Stadtgeschichte

Wie sich zwei honorige Regensburger Vereine den Nazis anschlossen

Ein Beitrag zur historischen Aufarbeitung der nationalsozialistischen Gleichschaltung des Kunst- und Gewerbevereins Regensburg sowie des Historischen Vereins.

Boll stehend, 3.v.links im Kreis der Vorstände des Historischen Vereins, um 1930. Foto: Historischer Verein

Politische und geistliche Honoratioren Regensburgs bemühen seit 1945 gerne das Bild von der „schwarzen Hochburg“. Von einer Stadt, in der die Nazis nicht Fuß fassen hätten können und Hitler unerwünscht gewesen sei. Prominentes Beispiel dafür: Als die Regensburger Kulturverwaltung unter Bürgermeister Hans Schaidinger und Klemens Unger sich 2004 zur Kulturhauptstadt Europas bewarb, hieß es im Entwurf der (erfolglos gebliebenen) Bewerbungsschrift pauschal, dass man in Regensburg „dem Nationalsozialismus grundsätzlich kritisch gegenüber“ gestanden sei.

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Auch der seit 2013 als Bischof tätige Rudolf Voderholzer verkündet dergleichen. Auf einer Versammlung von Diözesanräten sagte er im April 2015: „Je höher der Anteil der Katholiken, desto niedriger die Wahlergebnisse für die NSDAP. Wenn alle in Deutschland 1933 so abgestimmt hätten wie die katholischen Gebiete in Niederbayern und der Oberpfalz, dann wären die Nazis zumindest nicht legal an die Macht gekommen.“

Anekdötchen statt historischer Wahrheit

Als Beleg für solcherlei Behauptungen werden einfache Anekdötchen angeführt, oder tendenziös ausgewählte Wahlergebnisse bis Januar 1933 müssen dafür herhalten. Exkulpierende Ansichten dieser Art sollen überdecken, dass sich fast das ganze Bürgertum Regensburgers, inklusive seiner geistlichen Honoratioren, ins NS-Regime eingefügt haben und das Ausgrenzungs-, Enteignungs- und Vernichtungsräderwerk gegen Juden ohne erkennbare Prostete der nichtjüdischen Bevölkerung abgelaufen ist.

Bischof Buchberger in Deggendorf 1937, anlässlich der antisemitischen Wallfahrt Deggendorfer Gnad. Foto privat.

In mancher Hinsicht vielleicht sogar noch grausamer als anderswo: Beispielsweise der sogenannte Regensburger Schandmarsch nach der Pogromnacht von 1938. Ausgeblendet wird auch, dass das hiesige, vom damaligen Bischof Michael Buchberger zu verantwortende Sonntagsblatt den frühen nationalsozialistischen Terror gegen die SPD und KPD seinerseits mit Hetze begrüßte. Oder, dass der Buchberger die nationalsozialistische Zwangssterilisation befürwortete und schon vor 1933 einen christlichen Antisemitismus propagierte (hier zur vierteiligen Recherche zu Buchberger).

Nazifizierung wurde von der Mitte der Gesellschaft getragen

In der geschichtsklitternden Redeweise von der „schwarzen Stadt“ müssen die Nazis irgendwo von außen über Regensburg gekommen sein, die vormals schöne Zeit beendet und eine dunkle hervorgebracht haben. Diese interessengeleiteten Erzählungen halten einer historischen Überprüfung freilich nicht stand, sie beruhen auf Verdrängung und Geschichtsklitterung.

Am Beispiel der „Gleichschaltung“ von bürgerlichen Vereinen von 1933 lässt sich gut belegbar zeigen: Die Nazifizierung der Regensburger Stadtgesellschaft trugen die Mitte der Gesellschaft, die gesellschaftlichen Eliten und die zeitgenössischen Honoratioren im Wesentlichen mit. Sie kam nicht von außen. Als Beispiel dafür soll der Historische Verein dienen, zunächst aber der Kunst- und Gewerbeverein Regensburg.

Eine geschönte Chronik zum Jubiläum

Verleger Gustav Bosse, Führer des Kunst-und Gewerbeverein Regensburg von 1933-1941. Foto: Stadt Regensburg

Zum 175-jährigen Gründungsjubiläum des Kunst- und Gewerbevereins Regensburg veröffentlichte der Verein 2013 eine Festschrift, die laut Buchdeckel „ungeschönt, fundiert und abwechslungsreich“ ist. Laut der darin abgedruckten kurzen Chronik hätten sich mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten auch im Verein die „Verhältnisse grundlegend“ geändert: „Ein dunkles Kapitel in der Vereinsgeschichte begann“, heißt es.

Unter der NS-Diktatur sei „der Verein im Zuge der erzwungenen Gleichschaltung der Reichskulturkammer unterstellt und in die ‚NS-Kulturgemeinde‘ eingegliedert“ worden. In schwierigen Verhandlungen und dank des Einsatzes des damaligen 1. Vereinsvorsitzenden Gustav Bosse habe die Selbständigkeit des Vereins aber behauptet und sein Einfluss sogar gesteigert werden können. Dass Bosse seit 1933 als „Führer“ des gleichgeschalteten Vereins im Sinne des Naziregimes agierte, davon weiß die Chronik nichts. Es bleibt im Verborgenen.

Nicht frei von Selbstkritik, aber lückenhaft

Die unter Bosse in Regensburg 1936 gezeigte Ausstellung „Entartete Kunst“ bewertet die kurze Chronik dennoch als „absoluten Tiefpunkt“ der Vereinsgeschichte – trotz der kurz zuvor positiv hervorgehobenen Steigerung des Einflusses unter Bosse. Laut Chronik zeige die Übernahme der Wanderausstellung mit verfemter Kunst „in erschreckender Weise“ die „engen Verstrickungen mit dem NS-Regime“.

Nach dem gesundheitlich bedingten Rücktritt Bosses 1941 seien unter dem neuen Vereinsvorsitzenden, dem Nazibürgermeister Otto Schottenheim, unliebsame Mitglieder aus dem Vorstand entfernt worden, und der Verein sei „zum bloßen Instrument nationalsozialistischer Kulturpolitik“ verkommen. Soweit die Chronik mit ihrer geschönten und lückenhaften Darstellung.

Gustav Bosse: Ein überzeugter Nazi

Welche Vorstandsmitglieder entfernt worden sein sollen, benennt die Chronik nicht. Der Direktor des Ostmarkmuseums Walter Boll kann es nicht gewesen sein. Er waltete als zweiter Vorstand von 1932 bis 1945. Für sein Engagement für die Ausstellung “Entartete Kunst” wurde Boll als Obmann der Nationalsozialistischen Kulturgemeinde vom damaligen rechtskundigen Nazibürgermeister Hans Herrmann 1936 ausdrücklich gelobt. Herrmann forderte seinerzeit die  „Ausmerzung und Überwindung aller artfremden Elemente und undeutschen Erscheinungen in Wissenschaft und Kunst, in Funk und Film“.

Die Chronik des Kunst- und Gewerbevereins verschweigt auch, dass unter den Vereinsführern Bosse und Walter Boll 1933 der sogenannte Arierparagraph eingeführt wurde und demzufolge im Verein nur noch Mitglied sein konnte, wer „arischer Abstammung“ und nicht mit Angehörigen der „jüdischen Rasse“ verheiratet war. Laut einem Aktenvermerk wurden aufgrund dieser Regelung vier jüdische Mitglieder ausgeschlossen, ihre Namen sind derzeit nicht bekannt.

Bosse betrieb schon Nazi-Kulturpolitik, bevor er Mitglied der NSDAP wurde. Als Freimaurerbruder phantasierte er bereits 1924 in einem antisemitischen Vortrag: es sei aktuell,  „zur Zeit der Herrschaft des Judentums über unser deutsches Vaterland” in keiner Gesellschaft, „in der Juden zu Mitglieder zählen”,  ein  freier Gedankenaustausch möglich. Als Verleger und Inhaber der Kunstdruckerei Heinrich Schiele druckte und veröffentlichte er in Regensburg im Jahre 1923 Plakatanschläge des Völkischen Beobachters, dem Parteiblatt der NSDAP, und wurde eigenen Angaben zufolge von Hitler persönlich dafür entlohnt.

Bestens vernetzter Geschäftsmann betrieb NS-Kulturpolitik

Ein Jahr später zog Bosse für die offen antisemitisch hetzende Deutschnationale Volkspartei (DNVP) in den Regensburger Stadtrat, deren Fraktion er 1928 verließ, um daraufhin zusammen mit zwei anderen Räten die Deutschnational-völkische Fraktion zu gründen.

Antisemitisches Wahlplakat der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) 1924

Als Werbung für die besagte Ausstellung „Entartete Kunst“ von 1936 druckte seine Firma aufwändige Informationsblätter, in denen Hitler für die Ausstellung werbend zitiert wird.

Das nationalsozialistische Engagement Bosses ist mit diesen Beispielen lange nicht beschrieben, seine proaktive Beteiligung und Anbiederung anlässlich der Feierlichkeiten zur Aufnahme der Bruckner-Büste in die Walhalla 1937 und seine Versuche sich mit „Arisierungen“ zu bereichern, seien nur noch kurz erwähnt. Festzuhalten bleibt, dass es der gesellschaftlich anerkannte und bestens vernetzte Geschäftsmann und Multifunktionär Bosse war, und kein böser Nazi aus Berlin oder München, der für die Nazi-Kulturpolitik des Regensburger Kunst- und Gewerbeverein ab 1933 verantwortlich ist.

Gleichschaltung mit bereits bewährtem Personal

Anders die kurze Chronik des Kunst- und Gewerbevereins von 2013 (hier zur Version auf der Homepage des Vereins). Diese lobt Bosses Einsatz in der „dunklen“ Zeit, verschleiert aber seine deutschnational-völkische Agenda, und sein außergewöhnliches Engagement für das verbrecherische NS-Regime.

Als der Kunst- und Gewerbeverein 1933 gleichschaltet wurde, mussten die seit 1927 bzw. 1932 waltenden Vereinsvorsitzenden nicht ausgetauscht werden, mit Bosse und Boll saßen bereits der nationalsozialistischen Bewegung nahestehende Herren an den Schalthebeln. Die Mitglieder und Künstler des Vereins reihten sich in der Folge freiwillig in die immer stärker nationalsozialistisch geprägte Stadtgesellschaft ein und prägte sie ganz im Sinne des NS-Regimes weiter.

Bester Leumund von Nazi-OB und NS-Kreisleiter

Als die in Berlin ansässige Reichsleitung des Kampfbundes für Deutsche Kultur den Verein 1934 – wie andere Gewerbevereine auch – auflösen und enteignen wollte, stellten ihm eine Reihe von hiesigen NS-Funktionären einen systemrelevanten Leumund aus.

So etwa der SS-Offizier und Nazi-OB Otto Schottenheim im Dezember 1933:

„Der Kunst- und Gewerbeverein Regensburg ist als Gruppe des Kampfbundes für deutsche Kultur der wichtigste Träger unserer heimischen Kunst nicht nur für Regensburg, sondern für die ganze Bayerische Ostmark. Eine irgendwie geartete Beeinträchtigung des Kunst- und Gewerbevereins Regensburg würde die mühsame Aufbauarbeit vieler Jahrzehnte und damit die bedeutsamen künstlerischen und kulturellen Aufgaben unseres neuen Deutschland aufs allerschwerste gefährden.“

Der damalige NS-Kreisleiter Wolfgang Weigert attestierte dem Verein, dass er „unentbehrlich und ein außerordentlich wichtiger, nicht mehr wegzudenkender Faktor im künstlerischen Leben der Bayerischen Ostmark“ sei. Der Verein werde „schon seit Jahren von einer nationalen Vorstandschaft geleitet“ und die gesamte Mitgliedschaft sei „nicht erst seit heute sondern bereits seit längerer Zeit rein arisch zusammengesetzt“.

Die Rolle von Max Priehäußer

Max Priehäußer, DNVP-Stadtrat ab 1929 und ab 1933 für NSDAP, Ortsgruppenführer Kampfbund für Deutsche Kultur.

Auch der Führer der Regensburger Ortsgruppe des Kampfbundes für Deutsche Kultur, Dr. Max Priehäußer, legte sich für den Verein ins Zeug und bestätigte ihm, dass er „entsprechend den bestehenden Richtlinien des Kampfbundes im Herbst vergangenen Jahres gleichgeschaltet“ worden und „einer der wichtigsten Kulturvereine der Bayer. Ostmark“ sei. Als Mitglied der DNVP kannte Priehäußer den Vereinsführer Bosse lange und gut, er wurde Bosses Nachfolger im Stadtrat, als dieser im Jahre 1929 zurücktrat.

Der in Landshut geborene Priehäußer kam 1919 (nach einem Studium der Naturwissenschaften in München und der Teilnahme am 1.Weltkrieg) als Assistent an die Oberrealschule Regensburg, wurde dort 1920 Studienrat und 1927 Studienprofessor. Im Jahre 1934 wurde er auf seinen Wunsch hin an die Gisela-Oberrealschule in München versetzt, 1951 wurde er Ehrenmitglied des Naturwissenschaftlichen Vereins Regensburg.

Wie Bosse trat Priehäußer erst im Frühjahr 1933 in die NSDAP ein. Im gleichgeschalteten Stadtrat vom April 1933 bekam er von OB Schottenheim ein Stadtratsmandat für die NSDAP und stieg bald zum Führer des hiesigen Kampfbundes für Deutsche Kultur auf. Als solcher überwachte und begleitete er die Gleichschaltung von kulturellen Vereinen, wie beipielsweise den der Freunde des Regensburger Domchors (bei dem der Kandidat von T. Schrems Verein-Führer wurde).  Auch bei der Gleichschaltung des Historischen Vereins war Priehäußer aktiv.

Historischer Verein: Gleichschaltung unter Führer Boll

Als sich der Historische Verein am 15. November 1933 in einer außerordentlichen Mitgliederhauptversammlung gleichschaltete, stieg der SA-Sturmmann und städtische Konservator Walter Boll (hier zu den Berichten) zum Führer des Vereins auf. Dies war ganz im Sinne der von Priehäußer geführten Parteistelle, die damals auf Gleichschaltung und Führerprinzip drängte und davon ausging, dass Boll der

„nationalsozialistischen Bewegung so nahe steht, daß eine Führung des Vereins im Sinne der neuen Weltanschauung gewährleistet ist“.

Deshalb schlug der zuständige Max Priehäußer eben Walter Boll als Führer vor. In Priehäußers Schreiben an den Historischen Verein vom 6. November 1933 heißt es, anlässlich der anstehenden Gleichschaltung wolle er mit seinem Vorschlag nicht in die Entscheidung des Vereins eingreifen. Der Vorschlag diene lediglich „der etwaigen Erleichterung der Gleichschaltung“. Priehäußer hielt den Historischen Verein offenbar für sehr bedeutsam, er sah in ihm

„einen kulturellen Verein, dessen Bedeutung und Wirken, in der Vergangenheit segensreich, in der Zukunft von erhöhtem Einfluß ist.“

Auch die Gleichschaltung des Historischen Vereins und die Wahl Bolls zum Führer lief eher freiwillig, jedenfalls ohne ersichtlichen Protest ab. 1942 versuchte Boll das Amt niederzulegen, vermutlich kam es wegen der Kriegswirren nicht mehr dazu.

Erinnerung an jüdische Mitglieder

Die Vereinschronik von 1955 (erstellt von Vorstand und Studienrat Georg Völkl) jedoch übertüncht all dies. Statt den Führer des Vereins – Walter Boll – beim Namen zu nennen, behauptet die Chronik geschichtsklitternd, dass Hans Dachs von 1931 bis 1951 erster Vorstand gewesen sei. Wie zur Besiegelung der Klitterung wurde Walter Boll 1955 zum Ehrenmitglied des Vereins erhoben.

Da die noch nicht revidierte Vereinschronik weder von der Einführung des sogenannten „Arierparagraphen“ noch von auszuschließenden Juden und Jüdinnen etwas weiß, soll an dieser Stelle an fünf jüdische Mitglieder des Historischen Vereins erinnert werden, die das Mitgliederverzeichnis von 1930 ausweist: Dr. Isaak Meyer, Betty und Heinrich Schwarzhaupt, Fritz und David Rosenblatt. Der Hopfenhändler und Vorstand der jüdischen Gemeinde David Rosenblatt emigrierte mit seiner Ehefrau bereits im Sommer 1933 nach Amsterdam, 1944 wurde er von dort ins KZ Bergen-Belsen verschleppt und ermordet.

Ab 1940 spielte der Historische Verein keine Rolle mehr

Als Walter Boll 1985 starb, verschwieg der damalige Vorstand des Historischen Vereins Paul Mai in seinem Nachruf (hier zu den Verhandlungen) nicht, dass Boll nationalsozialistischer Vereinsführer war. Mai, katholischer Geistlicher und damals Direktor des Bischöflichen Zentralarchivs, deutete das Boll angeblich aufgedrängte Amt aber zu einem „geschickten Schachzug“ um, der das Überleben des Historischen Vereins gesichert habe.

Walter Boll mit Offiziersdolch, 1942 im Foyer Ostmarkmuseum anlässlich der Übergabe des Stadtmodells ans Museum. Foto: Bilddokumentation Stadt Regensburg

Gearbeitet und systemkonform publiziert hat der gleichgeschaltete Verein allerdings nur bis 1940, danach spielte er keine Rolle mehr. Im letzten erschienenen Jahrbuch des Vereins (den sogenannten Verhandlungen) von 1940 heißt es: Die Vereinstätigkeit stehe im Zeichen des Krieges und „konnte sich nicht ganz in der altgewohnten Weise auswirken“, der „Vereinsführer und mehrere Mitglieder des Ausschußes“ stünden im Heeresdienst. Wie ganz Deutschland verfolge „auch der Verein mit lebhaftester Anteilnahme den glänzenden Siegeslauf der Heere auf allen Kriegsschauplätzen und erhofft das baldige siegreiche Ende des Kampfes gegen England“.

Aufarbeitung steht noch aus

Dass Boll Mitglied der SA und NSDAP und als nationalsozialistischer Multifunktionär im NS-Regime vielfältig eingebunden tätig war und dabei immer weiter aufstieg, von all dem will der Nachruf aus der Feder des honorigen Monsignore Paul Mai nichts wissen. Eine umfassende Aufarbeitung der Themenkomplexe Kunst- und Gewerbeverein bzw. Historischer Verein und Walter Boll im Nationalsozialismus steht noch aus.

Die Zeit der Geschichtsklitterungen durch politische und geistliche Honoratioren Regensburgs ist hoffentlich vorbei.

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Kommentare (6)

  • Re-represent Walter Boll – Ribisl-Partie

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    […] Stadtheimatpfleger, Museumsdirektor etc.. Zwischen 1933 und 1945 nicht nur als SA-Mann sondern auch als Führer im gleichgeschalteten und arisierten Historischen Verein und zweiter Vorstand des Kunst …. […]

  • Günther Herzig

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    Verdienstvolle Aufklärung! Hoffentlich lesen das auch die, die der Aufklärung bedürfen.

  • G. Siegemund

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    Gratuliere zum fundierten Artikel!!!

  • (K)ein Künstler

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    Wer hätte das gedacht, dass der Kunst- und Gewerbeverein in einer “ungeschönten” Festschrift so eine üble Geschlichtsklitterung betreibt!?

    Auf der oben verlinkten Homepage des Vereins heißt es:
    “In schwierigen Verhandlungen konnte 1935 dank des Einsatzes von Gustav Bosse die Selbständigkeit des Vereins behauptet werden, indem man sich auf die Kunst als wesentlichen Bereich der Vereinsarbeit berief (reine Gewerbevereine wurden damals den Handwerkskammern einverleibt).”

    Folgt man dem sehr informativen Text von R.Werner, war Bosse immerschon ein Nazi, der damals Unterstützung bekam vom SS-General Schottenheim, dem Kreisleiter Weigert und dem Gleichschaltungs- und Kampfbundfunktionär Priehäuser.

    Der Kunst- und Gewerbeverein sollte nicht nur den geschönten Teil seiner “ungeschönten” Festschrift korrigieren. Das Ganze ist ja richtig peinlich .

  • Hthik

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    Schade. Voderholzer schien mal gar nicht so übel, aber vielleicht war das doch bloß der Kontrast zum Vorgänger. Wo hat der dieses Geschichtsbild her? Die beste Interpretation, die man einigen der Nazisteigbügelhaltern von Zentrum/BVP zugestehen kann, ist, dass sie völlig blauäugig waren, etwa der selbst als Kanzler gescheiterte von Papen

    “Er verfolgte dabei das sogenannte Einrahmungskonzept, nach dem Hitler zwar Reichskanzler wird und die NSDAP zwei Ministerposten erhält, jedoch durch zahlreiche Minister der DNVP sowie weitere nationalkonservative bis völkisch orientierte Politiker des rechten Rands – unter anderem vom Stahlhelm und Rechtskatholiken wie von Papen – “eingerahmt” und damit in seinem Handlungsspielraum so eingeschränkt wird, dass er keine Gefahr darstellt (Von Papen: “Wir haben ihn uns engagiert. […] In zwei Monaten haben wir Hitler in die Ecke gedrückt, dass er quietscht.”).”

    Schon deswegen hätten ein paar Prozent mehr für Zentrum/BVP nichts geändert.

  • R.G.

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    Glauben Sie dem Autor nicht, Heilige wandelten in der Zwischenkriegszeit und im Dritten Reich durch Regensburg, sie führten es als Widerständler durch die schwere Zeit.
    Aufgrund der hervorragenden Leistung maßen sie sich in den Nachkriegsjahren weiterhin Leitungspositionen zu.

    Es gab nie Probleme, sagen die
    Ausg’schamten !

Kommentare sind deaktiviert

 
drin