Katholikentag: Diskussion zu sexuellem Missbrauch

Vertuschung „um der Barmherzigkeit Christ willen“

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Fehlender Aufklärungswille und zu viel Toleranz gegenüber Tätern: Bei einer der wenigen Veranstaltungen auf dem Katholikentag zu sexuellem Missbrauch musste sich Bischof Stephan Ackermann scharfer Kritik stellen. Er räumt seine eigene Machtlosigkeit ein.

„Immer den Verdacht, die Ahnung und leider auch immer wieder die Tatsache, dass um der Barmherzigkeit Christi Willen nicht aufgeklärt wird.“ Matthias Katsch, Begründer des

„Immer den Verdacht, die Ahnung und leider auch immer wieder die Tatsache, dass um der Barmherzigkeit Christi Willen nicht aufgeklärt wird.“ Matthias Katsch, Begründer des „Eckigen Tisches“. Foto: as

„Das Sprechen der Opfer ist für Prävention grundlegend“, sagt Klaus Mertes. „Und die Voraussetzung dafür ist Aufklärung.“ Mertes weiß, wovon er redet. Der Jesuiten-Pater hat 2010 die Aufklärung von sexuellem Missbrauch am Berliner Canisius-Kolleg ins Rollen gebracht. Und heute, vier Jahre später, steht er beim Katholikentag in Regensburg am Podium, um den ersten Impuls für die Diskussion zu einer neuen „Kultur der Achtsamkeit“ innerhalb der katholischen Kirche zu geben, zu einer Diskussion darüber, wie körperliche und sexualisierte Gewalt in kirchlichen Einrichtungen verhindert werden können.

Es ist eine von zwei Veranstaltungen, bei der das Thema überhaupt auf den Tisch kommt. Und das Interesse ist groß. Der Festsaal im Kolpinghaus ist voll am Freitagvormittag. Mertes spricht einleitend von Transparenz, der Notwendigkeit, Machtstrukturen und Sexualmoral innerhalb der katholischen Kirche zu hinterfragen. Und mehrfach wird sein 15minütiges Referat von Applaus unterbrochen.

Kardinal Müller? „Der Fisch stinkt vom Kopf her.“

Man kann nur hoffen, dass Mertes‘ Botschaft gerade in Regensburg ankommt. Denn hier sind Aufklärung und Transparenz Fremdwörter. Das ist auch außerhalb der Domstadt bekannt. Mehrfach fällt auf dem Podium der Name des vormaligen Bischofs Gerhard Müller, jetzt Chef der Glaubenskongregation. Matthias Katsch, selbst Opfer am Canisius-Kolleg und Mitbegründer des „Eckigen Tisches“, in dem sich ehemalige Schüler zusammengeschlossen haben wird mehrfach deutlich.

Dass just Müller, „der vorsichtig ausgedrückt große Schwierigkeiten mit der Aufklärung in seiner Diözese hatte“, jetzt im Vatikan zuständig für den Umgang der katholischen Kirche mit sexuellem Missbrauch sei, belege: „Der Fisch stinkt vom Kopf her.“ Der 50jährige erntet lauten Applaus, sogar leise Bravo-Rufe, als er dies sagt. Und fast ebenso laut wird geklatscht, als er herausstellt: „Opfer von Missbrauch wurden meist immer auch Opfer eines zweiten Verbrechens: der Vertuschung.“ Auch unter Papst Fraziskus scheine noch zu gelten, dass der Schutz der Institution Kirche vor dem Schutz der Opfer stehe.

Katsch fordert eine „Null-Toleranz-Politik“ innerhalb der katholischen Kirche: „Wer Kinder sexuell missbraucht hat, darf nicht mehr Priester sein.“ Wieder wird geklatscht.

Ackermann: Einstecken und Betroffenheit bekunden

Kein leichter Stand für Bischof Dr. Stephan Ackermann, den Missbrauchsbeauftragten der deutschen Bischofskonferenz.Trotz weiterer Podiumsgäste, der Hamburger Präventionsbeauftragten Mary Hallay-Witte und Dr. Barbara Haslbeck vom Portal gottes-suche.de, sind Ackermann und Katsch es, die meist miteinander diskutieren. Heftig, kontrovers, aber immer sachlich und verbindlich im Ton.

Ackermann fällt während der 90 Minuten die Aufgabe zu, einerseits Verständnis für die Opfer und den Willen zur Aufklärung zu betonen, ein bisschen einzustecken und Betroffenheit zu bekunden, andererseits aber auch Müller in Schutz zu nehmen und das Fehlen einer Null-Toleranz-Doktrin zu verteidigen.

„Ja zu null Toleranz gegenüber dem Verbrechen, aber nicht gegen die Person“, sagt er. Ein Täter der seine Strafe verbüßt und „aufrichtig bereut“ habe, müsse auch noch irgendeine Chance haben. Und mit Blick auf Müller erklärt Ackermann: Im Vatikan habe sich nichts zum Schlechteren verändert, seit der Kardinal dort das Ruder übernommen hat.

Ackermann räumt Machtlosigkeit ein

Die Regensburger Verhältnisse freilich kennt Ackermann – zumindest zum Teil. Er weiß von den Serienbriefen, mit denen Missbrauchsopfer hier der Lüge bezichtigt und abgewiesen wurden. Er weiß von Klagedrohungen und verweigerter Unterstützung. Die Mutter eines Betroffenen hatte dem Missbrauchsbeauftragten der Bischofskonferenz 2012 einen sehr langen und emotionalen Brief geschrieben und ihn aufgefordert, „mit dem Bistum Regensburg endlich Tacheles zu reden“. Eine ähnlichen Brief erhielt Ackermann von der Schwester eines ehemaligen Domspatzen, den der immer noch amtierende Generalvikar Michael Fuchs mit einem Serienbrief abgespeist und retraumatisiert hatte.

„Uns fehlt ein übergeordnetes Monitoring.“ Stephan Ackermann. Foto: as

„Uns fehlt ein übergeordnetes Monitoring.“ Stephan Ackermann. Foto: as

Tatsächlich aber haben, das räumt Ackermann am Freitag auf Nachfragen aus dem Publikum ein, weder er noch die Bischofskonferenz als Ganzes eine Möglichkeit, einzugreifen, wenn ein Bischof – wie in Regensburg geschehen (das erwähnt Ackermann nicht) – sich einfach nicht an die Vorgaben der Deutschen Bischofskonferenz hält, sich der Aufklärung verweigert, Serienbriefe verschickt und den sexuellen Missbrauch verharmlost. „Uns fehlt ein übergeordnetes Monitoring.“ Wenn ein Bischof, das nicht tue, wozu er „gehalten“ sei, dann könne man sich aber immer noch an Rom und die Kongregation wenden, so Ackermann. Und als Katsch darauf erwidert, dass dort dann auch wieder nur „der Müller“ sitze, kommt zynisch-hämisches Gelächter aus dem Publikum.

„Selbstbefriedigung ist kein Thema für den Beichtstuhl.“

Am Ende übergibt Katsch dem Trierer Bischof einen Forderungskatalog (hier als PDF abrufbar), über den man „nun endlich strukturiert diskutieren“ müsse. Insbesondere die Sexualmoral müsse überdacht werden. „Selbstbefriedigung ist kein Thema für den Beichtstuhl“, so Katsch. Aber auch die Macht- und Hierarchiestrukturen innerhalb der katholischen Kirche stehen zur Diskussion, die „Männerbündelei“, die, das bekräftigt auch Hallay-Witte, sexuellen Missbrauch begünstige.

Tatsächliche Aufarbeitung kann in Katschs Augen ohnehin nur eine unabhängige Aufarbeitungskommission leisten. Hier sei der Staat gefordert. Wenn die Kirche, dies selbst übernehme, dann gebe es „immer den Verdacht, die Ahnung und leider auch immer wieder die Tatsache, dass um der Barmherzigkeit Christi Willen nicht aufgeklärt wird“.

Als die Diskussion vorbei ist und Besucherinnen und Besucher das Kolpinghaus verlassen, treffen sie vor der Tür auf Michael Sieber. Er ist einer von vier ehemaligen Regensburger Domspatzen, gehört zu denen, die am Mittwoch ihre Sprachlosigkeit endgültig überwunden haben und „gegen das Vergessen, Verschweigen, Verleugnen und Vertuschen“ in der Diözese Regensburg auf die Straße gegangen sind. Als er seine Flugblätter verteilt gibt es immer wieder Zuspruch und Respektsbekundungen.

Voderholzer? „Der macht er alles genau so wie der Müller.“

Hoffnung, dass sich unter Bischof Rudolf Voderholzer etwas an der von Sieber kritisierten Praxis etwas ändern könnte, haben aber offenbar nicht alle. „Der hat nur einen freundlicheren Ton als Müller“, sagt eine ältere Frau. „Ansonsten macht er alles genau so wie der.“

Wäscht seine Hände in Unschuld. Bischof Rudolf Voderholzer. Foto: Staudinger

Wäscht seine Hände in Unschuld. Bischof Rudolf Voderholzer. Foto: Staudinger

Tatsächlich gibt es in der Diözese Regensburg keinerlei Informationen zu Missbrauchsfällen oder Entschädigungszahlungen. Und auch den Dialog mit den vier Domspatzen hat Voderholzer bislang weder gesucht, noch sein Versprechen eingelöst, ihre Fälle erneut zu prüfen. Bei der Veranstaltung am Freitag konnten weder er noch andere Verantwortungsträger der Diözese gesichtet werden.

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Kommentare (78)

  • Veronika

    |

    Echt schönes Bild zu Bischof Voderholzer! Als Stockfoto posten, damit man es immer parat hat!

    „„Uns fehlt ein übergeordnetes Monitoring.“ Wenn ein Bischof, das nicht tue, wozu er „gehalten“ sei, dann könne man sich aber immer noch an Rom und die Kongregation wenden, so Ackermann. Und als Katsch darauf erwidert, dass dort dann auch wieder nur „der Müller“ sitze, kommt zynisch-hämisches Gelächter aus dem Publikum.“
    ———————————————–
    Ich wüsste schon ein „Monitoring“. Heisst ganz einfach, dass der Staat hier sämtliche Subventionen streicht, bis sich die RKK,D gem. deren Verpflichtungen aus dem sog. „Reichskonkordat“ verhält. Dies geht ,und wäre die einzige verfassungskonforme, nachhaltige Reaktion und Lösung.

  • Angelika Oetken

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    Danke für diesen sehr anschaulichen Bericht.

    Ein paar Hinweise:

    a) Klaus Mertes hat 2010 die Aufklärung nicht initiiert. Das waren Matthias Katsch und seine Mitstreiter. Die etwas bewiesen haben, was derart Mangelware zu sein scheint, dass es offenbar nicht einmal wahrgenommen wird: Zivilcourage. Klaus Mertes, damals Schulleiter am Canisius-Kolleg hat lediglich richtig reagiert. Und er hatte genug Zeit, sich mit seiner Ordensführung über das Krisenmanagement zu beraten. Bis heute blieben viele Fragen offen, über angemessene Hilfeleistungen und Schmerzensgeldzahlungen ist man immer noch uneins. Dafür wird um so eifriger relativiert und in den Medien Schönwetter gemacht. Wahlweise einfach geschwiegen. Ob ich mit dem Wissen von heute den Opfern, die 2009 an Mertes herantraten raten würde, so konstruktiv, diplomatisch und kooperativ zu handeln wie sie es damals getan haben: ich glaube eher nicht.

    b) „der Fisch stinkt vom Kopfe her“: sexueller Kindesmissbrauch erfüllt überall eine Funktion. Sonst würden die Täterinnen und Täter straff verfolgt. Die Institution RKK, wie viele andere die Tätern Schutz und Gelegenheit bieten auch profitiert davon, dass Missbrauchskriminelle auch zu allen möglichen anderen Arten von Überschreitungen bereit erklären. Das ist für eine semipolitische Vereinigung wie die Katholische Kirche sie ist praktisch. Nicht umsonst ist z.B. in der Diözese Regensburg eine regelrechte Geld- und Machtmaschine entstanden: das Netzwerk „Domspatzen“. Wunderbar, dass sich vier Domspatzenopfer bereit gefunden haben, an die Öffentlichkeit zu gehen. Sehr gut, dass so viele Regensburger die Kirchenklüngelei nicht mehr mittragen wollen

    c) Verantwortungs- und Unrechtsbewusstsein: bei den meisten Kirchenfunktionären nicht existent. Woher das rührt, ist eine der Sachen, die die von Matthias Katsch und vielen anderen Experten und Betroffenen geforderte und im Koalitionsvertrag vereinbarte staatliche Unabhängige Aufarbeitungskommission untersuchen muss

    d) Prinzip „Man-kennt-sich“: auch Bischof Vorderholzer wurde in die Glaubenskongregation berufen. Den Regensburger Goldesel schützen?

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von 9 Millionen Erwachsenen in Deutschland, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

  • Rita

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    Eine große Schande ist das , wenn diese Diözese ‚Regensburg mit ihrem neuen Bischof eben heute das Thema Domspatzen von damals nicht richtig aufarbeiten möchte.
    Auch wurden damals in Etterzhausen kleine un schuldige ‚Buben geschändet und malträtiert!
    Auch waren viele Buben damals eben nur wegen dieser Wirtschaftlichkeit eben in diesem Heim , und mussten dort nur die Betten füllen. Viele Eltern damals wurden nur abgemolken, und die Stiftungskasse der Etterzhausener Domspatzen war dann auch immer gut gefüllt.
    Der damalige Domkapellmeister hieß damals GEORG RATZINGER.
    Das ist Betrug!
    Viele Buben hat man damals eben die Zukunft genommen und wieder zurück geschickt.
    Eine große Schande ist das!

  • Angelika Oetken

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    @Rita,

    die Kinder wurden geopfert. Der Stiftungskasse.

    So einfach ist das. Und so schlimm. Den Verantwortlichen ist das ziemlich bewusst. Und ihr Schweigen und Leugnen deshalb umso beredter.

    Viele Grüße aus Berlin-Köpenick sendet
    Angelika Oetken

  • Oma Schröder

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    Wer heute seine Kinder in die Obhut der katholischen Kirchenmänner schickt (z.B. Domspatzen, Ministranten etc.) nimmt es fahrlässig in Kauf, dass sein Kind Opfer eines Missbrauchs wird.
    Niemand kann heute mehr sagen, wir haben ja nichts gewußt.

  • NoGalileo

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    Wozu beauftragte Bischof Ackermann auch 2 Gerontologen mit der Missbrauchsaufklärung? Alt waren die schlimmen Hirten und Oberhirten zur Tatzeit nicht.
    Die zunächst beauftragten Wissenschaftler beklagten bekanntlich Zensurversuche von Bischöfen.
    In die mächtige Glaubenskongregation/Inquisition holt nun Papst Franziskus mit Bischof Voderholzer einen weiteren Aufklärungsverschlepper:
    An den (Vertuschungs-)Taten sollt ihr sie erkennen. Ja, der Fisch stinkt …

  • Rika

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    Das im Text – für den ich danke! – erwähnte Portal gewaltüberlebender Christinnen, der die Präventionsbeauftragte Dr. Haslbeck verbunden ist, hat die Adresse http://www.gottes-suche.de.

  • Angelika Oetken

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    „An den (Vertuschungs-)Taten sollt ihr sie erkennen. Ja, der Fisch stinkt …“

    @NoGalileo,

    genauso ist es.

    Und möchte zu bedenken geben: zu den Dingen, die vertuscht werden sollen gehört auch die erhebliche Wirtschaftskriminalität, die Missbrauchsnetzwerke für gewöhnlich kennzeichnet. Vorteilsnahme, Unterschlagung, Veruntreuung, Kartellbildung (sogar Syndikate), Steuerhinterziehung, Bilanzfälschung, Bestechlichkeit, Geldwäsche…..

    Der Übergang von der Duldung des Kindesmissbrauchs zur Förderung des Kinderhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung ist dabei fließend.

    So wichtig die Aufdeckung des Missbrauchs ist: letztlich bezahlen immer die Opfer dafür. Nicht die feisten, teuer gekleideten, ärztlich bestens betreuten VIPs, die einen auf Photos entgegen lächeln. Was ihnen aber ganz schnell vergeht, wenn sie wegen Steuerbetrug oder Bilanzfälschung auf der Anklagebank sitzen.

    Deshalb sollte man ruhig überlegen, wo man bei den Straftaten ansetzt. Missbrauch oder Wirtschaft.

    Viele Grüße aus Berlin-Köpenick sendet,
    Angelika Oetken

  • Angelika Oetken

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    Von zu viel Barmherzigkeit gegenüber Täterpriestern scheinen die Foristen auf „kath.net“ jedenfalls nichts zu halten
    http://www.kath.net/news/46201

    So etwas lässt hoffen, dass die Botschaft angekommen ist.

    Bei Menschen, die Kinder missbrauchen handelt es sich um Kriminelle. In der Seelsorge haben die nichts zu suchen.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Wolfgang

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    Ich sehe das völlig anders: Die Priester haben nie gegen den Zölibat gehandelt, also es gab keinen Verkehr mit einer Frau!
    Und da geht die Denke bei den Katholen echt christlich los.
    Kein Unrechtsbewusstsein, das ging bei der Weihe verloren.
    So baut man sich ein Schutzschild auf und dankt auch noch für die freundliche Unterstützung des Staates. In Indien werden Mädchen vergewaltigt, die Polizei weigert sich, Anzeigen aufzunehmen. Ist das hier etwa anders??
    Kommt etwa ein Gott und zeigt Betroffenheit und wird tätig?
    Ach du lieber Gott!

  • Angelika Oetken

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    @Wolfgang,

    ja die Doppelmoral ist unübersehbar.

    Für die moralische Gehirnwäsche der Priester während ihrer Ausbildung unterzogen werden, gibt es sogar einen Fachbegriff: die ontologische Umdeutung.

    Was den Zölibat angeht: eigentlich heißt das nur „Ehelosigkeit“. Dem traditionellen Verständnis nach der Verzicht auf das Gründen und somit Unterhalten einer Familie.

    Zum Unrechtsbewusstsein: nicht, oder nur rudimentär vorhanden. Und das hat wirklich ganz stark mit der traditionellen christlichen Sexualmoral zu tun. Wonach Sexualität eine Pflicht ist, der man möglichst lustlos nachgeht. Der Frau kommt dabei die Rolle zu still zu halten bis der bzw. ihr Mann fertig ist. Eine eigene Sexualität hat sie nicht. Die des Mannes ist nach dieser Tradition kulturell ungefähr so weit entwickelt, wie die eines männlichen Haustieres.

    Homosexuelle kommen in diesem Moralkosmos gar nicht erst vor. Ebenso wenig wie Frauen mit Freude an Sexualität.

    Missbrauchte Kinder sind nach diesem Verständnis „sündig“. Die Jungen, weil sie für homosexuell erklärt werden, die Mädchen weil man ihnen Interesse an Sexualität unterstellt.

    Deshalb gehen Kleriker und traditionelle Gläubige davon aus, dass den kleinen Sünder die sexuelle Misshandlung zu Recht trifft. Der missbrauchende Priester letztlich also etwas moralisch Wertvolles getan hat.

    Das Opfer möge bereuen und fortan ein (Sexual-)leben führen wie oben beschrieben. Und vor allem schweigen.

    Dass es sich irgendwann mal meldet, ist in diesem Skript nicht vorgesehen.

    Siehe die Reaktionen der VIPs auf die vier Ehemaligen Domspatzen, die die Kirchentagsbesucher mit der Realität hinter dem schönen, sauberen Schein konfrontiert haben.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Wolfgang

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    Wäre doch ehrlich gewesen, hätte man noch ein paar Sätze aus dem Hexenhammer, dem Gotteswahn, der Gottespest und dem Pfaffenspiegel vorgelesen. ein paar Jesusworte wären auch nicht schlecht.
    „Und jene meine Feinde, die nicht wollen, das ich über sie herrsche, bringet her zu mir und macht sie vor mir nieder!“

    Worte unseres Herrn, in Ewigkeit, Amen??

  • Veronika

    |

    @Angelik Oetken:

    „Deshalb sollte man ruhig überlegen, wo man bei den Straftaten ansetzt. Missbrauch oder Wirtschaft. “
    —————————–
    Bestenfalls überall zugleich, und zwar gem. dem Motto „Lasset die Feinde Eurer Feinde zu Euren Freunden werden!“
    —————————–
    Hilft immer, und wirkt – konnte mich selbst schon davon überzeugen – hervorragend, wenn plötzlich schwarze Konten nicht mehr existieren. Hauptsache diese Klientel hat das Geld nicht mehr zur Verfügung, wo auch immer dieses hingekommen sein mag. ;-)

  • Veronika

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    Noch was zu unserem Papst Franziskus:

    Wenn dies hier http://kath.net/news/46203
    stimmt, muss sich niemand mehr Hoffnung machen, dass dieser Papst irgendwelche Reformen in Richtung Toleranz macvhen, noch Missbrauchsfälle aufklären oder gar verhindern wird.
    Baßgeige ist übrigens das Meßgewand, welches auch die Piusbrüder-Priester und Bischöfe ausschliesslich als korrektes Meßgewand anerkennen.

  • Angelika Oetken

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    @Veronika,

    Papst Franziskus ist auf jeden Fall ein begabter PR-Mann. Zudem eine offensichtlich bestens auf ihr Amt vorbereitete Führungskraft. Den Überraschungsfaktor bei seiner Wahl halte ich für kalkuliert und inszeniert. Der hatte seinen Arbeitsstab doch schon lange vorher beisammen.

    Nicht vergessen: Jorge Bergoglio trägt ein „SJ“ hinter seinem Namen. Er und seinesgleichen betrachten alle, die sich nicht mit so einem Kürzel schmücken als dumme kleine Schülerchen.

    Erschreckend finde ich, wie viele Katholiken und auch Nicht-Katholiken die gütig-joviale Vaterfigur, als die Franziskus sich gibt regelrecht herbeigesehnt zu haben scheinen.

    Mit seinem Satanismus-Vergleich und seiner Einladung an die ausgewählten Missbrauchsopfer ihn im Vatikan zu besuchen, ist eigentlich schon alles klar. Es zeigt, wie er und die Leute hinter ihm zum Kindesmissbrauch durch Kleriker stehen und wie es weitergehen wird:

    1) „Kindesmissbrauch ist die Tat Einzelner, die Verkörperung des Bösen. Also jedem einzelnen Täterpriester selbst anzulasten. Nicht der Institution“
    2) „Die erwachsenen Opfer werden mit Ritualen abgespeist. Gegebenenfalls werden extra für sie neue geschaffen“

    Kurzum: so lange die Opfer und die Kirchenbasis die Sache nicht selbst in die Hand nehmen, wird sich nichts ändern.

    Dem RKK-Führungskader geht es einzig und allein um den Erhalt der eigenen Institution. Die ein Selbstzweck sein darf, schließlich handelt man im Auftrag Gottes ;-)

    Wer auf einen vermeintlich starken Mann wie den Papst starrt wie ein unmündiges Kind auf den Papi und erwartet, er möge alles richten, darf sich nicht wundern, wenn der dann einfach macht, was ihm in den Kram passt.

    Es kann nicht schaden, auf den Rat der Kirchenmissbrauchsopfer zu hören. Die meisten von ihnen haben schon sehr früh im Leben gelernt, dass, wenn es darauf ankommt auf Niemanden Verlass ist. Und Vertrauen nur da angebracht, wo Kontrolle jederzeit möglich ist.

    Wer kontrolliert diese Kirchenfürsten eigentlich? Der heilige Geist? Reicht das?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

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    Nachtrag:

    „und als Kirchenrechtler dürfte er darauf achten, dass Recht und Ordnung eingehalten werden.“
    http://kath.net/news/46203

    „Recht und Ordnung“: was darf man darunter verstehen?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

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    Same procedure:

    vom Tatbestand her verwandt, Krisenmanagement as usual:
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/434#/beitrag/video/2165290/ML-mona-lisa-vom-31-Mai-2014
    (erster Beitrag)

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    P.S. ich kann den Kolbermoorer Eltern nur raten, sich einem großen sozialen Träger anzuschließen und eine Elterninitiativtagesstätte zu gründen. Macht erstmal Arbeit. Und: der Katholische Träger wird alle institutionellen Hebel in Bewegung setzen, um die Konkurrenz auszuschalten. Das hat aber auch einen Vorteil: man erkennt, wer da mit wem zusammen gluckt. Und kann um so gezielter intervenieren und die notwendigen Grenzen setzen. Diese Kartelle zwischen Kirche und staatlichen Institutionen funktionieren nur, weil so viele Menschen guten Glaubens sind.
    Wenn man mit souveränem Personal zusammen arbeitet, dann lohnt sich das Engagement allemal. Meine eigene Erfahrung.

    Je kleiner die Kinder sind, die misshandelt werden, desto schlimmer die Folgen.

  • Michael Dietz

    |

    Da gab es wohl noch eine zweite Veranstaltung auf dem Katholikentag zum Thema Missbrauch:
    http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/regensburg/katholikentag-2014-ressort/artikel/missbrauch-der-wunsch-nach-aufklaerung/1071777/missbrauch-der-wunsch-nach-aufklaerung.html

    Ich habe mal im Internet gesucht nach Katholikentag und Missbrauch, aber das Echo war nicht groß. Dabei finde ich, der Missbrauch in der katholischen Kirche mag zwar zum großen Teil in der Vergangenheit stattgefunden haben, aber der eigentliche Skandal ist doch das, was aktuell passiert, durch die alle Führungsebenen bis hoch in die oberste Spitze: all das Vertuschen, Verharmlosen, Verleugnen.

    Was haben sie mir nicht alles als Kind eingeredet über Sünde, meine Schlechtigkeit und den lieben Gott, der alles sieht. Wie farbenfroh waren die Bilder seines Strafgerichts in meiner Seele. Der Zorn Gottes: jetzt sitze ich hier und warte, dass mal dergleichen mit diesen hartherzigen Brüdern passiert. Das darf schon ein wenig spektakulär sein, die Kirche kennt sich doch aus mit solchen Inszenierungen.

  • Angelika Oetken

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    Da muss doch irgendwo ein Nest sein…

    …dachte ich übrigens, als ich vor einigen Jahren Opfer klerikalen Missbrauchs kennen lernte und sie mir von den Übergriffen berichteten bzw. ich dazu etwas las.

    Will sagen: viele der Täter gingen so routiniert vor und folgten so ähnlichen Handlungsmustern, dass ich den Eindruck nicht los wurde, dass sie gezielt dazu angeleitet worden waren.

    Und siehe da: im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass es Priesterseminare gibt, deren Absolventen überproportional häufig und intensive als Missbrauchstäter in Erscheinung traten und treten. Sogar ihre Abschlussarbeiten drehten sich ums Thema, z.B. um Kinder, die ohne Vater aufwachsen. Und wie man ihnen am besten „hilft“ :(

    Meine Vermutung: diese jungen Männer wurden von ihren pädokriminellen Ausbildern dort gezielt ausgesucht und entsprechend trainiert.

    Zweck: eine Seilschaft knüpfen
    Ziel: willfährige Mitglieder dauerhaft binden, indem sie von Anfang an in Verbrechen verwickelt werden. Und man sie an den Substanzmissbrauch gewöhnt. Stoff, der in diesem Falle aber kein Alkohol oder irgendeine andere Droge ist, sondern die sexuelle Ausbeutung von lebenden Kindern und Jugendlichen.

    Mit solchem entsprechend vorbereiteten Mitgliedern fällt es dann nicht schwer, Dinge durchzusetzen, wie sie der Forist Volker Dittmar hier beschreibt: http://www.regensburg-digital.de/katholikentag-missbrauchte-domspatzen-stoeren-feierstimmung/29052014/#comment-146506

    So schließt sich der Kreis. Und wir sehen mal wieder: alles erfüllt irgendeinen praktischen Zweck. Auch das Kinder-Opfern.

    Bin deshalb sehr gespannt, was in naher Zukunft noch so alles zu Tage kommen wird.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    P.S. bei so einem mächtigen Gegner wie ihn die Führungsstaffel der RKK darstellt, bleibt für Opfer und ihre Unterstützer nur ein Vorgehen nach dem Motto „Überholen ohne Einzuholen“. Toll, dass es Foren wie Reg.digi gibt. Sonst wäre das nicht möglich

  • Angelika Oetken

    |

    „Der Zorn Gottes: jetzt sitze ich hier und warte, dass mal dergleichen mit diesen hartherzigen Brüdern passiert“

    @Michael Dietz,

    ein Mangel an Mitgefühl, im Gegensatz zur Unfähigkeit empathisch zu sein, kann Symptom einer soziopathischen oder psychopathischen Persönlichkeitsstörung sein.

    Mitgefühl wird sehr früh im Leben erlernt. Es ist nicht angeboren. Zwar gibt es entsprechende Begabungen, aber konkret lernen wir das als Baby und Kleinkind von unseren nächsten Bezugspersonen.

    Interessant dazu: http://www.psychologytoday.com/blog/spycatcher/201404/why-predators-are-attracted-careers-in-the-clergy

    Was zu solch einer Fehlentwicklung führt, darüber hält der Expertenstreit an. Eine Noxe auf jeden Fall: eine psychisch kranke, abwesende Mutter. Besonders schädlich: eine die ihr Kind manipuliert, es emotional und/oder sexuell missbraucht. Wenn dann das Regulativ fehlt, z.B. kompetente, zugewandte andere Erwachsene, dann sieht es für die charakterliche Entwicklung des Kindes schlecht aus.

    Insofern: wäre mal spannend zu untersuchen, in welcher Form Priester durch ihre Mütter bzw. andere frühe Bezugspersonen geprägt wurden.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Veronika

    |

    ER (Gerhard Ludwig Kard. Müller) war nicht beim Katholikentag. Deshalb kommt er – wie bereits im letzten Jahr im Exklusivinterview mit dem früheren Intendanten der BR Prof. Albert Scharf – über BR-alpha-Forum:
    Bildkopie: http://www.directupload.net/file/d/3644/b2fmkbtp_jpg.htm

    Das höchst interessante Interview findet man sicher irgendwo in der Mediathek des BR.
    Es ging über längere Teile vor allem auch immer wieder um BXVI..
    Bei Prof. Scharf bestand wenigstens keinerlei Gefahr, dass es unangenehme Fragen gibt, denn der BR ist auch nicht mehr das, was er mal war. Richard Gutjahrs Einsatz für R-Digital war ein gutes, nahezu beruhigendes Zeichen!

  • Franz

    |

    Hi Leute ,

    zum Thema
    IM RAHMEN DES FONDS „HEIMERZIEHUNG IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND

    kann noch bis 31. 12. 2014 ein Antrag ausgefüllt und gestellt werden.

    Auch würde ich den ehemaligen Etterzhausener Heimkinder empfehlen auch einen Antrag zu stellen

    http://www.blja.bayern.de/heimkinder.html

    http://www.blja.bayern.de/imperia/md/content/blvf/bayerlandesjugendamt/aktuelles/2.2012_sonderdruck_regionale_anlaufstelle.pdf

    http://www.fonds-heimerziehung.de/

    http://www.fonds-heimerziehung.de/angebote-fuer-betroffene/beratungssuche/bayern.html

    http://www.fonds-heimerziehung.de/beratungssuche/beratungssuche.html

  • Angelika Oetken

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    „…Um praktische Erfahrungen für seine Promotion zum Thema „Sexueller Missbrauch von Kindern durch katholische Geistliche“ zu bekommen, ging er an das Aloisiuskolleg des Jesuitenordens nach Bonn. Bald, nachdem er seine Doktorarbeit abgeschlossen hatte, seien erste Meldungen über Missbrauchsfälle am Canisius-Kolleg in Berlin bekannt geworden. Danach hätten sich die Ereignisse überschlagen – bald war der Missbrauch auch in Bonn ein Thema. „Ich habe etliche Gespräche geführt mit Betroffenen, mit Opfern“, erinnert sich Görtz. Das Gehörte habe ihn hilflos, wütend und sprachlos gemacht. Intensiv habe man sich dann dort mit dem Thema befasst….“

    http://www.badische-zeitung.de/st-blasien/einzug-in-ein-gut-bestelltes-haus–85951221.html

    Guten Tag,

    habe das mal hier eingestellt.

    Unter Anderem, weil der von mir sehr geschätzte Matthias Katsch Primäropfer von sexuellem Missbrauch durch Jesuitenpriester und Sekundäropfer von systematischer Täuschung und Vertuschung durch eben diesen Orden ist.

    Wie so gut wie alle anderen Jesuitenopfer und Betroffenen aus anderen Missbrauchskontexten auch.

    So sehe ich das jedenfalls.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    Guten Tag,

    da halten sich ein paar alte Männer in Matronenkleidchen für clever. Wird ihr Mitbruder Wesolowski im Vatikanstaat „inhaftiert“, dann darf er ja nicht ausgeliefert werden

    http://polen-heute.de/mutmasslicher-paedophiler-bischof-aus-klerus-geworfen-97311/

    Und eine gute PR, von wegen „die-tun-was“ erhoffen sie sich gleich mit.

    Denkt ihr Bürschlein ;-)

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Marga

    |

    @Edwin,

    was moechte man von diesem Kirchenrecht in Regensburg noch alles erwarten…
    Naehmlich nichts!

    Schon 2012 stand in der Zeitung ,dass eben ein jeder Fall auf Glaubwuerdigkeit geprueft wird.

    Auch ist das mit dieser Plausibilitaetspruefung so eine Sache.
    Die Ziehen diese vielen Themen einfach so derart in die Laenge…..

    http://www.praevention-kirche.de/startseite/

    http://www.gottes-suche.de/12.2.14.Missbrauch%202014.html

    http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalz-bayern/artikel/bistum_wehrt_sich_gegen_neue_v/778638/bistum_wehrt_sich_gegen_neue_v.html

  • Magnus

    |

    Zum Thema Vertuschung
    moechte ich hier auch einmal schreiben , dass eben die MZ , ( Mittelbayerische Zeitung ) von Regensburg , hier auch noch zum Thema wirklich die erste Hilfe leistet.

    Zum Thema Domspatzen – Abitur muesste man auch noch schreiben, dass eben alle heutigen Domspatzenabiturienten eben auch die von heute , 2014 , mit dem Blutgeld der damaligen Etterzhausener Domspatzen heute ausfuehrlich ihr Abitur gemacht haben.

    Eben alle Etterzhausener Domspatzen haben damals eben erst alles fuer diese heutige Institution Domspatzen getan, haben alles mit aufgebaut , deswegen geht es ihnen heute auch so so gut.

    Am Ende dieses Artikels ist bei INFO davon die Rede, dass….

    Der gute Ruf der Domspatzen führt Kinder und Jugendliche aus ganz Bayern und aus anderen Bundesländern an die Schule, die individuelle Förderung und Betreuung großschreibt.

    Die MZ schreibt also nur von einem guten Ruf der Regensburger Domspatzen , aber zum Thema Missbrauch und Gewalt eben heute keine Rede.

    ___

    http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/artikel/die-traeger-der-botschaft-der-domspatzen/1084841/die-traeger-der-botschaft-der-domspatzen.html

  • Veronika

    |

    @Magnus: Doch, da steht was von Mißbrauch drin:

    „Der gute Ruf der Domspatzen führt Kinder und Jugendliche aus ganz Bayern und aus anderen Bundesländern an die Schule, die individuelle Förderung und Betreuung großschreibt. “

    „individuelle Förderung“, dies waren die Schläge
    „individuelle Betreuung“, dies war der sexuelle Mißbrauch.

    Bei der MZ ist man eben auch schon so zynisch wie im Rest der Republik!

    Nur „Der gute Ruf“, könnte man noch deutlicher als die „lauten Schreie“ darstellen.

    Die MZ „darf“ nicht. Esser’s waren bei den Domspatzen, und die Diözese Regensburg hat da auf fast jeder Veröffentlichung in Regensburg die Hand drauf. Ausser auf „RD“, aber die hatte man ja bereits mehrmals durch Klagen zum Aufgeben zwingen wollen.

  • E. M.

    |

    @ Veronka , vollkommen richtig!

    Auch wenn Sie sich jetzt noch bei allen Domspatzen einzeln vielleicht entschuldigen wuerden, dann kann man ja eh zum Thema wirklich nichts mehr gut machen.

    Das ganze Thema zieht sich jetzt schon seit dem Fruehjahr 2010 – so so lange hin, daher glaube ich auch nicht mehr an diesen neuen Bischof von Regensburg, der ja auch neue Bruecken bauen moechte , bzw. eben bauen wollte.

    __

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/katholische-kirche-papst-franziskus-trifft-erstmals-missbrauchsopfer-13032451.html

    http://www.fr-online.de/missbrauch/missbrauch-papst-bittet-opfer-um-vergebung,1477336,27738202.html

  • Ehemaliger Domspatz

    |

    Flexible Gestaltung:

    Seit Jahren gehen die Schülerzahlen auch in Regensburg zurück! Seit 2010 versucht sich diese Institution anscheinend inkognito ausführlich aus die zahlreichen damaligen Affären zu stehlen.

    Auch wenn Sie heute das Thema wenden und drehen, die Schülerzahlen werden auch weiterhin zurück gehen.

    Auch andere katholische Internate haben wirklch derartige Rückgänge , ….

    http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/artikel/domspatzen-werden-flexibler/1099918/domspatzen-werden-flexibler.html#1099918

    http://www.merkur-online.de/lokales/garmisch-partenkirchen/oberammergau/missbrauch-kloster-ettal-erstmals-keine-neuen-anmeldungen-3672056.html

    http://www.tz.de/bayern/ettal-niemand-will-nach-missbrauchsskandal-mehr-internat-3673826.html?cmp=defrss

  • Veronika

    |

    @Ehemaliger Domspatz:

    Gott sei Dank!
    Auch und vor allem bei der RKK hilft nur „Abstimmung mit den Füssen“.
    Ich würde auch meinen Sohn nicht dorthin schicken!

  • Angelika Oetken

    |

    http://www.nordbayern.de/region/neumarkt/mixa-spurt-gegenwind-1.3744806

    @Veronika: einige verantwortungsbewusste Eltern haben sich entschlossen, der klerikalen Fahrlässig- und Selbstgefälligkeit offenen Widerstand zu leisten.

    Aufmerksame Erwachsene, die sich austauschen und gemeinsam handeln, wo es angezeigt ist sind für Kinder der beste Schutz vor Übergriffen.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken:

    Ja, aber bereits der Einladung von Mixa ist zu entnehmen, dass da irgendjemand so ziemlich egal ist, was die Leute dazu sagen. Ich werte dies gem. meiner bisherigen Feststellung über meine frühere Heimatregion, dass sich die Kath. Kirche hier unter der Hand mittlerweile in alle Unternehmen eingekauft hat, und gem. dem Sprüchlein „Wess Brot ich ess, dess Lied ich sing!“ agiert. Die wollen da wohl eine „Katholische Enklave Oberpfalz“, ein Rückzugsgebiet für die ganz Harten.

  • Ehemaliger Domspatz

    |

    Das Thema Missbrauch und Gewalt von den Regensburger Domspatzen + und der damaligen eigenständigen Stiftung Etterzhausen der damaligen Vorschule der Regensburger Domspatzen , dauert jetzt schon sehr sehr lange.

    Wann gibt es dazu endlich auch einen vorläufigen Abschlußbericht….

    ___

    http://kritisches-netzwerk.de/forum/dokumentation-sexuelle-gewalt-der-katholischen-kirche

    http://kritisches-netzwerk.de/forum/vergewaltigungen-und-pruegelstrafen-bei-den-regensburger-domspatzen

    http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/katholische-kirchenkriminalitaet-stockschlaege-und-stossgebete

    http://kritisches-netzwerk.de/forum/anschuldigungen-sexuellen-missbrauchs-gegen-kirchliche-mitarbeiter

  • Angelika Oetken

    |

    „Wann gibt es dazu endlich auch einen vorläufigen Abschlußbericht….“

    @Ehemaliger Domspatz:

    da wo Missbrauchstäter sich rumtreiben gibt es auch andere Formen von Kriminalität. Unterschlagung öffentlicher Gelder, Bestechung. Postenschiebereien.

    Das wissen die verantwortlichen Klerikader und ihre Spießgesellen ganz genau.

    Und werden deshalb hinhalten und deckeln, so lange es eben geht.

    Aber: irgendwann verheddern die sich alle selbst in ihren Strippen und Klebefallen.

    Alles eine Frage der Zeit.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken:

    „da wo Missbrauchstäter sich rumtreiben gibt es auch andere Formen von Kriminalität. Unterschlagung öffentlicher Gelder, Bestechung. Postenschiebereien. (…) Das wissen die verantwortlichen Klerikader und ihre Spießgesellen ganz genau. (…) Und werden deshalb hinhalten und deckeln, so lange es eben geht.“
    Meine Zustimmung haben Sie!
    Hier wird aber mit Sicherheit nichts aufgeklärt werden, ausser die Sache der „Haderthauers“ reißt ein so großes Loch in den Filz, dass andere das Sagen haben werden.
    Da Filz aber wasserdicht, zumindest stark wasserabweisend ist, nahm man früher schon immer eine sog. „Wurzelbürste“ um grobe Flecken rauszubekommen. Man konnte Stücke auch rausschneiden und nachfilzen, hat mir meine Oma gesagt.

    Diese „Stimme der Oberpfalz“ des Herrn Domkapellmeister a. D. Georg Ratzinger unter http://www.oberpfalz.de lässt keine Aufklärung erwarten.

    Hier der Deeplink: http://www.oberpfalz.de/stimmen-zur-oberpfalz/
    Hier eine Bildschirmkopie: http://www.directupload.net/file/d/3710/j8o46z5w_png.htm

    Ich hätte diesen Eintrag sehr gerne ergänzt. Aber nicht einmal im youtube Channel des Regionalmarketing Oberpfalz sind Kommentare erlaubt. Erinnert irgendwie an diktatorische Regime, die auch keine Kommentare zulassen, sondern nur eigene Ehrenbezeigungen veröffentlichen! ;-)

  • Veronika

    |

    @P.:

    Nachträglich noch einmal „Danke“ für den Mediathek-Link.
    Jetzt weiss ich aber endlich, warum es „für die Glaubenslehre“ heisst. Meinen Glauben habe ich selbst, denn muss mir niemand mehr lehren. Andere scheinen diese Lehre zu benötigen, sogar von jemandem, der in Regensburg schon Mißbrauchsfälle nicht aufgeklärt, sondern wegen des Begriffs „Schweigegeld“ geklagt hatte.
    ———————————
    Was soll ich von solchen Leuten lernen?

  • Ehemaliger Domspatz

    |

    Offener Brief an den heutigen Bischof von Regensburg:

    Sehr geehrter Herr Bischof Voderholzer von Regensburg,

    ich war damals auch ein Domspatz und Prügelknabe in Etterzhausen , der damaligen eigenständigen Stiftung der Regensburger Domspatzen.
    Bis heute hat sich zu diesem Thema nicht viel getan. Ich fordere Sie bitte heute höflich auf , sich eben dem Thema ausführlich heute im 21. Jahrhundert anzunehmen, damit man endlich auch diese Vergangenheit aus Etterzhausen heute eben ausführlich aufarbeiten kann.

    Damals wurden viele Buben dort in Etterzhausen eben großartig geschlagen , malträtiert , geschändet , oder auch unzüchtig berührt!
    Bis heute , eben vier Jahre nach den Missbrauchsvorwürfen , hat sich wirklich zum Thema Etterzhausen wirklich nicht viel getan. Vielen Buben wurde dort in Etterzhausen die Zukunft genommen. Viele Buben mussten dort wirklich nur eben wegen der damaligen Wirtschaftlichkeit die Betten füllen. Die Pensionen waren damals dort wirklich schon sehr hoch , und abbekommen hat man dort einen großartigen Schaden füür immer und ewig. Einige viele Buben von damals sprechen heute eben auch von diesem damaligen Kinder-KZ Etterzhausen, das ich hiermit heute auch bestätigen kann.

    Wir Buben hatten damals dort wirklich keine schöne Zeit!

    Viele der damaligen Eltern , meine auch , wurden damals in Etterzhausen auch nur abkassiert – eben wegen der damaligen Wirtschaftlichkeit – , Rechnungen wurden falsch oder überhöht zurück geschrieben, und viele viele Buben hatten damals dort wirklich kein schönes Leben, eben weil Sie schon vorher vom Direktor Meier auch aussortiert wurden.

    Wann werden endlich auch diese vielen damaligen Betrügereien eben heute ausführlich klargestellt….

    (( Viele damalige Originale Rechnungen sind heute noch vorhanden ))

    Ich kann hier auch schreiben, dass der ehemalige Schuldirektor Johann Meier,
    sich in der Nacht eben mehrmals auch die Buben , auch die vom Neubau , sich in die hauseigene Wohnung genommen hat.

    Ich fordere Sie bitte heute auf , sich endlich eben den damaligen Themen von Etterzhausen ausführlich zu stellen und aufzuarbeiten, damit man heute eben diese Themen aus der Vergangenheit richtig aufarbeiten kann.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Auch ein ehemaliger Domspatz

    |

    @ Ehemaliger Domspatz,

    du hast die Themen auch richtig angesprochen.

    Auch muss man zum Thema Stiftung Etterzausen noch schrieben, dass damals die Jungen der reichen Eltern dort auch schon sehr sehr anders behandelt wurden.
    Die wurden fast in keinster Weise geschlagen , oder malträtiert.
    Auch bekam der Direx Meier immer wieder ausführlich das Bakschisch ( Scheine ) zugesteckt.

    ((Das Trinkgeld in Ägypten heißt Bakschisch ))

    Ja , wir bekamen damals nicht nur dürftiges Essen, wir bekamen damals auch nicht genügend Fleisch in Etterzhausen zu essen. Auch möchte ich hier schreiben und betonen, dass damals alle Küchenmitarbeiter in Etterzhausen immer sehr sehr lieb zu uns waren.

    Für mich war das damals schon ein sehr sehr großangelegtes System und großes Gefängnis dort in Etterzhausen ,, und alle alle in Regensburg wussten auch darüber Bescheid!

    cu

  • Angelika Oetken

    |

    „Für mich war das damals schon ein sehr sehr großangelegtes System und großes Gefängnis dort in Etterzhausen ,, und alle alle in Regensburg wussten auch darüber Bescheid!“

    @Auch ein ehemaliger Domspatz,

    zum Missbrauchssystem gehört die katzbuckelnde Unterstützermeute wie die Schmeißfliegen auf den Kuhfladen.

    Ist beim ideologischen Pendant genauso: http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/ehemalige-wollen-odenwaldschule-uebernehmen-a-986456.html

    Leute mit Charakter erkennen Sie daran, dass die handeln statt nur zu schwafeln. Notfalls auch gegen Widerstand.

    „Auch möchte ich hier schreiben und betonen, dass damals alle Küchenmitarbeiter in Etterzhausen immer sehr sehr lieb zu uns waren.“

    Das ist bezeichnend. Dass die „kleinen Leute“ Ihnen geholfen haben. Während die oben schamlos Kinder ausbeuteten.

    Die meisten Menschen verstecken sich bei Problemen mit der „Obrigkeit“ lieber wie zitternde Pinscher unterm Sofa wenn es an der Tür klingelt.

    Vielleicht hängen die deshalb so an ihrer Kirche. Die bietet Trost. Sonst müssten solche Leute an ihrem eigenen schlechten Charakter und ihrer unsäglichen Feigheit verzweifeln. Eigentlich.

    Je mehr von „Werten“ und „Moral“ geschwafelt und gesäuselt wird, desto skeptischer sollte man sein.

    Alles Gute wünscht
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    P.S. eine Gelegenheit, noch mal auf diese großartige Realsatire hinzuweisen http://mediathek.daserste.de/tv/Reportage-Dokumentation/Der-Franziskus-Faktor-Die-Kirche-vor-d/Das-Erste/Video?documentId=21530200&topRessort=tv&bcastId=799280 (besonders sehens- und hörenswert ab Minute 32)

  • Magnus

    |

    @ Ehemalige Domspatzen

    Man darf auch nicht vergessen , dass immer wieder sehr sehr viele Buben auch in ‚Etterzhausen die 3. , oder auch 4. Klasse haben wiederholen sollen , ja sogar wiederholen haben mü+ssen!
    Der Direx Johann Meier half da schon ein wenig nach, und redete auf die damaligen Eltern so so lange eben ein, bis das eine oder andere Bettchen dort in Etterzhausen eben zum Thema Wirtschaftlichkeit wieder gefüllt war.

    ( Auch ist anzumerken, dass er ja nicht alle eines jeweiligen Schuljahres hat nach Regensburg ( Kaff ) hat schicken können, oder dürfen , weil dort ja auch nur eine bestimmte Anzahl an Betten nur zur Verfügung standen )

    Auch muss man sich eben sehr wundern, das eben viele viele damalie Eltern ihre Sprößlinge auch unter dem Schuljahr dort einfach wieder von der Schule nahmen.

    Zum Thema Fleischverzehr möchte ich hier auch schreiben, dass wir damals dort in _Etterzhausen einmal die Woche so nicht einmal 100 Gramm Fleisch abbekommen haben. Wir sind dort alle damals ja nicht verhungert , aber recht dürftig war das dann ja schon.

    Ob der jetztige Bischof heute zum Thema Etterzhausen wirklich noch alle Hebel in Bewegung setzt , das möchte ich hier und heute auch bezweifeln.

    Auch möchte ich hier einmal schreiben, dass ich gegen die röm. kath. Kirche hier keine Hasspredigt führe , oder auch sonst nichts Böses im Schilde führe.!
    Bei manchen Damen die hier immer wieder schreiben, , könnte man wirklich meinen, dass da immer wieder eine derartige ‚Hetzjagt gestartet werden soll.

    …ps…Quid de quoque viro et cui dicas , saepe videto.
    ( Überlege oft , was du über jemanden sagst und wem du es sagst.
    Epistulae 1 , 18,67 ( an Protinus )

  • Angelika Oetken

    |

    @Magnus,

    was Sie zur Betriebsführung des Direktor Johann Meier schreiben erfüllt für mich den Tatbestand des Betrugs. Mindestens der Unterschlagung.

    Wer finanzierte die Schule eigentlich?

    „Auch muss man sich eben sehr wundern, das eben viele viele damalie Eltern ihre Sprößlinge auch unter dem Schuljahr dort einfach wieder von der Schule nahmen“

    Diese Kinder hatten offenbar Eltern, die aufmerksam, wohlhabend oder fürsorglich genug waren, um ihr Kind vor weiterem Schaden zu bewahren, als sie merkten, dass es in Etterzhausen nicht gut aufgehoben oder sogar in Gefahr war.

    Allerdings stand diese Möglichkeit leider nicht allen offen. Das wurde hier im Forum ja auch schon geschildert.

    „Ob der jetztige Bischof heute zum Thema Etterzhausen wirklich noch alle Hebel in Bewegung setzt , das möchte ich hier und heute auch bezweifeln.“

    Wenn der Domspatzenchor und das Bistum nichts zu verbergen haben, was würden sich die Chorträger und der Herr Vorderholzer denn vergeben, wenn sich dafür einsetzen, die organisierte systematische sexuelle Ausbeutung und Misshandlung der Etterzhauser Schüler aufzuklären und aufzuarbeiten?

    Nichts oder? Sie könnten doch nur gewinnen. Zum Beispiel an Glaub- und Vertrauenswürdigkeit.

    Also frage ich mich: warum rührt sich da nichts?

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Ehemaliger Domspatz

    |

    @ Angelika Oetken

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
    Der Fisch stinkt nicht nur vom Kopf….
    Diese heutige Institution der Regensburger Domspatzen , auch mit dem heutigen Domkapellmeister Büchner – feierte vor nicht all zu langer Zeit sein 20 jähriges Jubiläum bei den Regensburger Domspatzen , wissen von all den Etterzhausener Themen, aber seit Jahren bekommt man eben dazu nur den Mantel des Schweigens einfach darüber.

    Auch viele viele ehemalige Regensburger Domspatzen , auch die mit Domspatzenabitur , wissen darüber eben auch ausführlich Bescheid, weil viele viele damalige eben auch in Etterzhausen in der Schule waren – waren. Auch viele viele Ehemalige mussten – oder durften damals auch wieder die Klasse wiederholen.
    Auch der Club “ Die Freunde der Regensburger Domspatzen “ wissen darüber ausführlich Bescheid , aber Sie wissen ja auch zum Thema “ Nestbeschmutzer ausführlich Bescheid “ deshalb kommt von der Seite heute auch nichts und überhaupt nichts.

    # Diese Kinder hatten offenbar Eltern, die aufmerksam, wohlhabend oder fürsorglich genug waren, um ihr Kind vor weiterem Schaden zu bewahren, als sie merkten, dass es in Etterzhausen nicht gut aufgehoben oder sogar in Gefahr war. #

    Frau Angelika ,
    ich gebe Ihnen vollkommen recht, aber viele viele Eltern damals hatten eben nicht viele Möglichkeiten. Auch waren viele Heimkinder , oder auch einige Priesterkinder , damals in Etterzhausen. Wohin denn mit den kleinen schutzbefohlenen Buben, wenn doch die Behörden , auch die von Regensburg , ausführlich damals all die Pensionen für die damalige eigenständige Stiftung Etterzhausen bezahlten – und die Pensionen waren damals in Etterzhausen schon richtig richtig teuer. Etterzhausen war damals eine eigenständige Stiftung der Regensburger Domspatzen, also auch mit eigenem Kuratorium , wo auch damals der ehemalige Domkapellmeister Georg Ratzinger das „Sagen“ hatte! Die Schule in Etterzhausen war anscheinend damals wirklich auch eine gute gute Geldmaschine , …

  • Veronika

    |

    @Ehemaliger Domspatz:

    So leid es mir tut, und ich ihr Engagement mit dem „offenen Brief“ schätze, aber die werde nur darüber lächeln. Die Leute haben das „absolute Heil“ deren „universalen Kirche“, was man auch an der Untätigkeit des aktuellen Papstes ersehen kann.
    Ein anderer Weg wäre vielleicht möglich: Derzeit streitet die RKK mit Tschechien um die Rückgabe von ehemals enteignetem Kircheneigentum. Wenn jetzt jemand als tschechischer Staatsbürger staatlich gegen die RKK vorgehen würde, denke ich dass die restituierbaren Güter so lange „eingefroren“ würden, bis sich die RKK dazu bereit erklärt die Mißbrauchsopfer zu entschädigen. Ein Vorschlag:
    Wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen an das Tschechische Innenministerium (http://www.mvcr.cz/) oder die tschechische CSSD-Partei und schildern Sie Ihre Bedenken, dass an die RKK kaum restitutiert werden sollte, solange diese noch „Verbindlichkeiten“ in einem anderen EU-Staat hat. Keine Sorge, die können ganz gut Deutsch. ;-)
    Wenn Sie das tun, können Sie zumindest die RKK mal wieder so richtig zur Weißglut bringen! Versprochen!

  • Veronika

    |

    @ Ehemaliger Domspatz: Noch einmal: Sie müssen dort anpacken, wo es gerade diese Leute schmerzt, am Geld und nur dort schmerzt es diese Leute besonders, wenn in den Vatikan gemeldet werden muss, dass nichts vorwärts geht, weil schon der Glaubenspräfekt als BvR nicht in der Lage war, hier Aufklärung zu betreiben.
    ———————————
    Pssst: Zusammen mit anderen „guten Kräften“ ist es sogar mir schon gelungen einige Millionen Euro in andere Richtungen fliessen zu lassen, wie diese Leute ursprünglich geglaubt hatten.

  • Angelika Oetken

    |

    „Die Schule in Etterzhausen war anscheinend damals wirklich auch eine gute gute Geldmaschine , …“

    @Ehemaliger Domspatz,

    sie war sicherlich in erster Linie eine Geldmaschine.

    Und überall, wo es Menschen bzw. Gruppen von Menschen zu leicht gemacht wird, sich an öffentlichen Mitteln zu bereichern , langen die ordentlich zu. Und wenn sie wie im Falle der ehrenwerten Herr-Schaften rund um die Ratzinger-Brüder nicht die Grenzen gesetzt bekommen, die notwendig sind, damit sie sich wie wir alle es tun, an allgemein gültige Regeln halten, beginnen sie diese gewohnheitsmäßig zu übertreten.

    Und wie alle ihres Schlages reden sie sich das selbst und innerhalb der Runde ihrer Gesinnungsgenossen schön.

    Nach und nach verheddern sie sich aber immer mehr in all dem Gestrüpp, bei dessen Anpflanzung sie selbst Hand mit an gelegt haben.

    Ich kann nur immer wieder betonen: das Ganze hat nichts mit der politischen, sozialen oder spirituellen Ausrichtung einer Täterinstitution zu tun. An der reformpädagogischen Odenwaldschule lief es ziemlich genauso:
    http://www.taz.de/!66828/
    Besonders aufschlussreich: die Kommentare zum Artikel. Bei Günther Schweigkofler handelt es sich um den langjährigen Geschäftsführer der Odenwaldschule. Er hat die Haupttäter Becker und Held begleitet. Es gab beste Verbindungen zu den Jugendämter, die „Frischfleisch“ schickten UND überhöhte Sätze zahlten. Kein Wunder, dass die Schule jetzt fast pleite ist. Die Odenwaldschule hat viele prominente und sehr reiche Unterstützer. So wie die Domspatzen auch. Alles eine Mischpoke ;-).

    Das Schriftgut eines Herrn Becker oder seines Lebensgefährten von Hentig liest sich im Übrigen ähnlich „schön“ wie die geistigen Ergüsse irgendwelcher Theophrasten.

    Für mich ist das substanzloses Geschwalle. Klingt gut. Steht aber in besonders krassem Widerspruch zu dem, wofür diese Menschen praktisch stehen. Nämlich die hemmungslose Ausbeutung von – vermeintlich – Schwächeren. Einzig und allein für ihre eigenen Zwecke.

    Nun: das ist verbreitet und menschlich. Aber dann sollte man einfach die Klappe halten. Diese Leute behelligen die Umgebung ungebeten und ungefragt mit ihrem pseudomoralischen Appellen. Und das ist auch ein Verbrechen. Es misshandelt nämlich unseren Verstand.

    Dreist ist es außerdem.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    @Ehemaliger Domspatz,

    drei Fragen hätte ich zu Ihrem Beitrag.

    a) „Auch der Club ” Die Freunde der Regensburger Domspatzen ” wissen darüber ausführlich Bescheid , aber Sie wissen ja auch zum Thema ” Nestbeschmutzer ausführlich Bescheid ” deshalb kommt von der Seite heute auch nichts und überhaupt nichts“

    handelt es sich dabei vorwiegend um Altschüler bzw. Chorknaben? Bzw. ist die Mitgliedschaft geeignet, sich dadurch wirtschaftliche und/oder politische Vorteile zu verschaffen?

    b) „Auch waren viele Heimkinder , oder auch einige Priesterkinder , damals in Etterzhausen. Wohin denn mit den kleinen schutzbefohlenen Buben, wenn doch die Behörden , auch die von Regensburg , ausführlich damals all die Pensionen für die damalige eigenständige Stiftung Etterzhausen bezahlten – und die Pensionen waren damals in Etterzhausen schon richtig richtig teuer“

    Heißt das, die Stiftung hat Priesterkinder in das Internat entsorgt und für die Unterbringung von Heimkindern überhöhte Sätze abgerechnet?

    c) die Ratzinger-Brüder pflegen enge Beziehungen zum Orden der „Mallersdorfer Schwestern“. Traditionell ein Betreiber von Jugendfürsorgeeinrichtungen, also auch Heimen. Berichtet wurde darüber, dass diese Schwestern dem ehemaligen Bischof Mixa die Gelegenheit gaben, ihre Zöglinge zu misshandeln http://www.abendblatt.de/vermischtes/article1442205/Bischof-Mixa-soll-Heimkinder-gepruegelt-haben.html
    Aber das ist nur ein kleiner Teil der Geschichte.
    Der „Buschfunk“ berichtet aber auch von Kinderhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung, der über die von den Mallersdorfer Schwestern betriebenen Heime abgewickelt wurde. Ein recht häufiges Phänomen im Heimbereich. Gerade dort, wo die Heimträger mit pädokriminellen Honoratioren gut verbündet waren. Die subventionierten die Einrichtung großzügig, wenn sie bekamen was sie wollten. Nämlich solche Kinder, für die sich keiner interessierte und nach denen keiner fragte, sollten sie „verschwinden“ oder schwer verletzt werden . Vor Jahrzehnten gab es ja noch keine billigen Fernreisen in arme Länder, in denen man leicht an die kindliche Beute kommt und kein Internet mit dessen Hilfe man sich an Opfer heran pirschen oder in Tätergruppen aufschließen kann.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    P.S. auch was die guten Kontakte zur Obrigkeit angeht, haben die Mallersdorfer Damen eine Tradition http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-21977936.html

  • Angelika Oetken

    |

    @Ehemaliger Domspatz:

    meine Frage zu c): hat(te) der Mallersdorfer Orden offiziell auch Kontakt nach Etterzhausen bzw. zu den Domspatzen?

    Hintergrund: evtl. gab es hier Kooperationen, um Priesternachwuchs dezent verschwinden zu lassen bzw. damit die Täter mehr Auswahl hatten, was ihre Opfer angeht. Auch Täter haben schließlich Vorlieben. Der eine will besonders kleine Kinder, der andere etwas Ältere. Manche bevorzugen Mädchen, andere Jungen. Einige wollen Kinder, die schon für den Missbrauch abgerichtet sind, andere möchten das selbst übernehmen. Vom Äußeren der lebenden Handelsware mal ganz abgesehen.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken:

    Herzlichsten Dank wieder einmal für Ihre Ausführungen, auch wenn mir beim Durchdenken dieser Dinge wieder einmal so richtig übel geworden ist.
    ———————————
    Wollen wir dann aber mal festhalten – so ich richtig verstehe – dass eben immer noch diese pädofilen Seilschaften existieren und sich immer noch Kinder in ärgster Gefahr befinden. Über diese „höheren Kreise“ gibt es auch aus Regensburg zu berichten. Hier sollen nichtgeistliche bisexuelle Pädofile mit sehr viel Geld versorgt worden sein. Was das aber mit einer Marienbetvereinigung zu tun haben soll, konnte mir bislang niemand sagen.
    Enttäuscht bin ich, dass unsere StaatsdienerInnen nicht tätig werden und nachprüfen wollen. Da muss ich schon etwas zynisch hoffen, dass auch deren Kinder Kinder dann einmal dieses Leid erfahren, damit die wissen was versäumt wurde.

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken:

    Ach ja, kath. „Priesterkinder“ – ich oute mich mal – wie mich, gibt es nicht. Bei mir musste zwangsweise ein Familienvater ohne Bezug zu mir, unterschreiben und meinen Vater „abgeben“. Dass ich mich in Jugendjahren – ohne dieses Wissen – dann auch noch in einen Priester verliebt hatte, öffnete mir dann komplett die Augen. Aber „Priesterkinder“ werden – wie ich erfahren konnte – sehr gerne auch als Waisen in entsprechende kirchliche Heime entsorgt, und wenn dort der Heimleiter Geistlicher ist, wird dieser von geldhabenden „hohen Kreisen“ hofiert. Möglich, dass dann die „Nähe“ herbeigeführt wird, die man braucht um solche Dinge tun zu können.

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken:

    Danke vielmals!
    Derzeit habe ich auch ein Faible für „Söhne böhmischer Mütter“, da doch der Regensburger Oberhirte ein solcher ist, man aber keinen Vater findet. Wissen Sie da vielleicht mehr?
    ———————–
    In dieser Richtung übrigens scheint mir ein weiterer Grund des Verschweigens von MißbrauchstäterInnen zu liegen, denn manche Unverbesserliche wollen in D immer noch die Grenzen von 1940 zurück.

  • Angelika Oetken

    |

    „Hier wird aber mit Sicherheit nichts aufgeklärt werden, ausser die Sache der “Haderthauers” reißt ein so großes Loch in den Filz, dass andere das Sagen haben werden“

    @Veronika,

    da niemand in die Zukunft blicken kann, gibt es immer wieder Überraschungen. Je nach Standpunkt gute oder böse.

    Ein Beispiel aus einer anderen Gegend. Wo die Filzsockengeschäft ebenfalls Jahrzehnte lang sehr gut lief.

    Bis sich ein paar Opfer dieses Stinkefüßekartells an die Schule, den Jesuitenorden und die Öffentlichkeit wandten. Das war vor über 10 Jahren.

    Erst 2010, als die Meldungen über Missbrauchsfälle sich Bahn brachen, befanden es die Verantwortlichen für nötig mit den Opfern zu sprechen
    http://www.domradio.de/nachrichten/2010-05-17/erstmals-trafen-sich-am-bonner-jesuitenkolleg-ordensvertreter-und-missbrauchsopfer

    Hier ein Bericht zum Thema: jesuitisches Kunstverständnis
    http://www.spiegel.tv/filme/magazin-23022014/

    Wie das Filzsockengeschäft geschmiert wurde, lässt sich anhand dieses Artikels erahnen
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/themen/ako-pro/rueckzahlung-von-165-000-euro-an-die-stadt-unwahrscheinlich-article1225390.html

    Ich muss nicht extra betonen, dass der Schulträger nun so gar nichts mehr mit dem AKO-PRO zu tun hat. Und alles selbstverständlich schon iiiiiimmeeeer getrennt war…

    Der Schulleiter des Aloisiuskollegs, Johannes Siebner SJ macht zwar eifrig PR…..
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/godesberg-zentrum/Unterbringung-von-Fluechtlingen-Stadt-soll-Ablehnung-ueberdenken-article1433641.html ….. aber ich bezweifle stark, dass er das in Eigenregie tut… laut Buschtrommeln handelt es sich bei ihm um einen intelligenten Mann.

    Ich hatte schon, als er in einem Interview etwas zum Thema „Liebe“ verlautbarte meine Zweifel, ob das auf seinem eigenen Mist gewachsen ist. Oder nicht irgendein Mitbruder, der für Imagemärchenpflege zuständig erklärt wurde, sich das ausgedacht hat
    http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_lifestyle/article124690270/Mit-Gott-verheiratet.html

    Wenn der Missbrauchshintergrund nicht so traurig wäre (für die Opfer und die Verantwortlichen): Realsatire vom Feinsten.

    Was das „Reden“ und das „Outing“ von Opfern angeht:

    „Er könne sich die Scham und Scheu der Betroffenen sogar innerhalb von Familie und Freundeskreis vorstellen, finde den Prozess aber trotzdem „unverständlich“. Er wolle die Opfer nicht verletzen, aber „diese Spirale des Schweigens“ sei ihm ein Rätsel“
    http://www.ksta.de/bonn/aloisiuskolleg-pater-wurde-schon-frueher-abgelehnt,15189200,22342654.html

    Wahrscheinlich hat die Familie de Maizière direkt nichts mit dem Thema zu tun. Trotzdem kann sich unser ehemaliger Verteidigungsminister vielleicht doch in die Lage von Opfern oder Mitwissern, die sich mit dem Gedanken tragen, sich zu outen hineinversetzen. Und sich folgende Frage stellen: „Würde er sich an die Öffentlichkeit wenden, wenn er selbst während seiner Schulzeit am Aloisiuskolleg missbraucht worden wäre? Wenn er wüsste, dass Freunde zu Opfern wurden? Wenn er Zeuge von Missbrauch geworden wäre?“

    Wahrscheinlich fände Thomas de Maizière gute Gründe diese Fragen alle mit „Nein“ zu beantworten. Das wäre gut. Es sind nämlich wahrscheinlich die selben, die auch die vielen schweigenden Opfer, Mitbetroffenen, Zeugen und Mitwisser haben.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken:

    Danke!

    Dann warten wir einmal ab, bis die ganze Mischpoke von Leuten und Organisationen (anderen Kirchen, die man derzeit in Bayern wieder mal auf der Abschußliste hat, weil die Angst regiert?) aufgeklärt wird, weil diese alle mindestens ein so großes Interesse haben etwas zu ändern.
    Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht oder der Brunnen versiegt! ;-)

  • Angelika Oetken

    |

    „Über diese “höheren Kreise” gibt es auch aus Regensburg zu berichten. Hier sollen nichtgeistliche bisexuelle Pädofile mit sehr viel Geld versorgt worden sein. Was das aber mit einer Marienbetvereinigung zu tun haben soll, konnte mir bislang niemand sagen“

    @Veronika,

    eigentlich ist es üblich, dass Pädokriminelle der Organisation, die es ihnen ermöglicht, Kinder sexuell auszubeuten Geld oder Gefälligkeiten spenden. Aber dazu müssen diese Täter natürlich über Macht und Mittel verfügen.

    Andere Variante: es handelt sich bei den bisexuellen, pädokriminellen Laien um ehemalige Domspatzen oder Etterzhauser. Die als Kinder in diesen Einrichtungen einsaßen, dort sexuell missbraucht wurden und ein Teil der Altschülerseilschaft sind.
    Leider ist es so, dass ein nicht unerheblicher Teil der Opfer später selbst Kinder missbraucht http://www.zfs-online.org/index.php/zfs/article/viewFile/3057/2594

    Und Missbrauch, auch wenn er eine Weile abgespalten wird, hinterlässt häufig Spuren, die Opfer ein Leben lang begleiten.

    Das moralische Regelwerk, das die Domspatzenorganisation begleitet erscheint sehr fragwürdig. Und so könnte es sein, dass einige der Opfertäter auf die Idee gekommen sind, wohlhabende Täter bzw. Mittäter bzw. Verantwortliche davon zu „überzeugen“, dass man ihnen Schweigegeld geben möge. Wahlweise auch ermöglicht, Kinder sexuell auszubeuten.

    Beachten Sie bitte, dass viele Orden im Ausland Kinderheime betreiben. In Ländern in denen die Kinder besonders abhängig und ausgeliefert sind. Häufig landen sie in Heimen oder sozialen Projekten, weil sie von zuhause weggelaufen sind. Oder weggeschickt wurden. Nicht selten, weil man sie dort in der Familie sexuell missbraucht hat. Wer in einer täterfreundlichen Familie aufgewachsen ist, bekommt täterfreundliche Werte vermittelt. Das prägt. Sich davon zu distanzieren ist schon für Erwachsene schwer. Für Kinder erst recht. D.h. reinszeniert ein Täter oder eine Täterin am Fluchtpunkt, z.B. in dem Kinderheim in dem das Kind lebt, die missbrauchsfördernden, täterfreundlichen Umstände und Beziehungen, die das Kind von zuhause aus kennt, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er/sie es in seine/ihre Gewalt bringen kann.
    So ist es z.B. an der Odenwaldschule gelaufen. Und auch von Opfern – und Tätern- die an katholischen Schulen und Internaten waren ist das so beschrieben worden.

    Man nennt diese Strategie „Grooming“. Der Täter schleicht sich in das Vertrauen der Kinder. Um sie gefügig zu machen.

    Hier Homepages von katholischen Organisationen, die im Ausland Kinderprojekte betreiben.

    Bsp.:
    http://www.rvm-volunteering.org/page10/
    http://www.mallersdorfer-schwestern.de/ (Button: „unsere Einsatzorte“

    Es gibt auch gruppenübergreifende Angebote:
    http://www.renovabis.de/laender-projekte/foerderbereiche

    Und die Betreiber dieser Organisationen werden vor einem großen Problem stehen. Denn gerade der kognitiv unauffällige Tätertyp zeigt besonderen Einsatz, um an Tatorte zu gelangen, an dem er leicht Beute machen kann. Es bedarf schon eines extrem gut geschulten Blickes, um solche Leute zu identifizieren. Oder eines entsprechenden supervidierenden Managements. Zum Beispiel im Sinne eines Prophylaxeleitfadens inkl. entsprechender Beauftragter und Mitarbeiterschulungen.

    Renovabis hat zu mindestens ein entsprechendes Papier
    http://www.renovabis.de/3766/2010-positionspapier-vorgehensweise-bei-sexuellem-missbrauch-von-kindern-und-jugendlichen-in

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Dann warten wir einmal ab, bis die ganze Mischpoke von Leuten und Organisationen (anderen Kirchen, die man derzeit in Bayern wieder mal auf der Abschußliste hat, weil die Angst regiert?) aufgeklärt wird, weil diese alle mindestens ein so großes Interesse haben etwas zu ändern.“

    @Veronika,

    die Bekämpfung von Korruption, die als Begleit- und Beschaffungskriminalität so gut wie immer bei institutionell begünstigter sexueller Ausbeutung von Kindern zu finden ist, ist sowohl eine lokale, wie eine zentrale Aufgabe.

    In Bonn gibt es mittlerweile Bürger und Mitarbeiter in Justiz und Verwaltung, die gegen die Machenschaften des Aloisiusklüngel vorgehen (1).

    (1) diese Leute waren sich ihrer Sache so sicher, dass sie sich sogar als Gruppe zu erkennen gegeben haben ;-)
    http://www.prmitteilung.de/kostenlosepressemitteilungen/321diskussion-um-vorwuerfe-sexuellen-missbrauchs-am-aloisiuskolleg-alts
    Wobei die Buschtrommeln sagen, dass diese damals überall verbreitete Stellungnahme vor allem auf die Initiative von ein paar sich ihrer Sache besonders sicheren, dem Aloisiuskolleg sehr eng verbundenen Menschen zurückgeht. Und viele Derjenigen, die im Frühjahr 2010 unterschrieben haben, mit dem Wissen von heute das wohl am liebsten rückgängig machen würden. Für diesen Fall sollten wir doch eigentlich von denen eine öffentliches Statement erwarten. Oder?

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken:

    Nochmals besten Dank für die neuerlichen Ausführungen und Darlegungen!

    Meine Rede: Aufklärung geht nur international und vor allem auch unter dem Schutz ebenfalls international agierender Organisationen. „Katholisch“ heisst nicht umsonst „katholisch“, also machen wir es eben „katholischer“ ;-) und nachhaltig, damit solche Dinge wenigstens im Ausland nicht mehr so leicht geschehen können. In anderen Ländern macht man bei solchen Fällen nicht so viel Federlesens wie in D, weshalb meiner Meinung nach dieser aus Polen stammende Nuntius auch sehr gut beraten war, schnellstmöglichst die DomRep zu verlassen.

  • Angelika Oetken

    |

    „Das Schulgeld das unsere Eltern bezahlten samt Spenden -und das war nicht wenig-landete nur zum Teil bei den Schülern selbst,der andere in den diversen Stiftungen rund um die Odenwaldschule,die man damit jahrelange füllen konnte und auch noch vorgeben konnte einem guten Zweck zu dienen und damit seine Reputation weiter steigerte(Eliteschule etc).Ausserdem schuf man dadurch Abhängigkeit die im weiteren Verlauf der Odenwaldschule sehr nützlich waren.Durch diesen Geldmangel an der Schule selbst-mieses Essen,teilweise heruntergekommene Räumlichkeiten ,zu wenig Betreuer-Lehrer waren rund um die Uhr im Dienst,oft waren es gar keine ausgebildeten Pädagogen,viele hatten noch nicht einmal Abitur ,insgesamt schlechte Ausstattung entstand neben der sexuellen Gewalt eine allgemeine Verwahrlosung,die man ebenfalls als Konzept verkaufte und die teilweise durch die Schönheit der Landschaft in der die Odenwaldschule liegt übertüncht wurde.“
    http://netzwerkb.org/2014/09/01/altschuler-sollen-den-ruf-retten/#comment-268103

    Na, diese Schilderung sollte so Manchem, der sich ernsthaft und ohne fahrlässiges Vertrauen mit der Missbrauchshistorie rund um die Domspatzen und Etterzhausen beschäftigt hat bekannt vorkommen.

    Wie man die entsprechenden Seilschaften anlegt, ist hier beschrieben http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=hi&dig=2013%2F09%2F14%2Fa0045&cHash=e431505422dca932c87867e053c44fd3

    Zur Erläuterung: Helmut Kentler, ein Mann der lange Zeit als eine Koryphäe der Sexualwissenschaft galt, saß zusammen mit Hartmut von Hentig, dem Lebensgefährten des Chefmissbrauchers an der Odenwaldschule, Gerold Becker im Beirat der Humanistischen Union. Gemeinsam mit Menschen wie Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Claudia Roth und Renate Künast.

    Die HU hat lange Zeit mit bekennenden Lobbyisten der Pädokriminalität (1) kooperiert(2).

    Will sagen: es gibt zwischen den verschiedenen pädokriminellen Vereinigungen und ihren UnterstützerInnen weniger Unterschiede als Gemeinsamkeiten.

    Eine Sache, die alle kennzeichnet ist ganz sicher die Verquickung von Wirtschafts- und Missbrauchsverbrechen.

    Und das ganz unabhängig von Weltanschauung, politischer Gesinnung, Religion, Status oder Bildung.

    Säufer und Diebe gibt es schließlich auch überall.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    (1) http://www.vachss.de/mission/berichterstattung/ahs.htm
    (2) http://www.humanistische-union.de/nc/publikationen/suche/ergebnisse/autor/8/back/suche-in-publikationen/article/die-zusammenarbeit-von-hu-und-ahs/Erkl%E4rung%20zum%20Sexualstrafrecht/

  • Angelika Oetken

    |

    Ach ja, und noch eine Gemeinsamkeit: das Hohlphrasendreschen…

    Vielleicht hat ja jemand aus Regensburg ein klerikales Gegenstück zu dem hier
    http://www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Sonstiges/Einfuehrung_BP.pdf

    Klingt gut, klingt edel. Hat aber mit der Lebenswirklichkeit so wenig zu tun, wie eine typische Predigt.

    Erwachsene bei denen das Ideal über der Realität steht, sollten von Kindern und Jugendlichen fern gehalten werden. Sie sind zu unreif, um Verantwortung für Heranwachsende zu übernehmen.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • P.

    |

    Seit der Umstellung der neuen Homepage fehlen hier einige Kommentare ,
    geschrieben nach dem 01.September 2014

  • Ehemaliger Domspatz

    |

    @ P. ,
    stimmt , da fehlt vieles , einiges.

    Hier noch ein guter Artikel zum Thema , siehe den Link unten.
    ******
    Die Diözese Regensburg , auch mit dem aktuellen Pressesrecher Neck Clemens , ziehen seit einigen Jahren , eine Vielzahl von Themen , die aus Etterzhausen , aus Regensburg , die der Regensburger Domspatzen , die Themen Missbrauch und Gewalt , usw. auch so derart in die Länge.
    Es fehlt immer noch ein Abschlußbericht!

    http://opposition24.de/katholische-kirchenkriminalitaet/

  • Angelika Oetken

    |

    Ja, das ist schlimm.

    Hat aber auch sein Gutes. Denn immer mehr Menschen kommen zu der Einsicht, dass die Missbrauchsproblematik im Kern der Katholischen Institution und dem angelegt ist, was die Vertreter dieser Organisation, eben der höhere Klerus zur Lehrmeinung erklären.

    Insofern hat die Debatte auch etwas Gutes. Denn die RKK ist so mächtig, ihre Vertreter so Selbst-Herrlich, dass man ihr nur mit vereinten Kräften und einer breiten öffentlichen Debatte bei kommt.

    Und nur das hilft den Kirchenopfern, die es bereits gibt und denen die erst gar nicht zu welchen werden sollen.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Kurt

    |

    @ Betreff: Kinder KZ von Etterzhausen

    Das stimmt , dieses Heim war für mich damals auch ein Kinder KZ!
    Für mich war das damals auch eine sehr sehr schlimme Zeit , an die
    ich bis heute denke. Auch wurden damals viele Eltern nur wegen der Wirtschaftlichkeit in diesem Heim eben dort nur abgezockt, und viele
    viele Buben mussten damals auch immer wieder nur die Klassen wiederholen!

  • Angelika Oetken

    |

    @Kurt,

    wohin ist das veruntreute Geld denn geflossen?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • P.

    |

    @ Angelika Oetken ,
    ich kann Dir diese Frage auch beantworten.
    Ich war damals auch in diesem Kinder KZ in Etterzhausen , und ich war damals dort auch noch ( nur ) ein sogenannter Prägelknabe von meinem damaligen Direx Meier. Irgendwie war das damals in Etterzhausen schon so eine Art Geldmschine. Dort gab es damals 3 Klassen mit insegesammt mit fast 100 Buben. ( diese Vielzahl an Betten waren damals immer belegt ) Die Pensionen schwankten damals eben auch so bis / über 300 DM pro Schulmonat ( 11 Pensionsmonate pro Schuljahr ). Wir bekamen damals nur dürftiges Essen, auch an den Sonntagen gabs für einen jeden von uns Buben nur jeweils eine Semmel. Gut , verhungert sind wir dort nicht , aber wir alle bekamen dort nicht einmal auch jeweils eine gewisse Menge anständiges Fleisch zu essen. Der Boss der damaligen Stiftung war auch der ehemalige Domkapellmeister Ratzinger , der damals auch mit im Kuratorium der Stiftung war. ( Etterzhausen war damals eine eigene geführte seperate Stiftung der Regensburger Domspatzen ) Alles lief damals auch über den Ratzinger , und alles lief auch nur über Regensburg, Reischstasse 22., und über das Bistum Regensburg.
    Ich kann hier auch schreiiben, dass viele viele damalige Rechnungen , die damals eben immer monatlich meine Eltern bekamen, sehr sehr oft falsch geschrieben wurden. Meine Eltern bezahlten daher damals immer viel zu viel nach Etterzhausen. Ich kann das deshalb hier schreiben, eben weil ich heute fast alle damaligen Originalrechnungen habe.
    Ich hege den Verdacht, dass die Stiftung Etterzhausen eben vielleicht nur als großes Trittbrett fungierte , und eben die Regensburger sich dann nur ausführlich bedient haben. Das ganze Heim damals in Etterzhausen war zu meiner Zeit nur noch eine sogenannte Bruchbude, weil eben dort damals nichts repariert wurde, ( nur ein bisschen ) und für größere Sachen war dann kein Geld da.. Die Stiftung Etterzhausen zog dann mit dem neuen Schuljahr 1981 / 1982 dann nach Pielenhofen um. Die Dächer dort in Etterzhausen waren nicht gerade dicht, und es regnete dann auch immer gut rein. Gut, die Schuld kann man jetzt nicht nur den Regensburgern geben, weil ja auch das Bistum , die Diözese , und der damalige Bischof, ja damals auch noch etwas zu sagen hatten. Das alles , oder eben vieles zum Thema , ist auch schon bekannt! Auch wird unter vielen vielen ehemaligen Domspatzen zu bestimmten Themen viel geredet, aber es traut sich kein Mensch eben von denen richtig zu reden.
    Ich hatte damals in Etterzhausen nur eben 4 Bezugspersonen. Der Direx Meier , Präfekt Hansch , Musikleher Fischer und jeweils die Lehrer pro Klasse.
    Das war damals keine schöne Zeit dort!
    siehe Bericht
    http://www.intern-at.de
    http://www.intern-at.de/internat-schule/internat-schule1/
    Zu den Betten möchte ich hier noch etwas schreiben; das waren damals so Bettgestelle aus den 50er Jahren , und alle Bettmatratzen bei uns waren damals so derart beschmutzt und verpisst.
    Jetzt bin ich auch gespannt , ob der Herr Pressesprecher Klemens Neck , zu meinem Thema auch eine richtige und vernünftige Plausibilitätsbewertung von Hinweisen vornimmt.

    …..man nimmt eine erste Plausibilitätsbewertung von Hinweisen vor, informiert die Bistumsleitung und berät ……

  • Angelika Oetken

    |

    @P.,

    Danke!

    „Dort gab es damals 3 Klassen mit insegesammt mit fast 100 Buben. ( diese Vielzahl an Betten waren damals immer belegt ) Die Pensionen schwankten damals eben auch so bis / über 300 DM pro Schulmonat ( 11 Pensionsmonate pro Schuljahr ). “

    300 Mark waren damals sehr viel Geld. Bei der miesen Gegenleistung muss viel übrig geblieben sein.

    Was versprachen sich die Eltern eigentlich davon, ihr Kind nach Etterzhausen zu geben?

    „Alles lief damals auch über den Ratzinger , und alles lief auch nur über Regensburg, Reischstasse 22., und über das Bistum Regensburg.“

    Sehr gut. Das macht die Sache übersichtlich.

    „Ich kann hier auch schreiiben, dass viele viele damalige Rechnungen , die damals eben immer monatlich meine Eltern bekamen, sehr sehr oft falsch geschrieben wurden. Meine Eltern bezahlten daher damals immer viel zu viel nach Etterzhausen. Ich kann das deshalb hier schreiben, eben weil ich heute fast alle damaligen Originalrechnungen habe.“

    Großartig. Vielleicht haben noch andere Insassen von Etterzhausen auch solche Belege. Oder irgendwelche Briefe aufbewahrt, die die Verantwortlichen geschrieben haben. Die müssten ja voller Fehlangaben, auch „Lügen“ genannt stecken.

    „Auch wird unter vielen vielen ehemaligen Domspatzen zu bestimmten Themen viel geredet, aber es traut sich kein Mensch eben von denen richtig zu reden.“

    Ich frag mal ganz dumm: wieso nicht?

    „Jetzt bin ich auch gespannt , ob der Herr Pressesprecher Klemens Neck , zu meinem Thema auch eine richtige und vernünftige Plausibilitätsbewertung von Hinweisen vornimmt.“

    Nur so eine Idee: der Provinzial des Jesuitenordens hat „Eckiger Tisch“ gebeten, ihm konkrete Fragen zu den Missbrauchsvorwürfen zu stellen. Das haben die Opfer auch getan. Es wurden 100 sehr schön klar formulierte.
    Einen Teil davon hat Herr Kiechle dann auch beantwortet http://www.eckiger-tisch.de/2013/08/27/100-fragen-einige-antworten-und-immer-noch-viele-offenen-fragen/

    Auch Lücken sprechen für sich. Und die Antworten sowieso.

    Warum sollten Sie also erst darauf warten, dass Bischof Vorderholzer im Auftrag von sonstwem auf die Idee kommt, ebenfalls so eine Bitte an die Domspatzenopfer heranzutragen?

    Wieso die Sache nicht abkürzen und Fragen formulieren?

    Zum Beispiel: „meine Eltern haben sich die 300 DM Schulgeld vom Mund abgespart, damit ich eine gute Ausbildung bekomme und fürsorglich betreut werde. Statt dessen: Mobiliar, das auf den Sperrmüll gehört hätte, sehr karges Essen, überfordertes, übergriffiges Personal. Die Schule hat schätzungsweise… DM im Jahr Gewinne gemacht. Wohin ist das Geld geflossen?“ etc.

    Solche Fragen kann man natürlich öffentlich stellen. Sofern sie höflich und sachlich formuliert sind. Und die Persönlichkeitsrechte der Genannten gewahrt werden.

    Eine Aufarbeitungskommission geht auch nicht anders vor. Erstmal stellt sie Fragen: wer ist unser Auftraggeber, was sollen wir genau tun? Bis wann soll eine Antwort vorliegen, welche Dokumente und Zeitzeugen gibt es….

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • P.

    |

    @ Angelika Oetken

    Was versprachen sich die Eltern eigentlich davon, ihr Kind nach Etterzhausen zu geben?

    Also, meine Eltern bezahlten in Etterzhausen diese teueren Pensionen , damit ich eine gediegene Ausbildung und auch eine charakterliche Förderung bekomme, so wie es
    damals auch in der Werbung geschrieben wurde.

    ________________________________________________________________________________________

    Diese zwei Stiftungen der Regensburger Domspazen haben damals auch in diversen Zeitungen zusammen jeweils immer auch in Bayern oder in der ganzen Bundesrepublik / Westdeutschland , für Etterzhausen und Regensburg ausführlich geworben.

    Hier eine Anbschrift dieser Werbung von damlas:
    __________________________________________________________________________________________
    WER WILL REGENSBURGER DOMSPATZ WERDEN?

    Buben , die musikalisch und schulisch begabt sind , finden zum Schuljahrsbeginn
    Aufnahme bei den Regensburger Domspatzen. In ihren eigenen Instituten erhalten
    sie eine gediegene Ausbildung und charakterliche Förderung.

    1. Die Internatsvolksschule der Regensburger Domspatzen
    Sie bereitet die Kinder schulisch und musikalisch für den Übertritt
    in das Musikgymnasium vor.
    Anschrift: Stiftung Internatsvolksschule Etterzhausen der Regensburger
    Domsptzen , Domspatzenstrasse , 8411 Etterzhausen bei Regensburg

    2. Das Musikgymnsaium der Regensburger Domspatzen
    Das Musikgymnsaium ist ein staatlich anerkanntes neunklassiges
    humanistisches Gymnsaium mit zusätzlichem Kernfach Musik in allen Klassen.

    3. Die Internate
    Die Internate stehen unter geistlicher Leitung. Geregelte und überwachte
    Studierzeiten, reichliche Übungsmögkichkeiten am Instrument, eig. Turnhalle
    und eig. Schwimmbad.

    Anschrift; Stiftung Müsikgymnasium der Regenesburger Domspatzen ,
    Reichsstrasse 22 , 8400 Regensburg

    +

  • Angelika Oetken

    |

    „Also, meine Eltern bezahlten in Etterzhausen diese teueren Pensionen , damit ich eine gediegene Ausbildung und auch eine charakterliche Förderung bekomme, so wie es
    damals auch in der Werbung geschrieben wurde.“

    @P.,
    die meisten Eltern wollen ja das Beste für ihr Kind.
    Was da in den Anzeigen versprochen wurde und die Realität wichen ja geradezu grotesk voneinander ab.
    Ich nehme mal an, dass Etterzhausen und das Domspatzengymnasium neben den Pensionen, die von den Eltern oder anderen Personen gezahlt wurden auch noch Landesmittel erhielt. Auch heute werden Privatschulen staatlich gefördert.

    Hätten Sie eine Idee, wie man rausfindet, wie viele staatliche Gelder (Schulgeld aus Landesmitteln) an das Domspatzenkonsortium geflossen sind?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • P.

    |

    @ Angelika Oetken..
    Zum Thema Landesmittel für die REG: Domspatzen, , dazu habe ich leider keine Kenntnis.
    _
    Bemerkenswert ist natürlich, dass sich eben bis heute wirklich niemand um eine richtige Aufarbeitung der damaligen Vergangenheit , auch die Geschehnisse von Etterzhausen, bemührt! Seit Jahrzehnten kocht es anständig bei den REG.Domspatzen , und anscheinend möchte wirklich ein Niemand eben heute auf die brisanten Themen _ Knabenliebe im Domspatzeninternat , , Bisexualität und Pädophilie bei den Rengensburger Domspatzen, heute darauf eingehen. Dieser Istzustand wird auch die nächsten Jahre auch noch so weiter gehen, und die Neuanmeldungen für die Regensburger Domspatzen ( für das neue Schuljahre 14 / 15 waren es ja keine 40 Buben ) werden die nächten Jahre auch immer weiter sinken.
    http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/regensburg/artikel/alte-und-neue-domspatzen-im-dom/1147327/alte-und-neue-domspatzen-im-dom.html#1147327

  • Angelika Oetken

    |

    „Dieser Istzustand wird auch die nächsten Jahre auch noch so weiter gehen, und die Neuanmeldungen für die Regensburger Domspatzen ( für das neue Schuljahre 14 / 15 waren es ja keine 40 Buben ) werden die nächten Jahre auch immer weiter sinken.“

    @P.,

    daran kann man ja erkennen, wie viele Rücklagen diese Brüder angehäufelt haben… aber irgendwann sind auch die aufgebraucht. Vor allem wenn die bisherigen Geldbeschaffungsmethoden nicht mehr nutzen kann, weil einem die Leute auf die Finger gucken…

    Im Falle der Odenwaldschule lief es übrigens ähnlich. Erst als die Jugendämter der Schule keine Schüler zu überhöhten Platzgeldern mehr zuwiesen und die Kohle so knapp wurde, dass das OSO-Personal um seine Stellen fürchten musste, wurden sie so ganz langsam etwas kooperativer. Wissenschaftliche Aufarbeitung, Konzeptanpassung… plötzlich ging es…

    Und was das angeht, sind doch viele Menschen ziemlich gleich: wenn es einem selbst an den Kragen geht und nicht nur irgendwelchen Kindern oder erwachsenen Opfern, dann setzt plötzlich der Verstand wieder ein…

    Also: einfach noch ein bisschen warten. Irgendwann kommen die Banken. Denen reichen warme Worte nicht…

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    Bischof Ackermann wähnt sich zwar machtlos, lädt seine KollegInnen aber immerhin zu Veranstaltungen ein. Die nächste nennt sich

    „Fachtagung zu pastoralen Herausforderungen und Heilungsaspekten angesichts sexuellen Missbrauchs“ http://www.dbk.de/presse/details/presseid=3058&cHash=02c3aed09b8d671da01f2dddb358d389

    Es bleibt zu hoffen, dass die kirchlichen Funktionäre da zumindestens irgendwelche Selbstheilungskräfte entwickeln.

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