollen in dieser Stadt“, wahlkämpft der CSU-Chef.

Eine „ähnliche Heldentat wie beim Hauptbahnhof“ sei das Ganze. Bald müsse man „sich schämen, wenn man mit dem Auto durch die Stadt fährt“.

OB verweist auf Anwohnerstimmen aus der Margaretenau

Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer widerspricht. Sie erinnert an die Debatten um den Bau der Klenzebrücke und die Verlängerung der Lessingstraße. Ende 2021 wurde dieses Vorhaben fertiggestellt.

„Damals war ein Hauptargument der Bewohner der Margaretenau, dass die Klenzebrücke gebaut werden muss, um die Schleich- und Querungsverkehre durch die Margaretenau über die Dechbettener Brücke zu verhindern“, so Maltz-Schwarzfischer. Mehrfach sei sogar vorgeschlagen worden, auch die Dechbettener Brücke komplett nur dem Radverkehr zu widmen.

„Es sind auch keine kilometerlangen Umfahrungen nötig. “ Es gebe mehrere Möglichkeiten, die Margaretenau von beiden Seiten anzufahren. „Es wird niemand abgeschnitten.“ Die Verbindung über die Georg-Herbst-Straße sei ohnehin nicht sonderlich attraktiv.

„Paradebeispiel, warum wir bei den Hauptradrouten so langsam vorankommen.“

Brücke-Stadtrat Florian Rottke nennt Lehners Wortmeldung eine „Ideologiekeule“. „Das ist ein Paradebeispiel dafür, warum wir bei den Hauptradrouten so langsam vorankommen, wenn wir über jede kleine Maßnahme und jeden Parkplatz streiten müssen und jedes Mal von der CSU ein Aufschrei gestartet wird.“

Ähnlich äußern sich Kerstin Radler (Freie Wähler), Benedikt Suttner (ÖDP) und Klaus Rappert (SPD). Der merkt noch an, dass die Behauptung, der Hauptbahnhof sei nicht mehr erreichbar, schlicht unwahr sei. Man könne lediglich nicht mehr queren.Die CSU müsse mit den Konsequenzen des von ihr mitbeschlossenen Radentscheids umgehen, sagt Thomas Thurow (Brücke). „Wenn manche meinen, wir sind autofeindlich, sollte man vielleicht einmal daran denken, dass wir freundlich sind zu den Bewohnern der Margaretenau“, ergänzt Hans Teufl (Grüne).

Michael Lehner meldet sich nicht mehr zu Wort, murmelt nur einmal, dass man das auch anders sehen könne. Die Umwidmung der Georg-Herbst-Straße wird gegen die Stimmen der CSU beschlossen. Ob die Maßnahme am Ende umgesetzt wird, entscheidet der nächste Stadtrat.

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Kommentare (78)

  • KW

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    Viel Spaß beim Plaudern nächsten Sonntag. Der Mensch scheint in der falschen Partei zu sein.

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  • Mr. B.

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    Der Radfahrer muß an der Ampel lange warten.
    Das geht natürlich gar nicht.
    Wer diesen Abschnitt des öfteren befährt, weiß genau, daß die Ampel für viele Radfahrer nicht existent ist.

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  • Paul

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    Kommentar gelöscht. Bitte überprüfen Sie Ihre Quellen. Da ist sehr viel falsch.

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  • Paul

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    Kommentar gelöscht. Nicht belegte Behauptungen. Plumpes Bashing. Und nur am Rande mit dem Thema verwandt. Ende der Durchsage.

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  • Alfons

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    Lehner auf den Bashing Spuren von Söder. Mir ist nicht bekannt, dass Autofahrer in Regensburg benachteiligt werden. Millionen wurden und werden ausgegeben für Autobahnausbau, Sallerner Regenbrücke und die Fahrradinfrastruktur soll auf der Strecke bleiben. Wie Fahrrad feindlich und verantwortungslos ist den mit Lehners Haltung die CSU in Regensburg. Der Zustand der Fahrradwege in Regensburg ist an wichtigen Hauptverkehrswegen, z.B. Landshuter Str. unter aller Sau. Es geht doch um ein sowohl als auch und nicht um ein entweder oder. Insbesondere, wenn man an die Regensbürger Bürger denkt. Die fahren nämlich viel Rad. Ich hoffe, dass diese polarisierende Haltung der Christlichen Autofundamentalisten vom Wähler abgestraft wird.

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  • Werauchimmer

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    Ich bin noch mit dem Auto über die Steinerne Brücke gefahren. Genauso unvorstellbar wird das bald bei diesem Straßenabschnitt sein.

    Radwege sind normalerweise keine Radverkehrsförderung, sondern Autoverkehrsförderung – die Radfahrer sollen den Autos aus dem Weg geräumt werden. Mit all den Konsequenzen — viele Radwege sind zusammengeschusterte Restflächen zwischen Autotüren, Mülltonnen und Falschparkern, oft fast unbenutzbar.

    Radfahrer brauchen eigentlich keine Radwege – die Autofahrer brauchen die Aufteilung, weil sie mit Radfahrern auf der selben Fahrspur überfordert sind. Deswegen müssen jetzt benutzbare Flächen reserviert werden…was nicht geht, ohne Kfz-Fahrspuren und Parkplätze zu streichen.

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  • Ingrid

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    Prinzipiell warten Auto und Radler gleich lange, da Bedarfsampel, fährt das Radl bergauf gibt ein extra Knopf auch extra mehr Zeit für Radler. In der Realität warten Radler eher selten. Gefährlich ist eher die Georg -Herbst-Strasse für Radler, da es durch beidseitiges Parken von PKWs sehr eng ist, bei Gegenverkehr extrem. Kann die Margaretenau von der Dechbettener Straße nicht mehr angefahren werden kommt es zu mehr Durchgangsverkehr durch die gesamte Margaretenau von der Prüfeninger Straße her und das soll der Wunsch der Bewohner dort sein? Es regen sich Zweifel in mir….

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  • Ein Anwohner

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    Wohne in dieser Siedlung fast 50 Jahre,klar ist es eng auf dem Berg nutze ihn fast täglich und merke eigentlich das dort die Rücksicht und das Verständnis untereinander funktioniert egal ob Auto-Radfahrer der Spaziergänger oder ie Oma die mit ihrem Hund dort entlang geht.Riesige Unfälle und Chaos wüsste ich eigentlich nicht in diesem Abschnitt.Andere Wege zur Margaretenau zu gelangen.klar gibt’s die zur Kreuzschule vor 1-4 Klasse super Idee dort ist jetzt zu den Stosszeiten schon Chaos und dann die noch hinschicken weil sie einen Umweg fahren müssen,echt prima.

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  • Christoph

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    Als Anwohner der Margaretenau kann ich nur sagen, dass nahezu jeder Autofahrer, der nicht über die Georg-Herbst-Straße (und dann meist die Dechbettener Brücke) auf die größeren Umgehungsstraßen wie Kirchmeierstraße stadtauswärts oder Richtung Autobahn kommt, dann über die Linden- und Birken- oder Eichenstraße zur Grundschule im Alten Stadion fahren und dort Richtung Klenzebrücke abbiegen wird. Er passiert dutzende Zone-30-Wohnhäuser und eine Grundschule nebst Kinderhort mehr als beim quasi “Anwohner-losen Verlassen” des Lindenplatzes über die Georg-Herbst-Straße.

    Es ist richtig, dass die eine Fahrbahn dort sehr eng ist, wenn Autos Fußgänger passieren müssen. Aber es ist – so überraschend es im ersten Moment klingt – so eng, dass es OFFENSICHTLICH nur mit Schrittgeschwindigkeit und sehr vorsichtig möglich ist, aneinander vorbeizufahren, so dass ich sowohl als Autofahrer wie auch als Radfahrer, Fußgänger und Jogger bisher immer das Gefühl hatte, die Verkehrsteilnehmer passen viel mehr aufeinander auf als an den Rad- und Fußwegen der großen Straßen, z.B. Prüfeninger.

    Ich würde dringend empfehlen, die Straße für Pkw geöffnet zu lassen.

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  • RD Ultra

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    War da nicht auch die Rede von 8? Unfällen allein im letzten Jahr? Was allerdings nicht verwunderlich ist, so manch benachteiligter und diskiminierter Autofahrer nutzt das kurze Stück für Beschleunigungstests, selten hält sich da wer an die 30kmh Beschränkung. Mich wundert, dass da nicht mehr Fußgänger erfasst werden.

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  • michinga

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    Liebe CSU,

    ist es jetzt das neue Verkehrskonzept den Radverkehr zu bashen – bzw. 120 Meter – , nachdem die Stadtbahn verhindert wurde? Wie war das? “300 Räder ersetzen eine Stadtbahn”?

    Wo ist Ihr Verkehrskonzept Herr Lehner und Frau Freudenstein?

    p.s.: die Umgestaltung des Areals vor dem HBF war das Beste was die SPD/CSU Koalitaion zustande gebracht hat! PUNKT

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  • Lodovico Settembrini

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    Erstens:
    Lehner: Tirade, wahlkämpft
    Malz-Schwarzfischer: widerspricht, erinnert
    Rotte: nennt
    Radler, Sutter, Rappert: äußern sich
    Fällt da sprachlich etwas auf?
    Zweitens: die Margaretenau hat einen idyllischen, örtlichen Charakter. Die kleine Straße mit der Ampelregelung hat Charme, einen Unfall hat es meines Wissens dort noch nie gegeben. Muss man alles zerstören?

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  • Fred

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    So sieht Populismus in Reinstform aus Hr. Lehner. Kilometer lange Umwege. Das ist nach jeder rationaler Bewertung einfach eine sinnvolle Maßnahme. Sie mögen es versuchen ihrem Landesvater gleich zu tun, das funktioniert aber nicht in einer Stadt wie Regensburg. Ich denke man sollte insbesondere die betroffenen Anwohner entscheiden lassen.

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  • Büttner Ulmenstraße Regensburg

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    Ich wohne seit 30 Jahren in der Ecke Ulmenstraße /Georg-Herbst-Straße und hatte noch nie ein Problem mit entgegenkommenden Verkehr. Was soll diese Diskussion überhaupt??? Alles so lassen, wie es ist!!!

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  • Bruckmandl

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    Ich biete mich hiermit an, Herrn Lehner am 23.12. das Rad fahren beizubringen, damit er sich mit dem Auto nicht mehr so zu schämen braucht..

    Wahnsinn. Ich war am Goethe-Gymnasium und zufälligerweise auch zu der Zeit, als die neue Turnhalle gebaut und über längere Zeit nicht benutzbar war. Ausweichstandort war die ESV-Halle und zur Mittagspause ist man nach dem Sport zur Norma in der Prüfeninger Straße durch Georg-Herbst-Str. und Margeretenau.
    Heute ist da der Hausler Getränkemarkt.

    Es war die REGEL, dass man da – zu Fuß – entlang der Straße von Außenspiegeln touchiert wurde, wenn man nicht gerade in der Hecke bzw. in der Böschung marschiert ist. Weil die Leute keine 30 Sekunden warten wollten bis man wieder am Gehsteig war. Schön dass die Engstelle endlich mal Thema ist.
    Zur Einordnung: Das war in den späten 2000ern, die Autos waren noch etwas kleiner und der Verkehr etwas weniger schlimm als heute.

    Ich sehe das nicht als Ideologiekeule, sondern als Realitätscheck für Leute, die es auch nach fast 20 Jahren noch nicht gecheckt haben. Dieser substanzlose Populismus ist erbärmlich.

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  • Monilein

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    Diese kurze Strecke am Bergerl zwischen den Schrebergärten kenne von Kindheit an. Es ist mir immer eine Freude, sie zu befahren. Das passiert vielleicht einmal im Jahr. Noch nie habe ich erkennen können, dass es ein Problem gibt mit Radfahrern oder anderen Autos. Eigentlich bin ich immer der einzige Autofahrer weit und breit. Es ist mir ein Rätsel, warum hier solch ein Fass aufgemacht wird, als hätte Regensburg keine echten Probleme mit dem Verkehr.

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  • Florian Islinger

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    Sehr geehrte Damen und Herren.
    Ihnen ist wohl nicht klar, dass dann die Autofahrer über die Kreuzschule ausweichen müssen. ( Kinder mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen rechnen müssen, die Unfallgefahr wird steigen.
    Ich wohne jetzt seit über 25.Jahren in der Margarnau. Hier gab es noch nie Probleme wegen der einspurigen Straße. Weder mit Radfahrern noch mit Fussgängern.Warum wird hier wieder ein Fass aufgemacht.
    LG Flori

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  • Studi

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    @Ingrid
    9. Dezember 2025 um 18:29

    “Kann die Margaretenau von der Dechbettener Straße nicht mehr angefahren werden kommt es zu mehr Durchgangsverkehr durch die gesamte Margaretenau von der Prüfeninger Straße her” –> Die Zufahrt über die Dechbettener Straße ist faktisch die einzige Möglichkeit für Durchgangsverkehr in dem Gebiet. Was Sie meinen ist Anliegerverkehr. Das beschränkt sich aber ertsens nur auf die Wohneinheiten in der Georg-Herbst-Straße und eventuell Ulmenstraße und zweitens nur für diejenigen die von der Kirchmeierstraße aus kommen. In allen anderen Fällen ist es schon heute objektiv schneller über Lessingstraße und Prüfeningerstraße. Der zusätzliche Anliegerverkehr, der bei einer Sperrung der 120m für den Autoverkehr entsteht, für die (vermutlich relativ gleichmäßig verteilt) Magaretenau, Eichenstraße, Scharnhorststraße wäre also minimal. Gleichzeitig ist der Durchgangsverkehr in diesem Gebiet damit endgültig beendet. Das würde auch den Autoverkehr gerade in der Georg-Herbst-Straße verringern.

    Eigentlich wäre die Sperrung für den Autoverkehr eine Win-Win-Win Situation. Es ist für Durchgangsverkehr ohnehin nur eine Pseudoabkürzung, demnach auch kein “lose” für Autofahrer.

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  • Mr. B.

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    Ich schlage eine Anwohnerbefragung in der Margaretenau vor.

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  • Studi

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    Weil ich in meinem vorherigen Beitrag die obigen Kommentare noch nicht lesen konnte noch ein Nachtrag:

    @Christoph
    9. Dezember 2025 um 19:47

    “Er passiert dutzende Zone-30-Wohnhäuser und eine Grundschule nebst Kinderhort mehr als beim quasi “Anwohner-losen Verlassen” des Lindenplatzes über die Georg-Herbst-Straße.” –> Es ist wahrscheinlich richtig dass auf dem Weg Lindenplatz->Ulmenstraße->Georg-Herbststraße etwas weniger Anwohner betroffen sind als Lindenplatz-> Magaretenau(Lindenstraße->Birkenstraße) -> Eichenstraße. Allerdings sind Sie sich den Relationen vermutlich nicht bewusst. Wenn es um die Anzahl der Anwohner geht muss beachtet werden dass Ulmenstraße und Georg-Herbst-Straße dichter bebaut sind als die Eichenstraße und Birkenstraße, die zum großteil aus Einfamilienhäusern besteht in denen statistisch gesehen nur je zwei Personen wohnen im Schnitt. Desweiteren reden wir hier nur von ein paar dutzend Autos über den Tag verteilt (nicht jeder Bewohner muss in die Richtung), alles nördlich des Lindenplatzes dürfte objektiv sowieso nicht über die Georg-Herbst-Straße fahren.

    Das Argument dass die offentsichtliche Gefahr der Stelle ein rücksichtsvolles Befahren begünstigt und so weniger Unfälle passieren ist selbst konstruiert.

    “Es ist mir immer eine Freude, sie zu befahren.”

    “Ich wohne seit 30 Jahren in der Ecke Ulmenstraße /Georg-Herbst-Straße und hatte noch nie ein Problem mit entgegenkommenden Verkehr.” (begleitet von drei Ausrufezeichen und drei Fragezeichen)

    “Die kleine Straße mit der Ampelregelung hat Charme, einen Unfall hat es meines Wissens dort noch nie gegeben.”

    Wer mit “Charme”, “Freude”, anekdotischer Evidenz (und dann auch nur der eigenen) als Argumenten aufwartet hat meiner Meinung nach eh schon verloren. Das bestätigt nur das Bild des ignoranten, egoistischen Autofahrers, der aus Spaß Auto fährt (auch wenn er es nicht zugeben will).

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  • Hofpointner

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    Wir sind hier seit mehr als 30 Jahren in der Margaretenau ansässig. Wohnen genau an diesem Eckpunkt.
    Es gab niemals größere Probleme oder UNFÄLLE an bekannter Stelle. Diese kleine Straße umzuwandeln ist fast wie ein Stich ins Herz der Bewohner der Margaretenau.
    Man soll nun anders fahren ? Erhöhung des CO2 Ausstoßes ? Umwege über Grundschule ?
    Welchem Sinn ergibt es bitteschön, etwas zu ändern, was seit Zeiten des alten Fürstenhauses immer gut war.
    Es passieren dort – genau dort – definitiv keine 8 Unfälle- wie im Protokoll genannt.
    Man nimmt hier Rücksicht auf alte Menschen, Radfahrer, Eltern mit Kindern oder Kinderwagen.
    Diese Straße ist und sollte ein Teil der schönen Margaretenau bleiben.

    MEIN DANK AN HR. LEHNER, WELCHER SICH ALS EINZIGER FÜR DEN ERHALT AUSGESPROCHEN HAT. ALS EINZIGER !!!

    Ich hoffe, unsere kleine Straße bleibt erhalten zur Nutzung unserer KFZ.

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  • Werauchimmer

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    Was bei den Kommentaren auffällt, welche die Strasse für Autos offen haben wollen:

    – Georg-Herbst-Str.
    “nie ein Problem” “alles super” “verstehe die Aufregung nicht” “immer alle rücksichtsvoll”

    – Sollen die selben Autofahrer an der Schule vorbei fahren
    “Chaos” “Unfallgefahr”

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  • Stefan Aigner

    |

    @Hofpointner

    Die 8 Unfälle passierten an der Prüfeninger Straße. Das steht im Text, sogar in einer Zwischenüberschrift.

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  • Oswald

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    Vermutlich liegt ein parteilicher Knatsch hier vor. Es gibt Gegenden (Wohnvierteln mit Fahrradstraßen, Kindergärten,Schulen und Sportstätten) die mit wesentlich höherer (Fremd-)Verkehrsbelastung belastet sind und die nicht von der Stadtregierung geschützt werden.

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  • Paul

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    servus

    so wie es von den Betroffenen dargestellt wird,

    Neuer change a running system

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  • Christian

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    Die 8 Unfälle wurden von “RD Ultra” fälschlicherweise unter dieser Straße subsumiert. Er hat hier nicht genau genug gelesen. Der Rest ist auf diesen Fehler aufgesprungen. Im Text steht eineindeutig dass die 8 Unfälle in der Prüfeninger Straße stattgefunden haben.
    Die Anwohner wissen denke ich am Besten ob diese “Engstelle” ein Problem oder ein Gefahrenpotential über Gebühr darstellt. Das scheint mir nicht der Fall zu sein. Die Argumentation der Stadtverwaltung war ja auch nicht so dezidiert dass sich das ableiten ließe. Sie war ja eher allgemein und vage. Es stelle eine Gefährdung für Fussgänger und Radfahrer dar….. Wieviele Unfälle bzw. aussergewöhnliche Vorkommnisse gab es denn in den vergangenen 5 Jahren? Würde mich interessieren. Ich benutze die Straße im Jahr vielleicht bis zu 10 mal. Mir wäre auch noch nie aufgefallend dass es dort zu rücksichtslosen Szenen gekommen wäre. Wenn nötig zuckelt man halt die paar Meter hinter dem Radfahrer her wenn man nicht genug Raum zu überholen hat oder sich dabei nicht sicher fühlt. Und ich denke ich spreche nicht nur für mich sondern ich habe das auch bei Pkw’s die vor mir fuhren so wahrgenommen. Meistens ist man eh alleine.
    Ich kann diesen Aktionismus nicht verstehen. Wieder so ein Beispiel in dem die Stadtverwaltung bzw. der Stadtrat etwas kaputtverbessert um ein ideologisch höheres Ziel zu erreichen. Die Bürger insbesondere die Häufignutzer nämlich die Anwohner waren augenscheinlich mit dieser Situation vorher sehr zufrieden. Wieso also dieser Blödsinn?

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  • Ein Haberer

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    Dieses Straßenstück habe ich jahrzehntelang fast täglich befahren. Nie ein Unfall, eher eine Idylle.
    Aber dazu ein anderes Beispiel, wozu Radlerbevozugung füh
    rt.
    Die Alfons-Auerstr. wurde zwischen Burgunderstr. und Hornstr. zur Fahrradstr erkkärt Wenn man vorher von der Burgunderstr. her kam, gab es 2 von rechts einmündende Seitenstr. und es galt “rechts vor links”, weas bedeutete, daß man als Autofahrer(ich) eingbremst wurde.
    Jetzt, in der neuen Radfahrerstraße gilt nicht mehr “recht vor links”, kann man einen Radler ja nicht zumuten.
    Das hat aber jetzt zu Folge, daß man als Autofahrer hier zügig durchbrettern kann
    Also, Autofahrer seid guten Mutes!

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  • Barbara Stefan

    |

    Was für eine Schnapsidee, dieses idyllisch übersichtliche, kaum befahrene Stück Straße für Autos sperren zu wollen. Wer kommt auf sowas? Kommt man von Süden und will in die Margaretenau, muss man dann halt an der Schule vorbei. Find ich nicht besser. Ich würde vorschlagen, diese Entscheidung den Anwohnern der Margaretenau zu überlassen, die sich auskennen. Ich selbst fahre das Stück häufig mit dem Fahrrad und hatte NOCH NIE ein Problem mit den Autos dort, im Gegenteil kann ich mich der Aussage anschließen, dass genau auf DIESEM Stück Straße in Regensburg von allen Verkehrsteilnehmern sehr rücksichtsvoll auf die jeweils langsameren und auch Fußgänger geachtet wird. Man kann schon echt unnötig Streit und Groll erzeugen, wenn man als Stadt nun an genau diesem Punkt meint, sich für die Radler profilieren zu können. Es gibt allerhand WIRKLICH gefährliche Straßenabschnitte in der Stadt, an denen NICHTS passiert. Grade werden gern „Fahrradstraßen” eingerichtet, wo eh wenig Autos fahren – und lustigerweise oft auch wenig Fahrräder (und zwar nicht wegen der dort fahrenden Autos) :-)) Ich würde dafür plädieren, in dieser Stadt endlich mal an wirklich kritischen Knotenpunkten mit viel Verkehr die Fahrradwege ein wenig sicherer einzurichten. Da ist ausreichend zu tun und es erzeugt garantiert Zustimmung von allen Seiten.

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  • Werauchimmer

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    An die Stimmen, die hier die Anwohner entscheiden lassen wollen:

    Es geht darum, einen Weg für eine offizielle Radroute zu finden. Da kann man schlecht die autofahrenden Anwohner entscheiden lassen, die geschützt in ihrem Auto fläzen, sondern muss sich an den Menschen orientieren, die auf dem Rad sitzen.

    Auf dem Fahrrad fühlt sich diese Stelle ganz anders an als mit dem Auto, glaubt mir. Sogar bergab – und ich fahre wirklich sportlich – bin ich schon von Autos von hinten bedrängt worden, weil es ihnen nicht schnell genug ging. Bergauf fährt man AM BESTEN BEI ROT – links auf dem Mini-Gehreservat – weil es sicherer ist, die Autos kommen einen entgegen als von hinten, wo man nicht weiss, wie schnell sie ankomnen, ob sie bereit sind zu warten etc.

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  • Studi

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    @Ein Haberer
    10. Dezember 2025 um 14:14

    Die Idee der Fahrradstraßen ist es den Radverkehr entlang dieser Routen zu bevorzugen, damit man als Radfahrer schneller ist. Dass man die Radfahrer dann nicht an jeder rechts vor links einbegung ausbremsen ist dann klar. Das ist dasselbe Prinzip weswegen auf der Kirchmeierstraße zum Beispiel auch kein rechts-vor-links gilt, nur aus Sicht der Radfahrer. Fahrradstraßen sind die Schnellstraßen der Radfahrer. Autofahrer sollen hier extra vorsichtig fahren. Es gilt Tempo 30, Radfahrer dürfen nur mit Sicherheitsabstand überholt werden (was dort dann faktisch nicht möglich ist auf der Strecke). Weswegen Autofahrer dort nun ihrer Meinung nach schneller fahren könnten erschließt sich deswegen nicht (für Hornstraße richtung Burgunderstraße gilt das ohnehin nicht).

    Ich verstehe grundsätzlich nicht warum man die idylle der Georg-Herbst-Straße für den Autoverkehr freihalten soll. Wäre das Argument die Ampel abzunehmen und die Straße Fußgängern und Radfahrern zu widmen nicht die Folge? Dann könnten diese die Idylle auch wirklich genießen. Die Autofahrer sollten ja ohnehin nicht aus dem Seitenfenster schauen beim Fahren und die Idylle bestaunen.

    Auch der Widerspruch “kaum befahren” und dann die vielen Wortmeldungen die “fast täglich” fahren geht für mich nicht auf.

    @Barbara Stefan
    10. Dezember 2025 um 14:18

    Sie haben das Konzept der modernen Verkehrsplanung anscheinend noch nicht verstanden. Radrouten werden absichtlich nicht an den Hauptstraßen entlang geführt. Für Radfahrer hat eine vierspurige Hauptstraße keinen Mehrwert. Für Autofahrer stören die Radfahrer nur zusätzlich. Das Radnetz wird deswegen unabhängig von dem Autonetz geplant. Im Idealfall fahren Autos und Radfahrer dann ganz unterschiedliche Wege obwohl Sie zum Ziel wollen. Zum Beipsiel würde ich als Radfahrer von der Burgunderstraße aus kommend die Alfons-Auer und Sternbergstraße nehmen um zur Altstadt zu gelangen. Als Autofahrer würde man natürlicher Weise HErman-Geib, Landshuter und/oder Galgenbergbrücke nehmen. Da sieht man ganz gut dass diese Route den Rad und Autoverkehr schön entzerrt.

    Es liegt auch in der Natur der Sache dass die erste Radroute anfangs wenig befahren wird. Zum einen weil die Leute es nicht wissen, zum anderen weil das Netz nur funktioniert wenn es vollständig ist, und man kann eben nicht alle Radwege auf einmal planen und bauen.

    In diesem Sinne ist die Umwidmung der Brücke für Radfahrer ein no-brainer. Es gibt kaum eine Stelle in der der Radverkehr mit so minimalen Einschränkungen für Autofahrer sofort profitieren würde. Es ist ja auch zu bedenken dass dann die Ampel überflüssig wird!

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  • H. Müller

    |

    Ein Strassenabschnitt soll für den Autoverkehr geschlossen werden, damit eine neue Hauptradroute erschlossen werden kann.
    Dadurch fällt in diesem Fall schon mal der motorisierte Durchgangsverkehr, auch Schleichverkehr genannt, durch die Margaretenau komplett weg, da die verbleibenden Routen keine Abkürzungen mehr sind.
    Das ist schon mal ein riesiger Gewinn für die Siedlung.
    Die Erreichbarkeit der Siedlung bleibt durch weiterhin vier Zufahrtsmöglichkeiten von allen Richtungen erhalten und wird durch die neue Klenzebrücke sogar noch verbessert.
    In der Siedlung wird eine Strasse wohl etwas mehr belastet (Eichenstrasse), Georg-Herbst- und Ulmenstrasse werden entlastet.
    Gewiss, manche Gewohnheit ändert sich wohl geringfügig, manche haben wohl in Zukunft ein Paar Meter mehr im Auto zu sitzen, aber für die Allgemeinheit (und übrigens auch für die Autofahrenden) ist ein mehr an Radfahrenden aus vielerlei Gründen immer ein großer Vorteil.
    Gäbe es keine Radfahrenden, der Verkehrskollaps in Regensburg wäre seit Jahren Realität.

    Was mir noch auffällt in der Diskussion hier: Es sind ja schon immer nur ganz wenig Autos, die da fahren, und es ist ja so ungefährlich und friedlich… – aber wehe die fahren jetzt alle an der Grundschule vorbei!
    Auf einmal entdecken die Autofahrer ihre Kinderliebe. Was ein paar Meter Umweg so alles bewirken können…
    Gratismut nennt man das glaube ich.

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  • Barbara Stefan

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    Sehr geehrter Studi,
    eine Ampel weniger … :-))))
    Und ich hab schon verstanden, worum es geht. Eine Runde für Radler die in und um die Altstadt führt und von Autos gar nicht berührt wird. Das ist eine nette Idee für Touristen und Leute, die radeln, um zu radeln. Wenn ich in die Stadt radle, nehme ich die direkten und schnellen Wege, auf denen sich natürlich auch Autos bewegen. Ich denke, dass beides miteinander möglich ist. Und auch Fussgänger, die ja wiederum dann oft keine Radler haben wollen …
    Interessant wäre es, einfach mal da oben an der Stelle ein wenig zu verweilen und zu schauen, was da derzeit so los ist. Ziemlich wenig, fällt mir grad immer auf, wenn ich da zufuß hochgehe.
    Ich versteh den Aufstand null. Und meine wirklich, die Entscheidung sollten die Anwohner treffen dürfen, weil es die betrifft. Wäre mal ein Akt direkter Demokratie hier und gar nicht so kompliziert.

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  • JS

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    @Ein Haberer: es gilt durch die Fahrradstraße Tempo 30 und keine Gefährdung der Radlfahrer (1,5m Abstand beim Überholen, …)

    @Babara Stefan: wenn das eine Rad-/Fußbrücke wird, braucht‘s die Ampel nicht mehr, d.h. man kann als Radlfahrer zu jeder Zeit drüber und ist damit im Schnitt schneller. Damit wird es attraktiv diese Strecke mit dem Rad statt Auto zu fahren. Also unterstützt die Maßnahme das Ziel des Radverkehrausbaus.

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  • Barbara Stefan

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    Und weiter gefragt, lieber Studi, woher kommt dieser ungestörte Radweg und wie geht er oben nach der Ampel weiter? Durch das Dörnbergviertel enden Radwege an Bauminseln aprupt und man muss auf die Strasse oder auf den Bürgersteig. Und in der Margaretenau ist keinerlei Radweg und die Strasse beidseitig zugeparkt. Ich seh irgendwie den größeren Zusammenhang noch nicht.

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  • JJ

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    Kann doch auch ne fahrradstrasse werden und alle sind glücklich? Btw. Heute kam mir ein LkW entgegen… gibt immer komische Leute.

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  • Barbara Stefan

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    Und zu Herrn Müller: Ich nutze dieses Stück Strasse sowohl mit Auto als auch mit dem Fahrrad als auch zufuß. Ich bin’s grad irgendwie leid, dass hier man hier angefeindet wird, wenn man sagt, dass es wenig Sinn macht, den Verkehr an der Schule entlang zu führen. Manchmal hat man was zu transportieren oder es regnet dermaßen, dass man das Auto nutzt. Aber habe als Mensch, der bevorzugt geht oder radelt, echt keine Lust, mich mit so „Gratismut” auseinanderzusetzen in DIESER Diskussion, hier geht’s nicht ums Autofahren sondern um sinnvolle Wege für eigentlich nur wenige Menschen, die in der Ecke hier wohnen. Mehr ist es nicht. Und keine Grundsatzdiskussion ums Autofahren, egal wer das grad für sich nutzen möchte.

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  • Christa

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    Dieser substanzlose Populismus der CSU auf Landes-wie auch auf Stadtebene darauf gerichtet ist die (Stadt-)Gesellschaft zu spalten, Leute gegeneinander aufzuhetzen, Realität zu verdrehen ist zum Kotzen und schadet massiv der politischen Kultur und der Akzeptanz unserer Demokratie. Das ist erbärmlich und gefährlich. Keine Lösungen anbieten, mal dafür und danach wieder dagegen – Würste fressen auf Social Media, Glühwein saufen auf Plakaten. Bloß keine Inhalte! Bloß keine Konzepte und Ideen. Bloß keine sachliche und damit für alle nachvollziehbare politische Diskussion im Sinne einer Suche nach einer Verbesserung der Situation für die Bürgerinnen und Bürger. Wo ist das Verkehrskonzept Frau Freudenstein? Herr Lehner? Wie wollen wir hier in Regensburg mit der stetig zunehmenden Bevölkerung und den damit einhergehende Verkehrszuwachs umgehen? Soll der Verkehr in Regensburg denn hin? Ins Weltall? Auf den Mond? Bavaria One-Mission Zukunft?

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  • Mr. T.

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    Ich stelle mir gerade vor, die Steinerne Brücke müsste heutzutage vom Autoverkehr befreit oder die Parkplätze am Haidplatz entfernt werden. Die CSU bekäme eine argumentative Kernschmelze und “Anwohner” würden um die Erreichbarkeit ihrer Liegenschaften fürchten, dass man meinen könnte, sie würden auf St. Helena wohnen. Ich kann es nicht mehr hören, wie die CSU immer noch über die Durchfahrtssperre am Bahnhof weint, die sich in der Praxis mehr als bewährt hat. Ein ideologischer Kampf um jeden Meter Straße, der Gugelmänner und Kaisertreue wie eine progressive Elite erscheinen lässt.
    Man stelle sich vor, wir stünden mit dem aktuellen Personal vor der Schwelle der Industrialisierung oder der Abkehr von Dampfmaschinen. Man würde ganz “technologieoffen” um jede Pferdekutsche und jedes Ochsengespann kämpfen.

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  • KW

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    @Christa, ich glaub Sie haben als eine der wenigen verstanden, was ich mit meinem ersten Kommentar, ganz oben, sagen wollte :-)
    Und dass diese ekelhAFDen und destruktiven Mechanismen funktionieren, sieht man ja in der “Diskussion” hier.

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  • JS

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    Zur Info:

    Die geplante Hauptradroute (im Stadtplan gelb eingefärbt) soll von Neutraubling via Leibnizstr., Max-Plank-Str., Odessa-Ring, Burgunderstr., Hochschule, Ludwig-Thoma-Str., Erzbischof-Buchberger-Allee, Klenzestr., Klenzebrücke, Dechbettener Str. , Georg-Herbst-Str., Scharnhorststr., Lilienthalstr., Messerschmittstr. und dann bei Westbadweiher auf den Donauradweg gehen.

    Auch wird damit Prüfening unkompliziert an den schon bestehenden rr05 angebunden (Sinzing – Odessa-Ring via Dörnberg, Hbf und Candis).

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  • Werauchimmer

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    @Barbara Stefan Ihren Fragen und Aussagen nach fahren Sie praktisch nie Fahrrad.

    woher kommt dieser ungestörte Radweg und wie geht er oben nach der Ampel weiter?

    Es geht nicht um Radwege. Im Gegenteil, siehe mein erstes Kommentar. Davor und danach sind für Radfahrer attraktive Straßen, dort besteht kein Handlungsbedarf.

    Wenn ich in die Stadt radle, nehme ich die direkten und schnellen Wege, auf denen sich natürlich auch Autos bewegen.

    In den meisten Fällen stimmt das nicht.

    -Auf den Auto-Hauptrouten gibt es viele Ampeln, für Radfahrer bedeutet das rote Welle. Ein Zeitverlust, für den sich viele 100m pro Ampel Umweg lohnen.

    -Auf Auto-Hauptrouten gibt es meistens Radwege. Diese sind gefährlicher als die Fahrbahn und können lange nicht so schnell und sicher befahren werden wie eine Straße ohne Radwege oder nur mit Radstreifen, die notfalls ignoriert werden können.

    Durch das Dörnbergviertel enden Radwege an Bauminseln aprupt und man muss auf die Strasse oder auf den Bürgersteig.

    Wenn Sie von einer Fahrbahnverengung, die einen Schutzstreifen unterbrechen, überfordert sind, sollten Sie wirklich besser autofahren. Man fährt dort ja die ganze Zeit auf der Straße und braucht nicht “wechseln”

    Ich versteh den Aufstand null

    Den Aufstand macht ja wohl gerade die Autofan-Fraktion.

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  • Barbara Stefan

    |

    Ich geb auf :-) Ohne Groll. Hier in der Prüfeninger sind täglich hunderte Radfahrer, die den direkten Weg nehmen und ich überlasse Euch diese Diskussion. Und ich würd mich, wie Ihr auch, nicht an diese diskutierte Stelle stelle stellen, um dort die wenigen Radler (da bin ich auch dabei manchmal) zu interviewen, ob da jetzt die wenigen Autos weg sollen. Ich verlasse diese Diskussion, macht keinerlei Sinn. Wer von den hier Rumwetternden radelt da wie ich ich zweimal die Woche durch eigentlich?
    Aber egal. Ich bin draussen und nehm es halt hin, was da beschlossen wird.

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  • Barbara Stefan

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    Und will mich auch nicht weiter als Autofan beschimpfen lassen, dafür radle und gehe ich zuviel. Ist mir zu blöd. Lieber geh ich jetzt noch eine Runde, liebe Freunde!

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  • Barbara Stefan

    |

    Entschuldigung, ich radle jetzt lieber noch eine Runde statt zu gehen :-)))
    Aber die Diskussion hier erledigt sich, wenn man sich die Mühe macht, sich mal an den hier diskutierten Ort ein wenig hinzustellen. Versucht es, bevor Ihr nur hier vor dem Bildschirm sitzt! Radelt mal da hin und durch, ist echt entspannt dort. Sagt Euch eine Radlerin, Spaziergängerin und Autofahrerin.

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  • Barbara Stefan

    |

    Dieses Stückchen Strasse ist sicher nicht der Knackpunkt für ein vielleicht in einigen Jahre mal vorhandenes insgesamt gut gedachtes Verkehrskonzeptfür Regensburg, das eben nicht vorhanden ist. Ich hab mal Geografie studiert und dabei viel gelernt, was alles zu beachten ist für Wege und Bewegungen und einiges andre. Mich überzeugen keine kleinräumigen Maßnahmen. Und auch keine Autofreak-Schreiereien, die mich einordnen hier, wenn ich andrer Meinung bin. Ich liebe mein Auto. Aber nutze es eigentlich, um aufs Land zu kommen, da wo nichtmal ein Bus hinfährt. Also. Mich nervt jetzt diese Anfeindung hier echt. Alle, die hier maulen, sollen sih mal morgen an die diskutierte Stelle stellen und vor allem mal berichten, wie toll und warum das vorher und nachher an der abgestellten Ampel dann weiergeht für die Radler. So, jetzt echt gute Nacht!

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  • Gürteltier

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    Nicht zu später Stunde so stark aufregen Fr. Stefan, das beeinflusst die Nachtruhe negativ! ;-)

    Ich finds gut. Alles was für Radler gemacht wird find ich gut.
    Ich bin beides: Autofahrer und Radler und entscheide mich bewusst das Rad zu benutzen um tägliche Strecken wie den Arbeitsweg zu bestreiten. Obwohl ich um die Zeiten zu denen ich unterwegs bin mit dem Auto schneller wäre und obwohl ich mich als Radler (zur kalten Jahreshälfte) in andere Klamotten zwängen und im Straßenverkehr mit mehr Risiko rechnen muss.
    Wenn ich allerdings an jeder zweiten Ampel ausgebremst werden würde da die “grüne Welle” wenn sie denn funktioniert auf Autos ausgerichtet ist würde ich es bleiben lassen. Das ständige “Stop and go” auf dem Rad ist anstrengend, nervig und am Ende wird die Sache zusätzlich wesentlich zeitintensiver wie wenn ich mit einem Auto unterwegs bin.
    Für einen Radschnellweg der mich schnell und sicher von A nach B bringt nehme ich auch Umwege in Kauf und am Ende ist auch ein Auto weniger auf der Straße, ;-)

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  • rgbg02

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    Die Frage, die sich für mich stellt:
    Es gibt eine große Diskussion über diese Sperrung von 160m – aber ergeben sich wirklich so viele Vorteile für den Fahrradverkehr? Oder sollte nicht auch die Planung dieser Route überdacht werden?
    Die diskutierte Strecke ist kein Teil der Hauptroute rr05, sondern quasi eine Verbindung von der Kirchmeierstr zur Prüfeningerstraße. Ob diese Route von Radfahrern wirklich groß angenommen wird, möchte ich bezweifeln. Denn bei dieser Variante habe ich zwei Rampen, die es rauf und runter geht: von der Dechbettnerstr zur Georg-Herbst-Str. (besagtes Stück) und von der Georg-Herbst-Str zur Scharnhorststr (über die A93). Ob Radfahrer diese kleinen Steigungen und verwinkelte Streckenführung als Alternative zur Prüfeningerstr – Lessingstr wirklich annehmen, möchte ich stark bezweifeln.
    Spielt man gerade durch das Verteidigen diese wenig attraktiven Radroute nicht gerade Herrn Lehner alle Trümpfe zu?
    * Ein Unfallschwerpunkt scheint diese Strecke nicht zu sein.
    * Großer Schleichverkehr findet wegen der Wartezeiten an der Ampel auch nicht statt.
    * Für Anwohner mit Auto wird aber eine Ab- und Zufahrt unnötig weggenommen.
    Gerade im beginnenden Wahlkampf diese nicht glückliche Radroute durchzudrücken wird dem ganzen Thema Radhauptrouten mehr schaden als nützen.
    Ich denke weit an Sperrungen und Christa-Meier-Hütchen zurück, die an einigen Stellen wohl überzogen waren. Nach der Wahl konnte dies alles dann Hr. Schaindiger als großer Wohltäter zurücknehmen.
    Vielleicht sollte man manche Kritik wirklich auch überdenken – auch wenn sie vom politischen Gegner kommt und nicht in der eigenen Ideologie gefangen bleiben.

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  • Monilein

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    Radfahrer werden beweihräuchert und gehätschelt. Ich finde, es wäre mehr als notwendig, wenn sie sich als Teil des öffentlichen Verkehrs begreifen würden. Ich kann darauf warten, dass mir ein Radfahrer flink hinter meinem zurückfahrenden Auto vorbei fährt, ohne Licht in der Nacht und gerne in der falschen Richtung. Nicht dass ich ein Problem habe, denn ich fahre extrem vorsichtig in Erwartung blitzschneller Überraschungen. Rücksichtsloses Fahren durch Fußgängerzonen, freihändiges Fahren in Parks mit Ohrstöpsel und Handy in der Hand sind normal.
    Eine allgegenwärtige Gefahr auf Gehwegen und auch auf Straßen geht von Radfahrern aus. Sie gefährden sich selbst und bringen andere in unmögliche Situationen. Fahrradrouten sind ein Schwachsinn, Radler fahren so wie es ihnen gerade einfällt.

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  • Bert

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    Ach, Monilein. Wie wäre es denn, wenn Sie Ihren Frust an anderen auslassen und nicht alle Radfahrewr über einen Kamm scheren? Ich fahre Fahrrad. Ich entspreche nicht Ihren Vorurteilen und rege mich über idiotische Verkehrsteilnehmer auch auf. Aber die gibt es überall und es ist nicht die Mehrheit. Und was das Sträßlein dort anbelangt: Ist doch mir egal.

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  • Eff Ha

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    Mr. T. : Es gibt in Regensburg auch die Tesla-Fahrer mit Anti-Musk-Aufkleber, welche jeden Tag vom Stadtzentrum an den Stadtrand pendeln, anstatt das Fahrrad zu nehmen, oder die Öffis zu benutzen. Und deren Vertretung im Stadtrat übernimmt halt die CSU ;-)

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  • brenner

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    Neues aus Schilda?

    Man wird mit dieser Maßnahme kein Verkehrsproblem lösen, weil es da schlicht keines gibt.

    Dafür schafft man aber in den engen und zugeparkten Straßen der Margartenau ein tatsächliches Problem.

    Der Niedergang des motorisierten Individualverkehrs wird dennoch ausbleiben, da kann sich der Herr Lehner wieder beruhigen. Zuviel Aufregung ist nicht gesund, auch wenn es nur gespielter Populismus ist.

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  • Stimme der Vernunft :-)

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    Nach den doch sehr unterschiedlichen Positionen hier in der Diskussion möchte ich kurz meine Sicht der Dinge schildern.

    Ich benutze diesen Straßenabschnitt mit der Ampel als Radfahrer seit einigen Jahren teilweise mehrmals täglich, da es mein Arbeitsweg (von der Scharnhorststr. in den Regensburger Osten) bzw. Einkaufsweg ist.

    Ich habe dabei schon sämtliche Situationen erlebt: von sehr rücksichtsvollen PKW (das ist definitiv auch die Mehrheit) bis hin zu Einzelfällen, an denen mich PKWs bergauf überholen (mit max. 20 cm Abstand). Ich habe mich zur Stressreduktion für beide Seiten dazu entschlossen, beim Warten an der Ampel (unten) gegebenenfalls hinter mir ebenfalls wartenden PKW die Vorfahrt zu gewähren, sobald die Ampel auf grün umschaltet (geht natürlich nur, wenn ich der einzige Radfahrer dort bin).

    Meine Position zur Sperrung für PKW: nicht wirklich nötig. Es gibt, wie einige Forummitglieder auch schon schrieben, wichtigere Streckenabschnitte im Radverkehrsnetz von Regensburg, die einer dringenderen Überarbeitung bedürften (Beispiel: Radweg von Landshuter Str. in Richtung bzw. in Burgweinting: Katastrophe!).
    Was mich zur geplanten Sperrung des Abschnitts der Georg-Herbst-Str. für PKW interessieren würde: wie ist denn dann die Vorfahrt oben an der Dechbettener Str. geregelt? Aktuell gilt hier Rechts vor Links, heißt, wenn ich als Radfahrer an der Kuppe in Richtung Dörnbergviertel abbiegen möchte, habe ich oft einige Verkehrsteilnehmer, die ich von rechts (von der Brücke kommend) durchlassen muss, gleichzeitig aber bergauffahrende Verkehrsteilnehmer ausbremse, da ich ja aus deren Sicht von rechts komme. Kommt zwar in dieser Kombination auch nicht ständig vor, aber genügend oft, dass ich mir eine Änderung wünschen würde. Sollte der Radweg also tatsächlich hier entlang gehen, sollte gleichzeitig auch die Vorfahrtsregelung an der Kuppe entsprechend abgeändert werden. Darüber habe ich aber in der Beschlussvorlage nichts gelesen.

    Insgesamt zum Thema “Hauptradroutennetz”: Man spürt halt, dass die Stadt hier schon gerne “irgendwas” machen möchte, aber massiv Geld und teilweise auch Ideen fehlen. Angefangen von der (schlechten) Markierung bis hin zur eigentlichen Streckenführung.
    Die Fahrradstraße in der Werftstr. hat z.B. Passagen, an denen links und rechts geparkt werden darf, für den Verkehr dann aber nur ein ca. 2,50m breiter Streifen übrig bleibt. Wenn sich jetzt PKW und Radfahrer dort im Gegenverkehr begegnen: Jeder darf dreimal raten, ob es schlau ist, wenn der Radfahrer auf seinem Recht (durch die Markierung als Fahrradstr. gegeben) besteht und den entgegen kommenden PKW / Van zum rückwärts Ausweichen zwingen möchte… Ergo brauche ich dort auch keine Fahrradstraße, wenn sich für mich als Radfahrenden durch diese Markierung keine echte Verbesserung ergibt.

    Die Radroute direkt an Spielplätzen / durch Spielplätze hindurch zu führen, macht deren Benutzung schon auch eher unattraktiv, da ja ständig Kinder diese Teile des Radwegs (vollkommen zu Recht übrigens!) in ihren Spielbereich mit einbeziehen. Schönes Beispiel dazu auch rr05 durch das Candisviertel, wo der Hang zur Bahnlinie im Winter (wenn dann doch mal Schnee liegt) gerne zum Schlittenfahren (mit Ziel: Radweg) genutzt wird, oder im Sommer der Ball vom Fußball spielen auf der nebenan angrenzenden Wiese den Radweg zum Teil des Speilgeschehens macht (auch hier: kein Vorwurf an die Kinder!).

    Oder, wenn wir schon in auf der rr05 sind: wieso ist es nicht gelungen, bei der Planung des Dörnbergviertels mit dem Neubau der alten Ladehofstr. den Radweg gleich so mit zu planen, dass ich keinen extra Schlenker unten durch die Kumpfmühler Brücke benötige?
    Also liebe Stadt: es gibt aus meiner Sicht wirklich wichtigere Bereiche zur Verbesserung der Radinfrastruktur als die Sperrung des Abschnitts der Georg-Herbst-Straße (soll jetzt aber bitte nicht als “Gegenstimme” gewertet werden).

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  • Der sich den Wolf schreibt

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    „Der Berg kreißte und gebar eine Maus“

    Wer das zum Problem aufbläst, darf sich glücklich schätzen, der hat sonst keine nennenswerten Sorgen. Es verschwindet medial wieder genau so schnell wieder, wie es aufgepoppt ist.
    Bedeutende Kommunalkampf-Themen zur Infrastruktur, Verkehr und bezahlbarer Wohnungsbau, Bildung und soziale Einrichtungen zur Daseinsvorsorge, werden den Wahlkampf bestimmen.

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  • Anwohner

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    Die CSU nutzt wieder mal geschickt ein “Nicht-Thema”, um ihren Ragebait-Wahlkampf zu forcieren. Dabei wird – wieder einmal – vergessen, wofür man selbst in der Vergangenheit mal gestimmt hat. Ist aber wurscht, weil gefühlte Wahrheit halt manchmal einfach besser ins eigene politische Konzept passt.
    Herr Lehner war auch bereits in der Margaretenau und hat Anwohnern gegenüber angedeutet, dass der Beschluss ja noch gar nicht in Stein gemeißelt ist. Er hat dabei wohl vergessen zu erwähnen, dass die Maßnahme ein Teil des Radentscheids ist, der umgesetzt werden MUSS. Also wäre es zumindest angebracht, realistische Alternativen aufzuzeigen.
    Wie man selbst gefasste Beschlüsse erfolgreich torpediert und es dabei so aussehen lässt, als wäre man nie daran beteiligt gewesen, konnte man wunderbar am Thema “Stadtbahn” sehen.

    Ich als Anwohner hätte kein Problem mit der Sperrung des Bergerls. Sicher ist es angenehm, wenn man zu den Stoßzeiten mit dem Auto nicht an der Kreuzschule vorbeifahren muss, aber es wäre auch kein Weltuntergang. Und der eh schon engen weil zugeparkten Georg-Herbst-Straße würden weniger Autos auch nicht schaden.

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  • Studi

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    @brenner
    11. Dezember 2025 um 10:59

    “Man wird mit dieser Maßnahme kein Verkehrsproblem lösen, weil es da schlicht keines gibt. ” –> Das Verkehrsproblem besteht ja nicht in der Magaretenau, sondern dass es keinen sinnvollen Radweg von A nach B gibt und dieser in diesem Fall durch die Margaretenau verlaufen könnte. Es soll kein Problem in der Margaretenau gelöst werden, sondern ein größeres drumherum.

    “Dafür schafft man aber in den engen und zugeparkten Straßen der Margartenau ein tatsächliches Problem.” –> Die Enge und der Parkplatzmangel wird nicht durch fehlende Zufahrt und Durchfahrtmöglichkeiten verschlechtert. Die Anzahl der PKW in der Margaretenau werden höchstens sinken (weil keiner mehr durchfährt). Dass es dort so zugeparkt ist, hat ja offensichtlich ganz andere Gründe. Warum haben so viele Leute dort ein Auto? Warum müssen sie den Parkplatz auf der Straße in Anspruch nehmen? Warum (wenn sie schon ein Auto haben) wohnen sie nicht weiter außerhalb, wo noch Platz für eine Garage ist? Können sie nicht eventuell auf das Auto verzichten und öfter das Rad nehmen? Oder ist das eventuell zu unbequem, weil man bereits nach 50m an einer roten Ampel steht und lieber den Autoverkehr (wie @Stimme der Vernunft beschreibt) noch vorbeilässt bevor man selbst endlich losfahren darf?

    @Stimme der Vernunft :-)
    11. Dezember 2025 um 11:25
    Weil Sie die Vorfahrtsregelung ansprechen. Man sollte sich allgemein die Frage stellen ob man nicht auch gleich die ganze Dechbettener Straße (ab Kreisel) sperren sollte für den Autoverkehr. Nach dem Bau der Klenzebrücke hat die Dechbettener Straße doch komplett ihren Sinn verloren. Würde man heute das Verkehrnetz nochmal neu planen würde kein Mensch diese Brücke bauen. Gleichzeitig wäre das eine Fahrradstraße für lau. Jeder der die Straße vom Kreisel zur Kirchmeierstraße fährt, tut dies nur aus Nostalgie oder Spaß an der Freude. Es gibt keinen rationalen Grund die Strecke explizit zu bevorzugen.

    Zu Werftstraße: Es handelt sich meines Wissens um eine Sackgasse. Der Verkehr ist also nur Anliegerverkehr. Sollte zudem nicht in regelmäßigen Abständen dort freiflächen zum Ausweichen sein, wo extra Parkverbot herscht? In diesem Sinne liegt es wohl hier eher daran dass sich die Autofahrer nicht an die in einer Fahrradstraße vorgegebene Rücksichtnahme halten und/oder widerrechtlich parken. Es ist also umso wichtiger hier die Autofahrer mittels eines Schildes daran zu erinnern.

    “wo der Hang zur Bahnlinie im Winter (wenn dann doch mal Schnee liegt) gerne zum Schlittenfahren (mit Ziel: Radweg) genutzt wird” –> Das gleichzeitig soviel Schnee liegt dass man Schlittenfährt und dort Fahrrad fährt halte ich für höchst unwahrscheinlich. Entweder es liegt kein Schnee, sodass man dort nicht mit dem Schlitten fährt, oder es liegt Schnee, sodass man dort (hoffentlich) kein Fahrrad fährt.

    “dass ich keinen extra Schlenker unten durch die Kumpfmühler Brücke benötige” –> Ist nicht das geniale dabei, dass man sich eine Ampel spart als Radfahrer? Egal wie toll die Ladehofstraße für Radfahrer wäre, der Schlenker durch die Kumpfmühler Brücke wäre immer sinnvoll.

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  • Paul

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    Servus

    @Monilein
    11. Dezember 2025 um 10:03 | #

    gut gesprochen, aber wenn juckts?

    erst wenn wieder oana owigfarnrn wird.

    Und dann …….

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  • No a Radler

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    @ Stimme der Vernunft :-)
    „ an denen mich PKWs (!) bergauf überholen (mit max. 20 cm Abstand)“
    Respekt und dann noch bergauf weiter radln. Waren es vielleicht auch nur 10 cm? Ich kann’s mir nicht vorstellen, das ich als Radfahrer hier noch Zeit oder Lust hätte ein gedanklich ein Maßband zu zücken.
    Vielleicht liegt auch nur daran das man sein Radl ständig nachkorrigieren muß. Geradeaus oder gar Kurven fahren bleibt für manche Radlfahrer letztendlich immer ein Geheimnis der Geometrie.

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  • Werauchimmer

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    Radfahrer werden beweihräuchert und gehätschelt.

    Man kann natürlich immer beliebigen Unsinn schreiben und hoffen, es gibt genug Dummköpfe, bei denen das verfängt.

    Tatsache ist, dass Radverkehr seit Jahrzehnten diskriminiert und vom Verkehr weitgehend ausgeschlossen werden. Jeder schmaler, von Fußgängern geklauter Streifen Gehweg (Beispiel Unterislinger Weg), jede kriminell gefährliche Berg- und Talfahrt mit Hindernissen (Beispiel Lilienthal Str) wird mit blauen Schildern bespikt und die Benutzung durch Radfahrer erzwungen, um sie vom normalen Verkehr von der Fahrbahn auszuschließen.

    Kreativität, hohe Aufmerksamkeit und Geschicklichkeit ist als Radfahrer oft erforderlich, um sicher und absehbarer Zeit anzukommen. Die Dinge, über welche Autofahrer, bequem und von der Verkehrspolitik gepampert in ihrem fahrbaren Wohnzimmer sitzend, sich oft aufregen, sind geradezu lächerlich.

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  • Gürteltier

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    zu “Monilein”
    11. Dezember 2025 um 10:03

    Was für ein zusammengeschusterter Stuss. Man merkt dass sie ein Fahrrad nur aus der Entfernung kennen und wenn überhaupt schon ewig keines mehr benutzt haben.
    Ich kann ihnen aus Erfahrung sagen dass Fahrradrouten kein Schwachsinn sind sondern stark angenommen werden. Das bekommen sie nur nicht mit weil diese in der Regel abseits der Hauptverkehrsrouten liegen bzw liegen sollen, die Routen in denen sie in ihrem Auto an der Ampel sitzen und sich köstlich über die vereinzelten Negativbeispiele an Radlern aufregen können die sie so erspähen. Dem gegenüber könnte ich jetzt eine ellenlange Liste von TÄGLICH zu erlebenden Fehlverhalten von Autofahrern aufzählen: fehlender Schulterblick beim abbiegen, mangelndes Können die Spur zu halten, Überholen ohne Abstand, Nichtbeachtung der Vorfahrtssituation, allgemeines Desinteresse des Verkehrsgeschehens (Blick nur auf dem Smartphone), zuparken von Radwegen, Fehlinterpretation der eigenen sowie der Geschwindigkeit des anderen Verkehrsteilnehmers etc. etc….
    Beruflich steige ich dann vom Fahrrad ins Auto und bin dann tagsüber mehrmals quer durch die Stadt unterwegs und meine Beobachtungen ziehen sich fort: ich erkenne wesentlich mehr Fehlverhalten von Autofahrern wie von Radlern.
    Aber irgendwas sagt mir dass sie nicht für Argumente empfänglich sind und ihr Kreuz gern bei Schwarz oder Blau machen weil irgendwas mit Autos.

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  • Wuzzi

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    Ich finde den hier im Forum ausgetragenen Kulturkampf der Klimaradler mit dem Rest der Verkehrsteilnehmer einfach Klasse und lehrreich. Es zeigt uns doch in den über 60 Kommantaren, was auf dieser Welt wirklich wichtig ist: Das arme Fahrrad und der immer und überall benachteiligte Radler, der sich seinen Weg Tag für Tag neu erkämpfen muss. Alles andere zählt nicht.

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  • Günther Herzig

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    Die bisherige Lösung mit Ampeln hatte Bestand über Jahrzehnte. Ich habe dieses Passage oft benützt und hatte nie das Gefühl, dass dort eher Unfälle passieren könnten, als woanders.
    Meine Tochter hat früher die Strasse statt mit dem Zweirad mit ihrem Einrad befahren. Lehner hat mit seinem Unmut Recht. Solange es die Grünen noch gibt, haben sie Bestandschutz. Ich plädiere die Grünen auf die Liste der vom Ausstreben bedrohnten Arten zu setzen.

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  • Burgweintinger

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    Putzig, Herr Herzig, wie Sie hier Ihren Wunschzettel (für Weihnachten) darlegen…

    Ich habe auch einen Wunsch, ein “Herz für alte weisse Männer”, … gell, Herr Herzig?!

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  • Barbara Stefan

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    Ich meine, die Anwohner sollten die Entscheidung treffen. Die Margaretenau ist eine wunderbare Besonderheit hier, eine alte Genossenschaft, sowas kriegt diese Stadt heute eben nicht mehr für ihre Bürger hin (Städte wie Wien machen das sukzessive weiter) . DAS wäre Stadtplanung und -entwicklung im Sinne der Menschen, die da leben und autofahren oder radeln oder gehen. Aber dazu bräuchte es einen Plan. Und ginge nicht nur um Schlafstätten, sondern um neue lebendige Viertel dieser Stadt. Nicht nur als „Radspur”.

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  • Paul

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    Servus

    Die von Herrn Lehner gestern im Podcast dargestellte Lösung passt.

    schöne Adventszeit

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  • Wuzzi

    |

    Addendum
    Bei der Auswertung der Posts ist auffallend, dass alle Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger und Autofahrer, tolerant mit den Radlern leben können.

    Bei den Radlerposts heißt es ideologisch immer nur: Radler first, wir müssen schnell von A nach B und die anderen Verkehrsteilnehmer stören nur und die hätten wir da am liebsten überhaupt nicht.

    Die Einmannshows der Vorsitzenden von VCD und AFCD mit jeweils 5 aktiven Mitgliedern in Regensburg werden von der Stadtverwaltung und Stadtpolitik vollkommen überbewertet.

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  • Werauchimmer

    |

    Herr @Herzig, Sie haben aber schon mitbekommen, dass ALLE Fraktionen AUSSER der CSU dem Antrag zugestimmt haben? Sie haben auch gelesen, dass hier umgesetzt wird, was MIT den Stimmen der CSU beschlossen wurde?

    Nochmal zum Nachhören hier:
    https://www.regensburg.de/rathaus/stadtpolitik/stadtrat/aufzeichnungen-der-stadtratssitzungen/oeffentliche-sitzung-des-ausschusses-fuer-stadtplanung-verkehr-und-wohnungsfragen-vom-02-12-2025

    Es mag ja gut tun, wenn es in jemandes Kopf einen klaren Feind gibt – das schafft Ordnung und Einfachheit in der Gedankenwelt – hat mit der Realität leider nicht viel zu tun.

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  • Werauchimmer

    |

    @Wuzzi: Na, wenn “andere Sachen sind wichtiger” Ihr einziges Gegenargument ist, kann das ja so umgesetzt werden.

    Übrigens gibt es Menschen, die nicht wegen des “Klimas” radfahren oder damit angefangen haben, als Klima noch gar kein Thema war. Es gibt eine lange Liste von Vorzügen. Eine Verkehrspolitik, die Radfahrer am liebsten von den Strassen verbannen will, gehört eben nicht dazu. Darum geht es hier, nicht ums Klima. Es geht um die Aufteilung des öffentlichen Raums für Verkehr.

    Oder sind die Fußgänger in der Altstadt alle “Klimageher”?

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  • Studi

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    @Barbara Stefan
    14. Dezember 2025 um 23:50

    Wien macht ziemlich genau das Gegenteil von dem was Sie fordern. In Wien werden Viertel und Infrastruktur häuptsächlich von der Stadt geplant. Da entscheiden explizit nicht die Anwohner. Sonst würde jedes große Infrastrukturprojekt an der Nachbarschaft scheitern. Es gibt einen Plan, dieser wird aber torpediert falls die Anwohner befragt werden und dagegen Stimmen, es ist auch nicht unwahrscheinlich dass die Anwohner entgegen ihrer Interessen Stimmen, weil ihnen die langfristigen Pläne nicht bekannt sind, oder sie die Konsequenzen nicht kennen. Auch sind Viertel, bei denen der Autoverkehr eingeschränkt wurde zugunsten von Rad und Fußverkehr nachweislich “lebendiger”.

    @Wuzzi
    12. Dezember 2025 um 23:39

    “Klimaradler” –> Motivunterstellung (bzw Strohmannargument): In der Diskussion geht es nicht um das Klima. Die Schnittmenge der Menschen die für Klimaschutz und für einen Ausbau des Radverkehrs ist aber relativ groß, da beides von einer überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung gewünscht wird. Das Thema Klima haben Sie jetzt exklusiv angesprochen und war nicht Thema der vorangegangenen Kommentare.

    Es geht hier darum was richtig und falsch ist und nicht was einen wie großen effekt hat. Man muss nicht auf diese kleine Verbesserung des Radverkehrs verzichten, nur weil es anderswo noch größere Probleme gibt, also Whataboutism.

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  • Günther Herzig

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    @Burgweintinger
    14. Dezember 2025 um 17:10 | #
    Lieber Burgweintinger,
    ich freue mich über Ihre guten Wünsche. Sie sind sehr aufmerksam!
    @Werauchimmer
    15. Dezember 2025 um 09:07 | #
    Für das, was ich meine, spielen Abstimmungen im Stadtrat keine Rolle. Ich hege kein Feindbild in Bezug auf Grüne. Seit dem von allen Seiten, auch von den Grünen betriebenen Klimaalarmmismus, der jetzt wieder etwas abzuklingen scheint, hat sich viel verändert und dann auch wieder etwas relativiert- Ich wohne im Landkreis Cham und bin auf die Benutzung unseres PKWs angewiesen. Den Neupfarrplatz konnte ich seit etwa 10 Jahren nicht mehr besuchen, zuletzt auf dem Christkindlmarkt. Der ÖPNV funktioniert jedenfalls in Ostbayern nicht in einem zufriedenstellenden Maße.

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  • Studi

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    @Wuzzi
    15. Dezember 2025 um 08:25

    “Bei der Auswertung der Posts ist auffallend, dass alle Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger und Autofahrer, tolerant mit den Radlern leben können.” –> Für die Autos geht auch keine Gefahr für sie von Radfahrern aus. Das ist dasselbe Argument dass Sklavenhalter tolerant mir ihren Sklaven leben können.

    “Radler first, wir müssen schnell von A nach B und die anderen Verkehrsteilnehmer stören nur und die hätten wir da am liebsten überhaupt nicht.” –> Also so wie historisch jede Straße geplant wurde: um Autos schnell von A nach B [zu bringen] und die anderen Verkehrsteilnehmer stören nur und die hätten wir da am liebsten überhaupt nicht [aka Radwege/Gehwege]. Es gab mal Zeiten als keine Autos gefahren sind. Da war die Straße vorwiegend von Fußgängern benutzt. Der abgetrennte Fußweg wurde erst Standard mit der Einführung des Autos. Fußgänger wurden aktiv von der Straße verdrängt zugunsten des Autos.

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  • Paul

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    Kommentar gelöscht. Bitte zum Thema.

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  • Gisela

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    Kommentar gelöscht. Kein Getrolle.

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  • Werauchimmer

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    Bei der Auswertung der Posts ist auffallend, dass alle Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger und Autofahrer, tolerant mit den Radlern leben können.

    Ein sehr überraschendes Bild, was sich im täglichen Verkehrsgeschehen leider nicht wiederspiegelt. Die Autofahrer haben nur plötzlich ihre Toleranz entdeckt, weil die Durchfahrt für sie gesperrt werden soll.

    Bei den Radlerposts heißt es ideologisch immer nur: Radler first, wir müssen schnell von A nach B und die anderen Verkehrsteilnehmer stören nur und die hätten wir da am liebsten überhaupt nicht.

    Bei welchem Post heisst es das? Bitte Autor und Uhrzeit.

    “die anderen Verkehrsteilnehmer stören nur und die hätten wir da am liebsten überhaupt nicht” ist übrigens der Grund, warum für Autoverkehr Radwege gebaut werden und warum es Gehwege gibt: Rad- und Fußverkehr stört nur (z.B. bei Planung der Räumphasen für Ampeln, wirklich lästig) und wollen wir gar nicht.

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  • Wuzzi

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    @Studi
    15. Dezember 2025 um 10:03
    “Der abgetrennte Fußweg wurde erst Standard mit der Einführung des Autos. Fußgänger wurden aktiv von der Straße verdrängt zugunsten des Autos.”

    Da irrt Studi aber, Bürgersteig gab es schon zur Zeiten der Droschke und der Pferdetram, damit die Leute nicht durch den Pferdemist in den Großstädten waten mussten. Da fielen täglich hunderte Tonnen Pferdemist und -urin an, die damals schon ein echtes Problem waren. Das Problem wurde erst durch die Erfindung des Autos gelöst.

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  • Studi

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    @Wuzzi
    16. Dezember 2025 um 12:25

    Bürgersteige gab es auch schon zu Zeiten der Römer. Jedoch war es bis ins 20. Jahrhundert ein Luxus einen Bürgersteig zu haben. Bürgersteige wurden gebaut um den Lastenverkehr einzuschränken und den Fußgängern einen sauberen und exklusiven Flächen zu geben. Das aber als Standard zu bezeichnen ist weit hergeholt (es ist kein Standard weil es nicht bei allen Straßen gemacht wurde, in manchen Städten vielleicht mehr, in anderen fast gar nicht, siehe Definition Standard). Flächendeckend war das aus Kostengründen schon gar nicht möglich. Vorwiegend war immer noch der Mischverkehr, bei dem Pferde, Fußgänger, etc auf ein und derselben Fläche unterwegs waren. Der Großteil war dabei der Fußverkehr. Dies spiegelt sich auch in den Verkehrsregeln wider: Fußgänger hatten so gut wie immer Vorrang, Lastneverkehr durfte nur Schrittgeschwindigkeit fahren, teils waren zu bestimmten Uhrzeiten sogar das befahren verboten um Fußgänger nicht zu stören. Mit der Erfindung des Autos kam erst die Idee auf man MÜSSE einen Bürgersteig bauen, um den Fußfgänger von der Straße zu bringen, damit Autos ungestört fahren können. Der Straßenquerschnitt hat sich massiv zugunsten der Autofahrer verlagert. Bürgersteige sind heute Benutzungspflichtig. Vor 150Jahren wäre es absurd gewesen ein solches Schild aufzustellen, wenn dann hätte es ein Schild gegeben: Hier dürfen auch Reiter/Furhmänner durch. In diesem Sinne ist meine Aussage absolut korrekt.

    “Das Problem wurde erst durch die Erfindung des Autos gelöst.” –> Ein Problem gelöst, viele verursacht…

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  • Wuzzi

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    Hallo Studi,

    Ihr langer Excurs zu Bürgersteigen ändert nichts daran, dass diese bereits vor 1900 und vor der Automobilisierung in Großstädten Standard waren.

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  • Studi

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    @Wuzzi
    16. Dezember 2025 um 16:19

    Das ist faktisch falsch. Ich habe dargelegt inwiefern Bürgersteige nicht als Standard gegolten haben. Vor 1900 gab es nicht durchgängig in deutschen Städten Bürgersteige. Sie waren nicht allgemein verbreitet, meist nur an neu gebauten, repräsentativen Straßen und nicht in allen Städten in gleichem Maße. Es war auch nicht klar ob sich diese art der aufteilung der Straße durchsetzen würde. Dementsprechend kann man nicht von Standard sprechen. Das erfüllt einfach nicht die Definition des Wortes. Es war nicht notwendigerweise der Maßstab für neue Straßen zu der Zeit, eher ein nice-to-have. Straßen wurden überwiegend im Mischverkehr genutzt. Nur weil Sie ihre Behauptung wiederholen, wird Sie nicht wahrer.

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  • Wolfgang Theine

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    @ Günter Herzig 14. und 15. Dezember 2025
    Ich werde, wenn ich mal Zeit habe, ein paar Krokodilstränen wegen Ihres schweren Schicksals vergießen ” dass Sie seit 10 Jahren den Neupfarrplatz nicht mehr mit dem Auto erreichen können” (was übrigens zahlreiche Mitglieder Ihrer Autofraktion trotz Durchfahrtsverboten häufig immer noch praktizieren).
    Was den “nicht zufriedenstellenden ÖPNV” betrifft: Parken Sie Ihren Liebling am Eisstadion, von dort können Sie mit dem Altstadtbus im 10-Minutentakt kostenfrei direkt zum Neupfarrplatz fahren. Aber Polemik ist ja immer ein Feind von Fakten.
    Was den Hass gegen die Grünen betrifft, wer die Grünen als Regierungspartei in die Nähe der blutigen “Roten Khmer” rückte, und auch obige Auslassungen über die Grünen verraten meiner Wahrnehmung nach schon einen abgrundtiefen Hass auf einen politischen Gegner.

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