Proteste bei AfD-Wahlkampf

Mut zu Lucke

Begleitet von Protesten absolvierte AfD-Bundeschef Bernd Lucke am Freitag seinen ersten Wahlkampfauftritt in Regensburg. 54 Sitzblockierer wurden vorläufig festgenommen.

Von David Liese und Stefan Aigner

Auftritt vor vollem Saal: Bernd Lucke. Foto: ld

Auftritt vor vollem Saal: Bernd Lucke. Foto: ld

Am Ende wird „O Fortuna“ aus Carl Orffs Carmina Burana eingespielt. Damit verabschiedet die Alternative für Deutschland ihren Bundessprecher Bernd Lucke aus Regensburg. Der hat seiner Anhängerschaft in der vollbesetzten RT-Halle gerade gute 45 Minuten lang das erzählt, was sie hören will.

„Geistige Brandstiftung“

Schon gute zweieinhalb Stunden zuvor versammeln sich am Freitagnachmittag etwa 120 Menschen wegen der Veranstaltung der AfD zur Europawahl. Allerdings handelt es sich bei ihnen nicht um Anhänger, sondern um Gegner von Lucke und seiner Mannschaft. Die Falken, die Antifa, aber auch Flüchtlingsaktivisten sowie viele weitere Gruppierungen und Einzelpersonen marschieren vom Ernst-Reuter-Platz quer durch die Stadt zur RT-Halle. Friedlich, aber deutlich macht man sich bemerkbar: Mit Sprechchören wie „AfD Nazischeiß, wir machen euch die Hölle heiß“ oder „Lucke vertreiben, Flüchtlinge bleiben“ zieht man die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich.

Etwa 120 Menschen demonstrierten gegen den Auftritt der AfD. Foto: ld

Etwa 120 Menschen demonstrierten gegen den Auftritt der AfD. Foto: ld

„Bernd Lucke betreibt heute in der RT-Halle geistige Brandstiftung“, spricht ein Verantwortlicher der Falken durch ein Megafon. Die AfD, die bei der Bundestagswahl nur knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte, hetze gegen sozial Schwache und wolle nicht Armut bekämpfen, sondern Arme. Willkommen sei ihr nur, wer der Wirtschaft diene.

„Nazis, Nazis!“ „Die meinen wohl sich selber!“

Am Schopperplatz, etwa 300 Meter von der RT-Halle entfernt, wird der Demonstrationszug schließlich von der Polizei gestoppt. Vereinzelt mischen sich erste Besucher der Parteiveranstaltung zwischen die Reihen der Einsatzbeamten. Sie beäugen die Demonstranten misstrauisch. Im Gegenzug fallen vereinzelte „Nazis, Nazis!“-Rufe.

„Die meinen wohl sich selber“, sagt ein AfD-Sympathisant und wendet sich kopfschüttelnd ab. Zwei Jungen, vielleicht fünf Jahre alt, laufen mit Wasserpistolen zwischen Demozug und RT-Halle herum, rufen immer wieder lachend „Nazis, Nazis“ vor sich hin, ehe sie ein älterer Herr von der AfD beiseite nimmt und ihnen in väterlichem Ton erklärt: „Hier hinten gibt es keine Nazis. Die stehen da vorn, auch wenn sie sich anders nennen.“

afd1Unterdessen füllt sich die Halle stetig. Sind es anfangs nur eine Handvoll AfD-Interessierte mit hohem Altersdurchschnitt, müssen , ehe Lucke auf die Bühne treten kann, sogar noch Stühle hinzugestellt werden, damit jeder Platz findet. Verena Brüdigam, Mitglied im Bundesvorstand der Partei und Regensburger Direktkandidatin bei der Bundestagswahl 2013, freut sich über so reges Interesse. Es sei die erste Großveranstaltung mit Lucke in der Region, sagt sie.

CSU-Europaplan: eine „billige Kopie“

Der Star des Abends bespricht sich unterdessen noch kurz mit einem der Saalordner neben der Bühne. Dann lässt er einen stolzen Vater ein Foto von sich und einem jungen Fan machen. Ein AfD-Anhänger, der schon die ganze Zeit fleißig mit Fotografieren beschäftigt ist, richtet eine kleine mobile Filmkamera von der Bühne aus auf das Publikum, nimmt immer wieder kurze Sequenzen auf.

Afd_Bezirkschef Menschel. Foto: ld

AfD-Kreischef Matthias Menschel. Foto: ld

Dann eröffnen der AfD-Kreisvorsitzende Matthias Menschel und der Bezirksvorsitzende für die Oberpfalz, Werner Meier, den Abend. Beide halten die Alternative für Deutschland noch einmal offensiv hoch, bereiten Lucke das Feld. Das Datum der Parteigründung sei ein „Tag der Freiheit und der Demokratie“ gewesen, sagt Menschel, und Meier wettert, der neue CSU-Europaplan sei eine „billige Kopie“ des Wahlprogramms der AfD. „Bitte lassen Sie sich von dieser billigen Kopie nicht beeindrucken, sondern wählen Sie das Original!“, fordert er das Auditorium auf.

Sitzblockade am Pfaffensteiner Steg

Währenddessen haben sich etwa 50 Gegendemonstranten auf dem Pfaffensteiner Steg zu einer Sitzblockade niedergelassen. Sie wollen die Zufahrt zur RT-Halle blockieren. Die Polizei versucht zunächst zu vermitteln. Nach etwa einer Stunde beginnen die Bereitschaftsbeamten, Person für Person wegzutragen und mit Bussen auf die Wache am Protzenweiher zu bringen. Das ganze läuft weitgehend reibungslos und friedlich ab, dauert aber – erst um kurz vor sieben Uhr ist die Blockade aufgelöst.

IMG_0171Die Polizei wird später 54 Festnahmen und genauso viele Anzeigen wegen Nötigung sowie zwei Anzeigen wegen Körperverletzung vermelden. Eine Demonstrationsteilnehmerin zeigt einen Besucher der Lucke-Veranstaltung wegen Volksverhetzung an. Er soll im Vorbeigehen den Holocaust relativiert haben. Rund um die Blockade entwickeln sich unterdessen hitzige Diskussionen um Demokratie und Meinungsfreiheit. „Die sollte man mal mit dem Wasserwerfer durchwaschen“, murmelt eine ältere Frau im Vorbeigehen.

Räumung der Sitzblockade am Pfaffensteinsteg. 54 Demonstranten wurden wegen Nötigung vorläufig festgenommen. Foto: as

Bei der Räumung der Sitzblockade ging die Polizei sehr umnsichtig vor. 54 Demonstranten wurden wegen Nötigung vorläufig festgenommen. Foto: as

Zurück in der RT-Halle: Hier hat Bernd Lucke mittlerweile das Podium betreten. Er nimmt gleich zu Beginn seiner Rede Bezug auf die Gegendemonstranten. Die seien eine „Schande für unser Land“. Das Publikum quittiert das mit Applaus. Draußen vor der Tür werden „verdächtige Personen“ mittlerweile abgewiesen. Sie dürfen nicht mehr in die Halle.

Früher, so steigt Lucke unterdessen in den inhaltlichen Teil seiner Rede ein, habe es für die Bundesbürger Wahlmöglichkeiten gegeben – klare Alternativen, zwischen denen man sich per Stimmenabgabe entscheiden hätte können. Heute sei das anders. Die „alternativlose Politik“ der Bundeskanzlerin und die gemeinsame Meinung der „Altparteien“ habe die AfD notwendig gemacht. „Frau Merkel war Taufpatin unserer Partei“, so Lucke.

„Das Selbstbestimmungsrecht eines Volkes“

Dann kommt er auf die Schweiz zu sprechen. Dort habe das Volk erst kürzlich „dafür votiert, dass man Zuwanderung haben möchte. Es ist überhaupt nicht wahr, dass die Schweiz fremdenfeindlich ist.“ Die Zuwanderung solle eben nur auf bestimmte Kontingente begrenzt sein. Der Hintergrund: Erst Anfang Februar war eine Volksinitiative „Gegen Masseneinwanderung“ in der Schweiz mit hauchdünnen 50,3 Prozent der Stimmen erfolgreich. Vor diesem Hintergrund verstehen viele Kritiker die Wahlplakate der AfD zur Europawahl, die den Slogan „Die Schweiz ist für Volksentscheide. Wir auch.“ tragen. Die Reaktion der EU auf das Schweizer Referendum findet Lucke „beschämend.“ Schließlich sei „das Selbstbestimmungsrecht eines Volkes“ doch „das Entscheidende“.afd5

Der AfD-Sprecher, der noch bis Ende September an der Universität Hamburg als Professor beurlaubt ist, malt ein Szenario des „Bundesstaates Europa“, das „wohl auf uns zukommt“ – auch wenn er und seine Partei das verhindern wollen. Nach einem Randkommentar zur Situation in der Ukraine – auch hier will Lucke Referenden der einzelnen Regionen, in denen diese entscheiden sollen, ob sie zur Ukraine oder zu Russland gehören wollen – kommt er dann auf sein vermeintliches Lieblingsthema zu sprechen.

Wenn die Konsequenz des Euros eine „europäische Wirtschaftsregierung“ sei, dann „will ich den Euro nicht.“ Dieser Teilsatz erntet den bislang lautesten Applaus. Durch die gemeinsame Währung sei „die Europäische Union auf ein falsches Gleis geraten.“ Die Einführung des Euro sei „ein großer Fehler“ gewesen, habe für eine „Umverteilung in Europa“ gesorgt – Deutschland sei einer der „Nettozahler“ in der Union. Die „Europa-Euphorie“ der „Altparteien“ sei „überzogen“.

„Ohne Scham über deutsche Interessen sprechen.“

„Wir haben uns in Deutschland viel zu sehr angewöhnt, alles, was deutsches Interesse ist, höchstens als europäisches Interesse verbrämt zu äußern“, sagt Lucke weiter. Aus diesem Grunde habe man sich für den Wahlslogan „Mut zu Deutschland“ entschieden, der ebenfalls auf vielen Wahlplakaten prangt – unterlegt mit der schwarz-rot-goldenen Fahne. Der AfD-Mann fordert: „Wir müssen offen und ohne Scham über unsere deutschen Interessen sprechen.“ „Deutsches Interesse“ sei es zum Beispiel nicht, dass die Einlagen der Sparer durch den niedrigen Zins nichts mehr wert seien. Wieder gibt es großen Beifall.

Das Ende seines Vortrags will Lucke „persönlich“ halten. Die „Anfeindungen“ gegen ihn, seine Partei und seine Wähler würden „schmerzen und verletzen“, ruft er. Aber: „Aufgeben wäre die falsche Reaktion“ – dann würden „die da“ durch ihre „widerlichen Mittel“ genau das erreichen, was sie wollten. Im Gegenteil müssten diese Reaktionen auf seine Partei – Lucke bezeichnet sie auch als „kleinen demokratischen Opponenten“ – „Ansporn sein, unseren Kampf fortzusetzen“.

„Die Grünen kommen vom Linksfaschismus“

Das Publikum springt auf, jubelt dem Makroökonomen mit dem unverwüstlichen Dauerlächeln frenetisch zu. Der lässt sich feiern, beantwortet dann noch drei Fragen aus dem Publikum. Anschließend donnert „O Fortuna“ los, verabschiedet Lucke nicht ohne einen Hauch von Größenwahn. Der Bundessprecher fährt weiter nach Erlangen, wo er ab 19.30 Uhr im Redoutensaal sprechen soll.

„Linksfaschisten.“ Diskussion nach der AfD-Veranstaltung.  Foto: ld

„Linksfaschisten.“ Diskussion nach der AfD-Veranstaltung. Foto: ld

Vor der RT-Halle stehen unterdessen noch immer einige Gegendemonstranten mit Transparenten gegen Rassismus und Homophobie. Sie wollen den Besuchern, die das Veranstaltungsgelände verlassen, noch einmal direkt entgegentreten. Ein AfD-Anhänger nimmt das als Anlass, gegen die anwesenden „Linksextremisten“ zu schimpfen, die Grüne wie Volker Beck oder Daniel Cohn-Bendit in ihren Reihen hätten. Aus der Ecke des „Linksfaschismus“ kämen diese Grünen ja. In einem Satz bringt der ältere Herr schließlich Homosexualität in einen direkten Zusammenhang mit Pädophilie. Eine korpulente Frau feixt: „Ich muss schon sagen, ihr seid tapfer. Aber dumm.“

So geht eine Wahlkampfveranstaltung zu Ende, die die AfD sicherlich als Erfolg für sich verbuchen wird. In Regensburg ist es der Partei gelungen, sich als bürgerliche und gemäßigte Gruppierung zu präsentieren – auch wenn Bernd Luckes Rede unverkennbar nationalkonservative Züge trug und bisweilen sehr populistisch anmutete. Offene Fremdenfeindlichkeit konnte man dem Makroökonom, der in der Vergangenheit schon Einwanderer als „sozialen Bodensatz“ und Sinti und Roma als problematische „Randgruppen“ bezeichnete, zumindest an diesem Abend nicht unterstellen.

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Kommentare (34)

  • Harald Klimenta

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    (1) bitte lucke nicht als „makroökonom“ bezeichnen, denn das ist in der deutschen VWL-Zunft selten und für mich eher ein Lob.
    (2) stimmt das tatsächlich, hat er das gesagt: „Deutsches Interesse“ sei es zum Beispiel nicht, dass die Einlagen der Sparer durch den niedrigen Zins nichts mehr wert seien.
    —> niedrige zinsen halten höchsten die geldgier der klein- und großsparer im zaun, entwertet ewrden sparer durch inflation und nicht durch niedrige zinsen.
    (3) tja, das mit dem euro seh ich auch so: der ist eine katastrophe für europa. leider schaffen es die linken nicht, hier eine deutliche meinung zu formulieren. m.e. hätte man in griechenland eine zweitwährung einführen können, staatsmännisch, mit euro-schuldenschnitt, mit der einsicht, dass deflation und sparwahn schlimmer ist als ein kleines währungspolitisches experiment. WEIL die linken angst vor einem zerbrechen der Euro-unio haben oder es sich einreden haben lassen, beackert jetzt die afd dieses feld, schade. bei den linken hätte es ein paar mehr makroökonomen wie heiner flassbeck gebraucht…

  • Joachim Datko

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    Die AfD ist eine große Gefahr für die FDP und die CDU/CSU

    Der Auftritt der AfD in der RT-Halle war brillant! Unverständlich ist mir die Demo mit Blockade, was sollte das? Endlich eine politische Veranstaltung auf hohem geistigen Niveau! Vor einiger Zeit war ich bei Bierzeltauftritten der CSU und der SPD, die hatten den geistigen Anspruch zuhause gelassen.

  • Asterix

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    Schade, dass man in unserer durch political correctness mundtot gemachten Gesellschaft mittlerweile schon als rechts gilt, wenn man es wagt, den Gleichschaltungswahn Brüssels und die Auswirkungen des Euro zu kritisieren. Deshalb braucht es die AfD, die hier qualifiziert kein Blatt vor den Mund nimmt.

  • obelix

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    geil, weil links denkende menschen eine kaptalistsiche angeapasst-neoliberale partei wie die grünen wählen, die hartz, angriffe auf jugoslawien verbrochen haben. in der asylpolitik nichts änderten und deren aussenminister sich weigerte, sich bei den kolonialisierten völkern zu entschuldigen…
    wer es schafft in migrationspoltischischen fragen sogar noch rechts von c-parteien u spd zu stehen ist def. menschenfeindlich. zudem nutzt dieses minimale erhalten von pfründen der biedermeier kaum, aber davon abgesehen wird schön von unten nach ganz oben verteilt!

  • Marc K.

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    Wie „friedlich“ der Polizeieinsatz war bestätigen ja die Zahlen: Mindestens 4 Demonstranten mussten aufgrund von Verletzungen in ärtliche Behandlung; 2 davon mit blutenden Wunden.
    Aber die Gründe dafür sind schon klar. Die Polizeischreibt in ihrer Pressemitteilung, dass sich ein Demonstrant die Verletzungen selbst zugefügt hat um später gegen die Polizei rechtliche Schritte einleiten zu können…
    Helfen Sie der Polizei! Verprügeln Sie sich selbst!

  • Taxifahrer

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    Die AfD jammert über die unfaire Medienberichterstattung, die ungleichen Ressourcenausstattungen im Wahlkampf, die bösen anderen Parteien, die unschönen Vergleiche mit der NPD, die bitterböse Antifa…sie ist und bleibt eine populistische, nationalliberale Partei der Jammerlappen…

  • hf

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    In der Dementnerrepublik hat die AFD noch enormes Potenzial. Darum geht’s: Eigene Aparatschniki positionieren, indem man xeno- und homophobe Tendenzen in Hochglanz hofiert. Brauner Mist für die Blauer-Bock-Generation. Wie sich der jahrzehntelange Suff, die Mutter der Volksverblödung, am Ende nochmals bezahlt macht! Ein Leser schreibt davon, auf hohem intellektuellem Niveau unterhalten worden zu sein… da will ich gar nicht wissen, was der unter Niveau versteht.

  • wahon

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    Den größten Zuspruch erhält die AfD von meist älteren Leuten, die in nationalen Kategorien denken; d.h. von „denken“ kann eigentlich nicht die Rede sein, es ist mehr ein „fühlen“, dass es Deutschland an der „nationaler Identität“ fehlt, weil „der richtige Deutsche“ allmählich „ausstirbt“. Mit Makroökonomie hat das „Feeling“ der AfD-Anhänger nicht das geringste zu tun. Und das ist das Problem des Prof. Lucke: Als Ökonom weiß er sicher, dass es so etwas wie „deutsche Interessen“ in der Wirtschaft nicht gibt, erst recht nicht, seit die deutsche Politik, besonders die Wirtschaftspolitik, ausschließlich von international agierenden Großkonzernen bestimmt wird. Um seine ökonomisch völlig debile Anhängerschaft zu behalten, muss der Professor dummes Zeug von „deutschen“ Sparer-Interessen daherreden. Das klingt so dumm wie seinerzeit die Behauptung der Nazi-Führung, es gäbe eine „deutsche Physik“ im Gegensatz zur „relativistisch, jüdischen Physik eines Albert Einstein“ …

  • Joachim Datko

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    AfD-Wähler nach Altersgruppen:
    Umfrage zur Bundestagswahl 2013: AfD punktet bei jungen Wählern!
    Siehe: https://wahl.tagesschau.de/wahlen/2013-09-22-BT-DE/umfrage-alter.shtml

    Zitat: 05.05.14 – 00:11 „Den größten Zuspruch erhält die AfD von meist älteren Leuten, die in nationalen Kategorien denken; d.h. von “denken” kann eigentlich nicht die Rede sein, es ist mehr ein “fühlen”[…]“

    Die AfD ist vor allem in den Altersgruppen von 18-44 stark.

    Es muss bitter für einige Linke gewesen sein, als sie durch die Fenster der RT-Halle gesehen haben, welchen regen Zuspruch die Veranstaltung hatte.

    Auch den Demo-Aktivisten der politischen Linken würde es gut tun, demokratische Spielregeln einzuhalten.

  • Martin Oswald

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    Na endlich kann der Datko ein intellektuelles Vergnügen auf seinem Niveau genießen.

  • @._.b.e.l.z.e._.

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    Nachdem ich nun endlich der Anschuldigung des DFB, dass auch ich Deutschland sei, entkommen glaubte holte es mich doch wieder ein. Die sogenannte AfD raunte mir via Plakat zu: “Mut zu Deutschland”. Okay, ich raffe also mal meinen ganzen Schneid zusammen. Es ist sonderbar, aber irgendwie kommt da nichts. Was ist das denn eigentlich, dieses Deutschland?

    Deutschland. Eine parlamentarische Bundesrepublik.
    Hauptstadt Berlin, gut 357.000 Quadratkilometer, knapp 81 Millionen Einwohner, Telefonvorwahl +49. Das klingt doch schon einmal sexy und macht echt Mut. Also schnell weiter im Programm.

    Deutschland. Das Grundgesetz.
    Die Verfassung garantiert jedem Einwohner das Recht auf Unversehrtheit, Pressefreiheit, Schutz, Freizügigkeit und eine Privatsphäre. Im Gedankenmodell der mutigen AfD gilt das selbstverständlich auch. Wenn man kein Schwarzer ist. Oder schwul. Oder ein Hartz 4-Penner. Oder menschlich. Oder wenn sich die Brüder und Schwestern aus Amerika für einen interessieren…

    Deutschland. Der Automobilstandort.
    Also wer da nicht mutig und zuversichtlich wird, wenn er an unsere Automobilindustrie denkt. Jahr für Jahr jubeln die Aktionäre und die Mitarbeiter von ganz oben bis ganz unten erhalten fette Boni. Selbstverständlich nur das Stammpersonal, die über Zeitarbeit geleasten Human Resources können sich sauber die Fotz’n ans Tischeck’ hinhauen. Aber was interessiert es den deutschen Bildungsbürger, so ein Zweitonnen-Monster “Made in Germany” erobert locker die Märkte rund um den Globus – das ist eben unsere Form der Nachhaltigkeit. Schließlich sind wir ja auch nicht mit Polo und Corsa in Polen einmarschiert.

    Deutschland. Ein Volk der Dichter und Denker.
    Die feuchten Träume einer Sparkassenkauffrau werden ebenso zwischen zwei Buchdeckel gepresst wie das jämmerliche Dasein irgendwelcher nicht mal mehr dschungelcamptauglicher B- und C-Promis. Und wir, die wir noch den frühzeitigen Absprung von der TKKG-Kassette zum Buch geschafft haben, finden jetzt wieder zurück zum “Hörbuch”. Werke wie “Theorie und Empirie realer Konjunkturzyklen” von Prof. Bernd Lucke, dem Todesscheitel aus Hamburg, würden mir da Mut machen. Wenn ich sie verstehen würde und wenn sie mir jemand vorliest.

    Deutschland. Das Schlaraffenland.
    Wir leben in einem Land, in dem Milch und Honig fließt. Ergo haben wir also etliche Millionen laktoseintolerante Diabetiker unter uns, die dank Aufstocker, Ein-Euro-Job oder irgendeiner Qualifikations-Maßnahme der Bundesagentur nicht in der Arbeitslosenstatistik auftauchen.

    Schlaaand. Jogis und Hansis Buben.
    2014 ist endlich wieder WM und die Nation darf sich einem unpolitischen, fröhlichen und ausgelassenen Patriotismus hingeben.

  • Hans Xaver

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    Eins haben alle AFD Gegner gemeinsam. Sie haben sich niemals auch nur im Ansatz das Wahlprogramm durchgelesen oder damit beschäftigt was die AFD eigentlich wirklich will. Die Forderungen der AFD sind grundvernünftig, sachlich erklärt und auch noch belegt. Mit sowas können die Linken nicht umgehen. Die kriegen nur Parolen, dann haben Sie dran zu glauben und wer die nicht teilt ist der Feind. Wenn ich einer Sache kritisch gegenüberstehe und schon vor Ort bei der Veranstaltung bin, dann setze ich mich doch einfach ein einziges mal rein und höre zu um zu prüfen ob ich richtig liege oder einem Irrtum aufgesessen bin. Es tut mir leid, aber sämtliche Sitzplokierer, Plakatabreißer und „Gegendemonstranten“ sind in 90% der Fälle dummgesoffene Dauerarbeitslose oder Kinder die sich von Erstgenannten haben instrumentalisieren lassen.

  • Johannes

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    Sorry, da ist mir was durcheinandergerutscht.

    „Es tut mir leid, aber sämtliche Sitzplokierer, Plakatabreißer und ‚Gegendemonstranten‘ sind in 90% der Fälle dummgesoffene Dauerarbeitslose oder Kinder die sich von Erstgenannten haben instrumentalisieren lassen.“ (Hans Xaver)

    Also wenn das mal nicht „grundvernünftig, sachlich erklärt und auch noch belegt“ (Hans Xaver) ist, werter Hans Xaver!

  • Joachim Datko

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    Zu 15:16 Uhr „Wenn ich einer Sache kritisch gegenüberstehe und schon vor Ort bei der Veranstaltung bin, dann setze ich mich doch einfach ein einziges mal rein und höre zu […]“

    Das ist sicherlich auch vereinzelt geschehen. Ich konnte mich auf dem Rückweg zur Bushaltestelle mit einem „Gegner“ der AfD ausführlich über die Veranstaltung unterhalten, er hatte sie auch besucht.

    Um Schwierigkeiten zu vermeiden hatte man auch nicht jeden in die RT-Halle gelassen, der rein wollte.

  • momo

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    Deutschland, Grundgsetz für alle

    ja

  • VW

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    Rumänische Einwanderer bekommen weniger aus deutschem Sozialsystem als Duchschnittsdeutsche, sind besser berufsqualifiziert, bieten also für Seehofers Hetze keinerlei Anlass. Unsere Wirtschaft braucht sie.

    Wurden volkswitschaftliche Argumente des „Originals“ Lucke gegen die Einwanderer überhört? Oder mag Hans Xaver Volkswirtschaftliches nachliefern?

  • Mr. T

    |

    Für diejenigen, die es etwas griffiger brauchen, um die Parallelen zwischen der AfD und der NPD zu erkennen:
    http://afdodernpd.de/

  • AfD - Fan

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    Nur Mut – Mut zu Deutschland

    Und eine gewisse Konkurenz belebt auch immer wieder auch das Geschäft!
    Viel Jungen Leute werden auch diese AfD = Alternative für Deutschland , wählen. Laut der neuen Wahlprognose stehen Sie schon bei min. 6% , und ich finde , diese Zahl soll noch mehr und mehr steigen.
    Ich bin begeistert darüber was Herr Bernd Lucke alles aus dieser Partei gemacht hat.

    Zitat von Konfuzius

    Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.

    Ich finde , dass viele zum Thema nur Trommeln und eigentlich nicht wissen, wie es heute wirklich um den EURO bestellt ist. Wir haben Schulden über Schulden , die wir noch in den nächsten vielen Jahren abbezahlen werden, ja müssen.
    Wenn wir immer weniger Netto auf dem Lohnzettel stehen haben , dann müssen wir dann schon etwas unternehmen!
    Es kann nicht sein, dass wir Deutschen nur für ganz Europa zuständig sind, und deren Konten /Schulden wieder nur ausgleichen sollen , oder sogar müssen.

    http://www.huffingtonpost.de/2014/05/12/waehler-europawahl-hinter_n_5308010.html?utm_hp_ref=germany

    http://www.alternativefuer.de/

  • Blank

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    @ AfD – Fan

    Klar sollte ein jeder auch zur Wahl gehen, auch zur Eurobawahl, aber seit eingier Zeit wird ausführlich auch gegen die AfD mieses in der Presse geschrieben und es werden Feuer geschürt und viel negatives auch in der Presse durch den Reiswolf gezogen.. Offen und Fair ist diese Art und Weise mit Sicherheit auch nicht.

    Auch gibt mir dieser Bericht:
    …siehe Christian Eckl vom Wochenblatt / Regensburg …. geschrieben für die Welt ,
    auch zu denken /

    Whats up?
    Ich wünsche der AfD auch alles Gute , dass Sie auch für die Europawahl viele viele Stimmen bekommen werden!
    ________________________________________

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article127579708/Wie-sich-die-AfD-in-Bayern-die-CSU-vorknoepft.html

    http://www.wochenblatt.de/nachrichten/welt/Umfrage-Grosses-Desinteresse-an-Europawahl;art29,243678

  • Ran an die Wahlurne

    |

    Große Sypmathien für die AfD.

    In einer Untersuchung der Konrad-Adenauer-Stiftung werden zudem überraschende Zahlen zu den Sympathien in den Anhängerschaften anderer Parteien mit der AfD zitiert. Demnach gibt es Sympathien für die AfD bei 39 % der Anhänger der Linkspartei, 38 % der FDP, 33 % der Grünen , 31 % der SPD und 30 % der CDU – Anhänger.

    „“Ran an die Wahlurnen““

    Bitte geht am kommenden Sonntag auch alle Wählen

  • AfD - Fan

    |

    @ Blauäuig

    Da sieht man gleich , dass Du aúch so ein’Schreiber bist, der sich mit irgendwelchen Verwechslungen aufhängt , und wie die Picture News uns im Blogg das gleich mitteilt.

    Genau das ist das große Problem!
    A’uch schon vor der letzten Bundestagswahl wurden über die AfD die ominösesten Geschichten erzählt.

    Auch werden die Werbe – Plakate der AfD Partei einfach nur beschmiert und / oder auch entfernt.
    Wenn man das alles mit der CSU macht, dann ist aber dann gleich etwas großes los.

  • blauäugig

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    @AfD-Fan: Dass Spitzenkandidaten ins Fettnäpfchen treten und dies von den Gegnern weiterverbreitet wird, ist nichts Neues und sicher auch nicht auf den greisen Henkel beschränkt. Erwarten Sie von ihm tatsächlich neue Impulse?
    Nur weil er für eine Partei kandidiert, die bzgl. Währungsunion andere Ziele vertritt, als er selbst als BDI-Präsident gefordert hatte?

    Auch von allen anderen Parteien gibt es mehr als genug beschädigte, beschmierte, entfernte Plakate, stellen Sie die AfD nicht als einziges Opfer dar!

  • Partei AfD

    |

    @ Blauäugig,

    wegen was du dich hier eigentlich aufhängst?

    Hoffe, Du hast viele viele Kinder gemacht – auch ‚Zuhause , die uns dann die Rentenkasse füllen und die nächsten Jahrzehte dann nur unsere Schulden bezahlen! :)
    cu

  • Teetrinker

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    Kein Volkswirt: Harald Klimenta. Seine Bitte, „lucke nicht als “makroökonom” bezeichnen, denn das ist in der deutschen VWL-Zunft selten und für mich eher ein Lob.“ vom 3.Mai 18 Uhr 4 wäre einzig an die Universität Hamburg zu richten: denn laut wikipedia ist „“Bernd Lucke … Professor für Makroökonomie an der Universität Hamburg.“

    Laut Klimentas Homepage hatte K. selbst keine Lust, sich volkswirtschaftlichen Prüfungen zu unterziehen, was ihn aber nicht davon abhält, nun pseudo-volkswirtschaftlich – auch mit einträglichen Buchverkäufen – herum zu schwadronieren. Was Prof.Brotfresser am 5. Mai 2014 um 12:25 Uhr schrieb
    http://www.regensburg-digital.de/interview-ttip-ein-staatsstreich-in-zeitlupe/05052014/, kennt jeder Ökonomiestudent aus dem ersten Semester, vor allem als Makroökonom auch Prof. Lucke.

    Verengung auf fehlende Fremdenfeindlichkeit ersetzt
    Aigners Mut, Prof. Luckes volkswirtschaftlichem Hauptanliegen gerecht zu werden, nämlich dem Austritt aus dem Euro: „So geht eine Wahlkampfveranstaltung zu Ende, die die AfD sicherlich als Erfolg für sich verbuchen wird. In Regensburg ist es der Partei gelungen, sich als bürgerliche und gemäßigte Gruppierung zu präsentieren – auch wenn Bernd Luckes Rede unverkennbar nationalkonservative Züge trug und bisweilen sehr populistisch anmutete. Offene Fremdenfeindlichkeit konnte man dem Makroökonom, der in der Vergangenheit schon Einwanderer als „sozialen Bodensatz“ und Sinti und Roma als problematische „Randgruppen“ bezeichnete, zumindest an diesem Abend nicht unterstellen.“

    Wie war das noch: „kommt er (VWL-Prof. Lucke) dann auf sein vermeintliches (?) Lieblingsthema zu sprechen.
    Wenn die Konsequenz des Euros eine „europäische Wirtschaftsregierung“ sei, dann „will ich den Euro nicht.“ Dieser Teilsatz erntet den bislang lautesten Applaus.“

    Ach ja.

  • Reaktion - AFD Partei

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    Wieso benutzt man eignendlich immer wieder nur das Wort
    “ Eurohasser “
    Dem deutschen Volk wird dieses Thema immer nur aufgezwungen, …

    http://www.election.de

  • blauäugig

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    Uiuiui, jetzt gibt es also nicht nur AfD-Fan, Partei AfD sondern auch Reaktion AfD – Partei. Worauf reagiert der/die Schreiber? Steigerung wäre dann wohl Reaktioner AfD-Partei, phonetisch sehr interessant.
    Zu Partei AfD: Haben Sie schon mal nachgedacht, weshalb Henkel früher nicht die Rentenkassen füllen hat wollen, sondern alles daran gesetzt hat, dass die Beiträge niedrig bleiben?

  • Europa - Wähler

    |

    Hi Leute ,

    bitte geht heute auch alle zur Europawahl, denn nur mit Euerer Simmabgabe kann ein jeder von uns auch daran teilhaben, dass Europa dann schon ein wenig besser wird.
    cu

    http://www.afd-olbradel.de/europawahl-2014/prognose/

  • Die AfD kommt in den Leeren Beutel » Regensburg Digital

    |

    […] im Europaparlament sitzt, scheint sich in Regensburg recht wohl zu fühlen – und während man sich zuletzt noch etwas abseits, in der RT-Halle, traf, hat die Partei anlässlich ihrer zweitägigen Vorstandsklausur nun im Kulturzentrum im […]

  • Die Gewaltkriminalität sinkt » Regensburg Digital

    |

    […] im vergangenen Jahr, so Mahlmeister. Allein 49 dieser Delikte lassen sich etwa auf bei der Sitzblockade gegen die AfD im Mai 2014 in Regensburg zurückführen. Hier wurde gegen die 47 Personen wegen des Verdachts der Nötigung, gegen zwei […]

  • so isses

    |

    an „VW“:

    Das kann doch nur ein Witz sein! Prozentual kassieren diese viel mehr Sozialhilfe incl. der Zusatzhilfen! besser berufsqualifiziert kann wohl nur ein Witz sein. Wo denn? In Sachen Betteln?

    Dein Kommentar ist eine Beleidigung für die Rumänen, die hier ehrlich arbeiten!
    Ich mag Menschen, die arbeiten, aber sicher keine kriminellen, die hier nur kassieren und klauen.

    Ca. gut 70-80% aus Rumänien und Bulgarien arbeiten hier ehrlich, sind es gibt aber auch die Schmarotzer, die hier nur kassieren bzw. betteln (sind gut 20%). Und JA: DAS IST LEIDER SO!!!

    Die Rumänischen Einwanderer würden und werden sich für ihren dämlichen Kommentar schämen, weil Sie (VW)nicht fähig sind, zu unterscheiden, wer arbeitet und wer nur schmarotzt!

    Organisierte Bettler will (außer dämlichen Kommunisten) kein vernünftiger Mensch!
    Außer du (VW) findest die Ausbeuterei der organisierten Bettler und Betrüger gut. Damit wirst du aber auch nur den Reichtum der Ausbeuter dieser legitimieren!

    „besser berufsqualifiziert“. sorry, aber das ist wohl echt ein Witz. Wie kommst du auf so etwas?

    Ich möchte den Leuten eine Chance geben, dumme linken Parolen dürften das eher torpedieren…

    Und bei so einem Mist wie „Seehofers Hetze“ ist mir schon klar, aus welcher linksradikalen Richtung das kommt!

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