Ex-Domspatz fragt: Wo bleibt der Bericht zu Gewalt und Missbrauch?

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„Was wollen Sie denn noch? Wir haben Ihnen doch zugehört.“ Das war das letzte, was Udo Kaiser von der Diözese Regensburg gehört hat. Seitdem wartet er. Auf einen Bericht zu den Fällen von Gewalt und Missbrauch im Bistum. Auf eine offizielle Entschuldigung. Auf ein Statement von Gerhard Ludwig Müller. „Bisher muss ich mir ja vom Bischof sagen lassen, ich würde den Ruf der Regensburger Domspatzen beschmutzen.“

Kaiser ist das, was man extrovertiert nennt. Ein kommunikativer und fröhlich wirkender Mensch. Erfolgreich als Tenor und Schauspieler. Leidenschaftlicher Pädagoge. Nur ein Mal kommen ihm bei unserem Gespräch kurz die Tränen – als er sagt: „Es hätte das Paradies sein können.“

Der 62jährige zählt – um mit Bischof Müller zu sprechen – zu den „Vorgängen aus alter Zeit“. Zu jenen, denen die Medien auf dem Höhepunkt der Missbrauchsdebatte Platz eingeräumt haben, deren Schicksal aber mittlerweile kaum noch auf Interesse stößt und für das in der katholischen Kirche niemand die Verantwortung übernehmen will, von Entschädigung ganz zu schweigen.

Lang ist’s her: Clemens Neck und Birgit Böhm bei einer Pressekonferenz Mitte März zu den Missbrauchsfällen im Bistum Regensburg. Ein Abschluss- oder Zwischenbericht lässt seitdem auf sich warten. Foto: Archiv

1956 kam Kaiser als Achtjähriger an die Domspatzen-Vorschule nach Etterzhausen und war von Beginn an mit dem konfrontiert, was er heute „das alltägliche Grauen“ nennt – die Allgegenwart körperlicher Gewalt. „Ein Lachen, ein Wort, eine falsche Bewegung – schon hagelte es Schläge mit der flachen Hand, der Faust, dem Rohrstock. Oder man wurde schon am Morgen ausgewählt, um am Abend für irgendeine Verfehlung bestraft zu werden.“

Geprügelt haben alle, erzählt Kaiser. Angefangen vom Internatsdirektor, einem ehemaligen Wehrmachtsoffizier und Priester, über die Präfekten bis hin zu den älteren Schülern. „Die von oben verordnete Gewalt hat sich einfach fortgepflanzt. Daran können oder wollen sich viele bis heute nicht erinnern.“

Das ging auch so weiter, als Kaiser zwei Jahre später auf das Domspatzen-Gymnasium versetzt wurde. „Da gab es einen prügelnden Choralschola-Leiter, der einem Schüler das halbe Ohr abriss, Priesterpräfekten, die einen in der Studierzeit über die Pulte schlugen und einen Domkapellmeister, der uns die Noten mit den Fäusten einbläute.“ Bei den Chorproben übernahmen es häufig die älteren Männerstimmen, die jüngeren Domspatzen bei Fehlern mit Watschn zu „disziplinieren“. Vor einer Konzertreise holte der Domkapellmeister den damals zehnjährigen Kaiser zu einer Probe in den Chorsaal. „Dort musste ich a-capella das gesamte Konzertprogramm vorsingen und wurde bei jedem Fehler mit Fäusten und Füßen unter den Flügel geprügelt.“

Doch das schlimmste Erlebnis stand Kaiser damals erst noch bevor. Bei einem nächtlichen Kontrollgang erwischte der diensthabende Präfekt ihn beim Schwätzen. „Er befahl mich in sein Zimmer. Dort musste ich meine Schlafanzughose bis zu den Fußknöcheln herunterlassen, mich bücken, meinen Kopf zwischen seine Oberschenkel stecken, um dann mit dem Rohrstock malträtiert zu werden. Bei jedem Stockhieb verhärtete sich sein Glied und er rieb sich an meinem Nacken. Schnaufend und schwer atmend.“

Immer wieder hat Kaiser später diese Erlebnisse angesprochen. Bei Ehemaligentreffen konfrontierte er ehemals ältere Mitschüler damit, dass sie ihn als Jüngeren verprügelt hätten. Die Reaktion: Verleugnen, Schweigen, Hohn und Spott. Über Jahre wurde er anschließend nicht mehr zu solchen Treffen eingeladen.

Als es dann in diesem Jahr zu einem regelrechten Dammbruch kam, auch die Gewalt bei den Domspatzen öffentlich wurde, sich immer mehr Opfer zu Wort meldeten und es schließlich das Angebot der Diözese gab, sich bei der Missbrauchsbeauftragten Dr. Birgit Böhm zu melden, war das für Kaiser befreiend. Er nahm Kontakt auf. In einem gemeinsamen Gespräch mit Böhm und dem zuständigen Domkapitular Johannes Neumüller konnte Kaiser sich alles „von der Seele wälzen“, wie er sagt.

„Ich war begeistert von dem Gespräch. Es gab große Worte, Entschuldigungen, das Versprechen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Dann habe ich nichts mehr von der Diözese gehört.“ Kaiser schrieb Briefe, telefonierte, wurde immer wieder vertröstet und hingehalten. „Doch bis heute gibt es kein Untersuchungsergebnis. Bis heute gibt es keine offizielle Entschuldigung durch den Regensburger Bischof und die Institution Regensburger Domspatzen.“ Die aktuelle Leitung der Domspatzen nimmt Kaiser dabei ausdrücklich in Schutz. „Offenbar hat die Kirche dem Domkapellmeister und dem Chormanagement einen Maulkorb verpasst.“

In dem Gespräch mit Böhm und dem Domkapitular seien große Hoffnungen geweckt worden, so Kaiser. Dass nun nichts passiere und er mit dem Satz „Wir haben Ihnen doch zugehört“ abgespeist werde, sei eine große menschliche Enttäuschung.

Einen Bericht zu den Missbrauchsfällen, wie ihn etwa die Erzdiözese München und Freising vor wenigen Tagen vorgelegt hat, gibt es im Bistum Regensburg bis heute nicht. Damit gehört Regensburg zu den verschwiegensten Bistümern in Bayern. Eine entsprechende Nachfrage unserer Redaktion, die knapp eine Woche zurück liegt, hat die bischöfliche Pressestelle bis heute nicht beantwortet.

Zuletzt teilte Sprecher Clemens Neck im Oktober mit, dass man „noch nicht mit wirklich belastbaren Zahlen oder anderen Fakten dienen“ könne. Update: Diese Aussage hat Neck am Mittwoch gegenüber dem Regensburger Wochenblatt in modifizierter Form wiederholt. Gegenüber Kaiser behauptete das Bistum, er sei der einzige, der an die Öffentlichkeit gehen wolle. Das Ergebnis ist dasselbe: Schweigen.

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Kommentare (35)

  • Veits M.

    |

    Das hohe C: Schweigen

    Ist das die „christlich-jüdische Leitkultur“, von der MP Seehofer in diesen Tagen sprach?
    Ist nicht auch in dessen Partei das Gesetz des Schweigens das Geheimnis der Geschlossenheit, die vormals als Erfolgsgarantie galt?
    Dahin!

  • Corelli

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    „Was wollen Sie denn noch? Wir haben Ihnen doch zugehört.“

    Ja, sie haben zugehört – so wie ein Öltanker einem Fisch zuhört.

  • sven

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    was hilft denn ein bericht wie in münchen?
    es passiert ja doch nichts (also im sinne von strafverfolgung der täter und/oder entschädigung der opfer)

    hierzu ein link
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33782/1.html

    oder sollte man nach der art und weise wie in regensburg mit der causa riekofen verfahren wurde, irgendetwas anderes erwarten, als das die zuständigen kleriker schweigen und versuchen die berichterstattung abzuwürgen??

  • Ett.Goggs

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    Man lebt einen jeden Tag mit dieser erlebten Gewalt

    Diese erlebte Gewalt von damals, die wir in Etterzhausen einen jeden Tag haben ertragen müssen, begleitet mich einen jeden Tag! Bis heute hat sich niemand von der kath. Kirche aus Regensburg,
    Stiftung Etterzhausen/ Pielenhofen, auch kein Bischof Müller ,bei uns den Opfern großartig entschuldigt.
    Ich wollte damals auch eine gediegene Ausbildung und eine charakterliche Förderung, so wie es auch damals in dieser Domspatzenwerbung stand , aber abbekommen haben wir nur diese brachiale Gewalt! Wir hatten damals keine schöne Kindheit und heute nach so langer Zeit, lebt man einen jeden Tag mit dieser erlebten Gewalt.!
    Unsere Eltern hatten sich unsere damaligen Pensionskosten vom Munde abgespart, was damals auch viel Geld war , daher meine heutige Frage: Wo ist das ganze Geld damals wirklich hingegangen?
    Es heißt , man hat damals eine große Erbschaft gemacht , und heute im 21. Jahrhundert sollen auch
    noch Mietshäuser in REGENSBuRG stehen.
    Wenn dem wirklich so ist , dann ist doch eigentlich genügend Geld für die Opfer da , oder ?
    —– —- —– —– —– —– —– —– —– —– —– —– —– —– —– —– —– —– —– —– —– —– —– —– —–
    Anstatt respektvoll mit diesem Thema umzugehen, werden wir Kinder von damals heute nach so
    so langer Zeit , eigentlich nur durch den Fleischwolf gedreht, wie ich finde , und nach meiner Meinung dann einfach nur in eine Ecke abgestellt ?
    ———————————————————————————————————————————————-
    Ja was sollen Sie denn ?
    Sie dürfen reden , man hört Ihnen zu und sind immer noch nicht zufrieden ! ?
    Daher auch diese zwei Telefonnummern von der Frau Böhm + A.Glasshofmann ?
    Man muss nach meiner Meinung diese Themen Reg. Domspatzen + und die Gewaltszenarien aus Etterzhausen, ganz ganz einfach seperat und einzeln behandeln.
    Man stelle sich bitte eines vor: Damals wurden auch viele kleine Kinder so hart geschlagen , nur
    weil Sie einen evangelischen Glauben hatten!
    Ich verstehe überhaupt nicht , warum der Bischof Müller eigentlich alles nur in einen Topf wirft.
    Das Thema Riekofen , wo dieser kleine Junge missbraucht wurde, gehört hier überhaupt nicht her ,
    also hat auch dieses Thema mit den Reg.Domspatzen und der Stiftung Etterzhausen / Pielenhofen
    auch nichts damit zu tun!
    Der Herr Bischof Müller muss sich bitte zum Thema Rickhofen auch selber äußern , denn wir haben diesen Priester damals nicht nach Riekofen geschickt !
    Lange Rede und kurzer Sinn:
    Ich finde , man muss jetzt einmal bitte auch Nägel mit Köpfen machen , denn diese Kinder von damals , die unter anderem in Etterzhausen für diese Institution so sehr den Kopf hingehalten haben, haben auch heute
    eine großartige Entschuldigung und auch etwas besseres verdient!
    Wir kleinen damaligen unschuldigen Schutzbefohlenen standen damals in der Obhut der Kirche und vor allem , auch in der Obhut des jeweiligen Bischofs von Regensburg.
    Daher muss sich der Herr Bsichof Müller auch einmal zu diesem Thema Etterzhausen auch großartig einmal bekennen! Herr Bischof Müller , diese Institution hat damals meine ganze Zukuft mit beeinflußt , und heute nach so langer Zeit , muss ich einen jeden Tag mit dieser damaligen erlebten Gewalt leben.
    Und eine große Frage ist für mich hier auch immer noch offen und immer noch nicht beantwortet:
    Warum durfte der Direktor Monsignore Johann Meier , der ja auch Priester war , so so lange in Etterzhausen kleine Kinderseelen quälen ?
    Warum?
    Seit vielen monaten wird jetzt nur geredet und es bewegt sich leider nichts.
    Lieber Herr Bischof Müller: Bitte tun Sie endlich etwas, damit wir die kleinen Kinder von damals ,
    die ja goßartig für diese Institution , Stiftung Etterzhausen / Pielenfofen , den Kopf hingehalten haben,
    endlich auch ein wenig mit diesem Thema abschließen können!

    cu

  • Paul M.

    |

    Typisch, typisch, typisch!

    Immer auf die kirchlichen Einrichtungen draufschlagen, das gibt fette Schlagzeilen, nicht wahr?

    96% der Missbräuche finden in den Familien statt!

    Ist das nicht schrecklich … der Täter stets im eigenen Haus und Familienmitglied?
    Weshalb berichtet die Medienmeute darüber denn nicht?
    Auch an staatlichen Schulen und in Sportvereinen gab und gibt es Missbräuche….die Presse schweigt!

    Ich glaube den weltlichen Medien kein Wort mehr in dieser Angelegenheit, der Zweck der Altliberalen Alt-68er-Sprösse ist doch klar….! (………!)

    Wichtig!
    Die Fälle aus den 50-er-Jahren haben auch die staatlichen Behörden zu verantworten!!!
    Züchtigungen bei der Erziehung war in den 50ern noch erlaubt, auch später noch.
    Jeder 60 oder 70-Jährige weiß davon zu berichten, wie oft der Rohrstock im Unterricht an staatlichen Einrichtungen zum Einsatz kam!

    Soll der Staat doch zahlen, der diese Gesetze gemacht hat!

  • Siegbert

    |

    Eine Entschuldigung würde ein Schuldeingeständnis voraussetzen. Der Glaube verhindert das, indem er den Gläubigen darin hält, dass im Glauben nur das Gute sein könne. Es ist eigentlich nicht erstaunlich, aber spielt hier eine entscheidende Rolle: Bischof Müller glaubt wirklich tatsächlich, dass seine Kirche von Gott eingesetzt und beseelt ist, so dass es zwar menschliche Schwächen in der Institution geben könne, letztlich aber jede Kritik an der Kirche seines Glaubens den Glauben und Gott selbst kritisieren würde. Gott ist aber identisch mit dem Guten, deshalb auch seine Kirche, und es kann keine Entschuldigung in Dingen geben, in denen der Glaube involviert ist, der ja nur Ausdruck des Strebens nach dem perfekt Guten sei.
    Die damaligen „Erziehungs“methoden sind der Bibel und Gottes Wort nicht so fremd, daher könne es im Grunde auch nicht so schlecht gewesen sein, ist offenbar die unterschwellige Meinung des Bischofs und anderer besonders konservativer Vertreter der Kirchen und des Glaubens. Und deshalb kann sich nichts bewegen.
    Es ist sogar so, dass der Glaube an den biblischen Gott (vor allem des AT) in seiner Beziehung zwischen Mensch und Gott gar nicht so unterschiedlich zu der Beziehung eines Missbrauchsopfers zu seinem Vater/Peiniger/Erzieher ist.
    Natürlich gibt es auch vor allem in liberalen theologischen Kreisen ganz andere Gottesbilder, die aber fast nichts mehr mit der Bibel zu tun haben und darauf gegründet sind, dass die Vertreter solcher Gottesbilder ihre kulturelle Heimat nicht verlassen wollen oder können.
    Gläubige Vorstellungen schützen sich gegen Zweifel und Kritik und haben viel mit Gefühlen zu tun. Irrationale Überzeugungen lassen sich nicht so leicht ändern und wehren sich gegen Einsicht. Für einen eher rational denkenden Menschen ist es kaum vorstellbar, dass es das wirklich tatsächlich gibt, und jede Verwunderung über das Verhalten mancher Kirchenverteter ist Ausdruck dieses Dissens.

  • Das Übliche

    |

    Prügelnde Nonnen habe ich als Kind auch kennen lernen dürfen. Ich war als Kind (7 Jahre) mit Blasenschwäche im Krankenhaus. Nach einer bestimmten Uhrzeit durfte man als Kind nicht mehr aufstehen. Also auch nicht auf Toilette gehen. Gleich am ersten Tag wurde ich „erwischt“, verprügelt, und ohne auf Toilette gehen zu dürfen wieder in’s Bett befohlen. Ich musste dann in’s Bett machen, wofür ich am nächsten Morgen gleich wieder gedemütigt wurde. Ich hatte übrigens keine Chance, auf meine Blasenschwäche hinzuweisen. Das war den Nonnen total egal. Dies blieb so während 3 Wochen. Seitdem weiß ich: Katholizismus ist ein Haufen menschenverachtende Nazischeiße!!!
    Haltet Eure Kinder vor katholischen Priestern und Nonnen fern!!! Um Eurer Kinder willen.
    Meidet katholische Kinderkrankenhäuser!

  • Sepp

    |

    Der Kommentar wurde von der Redaktion gelöscht.

  • Veronika

    |

    Wir schweigen, bis der Papst kommt? Aber „Hallo“, der kommt im nächsten Jahr sehr sicher nicht nach Regensburg und lässt sich dort mit keinem Kleriker sehen! Sicher!

  • Paul M.

    |

    @ Das Übliche:

    Es tut mir leid, dass Sie als Kind schlechte Erfahrungen gemacht haben!
    Aber die machte mann auch an staatlichen Institutionen!
    Doch das ist den Medienmachern keine Schlagzeile wert, so ist das!

    In meiner Schule wurden die Stilleren oft auf dem Schulhof von den Rabauken der
    68er-Revolte-Eltern verprügelt, kein Lehrer oder Erzieher half!

    Was ist nun schlimmer?

    Überall gibt es Menschen, die für einen pädagogischen Beruf ungeeignet sind, in der Schule, im Sportverein, auch in der Kirche!

    Deswegen ist die kirchliche Lehre aber nicht automatisch schlecht, das zu behaupten ist naiv und dämlich! Die 10 Gebote können nicht verletzen!

    Oder sind jetzt alle Deutschen Nazis, nur weil einige Landsleute unselig das Land missbraucht und Schrecken verbreitet haben.
    Verstehen Sie?

    Nur weil Boris Becker ein Ehebrecher war, ist der Tennis-Sport also abgrundtief zu hassen und von Kindern fernzuhalten?

    Nein, so darf man nicht argumentieren!

    Verehrter Herr DAS ÜBLICHE, ich wünsche Ihnen die seligmachende Gnade der Umkehr zu GOTT und seiner Heiligen Katholischen Kirche, heute, denn Sie sind es wert, von GOTT geliebt zu werden!
    Er tut es, horchen Sie in sich!

    Alles Gute!

    Paul M.

  • W.Müller

    |

    Verehrter Herr Paul M
    Nach dem Lesen ihrer Kommentare in der Sache sind sie der offensichtlich der Obervertuscher in der Diözese Regensburg oder gehören zu der Fraktion, wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe. (Vertuscher sind für mich genauso schlimm wie die Kindsmissbraucher).
    Ihre kindischen Vergleiche mit Nazis und Boris Becker et. sind auf dem Niveau von Bischof L.Müller, der noch immer nicht begriffen hat, dass er in dieser Sache nicht Richter, sondern dem nachgewiesen ist, seiner Verantwortung, über eine große Anzahl ihm unterstellter pädophiler Diener Gottes nicht nachgekommen zu sein und diesen Menschen den Umgang mit Kindern zu verbieten. Diese Kinderficker haben unvorstellbares, nicht wieder gut zu machendes Leid über diese Kinder gebracht,ihr Leben zerstört um ihre Geilheit zu befriedigen. Lesen sie mal auf dem Internetforum von Norbert Denef, welche unvorstellbaren Leiden dort geschildert werden. Die angesehene Presse wie Süddeutsche, Spiegel ( siehe Planet des Schreckens) wurden massiv wegen angeblichen Missbrauchs der Pressefreiheit von Bischof Müller angegriffen und ebenfalls Nazivergleiche angeführt als sie es wagten derartige Vorgänge zu veröffentlichen. Anstatt dieses Leid zu lindern und über Wiedergutmachung ( Entschuldigung reicht nicht) zu verhandeln, versucht er nun durch Abmahnterror und Klagen ( ebenso wie der zwangsentfernte Kollege Mixa) die Menschen unter Druck zu setzen und einzuschüchtern. Blasphemie und das Mittelalter gibt es nicht mal mehr in Regensburg, Alois Hundhammer gibt’s auch nicht mehr. Alle Menschen, die es wagen, über die begangenen Schweinereien zu sprechen, werden von ihnen und der Kirche als Feinde der Kirche bezeichnet . Es ist genau umgekehrt, denn eine große Zahl aus der Kirche Ausgetretener ist wegen des maßlosen Auftretens des Bischof L.Müller aus der Kirche ausgetreten.
    Mutigen Journalisten wie Stefan Aigner ist es zu verdanken, dass diese Schweinereien nicht vertuscht werden können,
    vielen herzlichen Dank Herr Aigner

    W.Müller

  • Siegbert

    |

    @ Paul M
    „Die 10 Gebote können nicht verletzen!“
    Doch, das können sie. Sie sehen nicht die Zusammenhänge, deswegen ist es verständlich, dass Sie meinen, es gäbe keine.
    Es geht um die menschliche Psyche, um Selbstverleugnung, und um Immunisierung gegen Kritik.

    @W.Müller
    Sie wundern sich über die Meinung von Paul M und konstruieren sich Erklärungen, wie sie wohl begründet ist („wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe“).
    Die Nazivergleiche von Paul M und Bischof L. Müller sind einfach Folge des Gefühls von unberechtigtem Verfolgtsein. Aus dieser Perspektive färbt die Kritik am Verhalten der Missbraucher und Vertuscher ungerechtfertigterweise auf die Institution ab, in der das (natürlich auch neben anderen Institutionen) geschehen ist. Aber diese Institution ist aus deren Sicht untrennbar mit ihren Überzeugungen, ihrem Glauben verbunden. Sie sind einfach davon überzeugt, dass er wahr und gut ist. Ja, tatsächlich. Er ist für sie über weltliche Dinge erhaben. Sie fühlen sich in ihrem Heiligsten und Innersten angegriffen, wenn Argumente vorgebracht werden, die die Institution oder den Glauben in ein negatives Licht rücken.
    Je stichhaltiger diese Argumente sind, desto größer muss die Anstrengung sein, die Überzeugungen trotzdem aufrechtzuerhalten, weil es ihnen scheint, ein Verlassen der Überzeugungen wäre gleichbedeutend mit Aufgabe ihrer Identität.

  • Alexander Gruber

    |

    Der Vatikan hat diesbezüglich eine Instruktion am 29.11.2005 erlassen. Er bemüht sich also um Schadensbegrenzung.

  • W.Müller

    |

    Lieber Herr Siegbert
    Sie haben die Angelegenheit perfekt analysiert. Leute wie Paul M , Bischof Müller oder sein Kollege Mixa empfinden keinerlei Unrechtsbewusstsein, sie verstecken sich hinter ihrem Glauben, der sie fast 2000 Jahre vor jeglicher Kritik und Verantwortung geschützt hat. Es ist der gleiche Wahn, der solche Menschen ohne jegliche Gewissensbisse veranlasst hat, einen Scheiterhaufen anzuzünden und unschuldige Menschen unter unvorstellbaren Qualen zu verbrennen, weil sie nicht an schwachsinnige Dogmen wie Jungfrauengeburt, trotz vorheriger Geburt von 4 Kindern, glaubten. ( Die auch angesehene Theologie Studienkollegen von Josef Ratzinger, wie Prof. Küng und Frau Prof. Ranke Heinemann noch heute nicht glauben und deshalb ihren Lehrstuhl für Theologie verloren) Jan Hus wurde trotz Zusage freiem Geleit auf dem Konzil in Konstanz verbrannt wegen derartiger läppischer Dogmen mit darauffolgenden Hussitenkriegen.
    Es ist der Gotteswahn, der solche Leute erfasst hat ( ebenso wie der Rassenwahn Hitler erfasst hatte, mit Millionen unschuldiger Toten) und jegliche moralische Bedenken unterdrückt, für jeden denkenden Menschen völlig unverständlich. Diese Menschen haben Nichts außer diesem Wahn, der wöchentlich in der Kirche aufrecht erhalten wird und der wie sie richtig bemerken mit allen Mitteln verteidigt wird. Die Bibel, ihr Lehrbuch für Schaf und Ziegenhirten vor 3000 Jahren in der Wüste ist ihre Legitimation.
    ( rachsüchtig, eifersüchtig, grausam, frauenfeindlich und gemäß Analyse eines der gescheitsten Menschen unserer Zeit, Prof. Richard Dawkins)

    Zitat Papst Pius XII. (Seligsprechung geplant von Joseph Ratzinger):“ Ich wünsche dem Führer nichts sehnlicher als einen Sieg.“

    Zitat von Blaise Pascal: Die Menschen tun nie so vollständig und fröhlich etwas Böses, als wenn sie es aus religiöser Überzeugung tun.

    Nochmals vielen Dank für ihre Analyse und bedenken sie:Weihnachten hat Nichts mit der Geburt Jesus zu tun, es ist ein Fest unserer Vorfahren, weil die Sonne zurückkehrt und die langen kalten Nächte verschwinden.

    W.Müller

  • Gregor

    |

    @Veronica:
    wenn er doch kommt, stehe ich mit einem Korb roter Tomaten am Straßenrand und wenn ich auch nur sein gepanzerten Wagen erwische, so kriegt er auf alle Fälle Romatomaten geliefert.

  • Veronika

    |

    >W.Müller:

    Es wäre ja so schön, wenn Sie wenigstens mit dem „Gotteswahn“ richtig liegen würden. Ich glaube mittlerweile eher, dass es nur ums Geld geht. Nur darum, den dummen, armen Fabrikarbeitern (Jede/r andere sieht ja zu, keine Kirchensteuer und auch sonst nichts an die Kirche/n abgeben zu müssen! Pfarrer habe ich übrigens überhaupt noch nicht spenden sehen!) weiter Geld aus der Tasche zu ziehen. Sogar Hartz IV-Empfänger sollen ja monatlich nahezu „den Zehnten“ (in Bayern sind es wohl 8%) abgeben müssen.

  • Paul

    |

    Liebe Veronika!

    Was ist mit Ihnen geschehen, dass Sie Ihre Mitmenschen so hassen?

    Von der Kirchensteuer werden auch Hilfsprojekte möglich, um Katastrophenopfern schnell und unbürokratisch helfen zu können!
    Wer ist als Erstes vor Ort, wenn Umwelt- oder andere Katastrophen in der Ferne zugeschlagen haben? Die Kirche!

    Veronika, mit Ihrem geizigen Nichtzahlen der Kirchensteuer erhöhen Sie persönlich die Not der Ärmsten auf der Welt! Und das propagieren Sie auch noch an Weihnachten…
    Traurig!

    Zu den Pfarrern:
    Wenn Sie, als Atheistin, nicht in die Kirche gehen und keine Geistlichen persönlich kennen, dürfen Sie nicht über deren Spendenfreudigkeit urteilen! Das gehört sich nicht.

    Unsere Geistlichen helfen seelsorgerisch und eben auch materiell, wo sie nur können!

    Sie tun den Menschen ein Unrecht an, bitte kehren Sie um, vom Hass zur Liebe GOTTES, welche durch die HEILIGE KATHOLISCHE KIRCHE verkündet wird!

    Gehen Sie doch zu Weihnachten einmal in die Kirche, vielleicht kommen Sie mit freundlichen Christen und Priestern ins Gespräch?

    Frohe Weihnachten!

  • Veronika

    |

    @Paul: Danke für die aufmunternden Worte, vor allem aber für die Bekehrungsversuche!
    Sie werden sich vielleicht wundern, aber ich bin katholisch, genauer gesagt „römisch-katholisch“. Vielleicht ist dies in Deutschland aber das grösste aller Probleme, denn mit Rom, mit dem Vatikan, mit dem, was man in der Röm.-Kath. Kirche „Glauben“ nennt, hat die Festveranstaltung namens „Kath. Kirche Deutschland“ leider nicht mehr viel zu tun.
    Helfen tun alle! Die Kirche ist da nur schneller vor Ort, weil man den Drang zur „Missionierung“ hatte und hat. Geben Sie das ganze Geld, welches den Kirchen gegeben wird irgendeiner anderen Organisation, dann ist diese auch „schneller vor Ort“.
    Gespräche mit Priestern führe ich regelmässig! Bis auf einige wenige dieser Gattung, erlebe ich in Deutschland aber nur „Dollar-Zeichen“ in deren Augen. Hätte so Mancher dieser Klientel wirklich auch einen anderen Beruf als „Priester“, einen bei dem man nicht eine Organisation wie die Kirche hinter sich wähnt, ergreifen können? Ich glaube nicht!
    Wieso kommen Kurienkardinäle im Vatikan mit viel weniger monatlichem Salär aus, wie sich deutsche Bischöfe vom Staat bezahlen lassen?
    Ausserdem: „Weihnachten gibt es nicht!“ Da muss ich ausnahmsweise sogar unseren christlichen Mitbrüdern der sog. „Wachturmgesellschaft“ zustimmen, die ja wieder mit einer Zeitungsartikel-Kopie jener damaligen Aussage/ Richtigstellung von Johannes Paul II. „hausieren“ gehen sollen. Es ist das Fest/ der Gedenktag der Geburt unseres Herrn Jesus Christus, und was macht die Kath. Kirche vor allem in Deutschland daraus? Ein „Spendensammelfest“. Es gibt schon lange das Internet. Warum hat man keine Möglichkeit mal per Webcam etc. bei den Spendenempfängern persönlich nach dem Erhalt der Spenden nachzufragen? Genau! Hier bringt man Leute in abhängige Arbeitsverhältnisse, hilft damit auch anderen Leuten im Ausland, die man – wie z. B. in Afrika und Indien „missionieren“ will, damit ja nur nicht die bösen Chinesen oder sonstjemand zuvor kommt. Da könnte ich Ihnen – ist übrigens in Vorbereitung – einen hunderte Seiten langen Schmöker schreiben.

  • Veronika

    |

    @Paul – Zusatz:

    Weil wir morgen einen denkwürdigen Tag begehen, noch einen kleinen „bedenkenswerten“ Zusatz:

    Wie wäre es mal, wenn sich die Kath. Kirche in Deutschland mit deren geistlichen Vertretern einen etwas anderen Sprachgebrauch angewöhnt: Von Hass, Verleumdung, Drohung etc. hat man hier alle entsprechenden Vokabeln im Repertoire. Aber von „Verständnis, Vergebung, Barmherzigkeit, Einfühlungsvermögen“ etc. habe ich hier noch nichts gehört. Zum „nahezu besten Vertreter“ der KKD in Deutschland hat sich mittlerweile hat der Regensburger Bischof „gemausert“. Von „liberal“ über „superliberal“, mit der Einladung an eine Frau Kuby wieder „erzkonservativ a là Opus Dei“, jetzt wieder „ökomenisch“ hat der ja mittlerweile alles im Angebot. Wie ich vernehmen konnte, ist man sogar im Vatikan noch „betender“ geworden, denn jeden Tag sollen mindestens zwei Dankgebete extra geplant sein, dass man sich hier nicht einen derart „neuen Kurienkardinal“ ins Haus geholt hatte.

  • grace

    |

    Was mich mal interessieren würde:
    Können Kinderficker in den Himmel kommen?

  • Veronika

    |

    Lieber Herr Kaiser,

    ich bedauere sehr, dass Sie noch nichts von der Diözese Regensburg gehört haben. Dort dauert Alles etwas länger, vor allem wenn es um die Dinge um die Domspatzen geht. Sie wissen schon warum hier (noch) keine belastbaren Fakten vorliegen, weil …. Na, Se kennen doch die Geschichte um den Präfekten Georg Z., die – wie man mir jetzt bereits mehrfach erzählte – noch einige Jahrzehnte weitergegangen ist. Nicht mehr bei dem Domspatzen, wie mir berichtet, sondern anderswo, wo man Dümmere gefunden haben soll. Jetzt gab man sich Mühe aus dem „Georg“ einen „Friedrich“ zu machen.

  • W.Müller

    |

    Hallo grace
    Vielen Dank für ihr Interesse. Ihre Frage an mich, bezüglich der christlichen Kinderficker, inwieweit diese in den Himmel kommen, ist von einem der gescheitesten Menschen die es je gab, Albert Einstein bereits beantwortet:“ Sie können schon deshalb nicht in den Himmel kommen, weil es keinen Himmel in christlicher Form gibt.“ Dieser Mann hat bereits vor über 100 Jahren auf einigen Seiten Papier unser gesamtes heutiges Weltbild mit seinen Theorien, die erst heute allmählich experimentell bestätigt werden können, komplett neu geprägt. Auf solche Menschen sollte man in wichtigen Angelegenheiten des Lebens (an was lohnt es sich zu glauben) hören und nicht auf irgendwelche geldgierigen Kinderficker, die nicht einmal ihren Trieb beherrschen können.
    Da wird der Herr Paul M wieder seine altbekannten christlichen Sprüche herausholen: “ Der Einstein schmort dafür in der Hölle“. Die gibts ebensowenig wie den Himmel.)
    Danke für ihr Interesse

    M.Müller

  • Veronika

    |

    @Alexander Gruber:

    Danke für die Information mit der „Instructio“, nur bin ich mir mittlerweile nicht mehr so sicher, ob der Vatikan etwas macht, weil diesem an der Unbeschadetheit zukünftiger Kindergenerationen gelegen ist, oder ob nur vielleicht deshalb etwas „gemacht“ wird, weil man um Macht und Einfluss der gesamten Kath. Kirche fürchtet.
    Sachen, die unmittelbar mit dem zusammenhängen, was jetzt durch die Diözese Regensburg „akribisch aus den Akten aufgearbeitet werden muss“, musste ich auf Weisung bereits 2008 direkt in den Vatikan melden. Wohlgemerkt: Nicht von kirchlicher, sondern von anderer Seite aus!

    Zudem sind mir – wie auch einer bestimmten Gruppe – weitere Dinge aus dieser Diözese bekannt geworden, welche zwar nicht die weltliche Gerichtsbarkeit betreffen (können), aber ohne kircheninterne Klärung (von der ich noch nichts mitbekommen habe) ebenfalls bald einmal an die Öffentlichkeit müssen, um einigen (verheirateten) Katholikinnen und Katholiken spätere Probleme zu ersparen.

  • gifthaferl

    |

    „…..oder ob nur vielleicht deshalb etwas “gemacht” wird, weil man um Macht und Einfluss der gesamten Kath. Kirche fürchtet.
    Veronika

    Diese Frage stellst du dir ernsthaft?
    Ich will dich ja nicht frustrieren, aber ……

  • Veronika

    |

    @gifthaferl:

    Nun ja, da haben Sie wohl Recht! Ich komme hier auch so langsam „auf den Trichter“!

  • Veronika

    |

    @Paul (Zur Dezember-Aufklärung):

    Ich muss mal wieder etwas schreiben, also nehme ich Ihren Hinweis vom Dezember 10 zum Anlass, wo Sie mir vorwerfen, dass ich mit dem Nichtzahlen der KIrchensteuer die Ärmsten der Armen strafen würde.
    So kann man es wohl auch nicht schreiben, denn so etwas glaubt auch nur derjenige, welcher nicht weiss, welchen Umfang die sog. „MISSIO“-Organisation hat, und dass die Kirchensteuer mit Gewissheit nicht zu den Ärmsten kommt. Viele Domkapitulare in Deuschland sollen neusten Informationen gemäss Finanzmillionäre sein. Viele Priester haben deren Gelder gut angelegt, wie nicht zuletzt die durch die deutschen (Genossenschafts)Kirchenbanken herausgegebenen Info-Materialien beweisen. Dann soll es sogar noch Verstorbene geben, die auf deren immer noch existierenden Sparbüchern enorme Geldbeträge liegen haben, welche sich sehr gut vermehren. Ich wusste gar nicht, dass Verstorbene noch existente Sparkonten haben können, welche weiterhin Geld antragen, auf welche weiterhin Geld einbezahlt werden kann, und wovon bislang niemand etwas wusste.
    Ausserdem habe ich noch nie einen deutschen Geistlichen (gleich welcher Provenienz) auch nur einen Euro für irgendeine gute Sache spenden sehen. Dabei sind die in Deutschland eben nicht so arm wie Diejenigen, die dennoch geben.

  • Paul M.

    |

    Liebe Veronika!

    Schön, dass Sie sich melden.

    Sie kennen keinen deutschen Geistlichen,
    der Geld für die Ärmsten spendet?
    Ich schon!
    Ich befürchte, dass Sie nur wenige Theologen und Priester persönlich kennen und den Glauben nicht aktiv in der Gemeinschaft einer Kirchengemeinde leben und erleben….

    Übrigens:

    Papst Benedikt XVI. hat kürzlich ein paar Millionen Euro vom Vatikan aus,
    nach Haiti gespendet, die Medien haben kaum darüber berichtet….
    Wen wundert es, bei der negativen Stimmungsmache der Atheisten …. traurig!

  • Jens

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    Herr Benedikt Ratzinger hat 1 Euro seines Privatgeldes für Haiti gespendet, Herr Paul M, oder gar mehr?

    Veronika sprach nicht von Milliarden der Kirchensteuerzahler, wovon ein kleiner Teil Bedürftigen zukommt und ein großer Teil dem religiösen Prunk mit Müllers Bischofsthron, Orgeln, Gold und ausufernder Verwaltung, wie im Vatikan.

    Dass Priester Kirchengelder nicht von Ihrem Privatgeld unterscheiden, Herr Paul M, beschäftigt aktuell Gerichte.

  • Veronika

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    @Paul M:

    Diesen Glauiben, dass ich nahezu keine Geistlichen und/ oder Theologen kennen würde, will ich Ihnen gerne lassen. Meine Erfahrungen mit dieser Klientel, der sogar noch einige sehr nahe Verwandte von mir angehören, sind nämlich was die RKK in Deutschland betrifft, wirklich nicht zum Besten bestellt.
    Da hörte und höre ich – wenn ich es zulasse, sogar aus deren Bekanntenkreisen – nur: „Das ist mein Geld, dafür muss ich mich am Sonntag reinstellen, während andere …“. Das Wort „Gottesdienst“ vom „Dienen“ her zu sehen, war meinen theolog. und geistlichen Bekannten, bis auf sehr wenige Ausnahmen in Rom, nahezu fremd. Wir könnten jetzt, da ich mich wieder länger mit meiner ehem. Heimatdiözese Regensburg befasst habe, sogar durch die Stadt begeben, und ich könnte Ihnen namentlich nennen, wo solche Leute sitzen. Nein, eigenes Geld spendet ein kath. deutscher Geistlicher nahezu nie. Wenn der Papst gespendet hat, umso besser. Ich frage mich hier nur, wieso er bei seinem Regensburg Besuch unbedingt den doch etwas ins Gerede gekommenen „Finanzmagnaten“ Batliner persönlich treffen musste, und sich vor Beginn der Adventszeit von einem Privatbankier echte Bienenwachskerzen und einen Adventskranz nach Rom befördern lässt. Da könnte man in puncto Spritkosten etc. besseres mit diesem Geld anfangen, und ich habe mir jetzt schon Jahre vorher immer wieder sagen lassen müssen, dass es Bienenwachskerzen auch in Italien gibt.

    Lieber Herr M.: Ich will Ihnen ja Ihre Hoffnung und schon gar nicht Ihren Glauben an die Röm. Kath. Kirche in Deutschland nehmen. Aber lernen Sie einiger dieser Herren deutscher Fasson – wie einigen meiner anderen Bekannten und mir geschehen – erst einmal persönlichst kennen, dann wissen Sie, warum Sie bei einem Streitgespräch mit diesen immer (wie dereinst Bischof Manfred) eine Möglichkeit zum Festhalten gewisser Gespräche bei sich haben müssen.

  • Paul M.

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    @ Jens:

    Der Heilige Vater kann von seinem „Privatgeld“ keinen Euro spenden,
    da er als Papst keinen einzigen Cent verdient und über kein eigenes Geld verfügt!
    Nennen Sie mir bitte einen zweiten Staatsmann, der unentgeltlich, seinen Dienst verrichtet – es gibt keinen!
    Also Jens: Erst informieren, dann kommentieren!

    @ Veronika:

    Ja, auch ich kenne (und leide darunter) katholische Berufskatholiken und altliberale, laue, zeitgeistverdorbene, übergewichtige, unberufene Priester-Pflichterfüller, die nicht mehr Gott dienen, sondern dem Bauch und dem Mammon!
    Schlimm!
    Aber von diesen Pappnasen mache ich nicht meinen kostbaren Glauben an Gott abhängig.

    Ich empfehle Ihnen die Geistlichen der traditionellen Gemeinschaften, wenn Sie echte Seelsorge, wahre geistl. Predigten und eine würdevolle Liturgie erleben wollen!

    -Institut Christus König und Hoherpriester
    -Petrusbruderschaft
    -Institut Philipp Neri
    -Piusbruderschaft u. ä.

    Infos:
    pro-missa-tridentina.de/

    Viele kommen durch diese Gemeinschaften wieder zum echten katholischen Glauben zurück und wollen ihn nicht mehr missen!
    Bei aller berechtigter Kritik über gewisse schlechte und abgefallene kath. Priester, dürfen wir nie unsere eigene Beziehung zu GOTT vergessen!

    Alles Gute!

    Paul M.

  • Veronika

    |

    Lieber Herr Paul M.:

    Danke für die „Bestätigung“. Ja, es ist schon ein Plage mit der modernisierten Priestergesellschaft. Aber mal ehrlich: Wenn doch die traditionellen Kirchen auch zu Rom gehören (Was ich durchaus richtig finde!!!), warum unternehmen die nicht im eigenen Hause eine Klärung der Dinge. Bis jetzt habe ich nur erlebt, dass zugesehen und das eigene „Schäfchen ins Trockene gebracht“ wird. Erinnert mich irgendwie an die Zeugen Jehovas, die jenseitsgewandt auch dieser Welt nicht ins Getriebe wirken.
    Wir leben aber auf in und dieser Welt, da müssen wir schon hier anpacken: „Ora ET Labora!“.
    Natürlich lässt man sich durch ein Verhalten wie vor allem durch und in der Kath. Kirche Deutschland durch Priester aber auch Bischöfe an den Tag gelegt den Glauben nicht nehmen. Aber machen Sie mal dem „einfachen Volk“, dem „einfachen Gläubigen“ klar, wieso er dann überhaupt Mitglied einer solche „Landeskirche“ sein soll, diese finanzieren muss?
    Glauben geht auch ohne eine solche Kirche, zumal auch von Rom aus nicht zu vernehmen ist, dass sich hier in Deutschland was ändern soll. Schade, schade …

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