Bischof Voderholzer auf politischer Mission

An die Lenden, Waffenschwestern und -brüder!

Bistumssprecher Clemens Neck wiegelte auf Nachfrage der Donaupost ab: Die Predigt seines Chefs, Bischof Rudolf Voderholzer, am vergangenen Wochenende in Altötting, die zumindest eine kleine Welle an Zustimmung und Kritik losgetreten hatte, sei keine politische, sondern eine theologische gewesen. Ein genauerer Blick auf die Predigt offenbart das Gegenteil.

Eine Glosse über einen Bischof auf politischer Mission.

Was hat er denn nun schon wieder gesagt? Wenn katholische Nachrichtenagenturen und neurechte Medien sich gleichermaßen für die Worte des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer interessieren, muss doch mindestens eine tabuisierte Wahrheit ausgesprochen worden sein. Nun, Seine Exzellenz hatte sich am vergangenen Wochenende bei der 59. Gelöbniswallfahrt der Donauschwaben in Altötting zu politischen Thesen verstiegen, die den chronisch Abendlandbesorgten runtergehen, wie sonst nur Ministrantenkehlen der Messwein.

Auch die AfD rieb sich natürlich eifrig die fromm gefalteten Hände, öffnete sich doch endlich (!) der ihr nach außen meist keusch verschlossene Schoß der Kirche. „Endlich! Regensburger Bischof erkennt: Islamisierung findet statt!“, hieß es etwa auf einem Facebook-Sharepic der Bundespartei.

Gottesmann hält Islamisierung nicht für Hirngespinst

Wie kommt es zu diesem Jubelgesang der AfD und anderer Rechter? Voderholzer lässt am Sonntag in Altötting in der Predigt beim Pontifikalamt die „liebe[n] Donauschwaben“, die „liebe[n] Schwestern und Brüder im Herrn“ wissen, dass viele „heute die Gefahr einer drohenden Islamisierung Mitteleuropas“ sehen würden und zwar „nicht durch kriegerische Eroberung und Besatzung, sondern durch Asylgewährung und Fruchtbarkeit.“

Bischof predigt, AfD jubelt! Screenshot: Facebook/AfD

Was er selbst von dieser Einschätzung halte? Das schickt der Kleriker sogleich hinterher: „Sie wissen wahrscheinlich, dass ich diese Befürchtungen nicht für ganz unberechtigt oder gar für krankhafte Hirngespinste halte.“ Oho! An dieser Stelle nun, wo man vielleicht Belege für die wirkmächtige These erwarten könnte, lässt der ehemalige Theologieprofessor argumentativ lieber den Scholastiker raushängen: „Der Islam ist von seinem theologischen Wesen her der Widerspruch zum Christentum, und von daher ist kulturell allenfalls ein Nebeneinander möglich.“

Der Islam negiert die Kerngehalte des Christentums – andere Weltanschaungen aber auch

Diese strategische Charakterisierung des Islam ist beim Regensburger Bischof übrigens nicht neu. Beispielsweise in der Jubiläumsvesper zum vierten Jahrestag seiner Bischofsweihe im vergangenen Jahr sagte er: „Der Islam nun freilich, so viel Realismus müssen wir aufbringen, ist eine postchristliche Erscheinung, die mit dem Anspruch auftritt, die Kerngehalte des Christentums zu negieren: Den Glauben an den dreifaltigen Gott, die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus und sein Erlösungswerk am Kreuz.“

Diese Kerngehalte des Christentums nun freilich, negieren auch andere Weltreligionen – ob prä- oder postchristlich – sowie der Atheismus. Den Islam isoliert als Negation des Christentums herauszustellen, scheint neben dem vorgeblich theologischen Anspruch vor allem einer politischen Mission Voderholzers zu dienen. Das theologisch Antichristliche des Islam ist des Bischofs Vehikel für das politisch Antimuslimische, das er vertritt. Seine rechten Schwestern und Brüder jubeln zurecht!

Dem Dom so nah: AfDler sehen Gefahr der Islamisierung. Foto: Archiv/Bothner

Die Zukunft des Christentums wird im Feldbett verteidigt!

Dieses Bild der Islamgefahr rundet der Bischof bei der Gelöbniswallfahrt vom Wochenende unter Bezugnahme auf Peter Scholl-Latour weiter ab: „Der Westen muss nicht in erster Linie Angst haben vor der Bedrohung von außen, liebe Schwestern und Brüder, sondern von innen, vor der eigenen Glaubensschwäche und vor der eigenen Unlust an der Zukunft, die sich auch ausdrückt in einer Unlust an Nachkommenschaft, was von vielen Menschen in den anderen Kontinenten ja nur als eine Einladung verstanden werden kann, zu uns zu kommen und die Lücken zu schließen.“

Voderholzers Botschaft: Ja, die Gefahr der Islamisierung ist real. Freilich, die mohammedanischen Glaubenskrieger feuern nicht mehr klassisch mit Kanonenkugeln auf uns, sondern machen sich unsere Fortpflanzungsscheu zunutze und bekämpfen uns mit dem gefährlichsten Waffenarsenal: Spermium und Uterus. Die Zukunft des Christentums in Mitteleuropa, so lasst uns doch Klartext reden, liebe Schwestern und Brüder im Herrn, wird im Feldbett verteidigt!

Es gibt nur ein Davor und ein Danach

Diese speziell an die Volksgruppe der Donauschwaben gerichtete Predigt ist übrigens auch in anderen Punkten mehr politisch als theologisch motiviert. „Fleiß und Können“ seit der Besiedlung des mittel- und osteuropäischen Donauraumes sowie das erlittene Unrecht und Leid als Ausgesiedelte und Vertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg erwähnt Voderholzer voller Anerkennung, gewisse nationalsozialistische Affinitäten, antisemitischer Eifer, Kriegs- und Menschheitsverbrechen volksdeutscher Donauschwaben in der Zeit „gottlose[r] Regime“ bleiben auf wundersame Weise unerwähnt. Der Regensburger Bischof macht sich damit entschieden das prägende politische Heimatvertriebenen-Narrativ zu eigen: Es gibt nur ein Davor und ein Danach.

Voderholzer: Kreuz ja, Trainingsanzug nein!

Zieht sonntags garantiert keinen Trainingsanzug an: Bischof Rudolf Voderholzer. Archiv/ Staudinger

Und weil aus dem Danach mittlerweile ein Heute geworden ist, sind viele Dinge bedroht: Die Tracht, die uns die Donauschwaben „heute so herrlich vor Augen stellen“, der Sonntag und überhaupt Europa mit seinem aus Judäa importierten Christuskult. Das Kreuz, das „für die vorstaatlich religiösen Wurzeln unserer Gesellschaft“ stehe, gehöre unbedingt in den öffentlichen Raum, der sonntägliche Trainingsanzug aber mit Nachdruck verbannt.

Bitte was? Ja ja, es spricht – ganz unpolitisch natürlich – der theologische Dekorations- und Moderatgeber: „‚Sage mir, für wen Du Dich schön anziehst, und ich sage Dir, wer Du bist‘ – möchte man in Abwandlung einer anderen Lebensweisheit manchmal sagen. Wo kommen wir hin, wenn man sich nur noch für die Bank und den Notar schön kleidet, den Sonntag aber im Trainingsanzug verbringt?“

An die Lenden, Waffenschwestern und -brüder!

Ach, wo kommen wir hin? Die Zeiten sind eben andere geworden, das weiß auch unser Rudolf. Konnte einst der fesch gekleidete Donaujunge Don Juan den Türken noch mit Unterstützung Mariens aus Mitteleuropa zurückschlagen, so hat ihn heute der schwäbische Don Jogi im Trainingsanzug direkt ins Zentrum unserer Nationalmannschaft gesetzt. Die „Türkengefahr“, da steht sie, mitten im deutschen Mittelfeld und eine donauschwäbische Blutgrätsche ist weit und breit nicht zu sehen. Die gab es, folgt man Voderholzers Altöttinger Predigt sehr wohl noch in der guten alten Zeit, Ende des 17. Jahrhunderts vor den Toren Wiens, als die Vorfahren der Donauschwaben die östlichen Donauufer besiedelten, um als eine noch funktionierende Grenzschutzagentur „einen kulturellen und religiösen Schutzschild für Europa zu bilden.“

So denn, liebe Schwestern und Brüder im Herrn: Finstere Orientwolken ziehen zwar über dem Abendland auf, aber vielleicht legt der Donauschwabe, das Bollwerk „eines vereinten Europa auf der Basis des christlichen Glaubens“ eines Sonntagnachts nochmals seine Tracht ab und kämpft im kreuzbehangenen Schlafzimmer mit den Waffen seiner Lenden um die Zukunft seiner vom Musel bedrohten Vaterländer. Ganz und gar theologisch, versteht sich.

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Kommentare (26)

  • Bertl

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    Puh… Mal ehrlich aber ich dachte Drogenkonsum ist in diesem Ausmass verboten? Halluzinogene Mittel in den Weihrauch zu mischen ist anscheinend doch praktikabel. :-)

    Da moechte mir ein Bischof doch tatsaechlich etwas von Fortpflanzungsscheue erzaehlen? Auf zu den Koechinen und Haushaelterinnen die Herren Kuttentraeger! Stuermt den Bereich der Sexualitaet, der fuer Euch verboten ist. Zumindest offiziell… ;-) Lasst uns den Widerstand gegen den Islam und die Ueberfremdung mit ganzer Manneskraft ins Schlafzimmer tragen. Das mit dem Zoelibat koennte man ja dann nochmal ueberlegen, wenn die naechste Wahl gewonnen ist!
    Kopfschuettel

  • Mr. T

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    Ist dem ein Kreuz auf den Schädel gekracht oder habens dem was in den Messwein getan?

  • Hans

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    Eine einfache Frage:
    Haben Sie eine positive Einstellung zu Deutschland?
    Wenn nicht, wäre es nachvollziehbar, warum Sie so gegen unsere Interessen schreiben. Aber nicht unbedingt überzeugender.

  • R.G.

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    Eure Exzellenz!

    Bitte gestehen Sie zuerst, falls ja, wieviel Kinder Sie schon gezeugt haben, als zukünftige Wehrbauern-Macht.
    Ich darf doch hoffen, dass Sie mit gutem Beispiel vorangingen?

  • Exilant

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    Mal ehrlich: es ist leicht, von der Warte des Kommentar/Glossen-Schreibers über jedes Wort herzuziehen, dass ein Anderer von sich gibt – aber ist zumindest der zweite Teil der Aussage „…von daher ist kulturell allenfalls ein Nebeneinander möglich.“ so an den Haaren herbeigezogen? in einem Podcast ( wdr Philosophie ) hab ich vor kurzem einen Soziologen sagen hören, dass seiner Meinung nach der Multikulturalismus schon gescheitert ist und das was heutzutage läuft eher als Transkulturalismus zu bezeichnen wäre. wenn du das bezweifelst, probier Mal folgendes Experiment: schnapp dir nenn Kumpel und geht Mal händchenhaltend durch Neukölln oder Wedding.. Mal sehen, ob du da auf die gleichen Wertvorstellungen treffen wirst, die du von anderen erwartest..
    was die konträren Positionen von Islam und Katholismus betrifft : Hey man, das ist dem seine Konkurrenz- klar, dass der die nicht bewirbt.. ein Audihändler wird dir auch nicht die Vorzüge von nem Hyundai auflisten… und das solche Aussagen auch von den falschen Publikum instrumentalisiert werden – keine Frage..

    weißt, ich bin bei Leibe kein Freund oder Sympathisant von dem Typen, geschweige denn religiös – Religion ist für mich eine verbal übertragbare Geisteskrankheit ( das kann man übrigens nüchtern als Pathologisierung oder auch als Beleidigung auffassen – tja, Frage der Geisteshaltung wahrscheinlich..) von daher habe ich für beide Recht herzlich wenig übrig.. anhand meines Beispiel-Experiments kann man jedoch schon Rückschlüsse auf meine eigene Agenda schließen und insofern würde ich mir von Vertreter der Linken / bzw Teile davon ( wozu ich dich zähle) schon ein wenig konstruktivere Kritik wünschen als nur polemisches Drübergebügel wie das hier.. aber wie im großen so im kleinen – die Linke spaltet sich derzeit lieber offenbar in einen Realo und nenn Träumerflügel, der die Realität ausblendet und wie ein trotziges Kind lieber radikale und unrealistische Forderungen weiter vertritt ohne sich der Realität zu stellen. ohne Frage sind die Dahinterstehenden Ideale hohe und gute – keine Frage. aber was nützt es, wenn sie nicht realisierbar sind? sorry für etwaige Rechtschreibfehler und Co.. schreib das vom Marktplatz von Osor auf nemm Tablet…

  • joey

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    Don Juan hat nicht Mitteleuropa, sondern das Mittelmeer verteidigt.

  • Mr. T

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    Interessant, wie Voderholzer meint, dass grad sein Glaubenssystem das richtige wäre.
    Dabei ist es doch ganz einfach. Es gibt unzählige Glaubenssysteme, die sich nahezu ausnahmslos widersprechen. Wenn überhaupt, kann nur eines richtig sein. Bewiesen wurde es noch für keines. Somit muss für jedes Glaubenssystem angenommen werden, dass die Chance, das es richtig ist, gegen Null geht.
    Krieg ich jetzt den Ig-Nobelpreis für Theologie?

  • T.P.

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    Tja, da ist der Fehler, den die sog. Gläubigen schon immer machen: Sie gehen davon aus, dass es ein Glaubenssystem braucht, damit der Mensch glücklich ist und funktioniert. Und dann prallen diese Ansichten aufeinander und jeder reklamiert die Wahrheit für sich. Wenn wir gleich auf all diese (Hass-)prediger verzichten würden, dann bliebe uns viel erspart. Völlig egal ob Sie Messgewand, Kippa oder sonstiges Kostümchen tragen. Die Zeit der Religionen ist längst vorbei. Ihre Macht leider noch nicht.

  • Regensburger

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    Die Menschen, die sich durch eine Religion beeinflusst lassen oder dieses Verteidigen, es ist egal ob Islam oder Christentum, fangen langsam und sicher zum degenerieren. Ich verstehe nicht wie kann ein Journalist in der „Neuzeit des freien Denkens, Wissens und Fortschrift“ eine religiöse Demagogie zu verteidigen und die Menschen die diese Islamisierung nicht unterstützen oder tolerieren, sollten gleich als Unterstützer der AfD abgestempelt werden. Nicht jeder Mensch lässt sich durch eine Religion einfach manipulieren der beeinflussen.
    An dem Schreiber dieses Zitat: „Don Juan hat nicht Mitteleuropa, sondern das Mittelmeer verteidigt.“ Es ist falsch. Bei Lepanto gelang Don Juan de Austria am 7. Oktober 1571 ein grandioser Seesieg über die Osmanen. In dieser bedeutenden Seeschlacht wurde der Mythos der Unbesiegbarkeit der osmanischen Flotte im Mittelmeer zerstört. Auch der osmanische Traum einer Weltmacht zu See und Land wurde bei Lepanto endgültig begraben. Also eine Rettung Europa vor der Übermacht des Islams.

  • R.G.

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    Wer schrieb dem Bischof bloß die weise Rede?

    Zu „Fleiß und Können“ seit der Besiedlung des mittel- und osteuropäischen Donauraumes:“
    und
    „in der guten alten Zeit, Ende des 17. Jahrhunderts vor den Toren Wiens, als die Vorfahren der Donauschwaben die östlichen Donauufer besiedelten, um als eine noch funktionierende Grenzschutzagentur „einen kulturellen und religiösen Schutzschild für Europa zu bilden.“
    Hier spricht der die Wehrbauern an.
    Gemeint waren damit die religiös und kämpferisch potenten Bauern, die auf Ruf von Grundherren die nach den Türkenkriegen wie menschenleer aussehenden Gegenden an der Grenze besiedeln sollten. (Hauptsächlich unter Mercy 1717-1734)
    Verwaist waren die Gegenden in Wirklichkeit nicht, es wurde lediglich den FLEISSIGEN und an Kenntnissen reichen dort heimischen Überlebenden (u.a. Serben, Ungarn, Walachen), die in den Kämpfen vertriebenen worden waren, schier unmöglich gemacht, ihren Besitz vor der „Neoaquista commissia“ zu beweisen. Wie auch, in einer Zeit noch ohne Kataster, nachdem die meisten mündlichen Zeugen schon verstorben und die wenigen schriftlichen Verträge verbrannt waren!
    (Vergleichbares passiert aktuell in Syrien.)

    So fiel der nun „herrenlose“ Besitz an die Wiener Hofkammer. Diese berief bewusst nicht die Landesbewohner, sondern warb ganz bewusst AUSLÄNDER, ungeachtet deren Volkszugehörigkeit, und versprach ihnen neben Befreiung von der Leibeigenschaft materielle Vorteile. Alles, ohne auf die bisher auf dem Boden heimische Bevölkerung Rücksicht zu nehmen, die sich teils friedlich, teils verzweifelt mit Bauernwaffen, gegen Enteignung und Übersiedlung auf schlechte Böden wehrte…
    Das alles spielt 18. Jhdt, nicht im 17!
    Die planmäßige kameralische Kolonisation erfolgte unter Kaiserin Maria Theresia.

    Es waren also lauter WIRTSCHAFTSFLÜCHTLINGE, zum Teil aus Österreichischen Vorlanden. Unter die Bezeichnung Donauschwaben fallen zu einem bedeutenden Teil Menschen aus den Gebieten des heutigen Frankreich oder der heute deutschen, früher französischen Gebiete.

    Nach den Napoleonischen Kriegen tragen die „Franzosen“ im Gebiet des heutigen Ungarn, der Batschka und dem Banat, auf einmal schwabisierte Namen, es wagte nun beinahe keiner mehr, zu seiner Herkunft von einem inzwischen Feindesvolk zu stehen.

    Sowohl die Geschichte der Besiedelung des Donauraumes durch Fleiß (vergessen wir nicht die Waffengewalt!), als auch die Mär, es hätten Deutsche, Schwaben, die großen Wirtschaftsleistungen im Donauraum erbracht, bleibt durch tausendfache Wiederholung gleich unwahr.

    „Und weil aus dem Danach mittlerweile ein Heute geworden ist, sind viele Dinge bedroht: Die Tracht, die uns die Donauschwaben „heute so herrlich vor Augen stellen“.“
    Das kann ich mir schön vorstellen, wie Priester, die sich in Kleid und Purpur- oder Rotkäppchen gefallen, viele Kilogramm schwere, bald verschwitzte und schwer wasch- und bügelbare Trachten mit vielleicht sieben gefältelten Unterröcken grad hübsch finden.
    Wer dagegen für sein Geld richtig hart körperlich ….. arbeiten muss, wird praktischere und unauffälligere Kleidung wünschen.
    Es ist demnach die Kultur des FLEISSes,die die gezeigte Tracht bedroht.

  • Lothgaßler

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    Tja, und für das Gebabbel zahlt der Staat auch noch das Gehalt (Bischof wird nicht von der Kirche bezahlt).
    Ich will meine Steuer zurück, für so etwas ist mir jeder Cent zu schade!!!
    Im Grunde muss der Bischof nun zum Äußersten greifen: Das Zölibat muss beendet werden, sexuelle Sünden gibts ab sofort nicht mehr, Vielweiberei muss wieder eingeführt werden, Ehe gibts erst ab dem 4. Kind….

  • Hartnäckig

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    ich habe unlängst was von Anti-Katholizismus geschrieben.
    Auch wenn ich beileibe nicht alles, was Bischof Vorderholzer von sich gibt für gut und richtig heisse, so fühle ich mich mich in meiner Meinung was Anti-Katholizismus betrifft doch bestätigt.

  • Joe_Kermen

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    Trotz der Freiheiten die eine Glosse schafft:
    Don Jogi ist mit nichten schwäbischen Ursprungs. Der Mann ist Badenser. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, oder meinethalber sie Bayern und Franken.

  • Martin Oswald

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    Sie haben natürlich recht. Dem stilistischen Wohlklang des „Donau-Schwäbischen“ konnte ich jedoch nicht widerstehen und habe es an dieser Stelle mit der Wahrheit nicht allzu genau genommen.

  • Günther Herzig

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    @Joe_Kermen
    Kein Badener,-das sind von der Abstammung her Alemannen-, wird die Bezeichnung „Badenser“ akzeptieren.
    Baden war wirtschaftlich und industriell früher entwickelt als Württemberg, die Bevölkerung sind ursprünglich Sueben. Später holten die Schwaben auf und zogen an Baden vorbei. Aus dieser Zeit stammt die von Schwaben abfällig gebrauchte Bezeichnung „Gelbfüßler“ für Badener (ähnlich wie in Bayern der Saupreiss als Bezeichnung für Norddeutsche, vornehmlich Berliner). Sie führen diese Bezeichnung auf die bösartige Erzählung zurück, die Badener hätten einmal, als sie viele Eier zu transportieren hatten, die rohen Eier in den zum Transport vorgesehenen Leiterwagen eingestampft.

  • David S.

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    Voderholzer hat sich nicht zum ersten Mal für ein rein christliches Abendland eingesetzt. In seiner Predigt traut er sich auch etwas und geht sogar öffentlich auf Distanz zum Kritiker des Kreuzerlasses, auf Distanz zum Vorsitzenden der dt. Bischofskonferenz Kardinal Marx. Man kann gut beobachten, wie Voderholzer aus eigenem Machtinteresse, ähnlich der AfD und CSU, krude Ängste verfestigt, in dem er sie vor allem als berechtigt und real anspricht. Statt abwägend fürs allgemeine Menschenwohl zu plädieren.

    Das christlich dominierte Europa ist ein jahrhundertealter Topos, gerade in Bayern gehörten Altar und Krone fast immer zusammen. Nach der militärischen Zerschlagung von Nazideutschland haben auch alte Nazis und ihre Helfer eben davon gesprochen und nicht mehr vom deutschen Wesen. So auch der Vor-Vor-Vorgänger von Voderholzer, Bischof Graber, der sich 1933 für ein katholisches NS-Regime ohne Muslime und Juden stark machte.

    Graber 1933: „Ich glaube, es liegt in dem Kampf gegen das Judentum die instinktive Abneigung des ganzen Deutschen Volkes, das sich unbewußt als das auserwählte Volk der neutestamentarischen Verheißung betrachtet und nun einmal mit Recht nicht verstehen kann, warum das verworfene Israel die Welt beherrschen soll, und nicht das Volk der Mitte.“
    Als Theologie-Prof. meinte Graber 1957, Gott habe das europäische Abendland und nicht das Land der Juden auserwählt, was sich schon daran zeige, dass es in Europa außergewöhnlich viele Marienerscheinungen („marianische Charakter des Abendlandes“) gäbe.
    Offenbar den Islam vor Augen glaubte Graber 1957, er müsse
    „aber auch dann schon vom Untergang des Abendlandes sprechen, wenn seine geistige Kraft erschlafft und erlahmt und es biologisch, blutmäßig, von neuen unverbrauchten Völkern durchsetzt und in Besitz genommen wird.“ Es sei „kein Zweifel, daß die Größe des Abendlandes auf seiner christlichen Sendung“ beruhe.
    Vorderholzer ist wie Graber (übrigens auch GL Müller und J.Ratzinger) Mariologe und seinem hetzerischen Namensvetter sowohl in Sachen Maria als auch in Sachen Islamfeindschaft gefolgt. Echt krasse Zeit.

  • joey

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    @R.G.
    Wirtschaftsflüchtlinge: bitte Vorsicht mit historischen Vergleichen. Die Siedler dort fanden keine Integrationskurse und Unterhaltsleistungen vor oder Prozeßkostenhilfe gegen unrichtige Verwaltungsentscheidungen.
    Sie mußten im (mitteleuropäischen) Herkunftsland schuldenfrei sein bzw ohne Leibeigenschaft (die ohnehin schon keine größere Rolle mehr spielte), sonst hätte man sie da nicht weg gelassen. Sie brauchen Kapital für einen Neuanfang und mehrere Jahre wirtschaftliches Durchhaltevermögen, denn ein agrarischer Neuanfang geht nicht in einem Quartal.

    Meine slawischen Vorfahren deutscher Umgangssprache haben ihr Land redlich (mit Geld) von einem osmanischen Pascha erworben. Nein, keine Donauschwaben, viel weiter weg im Osten. Daß meine Tanten optisch öfters als türkischer Migrationshintergrund eingestuft werden und mein Vater nur ein grimmig männliches Geschau aufsetzen müßte um in einem nationaltürkischen Historienfilm mitspielen zu können… zeigt das praktische Miteinander der Menschheit.
    Achten sie bei vielen Donauschwaben auf die (romanische) Haar- und Augenfarbe „dunkel bis schwarz“.

    So einfach ist das mit der „deutschen Ostsiedlung“ nicht.

    Um meine Position klarzustellen: ja, es gibt Islamisierung in spürbaren Anfängen. Das ist der religiöse Auftrag jeder islamischen Organisation, von denen ja viele extern finanziert und politisiert sind.
    Der Bischof ist aber rein technisch weit auf dem falschen Dampfer, wenn er sich deswegen viele christliche Kinder wünscht. Es steht nämlich jedem Menschen in Deutschland rechtlich frei, seine Religion selbst zu bestimmen: Muslimen und Katholiken. Und Sikhs etc. Was man halt so glauben kann.

    Sofern man nicht in einem Familienclan an eine Religion gekettet wird und der Bruder für die katholische Sittsamkeit der Schwester beim Schwimmunterricht verantwortlich ist. Der Gruppendruck unter Katholiken zum Kopftuch ist ja bemerkenswert.

  • R.G.

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    @Joey
    Bei den geförderten Ansiedlungen unter Maria Theresia erhielten die Geworbenen Freiheit von der Leibeigenschaft bei ihrem Grundherrn, man gab ihnen knappes Reisegeld, nicht ausreichendes Schlafgeld (daher kann man heute mit Glück aus den Wiener Schlafkreuzerrechnungen sehen, wann der Vorfahr dort war und wohin er wollte). Am Zielort gab es Holz zum Bau eines Hauses und ein kleines Grundstück zur Selbsterhaltung einer Familie, wenn man Bauer war. Das Erhaltene reichte natürlich nicht.
    Man hatte besser Ersparnisse mit. Oft erwartete die Kolonisten der ersten zwei Generationen Not und Tod, einige Male gab es das versprochene Dorf gar nicht. Man grub sich verzweifelt über den eiskalten Winter ein Erdloch-Haus.

    Die Fahrt mit dem wie ein Floß aussehenden Schiff (Ulmer Schachtel) war lebensgefährlich, im schlimmsten Beispiel ertranken beinahe alle im Strudel von St. Nikola an der Donau. Das machten sich Grundherren zum Vorteil. Sie warteten an den Anlegestellen nach dem horrorhaften Abschnitt und lockten, man möge lieber ihr Untertan werden, im weiteren Flussverlauf komme keiner durch.

    Die Werber in der Urheimat waren erst recht nicht immer ehrlich, sie versprachen das Blaue vom Himmel, um ihre Provision pro Person zu sichern. Man nimmt an, das Märchen vom Rattenfänger von Hameln beschreibt die übertrieben schöne Reklame zur Kolonisation der ungarischen Gebiete…

    Vergleiche zur Lage der Flüchtlinge heute ergeben sich zwangsläufig.
    Man könnte vereinfacht sagen, Donauschwaben sind die Nachkommen von Wirtschaftsflüchtlingen, die auf windschiefe Boote gelockt wurden, um in einem angeblich tollen und reichen Land Überfluss zu erhalten, und schon auf der Fahrt nur knapp mit dem Leben davonkamen.
    Angekommen, sahen sie sich hinsichtlich der auf sie wartenden Chancen belogen.

  • Piedro

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    @David S.
    „…ähnlich der AfD und CSU, krude Ängste verfestigt, in dem er sie vor allem als berechtigt und real anspricht. “

    Es besteht die Möglichkeit, dass Hochwürden tatsächlich Angst hat. Auch Angst um die Kirche und den Glauben. Die wenigsten Kirchen dürften so viele Besucher haben wie eine geräumige Hinterhofmoschee. Die Mitgliederzahlen sind in seinem Erlösungsverein stark rückläufig. Da sollten wenigstens die verbliebenen Schäfchen ein wenig Angst vorm bösen Wolf haben, und wenn man sich schon mit Wölfen abfinden soll, dann doch wenigstens mit abendländischen, die das Wort Christentum wenigstens gelegentlich im Wort führen.

    Über die Ängste von Hochwürden wissen wir nichts.

    „So auch der Vor-Vor-Vorgänger von Voderholzer, Bischof Graber, der sich 1933 für ein katholisches NS-Regime ohne Muslime und Juden stark machte.“

    Wer bitte hat hier die Protestanten verpassen? Die sind zwar unkatholisch, aber hätten sie nicht auch Recht gehabt in einem NS-Reich braver Christen protestantisch sein zu dürfen?

    By the way: unlängst erzählte mir ein Freund von den Besucherzahlen neuapostolischer Gottesdienste. Diese Gemeinde kommt zu Dutzenden zusammen. Da wird die Hundert nur selten angekratzt, man ist eine Centurie des Herrn, jeden Sonntag. Da gibt es kein „aber“ wenn es darum geht Nächtenliebe zu üben. Da ist es eine Gewissensfrage CDU zu wählen (oder weniger C-liche Parlamentsanbieter), aber bei einer AfD oder einer CSU zu kreutzeln ist undenkbar, weil unchristlich.

    „Das Volk der Mitte“ ließ den Dichter in mir schaudern. Der Hammer ist allerdings die Argumentation mit den Marienerscheinungen diesen marianischen Charakter abzuleiten ist Gonzo-Theologie. Ich wusste gar nicht, dass es so was gibt, alle Achtung. Das ist fast so gut wie die Sache mit den unsichtbaren, rosafarbenen Einhörnern, die magisch sind weil sie keiner sieht obwohl sie rosa sind.

    „Unsichtbare, rosafarbene Einhörner sind Wesen mit großer spiritueller Macht. Wir wissen dies, da sie fähig sind, gleichzeitig rosafarben und unsichtbar zu sein. Wie alle Religionen basiert der Glaube an das Unsichtbare rosafarbene Einhorn auf Glauben und Logik: Wir glauben, dass es rosafarben ist, aber logisch betrachtet wissen wir, dass es unsichtbar ist, da wir es nicht sehen können.“
    – Steve Eley

    1957 dachte Hochwürden wohl weniger an den Islam als an die Jugoslawen, Italiener, Griechen, Spanier und Portugiesen, die sich auf den Weg zu deutschen Fabriken machten damit das Wirtschaftswunder weiter gehen konnte. Da waren sogar die Katholiken für die teutonische Idee des Abendlandes eine Bedrohung.

  • Piedro

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    @joey
    „Der Gruppendruck unter Katholiken zum Kopftuch ist ja bemerkenswert.“

    Das lässt sich leicht mit dem marianischen Charakter des Abendlandes erklären. Maria wird nie ohne Kopftuch dargestellt, nicht mal von bösfiesen linkstheologieschen Performancekünstlern. Außerhalb Bayerns scheint der marianische Gruppen- und Familiendruck hinsichtlich des katholischen Kopftuchs auf einige, zweifelsfrei Katholische Zentren beschränkt zu sein. Interessanterweise sieht man dort auch häufiger als anderswo Kopftuchträgerinnen, die sich als klerikal evangelisch identifizieren lassen.

    Ich für meinen Teil würde einer Marianisierung der wenigerkatholischen Bereiche des Abendlandes verständnislos entgegen stehen, und das hat mit Kopftüchern nichts zu tun. Für Sie ist die Islamisierung offenbar die größere Sorge. Weil, wie Sie sagen, jede islamische Organisation den Auftrag habe zu islamisieren. Mir wurde dieser Begriff leider nie erklärt, und ich werde mich hüten um eine Erklärung zu bitten. Kein anderes Wort in der politischen Diskussion wird derart individuell angewendet, obwohl es nur als Parole existieren kann. Manche kriegen schon einen Kulturschock, wenn kopftuchtragende Frauen in der Überzahl sind. Wenn die arabische Reisegruppe dann etwas länger braucht als nötig um die Petrodollars von einem Dealer zum nächsten zu schleppen kann das zu lebensbedrohlichen Situationen führen – für alle Beteiligten.

    Ich würde mich gern mal mit Ihnen über Islamisierung austauschen. Vielleicht traut sich die Redaktion einen Artikel zur tatsächlich stattfindenden Islamisierung Regensburgs aus den Tasten drücken. Dann könnten Sie mir sagen was da alles nicht… Nee, das machen die nie. Schade eigentlich. Und was die Marianisierung angeht… Da sehe ich persönlich keine Chance für Regensburg, aber ich war auch noch nicht da. Das wird sich bald ändern, keine drei Wochen, dann trägt unser Diesel zur örtlichen Luftverschmutzung bei. Vielleicht laufen wir aneinander vorbei, Herr joey. Ich werde meine Begleiterin fragen ob sie Lust auf ein luftiges Kopftuch hat. Ein nicht-marianisches, natürlich. So was werden wir dann bestimmt auch ganz leicht finden, nicht wahr? Es sind ja nicht alle Kopftuchträgerinnen Marianinnen. Und nicht alle Marianinnen tragen marianische Kopftücher. Es ist eine verwirrende Welt, wenn die Gesellschaft mit mehr als einem Erlöserglauben konfrontiert wird, der Staat da auch noch mit mischt und die Politk verfügbare Ängste bedient. Aber wenn Sie Glück haben wird sie auch Ihren Blick auf sich ziehen. Dann laden Sie uns doch einfach auf einen Kaffee ein, ich las das sei in Regensburg kein Problem.

    Kennen Sie eigentlich die Geschichte von der armen Frau, die von ihrer Christenfamilie zu Grund gerichtet und verfolgt wurde? Steht hier irgendwo, a Gschichtn ausm Woid. Noch viel gruseliger als dieser Bischof. Ich gerate ins Plaudern… Der Herr Voderholzer wäre mit Ihnen trotzdem nicht ganz zufrieden. Die islamischen Verbände sind nicht das Problem, sondern die islamische Fortpflanzung. Die, das lässt sich leichter belegen eines Islamisierung der Vaterlands, statistisch unterscheidet sich die islamische Fortpflanzung von der anderer, seit einer Generation ansässigen Bevölkerungsgruppen. Das ist ne Kulturkiste, keine Glaubensangelegenheit. Wir wissen ja: nur Katholiken dürfen nicht ohne, andere sollten besser nicht… Anderes Thema. Aber für Hochwürden müssen nicht nur die Katholiken Kinder in die Welt rammeln, sondern jeder, der den Heiland hierzulande ernst nehmen soll und begreift, dass es ums Abendland geht.

    Da sie selbst über einen Migrationshintergrund vorweisen können, der Hochwürden zumindest suspekt sein dürfte, könnten die Fortpflanzungsstatistiken hinsichtlich fremdländischer Geburten auf dem Staatsgebiet durch sie beeinflusst werden, gleich wie marianisch sich Ihr Fortpflanzungsverhalten möglicherweise gestaltet. Es ist wirklich eine sehr komplizierte Welt, in der wir leben. Hochwürden könnte jetzt sagen: „Lasset uns beten.“

  • hutzelwutzel

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    Laßt doch den armen Bischof Dr. V. in Ruhe! Willy Gegenfurtner hätte ebenso gepredigt, und auch sonst hätte sich im Regensburger Domkapitel kaum jemand gefunden der es anders dargestellt hätte.
    —–
    Die verstehen den Begriff „Islamisierung“ einfach falsch. Es wird zu einer multikulturellen Gesellschaft kommen, die Muslime werden sich dem westlichen Lebensstil sehr schnell anzupassen wissen. Siehe Iran und deren Oberschicht die Alkohol trinken, unverschleiert rumlaufen und außerhalb von Teheran in einem extra Nobelgebiet machen kann was man will.

    Die einfachen Leute werden als Christen oder Muslime dann wie bisher – Tschuldigung! ;-) – die Dummen abgeben müssen.

    Angst besteht nur, dass die christlichen Kirchen etwas von derem Einfluß auf die Politik verlieren, und sich mit mehreren Religionen – nun auch dem Islam – arrangieren müssen.

    So bemerkte mein „lieber“ Kardinal Schönborn (böhmischer Adel) schon vor knapp zwei Jahren, dass die „Türken nicht (wieder) vor Wien, sondern längst in Wien stehen“.
    Yes, weil das kleine Land Österreich schon immer ein multikulturell geprägter Staat war, und es diesen nicht geschadet hat.
    Die paar Dumpfbacken die es auch dort immer wieder nach oben treibt ausgenommen.

    Schlußendlich gilt: Es wird geschehen, und das ist gut so. Was werden sich die jetzt dagegen Schreienden noch freuen, wenn diese merken, dass „Waffenschwestern und -brüder“ auch islamischen Glaubens nützlich sind, sollte der Neo-Feudalismus in Bayern, dann in Deutschland „voll durchschlagen“. ;-)

    Liebe AfD’ler die Ihr hier sicher mitlest:
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    Könntet Ihr mal eine einheitliche Stoßrichtung finden. Mit Eurem hier oben abgedruckten Plakat habt Ihr Rudi einen echten „Bärendienst“ erwiesen.

  • hutzelwutzel

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    Dazu jetzt trotzdem noch was:

    Auf dem obigen Bild vor dem Dom recken unsere Recken Gott im Tabernakel ja den wenigstens verhüllten Hintern zu. Dies ist auch nicht so ganz christlich. ;-)
    Knieend in Richtung Dom hätten man die sicher lieber abgelichtet.

    Liebe AfD: Wie wäre es mit einer wöchentlichen Lichterprozession in Altötting und simultan in Regensburg?

  • hutzelwutzel

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    @Mr. T.

    Danke für die ERinnerung an dieses schöne Bild von GLM, damals ausgestellt im „Dresdner Hygienemuseum“ LoL, gefertigt von Hermine (oder Herlinde?) Kölbl.
    Wenn es den mal 1:50 in 3D gibt ,schenke ich ihn meiner Nichte fürs Barbi-Ensemble. LoL

  • R.G.

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    Opfer sexuellen und körperlichen oder geistigen Missbrauchs erzählen häufig erst mit über fünfzig Jahren von den eigenen Erfahrungen, unterschwellig oder offen.
    Unser Erinnern hält sich nicht an die von den Gesetzen vorgegebenen Klagsfristen.

    Eine Form der Einschüchterung zum Zwecke einer Disziplinierung über den Umweg der Erzeugung lähmender Angst, war in der Nachkriegszeit die Konfrontation von  – nicht nur – Seminaristen mit grässlichen Fatima-Weltuntergangsprophezeiungen.
    An Beginn der häufig von Predigtkanzeln angekündigten Strafplagen stand der Hinweis, es werde die Moslemische Flagge im Vatikan gehisst sein. Danach ließ man zu gern detaillierte Beschreibungen von Naturkatastrophen und allen Arten des Krepierens von Millionen folgen.

    Was man kleinen Knaben und Mäderln ins Hirn k…..k …knallt, das kommt eines Tages wieder aus ihnen heraus, und wüsste man nicht, dass sie eigentlich erwachsene, gebildete Menschen und gar Intellektuelle sind, könnte man meinen, sie dächten eigenständig in kindlicher Pauschalfurcht vor einem bösen Fremden, der die unbremsbare Weltzerstörung auslöse.

    Wenn Kirchenmänner Weisheiten über unsere aktuelle Welt predigen, erzählen sie möglicherweise unbewusst von ihrer eigenen, wenig kindgerecht gewesenen, sie daher nie ganz in eine gestaltbare Realität entlassenden Erziehung.

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