Die Causa Georg Zimmermann

Über 50 Jahre Vertuschungsgeschichte

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Die Diözese Regensburg ist meilenweit von einer transparenten Aufklärung sexueller Missbrauchsfälle entfernt. Beispielhaft zeigt das die über 50 Jahre andauernde Vertuschungsgeschichte des ehemaligen Domspatzen-Direktors Georg Friedrich Zimmermann.

Missbrauchstäter über Jahrzehnte: Der ehemalige Domspatzen-Direktor Georg Zimmermann.

Missbrauchstäter über Jahrzehnte: Der ehemalige Domspatzen-Direktor Georg Zimmermann.

Mitte April 2013 hat sich der neue Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer erstmals zu den Missbrauchsfällen in katholischen Einrichtungen seiner Diözese geäußert. Auf die Frage, ob er nach der Durchsicht der entsprechenden Akten weiteren Handlungsbedarf sehe, antwortete er gefällig, aber unkonkret. Es beschäme ihn, mache ihn betroffen, „was alles ans Tageslicht gekommen ist.“ Alles müsse aufgeklärt werden.

Doch wer ist Adressat dieses Appells? Sein eigenes Ordinariat, das sich bislang weniger an der Aufklärung denn an der Verschleierung der Zusammenhänge beteiligte? Sein Vorgänger Gerhard Ludwig Müller, der zwischenzeitlich zum Präfekten der Glaubenskongregation aufgestiegen ist und daher seine eigene Unzulänglichkeit als vormaliger Regensburger Bischof aufklären müsste? Oder die Zunft der Journalisten, die Bischof Müller 2010 pauschal in die Nazi-Ecke neben Joseph Goebbels rücken wollte?

Wer die bisherigen Ankündigungen des Regensburger Ordinariats in Sachen Aufklärung der Missbrauchsfälle rekapituliert, muss bald feststellen, dass das schöne Reden nicht mit dem tatsächlichen Handeln übereinstimmt. Dies ist eine der Hauptquellen für den andauernden Glaubwürdigkeitsverlust der römisch-katholischen Kirche.

Wie weit man in der Diözese Regensburg von einer im März 2010 über alle Medien verkündeten transparenten Aufklärung der Missbrauchsvorfälle tatsächlich entfernt ist, lässt sich vorzüglich an einer über 50 Jahre andauernden Vertuschungsgeschichte zeigen: An der Geschichte des ehemaligen Diözesanmusik- und Domspatzen-Direktors Georg Zimmermann, der wiederholt wegen „Unzucht mit Abhängigen“ aufgefallen ist.

Georg Zimmermann: ein Zögling am Knabenseminar St. Wolfgang

Der 1916 in Pfrentsch bei Eslarn geborene Georg Zimmermann hatte keinen leichten Start ins Leben. Nachdem er als Dreijähriger seinen Vater verlor, wollte der zweite Ehemann seiner Mutter nichts mit ihm zu tun haben. Schon während des Besuchs der Volksschule bekannte der musikalisch begabte Georg, dass er Priester werden wolle.

Der Weg dahin lief in der damaligen Zeit für Knaben aus ärmlichen Verhältnissen über das bischöfliche Knabenseminar St. Wolfgang. Dessen Hauptzweck bestand seit 1883 in der schulischen Ausbildung von allerorten fehlendem Priesternachwuchs. Finanziert wird dieses bis heute unter anderem von der bischöflichen Stiftungsbrauerei „Bischofshof“. Die Zöglinge wurden in den Gebäuden des Obermünsterstifts untergebracht, tagsüber besuchten sie das „Alte Gymnasium“ am Ägidienplatz.

Nach dem Erwerb des Reifezeugnisses 1937 trat Zimmermann ins Priesterseminar ein und studierte an der Hochschule in Regensburg Theologie. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die staatlichen philosophisch-theologischen Hochschulen in Bayern geschlossen.

Zimmermann wurde, wie die meisten anderen Priesterseminaristen auch, zum Kriegsdienst eingezogen – keiner verweigerte sich. Über 30 von 167 Seminaristen der Diözese Regensburg starben „den Heldentod fürs Vaterland“, wie es in einer Aufstellung heißt. Vermutlich war ihr Tod jedoch nicht süß, wie es die Gedenktafel für die „Helden des Ersten Weltkrieges“ am „Alten Gymnasium“ beschwört: „Dulce et decorum est pro patria mori”(zu Deutsch: Süß und ehrenvoll ist es, fürs Vaterland zu sterben). Zimmermann überlebte , verlor aber infolge einer schweren Verletzung ein Bein.

Zimmermann wird Priester, Musikpräfekt und Domspatzen-Direktor

Nach seiner Rückkehr aus kurzer Kriegsgefangenschaft beendete Zimmermann das Klerikalseminar, Mitte 1949 wurde er von Bischof Buchberger zum Priester geweiht. Ein Jahr später trat er eine Stelle als Präfekt im Bischöflichen Seminar in Straubing an und stieg dort zum Musikpräfekten auf. Von dieser Verpflichtung wurde er allerdings von Bischof Buchberger, der ihn durchgängig protegierte, für das lang ersehnte Musikstudium freigestellt. Hierfür ging Zimmermann zunächst nach München, dann nach Köln und Wien.

Angeblich gab es konkrete Pläne, dass er den seinerzeit bereits erkrankten Theobald Schrems als Domkapellmeister ablösen sollte. Auch hier hatte Zimmermann die Unterstützung Bischof Buchbergers. Doch die Ereignisse im Domspatzeninternat überschlugen sich und Zimmermann ersetzte nicht den Domkapellmeister, sondern ab Januar 1959 Friedrich Zeitler als Direktor des Domspatzen-Internats. Zugleich wurde er – laut einer Presseerklärung des Ordinariats vom 5. März 2010 – zum Direktor des Musikgymnasiums ernannt. Diese Angaben stehen allerdings in Widerspruch zu den Jahresberichten des Gymnasiums.

Die damals hoch angesehene Domspatzen-Karriere ging jedoch bereits nach acht Monaten wieder zu Ende, da Direktor Zimmermann seine Internatszöglinge missbrauchte – wie schon sein Vorgänger Friedrich Zeitler. Die Geschichte Zeitlers ist eng mit der von Zimmermanns verknüpft .

Zeitlers Weg

Der 1918 geborene Friedrich Zeitler war der einzige Sohn einer Mitterteicher Schmiedemeisterfamilie. Obgleich er den elterlichen Betrieb übernehmen hätte sollen, entschied er sich, Priester zu werden. Vermutlich hat hierbei eine nicht unwesentliche Rolle gespielt, dass Zeitler, wie es in den Regensburger Gerichtsakten heißt, als achtjähriger Junge von einem Schmiede-Gesellen wiederholt „geschlechtlich mißbraucht“ wurde.

Der Weg Zeitlers zur Erfüllung seines Priesterwunsches lief wiederum über das Bischöfliche Knabenseminar St. Wolfgang. Theobald Schrems, der ebenso aus Mitterteich stammte, dürfte den Knaben Friedrich ins Obermünsterstift vermittelt haben. Schrems besuchte als Knabe übrigens ebenso das Bischöfliche Seminar, er wirkte dort später auch als Präfekt (1920-1924).

Im Knabenseminar traf Zeitler dann auf Georg Zimmermann. Beide absolvierten im selben Jahr die Reifeprüfung und traten gemeinsam ins Priesterseminar ein, wo sie den gleichen Kurs besuchten. Beide wurden im Jahre 1949 von Bischof Buchberger zum Priester geweiht. Zeitler hatte noch als Student mit dem Domspatzen-Internat zu tun, er wohnte bereits 1939 als Präfekt mit Domkapellmeister Theobald Schrems in der Orleanstraße unter einem Dach.

Diese zum Teil lebenslangen sozialen Verwicklungen und die vielfachen Überschneidungen bezüglich der Herkunftsorte bzw. christlicher Seminare scheinen typisch für das gesamte Internats-Milieu zu sein. Der Stallgeruch eines Knabenseminars hilft, um in der Diözese aufsteigen zu können, insbesondere der des Obermünsterstifts.

Zeitlers Flucht

Nach seiner Priesterweihe war Friedrich Zeitler als Kooperator in Deggendorf tätig, wo er als „geistlicher Führer“ auch die dortige Pfadfinderjugend betreute. Als im Jahr 1953 der Neubau des Domspatzen-Internats in der Reichsstraße eröffnet wurde, übertrug man Zeitler dessen Leitung. Die Stelle des Internatsdirektors wurde jedoch im April 1958 vakant, da er sich der Strafverfolgung durch Flucht in die Schweiz entzog.

Wegen Verdachts auf „Unzucht mit Abhängigen“ wurde Zeitler zunächst monatelang international gesucht. Nach seiner Rückkehr aus seinem Schweizer Versteck im St. Johannes-Stift Zizers stellte er sich der Justiz. Im Mai 1959 wurde er schließlich nach einem weitgehenden Geständnis vom Regensburger Landgericht zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.

Bemerkenswert an Zeitlers Geständnis ist ein folgenloses, also nicht strafverschärfendes, Detail. Demnach habe er bereits 1941 auf der NS-Propagandareise der „Domspatzen“ nach Spanien „Unzuchtshandlungen“ vorgenommen. Er gestand unter anderem, das Geschlechtsteil eines 13jährigen Domschülers „in wollüstiger Absicht“ abgetastet zu haben. Indes: seine Vergewaltigungen von Sängerknaben in der Hauskapelle in der Orleanstraße um 1940, die 2010 von Betroffenen bei der sogenannten „Missbrauchsbeauftragten der Diözese“ Dr. Birgit Böhm angezeigt und im Domspatzen-Umfeld bekannt wurden, hatte Zeitler im damaligen Prozess verschwiegen. Das Ordinariat verschweigt sie heute noch.

Nach seiner vorzeitigen Haftentlassung ging Zeitler zurück in die Schweiz und fungierte trotz andauernden Berufsverbots ab Oktober 1961 als Spiritual im Constantinaeum, einem Mädcheninternat, in Chur. Dort wurde er nach Auskunft der Diözese Chur nicht mehr übergriffig.

Exkurs: Früher Unzucht heute Missbrauch

Zeitlers sexuelle Beziehungen zu Schülern wurden entsprechend der damaligen Rechtslage als fortgesetzte Verbrechen der „Unzucht mit Abhängigen“ bzw. einem „Kind“ und als „Unzucht zwischen Männern“ eingestuft. Bemerkenswert: Nachdem die betroffenen Schüler das Alter von 14 Jahren überschritten haben, hätten auch sie nach „§175 – Unzucht zwischen Männern“ belangt werden können, was aber nicht geschah.

Der unselige §175 wurde nach mehreren Reformanläufen im Jahr 1994 aus dem Strafrecht gestrichen. Sexuelle Beziehungen mit Schülern oder Zöglingen (bis zum Alter von 16 und in besonderen Fällen 18 Jahren) werden jedoch gemäß § 174, „Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen“, nach wie vor als schwere Straftaten geahndet.

Es ging bei der Verurteilung von Zimmermann und Zeitler trotz der Anwendung des §175 nicht etwa um bedauerlicherweise verfolgte Homosexuelle, sondern um sexuelle Missbrauchstäter. Es geht um unreife Geistliche, die ihre Sexualpräferenz mit abhängigen Schutzbefohlenen asozial auslebten. Diese sexuelle Präferenz zielte offenbar nicht auf Kinder sondern auf Jugendliche – die wissenschaftliche Klassifikation: Ephebophilie – gleichen Geschlechts. Es handelt sich also, soweit erkenntlich, um kein pädophiles, sondern um ein ephebophiles Muster.

Dass sich die Täter dabei wenig um staatliche Gesetze geschert haben, findet seine Ursache unter anderem darin, dass kirchliche Stellen die übergriffigen Priester bis 2010 fast nie von sich aus an die staatlichen Justizbehörden meldeten. Und nicht zuletzt: Es geht um geistliche Täter, die wesentliche Teile ihrer zweifelhaften Sozialisation in elitären katholischen Einrichtungen zur Schaffung von Priesternachwuchs erhalten haben.

Schleier über dem Fall Zimmermann

Seit das Regensburger Ordinariat im März 2010 in der Causa Georg Zimmermann mit einer Pressekonferenz die Flucht nach vorne ergriff, sind viele falsche und unstimmige Informationen in Umlauf.

Flucht nach vorn: Bei der Pressekonferenz im Jahr 2010 präsentierten Diözesanssprecher Clemens Neck und Missbrauchsbeauftragte Birgit Böhm alte Fälle und Falschinformationen. Foto: Archiv

Flucht nach vorn: Bei der Pressekonferenz im Jahr 2010 präsentierten Diözesanssprecher Clemens Neck und Missbrauchsbeauftragte Birgit Böhm alte Fälle und Falschinformationen. Foto: Archiv

Ein Anlass der Pressekonferenz war, dass der ehemalige Domspatz Franz Wittenbrink angekündigt hatte, in einer Talkshow aufzutreten. Wittenbrink berichtete seinerzeit, dass der damalige Internatsdirektor Zimmermann zusammen mit Schülern bei Rotwein onanierte und sexuelle Übergriffe auch unter Schülern stattfanden.Wittenbrinks Einlassungen wurden in der Folge weder offiziell dementiert noch bestätigt.

Die diözesane Informationspolitik in der Causa Zimmermann fällt eher in die Kategorie „Tarnen und Täuschen“. Die offiziellen Angaben zu Prozessdatum und Haftdauer etwa sind schlicht falsch. Des Weiteren gibt das Ordinariat vor, Zimmermann sei im August 1959 ohne Not für ein Musikstudium vom Dienst beurlaubt worden. Dieses Ablenkungsmanöver wird allein schon dadurch Lügen gestraft, weil der Geschasste nach seinem Domspatzen-Intermezzo in seiner Heimatgemeinde im Jahre 1961 die „Sing-und Musikschule Eslarn“ gründete und leitete. Welch ein Abstieg! Vom Domspatzen-Direktor zum privaten Musiklehrer im „Dorf am Todesstreifen“ (so der Titel einer BR-Sendung).

Das ehemalige Gebäude der Grenzland-Musikschule Eslarn: Hier rekrutierte Zimmermann weitere Opfer. Foto: Werner

Das ehemalige Gebäude der Grenzland-Musikschule Eslarn: Hier rekrutierte Zimmermann weitere Opfer. Foto: Werner

Doch blieb das Ordinariat nicht etwa untätig. Nachdem man Georg Zimmermann auf der Pressekonferenz im März 2010 als verurteilten und verstorbenen Straftäter präsentierte, ermittelte der diözesane Stab „sexueller Missbrauch“ vor Ort und nahm alle verfügbaren Informationen über den Musikdirektor a.D. mit nach Regensburg. Im Gegenzug jedoch hat man in Eslarn irreführende Informationen hinterlassen. Nicht nur im dortigen Rathaus wartet man seither auf einen aussagekräftigen Bericht in der Causa Zimmermann.

Schriftliche Anfragen beim Bischöflichen Zentralarchiv und beim Generalvikariat nach den Entlassungsgründen bzw. zur Verifizierung von Zimmermanns biografischen Daten wurden abschlägig beschieden. Falsche Informationen werden somit zementiert. Vom Archiv gab es immerhin den schöngefärbten Nachruf des Bistumsblatts „Wem Gott das Kreuz schenkt – Im Gedenken an Musikdirektor Georg Zimmermann“ anlässlich Zimmermanns Tod vom 17. Januar 1984. Darin wird Zimmermann als leidgeplagte Existenz gezeichnet. Kein Wort zu seinen Übergriffen und „Verfehlungen“.

Zimmermann (k)ein „Bubenschänder“

Aus dem familiären Umfeld Zimmermanns waren hingegen Details zu erfahren, die mit der Schilderung Wittenbrinks in Einklang zu bringen sind. Auf die Frage nach den Gründen der Ablösung Zimmermanns als Domspatzen-Direktor 1959 hieß es, er habe auf besondere Weise „mit Buben zu tun gehabt“. So wie „bei den alten Griechen“. Um sich aber nicht den „Bubenschänder“ nachsagen lassen zu müssen, habe er den Posten bei den Domspatzen freiwillig aufgegeben.

Die näheren Umstände für die Entlassung Zimmermanns bei den „Domspatzen“ sind bislang nicht bekannt. Als gesichert kann jedoch gelten, dass er sich als Direktor, der die „Knabenliebe“ pflegte und sexuellen Missbrauch in seinem Hause nicht unterband bzw. sogar selbst beging, untragbar machte. Insbesondere deshalb, weil sein Vorgänger Zeitler just in dieser Zeit wegen eben diesen Straftaten zunächst floh und später ins Gefängnis ging. Weil die Übergriffe Zeitlers auch öffentlich beklagt wurden, drohte der Ruf des noch jungen Musikgymnasiums unter Zimmermann noch tiefer zu sinken.

Domspatzen-Direktoren als Missbrauchstäter

Doch mit Zimmermanns Ablösung war die Reihe der sexuell übergriffigen Leiter des Domspatzen-Internats nicht beendet. Auch sein Nachfolger Siegfried Lintl, wiederum ein ehemaliger Zögling des Bischöflichen Studienseminars St. Wolfgang und Priester aus dem Regensburger Priesterseminar, steht im Verdacht, Domschüler sexuell missbraucht zu haben.

Es drängen sich Fragen auf: Wie waren die sozialen Verhältnisse im bischöflichen Studienseminar Obermünster, das als Priesterschmiede bekannt ist und bis zu seiner Schließung 1998 höchstes Ansehen genoss? Beruht es auf bloßen Zufälligkeiten, dass die drei ersten Internatsdirektoren, Friedrich Zeitler, Georg Zimmermann und Siegfried Lintl – allesamt ehemalige Geistliche und St. Wolfgang-Seminaristen, die Theobald Schrems anstellte – im Domspatzeninternat sexuell übergriffig wurden? Wohl kaum.

Es dürfte sich vielmehr um strukturelle Missstände handeln, wie sie z.B. auch im bischöflichen Knabenseminar zu Bamberg bekannt wurden. Erzbischof Ludwig Schick hat sich daraufhin bei den Opfern entschuldigt.

Die kurze Episode Zimmermanns bei den „Domspatzen“ wäre wahrscheinlich längst in Vergessenheit geraten, hätten nicht ehemalige Internatsschüler wie Wittenbrink und andere auf die Handlungen des damaligen Direktors hingewiesen. In den Festschriften und Jahrgangsberichten der Domspatzen wird Zimmermann wohlfeil unterschlagen. Diese Vertuschungen erinnern an Mitglieder einer Missbrauchsfamilie, die sich und ihre Umgebung eher belügen, als dass sie die gewalttätigen Realitäten benennen würden.

Doch wie verhielt sich Georg Zimmermann in Eslarn, nachdem er als Direktor bei den Domspatzen abgelöst worden war?

Vom privaten Musiklehrer zum Diözesanmusikdirektor

Offenbar als eine Art Reminiszenz an den zuvor anvisierten Posten des Domkapellmeisters begann Zimmermann in Eslarn zunächst Knaben „für den sakralen Dienst im Chorgesang“ auszubilden. So weiß es die Eslarner Gemeindechronik von 1965 theologisch aufgebauscht zu berichten. Noch 1961 gründete und leitete er die „Sing- und Spielschule Eslarn“, aus der sich die „Knaben-Kapelle Eslarn“ entwickelte und aus der Zimmermann seine nächsten Opfer sozusagen rekrutierte.

Die Knaben-Kapelle Eslarn 1963. Foto: privat

Die Knaben-Kapelle Eslarn 1963. Foto: privat

Ein gewisser Erfolg stellte sich bald ein und die Kapelle erreichte überregionale Wertschätzung. Zimmermann galt bei vielen Zeitgenossen als hochbegabter Musiklehrer. Doch Eslarn war ihm nur eine Notlösung.

Als Zimmermann die Rückkehr in eine leitende Position der Diözese angeboten wurde, nahm er diese sogleich an. So wurde er Mitte 1964 unter Bischof Rudolf Graber zum ersten Diözesanmusikdirektor Regensburgs ernannt. Er leitete somit das neu eingerichtete Diözesanreferat für Kirchenmusik. Zusammen mit dem Domkapellmeister, seit Anfang 1964 Georg Ratzinger, und dem Direktor der Regensburger Kirchenmusik, Ferdinand Haberl, gehörte Diözesanmusikdirektor Zimmermann zu den drei führenden Kirchenmusikern der Diözese. Welch ein famoses Comeback. Der nächste Absturz ließ jedoch nicht allzu lange auf sich warten.

Bereits im Januar 1968 kam das jähe Ende seiner zweiten Direktorenstelle. Dieses Mal lief die Ablösung nicht im Hintergrund, sondern mit einigem öffentlichen Aufsehen ab. Diesmal ging er nach der Anzeige einer Eslarner Mutter per Haftbefehl kurzzeitig sogar in U-Haft. Der Verdacht auf „Unzucht mit Abhängigen“ kam zur Verhandlung. Im Februar 1969 wurde Zimmermann deswegen zu 20 Monaten Gefängnis verurteilt und im Mai 1969 vom Regensburger Ordinariat erneut entlassen.

Die Spitze des Eisbergs von Eslarn

In einem Zeitungsbericht des NEUEN TAG vom 22. Februar 1969 wird am Tag nach der Verhandlungunter der Überschrift „Durch Trinken auf Abwege“ das Bild eines bemitleidenswerten Mannes gezeichnet, der unglücklicherweise der Unzucht anheimfiel. Demnach habe Zimmermann als Kriegsinvalider sein (nicht näher genanntes) hohes Berufsziel nicht verwirklichen können, trotz der „jahrelangen Versprechungen seitens ihm übergeordneter Stellen“. Daraufhin „geriet er ins Trinken“, nahm Schmerztabletten, wurde von Frauen abgewiesen und sei zu schlechter Letzt „in die Fänge eines verheirateten Homosexuellen“ geraten. So sei er dazu gekommen, „sich an seinen Musikschülern zu verfehlen.“ Die „Verfehlungen“ gingen über einige Jahre. Oft sei er bei „den Jungen auf heftige Gegenwehr“ gestoßen, „wenn er sie unzüchtig berühren wollte.“ Dann ließ er ab, bei mehreren anderen „hatte er Erfolg“.

Da sich der Angeklagte geständig und reuig zeigte, mussten die betroffenen Jungen nicht aussagen. Der Regensburger Obermedizinaldirektor Sebastian Maier billigte Zimmermann verminderte Zurechnungsfähigkeit zu, wodurch von der ganzen Reihe von Straftaten, „nur eine kleine Spitze zur Aburteilung übrigbleibe“, so der im Zeitungsbericht zitierte Staatsanwalt. Von den geforderten drei Jahren blieben 20 Monate Gefängnis übrig.

Was der Zeitungsbericht nicht erwähnt, sind Zimmermanns Priester- und Direktorenschaft bei den „Domspatzen“. Auch dass er bereits dort „mit Jungen zu tun gehabt hatte“, blieb dem Gericht offenbar unbekannt, da die Vorfällen von 1959 diskret abgewickelt worden waren. Vermutlich wollte man all das angesichts der Vielzahl der ohnehin nicht geahndeten Übergriffe gar nicht mehr so genau wissen. Nach seiner Haftentlassung debattierte unter anderem der Eslarner Pfarrgemeinderat die Sachlage und plädierte dafür, Zimmermann noch eine Chance zu geben. Daraufhin durfte er wieder Musikunterricht für Jugendliche geben.

Zimmermanns dritte Chance

Nach etwa eineinhalb Jahren als Musiklehrer in Eslarn durfte Zimmermann Anfang September 1972 ein drittes Mal für das Regensburger Ordinariat tätig werden. Diesmal übertrug man Zimmermann die Stelle eines Musikpräfekten im Bischöflichen Studienseminar in Weiden, dem der Geistliche Heinrich Hiebl als Direktor vorstand. Hiebl, der von 1941 bis 1955 eine Führungsposition im Obermünster-Seminar inne hatte, dürfte von Zimmermanns sexuellen Übergriffen gewussthaben. Jedenfalls gab es die Auflage, dass Zimmermann nicht im Seminar übernachten durfte, sondern jeden Abend – wo die „Versuchung“ bekanntlich am stärksten ist – ins knapp 40 Kilometer entfernte Eslarn zurückfahren musste.

Nach etwa einem Jahr als Präfekt gab es erneut Streit. Zimmermann wurde daraufhin im November 1973 zum dritten Mal entlassen bzw. als 57jähriger in vorzeitigen Ruhestand versetzt. Dies geschah nicht etwa durch Direktor Hiebl, sondern durch dessen Nachfolger. Bemerkenswerterweise wurde bei dieser Gelegenheit auch Heinrich Hiebl als 62jähriger in vorzeitigen Ruhestand versetzt. Was genau vorgefallen war, ist bislang unbekannt.

Wie ist diese erneute Beschäftigung Zimmermanns bzw. die „Vorkehrung“, nicht im Seminar übernachten zu dürfen, zu bewerten? Naiv, fahrlässig oder als immanent für Missbrauchsstrukturen? Aus heutiger Sicht erscheint die Auflage am Kern des Problems vorbei gegangen zu sein. Es wäre für Zimmermann ein leichtes gewesen, sich mit Schutzbefohlenen in der Stadt zu treffen, oder nach Eslarn auszuweichen. Kollege Zeitler tat dergleichen und missbrauchte einen seiner Domspatzen-Zöglinge eine Zeitlang im heimatlichen Mitterteich.

Wer nach den Gründen für Zimmermanns Ablösung fragt, stößt auf ein Schweige-Kartell oder „Unwissende“.

Ein „Obermünsterer“ weiß von nichts

Es gäbe jedoch ehemalige Führungskräfte des Weidener Seminars, die zur Aufklärung beitragen könnten.

Der letzte Weidener Direktor, Joseph König, der das Obermünsterseminar (Abi 1964) besuchte und zunächst als Präfekt bei den Domspatzen und danach im Weidener Seminar wirkte, erinnert sich etwa auf Anfrage sofort an die Causa Zimmermann. Gefragt nach den Gründen der Entlassung Zimmermanns meinte König, er „müsse ja nicht dreckige Wäsche waschen, oder?“ Das müsse man verstehen. Nein, hinsichtlich sexueller Übergriffe sei im Seminar „nichts vorgefallen“, von Vorfällen in Eslarn wisse er nichts. Was konkret geschah, welcher Dreck noch an wessen Wäsche klebt, behielt Joseph König, derzeit „Direktor der Stiftung Pielenhofen der Regensburger Domspatzen“, für sich.

In einem Abschlussbericht über das Bischöfliche Studienseminar Weiden, verfasst zur Auflösung der Einrichtung im Jahr 1989, sucht man vergebens nach irgendwelchen Vorfällen oder einem Musikpräfekten namens Georg Zimmermann. Für Abfassung dieser Schrift war Josef Ammer verantwortlich, seinerzeit Präfekt in Weiden. Seit 2006 ist Ammer Regensburger Domkapitular und Offizial (Gerichtsvikar). Er vertritt den Bischof im Bereich seiner Gerichtsbarkeit und ist Leiter der kirchlichen Gerichtsbehörde, die unter anderem für sogenannte Sittlichkeitsdelikte zuständig ist.

Ammer ist ein typischer, selbstgezogener Diözesannachwuchs, ein „Obermünsterer“ wie er sagt: Als elfjähriger Regensburger kam er 1965 ins Studienseminar St. Wolfgang Obermünster (Abi 1975), wirkte in der Nachfolgeeinrichtung als Subpräfekt, empfing im Jahr 1980 die Priesterweihe, um dann von 1984 bis 1989 im Weidener Knabenseminar als Präfekt zu arbeiten. Auf die Frage nach den Gründen für Zimmermanns Entlassung versichert Ammer sogleich, dass er seinerzeit von einem Musikpräfekten Zimmermann bzw. den Hintergründen überhaupt nichts gewusst, die Nicht-Erwähnung im Bericht also nichts zu bedeuten habe. Von einer kirchen- oder strafrechtlichen Untersuchung gegen Zimmermann wisse er ebenfalls nichts. Angesichts einer Zimmermann-Straße in Eslarn würde er sich darüber allerdings wundern: „Glauben Sie, dass man eine Straße nach einem benennt, gegen den ein weltliches Strafverfahren geführt worden wäre?“ Das, so der erstaunlich schlecht informierte Offizial Ammer, „glaube ich nicht“.

Von Eslarn nach Moosbach

Nachdem Zimmermann das Weidener Studienseminar im Herbst 1973 verlassen musste, ging er als Pensionär abermals nach Eslarn zurück. Da es mittlerweile Vorbehalte gegen ihn gab, durfte er keinen musikalischen Einzel-, sondern nur noch Gruppenunterricht geben. Die damals noch bestehende Sing- und Spielschule nannte man pragmatischerweise in „Grenzlandmusikschule Eslarn e. V.“ um. Eine solche existiert ausweislich des gemeindlichen Vereinsregisters weiterhin in Eslarn.

Was genau in den folgenden Jahren geschah, darüber will oder kann niemand Auskunft geben. Jedenfalls wurde Zimmermann schließlich als untragbar beurteilt und durfte auf Drängen des Ortspfarrers keinen Musikunterricht mehr geben. Daraufhin wich er 1978 in den nahegelegenen Markt Moosbach aus. Dort empfing man ihn mit Handkuss und überließ ihm die Leitung und Ausbildung des neugegründeten „Jugendmusikcorps Moosbach“. Diese Funktion nahm Zimmermann bis zu seiner schweren Erkrankung Mitte 1983 ein.

Zimmermanns Grab in Eslarn. Foto: Werner

Zimmermanns Grab in Eslarn. Foto: Werner

Ein ehemaliger Moosbacher Zimmermann-Schüler (und Obermünster-Seminarist) kann nichts Negatives über seinen damaligen Lehrer sagen: „Zu mir oder anderen war er nicht aufdringlich.“ Sein Musiklehrer, so sein Eindruck, sei aus Eslarn weggemobbt worden. Zimmermann habe Tränen in den Augen gehabt, als er davon sprach, dass er seinen Knabenchor nicht mehr unterrichten dürfe. Zimmermanns abgesessene Straftat sollte allerdings, so der Ex-Schüler in gewisser Täteridentifikation, seine Verdienste und Lebenswerk nicht überlagern. Angeblich kommen in Eslarn, Moosbach und Umgebung nahezu alle aktiven Musiker der in Frage kommenden Generationen aus den Schulen Zimmermanns.

Aggression gegen Betroffene und Ehrung des Täters

Mehrere Moosbacher und Eslarner – zumeist Ex-Schüler des Geistlichen – äußerten rasch ihren Unmut darüber oder sprachen von „Sauerei“, dass die 40 Jahre zurückliegenden Taten nach der Haftstrafe wieder ausgegraben würden. Allerdings ist das Objekt dieser aggressiven Empörung nicht das Regensburger Ordinariat, das im März 2010 die Medien aus taktischen Gründen mit der Causa Zimmermann (bzw. Zeitler) anfütterte, sondern ein Neffe und Missbrauchsopfer von Zimmermann: Gottlieb Hochwart.

Diesem wurde (und wird) fast durchgängig ein finanzielles Motiv unterstellt, da er die ersten Berichte über Missbrauch bei den Domspatzen im März 2010 zum Anlass nahm, von seiner eigenen (wiederholten) Vergewaltigung als Neunjähriger durch seinen Onkel im Jahre 1959 zu berichten. Hochwart konnte das Schweigen aus Scham erst nach 50 Jahren überwinden.

Hochwarts Bericht klingt glaubhaft und typisch für Betroffene, die den sexuellen Übergriff gegen sich verurteilt sehen und Täter als Täter bezeichnet haben wollen. Indes, keiner der Betroffenen aus der ehemaligen Knaben-Kapelle der 1960er hat sich bislang zu Wort gemeldet. Sei es aus Scham, oder Desinteresse.

Andererseits sind die tendenziell aggressiven Reaktionen von Ex-Schülern Zimmermanns gegen Hochwart, nachdem er seinen Onkel des Missbrauchs bezichtigte, nur mit fehlender Opferempathie und/oder Identifikation mit dem Täter zu erklären. Ins gruselige Bild passt, wenn man durch eine ältere Dame aus Eslarn hört, Zimmermann habe in den 1960ern den missbrauchten Buben aus der Knaben-Kapelle regelmäßig Geld zugesteckt, wenn sie nach der Musikprobe nach Hause gingen. Unter vorgehaltener Hand wird auch von „Schweigegeld“ gesprochen.

Nicht zuletzt die Identifikation mit dem Täter führte in Eslarn bereits vor 20 Jahren zu einer Initiative mehrerer Vereine und Musikgruppen, die Zimmermann mit einem Straßennamen ehren wollten. Daraufhin beschloss der Marktgemeinderat Ende 1993 eine „Gg.-Zimmermann-Straße“.

Eslarn ehrte den Missbrauchstäter Zimmermann mit einem Straßennamen. Foto: Werner

Eslarn ehrte den Missbrauchstäter Zimmermann mit einem Straßennamen. Foto: Werner

Nachdem der Neffe Gottlieb Hochwart im Sommer 2010 von diesem Straßennamen gehört hatte, stellte er aufgebracht im Marktgemeinderat Antrag auf Umbenennung in: „Straße der gepeinigten und missbrauchten Kinder“. Dieses Begehren wurde im Februar 2011 im Gemeinderat debattiert, jedoch ohne Beschluss vertagt.

Zimmermanns Wirken als Musiklehrter wird im öffentlichen Raum ungebrochen und durchgängig positiv dargestellt: im Eslarner Rathaus befindet sich seit 1992 eine Tafel „Zum Gedenken an den Gründer der „Grenzland-Musikschule e.V.“ und in deren Vereinsvorstandschaft denkt man unverblümt über ein „Zimmermann-Museum“ nach. Im diesjährigen Kalender der örtlichen CSU präsentiert man sogar ein Bild der „Knaben-Kapelle Eslarn“ von 1963. Freilich ohne ein Wort über das Schicksal der vom sexuellen Missbrauch betroffenen Buben zu verlieren. Offenbar soll die kriminelle Vergangenheit Zimmermanns mit Ehrungen überdeckt werden.

Zimmermann als Priester aus der Mitte der Pfarrgemeinde

Betrachtet man die Bilder von Zimmermanns Primiz von 1949 in Eslarn, zeigt sich ein außergewöhnliches religiöses Volksfest, dessen erhöhter Hauptdarsteller der frisch geweihte Zimmermann ist. Das ganze Dorf ist auf den Beinen. Die Kinder tragen zur Ehre des Jungpriesters religiöse Festkleidung, sie werden für ihn wie Geschenke geschmückt. Dem am Ende gespendeten Erstlingssegen wird eine besonders positive Wirkung zugeschrieben, er darf keinesfalls verpasst werden. Vereine und offizielle Amtsträger empfangen Zimmermann als geweihte Respektsperson, der man sich in sittlichen Dingen unterzuordnen hat und der die eigenen unsittlichen Handlungen zu beichten wären.

Georg Zimmermann bei seiner Primiz in Eslarn. Foto: privat

Georg Zimmermann bei seiner Primiz in Eslarn. Foto: privat

Die Primiz ist ein in hohem Maße und mit vielerlei Bedeutungen aufgeladener Höhepunkt einer Pfarrgemeinde, das selten erreichte Ziel all jener, die an der Reproduktion katholischer Geistlicher aus der eigenen Gemeinschaft heraus arbeiten. Obwohl sich der Segen Zimmermanns für nicht wenige als Fluch entpuppte, hält man in Eslarn seinen Priester in Ehren.

Konkrete Aufklärung statt hohle Worte

Der Bamberger Kirchenrechtler Alfred E. Hierold trug im Jahr 2004 auf einer kirchenrechtlichen Tagung zu dem Thema „Pädophilie und Ephebophilie: Rechtsschutz für Opfer und Beschuldigte“ eine stimmige Bestandsaufnahme vor: „Opfer schweigen, weil sie sich schämen“, Verantwortliche in den Gemeinden, weil „sie negative Auswirkungen auf das Ansehen der Gemeinde fürchten“. Selbst Instanzen der weltlichen Justiz halten das Licht der Öffentlichkeit fern. Ermittlungsergebnisse und Gerichtsurteile werden nicht an die große Glocke gehängt, um „dem Image der Kirche nicht zu schaden“. Haftstrafen werden diskret abgewickelt, Informationen nur unter vorgehaltener Hand erzählt. „Geschwiegen haben auch viele Bischöfe, um die Priester nicht bloß zu stellen“.

All diese Beobachtungen treffen auch auf die Causa Zimmermann zu. In einem täuschte sich Hierold jedoch. Er meinte, dass sich die Zeiten grundlegend geändert haben und die römisch-katholische Kirche sich von der Wagenburgmentalität verabschiedet und „zu einer Kultur der Transparenz und der Selbstkritik bekannt“ habe. Für die Diözese Regensburg gilt dies keinesfalls, dort ist man bislang über hohle Phrasen und die kalte Abweisung von Betroffenen nicht hinausgekommen. Es wäre eine große Überraschung, wenn Bischof Voderholzer mit dem bisherigen Umgang des Regensburger Ordinariats bezüglich sexuellem Missbrauch durch Geistliche konkret brechen würde.

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Kommentare (84)

  • OP

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    Ja so ein Unhold ,
    dieser Priester hat in Etterzhausen, der ehemaligen Stiftung der Regensburger Domspatzen, heute Stiftung Pielenhofen , auch die kleinen Jungen missbraucht und unzüchtig berührt.

    Dein Feuer wird brennen , für immer!!!

    Unhold (Deutsch)
    Wortart: Substantiv, (männlich)

    Wortbedeutung:

    Mythologie, Märchen: böser Geist oder Ungeheuer; ein Wesen, das Furcht einflößt
    abwertend: Mensch, der moralisch verwerfliche Dinge tut oder rohe Gewalt ausübt
    abwertend: jemand, der ein schweres Sexualverbrechen begeht (zum Beispiel Vergewaltigung)

    Synonyme:

    Sittlichkeitsverbrecher

  • Angelika Oetken

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    Sehr geehrter Herr Werner,

    sehr schlüssige, detaillierte Darstellung!

    Drei Fragen dazu:

    a) „Priesterschmiede“ Obermünster… notorischer Missbrauch mit langjähriger Tradition steht so gut wie immer mit Begleitkriminalität in Zusammenhang. Anders ist er gar nicht zu organisieren. Und manchmal ist Letzteres die eigentliche Triebfeder hinter der vordergründigen „Unzucht“. Im Fall der Domspatzen, respektive „Etterzhausen“ ist ja immer wieder von Menschenhandel im Sinne von „Kinderprostitution“ die Rede.
    Hinter der RKK stehen zweifelsohne starke politische Kräfte, oft mit entsprechender wirtschaftlicher Potenz. Sind diese Akteure bekannt?

    b) Wie hoch ist die Rate an übergriffigem Kirchenpersonal wohl derzeit?

    c) Gibt es in der Diözese Menschen, die darüber Auskunft geben können?

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    P.S. meine Fragen erscheinen bestimmt naiv. Allerdings bin ich als Norddeutsche nicht mit den Gepflogenheiten in Regensburg vertraut. Vielleicht ist das von Ihnen Beschriebene ja für UreinwohnerInnen vollkommen normal.

  • Veronika

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    Also dass die Sache derart „virulent“ um nicht zu sagen verstrickt ist, hatte ich bislang nicht geglaubt! Besten Dank an den Autor, und die hier wohl sehr sinnvolle Frage: Will die Röm.-Kath. Kirche hier wirklich so weitermachen wie bisher? Glaubt man wirklich, dass sich die Leute länger derart an der Nase herumführen lassen, wenn doch eine solche „Systematik des Schweigens“ jederzeit alle treffen kann, die Ihre Kinder oder sich selbst in diese Kreise begeben?

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken:
    Also dies mit der Frage unter Punkt a) ist mir bislang gar nicht so ins Bewusstsein gekommen, könnte aber stimmen.
    Mit „Begleitkriminalität“ kann dann ja Vieles laufen, so dass mir über Bekannte zugetragene „Erlangen höherer Posten“, die möglicherweise auf Verschweigen diverser Dinge zurückzuführen sind. Wenn ich jetzt die kirchlichen Gesetze richtig kenne, wäre das aber nach Kirchenrecht mit der Strafe sofortigen Amtsverlustes bewehrt, und durch einen solchen Geistlichen vorgenommene seelsorgerliche Handlungen wären – ausser die Empfangenden wüssten wirklich nichts von diesen Dingen – von Anfang an ungültig. Hiesse das nicht, dass man in dieser Diözese mittlerweile überlegen muss, ob und zu welchem Geistlichen man noch gehen kann, um rechtsgültig – ich glaube so heisst es hier – ein Sakrament zu empfangen? Da hat denke ich der Vatikan sicher bald zu tun, ausser dort ist es ebenfalls nicht anders.
    Nur gut, dass ich dieser „Gemeinschaft“ vor einem Jahr ein freudiges „Tschüss“ entgegengerufen habe und ausgetreten bin.

  • OP

    |

    Ich zitiere Herrn Pressesprecher Neck von damlas:
    Nein, es gibt kein System!

    Wenn es nur um die Domspatzen geht, dann wird doch nur mit einem bestimmten System gearbeitet und geschwiegen.
    Mit diese Art und Weise schafft man sich natürlich keine vertrauensvolle Basis. Andere zeigen Charakter und zeigen auch großen Mut, eben die Vergangenheit heute richtig anzusprechen. Andere setzen eine Kommision um die Wahrheit heute richtig ansprechen.

    http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1400635/Missbrauch_Vom-Klaeger-ueber-Jahre-hinweg-erlittenes-Leid

    http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1386608/Missbrauch_Frueherer-KremsmuensterPater-wird-angeklagt?from=simarchiv

  • Angelika Oetken

    |

    Hiesse das nicht, dass man in dieser Diözese mittlerweile überlegen muss, ob und zu welchem Geistlichen man noch gehen kann, um rechtsgültig – ich glaube so heisst es hier – ein Sakrament zu empfangen?
    ——————————————————————-

    @Veronika: das ist wohl nur für eine Minderheit relevant. Die Leute nämlich die an sowas noch glauben. Den meisten Mitgliedern der Kirche geht es um was anderes: die schönen Rituale und die soziale Arbeit, die die tun, denen Menschen wirklich am Herzen liegen. Und das sind sicherlich nicht die, die es in der RKK-Hierarchie nach oben geschafft haben.

    Ist so wie in der Pharmabranche: um Menschenversuche durchzuführen, muss man ganz schön abgebrüht sein. Ums sie als Verantwortlicher im eigenen Land zuzulassen auch. Heute dazu was im neuen Spiegel https://magazin.spiegel.de/reader/index_SP.html#j=2013&h=20&a=94865584

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Erhard

    |

    Eigentlich waren wir kleinen Jungen damals in Etterzháusen auch nur die sogenannten Versuchskaninchen der kath. Kirche.
    Das mit dieser Kommission von Kremsmünster ist schon lange bekannt , undfinde ich auch gut so.
    Anscheinend möchte die Kirche in Regensburg eigentlich nur den _Radiergummi einsetzen und so tun als ob‘?
    Damals Zimmermann und heute der Mayer , denn der damalige Direktor Mayer hat damals auch die Jungen sehr oft unsittlich berührt!
    Schmämts Euch alle!

    http://www.stift-kremsmuenster.at/index.php?id=402&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1388&cHash=0000ced120b2a0bd467dd0d88726a9a0

    http://kremsmuenster.wordpress.com/2011/05/17/kremsmunster-blog-iv/

  • Georg Auer

    |

    Der missbrauchte Domspatz – eine unendliche Geschichte

    -… „Über 50.Jahre Vertuschungsgeschichte …“

    Die bisher total verquere und verlogene Sexualmoral der röm. Kath. Kirche hat alle Gläubigen über mehrere Jahrhunderte hinweg total versklavt, um diese (Opfer wie Täter) dadurch lebenslänglich an die Gebote (Beichte) der Kirche zu binden, um diese somit in eine dauernde Schuld-Abhängigkeit zu den Geboten der Kirche zu verstricken.
    Stammt der Missbrauchstäter aber aus den eigenen Reihen, schützt man diesen, so dessen Schuldigwerden infolge des kirchlichen Unfehlbarkeitsanspruches unweigerlich auch dann die Gesamtheit der Kirche schuldig werden ließe.

    So sagt man dann:
    1) „Das frühreife und frivole Mädchen hat mit seinen zur Schau stellenden Reizen den Priester verführt und zu Fall gebracht!“
    2) „Der schon sexuell verdorbene Junge phantasiert und ist deshalb durch sein Verhalten und Reden für alle anderen eine petenzielle Gefahr!“

    So schützt man die kirchlichen Täter um der Unfehlbarkeit der Kirchengebote wegen.
    Die Missbrauchsopfer aber, welche sich der Kirche und ihrer Gebote als Erwachsene Menschen nicht mehr bedingungslos unterwerfen wollen, werden von der röm. kath. Kirche dann als Verdammte (Geile Teufelchen) ausgespuckt.

    —————————-
    Angst vor dem männlichen Missbrauchsopfer?

    Sexueller missbrauch An jungen – Der lange Weg ins Licht
    http://www.derlangeweginslicht.de/jungen.php
    „Ein richtiger Junge ist kein Opfer“

    —————————
    .Als Junge missbraucht… – Schotterblume eV
    http://www.schotterblume.de/junge/
    „Gewalt und Missbrauch vorbeugen … Missbrauch in den Kirchen und Religionsgemeinschaften …
    Ein Junge wehrt sich, sonst ist er kein richtiger Junge
    Ein Junge hat alles unter Kontrolle
    Ein Junge ist ein Held – und ein Mann erst recht.
    Arme kleine und große Helden kann ich da nur sagen!“
    ——————–

    So wurde auch ich als ein Sexualmissbrauchsopfer in mehreren katholischen Kinderheimen durch einen Erzieher (Domspatzen Etterzhausen) und einer Nonne (Kinderheim Bonbruck)im Alter zwischen 9 und 11 Jahren gleich nach dem Missbrauch zum Sexualtäter gestempelt, nachdem ich mich meiner Mutter offenbart hatte. Und das in einer Art und Weise, dass selbst meine Mutter mir nicht mehr vertraute und mich anschließend selbst wegen meiner angeblichen totalen Verdorbenheit auf das schlimmste bestrafte; so sie dann auch der Meinung wohl war, ein richtiger Junge weiß sich dabei zu wehren. Und wenn nicht, dann wäre es nach kath. Glauben besser tot zu sein, als anschließend in der Sünde zu sterben.
    Schon aus diesen Gründen und Folgen der bisherigen unehrlichen Sexualmoral der rk. Kirche hat diese über viele Jahrhunderte hinweg große Schuld auf sich geladen.
    Und im Bistum Regensburg fehlt es den Verantwortlichen der rk. Kirche in dieser Angelegenheit überhaupt an Schuldbewustsein, so sie selbst keine Gewissenserforschung betreiben.

    „Du armselige römisch katholische Kirche!“

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Lenzerl

    |

    Danke für die weitgefasste Recherche. Denen, die nach Jahrzehnten sich erstmals/wieder zu Ihrem Leiden äußern meinen allergrößten Respekt! Der Amtsfilz der katholischen Kirche in der Region, in der zugunsten von Pfründen menschliche und moralische Verfehlungen immer noch vertuscht werden soll, ist erschreckend. (Die CSU-Verwandtschaftsaffäre fußt für mich auf der gleichen inneren Haltung – natürlich unter ganz anderen Vorzeichen.) Verfehlungen passieren ok., sind Vergangenheit ok. – Aber man muss dazu stehen! Und das schafft die Diözese nicht. Mein Beileid.

  • Veronika

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    @OP: „Neck: Es gibt kein System!“ Nee, wirklich überhaupt nicht, und die Klageorgien die der früheren Regensburger Bischof wegen dem Begriff „Schweigegeld“ durchfechten wollte und verloren hat, die waren wohl auch kein System!“
    Armer Herr Neck, Sie wurden – wie in anderen Diözesen auch – von woanders hergeholt, weil man musste dass irgendwann der ganze Schmutz nach oben kocht!
    Sage oder schreibe mir nur ja niemand mehr etwas gegen irgendeine von Staats wegen (eher vielleicht aus Richtung der Großkirchen wegen) sog. „Sekten“. Da ist mir mittlerweile – Scientology lieber, als dieser spezielle Männerbund, der sich in der Diözese Regensburg zeigt.
    Wer hat denn hier in jeder Gemeinde eine „Infostelle“ die möglicherweise Leute aushorcht und dann diese Dinge gegen Leute verwenden kann? Sc. zumindest derzeit nicht.

    @Angelika Oetken: Da haben Sie Recht! Reinhard M. „… halt Du sie dumm, ich halt sie arm!“

  • OP

    |

    @Veronika

    Es gibt wirklich kein System, so die damalige Aussage von Herrn Clemens Neck , Pressesprecher der Regensburger Domspatzen.

    Das Kriminologische Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) , hat anscheinend viel Arbeit mit den Bögen zum Thema Missbrauch ,

    Beispielsweise die laufende Studie „Neue Erkenntnisse zum sexuellen Missbrauch von Kindern und zu möglichen Gegenstrategien“ – eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) in der gerade über 11.000 Personen befragt werden.
    ( aus dem Internet )

    Da bin ich einmal auf den Abschlussbericht gespannt.

    Anscheinend gehen einige Links zum Thema Kremsmünster und der dortigen Kommission nicht, bin aber dabei zum Thema einiges zu verifizieren.

  • OP

    |

    Hier die aktuellen Links zum Thema Missbrauch und Kommission vom Benediktinerstift Kremsmünter / Austria

    …sonst die Suchmaschine fragen…

    Siehe die Stellungnahme der jetzigen Schüler …

    http://www.stiftkremsmuenster.at/index.php?id= 402&tx_ttnews[tt_news]=1159&cHash=83d0b9ef236514879d712a5fbbeb0bb9

    Siehe beispielsweise den Brief von Universitätsprofessor Aigner ,,,,

    http://web36.s4.mein-host.de/index.php?id=402&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1158&cHash=932768b530b7c3db1cdffbb017c080f2

    Wissenschaftliche Aufarbeitung
    durch das Institut für Praxisforschung und Projektberatung München zum Thema „Sexueller Missbrauch, psychische und körperliche Gewalt im Internat des Stifts Kremsmünster. Individuelle Folgen und organisatorisch-strukturelle Hintergründe.“

    http://www.stift-kremsmuenster.at/index.php?id=402&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1388&cHash=0000ced120b2a0bd467dd0d88726a9a0

    Kremsmünster – ein Jahr danach
    Vor einem Jahr wurden wir von früheren Schülern mit massiven Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs und der körperlichen Gewalt konfrontiert. Am 4. März traten Abt Ambros, Direktor Wolfgang Leberbauer und Pressesprecher P. Bernhard vor die Medien, um Bilanz zu ziehen. Hier findet sich die schriftliche Grundlage dafür:

    http://www.stift-kremsmuenster.at/index.php?id=402&tx_ttnews%5Btt_news%5D=940&cHash=b0e51120378c9bfe7b94cba3ab3c8ea5

    cu

  • Erhard

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    Ich finde diese Kommissionen oder Wissenschaftliche Arbeiten zu den vielen Themen „Missbrauch und Gewalt “ heute nach so langer Zeit auch sehr sehr gut, weil wir Opfer uns heute ein Bild über diese ganzen Zustände von damals machen können, was diese kranken Menschen mit uns kleinen Jungen damals alles gemacht haben.

    …Wann setzt endlich das Bistum Regensburg zum Thema Regensburger Domspatzen und Stiftung Pielenhofen / Etterzhausen endlich auch eine Kommission ein damit diese ganzen Verbrechen an uns kleinen Buben heute endlich an das Tageslicht kommen.

    Erster Forschungsbericht zur Repräsentativbefragung Sexueller Missbrauch 2011

    http://kfn.de/home/_Erster_Forschungsbericht_zur_Repraesentativbefragung_Sexueller_Missbrauch_2011.htm

    http://kfn.de/versions/kfn/assets/fb1semissbr2011.pdf

    http://kfn.de/versions/kfn/assets/pressekonferenz18102011.pdf

    http://www.ipp-muenchen.de/files/ipp_ettalbericht_2013.pdf

  • Veronika

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    @OP: Besten Dank für die Links! Hätte ich so wohl wirklich nicht gefunden!
    ——————
    Ich muss Ihnen dennoch zustimmen, was das fehlende System angeht, denn das „System“ scheint mir die Diözese selbst zu sein. Da krankt es und zwar gewaltig, so ich die ganzen Meldungen richtig verstanden habe!

  • Fr.Streng

    |

    Joseph König ist bis September 2013 Pfarrer von Pielenhofen, dann geht er in Altersruhestand ins Kloster Mallersdorf.

    In seiner Kirche liegt Material von „OPUS CHRISTI“ aus. Im Heft Nr. 2/2013 heißt es:
    „Wichtiger Hinweis
    Werdet nicht müde, für die Priester zu beten, ganz besonders jetzt, da es den Anschein macht, wie wenn alle Kräfte des Bösen sich in der Welt entfesselt hätten, indem sie sich in ganz besonderer Weise gegen die geweihten Diener des Herrn richten. Betet, daß sie die Treue halten, daß sie heilig seien, …“

    Das Böse in der Welt: Mit dieser Ansage wurde J. Ratzinger Papst. G.L. Müller sah das Böse ebenso GEGEN seine Priester am Werk.

    In Mallersdorf könnte J. König sich mit Wilhelm Gegenfurtner (Generalvikar von 1991-2005) über den Vertrauensverlust gegenüber der RRK austauschen. Nach dem Motto: mensch Willi, was ist da eigentlich alles schief gelaufen? Vielleicht ist das Böse, der Fluch der Taten der Zimmermanns und Zeitlers, doch noch unter uns. Sollten wir nicht doch Inne- und Einkehrhalten? Uns öffentlich erklären, damit wir unseren Frieden finden?

    Als Diözesanadministrators gab Dr. Wilhelm Gegenfurtner im August 2002 zur Problematik des sexuellen Missbrauchs durch Geistliche ein Interview.
    Er bedauerte dabei „die Verfehlungen in den eigenen Reihen. Die bekannt gewordenen Fälle von Pädophilie und sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Priester beschämen uns. Auch unsere Diözese war betroffen und derzeit wird in einem Fall ermittelt. Die Opfer bitten wir um Vergebung … Rückhaltlose Aufklärung und entschiedenes Einschreiten gegen Missstände sind erforderlich. Aus heutiger Sicht hat es in der Vergangenheit Versäumnisse gegeben. Das darf und soll es in Zukunft nicht mehr geben … Dazu gehören Transparenz, Koordination und Leitlinien für ein einheitliches Vorgehen, Maßnahmen der Prävention zum Schutz von Kindern und Jugendlichen und Therapieangebote für Opfer und Täter. Die Bischöfe werden das auf der Herbstkonferenz beraten.“

    Wie sich die schönen Worte der Besserung doch gleichen!

    Als Gegenfurtner nach dem Ruf von G.L.Müller nach Rom wieder einmal Administrator wurde, dachte er abermals laut über gewisse Veränderungen im Ordinariat nach. Daraufhin wurde er schnell zurückgepfiffen und später durch M. Fuchs ersetzt. Fuchs kündigt noch nicht einmal an, er sitzt nur aus.

    http://www.kath.de/dkd/bistum/regensburg/newsdetail.php3?newsid=1375&ref=regensburg?bistum=24

  • Angelika Oetken

    |

    @ Fr. Streng:

    Kloster Mallersdorf?
    Dieses hier etwa? http://www.mallersdorfer-schwestern.de/kloster-mallersdorf.html

    Die Mallersdorfer Schwestern betreiben unter anderem seit langem in Deutschland Kinderheime. Auch dort wurden Misshandlungen und Missbrauch offenbar http://www.mallersdorfer-schwestern.de/kloster-mallersdorf/stellungnahme-heimkinder.html

    Der Orden ruft dazu auf:
    „Wir ermutigen alle Betroffenen aus unseren Heimen uns gegebenenfalls erlebte menschenunwürdige Behandlungsformen mitzuteilen und bitten sie, mit uns in Kontakt zu treten oder auch über eine Vertrauensperson sich an uns zu wenden.“

    Selbstverständlich weiß jedes Opfer, dass es nur in Absprache mit einer spezialisierten anwaltlichen Vertretung mit so genannten „Beauftragten“ Kontakt aufnehmen sollte.
    Und keine „Gespräche“ unter vier Augen führen. Protokolle anlegen und unterschreiben lassen.

    Das dient natürlich alles nur dem Schutz der Ordensschwestern.

    Wir wissen doch, dass die alle so damit beschäftigt sind, Gutes zu tun, dass sie manchmal an die wesentlichsten Sachen nicht denken…

    Wenn man den Buschtrommeln Glauben schenkt, dann waren (sind) sie in ähnliche „Geschäfte“ verwickelt wie ihre männlichen Kollegen im Bistum Regensburg.

    Selbstverständlich alles sehr ehrenwerte Sachen. Dienen sie doch letztendlich dazu, die notwendigen finanziellen Mittel zu erhalten, die gebraucht werden, um möglichst viele Menschen in den Genuss des rechten Glaubens kommen zu lassen.

    Falls hier jemand mittrommeln möchte, freue ich mich über eine Kontaktaufnahme.

    Meine Praxishomepage mit meiner Mailadresse ist im Internet leicht zu finden.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    P.S. die Mallersdorfer Schwestern sind immer noch gut im Geschäft http://www.mallersdorfer-schwestern.de/unsere-einsatzorte/deutschland/einsatzorte.html
    http://www.mallersdorfer-schwestern.de/unsere-einsatzorte/rum%C3%A4nien/einsatzorte.html
    http://www.mallersdorfer-schwestern.de/unsere-einsatzorte/s%C3%BCdafrika/einsatzorte.html

    P.P.S. ich liebe das Internet :)

  • Fr.Streng

    |

    Hallo Fr. Oetken,
    ja eben dieses Kloster meinte ich.

  • Robert Werner

    |

    In das Mallerdorfer-Kloster dürfen die Kleriker des Bistums Regensburg ihren Ruhesitz verbringen, die es zu etwas gebracht oder sich in besonderer Weise Verdient gemacht haben.
    Fr.Streng hat die Hw. Herrn Gegenfurtner und König bereits erwähnt.

    Zurzeit sind dort auch der ehemalige Bischof Manfred Müller und Johann Staufer. Staufer selber Obermünster-Zögling und der ehemalige Direktor des Bischöflichen Knabenseminars St. Wolfgang (Obermünster), aus dem u.a. die Missbrauchstäter Zeitler und Zimmermann stammen.

    Die Mallersdorfer Schwestern sind übrigens in Regensburg im Domspatzen-Internat, im Bischofshaushalt und im Priesterseminar tätig.
    Der derzeitige Bischof Voderholzer hat vor kurzem dort seinen Antrittsbesuch abgehalten. Vielleicht möchte auch er in Mallersdorf seine alten Tage verbringen.

  • Veronika

    |

    @Fr. Streng:
    „Werdet nicht müde, für die Priester zu beten, ganz besonders jetzt, da es den Anschein macht, wie wenn alle Kräfte des Bösen sich in der Welt entfesselt hätten, indem sie sich in ganz besonderer Weise gegen die geweihten Diener des Herrn richten. Betet, daß sie die Treue halten, daß sie heilig seien, …”
    ————–
    Wer selbst das Böse ist, kennt das Böse wohl besser!
    Lt. kath.net – wirklich eine schöne Werbung für „christenverfolgung.org“ – werden Christen verfolgt. These: Hier werden Christen durch Christen verfolgt!
    ——–

  • Veronika

    |

    @Fr. Streng:
    Noch ne kurze Anmerkung:

    „daß sie heilig seien, …”
    Klingt verdächtig nach „Opus Dei“. Hat diese Gruppe nicht PapaRatzinger gehievt?

  • Georg Auer

    |

    Der missbrauchte Domspatz – eine unendliche Geschichte

    @Frau Streng: Ich danke Ihnen für Ihren aussagestarken, offenen und mutigen Beitrag in der Sache von Missbrauch durch kath. Geistliche und Heimerzieher bei den Domspatzen in Regensburg und deren früheren Vorschulen in Etterzhausen und Piekenhofen.

    Ich bin der vollen Überzeugung, dass alle Verantwortlichen der Diözese Regensburg von den früheren Schandtaten (insbesondere des sexuellen Missbrauchs) durch Heimleiter und Präfekten (Erzieher) der Domspatzeninternate von Sängerknaben wissen. Deshalb auch das mauern, tricksen und vertuschen und aussitzen durch die Bistumsleitung, so sie um einen nicht wieder gut zumachenden Rufverlust der Institution „Regensburger Domspatzen“ fürchten.
    Wenn der Pfarrer von Pielenhofen Josef König (früherer Direktor in der Domspatzenvorschule in Pielenhofen) auf eine Presseanfrage sich dann äußerte, dass er nicht da ist um im Falle Zimmermanns dreckige Wäsche zu waschen, so zeigt dies nur, dass auch er dem Vertuschungssystem der Bistumsleitung verpflichtet ist und ihm die Domspatzen-Missbrauchsopfer egal sind. So hatte auch ich im Jahre 2010 ein Treffen mit ihm in meinem Missbrauchsfall, wo er überhaupt keine Empathieregung zeigte. Ich hatte dabei das Gefühl als wäre es bei ihm hierbei nur um eine lästige und unangenehme Pflichterfüllung. Eben ein Seelsorger ohne Sorge um die Missbrauchsopfer. So verstand ich dann auch, warum dieser Priester mich erst 2010 auf meinen vier Jahre früheren geschriebenen Brief an die Domspatzenleitung kontaktierte, worin ich den sexuellen Missbrauch des Präfekten an mir und die Gewaltausbrüche des Direktors Meier an uns Sängerknaben im Vorschulheim Etterzhausen im Jahr 1961 – meines damaligen dortigen Aufenthalts – schilderte. Es fiel bei diesem Treffen kein einziges Wort des Bedauerns oder der Entschuldigung. Dies hätte man dann ja womöglich als ein Eingeständnis auf die in meinem früheren Brief geschilderten Missbrauchstaten und Gewaltexzesse werten können. So bekam ich auch vom Bistum Regensburg die ganzen Jahre hinweg keine einzige schriftliche Antwort auf meinen Brief an die Domspatzenleitung, außer dem Ablehnungsbescheid 2011 auf meinen gestellten Antrag auf eine Opferentschägigung.
    So sieht Seelsorge der Bistumsgeistlichkeit für die Missbrauchsopfer ehemaliger Domspatzen aus.

    Du armselige katholische Kirche!

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Angelika Oetken

    |

    @ Robert Werner:

    Danke für Ihre Informationen.

    Ja, das würde ich genauso machen wie der Orden und das Bistum, wäre ich an deren Stelle und teilte ich deren Haltung und Einstellung.

    Je überschaubarer der Kreis der Akteure, desto mehr Gewähr, dass sich alle an das Schweigegebot halten.

    Nur die Opfer sind natürlich mal wieder aus der Reihe getanzt: sie berichten, was ihnen passiert ist, wer daran beteiligt war und in wieweit die Verantwortlichen vom Missbrauchssystem Regensburg profitiert haben.

    Kein Wunder: den Opfern geht es ja auch in Folge der Missbrauchstaten schlecht. Sie wollen was ändern.

    Den Verantwortlichen geht es gut. Sie wollen deshalb natürlich alles beim alten lassen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken

    P.S. es gibt ja enge Verbindungen zwischen den Diözesen Regensburg und München. Wie sieht es denn auf der entsprechenden politischen Ebene aus? Also was Mitglieder von Parteien mit „C“ im Namen angeht?

  • OP

    |

    @@@

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-03/domspatzen-missbrauch-vorschule

    Schon vor über 1000 Tagen bemühte sich der damalige Pressesprecher Neck vom Bistum Regensburg zum Thema Etterzhausen auch die richtigen Worte zu finden.

    Sehr viele Jungen von damals draußen wissen bis heute eben nichts von sogenannten Therapieangeboten , die es angeblich heute doch geben soll.

    Das Bistum Regensburg bemüht sich bis heute um eine gewisse Versöhnung , usw.

    Über 1000 Jungen waren damals in dieser Gewaltschule Etterzhausen ( einige viele sprechen heute auch von dem damaligen Kinder – KZ Etterzhausen ) und bis heute hat sich immer noch nicht viel zum Thema Aurarbeitung getan.

    Viele damalige Themen werden heute nach Jahrzehnten in die Länge gezogen und den vielen Opfern von damals wird dadurch wirklich nicht ja in keinster Weise zum Thema “ Aufarbeitung “ geholfen!

    Der neue Bischof von Regensburg möchte heute Brücken bauen , ja er will sich sogar mit Opfern treffen , aber leider bewegt sich zum Thema damalige eigenständige Stiftung Etterzhausen nicht viel.

    Dort in Etterzhausen wurden damals auch Kinder vergewaltigt , und es herrschte ein derartiges Gewalt – System .

    Uns kleinen damaligen Geschöpfen wurde damals in Etterzhausen der Wille gebrochen und uns wurde damals die Zukunft genommen , und wir wurden einen jeden TAG in ein derartiges System voller Gewalt eben derart hinein gezwungen.

    Das war Direktor Meier,s System , und alle auch alle ´wussten Bescheid´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´

    Wir alle mussten dort Leben , dort einen jeden Tag unsere Leistung bringen , und die Kirche in Regensburg tut heute so , als wäre alles ja nicht so schlimm gewesen ?

    Einige Priester mischten damals in Etterzhausen auch ausführlich mit , auch der Priester Maier Johann , …

    Mit uns Kindern wurde die Stiftungskasse Etterzhausen großartig gefüllt , wir bekamen dürftiges Essen serviert und uns vielen Kindern wurde die Kindheit genommen.

    Der ehemalige Domkapellmeister Georg Ratzinger war damals ausführlich der Boss der eigenständigen Stiftung Etterzhausen, er war auch in diesem damaligen Kuratorium , und er wusste auch ausführlich über dieses derartiges Gewaltsystem von Präfekten Hansch und Direktor Maier bescheid.

    Wir mussten Leiden für den Herren!

    Was will man heute noch mehr!

    Uns werden heute nach so langer Zeit immer noch derartige Steine in den Weg gelegt und wir können bis heute unser damaligen Thema Etterzhausen wirklich nicht richtig aufarbeiten!

    ……

  • Angelika Oetken

    |

    „Wir mussten Leiden für den Herren!“

    @OP:

    ja dass diese Kirchenherrschaften, die Sie da oben aufzählen dann noch die Dreistigkeit besitzen bzw. besaßen (einige sitzen wahrscheinlich schon längst bei Teufels Omi im Kochtopp) das als „Leiden für Gott“ darzustellen sagt eins: denen geht es offensichtlich viel zu gut und frech sind sie auch noch.

    Das was in Etterzhausen und drumrum geschehen ist, erfüllt die Kriterien von organisiertem Verbrechen, nämlich „Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung“ http://dejure.org/gesetze/StGB/232.html

    In die entsprechende Begleitkriminalität waren und sind offensichtlich zu viele Leute verwickelt. Deshalb wird die Aufklärung behindert.

    Und es scheint immer noch eine Menge Menschen zu geben, die tatsächlich glauben oder glauben wollen, dass diese Bande von ältlichen Männern in schreiend bunten Matronengewändern glaubwürdig und ehrenhaft sei.

    Ich habe unten ja schon mal auf die Möglichkeit hingewiesen, Gelder über das Erweiterte Hilfesystem zu beantragen. Dort würden solche institutionellen Straftaten dann auch erfasst. Und die Motivation der betreffenden Institutionen in den Fonds einzuzahlen könnte entsprechend steigen.

    Es gibt aber noch juristische Fragen zu klären. Sobald das geschehen ist, melde ich mich hier wieder.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Fr.Streng

    |

    Bischof Rudolf Voderholzer besuchte Mitte April die Geschäftsstelle der Katholischen Jugendfürsorge, die in den Gebäuden der ehemaligen Dompräbende der Domspatzen in der Orleanstraße untergebracht ist. Dort wurde er feierlich von etwa 100 Angestellten der KJF begrüßt. Und zwar ausgerechnet in der Hauskapelle, wo lt. RD-Bericht vom 22. März zumindest ein Präfekt des Domspatzeninternats Zöglinge vergewaltigte. Zufall?

    Die Frage, die sich mir und Kollegen stellt, ist: Wusste Bf. Rudolf davon, dass die Kapelle der KJF ein durch Missbrauch „entweihter“ Ort ist?
    Oder, was genauso schlimm wäre, wurde er von Generalvikar Fuchs und dem „Stab sexueller Missbrauch“ nicht darüber informiert, was in dieser Kapelle in der Domspatzenzeit geschah?

    Egal wie Mann/Frau es dreht, die symbolische Wirkung ist ungeheuer. Ein Bischof, der sich angeblich um die von sexuellen Missbrauch Betroffenen kümmern und ALLES aufklären will, trifft sich an einem ehemaligen Tatort und spricht von Dies und Das, bloß nicht von sexuellem Missbrauch in den Einrichtungen der Domspatzen.
    Null Punkte H. Bischof!

    http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=5575

  • Angelika Oetken

    |

    @Fr. Streng:

    die Angelegenheit könnte man als „kurios“ bezeichnen, wenn sie nicht so ernst wäre.

    Ich schätze, dass einmal aus PR-Gründen kein „Aufsehen“ erregt werden sollte. Die RKK verdient unter anderem im Sozialgewerbe ihr Geld. Und gerade wenn ein Träger der Jugendfürsorge offziellen Besuch vom Bischof hat, käme es ja nicht so gut, dann die Missbrauchsfälle anzusprechen.
    Vorausgesetzt, Herr Vorderholzer, sein Stab und die Gastgeber schätzen die Lage so ein, dass die Menschen in der Gegend nicht so viel über den gewohnheitsmäßigen Missbrauch bei den Domspatzen wissen. Und man die Angelegenheit deshalb aussitzen könne.

    Ob es so ist, kann ich nicht einschätzen, da ich ja nicht in der Region lebe.

    Ein zweiter Punkt betrifft etwas viel weniger Pragmatisches, nämlich die Tatsache, dass Missbrauch zulassen und sogar fördern auch immer den Charakter von Menschenopfern hat. In diesem Fall wurden Kinder geopfert. Einmal aus ganz schnöden finanziellen Interessen, dann aber auch weil die Verantwortlichen die Täter in ihren Reihen haben gewähren lassen.

    Beides ist gleichermaßen kriminell. Hinzu kommt die Erkenntnis, zutiefst unehrenhaft gehandelt zu haben.

    Das kann bei unreifen Personen schon mal dazu führen, dass die Aggressionen, die man eigentlich auf sich selbst richten sollte, auf die Opfer abgeleitet werden.

    Z.B. indem man sie symbolisch ignoriert, die an ihnen begangenen Verbrechen verschweigt und die Orte, an denen sie misshandelt wurden rituell weiht.

    Quasi dem eigenen Versagen etwas entgegensetzt, was mit Machtausübung zu tun hat.

    Das alles sind uralte Rituale. Unsere Vorfahren haben Ihresgleichen, Tiere oder wertvolle Dinge geopfert, um Stress und Schuld abzuwehren.
    Diese archaischen, irrationalen Gebräuche leben offenbar innerhalb dieses Kirchensystems weiter.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken

  • Veronika

    |

    @Fr. Streng: Die dürften wirklich alle Dinge wissen!
    Voderholzer soll einfach „aussitzen“, nur bedachte man nicht dass PapaRatzinger so früh abdanken musste. Jetzt wird einfach weiter „ausgesessen“, denn Geld haben diese Herren ja, und um das Wohl oder die Fortexistenz der RKK kümmert sich in der Diözesanleitung Regensburg sowieso niemand. Mir stellt sich in diesem Zusammenhang mehr die Frage, welchem Geistlichen ein/e Gläubige/r noch vertrauen soll, wenn hier auch Simonie geherrscht haben könnte. Für Verschweigen wird es auch in Klerikalkreisen irgendeine Entlohnung geben/ gegeben haben.
    ——————————————
    Ergebnis: Schenkt Euch die RKK ob nun Regensburg oder anderswo. Die sind nur daran interessiert weiter den Mitgliederstand hoch zu halten, um vom Staat durchgefüttert zu werden.

  • Angelika Oetken

    |

    Mir stellt sich in diesem Zusammenhang mehr die Frage, welchem Geistlichen ein/e Gläubige/r noch vertrauen soll, wenn hier auch Simonie geherrscht haben könnte.
    —————————————————————-

    @Veronika: lange war es wohl so, dass Gläubige den Geistlichen eine Art Vertrauensvorschuss gegeben haben.
    Damit ist es allerdings vorbei:
    http://www.stiftungfuerzukunftsfragen.de/de/newsletter-forschung-aktuell/245.html

    Die Ergebnisse sprechen dafür, dass die Deutschen mittlerweile einen wohltuenden Realitätssinn haben.
    Sie vertrauen in der Mehrheit nur denjenigen, die sie auch jederzeit kontrollieren können. So sie denn wollten.
    Und nicht Führungskräften in Organisationen, die Werte propagieren, ihnen aber selbst genau zuwider handeln. Und
    darauf angesprochen, dann beleidigt, beleidigend oder sogar aggressiv und heimtückisch reagieren.

    Mit freundlichen Grüßen ,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • MWZ

    |

    Hallo!
    Jetzt muss/ darf ich mich als in 92693 Eslarn wohnende Person einmal einschalten, und das übergrosse Schweigen in diesem Ort auch bestätigen! Es ist sehr bedauerlich, dass dem so ist, aber wie aktuelle Dinge zeigen – am Eslarner Tillyplatz ist ein nunmehr über Jahre geheimgehaltenes Projekt geplant, welches sich seit Ende 2009 verschwiegen erst heute als mutmassliches überregionalesMedizinisches VersorgungsZentrum herausgestellt hat (eine Kapelle soll hier auch eingebaut werden) – scheint sich schweigen zu lohnen. Dies jedenfalls meine ganz persönliche Meinung! Die Diözese Regensburg macht es einem nicht leicht, dieser überhaupt noch Vertrauen entgegenbringen zu können.

  • Angelika Oetken

    |

    – scheint sich schweigen zu lohnen. Dies jedenfalls meine ganz persönliche Meinung!
    —————————————————————

    @MWZ: Sie werden es natürlich nicht glauben… ;-)
    aber Eslarn ist überall.

    Wie hier schon häufiger erwähnt, bin ich Mitglied einer privaten Arbeitsgruppe von Missbrauchsbetroffenen. Wir stammen aus allen Regionen Deutschlands und aus ganz verschiedenen Kontexten. U.a. sind auch Kirchenopfer mit dabei.

    Im vertrauensvollen Austausch über mehrere Netzwerke haben wir etliches an Begleitkriminalität identifziert. Natürlich nicht nur bei der katholischen Kirche, die ist nur schon am längsten am Markt.
    Bei missbrauchsfördernden Institutionen steht die Bestechung an erster Stelle. Gleich gefolgt von Erpressung. Welche Bedeutung der Menschenhandel dabei hat, lässt sich schwer ermessen, denn da gehen wir in einen Bereich organisierten Verbrechens hinein, der gut gedeckelt wird.
    Hier ein Interview: http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2013/05/21/kinderhandel-kinderprostitution-und-der-sachsensumpf/

    Manchmal fassen wir unsere Entdeckungen in so genannten Glaubenssätzen zusammen, „Mantren des Missbrauchs“.

    Einer ist

    „Übergriffigkeit ist – auch – ein Erfolgsprinzip“.

    Was nahe liegt. Der Satz ist deshalb eigentlich ganz banal.

    Denn die kriminelle Energie, die Täter, Täterfreunde und Missbrauchsnutznießer aufwenden, um ihre Verbrechen zu kaschieren, die stecken sie sicherlich auch in andere Projekte. Es sei denn sie rutschen vollkommen ab. Dann spätestens fangen sie an zu saufen.
    Sie erkennen diese Leute am roten Gesicht, der entsprechenden Nase und daran, dass sie sich immer in der Nähe von Alkoholika aufhalten. Mancher von den Brüdern hat es als Wein- oder Bierkenner wohl zu gewissem Ansehen unter Seinesgleichen gebracht.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • MWZ

    |

    @Angelika Oetken:

    Wirklich so schlimm?
    Ich vermag es wirklicht nicht zu glauben, bin hier seit einigen Jahren vor allem dahingehend ent-täuscht, dass ich eine Menge der hier kirchlich Verantwortlichen wirklich näher zu kennen glaubte. Hier wurde ich mittlerweile eines Besseren belehrt, denn so viel Scheinheiligkeit die ich beim Versuch hinter die Dinge um diesen Diözesan-Kirchenmusikdirektor Zimermann zu kommen gerade von deren Seite erlebte, spottet wirklich jeder Beschreibung. Umso grösseren Dank an Herrn Werner, der hier wirklich Unglaubliches geleistet hat!

  • Angelika Oetken

    |

    @MWZ:

    Systeme färben natürlich auf Menschen ab.
    In hierarchisch organisierten wie der katholischen Kirche, kommen zwei Phänomene zusammen, die Machtmissbrauch begünstigen und damit auch sexualisierte Übergriffe:

    – Kontrolle findet nur von oben nach unten statt
    – die Führungsebene schottet sich ab
    – die Glaubensinhalte appellieren ganz stark an die Emotionalität, d.h. Distanz und kritisches Reflektieren können zum Ausschluss aus der Gemeinschaft führen, was Angst auslöst

    Und dann sind in bestimmten Regionen Deutschlands Politik und katholische Kirche auch noch eng vermischt.

    Jeder einzelne steckt folglich irgendwie mit „drin“. Wollte ich also als Bürgermeisterin was erreichen für meine Gemeinde (ein Projekt, das Geld einbringt) und würde gleichzeitig Verbrechen, an denen die Kirchenpolitiker beteiligt waren und sind anprangern, dann stünden die Chancen für mich doch in beiden Fällen schlecht oder?

    Also: was tue ich, wenn jemand in mein Büro kommt und mich auffordert, zur Aufklärung der Missbrauchsfälle beizutragen?!?

    Wenn dieser jemand sich jetzt noch Verbündete sucht und nicht locker lässt?

    Und vorher ein Anruf von „oben“ kam, ich möge „meine Nase da raushalten“?

    Was ist mir in dem Moment wichtiger: die Aufklärung und damit das Aufbegehren gegen einen mächtigen Gegner oder mein Projekt voran zu bringen und wiedergewählt zu werden?

    Es gibt viele Bezeichnungen für solche Phänomene: Filz, Korruption, Seilschaft, „man-kennt-sich“, Mafia…

    Selten sind die Beteiligten dabei im Kern kriminell, meistens Menschen wie wir alle.

    Das Hemd ist ihnen näher als der Rock, sie gucken auf ihren Vorteil, wollen Anerkennung von anderen, möchten sich nicht mit Stärkeren anlegen…

    Aber sie bewegen sich in einem Umfeld, in dem ein Regulativ der verschiedenen Kräfte fehlt.

    Wollen Sie also etwas verändern, brauchen Sie Mut, eine gewisse Unabhängigkeit und belastbare UnterstützerInnen.

    Keine Apparatschicks.

    Und Medien wie Regensburg-digital, die solche Beiträge wie den von Herrn Werner veröffentlichen, auch auf die Gefahr hin, von oben eins auf die Mütze zu bekommen.

    Damit die LeserInnen sich selbst ein vollständiges Bild machen und überlegen können, inwieweit sie so etwas wie die beschriebene Kriminalität ihrer Obrigkeit zulassen möchten.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken

    P.S. wir haben auch zwei Sprüche zu solchen Verfilzungen:

    a) „Wer in der Seilschaft hängt, sollte aufpassen, wo die anderen hintreten“

    b) „Strippenzieher können sich auch im eigenen Netzwerk verheddern“

  • Georg Auer

    |

    Der missbrauchte Domspatz – eine unendliche Geschichte

    Heutige Pressemeldung:
    „ZdK-Präsident Glück: Katholikentag soll kontroverse Themen ansprechen“

    Dies wird wohl nur ein (un-)frommer Wunsch bleiben. Außer ZdK-Präsident Glück führt selbst ein Gesprächsforum auf dem Katholikentag 2014 in Regensburg an, zum Beispiel unter folgenden Gesprächstiteln:

    1) Aufklärung von sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen durch Priester und Internatspersonal der röm.
    kath. Kirche im Bistum Regensburg.

    2) Aufarbeitung der Regensburger Domspatzen-Missbrauchsfälle durch das Bistum Regensburg.

    3) Die Regensburger Domspatzen – Hitlers liebster Knabenchor.

    4) Etterzhausen – Pielenhofen – Regensburg.
    Sexueller Missbrauch bei den Regensburger Domspatzen.

    5) Glaube – Hoffnung – Liebe: Aber nicht für die Missbrauchsopfer der röm. kath. Kirche im Bistum Regensburg.

    Nach der bisherigen Missachtung und Demütigung der Missbrauchsopfer seit 2010 durch das Bistum Regensburg fehlt mir jeglicher „Glaube“, dass auf dem Katholikentag 2014 eins dieser Themen noch offen und aufrichtig behandelt wird.

    So gibt es für die Domspatzen-Missbrauchsopfer keine „Hoffnung“ mehr auf einen echten Dislog, so man diese von Seite der Kirche nur als Lügner und Demagogen beschimpft.

    So ist auch der sexuell missbrauchte Domspatz für die Kirche kein bemitleidenswertes Opfer, welches in besonderer Weise der „Liebe“ und Hinwendung durch die Kirche bedarf, außer – wie bei den früher üblichen sexuellen Missbrauchspraktiken durch Präfekten und Erziehern an den Knaben in den drei Domspatzen-Schulinternaten. Von dieser Form der Liebe und Fürsorge weiß so mancher früherer Sängerknaben von Etterzhausen und Pielenhofen und Regensburg nicht nur ein Lied zu singen.

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Veronika

    |

    @Georg Auer: Schenken Sie dem Glauben?
    Mutmassung: Die wollen nur wieder schön ein paar Millionen Staatsgelder für diese Werbeveranstaltung abknapsen, und irgendwie die kommenden Wahlen rumbringen. Lt. Demoskopie wählen dann bei der nächsten Wahl sowieso nur noch mehrheitlich konservative ältere Leute.

  • Spirit

    |

    Auch der Schüler Bernhard Lehner von Herrngiersdorf bei Regensburg , auch der kleine Bernhard genannt, war damals auch in diesem Knabenseminar Obermünster.

    Durch seine schwere Krankheit und ableben blieb ihm damlas auch vielleicht vieles erspart.

    Auch fehlt im Text vom Bistum zum Beispiel, dass sein damaliger Onkel und Pate eben damals auch Priester war.

    Wenn man das damalige Buch eben heute liest, dann denkt man zum Thema natürlich auch ein wenig anders.

    Und wenn man immer zu irgendwelchen Themen die hälfte weg lässt, klingt alles dann wieder und wieder ganz anders.

    Bei den Domspatzen hat man den Kindern damals den Willen gebrochen und derart geschlagen, also muss man sich zum Thema Bernhard Lehner schon fragen:

    Für mich auch eine derartige Götzenanbetung.

    http://www.bistum-regensburg.de/borPage000477.asp

    http://www.heiligenlexikon.de/BiographienB/Bernhard_Lehner.html

  • Veronika

    |

    Kommt jetzt in der ganzen Sache etwa der komplett mysteriöse Teil:

    Dr. Birgit Böhm am 29.05.13 nach kurzer schwerer Krankheit überraschend verstorben!
    http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/Schock-im-Bistum-Regensburg-Missbrauchsbeauftragte-stirbt-voellig-ueberraschend;art1172,180725

    EB Dr. Gerhard Ludwig Müller könnte bald schon Kardinal werden.
    http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/Berufung-Erzbischof-Muellers-zum-Kardinal-wohl-nur-noch-eine-Frage-der-Zeit;art1172,180411

  • Georg Auer

    |

    Mysterium: Der missbrauchte Domspatz.

    Die Missbrauchsbeauftragte, Frau Dr. Birgit Böhm, ist am 29. Mai 2013 ganz unerwartet nach kurzer Krankheit verstorben. Ich denke, die meisten Domspatzen-Missbrauchsoper sind hierüber sehr bestürzt, da sie – wie auch ich – von ihr auf die eine oder andere Art psychologisch betreut wurden. Durch Sie erfuhren die Missbrauchsopfer in gewisser Weise die einzige Zuwendung in Bezug deren Missbrauchsfeschuchte; wogegen die Domspatzenleitung und vor allem die Bistumsleitung (Serienbrief an die Missbrauchsopfer – Ablehnungsbescheid auf Opferentschädigung) sich durch Abwendung und Missachtung der Missbrauchsopfer hervortaten. So zolle ich im Nachhinein – als ein früheres Domspatzen-Missbrauchsopfer im Vorschulinternat Etterzhausen – trotz aller öffentlichen Kritik an Frau Dr. Böhm in der Person als Missbrauchsbeauftragte des Bistums Regensburg hohen Respekt, so Sie doch bei meinem Fall viel zur Aufklärung beigetragen hat. Hiefür danke ich ihr besonders mit den Worten: „Vergelt’s Gott, Frau Dr. Böhm!“ Frau Dr. Böhm war es, welche mir im Jahre 2010 Unterlagen (Jahresbericht, Klassenfotos) zukommen ließ, welche meinen Aufenthalt in der Vorschule Etterzhausen bewiesen; wo die Leitung des Internats auf meinem Anklagebrief vom Jahre 2006 in einem kurzen Telefonat mir mitteilte, dass nach eigenen Recherchen nichts zu finden ist, dass ich dort jemals Schüler gewesen wäre.

    So gibt es jetzt für mich viele Fragen an die Bistumsleitung:

    1. Welche Vorgehensweise ist nun von der Bistumsleitung in der Domspatzen-Missbrauchsafäre weiter zu erwarten?

    – Die Mitbeerdigung aller Domspatzenmissbrauchsopfer –

    2. Wird überhaupt wieder eine neue Missbrauchsbeauftragte ernannt und wenn, stammt diese wiederum aus der Abhängigkeit eines Arbeitsverhältnisses mit der rk. Kirche (Caritas usw.)?

    3. Wie erfolgt die weitere Betreuung der Missbrauchsopfer durch die Bistumsleitung?

    – Die Missbrauchsbeauftragte, Frau Dr Böhm, erfährt von der rk. Kirche eine Würdigung Ihres Antes als Missbrauchsbeauftragte und als Beschäftigte der rk. Kirche. Die Missbrauchsopfer sind der rk. Kirche aber keiner einzigen Würdigung wert (Ablehnung aller Opfer-Entschädigungsabträge durch die Bistumsleitung) –

    4. Wird das Thema „Sexueller Missbrauch bei den Regensburget Domspatzen“ beim Katkolikentag 2014 überhaupt noch ein Thema sein?
    Oder verfährt man nach dem Motto:
    -“ Lasst die Toten ihre Toten begraben. … “ (Lukas 9, 57 – 62)

    Ein ehemaliger Domspatz

  • OP

    |

    Zur Erinnerung….

    In Regensburg und in Etterzhausen wurden zahlreiche Kinder vergewaltigt und Missbaucht.

    Man könnte meinen dass man das ganze Thema der Regensburger Domspatzen einfach nur so unter die Teppiche kehren möchte.

    Jetzt nach über 3 Jahren der sogenannten Aufarbeitung , gab es noch immer keinen vorläufigen Abschlußbericht zum Thema.

    http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=5660

  • Veronika

    |

    @OP :
    Die wollen das sicher „aussitzen“, und schliesslich nach der Wahl wieder einmal so beginnen, wie dereinst der vormalige Bischof von Regensburg gegen RD. Da steht zu viel auf dem Spiel, beim mächtigsten Verein und grössten Arbeitgeber der Bundesrepublik Deutschland. Möglich dass sogar die Schwarzgeldsache die Mollath betrifft etwas mit der RKK, Abt. Deutschland zu tun hat. Mich würde es nicht wundern!
    Wer sich wie RKK,D als „allein heilig und seligmachend“ bezeichnet, könnte vielleicht doch eines Arztes bedürfen.

  • Veronika

    |

    Die RKK zumindest die deutsche Gruppe halte ich mittlerwele aufgrund deren Praktiken für höchst problematisch, um nicht zu sagen „staatsgefährdend“. Wenn sich da keine deutschen Stellen annehmen, sollten es wieder mal us-amerikanische Stellen tun. Schliesslich muss man da meiner Meinung nach auch noch Dinge aufklären, die über 80 Jahre zurückliegen. Auch damals war die deutsche Abteilung der RKK mächtig und einflussreich.

  • Veronika

    |

    DIESER NACHRUF DER DIÖZESE REGENSBURG
    auf Frau Dr. Birgit Böhm ist es wert gelesen zu werden:

    http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=5660

    Oh, alle Ihr Heiligen, seid nicht nur Frau Dr. Böhm’s sondern vor allen den Seelen derjenigen Leute gnädig, die hier …
    Ich schenke mir die Beendigung des Satzes/ der Anrufung, denn ich muss aufgrund eines zwingenden Drucks in der Magengegend mal schnell wo hin.

  • mwz

    |

    Der Aufklärung der Causa „Zimmermann“ ein Stück näher?
    Vielleicht können wir hier die Aufklärung der Causa „Zimmermann“ auch von unserer Seite hier forcieren, denn ein wieder aufgefundenes Schreiben des damaligen Domdekan F.X. Hirsch an unsere Herausgeberin zeigt im ersten Teil, dass es Dinge gibt, „die wohl auf dieser Welt nicht mehr geklärt werden können“. Damit könnte Vieles gemeint sein, auch für Zimmermann andere Schuldige/ einen anderen Schuldigen vorgegeben zu haben/ vorgeben zu wollen. Seit nunmehr über 15 Jahren versuchen wir in Eslarn trotz allen Schweigens zu ergründen, was es in diesem Ort „für Dinge, die nicht mehr geklärt werden können“ gegeben hat. Die Causa „Zimmermann“ ist ein neueres solches „Ding“, ein im Eslarner Ortsteil „Bühl“ zu Anfang der 1940er Jahre vorhandenes Barackenlager (nachweislich nicht des RAD) eine weitere Fragwürdigkeit die noch immer nicht geklärt wird.

  • Angelika Oetken

    |

    @MWZ:

    http://www.bundesarchiv.de/imperia/md/content/bundesarchiv_de/oeffentlichkeitsarbeit/fach-publikationen/mitteilungenausdembundesarchiv/mitteilungen_1-2012.pdf (ab S. 16)

    Ist sicherlich auch infiltriert, aber wir haben ja keine Zwangsmitgliedschaft in dem Verein. Und unterhalb von dessen Führungsebene jede Menge aufrechter Menschen. Insofern gibt es überall welche, die Leute wie uns unterstützen.

    Viel Erfolg und ebenso viele Grüße von
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • mwz

    |

    @Frau Oetken: Danke vielmals! So ein kleiner Ort in der Nordoberpfalz – Pardon, jetzt sind es aufgrund Herrn Werner’s Recherche ja mehrere Orte in der Nordoberpfalz – scheint niemanden zu interessieren. Aber einen Herrn Aigner einstmals wegen der Verwendung eines durch deutschlandweit bekannte Medien bereits verwendeten Begriffs verklagen zu müssen, dies war dann schon „drin“. Wenn diese Dinge aller geklärt sind – dass diese geklärt werden, da bin ich sicher – wird es mächtig im Ländle, aber nicht nur hier, scheppern. Liebe Grüsse auch an Sie!

  • Angelika Oetken

    |

    @MWZ: gerade eher abgelegene, scheinbar unscheinbare Orte sind sehr gut geeignet für Netzwerkkriminalität.

    Die Pfalz ist dafür berüchtigt. Auch das Weser-Ems-Gebiet, der Odenwald und noch so ein paar schöne Flecken in diesem Land.

    Beim gewohnheitsmäßigen Kindesmissbrauch verhält es sich wie beim Konsum von illegalen Drogen. Beschaffungs- und Begleitkriminalität, viele Opfer, viel Marginalisierung. Aber immer nach dem Prinzip: die kleinen hängt man, die großen lässt man laufen…

    Und am Ende steckt immer der CIA dahinter (selbstverständlich nur ein Scherz ;-) )

    Und allen die in unserem Land nicht mehr an den weiß gekleideten Weihnachtsmann glauben,nicht an die automatisch positive Wirkung von Muttis aller Art und auch nicht, dass ein teurer Haarschnitt zwingend ein edles Gemüt schmückt, sei das hier empfohlen
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/belgien-kardinal-im-polizeiverhoer-monsignore-und-der-fall-dutroux-1.971170
    http://www.stasiopfer.de/component/option,com_simpleboard/Itemid,203/func,view/id,1049457371/catid,4/

    Es geht um viel Geld und damit speziell im Falle der RKK um das Prinzip „Zweck heiligt die Mittel“. „Cui finis est licitus, etiam media sunt licita.“ – „wo der Zweck erlaubt ist, sind es auch die Mittel“.

    Und was ist der Zweck allen steten Bemühens der Führung der RKK: dass wir alle unser Seelenheil im rechten Glauben finden.

    Getreu dem Prinzip: man muss nur dran glauben – dann wird es auch was.

    Und speziell die RKK kennt sich ja bestens aus mit dem Opferkult. Da sind Missbrauchsbetroffene und Täter doch bestens aufgehoben. Erstere heilt man durch Gebet, damit sie Ruhe geben, letztere versorgt man mit neuen Posten, damit sie Ruhe haben. Um Priesternachwuchs zu akquirieren. Denn eine verbreitete Folge von Missbrauch sind psychische und sexuelle Probleme. Da wird doch so ein Lebensweg als Priester um so attraktiver…

    Siehe alle diese jubelnden Menschen und ihren neuen jesuitischen Popstar.

    Das Geheimnis: wenn ich nur fest glaube, dass alles gut wird, dann kann ich auch das Unrecht gleich nebenan besser aushalten. Indem ich es schlicht ignoriere. Praktisch oder? Und fast umsonst (letzteres natürlich nur Ironie… die Kirchen kommen uns alle teuer zu stehen.)

    Aber fragen Sie mal die vielen Beschäftigten der RKK – nach den Praktiken ihrer „Führer“. Die arbeiten dort gerade um trotzdem etwas für Menschen tun zu können….

    Übergriffigkeit ist – auch – ein Erfolgsprinzip.

    Grüße aus dem mild-freundlichen Berlin-Köpenick im Abendlicht in den deutschen Süden…

    Angelika Oetken

    P.S. immer wenn ich dann das katholische Gegenstück zu „Kermit dem Frosch“ – Sie wissen schon den mit dem „Applauuuuus“ und „ich bin stolz ein Frosch zu sein“ sprechen höre, sträuben sich mir die Nackenhaare… tauschen möchte ich mit dem auch nicht. Genau zu wissen was läuft, aber in die Kamera grinsen zu müssen und so tun, als sei man ganz überrascht… Mitgefühl heucheln. Auch nicht mein Ding. Ich bin eher gradlinig.

    Wenn ich mal miese Laune bekomme angesichts all der Schlechtigkeit von diesen Berufenen, dann gucke ich mir im Internet „Domino-Day“ an und stelle mir dabei vor, einer von diesen Klötzen wäre ein entsprechender Schranze und ich dürfte kurz mit ihm anstoßen… Drrrrrrrrt. Nach ein paar Minuten sind alle umgefallen. Weil sie sich nacheinander zu Boden reißen. So was werden wir sicher eines nahen Tages mit menschlichen „Playern“ zu sehen bekommen…
    Hilft! Garantiert! Und ist lustig. Echt!

  • Veronika

    |

    Bringen wir den Artikel mal wieder in die Seitenleiste, damit das „aussitzen“ dieser Dinge im BOR schwieriger wird. ;-)
    Na, schon was Neues davon gehört, dass der Regensburger Bischof die Dinge aufklären will? Sicher nicht, denn – so auch mittlerweile meine feste Überzeugung – man will die Sache „aussitzen“, um nicht eine bestimmte Person (unter weissen Westen kann farbtäuschend wie beim Eisbären eine sehr dunkle Haut – ein Pferdefuß? sein) in Bedrängnis zu bringen.
    Liege ich da richtig, und schadet genau dieses „aussitzen“ der Röm.-Kath. Kirche – der ich ja „Gott sei Dank“ nicht mehr angehöre – nicht mehr?
    R>M>V – Eine verhängnisvolle Nachfolgekonstellation?

  • Veronika

    |

    Ich habe es schon immer gedacht: In der Nordoberpfalz
    wohnen die d…..sten Leute: ———————
    http://www.mitterteich.de/konzert-der-regensburger-domspatzen.html
    Samstag, 27. Juli 2013, 19.30 Uhr, Pfarrkirche St. Jakob In der
    Pfarrkirche St. Jakob findet zum 50. Todestag und 120. Geburtstag
    des Domkapellmeisters Theobald Schrems ein großes Konzert der
    Regensburger Domspatzen statt. Der Chor der Domspatzen wird unter
    der Leiter des Domkapellmeisters Roland Büchner in Mitterteich
    auftreten. Karten gibt es ab sofort in der Tourist-Info Mitterteich
    sowie an allen okticket Vorverkaufsstellen und im
    Internet.

  • OP

    |

    @ Veronika

    In Ihren Zeilen haben sie das Wort Professor vergessen , denn der heutige Domkapellmeister Büchner ist jetzt auch ein Herr Professor.

    ( Würde mich auch interessieren was heute wirklich den Domspatzen alles zum Thema erzählt wird )

    Sehr gerne könnten die heutigen Domspatzen mit Ihrem Professor uns damaligen kleinen Domspatzen einmal auch einige Opfer – Entschädigungskonzert ansetzen , wenn sich zu diesen damaligen zahlreichen Vorfällen sich bis heute noch kein Mensch der Kirche – oder jemand von den heutigen Domspatzenstiftung , auch der Domkapellmeister Prof. Büchner ,, sich bei uns Opfern entschuldigt hat. In Etterzhausen wurden damals kleine Kinder vergewaltigt , wurden einer brachialen Gewalt ausgesetzt – vielen damaligen Jungen wurde die Zukunft dort in Etterzhausen so derart verpfuscht!

    Und heute ….
    Man könnte meinen, dass Sie die damalige Vergangenheit eben mit “ Etterzhausen “ einfach so – auslöschen / wegradieren – möchten.

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken:

    Guten Abend, Frau Oetken!

    Es gibt da sicher kaum eine Initiative, denn da müsste sonst wohl raus, wieviele Personen diese Dinge nicht überlebt haben.

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken:

    Noch kurz: Ein Bekannter von mir, der sagt ziemlich viele Dinge der RKK in Deutschland zu kennen, ist gerade dabei die Dinge zusammenzuschreiben, und neben der UNOG – die vom Vatikan Auskunft will – weltweit allen anderen Stellen beweisbar zur Verfügung zu stellen. Vielleicht – ich glaube es zwar nicht – kommt dies dann zu einer Klärung, womöglich zusammen mit der Strafanzeige eines RA Dr. Christian Sailer gegen den Papst zu erheblichen weltweiten klärenden Konsequenzen für die RKK.

  • Veronika

    |

    Am Tag der Freilassung von Gustl Mollath bietet es sich an, auch diese Sache Bayerns wieder nach oben zu schieben. Hier scheint die Justiz machtlos zu sein, weil die RKK in Deutschland zu einflussreich geworden ist und sogar Wahlen bestimmen kann.
    Warten wir bis die Türkei zur EU kommt, dann werden sich einige Dinge ändern müssen.

  • Georg Auer

    |

    @Veronika:
    „Am Tag der Freilassung von Gustl Mollath bietet es sich an, auch diese Sache Bayerns wieder nach oben zu schieben. Hier scheint die Justiz machtlos zu sein, weil die RKK in Deutschland zu einflussreich geworden ist und sogar Wahlen bestimmen kann. …..“

    Im Falle Gustl Mollat hat der Bayer. Ministerpräsident Horst Seehofer seiner Justizministerin Beate Merk erst zeigen müssen wo es in dieser Justizsache langgeht; so das diese dann erst öffentlich die unabhängige Regensburger Justiz mehr oder weniger mit Ministerialer Zurechtweisung versah.

    Aber im Falle des „Sexuellen Missbrauchs“ von Knaben in Internaten (Vorschule, Gymnasium) der Regensburger Domspatzen hat auch ein Ministerpräsident Seehofer kein Interesse auf Einflussnahme auf die Vertuschungspraxis der Diözesanleitung im Bistum Regensburg. Anzumerken ist dabei auch, dass dieses Thema auch bei allen örtlichen Parteien bisher gänzlich ignoriert wurde.
    Mein Eindruck dabei ist, dass alle Angst haben, es könnte zum Schluss diese Thematik betreffend auch an ihnen etwas hängen bleiben können, was bei den Grünen nun ja auch der Fall ist.

    So wird das heiße Eisen „Sexueller Missbrauch von Kindern“ von allen Parteien weiterhin mehr oder weniger tabuisiert, um selbst sich die Finger nicht verbrennen zu müssen, indem sie zugeben müssten, jahrzehntelang trotz Wissens von diesen Verbrechen an Kindern einfach weggeschaut zu haben und nicht für eine politische Handlungseinflussnahme für Wert sahen.
    Denn es gibt sie nicht: *Die totale sexuelle Befreiung!*
    Alle Sexualität ist immer Verbunden mit der Werschätzung und Verantwortlichkeit gegenüber dem Partner oder der Partnerin und kann so niemals als ein Egotrip funktionieren.
    Und an Kindern hat die Sexualität von Erwachsenen gar nichts zu suchen, da diese für alle Fälle des sexuellen Übergriffs Erwachsener bei Kindern als grober Missbrauch zu werten ist und in allen Fällen strafrechtlich zu verfolgen ist. Denn das Kindswohl steht vor Elternrecht und ganz bestimmt vor jeglicher staatlicher Heimerziehungsregelung. Hierbei gibt es noch erheblichen gesetzlichen Nachholbedarf, sprich verbesserten Kinderschutz und der Aufwertung und Aufnahme des besonderen Schutzes von Kindern im deutchen Grundgesetz. Aber in Deutschland galt bisher die elterliche und staatliche „Erziehungs-Gewalt“ als ein Monopol der freien Gewaltausübung von Erwachsenen gegenüber Kindern.

    Aber was die Aufarbeitung der Altfälle des sexuellen Missbrauchs bei den Regensburger Domspatzen betrifft, kann die Bistumsleitung auch weiterhin ungeschoren ihre Taktik der Tatenverleugnung und die bisher betriebene Missachtung der Missbrauchsopfer weiterhin praktizieren, so hier keine politische Kraft die Leitung des Bistums in die Schranken weist. Denn in dieser Sache genießt die RKK in Deutschland jahrhundertelang (ältester Knabenchor Deutchlands) schon Narrenfreiheit zum Schänden von Kindern und Schutzbefohlenen.
    Warum hat die Bistumsleitung bis heute nicht die missbrauchsbetreuten Opfer vom Tod der Missbrauchsbeauftragten Frau Birgit Böhm schriftlich unterrichtet und diese auf weitere Hilfsangebote verwiesen?
    Was ist überhaupt mit den Missbrauchopferunterlagen von der bisherigen Missbrauchsbeauftragten geshehen? Warum gibt es bisher keine Nachfolge in diesem Amt? Wahrscheinlich weil es nach Ansicht der Bistumsleitung nie Missbrauch an Knaben bei den Regensburger Domspatzen gab und solches somit nur eine Erfindung kranker Gehirne sein kann. So macht man das Missbrauchsopfer zuletzt zum eigentlichen Kirchen- und Kinderschänder.

    In meinem Fall sind alle sexuellen Missbrauchstaten durch Priester und Nonne schon längst verjährt und interessieren deshalb niemanden mehr. So ist die einzige Hoffnung, die mir bleibt, die letzte göttliche Gerichtsbarkeit am „Jüngsten Tag“. – „Denn die Hoffnung stirbt zuletzt!“ –

    Ein ehemaliger Domspatz

  • Ehemaliger Domspatz

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    @ Georg Auer

    …..die letzte göttliche Gerichtsbarkeit am “Jüngsten Tag”.

    “Denn die Hoffnung stirbt zuletzt!”

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    “ Homines sumus nun dei “

    “ Wir sind Menschen, keine Götter “

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    Klar ist daß das meiste der vorgefallenen Themen von dieser damaligen eigenständigen Stiftung Etterzhausen ja schon verjährt sind.
    Anscheinend macht sich das Bistum Regensburg eben diese Verjährung ausführlich zunutze.! Aber jetzt nach über 3 , 5 Jahren nach dem bekanntwerden der zahlreichen Missbrauchsfälle , der damaligen brachialen Gewalt – und der falschen pädagogischen Aufzucht von kleinen Schutzbefohlenen bei den Regensburger Domspatzen , kann sich auch heute der neue Bischof von Regensburg wirklich nicht aus der Verantwortung verabschieden.

    So wie es aussieht , verlassen immer mehr Domspatzen heute ausführlich dieses Internat , melden sich selbst eben ab, verschwinden einfach, weil sie mit den heutigen Bedingungen überhaupt nicht mehr klar kommen.

    Betreff: Regensburger Domspatzen

    Wo bleibt der Nachwuchs…

    Der Herr Prof. Büchener wird sich umsehen, wenn der Chor, „“ der erste Konzertchor „“ eben zusammen bricht und eben der Nachwuchs für längere Zeit ausbleiben wird.

    Die heutigen Verantwortlichen , auch der DKP Büchner , sollen ruhig mit dem Blutgeld von Etterzhausen eben heute glücklich werden und es ausführlich auskosten – denn wir damaligen Etterzhausener Opfer haben die Regensburger Domspatzen ja mit unserem Geld ausführlich groß gemacht!

  • Veronika

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    @Georg Auer: Ich kann zustimmen! Da ich einen guten Bekannten in dem Ort habe, wo dieser Zimmermann „wirkte“ weiss ich auch, dass von dort aus viele Karriere gemacht haben, was ohne Zimmermann nicht möglich gewesen wäre. Keine musikalische Karriere, eher in politische – auch höchste politische – Ämter. Man wird J.R. irgendwann einmal nur selig- und heiligsprechen können, wenn da nix mehr aufgeklärt wird. Dafür sorgen jede Menge CSU-Granden, die durchaus vom Verschweigen profitiert haben könnten.
    In anderer Sichtweise: Was bringt es, wenn so ein Artikel wie dieser hier von Herrn Werner durch mein unscheinbares Zutun mittlerweile auch in arabischer und französischer Sprache verfügbar in der muslimischen Welt bekannt ist? Kriegen die jetzt auch „Sondervorteile“ angeboten? ;-)
    Es wird schwer werden, dem Islam Einhalt zu gebieten, wenn die etwas wissen, dass diese nicht wissen sollten, oder?

  • Veronika

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    Ich denke da in letzter Zeit etwas „globaler“, und immer wenn ich kath.net lese, denke ich die richtigen Ideen zu finden! ;-)

  • MWZ

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    INFO

    09.05.2015: Der Präfekt der Glaubenskongregation wird in Eslarn, dem letzten Wirkungsort von Diözesan-Kirchenmusikdirektor Georg Friedrich Zimmermann (+ 1984) eigentlich grundlos im neu eröffneten „Biermuseum“ in der Quasi-Heimatmuseumsecke mit einem Portraitbranding auf einem Leinenbiersack bedacht. Besondere Bezugnahmen warum man hier den Glaubenspräfekten im bildlichen Umkreis zu Zimmermann’s Schwester und anderen vor allem während dessen Wirkungszeitraum in Eslarn „ehrt“ sind bislang nicht ersichtlich.

    http://issuu.com/smde/docs/biererlebnis_bericht_20150509

  • Haimo

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    Zu Georg Auer
    Frau Dr. Böhm war es, welche mir im Jahre 2010 Unterlagen (Jahresbericht , Klassenfotos) zukommen ließ.
    Als ehem. Regensburger Domspatz in Etterzhausen ( 62 – 64 ) habe ich für mich eine ganz spezielle Strategie gegen die RKK entwickelt . Meines Erachtens nach ist es immer sinnvoll , das zu tun , was dieser Maffia weh tut . Ich bin im Besitz von über 35 Jahrgangsauszügen der Vorschulen samt Klassenfotos ( aus Staatsbibliothek ua. ) . Wenn sie jemand benötigt , sende ich die betreffenden Unterlagen zu . Ich brauche nur den damaligen Namen aus der Schülerliste und eine mail Adresse . Vielleicht kann ich damit anderen Leidensgenossen helfen .
    Meine mail Adresse : mailto.hhh.aufarbeitung.etterzhausen@cablemail.de
    Haimo
    Etterzhausen 62 – 64 ( Meier Ott Sachenbacher etc. )

  • Der Exzess-Täter und seine (Ex-)Freunde » Regensburg Digital

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    […] Als ersten Direktor der Internate der Dompräbende und des Domgymnasiums in Regenburg installierte man zum 1. Januar 1959 den aus Eslarn stammenden Priester Georg Zimmermann. Bereits acht Monate später wurde dieser wegen sexuellen Übergriffen gegenüber Schutzbefohlenen klammheimlich abgesetzt und beurlaubt. (Genauer nachzulesen hier.) […]

  • Kanonikus2L

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    Jetzt hat ER sich entschuldigt. Ja mei is des a Freid.
    Grad als er Gott gehuldigt, doch er hat nicht bereut.
    Er sah nur die Lawine die zu ihm Rollen wird. Gott wird ihm hier nicht helfen, der ist nur irritiert.
    Oh Wunder großes Wunder. Oh Weltenunverdruß den Mißbrauch ham die andern, bei uns ist endlich Schluß.
    Wir wollen uns doch sputen, dass Mission gelingt, denn Hähne und auch Puten sind dümmer wie ein Kind.
    Es war doch nur ein Fehler, den wischt man einfach weg. Unter den großen Teppich passt noch viel größrer D…ck?
    [Zum Bericht http://www.sueddeutsche.de/bayern/domspatzen-regensburger-bischof-bricht-schweigen-tut-mir-in-der-seele-weh-1.2833216%5D

  • Kanonikus2L

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    Fortführung:

    Der Bischof hat gesprochen, es viel ihm gar nicht leicht.
    Wer mag es ihm verdenken, er ist auf Heil geeicht.
    Es sprachen die Adlaten „Verzeihung Exzellenz“, wir
    müssen wieder weiter zu Seiner Eminenz.
    Am Telefon da wartete, ein Anruf aus dem Süden, und
    dies hörte der Bischof gern „Wir werden es vergüten!“
    Vielleicht ein neuer Posten als Kardinal in Prag, auch
    Pilsner Bischof wäre fein, wenn Tebartz dort nicht mag.
    Auch Nuntius in Tschechien wär doch ein tolles Gut, doch wer
    kommt dann nach Regensburg und bändigt hier die Wut.
    [Fasching 2016 – 2017 ists besser!]

  • Warum Georg Ratzinger Domkapellmeister wurde » Regensburg Digital

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    […] er Friedrich Zeitler auf, der in Regensburg wie Meier seit 1953 als Präfekt tätig gewesen war. Da Zeitler wegen sexuellen Übergriffen im Dominternat ins Gefängnis gehen musste, übertrug man Ge… Sowohl Zeitler wie Meier als auch Zimmermann waren eine ausgesprochen schlechte Wahl. Unzähligen […]

  • Die Verfehlungen des Monsignore Mai » Regensburg Digital

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    […] Ende 1945 kam der zehnjährige Paul Mai aus dem einstigen Breslau nach Bayern. Er wollte Priester werden und besuchte dazu in Straubing das Humanistische Gymnasium und das Bischöfliche Knabenseminar, das zur Diözese Regensburg gehörte. Die letzten Jahre vor seinem Abitur (1954) in Straubing war Mai dem pädosexuellen Mehrfachtäter Georg Zimmermann ausgesetzt. Zimmermann, selber Obermünsterzögling und ein Jahr nach seiner Priesterweihe (1950) Präfekt im St… […]

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