Missbrauch: Die Gefühle der Opfer und das Gerede eines Bischofs

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„So lange diejenigen, die solche Menschen wieder einsetzen, nicht zur Verantwortung gezogen werden, habe ich einfach kein Vertrauen.“ „Mein Täter wird heute gedeckt und versteckt.“ Zwei Missbrauchsopfer in der Diözese Regensburg haben sich in diesen Tagen erneut öffentlich zu Wort gemeldet und über das Verhalten der Verantwortlichen beklagt. Das erste Zitat stammt von Johanna Treimer, die am Dienstag bei der Fernsehsendung „Menschen bei Maischberger“ eingeladen war (Foto).

Ihr Sohn wurde 1999 von dem pädophilen Priester Peter K. in Viechtach sexuell missbraucht. Zwischen der Familie und dem bischöflichen Ordinariat wurde eine Stillschweigevereinbarung inklusive Geldzahlungen geschlossen, über deren Bewertung es unterschiedliche Einschätzungen gibt. Gegen den Wunsch der Eltern wurde K. 2004 wieder als Priester eingesetzt. Die Verntwortung dafür trug seinerzeit schon Bischof Gerhard Ludwig Müller. Die betroffene Gemeinde Riekofen wusste nichts von K.’s krimineller Vergangenheit. Der missbrauchte dort erneut Kinder. 2007 flog alles auf, unter anderem deshalb weil sich die Treimers an die Öffentlichkeit gewandt hatten. Seitdem seien „die Fronten“ mit der Diözese Regensburg „verhärtet“, so Johanna Treimer am Dienstag.

Sie habe seitdem „oft das Gefühl, ich bin der Bösewicht. Nicht die haben Fehler gemacht, sondern ich bin die Schuldige.“ Dieses Gefühl schlägt sich auch im ganz konkreten Verhalten der Diözese nieder. Benedikt Treimer ist nach wie vor auf eine Therapie angewiesen. Von der Missbrauchsbeauftragten der Diözese Regensburg, Dr. Birgit Böhm, wurde der Familie – nach Rücksprache mit Bischof Müller – mitgeteilt: Es wird nichts bezahlt. „Warum hat man nie jemanden geschickt?“ „Warum hat nie jemand nachgefragt?“ „Warum müssen wir bis heute um irgendwelche Gelder kämpfen?“ Das sind drei Fragen, die Johanna Treimer am Dienstag im Fernsehen stellte.

Keine ehrliche Aufklärung

Das zweite Zitat stammt von Alexander Probst, der vergangene Woche vom Donaukurier interviewt wurde. Von 1968 bis 1971 war der heute 50jährige Probst bei den Regensburger Domspatzen und wurde dort über Jahre hinweg von dem Präfekten Sturmius W. sexuell missbraucht und gedemütigt. Probst sagt: „Von der Katholischen Kirche hat sich bis zum heutigen Tag keiner bei mir gerührt, keiner hat sich entschuldigt.“ Nach anfänglicher hektischer Aktivität tue sich seitens des bischöflichen Ordinariats nichts mehr, schreibt Probst auf einer Webseite, wo er und andere Betroffene Missbrauchsfälle zusammentragen und den Umgang der Diözese damit beschreiben. Tatsächlich hat die Diözese Regensburg bis heute keinen Missbrauchsbericht vorgelegt, der diesen Namen verdienen würde. Bei einer Pressekonferenz im März, zu der nur ausgewählte Journalisten geladen wurden (unter anderem die Nachrichtenagenturen dpa, dapd blieben außen vor) wurde ein sechsseitiges Papier mit dem Titel „Zwischenbericht“ verteilt. Weder gibt es darin aussagekräftige Angaben zu Opfern in der Diözese, noch werden Verantwortlichkeiten benannt. Ganze sieben Zeilen widmete der Bericht dem Punkt „Prävention“.

Müller: Nix sehen, nix hören und beschuldigen

Auch der Verantwortliche dafür hat sich dieser Tage zu Wort gemeldet. Im Regensburger Wochenblatt weist Bischof Gerhard Ludwig Müller wieder einmal alle Verantwortlichkeiten für sexuelle, psychische und körperliche Gewalt von der Kirche im Allgemeinen und von sich im Speziellen. Er spricht wieder einmal von einer „Inszenierung“ sexuellen Missbrauchs gegen die Kirche durch einen bestimmten, aber nicht näher definierten Personenkreis. Er verharmlost die Verantwortung der Kirche mit der (prinzipiell richtigen) Feststellung, dass sexuelle Gewalt kein ausschließlich kirchliches Problem sei und lässt die Leser schließlich wissen: „Dass Missbrauch von den Verantwortlichen in der Kirche absichtlich vertuscht worden ist, dafür habe ich keinen Beleg.“

„Das Bistum Regensburg mit Bischof Müller ist ein ganz besonderes Bistum.“ Johanna Treimer in „Menschen bei Maischberger“
„Es wird nur der Anschein erweckt, dass hier alles aufgeklärt werden soll, die Öffentlichkeit soll beruhigt werden. Eine wirkliche Aufarbeitung ist offensichtlich nicht gewollt. Stattdessen werden Nebenkriegsschauplätze eröffnet in denen die Medien gescholten werden und in denen unterstellt wird, man wolle den ‚heutigen Domspatzen‘ etwas anhängen. Das will ernsthaft keiner der Mitarbeiter hier, noch in den Medien. Aber vor allem die Opfer haben zumindest ein moralisches Anrecht auf Anerkennung und Aufarbeitung ihrer Erlebnisse.“ Alexander Probst auf der Internet-Seite www.intern-at.de

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Kommentare (37)

  • Robert Maximilian Kammermeier

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    Opfer?
    Nach Rücksprache mit meiner Mutter hatte ich das Thema Kindesmisshandlung angesprochen!
    Nach über 45 Jahren erinnere ich mich an jedes Detail was mir im katholischen Kindergarten von zwei Schwestern angetan wurde. Würde sowas mit meinen Kindern geschehen, wäre ich schon am nächsten Tag beim Rechtsanwalt! Leider sind die beiden gewalttätigen schwarzen Schwestern schon gestorben.
    Ich persönlich habe mich von der Kirche abgewendet und auch meine Kinder über die Schwarze Brut dementsprechend aufgeklärt.

  • Harald D.

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    Das Interview im „Wochenblatt“ ist wirklich erschütternd. So verbohrt, vernagelt, realitätsfern und ideologisch verblendet hört man heute eigentlich nur noch Sektenmitglieder und Verschwörungstheoretiker reden. Erschreckend. Ich bin kein Katholik, kenne aber viele höchst vernünftige und respektable Katholiken. Einen solchen mittelalterlichen Ideologen hat weder die Katholische Kirche verdient, noch haben es die Caritas-Mitarbeiter, Laien, Seelsorger, Religionslehrer usw., die sich tagtäglich für ein menschliches Miteinander einsetzen.

  • Querleser

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    Das Interview im Wochenblatt ist auch sprachlich erschütternd.

  • Mathilde Vietze

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    Vielleiht ist es auch Müllers Zorn darüber, daß er nicht nach Rom befördert wird, daß er sich so auf-
    führt. Er handelt nach dem Motto „ich habe eh nichts mehr zu verlieren.“

  • Herbert W.

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    Also ganz ehrlich, diese Frau Treimer geht mit tierisch auf den Senkel mit ihrer jahrelangen Talkshow-Tingelei ( naja, kommt ja schön was in die Kasse). Nicht, dass ich falsch verstanden werde: Ich verurteile Missbrauch aufs Schärfste und die Deckung der Verbrechen genauso, kann es aber nicht verstehen, wie diese „Mutter“ sich erst darauf einigt, die Taten von K. NICHT öffentlich zu machen (meiner Meinung nach hat sie sich DA schon selbst schuldig gemacht), dann ein hübsches Sümmchen zu kassieren( Wie auch immer man das jetzt nennen mag:-)) in Kauf zu nehmen, dass durch ihr Schweigen andere zu Schaden kommen um es sich dann nach ein paar Jahren anders zu überlegen und jetzt Talkshow und Zeitungshopping zu betreiben.

    Was ist das bitte für eine Mutter, die gegen Geld einen Missbrauchstäter mitdeckt und damit in Kauf nimmt, dass auch andere Kinder zu schaden kommen? Hätte sie einen ordentlichen Charakter hätte sie sich auf das abkommen nicht eingelassen und den Täter angezeit und das auch öffentlich gemacht, wie jede normale Mutter auch

  • W.Müller

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    Regensburger Jagdszenen
    Was kann sich der Bischof Müller in der Vertuschung sexuellem Missbrauches der Diener Gottes in seinem Machtbereich Regensburg weiterhin noch alles leisten, ohne irgendwelche Konsequenzen befürchten zu müssen. Selbst im öffentlichen Fernsehen schildern die Opfer ihre ungeheueren Leiden in allen Einzelheiten und machen Regensburg zum Planeten des Schreckens (Spiegel) Hat er schon resigniert oder führt er sich nur noch auf wie ein angeschlagener Boxer vor dem drohenden KO, der nur noch wild um sich schlägt, so wie es zum Schluss der Bischof Mixa gemacht hat. Für die meisten hat dieser Mann einen ausgeprägten Verfolgungswahn, mal ist es die Presse, mal die zu selbstbewussten Atheisten und mal die frechen Missbrauchsopfer die noch Forderungen stellen, anstelle dankbar zu sein, von einem Diener Gottes für ihre sexuelle Befriedigung auserwählt worden zu sein. Für diesen rückwärts gewandten Fundamentalisten schämen sich immer mehr wirklich Gläubige und treten aus der Kirche aus. (Kommentar von Bischof Müller: „Die Herde wird kleiner“. Nicht kleiner wird dabei sein riesiges Einkommen + Zubrot, das der Steuerzahler bezahlt. Seine Devise ist die der aggressiven Gotteskrieger: Ich bin der Hammer und niemals der Amboss. Das Fehlen jeglicher Einsicht und sein Starrsinn haben ihn als Kardinal, der er zu gerne geworden wäre, für die Kirche in der Großstadt in der heutigen Zeit völlig ungeeignet gemacht. (Die Münchner Presse hatte sich schon bei seiner geplanten Versetzung als Bischof nach München gefreut)
    Verjagt die Kinderficker und deren Vertuscher und lasst sie ihre angerichteten Millionen-Schäden bezahlen wie in USA. (Jesuiten alleine 160 Millionen)
    W.Müller

  • Veronika

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    Möglicherweise kann sich Bischof Gerhard Ludwig Müller in dieser Diözese „so viel leisten“, weil er doch selbst nicht weiss, was dort alles vielleicht immer noch an der Tagesordnung ist.
    Man wollte ihn ja an die Stelle von KK Kaspar „wegloben“, hat ihn deswegen sogar in die Nähe von Opus Dei gebracht, aber geholfen hat es nichts, weil eine Frau Kuby die man ins Priesterseminar zu einem Vortrag einlädt eben auch im Vatikan die Alarmglocken schrillen lässt.

    Vielleicht sollte man hier bzgl. dem Pfarrer Peter K. mal nachfragen, über welche Schulen/ Internate dieser letztlich ins Regensburger Priesterseminar gekommen ist. Wer zu dieser Zeit dort das Sagen hatte, und welche sonstigen, besonderen Fälle (nicht sexuell-missbräuchlicher) Art es dort vielleicht zu dieser Zeit noch gegeben hat.

    Es scheint hier wirklich nur ums Geld zu gehen, um den Schadensersatz der den Opfern nach OEG, StrEG etc. zusteht, und um den man sich hier von Seiten der Deutschen Katholischen Kirche drücken will.

  • Ursula Schaschek

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    Bis heute wird vertuscht: Hier in einer nördlichen Regensburger Landkreisgemeinde wird nun wieder ab September ein Pfarrer „versetzt“. Er ist nach wie vor hochgradig gewalttätig, hat Frauen verprügelt und tut´s noch immer, er brüllt, tobt, dreht völlig durch. Die Herren Chefs in der Regensburger Diözese wissen Bescheid. Nun schickt man ihn weg, still und heimlich, dass er dort in seinem neuen Ort wieder wüte.
    Bei mir bis heute auch keine Entschuldigung. Dieser Mann hält weiterhin seine verlogenen Predigten über Nächstenliebe ….. Erschütternd finde ich hier in diesem Ort auch, dass sicher etliche Nachbarn das Geschrei, die wahnsinnige Gewalt mehrmals mitbekommen haben. Keiner hat geholfen, übrigens alle gute Christen.
    Warum sich auch ein Bischof Müller solange in seinem Job hält ist mir ein Rätsel. Jeder andere müsste seinen Hut nehmen. Hi Papst hol dir den Müller nach Rom, dann haben wir ihn los.
    Mir ist auch eingefallen, dass ich im katholischen Kindergarten in Waldsassen (vor Jahrzehnten) mit den Beinen an Stühle gefesselt wurde, ins Besenkammerl stundenlang (es war stockdunkel und gruselig) oft eingesprerrt wurde, nur weil ich gern herum lief und Fragen stellte. Ich bekam in der Schule nur von Pfarrern Prügel, nicht von Lehrern.

    Im Ürigen war mein jüngerer Sohn, als wir hierher gezogen sind, plötzlich katholisch. Übrigens bei meiner Cousine in Regensburg auch, unsere Söhne sind beide nicht getauft. Soviel zu den echten Zahlen wie viele Katholiken es gibt. Ich sollte dann der katholischen Kirche beweisen, dass mein Kind nicht getauft ist.Wieviel dieser Kuckuschristen gibts hier wohl noch. Vielleicht sinds ja gar nicht mehr viele echte Christen?

  • Keyser Söze

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    „Dass Missbrauch von den Verantwortlichen in der Kirche absichtlich vertuscht worden ist, dafür habe ich keinen Beleg.“

    Das erinnert mich stark an die Argumente seines Kollegen Williamson und dessen braunen Brüder im „Geiste“. Die können auch keine Belege für den Genozid an den Juden sehen.

    Ansonsten ist es traurig zu sehen, wie mehr als 200 Jahre der Aufklärung an manchen Zeitgenossen so spurlos vorüber gegangen sind.

  • Immanuel K. Anti

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    Das wär bei meinem Kind auch beinah passiert, weil die Frau auf dem Einwohnermeldeamt das „o.K“ (ohne Konfession) im Meldebogen selbstredend als „r.k.“ (römisch-katholisch) gelesen hat.

    Ich wollte ja „Jedi“ angeben (hat aber meine Frau verhindert), wahrscheinlich wäre das als „jüdisch“ eingetragen worden…

  • jens

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    „Dekadenz“ ist gleichbedeutend mit „Niedergang“. Was um Himmels willen will der Theologieprofessor uns da mit dem Schlagzeilensatz sagen: „Manche dekadente Tendenz erinnert mich an Niedergang“ ??

  • Veronike

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    „Warum sich auch ein Bischof Müller solange in seinem Job hält ist mir ein Rätsel. Jeder andere müsste seinen Hut nehmen. Hi Papst hol dir den Müller nach Rom, dann haben wir ihn los.“

    Dazu muss ich leider bemerken, weil er an sich wohl ein „guter Kerl“ ist, aber eben übersehen hat, was in der Diözese Regensburg noch unter einem kränkelnden Bischof Graber seinen Anfang genommen hatte. Dankt dem Herrn, dass irgendjemand dem Williamson so vertraut hat, mit ihm dieses vielsagende Interview führte, sonst wäre mit Sicherheit Williamson an der Stelle GLM’s gelandet.

  • Veronike

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    Dabei war die ganze Sache doch so gut vorbereitet:

    1. Mit neuer Satzung gegen die Laienbewegung > konservativ genug!
    2. Stille > nachdenklich und barmherzig!
    3. Laien geben Ruhe und „loben“ GLM sogar noch! > vermittelnd, diplomatisch!
    4. Einladung einer Frau Kuby, ohne selbst anwesend zu sein! > kompromissbereit!
    5. Zugehen auf die evangelischen Mitchristen! > vermittelnd, gewinnend!
    6. Reisen nach Peru! > hilfeleistend, weltgewandt!
    ———————————————————————————————————————
    ABER: KMD Georg Friedrich Zimmermann und Opus Dei’s Werke im Grenzlandbereich wurden im Vatikan zu deutlich aufgenommen! Jemand der mit OD auch nur sympatisiert, ist im Vatikan seit geraumer Zeit nicht „vermittelbar“. Hierbei gleich noch „beste Grüsse“ an meine „Freunde“ von OD: Wenn der Zirkus so weitergeht, habt ihr bald sehr grosse Probleme mit der wehrhaften Demokratie!

  • Elisabeth K.

    |

    Laut der Statitik des Bundeskriminalamtes wurden 2010 14 700 Kinder Opfer von sexuellen Gewalt. 3% mehr als ein Jahr zuvor. Laut Landeskriminalämter ist die Dunkelziffer aber mehr als das zehnfache! Nun…

  • Veronika

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    Liebe Frau Schaschek,

    dies braucht nicht zu verwundern, denn in den Ordinariaten ist selten jemand, der auf Krisenmanagement oder gar den entsprechenden Umgang mit Menschen gepolt ist. Da soll es wohl immer der „Hl. Geist“ richten, was anderswo regelmässig durch Ausbildung, Supervision etc. geschieht. Wenn man nicht mehr weiter weiss, dann holt man einen Psychologen, aber natürlich auch nur einen, der einem genehm ist. Dann kann die Sache mit entsprechend kirchenfreundlicher Betreuung weitergehen. So wird sich die Kath. Kirche Deutschlands nicht erneuern, und wenn – wie ich neulich gelesen habe – die KKD gegenüber dem Vatikan Ansprüche anmelden können soll, weil diese die wichtigste Ortskirche darstellt, dann weiss ich persönlich auch nicht mehr weiter. Bis zum „Jüngsten Gericht“ wird es schon besser werden.

  • Veronika

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    Lieber Herr W.,

    wenn ich zu Ihren Ausführungen meinen „Senf“ dazugeben darf, dann wissen Sie wohl nicht, wie manifest die Kath. Kirche in Deutschland bis in die Gemeinden und Familien hineinwirkt. Da einigt man sich lieber, bis man doch aus Gewissensgründen nicht mehr kann, und die Öffentlichkeit sucht. Dieser Frau hätte vor 2010 niemand so richtig geglaubt, da sind wir uns wohl einig. Erst mit den Geschehnissen in 2010 und der Feststellung dass Priester eben auch nur sündige Menschen sind, ist hier Einiges ins Rollen gekommen.
    Ich für meinen Teil habe als Katholikin mittlerweile auch aufgegeben zur Beichte zu gehen, weil ich mir nicht mehr sicher bin, ob dort genannte Dinge nicht von irgendwelchen „Priesterkreisen“ (die soll es ja durchaus sogar innerhalb der Weltkirche und einer Diözese zusätzlich noch geben) für irgendwelche Zwecke genutzt werden können. Dass man „besser nicht beichten soll“ habe ich schon vor Jahren einmal von einem Bekannten gehört, der von Staats wegen an einer sehr heiklen Stelle arbeitet. Finde ich auch richtig, denn was der Staat möglicherweise „erforscht“, hat ausser diesem niemand zu wissen.

  • jens

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    „Manche aufsteigende Tendenz erinnert mich an Aufsteigen“ Alles Müller? Fast.

  • Dubh

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    Und was wollen Sie mit vollkommen falschen Zahlen und Aussagen – angeblich vom BKA – was wie gesagt nicht stimmt, eigentlich sagen?

  • Veronika

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    Sicher, aber Sie kennen die Geschichte um einen Kirchenmusikdirektor Georg Friedrich Zimmermann nicht, den man – mittlerweile recherchiert – nach rechtskräftiger Verurteilung einfach so in dessen Heimatort abgeschoben hatte, und dort diverse Jugendmusikkapellen mit Minderjährigen gründen und über Jahrzehnte führen liess.
    Diese Sache soll „um Himmels Willen“ scheinbar nicht geklärt werden, weil in diesem Ort niemand was sagen will/ soll?

    Ich habe jetzt meine „Forschungsergebnisse“ allen staatlichen Stellen, möglicherweise einmal in diesen Dingen zuständigen Stellen, wie auch internationalen Organisationen und Stellen zugeleitet. Wir wollen ja nicht besorgen, dass über weitere Jahrzehnte aufgrund solcher und ähnlicher Dinge Personen Unrecht geschieht. Schliesslich kann Verschweigen für einige ja auch gut nutzbares „Kapital“ sein.

  • W.Müller

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    Nachtrag: Regensburger Jagdszenen
    Erlauben sie mir diesen Nachtrag, aus den obig aufgeführten Tatsachen drängt sich bei mir,für Bischof L.Müller folgender strafbarer Tatbestand auf:
    1. Bischof Müller hat trotz Bekanntsein von Kindsmissbrauch eines ihm unterstellten Pfarrers in Viechtach, diesen bewusst in einer anderen Gemeinde Riekofen wieder eingesetzt und die weiter zu erwartende Unzucht mit abhängigen Kindern, die diesem Ungeheuer nicht entkommen konnten , billigend in Kauf genommen.
    2. Dies ist Beihilfe zur Unzucht mit Abhängigen und ein Straftatbestand, der allerdings wegen der noch zu großen Macht, vor Allem in den ländlichen Rückzugsgebieten der katholischen Kirche, nicht geahndet wird.
    3. Die Ausführungen der mutigen Frau Ursula Schaschek Waldsassen, einem weiteren Rückzugsgebiet der katholischen Kirche, sprechen Bände über prügelnde tobende Pfarrer wie sie nur aus dem Mittelalter bekannt sind. (Vielleicht gibt’s da auch noch Exorzisten (Teufelsaustreiber für Frauen), Frau Schaschek wäre früher ein solches Opfer gewesen. Extreme Sekten wie die Piusbrüder (immer noch nicht vom Papst exkommuniziert) wollen die heutige Zeit in die goldenen Zeiten der katholischen Kirche des Mittelalters zurückdrehen. Solange Ratzinger diese Sekte nicht aus der katholischen Kirche ausschließt, sind alle seine Worte unglaubwürdig.
    Keine Nachsicht für Kinderficker und deren Vertuscher
    W.Müller

  • Veronika

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    Lieber Herr W. Müller,

    da ist Ihnen in bestimmten Dingen durchaus zuzustimmen. Haben Sie die Sache aber auch einmal aus Sicht des Bischofs betrachtet? Dieser soll zwar gemeinhin in einer Diözese alleinig „das Sagen“ haben, aber immer wenn so etwas besonders betont wird, ist dies selten der Fall. Es sind nicht Alle „schwarze Brut“, aber mit den Piusbrüdern, und den von mir „hochverehrten Leuten“ von Opus Dei gibt es so gewisse Probleme. Da hier aber jeweils alles auf Geld, auf Konten Verstorbener deponierte Finanzmittel aufgebaut zu sein scheint, könnte man dem Spuk schnell ein Ende bereiten. Es kommt eben nur darauf an, wie „durchdrungen“ unser Staatswesen mittlerweile ist, bzw. ob hier „der Staat“ in seiner demokratischen Verfasstheit, oder aber eben solchen Teilgruppen der Röm.-Kath. Kirche nahestehende Personen bestimmen.
    Ich selbst bin mittlerweile sogar vom Vatikan ein wenig ent-täuscht worden, denn je nachdem wen man dort erreicht, tut sich etwas, oder es tut sich auch mal Nichts. So kann auch die Röm.-Kath. Kirche nicht fortexistieren, wenn man – umauf das von Ihnen genannte Rückzugsgebiet „Waldsassen“ zurückzukommen – wie ich immer wieder vernehme, dort unter „OD-Führung“ ein „neues“, bis an die Grenzen der Bezirkshauptstadt reichendes „Stiftland“ aufbauen will. Wer sich dafür interessiert, der lasse sich von entsprechend fachkundigen „Auskunfteien“ diejenigen Geldmittel nennen, die hier in den letzten Jahren scheinbar weniger der Bevölkerung, denn in bestimmte Kreise geflossen sind.

  • Veronika

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    Ich habe mir jetzt noch einmal die lesenswerte Dokumentation unter „www.intern-at.de“ durchgelesen. Sehr lesenswert. Irgendwie kommt mir jetzt die Diözese Regensburg nach einem „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sichs weiter ungeniert!“ handelnd vor. Tut mir leid!

  • Bernd Henneberg

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    Man könnte doch zur Fronleichnamsprozession Bilder der Opfer und der Peiniger während der Prozession mittragen. Das wäre doch mal ein schöner Dienst am Leichnam katholische Kirche. Oder zumindest in Sichtweite aufstellen. Und vielleicht noch Ablaßzettel verkaufen, um die Opfer zu entschädigen.

  • Wolfgang

    |

    Die Kriminalgeschichte des Christentums läuft seit 2000 Jahren immer mit weiteren Fortsetzungen.
    Bis heute hat es nie eine Entschuldigung gegeben, die Opfer entschädigt. Und das alles unter den
    Augen eines christlichen Gottes. Was für ein großer Gott! ????

  • Jochen

    |

    Wenn Sie so viele Beweise haben, gehen Sie doch einfach zur Staatsanwaltschaft! Die prüfen das und wenn was dran ist, wird alles in die Wege geleitet, von staatlicher Seite! Wenn es an Beweisen fehlt, ist es auch hier wie in jedem anderen Fall, dann wird die Sache eingestellt. Also, nicht nur hier blöd rumschreiben und Leute beschimpfen, sondern handeln! Oder fehlt Ihnen der Mut dazu????? Dann muss ich vermuten, dass Sie lieber die Kirche in den Dreck ziehen. Denn die würden ja auch die Staatsanwaltschaft einschalten, dazu haben sie sich nämlich verpflichten müssen.

    Sie können ja berichten, zu welchem Ergebnis die gekommen sind!

  • Veronika

    |

    Lieber Herr „Jochen“!

    Sie haben grds. einmal Recht, aber „die Staatsanwaltschaft“ gibt es in Deutschland leider ebensowenig, wie „die Kirche“. Wobei sich aber die Röm.-Kath. Kirche hier einzig als „die Kirche“ versteht, derart geschlossen handelt, und man muss es mittlerweile leider so feststellen: Sich einen feuchten Kehrricht drum scherrt, was mit den Opfern geschieht. Ein „gehen Sie zur Staatsanwaltschaft“ wäre dann möglich, wenn

    1. „die Kirche“ nicht Körperschaft des öffentlichen Rechts wäre, und sich nicht infolge des sog.
    „Reichskonkordats“ ganz besondere, für ein demokratisches Staatswesen eigentlich undenkbare
    „Sonderrechte“ herausgenommen hätte.
    2. Staatsanwälte in Deutschland nicht weisungsgebunden wären, also gerade diejenigen Weisungen nicht zu
    befolgen hätten, welche diesen allzu röm.-kath. verbrämte Politiker in bestimmten Ämtern geben können,
    und nachweislich auch geben.

    Warten wir mal auf den September und den Papst-Besuch. Wäre doch gelacht, wenn dann nicht das sog. „Reichskonkordat“ den aktuellen, auch von der EU geforderten Bestimmungen „angepasst“ worden wäre.
    Dann sprechen wir weiter, wenn, wie ich hoffe die ersten Opfer nicht nur gegen einen maximalen Schadensersatzbetrag von 5.000.– Euro rebellieren, sondern den Instanzenweg bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen.
    Scheinbar leider notwendig, weil man einem deutschen Bischof der Röm.-Kath. Kirche nicht nur nicht „mangelnde Barmherzigkeit“ vorwerfen darf, sondern sich diese Klientel fühlt, als wäre jeder von diesen Stellvertreter seines Herrn auf Erden.

    Lieber Herr „Jochen“!
    Entweder Sie gehören dieser, sich mittlerweile immer mehr sektenhaft zeigenden „deutschen Spezialkirche“ an, oder Sie müssen noch jede Menge hinzulernen, bis Ihnen das wahre Licht aufgeht.
    Sollte es sich bei Ihnen nicht um einen Kleriker handeln, so versuchen Sie es doch – wie viele meiner Bekannten – einmal damit, sich bei einem Priesterseminar um Aufnahme zu bewerben, und gehen Sie diesen Weg (wohlgemerkt in der „deutschen Spezialversion der Röm.-Kath. Kirche) bis kurz vor die Priesterweihe.

  • Veronika

    |

    Lassen Sie mich hierzu auch gleich noch ergänzen, was mich langsam wirklich „auf die Palme“ bringt.
    Unlängst feierte der Oberpfälzer, Bischof Schraml aus Passau sein 25jähriges Bischofsjubiläum, er ist 50 Jahre Priester, wurde also 1961 im Dom zu Regensburg geweiht. Auch der Papstbruder feierte unlängst sein Diamantenes Priesterjubliäum, war damals einem Diözesan-Kirchemusikdirektor Georg Friedrich Zimmermann untergeordnet, wie diesen ein jetziger Bischof Schraml ebenfalls gekannt haben musste. Warum hat man diesen Mann – wie ich jetzt erst erschreckender Weise feststellen musste – ab dem Verbüssen einer Strafe wieder Jugendmusikgruppen gründen und bis zu seinem Tod ohne jedwede Kontrolle weitermachen lassen?
    Sehen Sie Herr „Jochen“:
    So etwas dürften auch alle Anderen damit meinen, wenn diese der Röm.-Kath. Kirche (deutscher Provenienz) mittlerweile mit berechtigtem Argwohn und noch berechtigterem Misstrauen gegenüber treten. Man kann wohl nicht Jubliäen des Schweigens feiern, wenn dies über Jahrzehnte zu Lasten Anderer gegangen ist.

  • jochen

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    Sie sind doch so von Hass durchtränkt und vom Hass gegen die Kirche getrieben, dass es Ihnen gar nicht mehr möglich ist, rational zu denken und z.B. die Kirche von Einzelpersonen zu unterscheiden, denn jeder Priester ist wie jeder andere Mensch auch anklagbar und auch schützbar. Was Sie da sonst noch so von sich geben, zeugt wiederum von tiefem Hass gegen Menschen, die sich täglich gut um andere mühen. Oder haben Sie etwa persönlichen Einblick, was da im Ordinariat so läuft – glaub ich allerdings nicht, denn dann wüssten Sie manches besser.
    Ehrlich gesagt, tun Sie mir Leid, so vom Hass und von Missgunst besessen. Naja, dann tun Sie, was Sie nicht lassen können! Schmieren Sie weiter – und übrigen ich bin kein Kleriker, sondern ein ganz normaler Mann, der all seine Sinne beisammen hat und erst denkt und abwägt, bevor er etwas sagt oder schreibt!

  • Veronika

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    Lieber Herr „Jochen“!

    Danke für diese „Standpauke“, aber sogar das Regensburger Ordinariat kenne ich mittlerweile sehr gut! Glauben Sie mir, dass es für Aussenstehende sicher schwer ist, sich davon ein Bild zu machen, denn es darf von dort regelmässig nichts nach aussen dringen. Wenn Sie mir „Kirchenhetze“ vorwerfen, dann tun Sie mir ein wenig leid, denn die vielen missbrauchten Kinder, und hier nennen wir jetzt auch diejenigen Fälle um die sich wegen Verjährung keinerlei Staatsanwaltschaft mehr gekümmert hat, hätten jedem einzelnen Geistlichen in den Ordinariaten sehr viel wert sein müssen. Da vermisse wohl nicht nur ich bis heute eine offene und ehrliche Aufklärung. Was Ihnen aktuell an meinen Ausführungen nicht passt, ist wohl der immer wiederkehrende Hinweis auf diesen m. E. mehr als ominösen Kirchenmusikdirektor Georg Friedrich Zimmermann. Können Sie mir dann aber mitteilen, warum die Diözese bis heute versucht, dessen Namen in Veröffentlichungen immer wieder in Form von „Friedrich Zimmermann“ anzugeben? Es geht hier wirklich nicht darum den Papstbruder irgendwie mit ins Spiel zu bringen – Dies dürfte es sein, was Ihnen im Weiteren nicht passt! – sondern auch diese Sache zu klären. Schweigen schadet hier der Kirche, was scheinbar nicht einleuchten will, weil man sich vor allem in der Kath. Kirche Deutschlands auf so hohem Posten sieht, dass man gedenkt, dies Alles aussitzen zu können. Glauben Sie mir, dass Angriffe gegen die kath. Kirche noch von ganz anderer Seite kommen werden, wobei ich solche Dinge aus mittlerweile etwas mehr aufklärerischer Sicht der Dinge nicht als „Angriffe“, sondern nur noch als „Konkurrenzverhalten“ werten kann.
    Es geht doch unserer KKD mittlerweile nur noch darum die Mehrheit an Mitgliedern zu erhalten, um in diesem Staatswesen Machtansprüche geltend machen zu können. Es geht doch (leider) schon lange nicht mehr um das persönliche Gespräche, um ein Nachgeben, welches m. E. Geistlichen auch dann zukommt, wenn das Gegenüber im Unrecht ist. Nur so schafft man von seiten der Kath. Kirche eine Gesprächsbasis, die hier die Kirche, nicht aber die/ der Staatsbürger/in braucht. Wenn Geistliche oder die KKD für die Zukunft glauben nur Politiker hinter sich haben zu müssen, um weiterhin mächtig sein zu können, dann könnte man sich hier leicht täuschen lassen. Auch Deutschland wird immer säkularer werden, weil es anders gar nicht mehr geht, in diesen Staat ausländische Arbeitskräfte zu bringen und diesen Staat damit zu erhalten. Da werden Kompromisse geschlossen werden müssen, weil es anders gar nicht möglich ist. Was die Organisation kath. Teilkirchen in anderen Ländern, sogar in Italien bereits längste Zeit praktiziert, scheint in Deutschland nicht möglich zu sein. Dann sehen wir eben leider mal, was vielen Leuten andere Weltanschauungen zu geben haben, und wundern uns bitte nicht, wenn diese der Kath. Kirche nicht nur wegen des bereits Geschriebenem den Rücken kehren werden.

  • Veronika

    |

    Noch kurz ein Zusatz:

    Selbstverständlich schätze ich, was einzelne Priester tagtäglich Gutes tun. Davon gibt es wirklich Viele. Ich frage mich aber auch, ob es nur genügt in dieser Weise „Gutes“ zu tun, also Gottesdienste etc. abzuhalten. Die ist sozusagen mit dem Berufsbild vorgegeben, es ist das „Produkt“ welches die Kath. Kirche auch in Deutschland anbietet, und sich fürstlich dafür bezahlen lässt. Ich habe bisher noch keinen Pfarrer oder gar Bischof in Deutschland erlebt, der von sich aus, von seinem eigenen monatlichen Gehalt auch nur einen Cent regelmässig für einen guten Zweck gespendet hat. Da herrscht die Meinung vor, dass man dafür da ist Spenden zu sammeln, nicht welche zu geben.

  • jochen

    |

    Da sieht man mal wieder, wie wenig Ahnung Sie haben, Priestern zu unterstellen, viel Geld zu verdienen und nichts zu spenden. Ersten verdienen Priester grad mal so viel wie ein Lehrer, was wirklich nicht zu den besten Gehältern gehört und zweitens kenne ich viele Priester persönlich, die einen sehr großen Teil ihrers Privatvermögens spenden und Hilfsbedürftigen zukommen lassen. Ich frag mich wirklich, was Sie für Leute kennen, aber an Realitätsverlust leiden Sie sicherlich. Dann hetzen Sie mal kräftig weiter – man kann ja lesen, dass es Ihnen sehr viel Spass macht.

  • Winnetou

    |

    Uff, Herr Kammermeier, das hat mich jetzt sehr getroffen, weil ich als Kind ebenfalls mal mitbekommen, habe, was sich diese verklemmten Pinguine alles mit Schutzbefohlenen geleistet haben. Meine Erfurcht vor dem Amt der Priester und Nonnen ist seitdem schwer beschädigt. So schwer, dass ich schon als 8 jähriger einem Bischof nicht den Ring küssen wollte.
    Niemal werde ich mich dem katholischen Faschismus beugen, obwohl ich Katholik bin. Ich hoffe immer noch darauf, dass Gottes Strafgericht diese Brut aus dem Tempel wirft – vielleicht bin ich zu naiv?

  • Josef P.

    |

    Schade Herr Jochen, daß sie nicht ebenso sachlich bleiben können, wie es Frau Veronika gelingt.

  • KSZ

    |

    Man kann vergeben aber niemals vergessen!!!
    Und neben rechtlichen Würdigungen sexueller Verfehlungen ist die Aufarbeitung ebenso wichtig.
    Vielen Dank und weiter so!!!

  • Angelika Oetken

    |

    http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/60332.html

    „Gleichzeitig unterstrich der Papst die dienende Funktion der Glaubenskongregation, die vom deutschen Kurienerzbischof Gerhard Ludwig Müller geleitet wird. Franziskus erinnerte die dortigen Mitarbeiter daran, bei ihren Entscheidungen jeweils mit den Bischöfen und den Bischofskonferenzen zusammenzuarbeiten.“

    Entweder will Franze den Gerhard auf clevere Art kalt stellen und langfristig los werden oder das Ganze dient dazu, Daten über Täter und Opfer auf höchster Ebene zu kontrollieren und abzufangen.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Vielleicht sollte man hier bzgl. dem Pfarrer Peter K. mal nachfragen, über welche Schulen/ Internate dieser letztlich ins Regensburger Priesterseminar gekommen ist.“
    http://www.regensburg-digital.de/missbrauch-was-opfer-fuhlen-was-ein-bischof-redet/25052011/#comment-21659

    Liebe Veronika,

    schon ein etwas älterer Beitrag, aber nach wie vor hoch aktuell.
    Zusammen mit Opfern der katholischen Kirche, von denen viele in von Orden betriebenen Schulen bzw. Internaten missbraucht wurden, aber einige auch von in der Gemeindearbeit beschäftigten Priestern, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass sich diese Recherche unbedingt lohnt.

    Es scheint bis in die 80er Jahre hinein in den als „Paterpressen“ bekannten katholischen Schulen regelrechte Täternester gegeben zu haben. Dort wurden die angehenden Priester schon in sehr jungen Jahren von ihren pädokriminellen Lehrern und deren Unterstützern entsprechend vorsortiert und in spezielle Seilschaften eingefügt.
    Das zog sich dann immer so weiter über den Besuch einer entsprechenden Hochschule, das Priesterseminar, die zugeteilte Stelle, den gesamten privaten Bereich inkl. der Planung der Freizeit.

    So sind zwei Dinge zu erklären:

    a) die Konsequenz, mit der von diesen Klerikern Täterschutz betrieben wird
    b) der eklatante Mangel an Unrechtsbewusstsein, der die meisten der verantwortlichen Kleriker kennzeichnet
    c) die irrational anmutende Energie, mit der die Verantwortlichen innerhalb der Römisch Katholischen Kirche das gesamte Thema abwehren

    Oder man kann es auch so sagen: Kindesmissbrauch ist für diese Priester so geläufig, sie sind von der Kindheit an daran derart gewöhnt, dass es ihnen gar nicht gelingen KANN, sich überhaupt nur in die Perspektive der Opfer hinein zu versetzen.
    Gleichzeitig wissen sie, dass das, was sie und andere tun, fördern oder vertuschen ABSOLUT VERBOTEN ist. Und diese geteilte Schuld, das Wissen um die Verbrechen und Verfehlungen des Anderen ist der eigentliche Kitt, der die Priesterschaft zusammen hält. Nicht der Glaube.

    Es erscheint auf den ersten Blick zwar absurd, dass Männer, die vorgeben, für Moral und das Gute einzustehen und sich sexueller Aktivitäten zu enthalten, derart ignorant mit dem Thema umgehen. Aber das ist einfach Psychodynamik. Eine Art Doppeldenk.

    Abgesehen davon, macht doch für viele Menschen gerade der Ruch des Verbotenen Sex, vor Allem auch übergriffigen, erst so richtig interessant. Wer so einen Stimulus nicht braucht, wird eben kein Priester…

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

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