Doku: „Sünden an den Sängerknaben“

Die Akte Regensburger Domspatzen

Print page

Vom Umgang des Bistums Regensburg mit den missbrauchten Domspatzen: Am 7. Januar, 23.30 Uhr, zeigt die ARD dazu die Dokumentation „Sünden an den Sängerknaben“. Die Filmemacherin Mona Botros hat drei Betroffene bei ihrem Kampf um Gehör und Gerechtigkeit begleitet. Erstmals gibt in dieser Doku auch Geedo Papprotta ein Interview, der „Opferanwalt“, der im Auftrag der Diözese Regensburg die Anträge auf Entschädigung prüft und der einem Betroffenen erklärte, warum der an ihm begangene sexuelle Missbrauch kein sexueller Missbrauch sei.

Ein Ort, an dem Kindheiten zerstört wurden:  die ehemalige Domspatzen-Vorschule in Ettertzhausen: Foto: SWR/ Mona Botros

Ein Ort, an dem Kindheiten zerstört wurden: die ehemalige Domspatzen-Vorschule in Ettertzhausen: Foto: SWR/ Mona Botros

„Es gab Situationen, da wäre es besser gewesen, tot zu sein.“ Georg Auer bricht zusammen, als er das sagt. In dieser Doku spricht der 63jährige, über dessen Fall Regensburg Digital 2012 berichtete, zum ersten Mal öffentlich über die dunkelste Zeit in seinem Leben. Mit neun Jahren kommt Georg Auer in die Vorschule der Regensburger Domspatzen. Der Knabenchor aus Bayern ist international bekannt, seine weltweiten Konzertreisen legendär. Seit Generationen schicken Eltern ihre Söhne nach Regensburg zu einer der besten musikalischen Ausbildungen des Landes.

Das Versprechen des Bistums

Doch 2010 erschüttern Nachrichten um Kindesmissbrauch im berühmtesten Chor der katholischen Kirche die deutsche Öffentlichkeit. Frühjahr 2010. Immer neue Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern in katholischen Einrichtungen in ganz Deutschland werden bekannt. Menschen, die ihr Leben lang die Geschehnisse verdrängt oder aus Scham geschwiegen hatten, berichten nun über schwere Übergriffe durch Geistliche in ihrer Kindheit. Im Zuge der Offenbarungen gerät auch der älteste Knabenchor Deutschlands in die Schlagzeilen. Schnell tritt das Bistum in Regensburg den Anschuldigungen entgegen. Man verspricht Transparenz und unbürokratische Hilfe für die Betroffenen.

Domspatzen? Keine Antwort!

Im November 2014, fünf Jahre nach dem Skandal, legt das Bistum Regensburg den ersten Tätigkeitsbericht nach drei Jahren vor: „In Anerkennung des Leids“ hat das Bistum 30 Missbrauchsopfern zwischen 1.000 und 15.000 Euro gezahlt, insgesamt 158.500 EUR. Die Frage, wie viele Domspatzen sich unter den Betroffenen befinden, will das Bistum nicht beantworten.

 Der Film erzählt die Geschichte von drei ehemaligen Domspatzen, deren Leben durch die Erfahrungen im Internat des berühmten Knabenchors für immer verändert wurde. Sie berichten über gnadenlose Misshandlungen, über Trinken- und Essensentzug, über alltägliche Demütigungen und Prügel. Und sie berichten, was ihnen nachts in den Schlafräumen der Präfekten angetan wurde. Alle drei stellten Anträge auf „Leistungen in Anerkennung des Leids“, wie es im Formular der Kirche heißt. Die Dokumentation zeigt, was aus den Anträgen geworden ist und wie sich diese neuen Erfahrungen mit der Kirche auf die Betroffenen ausgewirkt haben.

Katholikentag 2014: Missbrauchte Domspatzen demonstrieren für Gerechtigkeit und Aufklärung. Foto: SWR/ Mona Botros

Katholikentag 2014: Missbrauchte Domspatzen demonstrieren für Gerechtigkeit und Aufklärung. Foto: SWR/ Mona Botros

Die Regensburger Domspatzen haben einen besonderen Platz in der katholischen Kirche. Regelmäßig reisen die Sängerknaben nach Rom, um vor dem Papst zu singen. Die Verbindung zwischen Regensburg und dem Vatikan ist seit 1981 besonders eng. Damals war Georg Ratzinger Domkappelmeister des Knabenchores, sein Bruder – Josef Kardinal Ratzinger – wechselte mit seinem Aufstieg zum Präfekt der Glaubenskongregation in den Vatikan. Damit erhielt der Kardinal die drittmächtigste Position der katholischen Kirche. Später wurde er Papst Benedikt XVI.

„Prozesse dieser Art unterliegen der päpstlichen Geheimhaltung.“

Die Glaubenskongregation ist Nachfolgeinstitution der römischen Inquisition. Hier werden Verstöße gegen die Sittenlehre kirchenintern behandelt. Als Präfekt dieser Glaubenskongregation war Kardinal Ratzinger jahrelang für jeden Missbrauchsfall zuständig, der sich in der Kirche ereignete. 2001 erlässt er einen sogenannten Apostolischen Brief, in dem er eine langjährige Tradition der katholischen Kirche bekräftigte: Schwerwiegende Straftaten gegen die Sitten, die sich innerhalb der Kirche ereignen, sind „der Kongregation für die Glaubenslehre als Apostolischem Gerichtshof vorbehalten“. Darunter fällt der sexuelle Missbrauch von Minderjährigen. „Prozesse dieser Art unterliegen der päpstlichen Geheimhaltung“, heißt es in dem Erlass. Eine Auflage mit schwerwiegenden Folgen, denn Polizei und Staatsanwaltschaft waren damit von der Aufklärung ausgeschlossen.

Katholikentag 2014: Georg Auer verteilt Flugblätter, um auf die Missstände im Bistum Regensburg aufmerksam zu machen. Foto: SWR/ Mona Botros

Katholikentag 2014: Georg Auer verteilt Flugblätter, um auf die Missstände im Bistum Regensburg aufmerksam zu machen. Foto: SWR/ Mona Botros

Zu der Zeit, als Georg Ratzinger den Chor leitete, war der junge Alexander Probst im Gymnasium der Domspatzen. Was er dort erlebte, erscheint alles andere als pädagogisch. „Der Erzieher hat mich in einen Teil der Räumlichkeiten gebeten, der abgetrennt war. Da war eine Couch und ein Super-8-Projektor. Mit einer kleinen Gruppe von Jungs wurde Bier getrunken, geraucht und Pornos geguckt,“ erzählt Probst. Kurze Zeit später habe der Erzieher nachts an seinem Bett gesessen, unter die Decke gegriffen und mit seinem Penis gespielt. Die unbekannte Reaktion des eigenen Körpers, die er als Kind nicht verstand, habe ihn innerlich zerrissen. „Diese Zwiespältigkeit, das ist ganz dramatisch, weil sie jeder Entscheidung enthoben werden und sie können dieser Sache nicht entrinnen.“ Alexander Probst hat noch die Briefe, die er damals an seine Eltern schrieb. Die Verzweiflung des Elfjährigen lässt sich an Veränderungen in der Handschrift ablesen.

„Zäpfchen in den Po“ und „Medizin als Tropfen“

Auch der junge Georg Auer erlebte große Enttäuschungen. Die Aussicht auf eine glänzende musikalische Ausbildung wandelte sich sehr bald in Angst und Pein. Regelmäßig sei er psychisch, physisch und sexuell missbraucht worden, erzählt Auer. Insbesondere einer der Erzieher soll ihn regelmäßig nachts aus dem Bett und in sein Privatzimmer geholt haben. Der junge Georg musste sich ausziehen, splitternackt auf einen Stuhl stellen und sich bücken. Dann, so Auer, hat der Erzieher ihn untersucht „überall, überall“. Am Ende, berichtet er mit leiser Stimme, bekam er „Zäpfchen in den Po“ und „Medizin als Tropfen“. Die Behandlung habe Schmerzen verursacht, die auch am nächsten Tag andauerten. „Wie ich wieder in mein Bett kam, weiß ich nicht,“ erzählt Georg Auer. Hat der Geistliche einem ihm anvertrauten Kind K.O.-Tropfen verabreicht, um Straftaten zu vertuschen?

Johann Meier: Direktor an der Vorschule in Ettertzhausen: ein Gewaltäter. Foto: SWR/ Mona Botros

Johann Meier: Direktor an der Vorschule in Ettertzhausen: ein Gewaltäter. Foto: SWR/ Mona Botros

Der Film zeigt: Schon in den fünfziger Jahren verabreichte man den Sängerknaben in Regensburg Alkohol. Ein ehemaliger Internatsdirektor der Regensburger Domspatzen, zum Beispiel, wurde 1959 wegen Missbrauch an Minderjährigen zu drei Jahren Haft verurteilt. In dem bislang unveröffentlichten Urteil heißt es dazu, er habe die Schutzbefohlenen, „mit Alkohol bewirtet, um eventuelle Hemmungen (…) leichter zu beseitigen.“ Die Methode zeigte offensichtlich Wirkung, denn in dem Urteil heißt es: „Die sexuellen Betätigungen waren ziemlich registerreich. Es kam zu Betastungen des Körpers, zu gegenseitiger Onanie, zu Zungenküssen, zu geschlechtsverkehrähnlichen Handlungen, zu Schenkelverkehr und einmal auch zu versuchtem Afterverkehr.“ Die Übergriffe fanden laut Urteil sowohl im Internat der Domspatzen als auch auf Konzertreisen statt.

Missbrauchstäter über Jahrzehnte: Der ehemalige Domspatzen-Direktor Georg Zimmermann.

Missbrauchstäter über Jahrzehnte: Der ehemalige Domspatzen-Direktor Georg Zimmermann. Foto: Archiv

„Opferanwalt“ erklärt, warum Missbrauch kein Missbrauch ist  

Der ehemalige Domspatz Udo Kaiser berichtet, wie sein mutmaßlicher Täter ihn nachts aus dem Bett geholt hat. Der Erzieher habe den Kopf des zehnjährigen Knaben zwischen seine Oberschenkel geklemmt, seinen nackten Hintern verdroschen und dabei sein erigiertes Glied im Nacken des Jungen gerieben. Das Leben von Udo Kaiser war für immer verändert. Als der Skandal ausbrach stellte er nach dem Aufruf des Bistums Regensburg einen Antrag auf Anerkennung seines Leids. Im Dezember 2011 erhielt er eine Ablehnung. Bei einem Gespräch habe ihm der Anwalt des Bistums folgende Erklärung mit auf den Weg gegeben: Das Stöhnen des Erziehers hätte auch durch die reine körperliche Anstrengung beim Schlagen verursacht werden können.

Auch Georg Auer, der aussagte, wie er als Sängerknabe immer wieder für den Erzieher in Etterzhausen nackt auf einen Stuhl klettern musste, bekam einen ablehnenden Bescheid vom Bistum, fast wortgleich wie das Schreiben an Udo Kaiser.

„Unglaubwürdig, unbarmherzig, kalt, berechnend“

Die drei ehemaligen Domspatzen haben einen langen Weg hinter sich. Viele Jahre hofften sie auf ein Zeichen seitens der Kirche. „Unglaubwürdig, unbarmherzig, kalt, berechnend“, summiert Udo Kaiser seine Eindrücke von der mächtigen Institution. „Das ist traurig, wenn diese Menschen das so empfunden haben.“, sagt heute Geedo Paprotta, der Rechtsanwalt, der Anträge im Auftrag des Bistums prüft. Es ist das erste Mal, dass er ein Interview gibt. Zu den konkreten Vorwürfen schweigt der Anwalt, der als Schwerpunkt „Opferrecht“ angibt. Das Bistum würde grundsätzlich zu Einzelfällen keine Stellungnahmen abgeben.

„Nie wieder katholisch sein, nie wieder“

Nach jahrzehntelanger Therapie, nach zahlreichen Versuchen, Gehör zu finden, hat auch Georg Auer einen persönlichen Schlussstrich gezogen. Mit 63 Jahren ist er aus der Kirche ausgetreten. „Sie haben alle Chancen verspielt.“ resümiert er heute. Er wolle „nie wieder katholisch sein, nie wieder“

IMG_0635
Der Autorin gelang es, Dr. Martin Linder, den Missbrauchsbeauftragten des Bistums Regensburg, Anwalt Geedo Paprotta und Pressesprecher Clemens Neck für ein Interview zu der Aufarbeitung des Skandals zu gewinnen. Im November 2014 gibt das Bistum bekannt, insgesamt seien 13 Geistliche der Diözese Regensburg wegen sexueller Straftaten an 77 Minderjährigen verurteilt worden.

Was ist der Fehler im System?

Von einem Fehler im System bei den Regensburger Domspatzen mag Linder vor der Kamera auch heute nicht sprechen. Wörtlich sagt er dazu im Interview: „Ich glaube, dass die Anforderungen dort sehr hoch sind, mit Schule und Musik und diesem Chordienst. Aber einen systematischen Fehler? Für viele Jugendliche, für viele Kinder ist das eine unglaubliche Herausforderung und Bestätigung. Da fällt mir eine pauschale Aussage – ‚was ist der Fehler des Systems‘ schwer.“

Wie das Bistum mit den drei Antragstellern und ihren schweren Vorwürfen umgegangen ist, die so sehr im Widerspruch stehen zu den Wert- und Moralvorstellungen der katholischen Kirche, das dokumentiert dieser Film. Erstausstrahlung: Mittwoch, 7. Januar, 23.30 Uhr, ARD.

Filmemacherin Mona Botros und Kameramann Andreas Kerle nahmen sich des Themas an. Foto: SWR/ Mona Botros

Filmemacherin Mona Botros und Kameramann Andreas Kerle nahmen sich des Themas an. Foto: SWR/ Mona Botros

Trackback von deiner Website.

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (307)

  • Angelika Oetken

    |

    „Fehler im System?“: nein gab es nicht.

    Im Gegenteil: die Geldbeschaffungsmaschinerie „Domspatzen/Etterzhausen“ lief wie geschmiert. Es gibt so viele kleine und große Geschichten dazu, die genau das bestätigen. Sei es eine wackere Metzgersfrau, die den schlecht ernährten Internatsinsassen aus Mitgefühl extra Fleischportionen zukommen ließ, in dem Wissen, dass sich der Schulleiter und seine Kumpane auf Kosten der Kinder den Wanst voll schlugen. Oder die lächerlichen kleinen Gimmicks, die die Chorsänger nach ihren Fernsehauftritten als „Belohnung“ erhielten. Während hinter dem Vorhang schon irgendein Pädo-VIP nach Beute Ausschau hielt.

    In solchen Seilschaften zum Zwecke der unrechtmäßigen Bereicherung hängen eine Menge Leute mit drin. Von denen etwas zu erwarten ist reine Zeitverschwendung. Sie sind diese emotionale Energie nicht wert.
    Vor Allem werden diese Leute nie Einsicht zeigen. Damit müssten sie ja sich selbst und der Öffentlichkeit ihre nicht nur ganz gewöhnliche, sondern sogar außerordentlich ordinäre Gesinnung eingestehen.

    Aber: es gab und gibt auch viele für Korruption und Geldgier unempfängliche Menschen. Die sind meist nicht so laut, so eitel und so gierig. Aber zahlreich!

    Ich wiederhole in dem Zusammenhang eine Bitte: jeder, der oder die etwas über die Machenschaften der Verantwortlichen weiß, möge darüber den Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs informieren. Am besten schriftlich. Gegebenenfalls anonym. Kontaktdaten hier: http://beauftragter-missbrauch.de/course/view.php?id=109

    Wer über besonders brisante Informationen verfügt, vor Allem was Wirtschaftskriminalität im Zusammenhang mit dem Missbrauch bei den Domspatzen und in Etterzhausen betrifft, sollte parallel bei einem Notar ein entsprechendes Dokument hinterlegen und dort die Urheberschaft eidesstattlich versichern. Man weiß ja schließlich nie. Morgen schon kann einem der Himmel auf den Kopf fallen http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fbp1.blogger.com%2F_xDK1hVNRC6M%2FSFZHNOiZKMI%2FAAAAAAAAAJ4%2FAy0vhNslJM8%2Fs400%2Fimg25-3.gif&imgrefurl=http%3A%2F%2Ffriedrichhain.blogspot.com%2F2008%2F06%2Fair-i-breathe.html&h=115&w=120&tbnid=huhWtzDJgjVjoM%3A&zoom=1&docid=fwA5wwyXFDZfYM&ei=DPWiVPb1K4ryUJPeg8gL&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=2570&page=1&start=0&ndsp=32&ved=0CCYQrQMwAg Und dann wäre es doch schade, wenn die wichtigen Informationen, die man hat nicht mehr gerichtssicher verwertbar sind.

    Abgesehen davon, kann so eine Hinterlegung auch eine Art Lebensversicherung sein. Schließlich geht es in allen Fällen der systematischen sexuellen Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen an Institutionen nicht zuletzt immer auch um GELD. Und so wie es aussieht gilt das ganz besonders für die Missbrauchsfälle in Regensburg und Etterzhausen.

    Ich weiß mittlerweile, nachdem ich mich als Mensch, der mit Religion nie was am Hut hatte, nun schon über fünf Jahre mit der katholischen Form des Missbrauchs beschäftige auch nicht mehr, was die Verantwortlichen innerhalb der Seilschaften, die sexuelle Ausbeutung betreiben und fördern wohl schlimmer fänden: wenn heraus käme, wie feige sie sind oder offenbar würde, dass es sich bei ihnen um ganz besonders geldgierige Zeitgenossen handelt.

    Und über die Moralverschwurbelungsverlautbarungen, die diese Leute regelmäßig von sich geben, kann ich zum Glück mittlerweile lachen. Bis vor einiger Zeit war ich vor Allem schockiert ob solcher Dreistigkeit.

    Allen Opfern und ihren UnterstützerInnen in Regensburg und umzu viel Erfolg im neuen Jahr und einen guten Rutsch :)

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    P.S. bei der evangelikalen Konkurrenz lief es im Grunde genauso wie bei den Klerikadern in Regensburg. Allerdings betrieben die keinen Knabenchor, sondern eine Art Pendant: http://www.lkz.de/lokales/stadt-kreis-ludwigsburg_artikel,-Erste-Annaeherung-nach-dem-Fehlstart-_arid,263564.html

  • Ich war auch dort in Etterzhausen

    |

    Ich war damals auch dort in diesem Heim “ Etterzhausen, in der damaligen Vorschule der Regensburger Domspazten. Bis heute verfolgt mich diese schlimme Zeit bis in die Gegenward. Unser Direx Meyer arbeitete damals dort wie ein kleiner Dorfpolizist , eben akribisch genau. Er hatte auch seine Prügelknaben einen jeden Tag , wo er sich auch wirklich ausführlich austoben konnte. Wir hatten damals dort auch min. 3 Sadisten , die uns fast einen jeden Tag dort in Etterzhausen auch maletrierten. Wie damals bei der SA eben. Da es auch schon auf Regensburg Digital zum Thema Etterzhausen , eben vom damaligen Kinder KZ , schon einiges zu lesen gab, sind meine damaligen Erlebnisse eben auch fast gleich mit den anderen geschriebenen Geschichten. Für mich eben auch bis heute eine derartige Betrügerwirtschaft , die dort in Etterzhausen über Jahrzehnte betrieben wurde. Auch bin ich heute der Meinung, dass auch meine Eltern dort nur ausgenommen wurden, eben diese teueren Pensionen haben bezahlen müssen, damit eben dieser Laden am Leben blieb. Auch wurden meinen Eltern damals auch falsche Rechnungen geschrieben, wo man heute noch den Kopf schütteln müssen.
    ( Originale vorhanden )
    Klar hatte das Thema Etterzhausen auch sein sogenanntes System. Es lief auch ausführlich übers Bistum Regensburg, und ich finde , dass eben alle damaligen Verantwortlichen , die damals auch im dortigen Stiftungsrat waren, (auch der ehemalige DKM Ratzinger ) eben ausführlich über die dortigen Geschehnisse aus Etterzhausen Bescheid wussten.
    Ja , dieses damalige erlebte verfolgt mich wirklich noch bis heute.

  • BERND SCHULZ

    |

    Warum hat man mir das angetan?
    Das Leid und das Elend,
    Das ich ertragen musste.
    Hiermit möchte ich Ihnen meine Lebensgeschichte erzählen, um der Öffentlichkeit preiszugeben, worüber ich sehr lange geschwiegen habe!
    Angesichts der aktuellen Medienberichte über Misshandlungen in Kirchen und Kinderheimen habe ich allen Mut zusammen genommen um meine Geschichte niederzuschreiben.
    Sie schildert meinen Lebensweg als kleiner Junge, und später als Jugendlicher.
    Hier geht es nicht nur um sexuellen Missbrauch, sondern auch um die Gewalt und die Machtausübung durch Ordensbrüder und Klosterschwestern

    Es gab mal wieder Graupensuppe, die ich nicht mochte. Da ich sie nicht aß, wurde sie immer wieder hin gestellt. Es gab nichts anders zu essen. Ich habe sie trotzdem nicht angerührt. Nach vier Tagen hat die Stationsschwester mir die Nase zugehalten und mir den Löffel mit der kalten Suppe mit Gewalt in den Mund geschoben. Ich spuckte der Schwester die Suppe ins Gesicht. Darauf schlug sie mich und ich musste den ganzen Tag in einer Ecke stehen, mit ausgestreckten Armen, ohne Essen und Trinken. Zur Toilette durfte ich auch nicht gehen. Ich machte in die Hose und brach zusammen. Die nassen Sachen wurden nicht gewechselt, ich habe gestunken und alle liefen vor mir weg. Am Freitag war dann Wäschetausch. Ich war nicht der einzige, der so behandelt wurde. Der Pfarrer hat sich übrigens auch an anderen Kindern vergangen. Das Leben im Kloster war die Hölle.
    Ich möchte hier alles erzählen, damit es mir etwas besser geht. Meine Kindheit und Jugend sind dahin, ich habe keine schöne Erinnerung, immer Angst, und ich wurde immer depressiver. Ich glaube nicht, dass man sich dafür entschuldigen kann. Das Leid, das man mir und anderen Kindern angetan hat, ist nicht wieder gut zu machen.
    Die Schwestern hetzten die großen Jungs auf mich und die anderen schwächeren Kinder. Ich nahm irgendwelche Gegenstände und wehrte mich.

    Mit zehn Jahren musste ich bei einem Jungen Nachtwache halten, der im Sterben lag. Ich weiß nicht mehr welche Krankheit der Junge gehabt hat. Er war abgemagert und seine Augen waren tief im Kopf, der Tot war nah, ich konnte ihn riechen. Gern wäre ich an seiner Stelle gewesen und bat ihn wenn er da oben ist, auch mich zu holen. Ich weinte da mein Leben nichts wert war. Er starb in der Nacht und ich hielt seine Hand. Am nächsten Morgen musste ich den Jungen waschen und ihm das Totenhemd anziehen. Er wurde dann auf dem Klosterfriedhof beigesetzt. Der Junge ging mir nicht aus dem Kopf. Er verfolgte mich auch im Schlaf. Oft bin ich schweißgebadet aufgewacht und habe im Halbschlaf geschrien und mein ganzer Körper zitterte.
    Mein Leben war wie eine Sonnenfinsternis, keine Freude, keine Liebe, es war eiskalt.

    Wieder einmal hat eine Schwester einen Jungen beim Wickel und schlug ihn mit einem Riemen immer ins Gesicht. Ich habe es gesehen und den Mut gehabt, den Jungen zu helfen. Ich habe mich vor den Jungen gestellt, um ihn zu schützen. Die Schwester schlug dann auch auf mich ein und ich kam nicht gegen sie an, daraufhin zog ich ihr den Schleier vom Kopf, sie holte den Bäcker und der wurde immer gefährlicher, ich war gerade mal 15 Jahre alt. Der Bäcker schlug mich mit einer Kette, so dass ich schwere Hämatome bekam. Ich hatte immer solche Angst vor den Bäcker weil er so brutal war, und dann musste ich 3 Tage in den dunklen Kohlenkeller es war kalt und nass. Der Bäcker hatte keine Kinder da er Kinder hasste.
    Ich wollte nicht mehr Leben. Ich versuchte mein Leben zu beenden und schnitt mir mit einer Glasscheibe die Pulsader durch. Die Narbe ist bis heute sichtbar. Es war vergeblich, man hat mich gefunden und auf die Krankenstation gebracht. Der Doktor fragte mich warum ich das getan habe. Ich schwieg aus Angst und sagte, er soll mir eine Spritze geben, wie man es bei kranken Tieren macht dass ich nicht mehr aufwache und weinte. Die Schwestern im Kloster wollten das nicht wahr haben und beschuldigten mich. Der Doktor sah die Verletzungen und die Stieben an meinen Körper, er erkannte die Situation. Er fragte mich noch einmal aber ich wollte nichts sagen, weil mir sowieso niemand glaubte. Dann erzählte ich ihm unter Tränen alles und sagte zu ihm, er solle mein Leben beenden. Daraufhin sagte er zu mir, dass er das nicht darf aber er werde dafür sorgen, dass das ein Ende haben wird. Das Kloster hat den Doktor daraufhin in Ruhestand versetzt.

    Der Klosterpfarrer aber ließ mir keine Ruhe. Er holte mich immer und immer wieder. Ich konnte es einfach nicht mehr aushalten, und durfte es auch nicht verweigern, da es sonst für mich schwerwiegende Folgen gehabt hätte. Schläge oder andere Bestrafungen währen mir dann sicher gewesen alle schauten weg.

    das ist nur einteil meines Buches

  • Mathilde Vietze

    |

    Selbst auf die Gefahr hin, daß jetzt wieder ein paar
    Betonköpfe von „Kirchenfeindlichkeit“ schwafeln:
    Die Mißfälle m ü s s e n aufgeklärt werden. Es darf
    nie und nimmer passieren, daß e c h t e Kirchen-
    feinde herumposaunen, daß in a l l e n katholischen
    Einrichtungen nur Sauereien passieren.

  • Angelika Oetken

    |

    http://www.regensburg-digital.de/die-akte-regensburger-domspatzen/30122014/#comment-232856

    @Ich war auch dort in Etterzhausen,

    Sie schreiben oben
    „Auch wurden meinen Eltern damals auch falsche Rechnungen geschrieben, wo man heute noch den Kopf schütteln müssen.
    ( Originale vorhanden )
    Klar hatte das Thema Etterzhausen auch sein sogenanntes System. Es lief auch ausführlich übers Bistum Regensburg, und ich finde , dass eben alle damaligen Verantwortlichen , die damals auch im dortigen Stiftungsrat waren, (auch der ehemalige DKM Ratzinger ) eben ausführlich über die dortigen Geschehnisse aus Etterzhausen Bescheid wussten.“

    Falls es Ihnen möglich ist, die Diskrepanz zwischen dem, was Ihre Eltern damals bezahlten und dem, was das Internat hätte eigentlich für Ihren Platz an Geld nur bekommen dürfen aufzulisten, wäre das sehr hilfreich. Vor Allem weil Sie Belege haben.
    Ich würde das an Ihrer Stelle an niemanden, der irgendwie mit dem Bistum oder dessen Netzwerk zu tun hat aushändigen. Hier geht es nicht zuletzt auch um schwere Wirtschaftskriminalität und die Veruntreuung öffentlicher Gelder. Das Domspatzenkartell bekam auch Geld vom Land und vom Staat.

    Auch „Beauftragte“ setzen die entsprechenden Institutionen meistens nur ein, um so besser Informationen abgreifen zu können.
    Und von den Verantwortlichen und Involvierten sollen doch einige noch quicklebendig sein.

    Abgesehen davon, dass es wohl nie ein wirkliches „Mutabor“ gegeben hat. Bisher erfolgte ja von Seiten des Domspatzenunternehmens und des Bistums nicht mal der Versuch einer Aufklärung, geschweige denn Aufarbeitung.

    So dass es fraglich ist, ob und wenn ja wann, „Domspatzen“ dazu überging, rechtschaffen zu arbeiten.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    @Bernd Schulz,

    Sie berichten von schweren Misshandlungen, schlechter Versorgung und auch von dem sterbenden Jungen, bei dem Sie als Zehnjähriger Wache halten mussten. Sie schreiben, dass Sie den Tod riechen konnten damals. Können Sie sich erinnern, wonach der Junge bzw. die Krankenstube roch?

    Es muss einige aufmerksame Menschen, wie den Doktor, der die Spuren der Misshandlungen bemerkte gegeben haben. Der Eine oder die Andere davon wird noch leben oder Aufzeichnungen hinterlassen haben. Gibt es für Sie und Ihre MitstreiterInnen die Möglichkeit, so etwas zu sammeln bevor es in die falschen Hände gerät?

    Existiert eigentlich irgendwo eine Auflistung, wie viele Kinder in Etterzhausen über die Jahre ums Leben gekommen sind? Und woran sie starben? Ein Sterberegister im Amt oder in der Gemeinde, in dem die Toten von Etterzhausen extra aufgeführt sind?

    Die Verabreichung von Betäubungsmitteln, um das Kind leichter missbrauchen zu können („Medizin“ und „Zäpchen“), kann schwere Nebenwirkungen haben. Und auch zum Tode führen. Vor Allem, wenn man sich damit nicht richtig auskennt. Dieses Vorgehen ist innerhalb von Zirkeln, die sadistischen Kindesmissbrauch betreiben verbreitet. Auch am Johanneum Homburg haben Täter diese Methode angewandt. Erst vor einiger Zeit gab es in Bonn einen Prozess, weil ein Priester einem Jungen „Fieber messen“ wollte….

    Abgesehen davon, dass die Täter ihre Opfer mit gefährlichen Krankheiten anstecken können. Was auch häufig geschieht.
    Die TäterInnen in Etterzhausen haben sicherlich nicht nur Kinder missbraucht. Einige von ihnen werden an den damals noch verbreiteten Geschlechtskrankheiten gelitten haben. Sowie Infektionen, die mittels Tröpfchen übertragen werden, wie zum Beispiel Tuberkulose.

    Das bedeutet, dass jede Beobachtung, auch wenn es so scheint, als habe sie mit der systematischen Folterung, die in Etterzhausen betrieben wurde nichts zu tun wichtig sein kann.

    „Kinder-KZ“ ist übrigens sehr treffend. In vielen Einrichtungen arbeiteten bis in die jüngere Zeit hinein Menschen, die ihre „Ausbildung“ in den faschistischen Konzentrationslagern oder Orten, an denen Kinder gequält und getötet wurden erhalten hatten.

    Wirklich aufgearbeitet wurde das nie.

    Näheres dazu: http://www.dachau-institut.de/institut.html

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    @Mathilde Vietze,

    mein Eindruck: sobald wir in der Debatte die wesentlichen Punkte berühren, beginnt die Gegenseite zu polemisieren.
    Wir sollten nicht vergessen, dass Kleriker in ihren Priesterseminaren lernen, wie man Menschen mittels Sprache und entsprechenden Bilden manipuliert.

    Nicht von ungefähr wird bei emotionaler Erpressung ähnlich vorgegangen http://www.lebenshilfe-abc.de/emotionale-erpressung.html

    Es hilft, wenn man sich davon ungerührt zeigt und weiterhin sachlich bleibt. Auf Fakten pochen und eine logische Argumentation. Solch ein Spielfeld ist für „Betonköpfe“ ungewohnt.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    Erstmal: allen LeserInnen und ForistInnen ein frohes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2015!

    Zur Rolle der Gebrüder Ratzinger auf die „Ich war auch dort in Etterzhausen“ oben anspielt:

    Joseph hat ja eine recht steile Karriere hingelegt http://www.bistum-passau.de/papst-benedikt-xvi/vita/ausfuehrlicher-lebenslauf

    Ich frage mich, was man dafür innerhalb des RKK-Gefüges beibringen muss. Auf massgefertigte rote Schuhe zu sparen ist wohl das Eine.

    Geld? Reissfeste Kontakte zu wichtigen Personen in Politik und Wirtschaft?

    Falls dem so war, ist das „Domspatzenprojekt“ wohl karriereförderlich gewesen. Ebenso die Rolle als Hauskaplan des FJS http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/politik/Der-Mythos-Franz-Josef-Strauss-article11474016.html

    Und aus diesem Blickwinkel möchte ich versuchen, die Frage von Herrn Schulz zu beantworten, „Warum hat man mir das angetan“? http://www.regensburg-digital.de/die-akte-regensburger-domspatzen/30122014/#comment-232981

    Etwas, das sich wohl jedes Opfer von Misshandlung irgendwann einmal fragt.

    Ich glaube, dass es für die Einrichtungen, in denen systematisch gequält und missbraucht wurde, Vorteile bot, dieses Folterpersonal zu beschäftigen. TäterInnen pflegen im Allgemeinen ihre Tatorte. Sie sind willige und billige Arbeitskräfte. Mit ihrer Unterstützung gelingt es, so viel als eben möglich aus den Heimen, Internaten und Schulen herauszuholen.
    Das funktioniert, wenn es keine ordentliche Kontrolle von außen gibt. Also ein gewisses „Laissez-faire“ für diese „gottgefälligen“ Träger.

    Dabei müssen die Verantwortlichen nicht einmal ein schlechtes Gewissen entwickeln. Denn bei allem was sie tun, meinen sie, dass es von höchster Stelle abgesegnet sei.

    Das ist doch ziemlich praktisch. Funktioniert aber nur so lange, wie das von keiner relevanten Gruppe in Frage gestellt wird und man dagegen aufbegehrt.

    Eine zweite wichtige Bedingung: Kindesmissbrauch und -misshandlung ist in unserer Kultur weit verbreitet. Wenn wir anfangen uns klar zu machen, wie alltäglich sowas ist und wie wenig wir letztendlich dagegen tun können, dann ist das erstmal eine bedrohliche Vorstellung.
    Unsere Gesellschaft hat sich bislang gegen solche negativen Gefühle geschützt, indem sie Betroffenen eine so genannte „Opferpersönlichkeit“ zuschreibt. Je nach Kontext sind Opfer wahlweise „schwach“, „frühreif“, „distanzlos“, „bedürftig“, „gestört“, „böse“, „verdorben“ oder einfach „arm dran“. Auf die Idee, dass Eigenschaften, die zu solchen Urteilen führen könnten, sich erst in Folge erlebter (sexueller) Misshandlung einstellen, kommt dabei kaum jemand.

    Hartnäckig hält sich die Vorstellung von der „Opferrolle“ und der entsprechenden Bestimmung. Sie ist nämlich attraktiv, da sie die verantwortlichen Erwachsenen ein Stück weit davon entbindet, sich mit der eigenen Schwäche, Fahrlässigkeit und dem Mangel an Kontrollmöglichkeiten auseinanderzusetzen.
    Projekte, die meinen, Kinder „stärken“ zu müssen, sind deshalb viel höher im Kurs als solche, die Missbrauch(erInnen) keinen Raum geben wollen.

    Deshalb meine Bitte an Herrn Schulz und andere Opfer von Misshandlung und Missbrauch: beziehen Sie das, was Ihnen an Schlimmem widerfahren ist nicht auf Ihre Person. Vor Allem nicht auf die, die Sie als Kind waren. Sie hatten einfach Pech. Aber in einer unverhältnismäßig großen und tragischen Weise. Sie wurden von verantwortungslosen, gierigen bzw. dummen Erwachsenen in eine unerträgliche Situation gebracht. Und jetzt haben Sie es immer noch mit Typen dieses Schlages zu tun.

    Erwarten Sie von solchen Leuten nichts. Das lohnt sich nicht. Soviel Aufmerksamkeit haben diese Individuen nicht verdient. Gucken Sie lieber auf die Menschen, die sich nicht so verhalten und falsche Werte nicht mittragen.

    Eitel wie die Verantwortlichen sind, haben sie überall Spuren hinterlassen. Manche halten ihre Visage buchstäblich in jede Kamera und geben Allerlei zum Besten, was uns staunen lässt. Manchmal bleibt mir buchstäblich der Mund offen stehen, wenn ich höre, was die entsprechende Prominenz da ohne mit der Wimper zu zucken von sich gibt. Aber: das Internet vergisst nichts. Und hat sogar Dinge gespeichert, die weit in die Vergangenheit zurückreichen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das jemand im richtigen Zusammenhang verbindet, seine Schlüsse zieht und das veröffentlicht.

    Wir wissen schon, wie es sich anfühlt, wenn man auf den biopsychosozialen Müllhaufen geworfen wird. Für manchen dieser selbst ernannten „VIPs“ wird das eine neue Erfahrung sein. Und es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen „denen“ und „uns“: wir konnten nichts dafür. „Die“ sind dagegen selbst Schuld.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Angelika Oetken: Bei aller berechtigter
    Kritik an der Institution Kirche: Die Be-
    hauptung, daß die angehenden Pfarrer
    in den Priesterseminaren dazu „ausge-
    bildet“ werden, andere zu manipulieren,
    ist infam.
    Wenn dem wirklich so wäre, gäbe es
    nicht eine ganze Reihe von wirklich
    guten Pfarrern. Und – Übelkrähen gibt
    es in der katholischen Kirche sowohl,
    wie auch in der Politik, in jedem Verein,
    überall dort, wo Menschen zusammen-
    kommen.

  • Angelika Oetken

    |

    @Mathilde Vietze,

    für mich ist Rhetorik eine Methode der verbalen Manipulation. Und ein Hauptteil der priesterlichen Ausbildung ist Rhetorik.

    Wie die meisten Künste und Techniken ist Rhetorik an sich nichts Schlechtes. Es kommt immer auf den Zusammenhang und den Zweck ihres Einsatzes an.

    Dann: ich habe ja auf diesem Blog schon häufiger auf eine Ausführungen von Prof. Lüdicke, Bonn zu den Themen „Ontologische Umgestaltung“ und „Mentalreservation“ hingewiesen http://www.regensburg-digital.de/bischof-rudolf-und-sein-fragwurdiger-berater/14062013/#comment-46566

    Sie können ein Priesterseminar auch so sehen: es dient der Auswahl und Zuordnung von späteren Kirchenfunktionären. Die Institution wird für fast alle einen Platz haben. Die integeren und ehrenwerten finden genauso ihren Einsatzort wie für die Manipulatoren und Übergriffigen.

    „Übelkrähen gibt es überall“: ja das stimmt. Allerdings sind diese klerikalen Schwarmvögel mit besonderer, da spiritueller Macht ausgestattet. Das darf man ja nicht vergessen.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • hf

    |

    schnarch! mich würde mal interessieren, wer damals eigentlich nicht geprügelt hat, in den wirtschaftswunderjahren. das war doch landläufig die gängige praxis, misshandlung und missbrauch! hören sie sich doch mal bei den heute 70-jährigen um, wie da an JEDER dorf schule geprügelt worden ist, egal ob vom pfarrer oder vom dorflehrer, von den eltern und untereinander! selbst wenn man nur hilflos zusehen musste, waurde man schon misshandelt. die ganze gesellschaft scheint dadurch derart traumatisiert und desensibilsiert, dass ich mir demenz für manche geradezu erlösend vorstellen kann. bis dahin dürfen wir uns wenigstens der illusion hingeben, dass vor allem die pfaffen böse waren, den rest blenden wir aus.
    was mich in diesem zusammenhang so anwidert, ist die mediale bigotterie, die dahintersteckt, dass man sich einerseits an einer konkreten person zu rächen versucht, andererseits aber nur die „organisation“ kirche als schlagwort greifbar ist. ja, es waren verbrechen, und die kirche zögert bewusst, die straftäter der öffentlichen anprangerung auszuliefern. vielmehr stellt sie sich schützend vor sie und nimmt die schuld auf sich, ohne aber den dukatenesel zu spielen. man kann vielleicht drüber streiten, ob es sinnvoll ist, dem volkszorn so viel angriffsfläche zu bieten, „kinderschänder kastrieren“ hört man ja immer öfter. andererseits bezweifle ich, dass es für die missbrauchsopfer je eine form von monetärer genugtuung geben kann, die wirklich genüge tut. wie viel kostet ein reines gewissen, was verlangen die missbrauchsopfer? sind höhere schmerzensgelder dann plötzlich keine schweigegelder mehr? die kirche kann endlos viel geld in die wiedergutmachung buttern, aber die skandalisierung, das leiden an der erinnerung, wird damit nicht aufhören.
    kindlich naiv und letztlich eine verleugnung der pathologie ist es, eine wiedergutmachung quasi als verfrühtes himmelreich zu propagieren. den schrecken werden die opfer mit ins grab nehmen. es steht ihnen frei, sich auf diesem weg von professionellen beratern der kirche begleiten zu lassen, im grunde ist ja jeder christ als mitmensch der nächste, der den leidenden ernst nehmen und ihm hefen müsste, ohne dessen hass auf den verursacher des leidens teilen zu müssen. aber soviel komplexität – eigenes verständnis aufbringen anstatt sich aufhetzen zu lassen – würde den rd-leser wohl überfordern.
    und so lange das nicht geschieht, so lange lieber das leid in die welt hinausposaunt wird, kann ich den opfern auch nicht ganz abnehmen, dass sie selbst diese aussöhnung wirklich wollen. der erste schritt dazu wäre, von der kirche nicht so grausam entmenschlichend als reine organisationsstruktur zu reden, in denen kleriker in irgendeiner weise mehr christ oder verantwortlicher sind als laien – sondern von der kirche als gemeinschaft der gläubigen, in der man alles ansprechen darf, ohne irgendetwas skandalisieren zu müssen.
    in der vorliegenden form und in den zahlreichen kommentaren wird die rkk dennoch wie ein isolierter apparatus angesehen, und das ist der gleiche denkfehler als würde man unter regensburg allein das rathaus und seine bediensteten verstehen. man macht die kirche erst zu dem starren gebilde, indem man sie so denkt und sein eigenes handeln danach ausrichtet.
    außerdem fühle ich mich von solchen artikeln zum voyeur gemacht, vor dem sich krankenakten aufblättern, psychische komplexe, die mindestens so peinlich sind, wie andere entblößte schambereiche. vielleicht ist dieser exhibitionismus seinerseits wieder ein symptom, aber heilung oder linderung zu suchen, indem man „endlich alles sagt“, gegen die „schweinepriester“ auspackt, das scheint mir absurd.
    unterm strich bleibt so nur der skandal, nur der aufruhr. weder wird das problem der seelischen deformation angegangen, noch werden brauchbare kommunikationsstrategien propagiert. eigentlich ist das ganze nur ein dankbares winterlochthema, etwas, worüber man immer mal wieder schreiben kann, wie über die kalte progression oder den klimawandel. und das empört schließlich auch.

  • Angelika Oetken

    |

    „schnarch! mich würde mal interessieren, wer damals eigentlich nicht geprügelt hat, in den wirtschaftswunderjahren. das war doch landläufig die gängige praxis, misshandlung und missbrauch!“

    @hf,

    das stimmt. Missbrauch und Misshandlung war in den Nachkriegszeiten sicherlich mindestens so verbreitet wie jetzt. Mit dem Unterschied, dass es kein angemessenes Unrechtsbewusstsein gab.

    Welche Erfahrungen haben Sie als Kind mit Misshandlungen bzw. sexuellem Missbrauch gemacht?

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Prügelfang

    |

    @ hf
    „hören sie sich doch mal bei den heute 70-jährigen um, wie da an JEDER dorf schule geprügelt worden ist, egal ob vom pfarrer oder vom dorflehrer, von den eltern und untereinander! selbst wenn man nur hilflos zusehen musste, waurde man schon misshandelt.“

    Völlige Zustimmung!
    Die Altersschwelle würde ich niedriger ansetzen und trotzdem, es ist keine Rechtfertigung für das, was den Domspatzen widerfahren ist. So habe ich ihren Beitrag aber auch nicht verstanden.

  • Ich war auch dort in Etterzhausen

    |

    @ hf ,
    Anscheinend wissen Sie zum Thema Kinderheim Etterzhausen, ehemalige eigenständige Vorschule und Stiftung der Regensburger Domspatzen, in keinster Weise heute richtig Bescheid! Klar wurde damals auch in ganz Bayern geprügelt , ob Zuhause bei den Eltern , oder in anderen irgendwelchen Heimen , kath. Internate , usw. / Die Prügel wurden dann bis 1980 auch im Freistaat Bayern abgeschafft.
    _
    Die Vorschule der Regensburger Domspatzen war für mich damals auch eine Art Kinder KZ. Lesen Sie bitte einmal diesen Beitrag;+ Wie man einen Knaben gewöhnt:
    http://www.infosekta.ch/medi/pdf/PEARL_PEARL_2005_2008_Wie_man_einen_Knaben.pdf
    Wir Buben wurden damals schon von Anfang an in Etterzhausen aussortiert , nur für den einen Zweck: ( Auch wurden die Buben der reichen Eltern ganz anders behandelt , als auch der Rest oder die anderen – anderen )
    Singen eben für den Domspatzen-Chor , und wenn man auch etwas im Hirn hatte, auch dann das Domspatzengymnasium in Regensburg zu besuchen.
    Auch wissen viele immer noch nicht, dass zum Thema Domspatzen auch die Begabung der Buben stimmen muss, eben musste.
    http://www.intern-at.de/internat-schule/internat-schule1/
    Auch wurde das Heim Etterzhausen zum Thema Wirtschaftlichkeit sehr sehr gut geführt, weil in einem jeden Jahr auch alle Betten gefüllt / besetzt waren.
    Und Herr hf , mein einziges Ding was ich im Schlafsaal damals hatte
    war damals mein kleiner Holzschemel.
    Auch wussten diese Typen damals auch welche Eltern gut die Pensionen bezahlen konnten, und welche damaligen Heimkinder ausführlich von den Jungendämtern hofiert wurden.
    ( bis 3 Jahre Etterzhausen + 9 Jahre Domspatzengymnasium eben bis zum Abitur in Regensburg machten dann so um die ( mindestens ) 42.000 DM pro Schüler, das eben damals auch die Eltern oder auch dann die jeweiligen Jugendämter an diese Stiftungen bezahlten. Auch mussten viele Buben damals auch in Etterzhausen die Klassen immer wieder weiderholen, eben damit auch wieder und immer wieder im neuen Schuljahr die Betten zu 100 % in Etterzhausen gefüllt waren.
    Etterzhausen war für mich nur eine reine Geldmaschine eben für diese zwei Stiftungen der Regensburger Domsptazen. Etterzhausen bekam eben nur das nötigste im pro Monat , eben pro Schulmonat, und der ganze Rest ging dann weiter nach Regensburg in die Reichstrasse. Das alles was ich hier schreibe weiß auch heute noch der ehemalige Domkapellmeister Georg Ratzinger.
    Auch kann man heute schreiben, dass eben das Etterzhausener Geld damals auch diese Stiftung , die Regensburger Domspatzen in Regensburg , am Leben hielt!
    Denn Herr Ratzinger war damals auch in diesem Etterzhausener Kuratorium, und alle Zahlen zum Thema Geld gingen auch über seinem Tisch.
    Bis heute wurde immer noch nicht viel getan! Es wird seit Jahren vertuscht und die Themen werden ausführlich in die Länge gezogen. Auch ist der heutige Domkapellmeister Büchner Roland in diese alten Geschichten mit involviert. Die wissen in Regensburg alles und versuchen bis heute eben durch derartige Lügen , ( die von Etterhausen gehören nicht zu uns ) heute eben alles zu vertuschen.
    Auch der damalige Winterholler , der damalige Inernatsleiter der Regensburger Domspatzen, wusste großartig Bescheid über die derartigen Vorkomnisse aus Etterzhasuen. ( siehe link unten )
    Für mich steht fest, dass das Heim in Etterzhausen eben damals ein derartiges Betrugsheim war, wo eben damals viele Eltern eben nur großartig abgezockt wurden.
    Viele wurden dann eben weiter geschickt, weiterempfohlen, damit wieder andere kath. Internate ausführlich an diese bezahlten teueren Pensionen kamen.
    Auch sind die Themen „Homosexualität , Bi-Sexualität und eben die Pädophilie
    zum Thema Regensburger Domspatzen immer noch nicht richtig angesprochen und auch immer noch nicht richitg aufgearbeitet worden.
    https://www.kein-taeter-werden.de/regensburg
    Auch finde ich bis heute sehr öminös , dass die zwei Domspatzen Mitarbeiter, Hans Stephan Martin und der Ehemalige Präfekt Alfred Kleber , einfach so starben.
    Diese zwei damligen Mitarbeiter hatten sehr viel mit den damaligen Domspatzen Buben zutun.
    http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/3131000-127-domspatzen_ueber_36_jahre_gepraegt,1,0.html
    Das große Problem ist eben bis heute ist , dass die ganzen Verantwortlichen zum Thema Domspatzen , Missbrauch von Buben , und zum Thema Pädophilie im Domspatzeninternat , immer noch großartig Schweigen und Themen vertuschen.
    _____
    http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/artikel/priester-war-ein-berufswunsch-wie-lokfuehrer/1091194/priester-war-ein-berufswunsch-wie-lokfuehrer.html
    Der Berichteschreiber Herr Wanner Helmut von der Mittelbayerischen Zeitung aus Regensburg , ist ein guter Freund vom jetzigen Generalvikar Michael Fuchs , Bistum Regensburg.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Fuchs_%28Priester%29

    http://www.intern-at.de

  • Angelika Oetken

    |

    „Das große Problem ist eben bis heute ist , dass die ganzen Verantwortlichen zum Thema Domspatzen , Missbrauch von Buben , und zum Thema Pädophilie im Domspatzeninternat , immer noch großartig Schweigen und Themen vertuschen.“

    @Ich war auch dort in Etterzhausen,

    die Verantwortlichen haben die geeigneten „Freundschaften“ geschlossen, um ihre ganz besonders ordinäre Geschäftemacherei zu kaschieren und sich vor Aufklärung und vor Allem Ahndung zu schützen.

    Bsp.: https://www.merkur-online.de/aktuelles/bayern/papst-verleiht-gloria-thurn-taxis-katholischen-laienorden-16409.html

    Da sie das aber in aller Öffentlichkeit tun – eine besonders befriedigende Form der Zockerei? – lassen sich die Verbindungen leicht herstellen.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Auch kann man heute schreiben, dass eben das Etterzhausener Geld damals auch diese Stiftung , die Regensburger Domspatzen in Regensburg , am Leben hielt!
    Denn Herr Ratzinger war damals auch in diesem Etterzhausener Kuratorium, und alle Zahlen zum Thema Geld gingen auch über seinem Tisch.“

    @ Ich war auch dort in Etterzhausen,

    die Firma „Domspatzen“ lief doch eigentlich wegen des fortschrittlichen Marketing (Platten, Aufführungen und Lebendware) gut.

    Brauchten die denn wirklich finanzielle Transfusionen? Oder diffundierte das Geld woanders hin? Insofern hätte „Domspatzen“ die Funktion, die ein „An- und Verkauf“ für das südosteuropäische Prostitutionsgewerbe oder die Zigarettenmafial hat.
    Ein Geldwaschsalon.

    VG

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • hf

    |

    @Ich war auch dort in Etterzhausen

    was hat das schulgeld denn mit sexuellem missbrauch zu tun?

    und dass es in der trümmergesellschaft kaum qualifizierte pädagogen geben konnte, ist auch eher logisch. möchte gar nicht wissen, was die leute, die den krieg überlebt haben, erlitten haben müssen… die hätten wohl auch besser eine therapie machen müssen, als sich um verwaiste kinder zu kümmern. gerade wenn man homosexuell oder gar pädophil war, da ist man ja haarscharf an der gaskammer oder der ostfront vorbeigeschrammt. deswegen zum artzt gehen? vällig ausgeschlossen. wie sich sowas auf eine psyche auswirkt, will ich gar nicht wissen. dass die kirche solchen menschen diskret zuflucht bot, kommt mir umso logischer vor, wo ich das so durchdenke.

    ich will ihre biographie jetzt damit nicht „kleinreden“ oder irgendwas relativieren, aber immerhin hat man versucht, ein schulwesen zu ermöglichen, wo es faktisch keines gab, mit lehrern und betreuern die man nicht hatte, oder nicht? und womöglich hat man die schulgelder der reichen ja auch eingesetzt um die einrichtungen allgemein, also auch für die armen zu verbessern? wieviel wird denn damals das jugendamt bezahlt haben? hartz4-sätze gabs ja noch nicht.

    und nochmal, ich will keinen straftäter irgendwie weißwaschen, aber es ist doch immer so, dass die meisten täter irgendwann auch mal opfer waren. und nur wenn man alle facetten zusammensetzt, ergibt sich ein bild.

    dass man am ende immer alles auf das „typisch katholische“ reduziert, weil mehr als zwei zusammenhängende worte kapiert der durchschnittsdeutsche michel ja nimmer, das ist mir zu billig. ist doch die gleiche anstreicherei wie „moslems unterdrücken ihre frauen“ und „juden sind an allem schuld“.

  • Mathilde Vietze

    |

    Ich bin jetzt 74 Jahre alt und
    kann mich nicht erinnert,
    daß ich in der Schule von
    Geistlichen verprügelt wor-
    den wäre. Natürlich waren
    die Pfarrer und Kapläne
    konservativ, aber selbst
    im Beichtstuhl sagten die
    „Sünde ist nur, was Du ab-
    sichtlich und bewußt tust.“
    Und in der klösterlichen
    Realschule wurden wir
    auch nicht verprügelt. Zwar
    hatten die Schwestern un-
    serer Meinung nach recht
    altmodische Ansichten, aber
    wir bekamen immer wieder
    gesagt, „wie wichtig Bildung
    für Frauen und Mädchen ist“.
    Und in der Klosterschule wur-
    den wir auch aufgeklärt über
    die Schandtaten des 3. Reiches,
    was leider in vielen anderen
    Schulen nicht geschah.
    Und was die „Rhetorik“ bei den
    damaligen Pfarrern betrifft, so
    hätten sich viele Gläubige ge-
    wünscht, daß die Pfarrer nicht so
    ein Gewuisel von der Kanzel her-
    absagen. in Rhetorik gut ausge-
    bildet sind zwar die evangelischen
    Pfarrer, die katholischen wuiseln
    zum Teil heute noch, daß man
    Ihnen nicht zuhören kann.

  • Angelika Oetken

    |

    @hf,

    „was hat das schulgeld denn mit sexuellem missbrauch zu tun?“

    Vordergründig betrachtet erstmal nichts.

    Wenn man aber genauer hinguckt, dann fällt auf, dass an den Internaten und Schulen, bei denen innerhalb der vergangenen Jahre sexueller Missbrauch systematisch betrieben, d.h. über einen längeren Zeitraum statt fand und von Seiten der Verantwortlichen geduldet, bzw. sogar gefördert wurde immer mehrere Dinge zusammen kommen.

    1. Die Missbraucherinnen und Missbraucher galten als besonders treues Personal. Sie blieben lange in der Institution, setzten sich überdurchschnittlich ein. Oft galten sie als zugänglich, engagiert, tüchtig. Bsp.: Gerold Becker (einer der Haupttäter an der Odenwaldschule, zugleich lange Jahre Schulleiter), Pater Ludger Stüper SJ, jahrzehntelang Leiter des Aloisiuskollegs, Bonn-Bad Godesberg

    2. So lange die Missbrauchskriminalität organisiert gemeinschaftlich durchgeführt wurde, ging es den Institutionen wirtschaftlich gut. Bsp.: als Gerold Becker Schulleiter an der Odenwaldschule (1972 – 1985) und Günther Schweigkofler deren Geschäftsführer (1964 – 1995) waren, war die Schule bzw. deren Trägerverein finanziell so gut aufgestellt, dass sogar Gelder an Stiftungen abgeführt werden konnten. Mittlerweile steht sie kurz vor der Insolvenz. Becker und Co. hatten ein cleveres System entwickelt, Fördergelder von Jugendämtern zu kassieren, ohne Gegenleistungen zu erbringen. Sie bekamen SchülerInnen zugewiesen, die von kooperierenden Jugendämtern unter erhöhtem Förderbedarf angemeldet wurden. Dafür gab es satte 1000 DM mehr. Ohne jegliche Gegenleistung. Da die „Jugendamtsfälle“ teilweise die Hälfte der Schülerschaft ausmachten, kam da ein hübsches Sümmchen zusammen. Gar nicht mit eingerechnet die reichen Eltern, die der Schule viel Geld spendeten, damit ihr Kind dort ein Abitur erwerben konnte. Und die noch mal draufzahlen mussten, wenn sie nicht wollten, dass ihr Sprößling in eine der „Missbraucherfamilien“ kam. In der Odenwaldschule leben die Iinternatsschüler nicht in Gruppen, sondern so genannten „Familien“. Mit einer oder zwei Lehrkräften unter einem Dach http://pisaversteher.com/category/odenwaldschule/
    Da die OSO vor Allem LehrerInnen beschäftigte, die woanders keine Anstellung gefunden hätten, zum Beispiel weil sie dem Radikalenerlass zum Opfer gefallen waren, kein abgeschlossenes Lehramtsstudium aufweisen konnten, oder eben pädokriminell waren, konnte sie günstig wirtschaften. Die Lehrer waren sozusagen 24 Stunden im Dienst. Tagsüber im Schulbetrieb, danach in der „Familie“. Für normale Menschen eine ordentliche Belastung, für Pädokriminelle ein paradiesischer Zustand. Deshalb gab es dort mehr als 20 Täterinnen und Täter.

    Aloisiuskolleg: Ludger Stüper SJ, ein vom ihm geduldeter langjähriger Leiter des Freizeitbereichs der Schule, beide sexueller Ausbeutung überführt und eine Riege wohlhabender Unterstützer der Schule schafften es, in erheblichem Ausmaß öffentliche Gelder zu akquirieren und in ihre Projekte umzuleiten http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/themen/ako-pro/rueckzahlung-von-165-000-euro-an-die-stadt-unwahrscheinlich-article1225390.html Hinzu kamen Spenden durch wohlhabende Menschen, die ihr lern- und schulentwöhntes oder einfach anders begabtes Kind dort anmeldeten. Abiturzusage inklusive. Auch am Aloisiuskolleg trieben über die Jahrzehnte mehr als 20 Täter ihr Unwesen https://www.jesuiten.org/fileadmin/Redaktion/Downloads/Abschlussbericht_AKO_Zinsmeister.pdf http://www.aloisiuskolleg.de/images/schulnachrichten/0_B-Bericht_final_2013-06-03_nach_Vgl.pdf https://www.jesuiten.org/fileadmin/Redaktion/Downloads/Bericht_27_05_2010_aktuell.pdf

    Der Jesuit Ludger Stüper war der Paradefall des persönlichkeitsgestörten Pädo“philen“. Er sammelte Jungen, wie andere Menschen Schmetterlinge oder Briefmarken. Sie wurden fotografiert, sortiert, gehortet, ausgestellt. Genötigt, erschreckt, betatscht, vergewaltigt. Aber wie viele Pädokriminelle war Stüper auch ein Charismatiker. Mit einem genauen Blick für die Bedürfnisse und Schwächen der Menschen in seiner Umgebung. So hat er die Eitelkeiten der Bad Godesberger Gesellschaft schnell durchschaut und ausgenutzt. Wie die der ganzen Wirtschaftswundergesellschaft, deren Oberflächlichkeit und Abgestumpftheit es ihm ermöglichte Kinder zu verfolgen, auszubeuten und zu quälen.

    Soweit ich es überblicke, gibt es zwischen der systematischen sexuellen Ausbeutung am AKO, an der OSO und bei den Domspatzen bzw. in Etterzhausen viele Parallelen. Die alle vier Tatorte mit den meisten anderen teilen. Die Grundbedingungen sind fast immer gleich:

    – eine relativ homogene, geschlossene Gruppe
    – krasse Machtgefälle
    – ein irrealer, moralisch-ideologischer Überbau
    – wenig solide Kontrolle
    – Probleme im Umgang mit dem Thema Sexualität (1)
    – eine erhöhte Bereitschaft, kriminell zu handeln (bezieht Wirtschaftskriminalität mit ein)
    – die Förderung des Missbrauchs dient pragmatischen Zwecken (Pädos sind billiges, abhängiges, einsatzfreudiges Personal)

    Insider werden schnell zu dem was ich geschildert habe, bei den „Domspatzen“ bzw. in „Etterzhausen“ Analogien finden. Vieles wurde ja dazu auf dieser Homepage schon dargestellt.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    (1) die sexuelle Freizügigkeit an der Odenwaldschule war ambivalent. Sie orientierte sich an den traditionell Männern zugeschriebenen Bedürfnissen nach leicht verfügbaren, austauschbaren, willfährigen und anspruchslosen sexuellen Zielobjekten. Sie war einseitig und damit typisch für Gefüge, in denen Pädo“phile“ den Ton angeben. Die Pädo“philie“ gilt unter Psychoanalytikern als schwerste Form der narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Der Narzisst kann krankheitsbedingt nur sich und seine Bedürfnisse wahrnehmen

  • Prügelfang

    |

    Frau Vietze

    Ich bin dann doch etwa eine Generation jünger als Sie, aber abgesehen von den Prügeln der Eltern kann ich mich noch recht gut an die der „Geistlichkeit“ erinnern. Auch an die von Religionslehrern ohne Priestergewand. Und begonnen hat die Drangsal von „Gottes Gnaden“ schon im Vorschulalter. Da wurden wir von einer „Barmherzigen Schwester vom hl. Vinzenz von Paul“ schon auch mal mit Nähnadeln hinein in unsere Kindergartenhände „diszipliniert“. Das war für die Frau „normal“. Die Liste der Zuwendungen dieser Kirchenfrau ist fortsetzbar. Beispiel gefällig: Das erbrochene Essen wurde einem mit festem Griff und gegen den eigenen Willen löffelweise wieder in den Kindermund geschoben. Da half nichts…, auch kein beten.

  • BERND SCHULZ

    |

    Ich wünsche allen noch ein Gesundes neue Jahr.

    Berlin – Buch. Bernd Schulz, geb. 06.06.1944

    Meine Mutter starb bei meiner Geburt, es war Krieg. Mein Vater ist im Krieg umgekommen und ich wurde als Findelkind in einem Katholischen Waisenhaus im Eichsfeld, auf dem Land in Ershausen bei Heiligenstadt eingeliefert.

    Und damit begann mein Leben, das über zwei Jahrzehnte gezeichnet ist von Armut, Hunger, Schläge, Demütigungen, Erniedrigungen und harter Arbeit.

    Das Buch, geschrieben für Betroffene die
    Sexuellen Missbrauch erleiden mussten.

    Es kann nichts schmutziger sein als das, was die Kirchen und andere Täter mir angetan haben. Sie haben uns so tief herab gezogen. Sie werden Heimkinder weiter so schänden.
    Es wurden unzählige Heimkinderakten vernichtet, die als Beweis für das schäbige Verhalten dienen könnten. Ich sollte jetzt nachweisen, in welches Elend sie mich gestoßen haben, obwohl sie die Beweise rigoros vernichtet haben. Wieder zeigen sie ihre Macht, ihre Verkommenheit und ihre Menschenverachtung übersteigen jede Grenze.

    Einfach widerlich, man hat uns unsere Kindheit gestohlen. Man hat uns belogen, betrogen, und viel Leid über uns Kinder gebracht. Sie haben uns schuften lassen. Sie haben uns eingesperrt, geprügelt, verachtet und sexuell missbraucht. Wie Dreck haben sie uns behandelt.

    Ich wollte nicht mehr Leben. Ich versuchte mein Leben zu beenden und schnitt mir mit einer Glasscheibe die Pulsader durch. Die Narbe ist bis heute sichtbar. Es war vergeblich, man hat mich gefunden und auf die Krankenstation gebracht. Der Doktor fragte mich warum ich das getan habe. Ich schwieg aus Angst und sagte, er soll mir eine Spritze geben, wie man es bei kranken Tieren macht dass ich nicht mehr aufwache und weinte. Die Schwestern im Kloster wollten das nicht wahr haben und beschuldigten mich. Der Doktor sah die Verletzungen und die Stieben an meinen Körper, er erkannte die Situation. Er fragte mich noch einmal aber ich wollte nichts sagen, weil mir sowieso niemand glaubte. Dann erzählte ich ihm unter Tränen alles und sagte zu ihm, er solle mein Leben beenden. Daraufhin sagte er zu mir, dass er das nicht darf aber er werde dafür sorgen, dass das ein Ende haben wird. Das Kloster hat den Doktor daraufhin in Ruhestand versetzt.

    Der Klosterpfarrer aber ließ mir keine Ruhe. Er holte mich immer und immer wieder. Ich konnte es einfach nicht mehr aushalten, und durfte es auch nicht verweigern, da es sonst für mich schwerwiegende Folgen gehabt hätte. Schläge oder andere Bestrafungen währen mir dann sicher gewesen alle schauten weg.

    Ich war 14 Jahre. Die Nonnen im Kloster konnten nicht mehr an mich ran. Wir wurden gehalten, wie Strafgefangene, keine Freiheit.

    Mit 17 Jahren musste ich zum Bahnhof, dort standen Waggons mit Kohlen, die wir Jugendlichen entladen mussten mit Schaufeln und Kohlengabeln. Von 22 Uhr bis nachts um 2 Uhr mussten wir diese Knochenarbeit verrichten. Einige Jungs sind dabei zusammengebrochen sie mussten trotz dem weiter machen.

    Ich möchte Ihnen noch sagen es war eine andere Zeit, es gibt keinen das recht Kinder so zu bestrafen das ich heute noch alt träume haben und Menschen Sammlungen meide.
    Es kann sich keiner Vorstellen wie ich und andere Kinder gelitten haben.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Prügelfang“: Ich glaube Ihnen ja, was Sie schreiben. Auch ich
    bekam von einer (weltlichen) Lehrerin Ohrfeigen. Auf meine Frage,
    warum dies geschehe, bekam ich zur Antwort „Deine Eltern ha-
    ben gesündigt, zur Strafe hat ihnen Gott ein rothaariges Kind
    geschenkt!“ Dieser Furie allerdings sind die Pfarrer in hohem Bo-
    gen aus dem Wege gegangen. Und als meine Mutter sich beim
    Schulrat beschwerte, wurde sie in die damals schlimmste Regens-
    burger Schule strafversetzt. Dort ärgerten sie die Hundsbuben
    derart, daß sie um vorzeitige Versetzung in den Ruhestand bat.
    Und dann hatten wir – neben einer Reihe von sehr guten Päda-
    goginnen – noch eine, mit religiösem Wahn gesegnete Lehrerin.
    Diese trieb es mit Ihren „Bekehrungsversuchen“ so weit, daß
    der damalige Kaplan, der unser Religionslehrer war, eingriff und
    dafür sorgte, daß sie „aus dem Verkehr gezogen“ wurde.
    Auch das ist Realität, genauso wie die Schandtaten, die – aus
    falsch verstandener Autoritätsgläubigkeit – nicht geahndet wurden.
    Ich hätte mir das d a m a l s schon nicht gefallen lassen!

  • Angelika Oetken

    |

    Zum Glück habe ich im Kindergarten und in der Schule keine physischen Misshandlungen erleben müssen. Gewalthandlungen beschränkten sich auf den familiären und privaten Bereich.

    Darum kann ich zum Thema „Nonnen in der pädagogischen Arbeit“ nur eine Anekdote beisteuern:
    im protestantischen Norddeutschland aufgewachsen, besuchte ich als Kind in Begleitung meiner Oma gelegentlich Verwandte in Würzburg. Als ich vier Jahre alt war, nahm mich meine Großcousine, die ein bisschen älter ist als ich mit in ihren von Nonnen geführten Kindergarten. Dort ging es sehr streng und strukturiert zu. Was mich verunsicherte, war ich von der Kita zuhause doch eher eine von Freundlichkeit getragene Freiheit gewöhnt.
    Nun sollten wir denn etwas zeichnen und zwar ein Haus. Die Anweisung erfolgte in einem recht barschen Tonfall. Ich entschloss mich zu passivem Widerstand und anstatt so, wie ich es eigentlich schon konnte, ein Bild abzuliefern, auf dem man ein Haus hätte erkennen können, produzierte ich lediglich wildes Gekritzel. Auf die Frage der Nonne hin, was das denn sein solle, antwortete ich, dass Insekten das Haus befallen hätten und ich es daher beim Einsturz abgebildet hätte. Das entsprach meinem Erfahrungsschatz, unterstützte ich doch meinen Vater in seinem unablässigen Kampf gegen Holzschädlinge :)

    Die Nonne nahm beim Abholen meine Großmutter zur Seite und sagte ihr im ernsten Tonfall, dass ich offenbar geistig nicht normal entwickelt sei und man möge mich untersuchen lassen.

    „Geistig-nicht-normal“ – das mag sein. Vermutlich hat sich nur noch niemand getraut, mir das offen zu sagen ;-)

    Aber: meine Oma gab nicht viel auf die Meinung der Nonne, vermutlich hatte sie sich schon selbst ihre Gedanken über die doch sehr unpersönlich-rigide Atmosphäre in dem Kindergarten gemacht.

    Später durchlief ich die Schule ohne Probleme.

    Dass diese Nonnen, die ich dort in dem Würzburger Kindergarten kurz kennen lernte, auch Kinder schlugen oder sie anderweitig drangsalierten, kann ich mir in Rückschau gut vorstellen.

    Aufschlussreich fände ich in dem Zusammenhang, mal zu erörtern, woran es gelegen hat, dass der Anteil der Nonnen und Ordensfrauen, die Kinder sadistisch misshandelt haben, doch recht groß zu sein scheint.

    Und wie es kommt, dass sie in der Debatte um Missbrauch und Misshandlung bisher eher wenig Thema sind.

  • Angelika Oetken

    |

    „Auch das ist Realität, genauso wie die Schandtaten, die – aus
    falsch verstandener Autoritätsgläubigkeit – nicht geahndet wurden.
    Ich hätte mir das d a m a l s schon nicht gefallen lassen!“

    @Mathilde Vietze,

    warum die Übergriffe und Misshandlungen damals nicht geahndet wurden ist eine interessante Frage. Machtmissbrauch, der sich aus einem künstlich aufrecht erhaltenen Hierarchiegefälle ergab spielte sicherlich eine große Rolle.
    Aber es gab ja auch andere Gründe, die hier auf Regensburg-Digital bereits geschildert wurden.

    Sicherlich gab es damals viele Erwachsene, die sich so wie Sie es getan hätten, für misshandelte Kinder eingesetzt haben.

    Allerdings wurde denen häufig auch erheblicher Widerstand entgegengebracht. Einige Foristen haben das auch schon geschildert.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Ich möchte Ihnen noch sagen es war eine andere Zeit, es gibt keinen das recht Kinder so zu bestrafen das ich heute noch alt träume haben und Menschen Sammlungen meide.“

    @Bernd Schulz,

    wurde Ihnen das damals so vermittelt? Die Misshandlung und Ausbeutung diente der Bestrafung?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    BEGLEIT- UND BESCHAFFUNGSKRIMINALITÄT

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/zwangsarbeit-in-fuenfziger-jahren-misshandelte-heimkinder-fordern-25-milliarden-euro-entschaedigung-a-630282.html

    Wohin auch immer die Gelder, die mit Hilfe der Ausbeutung internierter Kinder und Jugendlicher erwirtschaftet wurden flossen….
    Auf jeden Fall haben die kirchlichen Träger es geschafft, dass sie mittlerweile zum zweitgrößten Anbieter sozialer Dienstleistungen nach dem Staat gehören.

    „Der Deutsche Caritasverband und das Diakonische Werk sind in den vergangenen Jahrzehnten zum weltweit größten privaten Arbeitgeberverbund aufgestiegen. Im Bereich der christlichen Wohlfahrtspflege werden bei etwa 1,5 Millionen Beschäftigten jährlich rund 45 Milliarden Euro umgesetzt. In der Bevölkerung ist die weitreichende Refinanzierung dieses karitativen Engagements kaum bekannt. Spenden und Eigenmittel (z.B. aus der Kirchensteuer) dienen heutzutage der Finanzierung staatlicherseits nicht unterstützter ergänzender Aktivitäten, die sich aus der weltanschaulichen Grundüberzeugung der Verbände ergeben.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Wohlfahrtspflege

    http://ahz-ochs.de/pdf_dateien/IWStudieWohlfahrt.pdf

    Mein bisheriges Fazit: es war eine Mischung aus ungerechtfertigtem Vertrauensvorschuss; Überforderung, Filz und Fahrlässigkeit der staatlichen Behörden und der gesamten Gesellschaft, der es den kirchlichen Trägern erlaubte, auf diese besonders scheußliche Art Kinder und Jugendliche auszubeuten. Heranwachsende die den kirchlichen Einrichtungen eigentlich anvertraut worden waren, damit sie gut für sie sorgen. Der Staat hat immer schon die Plätze in den Heimen finanziert. Auch während und nach dem zweiten Weltkrieg.

    Die Veruntreuung von öffentlichen Geldern bis hin zu regelrechtem Betrug war so verbreitet, dass sie fast schon die Norm darstellte https://dierkschaefer.files.wordpress.com/2011/01/abschluc39f-kappeler.pdf

    Hier die Langfassung http://www.rundertisch-heimerziehung.de/documents/RTH_Abschlussbericht.pdf

    Und sie dauert(e) bis in die Neuzeit an. Ich habe es selbst noch erlebt, wie an der Versorgung von Kindern, die im Heim leben gespart wurde, damit das Geld in den Erwerb und die Finanzierung neuer Projekte gesteckt werden kann.

    Mir stellt sich die Frage, ob und wenn ja in welchem Umfang die entsprechenden kirchlichen Träger ihre Einstellungen und ihr Vorgehen verändert haben. Und ob die Kontrolle durch staatliche Stellen überhaupt ausreicht.

    Wer kontrolliert eigentlich die Einrichtungen der Regensburger Domspatzen?

    Getreu dem Prinzip: „Vertrauen ist nur da gerechtfertigt, wo Kontrolle jederzeit möglich ist“.

    Dass die oft nicht funktioniert, hat ja zuletzt der „Haasenburg-Skandal“ gezeigt. Auch in dem Fall ist ein Träger innerhalb kurzer Zeit unverhältnismäßig stark gewachsen. Und sowohl die Zuständigkeiten, als auch Verbindlichkeiten zwischen dem Heimträger und den Aufsichtsbehörden blieben unklar http://de.wikipedia.org/wiki/Haasenburg

  • Dubh

    |

    Angelika Oetken: „..warum die Übergriffe und Misshandlungen damals nicht geahndet wurden ist eine interessante Frage.“

    Die locker beantwortet werden kann, sofern man nicht im geschichtsfreien Raum lebt – sowohl was die neuseste, wie die Geschichte des antik christlichen Abendlandes anbetrifft.

    Körperstrafen an Kindern waren Lehrern in Westdeutschland bis 1973 erlaubt, in Bayern wurden Körperstrafen Lehrern erst ab 1.1.1983 gesetzlich verboten.

    In der DDR übrigens 1949 an allen Schulen – tja, die waren halt nicht so gut christlich……

    Erst seit November 2000 ist Eltern körperliche Züchtigung der Kinder in Deutschland verboten, § 1631 Abs. 2 BGB – im Familienrecht, also im Zivilrecht, nicht im Strafrecht bis heute!
    Wenn Eltern Kinder körperlich züchtigen greift also nach wie vor das Strafrecht nicht unbedingt , sofern nicht nachgewiesenermaßen Blut spritzt……………..

    Es ist halt gute christliche Tradition im Namen des Herrn zu schlagen was man liebt und zu „anständigen“ Menschen erzogen haben will………………auch Ehefrauen, Gesinde (ehedem Sklaven) Lehrlinge….

    Die Aufklärung rüttelt daran nicht, im Gegenteil – mit der französischen Revolution werden Frauen generell ganz offiziell zu Nichtmenschen – sie erhalten keine Bürgerrechte, Olympe de Gouche, die das fordert wird hingerichtet.
    Das hatten wir auch schon in der „Demokratie“ in Griechenland, dass die Bürgerechte selbstverständlich nur für besitzende (!) Männer galten ………………….

    http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperstrafe
    Hier kompakt aber gut zusammengefasst

  • Angelika Oetken

    |

    Liebe LeserInnen und ForistInnen,

    bemerkenswerte Verbindungen gibt es im Falle der systematischen sexuellen Ausbeutung von Kindern im Kloster Ettal.

    Das Verfahren gegen einen der Priester, dessen mutmaßlichen Missbrauchsverbrechen noch nicht verjährt sind, wird nun doch aufgenommen
    http://www.radio-oberland.de/nachrichten/missbrauch-kloster-ettal-gerichtstermin-steht-fest

    Dieser Mann wird vor Gericht von Dr. h.c. Rüdiger Deckers verteidigt
    http://www.merkur-online.de/lokales/garmisch-partenkirchen/oberammergau/kloster-ettal-verhandlung-gegen-pater-herbst-3065209.html

    Deckers trat im vergangenen Jahr auf einer Veranstaltung der „False Memory Deutschland e.V.“ auf. Hier ein link auf deren Homepage. Dort wurde auch ein Bericht eingestellt http://www.false-memory.de/berichte/bericht-fachtagungen.html

    Die „False-Memory-Bewegung“ ist sehr umstritten http://www.false-memory-syndrome.de/index.htm

    Rüdiger Deckers war im Übrigen maßgeblich daran beteiltigt, dass der Bundesgerichtshof 1999 eine Grundsatzentscheidung über die Bewertung der Aussagen von Opferzeugen gefällt hat http://85.88.5.161/index.php?id=7. Und ist Mitglied in einem entsprechenden Arbeitskreis.

    Ich war auf dieser in mehrfacher Hinsicht für mich sehr aufschlussreichen Veranstaltung in Düsseldorf und stelle meine private Mitschrift gern zur Verfügung. Meine Mailadresse ist über die Suchmaschine leicht zu finden.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    @Dubh,

    danke für die wichtigen Hinweise zur Entwicklung der entsprechenden Gesetzgebung.

    Ich bin davon überzeugt, dass so gut wie alles, was Menschen tun, für sie einen Sinn hat. Weil es ihnen Vorteile bringt. Also frage ich mich im Falle der systematischen sexuellen Ausbeutung und der multimodalen Misshandlung von Jungen, die in Etterzhausen und bei den Domspatzen waren, was die verschiedenen Beteiligten davon hatten.

    Beteiligt waren meiner Ansicht nach:

    1. die TäterInnen
    2. deren KollegInnen
    3. deren Vorgesetzte
    4. die Träger der Einrichtung
    5. deren Verbündete
    6. die Kinder, die nicht gequält, sondern besonders gefördert wurden und deren Eltern
    7. im weitesten Sinne die Menschen, die in der Region lebten

    Zu 1.: Die TäterInnen werden sicherlich ihre Persönlichkeitsstörung auf Kosten der Kinder ausgelebt haben können. Und sie haben sich deshalb vermutlich innerhalb der Institution sehr eingesetzt.

    2. Diejenigen ihrer KollegInnen, die wenig Verantwortungsgefühl hatten, werden sicherlich davon sehr profitiert haben. Wenn der Täterkollege gern Nachtdienst macht, weil er dann leichter Kinder missbrauchen kann, dann freue ich mich, wenn ich entlastet werde.

    3. Die Vorgesetzten: weniger Personalkosten, Täter sind billige Arbeitskräfte. Ein Täter ist auch jemand, den ich leicht zu Gesetzesübertretungen anstiften kann, der vermutlich besonders loyal ist.

    4. Die Träger: die Einrichtung wirft mehr Geld ab. Ggf. kann ich auch Kooperationspartnern, die darauf aus sind, Kinder zu missbrauchen, solche zur Verfügung stellen, weil sie ja bereits innerhalb meiner Institution an sexuellem Missbrauch gewöhnt wurden. Und wenn ich sie entsprechend unter Druck setze oder manipuliere, werden sie darüber auf keinen Fall sprechen.

    5. Die Verbündeten der Träger: ebenfalls wirtschaftliche Vorteile. Und die Gelegenheit, ein ohnehin schon von Missbrauchskriminalität befallenes Gefüge für andere Arten von Kriminalität zu nutzen

    6. die geförderten Kinder: ein Teil des Geldes, was auf Kosten der Opfer erwirtschaftet worden war wurde in sie investiert.

    7. die Menschen in der Region: sofern die Missbrauchseinrichtung über einflussreiche Unterstützer verfügte (siehe Punkt 4.).

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • hf

    |

    @dubh: „Das hatten wir auch schon in der “Demokratie” in Griechenland, dass die Bürgerechte selbstverständlich nur für besitzende (!) Männer galten ………………….“ Super Ansatz! Könnte man überhaupt mal drüber nachdenken, inwiefern das „Europäische“, später „deutsch-römische“ das „Christliche“ im Laufe von Jahrhunderten überlagert und usurpiert hat. Das feudalsystem kommt ja aus dem Germanischen, und ein bisschen Identität will man sich ja immer bewahren, obwohl Jesus und die Bibel was ganz anderes verlangen… „IHS“ könnte man aus histomatischer Sicht tatsächlich wie ein frühes Hakenkreuz lesen.

    Nur wen interessiert schon sowas? Heute haben wir einen Papst, der uns reinen Wein einschenkt, was die Auswirkungen unseres wirtschaftlichen Handelns auf die ganze Welt und alle kommenden Generationen angeht, und da muss man doch irgendwie gegensteuern! Selbst wenns unterbewusst passiert… Bloß nicht selber Christ sein, weil die anderen Christen sind ja alles schlechte Menschen! Da gibts einen verschwenderischen Bischof? Super, das rechtfertigt doch, dass jeder mit seinem SUV zum Supermarkt fährt und das Elend der dritten Welt anheizt! „Zumindest braucht keiner von diesen Dreckspfaffen mir was vorschreiben, nichtmal wenn er recht hat!“ Die Bildzeitung ist zwar scheiße, aber am Ende doch noch der Meinungs-Führer.
    Hoppla, jetzt komm ich mit der Logik durcheinander, soll man dann etwa auch kein Demokrat sein, weil die Bundesregierung aus schlehcten Demokraten besteht? Weil überhaupt die Demokratien nicht mehr funktionieren? Also ist Pegida dann also doch gut, antiintellektuelle, antiparlamentarische und antireligiöse Stimmung grundsätzlich eine Lösung? Aus Verschwörungstheorie wird Verwirrungstheorie. Ich bin ja so Infoshocked… :-) LOL

  • Mathilde Vietze

    |

    Ein Aspekt ist in diesem Zusammenhang noch nicht erwähnt worden:
    Früher, wo die Leute noch 10 – 12 Kinder hatten, wurden die Mäd-
    chen, die man nicht günstig verheiraten konnte, oft g e g e n Ihren
    Willen ins Kloster gesteckt. Da ist es nur zu verständlich, daß diese
    Frauen, ihrer freien Berufsentscheidung beraubt, sich ein Ventil
    für ihren Frust suchten. Das soll auf keinen Fall die Schandtaten
    schönreden, ist aber eine mögliche Erklärung. Wenn heute eine
    junge Frau ins Kloster geht, dann tut sie es aus Überzeugung
    und freiwillig und heute geht es in den Klöstern oft viel liberaler
    zu, als sich mancher „Weltliche“ vorstellen kann. Auch die jewei-
    ligen Oberinnen sind keine Halbgöttinnen mehr; vielmehr „dür-
    fen“ die sich von ihren Mitschwestern schon einiges anhören.
    Und das ist auch gut so!

  • Prügelfang

    |

    an Frau Vietze:

    Von welcher Zeit sprechen Sie? Die von Ihnen genannte Zahl war nie die Regel, stets eine Ausnahme. Zudem war die Mortalität in den vergangenen Jahr(hundnert)en ungleich höher. Von „10 – 12 Kindern“ auf die „Frustreaktion“ der Klosterfrauen zu schließen, halte ich für eine sehr gewagte Behauptung.

    „Wer heute über rückläufige Geburtenzahlen und Mangel an Nachwuchs diskutiert, übersieht vielleicht allzu leicht, dass ein höherer Anteil von kinderreichen Familien in der Gesellschaft historisch eine Ausnahme darstellt.“

    http://www.berlin-institut.org/online-handbuchdemografie/bevoelkerungsdynamik/regionale-dynamik/kinderreichtumin-deutschland.html

    „1875 brachte jede Frau noch fast fünf Kinder zur Welt. Erst von da an, also lange nach dem Rückgang der Sterblichkeit, begannen die Kinderzahlen in deutschen Familien zu sinken.“

    http://www.bpb.de/politik/grundfragen/deutsche-verhaeltnisse-eine-sozialkunde/138003/historischer-rueckblick?p=all

  • Resch

    |

    @ Wenn der Haushalt vom Bistum Regensburg so 350 Millionen Euro umfasst, dann kann man doch auch einmal zum Thema Regensburger Domspatzen und Etterzhausen ausführlich die Börse aufmachen.

    ++REGENSBURG: Der Haushalt 2014 umfasst 350 Millionen Euro. Angaben über die Vermögenswerte des Bischöflichen Stuhls machte die Diözese nicht. Alle Vermögenswerte sollen 2015 Jahr nach einem einheitlichen Standard erfasst, bewertet und dann veröffentlicht werden.++

    http://www.welt.de/wirtschaft/article135987170/Die-reichsten-Bistuemer-der-katholischen-Kirche.html
    _____________________________________________________________________________________________
    Katholische Kirche besitzt Milliardenvermögen
    http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.nach-skandal-um-tebartz-van-elst-katholische-kirche-besitzt-milliardenvermoegen.793f529f-0c01-400f-98d5-365178703bb4.html
    _____________________________________________________________________________________________

    Hohe Priesterpensionen und volle Geldtöpfe Katholische
    Kirche hat Milliardenvermögen
    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Panorama/d/5940326/katholische-kirche-hat-milliardenvermoegen.html
    ____________________________________________________________________________________________
    Barvermögen, Anlagen, ImmobilienKatholische Kirche besitzt Milliarden
    http://www.n-tv.de/panorama/Katholische-Kirche-besitzt-Milliarden-article14252336.html
    http://www.bistum-trier.de/fileadmin/user_upload/docs/bgv_geschaeftsbericht13_web_interaktiv.pdf

  • Angelika Oetken

    |

    @Resch,

    ja Kohle ist ohne Frage genug vorhanden.

    Allerdings blies Hans Langendörfer SJ, Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, schon im Februar 2010, also ganz am Anfang der Debatte um die Missbrauchskriminalität innerhalb der katholischen Priesterschaft die Marschroute:

    „Es ist auch finanzielle Unterstützung im Einzelfall möglich.“
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/jesuit-langendoerfer-ein-dunkles-gesicht-der-kirche-a-676331.html

    „im Einzelfall“ heißt übersetzt: „Geld zahlen – das soll nicht zur Gewohnheit werden“.

    Und man beachte die über 400 Kommentare mit denen der Artikel bedacht wurde. Darin finden sich viele interessante Informationen.

    Wenn ich mich in diese Burschen mal so hinein versetze, dann verstehe ich, warum sie ihr Herz so an die irdischen Güter hängen: sie haben ja sonst nichts :)

    VG nach Regensburg!

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • P.

    |

    Hier geht es um die Akte Domsptazen , und um sonst nichts.
    Auch in Etterzhausen wurden die Buben damals ausführlich geschändet. Der damalige Direx Mayer , ( …damaliger Direktor der Stiftung , damaliger Internatsdirektor und damaliger Priester , holte sich die Buben damals auch in der Nacht immer in die hauseigene Wohnung , auch die Buben vom Neubau waren damals zum Thema involviert. Dort in Mayers Wohnung gab es auch ein umfangreiches Nacktprügeln an kleinen unschuldigen und hilflosen Buben.
    Dazu brauchts jetzt keine Plausibilitätsprüfung , denn viele ehemalige Etterzhausener Domspatzen, viele die auch das Domsapatzenabitur haben, wissen davon.
    In Etterzhausen und Regensburg wurden viele Buben damals malträtiert , geschändet
    und missbraucht. Der heutige Bischof von Regensburg sollte bitte endlich zum Thema Domspatzen sich öffnen ,,und bitte endlich einige Themen heute endlich ausführlich klarstellen.
    Auch das Bistum Regensburg hat Geld , nämlich viel Geld.
    Mein Kenntnisstand ist , dass das Bistum Regensburg auch über sehr sehr viel Vermögen verfügt. Auch heißt es , dass dem Bistum Regensburg sehr sehr viele Mietshäuser in Regensburg gehören sollen. Auch verwaltet das Bistum Regensburg jährlich so um die 300 bis 350 Millionen Euro an Kirchensteuern, die auch über die Ligabank Regensburg
    laufen , oder gebucht werden.

  • Ich war auch dort in Etterzhausen

    |

    Nach meiner Meinung hegt sich der Verdacht , dass der Anwalt Herr Geedo Papprotta ,
    zu sehen in der Doku “ Sünden an den Sängerknaben “ , eine sehr gute Verbindung in den Vatikan nach Rom hat. Anscheinend kann man mit gewissen Themen auch noch heute sehr gutes Geld verdienen!

    Auch kann man auf diesem Antrag “ Missbrauchsantrag “ hier derart viel heraus lesen.
    http://www.bistum-regensburg.de/fileadmin/redakteur/PDF/Antragsformular_Leistungen_handschriftlich.pdf
    4. Tathergang
    Bitte schildern Sie die Umstände und den Hergang der Missbrauchstat. Die Angaben sind für die Bemessung der Leistungshöhe und für unsere weitere Aufklärungsarbeit unerlässlich. #
    Wer also den damaligen Tathergang heute nicht richtig, oder überhaupt nicht richtig angibt , der bekommt also kein Geld ?

    Viele ehemalige Etterzhausener Opfer sind bis heute so sehr traumatisiert , und die Fragestellung hier im Formular , sind für mich wirklich sehr sehr dreist.
    Für mich steht fest , eben wenn ich einen Missbrauchsantrag stelle , ich gleichzeitig auch
    ein sehr großer gläserner Patient bin.
    Unter Punkt 6. Folgen der Tat
    Welche physischen und/oder psychischen Folgen hatte der sexuelle Missbrauch, den
    Sie minderjährig erfahren mussten, für Sie?
    –Anscheinend wissen die in Regensburg nicht, dass die Opfer , auch die von anderen kath. Einrichtungen,, aus Metten, Ettal oder dem Kloster Rohr , bis heute derartige Langzeitschäden mit sich tragen.
    ______________________________________________________________________________________

    Auch hat die Frau A.Glass Hoffmann , Gewaltbeauftragte vom Bistum Regensburg , zum Thema Etterzhausen , auch sehr oft gegen den Datenschutz verstoßen , weil sehr oft viele Daten ohne Absprache der Opfer nach Regensburg oder auch nach Pielenhofen geleitet wurden.

  • Veronika

    |

    Erst einmal allen ForistInnen und LeserInnen auch von mir die besten Wünsche zum neuen Jahr!

    @Frau Oetken:

    Auch kann man heute schreiben, dass eben das Etterzhausener Geld damals auch diese Stiftung , die Regensburger Domspatzen in Regensburg , am Leben hielt!
    Denn Herr Ratzinger war damals auch in diesem Etterzhausener Kuratorium, und alle Zahlen zum Thema Geld gingen auch über seinem Tisch.”
    ———————
    Will da noch jemand behaupten nicht beiden Brüder hätten ausführlichst gewusst, was hier lief?

    ==========
    Ich hoffe nur, dass sich zukünftig unter den jüngeren Priestern nicht mehr so viele finden, die das Schweigen weitertreiben. Nicht nur dass dann die RKK bald am Ende sein wird, sondern es wird der RKK dann sicher auch bald mal sehr übel ergehen.
    ==========
    Aber Regensburg schweigt weiter. Sicher, die haben momentan einen so gewaltigen „Ost-Drang“, dass der Prager Kardinal Duka schon fleissigst schimpft warum es mit der Kirchenrestitutioin nicht schneller vor sich geht. Zum Schluß könnte noch jemand auf die Idee kommen und tschechische(r) Staatsbürger(in) werden, Ansprüche dort geltend machen, und die Kirchenrestitution vollumfänglich „versemmeln“. ;-)
    In Tschechien ist man für alle Informationen dankbar die zeigen was die RKK hier gerade in Regensburg „verbrochen“ hat. Gibt noch mehr Wasser auf die Mühlen, der RKK nur noch das Nötigste zurückzuerstatten. Schliesslich muß man ja Vorrat schaffen, wenn es dort drüben genauso kommen könnte.

  • Veronika

    |

    @P.: Regensburg soll die reichste Diözese der Welt sein, weil man dort alle Gelder zusammengezogen haben soll – mit Rücktritt S.H. Papa hatte niemand gerechnet, ausser wer um spezielle Dinge wusste – die für den „Ost-Angriff“ – einige sagen auch „Evangelisierung der östlichen Völker“ gedacht waren und sind. Deshalb Gerhard (ohne Ludwig) zuerst in Regensburg, dann nach Rom. V. in Einlernphase im Institut „Benedikt XVI.“, dann Bischof. Oster erst „austoben“, dann kontemplative Phase und jetzt Bischof von Passau. I.D. TT soll hier – hört man sagen – auch gut mit von der Partie sein. Ein paar Milliarden aus den Postkutschen-Abfindungen gehen ja immer.

  • Angelika Oetken

    |

    „Der damalige Direx Mayer , ( …damaliger Direktor der Stiftung , damaliger Internatsdirektor und damaliger Priester , holte sich die Buben damals auch in der Nacht immer in die hauseigene Wohnung , auch die Buben vom Neubau waren damals zum Thema involviert. Dort in Mayers Wohnung gab es auch ein umfangreiches Nacktprügeln an kleinen unschuldigen und hilflosen Buben.“

    @P.,

    waren außer Mayer noch andere Erwachsene anwesend?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Mathilde Vietze

    |

    Das einzig wirksame „Mittel“ gegen das Vergessen ist
    d r a n b l e i b e n und den Verantwortlichen immer wieder
    auf die Nerven gehen. Es soll ja tatsächlich bereits welche
    geben, die aus den Mißständen gelernt haben und mit denen
    sollte man sich verbünden, die anderen aber immer wieder
    „vorführen“.

  • Angelika Oetken

    |

    „Bitte schildern Sie die Umstände und den Hergang der Missbrauchstat. Die Angaben sind für die Bemessung der Leistungshöhe und für unsere weitere Aufklärungsarbeit unerlässlich. #
    Wer also den damaligen Tathergang heute nicht richtig, oder überhaupt nicht richtig angibt , der bekommt also kein Geld ?“

    @Ich war auch dort in Etterzhausen,

    was würden Sie denn tun, wenn Sie herausbekommen wollen, was die Gegenseite weiß und welche noch nicht verjährten Missbrauchsfälle es gibt?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Thomas Bauenfeind

    |

    Ich kann den scheiß nicht mehr hören. Die beiden Kirchen,haben unsere Kindheit beraubt. Gedemütigt, geschlagen und missbraucht. Und uns Opfer, wollen sie nicht Glauben,was sie uns angetan haben. Damit sie uns nicht Entschädigung müssen. Sonst würde ja das Unrecht anerkennen. Nur die Evangelische Kirche hat sie da zu bekannt. Aber Entschädigung wollen sie auch nichts Zahlen Und was ist mit den Täter, Täterinnen. Die nie für ihre Tat, belangt worden sind . Alle reden von Reichtum der beiden Religionen. Aber keiner traut sich, sie zu enteignen. Von Kaiser, 3 Reich und bis zur der heutigen Regierung . Nur weil sie vor über 200 Jahren durch die Säkularisation :die Aufhebung kirchlicher Institutionen und die Verstaatlichung ihres Besitzes Enteignung wurden.Das sie vorher von Kreuzzüge und geraubt haben . Daher bekommen sie jedes ca. 14 Milliarden Euro von Staat. Damit könnten sie locker, die Kinder Entschädigen .Außerdem hat ihr Chef der Franz gesagt .Das die Kirche sich von ihrem Reichtum losen sollen. Und dafür in Armut & Demut leben. Was der Kirche auf taube Ohren stößt. Daher mein Motto: 1. Alle Kinder sollen min-ästen 72.000 € für ihr Leid bekommen. Und eine Anerkennung für die die Arbeit für sie für die Firmen geleistet haben ,und keine Steuern bezahlt haben. Daher Aufhebung der alten Verträge die vor 200 Jahren. Enteignen der Kirchen. Und die richtige Trennung von Kirche und Staat. Des warst dann schon wieder von

  • P.

    |

    @Angelika Oetken ,

    ja , es gab dort noch einige Erwachsene in Etterzhausen.
    Präfekt Hansch , die Lehrer der 3. und 4. Klasse , und unser Musiklehrer, die waren aber alle verheiratet. Unser Präfekt und Musiklehrer waren damals aber auch für mich sehr große Sadisten.
    Wir hatten damals in diesem Etterzhausener Heim auch einen großen Duschraum im Keller , wo wir auch immer am Samstag Abend mit Badehosen uns ordendlich Waschen konnten. Diese Dusche hat man heute noch nach ‚Jahrzehnten so sehr im Kopf , weil die irgendwie mich auch an eine KZ Dusche erinnert. Dort waren auch so große drehbare Räder an der Wand für die Wasserzufuhr.
    cu

  • Veronika

    |

    @Thomas Bauenfeind:

    „Außerdem hat ihr Chef der Franz gesagt .Das die Kirche sich von ihrem Reichtum losen sollen. Und dafür in Armut & Demut leben. Was der Kirche auf taube Ohren stößt.“
    —-
    Stimmt so nicht ganz, denn die „Kirche“ ist die „Gemeinschaft der Glaubenden“ in der Röm.-kath. Kirche! Die Katholische Kirche Deutschland ist auch in die (Erz)Bistümer an sich, die DBK (Deutsche Bischofskonferenz) und den VDD (Verband der Diözesen Deutschlands), dann noch „quasidemokratisch strukturiert“ in ein, mit aktiven (beigeladenen) und inaktiven „geparkten“ PolitikerInnen besetztes „Zentralkomitee der Katholiken“ mit entsprechenden Landeskomitees der Katholiken besetzes Etwas unterteilt. Damit konnte man die mit dem Vaticanum II angekündigte Demokratisierung (Für eine weitere Einbeziehung in Deutschland unerlässlich!) umsetzen, ohne sich irgendetwas vergeben zu müssen.
    —————————————————–
    Das Ende dieser Geschichte: Die Gläubigen sollen ärmer – noch wichtiger aber „demütiger“ – werden, denn offiziell besitzen die kirchlichen Würdenträger selbst ja keinerlei Reichtum. Alles wurde nur zur höheren Ehre Gottes gebaut, verschönt und erhalten. Dem Wort des Lehramtes der Kirche = dem Wort Gottes (gem. Diktion des Lehramtes der Kirche) ist zu gehorchen.
    Bitte immer sehr genau auf die Formulierungen achten, denn die RKK – wie eigentlich jede andere Religion auch – fussen auf Gesetzen und Verordnungen, sonst nichts. Alles andere ist in der RKK sog. „Volksfrömmigkeit“, d. h. nicht nützlich (da nicht geld- und machtbringend), aber auch nicht schädlich. Was der Papst äussert ist alles entweder dekretal gesetzmässig oder eben dessen Privatmeinung als Mario Bergoglio.
    Thats the system you have choosen decades before!

  • Veronika

    |

    @Thomas Bauenfeind:

    ….und jetzt suchen Sie sich einmal aus, ob die Äusserungen von Papa Franz zur „Armut der Kirche“ nun dekretal, also im kirchlichen Gesetzessinne oder als seine Privatmeinung zu verstehen sind.
    Ist es gesetzmässig zu verstehen, dann wissen Sie was diejenigen Gebiete erwartet, in denen der Katholizismus regiert. Die müssen dann selbstverständlich ärmer werden, und so etwas könnte die RKK zumindest in Deutschland sehr gut bewerkstelligen, wo doch Pflege an erster Stelle steht, und die kirchlichen Einrichtungen (nicht nur) in diesem Bereich die grössten Arbeitgeber darstellen.
    Mittelalter reloaded!
    Man will ja nicht den Teufel an die Wand malen, wenn dieser schon real vorhanden ist, doch dies wird die Bewährungsprobe werden.

  • Veronika

    |

    @Frau Vietze:

    „Zu Angelika Oetken: Bei aller berechtigter Kritik an der Institution Kirche: Die Be-
    hauptung, daß die angehenden Pfarrer in den Priesterseminaren dazu “ausge-
    bildet” werden, andere zu manipulieren, ist infam.
    Wenn dem wirklich so wäre, gäbe es nicht eine ganze Reihe von wirklich
    guten Pfarrern. “
    —————————
    Hier hätte ich Ihnen, Frau Vietze noch vor einem Jahr zugestimmt. Aber mittlerweile habe ich von sehr vielen Bekannten – Frauen wie Männer – vor allem aber auch selbst erfahren, dass zumindest seit einigen Jahren die Dinge nicht mehr so zu bewerten sind.
    Machen Sie einmal die Probe aufs Exempel, gerade in der Diözese Regensburg oder einer anderen bayerischen Diözese. Lassen Sie einen Priester entscheiden, ob er einem sogar gut bekannten Menschen aus Nöten hilft, wenn dieser sich aus menschlich und erfahrungsbezogen nachvollziehbaren Gründen gegen Priester, Bischöfe stellen muß.
    – Ich kann Ihnen Fälle nennen, wo dies bis vor einigen Jahren so war, sich also der Priester dem Menschen und nicht der Institution widmen konnte.
    Nicht mehr seit einigen Jahren, seitdem scheint jeder Priester (zumindest in Bayern) der jemandem auch dann hilft, wenn dieser plötzlich kritisch zu anderen Priestern oder Bischöfen steht, in höchster Gefahr zu sein, das Amt und damit die einzig vorhandene Absicherung zu verlieren.
    Auch hier scheint sich seit einigen Jahren – ich führes es auf den bayerisch-deutschen Papst zurück – etwas „radikalisiert“ zu haben.

  • Veronika

    |

    @Frau Vietze: Ich muß zum vorherigen ergänzen, dass ich noch vor einem Jahr zugestimmt hätte, weil ich erst seit einem Jahr auch selbst diese ganz besondere Erfahrung einer nahezu menschenverachtenden Verhaltensweise von Priestern und Bischöfen erleben durfte. Du bist kein Mensch mehr und wird auch nicht mehr so behandelt, wenn du nicht ohne Kritik deren immer kruder werdenden Ansichten teilst.

  • Angelika Oetken

    |

    @P.,

    war Direktor Mayer bei den Prügelorgien der einzige Täter?

    Was verheiratete Missbraucher angeht: viele haben ja sogar Kinder. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Sadisten sind sicherlich extrem persönlichkeitsgestört, aber sie funktionieren im Alltag ja durchaus. Und leider verfügen sie auch über Eigenschaften, die für manche Leute sogar nützlich sind.

    Sonst hätten die Verantwortlichen Mayer und Co. doch rausgeworfen bzw. angezeigt.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Und uns Opfer, wollen sie nicht Glauben,was sie uns angetan haben.“

    @Thomas Bauernfeind,

    will man Ihnen nicht glauben, oder Sie zum Schweigen bringen?

    „Das bildest du dir alles nur ein“ oder „hör auf zu lügen“… es gibt wohl unter den vielen Millionen Missbrauchsopfern in Deutschland nur sehr wenige, denen diese Sätze nicht vertraut sind. Und das unabhängig davon, wo diese Betroffenen als Kinder und/oder Jugendliche sexuell ausgebeutet wurden.

    In den wenigsten Fällen war das Umfeld so ahnungslos, wie es vorgab oder vorgibt zu sein. Unglauben vorzutäuschen ist eine verbreitete Strategie sich der Auseinandersetzung mit der Realität zu entziehen.

    Dahinter stecken jede Menge wenig schmeichelhafte Eigenschaften. Darunter: Feigheit, Vorsatz, Bösartigkeit, Dummheit (selten), Gier, Geiz, Trägheit.

    „Kein-Raum-für-Missbrauch“ ist deshalb ein viel besserer Ansatz als „Kinder-Stärken“. Die Kinder sind stark genug.

    Wie man an der systematisch betriebenen und vertuschten Missbrauchskriminalität gut erkennen kann, sind es die verantwortlichen Erwachsenen, die versagt haben, wenn Kinder sexuell ausgebeutet werden.

    Sicherlich ist es nicht immer einfach, Verleumdungskampagnen, mit denen Opfer ja so häufig überzogen werden auszuhalten.

    Aber: die Verantwortung und die Schuld liegt nicht bei den Opfern. Wo Missbrauch geschieht liegt immer noch viel mehr im Argen. Wo Missbrauch sogar gefördert wird, taugt das ganze soziale Gefüge nichts.

    Die Leugner haben einfach Angst vor der Wahrheit.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • P.

    |

    Eine gute Einschaltquote hatte die gestrige Dokumentation. Mit 1,26 Millionen Zusehern , und mit einem Marktanteil von 12,4 % , kann man sich am späten Abend schon sehen lassen. Jetzt weiß auch ganz Deutscchland über das Bistum Regensburg Bescheid.

  • Veronika

    |

    Schöne Doku gestern Abend! Ging wirklich zu Herzen und zeigte, was hier verbrochen wurde und dass die ganze Kath. Kirche Deutschland nicht bereit ist, Verbrechen aufzuklären.
    „Päpstliches Geheimnis“ hat also ähnlich zu bedeuten, dass sich irgendeine Organisation irgendein Gebot geben kann, und Staaten sind verpflichtet sich an diese zu halten.
    Nett, und warum wird dann gegen die Mafia und Terroristen vorgegangen? Die geben sich doch auch nur selbst irgendwelche Gebote. Na, vielleicht sind die auch noch nicht so alt (und durchtrieben) wie die RKK.

  • Ralf

    |

    Hallo,
    ich habe gestern die, wie ich finde SEHR GUTE Dokumentation“Sünden an den Sängerknaben“ gesehen. Meine allergrößte Hochachtung gilt den 3 Männern, die es wagten sich zu outen und für das RIESIGE Unrecht das an Ihnen begangen wurde, zu kämpfen, es publik zu machen. Dazu gehört wahre Größe, das IST wahre Größe.
    Eine Größe, die diese katholische Kirche in Form der Diözese Regensburg TOTAL vermissen lässt. Obwohl gerade sie es ist, die von ihren Kanzeln immer wieder Buße und Umkehr predigt. Für mich gibt diese Kirche ein EXTREM jämmerliches Bild ab. Und verdient dafür meine TIEFSTE Verachtung.
    Wie will solch eine Kirche Glaubwürdigkeit bei den Gläubigen erreichen? Auf diese Frage hätte ich gerne eine EHRLICHE Antwort. Aber die wird NICHT kommen.

  • altstadtkid

    |

    Also was die Kirche in der Sendung über Ihre Sprecher abgesondert, oder besser gesagt nicht abgesondert haben war schon erschreckend.
    Wenn die die Diözese Regensburg so Vermögend ist sollte Sie mal in Medienprofis
    investieren.
    Diese Rumgeiere ist so diletantisch dass die Austrittszahlen wieder steigen werden.
    Hut ab vor den 3 mutigen Ex-Studienknastis die, die Verlogenheit des ganzen Vereins schonungslos aufgedeckt haben.
    Natürlich war das ganze ein System, in dem sich pädophil und sadistisch Veranlagte jahrhundertelang austoben konnten.
    Entweder man hatte Glück oder Pech.
    Ich hatte Glück! Aber viele hatten Pech

  • sfhhf

    |

    Diese Doku ist gestern in der ARD gelaufen.

    Ich finde diese Doku verharmslosend. Der Missbrauch wird rein zahlenmässig bagatellisiert und weit in die Vergangenheit verortet. Der Missbrauch ging aber zumindesyt bis 2000.

    In Regensburg bekommen sie übrigens noch heute ärger mit den Behörden, wenn sie sich als Opfer outen und vertuscht wird mit dem Knüppel und durch Zwangstherapie für zu viel reden.

    Eine reine Mafia. Ich finde es auch verharmlosend, dass von Homosexuellen Sexspielen gesprochen wird, während ältere Schüler oder Präfekten softcore Pornos gezeigt haben und das einzelne Schüler „verführt“ wurden.

    Das mag es schon gegeben haben, aber die Domspatzen waren immer ein System von Gewalt und Unterdrückung und ich mag es nicht, wenn die Opfer hier Mitschuld erhalten.
    Das erinnert mich an die These, dass Frauen mit kurzen Röcken selber Schuld sind, wenn sie Vergewaltigt werden.Leuchtende Augen wegen Softcore-Pornos und Sex mit Präfekten. Ja ne.
    Ist klar. Der Mann, der das erzählt ist verblendet oder wurde so lange eingeschüchtert, dass er diese Geschichten selber glaubt.

    Die ganze Religiöse Indoktrinantion bei den Dosmpatzen und die Ausbeutung der Schüler bzw. die Art, wie die Schüler zu Chorpüppchen gemacht werden, wird in der Doku auch nicht thematisiert.

  • Angelika Oetken

    |

    „Eine gute Einschaltquote hatte die gestrige Dokumentation. Mit 1,26 Millionen Zusehern , und mit einem Marktanteil von 12,4 % , kann man sich am späten Abend schon sehen lassen. Jetzt weiß auch ganz Deutscchland über das Bistum Regensburg Bescheid.“

    @P.,

    und das ist im Sinne einer funktionierenden Zivilgesellschaft auch nur gut so. Mein Dank an alle, die mutig genug waren, an dieser Dokumentation mitzuwirken und konsequent genug, ihre Ausstrahlung zu verantworten.

    Regensburg spielt eine Schlüsselrolle für die Führungsclique der Katholischen Kirche, ihre Verbündeten und Nutznießer. Darauf weist ja nicht zuletzt das Posting von Veronika hin: http://www.regensburg-digital.de/die-akte-regensburger-domspatzen/30122014/#comment-234497

    Hier geht es um viel Geld, was dazu eingesetzt wurde politische Ziele zu erreichen. Und die Hinweise darauf, dass ein Teil davon auf ziemlich unrechtmäßige Weise erworben wurde mehren sich.

    „Vertrauen nur da, wo Kontrolle jederzeit möglich ist“ und „Vertrauen ist gut, gesunde Skepsis besser“

    Und das gilt erst recht für semipolitische Vereinigungen wie die katholische Kirche eine ist.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Ebba Hagenberg-Miliu

    |

    Ein sehr wichtiger Beitrag, der „im Jahre 5“ nach Ausbruch des Skandals im grauenerregenden Mosaik unserer bisherigen Missbrauchs-Berichterstattung unbedingt dazugehört. Grundlegend, dass auch dieser Beitrag endlich die Betroffenen selbst zu Wort kommen lässt. Ein besonderer Dank geht an die mutigen Opfer, ihren Schmerz hier öffentlich gemacht zu haben. Und: weiter so. Das Thema ist, obwohl das viele wünschen, noch lange nicht abgefeiert. Die Aufarbeitung muss unbedingt weitergehen! In Regensburg und etwa auch am Bonner jesuitischen Aloisiuskolleg, über das ich seit 2010 journalistisch schreibe und 2014 im Kohlhammer Verlag den Sammelband „Unheiliger Berg“ herausgegeben habe. „Im Jahre 5“ lade ich weiter zu Lesungen und Diskussionen. Denn der Drache lebt in so vielen Menschen weiter, wie ein Betroffener es im Film passend ausdrückt.
    http://unheiliger-berg.jimdo.com/

  • Angelika Oetken

    |

    „Schöne Doku gestern Abend! Ging wirklich zu Herzen und zeigte, was hier verbrochen wurde und dass die ganze Kath. Kirche Deutschland nicht bereit ist, Verbrechen aufzuklären.“

    @Veronika,

    wissen Sie was: ich kann mir im Augenblick kein Unternehmen und keine Institution vorstellen, die einen höheren Anteil an Whistleblowern hat als die Katholische Kirche. Inkl. aller ihrer Sub- und Tochterunternehmen.

    Ohne diese Menschen, die das was ihre Führung macht, immer weniger mitzutragen bereit sind, gäbe es nur halb so viel Aufklärung. Wenn sie nicht wären, würde ich kein Thema, was auch nur ein bisschen nach „Kirche“ riecht überhaupt angucken.

    Und wer von den Leuten, die mit RKK zu tun haben nicht mehr so Recht weiß, was falsch und was richtig ist, sollte sich mal einfach extern beraten lassen. Manchmal reicht ein Coach. Aber einer, der etwas von Manipulationsstrategien und der Funktion von Korpsgeist versteht. Denn mit diesen mehr oder minder subtilen Erpressungsmethoden hält ein Klüngel von emotional überforderten Männern in bunten Matronengewändern alle seine Mitarbeiter und die Kundschaft in Schach.

    Muss man auch erstmal hinkriegen. Das Geschäftsmodell hat sich allerdings überholt.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Partheymüller Karlheinz

    |

    Ich war Ende der Sechziger in Etterzhausen in der Vorschule. Ich kann mich an den Direx noch gut erinnern und den prügelnden Präfekten . Der Mann ha seine sexuelle Lust an uns kleinen wehrlosen Kindern befriedigt und ging dann mit gutem Gewissen am Abend nach Hause. Wer bei Mittagessen nicht Silentium hielt wurde geprügelt, wer in der Freizeit Blödsinn machte oder in der Schule wurde geprügelt und aufs übelste misshandelt. Alle Tricks um die Schmerzen zu lindern, wie Hände bis zur Gefühllosigkeit zu kühlen wurden erkannt und sofort mit mehr Schlägen belohnt. Besonders beliebt waren die Prügel auf die Fingerspitzen und auf den nackten Po. Danach dann Geige üben in der kleinen Zelle. Ich kann mich an einen Mitschüler erinnern, der ständig Blut im Stuhl hatte, darauf wurde nie reagiert. mein Bruder der zur selben Zeit, bloß ein Jahr kürzer in Etterzhausen war wurde wegen einer Verfehlung am ganzen Körper grün und blau geprügelt. Nachdem die Regensburger einen so guten Ruf hatten wurden Beschwerden an unsere Eltern und Verwandten nie erhört. Im Film erklärt einer der Ehemaligen er habe sich von seinem Körper getrennt. Das stimmt ich habe mich sowohl von meinem Körper als auch von meiner kleinen Persönlichkeit getrennt.
    Was hat sich das nun auf mein weiteres Leben ausgewirkt? Ich bin bis Heute musikalisch geblieben. Habe 34 Jahre als Heilerzieher gearbeitet um das Alles was ich in meiner Kindheit erfahren habe besser zu machen. Ich kämpfte bis jetzt darum die Schweren Verletzungen zu vergessen. Außerdem hatte ich immer wieder mit Vorgesetzten und Chefs erinnerten, die mich immer wieder in die selbe hilflose Lage wie in meiner Kindheit brachten. Dies führte nach langem Kampf zu einer Frühberentum mit einer lächerlichen EU Rente.ich war in verschiedenen Einrichtungen um die Sachen zu bearbeiten, war bis Heute nicht möglich. Fakt ist das ich erkannt habe das ich alle Freude, Leid und Mitgefühl verloren habe. Dies sind die Ergebnisse der speziellen Erziehung der Regensburger. Ein Leben in Gefühllosigkeit und seelischem Leiden. Das hier gestandene Männer mit Tränen reagieren ist noch der natürlichste Ausdruck, bei mir ist es eher Wut und Agression die mich treiben. Dafür kann man in keiner Weise entschädigt werden. Aber diese ignorante Haltung des Ra und der Kirche ist ja wohl das allerletzte.

  • Mit John Wayne gegen Missbrauchsopfer » Regensburg Digital

    |

    […] die Akte Regensburger Domspatzen“ aus (hier in der Mediathek abrufbar). Filmemacherin Mona Botros zeichnet darin das Schicksal drei ehemaliger Domspatzen nach, über die auch Regensburg Digital scho…. Und stellenweise sind starke Nerven nötig, um die sehenswerten 45 Minuten […]

  • Taxifahrer

    |

    Aus soziologischer Sicht kommen solche Übergriffe leider in vielen dieser totalen Institutionen vor (Klöster, Gefängnisse, Psychiatrien oder Schiffsbesatzungen (http://de.wikipedia.org/wiki/Totale_Institution)).

  • Mathilde Vietze

    |

    Bei aller Verabscheuung der Sauereien, die da passierten,
    halte ich an der Erfahrung fest, daß es viele gute und untadelige
    Pfarrer gibt. Im übrigen ist es nicht so, daß unter denen lauter
    Duckmäuser wären; da gibt es eine ganze Reihe, die so sou-
    verän sind, daß ihnen weder GV noch Bischof ans Zeug kann.
    Nur steht das nicht in der Zeitung; ist auch nicht nötig, die Haupt-
    sache, es ist so.

  • Flo

    |

    @ Partheymüller Karlheinz ,

    ich war auch dort in Etterzhausen. Für mich war das die schlimmste Zeit in meinem Leben.
    Diese Waldspaziergänge an unseren Sonntagen damals haben mich immer wieder großartig angekotzt. Auch das besuchen dieser Räuberhöhle dort , war sehr schlecklich…

  • Abyssus

    |

    Pielenhofen war ebenfalls ein Ort des Satans – und das war nicht in den 50zigern oder 60zigern! Etterzhausen, Pielenhofen und Regensburg Reichsstraße – eine Serie an Nicht-Loslassen der alten Zeiten und Vorstellungen. Diese indoktrinierte katholische Parallelgesellschaft, an der die Domspatzen bis heute festhalten: unbedingter Gehorsam. Wutentbrannter Pfarrer mit hochrotem Kopf, wenn man keinen „Respekt“ zeigte. Und die nicht endende Akte Präfekten – ganz schwierig (Theologie ist halt nicht Erziehungslehre, gell ?).
    Wenn man diesen Laden erlebt hat – und auf der Homepage das aktuelle Erziehungsleitbild liest – steht man vor der Entscheidung, zu lachen, oder zu weinen.
    „Gott“ sei Dank begreifen immer mehr Eltern, was Sache ist – wie man an den Anmeldezahlen bspw. des aktuellen Schuljahres sieht!

    Chapeau, Hochwürden!

  • Angelika Oetken

    |

    „Wutentbrannter Pfarrer mit hochrotem Kopf, wenn man keinen “Respekt” zeigte. Und die nicht endende Akte Präfekten – ganz schwierig (Theologie ist halt nicht Erziehungslehre, gell ?).“

    @Abyssus,

    die Frage ist doch, warum jemand überhaupt Priester wird.

    Früher mögen es äußere Notlagen gewesen sein, die Jungen dazu trieben, diesen „Beruf“ zu ergreifen. Später dann die Indoktrination in den „Paterpressen“. Und heute: in Deutschland geht der Nachwuchs aus, man wirbt Kleriker aus dem Ausland an. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch das nicht mehr funktioniert.

    Gemutmaßt wird ja, dass sich die RKK sowieso aus dem europäischen Kerngeschäft zurückzieht, weil die Demokratisierung auf unserem Kontinent zu weit vorangeschritten und die Zivilgesellschaften zu stark sind, als dass sie sich wie bisher ausplündern und instrumentalisieren lassen. Man(n) orientiere sich deshalb in andere Gegenden. Vor Allem solche, in denen reiche Bodenschatzvorkommen und autoritäre Machtverhältnisse leichte Beute versprechen.

    Nun denn. Per Internet wird sich wohl die Kunde von der Aufdeckung der Missbrauchsfälle durch Bürger für Bürger überall auf der Welt verbreiten.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    Etwas über den Zusammenhang von Sadismus und Pädophilie:
    http://www.seele-und-gesundheit.de/diagnosen/sadomasochismus.html

    In dem Beitrag wird auch aufgeführt, welchen Bezug es zum abrahamitischen Glauben (zu dem das Christentum ja auch gehört) gibt.

    Sprich: Kinderquälerei hatte in den kirchlichen Einrichtungen, in denen systematisch misshandelt und missbraucht wurde auch eine kultische Bedeutung. Dass ausgerechnet Pädokriminelle mit einer sadistischen Persönlichkeitsstörung als Lehrkräfte, sogar Leiter an die vom Bistum Regensburg betriebenen Schulen berufen wurden war kein Zufall.

    Normale, ehrbare Menschen hätten diesen Sumpf doch versucht trocken zu legen oder einen großen Bogen um ihn gemacht. Aber wie Veronika weiter oben schon schrieb: mit Regensburg wurde Geld verdient. Was bestimmten Zwecken diente. Da durfte das Personal nicht zu solide sein.

    Zu den Ursachen von sadistischer Pädokriminalität: im Gespräch ist sehr frühe Misshandlung, in der Gewalt und Sexualität verknüpft werden. Sehr früh heißt im Baby- und Kleinkindalter. Und wenn wir überlegen, mit wem Babies und Kleinkinder sehr früh zusammen sind, dann fällt es auch nicht schwer, zu verstehen, warum es im Katholizismus den Marienkult gibt: die ideale Mutter! Als Gegenprogramm zu der, die man in Wirklichkeit hatte.

    Auch dieses große Tabu, Frauen (Mütter) als Täterinnen erschwert die notwendige Auseinandersetzung mit dem Thema.

  • Robert Buckland

    |

    Ich habe mir gestern die Dokumentation auf der mediathek angesehen und auch die allermeisten kommentare hier durchgelesen. die Dokumentation ist sehr gut gemacht und auch ich habe groessten respekt vor den 3 opfern und deren Mut sich hier oeffentlich Ihrer Pein zu stellen und den groessten Missstand, dass sich die RKK diesen Anschuldigungen naemlich nicht (richtig) stellt, anzuprangern. Hoffentlich fuehrt diese Dokumentation und der daraus sicherlich wachsende Druck eben dazu, dass die Geschichte von Etterzhausen und eben auch Pielenhofen aufgearbeitet werden muss.
    Was mich „stoert“ sind einige Kommentare, die uninformiert wirken, sowie die tatsache, dass die Domspatzen in ihrer heutigen Form in der Filmdokumentation sehr „schlecht“ wegkommen.
    Bis zu welcher Zeit koennen wir von SEXUELLEM Missbrauch in Etterzhausen und/ oder auch Regensburg (Reichsstrasse 22) sprechen? Laut der Doku wurden 2 ehemalige Direktoren bereits VERURTEILT!

    Die schule in Etterzhausen bestand in erster Linie deshalb, da die Domspatzen waehrend der Krieges ausserhalb Regensburgs „wohnten“ und dieses Grundstueck dann weiterhin fuer eine Volksschule verwendung fand. Selbige war eine eigenstaendige Stiftung, in deren Stiftungsrat der jeweile Domkapellmeister Regensburgs (also Theobald Schrems und spaeter G. Ratzinger) zwar sass, aber diese stiftung unterstand direkt der kirche und „regensburg“ (also das Musikgynasium) hatte eben gar keinen einfluss darauf, was in Etterzhausen und spaeter in Pielenhofen (dort war anfang der 80ger Jahre eine Maedchenrealschule geschlossen worden und deshalb zog die Voksschule der Domspatzen dorthin um) passierte! Ich weiss das, da ich 2 Jahre als „chorpraefekt“ bei den Domspatzen gearbeitet habe und mit Roland Buechner ueber das „problem“ Pielenhofen viele Gespraeche gefuehrt habe. Schliesslich hat sie DKM Buechner dieses Themas letztenendes ja auch angenommen und dieses grauenvolle KinderKZ auch schliessen lassen.

    „Direx Meier“ war im Krieg an der Ostfront in Russland und erzaehlte uns in Religionsstunden von seinem Martyrium dort und die war auch der grund, dass er Pfarrer werden wollte! ich verorte in seinem Alter und in seinem werdegang auch den hang zur „brutalitaet“ (oben frug jmd, wie man mit solchen neigungen pfarrer werden koenne). Ich selbst war 1984 – 1985 in Pielenhofen: ich kann auf jeden fall bestaetigen, dass es in dieser Schule zu koerperlicher Zuechtigung gekommen ist. Z.B. wenn man vom Lehrer (in meinem Fall, Herr Sachenbacher) wegen Stoerung des Unterrichts vor die Tuer gestellt wurde und der Direx sein Brevier betend am Klassenzimmer vorbeikam… Ohrfeige(n)! Beim „Prae“ soll es auch Schlaege gegeben haben, ich habe das allerdings selbst nicht erlebt!
    aber hier sprechen wir von koerperlicher gewalt, wie sie in Bayern tatsaechlich bis anfang der 80ger Jahre „erlaubt“ war (grauenvoll, aber wahr!).
    Ich habe mich geweigert beim begraebnis des Dir. J. Meier zu singen und habe von Ehemaligen gehoert, dass es Leute gab, die auf sein Grab gepinkelt haetten!

    Dennoch: das war Etterzhausen, bzw. Pielenhofen.

    Als W. Winterholler in Regensburg (reichsstrasse) Internatsdirektor wurde, wurde dort saemtliche Pruegelstrafe verboten – und das in den 70gern!!!
    In meiner Zeit als erzieher habe ich von Eltern regelmaessig zu hoeren bekommen, dass es durchaus in Ornung sei, den Nachwuchs koerperlich zu zuechtigen, falls er sich nicht anstaendig benehme!!! Direktor Winterholler wusste einige solcher Geschichten zum besten zu geben, als ich ihm erzaehlte, dass bei einem Elternsprechtag Eltern eines Kindes zu mir gekommen waren, mit dem „freischein“ zur koerperlichen zuechtigung! und ich war 1998 – 1999 „erzieher“!
    wie oben schon vielfach geschrieben, war Schlagen teil unseres Abendlaendischen Wertekanons bis in die 80ger jahre hinein und ist leider bis heute im Haeuslichen Bereich nicht Strafbar, solange „kein blut spritzt“. In skandinavien ist man da deutlich weiter! vielleicht gehoert die Pruegelstrafe ja zu unseren beruehmten Traditionen, die Pegida und die Afd verteidigen und vielleicht stellt sich die CSU gegen ein Gesetz, dass diese tradition strafbar macht, da sie ja so christlich ist?

    Wie auch immer:
    Ich war Domspatz und behaupte immer, dass
    wenn ich einmal ins gefaengis muesste, lasse ich mir die 2 jahre pielenhofen anrechnen!

    aber:
    in Regensburg gab es soetwas in meiner Zeit ueberhaupt nicht, weder in meiner Schulzeit, noch in meiner Zeit als Erzieher!
    Regensburg ist als Stadt erzkatholisch und hat dadurch probleme mit dem Thema Sexualitaet. Homosexualitaet kommt bei den Domspatzen natuerlich vor, bei etwa 450 schuelern kann man davon ausgehen, dass etwa 20 Schueler homosexuell sind – das ist reine statistik! und leider gibt es keinen guten umgang mit diesem problem fuer die schueler, die sich in dieser schule befinden. In allen Knabenchoeren wird dieses thema totgeschwiegen, das weiss ich, da ich als musiker regelmaessig mit (teilweise) homosexuellen ehemaligen knabenchorlern zu tun habe – hier haben die Domspatzen, genauso wie alle knabenchoere, fussbalclubs und institutionen die eben „eingeschlechtlich“ sind, nachholbedarf!

    aber das thema finanzen???
    die domspatzen sind ein riesiges suventionsunternehmen, dass millionen an zuwendungen bekommt, da das schulgeld die kosten fuer unterbringung und schule eben nicht tilgen. Es koennte zwar sein, dass da jmd vielleicht irgendwann irgendwo gelder fuer sich abgezweigt hat, dass das aber systhematisch ist, scheint mir absurd! und gelder aus CD/ DVD – einnahmen… ich habe viele CD’s aufgenommen, davon wird man nur dann reich, wenn man ein popstar ist und das sind die Domspatzen nun wirklich nicht!

    dann wird oben ein thema angeschnitten: HS Martin und Ali Kleber…?
    hier irgendeine Verschoerung zu riechen ist schwer. beide konnten einander nicht leiden (war mit beiden in der praefektenkantine!) und haben gar nichts miteinander gemein. beide litten unter sehr schweren privaten problemen, die ich hier nicht thematisieren moechte, die aber sicher zu ihren fruehen toden beigetragen haben. aber dass irgendein sythemproblem als ursache zu sehen waere, oder vielleicht dass ein assassino der kirche gekommen waere…???
    ich glaube an viele verschwoerungen, diese gehoert aber nicht dazu!

    Es ist nicht einfach, in einem Internat zu leben! man steht eben nicht mehr unter dem schutz der Eltern und man muss mit der neuen situation zurecht kommen. Wenn ich heute noch einmal in die 5te klasse muesste und die Wahl haette zu den domspatzen zu gehen oder nicht, dann waere es fuer mich klar, dass ich dorthin gehen wollte, da die vorteile dieser schule ggü anderen fuer mich ueberwiegen. Ich selbst erwarte dieser Tage die geburt meines ersten Kindes (sohn). Die Domspatzen sind eine moderne institution mit einer grossen tradition!

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Robert Buckland: Ich finde Ihren Kommentar in mehrfacher
    Hinsicht ausgezeichnet. Erstens einmal reden Sie Klartext. Sie
    bestreiten nicht, daß es in Etterzhausen und Pielenhofen Sauereien
    gab, aber Sie gehören nicht zu denen, die – wie viele Kommentaro-
    ren – mit geiferndem Haß und Verallgemeinerungen über die
    katholische Kirche herfallen.
    Daß, sehr geehrter Herr Buckland stört mich genauso, wie Sie.
    Ich kritisiere die Mißstände in der katholischen Kirche scharf,
    muß mir deswegen von den reaktionären Hackstöcken „kirchen-
    feindlichkeit“ vorwerfen lassen. Aber, ich lasse mich nicht vor
    den Karren der echten Kirchenfeinde, die sich im Internet tum-
    meln, vor den Karren spannen.

  • Angelika Oetken

    |

    @Robert Buckland,

    Sie schildern Ihre Erfahrungen und stellen wichtige Fragen.

    „Bis zu welcher Zeit koennen wir von SEXUELLEM Missbrauch in Etterzhausen und/ oder auch Regensburg (Reichsstrasse 22) sprechen? Laut der Doku wurden 2 ehemalige Direktoren bereits VERURTEILT!“

    Wir müssen davon ausgehen, dass sich Menschen, die in jüngerer Zeit an Einrichtungen der Domspatzen oder im Zusammenhang mit ihnen Opfer von Kindesmissbrauch wurden erst melden, wenn sie davon ausgehen können, dass sie die Folgen ihres Outings tragen werden. Viele Betroffene entscheiden sich dafür, mit niemandem über das zu sprechen, was ihnen widerfahren ist. Nicht nur, um sich selbst vor Ausgrenzung, Diffamierung und Verfolgung zu schützen, sondern auch wegen ihrer Angehörigen.
    Die wenigen, die öffentlich sprechen tun das deshalb meistens erst jenseits der Lebensmitte. Das hieße, jemand, der 2005 im Alter von 11 Jahren an einer Domspatzeneinrichtung missbraucht wurde, wird sich vermutlich frühestens 2034 melden. Die 14jährige, die jetzt in diesem Augenblick sexuell ausgebeutet wird, im Jahre 2040 usf.
    Es sei denn, es wird von einer seriösen Stelle dazu aufgerufen, sich zu melden und weitreichender Schutz der Persönlichkeitsrechte garantiert. Für den Fall ist es wahrscheinlich, dass sich auch Opfer melden, deren Taten noch nicht verjährt sind. Das war im Falle der wenigen Untersuchungen, die es bisher zu Missbrauch in Institutionen gab auch so.
    Je unabhängiger die Einrichtung, die untersucht, desto wahrscheinlicher ist es, dass sauber gearbeitet wird.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Robert Buckland

    |

    @Mathilde Vietze
    Ich bin wirklich alles andere als ein Freund der (Amts-)kirche, bin mir aber dessen bewusst, dass man als Domspatz eben auch seinen Teil dazu beitraegt und ich habe viele Geistliche und Mitarbeiter der Kirche kennengelernt, denen ich meinen Sohn einmal anvertrauen wuerde!
    Wie geschrieben halte ich die Reaktion der Kirche auf die Vorwuerfe zu Missbrauch fuer absolut skandaloes und dem Vatikan traue ich auch keinen Meter ueber den Weg. Da sehe ich den neuen Pabst durchaus als einen kleinen Lichtpunkt, aber ob er das wirklich alles so meint und ob er bei den maechtigen Seilschaften in Rom ueberhaupt eine Chance hat sich durchzusetzen, das muessen wir abwarten.
    Meiner Meinung nach gehoeren diese Faelle von der Polizei geprueft und untersucht und falls moeglich sollten die Peiniger sich vor einem ordentlichen Gericht diesen Vorwuerfen stellen muessen. Offiziell leben wir in einem Rechtsstaat und wenn leute sich aus Angst vor der Islamisierung unserer Gesellschaft auf die Strasse stellen, sollten sie sich die Frage stellen, ob die die Christianisierung gut in unsere Gesellschaft eingebaut haben und ob es nicht noch immer punkte in unserem Sythem gibt, die einer (deutlichen) Nachbesserung beduerfen!
    WIe gesagt wuerde ich „der Kirche“ nicht ueber den Weg trauen, aber durchaus bestimmten Geistlichen, da sie aus einer tiefen Ueberzeugung handeln, die nicht immer nur „schlecht“ ist!
    daher verteidige ich auch „die Domspatzen“ in ihrer heutigen Form. Ich hatte letztes Jahr mit meiner alten Schule musikalisch zu tun und da ich als ehemaliger Erzieher noch sehr viele meiner frueheren Kollegen kenne, wurde ich wieder auf einen „neuen Stand“ gebracht. Ich weiss, dass es Ansprechpartner und Psychologen gegeben hat und den Knaben auf den Zahn zu fuehlen, die 2 oben genannten Todesfaelle im Haus, dazu der Missbrauchsskandal… so etwas kann gar nicht unter den Teppich gekehrt werden!

    daher bin ich eben auch etwas enttaeuscht ueber die Berichterstattung. Sie stellt die Domspatzen als „ewig gestrige“ dar und das kann ich aus meiner Sicht nicht unterschreiben.

    DKM Buechner hat das Thema Pielenhofen „indirekt“ behoben, indem er das Bistum von einer neuen Grundschule in Regensburg ueberzeugt hat und sich dadurch ein Einblick in die Arbeit der Lehrer und Erzieher der Grundschule ergeben hat. Von der „alten Riege“ in Etterzhausen und Pielenhofen ist praktisch niemand mehr im Amt, weder der Direktor Meier (der in den 90gern verstorben ist), noch der Praefekt Hansch (ueber den ich nichts weiteres weiss), noch der damalige Chorleiter, Herr Karl.
    Die strukturen sind viel Kinderfreundlicher und tatsaechlich basierend auf einer Grundschuldpaedagogik orientiert und werden durch ausgebildete Erzieher geleistet!

    Gab es in Etterzhausen Klosterschwestern??? Es war doch kein Kloster!? Woher kamen die denn, aus Mallersdorf vielleicht?
    oben schrieb jemand, dass er von den Schwestern maltretiert wurde… Wo? in Etterzhausen, Pielenhofen oder Regensburg?
    zu meiner Zeit gab es in Regensburg ein paar Klosterschwestern aus Mallersdorf, die jedoch keine erzierischen Aufgaben hatten. gerade aber die Krankenschwester war neben der schneiderin im Haus ein Engel und allerseits auesserst beliebt! Ich selbst war praktisch nie krank und habe sie daher weniger kennengelernt.

    @Angelika Oetken
    Ja, das kann ich verstehen!
    Ich wuerde mir wuenschen, dass ggf Gepeinigte unserer Schulen sich melden wuerden, damit sich das Ganze aufklaeren kann, da ich die Diskussion um vermeintliche Vorfaelle fuer schwierig halte.

    Wie gesagt,
    ich haette niemals ein Kind nach Etterzhausen oder Pielenhofen geschickt, nachdem was ich dort erlebt habe und habe uebrigens Eltern ganz direkt von dieser institution abgeraten. Was jedoch Regensburg betrifft, habe ich eigentlich nie etwas schwerwiegendes gehoert:
    dass Theobald Schrems (DKM – 1964) die Kinder sogar noch in Konzerten und Domdiensten geohrfeigt hat und dass die Chorleiterschar das in dieser Zeit seiner gleich getan hat… ja… aber das ist „logisch“!
    dass selbst G. Ratzinger vielleicht bis in die fruehen 70ger vielleicht mal eine ohrfeige ausgeteilt hat (davon ist mir persoenlich uebrigens nichts bekannt!) – koennte ich mir auch vorstellen und waere mir auch „logisch“…
    Aber seit der Aera W. Winterholler (als internatsdirektor) wurde koerperliche betrafung im Haus nicht mehr geduldet!

    was aber sexuellen missbrauch betrifft:
    es ist in der Reportage nicht klar, ueber wen da gesprochen wird, den Direktor oder einen Praefekten – oder vielleicht sogar beide.
    es wird dem nichtsahnenden zuschauer noch nicht einmal klar, dass es sich bei diesen Uebergriffen um Vorfaelle aus Etterzhausen handelt!
    Es wird von Vorfaellen bei den Domspatzen gesprochen, aber Etterzhausen (pielenhofen) und Regensburg sind einfach nicht dasselbe!

    Diese Vorfaelle muessen untersucht werden,
    nicht von John Wayne, sondern von der Polizei!
    wenn man die Kirche das untersuchen laesst, ist das etwa so sinnvoll, als wenn die Fifa einen Ausschuss der Fifa dazu beauftragt zu untersuchen, ob in der Fifa Korruption existiert – Nichts wird da jemals herauskommen, dazu ist die Angst viel zu Gross!

  • Angelika Oetken

    |

    „Ich wuerde mir wuenschen, dass ggf Gepeinigte unserer Schulen sich melden wuerden, damit sich das Ganze aufklaeren kann, da ich die Diskussion um vermeintliche Vorfaelle fuer schwierig halte.“

    @Robert Buckland,

    es wäre im Sinne der Aufklärung und Aufarbeitung und des Schutzes der Kinder und Jugendlichen, die aktuell in Einrichtungen der Domspatzen untergebracht wurden ganz großartig wenn sich weitere Opfer melden.
    Aber die Frage ist bei wem?
    Es gibt keine unabhängige Aufarbeitungskommission im Falle „Bistum Regensburg“ und so lange kann ich niemandem guten Herzens und Gewissens raten, sich zu outen. Vor allem nicht, wenn die Straftaten bereits verjährt sind.
    Warum, wurde hier bereits ausgiebig diskutiert
    http://www.regensburg-digital.de/es-gibt-noch-viel-gespraechs-und-aufarbeitungsbedarf/12112014/

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Prügelknabe

    |

    glaube ,
    hier muss sich jetzt nicht ein jedermann erklären, mann müsste das alles dem bistum schreiben. auch hatten sie , auch herr buckland oder frau petra , genügend zeit ,auch in den letzten 5 jahren , auch zu einer vernünftigen aufklärungsarbeit beizutragen. schon vor den missrbauchsfällen war eine neue grundschule anscheinend schon im gespräch, aber man hatte bis dahin noch immer keine richtige oder gute lösung gefunden. ( zum schluss waren es dann nicht einmal mehr so 10 internatszöglinge in pielenhofen ) ich weiß auch von der jährlichen unterstützung der letzten stiftung pielenhofen, die vom bistum wirklich mit einer guten jährlichen geldspritze abgegolten wurde. öminös ist halt wieder , dass eben sehr schnell die vermögen der alten stiftungen etterzhausen / pielenhofen eben mit nach regensburg mit eingeführt wurden. ich war zum beispiel persönlich zum Thema Akteneinsicht in Regensburg , aber die bekam ich leider nicht mehr , da die verfahren zum Thema zusammenführungen der beiden Stiftungen schon im Gange war. für mich heisst das , dass die stiftung Regensburg sich das ganze Stiftungsvermögen von Etterzhausen / Pielenhofen unter den Nagel gerissen hatt.
    Frage , wo ist das Geld vom Grundstück Etterzhaussen geblieben , müssten dann damals so 2 Millionen DM gewesen sein , die nur vom Grundstücksverkauf eingingen.
    ragen sie einmal zum Thema eben nach einer alten HypoBank in Regensburg , dann könen Sie nicht mehr aus.
    Frage , wo sind und wo blieben die vielen Erbschaften , die nur Etterzhausen bekommen hat ,
    Frage , wo ist und wo bleibt?
    viele wurden damals schon in etterzhausen um die zukunft gebraucht.
    Die Stiftungsoberen wissen das alles , einfach alles , auch das von dieser damaligen Wirtsschaftlichkeit. Es werden stimmen laut , dass wir schon damals , auch schon in den 70s , wir die etterzhausener domspatzen eben die regensburger mit durchgefüttert haben. Schon damals hat Etterzhausen auch die Domspatzen unterstützt , daher abeiten die Regensburger auch heute noch mit dem Etterzhausener Blutgeld. so finde ich , das eigentliche problem ist, dass seit 5 jahren die themen so sehr in die länge gezogen werden. auch muss man wirklich feststellen, dass es auch in den letzten 5 jahren seitens der domspatzeneltern auch viele viele abmeldungen gegeben hat , auch eben immer zum zwischenzeugnis.
    Frage , ich möchte bitte auch wissen: was hat der Herr Kleber , damaliger Präfekt im dospatzeninternat , alles im Domspatzeninternat getan?
    Auch ist klar , dass die Domspatzen von heute es wieder ausbaden müssen , weil die verantwortlichen kleinen Klartext sprechen.
    und frau Petra , alles ist miteinander involviert , auch das alte zeug , und wenn es schon 30 , 40 , oder 50 jahre alt ist.
    cu

  • Heinz A. H.

    |

    Mein persönliches Schicksal: als 17Jähriger habe ich hier im Rheinland meinem Beichtvater gestanden,dass ich schwul bin.Dann begannen sieben Jahre,die mich dieser Priester im Beichtstuhl derart unter Druck setzte,dass ich die Jahre immer um Millimeter am Freitod vorbeigeschrammt bin.In dieser Zeit war ich ehrenamtlicher Küster in einer Kapelle,habe praktisch meine gesamte Freizeit hineingesteckt.Als ich mich dann mit 31 Jahren öffentlich geoutet habe,dauerte es 48 Stunden,bis man mir mitteilte“Du bist geistlichen Herren nicht mehr zuzumuten“.Ich war von Beruf Standesbeamter;das wollten die Geistlichen natürlich nicht mehr dulden.Einer der Priester ließ ein sinnigerweise rosa Plakat drucken „Lasset uns ihn zum Dorfe hinaus jagen“.1990 bin ich aus dem Verein ausgetreten,eine gute und richtige Entscheidung.Dann kam 2010 und die Missbräuche wurden bekannt.Ich war erschüttert bis ins Mark und habe mich gefragt,warum es mich so tief trifft. Dieser Kirche wegen hatte ich schon zwei Psychotherapien gemacht, dann kam eine dritte.
    Seitdem verfolge ich ich das Gebaren der katholischen Kirche,die ich in großen Teilen als eine kriminelle Vereinigung einstufe.
    Kommen wir zu Regensburg: Ludwig Gerhard Müller hat einen verurteilten Priester in einen entfernten Teil seiner Diözese versetzt,wo er erst die ganz heftigen Missbrauchsverbrechen beging.Im ersten Urteil hatte gestanden,dass der Priester aus der Jugendarbeit fernzuhalten sei. Der unmenschliche, arrogante und einfach nur widerliche Müller hat sich nicht daran gehalten.Als die neuen Verbrechen bekannt wurden, habe ich ihn bei der Staatsanwaltschaft angezeigt wegen Beihilfe zum Missbrauch. Resultat: verjährt! Nun spielt der feine Herr sich in Rom auf,lebt wie die Made im Speck u.hat eine Werteordnung, dass einen gruselt.Der jetztige Bischof von
    Regensburg und sein Gedankengut sind nicht weniger abstoßend.
    Wojtila hat vertuscht, was nur ging. Pater Marciell ist durch ihn und Ratzinger nicht
    verfolgt worden wegen seiner offensichtlichen Verbrechen in seinem Orden „Legionäre Christi“, einem rechtsradikalen Verein, wie es auch die Pius-Brüder sind. Es gilt auch als bewiesen, dass Wojtila vom Marciell bis zu 700 Mio. Dollar angenommen hat für die Vertuschungen, so wie er Geld von der „seligen“ Mutter Teresa annahm,die diese durch Verhökerungen von Adoptionen einnahm.Die feine Dame war in einem Fernsehfilm zu bewundern,wie sie einer Sterbenden Schmerzmedikamente verwehrte, „damit sie dem Herrn im Leiden gleich werde“.Gehts noch widerlicher? Wahrscheinlich ist diese Widerlichkeit Voraussetzung für Selig- und Heiligsprechungen, wie die bei Wojtila u. Teresa!
    Nun zu Ratzinger: die irische Republik behauptet, dass Ratzinger für mindestens 110.000 Vertuschungen von Kindsmissbräuchen in Irland verantwortlich ist. Man hat bei Erhebung der Behauptung sogar den Nuntius ausgewiesen. Was bedeutet das? da Ratzinger ein „Staatsoberhäuptlein“ war, wäre es nicht mehr als recht und billig, ihn in Den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht zu stellen. Das wird natürlich nicht geschehen; aber selig gesprochen wird er schon eines Tages! Ratzinger und Wojtila haben schon 1991 offiziell mit den Vertuschungen begonnen, als sie das Dekret erließen, dass diese Verbrechen geheim zu halten seien.
    Im Dezember 2013 teilte die RKK mit, dass sie in Deutschland 12.000 Missbrauchsopfer mit bis zu je 5.000 Euro „entschädigt“ habe, 6.000 Anträge habe man abgelehnt und die über die Zahl der Freitode in diesem Zusammenhang sei „nichts bekannt“. Jeder denkende Mensch wird mit mir der Meinung sein, dass 5.000 Euro für Therapien ein Nichts sind und dazu auch einfach als unverschämt einzustufen sind angesichts des Milliardenvermögens der deutschen Kirche.
    Was nun den so fortschrittlichen Franziskus angeht, so ist zu sagen, dass er seit dem 21.08.2013 Jozef Wesolowski, Bischof und Nuntius der Dominikanischen Republik, im Vatikan versteckt hielt. Erst als dem mutmaßlichen Verbrecher und seinem Helfer, Pater Michael, nachgewiesen werden konnte, dass die beiden in Slums Jungs für den Missbrauch „bezahlt“ hatten und über tausende von dreckigen Dateien verfügten, spielte er den Saubermann und enthob W. des Amtes. Allerdings leitete er Schritte ein, dass Pater Michael nicht in die DomRep ausgeliefert wurde.Wesolowski wird nicht der Justiz ausgeliefert, obwohl seine Verbrechen noch nicht verjährt sind, sondern befindet sich weiter im Vatikan. Das zu dem dummen Schwätzer und rechtslastigen Franziskus: heiße Luft und nicht eine einzige Tat! Ich bin der festen Überzeugung, dass er vertuscht wie seine beiden Vorgänger, wenigstens solange bis Ratzinger stirbt. Dazu möchte ich bemerken, dass das „Kirchenrecht“ nichts anderes ist in der Rechtsqualität wie die Satzung eines Kaninchenzuchtvereines!
    Franziskus tut nichts und gar nichts dagegen, dass mehr als ein Drittel der Kardinäle behauptet, dass der Missbrauch nur durch die „homosexuellen“ Priester käme. Wir sind dank der RKK, die im Thema Homosexualität ja gut mit dem Islam zusammen Volksverhetzung betreibt, um 30 Jahre zurück gefallen. Mein Mann und ich haben schon Leute hinaus schmeißen müssen, die uns an den Kopf warfen „Wir haben ja nichts gegen Eure Veranlagung, wenn Ihr nur die Kinder in Ruhe lassen würdet“.Mehr als ein Drittel der Bischöfe der Welt verweigern Lesben und Schwulen „Takt und Respekt“,eine Bande, die man nach höchstrichterlicher Rechtsprechung als „Sekte der Kinderficker“ bezeichnen darf, eine Bande, die vertuscht und sich an den Machtlosesten vergreift, an Kindern, die die Menschen bei diesen Verbrechern in sicherer Obhut wähnten!
    Klipp und klar: als Schwule verbitten wir es uns, mit einem Ratzinger oder Franziskus oder einem Gerhard Ludwig Müller in einem Atemzug genannt zu werden.

    Wir haben uns nach intensiver Beschäftigung mit den Verbrechen und vor allem nach Bekanntgabe der deutschen Zahlen von Verbrechen durch den Verbrecherverein selbst entschlossen, solange wir leben, nie wieder einem Vertreter der RKK zuzuhören. Wir werden nie wieder eine Taufe, eine Erstkommunion, eine kirchliche Hochzeit oder Beerdigung besuchen. Wir würden auch nicht zu den kirchlichen Beerdigungen unserer Mütter gehen. Alle, die für den Verein sammeln, haben Hausverbot auf unserem Grundstück.
    Das ist das mindeste, was ein Mensch mit Anstand im Leibe Menschen wie den drei Opfern, die dieser Tage im lobenswerten Bericht der ARD zu sehen waren, schuldig ist.
    Wer Kirchensteuern bezahlt, handelt unredlich!
    Wir befinden uns im glücklichen Zustand, dass wir den Unsinn, den der Verein verbreitet, über Sünde, Schuld, Strafe als das entlarvt haben, was es ist: wie die Beichte ein ganz hässliches Mittel zum Machtmissbrauch!
    Wir sind nicht mehr gläubig, dafür aber glücklich. Wir vertreten eine anspruchsvolle
    Ethik. Glaube ist ganz leicht zu beschreiben: „Achtung vor Mensch, Tier und Natur“ Dann muss man keine Angst vorm Sterben haben, woran die RKK schon zwei Jahrtausende durchs Bangemachen und Erben gut verdient!

    Wir versichern die ehemaligen Domspatzen, die im Beitrag zu Wort gaben, unserer uneingeschränkten Solidarität wie alle Menschen, die in ihrer Kindheit den Schmutz des Vereins kennen lernen mussten.

  • Angelika Oetken

    |

    „Wir haben uns nach intensiver Beschäftigung mit den Verbrechen und vor allem nach Bekanntgabe der deutschen Zahlen von Verbrechen durch den Verbrecherverein selbst entschlossen, solange wir leben, nie wieder einem Vertreter der RKK zuzuhören. Wir werden nie wieder eine Taufe, eine Erstkommunion, eine kirchliche Hochzeit oder Beerdigung besuchen. Wir würden auch nicht zu den kirchlichen Beerdigungen unserer Mütter gehen. Alle, die für den Verein sammeln, haben Hausverbot auf unserem Grundstück.“

    @Heinz A.,

    dieser Mann ist zu ganz ähnlichen Schlüssen gekommen wie Sie:

    „Frage: Sie haben eine achtjährige Tochter, die Sie ursprünglich auf eine katholische Schule schicken wollten. Sie haben Ihre Meinung geändert.

    Wall: Ich habe an gut 1000 Fällen von sexuellem Missbrauch mitgearbeitet. Nach dem, was ich da erfahren habe, darf mein Kind nicht mal in die Nähe einer katholischen Kirche kommen.“
    http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2010-11/missbrauch-kirche-moench
    „Patrick Wall, 45, half als Benediktinermönch jahrelang, Fälle von sexuellem Missbrauch in amerikanischen Gemeinden zu vertuschen. Heute arbeitet er in einer kalifornischen Anwaltskanzlei, die viele Opfer vertritt. Das Problem des Missbrauchs, so sein Buch „Sex, Priests & Secret Code“, sei so alt wie die katholische Kirche selbst.“

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Klipp und klar: als Schwule verbitten wir es uns, mit einem Ratzinger oder Franziskus oder einem Gerhard Ludwig Müller in einem Atemzug genannt zu werden.“

    @ Heinz A. H.

    also dass Papst Franziskus, ehemals Jose Bergoglio auch schwul sein soll…. das überrascht mich jetzt wirklich.

    Und das meine ich ganz ernst ;-)

    Danke, dass Sie Ihre Haltung und die Gründe dafür hier so konsequent und nachvollziehbar darlegen.

    Die Gleichsetzung von Homosexualität und Pädokriminalität hat eine verheerende Wirkung. Im Zusammenhang mit der Geschichte der Schwulenbewegung und der mühsamen und konfliktreichen Entkriminalisierung von Homosexualität ist es nachvollziehbar, dass sich die Schwulen- und Lesbenverbände in der Frage doch eher bedeckt halten. Denn es ist ohne Frage so, dass Pädolobbyisten, größtenteils Serienverbrecher diese Sache benutzt haben, um auf einen schon fahrenden Zug aufzuspringen und versuchten ihn zu kapern
    http://www.lsvd.de/homosexualitaet/rueckblicke/svdundpaedophile.html

    Mit der Tour sind diese Leute an Schlüsselpositionen gelangt, wo sie noch heute ihr Unwesen treiben. Stichwort „AHS“ und „HU“.

    Sehr gelungen fand ich diese Stellungnahme
    http://www.lsvd.de/homosexualitaet/rueckblicke/svdundpaedophile.html
    Und wünsche mir, dass wir von Seiten der vielen verschiedenen AktivistInnen noch viel mehr davon zu hören und zu lesen bekommen.

    Bevor Reaktionäre die Missbrauchsdebatte okkupieren, um ihre größtenteils kruden und unreflektierten Forderungen zu stellen.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Jo Jasper

    |

    Ich war der kleine Josef und im zehnten Lebensjahr
    Die anderen wollten Indianer, ich, immer nur singen und Klavier spielen. Meine Eltern meldeten mich in Etterzhausen, der „Elite“vorschule der Domspatzen an.
    Was mich eigentlich fördern sollte, wurde zu einem Trauma.
    Ich wurde selbst nie geschlagen, doch ich erlebte sie an jedem Tag mit, die brutalen entwürdigenden Wutattacken von Direktor Meier unter Billigung seines Präfekten Hansch.
    Auf der einen Seite war der Direktor ein „Vorbild“ für uns, auf der anderen ein Gewalttäter. Diese Geisteswäsche war für ein Kind zu viel. Wenn mich meine Eltern nach einem kurzen Wochenende zu Hause wieder zurück, für zwei endlos lange Wochen ins Heim fuhren, bekam ich im Auto jedes Mal Heulkrämpfe. Meine Eltern verstanden die Signale nicht. Als zehnjähriges Kind konnte ich damals keine anderen geben, außerdem wollte ich ein „guter Junge“ sein. Ich hatte furchtbares Heimweh. Als die Not zu groß wurde, bekam ich starkes Gelenkrheuma und musste in eine Spezialklinik, in der Nähe meiner Heimat. Dann fasste ich meinen ganzen Mut zusammen: Meine Mutter musste mir versprechen, mich nie wieder nach Etterzhausen zu bringen. Ich wurde wieder gesund. Anfang 40 holte mich die Vergangenheit ein. Ich traf einige Ehemalige und konnte erstmals offen darüber sprechen, mich mit dieser Zeit auseinandersetzen.

    Ich bin vor einigen Jahren wieder nach Etterzhausen zurückgekehrt und dachte, die lange, kleine Straße, hinunter zum Heim, wäre immer noch da. Ich sah mich warten, an jedem zweiten Freitag, als das Auto meiner Eltern endlich oben am Weg zu sehen war, wenn es wieder ins viel zu kurze Wochenende ging.
    Heute steht an der Stelle des Heims ein modernes Wohngebiet und nichts erinnert mehr an den Ort, an dem ich fast zwei Jahre meiner Kindheit verbrachte.Ich wollte irgendetwas mitnehmen, um mein Hiersein zu dokumentieren und fand eine Scherbe. In meiner Fantasie stellte ich mir vor, es wäre ein Stück einer Scheibe, die zu damaligen Kapelle gehörte, in der wir jeden Morgen und jeden Abend die Gottesdienste zu besuchen hatten. Das Stück Scheibe war mittlerweile stumpf geworden. Es wurde für mich ein Bild für den Splitter in meiner Seele, der mich als Kind so sehr verletzte, aber auch dafür, dass ich, trotz dieses Bruches meiner Kindheit, und vielleicht gerade deshalb eine Aufgabe in diesem Leben habe.
    Heute treffe ich in meinen Song-Projekten Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen und in ihrem Leben wenig, oder gar keine Wertschätzung und Annahme erfahren haben. Vielleicht kann ich sie, aufgrund meiner Erfahrungen, besonders gut verstehen.

    Im Vater unser heißt es … wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Ich habe bewusst versucht, dem Direktor zu vergeben. Hoffentlich ist es das, was von all den christlichen und geistlichen Liedern, die wir als Domspatzen sangen, geblieben ist.

    Ja, meine Kindheit ist zerrissen worden. Dieser Verlust bleibt.
    Trotzdem will ich, als Vater von drei Kindern nach vorne schauen.
    Das Unrecht von damals bleibt Unrecht.

    Ich habe die Zeit in Etterzhausen in meinem Song (Heim)weh verarbeitet. http://youtu.be/PUsvlYFhnLI
    Ich widme ihn allen, die heute noch unter den Schlägen, dem sexuellem und dem geistlichen Missbrauch dieses Heimes leiden.

    Jo Jasper, musikalisch, schaffender Künstler, Nürnberg.

  • Mr. T

    |

    Heinz, ich ziehe meinen Hut. Chapeau!

  • Heinz A. H.

    |

    Angelika hat etwas missverstanden, was man nicht missverstehen konnte. Deshalb eine
    Richtigstellung: wir Schwulen stellen uns mit den drei Herren Ratzinger, Franziskus und Müller nicht in eine Reihe, weil wir mit der Schlechtigkeit eines jeden einzelnen in Sachen
    Verbrechen an Kindern und Vertuschung nicht verglichen werden wollen.
    Schwul ist nur einer von den dreien, nämlich Ratzinger. Ich habe ihn einmal persönlich kennen gelernt und würde alles, was ich besitze, darauf verwetten. Er ist aber auch im Gehabe und mit roten Schlüffchen das typische „Mädel“. Aber so leicht lässt sich das nicht sehen! Katholischer Priester ist der schwulste Beruf auf Erden, noch vor Friseuren und Dekorateuren, der Unterschied zu letzteren ist nur der, dass die ersteren Herrschaften nicht dazu stehen! Leute, gebt mal eine fingierte Kontakt-Anzeige auf, Ihr werdet Euch wundern, wieviele „Hochwürden“ auf schwule Anzeigen antworten. Nach meinen bescheidenen psychologischen Kenntnissen wird der schwule Priester durch das Unterdrücken seiner Sexualität immer mehr gezwungen, durchs „Draufhauen“ auf seine gleich Empfindenden von sich abzulenken. Allerdings sind die heterosexuellen Missbrauchspriester durch das oder den Zölibat wie ihre schwulen Kollegen auch eines Tages in Richtung Psychopath unterwegs. Dann kommt die eigentliche Gemeinheit: sie nutzen das Vertrauen, das Kinder und Eltern ihnen entgegen bringen aus und zelebrieren das Primitivste, das nur geht: hässliche Machtausübung über Kinder und ihre Kollegen kommen ihnen dann zu Hilfe. Den schwulen Ratzinger zähle ich nicht zu uns Schwulen, von einem solchen Menschen grenzt sich jeder Schwule mit Anstand ab!
    Wo ich noch einmal das Wort habe, möchte ich meiner Verwunderung Ausdruck geben, dass Georg Ratzinger, der Lügen- und Prügelschorsch, gar nicht in den Wortmeldungen vorkommt. Das Schätzchen hat ja noch vor drei Jahren daher gelogen, dass er nichts davon wisse, dass es Prozesse gegen Präfekten und Priester im Rahmen der „Spatzen“ gegeben habe, dabei hat er auf einem Flur mit einem bestraften Täter gewohnt. Zudem war G. Ratzinger ähnlich wie Walter Mixa für seine Prügelorgien bekannt. Es wäre an der Zeit, dass sich die Jungs, deren kaputtes Trommelfell auf das Konto von Schorsch gehen, auch mal melden. Der verlogene Schorsch ist in meinen Augen ein Widerling. Übrigens hat der Prügel-Mixa ja ganz schnell wieder ein Amt in Rom bekommen (voher hatte er als katholischer Militärbischof, das widersinnigste und überflüssigste Amt überhaupt) ja schon viel Geld angehäuft. Dass er Spenden für seinen Kunstgeschmack entfremdet hat, stand dabei gar nicht im Wege. Merken die Leute eigentlich nicht, dass in den Bischofsämtern auffallend viele Schmarotzer und üble Typen unterwegs sind?
    Der tolle Vorsitzende der Bischofskonferenz, Marx, hat sich in Rom einen Palast für 10 Mio. Euro gekauft und stellt Elschen von Tebartz damit in den Schatten. Kardinal Bertone
    gibt mal eben eine dreistellige Millionensumme für einen Quartierneubau im Vatikan aus. Der auf „Armut“ bedachte Franziskus hält dazu das Maul. Soviel zur Aufrichtigkeit der
    Herrschaften! Alles mit ein paar Klicks nachzulesen, kann jeder wissen!!!
    Erich Kästner hat schon vor 1930 gesagt, dass Jesus Christus längst seinen Austritt aus der Kirche erklärt hat ……….

  • Mathilde Vietze

    |

    Es gibt in diesem Zusammenhang noch einen Aspekt, der
    von den Ewiggestrigen oft ins Feld geführt wird: Es waren
    die Homosexuellen, die die braven Priester verführt haben
    und dann haben die, also die braven Priester, kleine Buben
    mißbraucht. Das ist eine krasse Lüge.
    Es muß hier einmal ganz deutlich gesagt werden, daß Homo-
    sexualität und Pädaphilie oder gar Pädo-Kriminalität über-
    haupt nichts miteinander zu tun haben.
    Ich habe einige homosexuelle Freunde; die wollen genauso
    „normal“ leben, wie alle anderen Leute auch.
    Das sollten sich die reaktionären Betonköpfe innerhalb der
    katholischen Kirche mal hinter die Ohren schreiben.

  • Dubh

    |

    Heinz A. H.: „Allerdings sind die heterosexuellen Missbrauchspriester durch das oder den Zölibat wie ihre schwulen Kollegen auch eines Tages in Richtung Psychopath unterwegs. “

    Der Zölibat ist lediglich das Gelöbnis der Ehelosigkeit – KEIN Keuschheitsgelübde.

    Katholische Priester egal welcher sexuellen Orientierung müssen ihre Sexualität nicht mehr unterdrücken als alle römischen Christen, außer denen, die kirchlich verheiratet sind und Sexualität ausschließlich zwecks der Kinderzeugung ausüben.

    Jeder andere Sex ist ohnehin Sünde, ob homo oder hetero, aber der Mensch ist ja schwach und kann seine Sünden permanent beichten – auch Priester können das, und bei echter Reue ist alles gut bis zum nächsten Mal.

    Der Weg zum Psychopathentum kommt nicht vom Zölibat, schließlich missbrauchen auch Ehemänner Kinder, und nicht zu knapp, sondern von der generellen Verteufelung der Sexualität – die durch Evas Sündenfall überhaupt erst in die Welt kam.
    Im christlichen Paradies gab es keinen Sex!

    Die Frau hat jegliches Leid, jegliches Böse erst in die Welt gebracht und zur Strafe dafür muss sie unter Schmerzen hinfort Kinder gebären.
    Kinder sind also auch auch eine Strafe und zwar eine die sein muss, damit sich das Leid der Menschheit immer schön weitervererbt.
    Kinder sind außerdem ab Beseelung mit der Erbsünde, einer Todsünde, beladen und bis vor kurzem in der Vorhölle gelandet, sofern sie ungetauft starben …………
    Schuldig von Anfang an isser der Christenmensch……

    Dieser alte eifer- und rachsüchtige Patriarchengott, opfert sich selbst blutigst seinen eigenen Sohn, um sich halbwegs zu besänftigen gegenüber der Menschheit, die er doch nach seinem Ebenbild geschaffen hat – also nur den Mann natürlich – die Frau ist ja nur Dienerin seines Ebenbildes – in jeder Beziehung – und eben dem Teufel nahe……………..

    Das Symbol dieser Religion ist ein junges männliches Folteropfer am Kreuze……….das wofür genau sterben muss ?– für Papi, fürs Vaterland…….?

    Eine Todesreligion würde ich meinen, die potentiell dann das ewige Glück im Jenseits verspricht, sofern man ….
    Um ein gutes Leben im Diesseits fürs Volk geht es definitiv nicht im Christentum, oder?

    Diese Stories am besten schon Kleinkindern ins Hirn gesetzt und mit entsprechender „christlicher Erziehung“ – Gewalt und absoluter Gehorsam – sonst setzt es was – über Jahrhunderte tradiert und gelebt, samt einem Krieg nach dem anderen, reicht das nicht zur Ausbildung von Psychopathien aller Sorten – und keineswegs nur bei Priestern oder Nonnen und Mönchen?

    Man schlägt und quält und benutzt wen man liebt im Gottes Namen, muss sich misshandeln lassen, weil man nichts dagegen zu setzen hat, und meint am Ende noch, man hätte es verdient – ich nenne das Sado/ Maso – im Christentum nennt man das Liebe.

    Darauf immerhin hat man in der Antike noch verzichtet – mit Besitz, auch menschlichem, kann der Mächtige halt tun was er will, fertig.

    Mit sovielen Knoten im Hirn – Double Bind Botschaften nennt die Psychologie das – ist es doch eher wundersam, dass nicht alle, die das von klein an abgekriegt haben, Psychopathen sind/waren.
    Wobei sich seit den 70ern ja viel im Erziehungsstil geändert hatte – jedenfalls in punkto Anwendung von Gewalt.

  • Jo Jasper

    |

    Das Symbol dieser Religion ist ein junges männliches Folteropfer am Kreuze……….das wofür genau sterben muss ?– für Papi, fürs Vaterland…….? Nein, aber für die Gewalt, den Hass, den Missbrauch an Menschen und den mit der Macht. Dafür konnte ich, und die anderen Kinder damals in Etterzhausen nichts. Sie machen es sich schon sehr einfach – finde ich. Das wird Niemandem gerecht.

  • Dubh

    |

    @ Jo Jasper

    Wie kommen Sie zu der Ansicht, ich würde meinen die Kinder in Etterzhausen, die misshandelt und missbraucht wurden, könnten dafür was?
    Das kapiere ich nicht.

    Ich habe die Story von der Erbsünde samt Folgen nicht erfunden, das war Paulus bzw. Augustinus von Hippo , wenn’s recht ist, ich aber bin in keiner Weise gottgläubig.

    Götter sind Menschenmachwerk, und beim Christentum ging es ganz schnell nur noch um Macht, jedenfalls bei der Richtung die „gewonnen“ hat, und die dann selbstverständlich nicht zufällig Staatsreligion in Rom wurde.

  • Jo Jasper

    |

    @Dubh, Danke, dass Sie geantwortet haben – da haben sie mich nicht richtig verstanden. Mir hat es geholfen, da ich an Gott glaube, Vergebung für das, was geschehen ist, zu empfangen. Sie sind mir zu allgemein, wenn Sie schreiben: „Das Christentum.“ Dass in der Kirche Missbrauch geschehen ist, ist richtig, hat aber mit dem Machtmissbrauch von Menschen zu tun. Hätte ich in meinem Leben die Liebe Gottes nicht erfahren, hätte ich mich vielleicht nie von der Zeit lösen können, die für mich keine leichte war. Ich respektiere, dass Sie nicht gläubig sind. Aber ich bitte Sie, dass Sie Kirche und Glauben nicht in einen Topf werfen. Eigentlich sollte in der Kirche und gerade dort, die Macht hinterfragt und im Sinne Jesu nicht missbraucht werden. Dass es viel zu oft nicht so ist, ist traurig, das gebe ich zu.

  • P.

    |

    @
    Förderverein löst sich auf
    ++Für das Bistum sind die Ämter der Vereinsvorsitzenden Maria Eichhorn unvereinbar.
    Der Verein „Donum Vitae“ stellt nach der Beratung von Schwangeren gegen den Willen der der katholischen Amtskirche Bestätigungen aus, die eine straffreie Abtreibung ermöglichen. ++
    Also , dann bitte gleich die ganze Kirchensteuer abschaffen!
    Was hat bitteschön die Frau Maria Eichhorn mit den Domspatzen zutun?
    Für mich klingt das rassischitsch!
    Die Stiftung Domspatzen hat also nur das zutun was eben der Bischof sagt,
    so wie eben auch mit der ganzen Aufarbeitung der Missbrauchsfälle und zun Thema Etterzhasuen.
    _
    I n Berlin ist man gegen Hass und Gewalt , dort bringt man alle Religionen
    zusammen für ein gutes Zusammenleben, und das Bistum Regensburg ….
    + Bitte zusperren und den Schlüssel wegwerfen.*

    http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/domspatzen-foerderverein-aufloesung-100.html

  • Angelika Oetken

    |

    „Leute, gebt mal eine fingierte Kontakt-Anzeige auf, Ihr werdet Euch wundern, wieviele “Hochwürden” auf schwule Anzeigen antworten“

    @ Heinz A. H.,

    nee, wundert mich gar nicht. Freue mich aber, dass Sie das hier so klipp und klar anführen.

    Aber wie viele Priester mögen wohl im Netz rumsurfen, um besonders junge Männer kennen zu lernen? Vermutlich auch solche, die man(n) bezahlen muss? Erst recht, wenn sie das Schutzalter noch nicht erreicht haben?
    Um auf diese Weise irgendwann Ärger mit deren „Vermittlern“ zu bekommen? Entweder weil man sich über den Preis nicht einig wird oder irgendwer auf die Idee kommt Filmchen zu drehen?

    Vielleicht erklärt sich so auch der Mangel an Unrechtsbewusstsein, was die sexuelle Ausbeutung gerade von Pubertierenden angeht, der innerhalb des Klerus vorzuherrschen scheint?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Mir hat es geholfen, da ich an Gott glaube, Vergebung für das, was geschehen ist, zu empfangen.“

    @Jo Jasper,

    Vergebung? Waren sie Täter?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Heinz A.H.

    |

    Kommentar gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Mathilde Vietze

    |

    Auch ich gehöre dem Förderkreis von „donum vitae“
    an und bekam deshalb von einem verknöcherten alten
    Prälaten Briefe mit übelsten Beleidigungen. Ich erwiderte
    ihm, daß mich nur Leute die ich ernst nehme, beleidigen
    können und daß ich auch weiterhin „donum vitae“ unter-
    stütze; nach dem „Schriftverkehr“ mit ihm e r s t r e c h t .
    D e r schrieb mir nie wieder!
    Ich halte es aber trotzdem für nötig, so jemanden in gehöri-
    ger Weise „die Platte zu putzen“, weil sonst d e r Eindruck
    entsteht, es dürfe sich einer jede Frechheit erlauben, nur
    deshalb, weil er ein „geweihter Herr“ ist.

  • Jo Jasper

    |

    @Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, danke für Ihre Anmerkung. Ich habe dem Direktor vergeben können, das hatte ich schon vorher geschrieben. Ich war ein Kind und damit Opfer dieses Systems. Oft setzt sich der Kreis aber fort und viele, unter anderem auch ich, kamen in Ihrem späteren Leben z.B.mit Kritik schlecht zurecht, oder fragten sich: „Wo kommen bestimmte Zorn und Wutreaktionen her und wo stehe ich in der Gefahr, selbst Täter zu werden?“ Viele dieser Reaktionen haben sich bis in die Familien hineinzogen, worunter auch ich lange gelitten habe. Indem ich dem Direktor bewusst vergeben konnte, so glaube ich, konnte auch ich Vergebung empfangen und mit der Zerissenheit aus meiner Kindheit, die diese Zeit hinterlassen hat, lernen, umzugehen. Diese Zerissenheit ist eine Realität in meinem Leben. Trotzdem wollte ich weitergehen und kann heute z.B. sozial benachteiligte Jugendliche, die keine Wertschätzung in ihrem Leben erfahren haben, gut verstehen und mich einbringen, denn viele haben den Satz „Du bist wertvoll“ noch nie in ihrem Leben gehört. So ging es uns damals in Etterzhausen auch.
    Es ist gut, dass die Dinge beim Namen gennannt und der körperliche und seelische Missbrauch aufgedeckt werden. Einmal, so erzählte mir meine Mutter, rief sie Direktor Meier an, weil sie spürte, dass es mir nicht gut ging. Er bestellte sie nach Etterzhausen, in einen Übungsraum, ließ sie durch ein Guckloch in der Tür schauen. Sie sah mich den Gang hinunterlaufen und ich wirkte fröhlich. Das wurde als Beleg dafür gewertet, dass es mir gut ging. Es fand keine weitere Hinterfragung statt. Spätestens beim Abendessen habe ich sie wieder gesehen, die brutalen Schläge, wahrscheinlich war meine Mutter gerade auf dem Heimweg und dachte, es sei alles „in Ordnung“.

  • Prügelknabe

    |

    @ Jo Jasper,
    ich war damals auch dort in Etterzhausen. Ich war damals ein sogenannter
    Prügelknabe meines Direx Meyer, und einen jeden Tag gabs haue , auch vom Präfekten
    Hansch. Hansch war damals auch so ein Kriegsgeschädigter , der auch ohne jede pädagogischen Vorkenntnisse eben damals den Job in Etterzhausen bekam.

    @ Es wurde einmal auch gefragt ob es in Etterzhausen auch Nonnen gab.
    Ja , die Nonnen gabs dort auch , aber ich glaube die waren nur so die 60s , dort ,

    Jo Jasper, Etterzhausen war damals auch eine großartige Bertrugsanstalt, und das Wort
    Wirtschaftlichkeit wurde damals dort in Etterzhausen wirklich groß geschrieben. Viele wurden doch schon von Anfang an dort aussortiert, und hatten wirklich keine große Chance nach Regensburg überzutretten.
    Dieses Etterzhausen , mein Etterzhausen von damals , diese erlebte damalige Gewalt verfolgt mich schon mein ganzes Leben lang. Vergeben , nie und nimmer , denn der Direx Meyer und der Präfekt Hansch , beide sollen für immer in der Hölle brennen!!!
    Gut , Du hattest damals bestimmt auch eine starke Mutter , denn viele damalige Eltern konnten damals auch den Mund aufmachen , und sagten es auch dem Meyer damals anständig.
    cu

  • Resch

    |

    @
    Viele Buben wurden damals auch nur dort nach Etterzhausen abgeschoben und weggesperrt. Wir Buben hatten damals dort in Etterzhausen nur Nummern – und
    wir waren damals auch keine Menschen.
    So ähnlich wie in diesem Film….

  • Jo Jasper

    |

    @Prügelknabe, danke für Deinen Kommentar. Ich habe die Schläge auf dem Podest im Essensaal gesehen. Es war nichts als rohe Gewalt. Ich war still, eingeschüchtert, bin mitgelaufen und hatte entsetzliches Heimweh. Es tut mir leid, dass Du diese brutalen Schläge abbekommen musstest, und dass Dich diese Zeit bis heute verfolgt.
    Ich habe meine Mutter erst mit Mitte vierzig auf diese Zeit ansprechen können. Meine, und vielleicht auch viele andere Eltern, wurden damals betrogen, vom „Schein“ der Würdenträger, die „man“ nicht zu hinterfragen hatte. Manche Eltern haben auch damit kokettiert, dass der Bub auf der „Eliteschule“ war. Ich hätte mir den Aufschrei meiner Eltern auch gewünscht. Sie haben es, auch aufgrund Ihrer katholischen Sozialisierung, nicht gesehen, dass sie mich hätten dort rausholen müssen.

  • Peter Lau

    |

    „Die wichtigste Eigenschaft, die man braucht, um zu vergeben, ist die, dass man sich selbst liebt. Wenn Sie sich selbst lieben, dann merken Sie, dass wenn Sie nicht vergeben, Sie sich ständig Schaden zufügen – gesundheitlich, geistig, seelisch. Es muss in Ihnen der Wunsch entstehen, dass Sie sich das nicht lebenslang zumuten.“ (Beate Weingardt)
    http://www.br.de/radio/bayern2/gesellschaft/tagesgespraech/alles-ist-vergeben-charlie-hebdo-verzeihen-100.html
    Ist sicherlich mal interessant zum nachhören.

  • Prügelknabe

    |

    @ Peter Lau,
    vielen Dank für die Blumen.
    ++Sie sich ständig Schaden zufügen – gesundheitlich, geistig, seelisch. Es muss in Ihnen der Wunsch entstehen, dass Sie sich das nicht lebenslang zumuten.++
    Sie müssen sich wirklich keine Sorgen machen, denn alles ist ok!
    Wenn , dann müssen Sie dem Bistum von Regensburg , oder der neuen Domspatzenstiftung , und dem DKM Büchner das alles schreiben, denn dort
    kocht es zur Zeit , und so weiter….
    Süddeutsche.de ,, 14. Januar 2015, 11:54
    Regensburger Domspatzen: Kirche treibt Förderverein in die Auflösung
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/regensburger-domspatzen-kirche-treibt-foerderverein-in-die-aufloesung-1.2302077

  • Angelika Oetken

    |

    „@Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, danke für Ihre Anmerkung. Ich habe dem Direktor vergeben können, das hatte ich schon vorher geschrieben.“

    @Jo Jasper,

    Danke für die Klarstellung.

    Ich war nur durch Ihre Formulierung irritiert. Aber finde Ihre Erläuterungen gut nachvollziehbar und freue mich, dass Sie einen für Sie passenden Weg gefunden haben.

    Was das Thema der Vergebung angeht, bin ich sehr hellhörig. Nicht weil ich grundsätzlich etwas gegen Aufarbeitungsprozesse einzuwenden hätte, deren Resultat Vergebung ist.
    Sondern weil es Gruppen gibt, die einen durchaus sinnvollen, komplexen sozialen Vorgang im Zusammenhang mit Missbrauchskriminalität in sein Gegenteil verkehren.

    Indem Sie die Verantwortung dafür ganz auf die Opfer verlagern.

    Diese Reflektion zum Thema finde ich sehr gut:
    http://www.aufrecht.net/utu/verzeihen.html

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Es ist gut, dass die Dinge beim Namen gennannt und der körperliche und seelische Missbrauch aufgedeckt werden. “

    @Jo Jasper,

    das finde ich auch.
    Ich habe Kontakt zu Opfern ganz verschiedener Tatorte.

    Familie, familiäres Umfeld, Schulen, Internate, Heime, Vereine, Gemeinden, Krankenhäuser, organisierter Missbrauch…

    Alle diese Tatorte haben gemeinsam, dass von der sexuellen Misshandlung abgesehen vom Täter immer mindestens eine nicht-missbrauchende Person profitierte.

    So etwas ist eine der schäbigsten Formen der Ausbeutung von Menschen. Was im Zusammenhang damit an Erbärmlichkeit, Niedertracht und Versagen zum Vorschein kommt, ist schon heftig.

    Was ja auch die Beiträge hier im Forum sehr deutlich werden lassen.

    Die Öffentlichkeit setzt sich damit seit einigen Jahren wieder verstärkt auseinander. Und das werte ich als sehr positives Zeichen. Sie beginnt, TäterInnen und ihren UnterstützerInnen die notwendigen Grenzen zu setzen. Zwar noch zaghaft und vergleichsweise zögerlich, aber immerhin.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    P.S. Sonderfälle sind Fremttäterbetroffene, also Kinder, die von einer Person quasi überfallen wurden, die sie vorher nicht kannten. Deshalb habe ich sie in diesem Zusammenhang nicht aufgeführt

  • P.

    |

    @
    Missbrauchsfall wird neu aufgerollt
    Das Bistum Regensburg will einen bereits angezeigten Missbrauchsfall bei den Regensburger Domspatzen nun nochmals prüfen.
    http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalz-bayern/artikel/missbrauchsfall-wird-neu-aufgerollt/1177440/missbrauchsfall-wird-neu-aufgerollt.html#1177440
    __
    Nichts auf der Welt kann diese Vorgehensweise von diesem Bistum Regensburg wieder gut machen , auch nicht mit ein paar Euros.
    Wir Menschen Leben , Lieben und Leiden , aber was dieses Bistum mit den Menschen draussen macht , macht , mit den Missbrauchsopfern macht , stimmt mich schon sehr traurig.

  • Angelika Oetken

    |

    Was das Vergeben und Verzeihen angeht: wir sollten nicht vergessen, dass es sich beim sexuellen Missbrauch um schwere Kriminalität handelt. Nicht um einen Seitensprung oder eine Beleidigung.

    Und wenn die Opfer nicht so hartnäckig wären, würden noch weniger Täterinnen und Täter gestoppt als ohnehin schon. Vielen Betroffenen geht es bei ihrer Forderung nach Aufklärung und Ahndung auch darum, zu verhindern, dass es weitere Opfer gibt. MissbraucherInnen sind häufig serienkriminell. Und haben Nachfolger. So dass nicht selten regelrechte Missbrauchstraditionen entstehen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. In Familien genauso wie innerhalb von Institutionen.

    Egal ob man ihnen vergibt oder nicht: die meisten TäterInnen und ihre Unterstützer sind hoffnungslose Fälle. Sich zu viele Gedanken über sie zu machen, halte ich für Zeitverschwendung. Das heißt aber nicht, dass man ihre heimtückischen Strategien nicht erforschen sollte. Im Gegenteil: wer gut geschult und ausreichend aufmerksam ist, hat gute Chancen sie anhand typischer Verhaltensmerkmale zu erkennen.
    Die große Frage ist dann nur, ob das etwas nützt. Wenn das Umfeld ignorant ist, hat man wenig Aussicht auf Erfolg.

  • Mathilde Vietze

    |

    Natürlich passierten und passieren Mißbrauchsfälle nicht nur bei
    der katholischen Kirche. Wohl aber ist hier – bedingt durch die
    hinterwäldlerische Sexualmoral – die Gefahr besonders groß.
    Auch der Zwangszölibat spielt hier eine Rolle. Es soll ja Leute geben,
    die – ob Pfarrer oder nicht – ein Leben im f r e i w i l l i g e n Zölibat
    für den richtigen Lebensentwurf halten. Aber zu behaupten, daß
    einer nur dann ein guter Priester ist, wenn er sich dem Zwangs-
    zölibat unterwirft, ist eine geistige Vergewaltigung der männlichen
    Natur. Aber das wollen die zölibatären Neidhammel natürlich
    nicht hören.

  • Heinz A. H.

    |

    Seit ein paar Tagen beschäftigt es mich, dass das Bistum Regensburg eine hohe Summe an „Entschädigungen“ an Missbrauchsopfer gezahlt haben will, was ich ihm glaube. Allerdings komme ich in meinen Gedankengängen dazu, dass die Opfer allesamt unterschreiben mussten, dass sie nicht mehr öffentlich über die Verbrechen und die „Entschädigungen“ reden dürfen, wie wir aus dem Fall von Norbert Denif in einem anderen Zusammehang, nämlich einem wie mich zu erinnern glaube aus dem Bistum Erfurt handelt. Das würde erklären, dass sich für den Bericht in der ARD nur die drei tapferen Männer zur Verfügung gestellt haben. Es würde zur allgemeinen Praxis der RKK und insbesondere zum Gebaren von Müller und Voderholzer passen. Es bestätigte auch, dass sich der Verein Kirche nicht an Rechtsstaatlichkeit hält, sondern sein „Kirchenrecht“, das ja nur die Qualität der Satzung eines Kaninchenzuchtvereines hat, auf Biegen und Brechen durchsetzt.
    Zum anderen beschäftigt mich seit gestern, dass der „Pontifex“ dann, wenn seine Mutter beleidigt würde, den Beleidiger mit der Faust niederstrecken würde. Er hat auch 36 Stunden nach dem bemerkenswerten Ausspruch diesen noch immer nicht als Scherz deklariert und sich also selbst seine Maske vom Gesicht gerissen.
    Wenn er wegen einer Beleidung die Faust einsetzen will, was sollen dann analog die Missbrauchsopfer für Schlägereien veranstalten? Immerhin wäre es von der Kirche und ihrem „Stellvertreter Christi“ (neben „Militärbischof“ für einen Nichtkatholiken die bescheuertste Bezeichnung für einen Menschen) eine Öffnung der Büchse der Pandorra.
    Erstmal schlage ich vor, Franziskus, den Weltmeister der Ankündigungen und der heißen Luft dafür zu verhauen, dass auch er Kindsmissbraucher übelsten kriminellsten Ausmaßes bis zur Stunde im Vatikan verbirgt. Josef Wesolowski, der Bischof und Nuntius der DomRep ist zwar vom Papst entlarvt und degradiert worden, aber das bringt jenen nicht dazu, den mutmaßlichen Täter einer Justiz auszuliefern, ebenso wie er die Auslieferung des Paters Michael, des mutmaßlichen Komplizen Wesolowskis tatkräftig verhindert. Glaube niemand, dieser Pontifex sei in Sachen Vertuschung von Missbrauchsverbrechen einen Deut besser als seine beiden Vorgänger! Man kann nicht soviel essen, wie man k ……. möchte! Der Kommentar wird wohl hoffentlich nicht wegen „Unsachlichkeit“ gelöscht; ich habe mich schon verdammt zurück gehalten!

  • Angelika Oetken

    |

    „Seit ein paar Tagen beschäftigt es mich, dass das Bistum Regensburg eine hohe Summe an “Entschädigungen” an Missbrauchsopfer gezahlt haben will, was ich ihm glaube. Allerdings komme ich in meinen Gedankengängen dazu, dass die Opfer allesamt unterschreiben mussten, dass sie nicht mehr öffentlich über die Verbrechen und die “Entschädigungen” reden dürfen, wie wir aus dem Fall von Norbert Denif in einem anderen Zusammehang, nämlich einem wie mich zu erinnern glaube aus dem Bistum Erfurt handelt. “

    @Heinz A. H.,

    das Bistum Magdeburg hat sicherlich nach Rücksprache mit seinen Anwälten feststellen müssen, dass „Schweigevereinbarungen“ bei Missbrauchstaten nicht rechtmäßig sind. Kindesmissbrauch ist eine Straftat und kann jederzeit angezeigt werden. Auch wenn sie verjährt ist. Dann wird sie nur nicht vor Gericht gebracht, sondern das Verfahren eingestellt. Es sei denn bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass es Taten gibt, die noch nicht verjährt sind. Angehörige von Justiz und Polizei sind verpflichtet zu handeln, wenn sie von Straftaten erfahren.
    http://www.bistum-magdeburg.de/front_content.php?idcat=1374&idart=14034

    Warum seine Familie verhindern will, dass über Missbrauch berichtet wird, beschreibt Norbert Denef in seinem Buch. Unter Anderem auf den Seiten 140 und 141, wo er Erinnerungen an sexuellen Missbrauch durch seine Mutter schildert.

    Frauen als Täterinnen, sexuell missbrauchende Mütter: das ist immer noch eines der stärksten Tabus, die unsere Gesellschaft kennt. Deshalb gibt es dazu sehr wenig Berichte und Forschung. Trotzdem ist das Phänomen seit Langem bekannt. Es wird aber selbst unter Fachleuten kaum thematisiert.

    Eine der wenigen löblichen Ausnahmen:
    http://www.tauwetter.de/infobera/artikel/frauen.htm

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Wenn er wegen einer Beleidung die Faust einsetzen will, was sollen dann analog die Missbrauchsopfer für Schlägereien veranstalten?“

    @ Heinz A. H.,

    Bergoglio ist Argentinier, Jahrgang 1936, seine Familie stammt ursprünglich aus Italien. Was erwarten Sie denn von diesem Mann ;-)

    Im Ernst: da hat der Papst entweder die Ratschläge seines PR-Beraterstabs vergessen oder bewusst provoziert. Damit die Medien seinen Appell schön auf die Frontseiten bringen.
    Möglicherweise will Franziskus vermeiden, dass „Charlie Hedbo“ den Bekanntheits- und Berühmtheitsboom nutzt, um sich wieder mal die RKK vorzuknöpfen. In der Vergangenheit häufiger geschehen http://www.nzz.ch/international/bildstrecke/charlie-hebdo-karikaturen-cover-1.18457049 ( 6/12 )

    Das wär doch mal was: „Regensburg“ als Thema auf dem Titel einer weltbekannten, von Sympathie getragenen Satirezeitschrift. Aufhänger gäbe es genug :(

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Dubh

    |

    Angelika Oetken: „Bergoglio ist Argentinier, Jahrgang 1936, seine Familie stammt ursprünglich aus Italien. Was erwarten Sie denn von diesem Mann ;-)“

    Dass er Tango tanzen kann!

    „Möglicherweise will Franziskus vermeiden, dass “Charlie Hedbo” den Bekanntheits- und Berühmtheitsboom nutzt, um sich wieder mal die RKK vorzuknöpfen.“

    Wäre er spanischblütig, könnte das sein…..

  • Kurt V.

    |

    Baustelle Domspatzen

    Regensburg. (osr)
    Das Areal der Domspatzen an der Regensburger Reichsstraße wird wohl noch für längere Zeit Baustelle bleiben. Beim Tag der offenen Tür am Samstag erfuhren die Besucher, dass nach dem Neubau der Grundschule noch lange nicht alle Arbeiten erledigt sind.
    http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/4458846-454-baustelle-domspatzen,1,0.html
    Im Bericht heißt es: Nur für Jungen
    Eines bleibt klar: Die Domspatzen bleiben eine Einrichtung für Buben. Auch deshalb war es den Verantwortlichen wohl ein Anliegen, einen Elternbrief auszulegen, der sexuellen Missbrauch und Körperverletzung thematisiert. Der Stiftungsvorstand: „Mit größter Wachsamkeit und Sorgfalt achten wir alle darauf, dass unsere Schüler sich in unserem Hause bestmöglich betreut, gefördert und beschützt entwickeln können.“
    ___
    Folgerichtig ist: Dass alle im Stiftungsvorstand und auch im Bischöflichen Ordinariat von Regensburg Bescheid wissen, und dennoch heute in der Gegenward alles nur schön geredet wird.
    Das Problem ist und bleibt eben auch diese kath. Kasanierung in diesem Domspatzen-Internat. #Ich als Vater möchte ganz bestimmt nicht , dass eben meine Buben von dort eben gestört oder eben auch Pädophil aus dem Internat kommen. Diese Institution muss sich heute eben der Verantwortung richtig stellen und auch die letzten 25 Jahre der Domspatzengeschichte richtig aufarbeiten. Die Themen – Homosexualität , Bisexualität , Pädophilie , Knabenliebe , Gruppenvergewaltigungen im Domspatzeninternat , und oder auch Geschichten mit Präfekten , müssen heute ausführlich auf den Tisch und diese Institution Domspatzen muss heute einfach nur Charakter zeigen, und heute auch anständig die Geschichte Domsptazen aufarbeiten.

  • Resch

    |

    @ Kurt , vollkommen richtig!
    Aber da wo ein Wille , da auch ein Weg.
    Diese Prozedur geht hier auch schon 5 Jahre, und vom ganzen “ schön reden “ , kommt man hier zum Thema Domspatzen bestimmt auch nicht weiter.
    Klar ist dieses Thema auch viel komplexer , daher müssen die heutigen Verantwortlichen , eben der Bischof von Regensburg und die Stiftung der Regensburger Domspatzen, auch Charakter zeigen , und diese Themen auch endlich angehen.
    Auch folgerichgtig ist , dass eben durch diese ständige Thematisierung zum Thema Regensburger Domspatzen , eben die Regensburger Domspatzen sehr schlecht weg kommen , und eben kein Nachwuchs mehr bekommen werden.
    Ich frage heute auch , warum man den Namen Georg Ratzinger hier zum Thema Domspatzen immer wieder nur ausgrenzt, oder nur ausläßt. Der ehemalige Domkapellmeister spielt hierzu doch auch die Hauptrolle , und zudem lebt der Herr Georg Ratzinger a.D. doch noch.
    ________________________________________________________________________________________

    Spürbare Veränderungen
    Missbrauchsskandal zieht weite Kreise in Deutschland
    Berlin · heute
    Als vor fünf Jahren längst verjährte Fälle von sexuellem Missbrauch am Berliner Canisius-Kolleg bekannt werden, glauben viele an eine Woche Aufregung in der Lokalpresse. Doch was folgt, ist eine Art Vulkanausbruch, der weit mehr als die Kirche trifft.
    http://www.nordkurier.de/aus-aller-welt/missbrauchsskandal-zieht-weite-kreise-in-deutschland-2712612001.html

  • Ursula Barth

    |

    Ich wundere mich, dass nicht parallel zu den Aufklärungsaktivitäten auch innerhalb des Systems katholische Kirche etwas verändert wird. Zuallererst muss man die Knabenchöre abschaffen. Auf Grund all dieser Vorkommnisse muss eben auf den schönen Klang von Knabenstimmen verzichtet werden. Meine zweite Forderung wäre, Abschaffung reiner Jungen-Internate, übrigens auch weltlicher Art. Drittens sind Veränderungen in Bezug auf die brachliegende Sexualität der Priester wichtig, so z.B. Abschaffung des Zölibats. Die Rolle, die eine Priester-Frau spielen kann darf nicht negiert werden, auch in puncto Kontrolle. Was nützt es jemanden mit Geld abzuspeisen, wenn gleichzeitig irgendwo heimlich wieder jemand seinen Trieb nicht beherrscht, weil ja im System sich nichts oder nicht viel geändert hat!

  • Wolfgang Hirschauer

    |

    1962 + 1963 war ich in der Vorschule in Etterzhausen.
    Von dem Direktor wurden wir Schüler regelmäßig geschlagen.
    Der Direktor hat damals jeden Tag eine Messe in der Kapelle
    gehalten. Ein Ministrant ist sogar während eines Gottesdienstes
    von im geschlagen worden.
    Auch ich war Ministrant und wurde nach dem Gottesdienst mit
    12 Hieben auf das Gesäß bestraft weil ich das Confiteor
    ( Lateinisches Gebet) nicht aufsagen konnte. Der Direktor drohte
    mit doppelt soviel Hieben wenn ich das Gebet am nächsten Tag
    nicht auswendig aufsagen könnte.
    Für die Hiebe hat er einen Bambusstab benutzt. Man konnte nach
    so einer Misshandlung mehrere Stunden nicht mehr sitzen. Auch
    nach Tagen hatte man noch Schmerzen und die blaue Färbung
    war nach einer Woche noch zu sehen.
    Das Lateinische Gebet ist sehr lang und ich konnte dieses nie
    über Nacht auswendig lernen.
    Um 24 Hiebe zu entgehen, bin ich am selben Tag noch aus dem
    Internat ausgerissen. Aus diesem Grunde wurde ich dann entlassen.
    Meine Kariere als Domspatz war damit beendet, weil ein sadistischer
    Direktor Freude hatte, Kinder zu schlagen.
    Ich war damals 9 Jahre alt und musste so eine Misshandlung sehr oft
    über mich ergehen lassen. Die Gründe dazu waren zum Beispiel:
    Flüstern im Bett, zu wenig üben am Klavier, Fingernägel mit schwarzen
    Rändern usw.

  • ulrike krippner

    |

    Ich habe mir nicht alle Kommentare durchgelesen,ich weiss, dass nicht alle Menschen schlecht sind, aber ich denke, das Zöllibat macht die Menschen, viele Menschen zu Unmenschen und die Macht der sogenannten Geistlichkeit die dahinter steht.Geistliche sind auch nur Menschen,so wie wir alle, nicht mehr und nicht weniger,nicht jungfräulich geboren,sondern einfach ganz normal entbunden,das wird oft einfach nur vergessen,beiseite geschoben! Wir sind Menschen mit Bedürfnissen, mit Sehnsucht nach Liebe,Nähe und Zärtlichkeit und abhängig von anderen Menschen eben ein Zoonpolitkum . Wenn all das verboten wird, dann wird es offensichtlich auf andere unmenschliche Art und Weise eingefordert. Die Kirche hat für mich überhaupt keine Bedeutung mehr, was ich weiß ist, dass sie reich ist, Macht hat und oft unmenschlich ist. Gott oder das was wir göttlich nennen trage ich in mir und nicht in der Institution Kirche, wie hat sie sich denn entwickelt, schauen wir uns doch mal die Geschichte an! Mich ekelt das einfach nur an. Ich will nicht alle schlecht reden, aber schauen wir uns doch mal viele andere soziale Projekte an, die mit der Kirche gar nichts mehr zu tun haben, das ist menschlich auch ohne Verkleidung und Verzierung!

  • Resch

    |

    @@
    Schwieriger Weg für das Bistum Regensburg

    Der Missbrauchsskandal machte schon 2010 Schlagzeilen. Erst in jüngster Zeit ist Bewegung in die Aufklärungsarbeit gekommen.
    _
    Bemerkenswert ist, dass Generalvikar Fuchs am Dienstag einen Systemfehler einräumte. Mit Blick auf das Vorschulinternat Etterzhausen/Pielenhofen sprach er von einem „System der Angst“. Für die Zukunft kündigte er an, dass das Bistum seine Aufklärungstätigkeit insgesamt von einer unabhängigen Stelle prüfen lassen werde. Wenn das Bistum damit ernst macht, wäre das ein großer Schritt auf dem Weg zu mehr Offenheit.
    _
    http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/schwieriger-weg-fuer-das-bistum-regensburg-21179-art1196376.html
    _
    Sehr geehter Herr Generalvikar Fuchs , wenn Sie diese Offenheit meinen,
    dann lesen Sie bitte auch diesen offenen Bericht zum Thema Kloster Ettal.
    _
    http://www.ipp-muenchen.de/files/ipp_ettalbericht_2013.pdf
    _

  • Angelika Oetken

    |

    „Mit Blick auf das Vorschulinternat Etterzhausen/Pielenhofen sprach er von einem „System der Angst“.“

    @Resch,

    „System der Angst“: wie viele der solcherart geprägten Schüler blieben den Domspatzen auch später verbunden bzw. erhalten?

    „System der Angst“: prägt das die Domspatzenseilschaft womöglich immer noch? Ist es auch aktuell ein probates Mittel, Aufklärung und Aufarbeitung zu behindern?

    So etwas ist in geschlossenen Systemen, die von Übergriffigkeit geprägt sind sogar üblich. Anders würden sie nicht funktionieren. Unabhängig von der Gesinnung Derjenigen, die so ein Konstrukt betreiben. Bestes Beispiel: die Odenwaldschule.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Heinz A.

    |

    Wenn ich Märchen hören will, höre ich den Geschichten von Wilhelm Busch durch den Mund einer Märchenerzählerin zu!!– nicht aber Generalvikar Fuchs. Wer nimmt den Herrn denn bitte ernst? Die meisten Regensburger, die den Missbrauch aufklären wollen, haben sicher vor einigen Tagen die erst kurz vor Mitternacht im NDR ausgestrahlte Sendung „Das Schweigen der Männer“ gesehen und deutlich erfahren können, dass die RKK nicht aufklären WILL. Insbesondere interessiert sie -wie Ackermann selbst zugibt – das seinerzeitige Gebaren in den Orden überhaupt nicht. Die wissenschaftliche Studie, die 2017 (!) vorliegen soll, wird nicht bedient, sondern es werden willkürlich Akten mal herausgegeben, mal nicht herausgegeben. Man gibt offen zu, viele Akten (vor allem jene, die die Münchner Zeit von Ratzinger betreffen) vernichtet zu haben. Im übrigen befinden sich fast alle Gutachten in einem Abhängigkeitsverhältnis zur RKK. Daher kann 2017 das Gutachten zum Anheizen des Kamins verwendet werden. Also ist jedes Wort aus dem Mund eines Bischofs oder eines Generalvikars nichts, absolut nichts wert. Niemals wird jemand von dieser Art Menschen zugeben, dass Georg Ratzinger nicht missbraucht, dafür aber massiv misshandelt hat. Unzählige Trommelfelle gehen auf sein Konto! Der Fernsehbericht gibt auch über die Beihilfe zum Missbrauch durch den feinen Gerhard Ludwig Müller Auskunft, der so gerne innerhalb seines Vertuschungsgebarens Nazi-Vergleiche bringt, ein Mensch zum Grausen! Was lehrt uns das? Wer nun der katholischen Kirche noch Geld gibt und zu den Leuten zählt, die voriges Jahr an der Rekordkirchensteuersumme von über 5,5 Milliarden beteiligt waren, handelt in meinen Augen unredlich und erweist den Opfern ALLER kirchlichen Verbrechen einen Bärendienst.

  • Bernd. S.

    |

    Auch mit schönen Worten , oder mit kleinen Ausgleichszahlungen zum Thema Etterzhausen , ist das Thema heute in keinster Weise gegessen.Das Hauptthema bleibt aber auch bei den heutigen Regensburger Domspatzen. Das große Thema “ Phädophilie “ wird heute in keinster Weise richtig bearbeitet. Seit Jahrzehnen kocht es in dieser Diözese , und diesem Pädozeug muss man heute endlich auch einen großen Riegel vorschieben. Schuld daran ist auch für mich diese kath. Kasanierung in diesem Internat. Wenn der heutige DKM Büchner sagt :“ bei uns ist nichts “ dann sind das nur Ausreden. Ich finde , auch zum Thema Vergangenheitsaufarbeitung muss man eben ausführlich Klartext sprechen, und die Oberen , die Führungskrafte dieser heutigen Stiftung, müssen jetzt endlich einen Charakter zeigen , und nicht immer die Schüler von heute ausführlich mit einbinden.

  • Angelika Oetken

    |

    „Wir hatten unsere Hölle in Etterzhausen und die Zahlungen von 2500 Euro sind heute schon ein sehr großer Witz!“

    @Resch,

    halten Sie es für möglich, ungefähr die Höhe der Summe zu ermitteln, die pro Schüler damals erwirtschaftet wurde? Ich meine damit den durchschnittlichen Gewinn in DM.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Resch

    |

    @ Angelika Oetken,
    weiß nicht was Sie wirklich mit dem durchschnittlichen Gewinn in DM so meinen?
    ______________________________________________________________________________________
    Betreff: Offener Brief des Elternbeirates zum SWR- Film ,,
    http://www.domspatzen.de/de/gymnasium/aktuelles/detail/article/brief-des-elternbeirates-zum-swr-film-suenden-an-den-saengerknaben.html
    ______________________________________________________________________________________
    Ich weiß jetzt nicht was dieser Elternbeirat mit diesem offenen Brief wirklich
    bezwecken möchte ,….
    Wenn , dann müssen nicht die Domspatzenschüler von heute ,auch nicht der Elternbeirat von heute , irgendwelche Briefe schreiben. Nein , gefragt sind die Verantwortlichen dieser heutigen Stiftung der Regensburger Domspatzen.
    Anscheinend darf ein NIEMAND heute irgend ein böses Wort mehr über die heutigen
    Domspatzen sagen. Wenn , dann muss man auch zum Thema diese kath. Kasanierung , und diese Phädophilie mit ansprechen. Auch finde ich diese neuen Bauten , die besstimmt auch wieder mit so vielen Steuergeldern finanziert werden, wirklich nicht gut. Die Schülerzahlen von den Domspatzen gehen seit einigen Jahren zurück, aber verbauen trotzdem schon wieder die Millionen! ( es geht um bis zu 50 Millionen Euros )
    http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/sanierung-domspatzen-regensburg-100.html
    http://www.tvaktuell.com/domspatzen-bekommen-nagelneues-gymnasium-129803/
    http://www.bistum-regensburg.de/news/domspatzen-bekommen-nagelneues-gymnasium-generalsanierung-des-schulzentrums-regensburger-domspatzen-mit-spatenstich-in-gang-gesetzt-3723/

  • Angelika Oetken

    |

    „@ Angelika Oetken,
    weiß nicht was Sie wirklich mit dem durchschnittlichen Gewinn in DM so meinen?“

    @Resch,
    nun in einem vergleichbaren Fall, dem der systematischen multimodalen Ausbeutung von SchülerInnen ist die Summe, die pro Fall veruntreut wurde bezifferbar. Jedenfalls für die Kinder und Jugendlichen, deren Plätze von bestimmten Jugendämtern finanziert worden waren. Es handelt sich bei dem unrechtmäßig einbehaltenen Geld um die Differenz zwischen den gewöhnlichen Platzgeldern und dem was wegen angeblichem erhöhtem Förderbedarf gezahlt wurde. Die zusätzlichen Leistungen wurden nämlich nie erbracht. Im Gegenteil. Die Odenwaldschule war besonders schlecht geführt. Angefangen bei der Versorgung der SchülerInnen, über die Ausstattung bis hin zur Qualität und Qualifikation des Personals. Außerdem erklärten MitarbeiterInnen von Jugendämtern, die mit der Pädoseilschaft an der OSO buchstäblich unter einer Decke steckten, Kinder die ins Beuteschema von Becker und Co. passten zu „Förderfällen“.
    Der so ohne jegliche positive Gegenleistung zusätzlich eingenommene Betrag war angeblich 1000 DM. Und zwar pro Monat! Vor Jahrzehnten schon eine erhebliche Summe. Auch die Odenwaldschule ist in den letzten Jahren in finanzielle Bedrängnis geraten. So wie die Domspatzen auch. Und zwar genau zu dem Zeitpunkt, an dem die Missbrauchsskandale öffentlich wurden. Und auch deren Begleit- und Beschaffungskriminalität folglich im Zuge der medialen Aufmerksamkeit eingeschränkt werden musste.

    Zu den Bauvorhaben, auf die Sie verwiesen haben: das Baugewerbe ist in geradezu sprichwörtlicher Weise geeignet, Menschen auf unrechtmäßige, aber schwer nachzuweisende Art zu begünstigen.

    Bestes – prominentes – Beispiel: der Berliner Flughafen (BER). Fünf Milliarden wurden schon investiert. Und er ist nach wie vor nicht betriebsbereit. Es gibt eine Untersuchung dazu. Aber konnte nicht ganz vollständig sein. Denn der Schmuh – mit den üblichen Hintergründen – setzte schon vor dem Mauerfall ein.

    Nie vergessen: TäterInnen werden im Allgemeinen Gewinnereigenschaften zugesprochen. Opfer will dagegen keiner sein.

    Interessant dazu:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Mikropolitik

    Heißt: wer für eine Missbraucherinstitution verantwortlich ist, muss in der Lage sein, eine Menge Leute zu schmieren. Am besten geht das, wenn man öffentliche Gelder verbaut. Vorschriften hin oder her. Man(n) kennt sich. Bis in die Verwaltung hinein.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    P.S. hat eigentlich schon mal jemand eine Liste angelegt, welche der Angehörigen der Regensburger Stadtverwaltung und der an den Bauvorhaben der Domspatzen beteiligen Firmen Domspatzenabsolvent ist bzw. seine Kinder dort untergebracht hat?

  • Angelika Oetken

    |

    „Ein Bericht über unsere moderne, offene Schule, in der Prävention und Transparenz eine zentrale Rolle spielen, wird Sie journalistisch wahrscheinlich eher nicht reizen.“

    @Resch,

    soll das etwa heißen, dass die Schule in ihre Präventions-AG auch unabhängige Mitglieder aufgenommen hat?

    Das wäre ja mal ein richtig ernst gemeinter Schritt in Richtung Glaubwürdigkeit, Ernsthaftigkeit und Verantwortungsbewusstsein.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    Aus dem Text, der auf der Domspatzenhomepage eingestellt ist:
    „Ein leistungsstarkes Gymnasium mit der Chorerziehung und der Beheimatung im Internat und in der Ganztagsbetreuung stärke nämlich die soziale und die kulturelle Kompetenz, mache zur Selbstdisziplin fähig und bereite so auf die Berufs- und Arbeitswelt vor.“

    Na, da frage ich doch mal ganz dumm: „soziale und kulturelle Kompetenz“, „Fähigkeit zur Selbstdisziplin“… das sind doch Eigenschaften bzw. Fertigkeiten, die das Elternhaus vermitteln sollte. Richtet sich das Domspatzengymnasium nebst angeschlossenem Internat etwa vor Allem an die Sprößlinge von Müttern und Väten, die nicht in der Lage, bzw. willens waren, ihren Kinder solche menschlichen Grundkompetenzen zu vermitteln?!? Damit wäre es DER Prototyp der so genannten „Eliteschule“.

  • Angelika Oetken

    |

    „Das ist schon der Hammer , Millionen für die Regensburger Domspatzen”!“

    @Resch,

    wer hatte die großzügige Subventionierung denn zu entscheiden?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Stiftungsratsvorsitzender und Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner betonte in Anwesenheit aller 360 Schüler sowie des Lehrerkollegiums und zahlreicher Angestellten und Festgäste bei der „Spatenstich-Feier“, dass ein leistungsstarkes Gymnasium Voraussetzung sei, damit das christliche Erziehungsmodell bei den Domspatzen im Dreiklang von Chor, Gymnasium und Internat prägend bleibt und zur Persönlichkeitsbildung der Schüler beiträgt.“

    „das christliche Erziehungsmodell“: was darf ich darunter verstehen?

    Galt es damals, als die Opfer, die sich innerhalb der vergangenen Jahre gemeldet haben missbraucht und misshandelt wurden auch schon?

    Falls dieses Ideal inzwischen weiterentwickelt wurde: inwiefern?

  • Resch

    |

    @ Angelika Oetken ,
    “ Betreff: Das christliche Erziehungsmodell der Regensburger Domspatzen
    ++ Voraussetzung sei, damit das christliche Erziehungsmodell bei den Domspatzen im Dreiklang von Chor, Gymnasium und Internat prägend bleibt und zur Persönlichkeitsbildung der Schüler beiträgt.” ++

    Tja , die Verantwortlichen der Regensburger Domspatzen müssen sich nicht wundern , wenn die Anmeldezahlen für das neue Schuljahr 2015 / 2016 eben noch mehr in den Keller rutschen , , und die Austritte unterm Jahr sich dann noch häufen.
    Diese Thema bei den Regensburger Domspatzen ist bis heute ein großes Fass ohne Boden!
    http://www.regensburg-digital.de/wp-content/uploads/2015/02/Stellungnahme-Intern-at.pdf

  • Veronika

    |

    @Resch: Ach die paar Millionen mehr oder weniger. Regensburg hats doch! ;-) Dafür bringt man die Bedürftigen bald aus der Stadt raus in die Randzonen und kann mit neu gebauten und sicherheitsmässig gut gestalteter Innenstadt die „Geldigen“ anlocken, dabehalten.

    @Frau Oetken: Schön, Sie wieder mal zu Lesen! ;-)

    Ach, nee? Es geht wirklich ums „christliche Erziehungsmodell“. Ich dachte schon man baut das Gymnasium nur, damit – die Regensburger Moschee wird m. W. vom Verfassungsschutz überwacht – der christliche Geist der mit Papa R. wieder nach Regensburg eingezogen war, dort dauerhaft „ad multos annos“ bestehen bleiben kann.

    Nee, geht wirklich nicht das Domspatzen-Gymnasium und diesen einstmals durch einen Papstbruder geleiteten Knabenchor – der schon mehrfach Päpsten vorgesungen hatte – untergehen zu lassen.
    Dompropst, Stiftungsratsvorsitzender, Ex-GV und besonderer Freund der Ratzingers sitzt auch im Verwaltungsrat der Oberpfälzer Technologischen Hochschule (OTH) Regensburg. Bischof V. möchte – ich hoffe es vor einem Jahr richtig verstanden zu haben – die dieser OTH angeschlossene OTH Amberg – Weiden möglichst zügig auch in ethischen Dingen unterstützen und Vorlesungen, Studientage auch in den umliegenden, frisch und neu sanierten Klöster abhalten lassen.

    Was mich aber tierisch freut ist, dass meiner Erinnerung nach seitdem sich Bischof V. als Fan des Jahn Regensburg geoutet hatte und sicher auch für diesen die neue VIP-Lounge im künftigen „Gib-Gummi-Stadion“ zur Verfügung steht, der jahn Regensburg keine Tore mehr schiessen soll. ;-) Der Fußballgott scheint nicht röm.-kath. zu sein.

  • Veronika

    |

    Vielleicht etwas deutlicher: Benedikt XVI. muß, sobald er das zeitliche gesegnet hat, selig- und heiliggesprochen werden können. Das ist erforderlich, da er Opus Dei und anderen als erzkonservativ zu wertenden kircheninternen Organisationen im Vatikan und weltweit die Macht eingeräumt hat, welche vorher nicht einmal mehr die Jesuiten hatten. Und es ist ja bekannt, dass die jeweils herrschende Gruppe innerhalb der RKK noch niemals in der Geschichte klein beigegeben hat. Da wurden schon ganze Völker, Volksstämme „negiert“, bevor man jemanden nicht selig- oder gar heiliggesprochen hätte. Die „Domspatzen-Sache“ nun ist hier äussert peinlich und unter Kennerinnen einer Selig- wie auch Heiligsprechung Benedikt XVI. em. sehr hinderlich. Ausschliesslich mit einer „Katholischen Enklave Oberpfalz“ unter einem politisch unterstütztem erzkatholischen Bayernkurs

    https://charismatismus.wordpress.com/2015/04/25/bayern-dr-albert-schmidt-spd-stellt-sich-hinter-die-ehelehre-von-kardinal-gerhard-muller/

    könnte er die Stufe eines „Regionalheiligen“, dann „Landesheiligen“ und in 100 Jahren wenn andere Verhältnisse – für die RKK die gewünschte mittelalterliche „Diktatur“ – herrschen, zum weltweit verehrungswürdigen Heiligen emporkommen. Ging lange Zeit auch mit den Borgias. Was wollen Sie?
    Und man braucht Erfolgserlebnisse dieser und ähnlicher Art:
    http://kath.net/news/50309 – Wahlsieger in Frankreich bekennt, dass er in der Bibel liesst und betet.

    – oder Bischof V. tauft in der Osternacht eine (vorher atheistische) Chinesin
    – oder: Bischof Schick (Bamberg) tauft in der Osternacht einen muslimischen Konvertiten.

    Alles gut unter kath.net – einfacher bei den Humanisten im freigeisterhaus nachzulesen. ;-)
    Den Erzkonservativen in der RKK war schon immer jedes Mittel recht die Macht zu erhalten und zu bewahren. Ich betone JEDES MITTEL, weshalb man diese eigentlich nur allen vorhandenen Staats- und Verfassungsschutzstellen zur „Betreuung“ andienen kann.

  • Angelika Oetken

    |

    @Resch,

    „Christliches Erziehungsideal“…. hier ein Link auf „Mikropolitik“. So wird Klüngeln und Kungeln wissenschaftlich korrekt bezeichnet
    http://de.wikipedia.org/wiki/Mikropolitik

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Die Schülerzahlen von den Domspatzen gehen seit einigen Jahren zurück, aber verbauen trotzdem schon wieder die Millionen! ( es geht um bis zu 50 Millionen Euros )“

    @Resch,

    auf ähnliche Art und Weise wie die Domspatzenträgerschaft hat sich das Gefüge der für die Odenwaldschule Verantwortlichen auch verhoben. Veruntreuen, Leugnen, Täter schützen, Opfer diffamieren, Einsicht simulieren, aber weiterhin Dünkel pflegen. Denen ging es einfach viel zu gut.

    Dann folgten kritische Berichterstattungen, alte Seilschaften dünnten sich aus, Förderer sprangen ab, Mitwisser wurden zu Whistleblowern, Opfer begannen zu sprechen, anstatt sich einfach nur zu Tode zu schämen, schließlich zogen sich die Geldgeber und Bürgen zurück. Und die staatlichen Kontrollorgane wurden sich schlussendlich ihrer Verantwortung bewusst und stellten berechtigte Forderungen an den Schulträger.

    Jetzt droht der Odenwaldschule ein Insolvenzverfahren
    http://glasbrechen.de/2015/04/insolvenz-der-ows/

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    P.S. der Schulneubau der Domspatzen wird doch mehr als 50 Millionen Euro kosten. Das Land gibt doch 12 Millionen dazu. Woher kommen die restlichen 38 Millionen Euronen?!?

  • Angelika Oetken

    |

    „Ach, nee? Es geht wirklich ums “christliche Erziehungsmodell”. Ich dachte schon man baut das Gymnasium nur, damit – die Regensburger Moschee wird m. W. vom Verfassungsschutz überwacht – der christliche Geist der mit Papa R. wieder nach Regensburg eingezogen war, dort dauerhaft “ad multos annos” bestehen bleiben kann.“

    @Veronika,

    das mit dem „christlich“ ist von meiner Warte aus vollkommen wertfrei. Es sagt doch nichts über die moralische Integrität und Gesetzestreue Derjenigen aus, die sich als „christlich“ bezeichnen.

    Was die eigentliche Motivation für das Domspatzen-Bauvorhaben ist: gute Frage. Schlüsselfrage. Dazu müsste man erstmal wissen, wo das Geld dafür herkommt. Wer von dem Bau profitiert und wer die Immobilie zugesprochen bekäme für den Fall, dass es der Domspatzenschule so geht, wie derzeit der Odenwaldschule.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Vielleicht etwas deutlicher: Benedikt XVI. muß, sobald er das zeitliche gesegnet hat, selig- und heiliggesprochen werden können. Das ist erforderlich, da er Opus Dei und anderen als erzkonservativ zu wertenden kircheninternen Organisationen im Vatikan und weltweit die Macht eingeräumt hat, welche vorher nicht einmal mehr die Jesuiten hatten.“

    @Veronika,

    zur Heiligsprechung: was müsste denn ein potentieller Seliger, bzw. Heiliger verzapft haben, um eben nicht selig oder heilig gesprochen zu werden können?

    Gibt es darüber irgendwelche Vorgaben?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Veronika

    |

    @Resch: In diesem „t-online“-Artikel ist aber nicht viel Neues drin, ausser:

    „Das Erzbistum München-Freising etwa hat 29 Fälle registriert, in denen auf Empfehlung der Missbrauchsbeauftragten den Opfern durchschnittlich rund 5000 Euro gezahlt wurden.“
    —————
    Müsste man dringend ergänzen: „(…) in denen auf Empfehlung der von der Erzdiözese beauftragten Mißbrauchsbeauftragten den Opfern durchschnittlich rund 5000 Euro gezahlt wurden.“

    T-Online weiß schon, warum bei diesem Artikel die Kommentarfunktion deaktiviert wurde. Man sieht, dass man sich in D ordentlich über die RKK und deren Vorgehensweise aufregt.

  • Resch

    |

    @ Veronika..,
    ja , warte einmal ab bis diese Pressekonferenz auch zu Ende geht,,
    anscheinend wirds einige Infos und NEUES geben..
    cu

  • Resch

    |

    Ab das wirklich etwas wird , wenn ein Regensburger Anwalt diese Missbrauchsgeschichten der Domspatzen bearbeiten darf?
    Da bin ich einmal gespannt , was da noch kommen wird.
    Für mich ist das wieder keine richtige Aufarbeitung , und ich hoffe , dass das Thema
    Etterzhausen auch heute endlich richtig angegangen wird‘!

    http://www.tvaktuell.com/missbrauch-bei-domspatzen-aufarbeitung-durch-unabhaengigen-rechtsanwalt-130299/

    27. April 2015 11:19

    Zu Beginn einer Pressekonferenz heute Vormittag bekräftigte Domkapellmeister Roland Büchner seine Erschütterung über die Missbrauchsfälle bei den Regensburger Domspatzen. Seine Entschuldigung wiederhole er „in tiefer Erschütterung und Scham.“ Die Domspatzen tuen alles Mögliche, um die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle voranzutreiben.

    http://www.uw-recht.org

  • Angelika Oetken

    |

    „Für mich ist das wieder keine richtige Aufarbeitung , und ich hoffe , dass das Thema
    Etterzhausen auch heute endlich richtig angegangen wird’!“

    @Resch,

    eine ernst gemeinte und nachhaltige Aufklärung muss unabhängig sein. Denn wenn eine Institution derart in systematische Missbrauchskriminalität verwickelt ist, wie das Bistum Regensburg und die von ihm betriebenen Domspatzeneinrichtungen, dann erfüllt sie die Voraussetzungen für eine seriöse Aufklärung nicht.

    Die Aufarbeitung wiederum, die einer umfassenden Aufklärung folgt muss von der verantwortlichen Institution selbst ausgehen.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    Aus der Erklärung:

    „Deshalb glauben wir, dass gerade auch im Hinblick auf die Transparenz
    für die Opfer, aber auch für die Öffentlichkeit es notwendig ist, eine
    unabhängige Institution einzuschalten, die eine
    Begutachtung/Untersuchung der im Raum stehenden Taten, Vorwürfe
    und Verdächtigungen vornimmt und darüber berichtet. “

    „unabhängige Institution“… na da bin ich aber mal gespannt. Eine einzelne Organisation kann in Zeiten des Kampfes um Spenden und Förderungen sowieso nicht unabhängig sein.

    Höchstes eine Kommission, zusammengesetzt aus Leuten, die einen guten Leumund haben und sich im Ruhestand befinden. Alternativ nur aus Menschen besteht, die der Katholischen Kirche und dem Bistum Regensburg und seinen Kooperationspartnern nicht verbunden und folglich auch nicht von ihr abhängig sind.

    Die müsste man erstmal finden.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Prävention heißt ja, Kinder stark machen, ihren Bedürfnissen
    eine Sprache geben“

    Nein, Herr Büchner. Da haben Sie offenbar was falsch verstanden.

    Es liegt nicht an den Opfern, dass sie missbraucht werden. Erst recht nicht im Falle der Übergriffe, die in den Domspatzeneinrichtungen passierten. Die Kinder waren ihren Tätern und deren Spießgesellen ausgeliefert. Zweck war die umfassende Ausbeutung von SchülerInnen.
    Eine ganz und gar schäbige Angelegenheit.

    Prävention heißt, Kinder vor sexueller Ausbeutung zu schützen. Das ist Aufgabe der Erwachsenen und gelingt denen nur, wenn sie sich zum Thema fortbilden, sich mit eignen traumatischen Erfahrungen auseinandersetzen, missbrauchsfördernde Strukturen identifizieren und Schutzmaßnahmen etablieren.

    Aber die allererste Voraussetzung für gelingenden Kinderschutz ist die konsequente und ehrliche Aufklärung und Aufarbeitung der eigenen Missbrauchshistorie.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Heinz A. Höver

    |

    Seit Dezember beobachte ich die Regensburger Diskussion und habe mich auch schon mehrfach eingebracht,obwohl ich in der Eifel wohne.Regensburg ist eine schöne Stadt,nur müssten ihr derzeitiger u.vor allem der vorherige Bischof nicht sein!Ich habe schon mehrfach ausgeführt,dass ich beide nicht gerade als wahrheitsliebend und Müller sogar als einen Straftäter betrachte,auch wenn seine Beihilfe zum Missbrauch eines Jungen schon verjährt ist.Es ist schon sehr verwunderlich,was in dieser Debatte abgeht.
    Lächerliche Angebote an „Entschädigungen“,Nichtanhörung von Missbrauchsopfern, ein fortwährendes Verniedlichen und Vertuschen seitens des Bistums,beauftragte Personen des Bistums, die einem die Zornesröte ins Gesicht treiben und vieles mehr. Die Pressekonferenz und die zur Schau gestellte „Erschütterung“ des Domkapellmeisters ist für mich absolut unglaubwürdig.Die Herrschaften meinen wohl,dass die Gedächtnisse der Zuhörer und Leser so kurz sind wie sie vorgeben,dass ihre eigenen sind.Einer der Vorgänger des werten Kapellmeisters war Georg Ratzinger,der schon gleich nach Aufkommen der Missbrauchsvorwürfe in einem verlogenen Interview erklärte,dass er nichts und gar nichts von Missbräuchen wisse.Dabei lebte er mit einem später verurteilten Täter auf einer Etage!Bekannt war DIESER Kapellmeister auch für sein unbeherrschtes Schlagen,das auch öffentlich geworden ist.Aber statt ihn und seine Verlogenheit auch nur einmal zu kritisieren hier in diesem Forum,wird er vom Chor,seinen Verantwortlichen und vom Bistum stets-insbesondere zu Geburtstagen-hoffiert. Für mich macht das Bistum Regensburg und viele seiner agierenden Menschen einen extrem verlogenen Eindruck.Auch der jetzt versprochenen Aufklärung traue ich nichts und gar nichts zu,noch niemals bisher in den 27 Bistümern hat es „Aufklärer“ gegeben,die nicht mit der Kirche auf irgendeine Weise verbandelt waren.Ich will niemanden vorverurteilen, aber der Anwalt muss erst mal den Dreck von vielen Jahren wegräumen und die beiden Bischöfe nicht schonen, sonst macht seine versprochene Aufklärung null Sinn.Die katholische Kirche hat schon einmal bei ihren Gläubigen Glück gehabt,als sie ihre Nazis in Widerstandskämpfer umfunktionierte, sie glaubt vielleicht bisher noch, dass ihr das auch beim Kindsmissbrauch gelingt. Wir sollten ihr dabei in die „Suppe spucken“, damit sie ungeschont belangt wird und Wiederholungen unterbleiben.Ich jedenfalls werde sie weiter gut und streng beobachten, zumal mein Vertrauen zu dieser Instistution insgesamt unter null gesunken ist.

  • Angelika Oetken

    |

    „.Ich jedenfalls werde sie weiter gut und streng beobachten, zumal mein Vertrauen zu dieser Instistution insgesamt unter null gesunken ist“

    @Heinz A. Höver,

    ja, es bestätigt sich mal wieder: „Ein Vertrauensvorschuss ist nur da angezeigt, wo Kontrolle jederzeit möglich ist“.

    Zur Frage der Aufklärung: der Weiße Ring hat viele engagierte MitarbeiterInnen. Lebt aber wie so gut wie alle anderen Hilfeorganisationen von Spenden.

    Die Frage, woher die 38 Millionen Euro kommen, die die Domspatzen für den Neubau ihrer Schule benötigen (12 Millionen zahlt ja das Land Bayern dazu) ist noch nicht geklärt.
    Angeblich gibt es einen äußerst wohlhabenden Spender.

    Ob der wohl auch dem Weißen Ring unter die Arme greift?

    In der Hoffnung, dass dann die Untersuchungen im Sinne der Auftraggeber durchgeführt werden? Also die serielle Einzeltäterhypothese bestätigt wird?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Veronika

    |

    @Heinz A. Höver:
    Natürlich verjähren Straftaten. Weshalb glauben Sie hat man jetzt seit 2010 fünf Jahre abgewartet? Jetzt gibts Neues: Auf Empfehlung des „Weißen Rings“ darf jetzt ein aus Weiden/ Opf. (Dort gab es das Bischöfl. Studienseminar in dem einer der jahrelang pädofilen Kirchenmusikdirektoren eine zweite und dritte Chance erhielt.) stammender Regensburger Rechtsanwalt nach welt.de-Bericht auch „in Geheimarchive“ blicken, unter Aufhebung der Schweigeverpflichtung Zeugen befragen usf..
    Wer glaubt jetzt, dass dieser (einfache) Rechtsanwalt können werden darf, was einem Prof. Pfeiffer als ausgewiesenem Kriminologen und Strafrechtler fast schon unter Klageandrohung verwehrt wurde?

    Hier der Link:
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article140158760/Tiefe-Scham-ueber-Missbrauch-bei-den-Domspatzen.html

    Ich hoffe, dass sich die Mißbrauchsopfer nicht für dumm verkaufen lassen, und dieses „Angebot“ deutlichst ablehnen um zu zeigen, dass es so sicher nicht geht.

  • Veronika

    |

    Abschliessend noch eine Info zum Arbeitsbereich dieses beauftragten Rechtsanwalts, auf dessen Originalseite http://www.wlw-partner.de/rechtsberatung.html

    Jetzt mache ich mal wieder ein paar Wochen Kommentierungspause! Versprochen!

  • Angelika Oetken

    |

    „Abschliessend noch eine Info zum Arbeitsbereich dieses beauftragten Rechtsanwalts, auf dessen Originalseite http://www.wlw-partner.de/rechtsberatung.html

    Ach so, der soll Akten sichern… arbeitet dieser Rechtsanwalt – rein zufällig natürlich – auch für das Domspatzenbauprojekt?

    „Jetzt mache ich mal wieder ein paar Wochen Kommentierungspause! Versprochen!“

    @Veronika,

    warum denn, jetzt wird es doch erst richtig spannend ;-) Es wird möglicherweise herauskommen, wie tief Menschen sinken können… noch dazu im Rudel :)

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Ich springe in kaltes Wasser, in ein Becken, dessen Tiefe ich nicht kenne“, sagte der mit der Begutachtung der Missbrauchsfälle bei den Domspatzen beauftragte Rechtsanwalt Ulrich Weber.
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/regensburg-gutachter-soll-missbrauch-aufklaeren-1.2454513

    Ich weiß zwar nicht, wann genau Herr Weber sich das erste Mal mit der Römisch Katholischen Kirche, respektive dem Bistum Regensburg eingelassen hat. Aber auf jeden Fall schwimmt er seitdem in einem Haifischbecken.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Resch

    |

    Das Fass ohne Boden

    Auch wenn sich der heutige DKP Büchner ausführlich entschuldigt hat und um Vergebnung geben hat , dann frage ich mich , warum das auch der DKM hat machen müssen. Das alles hätte man auch schon nach 2010 machen dürfen.
    Und Anhand der vielen Fotos dieser Pressekonferenz kann man sehen, dass das alles irgendwie doch nicht so ganz echt wirkte.
    Es hat nach meiner Meinung auch der Herr Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner, Dompropst des Domkapitels Regensburg auch ausführlich gefehlt. Dieser Herr ist der erste Mann im Stiftungsrat der Stiftung Regensburger Domspatzen , und hätte auch zum Thema etwas sagen müssen. Ich finde , wir alle werden zum Thema nur veräppelt und vergackeiert!
    http://www.domspatzen.de/de/chor/institutionen/stiftung.html
    Auch muss das ganze Thema Etterzhausen endlich von a bis z auch auf den Tisch!

  • Veronika

    |

    @Frau Oetken:

    Sie haben mich überredet Frau Oetken. Herrn Aigner wirds freuen. ;-)

    Das mit dem „Haifischbecken“ ist ideal getroffen. Vielleicht sollte man diesem RA Weber mal sagen, dass es schon einmal einen RA Guido Paprotta gab, der gerade noch das rettende Ufer erreichte.
    ————————————-
    Ich meinte mit dem wlw-Link vor allem auch, dass RA Weber kein Kriminologe, nicht einmal Strafrechtler ist, und damit regelmässig auch nicht in diesen Kreisen verkehrt, in denen bzgl. mancher Dinge Tacheles gesprochen wird.

  • Angelika Oetken

    |

    „Ich meinte mit dem wlw-Link vor allem auch, dass RA Weber kein Kriminologe, nicht einmal Strafrechtler ist, und damit regelmässig auch nicht in diesen Kreisen verkehrt, in denen bzgl. mancher Dinge Tacheles gesprochen wird.“

    @Veronika,

    ja es wäre auch gut zu wissen, wie lange Herr Weber schon beim Weißen Ring dabei ist. Und schade, dass der Vertrag, den er mit dem Bistum geschlossen hat, nicht öffentlich gestellt wird. Eigentlich macht man das bei ernst gemeinter Aufklärung so.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Stefan Aigner

    |

    @Frau Oetken. Herr Weber ist, wie in dem entsprechenden Artikel zu lesen ist, seit 2006 beim Weißen Ring.

  • Angelika Oetken

    |

    Herr Aigner,

    Danke für den Hinweis.

    Die Frage von @Veronika, warum man sich nicht für einen Strafrechtler oder Kriminologen entschieden hat ist um so berechtigter. Gerade beim Weißen Ring engagieren sich viele ehemalige Kripoleute.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Resch

    |

    Betreff:
    47 Domspatzen erhalten das Abiturzeugnis am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen

    Also , wenn die Quote bei den Einser – Schülern heute bei über 10 % liegt , dann stimmt bei den Regensburger Domspatzen etwas nicht. Nach meiner Meinung ist die Zahl 5 bei dem Einser – Abitur wirklich viel zu hoch. Wenn doch die Zahl so hoch ist, dann frage ich mich, wie leicht man dort in Regensburg bei den Domspatzen auch das Abitur machen kann.
    http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/47-Domspatzen-erhalten-das-Abiturzeugnis-am-Musikgymnasium;art1172,313329

    Fakt ist , dass eben die Quote der Einser – Schüler tatsächlich viel zu hoch ist. Das Domspatzengymnasium ist eines der besten in Deutschland , aber die Quote von
    über 10 % bei den Einser – Abiturienten ist dort leider wirklich viel zu hoch!

    Einser – Abitur bei den Regensburger Domspatzen

    Für den Elternbeirat gratulierte die Vorsitzende Petra Pfaffenheuser und betonte, dass bei den Domspatzen schon seit über eintausend Jahren erkannt worden sei, wie wichtig der Einfluss von Kultur im Allgemeinen und Musik im Speziellen auf die emotionale Ausgeglichenheit des Menschen, auf seine soziale Kompetenz und – um in den für den Staat wichtigen Kategorien zu sprechen – ihr Einfluss auf Produktivität und Qualität von Arbeit sei. Napoleon habe dies ausgedrückt, wenn er feststellt:

    Anscheinend hat der Elternbeirat auch diesen ominösen offenen Brief vergessen,
    den sie vor einiger Zeit schon geschrieben haben.

    Da stellt sich die Frage, warum Sie eben diese Facette des Themas weggelassen haben und ebenso stellt sich die Frage, ob Ihnen an einer „objektiven“ Aufarbeitung des Themas gelegen war oder ob Sie bewusst polarisieren wollten.

    cu

  • Resch

    |

    Regensburger Domspatz zum Priester geweiht.
    http://www.bistum-regensburg.de/multimedia/mediathek/priesterweihe-2015-615/
    Ich hoffe sehr , der Bischof von Regensburg hat heute auch schon seine Missbrauchsstatistik korigiert!

    Fünfjährige als „geistliche Braut“….ein ganz schön perverser Ritus was da
    in Leonberg praktiziert werden soll!
    ..Primizbraut Emilia geht voraus…
    Hilfe kam auch von der Stadtverwaltung, die für Freitag und Samstag noch eine Großreinigungsaktion in Leonberg und entlang des Primizweges angekündigt hatte. Auf seinem Weg vom Elternhaus zum Schlossplatz wird der Primiziant von der fünfjährigen Emilia Huber als Primizbraut begleitet. Damit wird ein Brauch erhalten, wonach eine in weiß gekleidete geistliche Braut auf einem Kissen eine Primizkrone oder einen Kelch voraus trägt….
    http://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf-nachrichten/auf-viele-kleine-details-kommt-es-an-21416-art1253584.html

  • Angelika Oetken

    |

    „Wenn doch die Zahl so hoch ist, dann frage ich mich, wie leicht man dort in Regensburg bei den Domspatzen auch das Abitur machen kann.“

    @Resch,
    na, es wird sein, wie an vielen Privatschulen auch: in der Oberstufe werden manche Schüler(Innen?) so gut benotet, dass sie nur noch ein wenig Hilfe brauchen und auch die Hürde des zentralen Abiturs schaffen. Dann darf da hier und da in der Abiturprüfung auch ein Aussetzer sein und man hat zu mindestens eine gute Note. Oder eben bestanden, wo man an staatlichen Schulen gescheitert wäre. Wenn Sie es als Schulleitung hinkriegen, dass dann da noch ein paar wirkliche Leuchten Ihre Schule besuchen – schon ein guter Mittagstisch, Stipendien oder PC-Arbeitsplätze für jeden können da regelrechte Wunder wirken- dann haben Sie schnell eine hohce Quote an „Einserabiturienten“. Dann müssen Sie sich über Anmeldungen keine Sorgen machen.
    Da ja die Schülerzahlen allgemein aus demografischen Gründen sinken, werden Eltern, die ihre Kinder wirklich lieben, auch andere Schulen finden als ausgerechnet die, welche von den „Domspatzen“ bzw. dem Bistum betrieben wird.

    So eine Art „Bildungsgentrifizierung“. Auch eine Form von Gerechtigkeit. Bleibt alles in den Familien… irgendwann wird es so sein, wie mit der Odenwaldschule. Deren Besuch mal als ganz besondere Chance für ganz besondere Kinder galt und mittlerweile zu einem regelrechten Stigma geworden ist. Nicht schön für die ehemaligen SchülerInnen. Liegt aber in der Verantwortung deren, die in der Vergangenheit und leider auch heute noch auf ganzer Linie kollektiv versagt haben.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    P.S. Apropos „Akten“: die Sorge des Opfervereins „Glasbrechen“ ist aktuell, dass im Zuge der Insolvenz der Odenwaldschule wichtige Akten vernichtet werden. Heißt in Bezug auf die Domspatzenopfer und ihre UnterstützerInnen: schön fleißig sammeln, an einem sicheren Ort archivieren :)

  • Angelika Oetken

    |

    http://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf-nachrichten/auf-viele-kleine-details-kommt-es-an-21416-art1253584.html

    Aus dem Artikel geht ja leider nicht hervor, wo man den Herrn Popp fortan einsetzen wird. Oder ich habe da nur irgendwas nicht verstanden.
    Und der Herr Müller, immerhin als Präfekt der Glaubenskongregation auch für den Umgang mit Täterpriestern verantwortlich wird doch den drei jungen Männern Hinweise gegeben haben, wie sie es mit der Missbrauchsprophylaxe zu halten haben. Oder?!?
    http://www.ksta.de/politik/-jesuit-mertes-fordert-ruecktritt-von-bischoefen,15187246,26112942.html

  • Angelika Oetken

    |

    „Ich hoffe sehr , der Bischof von Regensburg hat heute auch schon seine Missbrauchsstatistik korigiert!“

    @Resch,

    ach vermutlich hat er längst den Überblick verloren. So wie einst das Ministerium für Staatssicherheit. Auch als „Stasi“ bekannt, vom Volk, also allen, die nicht dort mitgemacht haben auch als „VEB Horch und Guck“ bezeichnet ;-)

    Aber andere führen ja Buch. Die DDR ging unter, als Ikea und Quelle anfingen ihre Produktion in andere Länder zu verlegen. Die von Ostdeutschen produzierten Waren waren zu hochwertig für eine Wegwerfgesellschaft.
    Und der Klerus wird in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, weil zu viele von ihnen bei Pornolieferatern und Zuhältern in der Kreide stehen. Bei den ansehnlichen Salärs will das schon was heißen. Sympathisches Völkchen :)

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Veronika

    |

    @Heinz A. H.:

    „Der unmenschliche, arrogante und einfach nur widerliche Müller hat sich nicht daran gehalten.Als die neuen Verbrechen bekannt wurden, habe ich ihn bei der Staatsanwaltschaft angezeigt wegen Beihilfe zum Missbrauch. Resultat: verjährt! Nun spielt der feine Herr sich in Rom auf,lebt wie die Made im Speck u.hat eine Werteordnung, dass einen gruselt.Der jetztige Bischof von
    Regensburg und sein Gedankengut sind nicht weniger abstoßend.“
    ———————————————–
    Also bitte mal nicht so gehässig!!! Das zeigt doch das System, da ist der Einzelne nur Spielball. Macht er mit, gehts gut. Macht er nicht mit, wird er verdammt. Wird er zu gefährlich – dürfte auch M. begriffen haben – könnte er irgendwann ganz weit weg, vielleicht sogar von dieser Erde weg sein. Dann würde ihn die Glückseligkeit erwarten. Die RKK hat schon vorgesorgt, dass einem dieses irdische Leben in deren Kreisen auch mal als Jammertal vorkommen kann.

  • Angelika Oetken

    |

    „Wann gehen bei den Domspatzen in Regensburg auch die Lichter aus?“

    @Resch,

    Ihr Vergleich mit dem Schicksal der Odenwaldseilschaft ist gut. Die Analyse des Verfalls dieser Netzwerker sinnig, wenn man eine gute Strategie entwickeln will, um dem Domspatzenfilz was entgegen zu setzen.
    Was letztlich dazu führte, dass der OSO-Klüngel in die Defensive geriet und seine Protektion durch Politik, Medien, Wissenschaft und Wirtschaft verlor, lässt sich wohl erst in Rückschau ermitteln. Ganz sicher hat eine Rolle gespielt, dass es im Ensemble des VIP-Kasperltheaters, was bis zum Mauerfall den Wessis das gewünschte Stück darbot, einen Generationenwechsel gab
    http://www.zeit.de/2010/13/DOS-Missbrauchsskandal-Deutschlands-Elite

    Näheres dazu auch auf http://glasbrechen.de/

    Im Übrigen: für die weitere Verwendung der Oberhambacher Immobilie (schön gelegen, patinierter Charme…) gibt es schon einen sehr guten Vorschlag. Adrian Koerfer von „Glasbrechen e.V.“ schlägt vor, dort eine Gedenkstätte für die mehr als 500 Opfer der Odenwaldschule und eine Fortbildungsakademie einzurichten.

    Sehr gute Idee! Ich hoffe, dass sie sich durchsetzt.

    Apropos: was könnte man denn mit den Immobilien, die den Domspatzen gehören anfangen?

    LG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Resch

    |

    Ein paar christlich-geistliche Perlen aus diesem wundervollen römisch-katholischen Selbstreinigungs-Prozess über den „sogenannten Missbrauchskandal“ (wie der Bistums-RA Geedo Paprotta so richtig sagt)

    http://volkundglauben.blogspot.de/2015/01/priester-georg-ratzinger-schaut.html

    März 2010. Clemens Neck, Sprecher des Bistums:
    „Für das Bistum bedeuten diese Anfragen [vulgo: Prügeleien, Körperverletzungen, Schweinereien und analen Vergewaltigungen] viele Gespräche, auch Zuhören, Recherchen, auch Aktenstudium, Befragungen.“

    Das Bistum schweigt „Um die Opfer zu schützen.“

    2001. Georgs Bruder, der Ratzinger Josef, alias Papst Benedikt XVI.:
    „Prozesse dieser Art unterliegen der päpstlichen Geheimhaltung.“

    Geedo Paprotta, bestbezahlter Anwalt des Bistum Regensburg:
    „Ich möchte dazu nichts sagen.“
    „Ich werde mich nicht zu einzelnen Fällen äussern.“
    „Dazu darf ich und kann ich nichts sagen.“

    Kardinal Gerhard Ludwig Müller:
    „Eine Aussage kann wegen der päpstlichen Geheimhaltung nicht getroffen werden.“

    Dr. Martin Linder, Missbrauchbeauftragter Bistum Regensburg:
    „Der Täter hat ja auch Interessen, die vertreten werden müssen.“
    _______________________________________________________________________________________

    Neue Ideen des Vatikans zur Entsorgung der Missbrauchsfälle.

    http://volkundglauben.blogspot.de/2015/02/die-gebetstonne-oder-wie-der-vatikan.html

  • Angelika Oetken

    |

    „„sogenannten Missbrauchskandal“ (wie der Bistums-RA Geedo Paprotta so richtig sagt)“

    @Resch,

    falls Herr Paprotta sich wirklich so ausgedrückt haben sollte, hätte er ja nicht ganz unrecht. Der eigentliche Skandal geht ja über die systematische Vertuschung, Verleugnung und etwaige Förderung von Missbrauchsverbrechen durch Angehörige des Bistums weit hinaus. Wobei die Beschädigung und Entwürdigung von Kindern durch die deformierte Sexualität Erwachsener wohl zu den widerlichsten Erscheinungen der menschlichen Existenz gehören.

    In diesem Artikel geht es um die Verwicklung deutscher Banken in vatikanische Wirtschaftskriminalität
    „Deutsche Banken sind einem Medienbericht zufolge in mögliche Schwarzgeld-Geschäfte der Vatikanbank verwickelt. Die Staatsanwaltschaft in Rom gehe dem Verdacht nach, dass Kunden der Vatikanbank mithilfe deutscher Kreditinstitute Schwarzgeld verschoben haben könnten, berichtete die „Welt am Sonntag“. Insbesondere interessieren sich die Ermittler demnach für Transaktionen, die über die Deutsche Bank abgewickelt wurden.“
    http://www.donaukurier.de/nachrichten/wirtschaft/Deutschland-Vatikan-Banken-Finanzen-Justiz-Deutsche-Institute-in-Vatikanbank-Affaere-verwickelt;art154664,3099802#plx558933314

    Nun ist Geldwäsche ja vergleichsweise aufwändig. Abgesehen davon besteht die große Gefahr, dass sich die daran Beteiligten selbst was in die Tasche stecken. Es kommen als Erfüllungsgehilfen also nur Leute in Frage, gegen die die Strippenzieher was in der Hand haben. Und wer wäre da besser geeignet als Pädokriminelle? Erst recht in einem Milieu wie dem klerikalen, in dem Missbrauch gewohnheitsmäßig und in größerem Stil betrieben wird?

    Apropos „Banken“: die Hausbank des Bistums Regensburg ist doch diese hier oder?
    https://www.ligabank.de/ihre-liga-bank/filialen-ansprechpartner/uebersicht-filialen/filialeregensburg.html

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Resch

    |

    Für alle stressgeplagten Opfer die damals auch in diesem Kinder KZ Etterzhausen und später auch in Pielenhofen waren.

    Habe hier zwei gute Bücher zum Thema für Euch,
    Achtsamkeit reduziert den Stress und fördert das körperliche und seelische
    Wohlbefinden.
    Alles Gute !
    http://www.bol.de/shop/home/suchartikel/so_leicht_geht_achtsamkeit_fuer_dummies/shamash_alidina/EAN9783527710409/ID39174135.html?suchId=08715135-22b3-4c79-a352-47d792580258&jumpId=4424279
    https://www.weltbild.de/artikel/buch/achtsam-durch-den-tag_17496310-1

  • Angelika Oetken

    |

    „Vom Umgang des Bistums Regensburg mit den missbrauchten Domspatzen: Am 7. Januar, 23.30 Uhr, zeigt die ARD dazu die Dokumentation „Sünden an den Sängerknaben“.“

    Nicht umsonst wurde der Vatikan im vergangenen Jahr von der UNO-Menschenrechtskommission angezählt.

    http://www.taz.de/!5042937/
    http://www.deutschlandfunk.de/missbrauch-durch-geistliche-der-vatikan-vor-dem-un.886.de.html?dram:article_id=287414
    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/missbrauch-vatikan-von-uno-ausschuss-gegen-folter-kritisiert-a-971391.html
    http://diepresse.com/home/panorama/religion/1349535/Missbrauch-in-der-Kirche_Wie-bei-Ueberlebenden-von-Folter

    Es gibt zertifizierte Weiterbildungen für Therapeuten, die sich auf die Behandlung von traumatisierten Menschen spezialisieren wollen.

    Nähere Infos:
    http://www.degpt.de
    http://www.emdria.de

    In München gibt es ein Traumahilfezentrum
    http://www.thzm.de/index.htm

  • Resch

    |

    Anscheinend werden die vielen Domspatzeneltern von heute eben immer noch mit vielen Halbwahrheiten oder schiefen Lügen zum Thema Missbrauch abgespeißt.
    Ich finde das so sehr schade , dass sich dieses Niveau seit 2010 so derart fortsetzt.
    _______________________________________________________________________________
    Diese Vetternwirtschaft bei den Domspatzen kocht anscheinend immer noch bis
    heute in die Gegenward;
    siehe Kommentar von Frau Lady Bird
    http://www.netmoms.de/fragen/detail/regensburger-domspatzen-25426634
    MrsLadyBird
    28.07.2015 08:03
    Mein Großer war ganze drei Wochen dort. Es geht sehr elitär zu und Schüler von großzügigen Mitgliedern des Fördervereins werden bevorzugt. Z.B. durfte ihm ein Klassenkamerad ungestraft in seine Turnschuhe urinieren (ja richtig gelesen) und mein Sohn bekam dann Ärger als er ihn erwischte und wegschubste. Dies und ähnliche „Scherze“ haben uns dann dazu veranlasst ihn wieder rauszunehmen, da es ständig ungerecht zuging und selbst die Nachtruhe usw. nicht eingehalten werden musste von den „Elite“-Schülern. Einer spielte z.B. bis in alle Puppen mit seinem DS, als sich mein Sohn beschwerte, bekam er ärger, da er laut geredet hat. Dem anderen, da die Eltern gute Spender sind, passierte nichts.
    Früher ging es dort wesentlich kameradschaftlicher zu. Mein Opa, seine Brüder, diverse Onkel, Cousins usw. von mir waren früher dort und die Vorwürfe, dass es dort damals ruppig zuging können diese alle nicht bestätigen. Es wurde halt Disziplin verlangt und zu Opas Zeiten wurde auch in sämtlichen anderen Schulen gerne noch der Rohrstock eingesetzt.

  • Resch

    |

    Bestimmte Internetseiter von Netmoms.de wurde gelöscht!
    http://www.netmoms.de/fragen/detail/regensburger-domspatzen-25426634

    Anscheinend geht es um den Kommentar dieser Pissschuhe , siehe Bericht oben,
    ( 28. Juli 2015 um 22:13 )
    die eine ehemalige Domspatzenmutter ins Nets gestellt hat.
    Bemerkenswert ist das!

  • Angelika Oetken

    |

    „Bestimmte Internetseiter von Netmoms.de wurde gelöscht!
    http://www.netmoms.de/fragen/detail/regensburger-domspatzen-25426634

    @Resch,

    ja schade. Die Screenshots werden aber bestimmt bald irgendwo auftauchen ;-)

    Übrigens: ist Ihnen dieser Beitrag schon aufgefallen?

    http://www.netmoms.de/fragen/detail/wieviel-kleidung-fur-drei-wochen-internat-19665264

    Die Antworten offenbaren eine wohltuende Normalität bei den übrigen Foristinnen auf „Netmoms“ :)

    VG
    Angelika Oetken

  • Resch

    |

    Hi Leute ,
    das Bistum Regensburg , bzw. die A. Glaß Hoffmann in Regensburg , Gewaltbeauftragte vom Bistum Regensburg zum Thema Domspatzengewalt , , verschickt zur Zeit höfliche Briefe an alle Gewaltopfer zum Thema Etterzhausen und Pielenhofen.
    Es wird höflich darum gebeten, ob eben die Frau Hoffmann alle Domspatzendaten , eben die der Opfer , die sich eben zum Thema schon gemeldet haben , dem Anwalt Weber zum Thema Domspatzenaufarbeitung weiterleiten darf?

    Für mich eine sehr billige Mache , um an viele DATEN zum kommen.

    Ihr alle könnt zum Thema ausführlich auch per eMail bei der Frau Hoffmann
    widersprechen. Keine Weitergabe von Daten, und oder auch auch keine Akteneinsicht!

    Klar ist alles freiwillig – muss ja sein, sonst ist was los.

    Anscheinend arbeiten die Freunde der Domspatzen zum Thema nicht so sehr mit.
    Laut Facebook haben die Domspatzen heute dort weit über 2800 Freunde, auch viele viele
    Ehemalige Domspatzen sind darunter, aber leider möchten sie vielleicht auch nicht
    so sehr zum Thema mitarbeiten?

    Auch finde ich bis heute zum Thema 2500 Taler eben keine guten Worte.
    Nichts und kein Geld der Welt kann das von damals wieder gut machen, auch nicht #
    mit 2500 Euros.

    cu

  • Angelika Oetken

    |

    „Für mich eine sehr billige Mache , um an viele DATEN zum kommen.“

    @Resch,

    sehe ich auch so. Das Vorgehen ist bekannt, viele andere kirchliche und weltliche Institutionen, die von Missbrauchskriminalität befallen waren oder sind fahren eine ähnliche Strategie. Und das hat sich im Laufe der Zeit unter deren Opfern, den Mitbetroffenen und Whistleblowern rumgesprochen.

    Sowieso: falls das Bistum Regensburg meint, sein Wissen über die systematische Missbrauchs- und Gewaltkriminalität, die in seinem Verantwortungs- und Einzugsbereich betrieben wurde und die im Zusammenhang mit anderen Arten von Rechtsbrüchen steht noch vervollständigen zu müssen, dann sollte es in seinen Archiven, Personalakten, Geschäftsbüchern und irgendwelchen Kellern suchen. Da ist alles Wesentliche vermerkt. Notfalls mal bei denen, die für die Ausbildung des Priesternachwuchses zuständig sind nach dem Codierungsschlüssel fragen, den man(n) braucht, um offizielle, vor allem aber informelle Infos wieder aufzufinden. Vielleicht stößt man bei der Gelegenheit auch auf eine Aufstellung über den Immobilienbesitz des Bistums Regensburg und seiner Finanzpartner. Die würde wiederum weiterhelfen, wenn man sich die Frage beantworten will, warum es so lange wie geschmiert lief mit der sexuellen Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen. Auch gewisse Behörden, die mit der Untersuchung (organisierter) Wirtschaftskriminalität befasst sind, könnten sich für diese Unterlagen interessieren. Da könnte man gleich mehrere Fliegen mit einer Klatsche erschlagen… ein Abwa(t)sch. Oder neudeutsch: die Ressourcen schonende Nutzung von Synergieeffekten :)

    Und für alle Fälle sollten die Zuständigen noch eine Umfrage unter den 2800 Facebookfreunden der Domspatzen starten. Ist super easy und ganz einfach einzurichten. Funktioniert auch als anonyme Befragung. Sogar ich habe das mit ein ganz klein wenig Unterstützung hinbekommen. Gucktihrhier – zum Beispiel: https://de.surveymonkey.com/ Viel Erfolg! Und wenn die Verantwortlichen Fragen haben: ich helfe gern ;-) Bin ganz leicht über das Netz zu finden!

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Resch

    |

    Es gibt kein Foto, keine Unterlagen und nur einen einzigen Auftritt, der den Schlagersänger Rex Gildo mit den Regensburger Domspatzen in Verbindung bringt.
    Es war 1981, in der Fernsehsendung „Gestatten Sie: Rex Gildo“. Dafür hatte sich der Künstler „seine“ Domspatzen ins Studio geholt.
    ___
    Sexy Rexy“ bis ins Rentenalter

    Originale: Der Schlagersänger Rex Gildo lebte ein Leben voller Lügen. Am Ende zerbrach er an seinem Versteckspiel.
    http://www.mittelbayerische.de/bayern/niederbayern-nachrichten/sexy-rexy-bis-ins-rentenalter-21764-art1269089.html
    ________________________________________________________________________
    Folgerichtig ist, dass diese Institution Regensburger Domspatzen eben seit dem Frühjahr 2010 derart Themen in die Länge zieht , die Vergangenheitsaufarbeitung derart blockiert , und die damaligen Opfer zu Missbrauch und Gewalt als Lügner hingetellt hat.

  • Angelika Oetken

    |

    „Es gibt kein Foto, keine Unterlagen und nur einen einzigen Auftritt, der den Schlagersänger Rex Gildo mit den Regensburger Domspatzen in Verbindung bringt Es war 1981, in der Fernsehsendung „Gestatten Sie: Rex Gildo“. Dafür hatte sich der Künstler „seine“ Domspatzen ins Studio geholt. Bei der Anmoderation verdrehte Gildo die Augen, so, als wollte er dem Herrgott eine Entschuldigung schicken, dann berichtete er von seiner Zeit in dem weltberühmten Knabenchor.“
    http://www.mittelbayerische.de/bayern/niederbayern-nachrichten/sexy-rexy-bis-ins-rentenalter-21764-art1269089.html

    @Resch,

    die Autorin des Artikels, Frau Stöcker-Gietl hat sich wohl mal bei den richtigen Leuten umgehört. Von wegen „Kartenhaus der Lügen“…

    Sowieso interessant, mit wem die Domspatzen zusammen gearbeitet haben

    http://www.ebay.de/itm/12-LP-SCHALLPLATTE-Ivan-Rebroff-Regensburger-Domspatzen-Festliche-Weihnacht-/221618119422?hash=item33997822fe

    http://www.ebay.de/itm/verzauberte-Geigen-Helmut-Zacharias-Kaiserwalzer-Regensburger-Domspatzen-/371409996232?hash=item5679c2c9c8

    Insgesamt: die Cover passen!

    http://www.ebay.de/itm/REGENSBURGER-DOMSPATZEN-Ratzingers-Lieblingsknaben-1959-LP-/151761885398?hash=item2355b698d6

    http://www.ebay.de/itm/7-Single-Guten-Abend-gut-Nacht-Die-Regensburger-Domspatzen-UX-4919-/331600973407?hash=item4d34f54e5f

    VG
    Angelika Oetken

  • Resch

    |

    Betreff: Das Kartenhaus der Lügen

    Vielleicht ist das Sommerloch daran Schuld , eben weil so eine Sexy Rexy Geschichte in der MZ geschrieben wurde!
    Fakt ist , dass der Rex Gildo schon lange Tod ist , und man jetzt auf seinen Namen
    herumreitet. Der Rex Gildo war zur damaligen Zeit für mich so eine ART Unikum
    ( etwas Einzigartiges ) , und das ganze Detsche Volk hatte auch damals seinen Spaß daran.
    Zum Thema Regensburger Domspatzen möchte ich sagen, dass sich seit vielen Jahrzehnten schon etliche Domspatzen umgebracht haben.
    Auch ist zu erwähnen, dass der ehemalige Domspatzenpräfekt Klaiber , und der ehemalige Chorstimmbildner Hans Stephan Martin, ja auch urplötzlich starben.

  • Angelika Oetken

    |

    Zu Rex Gildo:

    Ludwig Franz Hirtreiter war sicherlich eine tragische Gestalt. Inwieweit er sich auch strafbar gemacht hat, würde wohl nur die immer noch ausstehende Unabhängige Aufklärung und Aufarbeitung offenbar. Oder „AUA“ (AllerersteUnabhängigeAufarbeitungskommission) findet es raus! Warum hat er wohl diese Geschichte so erzählt ? „Nach drei Wochen in dem Internat sei er abgehauen, sagte Gildo damals – und ließ offen, was dann geschah.“ Es heißt ja, dass es ziemlich viele versuchte und auch gelungene Versuche von internierten Jungen aus den verschiedenen Einrichtungen gab. Nur offen gesprochen wurde darüber nicht.

    Rex Gildo, alias Ludwig Franz Hirtreiter ist in München aufgewachsen. Ob er in dieser großen Stadt womöglich an falsche „Freunde“ geraten ist? Und deshalb nicht so gern die Wahrheit über seine Vergangenheit berichten wollte? Er wurde 1936 geboren und für homosexuelle Männer seiner Generation war das Über-Leben weitaus schwieriger als heutzutage. Als Pubertist irgendwelchen Pädos zum Opfer gefallen zu sein, gehört schon fast zur normalen Biografie eines Schwulen älteren Jahrgangs http://m-maenner.de/2015/08/sehr-kleine-liebe/comment-page-1/#comment-614337
    So jemand kann ein Leben lang erpressbar bleiben. Und wird schweigen. Auch wenn er Zeuge schwerster Missbrauchskriminalität wird, die von Menschen in seinem Umfeld betrieben wird. Oder wird selbst zum Täter.

  • Angelika Oetken

    |

    „Zum Thema Regensburger Domspatzen möchte ich sagen, dass sich seit vielen Jahrzehnten schon etliche Domspatzen umgebracht haben.“

    @Resch,

    zu den auffällig hohen Selbstmordraten bei den Domspatzen: es gibt ExpertInnen, für die das, was Pädo“philie“ genannt wird zu den Perversionen gehört. Einer schweren psychiatrischen Persönlichkeitsstörung also, die leider häufig auch mit einem sadistischen Anteil einher geht. Die Täter im Umfeld der Domspatzen waren sicherlich Sadisten. Die beschriebenen Gewaltexzesse in Kombination mit der ins Kitschige abdriftenden Fassade, den schwülstigen Ritualen, die sie abhielten sprechen Bände. Pädophiler Sadismus führt leider häufig dazu, dass die TäterInnen ihre Opfer zu Tode foltern
    http://www.stern.de/panorama/stern-crime/mutmasslicher-moerder-von-tobias-paedophil-und-sadistisch—behandlung-kaum-moeglich-3921940.html

    Wie viele Gewohnheitsverbrecher organisieren sie sich in Gruppen: http://www.vielfalt-info.de/index.php/rituelle-gewalt. Dort planen sie gemeinschaftlich ihre sadistischen Gewaltexzesse. In der Zwischenzeit terrorisieren sie Kinder, die in ihrem Einflussbereich leben müssen, aber nicht getötet werden dürfen. Während sie diese schlagen und/oder missbrauchen phantasieren sie von deren grausamer Tötung.
    Die Opfer spüren das. So etwas kann ganz schlimme Täterintrojekte in den Betroffenen hinterlassen http://lexikon.stangl.eu/10883/taeterintrojekte/

    Viele Betroffene kennen diese quälenden Erscheinungen. Manche schaffen es, sie zu kontrollieren, andere Opfer begehen irgendwann Selbstmord. Aus Verzweiflung, Einsamkeit, Angst vor sich selbst. Aus der Sorge heraus, selbst einmal zum Täter, zur Täterin zu werden. Oder sie beginnen, eine andere Form der Selbst-und Fremdschädigung zu betreiben. Dazu gehören Suchtkrankheiten, Risikoverhalten, Gewalttätigkeit, das Ruinieren der eigenen Gesundheit.

    Allgemein gibt es immer noch viel zu wenig qualifizierte Traumatherapieangebote oder auch nur Beratung. Gerade für männliche Opfer. Denn es gilt immer noch: „Opfer= weiblich, Täter= männlich“. Es gibt eine Menge Männer, die in Folge einer PTBS unter Dissoziationen leiden, gar nicht wissen, was eigentlich mit ihnen los ist, sich vor sich selbst erschrecken, sich niemandem anvertrauen können, weil sie aus gutem Grund annehmen müssen, dass man sie nicht versteht, sogar ablehnt oder für verrückt erklärt
    http://www.klausjuergenbecker.de/fileadmin/klausjuergenbecker.de/upload/Downloads/Traumatherapie/Ego_State_Therapie_nach_Watkins_-_Taeterintrojekte.pdf

    Deshalb verleugnen viele männliche Missbrauchsopfer ihre Traumatisierungen oder spielen sie herab
    http://www.suesske.de/suesske_trauma2a.htm

    P.S. in Ettal war offenbar auch eine sadistische Täterbande am Werk http://www.welt.de/regionales/muenchen/article112745669/Ex-Missbrauchs-Ermittler-attackiert-Kloster-Ettal.html
    Es würde mich gar nicht wundern, wenn dort wie in Regensburg auch der Betrieb von Wirtschaftsverbrechen eine zentrale Rolle spielt bzw. gespielt hat. Ettal gehört zum Bistum München-Freising. Und wie immer: wenn es um Kohle geht, zeigen die ihr wahres Gesicht http://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/landkreis/streit-zwischen-kloster-ettal-bistum-eskaliert-714922.html

  • Mathilde Vietze

    |

    Daß „Rex Gildo“ jemals bei den Domspatzen war,
    ist eine der vielen Lügen, mit denen er sein Leben
    aufgebaut hat.
    Schlimm ist nur, daß er unter der damaligen
    scheinheiligen Gesellschaft sein Schwulsein ver-
    bergen und den großen Frauenfreund mimen mußte.
    Und daran ist er wohl auch zerbrochen.

  • Rexi Hexi

    |

    Was haben denn die ‚Lügen‘ von Rex Gildo mit diesem Artikel zu tun???

  • Angelika Oetken

    |

    „Was haben denn die ‚Lügen‘ von Rex Gildo mit diesem Artikel zu tun???“

    @Rexi Hexi,

    wie Pädokriminalität funktioniert beschreibt hier ein Mann, der Jahrzehnte lang mit deren Aufklärung betraut war
    http://www.kriminalpolizei.de/ausgaben/2014/september/detailansicht-september/artikel/die-paederastenszene.html
    Von Herrn Paulus sind noch einige andere Artikel zum Thema auf der Homepage von „Die Kriminalpolizei“ eingestellt.

    Hier auf Regensburg-Digital sind mittlerweile so viele Artikel, Schilderungen, Details, Hinweise und Zusammenhänge zur Geschichte der Pädokriminalität rund um das Bistum Regensburg veröffentlicht worden, dass allein die reichen, um die richtigen Schlüsse zu ziehen.

    Wer darüber hinaus noch informell mit Opfern, Mitbetroffenen und Whistleblowern im Austausch steht, weiß ganz genau, was im Großraum Sache ist. Das Internet ist in diesem Zusammenhang ein reiner Segen. Und seit unsere Gesellschaft Betroffenen zuhört, anstatt sie zu demütigen und auszugrenzen, erfährt sie ganz direkt, von den Opferzeugen selbst wie Missbrauch funktioniert und wie TäterInnen, MittäterInnen und WeguckerInnen ticken.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Resch

    |

    Wenn man zum Thema Aufarbeitung nicht einmal eine anständige Pressekonferenz machen kann , dann ist das wirklich ein sehr sehr bemerkenswertes Niveau!
    Anscheinend möchten sich die Herrschaften heute immer nur Inkognito bewegen und arbeiten , bzw, aufarbeiten. Eine derartige Frechheit finde ich , dass eben bis heute viele draussen, viele damalige Opfer on Etterzhausen und oder Pielenhofen, eben von dieser damaligen Pressekonferenz ( April 2015 ) immer noch nichts davon wissen!
    http://www.regensburg-digital.de/ein-opferanwalt-in-den-untiefen-des-bistums/27042015/
    http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/weisser-ring-soll-missbrauch-aufklaeren-21179-art1225896.html

    http://www.bistum-regensburg.de/aktuelle-themen/aufarbeitung-von-sexuellem-missbrauch-und-straftaten-koerperlicher-gewalt-kritisch-pruefen-lassen-bistum-regensburg-beauftragt-externen-anwalt-auf-empfehlung-des-weissen-rings/

  • Angelika Oetken

    |

    „Wenn man zum Thema Aufarbeitung nicht einmal eine anständige Pressekonferenz machen kann , dann ist das wirklich ein sehr sehr bemerkenswertes Niveau!“

    @Resch,

    „Pressekonferenz“: da könnte ja jemand die richtigen Fragen stellen. Was die Verantwortlichen wohl dringend vermeiden wollen.

    Übrigens: ich empfehle die hier http://www.bundespressekonferenz.de/

    Und wenn die Betroffenen, Mitbetroffenen und Whistleblower weiterhin so gute Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit leisten, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es in Berlin im Pressehaus eine interessante Veranstaltung zum Thema geben wird. Das Ganze geht ja weit über das hinaus, was nach außen hin suggeriert werden soll. Von wegen „Überforderte Priester, infiziert vom unmoralischen Geist der sexuellen Revolution, vergreifen sich an minderwertigen Kindern.“

    Die Opfer haben die Kirchenschranzen und ihre Vasallen so kennen gelernt, wie sie hinter all ihren Fassaden wirklich sind. So etwas interessiert die Leute. Vor allem diejenigen, denen die RKK in ihr Privatleben reinquatschen und ihnen ihre „Moral“ aufnötigen will.

    VG
    Angelika Oetken

  • Angelika Oetken

    |

    „Eine derartige Frechheit finde ich , dass eben bis heute viele draussen, viele damalige Opfer on Etterzhausen und oder Pielenhofen, eben von dieser damaligen Pressekonferenz ( April 2015 ) immer noch nichts davon wissen!“

    @Resch,

    genauso verhalten, genauso „klein-klein“ geht man(n) auch in Bezug auf ein anderes Thema vor, das in direktem Zusammenhang mit der Planung, Durchführung und Vertuschung der Missbrauchskriminalität steht, die das Bistum Regensburg und der ihm zugehörigen Seilschaft zu verantworten haben: die Herkunft und die Zuordnung von Geldern, Gütern und Immobilien, auf denen die Diözese bzw. ihre Netzwerker ihre Hände haben. Die Frage der Besitzverhältnisse. Immer noch ungeklärt. Aus gewichtigem Grund. Guckstduhier:
    http://www1.wdr.de/themen/politik/investigativ/finanzen-bistum-regensburg-100.html

    Für den Unterhalt dieses Amigobuschwerks mussten Menschen bitter bezahlen. Viele mit ihrer Gesundheit und wichtigen Lebensperspektiven, etliche mit ihrem Leben. Denn die in den Internaten und Schulen dieser vom Bistum betriebenen Anstalten internierten Schüler hatten ja nicht mal die Chance, ihren Quälern zu entkommen. Sie wurden in mehrfacher Hinsicht ausgebeutet. Wenn das der Kern des „katholischen“ Glaubens sein soll, so wie ihn die Regensburger Kirchenfunktionäre immer gern rausstellen: Danke, nee!

    Abgesehen davon:
    IN DEUTSCHLAND WERDEN DIE BEIDEN GROSSEN CHRISTLICHEN KIRCHEN VOM STAAT, VON UNS ALLEN SUBVENTIONIERT. Kirchensteuern machen dabei nur den geringeren Teil aus.

    Alle Menschen, die in Deutschland leben und zum Gemeinwohl beitragen, dürfen erwarten, dass die Römisch Katholische Kirche und ihre Funktionäre sich an die Gesetze halten. Und nicht, dass sie sie brechen, das in sie gesetzte Vertrauen missbrauchen, die Öffentlichkeit und die Behörden täuschen und dann auch noch versuchen, sich über die Opfer und deren UnterstützerInnen lustig zu machen.

    An die eigene Nase fassen bitte!

    Das hier ist einfach nur eine Schande, ein Beweis, dass die angebliche „Vorzüglichkeit“ der Domspatzenseilschaft nichts als fauler Zauber ist. Eine plumpe, mehr als peinliche Demonstration erbärmlichsten Versagens in Folge kompletter Überforderung
    http://www.bistum-regensburg.de/aktuelle-themen/aufarbeitung-von-sexuellem-missbrauch-und-straftaten-koerperlicher-gewalt-kritisch-pruefen-lassen-bistum-regensburg-beauftragt-externen-anwalt-auf-empfehlung-des-weissen-rings/

    Vertrauen gewinnt man damit nicht. Erst recht nicht zurück.

    LG
    Angelika Oetken

    P.S. ich werde gleich ins Deutsche Historische Museum gehen. Nicht nur, weil es in dem altehrwürdigen Bau so schön kühl sein wird, sondern weil es dort zwei interessante Ausstellungen gibt, die direkt mit dem Thema dieses Fadens zu tun haben
    https://www.dhm.de/ausstellungen/1945.html
    https://www.dhm.de/ausstellungen/homosexualitaet-en.html

  • Angelika Oetken

    |

    „Offiziell sollte die Volksschule in Etterzhausen als Vorbereitung der Schüler für die kommenden musikalischen Aufgaben dienen: Täglicher Gesangunterricht/Chorproben und auch schon Instrumentalunterricht mit täglich fest eingeteilten Übungsstunden.
    Aber bei näherer Betrachtung der Personalausstattung des Regensburger Internats in den 60er und 70er Jahren wird offensichtlich, dass Etterzhausen darüber hinaus als Drillanstalt dienen musste. Nur mit entsprechend „vorerzogenen“ Kindern war es überhaupt möglich, das Regensburger Internat mit diesem geringen Personalaufwand zu führen.
    Schuljahr 1966/67:
    In der Dompräbende waren damals 5. und 6. Klassen (1. Stock, Studiersäle Erdgeschoß), sowie 12. und 13. Klasse im 2. Stockwerk untergebracht. Für die 143 Schüler der 5. und 6. Klasse waren der Leiter der Dompräbende Wilhelm Freundl und der Student Helmut Zandt zuständig, sowie nebenbei auch noch für die Schüler der 12. und 13. Klasse (32), die ihre Studierzeiten in ihren Zimmern verbracht haben (Volljährigkeit war damals erst mit 21 Jahren).
    Im Schulgebäude (Internatsräume im 2. und 3. Stockwerk) waren neben dem Internatsdirektor Siegfried Lintl, nur der Erzieher Anton Bauer und der Student Konrad Beierl für die übrigen 326 Schüler der Klassen 7 bis 11 zuständig (für Krümelkacker, die Zahlen variieren um ca. 6 Schüler, da es die üblichen Abgänge im Laufe des Schuljahres gab).“
    http://www.intern-at.de/internat-schule/internat-schule1/

    3 Erwachsene für über 300 Schüler, ein Betreuungsschlüssel von 1 : 100!

    Eine Leistung! Vor allem was den Ertrag anging. Denn für jeden einzelnen Schüler wurde Schulgeld bezahlt. Und nachdem, was ich im Laufe der Zeit hier erfahren habe, gab es sicherlich noch jede Menge sonstige „Zuwendungen“ an das Internat. Darunter auch öffentliche Gelder, Mittel die eigentlich dafür eingesetzt werden sollten, die Kinder gut zu betreuen und auszubilden. Und nicht, es in die Rachen irgendwelcher Kirchenschranzen und ihrer Vasallen zu stopfen.

    Heißt: die Domspatzenleute haben damals mit diesen Kinderdrill- und folteranstalt Etterzhausen/Pielenhofen ja einen ganz schönen Reibach gemacht. Wie groß der war, müsste sich doch relativ einfach errechnen lassen. Es gibt ja einige Opfer der Domspatzenseilschaft und auch UnterstützerInnen, die Dokumente gesammelt und archiviert haben.

    Damit ließen sich doch zwei interessante Fragen beantworten:

    a) wie viel Geld hat dieses Netzwerk über die Jahrzehnte wohl veruntreut?
    b) wohin sind die Mittel geflossen?

    Die dritte Frage, nämlich wer davon wusste, ist ja eigentlich schon geklärt. Die vierte schließt sich an: wer zieht diesen Klüngel zur Rechenschaft?

  • Resch

    |

    Sünden an den Sängerknaben , Die Akte Regensburger Domspatzen
    Phoenix | Dienstag 18.08. 2015 | 21:45 – 22:30 , Dokumentation | D 2014
    _____________________________________________________________________________

    Die Akte Regensburger Domspatzen – Nachrichten über systematischen Kindesmissbrauch im berühmtesten Chor der katholischen Kirche erschütterten 2010 die deutsche Öffentlichkeit. Schnell trat das Bistum in Regensburg diesen Anschuldigungen mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne entgegen. Die Kirche versprach Aufklärung, Transparenz und unbürokratische Hilfe für die Betroffenen. Im November 2014, fünf Jahre nach dem Skandal, legt das Bistum Regensburg einen ersten Tätigkeitsbericht vor: Die Kirche erkannte 30 Betroffene als Missbrauchsopfer an und zahlte ihnen dafür zwischen 1.000 und 15.000 Euro pro Person aus. Ist die Affäre damit aufgearbeitet? Sind die Opfer heute zufrieden? Die Recherchen zeichnen ein anderes Bild.

  • Angelika Oetken

    |

    „Wer will es den Bistumssprechern verdenken, dass sie ihn nicht sehen wollen? Aber peinlich ist es schon: Als Aigner nach der Pressekonferenz in dem Saal für ein Foto posiert, ruft ein Bistumssprecher den Fotografen zu sich. Der spricht nach dieser Unterredung von „Widerständen“ und gibt das Bild nicht heraus. Vielleicht, weil die Kirche ein zahlungskräftiger Auftraggeber ist? Das merkt Aigner auch bei den Sponsoren von regensburg-digital: Es gebe Firmen, die zahlen, aber lieber keine Werbebanner veröffentlicht haben wollen.“
    http://www.sueddeutsche.de/medien/blogger-stefan-aigner-wo-es-scheppert-1.1550100

    Apropos „zahlungskräftiger Auftraggeber“: der gerade Weg ist meist mühsam. Erstmal.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Regensburg nur Leute von dem Schlag gibt, der jedem schmierigen Teufelchen die Hand reichen. In der Annahme, dass es dort ein paar Dukaten hinterlegt. Aber es ist selbstverständlich sehr schwer, solchen quasi feudalen Strukturen, wie sie die kirchlichen ausmachen, welchen, die sich über einen langen Zeitraum etabliert und überall fest gefressen haben, etwas entgegen zu setzen.

    Ich frage mich, ob sich die Firmen und Institutionen, die Regensburg-digital unterstützen, manche davon ja wohl inkognito, irgendwo zusammen finden? Bei manchen mag es der Wunsch sein, unabhängig-kritischen Journalismus zu unterstützen. Bei anderen vielleicht die Sorge, eine Organisation wie das Bistum Regensburg und seine Seilschaft könnte die ganze Region mit runter ziehen. Die ich für berechtigt halte. Wer da das Ruder rumreißen und kollektives Unglück abwehren will, muss sich zusammen tun.

    Ein Beispiel aus einem anderen Missbrauchskontext:

    „Weiteres aktuelles Thema: die Bad Godesberger City. Sie sei in den vergangenen Jahren von Verwaltung und Politik vernachlässigt worden, so Schmidt. „Wir brauchen einen Masterplan Bad Godesberg.“ Die jetzt beschlossene Zentralisierung von Bürgerämtern und Bibliotheken verstärke diese Entwicklung noch, ergänzte Ruhenstroth-Bauer. „Wenn ein Stadtteil umkippt, wird uns das am Ende deutlich mehr kosten als wir einsparen“, sagte er. „Es ist nicht so, dass Godesberg tot ist“, erwiderte Sridharan. Die City werde oft schlechter dargestellt als sie sei.“
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/themen/ob-wahl/Verkehr-Baeder-und-die-City-interessieren-article1698629.html

    „Es ist nicht so, dass Godesberg tot ist“…. Klingt wie „Ey, merkt ihr es endlich auch…“ ;-)

    Zum Hintergrund: in Bonn Bad Godesberg organisierte sich ein Klüngel über eine vorgebliche Eliteschule, dem vom Jesuitenorden geführten Aloisiuskolleg, um das Gemeinwesen, in diesem Fall die Stadtkasse auszubeuten. Dazu wurden kriminelle Netzwerke angelegt. Über den systematischen sexuellen Missbrauch, der dort über Jahrzehnte unter den Augen der Verantwortlichen betrieben wurde, gibt es zahlreiche Dokumentationen und Berichte. Näheres z. B. hier
    http://www.eckiger-tisch.de/wp-content/uploads/2010/11/Opferberichte-Ako.pdf
    http://unheiliger-berg.jimdo.com/
    http://www.anselmneft.de/2012/12/12/warum-jesuitenprovinzial-stefan-kiechle-dem-ehemaligen-ako-rektor-pater-schneider-nicht-sein-vertrauen-aussprechen-sollte/

    Leuten, die hier auf Regdigi regelmäßig zum Missbrauchsthema und angrenzenden mitlesen, wird Vieles nicht ohne Grund sehr bekannt vorkommen. Übergriffigkeit ist eben – auch – ein Erfolgsprinzip.

  • Angelika Oetken

    |

    In dem Zusammenhang auch sehens- und lesenswert
    http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/grossbritannien-kinder-100.html

    Mit einer Einschränkung. Es heißt in dem Beitrag „200 Kinder sind in dieser Zeit verschwunden. Einige sollen bei Sexspielen umgebracht worden sein“. Sexueller Missbrauch ist sicher alles andere als ein Spiel. Und nicht mit dem zu vergleichen, was ganz normale Leute in ihrem privaten Sexleben in dieser Hinsicht so alles anstellen (unter der Voraussetzung, das es einvernehmlich geschieht). Leider scheint das einigen „Nicht-Betroffenen“ unter den Medienleuten noch nicht ausreichend klar zu sein. Trotzdem ist es ein sehr gutes Zeichen, dass „das Erste“ über Kinderhandel im Promimilieu berichtet.

  • Angelika Oetken

    |

    „Auch in Etterzhausen wurden die Buben damals ausführlich geschändet. Der damalige Direx Mayer , ( …damaliger Direktor der Stiftung , damaliger Internatsdirektor und damaliger Priester , holte sich die Buben damals auch in der Nacht immer in die hauseigene Wohnung , auch die Buben vom Neubau waren damals zum Thema involviert. Dort in Mayers Wohnung gab es auch ein umfangreiches Nacktprügeln an kleinen unschuldigen und hilflosen Buben.“
    http://www.regensburg-digital.de/die-akte-regensburger-domspatzen/30122014/#comment-234136

    @P.,

    hat der Direktor Mayer versucht, damit seine Gäste zufrieden zu stellen?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • blauäugig

    |

    @Angelika Oetken:
    Sie fragen zu einem Kommentar, der zum selben Artikel geschrieben wurde und über ein halbes Jahr zurückliegt. Wollen Sie damit nur Ihren Monolog unterbrechen? Oder in eine Endlosschleife kommen? Viele Ihre Links wiederholen sich schon, eine breitere Zielgruppe erreichen Sie nicht durch Wiederholungen auf Plattformen, die von den Kritisierten wohl gemieden werden. Ich unterstelle Ihnen durchaus hehre Motive, den Opfern Gehör zu verschaffen, halte Ihr Vorgehen aber für eine Energieverschwendung, und mir vergeht die Lust, Ihre Kommentare zu lesen, weil ich zu wenig Neues drin finde.

  • Angelika Oetken

    |

    „@Angelika Oetken:
    Sie fragen zu einem Kommentar, der zum selben Artikel geschrieben wurde und über ein halbes Jahr zurückliegt.“

    @blauäugig,

    Ihre Anmerkungen sind berechtigt und nachvollziehbar und ich beantworte Ihre Fragen gern.

    Ich habe mich aus gutem Grund noch mal auf diesen Kommentar bezogen http://www.regensburg-digital.de/die-akte-regensburger-domspatzen/30122014/#comment-234136

    Seit einigen Jahren beteilige ich mich an der Aufklärung von Missbrauchsverbrechen. Nämlich der, welche Opfer wie ich, die Mitbetroffenen, Whistleblower und Medienleute betreiben. Der einzigen, die bislang zu irgendwelchen nennenswerten Ergebnissen und Konsequenzen geführt hat. Denn auch die wenigen, bisher durch ExpertInnen durchgeführten Untersuchungen konnten nur durchgeführt werden, weil Opferzeugen und Mitbetroffene ihre Erkenntnisse zur Verfügung gestellt haben.

    Und was die in den Einrichtungen des Bistums Regensburg betriebene systematische Missbrauchskriminalität angeht, sieht es derzeit so aus:

    a) in Etterzhausen wurden Kinder gezielt interniert, damit sie von pädokriminellen Erwachsenen sadistisch gefoltert werden können. Dies hat offenbar der damalige Direktor Mayer organisiert
    b) zu den Foltersessions, die unter Anderem in seinen Wohnräumen statt fanden, lud Mayer auch Gäste von außen ein
    c) Etterzhausen war genauso wie der übrige Domspatzenbetrieb eine Geldmaschine. Es wurden Vorgaben gebrochen, falsche Angaben gemacht und, was das Wesentlichste ist, die elementarsten Grund-, weil Menschenrechte, nämlich die der internierten Kinder verletzt, um den Gewinn zu maximieren
    d) die Frage, auf wessen Veranlassung hin das geschah und wo das Geld jetzt ist, konnte nach wie vor nicht geklärt werden
    e) ganz wichtig, da es sich um Kapitalverbrechen handeln könnte, die ja bekanntlich nicht verjähren: nach wie vor ist offen, wie viele Schüler in Etterzhausen und den anderen Einrichtungen umgekommen sind, auf welche Weise das geschah und wer daran beteiligt war

    Ich gehe davon aus, dass dies die Einwohner von Regensburg interessiert. Und kann mir gut vorstellen, dass sich nur wenige Menschen dazu äußern möchten. Denn es geht schließlich um organisiertes Verbrechen.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Woher das Verhalten des Angeklagten kommt, lässt sich laut Lippert schwer sagen. Möglicherweise hat seine Zeit im Internat damit zu tun, wo er sehr unter der Trennung von den Eltern litt, von Mitschülern wegen seiner zurückhaltenden Art gehänselt wurde und abends im Schlafsaal zusammen mit Gleichaltrigen onanieren musste. “
    http://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf-nachrichten/missbrauch-insgesamt-200-zeugen-befragt-21416-art1272111.html

    Weiß jemand, in welchem Internat der Verurteilte war?

  • Aufklärer

    |

    vorab: ich schreibe hier nur äußerst selten da man sicher sein kann, anschließend von einer sinnentleerten Bleiwüste namens @Angelika Oetken überfahren zu werden, da sie es offensichtlich nicht ertragen kann, wenn andere Mitmenschen tatsächlich Inhalte mitzuteilen haben.
    @blauäugig
    ich gebe Ihnen uneingeschränkt recht und wäre der letzte Beitrag von Frau Oetken nicht so haarsträubend unwahr und realitätsfern, hätte ich auch diesmal nichts weiter mitzuteilen.
    @Angelika Oetken
    Behauptung a) = unwahr und hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun
    wahr ist, in Etterzhausen wurden (übrigens im Regelfall nach musikalischer Prüfung in Regensburg) Kinder von Ihren Eltern aus verschiedensten Gründen angemeldet um dort ihre schulische Laufbahn fortzusetzen. Die Einrichtung wurde ursprünglich geschaffen um die Kinder auf die besondere musikalische Ausbildung in Regensburg vorzubereiten. Direktor Meier hat dann diese Einrichtung im Rahmen seiner Tätigkeit für seine abstrusen Erziehungsmethoden und Übergriffe missbraucht und sich schrittweise auch das dafür passende Personal dazu geholt. Hervorragend beschrieben von meinem ehemaligen Klassenkameraden Wolfgang Blaschka in seinem zweiteiligen Artikel „Der Dom, die Spatzen und der Pfaff“ in der Neuen Rheinischen Zeitung vom 21./28.04.2010.
    Behauptung b) = glatte Lüge
    wahr ist: bis heute liegt nicht eine Aussage vor, die belegen würde, dass Herr Direktor Meier „Gäste von außen“ zu „Sessions mit Schülern“ eingeladen hätte. Einzig Sie Frau Oetken, werfen in den Blogs immer wieder die Frage auf, ob Direktor Meier Leute von außen dazu geladen hätte, allein diese Tatsache sagt schon alles über die Art Ihrer Beiträge hier aus.
    Behauptung c) = sinnentleertes Geschwafel
    Sie reden von „Geldmaschine“ und „Gewinnmaximierung“, das ist frei erfunden und entspringt ausschließlich Ihrer persönlichen Fantasie. Die Vielzahl von Unterlagen und Abrechnungen, die wir in den letzten Jahren gesammelt haben kommen da zu ganz anderen Ergebnissen. Und wenn einzelne Schreiber gelegentlich das Stiftungsvermögen erwähnen, empfehle ich, doch einfach mal das Stiftungsrecht nachzulesen. Alles was zu dem Thema hier in der Vergangenheit geschrieben wurde hat mit der Realität nichts zu tun. Das hier einzeln aufzuzählen und zu berichten würde allein einen mehrteiligen Artikel erfordern.
    Behauptung d) = sinnentleert
    Fakt ist, Gewinne, die niemals erzielt wurden können auch nicht irgendwo sein.
    Behauptung e) „ganz wichtig“ = völlig abstrus und überflüssig
    Fakt ist, niemand – außer Frau Angelika Oetken – hat bislang jemals behauptet, dass es in den Einrichtungen der Regensburger Domspatzen „Kapitalverbrechen“ gegeben hätte. Alles, ausnahmslos alles, was Ehemalige Schüler bis heute berichtet haben ist leider verjährt. Wenn tatsächlich Schüler „umgekommen“ wären, hätte es wohl immerhin Familien und vielleicht auch den einen oder anderen Mitschüler gegeben, die den „Umgekommenen“ vermisst und entsprechendes unternommen/berichtet hätten.
    Nein Frau Oetken, es geht nicht um organisiertes Verbrechen, es geht um den Kampf gegen das organisierte Vertuschen von verjährten Straftaten.
    Was Sie hier betreiben ist unorganisierte Hetze auf Kosten der sexuell Missbrauchten, der Gewaltopfer, der psychisch Gequälten bei den Regensburger Domspatzen. So wie Sie hier Ihr privates Süppchen auf Kosten dieser Betroffenen kochen, machen Sie sich gemein mit den Vertuschern in den Institutionen der Regensburger Domspatzen wie im Bistum Regensburg.
    Angesichts dieser Umstände möchte man sich wünschen, dass Regensburg Digital einfach mal einen Filter anbietet, mit dem der Leser in der Lage wäre die Kommentare bestimmter Autoren einfach auszublenden. Die Blogs wären dann wieder übersichtlicher und man könnte sich wirklich mit wichtigen Inhalten befassen.

  • Angelika Oetken

    |

    „Wenn tatsächlich Schüler “umgekommen” wären, hätte es wohl immerhin Familien und vielleicht auch den einen oder anderen Mitschüler gegeben, die den “Umgekommenen” vermisst und entsprechendes unternommen/berichtet hätten.“

    @Aufklärer,

    inwieweit es Kapitalverbrechen gab bzw. Schüler durch unterlassene Hilfeleistung umkamen, bleibt nach wie vor etwas, das untersucht werden muss. Und zwar unabhängig.

    Ganz wichtig: die Menschen, die Entsprechendes mitzuteilen haben und es aus berechtigter Angst vor Repressalien bisher nicht oder wenn dann nur auf informellem Wege tun, brauchen vertrauenswürdige, offizielle AnsprechpartnerInnen. Die fehlen bislang leider.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Aufklärer: Endlich mal jemand, der – ohne die Mißstände schön-
    zureden – Klartext spricht und die ermüdenden, sich ständig wieder-
    holenden Monologe richtig beim Namen nennt.

  • Resch

    |

    Ich bin auch gespannt darauf , wie es nach der Sommerpause zum Thema Regensburger Domspatzen weitergeht , und wie der Herr Anwalt Weber zum Thema Domspatzen auch die Presse davon im Herbst berichten wird.:)
    _
    Wiederholungen zum Thema Domspatzenfilm

    Sünden an den Sängerknaben
    Die Akte Regensburger Domspatzen
    Wiederholung am Mittwoch den 23. September 2015
    TV PROGRAMM – EinsPlus um 11:45 Uhr
    und
    Sünden an den Sängerknaben
    Die Akte Regensburger Domspatzen
    Wiederholung am Donnerstag den 24. September 2015
    TV PROGRAMM – EinsPlus um 8:45 Uhr
    _
    Schlafe mein Prinzchen
    Ein musikalischer Abend von Franz Wittenbrink (ehemaliger Regensburger Domspatz)
    An den Beispielen Regensburger Domspatzen und Odenwaldschule versucht sich Franz Wittenbrink dem Thema Gewalt in der Erziehung und sexueller Missbrauch zu nähern und die systembedingten Parallelen aufzuzeigen.
    Im BERLINER ENSEMBLE, Theater am Schiffbauerdamm
    Nächste Termine:
    6. September 2015 und 13. Oktober2015 jeweils 19:30 Uhr
    Möglicherweise gibt es weitere Vorstellungen nach Bekanntgabe des neuen Spielplans unter
    http://www.berlinerensemble.de
    http://www.berliner-ensemble.de/repertoire/titel/114/schlafe-mein-prinzchen

  • Mathilde Vietze

    |

    Wie es im Herbst weitergehen soll? –
    Einfach den Herrschaften weiterhin auf die Zehen treten und sich nicht
    vom Totschlagargument „kirchenfeindlich“ einschüchtern lassen.
    Und – den Totschlagargumenten mit sachlich fundierten Argumenten
    entgegentreten, das stinkt denen, die am liebsten etwas vertuschen
    möchten, am meisten.

  • Mathilde Vietze

    |

    Am besten kann man diese reaktionären Hackstöcke,
    die am liebsten alles vertuschen würden, sprachlos
    machen, indem man ihnen sagt, daß die Kritik dem
    Wohle und Ansehen der Kirche dient. Dann fällt
    ihnen nämlich nichts mehr ein.

  • R.

    |

    Sind Menschen, die Kinder missbrauchen, krank?
    Und was verheißt der Blick in ihr Hirn?
    Die Forschung läuft auf Hochtouren.

    Kaum ein Thema beschäftigt und verstört so anhaltend die Öffentlichkeit wie Pädophilie. Über Ursachen wie eigene Gewalterfahrung der Täter oder die Ausprägung der sexuellen Präferenz ist wenig bekannt. Die Autoren Kay Siering und Liz Wieskerstrauch besuchen Menschen, die das Problem begreifen wollen, um helfen und Taten abwenden zu können. An Berlins Charité etwa gibt es seit zehn Jahren Therapiegruppen für betroffene Männer. Vor der Kamera ziehen die Verantwortlichen eine erste Bilanz. In einer Klinik in Hannover sucht man per MRT nach einer Prägung im Gehirn von Pädophilen. Im Anschluss diskutiert Gert Scobel mit Gästen über „Kindesmissbrauch – und kein Ende“.
    http://www.tvspielfilm.de/tv-programm/sendung/unheilbar-paedophil,107079271148.html

    Unheilbar pädophil?
    Donnerstag , 17.09.2015 , 20:15 – 21:00 Uhr ,
    3sat , Doku , 45 Minuten.
    _____________________________________________________________________________________

    http://www.welt.de/vermischtes/article146519713/Die-nuechternen-Bekenntnisse-eines-Paedophilen.html

  • blauäugig

    |

    @Oetken- Das Gerücht kann man getrost ins Reich der Fabeln verweisen. Wo auch immer Sie es aufgeschnappt haben sollten, dürfte Regensburg deutlich weniger Vermögen haben.

  • Angelika Oetken

    |

    „dürfte Regensburg deutlich weniger Vermögen haben.“

    @blauäugig,

    soweit ich weiß, hat das Bistum Regensburg seine Vermögensverhältnisse noch nicht offen gelegt. Worauf stützt sich Ihre Einschätzung?

  • blauäugig

    |

    Erklären Sie doch, weshalb Regensburg die reichste Diözese der Welt sein soll.
    Alle anderen Diözesen haben weniger.
    Dazu gibt es einige bayerische Eigenarten seit der Säkularisation: nicht einmal der Regensburger Dom gehört dem Bistum.
    Und weshalb sollten die Diözesen ihr Vermögen offenlegen? Von denen werden keine Anteilsscheine an der Börse gehandelt.

  • Angelika Oetken

    |

    „Erklären Sie doch, weshalb Regensburg die reichste Diözese der Welt sein soll.“

    @blauäugig,

    würde ich gern. Möchte ich aber nicht. Das ist nämlich Sache der für das Bistum Verantwortlichen und denen werde ich doch nicht vorgreifen. Abgesehen davon ist es für mich schwer nachzuvollziehen, warum eine spirituelle Organisation Milliardenvermögen anhäufelt.

    Hier ein paar Hinweise:
    http://www.regensburg-digital.de/die-akte-regensburger-domspatzen/30122014/#comment-234136

    http://www.regensburg-digital.de/die-akte-regensburger-domspatzen/30122014/#comment-234497

  • Angelika Oetken

    |

    „Und weshalb sollten die Diözesen ihr Vermögen offenlegen? Von denen werden keine Anteilsscheine an der Börse gehandelt.“

    Nein, Anteile an den Bistümern werden Außenstehende sicherlich nicht erwerben können. Aber was spricht dagegen, dass die Diözese Regensburg öffentlich darlegt, über wie viel Besitz sie verfügt?

  • blauäugig

    |

    Na wenn Veronika das schreibt, dann müssen Sie es ja glauben. (Die andere Quelle schreibt nichts von der reichsten Diözese der Welt.) Und dürfen keinesfalls hinterfragen, wie sie auf die Aussage kommt. Sonst würden Sie ja daran zweifeln und müssten aus dieser Art Glaubensgemeinschaft austreten, die nichts anderes als Inhalt hat, als krude Thesen über die rkk zu verbreiten.

    Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin vor mehr als 20 Jahren aus der rkk ausgetreten, aber im Vergleich zu Ihrer Quelle scheint mir die rkk wesentlich glaubwürdiger zu sein.
    Was spricht im übrigen dagegen, das Sie Ihr Privatvermögen offenlegen? Bitte nicht in der Form „zwischen 100 und 10 000 000 000 EUR“. Klar, dass Sie es nicht wollen. Und das finden Sie doch auch legitim. Also, auch wenn Sie es nicht nachvollziehen können, ist es nicht Sache der „für das Bistum Verantwortlichen“ Ihre Gerüchte zu widerlegen, bei Ihrem Eifer wären da ja ein paar Dutzend Vollzeitkräfte beschäftigt.

    Um was ging es in dem Artikel doch gleich wieder? Mißbrauch bei den Domspatzen.
    Sie nutzen ihn, um das Leid der Mißbrauchsopfer durch Nebelschwaden wie das Vermögen der Diözese in den Hintergrund zu drängen, daran beteilige ich mich jetzt mit Rücksicht auf eben diese Opfer nicht mehr.

  • Angelika Oetken

    |

    „Was spricht im übrigen dagegen, das Sie Ihr Privatvermögen offenlegen?“

    @blauäugig,

    gar nichts. Ich gehe gern mit gutem Beispiel voran. Die Veröffentlichung meines Steuerbescheides von 2014 müsste doch ausreichend Aufschluss geben oder was meinen Sie?
    Gern sende ich eine Kopie des Formulars z. B. an Herrn Aigner, der könnte sie ja dann ggf. für alle Interessierten hier einstellen. Falls allerdings nur Sie Verwendung für die Informationen haben, lasse ich sie Ihnen gern zukommen.

    Was das Leid der Missbrauchsopfer angeht: das ist vielfältig. Manche Opfer leiden sehr intensiv, andere nur vorübergehend. Einige gehen an die Öffentlichkeit, andere möchten unerkannt und anonym bleiben. Viele wollen aber Aufklärung. Sie möchten, dass die Machenschaften eines in komplexe Kriminalität verwickelten Netzwerkes öffentlich gemacht werden. Nicht nur Opfer, sondern auch Mitbetroffene.

    Was die Domspatzen und speziell das Kinderfolterlager Etterzhausen betrifft: die Vorgänge erfüllen die Kriterien für Kinderhandel. Ja, es ging auch um Geld. Reich wird man nicht einfach so.

  • Angelika Oetken

    |

    Kommentar gelöscht. Bitte hören Sie auf, irgendwas herumzuvermuten und daraus Unterstellungen zu konstruieren.

  • Veronika

    |

    War mal urlauben, scheine aber nichts versäumt zu haben hier.

    @blauäugig: Danke sehr! Schön zu lesen, dass mir außen Ihnen wenigstens Frau Oetken glaubt mit der „reichsten Diözese der Welt“.
    Geld kann man verschieben, innerhalb der RKK wie immer man will, außer die Geldwäscheexperten der USA sind im Weg. :-)

    Sic, der Regensburger Dom gehört nicht der RKK sondern dem FSBayern, aber die Diözese wollte diesen vor ein paar Jahren dem FSBayern abkaufen. Wovon bitte?
    ……..
    Die DR soll sehr viel Eigentum des Hauses T&T aufgekauft haben und damit über einen sehr hohen Prozentsatz über so ziemlich alles Grundvermögen im Bezirk verfügen.

    Außerdem lobt der Bischof immer wieder seine Herkunft aus Böhmen, und dort will die RKK massiv hin und „katholisch machen“. Dazu braucht man Geld, sehr sehr viel Geld. Da stehen Gruppen dahinter die über Leichen gegangen sind und gehen.

    Warum also legt die DR deren Vermögen nicht offen und entzerrt damit alle die Spekulationen die hier nicht nur ihr sondern der gesamten Organisation schaden, diverse andere Organisationen längst auf den Plan gerufen haben sollen, dem Missionierungserfolg schaden und sogar Deutschland in einem nicht guten Licht erscheinen lassen dürften?

    Warum nicht????

  • Veronika

    |

    War höchst unüberlegt in Ansehen Benedikts Rücktritt Müller noch nach Rom zu holen und vor Eintritt des Rücktritts auch noch einen der Mutter Heimat nahen Bischof nach Regensburg zu beordern. Entlang der gesamten CZ-Grenze nur Bezuggrößen-Bischöfe zu „Heimatvertriebenen“. Kam nicht gut, kommt nicht gut, rief Kräfte auf den Plan welche sehr gut aufpassen.
    Da hülfen auch keine Milliarden, wenn man diese nun nicht mehr unendeckt „verschieben“ kann. Möglicherweise wird jetzt in der Region investiert, bis die Bude kracht.

  • Angelika Oetken

    |

    „Sonst würden Sie ja daran zweifeln und müssten aus dieser Art Glaubensgemeinschaft austreten, die nichts anderes als Inhalt hat, als krude Thesen über die rkk zu verbreiten.“

    @blauäugig,

    ich gehöre einer Gruppe von Betroffenen und Mitbetroffenen an, von denen einige ganz unmittelbar die Römisch Katholische Kirche so kennen gelernt haben, wie sie, bzw. ein einflussreicher Teil ihres Personals eben auch ist.
    Der Philosoph Slavoj Zizek hat in einem 2013 in der „Lettre“ erschienenen Artiktel sehr schlüssig dargelegt, wie diese Menschen eine Art von krimineller Einstellung entwickeln, für die ich bisher noch keine passende Bezeichnung gefunden habe • http://www.lettre.de/beitrag/%C5%BEi%C5%BEek-slavoj_vom-geistigen-tierreich

  • Merkel

    |

    Also ich habe nicht jeden der Kommentare gelesen und natürlich macht mich das Schicksaal betroffen. Aber ich möchte auch sagen dass ich in den Jahren in Pielenhofen und auch im Internat der Regensburger Domspatzen wirklich eine super Zeit hatte! Egal ob DKM Ratzinger oder Büchner ich habe mich immer wohl gefühlt und könnte wirklich nichts Schlechtes über die Regensburger Domspatzen erzählen. Jedoch kann ich mir wirklich gut vorstellen wie schwierig die Situation der Schüler ist welche aktuell dort zur Schule gehen, wenn schon ich als Ehemaliger mich für meine Zeit dort rechtfertigen muss. Gerade diese überdurchschnittlich bekannte Schule steht natürlich auch bei den Medien im Fokus, ebenso wie auch die Odenwaldschule; doch wie groß ist die Dunkelziffer wohl in Bezug auf Sportvereine, Kinderheime oder vielen anderen Einrichtungen? Zumal ja auch lange Zeit Pädophilie sogar im Parteiprogramm der Grünen stand. Gerade in der Nachkriegszeit kam auch an öffentlichen Schulen zu Prügeln und Züchtigungen der Schüler, wenn man damaligen Zeitzeugen glauben darf. Viele der damaligen Lehrer scheinen nicht zimperlich gewesen zu sein und sehr einfallsreich bezgl. der Strafen gewesen zu sein. Ich möchte damit nichts herunterspielen, doch fairerweise erwähnen, dass dort auch heute noch Menschen arbeitet und Schüler zur Schule gehen die mit diesen Vorfällen nichts zu tun haben.

  • Angelika Oetken

    |

    @Merkel,

    Ihre positiven Erfahrungen stehen nur scheinbar im Widerspruch zu denen der Opfer von Missbrauch und Gewalt. Im Gegenteil: das Nebeneinander von Glück, Zuwendung, Bevorzugung, Förderung und Erniedrigung, Ausgrenzung, Beschämung und Ausbeutung ist geradezu ein Paradekennzeichen für dysfunktionale Gefüge. Solchen, in denen so massiv Grenzen überschritten wurden und basalste Menschenrechte mit Füßen getreten wie an den Domspatzeneinrichtungen und der Odenwaldschule. Aber das gilt auch für Missbrauchsfamilien oder Vereine, in denen Kinder sexuell ausgebeutet werden. Hier wird das von ehemaligen Schülern der OWS beschrieben http://www.fr-online.de/lesetipps/fr-gespraech–ich-glaube-an-die-ideale-dieser-schule-,1473590,2723438.html
    Nicht ohne Grund hat ja Franz Wittenbrink, ein Ehemaliger Domspatz beide Institute in seinem Liederabend parallel gestellt
    http://www.regensburg-digital.de/ehemaliger-domspatz-bringt-sexuellen-missbrauch-auf-die-buehne/23062015/

    Mein persönlicher Eindruck: das soziale Miteinander, der emotionale Reifegrad der für solche Tatorte verantwortlichen Erwachsenen ist nur rudimentär. Auf der Entwicklungsstufe von Kleinkindern. Das hat nichts mit den intellektuellen oder sonstigen Fähigkeiten dieser Menschen zu tun. Sehr häufig zeigen die treibenden Kräfte solcher Missbrauchergefüge Zeichen der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Solche Menschen können eine regelrechte Strahlkraft entfalten, haben viel Energie. Aber sie sind unberechenbar. Sie reagieren gefühlsmäßig wie Dreijährige. Selbst wenn sie schon 53 sind. So kann es kommen, dass in Familien, in denen solche Erwachsenen leben, einige Kinder regelrecht vergöttert und sehr verwöhnt werden, andere dagegen schwer misshandelt. Oder zu Sexualaborten degradiert. Und in Internaten die „Lieblinge“ oder die Kinder einflussreicher, wichtiger Eltern sehr behütet und gefördert werden, andere dagegen gnadenlos ausgebeutet. Und nicht zu vergessen: TäterInnen neigen dazu, sich unter den Kindern Kapos heranzuziehen. Die wiederum Jüngere oder Schwächere drangsalieren dürfen. Etwas, was manche diese kindlichen Quäler tief verinnerlichen und ihr Leben lang nicht ablegen. Fragen Sie die mal, wie sie ihre Zeit an der Schule fanden.

    Laut Damian Miller, Mitherausgeber des Buches „Reformpädagogik nach der Odenwaldschule“ benötigt eine Einrichtung, an der systematisch missbraucht wird viele Jahre, bis sie sich von dem Geist und den Strukturen, die das ermöglichten befreit hat.

    Leider hat ja im Falle der Domspatzenschulen abgesehen von der, die die Opfer betrieben haben, noch keine regelrechte Aufklärung, geschweige denn Aufarbeitung statt gefunden. Deshalb ist schwer zu bemessen, wie viel vom alten Missbrauchsspirit noch vorhanden ist.

    MfG,
    Angelika Oetken

  • C Merkel

    |

    @ Anglelika Oetken

    Sehr interessante Ausführung; wie lange haben Sie denn diese Schule besucht um ein solches Urteil fällen zu können?
    Fairerweise müsste mir als ehemaliger Domspatzen das selbe Interesse entgegengebracht werden wie allen anderen. Zumal diese beschriebenen Strukturen nicht nur dort zu finden waren sondern auch in Sportvereinen, Kindergärten und auch bereits in Familien. Die Prävention dürfte sich demnach nicht nur auf ein Internat beschränken sondern sollte dann die komplette Gesellschaft in Generalverdacht nehmen. Hat nicht auch letztens eine amerikanische Lehrerin einen minderjährigen Schüler missbraucht? Es nur auf die Domspatzen zu projektieren ist doch dann viel zu kurz gegriffen und defamiert die aktuellen Mitarbeiter, Pädagogen und Schüler dort. Ich werde kommendes Schuljahr meinen Sohn dorthin geben – weil er es gerne möchte und sich auch nach einer Woche Probewohnen dort super wohl fühlt. Und ich habe bis heute dort ein gutes Gefühl

  • Angelika Oetken

    |

    @C Merkel,

    zu der Art wie ich mir in Bezug auf Missbrauchsthemen eine Meinung bilde: ich bin selbst Opfer von sexueller Misshandlung im familiären Umfeld. Und tausche mich seit Jahren mit anderen Betroffenen und Mitbetroffenen, die ganz verschiedenen Kontexten entstammen und sich genauso wie ich ehrenamtlich engagieren aus. Gemeinsam ziehen wir aus unseren ganz direkten Erfahrungen Schlüsse.

    Und einer davon ist, dass es überall dort, wo TäterInnen über einen längeren Zeitraum systematisch Kinder sexuell ausbeuten können, mehr Gemeinsamkeiten gibt als Unterschiede. Die von Ihnen aufgezählten potentiellen Tatorte unterscheiden sich deshalb kaum. Das ist von Menschen, die sich als ExpertInnen mit der Thematik auseinandersetzen auch schon lange und ausführlich dokumentiert. Sie finden unter Anderem auf der Homepage von „Zartbitter e.V.“ eine Ausarbeitung zum Missbrauch in Institutionen, die bereits 2003 verfasst wurde.

    Und natürlich haben Sie Recht: sexueller Missbrauch kommt überall vor. Selbstverständlich nicht nur bei den Regensburger Domspatzen. Aber: das entbindet uns doch nicht vor der Pflicht, aus der Vergangenheit zu lernen, um in der Gegenwart und Zukunft Kinder zu schützen oder? Und die Prävention, die eine von Missbrauchskriminalität betroffene Institution betreibt kann nur so gut sein, wie sie aufgeklärt und aufgearbeitet hat.
    Wenn Sie Ihren eigenen Sohn der Domspatzenschule anvertrauen, dann haben Sie sich doch sicherlich davon überzeugt, inwieweit er dort vor sexuellen Übergriffen geschützt ist.

    Wissen Sie vielleicht Genaueres zum Stand der Aufarbeitung? In diesem Faden hier geht es um den Missbrauch in Domspatzeneinrichtungen und es wurden verschiedene Fragen formuliert, von denen die meisten bislang unbeantwortet bleiben mussten.

    MfG,
    Angelika Oetken

  • Angelika Oetken

    |

    „Das Landgericht Krefeld hatte im Februar geurteilt, K. habe sich junge Menschen „aus eigensüchtigen Motiven“ als sexuelle Partner heranziehen wollen und die Folgen für sie völlig ausgeblendet. Die Verurteilung erfolgte wegen 25 Missbrauchstaten, darunter vier schwere. “
    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/willich/ex-pfarrer-georg-k-aus-willich-laut-bgh-rechtskraeftig-verurteilt-aid-1.5501857

    Das was das Landgericht oben in seiner Urteilsbegründung beschreibt, scheint innerhalb des Klerus durchaus üblich zu sein. Nach (Kirchen-)Junkermanier sucht man sich Kinder aus, die entsprechend konditioniert und abhängig gemacht werden und dann jahrzehntelang für die Befriedigung devianter sexueller Bedürfnisse herhalten müssen. Selbstverständlich sind solche frühzeitig und umfassend traumatisierten Opfer häufig in der normalen Welt nicht mehr (über-)lebensfähig. Weshalb man sie mit Pseudojobs und Unterhalt versehen muss. Das kostet. Nicht nur deshalb braucht der Klerus so viel Geld.

    „Der Fall hatte bundesweite Aufmerksamkeit erregt“…. heißt es weiter im Artikel.

    Das stimmt. Gerade auf RP-online wurde sehr viel zum Serientäter Georg K. berichtet http://www.rp-online.de/nrw/panorama/pfarrer-georg-kerkhoff-wird-ausgeliefert-aid-1.4303976
    Der nur deshalb ausnahmsweise mal nicht ungeschoren davon kam, weil es Opfer und Mitbetroffene gab, die sich von der Kirche weder einschüchtern, noch demütigen, noch demotivieren ließen. Sie hielten durch und K. ein offensichtlich seelisch und charakterlich komplett beschädigter Mensch (aber typischer Priester) wurde vor Gericht gestellt und rechtskräftig verurteilt. Täterpriester K. war von seiner Kirche nach Südafrika geschickt worden, wo er zwar eine Art „Betreuer“ zur Seite gestellt bekam, aber unbeeindruckt weiter Kinder terrorisierte.

    Der Fall „K.“ ist derart symptomatisch, dass sich an ihm zeigt, wie wenig die Kirchenoberen das Wohl und die Sicherheit von Kindern interessiert. Alle anders lautenden Beteuerungen der vergangenen Jahre halte ich für glatte Lügen.

    Die aufrechten Menschen im kirchlichen Stab befinden sich allenfalls in der Mitte der Hierarchie. Da nämlich wo gearbeitet wird. Und wo sich auch die meisten Whistleblower befinden. Gott sei Dank!

  • Merkel

    |

    Wenn ich mir hier die Kommentare so ansehe geht es doch im Wesentlichen um die Verachtung und den Hass vereinzelter gegenüber der katholischen Kirche.

    Ich bin der Meinung, dass kaum einer der hier einen Beitrag verfasst hat, sich die aktuelle Situation in dem Internat angesehen hat. Wie bereits erwähnt war ich dort als Schüler sehr glücklich und zumindest die regelmäßig stattfindenden Ehemaligentreffen lassen den Eindruck zu, dass ich damit nicht alleine bin.

    Sicherlich spielt die Berichterstattung dieser Fälle auch in der heutigen Zeit eine große Rolle, doch wenn ich mir den letzten Kommentar hier so ansehe zeigt das einmal mehr wie Oberflächlich die Wahrnehmung meistens ist.

    Ich bin überzeugt, dass die Schüler welche heute die Schule besuchen nicht dorthin gezwungen werden. Auch mein Sohn geht dort begeistert zur Schule und zwar völlig freiwillig.

    Ein Großteil der Erzieher ist weiblich und es hängt fast in jedem Stockwerk ein „Kummerkasten“. Es gibt außerdem mehrere Vertrauenspersonen an die sich die Schüler wenden können und die Schule wird ziemlich weltlich geführt. Das liegt sicherlich auch an Hr. Büchner, der ja auch kein Theologe ist. Soweit ich das beurteilen kann ist das eine super Schule. Sonst würde ich mein Kind auch nicht dorthin lassen.

  • R.B.

    |

    @ Merkel
    Sie müssen Ihre Äußerungen auch dem Bischof von Regensburg erzählen ,
    bzw. schreiben!
    Fakt ist , dass in den letzten Jahrzehnten sehr sehr viele Buben von Priestern
    oder
    auch von Kirchenangestellten bei den Regensburger Domspatzen missbraucht
    wurden.
    — Auch in Etterzhausen und in der Reichsstrasse wurde Buben missbraucht!“–
    Diese Schönfärberei bei den Regensburger Domspatzen muss bitte endlich
    einmal auch ein Ende haben.
    Da vergehen 5 Jahre , und urplötzlich versucht man das Thema Domspatzen
    richtig aufarbeiten zu wollen.
    Wirklich!!??!!
    http://www.domspatzen.de/fileadmin/downloads/chor/pdf/15-04-27_PM_270415_Statement_Weber.pdf
    http://www.domspatzen.de/de/chor/aktuelles/detail/article/auftrag-zur-aufarbeitung-der-missbrauchs-und-misshandlungsfaelle-von-aussen.html

    Anscheinend wissen Sie zum Thema wirklich nicht viel , verteidigen aber diese Institution Domspatzen heute!

    http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.10-jaehriges-opfer-junge-missbraucht-frueherer-bischof-war-ehrenbuerger.c4c12c71-e17b-4a19-9b66-67ffa1ce21e5.html

    ps…
    Audaces fortuna adiuvat.
    Den Tapferen hilft das Glück.

  • Merkel

    |

    @ R B

    na wenn die Informationen und Erfahrungen so fundiert sind, weshalb benutzen Sie dann nicht ihren Klarnamen? Ich habe nicht das Bedürfnis dem Bischof zu schreiben, das überlasse ich gerne Ihnen. Die Vorfälle sind aus den 60ern und 70 den und haben mit der heutigen Eineuchtung, wie auch der Schule auf die ich ging nicht mehr gemeinsam. Und überwiegend sind hier in diesen Kommentare Menschen präsent, dich sich nur unzureichend mit dem heutigen Internat auseinander gesetzt haben. Oder wann waren Sie dort? Aus Hass auf die katholische Kirche sind diese Kommentare oftmals entstanden und den heutigen Schülern und Pädagogen dort (die übrigens zu einem großen Teil nun auch evangelisch sind) wird damit Unrecht getan, statt die damals Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen skandieren Sie dafür, dass die Mitarbeiter dort ihre Arbeit verlieren und die Schüler Ihre Schule. Aber soweit denken Sie offenbar nicht

  • Angelika Oetken

    |

    „Die Vorfälle sind aus den 60ern und 70 den und haben mit der heutigen Eineuchtung, wie auch der Schule auf die ich ging nicht mehr gemeinsam“

    @Merkel,

    ich nehme mal kleine Korrektur vor:

    „Die Vorfälle, ÜBER DIE DERZEIT BERICHTET WIRD sind aus den 60ern und 70 den“

    Und wenn die Betroffenen, die sie an die Öffentlichkeit gebracht haben, nicht so viel Mut, Zivilcourage und Verantwortungsbewusstsein besitzen würden, dann hätte es vermutlich noch mehr Selbsttötungen gegeben und es wären sicherlich auch aktuell mehr Kinder im Kontext „Domspatzen“ sexuell ausgebeutet worden.

    So lange keine seriöse Aufklärung statt findet und entsprechende, weiß niemand außer den Opfern und den TäterInnen, bis wann bei den Domspatzen seriell missbraucht wurde und inwieweit diese Art der Kriminalität eingedämmt werden konnte.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Merkel

    |

    Bevor Sie alle dort aktuell Angestellten und die Kinder dort zu kollektiv Betroffenen machen, alle dort nur als Täter und Opfer brandmarken, sollten Sie das vorher recherchieren; denke ich. Ich glaube, dass Sie einem Großteil der Angestellten dort Unrecht tun, zumal diese damals nicht mal dort waren. Aber es scheint bequemer zu sein nicht differenzieren zu müssen. Da wird sich lieber hier in einer Diskussion als Moralapostel aller Mißbrauchsopfer profiliert, statt wirklich gegen die Täter vorzugehen. Und ich kann mir nicht vorstellen dass dort Alle – von der Küchenhilfe bis zum Domkapellmeister- Täter sind. Auch wenn es hier gerne so dargestellt wird

  • Mr. T

    |

    Hier behauptet doch niemand, dass Alle dort Täter sind. Hier behauptet höchstens jemad, dass Niemand dort Täter ist, nur weil er selber davon nichts erlebt oder mitbekommen hat. Mittäter sind zumindest die, die immer nur die Augen zu drücken, nix davon wissen wollen und nur auf andere zeigen, wenn doch mal was rauskommt. An offener Aufklärung ist dort immer noch niemand interessiert – von der Küchenhilfe vielleicht abgesehen, aber deren Meinung interessiert die anderen wohl nicht.

  • Angelika Oetken

    |

    “ statt wirklich gegen die Täter vorzugehen“

    @Merkel,

    ich kann verstehen, dass Sie das Alles emotional sehr aufwühlt. Zumal Sie ja geschrieben haben, dass Ihr Sohn diese Schule besucht. Deshalb sehe ich Ihnen Ihre mitunter pauschalisierenden und polemisierenden Beiträge nach.

    Um gegen die Täter vorzugehen, müsste man ja erstmal wissen, wer alles zu denen zählt. Das ist ja gerade der Grund warum einige der hier Kommentierenden für eine externe, unabhängige Aufklärung und Aufarbeitung der Missbrauchsfälle an Domspatzeneinrichtungen plädieren.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Nemo Udeis

    |

    Ach, Frau Oetken, da lehnt sich ja genau die richtige mit „pauschalisieren“ und „polemisieren“ aus dem Fenster. Es gibt auf dieser Seite genügend Beispiele für Beiträge, bei denen man wie bei einem Schachtelkasperl drauf warten konnte, dass Sie rausspringen und sich mit mehr oder meist weniger Hintergrundwissen an der Diskussion beteiligen. Ich stelle Ihre lauteren Absichten nicht in Frage, aber auf diese Art erweisen Sie manchmal anderen und vor allem sich selbst einen Bärendienst.

  • Angelika Oetken

    |

    Sehr geehrter Herr Udeis,

    woraus schließen Sie auf die Qualität meines Hintergrundwissens?

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Rudolph B.

    |

    @ Herr Merkel, dann sich Sie ja auch ein großer Glückspilz , eben weil Ihr Sohn heute auch diese Domspatzenschule ausführlich besucht! Fakt ist, dass heute in der Gegenward diese Institution Domspatzen mit dem damaligen Geld , ja mit dem damaligen Etterzhausener Blutgeld arbeitet. Damals hat man in Etterzhausen sehr viele Domspatzeneltern einfach nur das Geld aus der Börse abgemolken , und den kleinen Domspatzen hat man dort auch die Zukunft genommen. Das Niveau dort ist seit dem Anschluß der Grundschule an die heutige Institution Domspatzen ( Auflösung der eigenständigen Stiftung Pielenhofen / Etterzhausen – und deren Verschmelzung in die heutige Domspatzenstiftung ) derart gesunken.
    Haben Sie gewusst: Seit dem Jahr 2010 sind sehr viele ehemalige Domspatzen auch in psychiatrischer Behandlung!
    Bitte lesen: Seit 2010 ist mit diesem Thema wirklich etwas los.
    Bitte fragen Sie auch einmal nach den Namen Kleber und Martin , und fragen sie bitte was sie alles im Domspatzeninternat gemacht haben.
    AG Prävention: Die aktuellen Leitlinien
    http://www.domspatzen.de/de/internat/aktuelles/detail/article/ag-praevention-aktualisierte-leitlinien-zur-praevention-und-intervention-bei-gewalt-und-missbrauch.html
    Auch werden die Schülerzahlen der Domspatzen weiter sinken, da es ja auch jetzt in Regensburg eine Walddorfschule gibt.
    http://www.waldorfschule-regensburg.de/
    http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/regensburg-boomt-auch-bei-privatschulen-21179-art1303378.html

    „Do, ut des.“
    „Ich gebe, damit du gibst.“

  • Merkel

    |

    @ Rudolph B

    Zumindest von meinen ehemaligen Klassenkameraden weiß ich, dass diese These nicht stimmt. Und der Andeutung mit Martin und Hr. Kleber können sie ja gerne mal gesicherte Fakten oder ihre Anschuldigungen detailliert benennen. Und ich bin der Meinung dass das Schulgeld damals wie heute im Vergleich zu anderen Internaten wie beispielsweise der Lohburg oder dem Nordseeinternat extrem gering sind. Dort zahlt man etwas über 1000,-€ pro Monat. Und was die Walddorfschulen angeht, gibt was genügend Eltern die damit auch nicht zufrieden sind. Nicht ohne Grund wird darüber gerne mal gewitzelt. Und die Angliederung von Pielenhofen resultiert soweit ich weiß aus den Anschuldigungen. Ich war dort am letzten Schultag, bei der Verabschiedung und ich persönlich finde es schade, dass es das nicht mehr gibt. Auch meine damalige Erzieherin habe ich dort nach Jahrzehnten wieder getroffen und ich könnte nichts, aber auch gar nichts negatives über die Zeit dort sagen. Ganz im Gegenteil ich fand es dort gemütlicher als in Regensburg

  • Angelika Oetken

    |

    „Zumindest von meinen ehemaligen Klassenkameraden weiß ich, dass diese These nicht stimmt“

    @Merkel,

    welche These? Der Forist „Rudolph B.“ hat mehrere vorgetragen.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • HutzelWutzel

    |

    @et al: Richtig schöne Diskussion, welche hier seit Allerheiligen/ Allerseelen „tobt“. ;-)

    @Merkel/ C Merkel: Denke, dass Ihnen hier niemand Ihre positiven Erfahrungen in einem katholischen Internat/ einer katholischen Schule streitig macht/ machen will. Fakt jedoch ist, dass in katholischen Internaten/ Schulen in der Vergangenheit auch Dinge geschehen waren, die z. B. bei der Diözese Regensburg noch immer nicht aufgeklärt sind, und so man den Bischof richtig versteht, auch nicht aufgeklärt werden sollen.

    Weiterhin befinden sich – nur sehr wenige Leute werden dies wissen – auch und gerade derzeit bestimmte AusbilderInnen in kirchlich-katholischen Einrichtungen, welche sofort bei entsprechenden Vorfällen wieder schweigen und vertuschen würden. Warum?
    Ganz einfach, weil diese bereits in der Vergangenheit bei ähnlichen Vorfällen geschwiegen haben und/ oder mit deren gesamten Herkunft, Familie und Existenz von der Röm.-Kath. Kirche abhängig waren und sind.

  • Angelika Oetken

    |

    Dass die Schüler sehr unterschiedlich behandelt wurden, war auch an anderen Einrichtungen, an denen systematisch missbraucht wurden so. Es wurden immer verschiedene Gruppen gebildet, die entsprechend differente Erfahrungen machten. Und sich mehr oder minder stark mit dem identifizierten, was ihnen vorgelebt wurde.

    Die Odenwaldschule ist dafür ein gutes Beispiel. Auch weil viel davon berichtet wurde.

    Opferberichten zu Folge gab es in katholischen Internaten Gruppen:

    1. Ungeliebte Kinder reicher Eltern („Abgeschobene“)
    2. Missbrauchte Kinder reicher Eltern („Entsorgte“)
    3. Söhne von Priestern („Versteckte“)
    4. Jungen, die im Bistumsklüngel einen Platz bekommen sollten („Hoffnungsträger“)
    5. Von ihren Eltern als Störenfriede wahrgenommene Jungen („Verschickte“)
    6. Kinder, die von Jugendämtern an die Internate vermittelt wurden („Lebendware“)
    7. Begabte bzw. besonders einsatzfreudige Kinder, die das Image der Einrichtung aufpolieren sollten („Arbeitsbienen“)

  • Merkel

    |

    Soweit ich weiß ist von meinen ehemaligen Klassenkameraden niemand psychisch geschädigt aus dieser Schule gegangen und ich frage mich immer woher diese Behauptungen stammen, denn fundiert ist eine solche Aussage nicht . Wo bitte ist diese Statistik wieviele ehemalige Schüler sich wegen welcher Ursachen in Behandlung begeben, im Vergleich zu den Schülerzahlen. Über wieviel Prozent sprechen wir denn genau?

    Sicher sind dort damals von Einzeltätern furchtbare Dinge gemacht worden. Aber die meisten die hier diskutieren sind weder betroffen, noch waren sie auf dieser Schule, oder haben sich ausreichend mit der dortigen Situation heute befasst.
    Wie die Diözese damit umgeht ist eine Schande – keine Frage! Pauschal eine Schließung hier zu fordern oder das auf dem heutigen Internat abzuladen, ist allerdings ebenso fragwürdig wie die Handlung der Diözese.

    Und was war denn nun mit Hr. Martin oder Hr. Kleber? Beide habe ich persönlich gekannt, ebenso auch Herrn Büchner und Hr. Liebl. Herr Kleber ist inzwischen mit Mitte 50 verstorben aber ich überbringe gerne den Angehörigen diese Anschuldigungen, welche hier vom Stapel gelassen werden. Keiner zwingt die Kinder momentan dorthin zu gehen und wenn Kinder dort nicht sein wollen, sind alle inzwischen derart aufgeklärt, dass sie dort auch nicht sein müssen. Ich kenne einige jetzige Schüler und habe da wahrscheinlich mehr Einblick als die meisten hier!

  • R:B.

    |

    @ WutzelHutzel , muss Ihnen auch Recht geben! Manche Vorfälle , oder auch Themen , dürfen anscheinend nie an das Tageslicht treten!
    ….auch nicht aufgeklärt werden sollen……
    Ich hoffe doch sehr , dass der RA Weber von Regensburg, , heute diese vielen Unholde endlich zur Strecke bringt!
    Laut meiner Hochrechnung werden es nach Aufarbeitung von Herrn RA Weber , dann so um die 500 Missbrauchsfälle werden.“

    Missbrauch bei den Domspatzen:
    Strom von Meldungen – Anwalt erbittet mehr Zeit zur Aufklärung
    http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/Missbrauch-bei-den-Domspatzen-Strom-von-Meldungen-Anwalt-erbittet-mehr-Zeit-zur-Aufklaerung;art1172,336353

    Domspatzen: Anwalt braucht mehr Zeit
    Seit fünf Monaten versucht Ulrich Weber, den Missbrauch bei den Domspatzen aufzuklären. Eine erste Bilanz.
    http://www.mittelbayerische.de/bayern/oberpfalz-nachrichten/domspatzen-anwalt-braucht-mehr-zeit-21684-art1306871.html

  • Angelika Oetken

    |

    @Merkel,

    der Grad an Absolventen, die in Folge ihres Besuchs von Domspatzeneinrichtungen psychisch erkrankt sind, ließe sich bei einer wissenschaftlichen Untersuchung mit statistischen Methoden ermitteln. Die Voraussetzung dafür wäre aber eine Unabhängige Untersuchung. Wie so etwas angelegt werden muss, um sich „Unabhängige Aufarbeitung“ nennen zu dürfen ist hier dargestellt: https://beauftragter-missbrauch.de/aufarbeitung/aufarbeitung-in-deutschland/

    Bis dahin bleibt nur die Erfahrungsexpertise. Eine Vorstufe der Empirie http://lexikon.stangl.eu/230/empirie/
    Und genau darauf beruht das, was einige ForistInnen hier anführen. Sie, @Merkel, haben hier im Forum behauptet, ein Ehemaliger zu sein und mit anderen Ehemaligen im Austausch zu stehen. So lange Sie sich nicht namentlich zu erkennen geben, kann das niemand überprüfen. Wir müssen den unter „@Merkel“ veröffentlichten Beiträgen also einen Vertrauensvorschuss gewähren und deren Inhalt Glauben schenken, oder einfach einkalkulieren, dass Ihre Angaben nicht stimmen. Sie könnten genauso gut gefaked sein. So verhält es sich nun mal mit Kommentaren, die anonym gepostet werden.

    Zum Erfahrungshorizont Derjenigen, die hier und anderswo kommentieren: Rechnen Sie mal damit, dass einige von den ForistInnen hier umfassend informiert sind. Und sich austauschen! So wie Sie bzw. welche Leute auch immer hinter Ihrem Pseudonym stehen es auch tun.

    Zur freiwilligen Schulwahl von Minderjährigen: ich verstehe Ihren Kommentar nicht. Menschen werden erst mit 18 Jahren volljährig. Bis dahin bestimmen deren gesetzlichen VertreterInnen über alle schulischen Angelegenheiten. Und das sind meistens die Eltern der SchülerInnen.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Merkel

    |

    @ Angelika Oetken

    wie bereits gesagt handelt es sich bei den hier getätigten Aussagen um reine Vermutungen ohne nachhaltige Fakten. Ich kann zumindest anhand der Jahrbücher bestätigen dass ich dort zwischen 91-97 Schüler war und soo viele Schüler mit dem Nachnamen Merkel gab es da nicht. So viel zu Ihren ominösen Foristinnen die ja alle so super informiert sind.

    Kennen Sie dort überhaupt jemanden persönlich? Kannten Sie Hr. Kleber, Hr Liebl, Hr. Büchner oder Hr. Ratzinger? Ich bezweifle das sehr und deshalb vertrete ich die Meinung, dass hier viele ihren Frust auf die kath. Kirche abladen auf dem Rücken dieser Schule. Denn belegbar ist bisher keine der von Ihnen getroffenen Aussage. Und ich warte ja auch immer noch auf die Fakten zu den Andeutungen bzgl. Hr. Kleber oder Hr. Martin (damals Chorleiter des Nachwuchschor neben Hr. Liebl)

    Also gerne mal hier mit Daren Fakten aufwarten, statt hier nur seinen persönlichen Kreuzritterauftrag zu erfüllen. Und die Foristinnen haben den Alltag der Schule unter Garantie noch nicht als Schüler wahrgenommen.

    Übrigens ist es einfach nur unverschämt derart Menschen zu pauschalisieren wie in nachfolgendem Zitat und ich selbst denke nicht, dass ich zu einer dieser Gruppen gehöre:

    1. Ungeliebte Kinder reicher Eltern („Abgeschobene“)
    2. Missbrauchte Kinder reicher Eltern („Entsorgte“)
    3. Söhne von Priestern („Versteckte“)
    4. Jungen, die im Bistumsklüngel einen Platz bekommen sollten („Hoffnungsträger“)
    5. Von ihren Eltern als Störenfriede wahrgenommene Jungen („Verschickte“)
    6. Kinder, die von Jugendämtern an die Internate vermittelt wurden („Lebendware“)
    7. Begabte bzw. besonders einsatzfreudige Kinder, die das Image der Einrichtung aufpolieren sollten („Arbeitsbienen“)

    Und zu guter letzt, haben Sie Kinder? Oder mal versucht ihr Kind auf eine Schule / Internat zu schicken auf die es nicht freiwillig möchte??? Viel Spaß- das klappt niemals, denn das Ergebnis wäre völlige Resignation und Desinteresse!

  • Angelika Oetken

    |

    Sehr geehrter Herr Merkel,

    was würden Sie und Ihre Jahrgangskollegen, die sich mutmaßlich mit Ihnen austauschen denn als „Fakten“ akzeptieren?

    Und noch eine Bitte: wenn Sie sich in meiner Auflistung in Bezug auf Ihre Gruppenzugehörigkeit nicht wiederfinden, dann möchte ich Sie bitten, meine Sammlung zu ergänzen. Damit wäre ein wichtiger Schritt hin zu mehr Wissenschaftlichkeit bei der Aufklärung und Aufarbeitung getan. Forschung beginnt mit Strukturierung, Abstrahierung und Hypothesenbildung.

    Danke sehr!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    P.S. wenn Sie sich hier quasi outen, dann können Sie doch auch gleich mit vollem Namen unterzeichnen bzw. kommentieren. Klingt doch auch netter, als einfach nur ein „Merkel“ :)

  • Merkel

    |

    Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen Mutmaßungen und Fakten

    Was genau wird hier jemanden wie Herrn Kleber vorgeworfen?

    Welche nachweislichen Straftaten werfen Sie der heutigen Institution vor und wem genau? Wer dort steht noch in unmittelbarem Zusammenhang mit den Mißbrauchsfällen aus der damaligen Zeit?

    Selbst aus meiner Zeit in Pielenhofen was werfen Sie den dortigen Bereiligten (Hr. Sack, Hr. König, Fr. Bauernfeind oder Hr. Karl) vor?

    Ebenso die hier angesprochen Finanzvergehen. In welchem Jahr, welcher Bilanz, welche Zeugen?

    Im Bezug auf die erwähnten Suizide. Wieviele Todesfälle im direkten Bezug, welche Schüler in welchem Alter in welcher Zeitspanne?

    Hier werden immer irgendwelche Theorien thematisiert, da es interessieren mich wirklich mal die Quellen zumal offensichtlich kaum realer Kontakt zu den aktuell Beschuldigten besteht.

    Ich hatte ja schon mehrfach hinterfragt ob die, die sich hier so negativ äußern denn auch irgendwen dort persönlich kennen???

    Bisher kam da ja keine Antwort und das spricht ja auch irgendwie für sich…

    Ich möchte hier nicht weiter an dieser Hetzkampagne teilnehmen und werde mich auch garantiert nicht in diese Schubladenliste einordnen oder diese ergänzen.

    So wie nicht jeder Moslem ein Terrorist ist, ist nicht jeder der Domspatzen ein Opfer oder fällt in eine dieser Kategorien

  • Rudolph B. -

    |

    Viele Köche verderben den Brei

    Zur Zeit hat man wirklich eine sehr sehr angespannte Lage zum Thema eben in Regensburg. Vor einigen Wochen hieß es noch dass sich da bei RA Weber in Regensburg noch nicht viele Ehemalige gemeldet haben sollen. Auch vermute ich , eben weil die Frau für das Thema Gewalt im Auftrag des Bistums auch ominose Briefe verschickt habe.Man bittet uns dass die Frau Gewaltbeauftragte eben alle personenbezogenen Daten und eben auch mit der Anschrift , auch mit den damaligen Geschichten , dem Anwalt RA Weber weiterleiten zu dürfen. Ich glaube , solche Briefe verschrecken eben alle draußen zum Thema Domspatzenaufarbeitung , und es melden sich dann doch nicht viele in Regensburg. Das ist ja gerade der Grund warum einige viele draußen für eine externe, unabhängige Aufklärung und Aufarbeitung der Missbrauchsfälle an Domspatzeneinrichtungen plädieren.

  • Angelika Oetken

    |

    https://beauftragter-missbrauch.de/presse-service/pressemitteilungen/detail/news/neue-unabhaengige-aufarbeitungskommission-kindesmissbrauch-uak-deutscher-bundestag-stimmt-a/

    Die vom Bundestag beschlossene Unabhängige Aufarbeitungskommission wird sich vor Allem dem Missbrauch in Familien widmen. Herr Rörig hat mehrfach betont, dass die Aufarbeitung von institutionellem Missbrauch für ihn dort keine Priorität hat. Denn er wolle und könne Institutionen nicht aus ihrer Verantwortung entlassen.

    Was ist aber, wenn die, wie hier im Falle des Bistums Regensburg, das stellvertretend für viele andere Institutionen steht, gar nicht in der Lage sind diese Verantwortung zu übernehmen? Weil es ihnen schlicht an den notwendigen Voraussetzungen dafür fehlt?

  • Angelika Oetken

    |

    Herr Gänswein hält Joseph Ratzinger seit vielen Jahren die Treue. Und obwohl er im Vatikan gleich zwei wichtige Posten inne hat, findet er Zeit, alle paar Wochen nach Deutschland zu reisen.
    Heute zum Beispiel hält er anlässlich einer Tagung, in der es um das politische Wirken von Benedikt 16 geht den Hauptvortrag.
    http://www.domradio.de/themen/benedikt-xvi/2015-11-23/tagung-im-bundestag-ueber-reden-von-benedikt-xvi-zur-politik

    Im Übrigen: Herr Gänswein gab ein Interview in dem er beteuerte, seinem Chef gehe es „geistig sehr gut“
    http://kath.net/news/52794

    Das ist sehr erfreulich. Und so nähre ich meine Hoffnung, Herr Ratzinger möge auch noch etwas zur Missbrauchskriminalität sagen, in den die Domspatzeneinrichtungen verwickelt sind.

  • Angelika Oetken

    |

    Übrigens: Veranstalter des Symposiums, das heute im Bundestagsgebäude statt findet ist diese Stiftung hier:
    http://ratzinger-papst-benedikt-stiftung.de/berlin.html

    Neben Herrn Gänswein spricht Herr Matthias Matussek. Vielen aus seiner Zeit beim „Spiegel“ ein Begriff.

    Fragt sich überhaupt noch jemand, warum die Aufklärung der Missbrauchskriminalität, die das Bistum Regensburg zu verantworten hat nicht voran kommt?

    Ach und noch: auf Spiegel-online gibt es einen Foristen mit dem Pseudonym „Jüttemann“. Jüttemann hat viele KommentatorInnen mit seinen Verlautbarungen unterhalten und beglückt http://www.spiegel.de/forum/member-153934.html

    Und zwar von April 2010 bis Januar 2014. Seitdem schweigt er. Vielleicht hat er einen neuen Job?

  • Das Jahr der offenen Briefe » Regensburg Digital

    |

    […] Brief im Zuge der Missbrauchsfälle bei den Regensburger Domspatzen. Nach der ARD-Reportage zu den „Sünden an den Sängerknaben“ schrieb die SMV des Domspatzen-Gymnasiums einen offenen Brief an Filmemacherin Mona Botros, übte […]

  • Angelika Oetken

    |

    Den Gebrüdern Ratzinger scheint es gut zu gehen. Zumindestens sind sie in der Lage, Konzerte zu besuchen, auf denen Jugendliche im Chor singen. Glaubt man „kath.net“.

    „Heiß war als Jugendlicher selbst ein Regensburger Domspatz gewesen und hatte seinerzeit unter der Leitung von Papstbruder Georg Ratzinger gesungen…… Das Konzert fand im Studio von Radio Vatikan in den Vatikanischen Gärten statt.“
    http://www.kath.net/news/53440

  • menschenskind

    |

    Der Fall Hullermann ist einfach ein Wahnsinn. Unser bayerische Papst Benedikt XVI. wusste seit gut dreißig Jahren Bescheid und unternahm nichts.

    Was hätte er nicht alles durch frühzeitige Offenlegung des Falles an Prävention bewirken können, wenn er nur gewollt hätte! Dreißig Jahre plus konnten die priesterlichen Kindsverderber ihrem schändlichen Treiben nahezu ungehindert nachgehen, nur weil unser kirchenrufbewusster Herr Ratzinger Schweigen und Totschweigen befohlen hatte.

    Möge er allein dafür auf ewig in Fegfeuer schmoren!

    Im März 2010 berichtete die New York Times von einem wegen Kindesmissbrauchs vorbelasteten Pfarrer namens Peter Hullermann, nachdem sich Eltern in Essen über den Pfarrer beschwert hatten. Nach seiner Versetzung Anfang der 1980er Jahre war er in psychiatrischer Behandlung. Obwohl der Psychiater das Erzbistum München und Freising unter Leitung von Bischof Joseph Ratzinger eindringlich davor gewarnt hatte, den Priester wieder mit Kindern arbeiten zu lassen, wurde ihm erneut Kontakt zu Kindern ermöglicht. Fünf Jahre später, 1986, wurde er wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu 18 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und 4000 Mark Geldstrafe verurteilt.

    Daraufhin erfolgte erneut eine Versetzung und er konnte 21 Jahre lang weiter mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Gespräche von Eltern, die sich wegen des Küssens von Kindern besorgt zeigten, seien von Mitgliedern des Pfarrgemeinderats in Garching abgeblockt worden. Im September 2008, nachdem ein Missbrauchsopfer ihn aufgespürt hatte, wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Auf Anweisung von Erzbischof Reinhard Marx wurde im selben Jahr ein forensisch-psychiatrisches Gutachten erstellt und Hullermann in der Folge strikt untersagt, Kinder-, Jugend- und Ministrantenarbeit auszuüben. Außerdem wurde er in die Tourismusseelsorge nach Bad Tölz versetzt. Die Dienstanweisungen wurden Hullermann jedoch nicht schriftlich mitgeteilt. In den Akten fand sich lediglich ein Personalvermerk, und so konnte er weiterhin in Vertretung Jugendgottesdienste übernehmen.

    Hullermann hatte insgesamt einen sehr guten Ruf in Garching an der Alz. Über den Informationsfluss zwischen den Gemeinden und kirchlichen Stellen gibt es widersprüchliche Aussagen: laut Aussage eines ehemaligen Vorsitzenden hatte der Pfarrgemeinderat Garching keine Information über Hullermanns Vergangenheit; laut Aussage eines ehemaligen Einwohners von Garching waren Hullermanns Neigungen kein Geheimnis (er berichtete von Schmierereien, die darauf anspielten). Das Erzbistum widersprach Darstellungen aus Bad Tölz, dort habe niemand Bescheid gewusst; vielmehr sei der Pfarrverband vor Ort über Hullermanns Neigungen informiert worden.

    Aufgrund von Recherchen der Süddeutschen Zeitung suspendierte das Erzbistum München und Freising Anfang März 2010 den Pfarrer. Der Seelsorgereferent des Bistums, Prälat Josef Obermaier, trat zurück. Gerhard Gruber (* 1928), von 1968 bis 1990 Generalvikar der Erzdiözese München und Freising, übernahm die volle Verantwortung.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Missbrauch_in_der_r%C3%B6misch-katholischen_Kirche#Erzbistum_M.C3.BCnchen_und_Freising

    Auch hier weiß wieder en.wiki mehr als wiki.de:
    Peter Hullermann (born 5 October 1947 in Gelsenkirchen) is a German Catholic priest who sexually abused several boys in the 1970s and 1980s. His case has attracted particular interest because of the alleged involvement of Cardinal Joseph Ratzinger, then serving as Archbishop of Munich and Freising. Ratzinger later became Pope Benedict XVI.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Hullermann

    Und weiter:
    In a meeting chaired by Archbishop Ratzinger on January 15, 1980, the archdiocese of Munich and Freising gave formal approval to the transfer and provided Hullermann accommodation in a parish house in Munich while undergoing therapy.

    Ratzinger wußte seit 35 Jahren von den Sauereien!

  • Angelika Oetken

    |

    „Unser bayerische Papst Benedikt XVI. wusste seit gut dreißig Jahren Bescheid und unternahm nichts.“

    @menschenskind,

    der Fall Hullermann ist absolut typisch. Ähnelt an die Sache mit Georg K., der Anfang des Jahres in Krefeld zu einer Haftstrafe verurteilt wurde http://www.rp-online.de/nrw/staedte/willich/ex-pfarrer-georg-k-aus-willich-laut-bgh-rechtskraeftig-verurteilt-aid-1.5501857

    Die Artikel dazu, die auf RP-online, im Express und anderswo erschienen sind lesenswert. Dass Vieles bekannt vorkommt, ist kein Wunder. Denn es hat in der Kirche System. Aufschlussreich auch https://2010sdafrika.wordpress.com/2015/02/07/pfarrer-kerkhoff-zu-sechs-jahren-haft-verurteilt/

    Was Joseph Ratzinger, alias Papst Benedikt XVI, von 1982 bis 2005 als Chef der Glaubenskongregation auch für den Umgang mit der klerikalen Missbrauchskriminalität verantwortlich betrifft: was hätte er Ihrer Ansicht nach den tun sollen und aus welcher Motivation heraus?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • menschenskind

    |

    „was hätte er Ihrer Ansicht nach den tun sollen und aus welcher Motivation heraus?“

    Das hatte ich doch, meine ich, deutlich genug durchblicken lassen, was ich von ihm erwartet hätte:
    Offenheit, Aufklärung und Prävention.

    Aus welcher Motivation heraus, fragen Sie?

    Nun die katholische Kirche hat eine geradezu irrwitzig lange Unrechts- und Verbrechensgeschichte auf dem Buckel. Unrecht gegenüber Andersgläubigen, gegenüber Minderheiten, gegenüber Frauen, gegenüber den Armen, Kranken und Schwachen (um letztere kümmerten sich weniger die Kirche als vereinzelte Orden, keinesfalls alle Orden, trotz christlicher Gebote etc.).
    Da wäre es doch an der Zeit gewesen, endlich reinen Tisch zu machen. Weil wir doch alle Bayern sind und einen bayerischen Papst hatten, war freilich auch die Hoffnung groß, zumindest bei den Anständigen (Leuten mit Gewissen und Moral) unter uns, , dass sich unter unserm bayerischen Pontifex irgendwas zum Ehrlicheren würde wenden. Jetzt ist der Mo weg vom Thron und hat nichts getan, was uns Bayern in irgendeiner Weise hätte rehabilitieren können, wo wir doch die größte Verantwortung am Elend des 20. Jahrhunderts tragen. Der Ratzinger hätt soviel wieder gutmachen können. Zum Beispiel als er Auschwitz besuchte, oder als er in Israel war. Nix hod’a dea. Alle (nicht nur die sogenannte „jüdische Welt“) ham ’s auf eine Entschuldigung eines katholisch-bayerischen Kirchenoberhauptes gwart’t, weil doch von unserm katholischen Bayern aus Hitler, Holocaust und der Zweite Weltkrieg ausgegangen sind. Ohne uns boarischen Hornochsen und Loamsiader hett‘ da Hitler niamals und nirg’nds seine Macht entfalten können, denn zu Beginn seiner Laufbahn sprach er einen niederbayerisch eingefärbten Ösie-Dialekt, eine Sprache, mit der ein Politiker jenseits der bayerischen Grenzen nur auf der Kirchweih hätt‘ auftred’n können. Lange Rede, kurzer Sinn, der Ratzinger hätt‘ ja nur as Mai (Maul) aufidea miassn und sich im Namen Bayerns und der Alleinseligmachenden entschuidign braucha. Er hod’s glassn und a einmalige Chance vertan. Genauso hätte er bei den Pädophilenskandalen glei wos sogn soin, und er hod’s ned.
    Verschtängans ned, die irrwitzige Schand, die der Mo auf uns Bayern niedabrocht hod. Des warat doch Motivation gnua, füa an jeden anständig’n Mensch’n gwen, moan i. Vaschtängans des ned, Frau Oetken?

  • menschenskind

    |

    Falls noch Zweifel an der einzigartigen Rolle Bayerns bei der Karriere Hitlers und dem Aufstieg seiner Bewegung bestehen sollten, hier eine denkwürdige Chronik der Ereignisse. Man beachte das allzeits schädliche Einwirken des katholischen Elementes.
    Man lasse gleichfalls nicht unbeachtet, die Einträge ab dem Jahre 2008, die Jetztzeit also:
    http://www.hagalil.com/2012/01/bayer-2/

  • Angelika Oetken

    |

    „Offenheit, Aufklärung und Prävention“

    @menschenskind,

    das erwarte ich im Grunde auch von den Kirchenfunktionären. Frage mich aber gleichzeitig: wenn die Katholische Kirche in Bezug auf ihre Missbrauchskriminalität offen, aufklärerisch und präventiv vorgehen würde, wäre sie dann noch sie selbst, bzw. würde sie dann ihren eigentlichen Zweck erfüllen?

    Ich denke nicht. Die Katholische Kirche verkauft den Menschen Ideale. Ein gutes Gefühl. Hoffnung. Weil sie ihren Alltag so ganz anders empfinden. Woran auch die katholisch-christliche Sozialisation ihren Anteil trägt. Sie hält zu Unterordnung und Abhängigkeit an. Mental-emotional sollen die Menschen „Kind“ bleiben“. Sich am großen „Papi“ orientieren. Sich immer ein Stück weit schuldig“ und klein fühlen. In traditionell katholischen Gegenden haben Sie ja immer eine erstaunliche Neigung zum „Doppeldenk“: nach außen hin werden „Werte“ propagiert, die in Wirklichkeit kaum einer lebt. Im Gegenteil: gerade die Freude am Brechen und Umgehen der offiziellen Moral kennzeichnet die Menschen. Die aufopferungsvolle Ehefrau und Mutter geben, in Wirklichkeit die Seinen nur ausbeuten und über den Tisch ziehen. Der solide, ach so moralische Familienvater, der das Geld in die Kneipe trägt, Frauen seine Sexualität aufnötigt und früher mal Pferdchen eines Priesters war…

    Überlegen Sie nur mal, was für Typen es in Bayern zu Säulenheiligen gebracht haben…

    Wegen Joseph Ratzinger: er ist doch ein Mensch wie wir alle. Mit einer Biografie, Verletzungen, die ihm zugefügt wurden, die er vermutlich nur sehr eingeschränkt hat aufarbeiten können. Wie die meisten in seiner Position. Wer wird schon Priester? Wo es für normale junge Männer so viele ordentliche Berufe gibt. Wie muss man(n) gestrickt sein, um innerhalb der RKK ein hohes Amt anzustreben? Welchen Preis zahlt so ein Kleriker dafür? Ratzinger bzw. das Ensemble von „wir-sind-Papst“ ist eine Projektionsfläche. Sie haben eine Rolle zu spielen. Was sie in Wirklichkeit tun, kann man nur erschließen. Von dem Theater, das uns da vorgespielt wird, lassen wir uns ja nicht täuschen ;-)

    Im Übrigen: in protestantisch geprägten Gegenden gibt es ähnliche Phänomene, nur mit anderer Deko und etwas abweichenden Idealen.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    @menschenskind,

    Danke. Und jetzt Schritt 2: feststellen, wer von diesen Leuten von katholischen Priestern „gefördert“ wurde.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • menschenskind

    |

    Wohl nicht wenige, sehr geehrte Frau Oetken.

    Mir imponiert diese Frau, die neben dem Schweizer Küng zu den profiliertesten Benedetto-Kritikern gehört: Uta Ranke-Heinemann.

    Von ihr stammen u.a. diese Gedanken:

    „Sie lehnt die Interpretation der Kreuzigung Jesu als Erlösung in einem „siebenfachen negativen Glaubensbekenntnis“ ab:
    1.Die Bibel ist nicht Gottes-, sondern Menschenwort.
    2.Dass Gott in drei Personen existiert, ist menschlicher Fantasie entsprungen.
    3.Jesus ist Mensch und nicht Gott.
    4.Maria ist Jesu Mutter und nicht Gottesmutter.
    5.Gott hat Himmel und Erde geschaffen, die Hölle haben die Menschen hinzuerfunden.
    6.Es gibt weder Erbsünde noch Teufel.
    7.Eine blutige Erlösung am Kreuz ist eine heidnische Menschenopferreligion nach religiösem Steinzeitmuster “
    https://de.wikipedia.org/wiki/Uta_Ranke-Heinemann

    Wären das nicht interessante Ansätze, Frau Oetken?

  • Angelika Oetken

    |

    @menschenskind,

    Frau Ranke-Heinemann macht sehr vernünftige Vorschläge. Allerdings hat „Glauben“ nichts mit Vernunft zu tun, sondern mit Gefühlen. Und würde man(n) das, was die Theologin Ranke-Heinemann anführt umsetzen, wäre man(n) größtenteils seinen Job los.

    Versuchen Sie man in einer großen Firma, die einen nutzlosen, aber gut bezahlten Vorstand hat, diesen zu verkleinern…. das schafft nur die Aktionärsversammlung (gibt es bei der RKK nicht) oder die Kundschaft (die läuft ihr weg).

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Merkel

    |

    Man kann jede Religion zerpflücken und diese Gedanken sowohl auf evangelisch, katholisch oder auch muslimische Glaubensansätze übertragen. Weshalb sagt man da nicht in Kurzform: „Ich glaube an Nichts und möchte mit keiner Relegion etwas zu tun haben“ statt darauf rumzuhacken? Und viele Kommentare hier sind wirklich weit am Thema vorbei. Macht doch eine Facebookgruppe mit dem Thema „Ich hasse Katholizismus“ das würde doch deutlich besser passen?!

  • Angelika Oetken

    |

    @Merkel,

    Ich glaube nicht, dass es höhere Wesen gibt, erst recht nicht solche, die ein bestimmtes Geschlecht haben. Aber darum geht es hier gar nicht.

    Denn wie viele andere Menschen, die unserem Staat angehören, bin ich davon überzeugt, dass man semipolitische Organisationen, die in unserem Land viele Vorteile genießen, zur Verantwortung ziehen sollte, wenn sie systematische Kriminalität zu verantworten haben. Und genau das trifft auf die Katholische Kirche Deutschlands zu. Speziell auf ihre höheren klerikalen Funktionäre.

    Dafür ist eigentlich das Bundeskriminalamt zuständig https://www.bka.de/nn_196810/sid_7E5F47BB5E7272D37F59A9F26394E928/SiteGlobals/Forms/Suche/serviceSucheForm,templateId=processForm.html

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Merkel

    |

    @ Fr Oetken,

    soweit ich informiert bin können juristisch Organisationen nicht zur Verantwortung gezogen werden, sondern lediglich Personen für Straftaten haftbar gemacht werden (StGB)
    Sie können ja auch nicht den kompletten Islam anklagen für die Verbrechen der Terroristen. Aber dass sie da gerne alle über einen Kamm scheren ist nichts Neues.

    Und richtig ist, dass hierfür das BKA zuständig ist, ebenso wie unsere Gerichte und Gesetzgeber. Wenn ich das richtig sehe gehören Sie zu keiner dieser Institutionen und veranstalten hier aber eine buchstäbliche Hexenjagd aus offensichtlichem Hass dieser Religion gegenüber. Straftaten gibt es in jeder gesellschaftlichen Schicht, Missbrauch betrifft nicht nur die Kirche und charakterliche Eigenschaften haben nichts mit dem Beruf oder der Herkunft zu tun. Es sind ja auch nicht alle Araber Terroristen und nicht jeder der an den Koran glaubt ist fanatisch. Für diese Spitzfindigkeiten müssten Sie jedoch differenzieren. Zumal auch bei der katholischen Kirche nicht generell alles schlecht ist. Es gäbe deutlich weniger Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen, Hife für Obdachlose, Einrichtung für Senioren und wenn es nur der Chor ist den meine Großmutter jeden Dienstag besucht; selbst diesen gäbe es nicht. Missbrauch und Straftaten sind zu verurteilen und die Täter müssen zu Verantwortung gezogen werden. Trotzdem dürfen unschuldige nicht unter diesen Taten leiden

  • Angelika Oetken

    |

    @Merkel,

    Sie haben Recht. In Deutschland gibt es, was Missbrauchskriminalität angeht, kein institutionelles Haftungsrecht. Anders verhält es sich mit Straftaten, die Wirtschaftskriminalität betreffen . Und da beides sich bedingt, wäre dann doch das BKA zuständig.

    Was meine Motivation betrifft, hier zur Sache „Missbrauch in Domspatzeneinrichtungen“ zu kommentieren: ich engagiere mich ehrenamtlich zum Thema.

    Meine Haltung zur Katholischen Kirche: ich respektiere es, wenn Menschen das Bedürfnis haben sich in einer spirituellen Gruppierung zusammen zu schließen. Allerdings genießen die beiden großen christlichen Kirchen Deutschlands zahlreiche staatlich garantierte Privilegien. Dafür sollten sie auch eine entsprechende Gegenleistung erbringen. Zum Beispiel Verantwortung für ihre institutionelle Missbrauchskriminalität übernehmen. Konsequent aufklären, aufarbeiten, Genugtuung leisten, echte Prävention betreiben. Die Kirchenfunktionäre haben bisher viel versprochen. Aber konkret meistens das Gegenteil davon getan. Die Präventionsleitlinien der DBK und der DOK sind ein gut frisiertes Fake, die Zweitauflage der Missbrauchsstudie liegt brach. Die Kirchen beteiligten sich nach zähen Verhandlungen offiziell am Ergänzenden Hilfesystem. Der heikelste Punkt, nämlich der Schutz der Persönlichkeitsrechte der AntragstellerInnen (eben der kirchlichen Missbrauchsopfer) wurde aber bis heute nicht geklärt. Weder von der RKK, noch von der EKD.

    Was christliche soziale Einrichtungen betrifft: da sind die Kirchen, respektive ihre Subunternehmen lediglich die Betreiber. Das Ganze bezahlt der Staat. Also wir alle.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Merkel

    |

    @ Oetken

    Ihr Engagement in allen Ehren, jedoch sollten vielleicht das Wirtschaftsgesetz kurz nochmals eingehend Studieren und diesen hier vorgebrachten und öffentlich geäußerten Vorwürfen Beweise folgen lassen, denn wäre ich Anwalt würde ich das juristisch verfolgen.

    Auch die These, dass die Einrichtungen staatlich finanziert sind ist schlichtweg falsch und da rate ich Ihnen dringend sich mit den Bilanzen, beispielsweise der Domspatzen, zu beschäftigen (üblicherweise im Bundesanzeiger) hier handelt es sich um eine Stiftung.

  • blauäugig

    |

    @AO Sind Sie in Berlin gegen Pädokriminelle in der Gegenwart genauso „engagiert“ wie via Internet in Regensburg gegen die „institutionelle Missbrauchskrimialität“? Ich will nichts verharmlosen, was bei den Domspatzen passiert ist, und dort gab es nach meiner Überzeugung Strukturen, die es den Tätern leicht gemacht haben, sich an den Buben zu vergehen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Sie beharren aber darauf, dass dies der hauptsächliche Zweck der Einrichtung gewesen sei, deshalb ja wohl jetzt wieder der Schwenk zur Wirtschaftskriminalität, als ob die Täter auch für den Missbrauch gezahlt haben.

    Ach ja, zu Berlin z.B. dieser Artikel.
    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/roma-kinder-in-berlin-aufstieg-ins-elend-a-767147.html

  • Angelika Oetken

    |

    Kommentar gelöscht. Bitte verbreiten Sie keine Unterstellungen.

  • Angelika Oetken

    |

    @Merkel,

    „Wirtschaftsgesetz“: was meinen Sie genau damit?

    „denn wäre ich Anwalt würde ich das juristisch verfolgen“
    Was würden Sie juristisch verfolgen lassen?

    „Auch die These, dass die Einrichtungen staatlich finanziert sind ist schlichtweg falsch und da rate ich Ihnen dringend sich mit den Bilanzen, beispielsweise der Domspatzen, zu beschäftigen (üblicherweise im Bundesanzeiger) hier handelt es sich um eine Stiftung.“
    Wollen Sie damit andeuten, dass die Domspatzeneinrichtungen keine staatliche Unterstützung erhalten? Falls es so ist, womit wurden die Einrichtungen denn bezahlt?

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Sind Sie in Berlin gegen Pädokriminelle in der Gegenwart genauso „engagiert“ wie via Internet in Regensburg gegen die „institutionelle Missbrauchskrimialität“?“

    @blauäugig,

    ich verhafte jeden Täter einzeln ;-)

    Im Ernst: ich arbeite ehrenamtlich beim Ergänzenden Hilfesystem für Missbrauchsopfer- Fonds Sexueller Missbrauch mit http://www.fonds-missbrauch.de/

    Dort können im Übrigen auch Opfer institutionellen Missbrauchs Anträge stellen. Die Deutsche Bischofskonferenz ist dem EHS-FSM beigetreten http://www.fonds-missbrauch.de/antragstellung/

    Allerdings gibt es zwei Einschränkungen:

    a) die Antragsfrist läuft bald aus
    b) die kirchlichen Institutionen konnten bis jetzt nicht zufriedenstellend darlegen, wie sie den Schutz der Persönlichkeitsrechte der AntragstellerInnen gewährleisten wollen. Siehe Schaubild unter dem Link „Antragstellung“.

    Wer sich als Opfer der Domspatzeneinrichtungen, bzw. des Bistums Regensburg mit dem Gedanken trägt, einen EHS-Antrag zu stellen, kann aber das Bistum um Auskunft bitten bzw. eine andere Person dort anfragen lassen, wie es im Falle einer Antragstellung gedenkt, den Schutz der Persönlichkeitsrechte der AntragstellerInnen zu gewährleisten.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Merkel

    |

    @ Fr. Oetken

    Ich meine mit Wirtschaftsgesetz ein kleines rotes Buch in A5 Format mit dem Titel aktuelle Wirtschaftsgesetze ISBN 9783406612121 in welchem die wichtigsten Gesetze festgehalten sind. Wenn Sie einer Einrichtung oder Privatperson öffentlich vorwerfen gegen diese Gesetze in strafrechtlichem Rahmen verstoßen zu haben stellen Sie eine ehrverletzende Behauptung auf und ich unterstelle, dass es hierfür keinerlei Beweise gibt und daher diese als unwahr angesehen werden können. Gemäß § 186 StGB stellt das den Tatbestand der üblen Nachrede dar. Auch wenn das strafrechtlich durch die Statsanwaltschaft nur in besonders schwerem Fall verfolgt wird (das ist Ermessenssache) könnte eine solche Behauptung in öffentlichen Rahmen zumindest eine Zivilklage nach sich ziehen.

    Außerdem wird die Einrichtung der Domspatzen als Schule Staatlich gefördert, wie übrigens jede Schule. Auch das Pindelgymnasium wird derart gefördert und das ist so auch gesetzlich vorgeschrieben. Darüber hinaus zahlt man für die Unterbringung und Verpflegung etwa 470,- €. Das reicht nicht im entferntesten die Kosten zu decken und vergleichbare Internate in Norddeutschland ohne kirchliche Trägerschaft verlangen da bis zu 3000,- pro Monat. Selbst der Freistaat Bayern hat kein großes Interesse mehr Geld auszugeben als unbedingt nötig und ist gebunden an die die zukünftige Schuldenbremse. Würde die Kirche nicht massiv Geld dort investieren gäbe es dieses Internat mit Sicherheit nicht mehr, denn der Staat hat ja auch nicht die Odenwaldschule mit Millionen gerettet.

  • Angelika Oetken

    |

    Danke für die Erläuterungen @Merkel.

    Dann fasse ich mal zusammen:

    a) Sie behaupten, dass die Römisch Katholische Kirche Deutschlands gegen keines der Gesetze, die in diesem juristischen Fachbuch veröffentlicht wurden http://www.beck-shop.de/Aktuelle-Wirtschaftsgesetze-2016/productview.aspx?product=15978284 (Auflage 2016) verstoßen hat.

    b) Sie behaupten:
    „Würde die Kirche nicht massiv Geld dort investieren gäbe es dieses Internat mit Sicherheit nicht mehr“

    Daraus ergeben sich für mich drei Fragen:

    1. wen meinen Sie genau mit „die Kirche“?
    2. seit wann subventioniert dieser Geldgeber bzw. seit wann subventionieren diese Geldgeber (sofern es sich um verschiedene Finanziers handelt), die Einrichtungen der Regensburger Domspatzen?
    3. in welcher Höhe wird Geld zugeschossen und wofür genau?

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Merkel

    |

    @ Oetken

    Ich behaupte dass Sie hier Anschuldigungen äußern für welche Sie keine Nachweise haben und da gilt immer noch die Unschuldsvermutung – auch für Sie.

    Definition RKK:https://de.m.wikipedia.org/wiki/Römisch-katholische_Kirche

    Und es wird massiv Geld durch das Bistum in das Internat investiert für den Neubau, etwa 40 Lehrer und 30 Musiklehrer + Pädagogen, ect.

  • Angelika Oetken

    |

    @Merkel,

    Danke für den Link. Dort ist eine Anschrift eingestellt. Sie lautet:

    „Via della Conciliazione 54
    SCV-00120 Vatikanstadt“

    Muss ich den Inhalt Ihres Beitrages so verstehen, dass der Vatikan für den Unterhalt der Domspatzeninstitution aufkommt?

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Merkel

    |

    Machen Sie sich doch einfach selbst mal die Mühe zu recherchieren die Kosten finden Sie im Internet und den Bericht der Stiftung können Sie an oben genannter Stelle einsehen. Mit Ihren Anschuldigungen verstoßen Sie gegen gültiges Recht und daraus ergeben sich für mich auch einige Fragen:

    1. Können Sie beweisen dass gegen Wirtschaftsrecht verstoßen wurde durch die Domspatzen?

    2. Wen beschuldigen Sie bei der jetzigen Belegschaft welchen Vergehen?

    3. wann werden Sie sich vor Ort mit den Verantwortlichen der Domspatzen ein Bild der aktuellen Gegebenheit machen um das tatsächlich beurteilen zu können? Waren sie jemals dort?

    4. Geht es Ihnen hier nur um eine Werbeplattform für sich selbst?

  • Merkel

    |

    @ AO

    … Sie behaupten in mehreren Beiträgen zu wissen, dass bei den Domspatzen gegen Wirtschaftsrecht verstoßen wird und wurde und unterstellen mehrfach sogar Kapitalverbrechen dort! Beweise haben Sie keine dafür und das sind massive Vorwürfe die Sie hier öffentlich vorbringen! Absoluter Rufmord und da ist es mit Ihrem Rechtsbewusstsein nicht weit her. Vielleicht sollten Sie statt drei Stunden abends im Internet ihren „Senf“ dazuzugeben lieber aktiv in Ihrer Umgebung zur Prävention beitragen – hier allerdings verunglimpfen und pauschalisieren Sie.

    Der Missbrauch dort war eine Schande, ebenso der Umgang des Bistums. Das gibt Ihnen jedoch nicht das Recht mit Mutmaßungen das heutige Internat zu beschuldigen.

    Bei vielen der angeblichen Taten fehlen immer noch die Fakten ihrer Seite. Groß wurde hier angedeutet was angeblich Hr. Kleber getan hätte, fragt man dann nach Details kommt nur schweigen?

    Sie fordern Offenheit? Dann beginnen Sie selbst indem Sie hier nur noch Fakten posten, statt diesem Halbwissen

    Mit freundlichen Grüßen

  • Nemo Udeis

    |

    Hallo Merkel,

    ich beobachte schon seit längerer Zeit die Beiträge von Frau Oetken und anderen hier in der Kommentarfunkton und habe auch schon hin und wieder eine Anmerkung dazu gemacht. Eigentlich ist es aber müßig, sich auf eine Diskussion einzulassen.

    Frau Oetken versucht, von ihrer „Berliner Warte“ aus den vermeintlich rückständigen Regensburgern die Welt zu erklären. Und gerade beim Thema Domspatzen fällt immer wieder auf, dass einfach viel zu wenig Hintergrundwissen da ist und dann immer mit Verallgemeinerungen und Vergleichen gearbeitet wird.

    Genauso, wie sich die die verschiedenen Missbrauchsfälle in Deutschland nicht in allen Aspekten miteinander vergleichen lassen, können auch die Missbrauchsopfer am Kaff nicht miteinander verglichen werden. Es gibt, diejenigen, die mit der Form der Aufarbeitung durch das Bistum zufrieden sind, und diejenigen, die diese Art nicht akzeptieren. Beide Gruppen haben ihre Gründe und ich möchte niemanden deswegen verurteilen. „Diskussionsbeiträge“ Außenstehender, wie diejenigen von Frau Oetken, erweisen aber der Sache (wie ich schon an anderer Stelle formuliert habe) oft einen Bärendienst. Und ich kenne viele Leute, darunter auch Betroffene, die auf dieser Seite mitlesen und sich genau darüber im Stillen ärgern. Und Frau Oetken wird von vielen als einfach nur nervig wahrgenommen.

    Ganz ehrlich: Selbst, wenn das Kaff alle Forderungen erfüllen würde, die jemand wie Frau Oetken aufstellt, dann würden doch immer wieder neue Ansprüche kommen. Und selbst, wenn der Papst irgendwann den Petersdom verkaufen und das Geld den Armen geben würde, käme noch der Einwand: „Aber hat doch noch den Ford Focus in der Garage …“

    Deshalb hat es wenig Sinn, sich auf eine Diskussion einzulassen.

  • Rudolph. B.

    |

    @ Nemu Udieis
    Für mich hat ihr letzter Beitrag schon ein wenig ‚“Rassistische Züge “
    Eine jeder darf hier ausführlich seine Meinung schreiben!
    Ich lese hier alle Beiträge , und ich schätze auch immer wieder viele Beiträge,
    auch viel Internetlinks zu vielen Themen, von der Frau Angelika Oetken aus Berlin!
    Sie schreiben von Ihrem Kaff , also sind Sie ein Ehemaliger Domspatz aus der Reichstrasse!

  • Merkel

    |

    @AO

    sie wollten wissen was ich mit „Kirche“ meine und das ist der Wikipedia-Eintrag dazu. Da muss man halt schon etwas weiter als bis zur fünften Zeile lesen. Wo sind Ihre Fakten, ihre Antworten?

  • Angelika Oetken

    |

    „Beide Gruppen haben ihre Gründe und ich möchte niemanden deswegen verurteilen. „Diskussionsbeiträge“ Außenstehender, wie diejenigen von Frau Oetken, erweisen aber der Sache (wie ich schon an anderer Stelle formuliert habe) oft einen Bärendienst. Und ich kenne viele Leute, darunter auch Betroffene, die auf dieser Seite mitlesen und sich genau darüber im Stillen ärgern. “

    @Udo Nemeis,

    das kann ich sehr gut nachvollziehen. Was viele der Domspatzenopfer, die sich im Stillen ärgern vermutlich nicht wissen ist, dass es die Möglichkeit gibt, sich zu Wort zu melden, aktiv ein- und die Sache voran zu bringen. Kostet weniger Kraft als „Ärgern“, aber bringt viel mehr. Im Betroffenenbeirat des EHS-FSM sind zwar einige Opfer der katholischen Kirche vertreten, die meisten davon sind Mitglieder von Betroffeneninitiativen, aber bislang fehlt jemand, der die Perspektive der explizit die Sicht der zahlreichen Domspatzenopfer widerspiegelt. Wer also Interesse hat, sich zu engagieren, ist herzlich eingeladen, Kontakt mit mir aufzunehmen. Ich bin CO-Sprecherin im Betroffenenbeirat und über meine Praxisemaildresse zu erreichen, die im Netz leicht zu finden ist.

    Ich freue mich auf zahlreiche Anfragen!

    Viele Grüße aus Berlin-Köpenick sendet
    Angelika Oetken

  • Angelika Oetken

    |

    „Machen Sie sich doch einfach selbst mal die Mühe zu recherchieren die Kosten finden Sie im Internet und den Bericht der Stiftung können Sie an oben genannter Stelle einsehen.“

    @Merkel,

    ich habe mich, als ich konkrete Fragen formuliert habe, an Ihren Beiträgen orientiert. Die bei mir den Eindruck erwecken, dass Sie sich mit den Spezifika der Geschäftsführung der Domspatzeneinrichtungen und des Bistums Regensburg gut auskennen. Aber vielleicht habe ich mich da auch geirrt.

    Nichts für ungut!

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Uta Ziemlick

    |

    Irgendwann erledigt sich die Kommentarfunktion von selber. Es ist fast keiner gewillt gefühlte tausend posts durchzuscrollen um irgendwann den jüngsten K. zu finden. Kann man da von seiten der Redaktion nichts einstellen das der jüngste Kommentar gleich nach dem Artikel erscheint oder, oder…?
    Mann/Frau verliert aber auch die Lust im Artikel und den posts von vor 13 Monaten nach zufieseln.

  • Merkel

    |

    @AO

    das ist schön dass sie so fleißig die Werbetrommel rühren, nur müssten Sie dann ja auch gewillt sein zuzuhören.

    Da dort in Ihren Annahmen bis heute nur Pädophile Prister und gewalttätige Nonnen arbeiten, sowie alle ehemaligen nur traumatisierte Opfer sind die zu große Angst haben sich zu melden; passt es natürlich nicht in Ihr Weltbild wenn auch positive Aspekte erzählt werden. Gerade was die heutigen Domspatzen angeht. Ihnen wäre es doch viel lieber wenn das Internat geschlossen würde, dann hätten Sie ein Feindbild weniger. Wie sich das für die anfühlt, die aktuell dort die Schule besuchen, dort arbeiten oder erst kürzlich dort die Schule besucht haben ist Ihnen doch völlig egal.

    Offenheit fordern und selbst haltlose Anschuldigungen vorbringen ist wie Wasser predigen aber Wein trinken – um einen christlichen Vergleich zu bemühen.

    Vielleicht sollten Sie doch ab und zu mal die Bibel lesen, da steht nämlich nicht nur Mist drin. Und das hat meiner Meinung nach nichts mit RKK zu tun.

  • Merkel

    |

    @ao

    nochmal -> es gibt für jedes Geschäftsjahr einen Rechenschaftsbericht der durch Sie eingesehen werden kann. Das ist bei jeder Stiftung so und das hat nichts mit Spezika zu tun. Wenn Sie den bayerischen Finanzbehörden nicht glauben können Sie das einem Wirtschaftsprüfer vorlegen. Dann haben Sie Fakten statt Vermutungen. So richtig – mit Zahlen und Belegen. Nicht nur Verschwörungstheorie

  • Merkel

    |

    @ AO

    die Wikipediafrage haben Sie nicht wirklich ernst geimeint, oder?

    SIE HABEN MICH GEFRAGT WELCHE KIRCHE ICH MEINE UND ICH HABE MIT DIESEM LINK GEANTWORTET!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    FRAGEN ZU DER FINANZIERUNG ENTNEHMEN SIE BITTE DEM RECHENSCHAFTSBERICHT DER STIFTUNG!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Was wäre eigentlich wenn sich niemand an Ihre Einrichtung als Betroffener wendet? Dann wäre diese völlig unnötig, daher auch die vielen Links und Hinweise für die FSM und wie finanzieren Sie sich eigentlich? Soweit ich informiert bin über den Bund? Wie wird da eigentlich abgerechnet – pro Betroffenem der sich gemeldet hat?

  • Merkel

    |

    Lese ich mir die Kritikpunkte an diesem EHS .- FSM so durch wird mir klar weshalb Sie hier die Werbetrommel rühren schließlich wurde durch das Bundesministerium für Familie, senioren, Jugend kritisiert, ich zitiere:

    Um die Informationspolitik des Fonds ist es dürftig bestellt

    Nachzulesen unter http://www.gegen-missbrauch.de/media/archive1/antwortfsm.pdf

    Das erklärt als Sprecherin Ihr Engagement hier, offenbar geht es Ihnen gar nicht so sehr um die Opfer sondern eher um eine bessere Informationspolitik und mehr Anträge.

    Norbert Denef vom Opferverein Netzwerk B meint hierzu: Der Fonds bringt seiner Meinung nach nichts. „Es gibt ein wenig Geld für den Anfang einer Therapie – und dann?“

    Alles klar!

  • Kanonikus2L

    |

    @Merkel: Bitte verunglimpfen Sie hier doch nicht den (angeheirateten) Familiennamen unserer Bundeskanzlerin. M-)

    @Merkel, Nemo Udels:
    Richtig, von einer „Berliner Warte“ aus könnte es Frau Oetken nahezu unmöglich sein, die Dinge im tiefsten, feudalkatholischen Regensburg zu werten.
    Hier muß man dabei gewesen sein, muß erleben wie speicheltriefend gebeugt sich staatliche Würdenträger vor kath. (selbsternannten) Würdenträgern im Namen des Staatsvolkes ?! erniedrigen. Nicht sie selbst erniedrigen diese, sondern den Souverän, denn sie selbst sitzen – Wo ist noch mal das Bild mit der Bay. Sozialministerin (Politikadel), I.D. Gloria v. T & T (Geburtsadel) und Gerhard Kard. Müller (Klerikaladel)? – mit diesen Leuten am selben Tisch. Ich bin dagegen, dass die Oberpfalz weiterhin als – Entschuldigung, aber das muß jetzt mal sein „größte (Kinder)Hurenbude Europas“ angesehen werden kann.

  • Merkel

    |

    @ Kanonikus

    ich konnte die Bundeskanzlerin leider nicht davon abhalten zu heiraten und meinen Nachnamen anzunehmen.

    Und was den Rest des Textes angeht, kann ich dem Inhalt leider keinen Sinn entnehmen und da auch keinen Bezug zu den Domspatzen finden. Wenn das jedoch ihre Meinung ausdrückt, ist das toll und ich hab’s gelesen

  • Angelika Oetken

    |

    „Richtig, von einer „Berliner Warte“ aus könnte es Frau Oetken nahezu unmöglich sein, die Dinge im tiefsten, feudalkatholischen Regensburg zu werten.“

    @Kanonikus2L,

    mit den lokalen Spezifika kenne ich mich natürlich nicht aus, da haben Sie vollkommen Recht. Auch die katholische Lebensart ist mir fremd. Aber was Missbrauchskriminalität und ihre Zusammenhänge betrifft, bin ich inzwischen ziemlich bewandert. Da ich mich nicht nur kontextbezogen mit anderen Opfern austausche, sondern einer Gruppe von Betroffenen, Mitbetroffenen und Whistleblowern angehöre, die tatortunabhängig Informationen sammelt und auswertet, kann ich die verschiedenen Systeme gut miteinander vergleichen.

    Ich habe, was meine eigene Aufarbeitung angeht davon schon sehr profitiert. So wie ich aus einem gesunden Abstand heraus auf institutionelle Missbrauchsfälle gucken kann, geben mir die institutionellen Betroffenen und Mitbetroffenen wertvolles Feedback dazu, wie sie Missbrauchsfälle sehen, die im familiären Umfeld geschehen. Es ist so etwas wie gegenseitige „Supervision“, also Überschau. Sie hilft Verdecktes nicht zu übersehen und Wesentliches zu erkennen. Schon allein, weil man sonst Gefahr läuft, gewisse Paradigmen nicht zu überprüfen. Im familiären Kontext wäre das zum Beispiel die Annahme, die eigenen Eltern hätten einen geliebt als man ein Kind war. In Familien, in denen Missbrauch über einen längeren Zeitraum oder immer wieder zugelassen wird, ist leider meistens das Gegenteil der Fall. Im institutionellen Kontext gibt es auch typische Fehlvorannahmen. So glauben deren Opfer häufig, die Verantwortlichen müssten bereit sein, zu erkennen, dass ihnen, den Betroffenen Unrecht geschehen ist. Und in der Hoffnung, dass sie, die Opfer rehabilitiert werden und ihnen Genugtuung geschieht, verlieren sie einen Teil der gesunden Skepsis den Beteuerungen der institutionell Verantwortlichen gegenüber. Dabei sind das ja nicht mal Familienmitglieder. Sondern lediglich Funktionäre. Die tun ihren Job, sonst nichts.

    In jedem von uns steckt auch immer noch ein Stück unserer Kindheit. Jedes Kind möchte geliebt und beschützt werden. Wenn ihm Unrecht geschieht, will es, dass das wieder in Ordnung gebracht wird. Allerdings sind Missbrauchsgefüge kranke Systeme, deren Heilung langwierig, schmerzhaft, teuer und schwierig ist. Unabhängig davon, ob es sich um Internate, Heime, Vereine oder eben Familien handelt. Manchmal verstirbt der Patient auch, weil er keine Krankheitseinsicht hat und sich den notwendigen therapeutischen Maßnahmen verschließt. Siehe Odenwaldschule.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Bei den Opfern, so scheint es, überwiegt immer noch das Misstrauen, ob es der Bischof tatsächlich ernst meint mit seinen Aussagen.“
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/domspatzen-regensburger-bischof-bricht-schweigen-tut-mir-in-der-seele-weh-1.2833216

    „Misstrauen“ bezeichnet das Gegenteil von „Vertrauen“:
    „Vertrauen ist in psychologisch-­persönlichkeits­theoretischer Perspektive definiert als subjektive Überzeugung von der (oder auch als Gefühl für oder Glaube an die) Richtigkeit, Wahrheit bzw. Redlichkeit von Personen, von Handlungen, Einsichten und Aussagen eines anderen oder von sich selbst (Selbstvertrauen).“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Vertrauen

    Das ist jetzt also eine regelrechte Vertrauensfrage. Vertrauen können wir doch immer nur als Vorschuss gewähren. Und der ist im Falle der für das Bistum Regensburg und die Domspatzeneinrichtungen Verantwortlichen doch so gut wie aufgebraucht.

    Überhaupt steht meiner Meinung nach das „Vertrauen-können“ nur Kindern zu. Denn wir sind für ihre Sicherheit verantwortlich und auf uns sollten sie sich verlassen können. Erwachsene wie eben die Betroffenen, die in das Kuratorium berufen wurden, sollten gesunder Skepsis den Vorzug geben. Alles Andere wäre angesichts der Dimension der Vorfälle fahrlässig.

  • Angelika Oetken

    |

    Treffend: http://www.fr-online.de/kultur/regensburger-domspatzen-matte-reaktion-auf-massenhaften-missbrauch,1472786,33617086.html

    Typisch: http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/Vater-klagt-Domspatzen-werden-heute-wieder-zu-Opfern-;art1172,348588

    Die Masche des Victim-Blaming und der emotionalen Erpressung hat auch das Odenwaldschulnetzwerk schon versucht. Es instrumentalisierte dazu sogar SchülerInnen. Was sehr bezeichnend ist. Denn systematische sexuelle Ausbeutung gedeiht dort, wo Kinder zu Projektionsflächen der Erwachsenen gemacht und so zu Objekten werden : http://glasbrechen.de/2015/06/unsere-antwort-auf-das-schreiben-der-schuelerschaft-der-odenwaldschule/

    An der OWS war nicht wirklich aufgearbeitet worden, bevor Präventionsmaßnahmen etabliert wurden. Das rächte sich http://www.echo-online.de/lokales/bergstrasse/bensheim/odenwaldschule-paedagoge-muss-sich-wegen-kinderpornos-verantworten_16585421.htm Nun ist die Schule geschlossen, weil sie die Unterstützung der Behörden verlor.

  • Angelika Oetken

    |

    http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article152212152/Papst-Franziskus-troestet-Opfer-von-Gewalt-in-Mexiko.html

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-02/papst-franziskus-mexiko-drogen-katholische-kirche („Franziskus liest Mexikos Bischöfen die Leviten“)

    Angeblich kommt Papst Franziskus in diesem Jahr auf Besuch nach Deutschland http://www.domradio.de/themen/papst-franziskus/2015-11-05/tillich-papst-franziskus-koennte-2016-deutschland-besuchen

    Ob er wohl auch das Bistum Regensburg besucht? Dessen Opfern Trost zuspricht und mit seinen Kollegen Hühnchen rupft? Oder wird er sich nur mit VIPs, die den Domspatzen eng verbunden sind treffen, um Geschäftliches zu besprechen?

  • Angelika Oetken

    |

    @C.Merkel,

    das ist zwar ein sehr aufschlussreiches Interview, was die aktuelle PR-Strategie der Domspatzen angeht, aber nicht geeignet, sich eine fundierte Meinung über das zu bilden, was geschehen ist. Und welche Gründe es dafür gab.

    Dazu muss mit den direkt Beteiligten gesprochen werden, also Opfern, Zeitzeugen, Tätern, Mittätern und den damals Verantwortlichen. Und es man muss Dokumente auswerten. Darunter solche über den Gesundheitszustand der Schüler, Medikamtengaben und die Kassenführung der Domspatzeneinrichtungen. Inwieweit das geschieht wissen wir nicht, da die Arbeit des Bistums und deren Beauftragten nicht wirklich unabhängig ist und es bislang auch keine souveräne Kontrolle dieser Aktivitäten gibt.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Ein Mehltau von Feigheit » Regensburg Digital

    |

    […] von Schulleiter Berthold Wahl kann man in den damaligen Jahresberichten nachlesen. Auch die ARD-Doku „Sünden an den Sängerknaben“, welche 2015 die derzeit stattfindende Aufklärung maßgeblich ins Rollen gebracht hatte, wurde von […]

  • Angelika Oetken

    |

    Heute ging die 18. Jahrestagung der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie zu Ende. Bei der DeGPT handelt es sich um einen großen Verbund von PsychotherapeutInnen, die auf die Behandlung von Menschen spezialisiert sind, die in Folge von Traumatisierungen unter psychischen Störungen leiden.

    Unter den vielen interessanten Vorträgen war einer, über den es in der Vorankündigung (Abstract) heißt:
    „Kinder in institutioneller Betreuung sind eine besondere Risikogruppe. Nicht nur in der Vergangenheit (Fegert et al., 2013), auch aktuell ergab eine Befragung von Jugendlichen aus Internaten und Heimen, dass 57 % der betreuten Jugendlichen einen sexuellen Übergriff erlebt hatten. Auch eigene Täterschaft/Übergriffigkeit ist nicht selten und wurde von über 1/5 der Jugendlichen bejaht. Gefährdungsrisiken in Institutionen resultieren also nicht nur aus möglichen Übergriffen durch Betreuer oder während Wochenendbeurlaubung. Übergriffe in der Jugendlichengruppe selbst stellen eine Gefahr dar. Insofern haben Schutzkonzepte in Institutionen eine besondere Bedeutung.“

    Die Forschung bestätigt also das, was einige Ehemalige der Domspatzenopfer schon geschätzt hatten: die Hälfte der Jungen, die diese Einrichtungen besucht haben, wurde in irgendeine Form von sexuellen Übergriffen hineingezogen.

    Apropos „Schutzkonzepte“: wird das Präventionsvorhaben bei den Domspatzen extern begleitet? Etwas, das man neudeutsch „Monitoring“ nennt?

  • Angelika Oetken

    |

    Eines der vielen offenen Kapitel der dicken Akte:

    „Dem Vernehmen nach wird es beim Prozess auch darum gehen, ob bei den Domspatzen ein sexuell aufgeheiztes Klima herrschte, in dem die älteren Schüler die Jüngeren verführten.“
    http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/Baumers-Verlobter-vor-Gericht-Sexuell-aufgeladene-Stimmung-bei-Domspatzen-oder-Missbrauch-;art1172,404416

    Wenn Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene ein (über-)sexualisiertes, übergriffiges Verhalten zeigen, ist das ein Alarmsignal. Sie kopieren, was ihnen selbst von Älteren angetan wurde. Bezeichnend die ausbeuterische, mechanische Sicht auf Sexualität. Von einer „Beziehung“ im normalen Sinne kann bei solchen sozialen Verbindungen nicht gesprochen werden. Was viele Ehemalige Domspatzen schildern, findet sich so oder ähnlich auch an anderen institutionellen Tatorten wieder. Bsp.: http://www.missbrauchsopfer-josephinum-redemptoristen.de/ und http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/kultur-und-medien/bonn/Ako-Absolvent-schrieb-Schuljungen-Report-article18798.html Das Geschilderte ist ein Verbrechen an Kindern und Jugendlichen, die in nicht nur in ihrer sexuellen, sondern in ihrer ganzen persönlichen Entwicklung von den pervertierten Ritualen einer Mikrokultur beschädigt werden, wie es sie wohl nur in relativ geschlossenen, von ausgesprochener Doppelmoral gekennzeichneten Gefügen, wie es die Regensburger Domspatzen, das Aloisiuskolleg und andere Einrichtungen sind. Bezeichnend für unsere Gesellschaft, das diese Institutionen so lange als „vorbildlich“ galten.

  • Merkel

    |

    @A. Oetken

    wie immer ist Ihr Kommentar Vorverurteilung und ich denke Sie sollten es einem Gericht überlassen zu urteilen.

    Inzwischen findet bei den Regensburger Domspatzen einiges an Prävention statt und würden Sie sich damit seriös beschäftigen wüssten Sie das.

    Projekte wie MFM beispielsweise werden durch externe Berater dort veranstaltet.

    Und was Doppelmoral angeht sollten Sie vielleicht im Glashaus nicht mit Steinen werfen, denn Ihnen geht es doch nur um Fördergelder für Ihre Organisation, welche vom Bund finanziert wird und laut Medienberichten hinter den Erwartungen der „Opferzahlen“ zurück bleibt.

Kommentare sind deaktiviert