SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 1. Oktober 2019

Tag 1 im II. Wolbergs-Prozess

„Olle Kamellen“ und eine neue Gangart

Bereits am ersten Tag des zweiten Korruptionsprozesses gegen Joachim Wolbergs geraten dessen Verteidiger Peter Witting und der Vorsitzende Richter Georg Kimmerl aneinander. Ob das Verfahren überhaupt weiter geht, entscheidet sich in zwei Wochen. Witting hat in einem umfangreichen Antrag die sofortige Einstellung gefordert.

Die 5. Strafkammer unter Vorsitz von Richter Georg Kimmerl hat 20 Tage für den Prozess angesetzt.

„Hier kommen natürlich Verfahrensfragen“, sagt Richter Georg Kimmerl an Peter Witting gewandt. Er sehe auch, dass dessen Mandant Joachim Wolbergs besonders im Fokus der Öffentlichkeit stehe. Deshalb dürfe Witting mit seinem Vortrag fortfahren. „Was anderes hätten wir auch nicht akzeptiert“, poltert Witting zurück. „Sonst wäre das hier eskaliert.“ „Es ist mir egal, ob hier etwas eskaliert oder nicht“, kontert Kimmerl. „Ich gehe hier nach den Verfahrensregeln vor.“ Noch will sich Witting nicht beruhigen. Allein, dass Kimmerl daran gedacht habe, ihn den zweiten Teil seines Antrags nicht verlesen zu lassen, sondern per Selbstleseverfahren in den Prozess einzuführen sei „Hinweis genug“. Er nehme zur Kenntnis, „wie das hier so losgehe“. „Mal schauen, wie wir weiter zurecht kommen.“

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