Gegen das Totschweigen

Domspatzen gründen Missbrauchs-Archiv

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Die Mauer des Schweigens in der Diözese Regensburg will eine Gruppe ehemaliger Domspatzen nun durchbrechen. Vergangenes Wochenende trafen sie sich im Altmühltal und brachten ein Archiv auf den Weg, in dem sie möglichst viele Fälle sexuellen Missbrauchs dokumentieren und veröffentlichen wollen. Dem eben nach Rom beförderten Gerhard Ludwig Müller bescheinigen sie: „Er hat es nicht mehr verdient, als ‚Seelsorger‘ bezeichnet zu werden.“

Schweigen hinter Pomp und Prunk: Der Führungsstab der Diözese Regensburg. Foto: Archiv/ Staudinger

Während vergangenes Wochenende alle Medien spekulierten, ob der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller nun nach Rom befördert wird oder nicht, kamen – abseits all dieses Medienrummels – im Altmühltal diejenigen zusammen, von denen sowohl Müller wie auch sein Führungsstab in der Diözese nichts mehr hören und sehen wollen: Opfer sexuellen Missbrauchs bei den Regensburger Domspatzen. Anlass für dieses erste Treffen einer „größeren Gruppe“, genaue Zahlen wollte ein Sprecher nicht nennen, sei „der oberflächliche und teilweise menschenverachtende Umgang der Diözese Regensburg und ihrer Vertreter mit den Opfern des sexuellen Missbrauchs“.

Entschädigung „in keinem einzigen Fall“

Es geht um Fälle aus den 50er, 60er und 70er Jahren. Zu einer zweistelligen Zahl von Betroffenen gebe es Kontakt und das Fazit nach diesem ersten Treffen ist ein weiteres Armutszeugnis für die Verantwortlichen um den nun geschiedenen Bischof. „In keinem einzigen Fall“ habe die Diözese den Betroffenen eine Entschädigung gewährt, heißt es in einer Presseerklärung, die am Dienstag an zahlreiche Medien verschickt wurde.

Betroffene aus den 70er Jahren hätten auf ihre Anträge bislang keine Antwort erhalten. Entschädigungs-Anträge, die Vergewaltigungen und Demütigungen in den 50er und 60er Jahre betreffen, wurden demnach allesamt mit den „Serienbriefen“ (hier im Original-Wortlaut zu lesen: Seite 1, Seite 2) abgewiegelt, über die regensburg-digital im Februar und später auch der Bayerischer Rundfunk und das BR-Magazin kontrovers berichtet haben. Die Opfer werden in diesen wortgleichen Briefen zu Lügnern gestempelt. Ihre Schilderungen, die sie eidesstattlich versichert haben, seien „nicht nachvollziehbar“ heißt es darin. Zur Begründung werden die Betroffenen an einen Nürnberger Rechtsanwalt verwiesen. Der erklärt Missbrauchsopfern dann zum Beispiel mit winkeladvokatischen Begründungen, dass es kein sexueller Missbrauch sei, wenn ein erwachsener Mann einem Kind buchstäblich ins Genick wichst.

Schweigegelübde auch beim Medien-Platzhirsch

Verantwortlich für dieses Vorgehen der Diözese zeichnet Michael Fuchs, ehemals Generalvikar und seit dem Weggang von Gerhard Ludwig Müller derzeit stellvertretender Diözesanadminstrator.

Michael Fuchs, ehemals Generalvikar, derzeit zweitmächtigster Mann in der Diözese Regensburg. Foto: Archiv/ Staudinger

Das Gros der Regensburger Medien scheint sich zu diesem Thema ein Schweigegelübde verordnet zu haben: Der Platzhirsch Mittelbayerische Zeitung, an den sich mindestens ein Betroffener gewandt hatte und dem weitere Informationen zu dem Thema vorlagen, schwieg das Vorgehen der Diözese tot. Nach der Berichterstattung des BR gab die MZ der Diözese die Gelegenheit zu einer ausweichenden und nichtssagenden Stellungnahme. Ein Betroffener: „Es bleibt auch nach über 50 Jahren für die Opfer vor allem deshalb ein Thema, weil die Diözese Regensburg nicht zur Anerkennung des erlittenen Leids bereit ist und die unerträgliche Politik des ‚unter-den-Teppich-Kehrens’ immer noch fortführt.“ Auch die Missbrauchsbeauftragte Dr. Birgit Böhm habe bei öffentlichen Stellungnahmen mehrere Fälle wider besseren Wissens verschwiegen.

Öffentliches Archiv im Internet

Die Teilnehmer des Treffens wollen diese Mauer des Schweigens nun durchbrechen und mit eigenen Veröffentlichungen nach außen gehen. Als erste Konsequenz aus der derzeitigen Situation haben sie eine „Gesellschaft gegen das Vergessen“ gegründet. In einem „Unabhängigen Archiv ehemaliger Regensburger Domspatzen“ sollen Fälle des sexuellen Missbrauchs sowie die Gewaltfälle dokumentiert und im Internet unter www.intern-at.de veröffentlicht werden.

Eine Finanzierung dieser Arbeit „für die nächsten 15 Jahre“ sei gesichert, heißt es in der Presseerklärung. In einem ist sich der lose Zusammenschluss einig: „Nur die vollständige Veröffentlichung der Missbrauchsfälle durch die Regensburger Domspatzen würde der Institution die Basis geben, einen echten Neuanfang zu schaffen.“ Das bisherige Verhalten der Diözese sei für künftige Täter das Signal, dass sie keine Konsequenzen zu fürchten brauchen.

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Kommentare (48)

  • Sir Sonderling

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    Tja, liebe Katholiken (ausdrücklich auch die modernen, mit Kumbaya und getanztem – oder wohl besser „gestampftem“ – Evangelium) – so sind sie eben, Eure Hirten.
    Und Euer lieber Gott hat sich diese Herren berufen….den Kirche ist, wo Beruf noch Berufung ist!

  • mkveits

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    Zum angesprochenen „Schweigegelübde“ der Regensburger Medien ein Zitat aus berufenem Munde:

    „Bis zum heutigen Tag gibt es so etwas wie eine unabhängige Presse in der Weltgeschichte nicht. Ich werde jede Woche dafür bezahlt, meine ehrliche Meinung aus der Zeitung bei der ich angestellt bin, herauszuhalten. Wenn ich meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung veröffentlichen würde, wäre ich meine Beschäftigung innerhalb von 24 Stunden los. Es ist das Geschäft der Journalisten, die Wahrheit zu zerstören, unumwunden zu lügen, zu pervertieren, zu verleumden, die Füße des Mammons zu lecken und das Land zu verkaufen für ihr täglich Brot. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen der reichen Männer hinter der Szene. Wir sind die Hampelmänner, sie ziehen die Fäden, und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Möglichkeiten und unsere Leben sind das Eigentum anderer Männer. Wir sind intellektuelle Prostituierte.“
    John Swinton, 1829-1901,
    Chefredakteur der New York Times
    Im Jahr 1880

    Bundesweit bestimmen 7 Familien und eine Partei die Medienlandschaft. Und in Regensburg …

  • Oje...

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    Lieber Herr Veits,
    jetzt übertreiben Sie mal nicht. Zu den Medien gehören z.B. auch Blogs, und selbst in Regensburg gibt’s da mindestens eins, das nicht gleichgeschaltet ist.

    Was Swinton da von sich gab, mag zwar plakativ sein, Realität ist es jedenfalls nicht. Jedenfalls meistens nicht…

  • mkveits

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    @ oje

    Sie können natürlich viel behaupten, ihr gutes Recht. Ob Sie von dieser Behauptung auch noch überzeugt sind, wenn Sie das Nachfolgende ganz gelesen haben?

    Zur „Gleichschaltung“ der Medien
    Albrecht Müller
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=13764#more-13764

  • schorsch

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    @oje
    bestimmen ist was anderes als existieren

    also heimatzeitung,
    esser und kittel (deren verhältnis wohl mit dem mz-umbau und dem kittelbürohausabriss ein wenig distanzierter wurde)
    und deren zugriff auf alles, ausser wochenblatt und rd, dafür aber im kompletten privatrundfunk- das sind latürnich keine verhältnisse die jetzt unbedingt das wort „gleichschaltung“ erzwingen.

    aber:
    zitat
    Was Swinton da von sich gab, mag zwar plakativ sein, Realität ist es jedenfalls nicht. Jedenfalls meistens nicht…
    zitat ende

    das drängt nun 2 fragen auf
    1. wohnst du wirklich in regensburg
    2. hattest du, als sie die jubiläumsausgabe der blöd-zeitung gespammt haben gerade urlaub
    (es drängt sich zwar auch die frage auf wo du denken lässt, da tu ich jetzt aber die fehlenden drei punkte deines pseudos hin) …

  • Mathilde Vietze

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    Ich begrüße diese Aktion. Eigentlich müßte es den Kirchen-
    oberen ein Anliegen sein, die schwarzen Schafe von der üb-
    rigen „Herde“ zu trennen, um das ramponierte Ansehen der
    gesamten Kirche wieder zu verbessern.
    Stattdessen übt man sich im Vertuschen und – natürlich ist
    mal wieder die „kirchenfeindliche“ Presse schuld, die alles
    aufbauscht.

  • Veronika

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    Auch ich bin begeistert, vor allem weil es – man wird es nie beweisen können – eines noch andauernden Hungerstreiks von Norbert Denef (netzwerkb.org) und des Weggangs des polarisierenden Oberhirten bedurfte, um so etwas endlich durchsetzen zu können. Dennoch bezweifle ich, dass das Archiv nicht zuletzt deshalb erstellt werden könnte, um einen „schlagenden, Stühle werfenden Bruder“ besser dastehen zu lassen.

  • Veronika

    |

    @Mathilde Vietze: Es ist mir ein Anliegen, dies klarzustellen:
    Selbstverständlich ist IMMER die „kirchenfeindliche Presse“ schuld. Niemand hat jemals von „gottfeindlicher“ oder „glaubensfeindlicher“ Presse gesprochen/ geschrieben.
    Kirche = Organisation = Unternehmung auf Grundlage eines Produkts/ einer Produktidee. Gott und Glaube könn(t)en hier Teil der Idee sein.

  • Karl Murxi

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    Als 2002 die katholische Kirche in den USA von Missbrauchsfällen erschüttert wurde, veröffentlichte die Zeitung „Christian Science Monitor“ Ergebnisse einer Untersuchung, wonach die Quote pädophiler Seelsorger und Kirchenmitarbeiter in den protestantischen Kirchen der USA um zwei bis drei Prozent höher liegt als in der katholischen Kirche. (Übrigens: Protestantische Pastoren leben bekanntlich nicht zölibatär.) Die protestantischen Kirchen Amerikas sind also noch zu einem höheren Anteil von Pädophilie betroffen als die Katholische Kirche in den USA. Skandalisiert wurden in den USA trotzdem nur die Katholische Kirche! In Deutschland ist die Situation auch nicht viel anders: Die mediale Skandalisierung richtet sich nur auf die katholische Kirche… Von den rund 15.000 Kindesmißbrauchsfällen (Landeskriminalämter rechnen mittlerweile mit über 200.000 Fällen jährlich) die pro Jahr staatsanwaltlich in Deutschland erfasst werden, spielten sich die wenigsten aber in einem kirchlichen Rahmen ab. Aber trotzdem muß die katholische Kirche für dieses Gesamtgesellschaftlichen Problem als Sündenbock dienen.
    Die Kindesmißbrauchsfällen, die medial serviert wurden, passierten vor 30 bis 50 Jahren. Interessant, daß nur die Katholische Kirche hier am Pranger gestellt wird. Regensburg digital sollte es z. B. den Mißbrauchsskandal in der Odenwaldschule genauso minutiös darstellen, wie sie die Regensburger Domspatzen skandalisiert. [NUr am RAnde bemerkt: nicht darüber zu berichten ist immer noch besser, als Absurditäten wie die Frankfurter Rundschau tut, zu verbreiten: So titelte Frankfurter Rundschau in einem Beitrag „Was wusste Ratzinger? Papst soll zu Odenwald Stellung beziehen“. Ein kleines Detail am Rande hat die Zeitung allerdings übersehen haben: Die Odenwald-Schule entstammt aus der „reformpädagogischen Bewegung“ am Beginn des 20 Jahrhunderts und hat mit der Kath. Kirche nichts aber gar nichts zu tun…]

    Se xueller Missbrauch ist mit Sicherheit im Fall katholischer Geistlicher besonders tragisch und verletzend aufgrund des Anspruches, welches das Amt des Priesters in der Nachfolge Christi erhebt. Aber das Problem des Kindesmißbrauchs nur auf katholische Priester zu fokusieren ist heuhlerisch. Vielmehr müßte die Gesellschaft und vorallem die sogenannten „Experten“ sich fragen was die sogenannte „Kulturrevolution“ der 68-er mit ihrer „s exu ellen Befreiung“ gebracht hat: Eine Gesellschaft, in der Kauf- Rauschgift- und Se x ualsucht boomen, in der die Familie – als Programm! – immer mehr zur Auflösung gebracht worden ist, S extourismus mit weltweit Zigtausende mißbrauchte Kinder, Jugendliche und Frauen… Die, die nun am meistens schreien und mit dem Finger empört auf die Katholische Kirche zeigen, sind genau diese alt-68-er. Daß sie in den 70-er und 80-er selber Päd ophile hätschelten, so z. B. die Grünen 1985 sogar im Vorfeld der Landtagswahlen in NRW für die Legalisierung der Pädo philie kämpften, wird dabei verschwiegen.

  • mkveits

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    „…. oder Menschen missbraucht werden …“

    „Es mögen Fische sterben oder Menschen, das Baden in Seen oder Flüssen mag Krankheiten erzeugen, es mag kein Öl mehr aus den Pumpen kommen, und die Durchschnittstemperaturen mögen sinken oder steigen: solange darüber nicht kommuniziert wird, hat dies keine gesellschaftlichen Auswirkungen.“
    (Luhmann)

    Der Versuch, den „Beitrag“ der kath. Kirche in welcher Form auch immer zu relativieren oder „klein“ zu schreiben, ist schon im Ansatz zum Scheitern verurteilt. Das hat auch mit dem eigenen kirchlichen Sendungsauftrag und der Frage der gelebten Glaubwürdigkeit zu tun.

    Ein Freund berichtete mir heute Mittag, dass er gerade das Buch „Das Sexleben der Päpste“ lese.

    http://www.rezensenten.de/content/view/191/27/

    Womöglich liegt in dem darin dargestellten, Jahrhunderte währenden Amts- und Machtmissbrauch ein endlich – jedenfalls partiell – zu durchbrechendes Selbstverständnis, wozu die hier vorgestellte Initiative einen wichtigen Beitrag leistet.

  • Die Beobachterin

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    @ Karl Murxi und alle anderen hier:

    Die katholische Kirche steht für ein System, ein System, wie sie den Menschen Glauben, auch Umgangsformen und Moral beibringen und das seit mehr wie 2000 Jahren, bei den Reformierten sind erst gut 500 Jahre.

    Dies System hat sich (unbewusst) in zig anderen Systemen manifestiert (Bankenwesen etc.).

    Darum kann man die katholische Kirche, nennen wie man will.

    Es geht darum, was nach wie vor unbewusst wirkt, da es seit Jahrzehnten/Jahrhunterten/Jahrtausenden eingeprägt hat.
    Die katholische Kirche steht auch für Patriarchismus, in der Frauen nur eine Rolle am Rande haben, wenn überhaupt.
    Auch macht es den Eindruck eines geschlossenen Vereins, den nur die Internen verstehen – sprich Theologen und so fern der Menschen ist.

    Diese Themen reisse ich so nur mal an, ich denke, man könnte noch viel detailierter und konkreter darauf eingehen, ich weiss.

    Worum es mir geht.

    Offiziell sind 2010 die sex. Missbräuche in der katholischen bekannt.
    Geredet wurde viel. Auch sehr kompliziert. Hat sich was für die Betroffenen, die Opfer verändert? Ganz ehrlich! NEIN.

    ca. 800 Tage hatten sie schon Zeit und auch Chancen, konkret was zu ändern, sichtbar, diese Chancen wurden verpasst.

    Die Betroffenen leben, sie sind Menschen, keine Akten, die man einfach verstauben lassen kann.

    Ich bin auch Betroffene von sexualisierter Gewalt durch einen Fremden auf einem öffentlichen Spielplatz, dies hat mein Leben massivst geprägt und tut es noch immer, egal wie ich viel ich schon aufgearbeitet habe. Weg vom Tod – hin zum Leben, aber durch die Hölle. Darum bitte ich die, die solche eine erschütternde Erfahrung nie gemacht habe, darum, dass den Betroffenen mehr Respekt und Achtung entgegengebracht wird. Denn noch zu leben, oder zu leben ist ein Geschenk und für Betroffene keine Selbstverständlichkeit – sondern ein Kampf, leider auch die Gesundheit betreffend und davon haben wir nur eine.
    Zudem wird auch vergessen, dass die Betroffenen von sexualisierter Gewalt – ebenso ihre Familien da involvieren und dies für ALLE Folgen hat – bis hin in die nächsten Generationen und sich eine neue OpferGeneration bildet, die dann wieder anfällig ist für ….

    DA so viel damit verbunden ist und soooo grosse Kreise zieht.

    Sind JETZT die Betroffenen von sexualisierter Gewalt soweit, dass sie sich finden und treffen und sich austauschen und sich für IHRE RECHTE und Anliegen gemeinsam einsetzen.

    Und diejenigen Institutionen, die leider noch immer nicht lernen, wie auch die katholische Kirche, die unser aller Leben so subtil bestimmen, durch die unbewussten Kodexe etc… werden sich dem nun stellen müssen, damit an der Basis und in den Köpfchen sich was verändert und zwar nachdrücklich und nachhaltig für alle Betroffenen und deren Familien.

    Da es eben die Rechsstaaten gibt, gilt es auch auf der Ebene Veränderungen anzustreben durch die Aufhebung der Verjährungsfristen – immer mit dem Ziel, die Menschenrechte der Betroffenen zu stärken und so den Institutionen und auch den Tätern und Mittätern keine Chance mehr zu geben, zu vertuschen, andere klein zu machen, Druck auszuüben, Machtspiele zu spielen zu Lasten Schwächerer und auch um Betroffene vor Retraumatisierungen zu verschonen, die meist die Täterschaft und deren Mithelfer aus Angst und Dummheit in Gang setzen, da diese verlernt haben, sich menschlich zu verhalten. Und sie sich so in den eigenen Schwanz beissen, nach vorne lehren sie „Menschlichkeit und Glauben und und Umgangsformen“ halten diese aber selber nicht ein.

    Die Menschen sind nicht mehr dumm. Sie können differenzieren, was kommt von Gott und der geistigen Welt, was kommt vom Bodenpersonal.

    Gott kann man blind vertrauen, den Menschen nicht. Da es darauf ankommt, wie menschlich, fair, klar etc. sie sind.

    In der Geschichte hat es immer wieder Zeiten der Freizügigkeit gegeben, genauso wie es sicher schon immer sexualisierte Gewalt gegeben hat, auch in der Kirche.

    Nur das Bewusstsein der Opfer hat sich JETZT geändert, nun sind die Zeiten vorbei des Vertuschens, des unter den Tisch wischens etc.

    Es liegt auch an den Menschen, je mehr sie die Betroffen wieder IN die Gesellschaft holen, sichtbar und fühlbar, denke ich, umso schneller kann sich was verändern und umso weniger müssen sich die Betroffenen an die Kampfplätze der Politik, der Kirchen ran.

    Wer negiert, verdrängt, muss sich dann nicht wundern, wenn er dennoch damit konfrontiert wird. Unerledigte Themen wollen bearbeitet werden.

    Betroffene stehen unter einem Leidensdruck um Leben und Tod, genauso der Gesundheit. Sie müssen das Thema schom ansehen weit über die Schmerzgrenze. Darum findet man dann auch irgendwann raus, kommt aber auf die Hilfe und das Umfeld an…. Traurig, wenn dabei die Menschen, um glückliches Leben gebracht werden, nur weil der Täter, diesen Menschen als Kinder oder Jugendliche – mal schnell deren Gelüste oder Machtphantasien ausgelebt haben.

    Die Gesellschaft ist soo gepoolt, dass die Täter schneller glücklich werden dürfen und so manchmal in ihrem Verhalten bestärkt werden (Wiederholungstäter – da der Knast – nur eine Zwischenstation ist – sich die Täter in sich nicht ändern und auch GESCHÜTZT werden durch die Gesetze in ihren Menschenrechten).

    Während die OpferBetroffenen ihre Menschenrechte durch die Tat sofort verloren haben! Und nackt vor der Gesellschaft stehen und sich zig Menschen in die Intimsphäre hängen – das Thema Schutz – hier nur eine Farce ist!

    Warum trauen sich so wenige Opfer zu einem Justizprozess? Warum und Wieso sind viele amtliche Stellen noch immer nicht so ausgebildet, dass sie respektvoll und achtsam mit den Betroffenen umgehen (ohne Retraumatierungen, Beleidigungen, Lächerlichmachen, klein machen, nicht ernst nehmen und erniedrigen – und auch noch Machtspiele spielen? Habe ich alles selber erlebt!!

    Die Betroffenen stehen JETZT auf und das ist gut so.

    Wieso werden Opfer auch manchmal zum Täter? Weil sie da mehr Gehör und Hilfe erhalten? Was ist da krank und schief gelaufen ?!

    Der Grad ist dünn…

    Darum wollen die Menschen endlich Boden unter den Füssen und keine Falltüren, die ihnen ständig den Boden unter den Füssen nehmen (Retraumatisierungen etc.)…

    Auch Achtung und Respekt vor sich selber – damit sie weiterleben können.

    Mit herzlichen Grüssen

    Die Beobachterin und Betroffene

  • Bert

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    @karl murxi

    Das Problem Kindsmissbrauch soll man nicht auf katholische Priester reduzieren. ok. Vergewaltugt und missbraucht wurden Kinder aber schon vor den 68ern, auch in der katholischen Kirche. Nur hat damals niemand darüber gerdet.

  • Karl Murxi

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    @Veits
    Heute wird es der gesamte Blasphemie- und Skandalbedarf dieser Gesellschaft fast ausschließlich auf Kosten der katholischen Kirche befriedigt. Im Sinne der Religionssoziologie Niklas Luhmanns hat diese Ineinssetzung der katholischen Kirche mit dem Bösen schlechthin quasi-religiösen Charakter. Ihre Reduzierung der Wirklichkeit auf ein Simples, kann ich nur mit einem schönen Wort kommentieren: Gegen einen Misthaufen kann man nicht anstinken…

  • FloJo

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    Da bin ich einmal gespannt wie diese ganzen Themen von „damals “
    heute von der neuen Führung aufgearbeitet werden.

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    Ins Genick gewichst – „Dreh dich nicht um, ich geb dir jetzt ein Zäpfchen“ – Anständig stöhnen – Eine Menge Kommentare

    SPIESSRUTENLAUF IM BISTUM REGENSBURG
    Ins Genick gewichst
    Wenn ein erwachsener Mann den Kopf eines Kindes zwischen die Beine nimmt, stöhnend seinen Penis am Genick des Kindes reibt, während er ihm gleichzeitig auf den nackten Hintern schlägt, dann ist das kein sexueller Missbrauch. Das Stöhnen kann nämlich von der Anstrengung beim Verprügeln kommen.
    Absurd? Grotesk? Bizarr? Mag sein – aber so sieht es das Bistum Regensburg, bzw. ein vom Bistum beauftragter Nürnberger Rechtsanwalt.
    http://www.regensburg-digital.de/ins-genick-gewichst/19042012/

    „Dreh dich nicht um, ich geb dir jetzt ein Zäpfchen“ – Der Film dazu
    … 50 Jahre ist es her, dass Udo Kaiser die Vorschule der Domspatzen in Etterzhausen besuchte. Wenn er heute von dieser Zeit erzählt, gerät seine Stimme ins Stocken, seine Augen werden feucht. Gedemütigt und geschlagen hätten sie ihn, sagt er. Aber nicht nur das: Eines nachts habe ihn der Präfekt aus dem Schlafsaal geholt. „Schlafanzughose runter, Kopf zwischen die Oberschenkel. Und dann hat sich bei jedem Schlag das erigierende Glied am Hinterkopf gerieben. Es war furchtbar.“ Der Täter habe dabei geschwitzt und gestöhnt. …
    http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/kontrovers/120418-kontrovers-bistumr egensburg100.html

    …………………………………………………………………………………..

    http://gewalt-im-jhh.d/hp2/Blick_uber_den_Tellerrand_7/blick_uber_den_tellerrand_7.html

    http://gewalt-im-jhh.de/Blick_uber_den_Tellerrand_3_-_/blick_uber_den_tellerrand_3_-_.html

    …………………………………………………………………………………..

  • Veronika

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    Selbstverständlich wurde nicht nur in den Reihen und Einrichtungen der Röm.-Kath. Kirche missbraucht. Was mir aber gegen den Strich geht ist die Tatsache, dass gerade von dieser Seite, welche in alle soziale Belange dieser Republik Einfluss nehmen will und nimmt, am Deutlichsten geblockt wird.
    Die zurückliegenden Klage(n) gegen Herrn Aigner, die man jetzt ja wohl sogar „von ziemlich weit oben gesteuert“ sehen muss (ein Kirchenmusikdirektor Georg Friedrich Zimmermann (+1984) lässt unerfreulich grüssen) zeigen ja, was bis zum aktuellen Zeitpunkt beabsichtigt war und ist.

  • Georg Auer

    |

    Schweigegelübte der Hofmedien des Bistums Regensburg:

    In den heutigen Tageszeitungen im Bistum Regensburg ist unter „Bayern aktuell“ ein seitenlanges Interview mit dem neuen Präfekten der Glaubenskongregation von Rom, Prof. Dr. Gerhard Ludwig Müller (ehemals Bischof von Regensburg), abgedruckt: …“Erzbischof Gerhard Ludwig Müller stand am Freitag noch einmal Pressevertretern in Regensburg Rede und Antwort.“

    Deshalb verwundert es einem auch nicht, so alle Presseorgane im Bistum Regensburg als dienende Hofschranzen-Presseorgane die Nachricht über die Gründung eines Missbrauchs-Archivs ehemaliger Domspatzen (www.regensburg-digital: Domspatzen gründen Missbrauchsarchiv) einfach ignorierten. Dies zeigt mal wieder deutlich auf, wie unabhängig und meinungsfrei viele Presseorgane in Wirklichkeit sind. In dem Bayern Aktuell –Interview mit Erzbischof Gerhard Ludwig Müller wurde keine einzige kritische Frage gestellt. So ein Verhalten nennt man: „Einem nach dem Mund reden!“

    Einzig und allein dem Internet-blog „regensburg-digital“ ist es wert, den missbrauchten und gedemütigten und misshandelten Domspatzenopfern weiterhin Gehör zu schenken, hingegen die Vertreter der Diözese Regensburg dass Totschweigen der sündigen Kirche – wie auch schon bisher jahrhundertelang – weiter stoisch praktizieren.

    Aber die Wahrheit sucht sich letztendlich immer seinen Weg, schon um der Gerechtigkeit willen. Aber die“ Mühlen Gottes“ mahlen langsam, aber dafür um zu gründlicher und effektiver der Wahrheit wegen.

    Die katholische Kirche sieht im Moment nur lauter Feinde um sich, so dass sie dadurch sogar ihre wirklichen Gläubigen auf dem Opferaltar des „wahren, katholischen Glaubens“ hinschlachtet.

    Und so will ich meinen Redebeitrag hier mit einem Zitat Adalbert Stifters (Die Zukunft des menschlichen Geschlechtes) beenden:
    „Nur wenn man ferne von der Zeit steht, kennt man sie genauer und weiß wie ihr zu helfen wäre. Nur die Geschichte der vergangenen Zeiten ist die einzige, die größte, die weiteste, aber leider sehr oft unbeachtete Lehrerin in menschlichen Dingen; nur ihr können wir unsere Zustände mit vergangenen vergleichen und so zu unserer Erkenntnis und vielleicht auch zur Besserung gelangen.“

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Karl Murxi

    |

    @Georg Auer

    schuldigung, áber ihr Postig klingt ein bißchen nach „Wir befinden uns im Jahre 2012 n. Chr. Ganz Regensburg ist von dem bösen Regnsburger Bistum besetzt… Ganz Regensburg? Nein! Ein von unbeugsamen virtuellen Galliern bevölkertes Dorf namens regensburger-digital hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. …“ Ernst kann man das wirklich nicht nehmen… Sorry, Asterix läßt grüßen

  • FloJo

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    @ Karl Murx

    Anscheinend weisst Du noch nicht um welche Themen es hier eigentlich geht!

    In Etterzhausen der damaligen Vorschule der Regensburger Domspatzen , wurden Jungen damals von Knabenschändern missbraucht (= die bekamen lange Zäpfchen rein =)
    Und zur Erinnerung , auch wurden in Etterzhausen damals die Kinder mit einer derartigen brachialen Gewalt erzogen.
    Folgeschäden?

    Wenn Du solche Themen lustig findest dann Prost und Mahlzeit!
    Auch empfehle ich Dir dieses Lied zum Thema Vorschule
    Etterzhausen der Regensburger Domspatzen.

    Höre bitte einmal rein……..

    Karl Murx
    ein bisschen mehr Respekt kann man auf Bezug bestimmter Themen schon zeigen , oder?

    http://www.jojasper.de/selbstwert.html

  • Georg Auer

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    @FloJo. Danke für Deinen Beistand! Aber bei solchen Typen ist jede Antwort vergebene Müh‘. Der Name „Murxi“ ist hier Programm und Identität. Aus solchem Geist und Mund entströmt nur „Murx“ und Nonsens. Er ist ein verkleideter Römer im Gewand eines Galliers. Aber der wirkliche Asterix wird ihn entlarven und in die römischen Jagdgründe schicken. Also – keine Angst vor „Murxisten“!

  • Karl Murxi

    |

    FloJo
    1. Wenn ich schon Respekt zeige , dann gewiss zuerst Personen gegenüber. Kennen wir uns, oder warum dutzen Sie mich?
    2. Diese schwarzweiße Denkmuster was in den Foren der regensburger-digital herrscht, wird schon langsam peinlich. Vorallem immer die selbe Klientel. Mann könnte sagen, schon etwas clubhaftig, hier die Atmosphäre. Man kloppft sich gegenseitig auf dem Schulter, wenn man die gleiche Meinung vertritt. Ansonsten wird man verkloppft… Toleriert wird also nur die eigene mainstream Meinung. Aber das es keine Sippenschaft in Deutschland mehr gibt, ist hier noch nicht ganz angekommen. So ist es auch mit dem Mißbrauch. Schuld ist immer nur der Einzelne! (Wenn ein Lehrer ein Kind mißbraucht, dann ist ja auch nicht die ganze Schule, das Kultusministerium, usw. schuld daran!!! Gesetzlich verurteilt wird ja auch nur die Person!)
    Ein bißchen mehr Differenzierung würde hier auch nicht schaden.
    3. Ansonsten meine Meinung zum Thema hätten Sie FloJo, etwas weiter unten auch noch einmal nachlesen können, wenn Sie bloß nur langsam nach unten gescrollt hätten…

  • Bert

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    @Karl Murxi

    Können oder wollen Sie nichts verstehen? Wäre die katholische Kirche in ihrer Führungsebene anderes mit demn Missbrauchsfällen umkgegangen und hätte nicht – wie z.B. hier in Regensburg – fleißig vertuscht und sich nun auch noch geweigert, irgendeine Verantwortung einzugestehen (keine Entschädigung, Serienbriefe etc.) gäbe es keinen Grund, darüber immer wieder zu berichten und immer wieder darauf hinzuweisen.

    Und ganz ehrlich: Das Argument, das Sie und das Gros der Führungsspitze des angeblich göttlichen Bodenpersonals hier zum Besten geben a la „Wo anders werden doch auch Kinder vergewaltigt. Lasst uns in Ruhe.“, um die Kirche als verfolgte Unschuld darzustellen ist einer Institution, die sich Nächstenliebe etc. aufs Markenemblem schreibt nur noch unwürdig.

    Sie flüchten ins Allgemeine fabulieren, um sich nicht mit den belegten Fällen befassen zu müssen, in denen Verantwortliche der Diözese im Speziellen und der katholischen Kirche im Allgemeinen buchstäblich ins Gesicht spucken („Ihre Schilderungen sind nicht nachvollziehbar“, „Seinen Penis am Hinterkopf eines Kindes reiben ist doch kein Missbrauch“ etc.).

  • Bert

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    Nachtrag:

    Ich meine natürlich den Opfern ins Gesicht spucken.

  • Karl Murxi

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    Daß nicht jeder von diesem anti-römischen Affekt, das im deutschsprachigen Raum herrscht, infiziert ist, ist sicherlich schwer für einige leidenschaftlich-„engagierten“ Katholikenhaßer aus diesem Forum zu ertragen.
    In der Tat hat Katholiken „bashing“ etwas mit Fundamentalismus zu tun, und zwar mit einer Fundamentalismus übelster Sorte, und zwar mit dem
    „aufgeklärten“ Fundamentalismus, der keine andere Meinungen toleriert, der nicht mehr argumentiert, sondern nur herumschreit, beleidigt, herabsetzt und poltert, und der nur einen Feind kennt: die Katholische Kirche. Der antiklerikale Affekt und Haß sitzt dabei tief, sehr tief…

    Hier mal eine andere Seite der Medaille zum Nachdenken für alle engagierten „Kämpfern“ gegen diese katholische Institution:
    Die sexuelle Ausbeutung von Kindern und der Kinderhandel gehören zusammen mit Kriegen, Waffen- und Drogenhandel, Hunger, Ausbeutung und Folter zu den schlimmsten Auswüchsen unserer heutigen Welt. Ein zutiefst beschämendes und riesiges Problem. Rechte wie Linke – und vor allem Mächtige im Establishment: gut organisiert und hochvernetzt in den Kommandozentralen von Wirtschaft, Politik, Kultur- und Medienschaffenden – sind darin verwickelt.
    Wer von denen, die, ohne nachzudenken, die sexuellen Missbräuche katholischer Priester anprangern, redet von den etwa 2 Millionen Kinderprostituierten in Südamerika und Süd- und Ostasien? Jahresumsatz etwa 5 Milliarden Dollar.
    Wer sind die Kunden dieser 2 Millionen unglücklichen «Sexobjekte»? Menschen aus unseren Ländern.

    Nach einer Aids-, Sex- und Tourismusstudie der FU Berlin über den Partnerwechsel Deutscher im Urlaub ‹verbrauchen› bei einem durchschnittlichen Urlaub von 22 Tagen Kindersextouristen im Durchschnitt 8 junge Mädchen – im Vergleich zu sonstigen Sextouristen, die es ‹nur› auf 5 Frauen bringen.

    Die Kindesmißbrauchsfällen, die nun medial einem täglich serviert werden, passierten vor 30-40 Jahren. In Zeiten, in denen der „Europagrüne“ Daniel Cohn-Bendit am Abend des 23. April 1982 in einer Diskussions-Sendung auf dem französischen Fernsehsender „Antenne 2“ u. a. Sätze wie diese von sich gibt: „Wissen Sie, wenn ein kleines fünf-fünfeinhalbjähriges Mädchen sie auszuziehen beginnt, ist das fantastisch. Es ist fantastisch, weil es ein Spiel ist, ein wahnsinnig er otisches Spiel.“ In Zeiten, in denen der „Spiegel“ sehr wohlwollende Artikel zum Thema Pädophilie schrieb (siehe Juli 1980).

    Das waren mal wirklich „tolle“ Zeiten, so schreibt Alice Schwarzer, führende Feministin Deutschlands auf ihrer Homepage: Die 68er gaben den alten Verhältnissen einfach einen neuen Namen: „Was heute endlich als Mißbrauch benannt wird, hieß bei ihnen „Kinderliebe“ und Pädophile waren „Kinderfreunde“. Es wurde den Kindern unterstellt, sie selber wollten es doch auch so, sie hätten „se xuelle Bedürfnisse“, ganz wie die Erwachsenen. In Deutschland konnte man unwidersprochen die „freie Liebe“ mit Kindern fordern. Gerichtsgutachter wie Prof.Helmut Kentler empfahlen in wissenschaftlichen Studien, straffällige Jugendliche „bei pädagogisch interessierten Pädophilen unterzubringen“. „Ideologisch führend waren 68er, etliche von ihnen waren auch in der tonangebenden „Deutschen Gesellschaft für Se xualforschung“ aktiv, wie der Sozialpädagoge Professor Helmut Kentler.“ „Es war in der Tat die Zeit, in der die SPD/FDP-Regierung im Nachklapp zur großen Se xualstrafrechtsreform 1980 auch den § 176 ersatzlos streichen wollte – den Paragraphen, der den s exuellen Mißbrauch von Kindern unter Strafe stellt.“
    Die Feministin fügt hinzu: „Kaum zu glauben, aber wahr: Die Zeitschrift „Emma“ war zunächst die einzige Stimme, die sich dagegen erhob.“
    Frau Schwarzer zitiert aus den deutschen scheinheiligen Medien: „Der machte Front von taz (»Pädophilie ist ein Verbrechen ohne Opfer«) bis Quick (»Die süßen Lolitas«).“
    Die Streichung des Paragraphen 176 konnte verhindert werden: hätte „Emma“ damals nicht protestiert, gäbe es heute in Deutschland noch nicht einmal mehr ein Gesetz, das den Mißbrauch von Kindern verbietet.“

    Adolf Muschg belehrt uns vom «akademischen Hochsitz» aus, dass der sexuelle Missbrauch durch den ehemaligen Leiter der Odenwaldschule, Gerold Becker, ein pädagogisches Mittel der Reformpädagogik sei; der Kirche wirft er dagegen heuchlerisch Doppelmoral vor. Beckers Lebenspartner, Hartmut von Hentig, leugnet die sexuelle Ausbeutung, spielt sie herunter und macht das Opfer zum Täter: Wenn überhaupt habe allenfalls einmal ein Schüler Gerold Becker verführt. Reue, wie von der katholischen Kirche empört gefordert – kein Nanogramm.

    Urs Allemann erhielt, hoch gelobt vom renommierten Zürcher Germanistik-Professor Peter von Matt, für seinen kinderpornographischen Text «Babyficker» den Ingeborg-Bachmann-Preis. Wer geht heute für diese kulturelle Schandtat in sich – was für ein komisches Ansinnen. Moral kennt heute anscheinend nur noch die katholische Welt – und wird als einzige an den Pranger gestellt. Zufall?

    Wer kennt noch die deutsche Kindersexdebatte? Nein, keine katholischen Priester. Aus den Reihen der deutschen Grünen kam 1985 der Vorschlag, «gewaltfreie, sozusagen zärtliche geschlechtliche Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern endlich zu entkriminalisieren».Details nachzulesen bei Siegfried Uhl: «Die Pädagogik der Grünen». Wo bleibt die Reue der Grünen? Die man von der katholischen Kirche so vehement fordert.

    Interessant auch: Die scheinheilige Ministerin Leutheusser-Schnarrenberger ist führendes Mitglied der atheistischen Organisation „Humanistische Union“, die in einem Beschluß des Jahres 2000 bedauert, daß das deutsche S e xual – und Jugendstrafrecht Kinder und Jugendliche schützt. Die „Hum. Union“ betrachtet die – Zitat – „Unterstellung“, daß se xu elle Beziehungen unter altersungleichen Hom ose xuellen von vornherein und typischerweise gewaltbesetzt und erzwungen sind als „fiktiv“. Auf der Basis dieser „verzerrten Wirklichkeitsdarstellung“ würde eine „geradezu kreuzzugartige Kampagne gegen Pädophile“ geführt. Laute Widersprüche, die keinem Journalisten auffallen. Wieso?

  • Bert

    |

    @Karl Murxi

    Wie schon gesagt: Sie lenken ab und sind nicht in der Lage, sich mit den aktuellen Verfehlungen der kath. Kirche auseinanderzusetzen. Typisch.

  • Karl Murxi

    |

    @Bert

    Was Sie hier inszenieren Bert, ist nicht mehr und nicht weniger als die alte Masche eines „aufgeklärten“ Fundamentalisten, der nicht mehr argumentiert (-Sie haben eigentlich gar keine Argumente- ) , sondern nur beleidigt und herabsetzt. Der alte antiklerikale Affekt und Haß sitzt auch bei Ihnen sehr tief…
    Also q.e.d.: Typisch Fundamentalist!

  • Oje...

    |

    Lieber Herr Murxi,
    ich kann meinem Vorredner zu beipflichten: Sie lenken ab.

    Was meinen Sie, sollten die Themen eines regionalen Regensburg-Blogs sein – Kindermisshandlung in Fernost oder Kindermisshandlung in Regensburg? Na?

    Übrigens wirft niemand hier der regionalen Heimatzeitung vor, dass sie sich im Lokalteil nicht mit ersterem (der Situation in Fernost) beschäftigt. Warum? Nun, weil es schlicht nicht Aufgabe eines Lokaljournalisten ist, sich mit derlei Themen zu beschäftigen. Dies wäre Aufgabe eines Journalisten im „Weltgeschehen“-Teil der MZ (ob er’s dort tut, lassen wir mal dahingestellt).

    Man darf und sollte der MZ allerdings durchaus vorwerfen, dass sie gewisse lokale und regionale Themen ausklammert. Dies eben tut Regensburg-Digital nicht – und ist deshalb dafür zu loben.

  • schorsch

    |

    Karl Murxi sagte am 5. Juli 2012 um 23:55 Uhr :Heute wird es der gesamte Blasphemie- und Skandalbedarf dieser Gesellschaft fast ausschließlich auf Kosten der katholischen Kirche befriedigt.

    blasphemie, latürnich ja, wie sollte man sich auch sonst aus der sebstverschuldeten unfähigkeit mit dem umzugehen,was um einen herum passiert erlösen?
    no gods, no masters heisst der spruch (was natürlich nur gilt, wenn man nach einem freien, sebstverantworteten leben strebt, und auch über seine taten rechenschaft abzulegen bereit ist).es ist halt durchaus ein päckchenn, was zu schultern ist, wenn man sagt, es war mein wille.
    -da fehlts bei vielen, aber für eine gleichsetzung (der kirche) mit jedem anderen private-equitity-unternehmen würd ich sagen taugts

    “Wir befinden uns im Jahre 2012 n. Chr. Ganz Regensburg ist von dem bösen Regnsburger Bistum besetzt… Ganz Regensburg? Nein! Ein von unbeugsamen virtuellen Galliern bevölkertes Dorf namens regensburger-digital hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. …”

    latürnich auch,
    denn wer hat denn die lufthoheit in den printmedien über regensburg und umgebung?
    zufälligerweise dieselben nasen, die auch die privat-tv und-radios besitzen.
    kurz: wochenblatt & rd ! (ist nicht) esser&freunde
    darum bin ich auch so froh, das es diese plattform gibt.

    Karl Murxi sagte am 10. Juli 2012 um 08:54 Uhr :
    Wenn ich schon Respekt zeige , dann gewiss zuerst Personen gegenüber. Kennen wir uns, oder warum dutzen Sie mich?

    -türlich, -türlich
    so wie du dich hier darstellst, ist es vermutlich besser dich zu sietzten
    1. wenn es keine sippenSCHAFT mehr geben würde in diesem unseren lande, wär das extrem angenehm.

    2.wenn du schon mit csn kommmst(5. Juli 2012 um 14:31 Uhr- eine unglaublich blöde instrumentalisierung einer zeitung mit purlitzerpreisen einerseits, und eben der geschichte dahinter, das die gründerin GEGEN christian sience, aber FÜR ihren glauben eintreten wollte) dann hätt ich da zumindest gern nen link drauf, denn selbst suchen mit „Christian Science Monitor 2002 pedophilia“ bringt nix von dem was du da schreibst hoch.

    3. und wichtigst (und schwierigst)
    es geht bei dem ganzen um eine sebstbestimmte, freie sexualität, ohne das jemanden von jemand anderen eingeredet wird, was gut oder schlecht ist.
    das problem hierbei ist, das, um das spiel mit dem körperlichen adäquat zu erforschen, es unbedingt notwendig ist, das der/die (wo) interessiert ist, nicht vom gegenüber überfahren wird.
    es ist leicht einen unerfahrenen menschen auszunutzen, und ihm zu suggerieren, das das was jetzt passiert, genau das ist, was er/sie jetzt will(im nettesten fall), oder im warscheinlichen normalfall, einfach eine possition der übermächtigkeit zur eigenen befriedigung auszunutzen.
    aber selbst dann, wenn man so einen scheiss für toll hält/gehalten hat, wäre es ein zeichen von erwachsensein (reue?), wenn man dann später zugibt, das man sich in (und an) seiner machtposition aufgegeilt hat.
    das macht zwar die entstandenen schäden am gegenüber nicht geringer und es soll auf keinen fall eine rechtfertigungsmöglichkeit andeuten, aber ich dachte ich bis jetzt, das ER ja angeblich denen, die wahrlich bereuen, immer vergibt ( ich mahne aber in diesem zusammenhang an, das kurz vor der letzten ölung ein unglaublich unpassender zeitpunkt zum bereuen ist).
    nun zu deinem superpostig
    Karl Murxi sagte am 5. Juli 2012 um 14:31 Uhr :
    Aber das Problem des Kindesmißbrauchs nur auf katholische Priester zu fokusieren ist heuhlerisch. Vielmehr müßte die Gesellschaft und vorallem die sogenannten “Experten” sich fragen was die sogenannte “Kulturrevolution” der 68-er mit ihrer “s exu ellen Befreiung” gebracht hat: Eine Gesellschaft, in der Kauf- Rauschgift- und Se x ualsucht boomen, in der die Familie – als Programm! – immer mehr zur Auflösung gebracht worden ist, S extourismus mit weltweit Zigtausende mißbrauchte Kinder, Jugendliche und Frauen… Die, die nun am meistens schreien und mit dem Finger empört auf die Katholische Kirche zeigen, sind genau diese alt-68-er.
    ÄHM
    es zeichnet dich erstmal aus, das du anscheinend nicht in der lage bist, sexualität als zusammenhängendes wort zu schreiben.(ebenso wie später pädophilie)
    das legt jetzt ein weinig den schluss nahe, das du mit plattformen wie gay-regensburg.de (ist nur ein beispiel, und keine unterstellung) erfahren bist, und angst hast, das dich der automatismus zensiert, oder schwerwiegende probleme (im umgang mit sexualität) vorliegen.

    dann möchte ich dir noch die angst nehmen, das es sich hier um einen club handelt.
    -ich habe zwar mit herrn aigner schon mehr als ein bier am gleichen ort getrunken, allerdings bezweifle ich, das er weiss, das das hier mein pseudonym auf dieser seite ist, wie auch ich von keinem der pseudonym-schreiber hier den klarnamen kenne, wiewohl ich bei dem einen oder der andern durchaus symmphatien für das durchscheinende gedankengebäude hege.

    es handelt sich hier um deutschland 2012-nicht anfang 1962 (nie vergessen-wichtig)
    und das sie den postings von „bert“ nur ein „selber“ ohne auf das einzugehen was er schreibt entgegenzusetzen haben, zeugt von infantilem beleidigtsein

  • Karl Murxi

    |

    Auweiha @Schorschi
    … anscheinend habe ich voll in ein Vespennetz gestohen?

    Ihre rührende Bemühungen @Schorschi mich persöhnlich zu treffen, sind beachtenswert, allerdings lassen diese auch tief in Ihren seelischen Abgründe blicken.
    Ansonsten: Statt argumentative Auseinandersetzung, nur persöhnliche Diskreditierung. Dieser Strategie der persöhnlichen Diskreditierung des Andersdenkenden haben sich schon manche totalitäre Ideologien bedient.

    Nihil novi sub sole: Noch ein „aufgeklärter“ Fundamentalist, der tut, was er am besten kann: Wütend herumpoltern und herabsetzen, statt sachlich argumentieren, diskutieren.

    Mit der Recherche hakt auch a bißl @Schorsch, gell?
    http://www.csmonitor.com/2002/0405/p01s01-ussc.html

  • Grass

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    Der Schorsch hat wohl ein Bier mit Aigner zuviel getrunken, als er seinen Kommentar verfasst hat… … da kann aber der Aigner nix für…

  • Angelika Oetken

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    Liebe „Gruppe ehemaliger Domspatzen“,

    was Sie vorhaben ist genau der richtige Weg.

    Zudem ist es ratsam, sich mit schon existierenden Initiativen von Betroffenen, die ebenfalls von Menschen missbraucht wurden, die im Kirchenmillieu Jagd auf Opfer machen zusammen zu schließen.

    Letztendlich sind die institutionellen Umstände und menschlichen Mängel, die Missbrauch ermöglichen in jedem Bereich ziemlich ähnlich.

    Im Bereich der RKK sind es Fälle organisierter Übergriffigkeit, die von der Institution einerseits begünstigt werden, andererseits kaschiert.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, Betroffene sexualisierter Misshandlung in der Kindheit

    P.S. ich wünsche Ihnen viel Unterstützung seitens vernünftiger und aufrechter Mit-Menschen. Innerhalb und außerhalb der RKK gleichermaßen. Ich glaube, es wird derzeit schwierig, in Deutschland eine Firma mit einer ähnlich hohen Rate an Mitarbeitern zu finden, die schon lange innerlich gekündigt haben. Zu Recht!

  • schorsch

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    @ karl murxi
    nu mal butter bei die fische
    schön, das du mir den link gesetzt hast, nun kann man auch das ordentlich zerpflücken.
    zitat:
    „The Catholics have gotten all the attention from the media, but this problem is even greater with the Protestant churches simply because of their far larger numbers,“ he says.

    Of the 350,000 churches in the US, 19,500 – 5 percent – are Roman Catholic. Catholic churches represent a slightly smaller minority of churches in the CMR surveys which aren’t scientifically random, but „representative“ demographic samples of churches, Dr. Cobble explains.
    zitat ende.

    hast du noch irgendwas argumentatives?
    evtl. sogar irgendwas, das mit der situation hier und jetzt zu tun hat?
    freilich passieren woanders scheussliche dinge, das macht aber keinen unterschied für die situation hier.

    (und übrigens @ heisst soviel wie an, kommt von englisch at, deshalb schreibt man nicht „auweia @schorschi“)

  • Immanuel K. Anti

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    Der Artikel im Christian Science Monitor ist wirklich lesenswert, obwohl er zehn Jahre alt ist.

    Am Ende der ersten Seite erfährt man, dass sich amerikanische Kirchengemeinden gegen Missbrauchsfälle versichern.

    Ehrlich, ich denke mir das nicht aus: Die zweite Seite endet damit, dass die Missbrauchsfälle zurückgegangen sind, weil die Kirchen kostspielige Prozesse fürchten.

    Das amerikanische Rechtssystem ist mitunter wirksam, aber seltsam.

    Interessant und einleuchtend fand ich die Erklärung für die Tatsache, dass Protestanten offenbar anzeigefreudiger sind: Sie stellen ihre Priester nicht auf einen derartig hohen Sockel wie die Katholiken.

  • SG.

    |

    Hallo Leute,

    man sollte sich jetzt einmal auch an die richtigen Themen halten oder konzentrieren und dazu dann ausführlich kommentieren. Ich finde das echt so sehr krass und ein wenig ominös , so wie hier eben ausführlich getextet wird. Nach meiner Meinung passen eben 50% davon wirklich nicht zu den Themen Domspatzen und Missbrauch.

    Oder ist hier noch niemanden etwas klargeworden ….
    Es geht hier um die Regensburger Domspatzen.
    Auch geht es hier um diese Vorschule aus Etterzhausen , die ja bekanntlich eine Eliteschule war.
    Es geht um die Themen Stiftungsgelder , brachiale Gewalt und um Missbrauch!

    Auch ich war damals in dieser Eliteschule und habe dort meine Kindheit abgeben müssen.
    Wer kommt heute für diese Folgeschäden auf und was wird vom Bistum Regensburg noch kommen?
    ( siehe Text )

    Ich war auch als kleiner Junge in dieser Vorschule der Domspatzen in Etterzhausen bei Regensburg. Sie galt zur damaligen Zeit als Eliteschule zur Vorbereitung auf das Gymnasium der Domspatzen in Regensburg. Ich wollte nämlich damals auch ein Regensburger Domspatz werden.
    Es hieß damals: Wer möchte Domspatz werden und eine gediegene Ausbildung mit charakterliche Förderung erhalten ? Unsere Eltern bezahlten auch damals viel Geld dafür! Es gibt viele damalige Schüler, ich auch , die dieses Internat als ein Unrechtssystem erlebt haben und darunter heute noch leiden. Heute nicht nur Leiden sondern bis heute noch deratige Folgeschäden vom damaligen erlebten mit sich tragen! Auch ich bin Einer von ihnen. Was damals geschah,war für eine Kinderseele schwer zu ertragen.Ich habe auch geglaubt, dass das wirklich so sein muss – wirklich so sein muss ?- wirklich so sein muss ? ………
    http://www.tv-etterzhausen.de/DOMSPATZ.PDF
    Ja, ich war damals auch Domspatz, aber ein Stück meiner Kindheit habe ich auch dort abgegeben,
    abgeben müssen!!!!!
    Heute nach so langer Zeit blockiert das Bistum Regensburg und die Stiftung der Regensburger Domspatzen nach meiner Meinung sehr großartig ( irgendwie wollen Sie halt nicht so )
    diese ganze Aufarbeitungen! Andere Baustelle , so heißt es immer wieder , so hieß es immer wieder , obwohl es ja heute wirklich in Etterzhausen immer noch eine sehr sehr langgezogene Domspatzenstrasse dort gibt.
    Auch wurde deren Vermögen der noch jetzigen Stiftung Pielenhofen schon nach Regensburg umgeschichtet und man muss sich fragen , wo heute diese Mietshäuser aus Königswiesen geblieben sind?
    Man muss sich wirklich auch diese Frage gefallen lassen wer eigentlich für diese ganzen Folgeschäden heute nach so langer Zeit dafür aufkommt ? Vielleicht meint heute der Domspatzenkapellmeister Buchener , dass er heute im 21. Jahrhundert in dieser Champions League der Chöre singt und spielt , aber eines muss auch heute klar sein , dass die damaligen Domspatzen aus Etterzhausen damals so sehr dafür den Kopf hingehalten haben. Heute stehen sie großartig in
    den Startlöchern und das Bistum Regensburg und diese Stifung der Regensburger Domspatzen versäumen es wirklich zu diesen Themen eben Charakter zu zeigen und heute alle diese Themen richtig klar zu stellen und auch richtig aufzuarbeiten. Vielleicht auch deshalb diese großartige Blockade eben weil der Bruder vom Georg Ratzinger zu diesen Stiftungsthemen auch mit verwickelt ist?
    Bin einmal gespannt was da noch vom Bistum Regensburg und von dieser Stiftung Regensburger Domspatzen noch alles kommen wird. Vielleicht arbeitet ja der Herrr Gegenfurthner diese ganzen Themen heute richtig auf und bringt heute eben ein wenig Licht ins dunkle damalige Etterzhausen, dieser Elite-Vorschule der Regensburger Domspatzen.

    cu

  • Angelika Oetken

    |

    @Immanuel K.Anti:

    ja, die Sprache des Geldes ist die einzige, die all diese Institutionen wunderbar verstehen….

    Interessant in dem Zusammenhang, dass dieser Bereich der erste ist, in dem Ökumene ganz praktisch und offenbar in trauter Einhelligkeit gelebt wird zwischen den offiziellen VertreterInnen der beiden christlichen Konfessionen: http://www.kollekta.de/

    Die „Kollekta“- homepage ist wirklich lesenswert, da aufschlußreich. Sie hat zudem ein erkleckliches Realsatire-Potential.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, Betroffene sexualisierter Misshandlung in der Kindheit

  • norbert e. wirner

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    in trier ist zumindest ein erstes mal etwas in der thematik geschehen:

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/trier-bischof-ackermann-entlaesst-priester-wegen-sexuellen-missbrauchs-a-844315.html

    das mag jetzt zunächst und objektiv sehr, sehr milde aussehen, und die kürzung von bezügen ist irgendwie keine strafe in dem sinne, was ich unter strafe verstehe.

    ebenso ist es allenfalls eine symbolische handlung, einen alten mann auf seine letzte jahre vom verein auszuschliessen und ihm zu verbieten, rituale zu leiten.

    aber so wenig es auch ist:

    da die fälle verjährt sind und nach unserer rechtssprechung nicht, aber auch garnichts mehr legal geahndet werden könnte, ist die handlung von bischof ackermann mit zustimmung aus rom eine fackel im wind…

    immerhin.

  • Veronika

    |

    Aktuell von meiner Lieblings-Site ;-) „kath.net“:
    http://www.kath.net/detail.php?id=37361

    Also einem erfahrenen, geschätzten und vor allem neutralen Kriminalisten derart „ans Bein zu pinkeln“ finde ich schon allerhand! Wieso findet plötzlich keine Aktenöffnung mehr statt? Wollte man nur abwarten, bis sich die Sache „abgekühlt“ hat, und man mit max. **5.000.– Euro/ Betroffener/ Betroffenem abspeisen konnte?

  • Georg Auer

    |

    Missachtung der Missbrauchsopfer: Das Bistum Regensburg verweigert allen Domspatzen-Missbrauchsopfern die von dort vorher zugesagte Opferentschädigung hinsichtlich sexuellen Missbrauch durch Erzieher oder Präfekten im Kirchendienst. Man behauptet einfach -trotz besserem Wissen-, es gab überhaupt keinen sexuellen Missbrauch im Vor-und Hauptinternat der Domspatzenschulen. Ergo! Es lügt hier entweder die leitende Person des Bistums oder es lügen andererseits alle Missbrauchsopfer-Personen. Warum gab das Bistum Regensburg die Entschädigungs-Anträge nicht an die Deutsche Bischofszentrale weiter? Warum geht das Bistum Regensburg dann nicht konsequenterweise gegen die „Missbrauchsopfer-Lügner “ juristisch (Verleumdungsklage) vor? Warum stellt das Bistum keine Strafanträge gegen frühere Missbrauchstäter und Kinderschläger? Warum verweigert das Bistum eine Aufarbeitung der Missbrauchsfälle bei den Domspatzen durch eine unabhängige Gutachterkommission (Runder Tisch)? All diese Fragen stellen sich mir als ehemaliges Missbrauchsopfer in der Vorschule Etterzhausen der Regensburger Domspatzen. Warum schweigt mich das Bistum als Missbrauchsopfer einfach tot? Dies ist eine besonders gemeine Art von Ignoranz und Arroganz. Dem Missbrauchsopfer vermittelt man so nochmals dessen Minderwertigkeit: „Du bist es nicht Wert, unserer Kirche anzugehören!“. Deshalb hat es wohl System, dass man die Missbrauchsopfer infolge Ignoranz aus der katholischen Kirche drängt. Und so sage ich Dir, meiner Kirche: „-… und Du armselige katholische Kirche. Du bespuckst und geißelst nicht nur die Missbrauchsopfer sondern auch den Heiland Jesus Christus. So Du noch ein wenig Anstand hast, dann verzichte im Glaubensbekenntnis auf den Gebetszusatz: “ … „Ich glaube an den Heiligen Geist, ( -die hl. Katholische Kirche“ )…“ Ich kann bei bestem Willen bei solch unwürdigem Verhalten des Bistums Regensburg gegenüber den Domspatzenmissbrauchsopfern keine „Heilige katholische Kirche“ mehr erkennen, sondern nur mehr eine verlogene und missachtende katholische Kirche den Missbrauchsopfern gegenüber. Und solch eine Kirche betitelt sich auch noch als eine „Mutter-Kirche“! Das Sakrament der Beichte hat die katholische Kirche so selbst entweiht, so sie selbst die Lüge liebt. Ein ehemaliger Domspatz

  • Die Beobachterin

    |

    @Georg Auer,

    Ihre Worte berühren mich sehr. So bin ich denn ein Opfer eines weltlichen Täters und in meiner Aufarbeitung – die mehr wie schmerzhaft war, musste ich dieselben Mechanismen, dieselben „vermeintlichen Schutzsysteme für die Oberen und Täter“ erkennen, wie es sich nun im kirchlichen System immer deutlicher zeigt.

    Auch ich hatte kürzlich die Erkenntnis, dass WIR Opferbetroffene sowohl auf der weltlichen wie kirchlichen Ebene totgeschwiegen werden und uns so lebensnotwendige Kraft entzogen wird – die wir für ein lebenswürdiges Menschendasein – wie es gesetztlich verankert ist und nach Menschenrecht uns zustehen würde.

    Es hat System uns klein zu machen und zu halten, was sich auch in Selbstmordversuchen (gehört auch zu meiner Biografie) wie auch in erfolgten Suiziden anderer Betroffenen zeigt oder in Erkrankungen die schnell zum Tod führen, aufgrund der chronischen langanhaltenden seelischen und körperlichen Belastung…..
    Das sind Fakten.

    Es ist auch kein Zufall, dass in dieser Zeit – soviele Betroffene aufstehen und kämpfen um ein ANDERES Leben, da sie LEBEN wollen und nicht sterben – wie es die Gesellschaft will oder die Kirchen und Institutionen (unbewusst – nicht zu unterschätzen – alte Muster und Glaubenssätze der letzten Jahrhunderte!)….

    Wir wollen leben, aber nicht mehr auf unsere Kosten, sprich auf Kosten unserer Gesundheit, Lebensqualität und auch Möglichgkeiten.

    DAS ist noch nicht angekommen, wo es wichtig ist, aber es ist wichtig, dass WIR es WISSEN.
    Die Systeme sind noch in Machtkämpfe, Hilflosigkeit, Angst, Geld (….), altem Verhalten verstrickt….

    Mir ist es wichtig, um jede Seele, die erkennt, dass das was vermittelt wurde in der Kindheit und das Trauma überwunden werden kann und für sich Konsequenzen und Ziele entwickelt werden können – die BEFREIEN und nach VORNE schauen lassen, was ich selber erlebt habe.

    So bin ich dankbar, wenn sich was bewegt und klar ENDLICH ausgesprochen wird, was SACHE ist.
    Was es mit den Menschen macht und die Folgen sind. Auch wenn es gerade erst im INNERN ist, vor allem der Betroffenen, so wird früher oder später sich daraus was ENTWICKELN, woran die Gesellschaft nicht vorbei kann und dann erst beginnt der Schutz für die jetzige Jugend, da die NEBULÖSEN Geheimnisse und Taten aufgedeckt sind und nicht mehr energetisch herumschwirren und verwirren und CHAOS bringen.

    Ja, Wahrheit macht frei, so hoffentlich auch bald für die Betroffenen der Domspatzen.

    Vielen Dank.

    Die Beobachterin und Betroffene sexualisierter Gewalt im öffentlichen Raum (Spielplatz aus der frühen Kindheit durch einen Fremden – da endete meine Jugend).

  • Angelika Oetken

    |

    Da Tatsachen von den Verantwortlichen in der RKK offenbar häufiger als „Mysterien“ bezeichnet werden, hat Wolfgang Bergmann auf „derStandard“ dazu einen großartigen Beitrag geschrieben http://derstandard.at/1342948020212/Mysterium-des-Missbrauchs—ein-Missbrauch-des-Mysteriums

    Nicht nur wegen des doppelbödigen österreichischen Humors lesenswert, sondern auch, weil es sich bei Herrn Bergmann um einen Mann handelt, der früher einmal für „die Firma“ gearbeitet hat.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, Betroffene sexualisierter Misshandlung in der Kindheit

  • Helena

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    Gute Idee ,

    denn nur so kann diese Champions League heute im 21. Jahrhundert weiter in Regensburg bestehen!
    Am besten noch alle Waisenhäuser oder / und
    Kinderheime abgrasen und der Herr Domkapellmeister Buchner hat mit der heutigen Stiftung der Regensburger Domspatzen immer für jedes neue Schuljahr immer seine neuen Singstimmen!
    Das Geld von dieser damaligen eigenständigen Stiftung Etterzhausen der Regensburger Domspatzen haben Sie ja schon auf dem Konto , also sollen / dürfen sie heute auch damit Glücklich werden!

    Geraubte Kindheit

    http://www.onlinezeitung24.de/article/2409
    http://www.bilandia.de/multimedia/leseproben/9783421058928.pdf
    http://www.bmbf.de/de/14675.php

  • no comment

    |

    31.08.2012

    Sexuelle Übergriffe
    Priester gibt Teenagern Schuld an Missbrauch

    Wer ist verantwortlich, wenn sich Priester an Minderjährigen vergehen? Die Jugendlichen selbst, sagt der New Yorker Geistliche Benedict Groeschel – und sorgt damit für Entsetzen. Mittlerweile hat sich der 79-jährige Fernsehpfarrer entschuldigt: Sein Verstand sei nicht ganz klar gewesen.

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/missbrauch-in-usa-priester-groeschel-gibt-jugendlichen-die-schuld-a-853231.html

  • Georg Auer

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    Frage: Wer ist verantwortlich, wenn sich ein Priester oder ein Heimerzieher im Kirchendienst sexuell sich an Kindern und Minderjährigen vergeht? In grundsätzlicher Verantwortung natürlich der Täter selbst. Dieser ist in erster Linie für sein Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen. Wie aber die Missbrauchsfälle bei den Regensburger Domspatzen aufzeigen, sind die Täter schon verstorben oder wie in meinem Falle, das Verbrechen des Täters schon verjährt. Bei solchen Missbrauchsfällen steht nach meinem Dafürhalten aber dann um so mehr die Kirchenleitung des Bistums in einer besonderen, nachträglichen Verantwortung den Missbrauchsopfern gegenüber, so der Täter im Dienst der Kirche stand und dessen Vorgesetzte letztendlich auch dann für Kindesmissbrauch seiner Bediensteten (infolge unterlassener Kontroll- und Aufsichtspflicht) mit haftbar sind. Gerade die Kirchen stehen bei Fällen von sexuellen Missbrauch von Minderjährigen in ihren Heimen und Internaten hinsichtlich ihres eigenen religiösen und moralischen Anspruchs in einem noch viel größeren Vertrauens- und Glaubwürdigkeitskonflickt gegenüber der Gesellschaft als staatliche Erziehungsanstalten. Fakt ist, dass schwerer sexueller Missbrauch an Kindern eine lebenslange Schädigung deren Seele und Persönlichkeit zur Folge hat, die meistens irreversibel ist und das Opfer sein Leben lang zeichnet (Verjährungsfrist hin oder her). Denn bei solch missbrauchten Kindern wurden Mutter- und/oder Vatergefühle gemordet. Sie sind und bleiben dadurch ein Leben lang seelische Krüppel. Die Leitung des Bistums Regensburg versprach im Jahre 2010 noch eine transparente Aufklärung der früheren Missbrauchsfälle bei den Domspatzen. Nach über zwei Jahren der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle ist nun festzustellen, dass der Kirchenleitung niemals an Transparenz gelegen war sondern im Gegenteil die ganze Angelegenheit von ihr als Hirngespinste von Missbrauchsopfern abtat (Serienbrief an Missbrauchsopfern). Hierdurch hat man bewusst alle Missbrauchsopfer retraumatisiert und lässt diese letztendlich mit ihrem erneuten Trauma wieder im Regen stehen, wie schon einmal getan. -Nächstenliebe ad absurdum!- So wird das Thema „Kindesmissbrauch“ die „Heilige“ katholische Kirche weiterhin auch ins nächste Jahrtausend begleiten. Ein ehemaliger Domspatz.

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