Externer Aufklärer unter Vertrag genommen

Ein „Opferanwalt“ in den Untiefen des Bistums

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Das Bistum Regensburg hat dem öffentlichen Druck nachgegeben: Ein externer Rechtsanwalt soll Gewalt und Missbrauch bei den Domspatzen aufarbeiten. Ein tatsächlicher Kurswechsel?

Ulrich Weber: „Ich springe in kaltes Wasser, in ein Becken, dessen Tiefe ich nicht kenne.“ Foto: Archiv/ Staudinger

Ulrich Weber: „Ich springe in kaltes Wasser, in ein Becken, dessen Tiefe ich nicht kenne.“ Foto: Archiv/ Staudinger

Seht her, hier hat sich was geändert. Das scheint man sowohl mit dem Ort, der für die Pressekonferenz gewählt wurde, als auch mit der Besetzung des Podiums zeigen zu wollen. Während den Verantwortlichen der Diözese Regensburg allein der Begriff „Domspatzen“ schwer über die Lippen kam, wenn sie in der Vergangenheit zu ihren vorgeblich aufklärerischen Presseterminen zum Thema sexueller Missbrauch einluden, so ist es dieses Mal der Wolfgang-Saal des Domspatzen-Gymnasiums, in dem man sich den Medien stellt.

„Tiefe Erschütterung und Scham“

Mit Domkapellmeister Roland Büchner sitzt am Montag einer auf dem Podium, dem nachgesagt wird, gegenüber Vertrauten, aber auch Missbrauchsopfern schon häufiger geäußert zu haben, dass er gerne anders mit dem Thema sexueller Missbrauch umgehen würde, als dies im Bistum Regensburg bislang der Fall gewesen ist: offener und öffentlicher. Am Montag bekundet Büchner erneut sei Mitgefühl mit den Opfern und spricht von „tiefer Erschütterung und Scham“.

Gleichzeitig formuliert er die deutliche Forderung: „Die Opfer und auch unsere Schüler, Ehemalige, Eltern, Lehrkräfte und Angestellte haben ein Anrecht darauf, dass das Geschehen der Vergangenheit transparent aufgearbeitet und in den entsprechenden Kontext gestellt wird. Auch in der Öffentlichkeit müssen die Dinge benannt und zeitlich korrekt dargestellt werden, wobei gleichzeitig die Persönlichkeitsrechte zu wahren sind.“

Ein Entschluss, der fast fünf Jahre dauerte

Clemens Neck, Pressesprecher des Bistums, der in der Vergangenheit schon über Unterlassungsklagen gegen Missbrauchsopfer spekulierte und häufiger mit seiner ganz eigenen Interpretation der Wahrheit auffiel, fehlt heute. Auch das wirkt wie ein Signal.

Lediglich Generalvikar Michael Fuchs ist als einziger offizieller Vertreter des Bistums erschienen, um zu bekräftigen: Ja. Es stimmt. Im Jahre fünf nach dem „Missbrauchsskandal“, dem breiten Bekanntwerden sexuellen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche, hat man sich nun auch in Regensburg entschlossen, eine externe Stelle mit der Aufarbeitung zu beauftragen: Mit auf dem Podium sitzen Günther Perottoni, Leiter der Regensburger Außenstelle des Weißen Rings, und Rechtsanwalt Ulrich Weber, seit 2006 ehrenamtlich für diese Opfer-Organisation tätig.

Vertrag mit Diözese soll Unabhängigkeit garantieren

Michael Fuchs: „Mir ist nicht bekannt, dass zu irgendeinem Zeitpunkt Akten vernichtet wurden.“ Foto: Archiv/ Staudinger

Michael Fuchs: „Mir ist nicht bekannt, dass zu irgendeinem Zeitpunkt Akten vernichtet wurden.“ Foto: Archiv/ Staudinger

Dem „Opferanwalt“ Weber soll nun die Aufgabe zukommen, für „eine offene und ehrliche Aufklärung der Missbrauchs- und Misshandlungsfälle bei den Regensburger Domspatzen“ seit 1945 zu sorgen. So steht es auf seiner Internetseite, die der Rechtsanwalt zeitgleich zur Pressekonferenz freigeschaltet hat. Darauf, dass er unabhängig arbeiten werde, legt er besonderen Wert. Rot prangt dieses Wörtchen am Kopf der Seite.

Seit Februar hätten mehrere Gespräche mit der Diözese stattgefunden, „die mich schließlich zu der Überzeugung kommen ließen, dass ich im Rahmen des nun geschlossenen Vertrages wirklich unabhängig arbeiten kann“, heißt es in der Erklärung, die Weber anlässlich der Pressekonferenz veröffentlicht hat. „Nach ausführlichen Gesprächen mit möglichst vielen aussagewilligen Beteiligten und intensivem Studium aller verfügbaren Akten und Unterlagen aus den Jahren 1945 bis heute werde ich in Form eines anonymisierten Abschlussberichtes eine Bewertung der Vorgänge abgeben.“ Ihm sei Zugang zu sämtlichen Akten des Bistums und der Domspatzen garantiert worden, so Weber, der erklärt: „Ich springe in kaltes Wasser, in ein Becken, dessen Tiefe ich nicht kenne.“

Verworrene Aktenlage

Tatsächlich sind es einige Untiefen, mit denen sich Weber auseinandersetzen muss. Das betrifft allein schon die Aktenlage, die in Regensburg bislang recht verworren wirkt. Das zeigt ein Vergleich mit dem Erzbistum München-Freising. Dort beauftragte man bereits im April 2010 eine externe Anwaltskanzlei damit, strukturelle Missstände hinsichtlich „sexueller und sonstiger körperlicher Übergriffe“ ausfindig zu machen und sagte den Zugang zu sämtlichen Akten zu.

Über 13.200 Akten der Erzdiözese München-Freising wurden anschließend von den Rechtsanwälten überprüft. Obwohl die Münchner Diözese nur etwa ein Sechstel mehr Priester und Diakone aufweist als die Regensburger (lt. Wikipedia: 1080 zu 916), war in Regensburg im Rahmen vom Bistum veröffentlichten Berichte bislang nur von 2.315 Akten die Rede. Bleibt die Frage: Wurden weitere Akten bislang lediglich noch nicht gesichtet oder gibt es diese schlicht nicht (mehr)?

Wurden in Regensburg Akten in größerem Stil vernichtet? Ihm sei „nicht bekannt, dass zu irgendeinem Zeitpunkt Akten vernichtet wurden“, sagt Generalvikar Fuchs dazu gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung. Die Münchner Anwälte kamen in ihrem Abschlussbericht hingegen zu dem Ergebnis, dass sie – trotz der hohen Zahl an gesichteten Akten – davon ausgehen müssten, dass weitere Akten vernichtet worden seien.

Zum Hintergrund

Wie kommt man ins Gespräch?

Ebenfalls bleibt die Frage, wie Ulrich Weber nun mit Betroffenen ins Gespräch kommen will. Auf der dafür eingerichteten Internetseite verweist Weber auf seine Sprechstunden, aber auch an die bundesweiten Beratungsstellen des Weißen Rings. Doch mit dem Warten darauf, dass Betroffene sich bei ihm oder beim Weißen Ring melden, wird es nicht getan sein. Der vom Bistum eingesetzte Missbrauchsbeauftragte Dr. Martin Linder etwa machte die Erfahrung, dass sich innerhalb des ersten Jahres, in dem er diese Aufgabe wahrnahm, nicht ein sexuell missbrauchter Domspatz bei ihm gemeldet hatte. Das räumt er im Interview mit der Filmemacherin Mona Botros ein. Generell spricht Linder von einer recht überschaubaren Zahl an Betroffenen, mit denen er ins Gespräch gekommen sei. Weber wird also nicht umhin kommen, Kontakt mit dem Zusammenschluss ehemaliger missbrauchter Domspatzen aufzunehmen.

Kein Entschluss aus freien Stücken

Dass diese sich von selbst melden werden, darf nahezu ausgeschlossen werden. Zu viel Vertrauen wurde in den letzten fünf Jahren verspielt von einem Bistum, das vor allem Energie darauf verwendet hat, die körperliche, psychische und sexuelle Gewalt in ihren Einrichtungen kleinzureden und Betroffene, die an die Öffentlichkeit gingen, zu brüskieren.

Katholikentag 2014: Missbrauchte Domspatzen demonstrieren für Gerechtigkeit und Aufklärung.

Katholikentag 2014: Missbrauchte Domspatzen demonstrieren für Gerechtigkeit und Aufklärung.

Zu dem Schritt, eine externe Stelle mit der Aufarbeitung zu beauftragen und mit Rechtsanwalt Weber einen (nicht öffentlich bekannten) Vertrag zu schließen, der diesem Unabhängigkeit garantieren soll, wurden die Verantwortlichen vor allem durch diese Betroffenen gezwungen. Frühestens in einem Jahr – Weber rechnet damit , dass seine Arbeit so lange dauern wird – wird zu erfahren sein, ob dieses Projekt mehr ist als die durchsichtigen Beschwichtigungs- und Aussitzversuche in der Vergangenheit.

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Kommentare (36)

  • Angelika Oetken

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    In der Öffentlichkeit müssten die Dinge benannt und zeitlich korrekt dargestellt werden, „wobei zugleich die Persönlichkeitsrechte zu wahren sind“.
    http://www.domradio.de/themen/bist%C3%BCmer/2015-04-27/missbrauchsfaelle-bei-domspatzen-werden-extern-geprueft

    „Die Wahrung der Persönlichkeitsrechte“… diesen Punkt machte die DBK zum Streitpunkt, als sie im ersten Anlauf Prof. Pfeiffer den Auftrag für die Missbrauchsstudie übertrug.

    Auch als es um den Beitritt zum Erweiterten Hilfesystem als Fondslösung ging, fiel den Verantwortlichen, die diese Lösung ein Jahr zuvor noch am Runden Tisch mit entwickelt hatten, plötzlich ein, dass ihre Kirche in Fonds gar nicht einzahlen dürfe. Für sie gibt es jetzt deshalb ein institutionelles Sondermodell zu anderen Konditionen.

    Es gibt sicherlich noch viele andere Beispiele. In Trier lernte ich 2013 auf einer Veranstaltung, wie dieses trickreiche Verfahren heißt: „Mentalreservation“. Ich lasse den Gegner möglichst über die Bedingungen im Unklaren.

    Kinder nennen so was unfair. Oder fies. Und Altersgenossen, die ihr Verhalten nicht ändern, lassen sie irgendwann nicht mehr mitspielen.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Mr. T

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    Das wird um einiges schwieriger als den Jahn in ruhhigere Fahrwasser zu schippern. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt …

  • Mathilde Vietze

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    Ich sage es den Kritikern seit Jahr und Tag: Nur schimpfen bringt
    gar nichts. Das tun diese Brüder mit dem Totschlagargument
    „Kirchenfeindlichkeit“ ab und gehen zur Tagesordnung über.
    Die muß man erstens mit den eigenen Waffen schlagen und
    sie zweitens so lange (verbal) auf die Zehen treten, bis sie auf-
    wachen und dem Druck nachgeben.

  • Joey

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    „Unabhängig“ gibts nicht.

    Wenn jemand unabhängig sein sollte, dann wäre das die staatliche Justiz. Diese sollte (z.B. auf eine Selbstanzeige des Bistums hin) die Akten sichern und untersuchen, Zeugen befragen. Vermutlich nicht mehr zuständig, da verjährt? Leider geht der Arm der Kirchen weit in den Staat hinein, auch in SPD regierte Länder, CSU sowieso. Da ist der Glaube an die Unabhängigkeit von irgendwem dann insgesamt schwach.

    Jede Art von privater Untersuchungs-, Vermittler-, Schiedsfunktion ist schwächer als der Staat. Theoretisch gibt es Sanktionsmöglichkeiten bei Fehlverhalten (z.B. Korruption), praktisch aber keinen erfolgversprechenden juristischen Weg.

  • Veronika

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    Mit Scherheit kommt (wieder) nichts dabei heraus, denn:

    1. Können und dürfen Geistliche m. W. gegenüber Laien nicht von deren Schweigepflicht
    entbunden werden. Dies könnte nur der Papst, und der ist hier nicht Vertragspartner.
    2. Es gilt noch das „Päpstliche Geheimnis“ an das sich alle Kleriker, Geistliche und
    zudem auch Kirchenbedienstete zu halten haben.
    3. Manche Artikel sprechen von „Geheimarchiven“ in die der neu bestellte Rechtsanwalt
    „Opferanwalt“? Einblick erhalten soll. Wie viele solcher „Geheimarchive“ gibt es?
    Bisher war nur EIN, nämlich das Bischöfliche Geheimarchiv bekannt. In dieses darf
    kein Laie, noch nicht einmal jeder Priester Einsicht nehmen.
    ———-
    Conclusio: Man will dem Papst Freiraum für den zweiten Teil der Familiensynode und das „Heilige Jahr“ schaffen. Es soll wenigstens mal wieder ein Jahr nicht öffentlich in den Medien diskutiert werden, was die Diözese Regensburg – mit Duldung der DBK – nicht gemacht hatte und nicht macht.
    Damit gibt es mindestens auch ein Jahr lang keine Gelder für weitere Dokumentationen über diese Dinge, sowie hier die mittlerweile gut katholisch besetzten Fernsehräte der öffentlich-rechtlichen Sender zu bestimmen haben.
    Frühestens also wird man sich in 2017 wieder mit diesem seit Jahrzehnten ungeklärten Thema auseinandersetzen und bis dahin entweder katholischerseits die Evangel. Kirche zum Einknicken in Sachen „Luther“ gebracht haben, oder eben mit Geldmacht ein „katholisches Deutschland“ durchsetzen?

  • Resch

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    Die Akte Regensburger Domspatzen – Das Fass ohne Boden
    Für mich ist diese neue Aufarbeitungsaktion der Regensburger Domspatzen wieder nur so ein sogenanntes großes Ablenkungsmanöver! Seit vielen Jahren ist schon vieles bekannt , und die ehemaligen Opfer zum Thema werden entweder als Lügner angezählt , oder anderweitig auch mit Serienbriefen abgespeist.
    Mit einer bestimmten Art und Weise wird nach meiner Meinung auch seit dem Jahr 2010 den vielen Domspatzen von heute ein derartiges schlechtes Gewissen eingebleut.
    Wo bleibt eigentlich der Herr Georg Ratzinger, ehemaliger Domkapellmeister zum Thema ? Der Herr Ratzinger wird zum Thema so derart geschützt und abgeschottet.
    Auch finde ich dass eben die aktuellen Domspatzeneltern in keinster Weise damit geholfen wird , wenn Sie zu einer Vielzahl von Themen nur mit sogenannten Halbwahrheiten abgespeist werden. Es werden offene Briefe geschrieben, vom damaligen Jahrhundert erzählt , aber von den vielen Domspatzen die seit dem Jahr 2010 dermaßen psychische Probleme zum Thema haben , wird nicht berichtet. Deswegen auch haben seitdem auch schon viele Domspatzen das Haus in der Reichsstrase verlassen. Wenn die heutigen Verantwortlichen immer nur von den Schülern und Ihren Präventionen erzählen , dann ist das für mich schon derart dreist. Ich finde dass da andauernd nur von gewissen Themen abgelenkt wird. Wenn der Bischof von Regensburg auch der heutige Protektor / Vorsteher der Domspatzen ist , dann kann man das Volk nicht immer nur mit Halbwahrheiten abspeisen. Und wenn der Herr DKM Büchner heute sagt dass da nichts ist, dann stimmt das so auch nicht. Im Jahr 2006 verstarb der ehemalige Domspatz Hans Stephan Martin , und am 30. Januar 2012 verstarb urplötzlich auch der ehemalige Domspatzenpräfekt Alfred Kleber.
    Nur zur Info – und anscheinend darf man dieses komplexe Domspatzenthema auch nur Inkognito ansprechen oder aufarbeiten. , , cu
    http://www.videovalis.tv/videos/196672-regensburg-missbrauchsfalle-regensburger-domspatzen-video
    http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/alpha-forum/roland-buechner-chorleiter-regensburger-domspatzen-100.html
    http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/3131000-127
    domspatzen_ueber_36_jahre_gepraegt,1,0.html
    http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/stationen/missbrauch-regensburger-domspatzen100.html
    http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/nachrichten/missbrauch-domspatzen-regensburg-100.html#&time=
    http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/nachrichten/missbrauch-domspatzen-entschaedigung-100.html

  • Angelika Oetken

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    Auf der extra eingerichteten Homepage von Herrn Weber http://www.uw-recht.org/startseite.html
    vermisse ich eine Erklärung, dass er keine Interessenkonflikte hat.

    Unter http://www.uw-recht.org/hintergrund.html schreibt Weber:
    „Es folgten Vorgespräche, die mich schließlich zu der Überzeugung brachten, dass ich im Rahmen des abgeschlossenen Vertrages wirklich unabhängig arbeiten kann.“

    Es ist schön, dass das Bistum Herrn Rechtsanwalt Weber überzeugen konnte. Richtig seriös wäre es, wenn der geschlossene Vertrag öffentlich gestellt werden würde.

    Es gab mit ähnlichen Aufträgen schon öfter Krach. Zwei Angelegenheiten sind öffentlich geworden:

    a)http://www.welt.de/regionales/muenchen/article112745669/Ex-Missbrauchs-Ermittler-attackiert-Kloster-Ettal.html

    b) http://www.deutschlandradio.de/pfeiffer-bischoefe-wollten-missbrauchsstudie-zensieren.331.de.html?dram:article_id=233698

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    P.S. was ist eigentlich aus der Zweitauflage der Missbrauchsstudie der Deutschen Bischofskonferenz geworden?
    http://www.dbk.de/themen/thema-sexueller-missbrauch/

    Reden die Forscher noch mit ihren Auftraggebern? Oder war das auch nur wieder eine PR-Nummer?

  • Angelika Oetken

    |

    „oder eben mit Geldmacht ein “katholisches Deutschland” durchsetzen?“

    @Veronika,

    da haben wohl ein paar ältere Herren zu viel Weihrauch inhaliert. Oder im Übermaß Alkoholika verkostet….

    „katholisches Deutschland“: wie soll das praktisch aussehen? Dass diese Leute sich jede Menge Besitztümer unter den Nagel reißen ist bekannt. Aber was soll daran katholisch sein? Je nachdem wie man es nimmt, kann man es als ökonomische Kompetenz oder Raffgier bewerten.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

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    „Vermutlich nicht mehr zuständig, da verjährt?“

    @Joey,

    kommt darauf an. Die an den Domspatzenopfern, die an die Öffentlichkeit gegangen sind begangenen Verbrechen sind längst verjährt.
    Aber es gibt mit Sicherheit noch nicht verjährte Missbrauchsfälle, die unter der Verantwortung des Bistums geschehen sind. Die Frage ist, ob solche Opfer es wagen können, die Taten bei der Justiz anzuzeigen. Hier geht es auch um viel Geld. Da verliert ein bestimmter Schlag Leute jegliche Hemmungen.

    Infos zu den Verjährungsfristen:
    http://beauftragter-missbrauch.de/recht/strafrecht/

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Die muß man erstens mit den eigenen Waffen schlagen“

    @Mathilde Vietze,

    was sind denn Ihrer Einschätzung nach die Waffen der Kirchenverantwortlichen? Erst wenn ich die kenne, kann ich doch entscheiden, ob ich mich in der Beziehung mit meinem Gegner gemein machen will?!?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Mathilde Vietze

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    Das Wichtigste scheint mir, den Verantwortlichen von vorneherein
    den Wind aus den Segeln zu nehmen, damit sie von ihrem Lieb-
    lingsvokabular „kirchenfeindlich“ abrücken müssen.
    Wie wäre es z.B., wenn man denen klar macht, daß es bei der
    Kritik nicht gegen die Kirche oder gar gegen den Glauben geht,
    sondern, daß diese Kritik zum Wohle der Kirche ist, damit nicht
    noch mehr Gläubige austreten. Und dann schlägt man denen
    noch ein paar passende Bibelzitate um die Ohren.
    Wenn solche Aktivitäten kontinuierlich passieren, kommen evtl.
    doch noch ein paar bisher uneinsichtige Hornochsen und
    Hackstöcke zum Nachdenken.

  • Resch

    |

    Im interview ist zu hören , dass die 60s und 70s nur aufgearbeitet werden sollen?
    Auch ist das wieder ein Punkt: Die Regensburger Domspatzen machen dort ein Pressekonferenz und keiner weiß eigentlich Bescheid!
    Wie sollen die vielen Opfer auch heute davon Bescheid wissen, wenn die Presse nicht einmal anständig in Regensburg vertreten war!
    Wenn , dann muss man dieses Thema auch anständig in der Presse und auch im TV heute eben präsentieren!

    http://www.videovalis.tv/videos/196672-regensburg-missbrauchsfalle-regensburger-domspatzen-video

    http://www.uw-recht.org/hintergrund.html

  • Angelika Oetken

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    „http://www.videovalis.tv/videos/196672-regensburg-missbrauchsfalle-regensburger-domspatzen-video“

    @Resch,

    waren bei der Domspatzen-Pressekonferenz denn wenigstens die kirchlichen Medien und die Hofberichterstatter anwesend? Oder wäre das dann auch schon zu gefährlich gewesen?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

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    Die Selbstauskunft von Rechtsanwalt Ulrich Weber gibt keinen Aufschluss darüber, inwieweit Herr Weber mit dem Thema „sexueller Missbrauch“ vertraut ist, respektive über dessen institutionalisierte Erscheinungsformen.

    Aber besonders die systematische, institutionell betriebene Missbrauchskriminalität geht ja über die reine sexuelle Ausbeutung von Heranwachsenden weit hinaus.
    Und was die Untersuchung und Beurteilung der entsprechenden Begleit- und Beschaffungskriminalität angeht ist der Rechtsanwalt Ulrich Weber fachlich geradezu prädestiniert:

    In seiner Vita heißt es:

    „Schwerpunkte
    Arbeit & Beruf, Bank & Kapital, Familie & Erben und Gesellschaften

    Engagement und soziale Aktivitäten
    Lehrbeauftragter der Akademie der Bayerischen Genossenschaftsbanken ABG GmbH
    Ehrenamtlicher Mitarbeiter Weißer Ring Regensburg e. V.
    Ehrenamtlicher Justitiar Team Bananenflanke e. V. Regensburg

    Aufsichtsratsvorsitzender SSV Jahn 2000 GmbH & Co. KGaA (Profiabteilung)“
    http://www.uwp-recht.de/partner.html

    Und da ja in den betroffenen Institutionen Missbrauch und Wirtschaftsverbrechen Hand in Hand gehen, wäre Herr Weber wohl allein schon voll auf mit den Themen „Korruption“ und „Veruntreuung öffentlicher Gelder“ beschäftigt.

    Ich bin sehr gespannt. Denn selbst wenn sich herausstellen sollte, dass alle Geschäfte, an denen die Domspatzen und das Bistum beteiligt waren und sind, rechtlich sauber von statten gingen, wäre es doch aufschlussreich, um wie viele und welche es sich handelt.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Resch

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    Wenn heute auch von dieser Glaubwürdigkeit gesprochen wird , dann muss man sich schon fragen: Seit jahren will man doch diese ganzen Wahrheiten von diesem komplexen Thema Domspatzen nicht hören. Damalige Priester werden geschützt , und heute redet man nur von der Prävention! Seit jahren wurden alle Themen so derart in die Länge gezogen ,und urplötzlich wird von dieser Glaubwürdigkeit gesprochen=?

    http://www.morgenpost.de/printarchiv/panorama/article140187473/Missbrauchsfaelle-bei-Domspatzen-werden-extern-untersucht.html

    Ich finde , eben weil man bis in einem Jahr einen sogenannten Abschlußbericht vorlegen möchte , hat das ausschließlich mit dem Neubau der Domspatzenschule zutun!
    Man möchte jetzt mal schnell hinne machen, damit man seine Ruhe hat , so sehe ich das.
    Klingt für mich so sehr unglaubwürdig , auch die getroffenen Aussagen vom aktuellen Domkapellmeister Roland Büchner.
    Hurray , Millionen für die Domspatzen!

    http://www.main-netz.de/nachrichten/regionalenachrichten/bayern/art11994,3586970

    http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/missbrauch-bistum-regensburg-102.html

  • Angelika Oetken

    |

    Thema „Aufarbeitung“: hier ein Link auf das Hearing, das der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs 2013 in Berlin veranstaltet hat
    http://beauftragter-missbrauch.de/der-beauftragte/dialog-kindesmissbrauch/

    Es kann dort unter Anderem ein Forderungskatalog als PDF abgerufen werden, den der damalige Fachbeirat, dem auch BetroffenenvertreterInnen angehören aufgestellt hat.

    Hörenswert auch die Rede von Richter Sean Ryan, dem Vorsitzenden der Irischen Aufarbeitungskommission. Er wertet darin seine langjährigen Erfahrungen mit dem Thema aus.

  • Angelika Oetken

    |

    Ebenfalls unter diesem Link die Rede von Matthias Katsch, Eckiger Tisch, stellvertretender Vorsitzender des (Fach-)Beirats, der heute nur noch „Beirat“ heißt
    http://beauftragter-missbrauch.de/der-beauftragte/dialog-kindesmissbrauch/

    Matthias Katsch stellt darin das Modell vor, wie nach Auffassung des Fachbeirats Aufarbeitung gelingen kann.

    „Aufarbeitung vollzieht sich in dem vorgeschlagenen Modell in fünf Schritten: (1)Wahrheiten aussprechen und anhören
    (2)Wissen sammeln, bewerten und veröffentlichen
    (3)Verantwortung übernehmen
    (4)Anerkennung aussprechen
    (5)Erinnern und Gedenken“

  • Angelika Oetken

    |

    „Ich finde , eben weil man bis in einem Jahr einen sogenannten Abschlußbericht vorlegen möchte , hat das ausschließlich mit dem Neubau der Domspatzenschule zutun!
    Man möchte jetzt mal schnell hinne machen, damit man seine Ruhe hat , so sehe ich das.“

    @Resch,

    wenn beim Neubau der Domspatzenschule alles mit rechten Dingen zugeht, dann müssen sich die Auftraggeber doch keine Sorgen machen oder ;-) ?

    Wegen „Aufarbeitung“: die ist in diesem Falle nicht unabhängig. Da von der Täterinstitution in Auftrag gegeben. Das was gesammelt und ausgewertet wird, kann allenfalls einen Teil einer echten Aufarbeitung bilden.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken:
    “Ich finde , eben weil man bis in einem Jahr einen sogenannten Abschlußbericht vorlegen möchte , hat das ausschließlich mit dem Neubau der Domspatzenschule zutun!
    Man möchte jetzt mal schnell hinne machen, damit man seine Ruhe hat , so sehe ich das.”

    Ich sehe das ebenso wie Sie! Der Anwalt geht hier nicht offensiv genug in die Öffentlichkeit, sondern macht es wie zuvor Frau Dr. Böhm (+) und Dr. Linder.
    Augenwischerei um die Domspatzenschule und so meine ich auch das „Heilige Jahr“ durchzubekommen, die Neuevangelisierung weiter voranzutreiben und sich an der Macht zu erhalten so lange es geht oder bis in D die ersten wirklichen sozialen Krisen auftauchen wo sich die RKK als „Retter des demokratischen Abendlandes“ beweisen können will. Helmut Schmidt, der Ex-Bundeskanzler, erwähnt es seit fünf Jahren in fast jedem seiner Interviews, dass man sich von den Kirchen damals mehr erhofft hat. Dankend wird die RKK das Angebot wahrnehmen, welches Reinhard Mey 1994 mit einem Refrainteil mit „…halt Du sie dumm, ich halt sie arm“ treffend beschrieb.

  • Angelika Oetken

    |

    @Angelika Oetken:
    “Ich finde , eben weil man bis in einem Jahr einen sogenannten Abschlußbericht vorlegen möchte , hat das ausschließlich mit dem Neubau der Domspatzenschule zutun!
    Man möchte jetzt mal schnell hinne machen, damit man seine Ruhe hat , so sehe ich das.”

    @Veronika,

    das Statement stammt von @Resch ;-)

    Welchen Grund auch immer Herr Weber hatte, diesen Auftrag des Bistums anzunehmen: selbst wenn er wollte, könnte er doch gar nicht unabhängig aufklären. Erst recht nicht abschließend. Nur ein Beispiel: die Irische Aufarbeitungskommission hat 12 Jahre gebraucht, um die Missbrauchskriminalität, die von der Katholischen Kirche in Irland betrieben wurde aufzuklären und die Informationen aufzuarbeiten. Dabei konnten Richter Ryan und sein Team unabhängig agieren und hatten gesetzlich garantierten Durchgriff.
    Eine von einer in Verbrechen verwickelten Institution in Auftrag gegebene Aufklärung kann nur dann gelingen, wenn diese Organisation von sich aus etwas aufklären WILL.
    Als reine PR-Masche, um die Öffentlichkeit zu täuschen ist so eine Aktion zwar kurzfristig geeignet. Langfristig zerstört sie den letzten kleinen Rest an Glaubwürdigkeit.

    Aber wie schon häufiger hier erwähnt: ich kann die Haltung der Verantwortlichen durchaus nachvollziehen. Angesichts all der Verbrechen und Verfehlungen, der vielen Beteiligten, Verwicklungen und Abhängigkeiten würde ich auch wohl sagen: „Augen zu und Abtauchen, nach mir die Sintflut“.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Resch

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    http://www.videovalis.tv/videos/196672-regensburg-missbrauchsfalle-regensburger-domspatzen-video

    …den Opfern auch gerecht werden!
    Also , wenn das nur bis in 12 Monaten aufgearbeit werden soll , dann ist das für mich
    wieder wieder so eine List , sich endlich von diesem Thema lossagen zu können.
    Herr Generalvikar Fuchs, wenn die Domspatzen heute auch nicht mit den Mädchen zusammenkommen, dann wird es noch mehr homosexuelle , bisexuelle oder auch phädophile Domspatzen geben. Die Vergangenheit lügt nicht – denn dieser Istzustand kocht schon seit vielen vielen Jahrzehnten!
    Der DKP Büchner sagte im TV , wir haben mit diesem Thema nichts zu tun!
    Aber heute entschuldigt er sich und bittet um Vergebung!
    Er bittet um Vergebung!
    http://www.ardmediathek.de/tv/alpha-Forum/Roland-B%C3%BCchner-Chorleiter-Regensburger-/ARD-alpha/Video?documentId=26547736&bcastId=14912942
    „Das Geschehene sichtbar machen“
    Wenn man nicht einmal eine anständige Presekonferenz abhalten kann , dann wird eben heute dieses Domspatzenniveau deutlich sichtbar.

  • Mr. T

    |

    Werter Resch, die Aussage „… wenn die Domspatzen heute auch nicht mit den Mädchen zusammenkommen, dann wird es noch mehr homosexuelle , bisexuelle oder auch phädophile Domspatzen geben …“ ist allerdunkelstes, katholisches Niveau. Genau so denken die nämlich. Bei denen ist eine andere als die übliche sexuelle Orientierung auch eine Krankheit, die erworben wird in so einem unchristlichen Umfeld und kuriert werden kann. Sowas steht einem Kritiker des elenden katholischen Filz nicht sehr gut zu Gesicht.

  • Angelika Oetken

    |

    „Herr Generalvikar Fuchs, wenn die Domspatzen heute auch nicht mit den Mädchen zusammenkommen, dann wird es noch mehr homosexuelle , bisexuelle oder auch phädophile Domspatzen geben. Die Vergangenheit lügt nicht – denn dieser Istzustand kocht schon seit vielen vielen Jahrzehnten!“

    @Resch,

    ich gehe nicht davon aus, dass man eine sexuelle Orientierung im Internat erwirbt…. aber ich weiß, dass Menschen, die in der Kindheit und/oder Jugend sexuell ausgebeutet bzw. traumatisiert wurden, ihrerseits später schnell selbst zu Tätern werden können
    http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/632313/sexueller-missbrauch-opfern-oft-taeter.html

    Auch wenn so manches Domspatzenopfer sich seinen Missbrauch später schön reden mag, so von wegen „ja wir waren eben früh entwickelte Jungs und uns fehlten Mädchen…“ oder „unser Chorleiter/ Lehrer war sowas von potent, der machte auch vor Jungen nicht halt“…
    Besser ist es sich mit seiner Geschichte ehrlich auseinanderzusetzen.

    Was auch für die Domspatzenschule gilt. Denn die Weitergabe von Traumatisierungen muss sich nicht auf die Schule und den Chor beschränken.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Veronika

    |

    @ Mr. T: Nur die Ruhe, bitte!
    ——————————————
    Das von Ihnen sog. „unterste katholische Niveau“ breitet sich wieder vermehrt aus, und es ist nicht das „unterste“ sondern einfach nur „das katholische Niveau“. Man siehe die immer noch nicht erfolgte Anerkennung des renommierten französischen Diplomaten Stefanini als Vatikanbotschafter der Französischen Republik. Gut, dass Monsigneur Hollande hier gleich mal auf die „französischen Werte“ verwiesen hatte. Nach Benedikt XVI. em. nahezu geschasst, will Stefanini wieder in den Vatikan. Wer kann es ihm verwehren? Dieser liberale, tolerante Papst Franziskus?
    ——————————————
    Lassen wir ihn doch, dann ist das Trauerspiel von wegen Toleranz und „Öffnung der Kirche“ wenigstens ausgespielt. In diese Rubrik gehört meiner Ansicht nach auch der aktuelle „Aufarbeitungsanlauf“, der Xte seiner Art in der Diözese Regensburg. Die Devise lautet: Zeit gewinnen, Besitzstände wahren und schauen, dass man weiterhin vom Bundesadler durchgefüttert wird.

    Entsetzt Mr. T.?
    ———————–
    Bedenken Sie einmal die Aussage der Röm.-Kath. Kirche zu deren Alleinvertretungs-, Alleingeltungs-, kurz: Universalitätsanspruch. Wurde dieser jemals aufgegeben? Wurde der im Vaticanum II. relativiert?
    Nee, der gilt und so kann und darf ein fremder Staat in Deutschland die sozialen, in Bayern sogar noch die kulturellen Spielregeln bestimmen.
    Ob nun ein Generalvikar, ein Bischof oder sogar ein Kardinal mal etwas anderes sagt ist relativ. Es zählt der Grundgedanke, der mit dem Leben des Wanderpropheten Jesus nicht viel zu tun hat, da dieser keinen Verein gründete.
    ———————–
    Lassen wir ruhig einmal die Mitbewerber um die „Weltherrschaft“ deren Dinge tun, dann hat sich das mit der RKK auch bald zum Wohle der Freiheit erledigt.
    Die nun vorgenommene Lockerung des kirchlichen Arbeitsrechts wird in erzkonservativen Kreisen sehr „übel“ genommen, und diese Kreise bestimmen wo es lang geht, zumindest seit BXVI. diesen es erlaubt hatte.
    ———————–
    Die RKK wird sich selbst zerstören, da man den Pakt mit dem Teufel – das „Reichskonkordat“ nicht abgeschafft hat. Damit kehrt wieder Gerechtigkeit ein!

  • Resch

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    Betreff: Externer Aufklärer unter Vertrag genommen
    Ich weiß bis heute nicht ob ich diesem Thema wirklich eine positive Silbe abgewinnen soll.
    Für mich wird das in keinster Weise eine richtige und anständige Aufarbeitung.
    -Der Domkapellmeister Roland Büchner spricht heute von der Vergebung. Also , zuerst hat man zum komplexen Thema wirklich nichts zu tun, aber urplötzlich entschuldigt man sich und bittet um Vergebung.
    http://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/alpha-forum/roland-buechner-gespraech-100.html
    http://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/alpha-forum/roland-buechner-sendung-100.html

    Leute , jetzt reichts wirklich!!!

    -Abschließend möchte man nochmals betonen, dass es die Stiftung Regensburger Domspatzen nachdrücklich begrüßt, dass man nun gemeinsam den Weg geht, dass die Aufarbeitung bei den Domspatzen von einer unabhängigen Instanz geprüft wird, auch unter Einbeziehung von Opfern, und dass darüber berichtet wird.
    Berichtet hat auch die MZ aus Regensburg.
    http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/weisser-ring-soll-missbrauch-aufklaeren-21179-art1225896.html
    Das Problem ist , eben wenn die Milch sauer wird , sie nicht mehr schmeckt , man sie eben entsorgen muss.
    Und wenn heute die Anmeldungen stocken, dann muss man sich wirklich fragen, was man in den letzten 5 Jahren so alles falsch gemacht hat.
    http://www.domspatzen.de/de/internat/aktuelles/detail/article/schnuppertag-bei-den-domspatzen.html
    Ich finde , heute braucht man wirklich unabhängige Profis zum Thema Missbrauch und Gewalt!!
    http://www.ra-odebralski.de/
    ________________________________________________________________________________________
    http://www.bistum-regensburg.de/aktuelle-themen/aufarbeitung-von-sexuellem-missbrauch-und-straftaten-koerperlicher-gewalt-kritisch-pruefen-lassen-bistum-regensburg-beauftragt-externen-anwalt-auf-empfehlung-des-weissen-rings/

  • Resch

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    Naja , ich weiß nicht , aber nach ein paar Wochen kann man auch noch nicht viel sagen.
    Klar gibt es auch mehr Missbrauchsfälle , auch mehr die in Etterzhausen damals stattfanden.
    Schaumer mal ,aber trotzdem bin ich zu diesem Thema wirklich sehr sehr skeptisch!

    Mehr Misshandlungsfälle bei Domspatzen als bisher bekannt
    http://www.pnp.de/nachrichten/bayern/1700398_Mehr-Misshandlungsfaelle-bei-Domspatzen-als-bisher-bekannt.html
    __
    Domspatzen: Anwalt lässt Opfer hoffen
    Ulrich Weber soll das Ausmaß des Missbrauchs beim Knabenchor aufklären – und macht in kurzer Zeit bereits Fortschritte.
    http://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/domspatzen-anwalt-laesst-opfer-hoffen-21705-art1240435.html

  • Resch

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    The Never Ending Story
    Viele wissen schon dass die Zahlen höher sind als angegeben, daher wunderts mich
    wenn man nach kurzer Zeit schon wieder zurück rudert.

    Anwalt der Regensburger Domspatzen wies Berichte zurück, wonach die Zahl der Misshandlungsfälle höher liege als bisher angenommen: «Ich kann keine abweichenden Zahlen nennen». Es sei falsch, von einem Anstieg zu sprechen.
    http://www.kath.net/news/50796

  • Angelika Oetken

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    „„Nach ausführlichen Gesprächen mit möglichst vielen aussagewilligen Beteiligten und intensivem Studium aller verfügbaren Akten und Unterlagen aus den Jahren 1945 bis heute werde ich in Form eines anonymisierten Abschlussberichtes eine Bewertung der Vorgänge abgeben.“ Ihm sei Zugang zu sämtlichen Akten des Bistums und der Domspatzen garantiert worden, so Weber, der erklärt: „Ich springe in kaltes Wasser, in ein Becken, dessen Tiefe ich nicht kenne.“ (der Beitrag oben ist vom Juni diesen Jahres)

    Am 25.Juni 2014 schrieb die Mittelbayerische Zeitung:
    „Der SSV Jahn Regensburg bekommt einen neuen Vereinsboss. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Ulrich Weber bestätigte der MZ nun, dass er nach drei Jahren als Vorstandsvorsitzender nicht mehr weitermachen wird. „Dieses Amt ist sehr zeitintensiv. Die Familie kam immer etwas zu kurz, das will ich jetzt ändern“, begründete der 43 Jahre alte Rechtsanwalt seine Entscheidung.
    http://www.mittelbayerische.de/sport/regional/ssv-jahn-nachrichten/jahn-boss-weber-macht-einen-rueckzieher-21586-art1083603.html

    Sicherlich ist der Posten des Vorstandsvorsitzenden des SSV Jahn Regensburg aufwändig und anspruchsvoll. Und dass ein Familienvater sich mehr Zeit für seine Lieben nehmen möchte, nachdem er lange Jahre so eine Funktion ausgeübt hat, mehr als nachvollziehbar.

    Aber: sollte Rechtsanwalt Weber seinen Vorsatz ein knappes Jahr später etwa schon wieder verworfen haben? Oder schätzt(e) er die Aufgabe, die Jahrzehnte lang betriebenen, multimodalen, systematischen (Missbrauchs-)verbrechen, die unter Verantwortung des Bistums Regensburg begangen wurden aufzuklären und aufzuarbeiten als vergleichsweise marginal ein? Haben ihn seine Auftraggeber in der Hinsicht womöglich getäuscht?

    Gibt es sowas, ist das vorstellbar? Ausgerechnet ein ehemaliger Fußballfunktionär, der sich von Klerikern über den Tisch ziehen lässt? Und dabei sind doch im Bistum Regensburg nicht mal Jesuiten am Werk. Bei diesen Brüdern wäre das zu mindestens nichts Neues…Falls dem so sein sollte, dann gebührt denen Respekt, die das bewerkstelligt haben. Ein Posten bei der Fifa wäre angemessen. Mindestens, falls man(n) mal auf die Suche nach einer neuen Anstellung gehen muss ;-)

  • Mr. T

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    Der Posten beim Jahn war ehrenamtlich in der Freizeit neben seiner Tätigkeit als Rechtsanwal; der Aufgabe als Opferanwalt widmet er sich im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit. Somit sieht das Ganze etwas anders aus – zumindest zeitlich gesehen.

  • Angelika Oetken

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    @Mr. T.,

    verstehe. Herr Weber arbeitet im Hauptberuf für das Bistum.

    Ich vermisse immer noch eine Art Arbeitsplatzbeschreibung oder ein Papier (Vertrag) in dem der genaue Auftrag von Herrn Rechtsanwalt Weber schriftlich festgehalten ist. So dass auch Außenstehende nachvollziehen können, was von Seiten des Bistums genau mit Herr Weber vereinbart wurde, wie seine Aufgabe definiert ist und welche Befugnisse er hat bzw. nicht hat.

    Haben Sie da vielleicht einen Tipp für mich?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Mr. T

    |

    Nein, da weiss ich leider nichts dazu. Ein wenig mehr Transparenz täte da schon gut. Vielleicht auch die eine oder andere Wasserstandsmeldung. Man weiß, dass es angelaufen ist, mehr aber nicht.

  • Aufklärer

    |

    @Angelika Oetken
    sie verstehen nicht, aber … das verwundert mich überhaupt nicht mehr. Herr Weber arbeitet nicht hauptberuflich für das Bistum.
    Im übrigen ist alles veröffentlicht und beschrieben was der Auftrag von Herrn Weber ist und was vereinbart wurde. Wer lesen kann, der lese, wer es dann noch schafft das Gelesene zu verstehen, der ist dann natürlicherweise klar im Vorteil

  • Angelika Oetken

    |

    @Mr. T.,

    ja es müsste doch für das Bistum zum Beispiel ein Leichtes sein, die Mutmaßungen darüber, dass die systematische sexuelle Ausbeutung von Schülern mit Wirtschaftskriminalität im Zusammenhang steht auszuräumen, indem es seine Finanzen offen legt. Auch die der vergangenen Jahrzehnte.

    Wenn alles einigermaßen korrekt gelaufen ist, sollte das doch kein Problem darstellen oder was meinen Sie?

    VG
    Angelika Oetken

  • Angelika Oetken

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    „Im übrigen ist alles veröffentlicht und beschrieben was der Auftrag von Herrn Weber ist und was vereinbart wurde. “

    @Aufklärer,

    ja es wurden dazu Stellungnahmen und Presseerklärungen veröffentlicht
    http://www.bistum-regensburg.de/aktuelle-themen/aufarbeitung-von-sexuellem-missbrauch-und-straftaten-koerperlicher-gewalt-kritisch-pruefen-lassen-bistum-regensburg-beauftragt-externen-anwalt-auf-empfehlung-des-weissen-rings/

    Ich habe dort aber kein Dokument gefunden, in dem das Bistum und Rechtsanwalt Weber vereinbaren, was sie voneinander zu erwarten haben. Und – entschuldigen Sie bitte meine drastische Ausdrucksweise – PR-Geblubber interessiert mich nicht.

    Oder können Sie mir da vielleicht weiterhelfen?

    VG
    Angelika Oetken

  • Bis zu 700 Gewaltopfer bei den Domspatzen » Regensburg Digital

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