Asyl-Monologe am Turmtheater

Die Asyl-Monologe. Dokumentarisches Theater Von: Bühne für Menschenrechte, Berlin Buch und Regie: Michael Ruf *Veranstaltungsdaten:* Ort: Turmtheater Regensburg, http://www.regensburgerturmtheater.de Termine und Beginn: Do., 07.11.2013, 19:30 Uhr und Fr., 08.11.2013, 10:00 Uhr Eintritt: 5 €, ermäßigt 3 € (zzgl. VVK-Gebühr), freie Platzwahl, freier Eintritt für Flüchtlinge Vorverkauf über http://www.okticket.de Veranstalter: Stadtjugendring Regensburg, Regensburger Sportjugend, Scants of Grace e. V. Mit englischen und französischen Supertiteln. Im Anschluss an die Vorführungen findet ein Publikumsgespräch statt. Infos: http://www.jugend-regensburg.de *DIE ASYL-MONOLOGE: wenn Theater auf das wahre Leben trifft* Während seit Monaten im gesamten Bundesgebiet Flüchtlinge protestieren, zeigen sich Politiker unisono schockiert über die Katastrophe von Lampedusa, bei der knapp 400 Flüchtlinge ertrunken sind. Während die Polizei Geflüchtete in Bayern daran hindert, mit einem Protestmarsch nach München für ihre Rechte zu demonstrieren, hören keine vier Monate nach dem trockenen Hungerstreik in München nun auch die hungerstreikenden Non-Citizens am Brandenburger Tor auf zu trinken. Ausgang ungewiss. Das dokumentarische Theaterstück „Die Asyl-Monologe“  erzählt von Menschen, die Grenzen überwunden, Verbündete gefunden, ein „Nein“ nie als Antwort akzeptiert und unter aussichtslosen Bedingungen immer weiter gemacht haben. Mit ihrer ersten Produktion orientiert sich die /Bühne für Menschenrechte /an den Worten von Martin Luther King, jr./, /für den menschlicher Fortschritt weder automatisch noch unausweichlich ist und jeder Schritt hin zu Gerechtigkeit Opfer, Leid und Kampf verlangt. Die /Asyl-Monologe /erzählen von Ali aus Togo, von Freunden liebevoll „Präsident“ genannt, Felleke aus Äthiopien, der erst willensstark Abschiebeversuche verhindern muss, um dann einen Menschenrechtspreis überreicht zu bekommen, und Safiye, die nach Jahren der Haft in der Türkei und einer absurden Asylablehnung sich für das Lebensbejahenste überhaupt entscheidet: sie schenkt einem Sohn und einer Tochter das Leben. Die /Asyl-Monologe/ erzählen von Schritten hin zu Gerechtigkeit, indem sie nicht nur die Werdegänge von Flüchtlingen und Asylsuchenden inklusive der zunächst ‚normalen’ Lebensläufe in ihrer Heimat, der Fluchtursachen und ihrer Erfahrungen mit dem deutschen Asylsystem darstellen, sondern vor allem Geschichten von Trennungslinien und Koalitionen, von Feigheit und Mut, von Konflikten und Solidarität sind. Kurzum: die /Asyl-Monologe /erzählen jene Dramen, die stattfinden, wenn verschiedene Lebenswege sich unter besonderen Umständen berühren beginnen und Menschen schließlich „unfähig wurden, ein unengagiertes oder aufgeschobenes Leben zu führen“ (Edward Said).

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