SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für August, 2012

Tierschutz bizarr

PETA blau

Was hat der Spitalgarten in Regensburg mit der Überfischung der Meere zu tun? Das wissen auch die Aktivisten von PETA nicht so genau. Sie haben dazu aber trotzdem eine Pressemitteilung geschrieben. Als Bulette, Hähnchenschenkel oder Rindersteak verkleidet legen sie sich in Fußgängerzonen. Sie kritisieren US-Präsident Obama, weil der vor laufenden Kameras eine Fliege meuchelte. Sie wollen die bayerische Gemeinde Finning umbenennen, weil das Haifische diskriminiert und Fischen im Allgäu, weil der Name Massenmord verherrliche. Wenn es um den Schutz von Tieren geht, greifen die Aktivisten der Tierschutzorganisation PETA bisweilen zu – gelinde gesagt – recht grotesken Methoden. Unvergessen ist die Kampagne „Der Holocaust auf ihrem Teller“, bei der auf Plakaten Ferkel in Schlachthöfen neben Juden in Konzentrationslagern gezeigt wurden. Mensch und Tier sind eben ein und dasselbe. Und wer das nicht versteht, der ist ein Speziezist, flapsig ausgedrückt: ein Rassist gegenüber Tieren. Ein Tier, dem sich PETA in einer aktuellen Pressemitteilung besonders widmet, ist die Forelle, beziehungsweise eine ganz speziell zubereitete Forelle. Unter der Überschrift „Forelle macht blau“, hat PETA deutschlandweit über 50 Lokale aufgefordert hat, das Gericht „Forelle blau“ von der Karte zu nehmen und stattdessen doch Tofu anzubieten. Bei den Rezepten sei man gerne behilflich.

Gibt es in Regensburg kein Fischlokal?

Für PETA ist diese Aktion sicher nichts Ungewöhnliches und sogar vergleichsweise harmlos. Dass in Regensburg aber just der Spitalgarten zu den Empfängern des PETA-Schreibens gehört, überrascht dann doch etwas. Ist der doch – gerade jetzt zur Biergartenzeit – weniger für seine Fischkarte, denn für Schweinshaxen, Milzwurst und Nackensteaks bekannt. Offenbar gibt es in Regensburg keine richtigen Fischlokale, auf die diese für bundesweite Zwecke konzipierte Pressemitteilung von PETA passen würde und so schnappt man sich eben einen Biergarten, auf dessen Karte man ein Fischgericht ausgemacht zu haben glaubt. Kein Wehklagen über die gemeuchelten Ferkelchen und Kälber, die dort tagtäglich auf den Tellern landen, nein: der Forelle gilt das Hauptaugenmerk. Deshalb kommt in der PETA-Mitteilung auch eine hauseigene Meeresbiologin zu Wort, die manch Wissenswertes zur Überfischung der Meere mitteilen kann. Von dort kommen die im Spitalgarten – übrigens nur zur Wintersaison servierten – Forellen zwar nicht (die stammen aus Regenstauf), aber wenn Mensch schon gleich Tier ist, dann ist Fisch auf jeden Fall gleich Fisch und Meer gleich Bächlein oder Teich.  Den Fisch wird es – in Form der Forelle – übrigens auch künftig im Spitalgarten geben. Jetzt bleibt das Warten auf die als Forellen und Fischstäbchen verkleideten Aktivisten.
Verwaltungsgericht knöpft sich Flüchtling vor

Drei Stunden Kreuzverhör

Es ist kein schöner Termin für Oberregierungsrat Stahnke. Aber irgendwie ist es auch Alltag. Im Auftrag des Bundesamts für Migration (BAMF) soll er am Dienstag das Asylbegehren eines Flüchtlings abschmettern. In Regensburg läuft das normalerweise recht erfolgreich.

Soundkartell präsentiert: Regensburger Bands

Mason Dixon Line: Karohemden mit Herzblut

Knapp 7.000 Kilometer sind es von Regensburg nach Harrisburg, der Hauptstadt von Pennsylvania. Warum ausgerechnet Pennsylvania? Ganz einfach: Dort liegt die Mason Dixon Line, die Grenzlinie zwischen Pennsylvania und Maryland, die imaginäre Grenze zwischen den Nord- und Südstaaten. Und Mason Dixon Line heißt auch die Band, die sich im Jahr 2005 unter der Regie von […]

Der Ball rollt

Die Skepsis seiner Mitmenschen hat ihn ständig begleitet. Man hielt ihn bisweilen für „balla-balla“. Aber Hubertus Wiendl ließ sich nicht beirren, er blieb im sprichwörtlichen wie im wortwörtlichen Sinne am Ball und baute ihn. Morgen, Freitag, 17. August, ruft er schließlich zum Richtfest.

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