Ehemalige Domspatzen sagen Unterstützung zu

Kriminologe pfeift auf katholische Klagedrohung

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Das geplatzte Forschungsprojekt zum sexuellen Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche ist für einige Opfer kein Grund zur Trauer. Beim „Unabhängigen Archiv ehemaliger Regensburger Domspatzen“ hat man vom Anfang an an dessen Sinn gezweifelt. Nun wollen die dort zusammengeschlossenen Missbrauchsopfer dem Kriminologen Dr. Christian Pfeiffer ihre Zahlen zur Verfügung stellen. Die Deutsche Bischofskonferenz hat unterdessen angekündigt, Pfeiffer zu verklagen. Der sieht einer solchen Auseinandersetzung „mit Freuden“ entgegen.

Die Kirche droht dem Kriminologen Pfeiffer mit juristischen Schritten. Der freut sich auf die Auseinandersetzung. Foto: bph

Die Kirche droht dem Kriminologen Pfeiffer mit juristischen Schritten. Der freut sich auf die Auseinandersetzung. Foto: bph

„Ich habe lauthals gelacht“, beschreibt Michael Sieber seine Reaktion auf das geplatzte Forschungsprojekt zur Aufklärung sexuellen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche. Wie berichtet, hat die Deutsche Bischofskonferenz am Mittwoch den 2011 vereinbarten Forschungsauftrag mit dem „Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen“ gekündigt. Begründung: Das Vertrauensverhältnis zu Institutsleiter Dr. Christian Pfeiffer sei „zerrüttet“. Der spricht im Gegenzug von Zensur- und Kontrollwünschen der Bischofskonferenz, die insbesondere aus den Diözesen München und Regensburg gekommen seien. Nun droht ihm die Bischofskonferenz mit juristischen Schritten. Dazu später mehr.

„Wir werden Pfeiffer unterstützen.“

Michael Sieber ist Koordinator des im vergangenen Jahr ins Leben gerufenem „Unabhängigen Archivs ehemaliger Regensburger Domspatzen“ und hatte den Sinn der Untersuchung von Anfang an bezweifelt. „Es hat doch wohl niemand ernsthaft geglaubt, dass die katholische Kirche alle Akten herausrückt. Offenbar ist Dr. Pfeiffer wohl erst im Rahmen seiner Tätigkeit klar geworden, wofür er da seinen guten Namen hergegeben hat.“ Mit dem Platzen des Forschungsauftrags habe sich die katholische Kirche nun endgültig selbst entlarvt, so Sieber. Er hoffe nun, dass Pfeiffer seine Ankündigung wahr mache und auf eigene Faust mit seiner Untersuchung fortfahre. „Wir würden ihn auf jeden Fall mit Unterlagen und Kontakten zu Betroffenen unterstützen.“

„40 bis 50 Fälle“ allein bei den Domspatzen

Und die Zahlen, die Sieber gegenüber unserer Redaktion nennt, unterscheiden sich doch recht deutlich von den ohnehin recht spärlichen Informationen, die in Regensburg bislang die Mauern des Domkapitels durchdrungen haben.

Die Regensburger Domspatzen: Gut als Aushängeschild, Vergangenheitsbewältigung Fehlanzeige. Foto: Archiv/ Staudinger

Die Regensburger Domspatzen: Gut als Aushängeschild, Vergangenheitsbewältigung Fehlanzeige. Foto: Archiv/ Staudinger

In dem knappen Zwischenbericht, den die Diözese im Jahr 2011 vorgelegt hat, ist für den Zeitraum zwischen 1945 und 2010 von „sexuellen Straftaten gegen 78 Minderjährige“ die Rede. Insgesamt zehn Geistliche hätten diese Taten begangen und seien, das wird betont, alle „gerichtlich verurteilt“ worden. Darüber hinaus, so heißt es weiter, „fanden sich in den Akten keine neuen Hinweise, die nicht schon juristisch verfolgt worden wären“.

Sieber spricht dagegen auf Basis der im Archiv gesammelten Unterlagen und Recherchen, die er zusammen mit anderen anstellt, von „40 bis 50 Fällen“. Nicht in der gesamten Diözese, sondern allein bei den Regensburger Domspatzen. Nicht für den Zeitraum von 65 Jahren, sondern allein „zwischen dem Ende der 50er bis zur Jahrtausendwende“. Wie die Diözese mit solchen Fällen umgeht, ist zumindest teilweise bekannt: Die Opfer werden vertröstet, hingehalten, abgewiegelt (Mehr dazu).

Keine Auskünfte für Missbrauchsopfer

Beispielhaft dafür ist unter anderem der Umgang mit Alexander Probst. Er wurde 1971 als damals Elfjähriger bei den Regensburger Domspatzen geprügelt, gedemütigt und sexuell missbraucht. „Als ich damit 2010 an die Öffentlichkeit ging, rief irgendwann die Missbrauchsbeauftragte der Diözese Regensburg bei mir an“, erzählt Probst. Es habe mehrere Gespräche gegeben. „Aber als sie gemerkt hat, dass ich mich nicht vertrösten und hinhalten lassen, hat sie es aufgegeben, mich auszuhorchen.“

Wird von der katholischen Kirche hingehalten und erhält keine Auskünfte: der ehemalige Domspatz Alexander Probst. Foto: Archiv/as

Wird von der katholischen Kirche hingehalten und erhält keine Auskünfte: der ehemalige Domspatz Alexander Probst. Foto: Archiv/as

Später gab er seinen Fall im Rahmen einer kirchenrechtlichen Vernehmung in Regensburg zu Protokoll. „Mein Anwalt durfte nicht dabei sein und ich wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass ich bei falschen Aussagen belangt werden könnte.“ Was seitdem aus seinem Antrag auf Entschädigung und Unterlagen, die seinen Fall betreffen geworden ist, erfährt Probst weder von der Diözese Regensburg noch von der Deutschen Bischofskonferenz. „Entweder es wird gar nicht reagiert oder Auskünfte werden aus datenschutzrechtlichen Gründen abgelehnt.“

Ein Täter taucht wieder auf

Probsts Peiniger Sturmius Wagner war Pfarrer im Bistum Eichstätt, als er an die Öffentlichkeit ging. Sowohl das Bistum in Eichstätt wie auch das in Regensburg verkündeten kurz darauf Wagners Absetzung. Nur ein Jahr später durfte sich Wagner wieder in vollem Priesterornat bei einer Prozession in Kaufbeuren der Öffentlichkeit präsentieren. Ein Erklärung dafür gab es weder für Probst, noch für Medien, die deshalb nachgefragt haben. Insofern ist es fraglich, ob Probsts Fall jemals in die Untersuchung von Christian Pfeiffer eingeflossen wäre, ob er im Rahmen des nun geplatzten Forschungsprojekts jemals Zugriff auf irgendwelche Unterlagen dazu bekommen hätte. Die Deutsche Bischofskonferenz hat am Mittwoch angekündigt, von Pfeiffer wegen seiner Zensurvorwürfe eine Unterlassungserklärung zu fordern. Notfalls werden man vor Gericht eine Einstweilige Verfügung erwirken.

„Kirche begeht strategischen Fehler“

Der Kriminologe selbst hat dagegen seine Vorwürfe bekräftigt und auf der Internetseite seines Instituts mit mehreren Unterlagen untermauert. Unter anderem geht daraus hervor, dass von der Kirche gefordert wurde, den Text der Untersuchung zu verändern, Veröffentlichungen gegebenenfalls zu untersagen und Mitarbeiter bei dem Projekt abzulehnen. Das Ganze sollte mit hohen Vertragsstrafen abgesichert werden. Gegenüber dem NDR hat Pfeiffer am Donnerstag erklärt, dass er einer juristischen Auseinandersetzung „mit Freuden“ entgegensehe. „Auch noch gerichtsamtlich bestätigt zu bekommen, dass die Kirche solche Wünsche an uns herangetragen hat, empfinde ich als eine große Erleichterung und wundere mich über die Kirche, dass sie solche strategischen Fehler begeht.“

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Kommentare (43)

  • Wolfgang Dettenkofer

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    Niemand stellt die Frage: Wer steckt hinter dem Rückzieher der DBK? Dabei ist es doch handgreiflich klar: B16 als
    Erzbischof in München (dort sind lt. Westphal Akten verschwunden und hohe Würdenträger wegen Homosexualität erpresst woren!) hat z.B. den Pfarrer von Unterwössen Anton Trischberger 1979 als Pfarrvikar in Lindach bei Trostberg eingesetzt. 1963 war der für neun Jahre aus dem Schematismus verschwunden, weil er Alois Reichgruber sexuell missbraucht hatte. Diese war eines der fünf Opfer, die B16 in Erfurt „angehört“ hat. Siehe dessen Bericht im Oberbay. Volksblatt vom 12.10.2012 „Der Papst entschuldigt sich persönlich“. Dieser Papst ist unglaubwür-dig, solange er nicht seinen Beiträge zum Vertuschung von Missbauchsfällen (Groer, Marciel) im Vatikan abklärt.

  • Schorn

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    Auch ich begrüße die Bereitschaft einiger vieler Domspatzen zur Zusammenarbeit um einige viele Missbrauchsfälle aufzuklären.
    Endlich bewegt sich etwas zu dem Thema:

    Auch kann ich zu dem Fall Hans Stefan Martin hier ein paar Infos geben. In der Stadt erzählt man sich das eben dieser Hans Stefan Martin sehr mysteriös gestorben sei. Er abreitete damals auch im Domspatzeninternat und verstarb urplötzlich.

    Hans-Stephan Martin
    Wechseln zu: Navigation, Suche

    Hans-Stephan Martin (* 20. Dezember 1967 in Schierling, Bayern; † 8. Dezember 2006) war ein deutscher Kirchenmusiker.

    Nach seinem Abitur bei den Regensburger Domspatzen, wo er sowohl als Knaben- wie auch als Männerstimme unter Georg Ratzinger sang, studierte er an der Kirchenmusikschule Regensburg bei Roland Büchner (seit 1994 Nachfolger von Ratzinger) Chorleitung und bei Eberhard Kraus Orgel. Er schloss dieses Studium mit der A-Prüfung ab, bevor er Kirchenmusiker in Augsburg wurde. 1992 kehrte Martin an seine ehemalige Schule zurück, wo er bis zu seinem Tod als Chorleiter und Stimmbildner tätig war. Seine Nachfolgerin wurde im Mai 2007 Kathrin Giehl. Außerdem gründete und leitete er den Kammerchor Donaustauf, der sich auf barocke Musik konzentriert.

    ……………………………………………………………………………………..

    Habt Ihr gewusst:

    In Ratzenhofen , nähe Mainburg / Hallertau , ( um die Ecke liegt Elsendorf , wo die ehemalige Stiftung Etterzhausen damals eine große Erbschaft gemacht hat ) da ist über Nacht der Dorfpfarrer damals verschwunden. Es kam ein Brief vom Bistum Regensburg und der Pfarrer brauche eine Pause / Auszeit. Klar wurde damals getuschelt und geratscht , aber genau zu dem Zeitpunkt der ganzen Missbrauchsgeschichten verschwindet dann der Dorfpfarrer. Ist schon komisch ……

  • Veronika

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    Danke an die ehem. Opfer, dass diese nicht locker lassen!
    Zur sonstigen Angelegenheit darf man sicher bemerken, dass diese „Klage-Euphorie“, der sich jetzt auch die DBK/ der VDD bemächtigt, sicher wieder gewaltig verzögern soll. So etwas war ja auch bei der Sache gegen „R-Digital.de“ offensichtlich. Die wollen verzögern und aussitzen! Dass hier München-Freising und Regensburg „gut zusammenarbeiten“ liegt in der Natur der Sache, denn soweit ich informiert bin, ist M-F als Metropolitanbistum kirchenrechtlich die sog. „Zweite Instanz“. Was also jemals in Regensburg schiefgelaufen war/ ist, das wusste/ weiss auch M-F, bzw. hatte da die Akten in Händen. Auch sind beide Lieblings-, da Wirkungsdiözesen des Hl. Vaters. Noch Fragen?

  • Veronika

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    @Wolfgang Dettenkofer: Richtig! Ich denke aber auch, dass er dem Vatikan, vor allem einigen dort tätigen Leuten mehr erklären sollte, auch wenn er Papst ist. Sonst könnte es dort die nächste ungute Überraschung geben, denn Vielen dürfte dort Vieles bislang gar nicht so bekannt gewesen sein. So leid es mir (zumindest manchmal) tut, aber es geht um die RKK insgesamt, nicht nur einen Amtsträger der wählbar sogar in der RKK ersetzbar ist.

  • Berens Josef

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    Sind die Bischöfe denn so naiv, immer noch nicht wahr haben wollen oder zu können, daß die Zeiten, in denen sie willkürlich herrschen und beherrschen konnten, ein für alle Zeit vorbei sein dürften. Ob sie nicht voraussehen konnten,daß das Ganze nun sicherllich zu einem Schuß wird, der für sie, für Rom und die ganze kath. Kirche, nach hinten los gehen wird. Die von kath. zu verantwortende Mißbrauchsdebatte wird nun neu ins Gedächtnis gerufen und dürfte für unbestimmte Zeit wieder Schlagzeilen liefern. Den Krimologen Pfeiffer kann man für klug und klever genug halten, daß er sich da nichts zu Schulden hat kommen lassen und der Sache nun mit einem lächeln entgegen sieht. Leidtragende des Ganzen dürfte da wieder die Betroffenen sein, für die Pfeiffer ja offenbar aber auch weiterhin zur Verfügung stehen und beistehen will.

    Josef Berens
    (als einfacher,selbst denkender Katholik)

  • Oje...

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    Lieber Herr Berens,
    beides trifft zu.

    Erstens: Viele Bischöfe sind in der Tat so naiv.

    Zweitens: Viele Bischöfe sind aber auch nur berechnend, denn zu Lebzeiten werden sie die Konsequenzen (zunehmende Abkehr von der Kath. Kirche und damit deren Niedergang) nicht mehr erfahren. Daher sitzen sie sämtliche Affären aus, in der berechtigten Hoffnung, in Bevölkerung wie Politik ausreichend Rückhalt zu besitzen. Und ob’s nun noch 24 Millionen Kirchenmitglieder sind in D wie im Jahr 2011 oder in zwanzig Jahren mutmaßlich 3 Millionen weniger – so what? Weder am Gehalt noch am Renommee wird sich diese permanente Erosion bemerkbar machen.

    MfG

  • Oje...

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    Zur Herkunft der genannten Zahlen:

    Kirchenaustritte (Kathol. Kirche) der letzten 5 Jahre

    2007 93.667
    2008 121.155
    2009 123.681
    2010 181.193
    2011 126.488

    Derzeitige Zahl der Mitglieder der KK in D

    24 472 817 Personen (Stand 2011)

    Mühsam nährt sich das Eichhörnchen…

  • Oje...

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    Nachtrag: Die genannten Zahlen müssen natürlich noch bezüglich der EINtritte korrigiert werden (2007 etwa waren es in der KK rund 10.000 Eintritte, ggüber rund 94.000 Austritten, netto also „nur“ rund 84.ooo weniger Mitglieder).

    Eine komplette Liste der Eintritte habe ich in der Eile nicht gefunden, sorry.

    Tja, noch mühsamer nährt sich…

  • Dugout

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    Es sterben aber auch mehr Mitglieder weg als von unten nachwachsen.
    Ein kleines bisschen weniger müsam :)

  • Veronika

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    @Berens Josef: Man scheint die, meiner Meinung nach unbegründete Furcht vor dem Islam, vor einer durch stärkere Migrationsbestrebungen in die Bundesrepublik Deutschland unweigerlich notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen – es geht auch mit einer toleranteren Gesellschaft – dazu nutzen zu wollen, sich als „unbedingt notwendig“ iSe. „Religion ist Opium für das Volk!“ darzustellen. Dann könnte man all dies überstehen. Es wird aber kein Zurück ins Mittelalter geben können, denn wie äussert mal ein Kabarettist: Mit der Bibel in der einen, dem Rollator in der anderen Hand können Christen Gott sei Dank keinen Kreuzzug mehr führen, weil für das Schwert kein Platz mehr ist.

  • Peter Ziegler

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    Ich habe die Zahlen von Oje gerade mal hochgerechnet. Es dauert noch schlappe 213 Jahre, bis der letzte Kathole oben angekommen ist. Ich stell schon mal den Sekt kalt.

    Dann werden unsere Urururururur-Enkel stundenlang vor Lachen am Boden liegen, weil ein Drittel der Deutschen im Jahre 2013 an einen unaussprechlich absurden Gedankendünnpfiff wie die jungfräuliche Geburt, das Fegefeuer, die Teufelsaustreibung und die Absolution geglaubt haben.

    Nur daran, dass es bei dem Pederastenverein einen nicht zu geringen Anteil schwerst gestörter Pädophiler gegeben hat, dass konnte dieses Drittel der Deutschen nicht glauben.
    Stand ja auch nicht in der Bibel.

  • Adam Lauks

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    http://adamlauks.wordpress.com/2012/03/15/schuldbekenntnis-der-ekd-fur-kirche-im-sozialismus-mit-blick-auf-die-abspaltung-von-der-ekd/

    Die Kirchen haben immer mit den Mächtigen paktiert wo sie die macht nicht hatte. Für den Pakt mit NAZIS hat die EKD Schuldbekenntnis abgeliefert. Gelernt hatte si daraus nicht und verriet den Gott und die Glaubensbrüdder an die Kommunisten im Osten Deutschlands – als „Kirche im Sozialismus“ Hierfür warten wir auf Schuldbekenntnis und es herrscht Schweigen Herr Schneider, Frau Käsmann !!! Eure Wahrheit wie die der Kinderschänder in Reihen der Kirche. Wenn 90 Jähriger aus der Kirche austritt…bevor er stirbt, müsste euch zu denken geben !??

  • Tarfus » Blog Archive » Links from 11.01.2013

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    […] Kriminologe pfeift auf katholische Klagedrohung Das geplatzte Forschungsprojekt zum sexuellen Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche ist für einige Opfer kein Grund zur Trauer. Beim „Unabhängigen Archiv ehemaliger Regensburger Domspatzen“ hat man vom Anfang an an dessen Sinn gezweifelt. Nun wollen die dort zusammengeschlossenen Missbrauchsopfer dem Kriminologen Dr. Christian Pfeiffer ihre Zahlen zur Verfügung stellen. Die Deutsche Bischofskonferenz hat unterdessen angekündigt, Pfeiffer zu verklagen. Der sieht einer solchen Auseinandersetzung „mit Freuden“ entgegen. […]

  • G.S.

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    Bistum weist Vorwurf zurück

    Für mich sind das wieder großartige Ausreden , denn
    eigentlich hat sich in den letzten 3 Jahren wirklich nicht viel zu den Themen “ Missbrauch und Gewalt “ eben getan.

    Ich hoffe , dass der neue Bischof in Regensburg so richtig das Bistum ausmistet und die Themen heute auch richtig ansprechen wird.

    Ich zolle Herrn Michael Sieber von

    www. intern-at.de

    und die Missbrauchsopfer Alexander Probst + Georg Auer , auch ehemalige Domspatzen , einen großen Respekt, weil Sie für uns alle kämpfen und die Stühle zu gewissen Themen gerade rücken.

    http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/regensburg-missbrauch-aktenvernichtung-100.html

    http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/politik/artikel/kirche-stoppt-studie-zum-missbrauch/867442/kirche-stoppt-studie-zum-missbrauch.html

  • Veronika

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    @Adam Lauks:
    Noch nicht gewusst: Die EKD hat sich doch längst mit der Teilnahme am http://www.oekumene-ack.de/ „Arbeitskreis christlicher Kirchen“ aufkaufen lassen, und hat sich – ohne es zu bemerken – selbst verraten. Nun, da – die von mir immer wieder zitierten drei Jesus-Bücher von BXI. heraus sind, die EKD für 2017 deren Luther-Jubiläum vorbereiten will, kommts ganz Dicke:

    1. Christ und Welt (vom Herder-Verlag): bezeichnet Salafisten als „evangelikale Muslime“

    2. Eine Rücknahme der Ex-Kommunikation – wie von Frau Käsmann gefordert – ist nicht möglich, weil der Tod alle Bande, auch die zur Kirchengemeinschaft löst. Da ist man diese Leute also dann doch los, und allein auf Gott angewiesen.

    3. Ein gemeinsames Schuldbekenntnis will die RKK zusammen mit der EKD zum Luther-Jahr schon abgeben, aber nicht freudig, um Luther zu feiern, sondern die EKD soll deren Schuld – stellvertretend für Luther einsehen – und zur Mutter Kirche, natürlich RKK zurückkehren.

    Jetzt da dies Alles raus ist – unter kath.net in mehreren Artikeln nachzulesen – kann ich schon fast nicht mehr vor Lachen.
    Ich bin selbst Katholikin, aber habe längst begriffen, dass das Diktum „universale, katholische Kirche“ nur heisst, dass sich alle anderen Leute unterzuordnen haben. Man kann – zumindest zur Zeit, da man es lieber übers Geld macht – keine Scheiterhaufen mehr aufhäufen. Wenn es aber mal wieder möglich sein sollte, würden diese Leute es sicher sofort und ohne Zögern wieder tun.

  • Veronika

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    @G.S.:
    „Ich hoffe , dass der neue Bischof in Regensburg so richtig das Bistum ausmistet und die Themen heute auch richtig ansprechen wird.“
    ———————
    Glauben Sie das wirklich??? Der design. Bischof V. ist der Volksgruppe der Sudetendeutschen zugehörig. Dies ist schon mal zu begrüssen, aber in Bezug auf die Tschechische Republik, welche dem Bistum Regensburg gegenüber liegt, nicht sehr sinnvoll. Noch nicht bemerkt: Überall in der Oberpfalz scheint es immer radialer zu „kircheln und zu klösterln“. In der Tschechischen Republik wurden schon diverse Kirchen, Kapellen, Friedhöfe wieder saniert, um schnell den Brückenschlag zur dortigen Diözese Pilsen schlagen zu können. Leider war das Restitutionsgesetz zu spät durchgegangen. Jetzt aber ist es zumindest formell gültig, und in Tschechien freut man sich sicher schon darauf, wenn die RKK wieder voll Fuss gefasst hat, um dann den Vertriebenen deren lange versagten Rechte, ggf. über Grundstücks-Tauschgeschäfte usf. einzuräumen.
    Dieser neue Bischof – ich würde mich freuen, wenn ich mich täuschen würde – ist eine diesen Dingen geschuldete „strategische Entscheidung“, welche bestenfalls die Fronten nach Tschechien verhärten, denn Aufklärung in irgendwelche Missbrauchsfälle bringen wird.
    Da vertraue ich dann mehr auf die Strafanzeige gegen den Papst des, dem Universellen Leben nahestehenden Rechtsanwalts Dr. Christian Sailer. Denn da herrscht dann Wettbewerb unter „Glaubensgemeinschaften“, und sollte man noch ein paar weitere „Kirchen“ dazu bewegen können, Marktanteile in der Oberpfalz gewinnen zu wollen, könnte wirkliche Aufklärung möglich sein. Danach sollte man nur aufpassen, das nicht eine solche Kirche wieder einmal die Oberhand gewinnt. Dem Staatswohl geschuldet!

  • Dirk Friedrich - VeH e. V.

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    Unsere Solidarität für allen Missbrauchs- und Misshandlungsopfern!

    Der Verein ehemaliger Heimkinder e. V. zählt fast 500 Mitglieder. Davon sind schätzungsweise 80% zwischen den Jahren 1945 bis weit in die 1980 ziger Jahren Opfer von sexuellen Missbrauch geworden.
    Wir werden nicht ruhen, bis die Verbrechen beider Kirchen und die des Staats öffentlich untersucht und bekannt gemacht werden. Hierbei liegt besonders der Schwerpunkt auf Aufklärung der kriminellen Hintergründe des sexuellen Missbrauchs an Heimkindern. Wir werden unsere Mitglieder auf die Möglichkeit der Mithilfe beim Forschungsprojekt des Herrn Dr. Christian Pfeiffer hinweisen. – Weiterhin werden wir durch Musterprozesse, die schon vor einigen Landes- und Sozialgerichten laufen, eine Opferrente oder eine Einmalzahlung erstreiten. Für viele unserer Ehemaligen ist die Verjährung eine große Hürde. Manche sind zwischenzeitlich leider verstorben. Aber wir lassen nicht nach! – Wir geben keine Ruhe! – Das Unrecht und die Menschenrechtsverletzungen an uns ehemaligen Heimkindern darf nicht als lästig von Kirchen und Staat achtlos beiseite geschoben werden!
    Wann, so fragen wir uns, wacht die Justiz endlich auf? Wo ist die Staatsanwaltschaft, die endlich tätig wird, um diese widerwärtigen Verbrechen an zuklagen?

  • Angelika Oetken

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    Egal wie man es dreht und wendet… wenn es um die Aufklärung und eventuelle juristische Verfolgung von Straftaten innerhalb einer Institution geht, dann ist es widersinnig, wenn die Einrichtung selbst bestimmt, wer die Untersuchung wie durchführt.

    Auch im Falle der Verbrechen, die von Angehörigen der römisch-katholischen Kirche an Kindern begangen wurden muss eine unabhängige Stelle bzw. Komission berufen werden, die von der Öffentlichkeit beauftragt wird http://www.eckiger-tisch.de/wp-content/uploads/2013/01/ECKIGER-TISCH_2013-01-09_PM.pdf

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick,eine von über 7 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland, die in ihrer Kindheit Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

  • Bürgerblick

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    Die Kirche hat keinen Deckmantel mehr!

    Bislang konnten alle diejenigen die was zu verbergen hatten oder wegen der Gesetzeslage es auch mußten in die Kircheninstitution hineinschlüpfen, weil sie sich vor den Gesetzen der Gesellschaft zu fürchten hatten und ihr „außergesetliches Handeln“ bürgerlich strafbar war.
    Die Kirche gewährte den Schutz der im Inneren der Kirche allen vertraut war.
    Diese kirchlich gesicherte Immunität bietet jetzt, ausgelöst durch die bekannten Mißbrauchsfälle, keine „Sicherheit“ mehr .
    Das Problem der Kirche wird künftig sein nicht mehr „decken“ zu können und alle diejenigen die bisher in die Kirche zwangsläufig schlüpfen mußten werden deshalb ausbleiben.
    Das bedeutet der Kirchennachwuchs fehlt und die Kirche als Institution stirbt wegen Personalmangel aus.
    Die abendländische Gesellschaft wird sich den „Gottesglauben“ ohne institutionelle Vorgaben selbst erhalten, indem sie die vorhandenen irdischen materiellen und kulturellen Werte als Erbe aufnimmt, verwaltet und untereinander als Gemeingut erhält.

  • Adam Lauks

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    @veronika: Die Menschen im Osten Deutschland erwarten ein Schuldbekenntnis für den Pakt der“ Kirche im Sozialismus“ mit SED Kommunisten und den Verrat der Merkwürden und Hochwürden die ihre Schäfchen bespitzelt hatten und aus Machtstreben und Karieregeilheit alles an die STASI verraten hatten.
    Die Andersdenkenden oder Gleichgesinnten sammelten sich in den Kirchen… u8nd wurden in Wort und Schrift verraten. Die IM Forschung lehnt die Aufarbeitungsindustrie völlig ab, genauso wie für die schlimmsten Menschlichen Auswurf IM Ärzte und IM Rechtsanwälte…Dass so viele aus gerade dieser Kirche im Sozialismus das Deutschland seit Jahren sogar lenken und anführen ist Grund für die Resignation der Gläubigen im Osten. 1974 nach der Pansionierung von Generalsuperintendenten der EKD Pastor Schmidt 1974/1975 ist die EKD in die Hände von Roren Kasner und ähnlichen in die Hände der STASI -Abteilung für Kirchenfragen geführt, Stlpe usw..

  • Wolfgang

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    In seinem Durchschnitts-‚Organ‘ ist der deutsche Katholizismus mies bis dreckig, in seinen Methoden dumm bis dreist.
    (Heinrich Böll, dt. Schriftsteller, , 1917-1985)

  • G.S.

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    Wenn jetzt nach fast 3 Jahren von bis zu 50 Missbrauchsfällen bei den Regensburger Domspatzen die Rede ist …..

    Laut meinen Recherchen sind es noch viel viel mehr die damals nur bei den Regensburger Domspatzen, auch eigenständige damalige Stiftung Etterzhausen – Elitevorschule der Regensburger Domspatzen , damals missbraucht wurden. . Auch wurden damals einige viele in den Zügen während den Heimfahrten nach Hause eben auch missbraucht oder auch auführlich belästigt.

    ….ob 50 oder noch mehr Missbrauchsfälle, das Bistum Regensburg sollte jetzt einmal die Vergangenheit richtig und respektvoll ansprechen , richtig aufarbeiten , damit die Opfer von Missbrauch + Gewalt , heute in Würde weiterleben können.

    Frage: Wer zahlt eigentlich für diese ganzen Folgeschäden ?

    http://www.imheim.net/

    http://heimkinder-forum.de/v3/index.php?page=Portal

  • Georg Auer

    |

    Das Forschungsprojekt „Sexueller Missbrauch in der Kirche“ sollte unbedingt fortgeführt werden, ganz gleich ob mit oder ohne Beteiligung der rk. Kirche. So habe ich immer noch die Hoffnung, dass fortschrittliche und reformerische Kräfte der Deutschen Bischofskonferenz sich hierbei durchsetzen können, so nur dadurch die rk. Kirche ihren eigenen Ansprüchen auf Wahrheit, Vergebung und Verzeihung gegenüber seinen Gläubigen und insbesondere gegenüber den Missbrauchsopfern dann erst gerecht werden kann und so wieder echte Glaubwürdigkeit zurückgewinnen wird.
    Freilich, dieser Aufklärungs– und Verarbeitungsprozess ist für alle Beteiligten äußerst schmerzhaft und mit großer Scham behaftet. Es sind die Schmerzen und Scham der Missbrauchsopfer in der Kirche. Die Bischöfe müssen das aushalten können, wenn sie sich wirklich in der Nachfolge Jesu sehen. Und den Missbrauchsopfern gegenüber steht die rk. Kirche in der notwendigen Verpflichtung, diese mit einer angemessenen Entschädigungszahlung für ihr erlittenes Leid zu entschädigen, gleichwohl solch Verbrechen an Kinder und Jugendlichen nicht mit Geld abgegolten werden kann. Aber für die meisten Opfer ist diese Entschädigungszahlung eine notwendige Lebenshilfe, um die Existenzbrüche der Opfer – als Folge des sexuellen Missbrauchs in der Kindheit – etwas abmildern zu können. Diese Entschädigungsleistung sollte unabhängig von irgendwelcher Straftat-Verjährung erfolgen.
    Nur so kann die rk. Kirche bei den Missbrauchsopfern auf Vergebung und Verzeihung hoffen, so diesen durch Gewalt und sexuellen Missbrauch durch Kirchenvertreter der Glaube an Gott zerstört wurde, und das Kind so schon „Gottlos “ gemacht wurde.

    Eintrag in mein Tagebuch vom
    22.05.1995

    Gottes Abwesenheit

    Ich weiß nicht warum, aber gleich schrecklich aussehender Irrgeister plagen mich nun all die Gesichter aus meiner Kindheit jede Nacht und quälen mich in furchtbaren Alpträumen. Sie lähmen all meine Glieder und verstören die Seele ganz, so dass ich gleich einem störrischen Esel bin, der seine ihm aufgebürdete Last sich zu tragen weigert. Voller Furcht erwache ich aus diesen schrecklichen Alpträumen, unfähig mich im Bett zu bewegen.
    All die körperlichen Misshandlungen an mir durch Demütigungen und Schlägen und der langjährige sexuelle Missbrauch an mir durch Heimerzieher und Klosterfrau raubten mir Vater und Mutter und allen kindlichen Lebenstraum. Grauen, Angst und Panik bestimmen immer noch mein täglich Tun und ich finde keinen Halt mehr in mit selbst und in anderen Menschen, so nur noch Furcht und Misstrauen in mir ist.
    Ausreißen möchte ich mit alle Glieder meines Leibes und sie einzeln vergraben auf allen Erdteilen dieser Welt. All meine Gedanken und meinen Geist sperre ich ein in das tiefste Verlies meiner Seele, von wo aus sie nicht mehr in die Welt vordringen können. Alle meine Triebe und Emotionen opfere ich hin meinem Schänder und der Schänderin meiner Seele, damit Gott verwandle meine Begier in fromme Demut nun.
    Meinen Zorn und meine Wut versenke ich in alle Weltmeere, auf dass sie mein Herz nicht mehr in Wallung bringen sollen. Und ich selbst kette mich an den Felsen der Unbarmherzigkeit.
    Keine Kindheit noch Jugend ich genoss, da ein Unhold zu früh schon mir die Unschuld stahl.
    Wo war der Gott der Barmherzigkeit, der Gott der Liebe, der Gott der Zärtlichkeit und der Gott aller Kinderherzen? Wo war eigentlich der „Liebe Gott“, als ich ihn brauchte in meiner größten Not? Abwesend war er und blieb es, trotzdem ich alle Zeit nach ihm schrie. Zugeschaut hat er bei all den Schändungen und Besudelungen meines Leibes durch des Unholds Hand und infolge des Weibes Falschheit. Zugelassen hat er all die Pein an mir.
    „Wo warst Du, Du angeblich Allmächtiger Gott?“
    Sollte stimmen was behaupten all die Agnostiker, Atheisten und sonstigen Gottesleugner, so Du bist nur eine Erfindung von Narr und Tor, welcher der Wirklichkeit der begrenzten menschlichen Existenz durch Tod und Sterben entfliehen will durch das Hirngespinst der Unsterblichkeit der menschlichen Seele? Nonne und Bruder verbringen ihr Leben hinter Klostermauern, um der Welt Chaos zu entfliehen, dem sie in ihrer Minderwertigkeit nichts entgegenzusetzen haben. In der Stille des Klosters werden sie dann soweit einsichtig, dass der Chaos in ihnen selber ist und all ihr Denken und Handeln weiterhin bestimmt, aber in der Klostereinsamkeit sich noch grausamere Rituale erdenkt. Das Chaos in ihren Herzen gebar dann den Gott als Richter über Gut und Böse, den Gott der Rache und Vergeltung. In ihren Reden existiert fortan nur mehr der Rachegott von Sodom und Gomorrha, infolge ihrer eigenen Falschheit und ihrem verderblichem Tun.So zerstören sie dann der Kinder unschuldige Seele, um sich selbst nicht ihre eigene verdorbene Seele aus dem Leibe reißen zu müssen.

    Wie sonst könnte ich mir die Tatsache erklären.
    Dass man mich als Kind schlug, als ich um Verzeihung bat.
    Dass man mich als Kind sexuell missbrauchte, als ich mich entblößte.
    Dass man mich als Kind demütigte, wo ich schwach und offen war.
    Dass man mich als Kind mundtot machte, als ich mich anvertraute.

    „Mein Gott, siehe dieses, Dein Kind! Ecco Homo!“

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Schorn

    |

    @ Georg Auer ,

    ich glaube wirklich nicht mehr daran , dass sich das Bischöfliche Ordinariat in Regensburg eben nur zu den Themen Regensburger Domspatzen , oder , und der eigenständigen damaligen Stiftung Etterzhausen – damalige Elitevorschule der Regensburger Domspatzen , sich heute nur ein wenig mehr öffnen , und unser aller Thema “ Missbrauch oder Gewalt “ , heute eben richtig und auch respektvoll ansprechen oder auch aufarbeiten möchten!

    Diese heutigen Verantwortlichen, auch die von der Institution Regensburger Domspatzen , werden heute nach fast 3 Jahren in keinster Weise die Themen:
    Knabenliebe , Homosexualität – Bisexualität oder die Pädophilie , in kath. Internaten in keinster Weise richitig ansprechen oder auch richtig aufarbeiten möchten.. Diese heutigen Verantwortlichen wollen nach meiner Meinung das von heute eben nur noch schützen, und uns Opfer von Gewalt / Missbrauch , lässt man im Regen stehen.

    Auch möchte bestimmt diese heutige Institution Domspatzen in keinster Weise über diese damaligen Betrügereien der damaligen eigenständigen Stiftung Etterzhausen , der damaligen Elitevorschule der Regensburger Domspatzen ,
    richtig darüber sprechen , oder richtig gewisse damalige Themen auch richtig aufarbeiten.

    Viele wurden damals nur benutzt , und viele wurden in dieser Anstalt nur kaputt gemacht , uns vielen wurde die Zukunft genommen , und heute redet man nur von irgendwelchen Anerkennungen von erlittenen Leides – die ja eben nicht ausbezahlt wurden.

    ———————————————————————–

    Wer gestern diese Sendung “ Beckmann “ zum Thema gesehen hat , merkt gleich , dass wir die Opfer von Gewalt oder Missbrauch , im Pulk viel mehr Erfolg hätten , oder haben werden.

    http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/beckmann/index.html

    http://www.ardmediathek.de/suche?s=beckmann

    ———————————————————————-
    Vielleicht wäre es auch einmal gut , ich finde das auch sinnvoll , , dass wir , vor allem zu unseren Themen , denn wir – die damaligen Opfer von Missbrauch / Gewalt – uns einmal in Regensburg vor dem alten Kornmarkt treffen würden ( um die Ecke steht das Bischöfliche Ordinariat ) um dort einmal vor dem Bischofssitz eben ausführlich zu demonstrieren!

    http://www.bing.com/maps/default.aspx?q=alter+kornmarkt+regensburg&mkt=de&FORM=HDRSC4

    _________________________________________

    http://www.blogspan.net/presse/stern-tv-am-16-januar-2013-2/mitteilung/376123/

  • Ich

    |

    @ ….. zum Thema Regensburger Domspatzen

    http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=5451

    Regensburg, 17.01.2013
    Wie das Bistum Regensburg mit Menschen umgeht, die Anschuldigungen sexuellen Missbrauchs gegen kirchliche Mitarbeiter erheben

    Jede Beschuldigung gibt das Bistum Regensburg weiter an die Staatsanwaltschaft. Stellt die das Verfahren wegen Verjährung ein, strengen wir kirchenrechtliche Aufarbeitung an. Für den Fall, dass dies nicht möglich ist, weil der Schuldige verstorben ist, hat die Kirche als einzige Institution in Deutschland ein Anerkennungsverfahren eingeführt. Ein unabhängiger Rechtsanwalt prüft die Beschuldigungen nach Maßgabe des Verfügungsrechts, und je nach Ergebnis sorgt das entsprechende Bistum für eine Anerkennung erlittenen Leids, was mit einer Bezahlung zum Ausdruck gebracht werden kann.

    http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=5451

  • G:S.

    |

    Exodus

    Eigentlich sollte man für immer ausziehen und nimmer mehr zurück kommen!

    Vieles läuft mit dieser heutigen röm. kath. Kirche in Regensburg so sehr schief, weil man nicht so sehr mit bestimmten Wahrheiten an das Tageslicht kommen möchte.

    Warum auch?
    Geht es darum den Kopf nicht zu verlieren?
    Geht es nur um das Geld?
    Geht es um die Schande wegen bestimmter Themen?
    Gehte es nur darum …..

    Das meiste , oder vieles von damals ist eben schon verjährt , daher finde ich dass da nur noch so auf gutdüncken agiert wird, und zum Schluss heißt es dann: Ja , aber wir haben doch etwas getan , und Frau B. war auch da. Wir die vielen Opfer von damlas werden heute irgendwie sehr unhöflich / respektlos behandelt!

    Diese Kirche muss sich heute einmal richtig entscheiden, denn Sie versspielen heute mit gewissen Themen eben noch mehr Kredit draussen in der Bevolkerung.

    Das Ende vom Lied wird sein , dass noch mehr Gläubige aus der Kirche austreten werden!

    http://www.kirchenaustritt.de/statistik/

    :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/kirche-als-arbeitgeber-angestellte-lassen-sich-fuer-den-job-taufen-a-876868.html

    _________________________________________

    http://www.xtranews.de/2013/01/17/katholische-krankenhauser-weisen-vergewaltigte-ab-piraten-solche-praktiken-mussen-verhindert-werden/

    _________________________________________

    Hier noch ein paar gute Bücher zum Thema:

    Tatort Kinderheim: Ein Untersuchungsbericht von Hans Weiss
    (24. September 2012)

    Ein Kind von vielen: Erlebnisse und Gedanken des P-Tie im Kinderheim von Rita Haub
    (26. März 2012)

    Ich war doch noch so klein – die Hölle auf Erden in einem deutschen Kinderheim: Ein Tatsachen – Roman – Auf ewig hinter seelischen Gittern von Marina Roggenkamp
    (4. August 2012)

    Schwarzbuch Kirche: Und führe uns nicht in Versuchung von Michael Hebeis
    (7. April 2012)

    Der Strafanspruch der Kirche in Fällen von sexuellem Missbrauch von Heribert Hallerman, Thomas Meckel, Sabrina Pfannkuche und Matthias Pulte
    (Oktober 2012)

  • Schorn

    |

    @ …kein Exodus…

    Das ewige Licht , verstehst Du , das ewige Licht!

    Rechtsstreit in der Schweiz
    Ein Bauer, die Kirche und das „Ewige Licht“

    Ein Schweizer hat mit der Katholischen Kirche vor Gericht über den Unterhalt einer Flamme gestritten, die seit 1357 brennt – und gewonnen. Eine Provinzposse. Von Thomas Schmoll

    http://www.stern.de/panorama/rechtsstreit-in-der-schweiz-ein-bauer-die-kirche-und-das-ewige-licht-1956063.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=wm4

  • Ich

    |

    Glaube ,

    uns damaligen Opfern wird auch für immer
    ein ewiges Licht brennen!

    Missbrauchsstudie der katholischen Kirche

    Warum sich die Opfer erneut verraten fühlen

    Die Deutsche Bischofskonferenz hat die Untersuchung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche vorerst gestoppt. Die genauen Gründe – ein Rätsel. Bei stern TV meldeten sich die Opfer dazu zu Wort

    http://www.stern.de/tv/sterntv/missbrauchsstudie-der-katholischen-kirche-warum-sich-die-opfer-erneut-verraten-fuehlen-1954664.html

    _________________________________________

    Kontakt zum Kriminologischen Institut Niedersachsen unter der Leitung von Christian Pfeiffer können Opfer und Interessierte aufnehmen unter:
    Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V.
    Lützerodestr. 9
    30161 Hannover

    Telefon: 0511/348360

    E-Mail:

    kfn@kfn.de

    Weitere Informationen unter

    http://www.kfn.de
    :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

  • Ich

    |

    ..zum Thema unten habe ich diesen Link vergessen…

    http://www.kfn.de/versions/kfn/assets/prerkl090113.pdf

    …..Die am 09. Januar vom VDD aufgestellte Behauptung, das Projekt sei an einer mangelnden Einigung zu Datenschutzfragen gescheitert, kann das KFN nicht nachvollziehen. Die in der Anlage 3 beigefügte Dokumentation der gemeinsam entwickelten Datenschutzvereinbarung belegt klar, dass wir uns zu auf geradezu vorbildliche Regelungen geeinigt hatten. Die Presseerklärung des VDD zeigt, dass das Projekt nicht mehr realisierbar ist. Das KFN möchte allerdings den Versuch unternehmen, zumindest die geplante Opferbefragung zu retten. Es appelliert an alle kirchlichen Missbrauchsopfer, freiwillig an einer anonymen Fragebogenerhebung des Instituts mitzuwirken. Die Bitte ist, dass sie sich per Mail (kfn@kfn.de) oder brieflich (Lützerodestr. 9, 30161 Hannover) an das KFN wenden, damit wir ihnen den Fragebogen per Post zusenden können.

    http://www.kfn.de/versions/kfn/assets/prerkl090113.pdf

  • Schorn

    |

    @

    Was läuft da alles bei den Regensburger Domspatzen schief, wenn ein Ex-Domspatz gegen seine ehemalige Schule vor Gericht zieht!

    _________________________________________
    http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/Richter-lassen-Domspatzen-Lehrer-nachsitzen;art1172,158770

    http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10067&pk=872733

    http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/Ex-Saengerknabe-verklagt-die-Domspatzen-;art1172,158519

    _________________________________________

    Hier kann ich noch ein sehr gutes Buch empfehlen:

    Zerstörerische Vorgänge

    Institutionen des Aufwachsens sind immer auch Orte, in denen zerstörerische Vorgänge, Missachtung und Gewalt, insbesondere sexuelle Gewalt, stattfinden können…

    2012, 332 Seiten, Deutsch
    Herausgegeben von Andresen, Sabine;
    Heitmeyer, Wilhelm Beltz Juventa
    ISBN-10: 3779928183
    ISBN-13: 9783779928188

  • Georg Auer

    |

    @Schorn: Was läuft da alles bei den Regensburger Domspatzen schief?

    Bei den Regensburger Domspatzen läuft zur Zeit deshalb alles schief, so die Leitung (Bistum Regensburg) nicht gewillt ist, die früheren sexuellen Missbrauchsfälle und Gewaltexzesse bei seinen Musikinternaten (Vorschule und Gymnasium) offenzulegen und die Missbrauchsopfer – laut früherer Zusage der DBK – entsprechend zu entschädigen.
    So der Bischof der Arbeitgeber aller Beschäftigten der Domspatzen-Schulen ist, wurden sicher alle Mitarbeiter zu einem lebenslangen Schweigegelübde verdonnert, so sie ihre Anstellung weiterhin behalten wollen.
    So glaube ich persönlich, dass auch der neue Bischof von Regensburg die Vertuschung-Strategie seines Vorgängers fortführen wird, so diese jetzt wohl die neue Order des Papstes auch ist bei der weiteren Behandlung betreffend der Missbrauchsfälle innerhalb der rk. Kirche. Es ist dabei eher noch davon auszugehen, dass die Oberen (DBK-Vertreter) verstärkt versuchen werden, die weiterhin sich wehrenden Missbrauchsopfer durch neue juristische Tricks mundtot zu machen, gleichgültig wieviel Geld dieses dann auch dem Kirchensteuerzahler noch kosten wird.
    Eigentlich müssten sich bei der Aufdeckung und Aufarbeitung der sexuellen Missbrauchsfälle jetzt alle staatlichen Stellen mit einschalten, so sie ihren gesetzgeberischen Auftrag (Art. 1 GG „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“) wirklich ernst nehmen. Aber selbst bei den politischen Volksvertretern herrscht nur großes Stillschweigen zu diesen Vorgängen in der rk. Kirche. Befürchten sie vielleicht, dass es in Zukunft keinen Papstbesuch in Deutschland dann mehr geben wird?
    Ja! Es beweist mal wieder, dass bei Politikern in Deutschland die öffentlichen Bekenntnisse hinsichtlich Opferentschädigung nur leeres Gerede ist. Man schiebt den „Schwarzen Peter“ (Spielkarte) so lange hin und her, bis dieser zuletzt dann beim Opfer landet.

    Berlin schweigt weiter: Sprachreglung Missbrauchs”studie” statt …
    mlmj.wordpress.com › Blogroll

    „Du armselige rk. Kirche! Du armes Deutschland! Sexuell missbrauchte Heimkinder haben bei euch keinen Wert.“

    Ein ehemaliger Domspatz

  • moep

    |

    Mein Eindruck von Pfeiffer und dem Institut ist nach einigen Berichten (auch im Zusammenhang mit Computerspielen), dass er einfach auf Publicity und Profit aus ist und die Seriösität dabei auf der Strecke bleibt.

  • Angelika Oetken

    |

    http://www.rhein-zeitung.de/regionales_artikel,-Missbrauch-Pfeiffer-darf-von-Zensur-reden-_arid,543896.html

    Zitat:
    „Wie zerrüttet die Beziehungen zwischen Pfeiffer und der katholischen Kirche mittlerweile sind, zeigt auch eine Rede des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst anlässlich eines Neujahrsempfangs in seinem Bistum. Dort bekräftigte er die Absicht der katholischen Kirche, die Studie zum sexuellen Missbrauch mit einem unabhängigeren, wissenschaftlich verlässlicheren und verbindlicheren Institut fortzusetzen – angesichts von Pfeiffers bundesweitem Ruf eine ungewöhnlich harsche Kritik.“ Zitatende

    Finde, dass das langsam zu einem Fall für Dieter Hildebrandt wird…

    VG

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von über 7 Millionen Wahlberechtigten in diesem Land, die in der Kindheit Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

    P.S. hier übrigens passend zum Thema ein Archetyp für eine ganz bestimmte Einstellung zu anderen Menschen und zum Leben allgemein….http://www.youtube.com/watch?v=pbuUQIbAkac

  • Schorn

    |

    @moep

    Kontaktiere doch den Herrn Professor in Hannover
    auch persönlich….

    Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V.
    Criminological Research Institute of Lower Saxony
    Lützerodestraße 9, 30161 Hannover, Germany

    Tel.: +49 (0) 511 34836-28 |

    Fax: +49 (0) 511 34836-10

    E-Mail:

    Kirchenstudie@kfn.de |

    Web: http://www.kfn.de

    ……………………………………………………………………………………

    KFN-Forschungsvorhaben zum sexuellen Missbrauch durch Priester scheitert an
    Zensur- und Kontrollwünschen der Kirche und daran, dass eine KFN-Anfrage,
    ob systematisch Akten von belasteten Priestern vernichtet worden sind,
    unbeantwortet geblieben ist.
    Das KFN appelliert nun an alle kirchlichen Missbrauchsopfer, freiwillig an einer
    anonymen Fragebogenerhebung des Instituts mitzuwirken.

    http://kfn.de/versions/kfn/assets/presseerklaerung090113.pdf

    http://kfn.de/home/Sexueller_Missbrauch_2013.htm

  • Schorn

    |

    @ Georg Auer

    Ich glaube ja auch nicht mehr daran , aber warten wir alle einmal ab was sich so bis Ostern noch alles zu den Themen
    Missbrauch / Gewalt alles noch bewegt.

    Bin gespannt wer der neue Generalvikar + und der neue Pressesprecher wird!

    Ich selbst wünsche dem neuen Bischof wirklich alles alles Gute und viel Kraft, damit er mit vielen neuen Besen dieses Bistum Regensburg so sehr säubert!!!

    Und die MZ schrieb heute:

    Hoffen auf Dialog mit neuem Bischof
    Reformer raten dem neuen Bischof der Diözese Regensburg, Rudolf Voderholzer: „Reißen sie die Türen auf. Lassen sie Frischluft in diese Diözese.“

    http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10008&pk=872918

    Paulus ist auch unter uns , aber was wird er uns bringen ….

    http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=5445
    ..
    Ihn gezielt in Misskredit bringen….?

    http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=5442

    http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalz-bayern/artikel/erzbischof-mueller-bewegt-weiter-die-gemueter/867240/erzbischof-mueller-bewegt-weiter-die-gemueter.html

  • Ich

    |

    @ Zeitungsbericht vom Donaukurier …

    Als hätten die Regensburger Domspatzen heute im 21. Jahrhundert überhaupt keine Sorgen……

    „Nachwuchssorgen? Ein heikles Thema“

    Regensburg/Windsbach (DK) Sänger gesucht! Mit Informationsabenden und „Erlebnistagen“ präsentieren sich bekannte Chöre wie die Regensburger Domspatzen und der Windsbacher Knabenchor dieser Tage, um neue Mitglieder zu werben.

    ___________________________________

    http://www.donaukurier.de/nachrichten/kultur/Regensburg-Nachwuchssorgen-Ein-heikles-Thema;art598,2709959

    ___________________________________

    Anderswo gibt es mehr Bewerber als frei Plätze , und in Regensburg hat man nur “ Ein heikles Thema „.

    Hätte es damals diese Elitevorschule in Etterzhausen – Vorschule der Regensburger Domspatzen –

    ___________________________________

    http://www.tv-etterzhausen.de/DOMSPATZ.PDF

    ___________________________________

    nicht gegeben, dann würde es das “ Heute “ nicht so in Regensburg geben.

    Ein wirklich sehr heikles Thema…

    Das Thema ist nicht nur das G8 , auch kamen in den letzten zwei Schulzeiten viel viel weniger Schüler ins
    Domspatzengymnasium.

    __________________________________

    http://domspatzen.de/schule/Schuelerstand.html

    __________________________________

    Ein wirklich sehr heikles Thema , als würde es die Themen
    Missbrauch oder Gewalt bei den Regensburger Domspatzen überhaupt nicht geben.

    Ich wünsche dem neuen Bischof von Regensburg viel Kraft für einen guten Neuanfang!

    ____________________________________

    http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=5455

    ____________________________________

    Nach meiner Meinung möchte man diese damaligen Themen heute eben in keinster Weise richtig ansprechen
    oder auch aufarbeiten, als hätte es das damlas mit dem Missbauch / brachialen Gewalt , überhaupt nicht gegeben.

  • Angelika Oetken

    |

    Nach meiner Meinung möchte man diese damaligen Themen heute eben in keinster Weise richtig ansprechen
    oder auch aufarbeiten, als hätte es das damlas mit dem Missbauch / brachialen Gewalt , überhaupt nicht gegeben.
    ——————————————————————–

    @Ich: Danke, dass Sie diese aufschlussreiche Zusammenstellung hier eingebracht haben.

    Dass die Zahl der Eltern, die bereit sind, ihre Kinder bei diesen katholischen Traditionseinrichtungen anzumelden sinkt, finde ich sehr ermutigend.

    Denn wer sich mit den Hintergründen der Missbrauchsskandale bei den Domspatzen und in Ettershausen wirklich beschäftigt, wird schnell feststellen, dass der Feudalismus in der Gegend um Regensburg offenbar nie nachhaltig genug durch andere Gesellschaftsordnungen abgelöst wurde.
    Bestandteile eine feudalen Funktionseinheit sind mindestens ein absolut handelndes Fürstenhaus, Vasallen, deren Bedienstete, Bauern und Leibeigene.

    Und ganz wichtig: eine Diözese, die dem ganzen Unrechtsgefüge eine spirituelle Ermächtigung gewährt.
    Und unter anderem die Funktion hat, dem Feudalherren, seinen Gästen und denjenigen unter seinen Apparatschicks das zuzuführen, was ihnen besonders attraktiv erscheint.
    Da ja die Beteiligung des Kirchenadels diesem Gefüge automatisch Ehrenhaftigkeit verleiht, ist jedes Opfer recht. Da Gottes Wille.
    Und ein echtes Opfer ist nur ein großes Opfer. U.a das wertvollste was wir besitzen: unsere Kinder.
    Die verlieren dann nicht unbedingt sofort ihr Leben, aber sie werden entwürdigt und benutzt. Und verdienen darüberhinaus für die Diözese viel Geld. Auf verschiedene Weisen.

    Interessanterweise entstand das Feudalsystem etwa zu der Zeit, als auch die Domspatzen gegründet wurden, also vor etwas mehr als 1000 Jahren.

    Insofern: die Menschen in und um Regensburg scheinen in der Neuzeit angekommen zu sein.
    Sie können unabhängig dafür entscheiden, ihre Kinder von diesem unmenschlichen System fern zu halten.

    Und das tun sie offenbar auch.

    Ich freue mich sehr darüber.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von über 7 Millionen Wahlberechtigten in diesem Land, die in der Kindheit Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

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