Kardinal Müller feiert Beförderung

Heuchler, Lügner, Kinderprügler

Print page

Beim Dankgottesdienst, den Kardinal Gerhard Müller zu seinen eigenen Ehren inszenierte, wurden die Gläubigen mit Freibier und Billig-Bratwurst gelockt. Kritiker wurden von der Polizei entfernt.

Bier trinken. Bratwurst essen. Dankbar sein. Die katholische Prominenz macht Party.

Bier trinken. Bratwurst essen. Dankbar sein. Die katholische Prominenz macht Party.

„Das ist eine Veranstaltung der Diözese Regensburg und Sie verlassen jetzt diesen Platz.“ Im hohen Dom St. Peter predigt Kardinal Gerhard Ludwig Müller eben über die Liebe, das Brückenbauen und von Communio, der Gemeinschaft. Am Vorplatz, wohin die Gläubigen heute mit Freibier und Bratwurst-Semmeln zu einem Euro pro Stück gelockt werden, knöpft sich Polizeidirektor Wolfgang M. gerade den 77jährigen Alfred Heuberger vor.

Zensur im Namen des Herrn

Weil der ein Flugblatt des Arbeitskreises kritischer Laien verteilt, auf dem sich Auszüge aus Müller-kritischen Zeitungsartikeln finden, soll er gehen, befindet M.. Und als Heuberger sich wehrt und nicht einschüchtern lässt, dauert es ein Weilchen, bis der Polizeidirektor und ein Kollege endlich einen Fehler im Impressum des Flugblatts entdecken, um irgendeine rechtliche Grundlage für diese Zensur im Namen des Herrn zu haben.

Schließlich soll sie nichts stören – die Eminenzen, Exzellenzen und hochwürdigen Herren, die hier gerade ihren Dankgottesdienst mit anschließendem Bischofshof-Bratwurst-Event zu Ehren von Müllers Beförderung zum Kardinal feiern.

„Das ist eine Veranstaltung der Diözese Regensburg und Sie verlassen jetzt diesen Platz.“ Polizeiliche Zensur im Namen des Herrn (Müller).

Polizeikontrolle für Herrn Heuberger.

Der, Müller, sei ob seiner Körpergröße, der „richtige Großinquisitor“ lässt Philipp Graf von und zu Lerchenfeld die bierselige Menge in seinem anschließenden Grußwort wissen. Bereits im Dom durfte der als CSU-Abgeordneter allenfalls in eigener Sache auffällige Graf aus der Apostelgeschichte vorlesen. Und auch hier, am Domplatz, lässt es der Vorsitzende des Diözesankomitees, zu dem ihn Müller, damals noch Bischof von Regensburg, im Zuge der von ihm vorgenommenen Entdemokratisierung der Laiengremien gemacht hat, an wohlgesetzten Worten nicht fehlen, die vor allem mit Dankbarkeit zu tun haben.

Dankbarkeit aller Orten

Denn das sind sie alle, die sich heute in die vorderen Reihen des Regensburger Doms gedrängelt haben. Fürchterlich dankbar.

Da sitzt mit gefalteten Händen der Putzunternehmer „Dr.“ Karlheinz Götz, der einen Gutteil seines geschäftlichen Erfolgs, den weder staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wegen Sozialbetrugs noch Beschimpfungen von Betriebsräten als  „Parasiten“ trüben konnten, seiner guten Vernetzung innerhalb der katholischen Kirche zu verdanken hat. Was katholisch ist im Bistum Regensburg putzt Götz. Deo Gratias.

VIP-Loge für Müller (vorne rechts) und seine Gäste. Von Demut keine Spur.

VIP-Loge für Müller (vorne rechts) und seine Gäste. Von Demut keine Spur.

Dazwischen sitzt Albert Schmid, Vorsitzender des Zentralkomitees der bayerischen Katholiken, alter Spezl von Müller, der schon mal eigens aus Rom einfliegt, um Schmids Töchterchen zu trauen. Gleich daneben nimmt Staatsministerin Emilia Müller Platz, die – in Vertretung von Ministerpräsident Horst Seehofer – vom Blatt abliest, wie sehr es sie freue, dass der Vatikan, Müller sei Dank, „ein Stück bayerischer“ geworden sei. Auch Polizeipräsident Rudolf Kraus, dessen Beamte draußen dafür sorgen, dass Herrn Müller die Laune nicht verdorben wird, betet fröhlich mit.

Bier, Bratwurst, Beten: Durchlaucht Gloria, Graf Lerchenfeld, Staatsministerin Müller, Walter Mixa.

So heilig, dass es weh tut: Durchlaucht Gloria, Graf Lerchenfeld, Staatsministerin Müller, Walter Mixa.

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, allfällig begrüßte „Durchlaucht“, ist wie immer mit von der Partie, wenn es um Katholisches geht. Mehreren Bischöfen fällt die Begründerin der Marianischen Frauencongregation förmlich um den Hals, als es draußen auf den VIP-Plätzen ans Biertrinken und Bratwurst-Essen geht. Mit ihren Ansichten zu Verhütung, Abtreibung und schnackselnden Negern hat Durchlaucht schon manchen von ihnen rechts überholt. Legendär sind auch ihre Promi-Versteigerungen zugunsten fragwürdiger „Lebensschützer“-Organisationen. Am Sonntag verteilen solche Lebensschützer übrigens Flugblätter, auf denen Abtreibung mit dem Holocaust verglichen wird. Deren Verteilung unterbindet die Polizei allerdings nicht. Vermutlich sind sie nicht Müller-kritisch genug.

Wohlwollend begrüßte Bischöfe emeritus: Wilhelm Schraml und Walter Mixa.

Wohlwollend begrüßte Bischöfe emeritus: Wilhelm Schraml und Walter Mixa.

Mit solchen Vergleichen, Holocaust und Abtreibung, hat Walter Mixa weidliche Erfahrung. Er zog sie früher gerne selbst, ehe er aus dem Amt als Bischof von Augsburg scheiden musste, weil Prügel- und Veruntreuungsvorwürfe öffentlich wurden, an die er sich – das Alter eben – leider nicht erinnern kann. Heute wird er mehrfach namentlich begrüßt. Man muss schließlich auch vergeben können.

Gefeiert wird der Verharmloser von Vergewaltigung und Missbrauch

Wie sollte man auch anders handeln, wenn Gerhard Müller, also der, für dessen Beförderung man heute dankt, zur Spitze der Verharmloser sexuellen Missbrauchs in der Kirche gehört? Der lieber zu Nazi-Vergleichen und – vermittels seines Sprechers Clemens Neck – Klagedrohungen gegen Vergewaltigungsopfer griff, anstatt eine tatsächliche Aufklärung voranzutreiben.

Generalvikar Michael Fuchs verantwortet die Serienbriefe, die einen Mann ins Krankenhaus brachten.

Generalvikar Michael Fuchs verantwortet die Serienbriefe, die einen Mann ins Krankenhaus brachten.

An dieser Haltung hat sich in der so dankbaren Diözese Regensburg bis heute nichts geändert. Am Sonntag gibt ein selig lächelnder Generalvikar Michael Fuchs den Zeremonienmeister. Jener Fuchs, der die Serienbriefe unterzeichnete, mit denen Missbrauchsopfer en Gros abgefertigt und der Lüge bezichtigt wurden.

Bischof Rudolf Voderholzer, der Gastgeber der Dankesfeier, hat das Versprechen, diese Fälle erneut zu prüfen, seit bald einem Jahr nicht eingelöst. Heute sitzt er fröhlich feixend unter den Ehrengästen und tauscht seinen Krug Mineralwasser kurz gegen Bier aus, als Bischofshof-Direktor Hermann Goß ihn um ein Werbefoto für die Kirchenbrauerei bittet.

Posieren fürs Werbefoto: Bischof Voderholzer und Brauereidirektor Goß.

Posieren fürs Werbefoto: Bischof Voderholzer und Brauereidirektor Goß.

„Alle Regensburgerinnen und Regensburger freuen sich sehr“, lässt der „frischgebackene Oberbürgermeister“ (Fuchs) Joachim Wolbergs die Anwesenden – vor allem Kardinal Müller – in seinem Grußwort wissen.

Nicht nur der wegzensierte Alfred Heuberger dürfte da etwas anderer Meinung sein.

Trackback von deiner Website.

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (69)

  • Alexander Schwarz

    |

    Und da wundert man sich, warum sich viele Menschen nicht mehr zum Katholizismus bekennen möchten. Ich selbst bin zwar getauft, mittlerweile allerdings Agnostiker.
    Ich werde nie verstehen, wie man einerseits an Jesus und Gott glauben kann, gleichzeitig aber kritiklos alle Missstände in der katholischen Kirche hinnimmt.

    Auch kann ich nicht verstehen, wie manche(!) Bischöfe und Priester so vehement gegen ihren eigenen Glauben verstoßen können und nicht einmal Angst haben, dafür später bestraft zu werden.

    Fairerweise muss ich allerdings sagen, dass die Katholiken die ich privat kenne, eher nicht gut auf die Zustände in der katholischen Kirche zu sprechen sind, was bei mir die Hoffnung weckt, dass viele Gläubige sich sehr wohl ihres Verstandes bedienen.

  • pamino

    |

    @ Heinz Hinterhuber (schöner Name!)
    @ Alexander Schwarz

    Kirchenaustritte würden hier nicht sehr viel helfen. Man müßte irgendwie das Gesetz von 1803 ändern; aber wie? à la française ? Absit. Übrigens weder erhalten die vielgeschmähten Piusbrüder Geld vom Staat oder über ihn, sondern sie nehmen, mit oder ohne Kritik, keine alten oder neuen Mißstände in der katholischen Kirche hin. Deshalb wurden sie so unpopulär, daß sie Schierling einnnehmen mußten. Aber Schierling scheint ihnen zu bekommen.

  • Karlo

    |

    Sauft’s einfach die Bischofshof-Plörre nicht mehr!

  • mwz

    |

    Danke für den Bericht, sonst würde man wohl kaum etwas davon mitbekommen!
    Aber „Prunk & Protz“ sieht trotzdem anders aus. Man kann esw der Mimik einiger auf den Bierbänken platzender Personen durchaus ansehen, dass man sich hier eine komfortablere Art und Weise des Feierns gewünscht hätte. Da stand scheinbar immer noch der vor einiger Zeit einmal von einem höheren? Geistlichen erwähnte „antike Bischofsstab“ dazwischen. Dieser soll ja nach Rom mitgewandert sein.

  • Romulus

    |

    So viele Bratwürste könnte ich gar nicht essen, wie ich kotzen möchte angesichts von Kindermissbrauchsvertuschern à la Mixa, Müller und Fuchs … Und der einst kirchenferne Wolbergs mittendrin. Da geht es schon los mit dem Verbiegen des neuen Stadtoberhaupts.

  • Bernhard Segerer

    |

    Sei es in Worten, Taten oder Bildern – eine doch insgesamt recht unsympathische Versammlung. Aber das liegt bestimmt nur an der hundsgemeinen Berichterstattung von Regensburg-Digital – privat sind das wahrscheinlich die nettesten Menschen! ;-)

  • Mathilde Vietze

    |

    Der Unfehlbare.
    Leute, eilt herbei in Scharen,
    bejubelt Gerhard Ludwig, den Unfehlbaren,
    der am 4. Mai besucht sein früheres Nest
    und sich am Domplatz feiern läßt.
    Nach dem Gottesdienst können die Frommen,
    für eine Spende ein Butterbrot bekommen.
    Dazu ein Kracherl noch vielleicht,
    aber nur solange der Vorrat reicht.
    Weil’s am 4. Mai viele Schaulustige gibt,
    bildet Müller sich ein, er sei beliebt.
    Dabei ist er im Vatikan und auch hier,
    für die Kirche keine Zier.
    Sein Doktorvater, der ihn näher kennt,
    bezeichnet ihn als beratungsresistent.
    weil einzig und allein seine Meinung gilt
    und er sogar seine Mitbrüder ausschilt.
    Richtig ist nur, was auf seinem Mist gewachsen,
    alles übrige sind Irrlehren und Faxen.
    Es war Benedikts letzte Übeltat,
    daß er Müllers Kardinalserhebung eingefädelt hat.
    Trotzdem ist er auch im Vatikan isoliert,
    weil er einfach nicht kapiert,
    daß andere Meinungen auch richtig sind,
    da führt er sich auf wie ein trotziges Kind.
    Kommt er dereinst in den Himmel ist sein erster Satz:
    „Lieber Gott, Du sitzt auf meinem Platz!“

  • wahon

    |

    „Kennst Du das Land, wo die Kartoffeln blüh’n,
    Wo schwarze Männer durch die Äcker zieh’n,
    Wo schwarzer Wind aus allen Ecken weht,
    Wo tief der Verstand, doch hoch die Kanzel steht,
    Kennst Du das Land? Du kennst es wohl –
    Es ist das Bayernland mitsamt Tirol !“

    Ludwig Thoma (1867 – 1921)

  • EG

    |

    @mwz

    Auch den TV Bericht von TVAktuell ansehen!

    http://www.tvaktuell.com/mediathek/video/dankgottesdient-zur-kardinalserhebung/#.U2fMLChCN7g

    Dort sind die „tausenden von Gläubigen“ zu sehen. Haha :(
    Warum lügt sich die Kirche selbst so in die Tasche? Wäre ich ein Kirchenmann, mir wäre übel bei so einer geringen Zahl an Teilnehmern. Das spricht doch Bände!

    Gestern war noch ein Selfie eines (vielleicht sogar TVA) Moderators – o.ä. – online und heute ist der Beitrag komplett verschwunden. Es waren auch dort nur Kommentare zu lesen, wie „Was will der hier?“, „Der soll zurück anch Rom gehen.“, etc.

    Es wäre an der Zeit zuzugeben, was man alles falsch gemacht hat.

  • wahon

    |

    Der Dom gehört ebenso wie der Domplatz dem Freistaat Bayern, also uns allen und nicht etwa nur der katholischen Kirche! Ein „Platzverweis“ der Polizei für einen Passanten ist also rechtlich ebenso zu beanstanden wie die Versorgung des Polizeipräsidenten mit Bier und Bratwurst durch die Kirche, was als unerlaubte Vorteilsnahme gewertet werden kann.

  • EG

    |

    ähm … Selfie eines Moderators mit dem Kardnial meinte ich natürlich … aber wer tut das schon gerne … :)

  • da_Moartl

    |

    Grad lustig schaut er ja nicht aus, der neue OB. Ausgerechnet gleich zu Dienstantritt einen solch grausligen Termin in den Kalender zu bekommen, ist wahrlich keine Freude. Das mit „allen Regensburgern“ hätte er sich allerdings sparen können.

  • Adrian Rauch

    |

    Sehr geehrter Herr Niggemeier,

    da ist Ihnen mal wieder ein gewohnt selbstgefälliger Bericht gelungen. Aber mit Verlaub: Wo die Berichterstattung des Bistums einmal mehr bemüht die ganze Bandbreite an möglicher Positivfolie inszenieren wollte, wollten Sie schlichtweg einmal mehr die ganze Bandbreite an möglicher Negativfolie inszenieren. Die Wahrheit liegt hier wie so oft irgendwo in der Mitte. Ich habe versucht, mir selbst ein Bild zu machen und habe gerne an Gottesdienst und Feierlichkeit teilgenommen. Hätte ich Sie nicht selbst immer wieder beobachten können, ich hätte aus Ihrem Bericht heraus nicht ganz glauben können, dass Sie von derselben Veranstaltung berichten, an der ich auch teilnehmen konnte. Ihre reisserischen Zerrbilder haben bisweilen etwas unterhaltsam Komisches. Sie passen aber manches Mal mehr in jene naiv märchenhafte Traumwelt in klarem Schwarz-Weiß-Kontrast, die Sie so gerne konstruieren. Verstehen Sie sich eigentlich als Journalist oder fällen Sie einfach gerne Urteile über Menschen? Wollen Sie eigentlich berichten, recherchieren, auch mal tiefer bohren oder einfach nur selber durch möglichst reisserisch-plakative Parolen Menschen verführen? Mit Verlaub: Heuchel und Lüge sind weite Begriffe. Wer ist vor Ihnen gefeit?

    Wer aber kann anderen vergeben, wo Sie gegen einen fehlen, um den Kreis der Selbstgefälligkeit zu durchbrechen statt sinnlos weiterzuhauen? Können wir nicht eigentlich nur noch größer werden, indem wir uns selber kleiner machen?

    Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft. Ich wünsche Ihnen, dass sich manche Gehässigkeit in Frieden wandeln lässt und dass Sie selbst der Brückenbauer werden können, den Sie an anderen scheinbar so schmerzlichst vermissen. Brücken einzureißen ist, wie Sie wissen, keine große Schwierigkeit, es geht sehr schnell und jeder ist dazu fähig. Wer jedoch Brücken zwischen Menschen aufbauen will, der muss auch immer wieder kleine Steine dazu legen und der weiß, um wie viel länger so etwas dauert, um wie viel mehr Kraft so etwas kostet, aber auch, wie viel mehr er Menschen damit wirklich helfen kann. Alles Gute.

  • Katharina

    |

    @ Adrian Rauch:

    …AMEN vergessen!

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Adrian Rauch: Wer hat den im Bistum den Unfrieden
    gesäht? Doch nicht etwa der Herr Niggemeier!
    Herr Rauch, Sie tun genau das, was die Reaktionäre gerne
    von uns dummen Schafen hätten: Es darf sich einer alles
    erlauben, nur weil er ein „geweihter Herr“ ist und nicht er
    ist unfriedlich und muß zur Ordnung gerufen werden, son-
    dern diejenigen, die sich das nicht gefallen lassen.
    Herr Rauch, welches Weltbild haben Sie eigentlich?

  • Barbara Junghans

    |

    @ Adrian Rauch

    Sehr geehrter Herr Rauch,

    wenn ich richtig informiert bin, dann hat Papst Franziskus den Kardinälen und Bischöfen empfohlen, „weniger Party zu machen“. Der Herr Kardinal fühlt sich davon offenbar nicht angesprochen.
    Sie empfehlen Herrn Niggemeier (wer ist das bitte?), selbst Brücken zu bauen – das sei ganz leicht. In dem Zusammenhang kommt mir der Name „Riekofen“ in den Sinn. Wie sehr haben die Menschen dort darauf gewartet, dass ihr damaliger Bischof zu ihnen kommt und „Brücken baut“ wegen der Mißbrauchsfälle durch den dortigen Pfarrer!!! Nix war’s – er hat feige gekniffen und das Bistum tut es bis heute! Haben Sie dem heutigen Kardinal damals vielleicht geschrieben, dass er in Riekofen „Brücken bauen“ und „sich selbst kleiner machen“ soll? Ich weiß, dass speziell der „Fall Riekofen“ für viele gläubige Katholiken (!!!) ein Grund war, ihrer Kirche (nicht Gott!) den Rücken zu kehren.

    Es bleibt jedem unbenommen, seinen Glauben so zu leben, wie er es für richtig hält. Mir haben die Skandale in den letzten Jahren allerdings gezeigt, dass das Bodenpersonal Gottes Wasser predigt aber Bier und Wurstsemmeln (oder besseres) zu sich nimmt.

    Barbara Junghans, Protestantin mit gemischtkonfessioneller Familie

  • wahon

    |

    @Adrian Rauch

    Den Vorwurf der „Selbstgefälligkeit“ sollten gerade Sie mit größter Vorsicht gebrauchen! Schon Ihre gedrechselten Formulierungen strotzen vor Selbstgefälligkeit, und Ihre scheinheilige „Friedensliebe“ ist nichts anderes als pures Pharisäertum, das, wie Sie sicher wissen, nicht weit entfernt ist von der Todsünde der Selbstsucht. Überhaupt sind die Festteilnehmer vom Domplatz, soweit sie röm. katholisch sind, der Hölle näher als dem Fegfeuer, denn zu der Selbstsucht kommen noch die Todsünden des Hochmuts, der Genusssucht und der Faulheit – Solche „Würdenträger“ sind, wenn man dem Katechismus folgt, dem HErrn ein Greuel!

  • jetzt reicht´s

    |

    @Adrian Rauch: Ich geben Ihnen zu 100% Recht! Danke für diese klaren und wirklich richtigen Worte!

  • H. Müller

    |

    Was mag Jesus Christus (durch ein Wunder der geheiligten Kamera von Stefan Aigner im obersten Bild trotz Zivilkleidung zu erkennen) bei diesem Anblick wohl denken?

    Laut dem Evangelium nach Johannes sagte er einmal zu dem Volke und zu seinen Jüngern:

    „1. Die Schriftgelehrten und Pharisäer sitzen auf Moses Stuhl. Alles nun, was sie euch gebieten, das ihr beachten sollt, das beachtet und tut auch. Jedoch tut nicht nach ihren Werken; denn sie reden, aber tun es nicht. Denn sie selbst binden schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; aber sie selbst wollen diese nicht mit einem einzigen Finger bewegen.

    2. Alle ihre Werke aber tun sie, damit sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Gebetsriemen breit und vergrößern die Bordüren ihrer Gewänder. Sie lieben den Ehrenplatz bei Festessen und in den Synagogen den Vorsitz. Sie lassen sich gerne auf dem Markt grüßen und von den Menschen Rabbi (Meister) nennen.

    3. Aber ihr sollet euch nicht Rabbi nennen lassen. Denn einer ist euer Rabbi, Christus. Ihr aber seid alle Brüder. (…)

    4. Und ihr sollt euch nicht Meister nennen lassen, denn einer ist euer Meister, Christus. Doch die Größten unter euch sollen eure Diener sein. Denn wer sich selbst erhöhet, der wird erniedrigt werden. Und die in sich demütig sind, werden erhöhet werden.

    5. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler! Denn ihr schließet das Himmelreich zu vor den Menschen! Ihr kommet nicht hinein, und die hinein wollen, lasset ihr nicht hineingehen.

    6. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler! Die ihr der Witwen Häuser fresset und lange Gebete sprecht zum Schein! Darum werdet ihr desto mehr Verdammnis empfangen.“

  • Sigrid Grabmeier

    |

    Die weißen Tischtücher für die „bessere Gesellschaft“ empfinde ich schon als recht irritierend. Aber manche sind halt einfach gleicher.

  • Peter

    |

    so so, „Herr Niggemeier“.
    Da hat der Herr Rauch wohl nicht nur den Ablauf der ganzen heuchlerischen Pfaffenparty durcheinander gebracht.

    Obs am Weih-Rauch liegt?

  • Adrian Rauch

    |

    Wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein! ;) Das mit dem Namen tut mir leid, Herr Aigner. ;) Da muss ich jetzt schon selbst lachen. ;)

  • Michaela May

    |

    Bravo, Herr Rauch,

    ich stimme Ihnen zu. Die meisten der Kommentatoren sind „Salonchristen“, wie unser HL. Vater Franziskus zu sagen pflegt. Der Verfasser dieses Artikels wird wahrscheinlich von Leuten finanziert, um Stimmung gegen die Kirche zu machen, da die katholische Kirche nicht auf der Welle des Zeitgeistes schwimmt.
    Gottes Segen für Sie und auch für den Verfasser und die Kommentatoren dieses Artikels. Den „Möchtegernreformern“ möge die Gnade der Umkehr geschenkt werden.

  • momo

    |

    ich muss sagen ich finde diesen Artikel hervorragend, für uns Eltern der BIMAMÜ hat Herr Hochwürdigster Herr Bischof Vorderholzer ( so ist die offizielle Andrede) keine Zeit bzw. sind keine Gesprächstermine vorgesehen, wenn es um Anliegen von Kindern geht. Aber mit Herrn Gos von der Brauerei kann er schön anstoßen!!! Zum Wohle Herr Bischof!!

  • Oma Schröder

    |

    Wir haben uns immer gewundert, warum unser kleiner Bruder nicht in den Ministrantenunterricht wollte. Heute wissen wir, dass Herr Pfarrer die Buben immer gerne ganz oben in den Oberschenkel gekniffen hat. Aber schön gepredigt hat er und am Grab von unserem Vater warme Worte gefunden.

  • Untertan

    |

    Pflichtvergessen behinderte Polizeipräsident Mache selber freie Meinungsäßerung, bevor er einen Mangel im Impressum des Flugblattes entdeckte:
    „Weil der (77jährige) ein Flugblatt des Arbeitskreises kritischer Laien verteilt, auf dem sich Auszüge aus Müller-kritischen Zeitungsartikeln finden, soll er gehen, befindet Mache. Und als Heuberger sich wehrt und nicht einschüchtern lässt, dauert es ein Weilchen, bis der Polizeidirektor und ein Kollege endlich einen Fehler im Impressum des Flugblatts entdecken, um irgendeine rechtliche Grundlage für diese Zensur im Namen des Herrn zu haben.“ (Aigner)
    Dabei hätte Mache den friedlichen Demonstranten zweifelsfrei sogar schützen müssen, hätte etwa ein Bischof versucht, diesen des Domplatzes zu verweisen. Das Demonstratiosrecht rechter Demonstranten etwa hat Mache ja schon oft schützen müssen. Konnte ein Polizeipräsident seine Amtspflicht wirklich derart vergessen?

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Michaela May: In einer demokratischen Gesellschaft
    ist jedem seine Meinung gestattet, aber was Sie, Frau May,
    da von sich geben, ist genau die Masche, der sich alle
    Reaktionäre bedienen. Wer Kritik übt, ist ein Kirchen-
    feind und wird von denen bezahlt, denen daran liegt,
    der Kirche zu schaden.
    Etwas anderes fällt Ihnen nicht ein, schade!
    Zu Ihrer Information: Ich nehme meinen Glauben sehr
    ernst, lasse mir aber nicht jede klerikale Willkür als gött-
    liches Gesetz andrehen. Und – ich plappere auch nicht
    gedankenlos alles nach, was mir die Ewiggestrigen ein-
    zuflüstern versuchen.

  • Peter

    |

    Fassen wir kurz zusammen:
    eine Karnevalstruppe, die in ihrer 2k-jährigen Geschichte v.a. durch folgende Dinge auf sich aufmerksam gemacht hat:
    – Intrigen, Morde, Folter (im Namen ihres Chefs)
    – Verbrennung rothaariger Frauen (im Namen ihres Chefs)
    – Hinrichtung andersgläubiger (im Namen ihres Chefs)
    – Gier, Gier und nochmals Gier
    – Segnung von Kriegsgerät (im Namen ihres Chefs)
    – Verprügeln, Vergewaltigung, Verstümmelung von Schutzbefohlenen (Kindern (!))
    – Vertuschung desselben
    – weitgehender Leugnung wissenschaftlicher Erkenntnisse
    – Verbreitung von Gruselgeschichten über Teufel, Hölle, Fegefeuer zur Verbreitung von Angst und Schrecken sowie zur geistigen Lähmung der Bevölkerung
    – Bau von aberwitzig teueren Bauten zur Anbetung ihres Chefs (der, nach allem was man hört, eher ein bescheidener, charismatischer Mensch gewesen sein soll)
    – weitverbreitete Homophobie in den eigenen Reihen

    Und die Anhänger dieser Sekte bringen nichts weiter hervor als Sprüche wie die mit dem Stein. Erbärmlich. Da gruselts mich schon ein wenig. Religiöser Fanatismus ist weiter verbreitet als man denkt. Vor allem hier in Bayern.

  • Untertan

    |

    Korrektur: Pflichtvergessen behinderte Polizeidirektor Wolfgang Mache selber freie Meinungsäßerung, bevor er einen Mangel im Impressum des Flugblattes entdeckte:
    “Weil der (77jährige) ein Flugblatt des Arbeitskreises kritischer Laien verteilt, auf dem sich Auszüge aus Müller-kritischen Zeitungsartikeln finden, soll er gehen, befindet Mache. Und als Heuberger sich wehrt und nicht einschüchtern lässt, dauert es ein Weilchen, bis der Polizeidirektor und ein Kollege endlich einen Fehler im Impressum des Flugblatts entdecken, um irgendeine rechtliche Grundlage für diese Zensur im Namen des Herrn zu haben.” (Aigner)
    Dabei hätte Polizeidirektor Wolfgang Mache den friedlichen Demonstranten zweifelsfrei sogar schützen müssen, hätte etwa ein Bischof versucht, diesen des Domplatzes zu verweisen. Das Demonstratiosrecht rechter Demonstranten etwa hat Polizeidirektor Wolfgang Mache ja schon oft schützen müssen. Konnte ein Polizeidirektor seine Amtspflicht wirklich derart vergessen?

  • Michaela May

    |

    @Mathilde Vietze

    Die „Ewiggestrigen“, die Sie reaktionär nennen werden das Heil erlangen, ob die Salon- und Wohlfühlchristen soweit kommen werden ist fraglich???

  • Joachim Datko

    |

    Die r.-k. Kirche verlor in den ersten 4 Monaten 382 Mitglieder mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Regensburg durch Kirchenaustritte.

  • Wolfgang Dettenkofer

    |

    D‘ Rengsburger Kirchturmspitzen
    (Melodie nach einer Volksweise)

    |: Zu Regensburg beim Kathol..entag,
    Da kommen viel Bischöf z’amm. :|
    |:Da wissen ihrer sechzig,
    mag sein auch sechsundsechzig
    was alles ein Bischof kann.:|
    |: Wie de wi de witt der Gärtnersbock
    Meck meck meck – geh weida!:|
    Hei ras sa, juch hei ras sa!
    Knüppel raus! – –
    Laßt die Köpfe rollen!

    Und als die Bischöf Jubel hatten,
    Da war’n sie all recht froh,
    Da saßen ihrer sechzig,
    mag sein auch sechsundsechzig;
    der Müller sprach all so:

    „Was wär’n die Laien ohn uns?
    Die können nur parasitiern.
    Wir lehren sie die Kirchenzucht
    und wer gar noch nach Wahrheit sucht,
    bedarf ganz unseres Hirn.

    Etliche taten’s nicht verstehn,
    doch schwiegen sie sich aus.
    Es waren ihrer sechzig,
    mag sein auch sechsundsechzig,
    selbst denken wär ein Graus!

    Und als sie so geschwiegen hatten
    Gab ihr Gewissen Ruh.
    Es schliefen ihrer sechzig,
    Mag sein all sechsunsechzig
    Sie schlafen immerzu.

    Ein Zollitsch wollte Dialog.
    Kam nichts dabei heraus!
    Der Müller weiß es besser.
    Und wetzt in Rom das Messer,
    er kennt darin sich aus.

    Zum Pfingstritt fliegt er rasch herbei,
    aufs hohe Ross geschwungen!
    Oh ritt er auch nach Riekofen,
    wo seine alte Rechnung offen.
    Hauptsach: den Roten Hut errungen!

    Das Zölibat d‘ Leut hinterfragn.
    Der Müller sagt: „Der bleibt!
    Die Frau ist gut fürn Kirchenputz
    sonst war sie noch zu nix was nutz.
    – Was wohl mein Wanner treibt?“

    Dem Trimpl wurde untersagt,
    den Bischof zu verklagen.
    Er selbst beauftragt Anwälte,
    treibt deren Kosten in die Höh,
    muss selbst davon nichts tragen.

    Das göttlich Recht hat er gepacht,
    meint, er sei ‚Dominus Jesus‘
    Er ist schon jetzt ganz unfehlbar,
    ihm wurd noch nie ein Fehler klar.
    Wer da noch alles büßen muss?

  • Veronika

    |

    @da_Moartl: Richtig schön! Lassen Sie dem neuen OB doch die Ehre, sich wenigstens einmal im Glanze eines Kurienkardinals zu sonnen! Mixa & Co. sassen ja am selben Tisch, das hat die Freude sicher etwas getrübt. ;-)

    Noch nichts gehört oder gelesen von der „Domspatzen-Wallfahrt“ gen USA. Vielleicht hat denen doch SNAP den Marsch geblasen.

    Neuigkeiten von der UNO: http://www.rp-online.de/panorama/ausland/3420-missbrauchs-verdachtsfaelle-in-zehn-jahren-aid-1.4220809

    Neuigkeiten vom Kurienkardinal Müller (zukünftig ohne Ludwig):
    http://kath.net/news/45834

    Also wer denkt denn so was? ,-) US-Ordensfrauen würden doch keinesfalls gegen den Vatikan opponieren. Eher träten die gleich aus dem Verein aus! Da wird unser Kurienkardinal diesmal aber (wieder) auf Granit beißen, denn die haben sich schon von Bertone und anderen Kurienkardinälen nichts sagen lassen. Androhungen gab es da schon viele. Die wollen eben nicht einfach nur „die Kirche putzen“.

  • Richard Dorn

    |

    Man könnte ja fast den Eindruck gewinnen, dass Sie etwas gegen Kardinal Müller haben. Aber zum Glück schreiben Sie ja niemals tendenzielle Artikel…
    Da muss es sie auch nicht weiter stören, dass Papst Franziskus ganz anders zum Präfekten der Glaubenskongregation steht als Sie.
    Und ich nebenbei bemerkt auch:
    http://kreuzknappe.blogspot.de/2014/05/der-bose-kardinal-muller-schimpft-mit.html

    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man beim Fußballspielen davon ausgeht, dass ein Verteidiger verhindern soll, dass der Gegner den Ball ins Tor knallt. Aber es gibt offensichtlich auch Sportfans, die dessen Aufgabe anscheinend so sehen wie Sie: allen Gegnern freundlich zulächeln, und schön Platz machen, wenn die anderen ein Tor schießen wollen. Naja…

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Michaela May: Was Sie von sich geben, ist nicht die
    „andere Meinung“, sondern eine böswillige Unterstellung.
    Ihnen ist wohl nicht bekannt, daß unser Herr nicht so sehr
    die Sünder, sondern vielmehr die Selbstgerechten verur-
    teilt hat?
    Es wäre für manche besser, sich zuerst an der eigenen
    Nase zu fassen, ehe sie andere aburteilen.

  • Wolfgang

    |

    Die Herren in ihren seltsamen Gewändern basteln sich eine Religion zusammen, wie sie ihnen am besten in den eigenen Kram passt. Sogenannte Demut oder Gottesfurcht ist nicht zu erkennen. Und dieser ganze Verein wird noch staatlich geschützt und unterstützt. Ach du lieber Gott!

  • K. Valentin

    |

    Kommentar gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Joachim Datko

    |

    Zu 07.05. : 08:38 Zitat: „[…] basteln sich eine Religion zusammen, wie sie ihnen am besten in den eigenen Kram passt. Sogenannte Demut oder Gottesfurcht ist nicht zu erkennen.“

    Religionen werden immer von den Oberpriestern zusammengebastelt. Alle Religionen sind Menschenwerk, Götter gibt es nicht!

    Achten sie auf Herrn Mixa, was für einen schönen Ring er hat! Seinen ersten Bischofsring hatte er in einer Waisenhauskasse, die ihm anvertraut war, abgesetzt, katholische Eitelkeit auf Kosten von Waisenkindern.

    Siehe z.B.: http://www.stern.de/panorama/bischof-mixa-es-tut-mir-im-herzen-weh-1560234.html

  • Jürgen R.

    |

    Und Jesus ging zum Tempel Gottes hinein und trieb heraus alle Verkäufer und Käufer im Tempel und stieß um der Wechsler Tische und die Stühle der Taubenkrämer und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: „Mein Haus soll ein Bethaus heißen“; ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht. (Jeremia 7.11)

    Vgl. Dom – Bierausschank – Würstlverkauf -> entspricht das nicht auch im Ansatz besagter Mördergrube?

  • Michaela May

    |

    @Mathilde Vietze
    Sie meinen also, andere beleidigen zu können, indem Sie gläubige Menschen „reaktionär“ und „ewiggestrig“ titulieren. Solche Menschen wie Sie spalten die Kirche, die sich ihren Glauben zurechtbasteln und noch Politik damit machen. Glaube ist nicht verhandelbar, sagte Papst Benedikt bei seinem Besuch in Erfurt. Warum müssen Sie an der katholischen Kirche herumnörgeln, es gibt doch eine Glaubensgemeinschaft in Deutschland, da werden alle Ihre Wünsche erfüllt.
    http://hu.gloria.tv/?album=3&media=20754

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Michaela May: Nachdem Sie es immer noch nicht be-
    griffen haben: Die Reaktionäre sind – im Gegensatz zu den
    Wertkonservativen (die ich sehr schätze) diejenigen, die
    das Rad nach hinten drehen wollen. Mit Glauben hat das
    gar nicht zu tun, sondern nur mit Erhaltung der Macht
    über andere.
    Ich hätte gemeint, Sie wären eine intelligente Person und
    würden das begreifen. Stattdessen verfahren Sie nach dem
    Motto „und willst Du nicht mein Bruder sein…..“
    Sie haben meine Kommentare entweder nur flüchtig gelesen
    oder aber bewußt nur das herausgelesen, was zu Ihren
    kruden Vorstellungen paßt.
    Ich jedenfalls werde in aufgeschlossenen katholischen
    Kreisen sehr geschätzt; ob das bei Ihnen auch der Fall ist,
    möchte ich mal dahingestellt sein lassen.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Richard Dorn: Wissen Sie, was ein katholischer Taliban
    ist?

  • Andrea Kaiser

    |

    @Mathilde Vietze,
    ‚Ich (Vietze) jedenfalls werde in aufgeschlossenen katholischen Kreisen sehr geschätzt; ob das bei Ihnen auch der Fall ist, möchte ich mal dahingestellt sein lassen‘.

    Ich halte ihre Aussage nicht prüfbar und in einer sachlichen Diskussion mit Erwachsenen für nicht zielführend. Also ruhig Blut und mehr Inhalte, so wie es sich einer älteren Dame der die Willy-Brandt-Medaille (höchste Auszeichnung der SPD) verliehen wurde, geziemt.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Andrea Kaiser: Ihr sehr „inhaltsreicher“ Kommentar
    veranlaßt mich zu der Rückfrage, was Sie eigentlich von
    mir wollen.
    Es gibt ja Leute, die viel reden und nichts sagen und Neid-
    hammel, die denen, die etwas erreicht haben, das Erreich-
    te in spöttischen Worten um die Ohren schlagen.
    Ich jedenfalls bin mit mir im Reinen und lebe mein Christ-
    sein in Gemeinschaft von vielen Gleichgesinnten.
    Aber, Sie können sich ja gerne mit mir an einen Tisch
    setzen, dann sehen Sie schon, w e r argumentativ den
    Kürzeren zieht.

  • W.Müller

    |

    Verehrte Diskussionsteilnehmer
    Eigentlich haben sie schon Alles zu diesem peinlichen Auftritt gesagt, lassen sie mir trotzdem noch einige Zitate anzufügen.
    1.
    Papst Franziskus setzt die Tradition der Lügen und Täuschungen in dieser Institution nahtlos fort. Er weiß sehr genau, dass es keiner Kommission bedarf. Er müsste nur seinen Vorgänger konsultieren , der von 1985 bis zu seiner Wahl zum Papst im Jahre 2005 Vorsitzender der Glaubenskongregation war.
    Sämtliche Fälle sexueller Gewalt durch Kirchenbedienstete gingen in dieser Zeit über seinen Tisch. Noch im Jahre 2001 hat Kardinal Ratzinger die Bischöfe weltweit mit dem Geheimdecret “De delictis graviborius” angewiesen, Fälle sexueller Verbrechen nicht der Justiz zu übergeben, sondern die Akten im Vatikan wegzuschließen. Nach dem Gesetz ein Straftatbestand der Strafvereitelung. Der ehrliche und sehr einfache Weg wäre eine Öffnung dieser Akten. Die medienwirksam verkündete Einsetzung dieser Kommission ist deshalb eine hinterlistige Täuschung und schamlose Lüge. So wie auch seine Armuts-Show und die Anprangerung des Kapitalismus eine gewaltige Irreführung der Öffentlichkeit ist. Die Vatikanbank als Geldwaschanlage der Finanzmafia und die nach wie vor praktizierte Hortung der über die Jahrhunderte zusammengerafften Milliardenvermögen zeigen das wahre Gesicht hinter der Maske.
    Werner Reif
    2.
    Täterschützer wird Heilig gesprochen
    Der Vatikan plant am 27. April 2014 die Heiligsprechung von Johannes Paul Johannes Paul II. war in seiner Amtszeit verantwortlich für dasVerschweigen, Verleugnen und Vertuschen von sexualisierter Gewalt.
    Joseph Ratzinger, war Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre und als rechte Hand von Papst Johannes Paul II. galt er als einer der einflussreichsten Kardinäle.
    Um dem Ansehen der Kirche nicht zu schaden, wurden lieber die Verbrecher geschützt, anstatt den geschändeten Kinderseelen zu helfen. Johannes PaulII., so wie Bendikt XVI. sind die Hauptschuldigen am Leid der Opfer.
    Heilige nehmen in der katholischen Kirche einen breiten Raum ein. Sie dienen den Gläubigen als Vorbild für die eigene Lebensführung.
    Anstatt die Täterschützer zu benennen, spricht man nun einen von ihnen heilig und vernebelt so mit viel Weihrauch das Ausmaß der Verbrechen für die Opfer ist das Salz in ihre tiefen noch immer frischen Wunden.
    Lassen sie sich nicht von den prunkvollen Auftritt der Katholischen Kirchenoberen beeindrucken, er geht auf Kosten der Schäüflein und der Steuerzahler. Der Einzige, der noch fehlte in dieser Cilique war der Tebartz.
    Was sagt eigentlich der Papst Franziskus zu dieser Sause, die mit Armut Nix zu tun hat. So wird er nie zum Schutz-Patron der Kleinwagenbesitzer.
    Treten sie aus, die müssen sie nicht mehr fürchten.
    Ihr W.Müllere

  • Luna Schneck

    |

    Leute, austreten, austreten, austreten aus diesem kranken Verein. Vielleicht finden sich ja genügend Leute mal zu klagen, Kirche vom Staat zu spalten. Also wer möchte klagen, ich wär sofort dabei. Es kann nicht sein, dass diese …. so viel Macht in unserem Staat, vor allem mit unserem Geld haben.
    Ich bin vor Jahren ausgetreten.

  • Michaela May

    |

    Kommentar gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • hf

    |

    @w,müller:

    noch so ein fall, in denen kirchen gesetze beugen oder vielleicht sogar brechen und kriminellen (vieleicht wirtschaftsflüchtlingen?) schutz bieten: http://www.kirchenasyl.de/

    natürlich müssen pädophile priester aus der jugendseelsorge entfernt werden. dennoch handelt es sich in erster linie um kranke menschen, erst in zweiter linie um straftäter. möglichst harte strafen für kindesmissbrauch zu fordern ist übrigens ebenso rechtspopulistisch (mal bei der npd aufmerksam hingehört?), wie die forderung, die asylgesetze möglichst streng auszulegen. wer sich objektiv mit dem problem auseinandersetzen will, also nicht mit dem hintergedanken, einer religionsgemeinschaft zu schaden, der kann sich am bezirksklinikum regensburg informieren, wieviele menschen (womöglich oder beinahe) pädophil sind, auch ohne priester oder katholiken zu sein: https://www.kein-taeter-werden.de/

    insgesamt scheint mir das schüren solcher ressentiments – ob im artikel oder im forum – nur noch reichlich vage im einklang mit den statuten des presserates zu sein.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu W. Müller: Obwohl ich als kritische Katholikin bekannt
    bin, finde ich es unangemessen, Papst Franziskus, der ja
    wirklich „frischen Wind“ in den verstaubten Vatikan brin-
    gen will, mit all den anderen Reaktionären in einen Topf
    zu werfen. Er hat es schwer genug mit dem Inquisitor
    GLM, der unter seiner Ägide niemals Kardinal geworden
    wäre.
    Damit, daß Franziskus nicht Müller, sondern Marx
    in seinen engsten Berater-Stab berufen hat, hat er der
    Kirche einen großen Dienst erwiesen.
    Und – es wird viele ernstzunehmende Christen freuen,
    wenn Müller sich darüber saumäßig ärgert.

  • Ehemaliger

    |

    Mit diesen Leuten kommt man in Regensburg wirklich auf keinen grünen Zweig!
    Diese Herrschaften sammeln nur die nötigen Informationen von damals zu den Themen Missbrauch und Gewalt , um dann vieles eben von damals wegradieren zu können..
    Diese Vielzahl an Themen aus der Vergangenheit , entpuppt sich heute für die Regensburger Domspatzen und der Diözese Regensburg wirklich als ein großes Fass ohne Boden. Die damaligen Opfer werden ominös behandelt , ihnen wird dann sogar ein schlechtes Gewissen eingeredet , nur damit eine Vielzahl der damaligen Ereignissen von damals eben für immer verschlossen bleiben. Für mich ist das in keinster Weise eine aufrichtige Vertrauensbasis! Es werden hier Priester , und oder auch Mitarbeiter der Kirche von damals , und auch der Georg Ratzinger , ehemaliger Domkapellmeister der Regensburger Domspatzen , eben bis heute ausführlich geschützt. Die Dummen sind die , die damals den Kopf hingehalten haben, auch dafür bezahlt haben , damit es eben heute vielen eben besser geht. Auch begreifen die Regensburger Domspatzen heute immer noch nicht, auch der Domkapellmeister Büchner nicht, auch der Pressesprecher Neck und der Generalvikar Fuchs nicht , dass das eben von „Heute“ , auch mit dem damaligen Etterzhausener Geld wirklich großartig mit aufgebaut wurde. Viele Buben wurden damals in Etterzhausen einfach um Ihre Zukunft betrogen und viele wurden damals auch geschändet , malträtiert oder auch für immer kaputt gemacht. Für mich war Etterzhausen damals auch nur eine großartige Betrugsanstalt! Viele Ehemalige berichten heute sogar auch vom damaligen Kinder KZ. Einige damalige Etterzhausener Buben haben sich auch schon umgebracht, oder haben bis heute derartige pathologische Langzeitschäden.
    Viele Buben von damals sind bis heute so derart gekennzeichnet , und können eben bis heute im 21. Jahrhundert , in keinster Weise richtig Ihr Leben ausführlich Leben.

    Auch kann ich diese Berichte von Herrn Blaschka , ehemaliger Regensburger Domspatz , hier ausführlich nur empfehlen:

    cu

    http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/anschuldigungen-sexuellen-missbrauchs-gegen-kirchliche-mitarbeiter

    http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/katholische-kirchenkriminalitaet-stockschlaege-und-stossgebete

    http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/vergewaltigungen-und-pruegelstrafen-bei-den-regensburger-domspatzen

  • Veronika

    |

    @Mathilde Vietze:

    Sehr geehrte Frau Vietze, ich schätze Sie wirklich sehr, aber glauben Sie wirklich, dass GLM nur so als Glaubenspräfekt „reingerutscht“ ist?
    Im Vatikan dürfte man genügend Möglichkeiten haben, um dem Papst unliebsame Leute nicht in solche Ämter kommen zu lassen.
    Mich erinnert Papst Franziskus wie es das Titanic-Magazin durch eine Collage darstellte an Stan Laurel. Da er wissenschaftlich „nichts drauf hat“, muss er sich auf die „Kenner des Kochbuchs“, d.h . Kath. Dogmatik verlassen. Und die Dogmatik wurde in den vergangenen Jahrzehnten vor allem durch Ratzinger, dann durch Müller in ein lernpflichtiges Etwas zusammengefasst. Nun kommen Voderholzer und Oster (Passau) nach und bereiten weiter den Weg. Da wird sich nichts mehr ändern, und staatlicherseits sollte man sich vorsehen.

  • Michaela May

    |

    „Und die Dogmatik wurde in den vergangenen Jahrzehnten vor allem durch Ratzinger, dann durch Müller in ein lernpflichtiges Etwas zusammengefasst. Nun kommen Voderholzer und Oster (Passau) nach und bereiten weiter den Weg. “

    Und das ist gut so. Papst Franziskus will den Menschen reformieren und nicht den Glauben.

    Die 68er-Generation wird aussterben, denn Jesus Christus lebt und wirkt in seiner Kirche, die seit 2000 Jahren besteht.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Michaela May: Also, ich will Sie ja wirklich nicht
    aufwerten, aber was z.B. hat die 68er-Bewegung mit dem
    Glauben zu tun? Diese Bewegung war nötig, auch wenn
    – wie überall – Fehler gemacht wurden, aber es wurden
    verkrustete Strukturen aufgebrochen und viele zum Denken
    gebracht.
    Freilich gibt es auch – wie es sich zeigt – einige, an denen
    das eigenständige Denken vorübergegangen ist, die
    in der Vergangenheit leben und das nicht begreifen wollen.

  • Michaela May

    |

    Die ewig Gestrigen, wie Sie die wahren Katholiken bezeichnen, haben den Mauerfall erbetet, nicht zuletzt war es Papst Johannes Paul II. der dies bewirkt hat.

    Nur durch Anbiederung der Linken würde die Mauer heute noch stehen. Die RAF ist aus den 68-ern hervorgegangen, aber sie wurden besiegt.

    Diese 68-er Generation ist am Aussterben. Die Noch-Anhänger wollen es nur nicht wahrhaben.

  • Bert

    |

    @Michaela May

    „…den Mauerfall erbetet…“

    Sie sind ja eine echte Ulknudel…

  • Veronika

    |

    @Michaela May:

    Also da erlauben Sie mir schon, Frau Vietze ein klein wenig zur Seite zu springen. Sie scheinen die einzige Vertreterin unseres Geschlechts, noch dazu in Regensburg zu sein, die die kath. Kirche als modern und ehrlich erlebt. Ich stimme Frau Vietze zu, vor allem in Bezug auf Bayern. Die kath. Kirche ist hier erzkonservativ, Opus durchsetzt und – da stimmt die Aussage des früheren Papst Benedikt XVI., dass der Glaube nicht verhandelbar ist.
    Deshalb ist die Hagia Sophia auch bald wieder Moschee. ;-)
    Ausserdem verkündet die RKK nur deren eigene Religion, keinen Glauben, und der neue Papst will sogar Marsmännchen taufen, falls dies so etwas wollen würden. (Siehe kath.net).

  • Veronika

    |

    @Michaela May: Noch etwas :

    „“Und die Dogmatik wurde in den vergangenen Jahrzehnten vor allem durch Ratzinger, dann durch Müller in ein lernpflichtiges Etwas zusammengefasst. Nun kommen Voderholzer und Oster (Passau) nach und bereiten weiter den Weg. ”

    Und das ist gut so. Papst Franziskus will den Menschen reformieren und nicht den Glauben. “
    —————————————-
    Nee, er will nicht den Glauben reformieren, sondern den Menschen. Genauer gesagt: Die demokratischen Staatssysteme, die der kath. Kirche nun wieder erzkonservativ geprägt, nicht passen können.
    Den Glauben kann die RKK nicht reformieren, da diese selbst nur eine Religion vertritt, nicht einen Glauben oder den Glauben. Glauben kann nur das Individuum für sich, nicht eine Institution.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Michaela May: Bert hat recht – Sie liefern die beste
    Realsatire!
    Der Begriff „Ewiggestrige“ ist nicht unbedingt ausschließlich
    auf Kirche und Glauben zu verwenden. Es gibt auch in der
    Politik Ewiggestrige, z.B. diejenigen, die die ehemalige DDR
    im Nachhinein schönreden und von Glauben noch nie etwas
    gehört haben.
    Wenn Sie, Frau May, die Ewiggestrigen als die wahren
    Christen bezeichnen, dann ist Ihnen wohl entgangen, daß
    unser Herr nicht so sehr die Sünder, sondern die Selbst-
    gerechten getadelt hat.
    Das Denken ist zwar jedem erlaubt, aber manchem bleibt
    es erspart.

  • hf

    |

    @bert und mathilde vietze: frau may hat da gar nicht so unrecht. ich bin selbst mal mit einem prominenten kirchenmann von rom aus nach hause gefahren. auf der fahrt hat er mir seine lebensgeschichte erzählt, die das dritte reich, die ära adenauer und den heimlichen unterstützungskampf für tschechische, polnische und ostdeutsche kirchengemeinden umfasste. es ist eine sache, aus heutiger sicht über menschen zu urteilen, aber eine ganz andere, sie im kontext ihrer zeit interpretieren zu wollen.

    a propos interpretation: die wende wurde nicht erbetet? soso, und „wir sind das volk“, die montagsdemos, das alles hat nicht in einem regelmäßigen gottesdienst seine wurzel? schlagen sie das lieber mal nach. am ende kommen sie noch auf die idee, die urknalltheorie sei nicht von einem katholischen priester aufgestellt worden. :-)

  • Angelika Oetken

    |

    „den heimlichen unterstützungskampf für tschechische, polnische und ostdeutsche kirchengemeinden umfasste.“

    @hf,

    ja, davon habe ich in einem etwas anderen Zusammenhang – es ging um die jesuitische Missbrauchskriminalität – schon gehört.

    Zu Ihrem prominenten Reisegefährten: können Sie einschätzen, wie stark er bereit war bzw. ist (falls er noch lebt), einem Zweck Mittel zu opfern?

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Bis zu 700 Gewaltopfer bei den Domspatzen » Regensburg Digital

    |

    […] er aktuell Verantwortlichen für das Verschweigen und Kleinreden der Taten – allen voran Kardinal Gerhard Ludwig Müller und den nach wie vor im Amt befindliche Pressesprecher Clemens Neck, der hierbei eine tragende […]

  • Hochzeitsglocken auf Schloss Emmeram » Regensburg Digital

    |

    […] Tatsächlich gelten sowohl von Storch als auch Fürstin Gloria als stramm konservativ. Beide sind erzkatholisch, homophob, antidemokratisch und als radikale Abtreibungsgegnerinnen bekannt, die mit ihren […]

Kommentieren