Zensur auf der Bistums-Homepage?

Erzbischof Müllers langer Arm aus Rom? Meldung über das Interview mit Diözesanadministrator Dr. Wilhelm Gegenfurtner im Presseclub Regensburg von der Regensburger Bistumshomepage wieder entfernt. In der vergangene Woche kamen von Diözesanadministrator Dr. Wilhelm Gegenfurtner beim Presseklub am 22. November in Regensburg Äußerungen und Positionen, die das Kirchenvolk in der Diözese Regensburg aufhorchen ließen. In den örtlichen Medien, aber auch im Bayerischen Rundfunk und in der Süddeutschen Zeitung wurde darüber berichtet. Auch auf der Homepage des Bistums war ein Bericht zu lesen. Im Interview beschrieb Gegenfurtner unter anderem das Anforderungsprofil für einen neuen Bischof folgendermaßen: „Ich hoffe, dass der Papst einen Bischof ernennt, der offen mit Menschen umgehen kann, der lange pastorale Erfahrungen hat und der die Zeichen der Zeit erkennt, um die Menschen zu erreichen“. Er kritisierte vorsichtig die sogenannte Reform der Laiengremien und er ließ erkennen, dass ihm Rückgrat gegenüber Rom wichtiger erscheine als Karriere. Vielen Menschen sprach er damit und mit seiner Haltung zum kirchlichen Arbeitsrecht bei geschiedenen Wiederverheirateten und zur Mitwirkung von Frauen im kirchlichen Leben aus der Seele. Der erste Generalvikar von Bischof Gerhard Ludwig Müller, der sich nach seiner Darstellung von der Handlungsweise seines Chefs durch Rücktritt vom Amt distanzierte, vertrat kritische Positionen gegenüber dem Handeln der Amtskirche ohne dabei jedoch zu verletzen oder aggressiv zu werden. Der Bericht auf der Bistumshomepage ist nach nur wenigen Tagen wieder verschwunden. Offensichtlich gefielen die offenen Worte nicht allen und es steht zu vermuten, dass Müllers langer Arm aus Rom die Entfernung veranlasst hat. Dieser hatte schon angekündigt, dass er auf seiner Position als Präfekt der Glaubenskongregation durchaus gedenke, Einfluss auf die Bischofsernennung in Regensburg zu nehmen. Nach dieser Aktion ist zu befürchten, dass es Erzbischof Müller dann nicht darum gehen wird, einen Nachfolger einzusetzen, „der lange pastorale Erfahrungen hat und der die Zeichen der Zeit erkennt, um die Menschen zu erreichen“, sondern der sich gehorsam fügt und die Müllersche Linie im Bistum fortsetzen wird. Mit der Ernennung eines neuen Bischofs wird dann möglicherweise das Aufatmen, das in den vergangenen Monaten durch die Diözese gegangen ist, beendet sein.

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Kommentare (35)

  • Matthias Süß

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    Was will man von einer Organisation erwarten, die sich im Besitz der Wahrheit wähnt? Da passen keine demokratischen Freiheitsrechte ins System, da hilft nur Abstimmung mit den Füßen. Austreten statt wegtreten ins Glied.

  • Joachim Datko

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    Wissensgesellschaft nicht indoktrinierbar

    Egal, wer Bischof der r.-k. Kirche in der Diözese Regensburg wird, es geht bergab mit der r.-k. Kirche.

    Seit Jahren gibt es nur mehr unter 90 Neupriester für den Gemeindedienst in Deutschland. Wer will sich das auch antun, uralte religiöse Geschichten immer wieder erzählen. Die Zahl der Menschen, die sich Sonntag für Sonntag immer wieder die selben Geschichten erzählen lassen, nimmt bei uns auch stark ab.

    Religionen dürfen Gesellschaften nicht beherrschen und Menschen von klein auf indoktrinieren.

  • Paul Racker

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    Ich wünschte mir mehr Bischöfe mit dem Mut und der Kompetenz von Bischof Müller. ein Kleriker, der sich so wie Herr Gegenfurtner äußert, empfinde ich als untragbar. Kleriker sind Mitarbeiter an der Wahrheit. Es ist barmherziger jemanden vor einer Sünde und damit vor der Gefahr das ewige leben zu verlieren zu warnen , als ihn in seinen Sünden sterben zu lassen. Oder glaubt man nicht mehr an das Gericht und die Ewigkeit in der Klerisei.

  • Kath. Kirche hat fertig

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    @ Matthias Süß 28.11.2012, 19:51h
    Die von Ihnen angedachte Organisation, vertreten durch den Diözesanadministrator W. Gegenfurtner – pars pro toto, wähnt sich seit spätestens 1965 nicht mehr im Besitz der Wahrheit, lediglich in der Nutznießung der Kirchensteuerregelung ist dort noch eine Traditonshärenz zu erkennen.
    @ Paul Racker 29.11.2012, 15:55h
    Welchen Bischof Müller meinen Sie, I oder II?

  • Luna Schneck

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    Na Herr Racker, welche Wahrheit? Ha, ha, ha. Der Witz war gut. Und übrigens welches Gericht und welche Ewigkeit war das nochmal?

  • Matthias Süß

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    Eine Religion, die sich nicht im alleinigen Besitz der Wahrheit wähnt, gibt es nicht.

  • Kath. Kirche hat fertig

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    @ Matthias Süß 01.12.2012, 10:43h
    Da liegen Sie hinsichtlich der kath. Kirche grundfalsch, nämlich vor-V II-konziliar.
    Diese religiöse Organisation hat sich und ihre tradierte Ideologie aufgegeben (klein-organisatorische Ausnahmen bestätigen die Regel). Sie stellt sich wertgleich neben und in andere Religionen: also ein Muster ohne Originalitätswert, eine Beliebigkeitsweltanschauung von vielen anderen mehr, ein – nach 1965 – offenbares Gauklerunternehmen, welches lediglich seinen Anteil am deutschen Kirchensteueraufkommen für seine wuchernden Sinnfrei-Strukturen verpraßt.
    Schauen Sie sich die Gesichter und Verlautbarungen der deutschen Episkopathen (sic!) an – kein Unterschied zu den (leider) gewählten BespaßungsdarstellerInnen, die unser Land und Europa in Absurdistan transformieren.

  • G.S.

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    Also ich habe die Beiträge ganz normal bekommen!

    Dieser eine Beitrag ist eben vielleicht nur nicht mehr auf der Hauptseite zu sehen, aber er ist ganz normal abrufbar.

    http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=5391

    Und wenn jetzt doch noch ein neuer Bischof nach Regensburg kommt, dann wünsche ich mir dass gewisse Themen von damals heute eben richtig aufgearbeitet werden müssen , und die damaligen Opfer von Etterzhausen und den Reg. Domspatzen , auch heute richtig
    entschädigt werden!

    In der SZ vom Wochenende , Seite 6/ 7 ,ist vom Geld der Kirche zu lesen.

    http://www.sueddeutsche.de/karriere/kirchen-fehlt-der-nachwuchs-pfarrerfang-mit-kuriosen-mitteln-1.1528254

    http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=5391

    http://www.br.de/radio/bayern1/sendungen/mittags-in-niederbayern-und-der-oberpfalz/gegenfurtner-bischof-bistum-regensburg-100.html

    http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalz-bayern/artikel/klare-worte-vom-uebergangsbischof/853054/klare-worte-vom-uebergangsbischof.html

    http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/Der-Reserve-Bischof-bei-dem-der-Heilige-Geist-irrte;art1172,148159

    http://www.tvaktuell.tv/nachrichten/132015-ostbayern-in-100-sekunden.html

    http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=5391

  • Matthias Süß

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    @ Kath. Kirche hat fertig

    Weiss das auch der Papst, dass seine Kirche nicht allein selig machend ist? Um niemand zu bevorzugen: Von der anderen Seite kommt ähnliches, vom Islam ganz zu schweigen und das Judentum „als einzig auserwähltes Volk“ setzt dem ganzen noch das Krönchen auf.

    „Evangelische Christen gehörten keiner Kirche im eigentlichen Sinne an, heißt es in einem Schreiben des Vatikans diese Woche.“

    http://www.welt.de/wams_print/article1027728/Bremst-der-Papst-die-Oekumene.html

  • Kath. Kirche hat fertig

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    @ Matthias Süß 02.12.2012, 12:28h
    Papst? Was für ein Papst?
    Meinen Sie Herrn Tawadros II. oder den Nachfolger des Herrn Karol J. Wojtyla (der Koran-Küsser, der Assisi-Pandämonolatrist, der Dalai-Lama-Freund …)?
    Falls Sie auf den „Pentlinger Papst“ unserer Regensburger Schickimicki-Wir-sind-Papst-Clique anspielen wollen, so liegen Sie auch hier falsch.
    Führen Sie sich die erbärmlichen Bilder nochmals vor Augen, als „unser Pentlinger Papst“ in 2006 mit ausgestreckter Grußhand an der Phalanx (im altgr. Wortsinn) der zur Begrüßung (zwangs-)angetretenen deutschen Episkopathen (sic!) vorbeitapste und die wenigsten diese Hand annahmen; als die Kanzlerin Angela Horstjewna Merkelowa diesen machtlosen Herren in 2009 wegen dessen Rekonzilisation der FSSPX-Bischöfe dümmlich nach ihr gewohnter ZK-Manier herunterputzte, u.s.w und so fort …
    Was wollen Sie denn mit dem?!
    Der kann tun und lassen, was er will – jeder Gemeindepriester (ökumenisch-äußerlich von einem protestantischen Prediger nicht zu unterscheiden) – ökumenelt nach eigenem Freisein-eines-Christenmenschen nach Rücksprache und Anleitung seines Pfarrgemeinderates. Da braucht es keines „obersthirtlichen“ Wortes mehr: diese vielleicht-noch-in-Kleinstteilen-katholische Gauklertruppe „hat fertig“; nähme man ihr die zwangseingetriebene Kirchensteuer weg, bräche diese – in Dtld. jedenfalls pseudokatholische – Klamaukveranstaltung in sich zusammen.
    Der Papst: „Seine Ridikülität“, wohlverdient übrigens, das ist der Samen, den er seinerzeit als Peritus mitausgesät hat!

  • Jole

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  • Georg Auer

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    Christliche Werte als Kompass – Volker Kauder und Fürstin Gloria diskutieren Rolle des Glaubens in Politik und Gesellschaft:

    Diese Zeitungsmeldung ist heute in allen Regionslzeitungen abgedruckt, wo die Fürstin Gloria von Turn und Taxis mit dem CDU/CSU Bundesfraktionsvorsitzenden Völker Kauder und zwei weiteren CSU-Regionalgrößen diese über Christliche Wertvorstellungen „kenntnisreich“ unterrichtete.
    Bei diesem Auftritt entpuppte sich die Fürstin als eine leibhaftige „Legionärin Christi“, die gar bereit wäre mit Feuer und Schwert gegen alle Ungläubigen und all die vielen Antichristen vorzugehen.
    Nur so läßt sich die Presse-Aussage der Fürstin deuten:
    „Fürstin Gloria von Thurn und Taxis meinte, eines könnten sich die heutigen Christen jedoch von den Muslimen abschauen: die Leidenschaft für ihren Glauben. … Sie forderte, die christliche Erziehung wieder stärker weiterzugeben.“
    Die Fürstin muss ja sehr beeindruckt sein von der großen Glaubenskraft muslimischer Bombenselbstmord-Märtyrern, welche für ihren Glauben nicht nur die Ungläubigen töten, sondern dabei selbst ihr Leben auch hingeben. Ist es doch eine doppelt gute Tat im Namen Gottes.
    Abgesehen davon, das alles gab es ja im Christentum auch schon einmal, nämlich bei den Kreuzzügen: wo die Legionäre Christi das Heilige Land von den Ungläubigen befreite. Leider waren dabei als unvermeidliche Opfer Christ auch die byzantinischen Christen mit betroffen, die man auf dem Zug nach Jerusalem als Glaubenskonkurrenten auch gleich niedermetzelte. Denn nur der damalige Papst zu Rom hatte damals den alleinigen und wahren Glaubensanspruch auf die heiligen Stätten der Christenheit, als päpstliches Glaubenscredo für die zwei Kreuzzüge ins Heilige Land.
    Und mit ihrer Forderung, „die christliche Erziehung wieder stärker weiterzugeben“, meint Sie dabei sicherlich die früheren katholischen handfesten Erziehungsmethoden früherer Eltern-, Lehrer-, Erzieher- und Kleriker-Generationen. Nach dem Ausspruch und dem damaligen Erziehungsmodus: „Dich mach ich noch katholisch!“
    So zu damaliger Zeit ein ganz und gar rechtgläubiger Katholik nur war, wer sich total selbst verleugnete und dem Oberhaupt
    der Kirche ganz hörig war. Der Wille der Kinder mußte – wie auch immer! – erst gebrochen sein, auf dass die Seele des Kindes ganz frei und rein ist für die Aufnahme des einzig wahren römisch katholischen Glaubens.
    Niemand kennt diesen katholischen Erziehungsprozess besser als ich, der als Halbwaise vom 4.-15. Lebensjahr seine Kindheit in fünf kath. Heimen verbringen musste.
    Gerade die Heimerziehung in der Nachkriegszeit war von Gewalt, Demütigung und sexuellen Missbrauch an Kindern (Schutzbefohlenen) geprägt, so gerade hier kranke Geister als strenge Erzieher zum „Kindeswohl“ ohne öfftl. Kontrolle tätig sein konnten. So war Gewalt (Misshandlung), Demütigung und sexueller Missbrauch – gerade auch in katholischen Kinderheimen – Alltag für die Heimkinder der fünfziger und sechziger Jahre nach dem Kriege.
    Aber solch Kindheitsschicksal ist ja der Fürstin von Thurn und Taxis ja fremd und so hege ich große Zweifel, ob Sie überhaupt im wahren katholischen Glauben erzogen wurde.
    Aber hierbei trifft für Sie der Ausspruch zu: „Wovon das Herz voll ist, da geht der Mund über.“ Sie sollte mal von Seiten der Regensburger Bistumsleitung zu einem Schweigegelübte verpflichtet werden. Aber ein spendabler Geldgeber ist wohl von der Beichtpflicht befreit, welche wir Heimkinder damals alle vier Wochen noch ableisten mussten.
    So wünsche ich dem Bistum als „Christkindl“ einen wahren Brückenbauer als neuen Bischof von Regensburg, auf dass endlich die Zeit der Selbstzensur (Sprach- und Führungslosigkeit) im Bistum ein Ende hat. Denn jetzt führt immer noch alle Gewalt im Bistum Regensburg der Bischof von Rom aus.

    Ein ehemaliges katholisches Heimkind

  • Jole

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    Neuer Bischof von Regensburg….

    Da bin ich jetzt einmal gespannt wie die Themen
    Missbrauch , Gewalt und Regensburger Domspatzen
    heute richtig aufgearbeitet werden.

    „Amicus optima vitae possessio.“

    ………………………………………………………………………………………

    http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10008&pk=857310

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/bistum-regensburg-rudolf-voderholzer-wird-neuer-bischof-von-regensburg-1.1542810

    http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/voderholzer-neuer-bischof-regensburg-100.html

  • Is schon recht

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    Da wird der neue Bischof reichlich viel Arbeit haben, wenn man auch heute wirklich alles von damals aufarbeiten möchte und sich um einen richtigen vorläufigen Abschlußbericht bemüht.

    http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=5406

    (siehe Fotos )

  • Schorn

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    Sexueller Missbrauch

    Warum werden Priester zu Tätern?

    Die Bischofskonferenz hat die Fälle von sexuellem Missbrauch in der Kirche wissenschaftlich untersuchen lassen. Nun hat sie die Ergebnisse vorgestellt und geht einen Schritt Richtung Aufarbeitung.

    Auch ist diese Aussage bemerkenswert…

    –Es gebe „keine bedeutsamen Unterschiede“ zur übrigen Bevölkerung.

    Also wenn Priester nicht heiraten dürfen, keine Frau haben dürfen, dann wundert mich das nicht!

  • Jole

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    Erzbischof Müller: Zeitgeist trotzen

    Erzbischof Gerhard Ludwig Müller spricht über den Fall Gegenfurtner, den neuen Regensburger Bischof…

    http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalz-bayern/artikel/erzbischof-mueller-zeitgeist-trotzen/860444/erzbischof-mueller-zeitgeist-trotzen.html

    …von Christine Schröpf, MZ

    ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    Jüdischer Domspatz sang vor Hitler

    Der Regensburger Diplom-Kapellmeister Hans Huber wird den 13. August 1938 nie vergessen. Damals musste er vor Adolf Hitler auf dem Berghof in Obersalzberg auftreten – und sah dem Mörder seines Vaters in die Augen.

    http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10067&pk=860779

    …von Helmut Wanner, MZ

  • Kath. Kirche hat fertig

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    @ Jole 15.12.2012, 22:41h
    Dank Ihres Links auf den Wannerschen Artikel in der „MZ“ ist festzustellen, daß im Gegensatz zur dortigen Bildunterschrift der Chef-Historiker dieses Blogs, Robert Werner, in seinem Beitrag „Hitlers liebster Knabenchor“ (r-d.de vom 22.10.2012, 15:03h) das nämliche Bild brachte – allerdings mit den zutreffenden (!) Personenbenennungen unter dem Bild!
    rgbg-digital.de : MZ = 1:0
    @ Redaktion
    Bliebe nur noch die Frage zu beantworten, weshalb trägt die Datumseintragung auf dem Wernerschen Repro als Datierung „13.VII.1938“ während in der „MZ“ vom „13.08.1938“ geschrieben wird?
    rgbg-digital.de : MZ = ?:?

  • Jole

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    @ …kath. kirche hat fertig….

    also , ist mir eigentlich egal ab da jetzt einige zahlen oder kürzel verdreht wurden.. ?
    wichtig ist eigentlich das thema aus der vergangenheit….
    gut, habe schon einiges von damals auch gwusst, aber so deutlich eben noch nicht.
    anscheinend ist heute auch bei den Domspatzen in Regensburg so sehr etwas los und das bistum hält die schützende hand darüber….
    in etterzhausen wurden damals auch jungen vergewaltigt , und das bischöfliches ordinariat äußert sich dazu nur spärlich!
    gut finde ich jetzt auch
    dass die MZ heute nach so langer zeit eben
    # jetzt auch sich dieser Themen annimmt und von damals eben auch richtig berichtet!

    cu

  • Georg Auer

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    Das Bistum Regensburg hat einen neuen Bischof: Rudolf Vorholzer.

    Dem neuen Bischof ist von allen öffentlichen Seiten (Medien) her zuerst einmal die Chance einzuräumen, sich als der von vielen erwartete wahre „Gute Hirte“ für das Bistum zu beweisen, der laut der Aussage des Diözesanadministrators Dr. Wilhelm Gegenfurtner – und dem schon zensierten Diözesanberichts – besonders über die Befähigung der Offenheit zu allen gläubigen und auch ungläubigen Menschen verfügt und der sich mit einem starken Rückgrad selbstbewusst in der Vatican-Kurie zu behaupten weiß.

    Ich als ein früheres Domspatzen-Missbrauchsopfer erwarte mir in erster Linie von ihm, dass er im Falle der Domspatzen-Missbrauchsopfern die bisherige Mauer des Schweigens endlich einreißt und den Mißbrauchsopfern ihre Würde zurück gibt. Dies muss nicht unbedingt mit Geld verbunden sein. Aber der kalte und unwürdige Ablehnungsbescheid der Regensburger Diözesanverwaltung sollte nicht das letzte Wort des Bischofs den Missbrauchsopfern gegenüber sein.

    Man kann ja verstehen, dass die Bistumsleitung das Ansehen der Domspatzen und das heutige Domspatzeninternat vor öfftl. Kritik schützen möchte, aber nicht um den falschen Preis betreffend der bisherigen Verleugnung der früheren Missbrauchsfälle in den Domspatzen-Internaten und dem Verschweigen der Domspatzenpropaganda während der NS-Zeit als Hitlers liebster Knabenchor.

    Denn die Würde des Menschen (Artikel 1 GG) ist unantastbar. Dies betrifft auch gerade die Würde der Missbrauchsopfer, welche als Kinder von kirchlichen Erziehungspersonal sexuell missbraucht wurden und deren Seelen dadurch bis auf den heutigen Tag irreparabel (Dysthymie) geschädigt sind. Hierbei geht Opfergenugtuung wohl vor Ansehensschutz der Domspatzen. Aber bisher hat man gerade diese Missbrauchsopfer in der Diözese Regensburg der Lüge und des Betrugs bezichtigt hinsichtlich des Ablehnungsschreibens (Serienbrief) der Bistumsleitung an die Antragssteller auf Entschädigungsleistungen. Lieber verliert (opfert) man ein paar Missbrauchsopfer als bisherige Gläubige der rk. Kirche, als dass man früheres Unrecht von rk. Kirchenleuten endlich öffentlich auch bekennt.
    So hoffe ich, dass das Ablehnungsschreiben (Serienbrief) der Diözese an die Missbrachsopfer nicht schon der Abschlussbericht ist, den das Bistum Regensburg hinsichtlich der Domspatzen-Missbrauchsfälle schon seit langen angekündigte.

    So hoffe ich auch, dass der neue Bischof von Regensburg, Rudolf Vorholzer, als ein wahrer „Seelsorger“ dem alten Weihnachtslied „Macht hoch die Tür, die Tor‘ macht weit, …“ von Georg Weissel (1642) entsprich, so er alte Mauern des Schweigens einreißt und „Tür und Tor“ des Bistums endlich weit öffnet, wo dann auch die Missbrauchsopfer der rk. Kirche darin endlich ihren Platz finden mögen.
    So sollen nach den Texten der fünf Liedstropfen für ihn folgende Zeilen besonders auch zutreffen:
    2. Strophe –
    „Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmüdigkeid ist sein Gefährt, Sein Königskron‘ ist Heiligkeit, Sein Zepter ist Barmherzigkeit.“
    3. Strophe –
    „O wohl dem Land o wohl der Stadt, So diesen König bei sich hat! Wohl allen Herzen insgeheim, Da dieser König ziehet ein!“
    4. Strophe –
    „… Voll Rat, voll Tat, voll Gnad‘!“
    Auf das wahr werden kann der Satz in der 4. Liedstrophe:
    „… Dein Heil’ger Geist uns führ‘ und leit‘.“

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Georg Auer

    |

    Der neue Bischof kommt am 20.12.2012 nach Regensburg:
    http://www.regensburg-nachrichten.de/...

    Mit doch einiger Verwunderung las ich obige Internet-Nachricht.
    Hebt sich der neue Regensburger Bischof, Dr. Rudolf Vorholzer, von seinem Vorgänger, Gerhard Ludwig Müller, schon dadurch ab, dass er den öfftl. Pomp seines Vorgängers meidet und deshalb an einem ganz gewöhnlichen Werktag zum Empfang als neuer Bischof von Regensburg in seinem neuen Bistum nun erscheint? Oder täusche ich mich hierin, so mit dieser Terminierung nur sicher gestellt wird, dass nur auserwählte Empfangsgesellschaften – wie zum Beispiel der Regensburger Fürstenhof – ihren neuen Bischof empfangen können (dürfen)? Oder täusche ich mich hierbei wiederum, so das Bistum Regensburg kurzfristig vom gregorianischen Kalender ablässt, so sie dem Maya-Kalender – infolge deren Weltuntergangs-Voraussage (21.12.2012) – mehr Glauben schenkt, und deshalb den Empfang des neuen Bischofs noch schnell einen Tag vor dem Weltuntergang setzt? Aber wahrscheinlich täusche ich mich bei allen drei Vermutungen und der Grund liegt nur darin, dass der übervolle weihnachtliche Terminkalender der Fürstin Gloria von Thurn und Taxis nur noch diesen Termin zulässt.

    Auch ich, ein früheres Domspatzen-Missbrauchsopfer, wünscht dem neuen Bischof von Regensburg, Dr. Rudolf Voderholzer, einen herzlichen und würdigen Empfang durch alle Gläubigen des Bistums Regensburg.

    Trotz all meiner Enttäuschung über die bisher unwürdige Behandlung meines Missbrauchsfalles durch die Bistumsleitung wünsche auch ich – als immer noch gläubiger Katholik – dem neuen Bischof für seine zukünftige Arbeit im Weinberg Christie viel Kraft und Mut und dass er bei seinem bischöflichen Wirken ganz erfüllt sei von der Liebe zu Gott und zu seinen Mitmenschen im Bistum Regensburg; gleich dem Ausspruch der erst kürzlich durch Papst Benedikt XVI. heilig gesprochenen Hildegard von Bingen:
    „Der Himmel auf Erden ist überall, wo ein Mensch von Liebe zu Gott, zu seinen Mitmenschen und zu sich selbst erfüllt ist.“

    Ein ehemaliges Domspatzen-Missbrauchsopfer

  • Jole

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    @ Georg Auer

    Auch mit dem neuen Bischof werden viele Themen bestimmt wieder in die Länge gezogen und / oder es wird solange gewartet bis wieder einmal das Gras darüber gewachsen ist…. Auch kann man das damals erlebte nicht mit Geld aufwiegen, sei es mit 5000 Euro oder auch mit 50 000 Euro.

    Da wurden damals viele Jungen missbraucht , geschlagen, einer brachialen Gewalt ausgesetzt , vergewaltigt….

    Anscheinend wissen Sie im Ordinariat wirklich nicht was den Jungen damals wirklich angetan wurde….

    Homines sumus nun dei.

    ………………………………………………………………………………..

    http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/notizbuch/nah-dran/sexueller-missbrauch-jungen-100.html

    http://www.derlangeweginslicht.de/jungen.php

    http://www.mannigfaltig-minden-luebbecke.de/content_10.html

  • Georg Auer

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    @Jole: Die Leitenden Personen im Bistum, wie auch der Serienbriefeschreiber – an die Domspatzen-Missbrauchsopfer -, Diözesan-Generalvikar M. Fuchs, wissen sehr wohl über die früheren Erziehungsmisstände (Gewalt, Misshandlung und sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen) in den zwei Domspatzeninternaten (Vorschule-Etterzhausen/Pielenhofen und Gymnasium-Regensburg) bescheid. Denn gerade dieses schmerzliche und furchtbare Wissen um diese früheren Vorgänge lässt sie so handeln und reden (Serienbrief … „Ihre Schilderungen eines sexuellen Missbrauchs können wir nicht nachvollziehen“…). Deshalb jetzt auch das Totschweigen und die Missachtung hinsichtlich der Missbrauchsopfer. Man wollte gleich von Anfang an mit diesem „Missbrauchs-Gesindel“ gar nichts zu tun haben, so die allermeisten Kirchenmänner immer noch glauben, dass das Böse in der Welt (Satans Reich) sie ständig zur Sünde verführen will. Dabei negieren sie total, dass die Sünde in ihnen selbst wohnt. Für diese Drecksarbeit hat man dann extra einen Nürnberger Rechtsanwalt engagiert und ihn dafür sehr gut bezahlt.
    Mir – als ein früheres Domspatzen-Missbrauchsopfer – geht es wirklich nicht darum, dem Domspatzenchor zu schaden. In Gegenteil, ich halte diesen immer noch für einen der besten Chöre in der Welt. Aber mir hat man als neunjährigen Knaben im damaligen Domspatzen-Vorschulheim im Jahre 1961 viel Böses angetan (sexueller Missbrauch) und meine Kinderseele bis auf den heutigen Tage tief verletzt (Demütigungen und Misshandlungen). Wir damaligen Etterzhausener Domspatzen wähnten uns direkt in der Hölle, auch wenn das Heim auf dem Berg oberhalb des Ortes stand. Dort gingen die meisten Jungs am Abend mit großer Angst zu Bett und wachten an nächsten Morgen mit noch entsetzlicherer Furcht wieder auf. Jeder Knabe war nur darauf bedacht, wie komme ich heute ungestraft durch den Tag. Du darfst um keinen Preis auffallen. Dies bedeutete auch, sich von den Mitschülern abzugrenzen und sich einfach unsichtbar zu machen. Welch teuflischen Charakter und Wesensart besaßen doch der damalige Internats-Direktor und der erziehende Präfekt. Der Direktor schlug blind vor Wut auf uns Kinder ein und warf selbst während der Morgenmesse mit Altargegenständen nach uns Knaben. Der Präfekt brandmarkte unsere Seelen infolge seiner grausamen Demütigungsrituale und seiner nächtlichen Sexualpraktiken an uns Knaben in seinem Zimmer. Und dies alles Geschehene musste man dann über fünfzig Jahre Lebenszeit für sich behalten, so niemand einem dies geglaubt hätte. Und die Bistumsleitung selbst heute noch dieses Kinderleid als unglaubhafte Erzählungen gescheiterter Existenzen abtut (Serienbrief an die Missbrauchsopfer).
    Die Bistumsleitung weiß sehr wohl Bescheid über all diese damaligen Geschehnisse.
    Aber sie gehen jetzt damit um nach dem bewährten kirchl. Motto:
    Was nicht sein darf, kann auch nicht sein! Also Augen zu und durch.

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Veronika

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    Sehen wir die ganze Sache doch gelassen: Von den lieben „hohen Herren“ hat die letzten zehn Jahre jeder gut gelebt, und sich nur sehr wenig Sorgen um die Gläubigen gemacht. Jetzt wollen einige dieser „hohen Herren“ noch höher kommen, befürchten aber dass S.E. GLM sicher dieser nur noch mit Schaudern erinnern mag. Auch der Pontifex dürfte mit Regensburg insoweit seinen Frieden geschlossen haben. Also: „Klappe zu, Affe tot!“ Nix mit künftigen Regensburger Weihbischofs- oder gar Bischofsämtern aus den Reihen der 10 Jahre Schweigenden! Bravo (wenn es sich wird), denn dies zeigt auf, dass es doch einen gerechten Gott gibt! Ich würde diese Leute alle wieder in den Pfarrdienst zurückschicken, und das Ordinariat neu, am besten mit Leuten aus Indien besetzen.

  • Jole

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    Am diesjährigen Silvestertag feiert Erzbischof Dr. Gerhard Ludwig Müller, der langjährige Bischof von Regensburg und jetzige Präfekt der Glaubenskongregation, seinen 65. Geburtstag.

    http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=5429

    Dieser Mensch hat uns jetzt fast 3 Jahre in keinster Weise bei unser Aufarbeitung zu den Themen „Gewalt oder Missbrauch“ großartig unterstützt. Ich hoffe, dass Sie auch in Rom Ihren Frieden finden werden!

    http://www.theologe.de/

    http://www.theologe.de/sexuelle_vergehen.htm

    http://www.theologe.de/kirche_verbrechen_skandale_verharmlosungen.htm

  • Keine Bewegung...

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    Eine Untersützung wird man zu diesen Themen auch nicht mehr so ausführlich bekommen….
    Auch nach so langer Zeit werden die Verantwortlichen , sei es der neue Bischof in Regensburg , das Ordinariat , oder auch die Institution der Regensburger Domspatzen , in keinster Weise die damalige Vergangenheit richtig klarstellen oder den damaligen Opfern heute die nötige Genugtung zukommen lassen.
    Da schreibt man Briefe , stellt viele Opfer von damals als Lügner hin und tut so als wäre nichts gewesen?
    Und weil es heute heißt:
    Der Chor “ Regensburger Domspatzen “ gehört dem Bischof von Regensburg.
    Ich bin der Meinung , dass alle Jungen die damals in Etterzhausen waren , großen Anteil an den heutigen Domspatzen haben , also ist das auch der Chor aller damaliger Etterzhausener – denn wir haben das erst alles so ermöglicht!
    Und wenn sich auch diese Kasanierung heute im 21. Jahrhundert im Domspatzeninternat nicht richtig abstellen läßt , dann werden die Schülerzahlen im kommenden Schuljahr 13 / 14 noch mehr in den Keller rutschen.

    Auch in diesem alten Bericht haben die Jungen ein großes Bedürfnis nach Zuwendung, also brauchen sich die Oberen der Institution Regensburger Domspatzen wirklich nicht wundern.

    http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=62603855&aref=image039/2008/12/13/ROSP200805100460048.PDF&thumb=false

  • Georg Auer

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    „Kirche ist nicht Selbstzweck“
    ZdK-Präsident Alois Glück warnt Kirche vor einem „gefährlichen Selbstschutzreflex“
    Straubinger Tagblatt – Interview mit Alois Glück

    Zitat: „… Im Krisenjahr 2010 im Zusammenhang mit dem Thema sexueller Missbrauch habe ich erlebt, dass viele Menschen besorgt formuliert haben, es wäre doch wichtig, dass die Kirchen intakt bleiben. Irgendeine vordergründige Modernisierung hilft da nicht weiter, aber es gibt im kirchlichen Bereich auch einen gefährlichen Selbstschutzreflex. Man setzt sich nicht selbstkritisch genug mit der eigenen Sprache, dem eigenen Erscheinungsbild und auch unwahrhaftigen Entwicklungen auseinander, sondern schiebt die Probleme auf den Menschen von heute, der zu oberflächlich wäre und nicht mehr glauben wolle. …
    Kirche ist nicht Selbstzweck, auch nicht ihre Ämter und Strukturen. Notwendig ist mehr kritische Selbstreflexion. …“

    Wie wahr, wie wahr!
    Diese Aussagen von Alois Glück über die rund um sich schlagende rk. Kirche auf öffentliche Kritik kann man nur voll beipflichten. Ich als ein früheres Missbrauchsopfer der Regensburger Domspatzen musste die Jahre seit 2010 erleben, dass der Bistumsleitung von Regensburg an einer wahrhaftigen und vollständigen Aufarbeitung der Missbrauchsfälle bei den Domspatzen überhaupt nicht gelegen war, insofern sie ehemalige Missbrauchsopfer zuletzt per Serienbriefe als Lügner brandmarkte.
    – „… Ihre Schilderung eines sexuellen Missbrauchs ist von unserer Seite nicht nachvollziehbar.“ –
    Dieses ist immer Strategie von Institutionen und Organisationen, welche eigene innere Missstände verbergen wollen. So man sich des Problems der Missbrauchsopfer entledigt, entledigt man sich auch gleichzeitig der Probleme mit den Tätern in der Kirche. Welch menschenverachtende Problembewältigung der rk. Kirche gegenüber den Opfern! So werden Kinderseelen noch einmal vergewaltigt. Wer wünscht sich als ein Missbrauchsopfer eines katholischen Kinderheimes da noch den Segen der Kirche?

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Keine Bewegung...

    |

    Betreff:

    …welche eigene innere Missstände verbergen …..

    Genau das ist das große Problem der Aufarbeitung.

    Wenn das Ordinariat , oder auch die Institution Regensburger Domspatzen, auch nach fast 3 Jahren die Themen der letzten Jahrzehnte doch noch richtig ansprechen wollen, dann müssen Sie ja eh wirklich zusperren, denn keine Eltern werden / würden dann Ihre jungen Sprößlinge mehr in irgendwelche kath. Internate , oder auch noch zu den Regensburger Domspatzen in die Schule oder zur Ausbildung schicken.

    Bemerkenswert ist was man so alles aus Regensburg hört.
    Den Domspatzen von heute erzählt man dies oder das ,und den Domspatzeneltern dann vielleicht etwas anderes.
    Kein Mensch will sich in Regensburg so sehr den Mund verbrennen , wirklich?

    Kein Mensch will sich mit den Themen “ Knabenliebe, Homosexualität-Bisexualität oder auch mit der Pädophilie in kath. Internaten auseinandersetzen, oder auch die damalige Vergangenheit der Regensburger Domspatzen , auch die von Etterzhausen, der Elitevorschule der REG: Domspatzen, eben nur ein wenig richtig ansprechen.

    Die drehen heute immer nur den Spieß um , denn alles was sie von damals hören, gibt es ja eben heute in unserer Gegenwart nicht!

    http://heimkinder-forum.de/v3/index.php?page=Portal&s=f2c4809b7291d0fea36ccc5ac47aaeb09d6f7109

  • Ist - Zustand

    |

    Das große Schweigen !!!

    Eigentlich hätte man zu allen damaligen Themen schon längst einmal einen großen Schlußstrich ziehen können , aber leider

    – anscheinend will niemand von dieser Stiftung Regensburger Domspatzen , oder vom Ordinariat Regensburg , heute nach so langer Zeit die Verantwortung für all das damalige dafür eben heute übernehmen!

    Ich fand das zum Beispiel sehr sehr unanständig – ja gewagt – dass man das ganze Vermögen der damaligen eigenständigen Stiftung Etterzhausen /Pielenhofen, eben heute schon – im letzten Jahr schon – einfach hinter dem Rücken der damaligen zahlreichen Opfer – einfach nach Regensburg umgeschichtet hat.

    Frage: Wo sind die zahlreichen Mietshäuser von Königswiesen / Regensburg – geblieben?
    ….
    Leute ,
    dieser Ist – Zustand ist wirklich nicht gut , weil jetzt nach fast 3 Jahren immer mehr – ja noch mehr – von damals eben hochkocht.

    cu

    http://derstandard.at/1334795804341/Stift-Kremsmuenster-Meine-grausame-Kindheit

    http://derstandard.at/1356426715347/Gewaltopfer-der-katholischen-Kirche-leiden-bis-heute

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-62603855.html

  • Schorn

    |

    Schon vor einiger Zeit gab es das eine Thema wegen irgendwelchen Opferentschädingungen ehemaliger Heimkinder.

    Das Thema „Regensburger Domspatzen “ mit der damaligen eigenständigen Stiftung „Etterzhausen“ , Elitevorschule der Regensburger Domspatzen , ist aber ein ganz ganz eigenes Thema , das eben heute eigenständig vom Bistum Regensburg und der heutigen Stiftung der
    „Regensburger Domspatzen “ richtig aufgearbeitet und auch richtig klargestellt werden sollte.

    Draußen ist auch schon von einer gewissen Versöhnung die Rede , aber wenn die Verantwortlichen eben heute sich in keinster Weise richtig zu den damaligen Themen bemühen, oder sich nicht richtig äußern wollen , eben die damaligen Themen nicht richtig ansprechen möchten – dann hat alles andere auch keinen großen Wert!
    Auch finde ich heute irgendwelche Rentenzahlungen zu leisten für unangebracht.
    Die Leute schieben nämlich eine bestimte Frage immer und immer wieder auf die lange Bank…
    „“ Wer ist dafür eigentlich wirklich verantwortlich? „“
    Stimmt , irgendwie möchte niemand dafür nur ein wenig die Verantwortung übernehmen, daher auch das große Schweigen?

    Auch finde ich es sehr sehr öminös – merkwürdig , eben weil sich der jetztige DKM Herr Büchner , er ist auch im Stiftungsvorstand mit eingebunden, sich bis heute in keinster Weise eben richtig zu den ganzen damaligen Vorfällen geäußert hat.

    http://domspatzen.de/institutionen/Stiftung-RD.html

    Meine Herren , drei Jahre sind jetzt schon genug und es muss sich endlich auch zu den Themen eigenständigen Stiftungen Etterzhausen , Regensburger Domspatzen “ und den Themen Missbrauch und Gewalt in diesen damaligen Internaten , heute endlich auch ein vorläufiger Abschlußbericht veröffentlicht werden.

    Mfg

    http://heimkinder-forum.de/v3/index.php?page=Portal

    http://jetzt-reden-wir.org/

    http://www.emak.org/Heimkinder/Entsch%E4digung%20f%FCr%20ehemalige%20Heimkinder.htm

    http://www.rae-scheulen.de/ratgeber-sozialrecht/opferentschaedigung_ehemalige_heimkinder.pdf

  • Georg Auer

    |

    @Ist-Zustand / @ Keine Bewegung:

    Liebe (Mit-)Kommentatoren, der Ist-Zustand in der Causa „Sexueller Missbrauch von Sängerknaben bei den Regensburger Domspatzen“ ist die Bewegungslosigkeit. Denn die rk. Kirchenoberen im Vatikan bereuen zutiefst die Initiative des Jesuiten Colleges im Jahr 2010 zur Bekenntnis und Aufdeckung von sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in kirchlichen Erziehungsanstalten und Schulinternaten, begangen von Kirchenmännern und -frauen. Denn die damals gut und ehrlich gemeinte Initiative einzelner Ordensgeistlicher wuchs der rk. Kirche unterdessen total über den Kopf und bedroht diese gar bis ins Fundament ihrer Glaubwürdigkeit gegenüber der Welt und insbesondere gegenüber ihren eigenen Gläubigen.
    Denn hierbei hat man die Büchse der Pandora geöffnet, aus der nun jahrhundertealter Schmutz- und Schandgestank der rk. Kirche entströmt und die Vatikan- Kurie in Panik deshalb schnellstens die Büchse der Pandora wieder verschließen will.
    Als Beweis für das jahrhundertelange Vergehen der rk. Kirche in Bezug von sexuellen Missbrauch an Knaben zeugen ja die Kastraten-Chöre früherer Zeit, die es nach meinem Wissen so nur in der rk. Kirche gab. Hierüber ließe sich mit Sicherheit einiges in den Panzerstahl-Archiven des Vatikans wiederfinden. So aber der rk. Missbrauchsgestank die Domspatzen betreffend immer noch riechbar in der Luft (Öffentlichkeit) hängt, verharrt man in der Diözesan-Leitung bewegungslos in der Hoffnung, dass sich dieser Gestank bald möglichst von selbst auflöst. Einige hohe Kirchenmänner im Bistum Regensburg bemühen auch von der rk. Kirche gut bezahlte weltliche Juristen (Nürnberger Rechtsanwalt), um den Domspatzen-Missbrauchsgestank durch Juristenparfüm zu neutralisieren. Aber dieser Missbrauchsgestank nebelt den Dom zu Regensburg nun schon seit über drei Jahren ein und wird die freie Sicht zum Himmel weiterhin versperren solange Missbrauchsopfer der Kirche noch am Leben sind.

    Jedes Jahr am Sonntag nach Heiligabend gedenkt man in der katholischen Kirche der „Unschuldigen Kinder“ welche durch Herodes Mörderbande hingeschlachtet wurden.
    An diesem Sonntag 2010 war ich im Dom zu Regensburg und gedachte dabei meiner gemordeten Kinderseele bei meinem Heimaufenthalt 1961 in Etterzhausen in der Vorschule der Regensburger Domspatzen.
    Ein paar Tage später schrieb ich dann in mein Tagebuch:

    ‚28.12.2010
    Die Unschuldigen Kinder
    Heute am Tage der „Unschuldigen Kinder“ gedenkt die katholische Kirche an die Ermordung aller neugeborenen Kinder und aller Kinder die bis zu zwei Jahre alt waren und in Judäa – in der Zeit von Jesu Geburt zu Bethlehem, dem geweissagten neuen König der Juden – durch die Hände der Häscher des Königs Herodes.
    Gibt es sie überhaupt, die unschuldigen Kinder, oder sind auch sie von Geburt aus schon durch die Erbsündenfolge der Menschheit mit dem Makel der Sünde behaftet? Steckt in diesen kleinen menschlichen Geschöpfen nicht auch schon ein kleiner Teufel in deren Seele? Ob unschuldige oder sündenbelastete Kinderseelen, ist der ohne Zweifel behaftete und vertrauensvolle Glaube der Kinder für Jesus das Vorbild für alle anderen Menschen auf der Welt, gleich ob Jung oder Alt. Denn nur der Glaube voller Vertrauen und Zuversicht kann Berge versetzen und vermag dem Menschen Hoffnung und Freude für die Zukunft zu geben. Nur so vermag der Mensch hoffnungsvoll und zuversichtlich in die Zukunft blicken und all sein Handeln und Tun dafür zu verwenden zum Wohle seiner Selbst und seines Nächsten.
    So sprach einst Jesus zu seinen Jüngern: “ Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.“ (Math. 18,3)
    So sehe ich mich auch jetzt erst, als ich selbst noch Kind war, nicht mehr als den von Geburt an sündhaften und verdorbenen kleinen Georg an, sondern als das Kind, dass durch sündige und verdorbene Herzen erwachsener Menschen schwerste Demütigungen, Züchtigung und selbst sogar sexuellen Missbrauch erfuhr und als Kind schon so die Hölle verspüren und schauen musste.
    Gerade mein Heimaufenthalt im Vorschulinternat der Regensburger Domspatzen in Etterzhausen war für mich Tag für Tag ein Höllenerlebnis, dem ich damals nicht entfliehen konnte. Die täglichen Züchtigungen und Grausamkeiten als auch Demütigungen durch den damaligen Direktor und dem Präfekten dieses Heimes, verfinsterten meine Kinderseele ganz und machten mich völlig irre an Gott und der Welt. Nicht zuletzt durch den permanenten sexuellen Missbrauch meiner durch den Heimpräfekten, ließen meine Seele und alle meine Gefühle wie auch meinen Mund lange Zeit taub und empfindungslos werden, um diese Höllenerlebnisse für lange Zeit vergessen zu können. Denn bei diesem Heimaufenthalt gab es viele Tage, wo ich mich tot wünschte.
    Und trotzdem war dieses Heim auch eine andere Art von Familie und Gemeinschaft für uns neun-, zehnjährigen Knaben, wenn es auch ein Heimatort des Grauens und Verderbens war, der einen jeden Buben für sein ganzes Leben zeichnete. Uns Buben wurde sozusagen das höllische Heimsiegel von Etterzhausen in die Kinderseele eingebrannt. Nur Gott, der große Erbarmer und Freund aller Kinder vermag noch diese zerstörten und gemordeten Kinderseelen wieder zu heilen und mit neuem lebensspendenden und vertrauenden Glauben an das Gute zu füllen und diese Kinder mit dem göttlichen Gnadenerweis des späteren Verzeihen gegenüber ihrer Seelenmörder auszustatten.
    Mit diesem göttlichen Gnadenerweis des Verzeihen konnte endlich dieses Jahr auch ich meinem damaligen teuflischen Peinigern verzeihen – stellvertretend für alle meine Peiniger damaliger Zeit – durch das Zusammentreffen mit meinem ehemaligen Präfekten, welcher mich auf das Übelste gedemütigt und sexuell missbraucht hatte. Nur durch diesen göttlichen Gnadenerweis wurde es nun nach fünfzig Jahren mit möglich, das Wunder der Verzeihung geschehen zu lassen und so gleichzeitig auch die Versöhnung mit mir selbst – dem kleinen Knaben Georg – und mit allen Menschen, welche mir in meiner Kindheit Unrecht, Verderbnis und Gewalt antaten. So nur im Verzeihen letztendlich die göttliche Medizin für ein gelingendes und heiles Leben für den Menschen zu finden ist.
    So brauchte es aber doch fünfzig Jahre, auf dass der Gebetssatz im Vaterunser „… und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern …“ fûr mich Gûltigkeit erlangte und Realität wurde zum Seelenheil meiner Selbst und auch fûr die an mich Schuldigen.
    Am Sonntag nach Weihnachten (Fest der hl. Familie) fahre ich mit meiner Frau nach Regensburg und wir gehen in den Dom zur Messe. Die Messe wurde von den Domspatzen mit Chorälen und Weihnachtsliedern begleitet. Bis dahin bin ich allen Aufführungen und Darbietungen, gleich ob in Wirklichkeit oder auf Tonträgern, der Regensburger Domspatzen geflohen. Dieser Chor, so weltberühmt er auch war und noch ist, war für mich nicht mehr existent. Ich verachtete ihn als ein mittelalterliches Relikt aus der Zeit der Kastraten-Chöre. Seine Nennung verursachte in mir nur Wut und Schmerz.
    Aber plötzlich sah ich mich im Dom als kleiner Georg mitten im Chor vorne am Hochaltar stehend, welcher mit heller Sopranstimme die lateinischen Verse des Credos singt:
    “ … Patrem omnipotentem, factorem caeli er terrae, visibilium omnium et invisibilium. …“
    Mein Herz wurde auf einmal ganz freudig gestimmt und mit der Stimme des kleinen Georg stieg auch gleichzeitig dessen Seele zum Himmel auf. Beim Anblick des Knabenchors – bekleidet mit rotweißen Chorröcken – stiegen mir plötzlich Tränen in die Augen, so dass alle Chormitglieder in einem Meer von Tränen versinken. Sogleich viel mir wieder mein Lieblingslied bei meinem Aufenthalt bei den Domspatzen in Etterzhausen wieder ein, welches ich damals bei den Singproben am liebsten gesungen hatte, – und ich singe es stumm wieder in meinem Herzen alle seine 17 Liedstrophen.

    1. Strophe:
    „Es waren zwei Königskinder,
    Die hatten einander so lieb,
    Sie konnten zusammen nicht kommen,
    Das Wasser war viel zu tief.“

    3. Strophe:
    „Da war eine falsche Nonne,
    Die Tat, als ob sie schlief,
    Sie Tat die Kerzen auslöschen
    Der Jüngling der dank so tief.“

    17. Strophe:
    „Da hörte man Glockengeläute,
    Da hörte man Jammer und Not,
    Da lagen zwei Königskinder,
    Die sind alle beide tot.“

    Ein ehemaliger Domspatz

  • G.S.

    |

    Da sieht man einmal wieder , dass die zahlreichen Opfer von damals
    von damals wieder
    so sehr im Stich gelassen werden!

    ///////////////////////////////////////////////////////////
    Oberpfalz & Bayern 08.01.2013, 19:01 Uhr

    Erzbischof Müller bewegt weiter die Gemüter
    Spekulationen um finanzielle Zuwendungen: Anonyme Kritiker werfen Regensburgs ehemaligen Bischof Gerhard Ludwig Müller vor, ein „Nimmersatt“ zu sein. Das Bistum Regensburg betont jedoch: Alles läuft korrekt.
    Der jetzige Präfekt der Römischen Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, bewegt in seinem früheren Bistum Regensburg noch immer die Gemüter. Foto: dpa

    Der jetzige Präfekt der Römischen Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, bewegt in seinem früheren Bistum Regensburg noch immer die Gemüter. Foto: dpa

    Von Christine Schröpf, MZ

    http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10008&pk=867240

  • Georg Auer

    |

    ZEIT ONLINE ‎- vor 31 Minuten
    Der Missbrauchsskandal der Katholischen Kirche wird vorerst nicht weiter untersucht.

    Die deutschen Bischöfe kündigen den Forschungsauftrag über sexuellen Missbrauch in rk. Erziehungsanstalten auf.
    Also keine Transparenz in Sachen „Sexueller Missbrauch in der rk. Kirche“, gleich wie im Bistum Regensburg schon seit drei Jahren unter der Regie des ehemaligen Bischofs G.L. Müller praktiziert. So ist auch davon auszugehen, dass der Order für die Aufkündigung des Forschungsauftrags auch aus Rom (Vatikan) kommt.
    Mich als Missbrauchsopfer wundert dieses Verhalten der rk. Kirche überhaupt nicht, so es auch dem entspricht, wie man meinen Missbrauchsfall in der Diözesanleitung im Bistum Regensburg abwendig behandelte (Serienbrief an die Missbrauchsopfer: „… Wir konnten dabei Ihre Aussagen zur Frage eines sexuellen Missbrauchs leidet nicht nachvollziehen. Eine Leistung in Anerkennung von erlittenem Leid erscheint auf diesem Hintergrund deshalb nicht gerechtfertigt. …“).
    Dieser Ablehnungsbescheid vom Bistum Regensburg auf meinen Entschädigungsantrag wurde geschrieben am 23.01.2012, zwei Jahre nach öffentlich werden der Missbrauchsfälle bei den Regensburger Domspatzen.
    Meinen Missbrauchsfall schilderte ich aber schon in einem Brief vom 07.06.2006 an die Leitung der Domspatzen-Vorschule. Dieser Brief wurde niemals beantwortet, weder lud man mich zu einem Gespräch ein (außer den späteren Gesprächen mit der Missbrauchsbeauftragten).
    So liegen zwischen meinem ersten Brief an die Leitung der Domspatzen und dem bischöflichen Ablehnungsbescheid auf meinen Entschädigungsantrag (den ich als Antwort auf meinen Brief werte) fast sechs Jahre.
    Die katholischen Kinder- und Waisenheime in Deutschland waren in der Nachkriegszeit bessere Zuchthäuser. Hier wurde der Wille jeden Kindes im „Namen Gottes“ durch Züchtigung, Demütigung und sexuellem Missbrauch gebrochen.
    Ich weiß von was ich rede, so ich als Halbwaise vom 4. bis 15. Lebensjahr in fünf katholischen Kinderheimen aufwuchs und in zwei von diesen vom 9. bis 12. Lebensjahr oftmals sexuell missbraucht wurde. In der Domspatzen-Vorschule in Etterzhausen im Jahre 1961 durch den damaligen Internats-Präfekten. Anschließend kam ich sogleich in das katholische Kinderheim in Bonbruck/Ndb.. Dort war es dann eine Nonne, die sich beim wöchentlichen Baden sich an mit sexuell verging. Auch hierbei stellte ich einen Antrag auf Entschädigungsleistung. Vom Mutterhaus der Nonne erhielt ich dann ein Schreiben mit vollenden Textauszug:
    „… Es tut uns leid, dass wir beim Überprüfen des von Ihnen genannten und nachgewiesenen Zeitraums (Schuljahr 1961/1962) leider feststellen mussten, dass die Beschuldigte – Sr. …….. – in dieser Zeit nicht im Kinderheim Bonbruck tätig war. Deshalb kann von uns keine Anerkennungsleistung bezahlt werden und damit wird dieser Teil Ihres Antrags abgelehnt.
    Wir bedauern sehr, dass wir unsererseits nicht dazu beitragen können, dass Ihr Leid gemildert wird. Wir wünschen Ihnen, dass Sie trotzdem Hilfe erfahren, mit Ihrer Situation umzugehen.“
    So könnte ich bei diesem Kinderheim sogar noch einen Zeugen benennen, der bezeugen kann, dass namentliche Klosterfrau sehr wohl in der genannten Zeit dort beschäftigt war, so er selbst mit mir Heimzögling war.

    Hilfe bei meiner schmerzlichen Aufarbeitung meiner schlimmen Heimerlebnisse bekam ich dann durch Ärzte und Psychologen in verschiedenen Nervenkliniken, wo ich dann anfing, meine Erinnerungen in einem Tagebuch niederzuschreiben.
    Eine dieser Erinnerungs-Niederschrift vom 04.06.1994 betrifft den sexuellen Missbrauch der Nonne an mir:

    ‚Bewusstlosigkeit

    Das Todes-Trauma ist durchschritten und die aufgehende Morgensonne bezeugt durch ihr Erscheinen den neuen Tag und das neue Leben. All mein bisheriges Tun und Lassen in meinem Leben tritt nun ganz deutlich zutage und lässt mich meine multiple Persönlichkeit im Spiegel meiner Geschichte klar erkennen. Das destruktive – sich selbst bestrafende Kind – und der listige – sich selbst verleugnende – kleine Georg, haben ihre Existenzberechtigung verloren und sind nicht mehr. Beide sind zurückgekehrt in des Mutters Schoß.
    Denn vieles in meinem bisherigen Leben – ließ sich nur in einem bewusstlosen Zustand ertragen und war tief in der Kammer des Vergessens in meiner Seele vergraben. Jetzt ist aber die Zeit, um all diesen Missbrauch und alle Gewalt an mir als Kind endlich aus der Seelengrube zu heben und anzuschauen, der neuen Tränen und des neuen entsetzlichen Schmerzes nicht achtend; denn die neuen Tränen sind dann Tränen des Heils und der neue Schmerz birgt in sich die erlösende Wahrheit und die Medizin der Erkenntnis.
    In einem Heim spielten wir Buben ein besonderes Spiel: „Bewusstlos machen“. Dabei stellte sich ein Junge mit dem Rücken an die Wand und zwei weitere Jungs drücken gemeinsam mit ihren Händen gegen den Brustkorb des Jungen an der Wand, so dass dieser nicht mehr atmen konnte und dann bewusstlos zu Boden sank. Hierbei wurden dann immer die Rollen getauscht. Gott sei Dank, wachte ein jeder nach ein paar Sekunden Bewusstlosigkeit gleich wieder auf, welches unserem gesunden Naturell zu verdanken war. Aber diese Bewusstlosigkeit hatte für und Buben.einen besonderen Zauber und hinterließ bei uns ein wohliges Gefühl ohne Furcht und Angst, ganz weit weg von aller Realität.
    Die Seele gibt aber nur preis, was der Körper und Verstand eines Menschen noch zu ertragen vermag. Und das ist gut so.‘

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Veronika

    |

    @G.S.: Deshalb war erst vor wenigen Tagen zu lesen, dass er die Möbelwagen nach Rom losgeschickt hat. Nicht dass dort plötzlich kein Platz mehr gewesen wäre, und die Möbel in R. hätten bleiben müssen.
    —————————
    Ich denke, dass wir schon aus Rom schon sehr bald – ausser es erfolgt bei zwei bestimmten Personen eine 180 Grad-Wende – Neues hören werden. Da soll „der Bär toben“, habe ich mir sagen lassen.

  • „Fehlt nur noch, dass sie ‘Rudi, Rudi’ rufen!“ | Regensburg Digital

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    […] Wie weit dessen Arm noch reicht, zeigt die Tatsache, dass ein Artikel über einen (von auswärtigen Bischöfen durchaus wohlwollend wahrgenommenen) Auftritt Gegenfurtners im Regensburger Presseclub, wo er sich kritisch über Müller äußerte, nach wenigen Tagen von der Internetseite des Bistums verschwand. […]

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