Wie das Bistum Regensburg Missbrauchsopfer abfertigt

Demütigung in Serie

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Die Bischofskonferenz tagt noch bis Donnerstag in Regensburg. Mit viel Pomp und frohen Botschaften. Unter dessen speist das Bistum Missbrauchsopfer per Serienbrief ab. regensburg-digital liegen mehrere wortgleiche Schreiben vor, in denen Betroffene zu Lügnern abgestempelt werden. Erschütternd ist der Fall eines 61jährigen, der zusammen mit der Missbrauchsbeauftragten der Diözese seinen einstigen Peiniger getroffen hat. Der bat ihn um Verzeihung. Die Diözese kann die Schilderungen des Mannes dennoch „nicht nachvollziehen“. Die Bischofskonferenz äußert sich zum Verhalten der Regensburger Diözese nicht.

2. März 2011: Der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche ist in aller Munde und in allen Medien. Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) reagiert. Sie stellt eine Regelung vor, die eine „schnelle und unkomplizierte Hilfe“ bieten soll. Opfer sollen eine Entschädigung von 5.000 Euro, in „Härtefällen“ mehr, und Unterstützung bei Therapien erhalten.

„So sehr die katholische Kirche an einer gesamtgesellschaftlichen Lösung interessiert ist, so sehr sieht sie sich jetzt in der Verpflichtung, in Fällen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger materielle Leistungen zu erbringen, bei denen eine Schmerzensgeld- oder eine Schadensersatzleistung aufgrund von eingetretener Verjährung rechtlich nicht mehr durchsetzbar ist“, heißt es in der dazu veröffentlichten Erklärung der DBK.

Ein mit „Psychologen, Juristen und Theologen“ besetztes Zentrales Komitee solle die Anträge prüfen und Empfehlungen an die Bistümer und Orden abgeben, die anschließend die finanziellen Leistungen, die „Anerkennung des erlittenen Leids“ übernehmen sollten.

Pünktlich zum DBK-Treffen kam die frohe Botschaft

Genau ein Jahr nach diesem Versprechen tagt diese Woche die DBK in Regensburg bei ihrer Frühjahrsvollversammlung. Das Thema „sexueller Missbrauch“ steht dabei zwar nicht auf der Tagesordnung. Aber wie es der Zufall so haben will konnte DBK-Sprecher Matthias Kopp am Dienstag gegenüber dem Westfalenblatt verkünden: „Alle Anträge auf Opferentschädigung sind bearbeitet worden.“ Von rund 1.000 Anträgen seien 950 bewilligt positiv befürwortet worden. Derzeit lägen keine offenen Anträge vor. Seine Aussage fand über die Katholische Nachrichtenagentur Eingang bei zahlreichen Medien.

Einzelne Bistümer, zum Beispiel Würzburg und Paderborn, haben nun bereits konkrete Zahlen vorgelegt.

Regensburg: Keine Zahlen, keine Angaben, Serienbriefe

Die gibt es in Bistum Regensburg nicht. Man schweigt sich, wie schon in der Vergangenheit, weiter aus. Stattdessen taucht nun ein Serienbrief des Bistums auf, in denen Opfern eine Entschädigung verweigert wird. Unserer Redaktion liegen mehrere wortgleiche Schreiben an verschiedene Betroffene vor, in denen es heißt:

„Wir konnten (…) Ihre Aussagen zur Frage eines sexuellen Missbrauchs nicht nachvollziehen. Eine Leistung in Anerkennung von erlittenem Leid erscheint vor diesem Hintergrund nicht gerechtfertigt.“

Zur Frage nach den Gründen verweist das Bistum auf einen Nürnberger Rechtsanwalt.

Hat den Serienbrief unterzeichnet: Generalvikar Michael Fuchs (3. v. li., beim Eröffnungsgottesdienst der Frühjahrsvollversammlung). Fotos: Staudinger

Nach Veröffentlichung des Briefs: Mehrere Opfer melden sich

Bereits Mitte Februar hatte sich der Tenor und Schauspieler Udo Kaiser mit einem solchen Brief an unsere Redaktion gewandt. Der heute 63jährige wurde in den 60ern bei den Domspatzen geprügelt, gedemütigt und sexuell missbraucht (unser Bericht vom Dezember 2010). Monate nach seinem Antrag erhielt er – vier Tage vor Heiligabend – die Ablehnung. „Damit werde ich zum Lügner abgestempelt“, so Kaiser, der nach dem Brief einige Wochen unter Depressionen litt. Seine Therapeutin bezeichnet das Schreiben als „perfides Nachtreten“.

Die Regensburger Domspatzen: Gut als Aushängeschild, Vergangenheitsbewältigung Fehlanzeige. Foto: Staudinger

Als Reaktion auf die Veröffentlichung von Kaisers Brief haben sich zwischenzeitlich weitere Betroffene gemeldet, die wortwörtlich dasselbe Schreiben erhalten haben.

Täter bat unter Tränen um Verzeihung

Ein besonders erschütternder Fall ist Herrmann Schuster (Name geändert). Der heute 61jährige wurde im Internat der Domspatzen in Ettertzhausen 1961 von dem damaligen – zwischenzeitlich verstorbenem – Direktor und einem weiteren Priester, Ewin Josef O., geprügelt und missbraucht. Er brauchte Jahre, um darüber reden zu können.

Im vergangenen Jahr wandte Schuster sich an Birgit Böhm. Gemeinsam erstatteten sie Anzeige bei der Staatsanwaltschaft, die das Verfahren wegen Verjährung einstellen musste. Ewin O.lebt heute im Raum Nürnberg in einem Altersheim. Gemeinsam mit Böhm traf Schuster seinen Peiniger. Der bat Schuster – nach anfänglichem Leugnen – schließlich unter Tränen um Verzeihung. Auch Schuster stellte nun einen „Antrag auf Anerkennung des erlittenen Leids“. Ende Januar erhielt er nun exakt dasselbe Schreiben wie Kaiser.

„Wir konnten (…) Ihre Aussagen zur Frage eines sexuellen Missbrauchs nicht nachvollziehen. Eine Leistung in Anerkennung von erlittenem Leid erscheint vor diesem Hintergrund nicht gerechtfertigt.“

 

Nach dem Brief: Nervenkollaps

Schuster erlitt einen Nervenkollaps. Er ist derzeit nicht in der Lage, über das zu reden, was ihm angetan wurde – vor 50 Jahren als kleiner Junge und heute. Seine Schwester schon. „Mein Bruder hat alles noch einmal durchlebt, als er das alles noch einmal detailliert erzählen musste. Jetzt steht er als Lügner da.“

In einem Brief an den Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, bei der DBK zuständig für Missbrauchsfälle, schildert Schusters Schwester eindrücklich, was in ihr seitdem vorgeht:

„Im Neuen Testament steht, dass Jesus sagte: ‚Wer einem von diesen Kleinen etwas Böses tut, dem soll man einen Mühlstein an den Hals hängen und ihn in den tieftsten Tiefen des Meeres versenken.‘ Was würde er zu seinen Nachfolgern, den Bischöfen und Priestern sagen, die Menschen, denen als Kind in der Obhut der katholischen Kirche dieses Böse angetan wurde, mit einem Massenbrief abfertigen?“

 

Aus dem Schreiben von Frau Schuster an Bischof Ackermann

 

 

(Download: Der Brief von Frau Schuster an Bischof Ackermann als PDF)

 

Das Bistum mauert

Keine Antwort, keine Stellungnahme: Die Missbrauchsbeauftragte Birgit Böhm mit Bischofssprecher Clemens Neck (Pressekonferenz im Jahr 2010). Foto: Archiv

Wie viele solcher Briefe gab es?
Wer ist für deren Wortlaut verantwortlich?
Wie viele Anträge gab es im Bistum Regensburg?
Wer entscheidet, ob die Schilderungen eines Opfers „nachvollziehbar“ sind oder nicht?

Weder die bischöfliche Pressestelle noch die Missbrauchsbeauftragte Dr. Birgit Böhm wollten zu diesen und weiteren Fragen (wir veröffentlichen sie weiter unten im Originalwortlaut) Stellung nehmen. Trotz mehrfachen Nachhakens, trotz einer knappen Woche Zeit.

Klar scheint: Die Missbrauchsbeauftragte Birgit Böhm darf sich weder öffentlich äußern, noch unabhängige Entscheidungen treffen. Die Psychotherapeutin ist seit Jahren Angestellte des Bistums, bei der katholischen Jugendfürsorge in Kelheim. Die Schreiben, die bei Kaiser und Schuster zu einer Retraumatisierung geführt haben, wurden von Generalvikar Michael Fuchs unterzeichnet. Böhm erhielt, das ist einer Fußzeile zu entnehmen, eine Kopie. „Zur Kenntnisnahme“.

Bischofskonferenz lehnt Verantwortung ab

Große Versammlung der Bischöfe in Regensburg. Zum Umgang der Gast-Diözese mit Missbrauchsopfern schweigt sich die Bischofskonferenz aus. Foto: Staudinger

Wir haben die Deutsche Bischofskonferenz um eine Stellungnahme gebeten.

DBK-Sprecher Matthias Kopp hat dazu bereits am Montag gegenüber unserer Redaktion erklärt: „Die endgültige Entscheidung über Anträge zur materiellen Anerkennung erlittenen Leids trifft der Rechtsträger, d. h. das Bistum oder die Ordensgemeinschaft. Entsprechend verfassen die Rechtsträger den Schriftverkehr.“

Ob die Zentrale Kommission der DBK, der derzeit keine Anträge vorliegen sollen, nun bei den Ablehnungen involviert war oder nicht, ließ sich bis Redaktionsschluss nicht klären.

Anfrage unserer Redaktion vom 24. und 27. Februar an die bischöfliche Pressestelle Regensburg und die Missbrauchsbeauftragte Dr. Birgit Böhm:

 

Wie viele Anträge auf Entschädigung gab es in der Diözese Regensburg und wie viele davon wurden bewilligt?

Wer entscheidet, ob ein Antrag bewilligt wird oder nicht?

Wie viele ablehnende Briefe im selben Wortlaut wurden von der Diözese Regensburg verschickt?

Wer ist für den Wortlaut dieser Briefe verantwortlich?

Inwieweit hält die Diözese Regensburg solche Schreiben mit der von der Bischofskonferenz versprochenen unkomplizierten Entschädigungsregelung für vereinbar, die gerade für Missbrauchsopfer vorgelegt wurde, bei denen die Taten bereits verjährt oder die Täter verstorben sind?

Inwieweit sieht die Diözese Regensburg die Gefahr, durch solche Schreiben eine Retraumatisierung der Betroffenen auszulösen (zwei Traumatherapeutinnen, denen wir dieses Schreiben vorgelegt haben, sprechen unabhängig voneinander von einer „billigenden Inkaufnahme“ bzw. einer „gefährlichen Sorglosigkeit“)?

Wann wird die Diözese Regensburg einen Bericht zu den Missbrauchsfällen in ihrem Verantwortungsbereich vorlegen?

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Kommentare (77)

  • Pragmatiker

    |

    Krasse Angelegenheit! Dass Generalvikar Fuchs ein Hardliner ist, war schon länger klar, aber das oben Geschilderte schlägt dem Fass den Boden aus.

    Scheinheilige Bagage, scheinheilige.

  • grace

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    schönes Bild.
    Helm ab zum Gebet…

  • presseschaf von schafsbrief.de

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    … Schwarzes Schaf: „Besprecht euch wohlfein, feiert schön, fresset und saufet, lachet miteinander, huldigt eurem Gastgeber, schlaft fein in euren Bettchen, allein oder zu zweit, ist mir egal, aber hört auf mit dieser gequierlten Schafsscheiße, die Opfer immer, und immer wieder zu demütigen.

    Ja, der Ton verschärft sich, aber das liegt an dieser großkotzigen Ignoranz. Achtung! Aus-sitzen kann Dekubitus verursachen.“

    Vollständiger Kommentar und weitere Infos zum Thema Missbrauch im Bistum des Missbrauchsbeauftragten, Bischof Ackermann unter http://www.schafsbrief.de

  • Angelika Oetken

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    Hier ein Artikel, in dem ein ausgewiesener Experte beschreibt, warum die Institution RKK von übergriffigem Personal geradezu profitiert: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/interview-die-kirche-muss-ihre-haltung-zum-sex-aendern/1969730.html

    Dass es sich um eine gezielte Akquisestrategie handelt, ist offensichtlich.

    Und: Die RKK in Europa hat große Personalprobleme.

    Deshalb wird sie auch von ihrer Strategie nicht abrücken.

    Apropos: Jesus.

    Der wäre heute bei „Kirche von unten“. Oder wegen Verleumdung im Gefängnis.

    Eine Kirche ohne Mitglieder ist übrigens – weg.

    Und ein großes Lob an Stefan Aigner. Klasse Artikel.

    Angelika Oetken, Betroffene sexualisierter Misshandlung in der Kindheit

  • Veronika

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    Schön, interessant, und auf jeden Fall höchst beschämend für Alle, die der Röm.-Kath. Kirche angehören!
    @Pragmatiker: „Dass Generalvikar Fuchs ein Hardliner ist, war schon länger klar, …“. WIE BITTE???
    Man muss „seine Leute kennen“, ich empfehle einen Besuch in Fuchs‘ letzter Pfarrstelle in Waldsassen (dort wo das OCist.-Kloster ist). Also als Hardliner wurde mir Fuchs noch nie geschildert. Eher als „konservativ“, wie man solche im Wallfahrtsort „Maria Vesperbild“ finden kann. Natürlich auch als „Managertyp“, der er im Zuge seiner „guten Verbindungen“ zusammen mit seinen damaligen Kurskollegen, Domvikar Schwager, Regens Priller etc. geworden ist. Fazit: Er tut und hat zu tun, was ihm aufgetragen wird. Ob dieses „auftragen“ nun von dort oben kommt, wo man es bei einem „alter ego“ erwartet, ist immer noch zu bezweifeln. Sein früherer Regens, jetziger Domkapitular Wilhelm (zuständig für die LaienmitarbeiterInnen), sein früherer Kurskaplan und jetziger Domkapitular Dr. Frühmorgen (m. W. Personal-referent der Diözese) wissen sicherlich ganz genau, wie zu handeln ist.

  • Demütigung in Serie | Regensburg Digital | Attalan's Blog

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  • Angelika Oetken

    |

    Hallo presseschaf:

    Ja, bei Menschen, zu deren beruflichem Profil normalerweise das huldvolle Salbadern gehört, ist es ein ganz klares Signal, wenn sie anfangen zu pöbeln und sich so gebärden, wie sie eigentlich sind.

    In diesem Fall: man hat mit dem mutigen Aufdecken und Anklagen des Akquiseprinzips „Pädopersonal suchen“ ins Schwarze getroffen. „Ins Herz“ wäre ganz besonders beim Führungskader der RKK ein unpassender Begriff.

    Angelika Oetken, Betroffene sexualisierter Misshandlung in der Kindheit

  • Mathilde Vietze

    |

    Danke, lieber Stefan Aigner, daß das Thema nochmals auf-
    gegriffen hast, denn die Verantwortlichen reagieren nur,
    wenn sie so massiven Druck erhalten, daß keine Ausreden
    mehr helfen und kein Entkommen mehr ist.
    Um den guten Ruf der untadeligen Geistlichen zu erhalten,
    ist es unverzichtbar, die Spreu vom Weizen zu trennen, also
    die Sünder vor den Kadi zu stellen.
    Inzwischen begreift es auch der Dümmste noch, daß das
    Geschwafel von der „kirchenfeindlichen Presse“ nur ein
    Totschlagargument ist, in der Erwartung, so Kritiker mund-
    tot machen zu können. Denn das ist allemal bequemer, als
    über die verkrusteten Strukturen nachzudenken, die Män-
    ner mit gewissen Veranlagungen geradezu anziehen.

  • Beobachterin

    |

    Was ich gerade lese, passt zu meiner inneren Abkehr zur katholischen Kirche. Ich bin auch eine Betroffene, aber eines weltlichen Täters, die Aufarbeitung da war aber genauso grausam wie sie nun von der katholischen Kirche praktiziert wird!
    In Systemen der Macht, der Kleinmache, der Schuld-und Sühne Schieberei – hat Aufarbeitung für die Opfer nur erschwert und unter Schmerzen stattzufinden, da sich diese Systemgläubigen auf die Stufe der Täter stellen und für weiter Leid sorgen. Aus EGO Gründen, das hat mit Glauben gar nix mehr zu tun.

    Dem Täter wird Resozialisierung zugestanden – den Opfern noch immer nicht!

    Das ist eine Schande!

    Jede betroffene Person, die Traumatischen Symptome – Retraumatisierungen und die menschliche Dummheit der anderen – weil sie die Opfer nicht ernst nehmen wollen oder können – erlebt haben – kriegt nur suggeriert – wir sind Schmutz, Dreck – dies weil die Verantwortlichen kein Rückgrat haben zur Veränderung – zur Aufklärung – ZUM HINSCHAUEN UND HINHÖREN und ihren Müll der sichtlichen Ueberforderung noch WEITER an die BETROFFEN weitergeben!!!

    Die katholische Kirche verkommt zu einem Konzern der Macht – des Pomps und der Unmenschlichkeit und sie merken es nicht mal.

    Das, was Du einem meiner geringsten Brüder getan hast, das hast Du mir getan – und sie wissen nicht was sie tun – sind leider noch immer aktuel – weil die Verantwortlichen nicht lernen wollen.

    Und Betroffenen, die ab ihrem Leid zusammenbrechen, keine Kraft mehr haben, werden weitergetreten…. man kann am Leid auch sterben, weil man nicht mehr kann – und KEINE Perspektiven mehr hat!

    Das vergessen all diese Versantwortlichen!
    Das ist unterlassene Hilfe….

    Und bietet Boden für weitere Täter – da diese ja geschützt werden.

    Seitdem mir all das KLAR ist, und ich leider diesseleben Mechanismen überall erkenne, vor allem da, wo Handlungsbedarf ist — ist es nur noch eine Frage der Zeit – bis ich aus der Kirche austreten werde…

    Mein Glaube ist mir heilig – der hat mir schon immer weitergeholfen….

    Die Menschen sind nicht, was sie scheinen, der Mensch ist das unzuverlässigste und komplizierteste Wesen der Welt – das Seinesgleichen auch Gleichgültigkeit umbringen kann…

    An all diesen Orten fehlt die Liebe.
    Sie predigen von Liebe, leben sie nicht vor, also ist es nur ein Programm….

    Mir fehlen die Worte!

    Die Beobachterin

  • Angelika Oetken

    |

    Hallo Beobachterin:

    die Reaktionen der weder mittelbar noch unmittelbar betroffenen auf „Opfer“ sagt sehr viel über deren Charakter, Reife und Lebenseinstellung aus. Aber sehr wenig über die Betroffenen sexualisierter Misshandlung selbst.

    In der Psychologie spricht man bei diesen Phänomenen von Abspaltung und Projektion.

    Ich bin Mitglied einer privaten Arbeitsgruppe von Menschen, die in Kindheit und/oder Jugend sexualisiert misshandelt wurden und wir haben uns mal die Mühe gemacht, Gründe für das „Wegschauen“ zu sammeln.

    Als da wären:

    – ich habe mich selbst als Mitwisser schuldig gemacht
    – bin selbst Täter oder Unterstützer eines Täters
    – bin selbst betroffen, leugne das aber
    – will mir die Illusion, in einer „heilen“ Welt zu leben nicht nehmen lassen
    – will mir die Illusion, die Kontrolle über meine Umgebung zu haben, nicht nehmen lassen
    – will mir die Illusion, die Kontrolle über mein Leben zu haben, nicht nehmen zu lassen
    – insgeheim bewundere und beneide ich Täter
    – interessiere mich grundsätzlich nur für mich selbst
    – freue mich über das Unglück anderer
    – wirtschaftliche Abhängigkeit vom Täter
    – soziale Abhängigkeit vom Täter
    – Angst vor sozialer Ächtung, weil mir, wenn ich etwas dagegen tue, das Umfeld keine Hilfe bietet
    – Angst, dass mir Umstände entstehen, z.B. Mehrarbeit durch Trennung vom Partner
    – Angst, dass die Umgebung „redet“, also Angst vor Ausgrenzung und übler Nachrede
    – Angst vorm Jugendamt, weil ich die Aufsichtspflicht verletzt habe
    – was nebenan passiert geht mich nichts an
    – Misstraue meiner eigenen Wahrnehmung

    Angelika Oetken, Berlin, Betroffene sexualisierter Misshandlung in der Kindheit

    P.S. Ergänzungen willkommen :)

  • Mara

    |

    >>wir haben uns mal die Mühe gemacht, Gründe für das “Wegschauen” zu sammeln<<

    Es sind die Gründe von einzelnen Betroffenen, die sie gesammelt haben, es sind ihre Gründe.

    Wahrscheinlich würden andere Betroffene wieder ganz andere Gründe nennen, jede/r Betroffene/r sieht es aus seiner Sichtweise.

  • Die Beobachterin

    |

    Hallo Angelika,

    ich danke Dir für Deine Ansprache und dass Ihr Euch die Mühe gemacht habt, in die Seelen der „Wegschauer“ zu blicken und aufzulisten – warum diese projezieren oder abspalten….

    Viele Betroffene von Sexualisierter Gewalt und körperlicher Gewalt aus der Kindheit, die den Weg in das Leben zurückgefunden haben oder dabei sind – sind schlussendlich stärker geworden, auch menschlicher und werden es noch… gerade das was man ja „Opfern“ abspricht.

    Und ich denke es gehört auch zum „Programm“ der unbewussten Täter und den Wegschauern, dass sie es mögen, wenn man sich als Opfer mit ihnen beschäftigt und Verständnis für sie hat – wozu sie ja nicht fähig sind – und schon ist man wieder im EgoSpiel dieser Menschen – und sie lenken den Fokus wieder auf sich, statt auf die wirklich Leidenden..

    Ich denke, dass Menschen in Macht und Stellung, mit Geldverständnis etc. es schlichtweg nicht ertragen empathisch zu reagieren, sie also nicht spüren wollen – also sich nicht tiefer darauf einlassen wollen, können – wie es dem anderen wirklich ergeht und wie man sich fühlt – wenn ein Mensch, ein Verbrechen ausgeführt hat – denn dann müsste man die eigenen Aengste, auch vor dem Tod anschauen, aushalten – das können diese nicht – und durch Ausweichung, Wegschauen, Tabuisierung – wird das Leid verstärkt und vergrössert….

    Man kann erst etwas verändern, wenn man hinschaut, aushält und dann Schritte einleitet, das können die Täter und auch die Institutionen nicht, denn dann würden sie ihre Stellung – also Geld und Macht verlieren oder die Veränderungen wären so tiefgreifend, dass sie sich ihrer Angst stellen müssten – dann lieber davonrennen!

    Als Betroffene kann man das nicht, es kann erst ein Heilungsprozess geschehen, wenn man sich den Todesängsten und den erlittenen Traumata nochmals stellt, in Begleitung und Hilfe durch Therapie. Es findet so nach und nach ein Reinigungsprozess statt, innerlich, wie äusserlich…
    Und es ist ein Prozess, der Jahre dauern kann, weil ja durch das Traumata viele Entwicklungs-und Lernprozesse nicht stattfinden konnten….

    Die Menschen, die eine wohl „normale“ Entwicklung hinter sich haben – könnten durch konkrete Hilfe und Hinschauen und aktives Verändern der Strukturen auch reifen, nur sind sie wohl zu bequem in ihren Strukturen geworden und werden dies wohl erst dann tun, wenn es WEH tut!

    Beide Seiten anschauen, das fehlt den Wegschauern, Tabuisiern und Negierern.

    Und ich frage mich oft, warum in der kath. Kirche die Menschen nach wie vor : in gut und böse sortiert werden?

    Wir sind alle ALS MENSCHEN geboren.

    Und wer den Menschen von den Menschen trennt – ist nicht Mensch….

    Herzliche Grüsse

    Die Beobachterin und auch Betroffene

    Ein „Opfer“ mag nicht das Leben lang „OPFER“ sein – nein es will zum Menschen werden und unter den Menschen aufgehoben sein. So sind es die Angsthasen – die den Zustand des lebenslänglichen Opfer produzieren und das Opfer hat die Aufgabe, da auszusteigen – nicht mehr angreifbar zu werden!
    Mensch werden und SEIN – ist der WEG!

    Ein Opfer fühlt sich:

    -hilflos
    -machtlos
    -allein
    -schmutzig
    -hasst sich, weil ihm das widerfahren ist
    -hasst die Gefühle, die die Seele und den Körper martern
    -fehlt oft die Kraft
    -fehlen Perspektiven
    -hat die Liebe zu sich verloren
    -hat die Liebe zum Umfeld und zur Welt verloren
    -wird immer wieder von den negativen Gefühlen durch den Schmerz erschüttert
    -erfährt, dass Menschen es achtlos retraumatisieren, weil diese keine Mitgefühle haben
    -muss immer wieder erzählen was geschehen ist und steht so NACKT vor den anderen, was den Schmerz verstärkt!
    -kämpft ums nackte Ueberleben
    -weiss nicht was Leben heisst – hat aber eine innere Sehnsucht danach
    -zerbricht (innerlich oder äusserlich) an der Härte des Umfeldes
    -braucht mutige Menschen um sich, wie bei der Krankheit Krebs
    -ist dem Tod oft näher wie dem Leben
    -und zum Leben zu lernen und dies auch auszuhalten braucht es auch mutige Menschen, die Vertrauen und Zuversicht vermitteln – dass es zu schaffen ist!
    -braucht Hilfe zur Selbsthilfe, damit, wenn Kinder da sind, diese nicht auch traumatisiert werden, durch die Auswirkungen der Tat auf die Mutter oder Vater
    -ist ein lebenslanger Prozess der Achtsamkeit, um das Erreichte zu halten und weiterzumachen

    ETC…

    Je nach Umfeld sind die Punkte verstärkt oder gemildert.

  • Angelika Oetken

    |

    Hallo Mara,

    das stimmt.

    Natürlich haben Sie recht.

    Welche Gründe fürs Wegschauen gab es in Ihrem Fall?

    Angelika Oetken, Berlin, Betroffene sexualisierter Misshandlung in der Kindheit

  • Mara

    |

    >>Welche Gründe fürs Wegschauen gab es in Ihrem Fall?<<

    @ Frau Oetken

    Eine Unterstellung in Frageform? Wie kommen sie darauf, dass ich weggeschaut habe?

    Sie haben nicht die "Weisheit mit Löffeln gegessen".

  • Pragmatiker

    |

    @Veronika (zum Thema „Generalvikar Fuchs Hardliner oder nicht“ und Ihrer Bemerkung „Also als Hardliner wurde mir Fuchs (in Waldsasssen) noch nie geschildert“):

    Tja, vielleicht sollten Sie nicht nur blind den Schilderungen anderer (etwa in Waldsassen) vertrauen, sondern sich den Betreffenden mal direkt, vor Ort betrachten und anhören – und dazu über eine längere Zeit verfolgen, was er so sagt, macht und tut (und was er nicht tut).

  • Angelika Oetken

    |

    Hallo Mara,

    ich habe Ihren Kommentar falsch interpretiert, indem ich daraus geschlossen habe, dass Sie ebenfalls betroffen sind.

    Bitte entschuldigen Sie meinen Fehler.

    Angelika Oetken

  • Veronika

    |

    @Praktiker: Danke für die Info, jedoch meine ich genau dies! Man muss hier sicher dort (nach)fragen, wo man offene und ehrliche Antworten erhält, gerade deshalb stellt Fuchs für mich keinen „Hardliner“ dar, weil meinen Infos zur Folge in dieser Diözese seit Anfang der 1980er Jahre ein „Grüppchen“, nicht eine bestimmte Person entscheidet. Bei diesem „Grüppchen“ ist und war der jeweilige Bischof seitdem eher nur „hinderlich“. Darauf verweist für mich auch die vor geraumer Zeit aufgefundene Schilderung eines „Diakon Gehr“
    http://diakongehr.beepworld.de/meinkarriereende.htm, die meiner Meinung nach ebenfalls noch nicht aufgeklärt ist. Wir müssen aber wohl abwarten bis – ganz naiv gesprochen – China Europa retten muss, und dann – gerade von dort – nicht eingesehen werden kann, dass Staatswesen solche, derzeit gerade in Bayern eklatant gegen die Menschenwürde gerichteten Zustände auch noch mit Steuergeldern unterstützt. Kurz: Wenn das laizistische China Geld geben muss, wird bald die RKK Nichts mehr zu melden haben! Per se rauring für jede/n Katholikin, aber aufgrund der Sturrheit des Gegenüber kaum anders zu lösen. Wir werden es wohl schon bald erleben!

  • peter sturm

    |

    ehemalige domspatzen erstellen eine gemeinsame darstellung zu den Internaten in Regensburg und Etterzhausen/ Pielenhofen:
    http://www.intern-at.de/

  • Dobernudler

    |

    Des is ja a Wahnsinsfarb auf dem Bild,abgekupfert von der SPD.Homs wieder a Gelage de Bagage.

  • Maurus

    |

    Warum wird von der Diözese nicht endlich ein sog.
    MISSBRAUCHSBERICHT vorgelegt?
    Dieser „vorläufige“ Bericht vom letzten Jahr ist eine Farce!

    Mir sind in den letzten zehn Jahren mehr als zwanzig Opfer pädophiler Priester im Bistum Regensburg z.T. persönlich

    Wir müssen den Druck auf diese mauernde Scheinheiligen erhöhen.
    Sonst heißt es beim Abgang von Müller :
    Bei uns gab es keine Missbrauchsopfer,
    Wir müssten keinerlei Zahlungen tätigen……

    Regensburg ist sauber!!

  • Veronika

    |

    O-Ton oder nicht? Von irgendwo aus dem BOR soll in den letzten Tagen die Aussage gekommen sein, dass man sich darüber entrüstet, dass nunmehr fast hundert Jahre zurückgegangen werde, um von der Diözese Regensburg Geld erhalten zu können. Bitte wenn möglich klären!

    Wenn dies stimmt, dann sollten sich dort einige Leute, vor allem die sich so äussernde Person schämen, denn die Missbrauchsfälle liegen keine „hunderte Jahre“, sondern nur einige Jahrzehnte zurück. Geklärt werden kann erst seit 2010, weil erst seitdem einige deren Schweigen brechen!

  • Angelika Oetken

    |

    @Veronika:

    Endlich reden die Verantwortlichen innerhalb der RKK mal Tacheles: es geht vor allem um Geld. Mit so einer Aussage kann man doch was anfangen.

    Und wenn es um Geld geht, dann sollte man sich mit Verhandlungsstrategien und -modellen befassen, die sich in der Wirtschaft und Politik bewährt haben. Denn da geht es letztendlich auch um Geld. Denn Geld ist gleichbedeutend mit Macht.

    Unter diesem Blickwinkel erscheint Vieles von dem, wie sich die Diözesen verhalten in einem anderen Licht.

    Beispiele:

    http://www.ewi-psy.fu-berlin.de/einrichtungen/arbeitsbereiche/arbpsych/media/lehre/ws0708/12672/harvard_konzept.pdf

    http://www.verhandlungstraining.biz/pages/Harvard-Konzept-Essay.pdf

    Beim Harvard-Konzept geht es darum, möglichst „win-win“-Lösungen zu vereinbaren.

    Ein Gewinn kann aber auch sein, etwas sehr Negatives zu vermeiden.

    Und da dürfen die von Missbrauch im kirchlichen Umfeld Betroffenen sich fragen, was die Institution RKK zu verlieren hätte, was sie, die Betroffenen produzieren bzw. verstärken könnten.

    Solange Amtsinhaber der RKK per se noch als Respektspersonen gelten, oder ganz selbstverständlich als ethisch hochwertiger oder glaubwürdiger als andere Menschen angesehen werden, wird es immer schwierig sein, genau diesen potentiellen Verlust herauszustellen.

    Amtsinhaber der RKK sind erstmal nichts weiter als Manager in einer Firma, die Rituale verkauft. Ein Dienstleistungsunternehmen, das von einem guten Ruf bei der Kundschaft lebt.

    Und dieser gute Ruf ist zu Recht enorm angeknackst. Der er beruhte auf dem Glauben der Kundschaft an die Qualität des Produktes und Vertrauen in das Firmenpersonal.

    Glauben und Vertrauen sind schöne Eigenschaften. Allerdings sollte man als Kunde auch ab und an überprüfen, ob das Produkt okay und der Verkäufer ehrlich ist.

    Und so eine Überprüfung fand eben durch die Betroffenen statt. Man kann auch sagen: „Die RKK und ihre Produkte haben bei Stiftung Warentest ein ungenügend bekommen“.

    Allerdings ist die RKK offenbar auf so etwas gar nicht vorbereitet.
    Denn alles was sie jetzt tut, macht sie um so unglaubwürdiger. Sie zeigt so nämlich ihr wahres Gesicht und ihre eigentlichen Absichten.

    Insofern könnte die Institution RKK sich bei Unternehmen, die so einen Imagebruch schon hinter sich haben, etwas abgucken.

    Wahrscheinlich gibt es von Seiten der Führung schon Kooperationsverträge mit BP, Grünenthal, Dow-Chemical, Krupp, Nestlè und wie sie alle heißen…

    Beim Waffenhandel ist man ja schon lange gemeinsam im Geschäft…

    @Dobernudler: ja ich finde diese Luxusschlabberlätzchen auch sehr beeindruckend…

    Angelika Oetken, Berlin, Betroffene sexualisierter Misshandlung in der Kindheit

  • Rufus

    |

    @ Maurus

    Fuer mich ist dieses Auftreten vom Bistum Regensburg
    wirklich ein derartiges Angsthasengetue!
    Schaemen sollten Sie sich, wenn man heute nach so langer
    Zeit mit den damaligen Opfern so umgeht!
    Diese Kirche in REGENSBURG mit dem Herrn Bischof Mueller hat auch heute nach so langer Zeit
    den ganzen Opfern gegenueber
    eine moralische Verpflichtung!
    Auch steht heute in keinem Bericht , dass dieser Internatsdirektor
    Monisgnore Meier aus Etterzhausen
    auf blonde Jungs stand!
    Und die in Regensburg wissen auch ueber dieses Thema Bescheid , aber leider geben Sie es nicht zu, oder ist \ihnen dieses Thema „Etterzhausen der Neuzeit “ noch nicht
    wirklich klargeworden!

    Das ist ein grosses Armutszeugnis , was sich der Generalvikar
    Fuchs sich hier selbst ausstellt!
    ( … sorry , aber so treten wirklich keine hardliner auf …)
    …. und soll der Bischof Mueller wirklich gehen , dann geht
    bestimmt der Fuchs natuerlich auch gleich …?
    Auch muesste im naechsten Bericht stehen, dass man viele
    Jungs damals in Etterzhausen so sehr betrogen hat.
    Um alles betrogen hat!
    Vielen Buben damals die Zukunft
    genommen hat und deren Eltern ausgenommen hat …..
    …ausgenommen deswegen, damit auch immer dort in Etterzhausen die Betten belegt waren…
    Jetzt sind Sie gross geworden , haben Geld und Immobilien
    auf der Seite (Immobilien – Mietshaeser in Koenigswiesen -so sagt man – und stellen dann die Opfer als Luegner hin!
    Glaube , da wird demnaechst noch was kommen und die
    Verantwortlichen im Bistum Regensburg , denen wird dann
    wirklich endlich etwas klarwerden!
    Auch finde ich sehr ominoes , dass
    das beratende Mitglied:
    Jörg-Peter Nitschmann, Vorstandsvorsitzender der LIGA Bank, (Fachmann in Haushalts- und Wirtschaftsfragen, der vom Domkapitel benannt wird) hier auch in diesem Stiftungsrat der Domspatzen einen Platz gefunden hat.
    http://www.domspatzen.de/institutionen/Stiftung-RD.html
    Also musste es ja heute in der Neuzeit um wirklich sehr sehr viele Geld gehen , dass diese zwei Stiftungen der REG. Domspatzen heute haben.
    Oder liegt es vielleicht auch daran, dass sie heute die zwei Stifungen miteinander verschmelzen wollen?
    Anscheinend geht es da wirklich sehr sehr viel Geld!

    Ich finde , dass sich die ganzen Verantwortlichen jetzt endlich zu diesen ganzen Themen richtig bekennen.
    Den Opfern ausfuerhlich helfen und jetzt endlich einen
    ausfuehlichen Abschlussbericht vorlegen!

    cu

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken:

    „Amtsinhaber der RKK sind erstmal nichts weiter als Manager in einer Firma, die Rituale verkauft. Ein Dienstleistungsunternehmen, das von einem guten Ruf bei der Kundschaft lebt.
    (…)
    Und dieser gute Ruf ist zu Recht enorm angeknackst. Der er beruhte auf dem Glauben der Kundschaft an die Qualität des Produktes und Vertrauen in das Firmenpersonal. “

    Vor allem in diesen vorgenannten Aussagen stimmte ich Ihnen 100%ig zu! Vielleicht können wir in Kürze sogar erleben, dass der Ruf der Kath. Kirche in Deutschland sogar beim Vatikan angeknackst ist, denn während es in Deutschland eben nur um ein Teilmanagement geht, könnte diese deutsche Teilkirche über einen Kirchmusikdirektor Georg Friedrich Zimmermann (+1984), bzw. die Nichtklärung der Dinge dieses Mannes gewaltig den Vatikan mit reinziehen. Will heissen, dass meiner Meinung nach über Zimmermann und seinen früheren Präfektenkollegen Georg R. sogar der höchste Repräsentant der Röm.-Kath. Kirche in Frage stehen könnte. Dieser wohnte bis in die späten 1970er Jahre mit seinem Bruder zusammen in Regensburg, während wenig über 100km entfernt ein zu Recht geschaßter, aber eben nicht mehr kontrollierte Ex-KMD munter …
    Nun ja, denken Sie den Satz zu Ende, und fragen Sie wovon ehem. Minderjährige da sogar sehr gut leben konnten, ohne dass deren Eltern vorher über diese Geldmengen verfügt haben.

  • Angelika Oetken

    |

    @Veronika:

    … und in all diesen Angelegenheiten könnte unser neuer Bundespräsident in spe für Aufklärung sorgen.

    Seinen Ruf, souverän, unerschrocken und unabhängig zu sein dürfte er so unter Beweis stellen können.

    Immerhin hatte er ziemlich früh schon Zugang zur schönen Infosammlung der VEB „Horch und Guck“.
    Ich habe mir sagen lassen, dass dort grundsätzlich alles erstmal mehrfach fotografiert wurde.

    Wer weiß, was da in einigen Panzerschränken noch so rumliegt? Und warum uns Angela so gegen Gaucks Nominierung war?

    Hier ein Beispiel über den geradezu furchteinflössenden Fleiß dieser typisch deutschen Behörde (in anderem, aber durchaus verwandtem Zusammenhang): http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,72280,00.html

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, Betroffene sexualisierter Misshandlung in der Kindheit

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken: Ihr Wunsch in Gottes Gehörgang, aber Kiche = Kirche, da werden Sie wohl eher ein „Nein“ zur Auflösung der reichskonkordatären Vereinbarungen von 1933 erwarten dürfen, als dass hier etwas geklärt wird.
    Noch ein Tipp: Man kann sich über einen Bischof, zumindest amtlich wirklich und im Vatikan – wenn die Vorwürfe zutreffen – höchst karrierehemmend beschweren:
    Wikipedia-Link zur Bischofskongregation:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kongregation_f%C3%BCr_die_Bisch%C3%B6fe
    In den Vatikan geht übrigens auch ein Einschreibebrief mit Rückschein! Vielleicht sollten Betroffene/ Opfer zumindest der Diözese Regensburg dies schnellstens mal in Betracht ziehen. Dann bliebe mehr Zeit um die Zeit mit diesem Bischof ausdiskutieren zu können.

  • Angelika Oetken

    |

    @Veronika:

    was die Frage der Möglichkeiten und Bereitschaft zur Klärung angeht: da gehe ich sehr mit Ihnen konform.

    Da ich nicht gläubig bin, ist mir das Schicksal der RKK als solcher vollkommen egal.

    Aber als Bürgerin eines sich als demokratisch bezeichnenden Staates und als Mit-Mensch kann ich die Machenschaften dieser übergriffigen Institution nicht akzeptieren.

    Strukturelle und finanzielle Vorteile gehören für dieses Kriminalität befördernde Konstrukt abgeschafft.

    Und da etliche Täter immer noch bzw. schon wieder in Amt und Würden stehen, z.B. als Seelsorger in Heimen, ist es nicht zuletzt eine notwendige Prophylaxe-Maßnahme, dass alle Fälle aufgeklärt werden.

    Und zwar von unabhängigen Stellen. Nicht von Bütteln.

    Angelika Oetken, Berlin, Betroffene sexualisierter Misshandlung in der Kindheit

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken: Ich kann Ihnen uneingeschränkt zustimmen! In diesem Fall aber wären die „Büttel“ diejenigen, welche zumindest den, sich hinter dem Vatikan versteckenden Personen einen klaren Weg aufzeigen können.
    Da in Deutschland nicht über 50% der Bevölkerung durch Geistliche der RKK missbraucht worden ist, rechnen diese wohl mit „fehlenden Mehrheiten“. Im Vatikan – so meine Information – geht es derzeit deswegen schon ziemlich „rund“, weil man diese Dinge nahezu sicher auf ein Jahrzehnte langes Intrigenspiel einer innerkirchlichen Sekte, die ich schon mal genannt habe, zurückführen kann. Diese von mir ebenfalls schon einmal genannte Sache „Kirchenmusikdirektor Georg Friedrich Zimmermann (+1984) scheint hier als Druckmittel gegen den Vatikan genutzt worden zu sein, um hier bestimmte Personen in höhere Ämter zu hieven. Wäre die Sache im Fortgang der 1960er oder auch nach dem Tod Zimmermanns im Fortgang der 1984 Jahre vollends geklärt worden, dann wäre die ganze Angelegenheit „Regensburger Domspatzen – Grundschule und Internat“ schon damals an die Öffentlichkeit gekommen. Kein Geistlicher mit Bezug zur Diözesanleitung Regensburg hätte jemals irgendein Amt im Vatikan erhalten.

  • Alexander Probst

    |

    Tja, es wird nicht einfach werden mit den Herren und ihren Pfarrerstöchtern…
    Man stelle sich vor, dass man als misshandeltes Kind Jahrzehnte später endlich einmal Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen will.
    Man glaubt, sowieso nichts erwarten zu können, versucht sich aber trotzdem daran, das Böse publik zu machen. Dann gibt es die Möglichkeit unter demütigendem Druck eine finanzielle Wiedergutmachung beantragen zu können. Und nun passiert genau das, was die „gütigen“ Herren sich wünschen: Das Opfer wird als „geldgierig“ hingestellt, weil es die angebotene Entschädigung (die übrigens, wie man hört, in Regensburg nicht gerne gezahlt wird) annehmen möchte.
    5000 Euro? Für alle Taten! Ich wollte den Antrag beinahe nicht stellen, weil ich mir dachte, für ca. 100 Übergriffe wäre ja dann eine halbe Mio. fällig ;-) bis ich eines besseren belehrt wurde: Es gibt insgesamt maximal 5000.- Euro.
    Geldgierig? Ich weiß nicht – wenn ich mir meine Hundefutter-Rechnungen so anschaue, oder mal nachrechne, was mein Nachbar im Jahr so verraucht…
    Liebe Neider: 5000 Euro machen den Schaden nicht einmal annähernd gut.
    Liebe katholische Kirche: Was mussten die Jesuiten in USA gleich wieder zahlen? Jaaa, das tut weh, gell: 166 Millionen Dollar, das heißt ca. 300.000 Dollar/Geschädigter. Und Ihr jammert wegen 5000? Pfui. Was kosten gleich wieder die unzähligen Ratzingerbesuche weltweit? Ach so, wesentlich mehr…
    Nun ich habe mich überwunden und den Antrag gestellt.
    Nachdem ich zu einer kirchenrechtlichen Vernehmung geladen worden war und wieder einmal alles schildern musste, weil man ja meinen Täter „kirchenrechtlich zur Verantwortung ziehen möchte“.
    Nachdem die „unabhängige“ Frau Böhm mitgeteilt hatte, ich müsse trotzdem im Antrag noch mal alles erzählen, nahm ich auch diese Hürde auf mich.
    Und dann sehe ich „meinen“ Täter auch noch in vollem Priesterornat grinsend durch Kaufbeuren laufen.
    Was wollt Ihr eigentlich, liebe Kirchenoberen? Opfer noch mehr demütigen, als es eure Institution jahrelang straflos getan hat???
    Na, ja, egal wie, nicht nur ich – viele andere werden auf Ihrem Recht beharren und noch viele mehr, werden sich bereit erklären, mit dem Sumpf aufzuräumen – wann immer das auch geschehen mag.
    Die Kirche muss mich nicht mögen – aber Respekt fordere ich von ihr.
    Liebe Leser schaut doch immer wieder rein: http://www.intern-at.de

  • Angelika Oetken

    |

    @Alexander Probst:

    eine konsequente Haltung, die Sie da beschreiben.

    5000 Euro für jeden?

    Wenn die RKK eine Detektei beauftragen müsste, potentielle „Unruhestifter“ unter den Opfern ausfindig zu machen, käme das teurer.

    Auch wenn das nur ein schwacher Trost für die Betroffenen ist: der Imageverlust für die RKK ist so immens, dass der Verlust, was die 1. Welt angeht nicht mal zu beziffern ist.

    Ein Beispiel: mein Sohn ist 17 Jahre alt. Mein Mann katholisch, ich evangelisch getauft. Wir beide waren uns ganz schnell einig, dass wir unser Kind weder in einen entsprechenden religiösen Unterricht, noch in irgendeinen Verein, eine Gruppe oder dergleichen lassen würden. Ob Sport, Musik oder Pfadfinder.

    Wir beide konnten lange Zeit nicht so recht erklären warum.

    Mittlerweile, nachdem an die Öffentlichkeit gedrungen ist, wie fahrlässig diese ganzen Institutionen das Thema „Schutz vor Übergriffen“ handhaben, ist uns das klarer.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, Betroffene sexualisierter Misshandlung in der Kindheit

  • Sophie

    |

    @Mathilde Vietze 1.3.2012
    -die Männer mit gewissen Veranlagungen geradezu anziehen-

    Welches Weltbild wird den da von interessierter Seite aufgebaut?
    Alle Menschen gehören vor physischer und psychischer Gewalt geschützt. Pervertiert wird dies, wenn den Kindern und Jugendlichen eingetrichtert werden soll, männlich gleich böse.

    Die Folgen für das Opfer sind verheerend und gibt es keinen Unterschied, ob der Täter männlich oder weiblich war.

    http://www.schotterblume.de/index.php?navid=11&pos=1

  • Veronika

    |

    @Alexander Probst:
    Entschuldigen Sie bitte vielmals, aber folgendes unter http://www.intern-at.de hatte ich bislang noch gar nicht gelesen:
    http://www.intern-at.de/missbrauchsfaelle/missbrauchsfaelle04/
    So, da kann sich also ein Täter ganz und gar nicht erinnern?
    Wie unverschämt ist das denn?
    Eine andere Frage: Soll hier noch wirklich irgendjemand zu einem (kath.) Priester Vertrauen haben, bei diesem Beichten können? Gerade die Beichte gehört sich allein schon aufgrund solcher Dinge staatlich verboten, weil es durchaus – in Bezug auf staatliche Bedienstete – ein Aushorchen sein könnte. Wer weiss denn, ob nicht mancher Geistlicher ein Diktafon dabei hat? Der Vorgängerbischof von GLM jedenfalls soll bei so mancher Gelegenheit auf beste Technik zurückgegriffen haben.

  • Dubh

    |

    @ Sophie

    Der Hinweis durfte wirklich nicht fehlen, in einem Artikel, in dem es ausschließlich um den Umgang der RKK, speziell der Diözese Regensburg, mit Missbrauchsopfern geht!!

    Nur – ich weiß nicht ob Sie’s wissen, weibliche Priester sind in der RKK ziemlich selten.
    Aber vermutlich können sich r. katholische Nonnenklöster hierzulande nicht vor Nachwuchs retten?
    Anders als über den Eintritt in r.k. Klöster kommen pädophile Frauen ja gerade in Deutschland nicht an Kinder ran, nicht wahr?

  • Rufus

    |

    @ Alexander Probst

    Habe Deinen Beitrag sehr gerne gelesen!
    Aber man darf auch das Thema Etterzhausen wirklich nicht vergessen! Haette es diese Schule in Etterzhausen nicht
    gegeben und haetten viele dort fuer diese Stiftung nicht den Kopf hin gehalten, sich durch prüegeln lassen ( uebliche damalige Erziehungsmethode ) dann wuerden Sie heute in REG. in der Reichsstrasse auch nicht so gut aufgestellt sein!
    Wieso nur 5000,-Eruo? Alex, die haben mit Ihren Stiftungen so so viel Geld , ich erinnere an diese Mietshaeuser und noch diverse andere Erbschaften , also koennten Sie doch fuer die damaligen Ofper schon einmal min. 1 Million Euro locker machen.
    Fuer die neue Schule in der Reichstrasse/ Regensburg haben Sie ja auch min. 10 Millionen Euro aufwaerts uebrig!
    Beispiel: Das jetztige Hallenbad in der Reichsstrasse wurde damals auch von dem Erbschaftsgeld von der Stiftung Etterzhausen gebaut. Wir haben damals fuer diese Stiftung die Betten gefuellt , haben Fleichfaeden zu essen bekommen und wurden duch gehauen.
    Und alles fuer den Herren?
    Viele haben Trommelfellschaeden mit nach Hause getragen und dem Herrn Monsignore Meier ist immer nur die Hand ausgerutscht!
    Verzeihung , aber diese 5000 Euro sind wirklich viel zu wenig. Zur Erinnerung , diese eine Erbschaft der Etterzhausener Stiftung brachte damals min. 1 Millio DM ,
    also kann man oder sollte man auch heute richtig den Beutel fuer die damaligen Opfer aufmachen!
    –1974 wurden die kleinen Jungen im Neustift zu Passau damals schon derartig von den Nonnen vermöbelt. Moechte an die evangelischen Kinder hinweisen die deshalb damals auch verhauen wurden, weil Sie die taeglichen Rosenkraenze nicht beten wollten.
    Das ist wahr und ist nicht erfunden!
    Wenn , dann muss man schon darauf hinweisen, weil man ja sonst heute vielleicht als Luegner hingestellt wird!
    Ich lasse das so nicht gelten, wenn eben genuegend Geld vorhanden ist. Und zudem ist das Thema Etterzhausen fuer mich speziell ein eigenes Thema , weil dort viele Jungen damals großartig betrogen wurden. Eigentlich wurde man damals nur ausgenutzt , obwohl man , obwohl einige viele eben von Anfang an keine richtige Chance hatten!
    “ Lieber Herr Bischof Mueller “ bitte geben Sie den damaligen Opfern von Etterzhausen doch ein wenig von dem Stiftungsgeld zurueck , was sich in den letzten Jahren sich so angehaeuft hat.

    cu

  • Angelika Oetken

    |

    @Rufus:

    es lief wohl überall ähnlich (Irland, GB, Niederlande, Kanada usw.): die in Heimen zwangsinternierten Kinder und Jugendlichen leisteten Sklavenarbeit.

    Und das wurde ideologisch so lange durch den Gewissensfleischwolf gedreht, bis unten eine gute Tat herauskam.

    Im Sinne von „Kinder der Sünde auf den rechten Weg bringen“.

    Und wenn die Kinder nicht sündig genug waren, dann wurden sie noch ein wenig sündiger gemacht.

    Diese zutiefst Menschen verachtende und eklige Einstellung ist es, die bei mir eine tiefe Ablehnung dieser verlogenen „Allmächtiger-Vater“-Katzbuckelei verursacht.

    Apropos: „der rechte Weg“ – die auf solche Weise zusammengerafften Besitztümer der RKK sind doch sicherlich in den Grundbuchämtern eingetragen.

    Die Auskunft kann doch jeder für eine kleine Gebühr bekommen.

    Solches Wissen steht der Öffentlichkeit grundsätzlich zur Verfügung. Es handelt sich um keinerlei Geheimnisse.

    Wissen die Menschen, die die diversen Mietshäuser und andere Immobilien bewohnen bzw. nutzen eigentlich, dass es sich um etwas handelt, was Kindersklaven hart und unter Folter erarbeitet haben?

    „Porcus est a sus, etiam si gerit rubrum stolas“

    („Ein Schwein bleibt ein Schwein, auch wenn es rote Gewänder trägt“)

    Bei dieser Gelegenheit noch ein Buchhinweis: „Der Kuss der Pelzkönigin“ von Tomson Highway.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, Betroffene sexualisierter Misshandlung in der Kindheit

  • Rufus

    |

    @ Angelika Oetken

    Vielen Dank fuer die netten Worte!

    Ich kann hier auch zwei sehr gute Bücher empfehlen!

    – ….“ weil mein Vater Priester ist “
    ( die ersten 25 Seiten sind schon einmal sehr hart )

    von Karin Jaeckel – Thomes Forster

    ISBN 3-404-61503-4

    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    – „Auf der Flucht vor dem Kaplan “
    ( ….wie uns die kirche den glauben austrieb )

    von Hanspeter Oschwald

    ISBN 978-3-492-26470-9

  • Ett

    |

    @ Alexander Probst
    @ Rufus

    Ich möchte mich hier auch einmal einklinken und auf Bezug dem Thema “ Etterzhausen “ etwas schreiben.
    Alles was man heute zum Thema Etterzhausen hier auf dieser Seite gelesen hat, stimmt nach meiner Meinung
    auch so , aber man sollte dann eben auch unsere Geschichte “ Etterzhausen “ eben von Anfang an hier lesen können.

    Damals in den sechziger Jahren machten beide Stiftungen der REG. Domspatzen zwei Erbschaften in Millionenhöhe!! Beide wurden damals auch verkauft ,oder auch verschleudert, damit Sie eben damals vor der 1000 Jahrfeier in der Reichsstrasse eben ausführlich bauen konnten! Für Etterzhausen waren das damals wirklich über 1 Million DM gewesen , aber leider wurde dort oben droben auf dem Berg, Domspatzenstrasse 60 , damals nichts renoviert , und die damaligen Verantwortlichen haben eben das ganze Erbschaftsgeld nach Regensburg gepumpt, oder auch weiter geleitet. Beide Erbschaften kamen damals aus der Hallertau, die damals wirklich sehr viel Geld abwarfen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hallertau
    Wir in Etterzhausen bekamen damals nur ein wenig Fleisch zu essen , obwohl vorher schon so sehr das Geld dagewesen wäre. Wir hatten auch damals immer unsere Flasche
    Sanostol dabei, damit wir wenigstens ein paar Vitamine abbekamen!
    Und alles für den Herren?
    Stimmt , wir Jungen damals haben anscheinend wirklich für unseren Herren Leiden müssen , oder auch sollen , damit auf der andren Seite die Konten voll wurden! Auch ist noch zu betonen , dass von der zweiten Erbschaft heute immer noch ein Restbestand vorhanden ist, bzw. vorhanden sein soll!
    Rufus , wenn Du hier von nur 1 Million Euro schreibst , dann ist das heute für uns wirklich zu wenig! Eben von diesem Restbestand dieser anderen Erbschaft , die so schätzungsweise schon noch einige Millionen Euro nach oben Wert sein soll , müssten wir ehemaligen Etterzhausen eben heute nach so so langer Zeit auch etwas abbekommen! Also , wie man hier ja schon lesen konnte , haben beide Stiftungen wirklich einiges auf dem Konto , also muss man sich heute schon fragen , warum man den damaligen Etterzhausener Opfern von diesem Geld nichts abgibt?
    Bemerkenswert für mich ist auch heute immer noch, dass in den Presseerklärungen seitens des Bistums , in keinster Weise ausführlich auf unseren Direx Monsignore Meier eingegangen wurde! Ja , viele Jungen wurden damals nur ausgenutzt , mussten bestimmt auch die Betten füllen , und einige mussten auch damals die Schulklassen wiederholen. Wir die Buben von damals bekamen keine richtige Chance von Anfang an! Klar ist auch , das die soziale Herkunft damals wirklich auch eine große Rolle gespielt hat. Auch spielten sogenannte Freundschaften bestimmt auch damals eine große Rolle , denn wenn man heute hört , dass der oder der andere heute eben diverse Berufe ausüben , muss man sich wirklich fragen und den Kopf schütteln. Wenn wir etwas erreichen wollen , dann sollten wir alle gemeinsam auftreten und vielleicht einmal auch vor dem Bischofssitz zu Regensburg am alten Kornmarkt vielleicht eine Demonstration abhalten , damit den Herrschaften heute endlich einmal auch heute nach so langer Zeit etwas klar wird.
    Also, mir ist das schon seit sehr langer Zeit klargeworden , was die damals mit uns allen in Etterzhausen alles gemacht haben!
    Natürlich muss man sich auch fragen , warum ein Pressesprecher Neck so sehr über die Gerechtigkeit der damaligen Opfer spricht…..
    Deshalb halte ich von diesen sogenannten 5000,- Euro nichts , oder auch überhaupt nichts ,denn wir die damaligen Opfer aus Etterzhausen haben heute schon ein wenig mehr als nur 5000,- Euro verdient!

    Ett

  • T.

    |

    Auch ich war ehemaliger Domspatz in Etterzhausen und in Regensburg und musste die allgegenwärtige brachiale Gewalt in Etterzhausen, die weit über das damals Übliche hinaus ging, miterleben.

    http://www.intern-at.de/internat-schule/internat-schule1/

    Wer damals im Internat in Etterzhausen
    bei den Regensburger Domspatzen war, der kann das damals erlebte ausführlich wiedergeben und beurteilen.
    Viele Domspatzen haben damals immer wieder ausführlich über die Mißstände und von der brachialen Gewalt in Etterzhausen berichtet. Diese brachiale Gewalt an wehrlosen Kindern, den Schwächsten in unserer Gesellschaft, ist mit nichts, auch nicht mit einem Verweis auf die Geschichte, zu rechtfertigen.

    Auf Hilferufe wurde nicht reagiert.

    Bezüglich Etterzhausen muss noch erwähnt werden, dass sich der amtierende Bischof Herr Dr. Gerhard Ludwig Müller vom Bistum Regensburg wegen dieser zugefügten, damals allgegenwärtigen Gewalt, bei den Opfern bis heute noch nicht schriftlich entschuldigt hat.

    Die Organe der Stiftung Etterzhausen der Regensburger Domspatzen waren damals: Internatsdirektor Monsignore Johann Meier und das Kuratorium.
    Ab 21.06.1977 war Exzellenz H. H. Weihbischof Vinzenz Guggenberger im Kuratorium als Vertreter der Kirche und als Vorsitzender des Kuratoriums. Der Herr Domkapellmeister Georg Ratzinger war damals u. a. verantwortliches Kuratoriumsmitglied in der Stiftung Etterzhausen der Regensburger Domspatzen.

    Hätten die Leute damals und heute von den Missständen gewusst , dann würden Sie den Domspatzen nichts mehr vererben!

    http://www.intern-at.de

  • Veronika

    |

    Ich habe mir jetzt noch einmal das Video des WDR-Beitrags im Morgenmagazin angesehen http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/435054_morgenmagazin/9688006_moma-reporter-die-kirche-und-ihre-missbrauchsopfer
    und ich weiss nun wirklich nicht mehr, ob ich heulen und ungehalten werden soll. Was soll denn dieses Schweigen? Sollen dies „Oberhirten“ sein? Langsam stimme ich einer Menge meiner Bekannten zu, die aus dem juristischen Bereich kommend immer wieder raten, hier die Konkurrenzsitution der Kirchen zu nutzen, also auch die sog. „Kirchen“ einzubinden, und den sich daraus ergebenden Machtkampf abzuwarten. Dann müssen die Staatsschutzorgane nur noch gut aufpassen damit dem Staat nichts geschieht (Dies können die schon!). Schlußendlich wird dann endlich mal ein säkulares Staatswesen existieren können und nicht die Befürchtung herrschen, ohne Kirchenbeistand irgendeine der nächsten Wahlen zu verlieren.

  • „Dinge, die nachdenklich stimmen“ | Regensburg Digital

    |

    […] Wie berichtet, gibt es mehrere Fälle, in denen das Bistum Regensburg Opfern per Serienbrief mitteil… und man die „Anerkennung des erlittenen Leids“ ablehne. Die Deutsche Bischofskonferenz ließ über ihre Pressestelle zwar erklären, dass die eigens eingerichtete Zentrale Kommission alle bislang vorliegenden Anträge bearbeitet und in 95 Prozent der Fälle eine positive Empfehlung ausgesprochen habe. […]

  • Clauidia Adams

    |

    Die nächste Lüge!

    „Alle Anträge auf Opferentschädigung sind bearbeitet worden. Uns liegen keine offenen Fälle mehr vor“, sagte Matthias Kopp, Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz am 28.02.2012.

    Jungs! So langsam reicht’s mir hier – aber gewaltig.

    Ich bitte hiermit um Zusendung einer Unterlassungsklage, die Abmahnung könnt Ihr euch sparen: damit wir das Gegenteil auch der Öffentlichkeit beweisen können und die Verantwortlichen für diese Schande endlich zur Verantwortung gezogen werden können!

    Am besten direkt eine Razzia: innerhalb einer schlagartig abgesperrten Öffentlichkeit im Bischöflichen Generalvikariat in Trier sowie im Bischöflichen Generalvikariat in Regensburg durchgeführte Suche nach Personen oder Sachen zum Zweck der Gefahrenabwehr oder der Strafverfolgung.

    Soll ich euch jetzt noch sagen, in welcher Schublade ihr nachschauen müsst? Oder reicht der Schreibtisch?

    Und noch als Randnotiz:

    1. Das Thema „Opferentschädigung“ hatten wir doch schon mal durch (Herr Bischof: ich erinnere an ein inoffizielles Treffen in Trier, an dem Sie, „Missbrauchsbeauftragter“ Rütten, 3 weitere Opfer und ich zusammen saßen). Eine „Entschädigung“ könne es damals nach eigenen Worten nicht geben, weil das Unrecht, das an uns begangen wurde, nicht „entschädigt“ werden kann. Es sollte sich lediglich um eine „finanzielle Anerkennung des Leids, das Opfern sexuellen Missbrauchs“ durch Angehörige der katholischen Kirche zugefügt wurde, handeln. Also, auf die Wortwahl achten! Von Einsicht kann man hier offensichtlich nicht mehr sprechen!

    2. Bei den Opfern, deren Anträge noch in der Bearbeitung sind und deren versprochene finanzielle Anerkennung, Therapiekostenübernahme etc. mal schleunigst überwiesen werden sollte, bitte darauf achten, als Verwendungszweck nicht wieder „Bischöflicher Stuhl“ angeben – könnte missverstanden werden. Heilige Scheiße!

  • bodo

    |

    Frau Dr. Böhm (Mißbrauchs-Beauftragte, Bistum Regensburg) LÜGT und streitet ab!!!! Nach ausgiebigen Telefongesprächen zwischen mir und ihr sowie Frau Glaß-Hofmann gibt es nunmehr angeblich keine Akte mehr über diesen Vorgang. Ich habe einen ausführlichen Erlebnis-Bericht über die Vorgänge in Etterzhausen abgeliefert (insbesondere MICH betreffend). Auch per Mail (liegt vor!) Nachfolgend die Mail-Antwort auf meine Anfrage im November 2011, was sich zu diesem Thema getan hat:

    „Sehr geehrter Herr …..
    ich kann von Ihnen nichts in meinen Unterlagen finden. Kann es sein, dass es
    bei Ihnen um körperliche Gewalt in Etterzhausen gegangen ist und Sie mit
    Frau Glaß-Hofmann Kontakt hatten?

    Es tut mir leid, dass Sie so lange nichts gehört haben. Ich kümmere mich
    fortlaufend um die Menschen, die das wünschen. Bitte melden Sie sich doch
    nochmals telefonisch bei mir (0941/26338) und hinterlassen evtl. auf dem
    Anrufbeantworter Ihre Nummer. Dann können wir herausfinden, woran der Fehler
    lag, und wie ich Ihnen helfen kann.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Birgit Böhm

    —–Ursprüngliche Nachricht—–
    Von:
    Gesendet: Mittwoch, 23. November 2011 02:28
    An: b.-boehm@t-online.de
    Betreff: Missbrauch……….“

    ich habe mich bisher NICHT mehr telefonisch gemeldet, werde aber zu einem gegebenen Zeitpunkt den gesamten Schriftverkehr offen legen.

  • Ins Genick gewichst | Regensburg Digital

    |

    […] gestrigen Mittwoch hat das BR-Magazin „Kontrovers“ unseren Bericht zum Serienbrief der Diözese an mehrere Missbrauchsopfer aufgegriffen (Video hier abrufbar) und tatsächlich hat das Bistum […]

  • Neues von der …-Sekte – Der Schockwellenreiter

    |

    […] ist eine Frage der Moral: Wer lesbisch ist, fliegt raus, wer Kinder fickt, genießt den besonderen Schutz der katholischen Kirche. Von Augsburg nach Regensburg ist es nur ein kleiner Schritt. [Spiegel Online (und sorry, aber den […]

  • Domspatzen gründen Missbrauchs-Archiv | Regensburg Digital

    |

    […] mit den „Serienbriefen“ (hier im Original-Wortlaut zu lesen: Seite 1, Seite 2) abgewiegelt, über die regensburg-digital im Februar und später auch der Bayerischer Rundfunk und das BR-Magazin kontrovers berichtet haben. Die Opfer […]

  • Jürgen B.

    |

    Hallo,

    auch ich war in der Zeit 1972/73 in Etterzhausen und kann die Brutalität nur bestättigen die dort herrschte…an einen Vorfall kann ich mich sogar noch erinnern im Detail…wir mussten morgens im Hauptgang antreten bis wir zum Frühstück durften und dazu musste es erstmal richtig Still sein…einem Kameraden ist dabei sein Marmeladenglas aus der Hand gerutscht das er mitnehmen wollte was zur folge hatte das ihn unser Leitender Pfarrer herauszog und und vor versammelten ca.80 Jungen den Gang runter prügelte!
    Ich werde das nie vergessen und bin dann auch nach ca.8 Monaten mit einem Kameraden den ich überreden konnte in der Schulpause geflohen vom Hof als das Tor grad mal offen stand…weit sind wir nicht gekommen die haben uns dann einige Stunden später auf der Strasse nach Regensburg aufgegriffen was dann zur folge hatte da ich der Redelsführer war wurden meine Eltern verständigt mich doch sofort aus der Schule zu nehmen was für mich die größte Freude war! Da gabs noch vieles mehr hab ich aber alles verdrängt irgendwie da ich selbst eigentlich selten Prügel bekam…allerdings hatte ich scheiß Angst damals soviel weiß ich sicher!

  • gonsch

    |

    @ Jürgen B.

    Anscheinend hatte unser damaliger Priester „Johann Maier“ , Angestellter Kleriker vom Bistums Regensburg , Internatsdirektor der eigenständigen damaligen Stiftung Etterzhausen der Regensburger Domspatzen , damals keine besonderen pädagogischen Fähigkeiten kleine Kinder zu erziehen. Damals gab es einen jeden Tag immer nur irgendwelche Prügelszenarien, und wir Jungs von damlas waren immer Live dabei. Wir machten damals einmal nur am Abend eine Kissenschlacht und schon hat der Direktor Maier Johann uns alle im Schlafsaal durchgeprügelt!
    Dieser Typ hat damals nur auf gütdünken zugeschlagen!
    Alles mussten wir immer Live miterleben!
    Die damaligen Schläger , auch der Präfekt Hansch und der Chorleiter Fischer , verfolgten uns damlas wirklich einen jeden Tag bis unter die Bettdecke.
    Wir hatten damals kein schönes Leben in dieser Anstalt.
    -Dieses ganze Unrechtssystem war wirklich zum Kotzen.-
    Viele Jungen damals mussten nur die Betten füllen für diese Stiftung Etterzhausen der Regensburger Domspatzen und viele hatten auf den Übertritt nach Regensburg damals wirklich keine große Chance bekommen.
    Für mich war das damals ein großartiger Betrug! Unsere Eltern mussten damals diese hohen Pensionskosten bezahlen und viele wurden dann wieder nur nach Hause geschickt. Damals waren min. über 1000 Jungen in diesem Heim , Domspatzenstrasse 60 in Etterzhausen der Regensburger Domspatzen bei Regensburg und die heutigen Verantwortlichen der Regensburger Domspatzen , auch der Domkapellmeister Buschner , sollen sich auch bitte heute einmal Gedanken machen, wer heute eben auch für diese ganzen Folgeschäden aufkommt?
    Für mich ist das heute schon ein wenig Feige , wenn man sich so heute vom Acker macht und diese Themen heute nicht aufarbeiten will oder möchte! Schämen Sie sich heute nach so langer Zeit. Auch wurden damals Jungen von Knabenschändern in Etterzhausen missbraucht , aber das Bistum Regensburg schweigt und schweigt zu diesen Themen. Unser damaliger Direx Johann Maier stand damals sehr auf blonde Jungs und heute schämt man sich irgendwie diese Themen anzuschneiden oder aufzuarbeiten.
    Ich finde diese Aktionen vom Bistum Regensburg irgendwie etwas beschämend!
    Dieser heutige Domkapellenmeister Buschener redet heute von der Champions League , aber anscheinend wissen Sie heute nicht , dass die damaligen Jungs von Etterzhausen, wir waren damals auch Domspatzen , wir eben alles damals auch mit aufgebaut haben.
    Heute haben die Regensburger Domspatzen schon das ganze Vermögen der Stiftung Etterzhausen / Pielenhofen auf dem Konto und heute reden Sie von der Champions League! Respekt , dann werden Sie eben nach meiner Meinung mit diesem “ Blutgeld “ eben Glücklich !!!
    Anstatt sich um die damaligen Opfer ausführlich zu kümmern und zu betreuen , soll alles vielleicht vertuscht oder auch nur Tod geschwiegen werden.
    Respekt!
    In diesen Lied von Etterzhausen kann man heute genau das hören was diese Typen uns damals angetan haben.
    Wir wurden damals unter dem Deckmantel der kath. Kirche Regensburg in dieser Stiftung Etterzhausen der Regensburger Domspatzen erzogen und durchgeprügelt.

    http://www.jojasper.de/selbstwert.html

    Anscheinend haben Sie in Regensburg so sehr Angst das vielleicht noch mehr Geheimnisse von damlas an das Tageslicht kommen? Für mich ist dieses ganze Thema eben auch ein großes Fass ohne Boden. Auch wenn der Herr Bischof Müller nicht mehr in REG. regiert , sollte man jetzt heute auch endlich beginnen dieses damalige Thema der Stiftung Etterzhausen der Regensburger Domspatzen auch richtig aufzuarbeiten. Wie sollen wir Jungen von damals heute nach so langer Zeit mit diesen Themen abschlie?en , wenn die Verantworltichen in Regensburg heute in keinster Weise diese ganzen Themen richtig aufarbeiten wollen.
    Wo bleibt eigentlich der richtige Abschlussbericht der Themen Betrug, brachiale Gewalt und Missbrauch von der Stiftung Etterzhausen der Regensburger Domspatzen?

    Hier kann ich noch ein gute Buch empfehlen.

    Wie gehts Herr Pfarrer?
    ISBN: 978 – 3 – 222 – 13314 – 5

    http://www.weltbild.de/3/16415459-1/buch/wie-gehts-herr-pfarrer.html

  • Angelika Oetken

    |

    Preisfrage:

    Welcher Begriff ist der Gesuchte?

    „??????? ist die von Gewinn- oder Machtstreben bestimmte planmäßige Begehung von Straftaten, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit von erheblicher Bedeutung sind, wenn mehr als zwei Beteiligte auf längere oder unbestimmte Dauer arbeitsteilig
    a) unter Verwendung gewerblicher oder geschäftsähnlicher Strukturen,
    b) unter Anwendung von Gewalt oder anderer zur Einschüchterung geeigneter Mittel oder
    c) unter Einflussnahme auf Politik, Massenmedien, öffentliche Verwaltung, Justiz oder Wirtschaft
    zusammenwirken. Der Begriff umfasst nicht Straftaten des Terrorismus.“

    Lösung: ??????? = tätilanimirK etreisinagrO
    Quelle: Gemeinsame Richtlinien der Justizminister/-senatoren und der Innenminister/-senatoren der Länder über die Zusammenarbeit von Staatsanwaltschaft und Polizei bei der Verfolgung der Organisierten Kriminalität In: Richtlinien für das Strafverfahren und das Bußgeldverfahren Anhang E Nr. 2.1. Stand: 2008

  • „Ein Vertrag mit der Kirche ist nichts wert“ | Regensburg Digital

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    […] Stattdessen hat das Bistum Opfer, die sich an die Missbrauchsbeauftragte Dr. Birgit Böhm – eine seit Jahren bei der Kirche abhängig beschäftigte und damit alles andere als unabhängige Psychologin – gewandt hatten, via Serienbrief zu Lügnern gestempelt. […]

  • Kriminologe pfeift auf katholische Klagedrohung | Da Hog'n - Onlinemagazin ausm Woid

    |

    […] In dem knappen Zwischenbericht, den die Diözese im Jahr 2011 vorgelegt hat, ist für den Zeitraum zwischen 1945 und 2010 von „sexuellen Straftaten gegen 78 Minderjährige“ die Rede. Insgesamt zehn Geistliche hätten diese Taten begangen und seien, das wird betont, alle „gerichtlich verurteilt“ worden. Darüber hinaus, so heißt es weiter, „fanden sich in den Akten keine neuen Hinweise, die nicht schon juristisch verfolgt worden wären“. Sieber spricht dagegen auf Basis der im Archiv gesammelten Unterlagen und Recherchen, die er zusammen mit anderen anstellt, von „40 bis 50 Fällen“. Nicht in der gesamten Diözese, sondern allein bei den Regensburger Domspatzen. Nicht für den Zeitraum von 65 Jahren, sondern allein „zwischen dem Ende der 50er bis zur Jahrtausendwende“. Wie die Diözese mit solchen Fällen umgeht, ist zumindest teilweise bekannt: Die Opfer werden vertröstet, hingehalten, abgewiegelt (Mehr dazu). […]

  • Prügelknabe

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    Am 04.03.2013 um 20.15 Uhr
    kommt auch zum Thema ein
    sehr interessanter Film im ZDF.

    Fernsehfilm „Und alle haben geschwiegen“

    ZDF, 04.03.2013, 20:15 Uhr

    Berger, Habich, von Rittberg, Stoll, Zahavi.

    Drill & Züchtigung im Namen des Herrn

    http://www.tittelbach.tv/programm/fernsehfilm/artikel-2398.html

  • Angelika Oetken

    |

    @Prügelknabe:

    Danke für den Hinweis auf den Film.

    Wenn man bedenkt, dass ein Kernelement traditionellen Christentums die Kontrolle der männlichen und die Instrumentalisierung der weiblichen Sexualität ist, dann verwundern diese Prügel- und Demütigungsorgien durch „christliches“ Personal gar nicht.
    Kontrollieren bzw. Unterdrücken von sexuellen Impulsen gelingt nämlich unter Anderem dadurch, dass man sie umleitet. Bestenfalls indem man wertvolle Dinge tut, z.B. sich um andere kümmert oder etwas Besonderes schafft, meistens wird aber ein anderer Weg gewählt.
    Nämlich der Ersatzhandlungen aus dem sadomasochistischen Spektrum zu vollziehen. Bevorzugt indem man vermeintlich Schwächere drangsaliert.
    Mütter und Väter tun das, indem sie vorgeben, ihre Kinder zu „pflegen“ oder zu „erziehen“ und in Wirklichkeit nichts Anderes tun, als sie zu missbrauchen.
    Pädagogisches oder theologisches Personal handelt ähnlich.

    Will heißen: die Schwestern in dem Film waren unter medizinisch-therapeutischen Gesichtspunkten krank. Mit großer Wahrscheinlichkeit waren auch sie als Kinder drangsaliert und gefoltert worden, oft auf sexualisierte Art.
    Und genau das gaben sie weiter.

    Das eigentlich Perverse – neben den Misshandlungen – ist, dass die Nonnen das als Menschenfreundlichkeit und „Liebe“ ausgaben.

    Ob sie selbst wohl auch daran geglaubt haben?

    Was für ein kaputtes, krankes System.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken

  • Filmtipp: Der Weltverdruss | Regensburg Digital

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    […] vor über drei Jahren versprochenen Abschlussbericht gibt es nicht. Die Empfänger des demütigenden Serienbriefs („Wir konnten (…) Ihre Aussagen zur Frage eines sexuellen Missbrauchs nicht nachvollziehen. […]

  • Angelika Oetken

    |

    „Demütigung in Serie“,

    dann sollte man mit den Verantwortlichen in einer Sprache sprechen die sie gut beherrschen und noch besser verstehen.

    https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2013/_10/_23/Petition_46498.mitzeichnen.html

    Man braucht (nur) 50.000 Mitzeichner (bis Ende Nov. ) um das Quorum zu erreichen.

    Text der Petition

    Der Deutsche Bundestag möge beschließen…die Staatsleistungen, sog. Dotationen an die Kirchen einzustellen.

    Begründung

    Die Bundesrepublik Deutschland zahlt aufgrund geschichtlicher Ereignisse aus dem 19. Jahrhundert (1803, also mehr als 200 Jahre lang) eine jährliche Staatleistung/Dotation an die Kirchen in Deutschland. Diese Regelung geht tatsächlich auf vereinbarte Ersatzzahlungen zwischen Staat und Kirche zurück aus dem Jahre 1803.

    Gem. Art 140 GG ist der Art 138 der Weimarer Reichsverfassung Bestandteil des Grundgesetz.
    Art 138 WRV:
    (1) Die auf Gesetz, Vertrag oder besonderen Rechtstiteln beruhenden Staatsleistungen an die Religionsgesellschaften werden durch die Landesgesetzgebung abgelöst. Die Grundsätze hierfür stellt das Reich auf.
    (2) Das Eigentum und andere Rechte der Religionsgesellschaften und religiösen Vereine an ihren für Kultus-, Unterrichts- und Wohltätigkeitszwecke bestimmten Anstalten, Stiftungen und sonstigen Vermögen werden gewährleistet.

    Durch die Einstellung dieser Zahlung könnten jährlich mehrere Millionen Euro eingespart werden, denn die Gehälter von Bischöfen, Priestern und Vikaren werden von Steuergeldern bezahlt. Völlig unabhängig von der Kirchensteuer.

    Mit freundlichen Grüßen aus Berlin-Köpenick,
    Angelika Oetken

  • Vertuschung „um der Barmherzigkeit Christ willen“ | Regensburg Digital

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    […] Regensburger Verhältnisse freilich kennt Ackermann – zumindest zum Teil. Er weiß von den Serienbriefen, mit denen Missbrauchsopfer hier der Lüge bezichtigt und abgewiesen wurden. Er weiß von Klagedrohungen und verweigerter Unterstützung. Die Mutter eines Betroffenen hatte […]

  • Missbrauchsbeauftragter bekam Zahlen vorgelegt » Regensburg Digital

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    […] unserer Redaktion bei Empfängern jener wortgleichen, von Generalvikar Fuchs unterzeichneten Serienbriefe, mit denen das Bistum mehrere Betroffene der Lüge bezichtigt hatte, („Wir konnten (…) Ihre Aussagen zur Frage eines sexuellen Missbrauchs nicht […]

  • Die Akte Regensburger Domspatzen » Regensburg Digital

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    […] tot zu sein.“ Georg Auer bricht zusammen, als er das sagt. In dieser Doku spricht der 63jährige, über dessen Fall Regensburg Digital 2012 berichtete, zum ersten Mal öffentlich über die dunkelste Zeit in seinem Leben. Mit neun Jahren kommt Georg […]

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