#aufschrei in Regensburg

„Es geht bei Feminismus nicht um eine Frauenfrage. Es geht auch nicht um Frauen gegen Männer. Es geht darum, wer sich eine bessere Gesellschaft wünscht, Diskriminierung abschaffen und dem Status quo gehörig in den Arsch treten möchte.“ Anne Wizorek
Am kommenden Freitag, 17.04.2015, diskutieren Anne Wizorek (Initiatorin von #aufschrei, selbstständige Medienberaterin aus Berlin) und Katja Kipping (MdB, Bundesvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin DIE LINKE.) ab 18.00 Uhr im Andreasstadl über die Stellung der Frau in unserer Gesellschaft.
Anne Wizorek ist die aktuelle Stimme eines modernen Feminismus. Vor etwa einem Jahr löste sie mit dem Twitter-Hashtag #aufschrei einen riesigen Sturm im Netz aus. Der Erfolg der Aktion machte deutlich: Geschlechtergerechtigkeit ist weiterhin eine Utopie. #aufschrei wurde im Jahr 2013 als erster Hashtag mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.
Anlässlich der Neuerscheinung ihres Buches „Weil ein Aufschrei nicht reicht: Für einen Feminismus von heute“ diskutiert die Autorin zusammen mit Katja Kipping über die Frage, ob unsere Gesellschaft eine neue feministische Agenda braucht und wie diese aussehen könnte.
Handelt es sich beim vermeintlichen Sexismus in unserer Gesellschaft um ein paar übriggebliebene „Herrenwitze“ aus früheren Zeiten? Oder hat die Abwertung von Fürsorgearbeit, von Sozial- und Erziehungsberufen, die Lohnungleichheit, die Rentenlücke, die nicht umzusetzende Vereinbarkeit von Familie und Beruf und vieles weitere System?
Im Zentrum steht dabei auch die Frage, was einen sozialistischen Feminismus von einem „weltanschaulich neutralen“ unterscheidet. Brauchen wir eine Quote für „Karrierefrauen“? Oder ist es vielmehr so, dass sich eine kleine Zahl extrem privilegierter Frauen Gedanken über die gläserne Decke macht, während sich der Keller mit Wasser füllt und Millionen von Frauen da unten eingesperrt sind und ihnen das Wasser langsam bis zum Halse steigt, wie die britische Feministin Laurie Penny meint?
Doch wir wollen uns nicht nur auf Kritik beschränken. Auch die Frage, wie wir den Wandel hinbekommen, steht auf der Tagesordnung. Woran liegt es, dass wir alle zehn Jahre dieselben Debatten führen, ohne dass sich etwas ändert? Wie können wir endlich vorwärtskommen, anstatt immer nur auf der Stelle zu treten?
Veranstalter ist der Kurt-Eisner-Verein für politische Bildung in Bayern e.V., Kooperationspartner der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Unterstützer sind die Fraktion DIE LINKE. im Regensburger Stadtrat sowie ver.di.
Eine herzliche Einladung ergeht an alle Interessierten, der Eintritt ist frei.

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