SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 29. September 2016

Jahresthema 2019: „500 Jahre Vertreibung der Juden“

Zwischen Ignoranz und politischer Vereinnahmung

„500 Jahre Vertreibung der Juden“, lautet das Jahresthema des Kulturreferats für 2019. Geprägt ist die Arbeit jenes Referats allerdings von einer katholisch-klerikalen Perspektive, fragwürdigen Veröffentlichungen, offener Ignoranz und Desinteresse.

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Im Februar 2019 jährt sich die Vertreibung der Regensburger Juden zum 500. Mal. Wie zuletzt beim „350jährigen Jubiläum des Immerwährenden Reichstages“ (2013) oder zu „800 Jahre Dominikanerorden“ (2016) bereitet das Kulturreferat auch hierfür ein Jahresthema vor: „500 Jahre Vertreibung der Juden“. Laut den Planungen müsse der Leitfaden hierfür sein: „mahnendes Erinnern, besonnenes Aufbereiten, professionelle wissenschaftliche Forschung und konstruktive Perspektiven für die Zukunft für ein friedliches Miteinander der Kulturen und Religionen“.

Untersucht man, wie die Stadt das Thema christlich-jüdische Stadtgeschichte auf Tagungen, Ausstellungen oder in Publikationen präsentiert, zeigen sich neben einer alles überdeckenden katholischen und oft beschönigenden Perspektive des Kulturreferats auch fragwürdige Arbeiten des ehemaligen Stadtarchivars Heinrich Wanderwitz. Doch zunächst zu einer Tagung, die auch von der christlich-jüdischen Stadtgeschichte handelte.

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