Ein Hauch von Transparenz

Missbrauchsbeauftragter bekam Zahlen vorgelegt

Print page

Das Bistum Regensburg hat dem Missbrauchsbeauftragten ein paar Zahlen mitgeteilt. Wirkliche Klarheit bringen auch diese nicht. Empfänger des demütigenden Serienbriefes von Generalvikar Fuchs warten nach wie vor auf eine Entschuldigung.

Schweigen hinter Pomp und Prunk: Der Führungsstab der Diözese Regensburg. Foto: Archiv/ Staudinger

Schweigen hinter Pomp und Prunk: Diese Maxime galt bislang in der Diözese Regensburg. Foto: Archiv/ Staudinger

 

Es sieht aus wie ein Fortschritt. Zum ersten Mal seit 2010 wurden im Bistum Regensburg von offizieller Stelle Zahlen zum sexuellen Missbrauch durch Geistliche und zur Entschädigung der Opfer herausgegeben. Am Montag hat der neue Missbrauchsbeauftragte Dr. Martin Linder, er ist Nachfolger der verstorbenen Birgit Böhm, auf der Bistums-Homepage seinen ersten Bericht vorgelegt.

Rund 160.000 Euro Entschädigung

Demnach wurden zwischen 2011 und 2014 30 Anträge auf Entschädigung bewilligt, für die das Bistum 158.500 Euro ausbezahlt habe. Zu Opfern und Tätern heißt es in dem Bericht wörtlich:

„Von 1945 bis heute wurden von den etwa 2.380 tätigen Geistlichen der Diözese Regensburg 13 Geistliche wegen sexueller Straftaten an 77 Minderjährigen in unserer Diözese verurteilt, davon zwei wegen Besitzes von kinderpornographischem Material und einer, besonders schwerwiegend, wegen sexueller Straftaten an 25 Minderjährigen in zwei Pfarreien Anfang der 50er Jahre. Von diesen 13 Geistlichen leben noch acht, zwei von diesen acht wurden laisiert, das heißt aus dem Klerikerstand entlassen, die übrigen sechs sind suspendiert.“

Dr. Martin Linder ist seit November 2013 Missbrauchsbeauftragter des Bistums. Foto: Krischker/ pm

Dr. Martin Linder ist seit November 2013 Missbrauchsbeauftragter des Bistums. Foto: Krischker/ pm

Derzeit laufe noch ein kirchenrechtliches Verfahren gegen einen Geistlichen wegen einer mutmaßlichen Tat in den 70ern. Strafrechtlich seien die Vorwürfe verjährt. „In einem weiteren Fall ist trotz des Todes des Beschuldigten auf Grund mehrerer, voneinander unabhängiger Beschuldigungen von einer juristisch vergleichbaren Sicherheit auszugehen. Drei kirchenrechtliche Verfahren hätten „nach staatsanwaltlicher Befassung ohne Urteil oder Strafbefehl“ zur Einstellung des kirchenrechtlichen Verfahrens mangels Beweisen geführt.

Zahlen wurden „zur Verfügung gestellt“

Sämtliche genannten Zahlen und Daten seien ihm von der Bistumsleitung bzw. Generalvikar Michael Fuchs „zur Verfügung gestellt“ worden, schreibt Linder. Er scheint sie also nicht auf Basis eigener Recherchen oder Einsicht in Unterlagen zu kennen. Aus dem Bericht geht denn auch nicht klar hervor, wie viele Opfer vom Bistum als nicht glaubwürdig eingestuft oder wie viele Anträge auf Entschädigung abgelehnt wurden.

Zeichnet verantwortlich für demütigende Serienbriefe, bleibt bislang im Amt: Generalvikar Michael Fuchs. Foto: Archiv/ Staudinger

Zeichnet verantwortlich für demütigende Serienbriefe, bleibt bislang im Amt: Generalvikar Michael Fuchs. Foto: Archiv/ Staudinger

Rückfragen unserer Redaktion bei Empfängern jener wortgleichen, von Generalvikar Fuchs unterzeichneten Serienbriefe, mit denen das Bistum mehrere Betroffene der Lüge bezichtigt hatte, („Wir konnten (…) Ihre Aussagen zur Frage eines sexuellen Missbrauchs nicht nachvollziehen.“) ergaben, dass das Bistum ihnen gegenüber weiter eine harte Haltung zeigt. Trotz gegenteiliger Versprechen von Bischof Rudolf Voderholzer gab es bei den früheren Domspatzen keinerlei Rückmeldung mehr, von einer Entschuldigung oder Entschädigung ganz zu schweigen. Einzig Birgit Böhm hatte sich, noch kurz vor ihrem Tod, bei einem der Empfänger dafür entschuldigt, dass dieses Schreiben „zu einer so großen Belastung“ für ihn geworden sei.

Einer von ihnen musste sich im Jahr 2012 durch einen von der Diözese beauftragten Anwalt erklären lassen, dass es kein sexueller Missbrauch sei, wenn ein erwachsener Mann den Kopf eines Kindes zwischen die Beine nimmt, stöhnend seinen Penis am Genick des Kindes reibt, während er ihm gleichzeitig auf den nackten Hintern schlägt. Das Stöhnen könne nämlich von der Anstrengung beim Verprügeln kommen.

„Im Bistum Regensburg wurde von Anfang an alles getan, um die schrecklichen Geschehnisse kleinzureden und unter den Teppich zu kehren.“ Die ehemaligen Domspatzen Udo Kaiser, Georg Auer, Alexander Probst und Michael Sieber. Opfer, die vom Bistum nicht anerkannt werden. Foto: as

„Im Bistum Regensburg wurde von Anfang an alles getan, um die schrecklichen Geschehnisse kleinzureden und unter den Teppich zu kehren.“ Die ehemaligen Domspatzen Udo Kaiser, Georg Auer, Alexander Probst und Michael Sieber protestierten beim Katholikentag. Sie sind Opfer, die vom Bistum Regensburg nicht anerkannt werden. Foto: as

Der „unabhängige Fachanwalt“

Zu diesem „unabhängigen Fachanwalt“ werden Betroffene „in weniger eindeutig erscheinenden Fällen“, wie es in Linders Bericht heißt, offenbar weiterhin geschickt, um ihre Schilderungen auf „Plausibilität“ prüfen zu lassen. „Dabei liegt die Schwelle der Plausibilität – falls nicht ohnehin ein juristisches Urteil Klarheit gebracht hat – weit unterhalb einer juristischen Beweiskraft.“ Diese Erfahrung haben – siehe oben – zumindest nicht alle gemacht.

Linder, der erst seit November 2013 im Amt ist, kann man all das zweifelhafte Verhalten der Diözese Regensburg in der Vergangenheit kaum anlasten. Der 68jährige teilt in seinem Bericht auch unmissverständlich seine Überzeugung mit, „dass sich nur eine Minderzahl der Opfer an die Diözese wendet“. Er wolle „mit dem Bericht auch dazu ermutigen, das Gespräch mit dem Missbrauchsbeauftragten zu suchen und von dem Antragsverfahren Gebrauch zu machen“. 

Trackback von deiner Website.

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (36)

  • Mathilde Vietze

    |

    Mich wundert es eh, daß Bischof Voderholzer diesen unsäglichen
    Generalvikar Fuchs nicht schon längst in die Wüste geschickt hat.
    Wahrscheinlich wird er – wenn er denn endlich geht – mit einem
    Bischofssitz „belohnt“.

  • Veronika

    |

    @Frau Vietze: Keine Sorge, einen Bischofssitz wird Fuchs nicht – eher „niemals“ bekommen. Dazu hatte er – wie ich mittlerweile erfahren habe – zumindest einen „falschen Mitstudenten“. Niemand im Vatikan hat Interesse, einen künftigen Bischof nach Ergreifung des Amtssitzes schnellstens wieder entlassen zu müssen. Da kann noch nicht einmal ein Papst Franziskus was machen.
    —————
    Danke für diesen Artikel der zeigt, dass man sich im Recht fühlt bei der Kath. Kirche in Deutschland. Es gibt eben keine us-amerikanischen Verhältnisse bei denen das 100fache hätte bezahlt werden müssen.
    —————
    Mein Fazit: Reinhard Mey „Halt Du sie dumm, ich halt sie arm!“ Eine Liedzeile von einem Lied aus dem Jahr 1994.

  • Veronika

    |

    Für alle die den gesamten Text des Mey-Liedes nicht kennen, darf ich hier einen Link posten:
    http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/sei-wachsam
    —————-
    Interessant zu lesen, was Reinhard Mey schon 1994 von sich gab, als sich die Dinge noch gar nicht so abzeichneten, wie wir diese seit einem Papst em. Benedikt XVI. (2005 – 2013) trotz der bekannt gewordenen Mißbrauchsfälle haben.

  • Angelika Oetken

    |

    Es ist vermutlich sinnvoll, Herrn Linder von Missbrauchskriminalität, die von Klerikern des Bistums Regensburg begangen wurde zu berichten. Allerdings würde ich das erstmal anonym tun.
    Wenn vergleichsweise viele Opfer ihm ihre Geschichten senden, ohne ihren Namen zu nennen, dann kann Herr Linder sich einen Überblick verschaffen. Aber die Betroffenen bleiben fürs Erste geschützt.

    Wenn Herr Linder dann die Dimension der Kriminalität überschauen kann, sagen wir mal Mitte nächsten Jahres ist es für Betroffene, die in Erwägung ziehen, beim Bistum einen Antrag auf eine Anerkennungszahlung oder Schmerzensgeld einzufordern sinnvoll, sich zu erkundigen, ob es beim bisherigen Prozedere geblieben ist.

    Eine „Plausibilitätsprüfung“ durch einen Anwalt der pädosexuellen Missbrauch mit sadistischen Zügen nicht als solche einschätzen kann oder darf, sollte man sich als Opfer ersparen.

    Möglicherweise kann Herr Linder bewirken, dass das Verfahren effektiver und fairer gestaltet wird. Dazu muss er aber ein paar wichtige Hintergründe kennen. Und das wird ihm nur gelingen, wenn er Fälle geschildert bekommt.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von 9 Millionen Erwachsenen in Deutschland, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

  • Marthilde Vietze

    |

    Es ist schon schlimm genug, daß man versucht hat, die Betroffenen
    mit einem solch‘ unsäglichen Serienbrief abzuspeisen. Es kommt
    aber noch schlimmer: Von einem Bekannten habe ich erfahren, daß
    Christa Meves, die Verfechterin reaktionärer Kirchenpolitik, auf einem
    Vortrag in Neumarkt den Opfern geraten hat, sie sollten sich von
    ihren sexuellen Phantasien therapieren lassen.
    Diese Frau ist ohnehin nur deshalb katholisch geworden, damit sie
    helfen kann, die rückständige und frauenfeindliche Sexualmoral der
    katholischen Amtskirche zu zementieren.

  • Angelika Oetken

    |

    „Keine Sorge, einen Bischofssitz wird Fuchs nicht – eher “niemals” bekommen. Dazu hatte er – wie ich mittlerweile erfahren habe – zumindest einen “falschen Mitstudenten”. Niemand im Vatikan hat Interesse, einen künftigen Bischof nach Ergreifung des Amtssitzes schnellstens wieder entlassen zu müssen. Da kann noch nicht einmal ein Papst Franziskus was machen.“

    @Veronika,

    Sie machen mich neugierig.

    Was meinen sie mit „falsch“ im Zusammenhang mit Fuchschens ehemaligen Kommilitonen?

    Und warum sollte man Herrn Fuchs, vorausgesetzt er sollte aufsteigen, „schnellstens wieder entlassen… müssen“?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Doch stellt sich die Frage wie jemand, der Missbrauchsopfer demütigt, und der in seinem Amt wie man so hört völlig inkompetent zu sein scheint, was jeder bestätigt, der einen Mitarbeiter des Verwaltungsapparats kennt, überhaupt noch in seinem Amt bleiben kann“

    @Dieter,

    ja gute Fragen, die Sie da stellen.

    Was die Inkompetenz angeht: vielleicht soll er gar nicht so viel wegschaffen. Weil man sich sonst Gedanken darüber machten könnte, ob es oben in der Kirche eigentlich so viele Posteninhaber braucht?
    Allein ganz oben sind schon 66 Plätze zu besetzen. Dann kommen noch die jeweiligen Adlaten hinzu http://www.dbk.de/ueber-uns/

    Ist wie bei den Sozialversicherungen: unser Land braucht die vielen verschiedenen Kassen und Behörden nicht. Aber es muss genug Parkplätze für gescheiterte Politiker geben.

    „Missbrauchsopfer demütigen“: vermutlich genau das, was von einem Herrn Fuchs erwartet wurde. Es geht u.a. um Geld. Und Geld bedeutet für jeden in unserem Land Verfügungsgewalt und Einfluss. Erst recht für Institutionen wie sie die RKK eine ist.
    Der andere Punkt ist die Komplexität der Kriminalität. Die Verbrechen und Vergehen übersteigen das, was gemeinhin unter Missbrauchskriminalität verstanden wird. Wie in diesem Forum ja schon erörtert, gehen sexueller Missbrauch und Betrug, Veruntreuung und Lügen Hand in Hand. Auch im Falle der Täternetzwerke bei den Domspatzen und in Etterzhausen.

    Werden Sie da als Verantwortlicher Opfer ermutigen, ihre Geschichten zu veröffentlichen? Wohl eher nicht.

    Vielleicht wenn Sie darauf angewiesen sind, dass andere Ihnen Ihr Vertrauen schenken. Für den Fall sollten Sie sich um Aufklärung und Wiedergutmachung bemühen.

    Aber die Funktionäre der Römisch Katholischen Kirche scheinen das nicht nötig zu haben. Jedenfalls deutet deren Verhalten darauf hin.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Veronika

    |

    @Frau Oetken:

    In Bezug auf Ihre Frage muß ich Sie leider vertrösten. Fuchs kann hier soweit ich weiß gar nichts für, aber es ist eben manchmal auch Schicksal wenn man im falschen Zeitraum mit den falschen Leuten bekannt gemacht wird. Nichts allzu Schlimmes denke ich, aber eben nicht „Vatikan-konform“, wurde mir gesagt. Da muss ich nochmal nachfragen, doch Fuchs steht dort so wie anders nicht auf einer Liste. Es scheint aber in diesen internen Kreisen ziemlichen Wettbewerb zu geben. ;-)

  • Mathilde Vietze

    |

    Daß Fuchs für den Vatikan eine unbedeutende Nummer ist, dürfte
    wohl klar sein, ebenso klar wie die Tatsache, daß er auf den Stuhl
    des Generalvikars nichts zu suchen hat. Außerdem wäre es nicht
    uninteressant, was die Burgweintinger Katholiken über ihn denken.

  • Joachim Datko

    |

    Katholisch indoktriniert!

    Zu Marthilde Vietze 11. November 2014 um 19:13 „Diese Frau ist ohnehin nur deshalb katholisch geworden, damit sie helfen kann, die rückständige und […]“

    Die Menschen wurden bei uns früher von klein auf christlich indoktriniert. Man wurde nicht aus freien Stücken katholisch, sondern weil es üblich war, Säuglinge zu taufen und die Kinder streng religiös zu erziehen.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Joachim Datko: Christa Meves war evangelische Christin und ist
    erst im E r w a c h s e n e n a l t e r konvertiert. Ich selbst, Jahr-
    gang 1940 wurde zwar katholisch, aber nicht „streng“ religiös“ er-
    zogen und – ich habe eine Reihe von damals bereits sehr weltoffenen
    Pfarrern kennengelernt.

  • Angelika Oetken

    |

    „Nichts allzu Schlimmes denke ich, aber eben nicht “Vatikan-konform”, wurde mir gesagt.“

    @Veronika,

    welche Eigenschaften müsste Herr Fuchs denn haben, um „Vatikan-konform“ zu sein?

    Und wer hat ihn eigentlich zum Generalvikar gemacht?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Von einem Bekannten habe ich erfahren, daß
    Christa Meves, die Verfechterin reaktionärer Kirchenpolitik, auf einem
    Vortrag in Neumarkt den Opfern geraten hat, sie sollten sich von
    ihren sexuellen Phantasien therapieren lassen.“

    @Mathilde Vietze,

    Christa Meves wäre nicht die Erste, die aus eigener Überforderung heraus so auf das Missbrauchsthema reagiert. Höchst bedenklich ist dabei aber, dass es sich bei ihr um eine Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin handelt, die sich die Schulung und Anleitung von Eltern auf die Fahnen geschrieben hat.

    Aber auch damit befindet sie sich in „bester“ Gesellschaft.

    Wie viele entsprechende ExpertInnen kennen Sie, die uns von der Reflektion und Aufarbeitung ihrer eigenen Kindheitstraumata profitieren lassen?!?

    Genau!

    „Splitter-und-Balken“-Prinzip. Auch das kann eine Movitation werden, sich zur Erziehungsexpertin aufzuschwingen.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken:

    Ja, wenn man wirklich wüsste, was „Vatikan-konform“ heißt? ;-)
    Ich denke mal, dass man mit Seiner Eminenz Gerhard – nun ohne Ludwig – Müller schon genügend Regensburger Hirn im Vatikan hat. GLM hatte ja Fuchs zum GV gemacht, und dabei – so kam es in der Presse rüber – Dr. W. Gegenfurtner in die Verbannung nach Mallerdorf geschickt.
    ——————
    Noch interessanter habe ich gerade gelesen, dass der Pilsener Bischof Radkovsky Anfang Oktober 2014 das Alter von 75 Jahren erreicht hat und damit zumindest formell dem Papst seinen Rücktritt anbieten muß.
    Es gibt also vielleicht doch noch Chancen für Fuchs, oder sogar für Tebartz-van Elst? ;-)

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Angelika Oetken: Christa Meves ist nicht bereit, neuere wissen-
    schaftliche Erkenntnisse anzuerkennen und wird deshalb von seriö-
    sen Wissenschaftlern auch nicht ernst genommen. Und deshalb
    verbrät sie ihre krude Blut- und Boden-Ideologie in Kreisen, die
    am äußersten rechten Rand stehen.

  • P.

    |

    @ Alexander Probt , Süddeutche Zeitung , 12. November 2014 ,

    “ Für unsere Seelen hätten wir uns etwas anderes erwartet “
    „“ Was fehlt ist eine Geste der Versöhnung „“

    Alexander Probst spricht zum Thema „“ Missbrauch und Gewalt “
    bei den damaligen Regensburger Domspatzen und Etterzhausen „“ einfach nur die Wahrheit! Zu den Themen Regensburger Domspatzen und oder Etterzhausen geht man nach meiner Meinung in keinster Weise in diesem Bericht richtig und ausführlich darauf ein.
    Man umschreibt eigentlich alles nur mit den richtigen Worten, …und zieht sich so einfach wieder aus der richtgen Verantwortung. Kein Wort zum Thema KinderKZ Etterzhauesn und oder Domspatzen , Reichstrasse 22 in Regensburg. Auch sind keine Zahlen über Missbräuche aus Etterzhausen und den Regensburger Domspatzen nicht richtig bekannt – und vor allem fehlen die richtigen Zahlen wieviele Missbrauchsanträge eben wirklich seit 2011 bis 2014 gestellt oder beantragt wurden.

    Der Herr Dr. Lindner macht seinen Job auch heute gut, ,aber wenn das Vertrauensverhältnis mit dieser Diözese Regensburg so derart zerstört ist, dann muss man sich auch heute nicht melden.
    _________________________________________________________________________________________________

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/bericht-zu-missbrauchsaffaere-in-regensburg-fuer-unsere-seelen-haetten-wir-uns-etwas-anderes-erwartet-1.2215182
    _________________________________________________________________________________________________

    http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/Missbrauchsbeauftragter-der-Dioezese-Regensburg-Nur-Minderheit-der-Opfer-meldete-sich;art1172,273885

  • Veronika

    |

    @P.:

    Besten Dank für den SZ-Artikelhinweis!!!
    ———————————————————-
    Die Röm.-Kath. Kirche steht zwischen „Weltmachtanspruch“ und Barmherzigkeit.
    Letztere gab es schon im Mittelalter nicht, und wenn die RKK wieder mal „derart an die Macht kommen würde“, würde man das echte Wunder erleben.
    Wie konnte 2010 auch die Mißbrauchssache so hochkochen, wo doch ein deutscher, sogar ein bayerischer Papst das Ruder lenkte. Jemand der von ganz oben in der Hierarchie über Jahrzehnte zu den Wissenden und Schweigenden gehörte?
    Wäre Papst em. Benedikt XVI. noch mit Siegelring und Vollmacht ausgestattet man hätte die Dinge – wie es ein Regensburger Stiftskanonikus angesichts des überraschenden Rücktritts äusserte – irgendwie „bieten“ können. Man hatte BXVI. aber nicht mehr „halten“ können, und dafür danke ich nunmehr erstmalig den VAE (Anm: Vereinigten Arabischen Emirate, Saudiarabisches Königshaus), die/ welches meine Mitteilung aus 2011 scheinbar sehr ernst genommen hatten. ;-)
    Spinnerei? Na dann eben halt Spinnerei! Andere nennen es „Diplomatie“.

  • Veronika

    |

    Vielleicht noch der Hinweis, dass man diesen Leuten , die derzeit in der RKK das Ruder führen, nicht anders beikommen kann, als Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Aber immer schön auf dem Boden der Gesetze bleiben! Da kommt schon noch was nach, mit Sicherheit!

  • „Es gibt noch viel Gesprächs- und Aufarbeitungsbedarf“ » Regensburg Digital

    |

    […] „Betroffene können sich einfach mal an mich wenden und fragen, was ich vorschlagen würde, ohne gleich alle Details zu erzählen“, sagt Dr. Martin Linder. Der 68jähriger Kinder- und Jugendpsychiater ist seit einem Jahr neuer Missbrauchsbeauftragter des Bistums Regensburg. Am Montag hat er seinen ersten Bericht vorgelegt, in dem – ein Novum – auch Zahlen zu Opfern, Entschädigungen und Tätern genannt werden (unser Bericht). […]

  • Veronika

    |

    @P.:
    Yeah, das Problem ist die „Neuevangelisierung“, die 2005 mit Papa em. R. begonnen, einfach nicht funktionieren will. Da muß man vielleicht doch die Hoffnung nicht aufgeben, dass manche Leute noch Denken lernen, bzw. trotz abgeschlossener Sanierung von Walhalla und Befreiungshalle sich ein Beispiel an Napoleon nehmen. ,-)
    Ich genieße die Liedzeile „Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse kommen überall hin!“

  • P.

    |

    Herzlichen Glückwunsch, Georg Ratzinger!
    Ich war damals auch in Etterzhausen , und viele wurden dort damals nur belogen, betrogen , malträtiert und um die Zukunft gebracht. Meine Zeit bei den Domspatzen hat meinen Eltern damals nur so 10.000 DM gekostet.

  • Angelika Oetken

    |

    „Alexander Probst hingegen sieht in dem Bericht eine wenig aussagekräftige Aneinanderreihung von Zahlen, mit dem das Bistum Druck aus der öffentlichen Diskussion nehmen wolle. Dies könne nur ein Anfang sein. „Für unsere Seelen und unsere Herzen hätten wir uns etwas anderes erwartet“, sagt der 54-Jährige.“
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/bericht-zu-missbrauchsaffaere-in-regensburg-fuer-unsere-seelen-haetten-wir-uns-etwas-anderes-erwartet-1.2215182

    Bei den Ansprechpartnern auf Seiten des Bistums handelt es sich um Funktionäre. Ihr Arbeitsgebiet sind Zahlen. Ihr Auftrag welche zu erwirtschaften. Solche mit so vielen Stellen wie möglich und auf jeden Fall schwarze.

    Und nur an dem Punkt kann man diese Burschen packen. U.a. indem herausgearbeitet wird, dass die Förderung von Missbrauchskriminalität ganz schnöden wirtschaftlichen Zwecken diente.

    Die Eltern von P. haben 10 000 DM an die Schule bezahlt. Also letztlich dem Bistum. Damals sehr viel Geld. Die Gegenleistung entsprach nicht im Mindesten diesem Betrag.
    So etwas nennt man Veruntreuung. Wovon das Angehörigen der Regensburger Diözese und ihre Kumpane profitiert haben.

    Ein bekanntes Muster. Beispiel: Korntal. Brudergemeinde. Von der Sozialklitsche zum Sozialkonzern. Unter anderem mit Missbrauch finanziert: http://heimopfer-korntal.de/

    Die „Brüdergemeinde Korntal“, Betreiber dieser Unternehmung ist politisch gut aufgestellt http://www.pro-medienmagazin.de/journalismus/detailansicht/aktuell/faz-pietisten-praegen-suedwesten-87281/

    Organisierter Missbrauch folgt immer demselben Muster: Übergriffe, nach außen rigide, nach innen schlüpfrige Regeln, Klüngelei (Wirtschaftskriminalität), politische Instrumentalisierung mit entsprechenden Seilschaften.

  • P.

    |

    @ Angelika Oetken,
    Danke!

    ( Anmekerkung zu meinem letzten Text, die 10 tausen DM waren die Pensionen , und alles eben mit einbezug … einkleiden, waschen, fahrgeld usw. )
    Eine wirklich große Summe , diese Pensionen , , die meine Eltern damals an diese Stiftung bezahlten.
    _________________________________________________________________________________________________
    Kennst Du diese zwei Namen – Hans-Stephan Martin und Alfred Kleber ?
    Diese zwei Herren haben einmal auch für die Domspatzen in Regensburg gearbeitet, und hatten dann urplötzlich irgendwelche Beschwerden.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Stephan_Martin
    http://www.oberpfalznetz.de/ze/3131000-127domspatzen_ueber_36_jahre_gepraegt,1,0.html
    cu
    Hier noch ein aktueller Bericht..
    Die Parallelwelt der ultrafrommen Kinderschänder
    Nicht nur die katholische Kirche hat versucht, sexuellen Missbrauch zu vertuschen. Auch bei ultraorthodoxen Juden herrschte lange ein Klima des Schweigens. Ein absurder Fall zeigt jetzt die Ausmaße.
    http://www.welt.de/vermischtes/article134341716/Die-Parallelwelt-der-ultrafrommen-Kinderschaender.html

    (

  • Angelika Oetken

    |

    „Kennst Du diese zwei Namen – Hans-Stephan Martin und Alfred Kleber ?
    Diese zwei Herren haben einmal auch für die Domspatzen in Regensburg gearbeitet, und hatten dann urplötzlich irgendwelche Beschwerden.“

    @P.,
    nein, die beiden Namen sagen mir nichts. Worin bestanden die „Beschwerden“ dieser beiden Männer?

    http://www.welt.de/vermischtes/article134341716/Die-Parallelwelt-der-ultrafrommen-Kinderschaender.html

    In dem Artikel werden typische begünstigende Faktoren beschrieben. Wir finden sie in allen sozialen Gefügen, in denen Werte abstrahiert werden, weil die Mitglieder Mühe haben, ihre Emotionen zu regulieren. Solche Leute versammeln sich dann in Gefügen, die Ideologien oder Kulten anhängen. Ein paar davon wurden in der Vergangenheit identifiziert: katholische Orden, die Zeugen Jehovas, Reformpädagogen. Aber auch im Leistungssport herrschen missbrauchsfördernde Bedingungen. Und erst jüngst kam ein Untersuchungsbericht heraus, in dem ansatzweise beschrieben wird, wie pädokriminelle Menschen versuchten, die Partei der Grünen und auch die Liberalen zu infiltrieren
    http://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Ergebnisse_Gruenenstudie_2014.pdf

    Hier mehr zu missbrauchsfördernden Bedingungen in Gruppierungen:
    http://www.zartbitter.de/gegen_sexuellen_missbrauch/Fachinformationen/6000_schutz_vor_missbrauch_in_institutionen.php
    http://www.zartbitter.de/0/Eltern_und_Fachleute/6060_missbrauch_in_Institutionen.pdf (Diese Ausarbeitung ist 11! Jahre alt)

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Veronika

    |

    @P.:

    Vielen Dank für die Info! Fragen Sie doch einfach mal bei der Redaktion nach, warum dieser Artikel gelöscht wurde. Ich weiß aber, dass es sich hier um jemanden aus der Marktgemeinde 92709 Moosbach handelt.
    Man findet aber mit einer Google-Suche noch folgende Einträge:

    https://www.google.de/search?q=domspatzen.de+alfred+kleber&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a&channel=fflb&gfe_rd=cr&ei=fM9oVP2LM8KF8QeGo4DABQ
    —-
    Aber nur noch folgender scheint aktiv zu sein:
    http://www.pfarrei-moosbach.de/bildergalerien/2012/2012-02-04_Requiem-Kleber/Video-Kleber/video.html

    Scheinen aber – bis auf den obigen Link – ebenfalls allesamt auf gelöschte Dinge zu verweisen.
    Was also hat(te) es mit diesem 2012 plötzlich verstorbenen, ehem. Domspatzenpräfekten Alfred Kleber wirklich auf sich?

  • Angelika Oetken

    |

    @P.,

    ja der verstorbene Herr Keber hat in den fast vier Jahrzehnten und auch davor sicherlich eine Menge Einblick in die Domspatzenmaterie gewonnen. Da bleibt im Sinne der Aufklärung ja zu hoffen, dass er genug Papiere hinterlassen hat.

    Jahrgang 1950: ist der Mann auch in Etterzhausen bzw. am Domspatzengymnasium Schüler gewesen?

    „Plötzlich und unerwartet“ verstorben: was ist darunter zu verstehen? Gab es eine Obduktion?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    Zu gelöschten Websites, Artikeln usw. : es reicht, die genaue Bezeichnung/Überschriften dieser Inhalte in einer ganz gewöhnlichen Suchmaschine einzugeben.
    Dann erscheinen sie.
    Es gibt Dienste, die Homepages, die sowas regelmäßig „fotografieren“ (also abspeichern). Sogar Kommentarforen. Allerdings nicht so häufig, dass alle Kommentare gesammelt würden.

    Den Artikel mit dem Titel „Domspatzen über 36 Jahre geprägt“ kann man so im Original aufrufen.

    Darum heißt es ja: das Internet vergisst nie ;-)

    Übringens: daran müssen sich die Leute aus dem Domspatzensyndikat wohl noch gewöhnen… sie gehen doch ziemlich fahrlässig mit Informationen um. Ich an deren Stelle wäre da viel vorsichtiger….Aber wahrscheinlich gehen diese Inbegriffe der Rechtschaffenheit davon aus, dass die Opfer ihrer Institutionen und deren Unterstützer dumm sind. Irgendwie auf den Kopf gefallen.

    Apropos „Fallen“:

    Vermutlich wachen die Verantwortlichen erst auf, nachdem sie durch kräftige Tritte in ihre Allerwertesten selbst im Dreck gelandet sind. Es geht doch nichts über Selbsterfahrung :)

  • Mathilde Vietze

    |

    Es bedarf keiner weiteren Erörterung: Die Schuldigen müssen be-
    straft werden und – es muß sich etwas an den verkrusteten Struk-
    turen ändern. Papst Franziskus ist auf dem besten Weg, daran
    zu arbeiten, aber kann nicht über Nacht Wunder wirken.
    Was mich an manchen Kommentatoren entsetzt sind die Pauschaliie-
    rungen. Damit laufen sie Gefahr, nicht mehr ernst genommen zu
    werden.

  • Angelika Oetken

    |

    „Es bedarf keiner weiteren Erörterung: Die Schuldigen müssen be-
    straft werden und – es muß sich etwas an den verkrusteten Struk-
    turen ändern.“

    @Mathilde Vietze,

    was die Notwendigkeit der Aufklärung, Ahndung und Aufarbeitung angeht: da stimme ich mit Ihnen überein.

    Welche Rolle Papst Franziskus dabei spielt, wird sich zeigen.

    Hier in Deutschland wird eine Unabhängige Aufarbeitungskommission berufen werden. Und dann wird sich zeigen, wie ernst es Institutionen wie der Katholischen Kirche wirklich ist.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Resch

    |

    –@ Es muß sich etwas an den verkrusteten Struk-turen ändern.”

    Zum Thema Regensburger Domspatzen hier ein sehr aktuelles Beispiel..
    Die Eltern draußen die wirklich Geld haben, die bestimmen auch heute noch
    wo es lang geht.
    So war es damals auch in Etterzhausen.
    Sie neuen Bericht mit Link.
    Auch finde ich wieder sehr ominös , wenn das Bayerische Fernsehen wieder öffentlich rechtliche Gelder aufwedet , dauzu doch eine Dokumentation dreht , anstatt man wirklich ausführlich das Thema Missbrauch und Gewalt bei den Regensburger Domspatzen anpricht und auch richtig aufarbeitet.
    Das ganze Thema ist ein großes Fass ohne Boden!
    Das Geld regiert eben die Welt.

    Die Geschwister Weinfurtner aus Arnbruck , Bayerischer Wald
    Drei deren Söhne besuchen , oder waren schon bei Regensburger Domspatzen.

    http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/wir-in-bayern/gaeste/weihnachten-daheim-geschwister-weinfurtner-arnbruck-100.html

Kommentieren